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Autor Thema: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?  (Gelesen 12296 mal)

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schiene

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ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
« am: 14. November 2013, 01:13:45 »

Ich gebe zu,vieles der moderneren Kunst gefällt mir nicht und ich habe Schwierigkeiten sie zu verstehen.
Ein schönes Bild der "Alten Meister" bevorzuge ich der modernen Kunst.Wenn ich sehe das für ein Bild
142 Millionen Dollar bezahlt werden fällt es mir schwer dies nach zu vollziehen.Ok,jeder kann sein Geld ausgeben für was er will aber irgendwie
sind meiner Meinung nach die Relationen nicht mehr gegeben.
Bacon-Bild ist das teuerste Kunstwerk aller Zeiten
http://www.tagesspiegel.de/kultur/142-millionen-dollar-bacon-bild-ist-das-teuerste-kunstwerk-aller-zeiten/9067332.html
"Auf einen Rekord hatte Christiès gehofft, aber das hat wohl selbst das Kunsthaus mit seinen fast 250 Jahren Erfahrung überrascht: Ein Bild von Francis Bacon ist das neue teuerste Kunstwerk, das je versteigert wurde."

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schiene

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jock

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Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
« Antwort #2 am: 14. November 2013, 04:58:55 »

Einige Anmerkungen zum Kunstmarkt !

Als ich meinen "Van Gogh " im Night- Bazar zu Chiang Mai kostenguenstig
gekauft habe,war nicht die zukuenftige Wertsteigerung mein Antrieb.

Ich erfreue mich einfach an der Farbenpracht.Und wenn ich dereinst nicht
mehr sein sollte,wird meine Witwe dieses Werk als Staubfaenger einstufen
und irgendwann abhaengen.

Ein japanischer Millionaer mit dem Namen Sato ersteigerte vor vielen Jahren
ebenfalls ein Werk Van Goghs (Dr.Gachet) um einen hohen zweistelligen
Millionenbetrag und verfuegte,dass wenn er sterben sollte,dass dieses Werk
mit ihm begraben werden soll.

1996 ist er dann gestorben und seither weiss man nicht mehr um den Verbleib
des Bildes.
Man kann nur hoffen,dass sich die Erben nur symbolisch an seine Anordnung ge-
halten haben und das Werk vielleicht, unter Ausschluss der Aktionshaeuser, bereits
in einer anderen Sammlung Eingang gefunden hat.

Meisterwerke der oesterreichischen Maler (Klimt,Schiele etc.) erreichen bei Kunst-
auktionen in London oder New York Rekordpreise.
Dasselbe Bild in Wien zur Versteigerung gebracht,wuerde an diese Rekordpreise
nicht herankommen,denn solche Werke sind mit einem Ausfuhrverbot belegt.

Einzig Ronald Lauder,der damals Botschafter der USA in Wien war,konnte seinen Klimt
(Goldenen Adele)nach New York ausfuehren.Er hatte bereits im Vorfeld des Kaufes dafuer
gesorgt,dass die Ausfuhr dieses Werkes gegeben war,sonst haette er nicht rd.130 Mio $
dafuer hngelegt.

Ein weiterer oesterreichischer Kunstsammler (Dichand) hat ein Meisterwerk von Klimt
in einem Depot in Zuerich eingelagert,weil,wenn es die oesterreichische Grenze ueber-
schreiten wuerde,aus oben genannten Gruenden einem Preisverfall unterliegt.

Ich selbst bin ein Anhaenger der "Wiener Schule des phantastischen Realismus" insbe-
sondere des Malers Rudolf Hausner.

Da Originale erstens kaum auf dem Markt sind und zweitens ein Preisniveau erreicht haben,
das fuer einen Mindesrentner unerschwinglich ist,habe ich nach einer Loesung gesucht ge-
sucht und gefunden,wie ich zu einem Originalwerk kommen koennte.

