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Autor Thema: Tempel, Amulette, Torbögen  (Gelesen 3832 mal)

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Lung Tom

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Re: Tempel, Amulette, Torbögen
« Antwort #15 am: 04. Mai 2018, 18:48:47 »

Mein heutiges Thema befaßt sich mit der Zukunftsvorhersage: "Stäbchenorakel" oder auch Siem Sii

Der eine oder andere Leser wird vielleicht beim Besuch eines Wats selber diese Form der Vorhersage probiert haben, oder auch nur das Schüttelgeräusch der Stäbchen wahrgenommen haben.

Da es aber sicher nicht jedem geläufig ist, schreibe ich diesen Beitrag.

Wer als Buddhist in Thailand mehr über seine Zukunft erfahren will, oder Loesungsansätze für seine Probleme sucht, geht in (s)einen Wat (Tempel) und befragt das Stäbchenorakel über seine Zukunft.

Wer dies als "Farang" auch mal probieren moechte, schaut sich erst mal genau um, und sucht nach einer solchen Ecke, wo auch der Becher und die Stäbchen zu finden sind:





Nun aber nicht sofort mit Schütteln anfangen. Zunächst kniet man vor der/den Statuen und verbeugt sich drei Mal (grab).

Dann begrüßt man gedanklich die Statuen und spricht ein Gebet. Kann man auch ein paar Räucherstäbchen verbrennen (muss aber nicht sein).

Dann muß man gedanklich seine Frage stellen und sich während man dann den Behälter mit den Stäbchen schüttelt, darauf konzentrieren.

Beim ersten Anlauf werden sicher mehrere Stäbchen rausfallen, dann heißt es, alle einsammeln, konzentrieren, und auf ein Neues!

Wenn es dann geklappt hat, findet man an dem Stäbchen eine Nummer, in diesem Fall die Nummer 7:



Jetzt muss man sich wieder etwas orientieren, meist gibt es in unmittelbarer Nähe ein solches Board:



Jetzt sucht man sich anhand seiner Nummer die Antwort zu seiner Frage. Jetzt aber bitte nicht sofort aus dem Wat rausrennen. Erst mal in Ruhe den Zettel studieren. Es soll welche geben, die nur auf thai sind - ich habe bisher nur thai/chinesische oder thai/chinesisch/englische Versionen gesehen. Die sehen dann so aus - leider hat es nicht geklappt über umbenennen, die Bilder richtig zu drehen - naja man erkennt ja, worum es geht:





Nun ist es ja so - nicht alle Vorhersagen sind positiv. Ich habe ein, zwei deutsche Belegstellen zu dem Thema gefunden, die dann meinen, man solle den Zettel nur einfach dalassen.

Nach dem was ich darüber gehoert habe, bzw. wie ich es selber handhabe: habe ich eine schlechte Vorhersage, mache ich das Gebetsprocedere nochmal (Verbeugung, Gebet) und bitte darum, davon "verschont" zu werden und den Zettel im Tempel lassen zu dürfen.

Eine Anekdote am Rande. Ich hatte ja schon hier im Thema von der Statue in  Bo Phloi (Eintrag #5) berichtet. Da gibt es auch die Moeglichkeit zu beten und ich sah bei einem meiner Besuche auch einen Becher mit Stäbchen. Ich habe mich aber gewundert, sind ja so wenig ? Die Aufklärung war dann ganz lustig. Es sind die Zahlen 0 bis 9, damit kann man dann seine Lottozahlen erbitten  ;D

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Sollte jemand weitere Informationen besitzen, bin ich immer daran interessiert mein Wissen zu erweitern, danke. Sollte ich irgendwo falsch liegen, würde ich mich ebenso freuen, wenn ich informiert würde.
« Letzte Änderung: 04. Mai 2018, 19:00:36 von Lung Tom »
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goldfinger

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Re: Tempel, Amulette, Torbögen
« Antwort #16 am: 30. Mai 2018, 17:25:20 »

Da kann kaum noch was schiefgehen, oder viel hilft viel  :o





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Lung Tom

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Re: Tempel, Amulette, Torbögen
« Antwort #17 am: 30. Mai 2018, 18:29:55 »


Guten Abend goldfinger,

das sind prima Bilder, die Du reingestellt hast. Was hier für meine Augen etwas übertrieben wirkt, hat - etwas kleiner - anscheinend gutbetuchte Liebhaber.

Ab und an schaue ich mal in einen Goldladen rein. Dabei sind mir auch schon groeßere Amulette in Goldfassung ins Auge gefallen. Dazu gabs passend 20 Baht (ca. 10 Unzen ) Goldketten.

