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Autor Thema: Hochwasser in Zentralthailand  (Gelesen 139863 mal)

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old henri

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Re: Hochwasser in Zentralthailand
« Antwort #15 am: 30. September 2011, 14:35:15 »

Bei uns ist der Chao Phraya im Normalfall etwa 300 Meter breit Und jetzt in etwa 10 Km  und neben dem eigentlichen Flussbett bei der Strasse zu unserm Haus  so um 1.20 Tief in den Reisefeldern natürlich noch tiefer.
@ AndreasBKK du verlangst unmögliches von der Regierung, sie soll Wettergott spielen.
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Ich wünsche euch einen schönen Tag und ein kühles Feierabend Bier. (e)
Heiri

karl

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Re: Hochwasser in Zentralthailand
« Antwort #16 am: 30. September 2011, 14:38:26 »

Zitat
Die Dummheit der Regierung. Damit meine ich , das bisher nicht viel unternommen wurde, die Ursachen zu bekämpfen
aber doch, jetzt fangen die endlich an.
einige Häuser im Khao Yai Gebiet wurden schon abgerissen und andere "zu-Verbettonierung" werden rückgängig gemacht.
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drwkempf

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Re: Hochwasser in Zentralthailand
« Antwort #17 am: 30. September 2011, 15:53:22 »

Ich habe den Andreas anders verstanden. Ich glaube nicht, dass er prinzipiell unmögliches fordert. Andererseits leidet Thailand heuer wohl tatsächlich unter einer Wetterkatastrophe von außergewöhnlichem Ausmaß.

Aber nehmen wir doch einmal unser europäisches Nachbarland Holland.
Dort hat man nach der Flutkatastrophe 1953, bei der fast 2000Menschenleben zu beklagen war, Dammsysteme installiert, die bis heute eine Wiederholung einer derartigen Katastrophe sicher verhindert haben.
Um mit Toyota zu sprechen: Geht nicht gibts nicht!

Mir scheint es aus der Entfernung, als ob in Thailand immer noch mehrere Probleme nebeneinander eine bessere Überschwemmungsvorbeugung behindern.
Da gibt es wohl eineige Gebiete, die einflussreichen Thais gehören, die schützenswerter sind als die Landstriche, in denen "unbedeutende" Thais wohnen und leben.
Zum anderen werden Katastrophen gern aus dem aktuellen Tages- und Planungsprogramm ausgeblendet, sobald sie erst einmal wieder vorüber sind.
Geht vielleicht nach dem Motto: Wieso soll ich für Probleme vorsorgen, die ich selbst vielleicht gar nicht erlebe?

Auch andere Probleme Thailands werden doch beharrlich ignoriert, obwohl sie längst bekannt sind.
Das in vielen Thaiköpfen vorherrschende easy going easy living lässt teure und auch einschneidende Langzeitprophylaxen schwerlich zu.
Mir scheint nahezu unmöglich, dass die Thailänder auf Dauer bereit sind, ihre Gürtel für lange Zeit enger zu schnallen, um ein Jahrhundertbauwerk wie eine ausreichende Überflutungssicherung zu bewerkstelligen.
Eine Planung in die Zukunft, die berücksichtigt, dass es in Zukunft klimawechselbedingt noch weit schlimmer kommen könnte, entspricht nicht dem gängigen Thaistyle.
Da ist es doch viel einfacher, publikumswirksam aber genauso unzureichend den Opfern einige Baht zuzuschieben, so wie das jetzt gerade auch wieder geschieht.

Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass sich in Thailand in näherer Zukunft viel in Sachen Uberschwemmungsvorbeugung tun wird, solange nicht die Vermögen der Thaielite ernsthaft bedroht sind.
Thailand ist doch kein armes Land! Wohin versickert denn der ganze Zaster?

Wolfram
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Philipp

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Re: Hochwasser in Zentralthailand
« Antwort #18 am: 30. September 2011, 16:27:25 »


Aber nehmen wir doch einmal unser europäisches Nachbarland Holland.
Dort hat man nach der Flutkatastrophe 1953, bei der fast 2000Menschenleben zu beklagen war, Dammsysteme installiert, die bis heute eine Wiederholung einer derartigen Katastrophe sicher verhindert haben.
Um mit Toyota zu sprechen: Geht nicht gibts nicht!