In seinem "Adam- Zyklus" portraetiert er sich farbenfroh selber.Ich habe vor Wochen schon
eine Arbeit in Auftrag gegeben,ein Werk mit meiner Visage zu produzieren und in zwei
Wochen werde ich dieses in die gute Stube haengen.

Diese Information ist fuer @Bruno 99 gedacht,dem ich schon vor fast zwei Jahren von
meinem Vorhaben informiert habe.
Sobald das Bild haengt,verzeihe ich ihm auch seine Gedanken,die ihm damals durch den
Kopf geschossen haben. Ja,ich kann Gedanken lesen !

Jock

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hmh.

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Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
« Antwort #3 am: 14. November 2013, 05:11:05 »

Es ist viel ergiebiger, mal darüber nachzudenken, wie wenig das massenhaft gedruckte Geld noch wert ist, und wie viel ein originales Meisterstück, so man überhaupt jemals eines bekommt.

Ein vergleichbarer Dürer, ein Vermeer, Gauguin oder ein Leonardo wäre heute noch teurer als ein Bacon, --- wenn ihn denn einer, der ihn hätte, noch je öffentlich verkaufen würde!

Alles, was es massenhaft gibt, ist nichts wert (warum wohl auch der Mensch an sich immer weniger zählt...  {-- ), alles was langlebig, einmalig und unersetzbar ist, hat dagegen einen unendlichen Wert, den grundsätzlich der Eigentümer nahezu beliebig bestimmt.

Die holde Gattin und ich sind vor ein paar Jahren nach Wien gefahren, aus dem einzigen Grund, um dort die große Dürer Ausstellung in der Albertina zu sehen. Das hat alles in allem an die 1000 Teuro gekostet, 2 Übernachtungen, nur um dann in der endlosen Schlange dort in einer gefühlten Stunde (wahrscheinlich waren es zwei) durchgeschubst zu werden. Aber die wenigen Minuten vor den Dürer-Portraits waren den Aufwand alleine schon wert!

Zur Vermeer (und einige weitere flandrische Künstler seiner Zeit) in London vor ein paar Jahren sind wir auch eigens hingeflogen bzw. haben es mit einem Kurzurlaub verbunden (den wir natürlich auch ohne Vermeer mal gemacht hätten, nur nicht in London).

Und in Frankfurt (siehe unten) waren wir natürlich vorige Woche auch, ist ja nur knapp über eine Stunde von uns entfernt, ein halber Tag frei muß schon mal drin sein...

Mit dem obigen Argument sind wohl auch bei solchen Museumsreisen "die Relationen nicht gegeben", denn vergleichsweise wäre es ja auf die Lebensminute gerechnet garantiert viel billiger gewesen, wenn wir eines der Bilder für, sagen wir, 100 Millionen, gekauft hätten, was natürlich nur theoretisch möglich wäre. :'(

Außerdem ist es ja nicht nötig, daß ein Privatmann solche Kunstwerke kauft, um sie in irgendeinen Safe zu legen, meiner Ansicht nach gehören die allen Menschen, und sollten so aufbewahrt und gepflegt werden, daß sie noch viele Generationen existieren. Das kostet alleine schon locker eine Million und noch mehr pro Jahr, ron Zeit zu Zeit nötige fachgerechte Restaurierungs- und Konservierungsarbeiten eingerechnet.

Die wirklich großen Meister sind keineswegs überbezahlt. Wer einmal im Leben zwei Minuten in 50 Zentimeter Entfernung vor einem Meisterwerk von Vermeer oder Dürer gestanden ist, wird das bestätigen ... unglaublich, was da abgeht!

Zum Beispiel Dürer einmal direkt in die Augen zu sehen:

.

Und diese Bilder sind Nichts gegen das Original! Dürer beherrschte die Kunst, seine Augen so zu malen, daß sie tatsächlich zu leben scheinen und einen regelrecht verfolgen, egal aus welchem Winkel man sich den Gemälden nähert.