Laut Aussage des Verkäufers gehen die sogar ganz gut - immerhin rund  400.000 Baht  :o

Die Amulette hatten so etwa dieses Format - hier ein Spezielles von Luangpor Tuad:




Wer von dem berühmten Moench noch andere Stücke anschauen moechte, wird zum Beipiel hier fündig (die Preisangaben  ;)) :

https://www.thailandamulets.com/showRoom.php?cate=29&scate=79
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Lung Tom

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Re: Tempel, Amulette, Torbögen
« Antwort #18 am: 09. Juni 2018, 20:36:31 »


Heute stelle ich nur zwei Fotos ein, die ich nach langem Suchen gefunden habe. Sie beziehen sich auf den Anfang des Themas, als ich über einen Tempel berichtete, wo ich ein Darstellung sah, wie Buddha auf einem Nashorn reitet. Wenn es denn Buddha sein sollte, denn nach dem genauen Studium des Fotos handelt es sich wohl eher um einen Moench.

Jedenfalls habe ich diesen verlassenen Tempel am 3. März 2013 besucht. Zu diesem Zeitpunkt besuchte mich ein thailändischer Kumpel aus Berlin, der sich hier zum Moench ordinieren ließ. Und wir haben dann, immer wenn er vom Abt des hiesigen Wats freibekam, die verschiedensten Tempel in Kanchanaburi besucht.

Sowohl der Ubosot:



https://de.wikipedia.org/wiki/Ubosot


als auch das Tor waren mit dieser Szene geschmückt:




Leider habe ich keine weiteren Angaben dazu. Weder zum Tempel, noch über das Motiv. Demnächst werde ich mal den Abt meines Wats ansprechen, vielleicht weiss er was dazu...

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aladoro

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Re: Tempel, Amulette, Torbögen
« Antwort #19 am: 10. Juni 2018, 11:58:31 »

... wo ich ein Darstellung sah, wie Buddha auf einem Nashorn reitet ...
Leider habe ich keine weiteren Angaben dazu.

nehme an, die Darstellung könnte damit zusammenhängen: https://en.wikipedia.org/wiki/Rhinoceros_Sutra
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werni

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Re: Tempel, Amulette, Torbögen
« Antwort #21 am: 10. Juni 2018, 16:01:42 »


Heute stelle ich nur zwei Fotos ein, die ich nach langem Suchen gefunden habe. Sie beziehen sich auf den Anfang des Themas, als ich über einen Tempel berichtete, wo ich ein Darstellung sah, wie Buddha auf einem Nashorn reitet. Wenn es denn Buddha sein sollte, denn nach dem genauen Studium des Fotos handelt es sich wohl eher um einen Moench.

Jedenfalls habe ich diesen verlassenen Tempel am 3. März 2013 besucht. Zu diesem Zeitpunkt besuchte mich ein thailändischer Kumpel aus Berlin, der sich hier zum Moench ordinieren ließ. Und wir haben dann, immer wenn er vom Abt des hiesigen Wats freibekam, die verschiedensten Tempel in Kanchanaburi besucht.

Sowohl der Ubosot:



https://de.wikipedia.org/wiki/Ubosot


als auch das Tor waren mit dieser Szene geschmückt:




Leider habe ich keine weiteren Angaben dazu. Weder zum Tempel, noch über das Motiv. Demnächst werde ich mal den Abt meines Wats ansprechen, vielleicht weiss er was dazu...
Das sieht mir nach Friedhof aus
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Lung Tom

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Re: Tempel, Amulette, Torbögen
« Antwort #22 am: 10. Juni 2018, 19:10:14 »


Guten Abend aladoro und werni,

prima, danke für Eure Ergänzungen bzw. Hinweise.

Hatte selbst nur auf deutsch gesucht - wegen Nashorn, aber in unserer Muttersprache sind die Quellen halt dürftig.

Interessant auch mit den Amuletten. Da hab ich schon so viele gesehen, aber bisher ist mir keines mit einem Nashorn über den Weg gelaufen.

Gibts ja mit dem verschiedensten Tieren: Tigern, Schildkroeten, sogar eines mit einem "Hausgecko" habe ich mal besessen.

Ob es sich um einen Friedhof handelt? Ich bin noch unschlüssig. Man sieht ja auf dem Foto die "Sema" die den Bot/ Ubosot umgeben.

Daneben sind ganz klar chinesische Grabanlagen, aber es fehlten - in meiner Erinnerung - diese speziellen Gräber, ich hab den Namen vergessen und im Moment nicht gefunden, sehen so  aus:

https://www.canstockphoto.de/kanchanaburi-thailand-friedhof-16245769.html

Aber, ich bleibe dran. Wie schon geschrieben, werde ich einige Auskünfte einholen und das Ergebnis dann einstellen. Auf jeden Fall, herzlichen Dank für Eure Anregungen und Ergänzungen...

Zum Abschluss noch ein Foto von einem Mitbewohner, den ich beim 2te Hand Markt adoptiert habe ;)

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Lung Tom

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Re: Tempel, Amulette, Torbögen
« Antwort #23 am: 12. Juli 2018, 19:06:48 »


Vor ungefähr fünf Jahren war ich bei einer kleinen Tour Richtung Laos unter anderem in Nong Khai.

