ThailandTIP Forum

Thailand-Foren der TIP Zeitung => Kultur, Veranstaltungen, Bücher, Filme, Fernsehen in und über Thailand => Thema gestartet von: schiene am 14. November 2013, 01:13:45

Titel: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
Beitrag von: schiene am 14. November 2013, 01:13:45
Ich gebe zu,vieles der moderneren Kunst gefällt mir nicht und ich habe Schwierigkeiten sie zu verstehen.
Ein schönes Bild der "Alten Meister" bevorzuge ich der modernen Kunst.Wenn ich sehe das für ein Bild
142 Millionen Dollar bezahlt werden fällt es mir schwer dies nach zu vollziehen.Ok,jeder kann sein Geld ausgeben für was er will aber irgendwie
sind meiner Meinung nach die Relationen nicht mehr gegeben.
Bacon-Bild ist das teuerste Kunstwerk aller Zeiten
http://www.tagesspiegel.de/kultur/142-millionen-dollar-bacon-bild-ist-das-teuerste-kunstwerk-aller-zeiten/9067332.html (http://www.tagesspiegel.de/kultur/142-millionen-dollar-bacon-bild-ist-das-teuerste-kunstwerk-aller-zeiten/9067332.html)
"Auf einen Rekord hatte Christiès gehofft, aber das hat wohl selbst das Kunsthaus mit seinen fast 250 Jahren Erfahrung überrascht: Ein Bild von Francis Bacon ist das neue teuerste Kunstwerk, das je versteigert wurde."

Titel: Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
Beitrag von: schiene am 14. November 2013, 02:23:19
Warum ist zeitgenössische Kunst so teuer?
http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/erklaer-mir-die-welt-51-warum-ist-zeitgenoessische-kunst-so-teuer-1102687.html (http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/erklaer-mir-die-welt-51-warum-ist-zeitgenoessische-kunst-so-teuer-1102687.html)
Titel: Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
Beitrag von: jock am 14. November 2013, 04:58:55
Einige Anmerkungen zum Kunstmarkt !

Als ich meinen "Van Gogh " im Night- Bazar zu Chiang Mai kostenguenstig
gekauft habe,war nicht die zukuenftige Wertsteigerung mein Antrieb.

Ich erfreue mich einfach an der Farbenpracht.Und wenn ich dereinst nicht
mehr sein sollte,wird meine Witwe dieses Werk als Staubfaenger einstufen
und irgendwann abhaengen.

Ein japanischer Millionaer mit dem Namen Sato ersteigerte vor vielen Jahren
ebenfalls ein Werk Van Goghs (Dr.Gachet) um einen hohen zweistelligen
Millionenbetrag und verfuegte,dass wenn er sterben sollte,dass dieses Werk
mit ihm begraben werden soll.

1996 ist er dann gestorben und seither weiss man nicht mehr um den Verbleib
des Bildes.
Man kann nur hoffen,dass sich die Erben nur symbolisch an seine Anordnung ge-
halten haben und das Werk vielleicht, unter Ausschluss der Aktionshaeuser, bereits
in einer anderen Sammlung Eingang gefunden hat.

Meisterwerke der oesterreichischen Maler (Klimt,Schiele etc.) erreichen bei Kunst-
auktionen in London oder New York Rekordpreise.
Dasselbe Bild in Wien zur Versteigerung gebracht,wuerde an diese Rekordpreise
nicht herankommen,denn solche Werke sind mit einem Ausfuhrverbot belegt.

Einzig Ronald Lauder,der damals Botschafter der USA in Wien war,konnte seinen Klimt
(Goldenen Adele)nach New York ausfuehren.Er hatte bereits im Vorfeld des Kaufes dafuer
gesorgt,dass die Ausfuhr dieses Werkes gegeben war,sonst haette er nicht rd.130 Mio $
dafuer hngelegt.

Ein weiterer oesterreichischer Kunstsammler (Dichand) hat ein Meisterwerk von Klimt
in einem Depot in Zuerich eingelagert,weil,wenn es die oesterreichische Grenze ueber-
schreiten wuerde,aus oben genannten Gruenden einem Preisverfall unterliegt.

Ich selbst bin ein Anhaenger der "Wiener Schule des phantastischen Realismus" insbe-
sondere des Malers Rudolf Hausner.

Da Originale erstens kaum auf dem Markt sind und zweitens ein Preisniveau erreicht haben,
das fuer einen Mindesrentner unerschwinglich ist,habe ich nach einer Loesung gesucht ge-
sucht und gefunden,wie ich zu einem Originalwerk kommen koennte.

In seinem "Adam- Zyklus" portraetiert er sich farbenfroh selber.Ich habe vor Wochen schon
eine Arbeit in Auftrag gegeben,ein Werk mit meiner Visage zu produzieren und in zwei
Wochen werde ich dieses in die gute Stube haengen.

Diese Information ist fuer @Bruno 99 gedacht,dem ich schon vor fast zwei Jahren von
meinem Vorhaben informiert habe.
Sobald das Bild haengt,verzeihe ich ihm auch seine Gedanken,die ihm damals durch den
Kopf geschossen haben. Ja,ich kann Gedanken lesen !

Jock

Titel: Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
Beitrag von: hmh. am 14. November 2013, 05:11:05
Es ist viel ergiebiger, mal darüber nachzudenken, wie wenig das massenhaft gedruckte Geld noch wert ist, und wie viel ein originales Meisterstück, so man überhaupt jemals eines bekommt.

Ein vergleichbarer Dürer, ein Vermeer, Gauguin oder ein Leonardo wäre heute noch teurer als ein Bacon, --- wenn ihn denn einer, der ihn hätte, noch je öffentlich verkaufen würde!

Alles, was es massenhaft gibt, ist nichts wert (warum wohl auch der Mensch an sich immer weniger zählt...  {-- ), alles was langlebig, einmalig und unersetzbar ist, hat dagegen einen unendlichen Wert, den grundsätzlich der Eigentümer nahezu beliebig bestimmt.

Die holde Gattin und ich sind vor ein paar Jahren nach Wien gefahren, aus dem einzigen Grund, um dort die große Dürer Ausstellung in der Albertina zu sehen. Das hat alles in allem an die 1000 Teuro gekostet, 2 Übernachtungen, nur um dann in der endlosen Schlange dort in einer gefühlten Stunde (wahrscheinlich waren es zwei) durchgeschubst zu werden. Aber die wenigen Minuten vor den Dürer-Portraits waren den Aufwand alleine schon wert!

Zur Vermeer (und einige weitere flandrische Künstler seiner Zeit) in London vor ein paar Jahren sind wir auch eigens hingeflogen bzw. haben es mit einem Kurzurlaub verbunden (den wir natürlich auch ohne Vermeer mal gemacht hätten, nur nicht in London).

Und in Frankfurt (siehe unten) waren wir natürlich vorige Woche auch, ist ja nur knapp über eine Stunde von uns entfernt, ein halber Tag frei muß schon mal drin sein...

Mit dem obigen Argument sind wohl auch bei solchen Museumsreisen "die Relationen nicht gegeben", denn vergleichsweise wäre es ja auf die Lebensminute gerechnet garantiert viel billiger gewesen, wenn wir eines der Bilder für, sagen wir, 100 Millionen, gekauft hätten, was natürlich nur theoretisch möglich wäre. :'(

Außerdem ist es ja nicht nötig, daß ein Privatmann solche Kunstwerke kauft, um sie in irgendeinen Safe zu legen, meiner Ansicht nach gehören die allen Menschen, und sollten so aufbewahrt und gepflegt werden, daß sie noch viele Generationen existieren. Das kostet alleine schon locker eine Million und noch mehr pro Jahr, ron Zeit zu Zeit nötige fachgerechte Restaurierungs- und Konservierungsarbeiten eingerechnet.

Die wirklich großen Meister sind keineswegs überbezahlt. Wer einmal im Leben zwei Minuten in 50 Zentimeter Entfernung vor einem Meisterwerk von Vermeer oder Dürer gestanden ist, wird das bestätigen ... unglaublich, was da abgeht!

Zum Beispiel Dürer einmal direkt in die Augen zu sehen:

(http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/1/11/Selbstportr%C3%A4t%2C_by_Albrecht_D%C3%BCrer%2C_from_Prado_in_Google_Earth.jpg/475px-Selbstportr%C3%A4t%2C_by_Albrecht_D%C3%BCrer%2C_from_Prado_in_Google_Earth.jpg) . (http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/f/fc/Duerer01.jpg/433px-Duerer01.jpg)

Und diese Bilder sind Nichts gegen das Original! Dürer beherrschte die Kunst, seine Augen so zu malen, daß sie tatsächlich zu leben scheinen und einen regelrecht verfolgen, egal aus welchem Winkel man sich den Gemälden nähert.

Die vor 500 Jahren gemalten Augen leben noch heute, gegen solche Meister sind wir alle -- und alle, die wir heute Meister nennen --, elende Stümper.

