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Autor Thema: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?  (Gelesen 12324 mal)

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dart

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Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
« Antwort #15 am: 05. September 2014, 10:12:48 »

Ich staune das Herr Essl nicht selber auf die Idee gekommen ist die Kunstwerke zu versteigern. :-)
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Burianer

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Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
« Antwort #16 am: 05. September 2014, 10:20:42 »

Ein Millardaer   hat sicher keine Probleme, eben mal 100 Mio Euros fuer  Kunst auszugeben.  Ein Staat dagegen , muss sich rechtfertigen. Fuer was das Geld ausgegeben wird.
Ob daraus spaeter dann ein Gewinn erzielt wird,  weiss man vorher sicher nicht.
Der Milliardaer schreibt eben das mal als Verlust ab  und setzt das evtl  noch von der Steuer ab  ???, der Staat bekommt Kloppe  von der Presse und vom Volk.
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jock

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Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
« Antwort #17 am: 22. Januar 2015, 10:06:07 »

Herrn Wolfgang Petracci muss man eigentlich bewundern.

War mal Geldmangel in seinem Hause,so setzte er sich vor die Leinwand
und produzierte ein Meisterwerk eines Meisters.

Nach zwei Wochen war so ein Werk fertig und seine Frau schleuste das
Bild in den Kunsthandel ein.

Kunstexperte testierten das Bild als echt und schon waren wieder einige
Hunderttausende am Konto.

Ueber die Jahre kamen so am die 35 Mio Euro zusammen,man wohnte in einem
schoenen Haus in Frankreich und verbrachte auch gewisse Zeit auf der eigenen Jacht.

Doch dann im Jahre 2011 vergriff sich der Meister und malte die Wellen der Seine
in einem Blau worin sich das Pigment Phthalocyanin befand,das es zum Zeitpunkt
des Schaffungsjahrs des Bildes 1908 noch nicht gab,sondern erst ab 1935 gebraeuchlich
war.

Die Folge des Missgriffes war eine Verurteilung zu 6 Jahren Haft.

Mittlerweile ist das Ehepaar wieder als Freigaenger auf freien Fuss und lebt jetzt etwas
bescheidener.

Herr Petracci behauptet jetzt,haette er es gewusst,dass es dieses Pigment 1908 noch
nicht gab,waere bis heute niemand auf seine " Taetigkeit" draufgekommen.

Denn eines muss man ihm lassen.Sein Talent,den Pinsel so zu fuehren und damit die
grosses Expressionisten und Impressionisten derart nachzuahmen,dass erfahrenen
Kunstexperten,die Werke als echt bezeichnen mussten,brachte ihm den Ruf eines
Jahrundertfaelschers ein.

Er kopierte nie ein Werk,denn er schuf neue.

Im Schaffensverzeichnis jedes grossen Kuenstlers sind Werke angefuehrt,die unbekannt
sind. Oftmals wurden die Werke selbst vom Kuenstler vernichtet aber dies nicht im
Verzeichnis angemerkt.
Und die Beschaffung eines alten Rahmens mit der Leinwand aus dieser Zeit ist einfach. Man
findet diese auf den Troedlermaerkten zuhauf.


Herr Helge Achenbach,seines Zeichen Kunstberater ging anders vor,um mit Kunst Geld zu
verdienen.

Er zog den Aldi - Besitzer einfach ueber den Tisch,indem er ueberhoehte Preise abrechnete.

Seit 2007 beriet er Herrn Berthold Albrecht beim Erwerb von Bildern und Oldtimerautos.

Insgesamt gab Herr Albrecht fast 100 Mio Euro fuer die Bilder und Autos aus und zahlte
dabei rd. 20 Mio Euro zuviel,die Herr Achenbach in seine Tasche steckte.

Wie man sieht, ist im Kunstbereich viel Geld zu holen,wenn man es mit Ahnungslosen
zu tun hat.