Wolfram, 100% Zustimmung.
Bei mir hier am Chao Phraya gibt es Dämme, nur sind die direkt am Fluß.
Die müßten weiter ins Innere verlegt werden, damit man eine Art Auffangbecken hat.
Diese Gebiet darf dann natürlich nicht bewohnt sein.
Das Land könnte man ja in der Zeit von November bis August den Reisbauern zur Bewirtschaftung überlassen.
« Letzte Änderung: 30. September 2011, 16:33:17 von Philipp »
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Bruno99

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Re: Hochwasser in Zentralthailand
« Antwort #19 am: 30. September 2011, 16:52:57 »

@Philipp
weiss gar nicht warum du mich sogar zweimal ansprichst, ich habe dich doch in meinem vorherigen Kommentar nicht erwaehnt  >: .

Dass du bereits seit 16 Jahren die Sitaution kennst ist ja schoen fuer dich, dass du aber vor 11 Jahren dann in einem gefaehrdeten Gebiet baust ist mir, gelinde gesagt, schon etwas schleierhaft.

Die müßten weiter ins Innere verlegt werden, damit man eine Art Auffangbecken hat.
Diese Gebiet darf dann natürlich nicht bewohnt sein.

Zeige mir mal ein Gebiet welches von der Groesse her als Auffangbecken dienen koennte und unbewohnt ist.
Da ist einfach nur flaches Land, egal, ob du von Bangkok aus nach Saraburi/Lopburi oder Richtung Ayutthaya faehrst und da gibt es keine grossen unbesiedelten Gebiete.

Wenn du von mir Verstaendnis erwarten solltest, muss du schon etwas konkretere, durchfuehrbare Ideen vorweisen, speziell mit deinen langjaehrigen Thailand Erfahrungen.  
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Philipp

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Re: Hochwasser in Zentralthailand
« Antwort #20 am: 30. September 2011, 19:40:29 »



Zeige mir mal ein Gebiet welches von der Groesse her als Auffangbecken dienen koennte und unbewohnt ist.


Hab ich nicht geschrieben, daß man die Hütten bzw. Häuser entsorgen müßte und die Leute natürlich dafür entschädigen muß.
Ich hab in Deutschland einige Jahre am Rhein gewohnt, Brühl-Rohrhof bei Mannheim. Das Land ist da auch flach.
Da in dieser Gegend im Frühjahr auch fast immer Hochwasser ist, mal mehr mal weniger, wurde vom Rhein weg in etwa 800-1000 Meter ein Damm errichtet.
Dieses Gebiet war dann ein Biotop bzw. es wurde ein See angelegt, Fahrradwege, Grillplätze, Wanderwege etc., aber da durfte keiner bauen.
Klar stand dieses Gebiet bei Hochwasser unter Wasser aber da hat keiner einen Schaden.
Für mich war es ideal um nach Feierabend meine Joggingrunden zu drehen, da ich ca 500 Meter vor dem Damm wohnte.
In so etwa könnte man das auch entlang des Chao Phraya machen. Was glaubst du was man da auf einmal eine Fläche hat um das Wasser aufzufangen.
Nur halt ein Problem, an den Flüssen gibt es viele Tempel und daneben ja auch Schulen, damit die Kinder alles richtig gelehrt bekommen.
Die kann man halt nicht so einfach entsorgen.






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dart

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Re: Hochwasser in Zentralthailand
« Antwort #21 am: 30. September 2011, 19:59:36 »

Nur halt ein Problem, an den Flüssen gibt es viele Tempel und daneben ja auch Schulen, damit die Kinder alles richtig gelehrt bekommen.
Die kann man halt nicht so einfach entsorgen.


Du nennst ja eigentlich schon selber die Gründe, warum man den Chaopraya nicht mit seitlichen Deichbauten sichern kann, das Land ist speziell in Flußnähe zu dicht besiedelt.