PS: Ich rate jedem, der etwas über Kunst lernen oder verstehen will, und der die Möglichkeit dazu hat, die derzeitige Dürer-Ausstellung in Frankfurt zu besuchen. Es ist jeden Zeitaufwand wert und wer da nicht versteht, daß 100 Millionen für ein solches Meisterwerk ein Klacks ist, dem ist nicht zu helfen.

http://www.faz.net/aktuell/rhein-main/frankfurter-ausstellung-eroeffnet-der-ganze-duerer-soll-es-sein-12629573.html
Titel: Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
Beitrag von: schiene am 14. November 2013, 05:42:30
PS: Ich rate jedem, der etwas über Kunst lernen oder verstehen will, und der die Möglichkeit dazu hat, die derzeitige Dürer-Ausstellung in Frankfurt zu besuchen. Es ist jeden Zeitaufwand wert und wer da nicht versteht, daß 100 Millionen für ein solches Meisterwerk ein Klacks ist, dem ist nicht zu helfen.

Ich habe selbst mehrere Ausstellungen alter Meister gesehen (Dresden bietet eine Menge davon) und schrieb ja das ich diese mehr schätze als die moderne Kunst.
Meine Frage nach dem Wert eines  "Kunststückes" richtete sich mehr in die "Neuzeit"Es gibt viele Kunstwerke welche einfach nur hübsch,interessant aussehen aber in meinen
Augen nicht ihr Geld wert sind.
Ein Beispiel auf die Schnelle welches ich gerade mal im Net gefunden habe..
(http://www.dradio.de/images/101714/square/)

Was ist daran 58,4 Millionen Dollar wert??Es schaut nett aus was auch wiederum Geschmackssache ist aber es ist oftmals wie bei Markenprodukten,der Name machts.
Titel: Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
Beitrag von: samurai am 14. November 2013, 06:26:53
mir gefällt sowas, Kunst mit der Halbwertzeit des Lebens einer Stubenfliege ...     https://www.google.co.th/search?q=stra%C3%9Fenkunst+3d&client=firefox-a&hs=HjQ&rls=org.mozilla:de:official&tbm=isch&tbo=u&source=univ&sa=X&ei=YAqEUvHmHMLoiAeK64DoCg&ved=0CDoQsAQ&biw=1706&bih=894&dpr=1
Titel: Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
Beitrag von: schiene am 14. November 2013, 06:41:41
Moderne Kunst  ???
"Der italienische Künstler Piero Manzoni hat 1961 eine Kunstaktion gestartet, die berühmt geworden ist. Er hat seine eigenen Exkremente in Dosen abgefüllt und als „Künstlerscheisse“ verkauft - „merda d’artista“.
90 Dosen mit je 30g wurden abgefüllt, geruchsdicht versiegelt und zum Goldwert des Gewichtes verkauft. Das entsprach damals etwa € 30.000 pro Stück. Sämtliche Dosen wurden verkauft, sie befinden sich heute in Kunstsammlungen und haben einen deutlich höheren Wert. Bei einer Auktion im Hause Sotheby's erzielte eine Dose den Preis von 97.250 britischen Pfund.
http://www.-museum.de/ins-museum/kunst/ (http://www.-museum.de/ins-museum/kunst/)

Titel: Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
Beitrag von: namtok am 14. November 2013, 06:59:33

Was ist daran 58,4 Millionen Dollar wert??

Thailandbezug:  Auf den Baiyoke-Tower fahren, fuer ein paar hundert Baht lecker Buffet essen und die Aussicht geniessen !

Dort dreht  ein wahrscheinlich vom Restaurant bezahlter geschminkter Clown - tschuldigung - meinte natuerlich  "Kuenstler" seine Runden, der  am laufenden Band solche Kunstwerke aufblaest, faltet und an Kinder verschenkt, aber wenn man hoeflich fragt, bekommt man sicher auch als Erwachsener ein Exemplar !

Zur Not gibt es solche Kunstwerke auch fuer 20 Baht auf thailaendischen Jahrmaerkten. Im Gegensatz zum ueberteuren Original wurden diese wenigstens "richtig" rum gefaltet, der "Luftballonzipfel" = Hundenase vorn und der "Verschluss" hinten am Allerwertesten und nicht am Schwanz.  
Titel: Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
Beitrag von: Burianer am 14. November 2013, 07:06:55
 :]  ja schiene, was lernt man daraus, auch mit Schei...  verdient man Geld.  
Es gibt eben Unterschiede, wenn man Kunst  von Koennen ableitet  oder  Kunst von einigen Phantasten  kommt, die meinen sie waeren Kuenstler.  
Mein Kunstbegriff geht davon aus, dass Menschen etwas herstellen koennen, fuer die sie eine besondere Faehigkeit haben, die die anderen Menschen so nicht  haben.
Obs nun ein Bild, eine Vase , ein Bauwerk  oder Musik  ist, es gibt viele Arten von Kunst.
 http://de.wikipedia.org/wiki/Kunst   (http://de.wikipedia.org/wiki/Kunst  )
Ein Exkrementenproduzierer gehoert sicher nicht dazu  :]  Verkommene , abartige Kunst  :-X
Titel: Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
Beitrag von: Alex am 14. November 2013, 08:11:39
(http://666kb.com/i/cj8f2oysotltlvu1t.jpg)


Wie man sich als " Kunstbanause " wie ich einer bin doch täuschen kann .

Eine Freundin schenkte mir mal 2 Radierungen die mit hd gekennzeichnet

und auf das Jahr 1832 datiert waren . Sie hatte jedes dieser gerahmten Werke

für 20 DM auf dem Flohmarkt in München erstanden . Ein Kunst Experte taxierte

diese Werke Jahre später auf je 20.000 Euronen , da es original Radierungen des

 Honoré Daumier waren die damals in der Satire Zeitschrift Le Charivari in Paris  

veröffentlicht wurden . Der Künstler selber starb trotz seiner ca. 4000 gefertigten

Lithographien im Alter von 71 Jahren verarmt  .Heute hüte ich die wie einen Schatz
Titel: Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
Beitrag von: samuispezi am 19. November 2013, 17:03:03

Vor ca. 30 Jährchen, als Samui noch eine ziemlich einsame Insel war, traf ich am Mae Nam Strand einen
nicht so besonders bekannten Wiener Künstler, der dort mit uns in den typischen 30 Baht-Strohhütten überwinterte.
Am Tag betrieb er Joga, sah dabei auch aus wie ein indischer Hungerkünstler, und am Abend konnte
er am Strandfeuer bei einer kleinen Flasche Mekhong phantastische Geschichten erzählen.

Als ihm nach ca. 4-5 Monaten das Geld ausging, hatte der damit kein Problem.
Eine alte Holzplatte hatte er schnell aufgetrieben, rundherum einen Rahmen aus halbierten Bambus,
dann eine ordentliche Schippe Sand rein, ein paar Muscheln, und drüber einige Liter Acryllack.
Nach dem Aushärten nagelte er seine alten, zerschlissenen Turnschuhe drauf, nannte es ganz dramatisch "Strandspaziergang"
 schickte das Bild nach Wien.

Seine Spezis verkauften das "Kunstwerk" an die Stadt Wien ( waren wohl noch ein wenig Kunstfördergelder" zu verbrauchen)
um damals noch 40 TSD Schillinge, und einer Urlaubsverlängerung stand damit nichts mehr im Wege.

Quasi, moderne Kunst, aus der Not geboren. ;]

Grüße
Samuispezi }}
Titel: Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
Beitrag von: schiene am 10. April 2014, 10:45:54
Wer legt eigentlich fest was Kunst ist???
Eigentlich doch nur die Nachfrage!
Wer für so etwas Geld ausgibt hat für mich nicht "alle Tassen im Schrank"
Bsp.von der ART COLOGNE 2014

http://up.picr.de/17914863du.jpg[/img]](http://up.picr.de/17914863du.jpg)

 (http://[img)
Tom Wesselmann
“Steel Drawing 1964
Radio Edition”, 1991
Acrylic on cut-out aluminium
80 x 102 cm
Verso signed and numbered
Edition: 10 /25

Titel: Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
Beitrag von: jock am 10. April 2014, 11:23:52
@schiene

Oder er ist ein Spekulant !

Man koennte aber genauso die Frage untersuchen,warum kauft sich jemand
einen Lamborghini Veneno um 3,0 Mio Euro,wenn es ein Tata Nano um 2,000
Euro auch tun wuerde ?
Der Faktor Zeit ist ja bekanntlich relativ.In beiden Fahrzeugen werde ich,wenn
ich von A nach B will, nicht nass und muss meine Fuesse nicht bemuehen.

Das von dir eingestellte Bild gefaellt mir auch nicht,daher wuerde ich es nicht
kaufen um es zu geniessen.Allerdings als Aktie an der Wand kann es interessant sein.

Tom Wesselmann gilt als ein bedeutender amerikanischer Kuenstler,der natuerlich
verschiedene Kunstrichtungen ausprobierte.Seine Erfolge erreichte er mit seinen
Frauenakte und seinen Werken,die von Plakaten inspiriert wurden.

