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Autor Thema: Meine Kühe in Sakon Nakhon  (Gelesen 22830 mal)

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Pinkas

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Meine Kühe in Sakon Nakhon
« am: 02. April 2017, 11:30:54 »

Am 31.März kamen bei mir auf unserem kleinen Hof knapp 30 Rinder an. Dies im Zusammenhang mit einem Regierungsprogramm, das Farmern, die Viehzucht betreiben und dabei auch Grasland anlegen, Unterstützung zukommen lässt.

       
        Ankunft der Lastwagen
       
Das Ganze wird von der BAAC finanziell abgewickelt und bedingt, dass Farmer in Dörfern etwas zusammen arbeiten. Bei uns ist es so, dass fünf Farmer eine Gruppe bilden und zusammen an diesem Projekt teilnehmen. Man wird also unterstützt mit Geld und Material beim Aufbau der Viehzucht. Für die Kühe, welche als Zuchtkühe gedacht sind sowie für den Bau von Ställen gibt es dabei eben Geld und auch Material wird zur Verfügung gestellt.

Wir selber haben Ende letzten Jahres unabhängig davon mit dem Bau eines Kuhstalles begonnen, da unsere Kühe nicht so untergebracht waren, wie ich mir das vorgestellt habe. der Stall ist nun fertig und deshalb war es gerade passend, dass die Kühe unserer Gruppe aus dem Dorf bei der Ankunft bei uns abgeladen wurden.

       
       Der Auslad beginnt.
       
       Sie werden in den Laufstall beführt.

Da zuerst noch ein Tierarzt alle Tiere begutachten und untersuchen wird, bleiben sie sicher bis Montag auf unserem Hof. Deshalb ist es im Moment etwas beengt im Stall und im Freilaufstall. Dazu habe ich noch ein Zelt reaktiviert, um dort weitere Kühe "zwischenzulagern". Die Tiere kamen aus Khon Kaen und wurden dann am Freitagnachmittag mittels Los an die fünf Farmer verteilt. Jeder hat einen Kreditrahmen von 200`000 Baht um sich etwa fünf Kühe zu erwerben.
 
       
       Hier werden sie "vermessen" und danach wird der Preis festgelegt.
       
       Zwischenlager im Zelt.
       
       Der gefüllte Laufstall.

So richtig schöne Tiere waren meiner Ansicht nur wenige dabei, die anderen schienen mir eher schon etwas zu alt oder halt eben nicht sehr gut in "Schuss". Wir kamen so zu vier Tieren, auf ein Fünftes verzichteten wir, da wir eigentlich noch ein richtig junges Tier wollten. Für die Vier wurden uns rund 182`000 Baht berechnet, was für meinen Geschmack zu viel Geld ist. Ok, eines der Tiere ist trächtig und sie macht einen guten Eindruck und ist auch sehr kräftig. Die anderen drei Kühe sind eher schmächtig und benötigen von meiner Seite ein paar Monate mit bestem Futter und guter Pflege, dann kann daraus etwas werden. Denn ich möchte schon mit dem Züchten weiter machen.

       
       Das trächtige Tier
       
       Die zweite Kuh, nenne sie "Messi", da sie gerne nach hinten ausschlägt.
       
       Die dritte Kuh, hat noch keinen Namen, muss noch sehen was für Eigenschaften sie hat.
       
       Die vierte Kuh nenne ich "Na Lak", sie ist sehr lieb und überhaupt nicht ängstlich.

Unsere im Moment sieben eigenen Kühe halten wir ja schon länger und mit zwei züchten wir regelmässig, doch leider bis jetzt immer nur Bullenkälber. Ich möchte aber auch weiblichen Nachwuchs, um unsere Herde so zu vergrössern. Und der Mastbulle sollte Ende April dann endlich verkauft werden, damit wir wieder Platz haben und etwas Geld in die Kasse kommt.