Eine andere Möglichkeit wäre sicherlich auch eine Überlegung wert....einen weiteren Staudam oberhalb vom Bhumipol Dam zu bauen.
Da liegt der sehr dünn besiedelte Ping River Nationalpark, der hat schon natürliche (hohe) seitliche Staumauern. Dann hätte man wohl bessere Möglichkeiten mit den Wassermassen zu jonglieren.
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Philipp

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Re: Hochwasser in Zentralthailand
« Antwort #22 am: 30. September 2011, 20:13:31 »


Eine andere Möglichkeit wäre sicherlich auch eine Überlegung wert....einen weiteren Staudam oberhalb vom Bhumipol Dam zu bauen.


Gerade bei den Staudämmen hab ich so meine Befürchtungen, daß das dann mit der Regulierung nicht so funktioniert.
Hat da nicht Jemand geschrieben, daß da schon im Juni ( ! ! ! ) einer dieser Staudämme bis Oberkante voll war.
Das könnte ja dieses Jahr das Problem sein. Zu früh vollgemacht, dann setzt die Regenzeit früh ein und es regnet mehr alls die Jahre davor.
Also voll, man muß ablassen, aber es kommt durch den Regen immer wieder dazu.
Das ist dann wie ein Kreislauf, ohne Ende bzw. kein Land in Sicht.

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dart

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Re: Hochwasser in Zentralthailand
« Antwort #23 am: 30. September 2011, 20:19:42 »

Klar, wenn ein Stausee voll ist läuft er über, sonst hätten wir kein Hochwasser in Chiang Mai. ;)

Wie sieht es aber aus, wenn 2-3 Staudämme hintereinander auf dem gleichen Flußlauf sind?
Könnte man da nicht gezielter Wasser in den Staustufen auffangen, und nach und nach freigeben?
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Bruno99

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Re: Hochwasser in Zentralthailand
« Antwort #24 am: 30. September 2011, 20:29:00 »

Ich kenne die oertlichen Verhaeltnisse im Norden zu wenig, aber was @Dart schreibt hat irgenwie Logik, man soll das Problem da loesen wo es entsteht, das Wasser kommt nun einmal aus dem Norden und fliesst Richtung Sueden.

Philipp, ich bin am Rhein aufgewachsen und der Fluss war mein liebster Tummelplatz im Sommer  ;]  kenne also die Wasserstaende nicht nur ziemlich gut  >:

Denkst du echt, dass die Loesung  
Zitat
Brühl-Rohrhof bei Mannheim
auf hiesige Verhaeltnisse umgemuenzt werden kann  ???
Die Wassermassen stehen in da ganz anderem Verhaeltnis.

Regenzeiten, Monsoon wie  in SEA ist in Europa unbekannt, diese Regenmengen und anschliessende Zubringung in nieder gelegene Regionen wie wir es hier haben kann auch in DACH nicht bewaeltigt werden.. zum Glueck  kennt man diese Situation nicht!!

Was wir aktuell erleben ist nicht eine Frage von Einzelschicksalen, es geht hier gesamt um Flaechen von Bundeslaendern !
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jock

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Re: Hochwasser in Zentralthailand
« Antwort #25 am: 30. September 2011, 20:36:41 »

@dart

Waere schon froh gewesen,wenn sie beim bestehenden Damm 3 Tage frueher
begonnen haette Wasser abzulassen.

Das Flussbett hatte einen Spielraum von gut 1 m ohne dass Wasser ausgetreten und
Schaden entstanden waere.

Fuer diesmal zu spaet.

Jock
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dart

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Re: Hochwasser in Zentralthailand
« Antwort #26 am: 30. September 2011, 20:50:19 »

Jock, das sind halt Blitzbirnen. C--

Habe heute im TV noch einen Bericht vom Mae Kuang Dam gesehen, der Sprecher des Betreibers (staatlich), hat doch allen Ernstes gesagt, das alles normal ist, die Staumauer und der Erdwall halten den Druck aus, und das Wasser fließt fröhlich über die Dammkrone, alles im grünen Bereich. In  der freien Wirtschaft hätte man den sofort (zumindest in Europa) zur Putzkolonne, in einer Kaserne, befördert.
Die Dumpfbacken hatten über die Monate immer genügend Zeiträume um Wasser abzulassen.
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jock

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Re: Hochwasser in Zentralthailand
« Antwort #27 am: 01. Oktober 2011, 09:32:38 »

Eine Bemerkung von @dart in einem Post zuvor,oberhalb des Bhumibol Damms,weitere
Resvoire zu errichten,haben mich veranlasst,einen Blick auf die  Landkarte zu werfen.

