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Autor Thema: Berichte aus der Musikwelt  (Gelesen 2931 mal)

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uwelong

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Re: Berichte aus der Musikwelt
« Antwort #15 am: 29. März 2018, 17:34:42 »


Freddy gehörte absolut zu meiner Jugend, hat sie sogar etwas beeinflußt!  ;)
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Ich lass mir doch nicht erlauben - was mir keiner verbieten kann!

Blaubeeren sind grün, wenn sie rot sind!

jock

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Re: Berichte aus der Musikwelt
« Antwort #16 am: 04. April 2018, 14:59:11 »

Vor einem gefeierten Ende einer Opernauffuehrung,Konzertauffuehrung oder auch
beim Sprechtheater stehen Proben,Proben und nochmals Proben.

Dabei versucht man,sich zwischen Solisten,Dirigenten und Orchester "zusammen-
raufen",denn der eine will einer bestimmte Stelle adagietto oder mehr con fuoco.
Folgen sind mitunter zerfetzte Nervenbuendel,Schreiduelle ja sogar Ohrfeigen sollen
schon geflogen sein.

Am spaeten Nachmittag im Maerz 2012 kam der Startenor Joan Botha muede von einer
Probe aus dem Musikvereinssaal heraus,traf sich mit seinen Soehnen,ging dann gut
Essen und trank ein paar Biere.
Es war schon der Mond am Himmel,als er und seine Familie in seiner Villa,draussen
in Hietzing,ankamen.

Kaum war die Tuer ins Schloss gefallen,klingelte das Telefon.

Herr Kammersaenger, fragte eine weibliche Stimme,wuerden sie fuer uns das "Lied
der Erde" singen ?

Botha: Ja gerne,wann ?,dabei dachte er an eine Auffuehrung in 3 Monaten,wenn
nicht in einem halben Jahr.

Die Stimme am Telefon: In 10 Minuten !

Die jetzt eingetretene Stille unterbrach Herr Jotha mit dem Wort,das auf franzoesisch
"merde" klingt.

Dann sagte er zu und hektische Betriebsamkeit entstand im Hause Botha.

Das Taxi musste gerufen werden,die Klavierausgabe vom "Lied der Erde"gesucht und
wo zum Teufel ist der Smoking ?

In den Kaesten hing er nicht.War er womoeglich in der Reinigung ?Den Gedanken,bei
einem Kostuemverleiher sich einen auszuborgen,musste man verwerfen,denn Herr
Botha wog an die 150 Kg und hatte einen Bauchumfang der dem Stamm eines Affen-
brotbaumes entsprach.

Endlich fand sich sein Smoking,er hing zum Auslueften am Balkon.Dann rein ins Taxi
und waehrend der Fahrt studierte er die Partitur,denn vor 6 Jahren hatte er zum letzten
mal dieses Stueck gesungen und musste sich sowie Text als auch Noten ins Gedaechtnis
rufen.

Thomas Hampson sollte die ersten 3 Teile von dem "Lied der Erde" singen und ein an-
derer die letzten 3 Teile.
Der jedoch rief kurz vor der Auffuehrung mit kraechzender Stimme an und erklaerte sich
als indisponiert.

Allerdings hatte man das Publikum informiert,dass Herr Botha einspringen wird und bat
um Verstaendnis fuer die Verzoegerung.

Als Herr Botha eintraf,blieb keine Zeit mehr,dass er sich einsingt.Das Einsingen ist aber
unabdingbar fuer den Erfolg der gesanglichen Leistung.Dabei werden die Stimmbaender
auf "Betriebstemperatur" gebracht.
Auch blieb keine Zeit mehr um sich mit dem Dirigenten oder dem Orchester abzustim-
men.

Aber der Sprung ins kalte Wasser gelang. Fehlerlos sang Herr Botha und das Publikum
jubelte ihm zu.

Leider verstarb Herr Botha im Jahr 2016 mit 51 Jahren nachdem bei ihm Bauchspeichel-
druesenkrebs diagnostiziert wurde und er ein Jahr lang dagegen ankaempfte.

Jock

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jock

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Re: Berichte aus der Musikwelt
« Antwort #17 am: 18. April 2018, 10:27:51 »

Immer wenn die spaetere Prinzessin Reuss von Plauen zum Mikro griff und mit
ihrer Gesangspartnerin,die ein ausgesprochen "steiler Zahn"war,eines ihrer Lieder
sang,verschoenerte sich fuer kurze Zeit die Welt der Zuhoerer.

Ich war 1976 in Kopenhagen zu der Zeit,wo einer der Hits herauskam und in ganz
Kopenhagen hoerte man von frueh bis spaet nichts anderes.

Die Beatles waren schon Geschichte,die Rolling Stones war vielen zu wild,Boney M,
von der @franzi meint,es seien "Negerweiber"auf der Buehne gewesen,standen vor
Aufbruch ihrer Karriere,die BeeGees vielleicht zu weit weg,sodass die Gruppe in ein
Vacuum stossen konnte.

In der Nachzeit der "sexuellen Revolution",der zertruemmerten Hotelzimmer
diverser Rockbands,hob sich die Gruppe,von der die Rede ist,wohltuend ab.

Keine Drogenexzesse,keine Frauengeschichten,keine an die Tuer pochenden
Groupies,nur freundliche Gesichter,freundliche Lieder und mit den maennlichen Mit-
glieder der Gruppe konnte/wollte jedermann auf Urlaub fahren.

Fast jeder der produzierten Tontraegern,wurden millionenfach verkauft und die
"Band" wurde reich und reicher.

Und wenn sie nicht gestorben sind,leben sie noch immer.

Naja,gestorben sind sie nicht,leben tun sie auch noch,nur als Musikschaffende sind
sie schon lange gestorben,denn die Mitglieder gingen nach vielen erfolgreichen
Jahren eigene (auch musikalische)Wege.

Immer wieder versuchte man sie zu einer Wiedervereinigung zu ueberreden,doch
ohne Erfolg.

Daher wird  mein"I Have a Dream",Dream bleiben aber die ABBA's in sehr guter
Erinnerung halten.

Jock
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