Jock
Titel: Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
Beitrag von: Inesbella am 17. Juli 2014, 16:27:39
Na ganz einfach. Kunst ist ja mittlerweile eine prima Geldanlage. Da muss man nicht die Einzelheiten verstehen. Dafür gibt es Galeristen, die einem den Marktwert ihrer Künstler schon erklären. Würde ich Aktien von Daimler oder der Deutschen Bank besitzen, dann hätte ich auch nur wenig Überblick über die Entscheidungen, Netzwerke und das Schaffen der Vorstände. Da kann ich noch so oft in die Jahreshauptversammlung gehen, verstehen werde ich nur einen Bruchteil. So in etwa verhält es sich des öfteren mit Kunstsammlern und Werken.
Aber nichtsdestotrotz meines Gefrotzels, es lohnt sich immer wieder sich auf Kunstwerke einzulassen und sie zu fühlen. Unter Umständen tut es auch mal eine Führung durch fachkundiges Personal in den Ausstellungen. Nach und nach versteht man dann die Intension des Künstlers.
Und anyway: Kunst muss nicht zwangsläufig gut sein.
Titel: Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
Beitrag von: jock am 05. September 2014, 10:09:16
Was bewegt einen vielfachen Millionaer  um 100 Mio Euro eine Anschaffung
zu machen,deren reiner Materialswert knapp 5.000 Euro betraegt ?

Diese Diskrepanz ist Kunst !

Wie schon berichtet,hat Herr Essl,dessen Familie eine grosse Baumarktkette
betreibt und die ein bisschen in die Miese gekommen ist,eine Kunstsammlung
aufgebaut,vorwiegend zeitgenoessische Kunst seit 1945.

Um die Baumarktkette zu retten,bot er vor einigen Monate an,dass die Republik
seine Sammlung um rd.80 Mio Euro ankaufen solle.

Der Runde Tisch,mit zustaendigem Minister,Museeumsdirektoren und sonstiger
Fachleute,lehnte den Kauf ab.

Vor einigen Tagen wurde nun bekannt,dass 60 % seiner Sammlung von einem
oesterreichischen Millionaer um 100 Mio gekauft wurde.40 % verbleiben der
Familie Essl.

Herr Haselsteiner,der die Mehrheit der Sammlung uebernommen hat,wird jetzt
44 Werke daraus auf dem Kunstmarkt versteigern,was ihm einen Erloes von ca
50 Mio Euro einbringen wird.

Die gesamte Sammlung umfasst rd.7.000 Werke und wird auf 150 Mio Euro eingeschaetzt.

Als die Offerte an den Staat noch offen war,empoerte sich die Presse und wies darauf
hin,dass es nicht seine Aufgabe waere,Privatpersonen aus der Klemme zu helfen.

Dieselbe Presse,stellt nun die Frage in den Raum,ob sich Vater Staat nicht ein gutes
Geschaeft hat entgehen lassen und ob man nicht zu kurzsichtigt gedacht hat.

Man sieht,wie man es macht,macht man es falsch.

Jock
Titel: Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
Beitrag von: dart am 05. September 2014, 10:12:48
Ich staune das Herr Essl nicht selber auf die Idee gekommen ist die Kunstwerke zu versteigern. :-)
Titel: Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
Beitrag von: Burianer am 05. September 2014, 10:20:42
Ein Millardaer   hat sicher keine Probleme, eben mal 100 Mio Euros fuer  Kunst auszugeben.  Ein Staat dagegen , muss sich rechtfertigen. Fuer was das Geld ausgegeben wird.
Ob daraus spaeter dann ein Gewinn erzielt wird,  weiss man vorher sicher nicht.
Der Milliardaer schreibt eben das mal als Verlust ab  und setzt das evtl  noch von der Steuer ab  ???, der Staat bekommt Kloppe  von der Presse und vom Volk.
Titel: Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
Beitrag von: jock am 22. Januar 2015, 10:06:07
Herrn Wolfgang Petracci muss man eigentlich bewundern.

War mal Geldmangel in seinem Hause,so setzte er sich vor die Leinwand
und produzierte ein Meisterwerk eines Meisters.

Nach zwei Wochen war so ein Werk fertig und seine Frau schleuste das
Bild in den Kunsthandel ein.

Kunstexperte testierten das Bild als echt und schon waren wieder einige
Hunderttausende am Konto.

Ueber die Jahre kamen so am die 35 Mio Euro zusammen,man wohnte in einem
schoenen Haus in Frankreich und verbrachte auch gewisse Zeit auf der eigenen Jacht.

Doch dann im Jahre 2011 vergriff sich der Meister und malte die Wellen der Seine
in einem Blau worin sich das Pigment Phthalocyanin befand,das es zum Zeitpunkt
des Schaffungsjahrs des Bildes 1908 noch nicht gab,sondern erst ab 1935 gebraeuchlich
war.

Die Folge des Missgriffes war eine Verurteilung zu 6 Jahren Haft.

Mittlerweile ist das Ehepaar wieder als Freigaenger auf freien Fuss und lebt jetzt etwas
bescheidener.

Herr Petracci behauptet jetzt,haette er es gewusst,dass es dieses Pigment 1908 noch
nicht gab,waere bis heute niemand auf seine " Taetigkeit" draufgekommen.

Denn eines muss man ihm lassen.Sein Talent,den Pinsel so zu fuehren und damit die
grosses Expressionisten und Impressionisten derart nachzuahmen,dass erfahrenen
Kunstexperten,die Werke als echt bezeichnen mussten,brachte ihm den Ruf eines
Jahrundertfaelschers ein.

Er kopierte nie ein Werk,denn er schuf neue.

Im Schaffensverzeichnis jedes grossen Kuenstlers sind Werke angefuehrt,die unbekannt
sind. Oftmals wurden die Werke selbst vom Kuenstler vernichtet aber dies nicht im
Verzeichnis angemerkt.
Und die Beschaffung eines alten Rahmens mit der Leinwand aus dieser Zeit ist einfach. Man
findet diese auf den Troedlermaerkten zuhauf.


Herr Helge Achenbach,seines Zeichen Kunstberater ging anders vor,um mit Kunst Geld zu
verdienen.

Er zog den Aldi - Besitzer einfach ueber den Tisch,indem er ueberhoehte Preise abrechnete.

Seit 2007 beriet er Herrn Berthold Albrecht beim Erwerb von Bildern und Oldtimerautos.

Insgesamt gab Herr Albrecht fast 100 Mio Euro fuer die Bilder und Autos aus und zahlte
dabei rd. 20 Mio Euro zuviel,die Herr Achenbach in seine Tasche steckte.

Wie man sieht, ist im Kunstbereich viel Geld zu holen,wenn man es mit Ahnungslosen
zu tun hat.

@Jock wird sich demnaechst auf die Reise in den hohen Norden begeben um dort im
Night- Bazaar von Chiang Mai ernsthafte Gespreache mit den dort taetigen Kuenstlern
aufnehmen.

Da ueber seinem Bett eine freie Flaeche ist,wo ein Bild einfach hingehoert,wird er eines
in Auftrag geben.

Vom roehrenden Hirschen bin ich bereits abgekommen,kurzzeitig habe ich an die Laokoon -
Gruppe gedacht,wo ein alter Mann mit seinen Soehnen gegen die Toetung durch Schlangen
kaempft.

Da das Bild allerdings Inspirationen ausloesen koennte,die mir unlieb sind,bin ich davon mittler-
weile wieder abgekommen.

Vielleicht wird es heroischer Adonis den gerade Aphrodite kuesst? Mal ueberlegen !

Jock


Titel: Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
Beitrag von: arthurschmidt2000 am 22. Januar 2015, 10:45:51
Schaust Du mal hier:

https://www.google.co.th/search?q=khajuraho&sa=X&biw=800&bih=473&tbm=isch&tbo=u&source=univ&ei=43DAVNXtD82i8AX_qoLgBw&ved=0CDsQ7Ak (https://www.google.co.th/search?q=khajuraho&sa=X&biw=800&bih=473&tbm=isch&tbo=u&source=univ&ei=43DAVNXtD82i8AX_qoLgBw&ved=0CDsQ7Ak)
Titel: Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
Beitrag von: Alex am 22. Januar 2015, 12:36:08
Zitat
Oftmals wurden die Werke selbst vom Künstler vernichtet aber dies nicht im Verzeichnis angemerkt

Wie recht Du doch hast Jock , in meinem Besitz befindet sich ein Original des Künstlers

Fritz Beinike ( 1842 - 1907 ) Öl Leinwand " DER SCHEREN SCHLEIFER " :::: dieses Bild

findest Du im ganzen INET nicht , während meine Original Radierungen von Honoré Daumier

die er 1831/32 für die satirischen Zeitschriften „La Caricature“ und „Le Charivari“ gefertigt hat

überall im Netz zu finden sind ! Bilder die von Beginn an in Privat Besitz waren , wie meins

von Beinike , nie auf einer Auktion angeboten wurden findest Du im Netz nicht . Man kann sie

online schätzen lassen wenn die Werke bekannt sind , meine beiden Daumier`s wurden vor

Jahren schon mal bei je 20.000 € eingeordnet . Der Wert der Kunst ist das , was jemand

dafür ausgeben möchte , manche Werke sind und bleiben unbezahlbar ! Ähnliche Öl Gemälde

von Beinike wie meins vom " Scherenschleifer " werden auf Auktionen in D ohne Rahmen um

 die 2.000 EURONEN gehandelt !
Titel: Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
Beitrag von: jock am 23. Januar 2015, 16:38:41
Egon Schiele ist einer der bedeutesten Maler der Wiener Moderne.