Die vier neuen haben sich bis jetzt gut eingelebt, allerdings sind sie beim Fressen noch unsicher, es scheint, dass sie bis jetzt nur Reisstroh und Gras gekannt haben. Wir füttern unsere Tiere zusätzlich noch einmal am Tag mit einer Futtermischung und mit gehäckseltem Nephiergras, das kenne sie nicht und lassen es im Moment noch liegen. Doch die werden sich schnell daran gewöhnen und ich bin zuversichtlich, dass wir die neuen Kühe aufpäppeln können, damit es gute Zuchttiere ergibt.

Ich werde in einem nächsten Bericht über den Bau des Kuhstalls berichten, wie alles anfing und wie ich mein Hobby so ausführe.
« Letzte Änderung: 02. April 2017, 11:38:04 von Pinkas »
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Kern

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Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
« Antwort #1 am: 02. April 2017, 13:32:30 »

Sehr interessanter Bericht mit guten Bildern  ;}
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norwegerklaus

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Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
« Antwort #2 am: 02. April 2017, 13:53:44 »

Hallo "Hobbyrancher" Niggi ,
ein schöner Bericht!
Hoffe das ihr bei der Auswahl der "Neuen" ein gute Hand hattet und von Erfolg gekrönt wird.
Bei der Namensgebung...
Zitat
Die zweite Kuh, nenne sie "Messi", da sie gerne nach hinten ausschlägt.
hoffe ich das ein blonder deutscher Spieler nicht das Verhalten einer deiner Kühe prägt ;]

Zitat
Ich werde in einem nächsten Bericht über den Bau des Kuhstalls berichten, wie alles anfing und wie ich mein Hobby so ausführe.

Ich freue mich darauf {*
Gruß Klaus
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Freiheit ist das Einzige, was was man nicht haben kann, wenn man nicht gewillt ist sie auch Anderen zu geben!

Geht nicht gibs nicht!  ..www.norwegerklaus.de

rampo

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Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
« Antwort #3 am: 02. April 2017, 14:23:08 »




Werde  mit sicherheit deine  Berichte verfolgen , und wuensche Dir viel Erfolg , und das wichtigst  die Freude  mit den Viechern .

Fg.
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Das Leben ist wie ein Kinderhemd kurz und Beschissen.

Bei manchen merkt  man gleich das  sie nicht in einen  liebesakt  entstanden sind .

Pinkas

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Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
« Antwort #4 am: 02. April 2017, 15:43:07 »

Begonnen mit der Rinderhaltung habe ich im Jahr 2014 nach meinem Umzug aus der Nähe von Bangkok in den Isan. Der Vater meiner Lebensgefährtin hatte zwei Kühe, deren Betreuung ihm immer mehr Mühe machte. Auch hatte er keinen Stall für die zwei Tiere. Da ich mit Tieren aufgewachsen bin und später zehn Jahre professionell mit Tieren gearbeitet habe, fiel es mir leicht, da einzuspringen und einige Sachen etwas zu ändern. Man war froh, dass jemand sich um die Viecher kümmerte, und liess mir frei Hand in Bezug auf alles, was damit im Zusammenhang steht.

Land war genug vorhanden und wir planten sowieso, ein Haus zu bauen. Auf dem grossen Areal begann ich also einzuteilen, wo soll das Haus hinkommen und wo soll dann ein Stall stehen, damit die Kühe abends und vor allem in der Regenzeit geschützt sind. Ich baute also mit einfachsten Mitteln einen Stall, der den Namen zwar nicht wirklich verdiente, doch einige Nachbarn meinten, das sei bereits etwas Luxus. Die Kühe konnten so also untergebracht werden und wir widmeten uns zunächst dem Hausbau. Als dieser dann letztes Jahr endlich abgeschlossen war, wollte ich mich nun an das letzte Bauvorhaben meinerseits machen, einen Kuhstall, der diesen Namen auch verdient.

       
       So sah der alte Stall aus.

       
       Bei Regen war jeweils schnell nass.

       
       

Ich begann zu planen und zu rechnen, schaute in der Umgebung nach, ob es eventuell Ähnliches gibt, wie es mir vorschwebte. Ich sah viele Ställe an, aber das war alles nichts für mich. Für mich war klar, er muss erstens regensicher sein, er muss gross genug sein für mindestens zwölf Tiere und er musste eine Freilaufhalle haben, damit in der Regenzeit die Rindviecher nicht tagelang im Stall stehen müssen. Bei der Grösse gingen meine Vorstellungen weit auseinander mit den Vorstellungen der Familie. Ich konnte sie jedoch überzeugen, dass es nicht sehr viel teurer wird, wenn ich das Ganze grosszügig baue.