@Jock wird sich demnaechst auf die Reise in den hohen Norden begeben um dort im
Night- Bazaar von Chiang Mai ernsthafte Gespreache mit den dort taetigen Kuenstlern
aufnehmen.

Da ueber seinem Bett eine freie Flaeche ist,wo ein Bild einfach hingehoert,wird er eines
in Auftrag geben.

Vom roehrenden Hirschen bin ich bereits abgekommen,kurzzeitig habe ich an die Laokoon -
Gruppe gedacht,wo ein alter Mann mit seinen Soehnen gegen die Toetung durch Schlangen
kaempft.

Da das Bild allerdings Inspirationen ausloesen koennte,die mir unlieb sind,bin ich davon mittler-
weile wieder abgekommen.

Vielleicht wird es heroischer Adonis den gerade Aphrodite kuesst? Mal ueberlegen !

Jock


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Alex

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Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
« Antwort #19 am: 22. Januar 2015, 12:36:08 »

Zitat
Oftmals wurden die Werke selbst vom Künstler vernichtet aber dies nicht im Verzeichnis angemerkt

Wie recht Du doch hast Jock , in meinem Besitz befindet sich ein Original des Künstlers

Fritz Beinike ( 1842 - 1907 ) Öl Leinwand " DER SCHEREN SCHLEIFER " :::: dieses Bild

findest Du im ganzen INET nicht , während meine Original Radierungen von Honoré Daumier

die er 1831/32 für die satirischen Zeitschriften „La Caricature“ und „Le Charivari“ gefertigt hat

überall im Netz zu finden sind ! Bilder die von Beginn an in Privat Besitz waren , wie meins

von Beinike , nie auf einer Auktion angeboten wurden findest Du im Netz nicht . Man kann sie

online schätzen lassen wenn die Werke bekannt sind , meine beiden Daumier`s wurden vor

Jahren schon mal bei je 20.000 € eingeordnet . Der Wert der Kunst ist das , was jemand

dafür ausgeben möchte , manche Werke sind und bleiben unbezahlbar ! Ähnliche Öl Gemälde

von Beinike wie meins vom " Scherenschleifer " werden auf Auktionen in D ohne Rahmen um

 die 2.000 EURONEN gehandelt !
« Letzte Änderung: 22. Januar 2015, 12:42:26 von Alex »
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jock

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Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
« Antwort #20 am: 23. Januar 2015, 16:38:41 »

Egon Schiele ist einer der bedeutesten Maler der Wiener Moderne.

Sein Bilder aus spaeteren Schaffensjahren erzielen auf dem Kunstmarkt
Millionenwerte.

Egon Schiele ist in Tulln,einer Kleinstadt nahe Wiens geboren, und der stolzerste
Sohn dieser Stadt,die sogar ein eigenen Museum eingerichtet hat.

in diesem Museum( Galerie) sind als Leihgabe Werke aus der Anfangszeit des
Kuenstlers ausgestellt.Leihgeber ist ein Nachkomme aus der Familie.

Nun laeuft die Stadt Tulln in Gefahr,diese Leihgaben zu verlieren.Ein skurriler Streit
um 60 Euro fuer ein Rauchfangkehrergutachten ist dafuer verantwortlich.

Der Leihgeber hat in seinem Haus eine Heizungsanlage installiert und sich den Sicher-
heitsbefund als Sachverstaendiger auf diesem Gebiet selbst erstellt.

Die Gemeinde Tulln besteht jedoch darauf,dass der oertliche Rauchfangkehrer die
Anlage abnimmt und darueber einen Befund ausstellt.Die Kosten dafuer betragen
60 Euro.

Der Leihgeber sieht nicht ein,dass die Anlage nochmals ueberprueft wird und droht
mit dem Entzug der Bilder.
Der Buergermeister stellt sich in der Sache stur,beruft sich auf " Vurschrift is Vur-
schrift" und laesst kunstbanausenartig verkuenden,dass er im Falle des Rueckzugs
der Bilder halt ein" paar andere Bilder " hinhaengen werde.