Sein Bilder aus spaeteren Schaffensjahren erzielen auf dem Kunstmarkt
Millionenwerte.

Egon Schiele ist in Tulln,einer Kleinstadt nahe Wiens geboren, und der stolzerste
Sohn dieser Stadt,die sogar ein eigenen Museum eingerichtet hat.

in diesem Museum( Galerie) sind als Leihgabe Werke aus der Anfangszeit des
Kuenstlers ausgestellt.Leihgeber ist ein Nachkomme aus der Familie.

Nun laeuft die Stadt Tulln in Gefahr,diese Leihgaben zu verlieren.Ein skurriler Streit
um 60 Euro fuer ein Rauchfangkehrergutachten ist dafuer verantwortlich.

Der Leihgeber hat in seinem Haus eine Heizungsanlage installiert und sich den Sicher-
heitsbefund als Sachverstaendiger auf diesem Gebiet selbst erstellt.

Die Gemeinde Tulln besteht jedoch darauf,dass der oertliche Rauchfangkehrer die
Anlage abnimmt und darueber einen Befund ausstellt.Die Kosten dafuer betragen
60 Euro.

Der Leihgeber sieht nicht ein,dass die Anlage nochmals ueberprueft wird und droht
mit dem Entzug der Bilder.
Der Buergermeister stellt sich in der Sache stur,beruft sich auf " Vurschrift is Vur-
schrift" und laesst kunstbanausenartig verkuenden,dass er im Falle des Rueckzugs
der Bilder halt ein" paar andere Bilder " hinhaengen werde.

Jock
Titel: Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
Beitrag von: fidelio am 23. Januar 2015, 17:12:23
o Jock,
"und ein paar andere Bilder hinhaengen.....
Kann er ja leicht. Wer 140.000 Euro vom Land fuer Kulturfoerderung
bekommt, kann sich das leisten.
Hab ich doch neulich gesagt: da sind die tapfersten Trinker zu hause,

lg. fidelio
Titel: Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
Beitrag von: Alex am 25. Januar 2015, 10:23:45
(http://666kb.com/i/cvjiya67itizpajcf.jpg)
Titel: Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
Beitrag von: jock am 07. Februar 2015, 09:11:19
Millionaer waere ich seit gestern ,wenn Onkel Josef sel.,bei der Erstellung
seines Testaments an mich gedacht haette.

Nicht sein Haus,nicht seine 2 Krawatten, seine zwei Anzuege und das
abgetragene Paar Schuhe waeren der Ausschlag gewesen,sondern sein
Opel Caravan Bj. 1955,der gut 25 Jahre im Garten dahinrostete und einer
Esche einen guten Platz bot,heranzuwachsen.

Damals,als das Auto erstanden wurde,war es der ganze Stolz der Familie.
Schon alleine der Verkaufsprospekt vermittelte einen Eindruck der modaenen
Welt.Ein Paar war darauf abgebildet,welches im Begriff war,ein Opernhaus zu
besuchen.Er im Smoking,sie im langen Abendkleid.

Ich bin mir zwar sicher,dass niemand mit dieser Kiste jemals bei einer Opernauffuehrung
vorfuhr,aber die Vision die daraus entstand,war ein gutes (Ver)kaufsargument.

Die Farbbezeichnung war chamois.Alleine schon der Klang dieses Wortes duftete
nach suendteurem Parfum und liederlichem Lebenswandel.
Da vergass man gerne,dass die Wiege dieser Kiste in Ruesselsheim stand.

Gestern fand in Paris eine Oldtimerversteigerung statt.

Aus der Sammlung eines gewissen Monsieur Baillon,der seine Autos genauso
pflegte wie Onkel Josef seinen Opel,indem er sie verrosten liess,erzielten ge-
wisse Exemplare Hoechtspreise.

Der Wagen des Filmschauspielers Alain Delon,ein 1961 Ferrari 14,2 Mio Euro,
ein Talbot Lago T26 Bj. 1949,aber ziemlich ramponiert, immerhin noch 1,45 Mio Euro.

Da haette ich doch mit meinem Caravan auch nicht schlecht abgeschnitten.

Aber leider,wieder ist ein Traum geplatzt !

Onkel Josef ging irgendeinmal die Rostlaube in seinem Garten auf die Nerven und
er verscherbelte das gute Stueck um sage und schreibe 2.500 Schillinge an den
ortsansaessigen Schrotthaendler.

Jock







Titel: Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
Beitrag von: jock am 25. Februar 2015, 19:35:19
Der Direktor der Albertina zu Wien,Klaus Albrecht Schroeder,gilt als eitler
Gockel.

Rolex,Porsche und eine etwas affektierte Sprache hindern aber nicht,dass er
als erfolgreicher Ausstellungsmanager nicht anerkannt waere.

Ganz im Gegenteil,seine Retroperspektiven z.B die Max Ernst Ausstellung 2013
waren ein Erfolg und zurecht sonnte er sich in den ueberwiegend freundlichen
Berichten darueber.

Nur jetzt hat es ihm die Sprache verschlagen und Schuld daran ist der Jahrhundert-
faelscher Wolfgang Peltracci.

Der behauptete im ZDF, bei der Ausstellung ein Bild gesehen zu haben,welches er
gefaelscht hat. Und ganz gemein,er sagt nicht welches.

Jetzt ist guter Rat teuer,denn wenn K.A.Schroeder Herrn Peltracci kontaktieren wollte,
kann er erwarten,dass er statt einer Antwort einen gestreckten Finger empfangen
wird,weil sich der Direktor im Vorfeld aeusserst negativ ueber Herrn Petracci ge-
aeussert hat.

So bleibt ungewiss,welches der ausgestellten Bilder,die Faelschung ist,denn jedes davon
ist mit einer Expertise versehen und von der Maltechnik,Pinselfuehrung,Gesamtgestaltung,
Farben und Komposition vom Originalen des Meisters nicht unterscheidbar.

Vielleicht daempft diese Geschichte etwas die Preislagen und ich kann mir moeglicherweise
auch ein Original leisten und muss nicht immer nach Chiang Mai im Night- Bazar Bilder
einkaufen fahren.

Jock

Titel: Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
Beitrag von: Burianer am 25. Februar 2015, 19:58:52
 :]  jock,  dort sind die ORGINALEN   :]     
Zitat
   nach Chiang Mai im Night- Bazar Bilder
einkaufen fahren.

   
  orginal gefaelscht.
Kunst ist eben etwas teurer,  und in meinem Haus habe ich viele Bilder aus allen Herren Laender. ORGINALE , so sind sie mir verkauft worden   {+
Zumindest hab ich die dort orginal, selber eingekauft  }}
Da lacht mein Herzilein  :-*

Nachtrag, es ist doch WURST, welches Bild nun mal falsch sein sollte, fuer den Betrachter  ???  es gibt ja noch die da  8)
Titel: Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
Beitrag von: Alex am 25. Februar 2015, 20:22:09
Jock , Herr Peltracci kann schon deswegen den langen Mittelfinger auspacken ,

weil namhafte Experten seine Werke als " echt quotiert " haben und er seine

Strafe für die Neuauflage solcher Werke abgesessen hat !
Titel: Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
Beitrag von: Helli am 25. Februar 2015, 20:47:13
Nur jetzt hat es ihm die Sprache verschlagen und Schuld daran ist der Jahrhundert-
faelscher Wolfgang Peltracci.
Sowas hatten wir in DE doch auch schon vor nicht allzu langer Zeit (aber doch im letzten Jahrhundert).
Konrad Kujau hieß der wohl und hat die "Kunstszene" gewaltig aufgemischt (nicht nur mit den angeblichen Hitl.-Tagebüchern).
Der ist übrigens am 12.09.2000 in Stuttgart verstorben.
Titel: Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
Beitrag von: Expat Charly am 25. Februar 2015, 22:04:59
Erfolgreichster Kunstfälscher aller Zeiten: Wolfgang Beltracchi

Nachdem der Name von Wolfgang Beltracchi (Aussprache: Beltracci) seit dem 22.01.2015 in diesem Forum mehrfach verkehrt wiedergegeben wurde, will ich hiermit den korrekten Namen des Meisterfälschers nennen.

In sämtlichen Medien wurde in jüngster Zeit über keinen Künstler derart häufig berichtet wie über Beltrachhi. Gibt man seinen Namen bei Youtube ein, so findet man dort zahlreiche Videos über ihn und seine Frau. Inzwischen ist sein Name weltweit bekannt, so dass er finanziell ausgesorgt haben dürfte.

Nach meiner Information endet die Privat-Insolvenz von Beltrachhi im Januar 2016, so dass er dann endgültig keine Verpflichtungen mehr gegenüber Gläubigern hat.
Titel: Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
Beitrag von: Expat Charly am 25. Februar 2015, 22:13:31
Der Name Beltracchi mit zwei c und einem h ist schon verwirrend, so dass ich ihn zweimal mit zwei h statt mit zwei c verkehrt wiedergegeben habe.
Richtig ist der Name Beltracchi.
Titel: Versteigerung im Auktionshaus Christie's: Picasso-Gemälde erzielt Weltrekord
Beitrag von: dart am 12. Mai 2015, 09:48:15
Das Ölgemälde "Les femmes d'Alger" von Pablo Picasso hat bei einer Versteigerung des Auktionshauses Christie's in New York zum Weltrekord-Preis von 179,3 Millionen Dollar den Besitzer gewechselt. Der bisherige Rekord wurde um fast 40 Millionen Dollar überboten...