Ich beschaffte mir Preislisten, suchte Materialien aus und überlegte immer wieder, wo ich etwas ändern könnte oder muss. Schlussendlich war es klar, der Stall wird auf einer Fläche von 24 Metern mal 16 Metern stehen. 384 m2 erschienen mir als gerade gut. Nun musste ich noch das Gelände bestimmen, wo der Stall hinkommen sollte. Das gab nochmals einige Diskussionen, denn der Vater musste dafür seinen alten, total verlotterten Unterstand, in dem er schon lange nichts mehr aufbewahrte, freigeben. Ich konnte ihn überzeugen und so begann dann im Dezember die Aktion „neuer Kuhstall“.

Abbrechen des Unterstandes, räumen des Areals, einige Bäume fällen, roden und aufräumen. Ich habe noch selten so viel schon lange nicht mehr benutze Sachen zusammengetragen und verbrannt. Zuvor bat ich ihn noch, alles, was er brauchen könne, solle er wegmachen. Und ich merkte schon, er kann sich von nichts trennen, obwohl er es nie brauchen wird. Er sagte dann zu mir, also, räum auf und schmeiss alles weg. Die Pfosten des Unterstandes und das Holz benutze ich, um einen kleinen Anbau an mein Strohlager bauen zu lassen. Den Rest des noch brauchbaren Baumaterials holte ein Bekannter ab, jedoch erst, nachdem ich ihm gesagt habe, wenn du es jetzt nicht holst, zünde ich es an. Und es liegt noch heute das eine oder andere da, obwohl dieser und jener gesagt, ich kann das brauchen. Nun, ich habe ausrichten lassen, wenn der Stall komplett fertig ist, wird alles, was dann noch da liegt, entsorgt. 

       
       Start mit dem abräumen

       

       

       

       Das Gröbste war nun weggeräumt. Als nächstes sollte dann Erde aufgefüllt werden. Dies im nächsten Bericht.


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taidieter

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Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
« Antwort #5 am: 02. April 2017, 17:19:53 »

Es ist eine Freude deinen Bericht und die Fotos zu sehen. Man merkt schon, das du mit dem Herzen dabei bist.Mögen alle deine Vorstellungen
in Erfüllung gehen ,es ist zwar viel Arbeit ,aber du hast deine Freude daran und das ist das Wichtigste. Daumen hoch. Dieter
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Pinkas

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Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
« Antwort #6 am: 03. April 2017, 10:33:12 »


Nachdem das Areal nun abgeräumt war musste das ganze Gelände mit Erde aufgefüllt werden. Ich habe bewusst eine Stelle gewählt, die sehr hoch liegt, um allfällige Überschwemmungen nach Möglichkeit auszuschliessen. So füllte ich das Areal mit 30 Lkw Ladungen Erde auf und liess es aus ebnen. Gleichzeitig füllten wir noch ein angrenzendes Stück Land mit Erde auf, um dort Nephiergras anzupflanzen.

       
        Die ersten Lkws kommen mit Erde.
       
        Gleichzeitig beginnt ein Traktorfahrer mit dem verteilen der Erde.
       

       
        Auch das zukünftige Nephiergrasfeld wird aufgefüllt.
       
        So werden die Lkw Ladungen gezählt.

Denn leider sind alle Reisfelder immer wieder ausgebaggert worden, was dann zwar dazu führt, das in der Regenzeit diese unter Wasser stehen. Für den Reis ist das ok, das Gras hingegen würde absaufen. Um es aufzufüllen, benötigten wir weitere rund 100 Ladungen und liessen dann auch noch rund ums Haus etwas auffüllen, sodass alles nun in etwa gleich hoch liegt. Total wurden schlussendlich 160 Lkws Erde angeliefert.

       
        Das fertig aufgefüllte Feld.
       