Die vor 500 Jahren gemalten Augen leben noch heute, gegen solche Meister sind wir alle -- und alle, die wir heute Meister nennen --, elende Stümper.

PS: Ich rate jedem, der etwas über Kunst lernen oder verstehen will, und der die Möglichkeit dazu hat, die derzeitige Dürer-Ausstellung in Frankfurt zu besuchen. Es ist jeden Zeitaufwand wert und wer da nicht versteht, daß 100 Millionen für ein solches Meisterwerk ein Klacks ist, dem ist nicht zu helfen.

http://www.faz.net/aktuell/rhein-main/frankfurter-ausstellung-eroeffnet-der-ganze-duerer-soll-es-sein-12629573.html
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schiene

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Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
« Antwort #4 am: 14. November 2013, 05:42:30 »

PS: Ich rate jedem, der etwas über Kunst lernen oder verstehen will, und der die Möglichkeit dazu hat, die derzeitige Dürer-Ausstellung in Frankfurt zu besuchen. Es ist jeden Zeitaufwand wert und wer da nicht versteht, daß 100 Millionen für ein solches Meisterwerk ein Klacks ist, dem ist nicht zu helfen.

Ich habe selbst mehrere Ausstellungen alter Meister gesehen (Dresden bietet eine Menge davon) und schrieb ja das ich diese mehr schätze als die moderne Kunst.
Meine Frage nach dem Wert eines  "Kunststückes" richtete sich mehr in die "Neuzeit"Es gibt viele Kunstwerke welche einfach nur hübsch,interessant aussehen aber in meinen
Augen nicht ihr Geld wert sind.
Ein Beispiel auf die Schnelle welches ich gerade mal im Net gefunden habe..


Was ist daran 58,4 Millionen Dollar wert??Es schaut nett aus was auch wiederum Geschmackssache ist aber es ist oftmals wie bei Markenprodukten,der Name machts.
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samurai

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schiene

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Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
« Antwort #6 am: 14. November 2013, 06:41:41 »

Moderne Kunst  ???
"Der italienische Künstler Piero Manzoni hat 1961 eine Kunstaktion gestartet, die berühmt geworden ist. Er hat seine eigenen Exkremente in Dosen abgefüllt und als „Künstlerscheisse“ verkauft - „merda d’artista“.
90 Dosen mit je 30g wurden abgefüllt, geruchsdicht versiegelt und zum Goldwert des Gewichtes verkauft. Das entsprach damals etwa € 30.000 pro Stück. Sämtliche Dosen wurden verkauft, sie befinden sich heute in Kunstsammlungen und haben einen deutlich höheren Wert. Bei einer Auktion im Hause Sotheby's erzielte eine Dose den Preis von 97.250 britischen Pfund.
-museum.de/ins-museum/kunst/" class="bbc_link" target="_blank">http://www.-museum.de/ins-museum/kunst/

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namtok

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Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
« Antwort #7 am: 14. November 2013, 06:59:33 »


Was ist daran 58,4 Millionen Dollar wert??

Thailandbezug:  Auf den Baiyoke-Tower fahren, fuer ein paar hundert Baht lecker Buffet essen und die Aussicht geniessen !

Dort dreht  ein wahrscheinlich vom Restaurant bezahlter geschminkter Clown - tschuldigung - meinte natuerlich  "Kuenstler" seine Runden, der  am laufenden Band solche Kunstwerke aufblaest, faltet und an Kinder verschenkt, aber wenn man hoeflich fragt, bekommt man sicher auch als Erwachsener ein Exemplar !