Im Tempel"shop" sah ich etwas, wovon ich bisher nur von meinem Schwiegervater gehoert hatte. Dazu muß ich ein bischen ausholen. Es gibt bei Amuletten und Tätowierungen (sog. Yantra-Tätowierung bzw. sak yant (Thai: สักยันต์)) nicht nur Glücksbringer sondern auch spezielle Schutz"varianten". Mein Schwiegervater war bei der thailändischen Armee und berichtete mir, das zum Einen viele (Berufs-)Soldaten sich entsprechende Tätowierungen stechen lassen, und Zweitens - früher bei kriegerischen Konflikten die Soldaten spezielle Kleidung trugen, u.a. eine Art Unterhemd mit Schutzformeln. Das sollte sie vor den Gefahren des Krieges schützen.
Allerdings sollen diese süa yant nicht nur von Soldaten im Kriegsfall getraqen worden sein, sondern auch von anderen Berufsgruppen bei gefährlichen Anläßen:







Wie immer, alle Angaben ohne Gewähr. Wer mehr weiß, bitte nicht für sich behalten....  8)
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Lung Tom

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Re: Tempel, Amulette, Torbögen
« Antwort #24 am: 17. August 2018, 17:41:27 »


Moenche und Schuhe

Vor einigen Tagen ergab sich für mich hier im Forum die Frage, warum Moenche keine Schuhe tragen sollten.
Da sich eine Erklärung so auf die Schnelle nicht finden ließ, hab ich mal ein bischen rumgehoert und stieß auf folgende Geschichte:

Zu den Zeiten, als Siddhartha Gautama noch lebte, waren Schuhe in seinem Wirkungskreis (weitgehend ?) unbekannt. Und so liefen die Bevoelkerung als auch die Moenche, wenn man das mal so abgrenzen moechte, barfuß über Stock und Stein. Es ergab sich aber, das in einem Tempel ein pfiffiger Moench zum Schutz der Füße quasi einen Schuh erfand, dessen Nutzen bald auch andere Moenchen erkannten und schätzen lernten. Das mißfiel aber einigen Laien, und sie gingen zu Buddha und beschwerten sich darüber.



(Beispielbild)

Er entschied schließlich folgendes: wenn die Moenche zum Almosensammeln gehen, sollen sie keine Schuhe tragen. Eine Ausnahme bilden Moenche, die Erkrankungen bzw. verletzte Füße haben. Diese dürfen die Schuhe auf dem Weg tragen, müssen sie aber vor der Entgegennahme von Spenden ausziehen.

Im weiteren Tagesverlauf gibt es keine weiteren Einschränkungen zur Benutzung von Schuhen...

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Ob es sich um einen Friedhof handelt? Ich bin noch unschlüssig. Man sieht ja auf dem Foto die "Sema" die den Bot/ Ubosot umgeben.

Aber, ich bleibe dran. Wie schon geschrieben, werde ich einige Auskünfte einholen und das Ergebnis dann einstellen.

Hab mit dem Abt vom Wat Thung Lat Ya gesprochen, es handelt sich um einen alten, verlassenen Wat... 


Wie immer, alle Angaben ohne Gewähr. An weiteren Informationen bin ich immer interessiert.
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Lung Tom

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Re: Tempel, Amulette, Torbögen
« Antwort #25 am: Gestern um 18:55:45 »


Ein sehr gefragtes und geschätztes Amulett ist das von "Phra somdej" (gibt weitere Schreibweisen). Die wahrscheinlich teuersten sind die aus dem Wat Rakang, bestimmte Exemplare gehen zum Teil in die Hunderte Millionen (!) Baht. Denen werden eben noch mehr Kräfte als normal zugeschrieben. Ich denke - wahrscheinlich hilft auch der Glaube daran. Bzw. wer Hundert Millionen in ein Amulett investieren kann, der wird wohl auch sonst nicht so ganz erfolglos in seinem Leben/Geschäft sein.

Gibt aber viele andere Amulette diesen "Typs", ich trage als "Reiseamulett" unten Abgebildetes von LP Phrom aus dem Wat Chong Kae, Nakhorn Sawan. Aus Kupfer. Es ist ungefähr in dem Jahr hergestellt worden, in dem ich geboren wurde - steht also in einiger Zeit vor seinem 50ten :





Mir gefällt es sehr gut, klare Formen und einen echt starken Yant auf der Rückseite. Und es bewegt sich preislich weit, weit niedriger, wahrscheinlich im unteren
vierstelligen Bereich...wenn überhaupt.

Ein paar Infos dazu gibts hier:
http://thaiamuletz.com/19-luang-por-phrom
http://www.thailandamulets.se/product_info.php?products_id=306

Wie immer, alle Angaben sind unverbindlich. Wer andere oder zusätzliche Informationen zum Thema geben kann, würde mich freuen, etwas auf dem "leichten" Weg dazu zu lernen ;D

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