(https://www.tagesschau.de/multimedia/bilder/picasso-109~_v-videowebl.jpg)

https://www.tagesschau.de/kultur/picasso-rekordversteigerung-101.html
Titel: Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
Beitrag von: Expat Charly am 13. Mai 2015, 19:12:05
In der Kunst-Branche und den oeffentlichen Medien wurde 2014 und 2015 über zwei kriminelle Personen sehr häufig berichet:

1) Wolfgang Beltracchi, der als Meisterfälscher alter Gemälde bezeichnet wird und damit Millionen ergaunerte.
2) Helge Achenbach, Kunsthändler, der mit überteuerten Gemälden und Oldtimern Millionen ergaunerte.
(Achenbach erwarb im Auftrag des Aldi-Erben 21 Kunstwerke im Gesamtkaufpreis von rund 24 Mio. Euro und 11 Oldtimer im Gesamtkaufpreis von rund 48 Mio. Euro, die er mit Millionen-Aufschlägen von rund 19 Mio. Euro an den inzwischen verstorbenen Aldi-Erben Berthold Albrecht abrechnete.
Bei den Gemälden war für Achenbach eine Vermittlungs-Provision von 5%, bei den Oldtimern eine Provison von 3% vereinbart.  

Beltracchi und Achenbach wurden jeweils zu sechs Jahren Haft verurteilt und müssen Millionen Euro an die Geschädigten zurückzahlen.

Die genannten Personen hatten erstaunlicherweise bereits im vergangenen Jahrhundert entsprechende Vorgänger, allerdings handelte es sich seinerzeit um weitaus geringere Geldbeträge:
 
1) Han van Meegeren, der als einer der genialsten Kunstfälscher des 20. Jahrhunderts gilt - siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Han_van_Meegeren sowie Video "Terra X - F wie Fälschung - Meisterwerke"

2) Friedrich Kohn, Stuttgarter Sachverständiger für alte Kunst - siehe SPIEGEL 44/1966: "Kunst als Kapitalangabe" - www.spiegel.de/spiegel/print/d-46414921.html

Der SPIEGEL berichtete in seiner Ausgabe 44/1966 wie folgt:

"Rembrandts "Aristoteles, die Büste Homers betrachtend" (heute im New Yorker Metropolitan Museum of Art), war das teuerste Gemälde, das bisher auf den Markt kam: Es wurde vor fünf Jahren für 9,2 Millionen Mark versteigert."

"1910 erhielt Oskar Kokoschka für ein Porträt des Berliner Kunsthändlers Herwarth Walden einen Gegenwert von etwa 200 Mark. 1954 wurde es von dem heute im Steuerparadies Campione lebenden Kunstauktionator Roman Norbert Ketterer für 57.000 Mark versteigert. Sieben Jahre später kaufte es der Londoner Finanzier Charles Clore für rund 300.000 Mark. Kokoschkas Jugendwerk wurde in einem halben Jahrhundert um 150.000 Prozent aufgewertet."

"Der Adenauer-Porträtist Oskar Kokoschka klagte kürzlich: "Es wird immer bunter. Was alles mit meinem nachgemachten Signum OK versehen wird, geht auf keine Kuhhaut, darunter ganz üble Pornographien."

"Der franzoesische Maler Camille Corot spottete einmal: "Von 1.500 Bildern, die ich gemalt habe, befinden sich 3.000 in Amerika."

"Der Münchener Professor Dr. Horst Wagenführ schätzt, dass etwa die Hälfte aller Kunstkäufer "ihr Geld anlegen oder mit dem Geld spekulieren will". Etwa 40% kaufen (nach einer Meinungsumfrage)  vorwiegend aus Prestigegründen, und nur zehn Prozent sind passionierte Sammler, die mit Kunstwerken leben wollen, sie als Offenbarung verehren oder beim Betrachten in geistige Hochspannung geraten."

"Peter Wilson, Direktor des Londoner Versteigerungshauses Sotheby & Co.: "Die Kunstkonjunktur ist zwar schon wie ein Ballon aufgebläht, aber niemand denkt daran, dass er einmal bersten koennte, und deshalb bleibt diese Anlage attraktiv. Außerdem sieht ein schoenes Gemälde an der Wand immer noch besser aus als die beste Aktie." - Eine Meinung aus dem Jahr 1966, die sicherlich heute auch noch gilt!

Fortsetzung siehe Beitrag Nr. 32!

Titel: Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
Beitrag von: Expat Charly am 13. Mai 2015, 19:56:33
Fortsetzung von Beitrag Nr. 31:

Nachstehend einige Videos zum Thema Kunst/Kunstfälschung sowie über den Kunstfälscher Wolfgang Beltracchi:

1) Geläutertes Schwindler-Pärchen: Abzocke mit gefälschten Gemälden - www.youtube.com/watch?v=lCtUFlo0D88 (27:17)
2) Vorsicht Kunst! Alles gefälscht? - www.youtube.com/watch?v=zCnm9ZspiX0 (29:25)
3) Tera X - F wie Fälschung - Meisterwerke - www.youtube.com/watch?v=82dZBP1Ipso (43:31) - Bericht über Kunstfälscher van Meegeren
4) Der große Bluff - Wie man mit Kunst kassiert - www.youtube.com/watch?v=6XfMbh7ReP0 (44:37)
5) Das Geschäft mit der Fälschung - Doku über Fälschungen aus China - www.youtube.com/watch?v=kj6_wnvNZnI (46:31)
6) Markt.Macht.Kunst - 3sat-Doku von 2013 - www.youtube.com/watch?v=lXqWZUKvpvw (51:40)
7) Kunstfälschung und Kunstraub - Teil 1 - www.youtube.com/watch?v=6uls9TFSdCo (15:01)
8) Kunstfälschung und Kunstraub - Teil 2 - www.youtube.com/watch?v=EWpDUpkAi80 (15:01)
9) Kunstfälschung und Kunstraub - Teil 3 - www.youtube.com/watch?v=-CEbltH3xEA (15:01)
10) Der Film im Kino: "Beltracchi - Die Kunst der Fälschung" - www.arnebirkenstock.de/filme/beltracchi

Das Ehepaar Beltracchi war auch Gast in den Talkshows "Markus Lanz" und "Nachtcafe" und im Schweizer Fernsehen SRF.
Titel: Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
Beitrag von: Burianer am 13. Mai 2015, 20:11:15
 ???  Kunst ist nur soviel Wert, wie man ihm beimisst.
Ich habe gute Marmorarbeiten vor ueber 35 Jahren in Agra erworben, mit sehr guten , wertvollen Steinen eingearbeit.
Nur was waere das heute Wert ?
Damals fuer 250 DM eingekauft .
Fuer mich , unbezahlbar, denn , erstens war ich damals noch jung, zweitens , meine Reiseerinnerung und drittens ein wunderschoenes Andenken  }}
Kunst ist was ?
Das sind und bleiben die wahren Kuenstler  }}
Wer Indien kennt und die famosen Palaeste , weiss, das waren grandiose Kuenstler  }}
Zitat
 ist "Kunst" wirklich so viel Wert?  
  nur soviel , wie man dem persoenlich zugesteht.
Hab ich Milliarden , dann gehen mir die paar
Zitat
Weltrekord-Preis von 179,3 Millionen Dollar    
laeppischen Dollars  auch nicht von der Portokasse ab  :]
Die bezahle ich aus der Hosentasche  :-X  ohne Steuern  {;
 {+   {+   {+
Titel: Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
Beitrag von: Expat Charly am 13. Mai 2015, 20:28:06
Aussage von Wolfgang Beltracchi: "Der Verkauf eines Gemäldes im Wert einer halben Million Euro ist leichter als der Verkauf eines Gemäldes von "nur" 10.000 Euro."
Titel: Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
Beitrag von: Burianer am 13. Mai 2015, 21:09:00
 :]  Kann ich mir gut vorstellen, denn 10 000 Euros, wer will sich als kleiner Hansel schon mal sowas leisten.
Bei einer halben Million kommen nur solche , die das noetige Kleingeld haben und auch mehr bieten koennten.
Somit ist das sicher ein anders Klientel.
Bei mehr als zig Millionen, wer kommt da noch in Frage  ???  
Auch diese Sammler werden eines Tages sterben und deren Besitz wieder ueber Versteigerungen verkauft.
Da halte ich mich lieber an zeitgenoessisch Kunst  aus allen Herren Laender die ich mal bereist habe.
Da habe ich immer viele Bilder , Statuen und einiges mehr gekauft.
Zu meinem Entsetzen habe ich 1978  in Indien leider auch zwei wunderschoen Satuten aus Elfenbein gekauft.
War damals schon ueber 2 000 Dm Wert.
Beim Zoll in Frankfurt sagte man mir damals, dass Elfenbein aus Indien verboten ist, aber wir koennten doch sagen, dass der afrikanische Elefant nach Indien geschwommen ist, somit war es wieder legal  {+  :-X   {[  ( kaum zu glauben )
Heute wuerde ich sowas nichtmehr kaufen  {;    {+   {+
Damals hab ich noch nicht an Artenschutz gedacht und in Indien kann man ueberall Elfenbein kaufen  {[  no Problem , Mister  {[
Titel: Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
Beitrag von: Expat Charly am 14. Mai 2015, 02:10:23
Wolfgang Beltracchis Auftritte im Fernsehen haben ihn bundesweit bekannt gemacht (auch im europäischen Ausland wurde über ihn berichtet) und die Nachfrage nach seinen Bildern gesteigert - eine Münchner Galerie verlangt bis zu 70.000 Euro.