Zur Not gibt es solche Kunstwerke auch fuer 20 Baht auf thailaendischen Jahrmaerkten. Im Gegensatz zum ueberteuren Original wurden diese wenigstens "richtig" rum gefaltet, der "Luftballonzipfel" = Hundenase vorn und der "Verschluss" hinten am Allerwertesten und nicht am Schwanz.  
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Burianer

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Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
« Antwort #8 am: 14. November 2013, 07:06:55 »

 :]  ja schiene, was lernt man daraus, auch mit Schei...  verdient man Geld.  
Es gibt eben Unterschiede, wenn man Kunst  von Koennen ableitet  oder  Kunst von einigen Phantasten  kommt, die meinen sie waeren Kuenstler.  
Mein Kunstbegriff geht davon aus, dass Menschen etwas herstellen koennen, fuer die sie eine besondere Faehigkeit haben, die die anderen Menschen so nicht  haben.
Obs nun ein Bild, eine Vase , ein Bauwerk  oder Musik  ist, es gibt viele Arten von Kunst.
http://de.wikipedia.org/wiki/Kunst  
Ein Exkrementenproduzierer gehoert sicher nicht dazu  :]  Verkommene , abartige Kunst  :-X
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Alex

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Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
« Antwort #9 am: 14. November 2013, 08:11:39 »




Wie man sich als " Kunstbanause " wie ich einer bin doch täuschen kann .

Eine Freundin schenkte mir mal 2 Radierungen die mit hd gekennzeichnet

und auf das Jahr 1832 datiert waren . Sie hatte jedes dieser gerahmten Werke

für 20 DM auf dem Flohmarkt in München erstanden . Ein Kunst Experte taxierte

diese Werke Jahre später auf je 20.000 Euronen , da es original Radierungen des

 Honoré Daumier waren die damals in der Satire Zeitschrift Le Charivari in Paris  

veröffentlicht wurden . Der Künstler selber starb trotz seiner ca. 4000 gefertigten

Lithographien im Alter von 71 Jahren verarmt  .Heute hüte ich die wie einen Schatz
« Letzte Änderung: 14. November 2013, 08:39:21 von Alex »
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Wir sind nicht auf der Welt , um so zu sein, wie andere uns haben wollen !

samuispezi

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Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
« Antwort #10 am: 19. November 2013, 17:03:03 »


Vor ca. 30 Jährchen, als Samui noch eine ziemlich einsame Insel war, traf ich am Mae Nam Strand einen
nicht so besonders bekannten Wiener Künstler, der dort mit uns in den typischen 30 Baht-Strohhütten überwinterte.
Am Tag betrieb er Joga, sah dabei auch aus wie ein indischer Hungerkünstler, und am Abend konnte
er am Strandfeuer bei einer kleinen Flasche Mekhong phantastische Geschichten erzählen.

Als ihm nach ca. 4-5 Monaten das Geld ausging, hatte der damit kein Problem.
Eine alte Holzplatte hatte er schnell aufgetrieben, rundherum einen Rahmen aus halbierten Bambus,
dann eine ordentliche Schippe Sand rein, ein paar Muscheln, und drüber einige Liter Acryllack.
Nach dem Aushärten nagelte er seine alten, zerschlissenen Turnschuhe drauf, nannte es ganz dramatisch "Strandspaziergang"
 schickte das Bild nach Wien.

Seine Spezis verkauften das "Kunstwerk" an die Stadt Wien ( waren wohl noch ein wenig Kunstfördergelder" zu verbrauchen)
um damals noch 40 TSD Schillinge, und einer Urlaubsverlängerung stand damit nichts mehr im Wege.

Quasi, moderne Kunst, aus der Not geboren. ;]

Grüße
Samuispezi }}
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schiene

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Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
« Antwort #11 am: 10. April 2014, 10:45:54 »

Wer legt eigentlich fest was Kunst ist???
Eigentlich doch nur die Nachfrage!
Wer für so etwas Geld ausgibt hat für mich nicht "alle Tassen im Schrank"
Bsp.von der ART COLOGNE 2014

http://up.picr.de/17914863du.jpg[/img]]


Tom Wesselmann
“Steel Drawing 1964
Radio Edition”, 1991
Acrylic on cut-out aluminium
80 x 102 cm
Verso signed and numbered
Edition: 10 /25

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jock

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Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
« Antwort #12 am: 10. April 2014, 11:23:52 »

@schiene

Oder er ist ein Spekulant !