        Auch vor dem Haus wurde noch aufgefüllt, damit alles eben wird.
       
        Auch das Gelände um das Zelt bekam einige Ladungen Erde.
       
Mit zwei Traktoren wurde das Gelände dann überall planiert und nun kontaktierte ich den Schlosser meines Vertrauens, der mir schon die Eisenkonstruktion unseres Hauses gemacht hatte, um den weiteren Ablauf der Arbeiten zu besprechen. Ich musste nun Betonpfosten bestellen damit er dann mit dem Aufbau des Daches beginnen konnte. Wir machten ab, sobald die Betonpfosten da sind, wird er mit seinem Team beginnen, das Dach zu bauen.

Als Erstes jedoch heuerte ich zwei Arbeiter aus dem Dorf an, die mir auf drei Seiten des Areals eine kleine Abgrenzung mauern sollten. Der eine erklärte sich als ausgewiesener Maurer und der andre Arbeiter als seinen Gehilfen. Nun, ich habe schon beim Hausbau auf Leute aus dem Dorf und der näheren Umgebung zurückgegriffen. Ich bin der Meinung, wenn man hier auf dem Land lebt, sollte man den Leuten hier die Chance geben, etwas zu verdienen. Ich bin dabei meistens nicht schlecht gefahren. Lediglich gute Maurer sind sehr schwer zu finden, doch darüber später einmal mehr.

       
        Die Abgrenzung des zukünftigen Stalls.
       

       
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Lung Tom

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Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
« Antwort #7 am: 03. April 2017, 19:23:14 »

Guten Abend @Pinkas,

toller Bericht von Euern Aktivitäten. Ich hab mal noch eine Frage zu Deinem Eröffnungsartikel.
Zitat: "So richtig schöne Tiere waren meiner Ansicht nur wenige dabei, die anderen schienen mir eher schon etwas zu alt oder halt eben nicht sehr gut in "Schuss". Wir kamen so zu vier Tieren, auf ein Fünftes verzichteten wir, da wir eigentlich noch ein richtig junges Tier wollten. Für die Vier wurden uns rund 182`000 Baht berechnet, was für meinen Geschmack zu viel Geld ist. "

Hat überhaupt jemand aus Eurer Gruppe die Tiere vor der Anlieferung gesehen? Oder sind die quasi Teil des Programmes, sprich werden auch via BAAC organisiert? Interessantes Verfahren mit einer Verlosung. Wie Du schriebst, habt Ihr (aus nachvollziehbaren Gründen) auf ein fünftes Tier verzichtet. Hat das dann ein Anderer aus Eurer Gruppe übernommen, oder wurde es oder mehrere zurückgegeben?

Jedenfalls Deinen Fotos nach zu schließen, hast Du doch recht schöne Rinder erwischt  ;]

Viel Erfolg und ich hoffe auf weitere interessante Berichte....

Beste Grüße
Lung Tom
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Pinkas

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Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
« Antwort #8 am: 03. April 2017, 19:41:04 »


Hallo Lung Tom,

soviel ich mitbekommen habe, hat keiner unserer Gruppe die Tiere vorher gesehen. Wer die Auswahl für unsere Gruppe getroffen hat, konnte ich nicht ermitteln. Von den fünf Mitgliedern hat nur einer fünf Tiere übernommen, also blieben vier Tiere übrig, die am Sonntag wieder abgeholt wurden. Was mit denen passiert, konnte oder wollte das Abholteam nicht sagen.

Übrigens stehen die restlichen Kühe, die verteilt wurden, noch immer auf unserem Hof, da man noch immer auf den Tierarzt und die danach notwendigen Papiere wartet. Es soll, so sagte man heute, unter Umständen noch eine Woche dauern, bis alle Tiere in der Amphoe kontrolliert sind.

@thaidieter,

danke für deine Wünsche. Ich denke schon, dass alles gut wird.

@norwegerklaus

Hallo Wikinger, ich denke es sollte deswegen kein Problem geben, da die anderen drei jetzt Namen bekommen haben, ich konnte mich bei keiner mehr gegen die Vorschläge meine Lebensgefährtin durchsetzen  ;D.