"Schon vor der ersten Vernissage am Montagabend sei ein erstes Bild verkauft worden - für knappe 40.000 Euro", berichtet die WELT unter der Überschrift "Beltracchis Weg aus dem Gefängnis in die Galerie" (www.welt.de/140487824). Die Preise hätten sich im vergangenen Jahr verdoppelt und verdreifacht, sagte Galerist Curtis Briggs am Montag."

Inzwischen gibt es bei der WELT auch eine Themenseite "Beltracchi" (www.welt.de/themen/wolfgang-beltracchi), wo der Leser reichlich Informationen über den neuen Medien-Star erhält.
Titel: Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
Beitrag von: Burianer am 14. Mai 2015, 20:06:54
Hat da jemand meine Wohnzimmerwand geklaut ?
Dort habe ich die Wand   mit Orange vorgestrichen  und spaeter einen schwarzen Strich durchgezogen.
Wusste allerdings nicht, dass das jetzt Kunst ist  :]

Zitat
 Teuerstes Werk des Abends war "No 10" von Mark Rothko. Das großformatige Bild, das auf dem ersten Blick nur aus den Farben Orange und Schwarz zu bestehen scheint, wurde für 81,9 Millionen Dollar verkauft. Das ist knapp unter dem Rekord für den 1970 gestorbenen Amerikaner, dessen "Orange, Red, Yellow" vor drei Jahren für genau fünf Millionen Dollar mehr veräußert worden war.

  
   --C    kann Kunst auch weh tun  :]

  http://www.n-tv.de/panorama/Bilder-kosteten-mehr-als-eine-Milliarde-Dollar-article15100631.html    (http://www.n-tv.de/panorama/Bilder-kosteten-mehr-als-eine-Milliarde-Dollar-article15100631.html)

Dann hab ich doch lieber Gemaelde , die ein Elefant gemalt hat, der hat sich wenigstens nichts dabei gedacht  {+
Gibts in Thailand nun fast bei jeder Elefantenshow.
Titel: Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
Beitrag von: Expat Charly am 15. Mai 2015, 00:55:36
1) Blutige Beute - Kunsträuber und Terrorfürsten - www.youtube.com/watch?v=ZvjyFKi7PaE (51:55)
Information: http://programm.ard.de/TV/Programm/Sender/?sendung=2823114442111951

2) Die Spur der Tempelräuber - www.youtube.com/watch?v=7rLkSzi8lyI (52:03)
Information: www.luckfilm.de/die-spur-der-tempelraeuber (7:34)
Titel: Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
Beitrag von: Expat Charly am 15. Juni 2015, 14:26:40
1) Geheimakte Sophienschatz - (Der groeßte Kunstraub der DDR im Jahr 1977) - www.youtube.com/watch?v=0f7-8jsIUs4 (43:22)

2) Kunst und Verbrechen - Goettin auf Abwegen (Über die Machenschaften von Auktions- und Museumshäusern
    www.3sat.de/mediathek/?mode=play&obj=51673 (44:21)



Titel: Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
Beitrag von: Expat Charly am 27. Juni 2015, 16:58:55
"Die Kunst ist weg" (3sat - Kunst und Verbrechen) - www.youtube.com/watch?v=lpdncSfEtWc (43:30)

Die Doku berichtet über den Raub von zwei Turner-Gemälden im Juli 1994 aus der Frankfurter "Galerie Schirn". Die Täter konnten ein paar Jahre später überführt werden. Die Hintermänner leider nicht. Erst 2002 tauchten die Gemälde in der Londoner "Tate Gallery" wieder auf.

"USA Today nennt den Kunstmarkt das zweitdreckigste Geschäft nach dem internationalen Drogenhandel" (Kunsthistorikerin Susanna Partsch bei 3sat über das kriminelle Geschäft mit der Kunst).
Titel: Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
Beitrag von: Expat Charly am 04. Juli 2015, 22:07:52
"Die Jagd nach dem Nazischatz" - www.youtube.com/watch?v=mTf-ZDj-KAE (48:42)

In Linz will Adolf Hitler die groeßte Kunstsammlung Europas einrichten. Doch mit der drohenden Niederlage der Nazis im Zweiten Weltkrieg ist dieser Traum bald ausgeträumt. In den letzen Kriegsmonaten versuchen Spezialagenten der Alliierten,  die geraubten Kunstschätze zu retten. Wie ihnen das gelingt, zeigt diese ORF-Doku. Die Doku rekonstruiert die groeßte Kunstrettungsaktion der Geschichte.
Titel: Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
Beitrag von: Expat Charly am 22. Juli 2015, 18:13:54
Neues Museum Berlin - www.3sat.de/mediathek/?mode=play&obj=51913 (29:00)

Neues Museum der Staatlichen Museen zu Berlin - www.youtube.com/watch?v=M9i3J2zoQ2s (3:14)

Ägyptische Skulpturen, Relikte aus der Bronzezeit - der Gang durch das Neue Museum ist eine Reise durch Jahrtausende, von Nordostafrika bis Skandinavien. Das Highlight des Ägyptischen Museums ist die  berühmte Büste der Nofretete, die als einziges Objekt im Nordkuppelsaal in einer vier Meter hohen Vitrine präsentiert wird.


Belvedere Wien - www.3sat.de/mediathek/?mode=play&obj=25202 (29:25)

Museum und Schloss Belvedere Wien - www.belvedere.at/de

Eine weltberühmte Ikone der Kunstgeschichte ist im Wiener Belvedere zuhause: "Der Kuss" von Gustav Klimt. Im barocken Museums-Ensemble des Belvedere geraten aber nicht nur Klimt- und Jugendstil-Liebhaber ins Schwärmen.

Das Belvedere besitzt die weltweit groeßte Sammlung von Gemälden Gustav Klimts sowie Meisterwerke von Egon Schiele und Oskar Kokoschka.




Titel: Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
Beitrag von: Expat Charly am 22. Juli 2015, 21:38:41
Leider merkte ich erst zu einem späteren Zeitpunkt, dass ich die Schweizer vergaß. Ich hoffe, dass es die Schweizer dem vergesslichen Deutschen verzeihen. Dieser Deutsche war zwar schon in Berlin und Wien, allerdings noch nicht in Zürich. Heute erhalten nun die Schweizer einen Beitrag aus der 3sat-Mediathek, der erst am 10.8.2015 von 3sat ausgestrahlt wird.

Museum Rietberg Zürich - www.3sat.de/mediathek/?mode=play&obj=26235 (29:29)

Schon die Lage ist atemberaubend. Hoch oben über dem Zürichsee thront das Museum Rietberg in einer über 100 Jahre alten Parklandschaft.

Einst verbrachten hier Berühmtheiten wie Richard Wagner ihre Mußestunden. Heute sind hier einzigartige Kunstwerke aus aller Welt zuhause.

Der Museums-Check mit Markus Brock nimmt das Museum Rietberg genauer unter die Lupe.
Titel: Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
Beitrag von: Expat Charly am 29. Juli 2015, 00:10:07
1) Städel Museum Frankfurt - www.3sat.de/mediathek/?mode=play&obj=30116 (29:30)
Im Februar 2012 eroeffnete das Städel Museum einen spektakulären unterirdischen Erweiterungsbau mit 3.000 Quadratmeter für die Kunst der Gegenwart. Zusammen mit dem komplett sanierten Altbau ist das Traditionshaus jetzt in der ersten Liga der internationalen Kunstszene.

2) Staatliche Kunsthalle Karlsruhe - www.3sat.de/mediathek/?mode=play&obj=52715 (29:26)
Zum 300. Jubiläum der Stadt Karlsruhe "checkt" Markus Brock die Staatliche Kunsthalle, die zu den drei ältesten Museumsbauten Deutschlands zählt.

3) Alte und Neue Pinakothek München - www.3sat.de/mediathek/?mode=play&obj=28850 (29:03)
Luwig I. von Bayern war ein leidenschaftlicher Foerderer der Künste und ließ die Alte und Neue Pinakothek erbauen. Heute umfasst die Sammlung rund 10.000 Meisterwerke aus sieben Jahrhunderten, von Dürer bis Picasso.