Jock
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fidelio

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Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
« Antwort #21 am: 23. Januar 2015, 17:12:23 »

o Jock,
"und ein paar andere Bilder hinhaengen.
Kann er ja leicht. Wer 140.000 Euro vom Land fuer Kulturfoerderung
bekommt, kann sich das leisten.
Hab ich doch neulich gesagt: da sind die tapfersten Trinker zu hause,

lg. fidelio
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Alex

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Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
« Antwort #22 am: 25. Januar 2015, 10:23:45 »

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jock

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Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
« Antwort #23 am: 07. Februar 2015, 09:11:19 »

Millionaer waere ich seit gestern ,wenn Onkel Josef sel.,bei der Erstellung
seines Testaments an mich gedacht haette.

Nicht sein Haus,nicht seine 2 Krawatten, seine zwei Anzuege und das
abgetragene Paar Schuhe waeren der Ausschlag gewesen,sondern sein
Opel Caravan Bj. 1955,der gut 25 Jahre im Garten dahinrostete und einer
Esche einen guten Platz bot,heranzuwachsen.

Damals,als das Auto erstanden wurde,war es der ganze Stolz der Familie.
Schon alleine der Verkaufsprospekt vermittelte einen Eindruck der modaenen
Welt.Ein Paar war darauf abgebildet,welches im Begriff war,ein Opernhaus zu
besuchen.Er im Smoking,sie im langen Abendkleid.

Ich bin mir zwar sicher,dass niemand mit dieser Kiste jemals bei einer Opernauffuehrung
vorfuhr,aber die Vision die daraus entstand,war ein gutes (Ver)kaufsargument.

Die Farbbezeichnung war chamois.Alleine schon der Klang dieses Wortes duftete
nach suendteurem Parfum und liederlichem Lebenswandel.
Da vergass man gerne,dass die Wiege dieser Kiste in Ruesselsheim stand.

Gestern fand in Paris eine Oldtimerversteigerung statt.

Aus der Sammlung eines gewissen Monsieur Baillon,der seine Autos genauso
pflegte wie Onkel Josef seinen Opel,indem er sie verrosten liess,erzielten ge-
wisse Exemplare Hoechtspreise.

Der Wagen des Filmschauspielers Alain Delon,ein 1961 Ferrari 14,2 Mio Euro,
ein Talbot Lago T26 Bj. 1949,aber ziemlich ramponiert, immerhin noch 1,45 Mio Euro.

Da haette ich doch mit meinem Caravan auch nicht schlecht abgeschnitten.

Aber leider,wieder ist ein Traum geplatzt !

Onkel Josef ging irgendeinmal die Rostlaube in seinem Garten auf die Nerven und
er verscherbelte das gute Stueck um sage und schreibe 2.500 Schillinge an den
ortsansaessigen Schrotthaendler.

Jock







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jock

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Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
« Antwort #24 am: 25. Februar 2015, 19:35:19 »

Der Direktor der Albertina zu Wien,Klaus Albrecht Schroeder,gilt als eitler
Gockel.

Rolex,Porsche und eine etwas affektierte Sprache hindern aber nicht,dass er
als erfolgreicher Ausstellungsmanager nicht anerkannt waere.

Ganz im Gegenteil,seine Retroperspektiven z.B die Max Ernst Ausstellung 2013
waren ein Erfolg und zurecht sonnte er sich in den ueberwiegend freundlichen
Berichten darueber.

Nur jetzt hat es ihm die Sprache verschlagen und Schuld daran ist der Jahrhundert-
faelscher Wolfgang Peltracci.

Der behauptete im ZDF, bei der Ausstellung ein Bild gesehen zu haben,welches er
gefaelscht hat. Und ganz gemein,er sagt nicht welches.