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nompang

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Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
« Antwort #9 am: 03. April 2017, 21:31:14 »

Sehr interessant, viel Glück bei der Zucht.

Wenn ich die Kühe mit denjenigen hier in Phuket (alles grau-schwarz) vergleiche, erscheinen sie mir eher mager.

Ich hoffe, Du hast genug Futter, damit man die Knochen nicht mehr sieht. :)
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Eine Stunde zu spät ist relativ pünktlich....Einstein in Thailand.

Pinkas

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Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
« Antwort #10 am: 04. April 2017, 05:57:07 »


@nompang,

Futter haben wir genug, da wir neben dem üblichen Reisstroh einige Flächen mit Gras bewirtschaften und das eine oder andere an Futter noch zukaufen. Ich denke, ein halbes Jahr und die sehen dann wie meine eigenen Kühe aus.

Niggi
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Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
« Antwort #11 am: 04. April 2017, 13:44:29 »


So sehen meine Kühe aus, die ich seit drei Jahre habe. Da sieht man keine Knochen.

       

       

       

       
        Der hier ist unser Mastochse.
       
        Und sie unser "Bumbui", frisst wie ein Scheunendrescher


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Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
« Antwort #12 am: 04. April 2017, 13:56:59 »


Nach etwa zwei Wochen wurden die fünfzehn bestellten Betonpfosten geliefert.
15 x 15 cm x 350 cm mit extra starken Armierungseisen. Am oberen Ende der Pfosten, wo die dicken Eisen herausragen, wird dann das Dach angeschweisst.

Unser Schlosser sagte zu, am Montag mit seiner Crew anzufangen. Er hat ein gut eingespieltes Team und ich kann wirklich gut mit ihm zusammen arbeiten. Denn er fragt immer wieder nach, wenn er nicht sicher ist, ob ich es so gemeint habe, wie er es dann interpretiert. Ich gab ihm für den Stall keinen detaillierten Plan, sondern sagte ihm einfach, dass die Pfosten auf einem Viereck von 22 Meter Länge und 14 Metern Breite stehen sollten. Dann auf jeder Seite einen Meter Dachüberhang, sodass am Schluss eine gedeckte Fläche von 24 Meter x 16 Metern resultiert.

       
        Das vorbereitete Areal mit den gelieferten Betonpfosten.

Er begann auszumessen und die Punkte zu markieren, wo die Betonpfosten gesetzt werden sollten. Dann wurde begonnen, die Löcher auszuheben. Danach wurden alle Löcher mittels der Schlauchwasserwaage ausgemessen, damit am Schluss alle Pfosten auf gleicher Höhe stehen. Es ist für mich immer wieder interessant, wie die Leute das hier schaffen, dass es am Schluss wirklich im „Blei“ liegt. In der Zwischenzeit wurde das bestellt Baumaterial wie Sand, Kies, Portlandzement und Armierungseisen angeliefert. So konnte ein Team beginnen, den Beton anzumachen und in den Löchern ein Fundament zu giessen. Auch hier wurde nochmals nachgemessen, damit später die Pfosten auch wirklich gleich hoch stehen. Nachdem alle Löcher ausgegossen waren gab es einen Tag frei, damit die Fundamente aushärten konnten.

       

       

       

Als das soweit war, begannen die Arbeiter unter Anleitung vom Schlossermeister die Pfosten zu den einzelnen Löchern zu tragen. Schwerstarbeit bei der Hitze, doch bei mir arbeiten die Leute im allgemeinen gerne, denn bei uns gibt es immer für alle Handwerker am Morgen Kaffee mit Gebäck und dann während des Tages zwei Mal pro Tag je ein M150 und Getränke und Eiswürfel so viel so wollen. Das motiviert zusätzlich und die Arbeiter geniessen das.

       

       

       

       

       

       

Als die Pfosten dann in den Löchern auf den Fundamenten standen, wurden sie mittels Wasserwaage in die korrekte Senkrechte gebracht und fixiert. Danach wurde wiederum Beton angemacht und die Pfosten wurden einer nach dem anderen eingegossen. Und immer wieder wurde kontrolliert, ob die Pfosten auch wirklich senkrecht stehen. Auch hier gab es danach wieder einen freien Tag, den wir zusammen mit dem Schlosser benutzen, um das benötigte Material für den Dachstuhl zu kaufen.