Man koennte aber genauso die Frage untersuchen,warum kauft sich jemand
einen Lamborghini Veneno um 3,0 Mio Euro,wenn es ein Tata Nano um 2,000
Euro auch tun wuerde ?
Der Faktor Zeit ist ja bekanntlich relativ.In beiden Fahrzeugen werde ich,wenn
ich von A nach B will, nicht nass und muss meine Fuesse nicht bemuehen.

Das von dir eingestellte Bild gefaellt mir auch nicht,daher wuerde ich es nicht
kaufen um es zu geniessen.Allerdings als Aktie an der Wand kann es interessant sein.

Tom Wesselmann gilt als ein bedeutender amerikanischer Kuenstler,der natuerlich
verschiedene Kunstrichtungen ausprobierte.Seine Erfolge erreichte er mit seinen
Frauenakte und seinen Werken,die von Plakaten inspiriert wurden.

Jock
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Inesbella

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Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
« Antwort #13 am: 17. Juli 2014, 16:27:39 »

Na ganz einfach. Kunst ist ja mittlerweile eine prima Geldanlage. Da muss man nicht die Einzelheiten verstehen. Dafür gibt es Galeristen, die einem den Marktwert ihrer Künstler schon erklären. Würde ich Aktien von Daimler oder der Deutschen Bank besitzen, dann hätte ich auch nur wenig Überblick über die Entscheidungen, Netzwerke und das Schaffen der Vorstände. Da kann ich noch so oft in die Jahreshauptversammlung gehen, verstehen werde ich nur einen Bruchteil. So in etwa verhält es sich des öfteren mit Kunstsammlern und Werken.
Aber nichtsdestotrotz meines Gefrotzels, es lohnt sich immer wieder sich auf Kunstwerke einzulassen und sie zu fühlen. Unter Umständen tut es auch mal eine Führung durch fachkundiges Personal in den Ausstellungen. Nach und nach versteht man dann die Intension des Künstlers.
Und anyway: Kunst muss nicht zwangsläufig gut sein.
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jock

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Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
« Antwort #14 am: 05. September 2014, 10:09:16 »

Was bewegt einen vielfachen Millionaer  um 100 Mio Euro eine Anschaffung
zu machen,deren reiner Materialswert knapp 5.000 Euro betraegt ?

Diese Diskrepanz ist Kunst !

Wie schon berichtet,hat Herr Essl,dessen Familie eine grosse Baumarktkette
betreibt und die ein bisschen in die Miese gekommen ist,eine Kunstsammlung
aufgebaut,vorwiegend zeitgenoessische Kunst seit 1945.

Um die Baumarktkette zu retten,bot er vor einigen Monate an,dass die Republik
seine Sammlung um rd.80 Mio Euro ankaufen solle.

Der Runde Tisch,mit zustaendigem Minister,Museeumsdirektoren und sonstiger
Fachleute,lehnte den Kauf ab.

Vor einigen Tagen wurde nun bekannt,dass 60 % seiner Sammlung von einem
oesterreichischen Millionaer um 100 Mio gekauft wurde.40 % verbleiben der
Familie Essl.

Herr Haselsteiner,der die Mehrheit der Sammlung uebernommen hat,wird jetzt
44 Werke daraus auf dem Kunstmarkt versteigern,was ihm einen Erloes von ca
50 Mio Euro einbringen wird.

Die gesamte Sammlung umfasst rd.7.000 Werke und wird auf 150 Mio Euro eingeschaetzt.

Als die Offerte an den Staat noch offen war,empoerte sich die Presse und wies darauf
hin,dass es nicht seine Aufgabe waere,Privatpersonen aus der Klemme zu helfen.

Dieselbe Presse,stellt nun die Frage in den Raum,ob sich Vater Staat nicht ein gutes
Geschaeft hat entgehen lassen und ob man nicht zu kurzsichtigt gedacht hat.

Man sieht,wie man es macht,macht man es falsch.

Jock
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