Jetzt ist guter Rat teuer,denn wenn K.A.Schroeder Herrn Peltracci kontaktieren wollte,
kann er erwarten,dass er statt einer Antwort einen gestreckten Finger empfangen
wird,weil sich der Direktor im Vorfeld aeusserst negativ ueber Herrn Petracci ge-
aeussert hat.

So bleibt ungewiss,welches der ausgestellten Bilder,die Faelschung ist,denn jedes davon
ist mit einer Expertise versehen und von der Maltechnik,Pinselfuehrung,Gesamtgestaltung,
Farben und Komposition vom Originalen des Meisters nicht unterscheidbar.

Vielleicht daempft diese Geschichte etwas die Preislagen und ich kann mir moeglicherweise
auch ein Original leisten und muss nicht immer nach Chiang Mai im Night- Bazar Bilder
einkaufen fahren.

Jock

« Letzte Änderung: 25. Februar 2015, 19:43:12 von jock »
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Burianer

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Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
« Antwort #25 am: 25. Februar 2015, 19:58:52 »

 :]  jock,  dort sind die ORGINALEN   :]     
Zitat
   nach Chiang Mai im Night- Bazar Bilder
einkaufen fahren.

   
  orginal gefaelscht.
Kunst ist eben etwas teurer,  und in meinem Haus habe ich viele Bilder aus allen Herren Laender. ORGINALE , so sind sie mir verkauft worden   {+
Zumindest hab ich die dort orginal, selber eingekauft  }}
Da lacht mein Herzilein  :-*

Nachtrag, es ist doch WURST, welches Bild nun mal falsch sein sollte, fuer den Betrachter  ???  es gibt ja noch die da  8)
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Alex

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Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
« Antwort #26 am: 25. Februar 2015, 20:22:09 »

Jock , Herr Peltracci kann schon deswegen den langen Mittelfinger auspacken ,

weil namhafte Experten seine Werke als " echt quotiert " haben und er seine

Strafe für die Neuauflage solcher Werke abgesessen hat !
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Helli

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Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
« Antwort #27 am: 25. Februar 2015, 20:47:13 »

Nur jetzt hat es ihm die Sprache verschlagen und Schuld daran ist der Jahrhundert-
faelscher Wolfgang Peltracci.
Sowas hatten wir in DE doch auch schon vor nicht allzu langer Zeit (aber doch im letzten Jahrhundert).
Konrad Kujau hieß der wohl und hat die "Kunstszene" gewaltig aufgemischt (nicht nur mit den angeblichen Hitl.-Tagebüchern).
Der ist übrigens am 12.09.2000 in Stuttgart verstorben.
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Ein Moselaner regt sich nicht über Dinge auf, die er nicht ändern kann.

Expat Charly

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Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
« Antwort #28 am: 25. Februar 2015, 22:04:59 »

Erfolgreichster Kunstfälscher aller Zeiten: Wolfgang Beltracchi

Nachdem der Name von Wolfgang Beltracchi (Aussprache: Beltracci) seit dem 22.01.2015 in diesem Forum mehrfach verkehrt wiedergegeben wurde, will ich hiermit den korrekten Namen des Meisterfälschers nennen.

In sämtlichen Medien wurde in jüngster Zeit über keinen Künstler derart häufig berichtet wie über Beltrachhi. Gibt man seinen Namen bei Youtube ein, so findet man dort zahlreiche Videos über ihn und seine Frau. Inzwischen ist sein Name weltweit bekannt, so dass er finanziell ausgesorgt haben dürfte.

Nach meiner Information endet die Privat-Insolvenz von Beltrachhi im Januar 2016, so dass er dann endgültig keine Verpflichtungen mehr gegenüber Gläubigern hat.
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Expat Charly

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Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
« Antwort #29 am: 25. Februar 2015, 22:13:31 »

Der Name Beltracchi mit zwei c und einem h ist schon verwirrend, so dass ich ihn zweimal mit zwei h statt mit zwei c verkehrt wiedergegeben habe.
Richtig ist der Name Beltracchi.
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