Oberhalb  des Bhumibol Dammes gibt es bereits einen weiteren,mit dem Namen Mae Tup Dam.
Der Rueckstau durch diesen Damm reicht bis zur Stadt Hot.
Ab da bis Hoehe  Lamphun oeffnet sich das Gelaende und natuerliche Deiche fallen weg.
Die Errichtung kuenstlicher Deiche,um dieses Gebiet nutzen zu koennen,haetten Laengen-
ausmasse von 30  km auf jeder Seite.
Zudem kommt hier der Hoehenunterschied zwischen Staubeginn und Stauende ins Spiel.
Genaue Hoehenmeterangaben habe ich nicht gefunden,doch die einheitliche Faerbung auf der
Karte,lassen vermuten,dass die Differenz nicht sehr gross ist.Daraus folgt,dass ,wenn ich nicht
die Staukubatur aus der Tiefe bekommen,muss ich in die Breite gehen.

Das wiederum hat Auswirkung auf oekologische und oekonomische Faktoren.(siehe 3 Schluchten Damm )

Man spricht davon,dass das heurige Hochwasser,ein Jahrhundert Ereignis ist.Ich glaube daher nicht,
dass das zum Anlass genommen wird,schuetzende Projekte dieses Ausmasses umzusetzen.

Jock
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dart

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Re: Hochwasser in Zentralthailand
« Antwort #28 am: 01. Oktober 2011, 10:12:48 »

..haben mich veranlasst,einen Blick auf die  Landkarte zu werfen.

Oberhalb  des Bhumibol Dammes gibt es bereits einen weiteren,mit dem Namen Mae Tup Dam.
Der Rueckstau durch diesen Damm reicht bis zur Stadt Hot.


Soweit mir bekannt ist, gibt es oberhalb vom Bhumipol Dam kein weiteres Stauwerk. Auch Google bring unter Mae Tup Dam, nur einen Treffer in diesen Thread.

Der Ping River NP wird durch eine natürliche Seen-Kette gebildet, die sich erst durch den Bau des Bhumipol gebildet hat.
Den Anfang macht der Doi Tao Lake bei Hot, dann geht es weiter über Amphoe Li, dort heißt der See dann Tha Kor, weiter geht es dann zum Amphoe Sam Ngao, dort liegt dann auch der eigentliche Bhumipol Dam.

So sieht es über weite Strecken am Tha Kor aus....



 .Steilhänge zu beiden Seiten.

Ping River National Park: http://web3.dnp.go.th/parkreserve/asp/style1/default.asp?npid=57&lg=2
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Mai Mii

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Re: Hochwasser in Zentralthailand
« Antwort #29 am: 01. Oktober 2011, 10:37:35 »

Frage nach Gründen für die Überschwemmungen

-  Könnte es sein das die Verantwortlichen für Staudämme und Wasser ablass zum Teil Unfähig sind?
aus dem einfachen Grund weil sie diesen Posten nicht wegen ihrer Kompetenz besetzen sondern durch Vetternwirschaft und Beziehungen.

- Könnte es sein das man lieber riesige Landwirtschaftsflächen der sowiso minderwertigen Thais - Reisbauern flutet, um die Elite in Bangkok trocken durch die Regenzeit zu bringen?

- Könnte es sein das es keine Zonnen und Bebauungs Planung in Thailand gibt?

- Könnte es sein das die Beamten Korruption jedes Vernünftige Hochwasserschutz Projekt verhindert da es nie fertig gestellt werden kann? weil es zehn mal mehr kostet  aus dem einfachen Grund weil 90% in den Taschen der Geld Elite und Beamten versickern?

- Könnte es sein das die paar superreichen Familien angeführt von einer Familie, gar kein Interesse daran haben etwas dagen zu tun um ihre Kredit Sklaven wegen dem Ernte Ausfall bei der Stange zu halten, und somit deren Kinder auch nie eine gute Ausbildung bekommen ( Unbezahlbar) so das sich jemals etwas ändern kann?

Fragen über Fragen, und das sind nur ein paar von hunderten die sich in Thailand stellen.

Gruss Mai Mii
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