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Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
« Antwort #13 am: 05. April 2017, 11:57:07 »


Nachdem am Sonntag die vier Kühe, die keiner der Farmer wollte, wieder abgeholt wurden, ergab sich gestern die Möglichkeit, dass denjenigen, die nur vier Küher erstanden haben, nun noch einige jüngere Tiere angeboten wurden. Und jeder der Vier hat sich noch ein fünfte Kuh dazugekauft.

Ich habe schon immer ein Auge auf sehr dunkel gefärbte Kühe geworfen, mir gefallen die einfach gut, bestand die Möglichkeit, dass wir ein junges Tier mit beinahe schwarzem Fell kaufen konnten. Und wir haben sofort zugesagt. Am Abend noch brachte ein Transporter die vier Kühe auf unseren Hof. Denn, entgegen dem was mir erzählt wurde, stehen alle Kühe noch immer bei uns. Aber das spielt jetzt auch keine Rolle mehr, da sich die Gruppe so organisiert hat, das immer zwei Bauern kommen um die Kühe  der anderen mitzuversorgen.

       
        Mir gefällt sie sehr, nenne sie "black beauty oder einfach kurz bb"

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Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
« Antwort #14 am: 06. April 2017, 05:04:47 »


Nachdem alle Pfosten fest eingegossen waren und ich in der Zwischenzeit zusammen mit dem Schlosser das Material für den Dachstuhl bestellt hatte, wurde einen Tag später das Material auf die Baustelle geliefert. Wir entschieden uns für verzinktes Eisen, damit entfiel das Behandeln mit Rostschutzfarbe.

         
          Das angelieferte Material für den Dachstuhl.

Das Team konnte nun loslegen mit dem Aufbau. Es wurde gemessen, gesägt, geschweisst was das Zeug hielt, und das alles nach den Berechnungen des Schlossers. Schon bald sah man, was sie da zusammengeschweisst hatten. Nach zwei Tagen waren die Hauptträger fertig und man begann, den Dachstuhl zu montieren. Auch hier alles mit Muskelkraft in die Höhe gehievt und in drei Meter Höhe dann verschweisst und sofort alle Schweissnähte mit Farbe nachgestrichen.

         

         
          Der erste fertige Dachträger
 
         

         

         

         

Immer wieder rief er mich, um sicherzugehen, dass er das macht, was ich bestellt hatte. Ich habe ihm am Computer einen Plan gezeigt und dann hat er das umgesetzt, ab und zu war eine kleine Änderung notwendig. Meistens ging es dabei darum, die Stabilität der Konstruktion zu verbessern, da wir hier oft starke Winde haben. Ich bin jedoch auch dieses Mal von ihm begeistert, wie er das alles aus dem Kopf zusammensetzt, nachdem er es auf dem Plan gesehen hatte. Und er hat auch dieses Mal die richtige Menge an Eisen eingekauft, nicht zu wenig und nicht zu viel. Das war damals schon beim Bau unseres Hauses so.

         

         
         Sauber verarbeitet.
       
Nach vier Tagen war der Dachstuhl nun fertig montiert und sah schon gewaltig aus. Die Leute, die ab und zu vorbeikamen, um etwas zuzusehen, schüttelten meistens nur den Kopf und konnten sich nicht vorstellen, dass man für Kühe so etwas Grosses baut. Ab und zu hörte ich dann, wie sie untereinander redeten und sich vorstellten, dass man hier ja vier Wohneinheiten daraus machen könnte. Aber ich wollte für unsere Herde einen artgerechten Stall mit genügend Auslauf und dazu wurde noch ein Abstellplatz für unsere Maschinen integriert sowie die Futterküche.

         
         Hier lässt sich die Grösse des Stalls erahnen.

Anschliessend hat er die zu deckende Fläche ausgemessen und danach ging es in die Firma, die Aluminiumzink Dachplatten herstellt, um die 384 m2 Aludachplatten zu bestellen.


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