--- Informationen über die bisherigen 3sat-Beiträge "Museums-Check" in der 3sat-Mediathek - www.3sat.de/museumscheck ---
Titel: Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
Beitrag von: Expat Charly am 13. August 2015, 00:23:13
--- Das Sprichwort "Verbrechen zahlen sich nicht aus" gilt offensichtlich nicht für den Kunstfälscher Wolfgang Beltracchi ---

Die massive Berichterstattung in den Printmedien und oeffentlichen Fernsehanstalten in Deutschland ("3 nach 9", "Markus Lanz", "Nachtcafe", "SWR Leute night"), Schweiz und Frankreich (auch in Frankreich porträtierte Beltracchi vor der Kamera) haben den zuvor oeffentlich unbekannten Beltracchi in diesen Ländern derart bekannt gemacht (mit 3sat auch in Oesterreich), dass die Nachfrage und die Preise für seine Werke ernorm stiegen.

Insofern hat sich das kriminelle Wirken des Ehepaars Beltracchi aufgrund der nunmehr großen Popularität in den genannten Ländern und darüber hinaus - weltweit wurde über den Kunstfälscher Beltracchi berichtet - für sie finanziell ausgezahlt und wird ihnen vermutlich auch künftig ansehnliche Einkünfte sichern.

1) WDR, 9.1.2015: "Kunstfälscher Beltracchi ist frei" - nach Verbüßung von zwei Dritteln seiner Haftstrafe
"Nur noch Bilder unter eigenem Namen"
http://www1.wdr.de/studio/bonn/beltracchikommtfrei102.html

2) Im November 2014, als Beltracchi noch eine Haftstrafe im offenen Vollzug "verbüßte", erfolgte bereits in der Galerie Brügger in Bern eine "Ausstellung mit dem Kunstfälscher Wolfgang Beltracchi".
www.derbund.ch/kultur/kunst/Der-Galerienverein-empoert-sich-ueber-Christine-Bruegger------/story/23139791

3) Erste Beltracchi-Ausstellung in Deutschland im Mai 2015 in München:
"Beltracchis Weg aus dem Gefängnis in die Galerie" - www.welt.de/140487824
("Schon vor der ersten Vernissage am Montagabend sei ein erstes Bild verkauft worden - für knappe 40.000 Euro.")

Der Vorstand des deutschen Galeristen-Verbandes hatte beschlossen, dass Mitglieder des Verbandes ausgeschlossen werden, sollten sie eine Beltracchi-Ausstellung veranstalten. Allerdings ist der Galerist in München kein Mitglied des Verbandes.

Wird auf der obigen WELT-Webseite "art room9" (www.beltracchi-art.com/kunst) angeklickt, kann man den Beltracchi-Katalog "Freiheit" anschauen, in dem auch die fünf Porträts der 3sat-Sendung "Wolfgang Beltracchi porträtiert..." aufgeführt sind.

4) Auftritt im Schweizer Fernsehen SRF, Juni 2015: "Bonny und Clyde der Kunst bei Aeschbacher"
www.srf.ch/unterhaltung/events-shows/bonny-und-clyde-der-kunst-bei-aeschbacher

5) Der Meisterfälscher - Wolfgang Beltracchi porträtiert... (fünfteilige Dokumentationsreihe vom 27.7. bis 31.7.2015)
www.3sat.de/page/?source=/sfdrs/179706/index.html

Beltracchi porträtiert vor der Kamera die Personen Harald Schmidt, Gloria von Thurn und Taxis, Daniel Kehlmann, Tochter Franziska, Christoph Waltz. Leider ist nur das Video mit Christoph Waltz bei Youtube abrufbar.

Werden die 3sat-Videos der genannten Porträts im thailändischen Internet angeklickt, so erscheint folgender Text:
"Die Sendung ist aus urheberrechtlichen Gründen in ihrem Land nicht verfügbar."

6) Beltracchi TV-Show (Beltracchi porträtiert Christoph Waltz)
www.youtube.com/watch?v=NFSB4WkEJDk (30:36)

7) Das Kunstfälscher-Paar Beltracchi bei TV total - www.youtube.com/watch?v=NfPv_DNikcQ (16:58)
Hier werden auch die zwei Beltracchi-Bücher gezeigt - Rezensionen in den Printmedien und bei Amazon im späteren Beitrag.

8) Kinofilm "Beltracchi - Die Kunst der Fälschung" - www.youtube.com/watch?v=mzEsZlzSr8Y (1:38:04)

Damit die Leser bzw. Zuschauer eine "Beltracchi-Verschnaufpause" einlegen koennen, werde ich über die Rezensionen der Beltracchi-Bücher und den Beltracchi-Film "Selbstportrait" in einem späteren Beitrag berichten.

Titel: Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
Beitrag von: Expat Charly am 17. August 2015, 00:55:57
Nachstehend zunächst die angekündigten Buch-Rezensionen sowie weitere Printmedien-Berichte - die Rezensionen des Beltracchi-Kinofilms in einem späteren Bericht.

1) 16.01.2014 - Vorabdruck aus dem Buch "Selbstportrait": Der Jahrhundertfälscher - Unser großer Betrug-
www.zeit.de/2014/04/helene-wolfgang-beltracchi-selbstportraet-auszug-rowohlt

"Vom Sohn des Rechtsanwalts der Beltracchis, Arne Birkenstock, kommt überdies am 6. März ein Dokumentarfilm über den Skandal in die Kinos, der mit oeffentlichen Foerdergeldern in Hoehe von 425.000 Euro gefoerdert wurde."

2) 16.01.2014 - Buch-Rezension "Selbstportrait": "Der Wolf im Kunstmarkt"
www.faz.net/aktuell/feuilleton/kunst/beltracchi-buch-selbstportrait-der-wolf-im-kunstmarkt-12755313.html

3) 20.01.2014 - Buch-Rezension "Selbstportrait": "Hippie-*Hintern*" - Titel wurde im Archiv geändert -
Bei Google findet man den Beitrag unter "Hippie-*Hintern*"  A r s c h
www.spiegel.de/spiegel/print/d-124554518.html

4) 05.02.2014 - Buch-Rezension "Falsche Bilder - Echtes Geld. Der Fälschercoup des Jahrhunderts - und wer alles daran verdiente" von Stefan Koldehoff, Kulturredakteur beim Deutschlandfunk.
www.spiegel.de/karriere/berufsleben/buch-ueber-den-kunstfaelscher-wolfgang-beltracchi-a-951659.html

"Eine sehr empfehlenswerte Lektüre für alle, die nicht auf die Selbstinszenierung des Fälschers hereinfallen wollen."

Das Buch wurde mit dem "Prix Anette Giacometti" und dem "Otto-Brenner-Preis" ausgezeichnet.
Bei Amazon sind von 17 Kundenrezensionen 12 Rezensionen mit 5 Sternen versehen.

5) Amazon-Rezension "Selbstportrait" von Irulan Corrino (Top 500-Rezensent): 3 Sterne
www.amazon.de/review/RTDF9Q0CBLHUV - 1 Kunde fand diese wirklich gute Rezension hilfreich.

Irulan Corrino ist eine weibliche Person in dem Roman "Der Wüstenplanet" von Frank Herbert.

6) Amazon-Rezension "Selbstportrait" von Dr. Gloebner (zuvor nie eine Rezension bei Amazon):
5 Sterne - manipuliert! - 26 von 29 Kunden fanden Rezension hilfreich?!

7) Beltracchi-Buch "Einschluss mit Engeln - Gefängnisbriefe vom 31.08.2010 bis 27.10.2011"
von Helene und Wolfgang Beltracchi, Herausgeber: Joerg Magenau.
Bei Amazon sämtliche 7 Kundenrezensionen mit jeweils 5 Sternen. In den Printmedien keine Rezension zu diesem Buch.

8) 23.01.2014 - Ein Gespräch mit dem Fälscher-Paar: "Der Jahrhundertfälscher - "Wir haben den Luxus genossen"
www.zeit.de/2014/04/kunstfaelscher-interview-beltracchi

"Beltracchi: "Heute koennte ich, nachdem ich alle naturwissenschaftlichen Gutachten kennen, Bilder malen, die niemand entlarven würde. Niemand." Dies ist meines Erachtens die nicht überraschende selbstherrliche Einschätzung seiner Person.

Kinofilm-Rezensionen und weitere Berichte über die Beltracchis in den Printmedien demnächst im nächsten Bericht!

Titel: Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
Beitrag von: Expat Charly am 23. August 2015, 00:19:49
Zunächst die angekündigten Rezensionen des Kinofilms "Beltracchi - Die Kunst der Fälschung"
(Video siehe #45 - 13.08.2015):

25.02.2014: "Die unerträgliche Seichtigkeit der Leinwand"
www.faz.net/aktuell/feuilleton/kunst/beltracchi-dokumentation-die-unertraegliche-seichtigkeit-der-leinwand-12818681.html

06.03.2014: "Der Hochstapler in der Dreiecksbadehose"
www.spiegel.de/kultur/kino/filmdokumentation-beltracchi-die-kunst-der-faelschung-a-957096.html

Von den überregionalen Zeitungen hat die WELT am meisten und die SÜDDEUTSCHE am wenigsten über die Beltracchis berichtet, wobei die WELT den Beltracchi-Skandal recht unterschiedlich kommentierte:

29.09.2011 - "Meisterfälscher Beltracchi verdient unseren Beifall" - www.welt.de/13632844

02.02.2014 - "Die Ansprüche an Helden sind dramatisch gesunken" - www.welt.de/124461147
"Da sitzt ein Kunstfälscher im Fernsehen, und alle lachen mit ihm über seine Opfer. Dass Beltracchi mit beachtlicher Energie Karrieren und Biografien zerstoert, dass er Millionenschaden nicht nur für Sammler, sondern auch für vom Steuerzahler finanzierte Museen verursacht hat, das schien in der Talkrunde niemand zu stoeren. Im Gegenteil - Beltracchi wurde empfangen wie ein Held."

27.07.2014 - "Die Kunst - verraten und verkauft?" - www.welt.de/130605712
"Drei Seiten Feuilleton-Aufmacher über und mit dem Erzbetrüger Beltracchi in der honorigen "Zeit". Er koenne sich nicht erinnern, erzählt Markus Lüpertz im Gespräch, dass dort ein "wirklicher Künstler" auch nur halb so viel Platz bekommen hätte. Weshalb er sein Abonnement nach dem Auftritt des Fälschers gekündigt habe."

Der folgende Beitrag in der oesterreichischen Zeitung DER STANDARD zum Fall Beltracchi ist auch sehr interessant: 08.03.2014 "Das Repertoire des Herrn Beltracchi":
http://derstandard.at/1392687479398/Das-Repertoire-des-Herrn-Beltracchi

"Teile der Einnahmen, auch der jüngst publizierten Biografie, fließen in die Insolvenzmasse, aus der Gläubiger abgefunden werden. Das beschränke sich nur auf Deutschland. Verdienste aus Bilderverkäufen im Ausland, bekannte Beltracchi in einem Interview, fallen nicht darunter."

Am Ende des Beltracchi-Films sagt der Kunsthistoriker Henry Keazor zu Wolfgang Beltracchi (1:31-1:33):

"Eigentlich haben Sie ein distanziertes Verhältnis zur Kunst."
Antwort Wolfgang Beltracchi: "Ja, das kriegt man wohl, wenn man immer damit zu tun hat."

Und dieses distanzierte Verhältnis zur Kunst bekam ich auch, nachdem ich mich mit dem Fall Beltracchi beschäftigt hatte.



Titel: Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
Beitrag von: Expat Charly am 30. August 2015, 01:11:34
--- Die drei Kunstkopisten aus Berlin-Neukoelln ---

Bevor ich über die drei russischen Meisterkopisten aus Berlin berichte, nachstehend noch ein interessanter Wortwechsel in dem Beltracchi-Kinofilm, der viel aussagt über die voraussichtliche Zukunft des Kunstfälschers Wolfgang Beltracchi:

Henry Keazor, Professor für Kunstgeschichte an der Universität Heidelberg:

"Ich glaube, ein Großteil des Publikums will natürlich die Fälschungen sehen, also praktisch Ernst/Beltracchi, wo man sagen kann: Das ist ein Ernst irgendwo, und gleichzeitig ist es aber auch ein Beltracchi, das heißt, man hat gleich zwei bekannte Namen. Da gibt es auf jeden Fall einen ganz großen Markt."

"Das andere ist die Frage, was Sie anschließend als Wolfgang Beltracchi auf den Markt bringen wollen. Ich glaube, da liegt die Latte hoch."

Antwort Wolfgang Beltracchi: "So sehe ich das auch."

Deshalb wird Beltracchi künftig vermutlich keine eigenen Motive zum Kauf anbieten, sondern weiterhin sogenannte "Fälschungen" mit seiner Signatur, wobei es sich dann um legale preisgünstigere Kopien handeln wird.

Allerdings ist dann Beltracchi kein echter Künstler mit eigenen Kreationen, sondern vielmehr ein Kopist wie die drei Meisterkopisten Posin in Berlin-Neukoelln. Und die bisherigen stolzen Preise für die vermeintlichen Originale großer Maler wird Beltracchi dann auch nicht mehr erzielen.

Bei den drei Brüdern aus Berlin-Neukoelln handelt es sich um ehrbare Kopisten, die ihre Kopien großer Meister stets mit ihrer Signatur versehen. Da der Begriff Meisterfälscher etwas anrüchiges hat, eignet er sich gut als Werbe-Gag und wird deshalb auch von ihnen benutzt.

Henry Keazor spricht im Falle der drei Posin-Brüder allerdings nicht von Fälschungen, sondern von Kopien oder Stil-Adaptionen. Es mache wenig Sinn, das dann als "Fälschen" zu bezeichnen, denn zum Fälschen gehoert der Betrug.
 
In meinem Beitrag #32 vom 13.05.2015 hatte ich bereits das folgende Video ins Netz gestellt:
"Der große Bluff - Wie man mit Kunst kassiert" - www.youtube.com/watch?v=6XfMbh7ReP0 (44:37).

In diesem TV-Beitrag werden die drei Kopisten aus Berlin-Neukoelln wie folgt vorgestellt:
"Hier kauft, wer vom Original träumt und nicht den passenden Geldbeutel hat, wer demonstrieren will, wie kultiviert er ist, oder wer einfach nur Freude an der Kunst hat."

Der TV-Sender arte berichtete über die Kopisten-Brüder in folgendem Beitrag:
"Die Meisterfälscher aus Neukoelln" - www.youtube.com/watch?v=JhM_usMJI80 (26:08)

"Die Dokumentation begleitet die Entstehung des über zwei Meter großen Raffael-Gemäldes, von den ersten zarten Bleistiftstrichen bis zur Auslieferung des Meisterwerks und gewährt einen Einblick in eine Welt, die sich ausschließlich um Kunst dreht: Die Welt von Evgeni, Semjon und Michail Posin."

Im Gegensatz zu diesen ehrlichen und sympathischen Kunstliebhabern steht folgende fragwürdige Aussage von Wolfgang Beltracchi im TV-Beitrag "Der große Bluff":

"Eigentlich wollte er immer nur malen. Geld habe ihn nie interessiert. Das ist der Satz, den Wolfgang Beltracchi bei seiner Verurteilung vor Gericht sagt." Der bekannte Maler Markus Lüpertz nannte Beltracchi in einem Beitrag der WELT am 27.07.2014 einen "Erzbetrüger".

Der Unternehmer Gerold Schellstede hat von den Brüder Posin in nunmehr 15 Jahren über 150 Bilder gekauft und stellt einen Großteil dieser Bilder in seinem 4-Sterne-Hotel "Seehotel Großräschen" und dem angeschlossenen "Fälscher-Museum" aus.

Dort kann man die Mona Lisa von Leonardo da Vinci (Original: Louvre, Paris) oder "Die Geburt der Venus" (Original: Uffizien, Florenz) und andere weltberühmte Gemälde betrachten, die von den Brüdern Posin meisterhaft kopiert wurden.

1) SPIEGEL, 08.05.2012: "Von Beruf Kunstfälscher - Die drei da Vincis von Neukoelln"
Beitrag mit Video und 21 Fotos

2) DIE WELT, 30.04.2015: "Täuschend echt - Den Kunstfälschungen der Brüder Posin aus Berlin ist ein Museum gewidmet"  - www.welt.de/140312860

3) Täuschend echt, aber nicht enttäuschend - Fälschermuseum im Seehotel, Großräschen
www.seehotel-grossraeschen.de/Seehotel/Posin.html




Titel: Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
Beitrag von: Expat Charly am 05. September 2015, 00:02:11
Einige TV-Beiträge über interessante Museen, wobei das meistbesuchte Museum der Welt leider fehlt.

1) Archäologisches Nationalmuseum, Athen - www.youtube.com/watch?v=tCfUlTVlpcY (41:22)
2) Museum im Koenigspalast, Madrid - www.youtube.com/watch?v=i5CrPSglgK4 (41:58)
3) Vatikanische Museen, Rom - www.youtube.com/watch?v=1Y50WnsUt9U (43:56)
4) Staatlich Historisches Museum, Moskau - www.youtube.com/watch?v=Dur_IB5Joy0 (41:58)
5) Museum "Eremitage", St. Petersburg - www.youtube.com/watch?v=wlQ8SaDa6wc (43:45)
6) Israel-Museum, Jerusalem - www.youtube.com/watch?v=vNxJyitGUC8 (41:58)

Tripadvisor-Ranking - Das sind die 25 besten Museen der Welt (Google: www.bild.de, 15.07.2013):

"Das meistbesuchte Museum der Welt ist der "Louvre" in Paris - 8,5 Millionen Besucher im Jahr, gefolgt vom "British Museum" in London und dem New Yorker "Metropolitan Museum of Art."

"Doch das beliebteste Museum ist ein anderes! Laut Tripadvisor-Umfrage lobten Besucher besonders die "Eremitage" im Winterpalais in St. Petersburg mit ihren 60.000 Exponaten von Leonardo da Vinci bis Picasso."

Unter den 25 besten Museen belegt der "Louvre" Platz 17 und das "British Museum" Platz 19. Ein deutsches Museum ist nicht unter den 25 Sieger-Museen.

"Doch was macht ein gutes Museum aus? Neben den Exponaten selber spielen Wartezeiten und Erreichbarkeit eine Rolle, die Gastronomie, der Museumsshop und der Eintrittspreis."

"In die Bewertung der Tripadvisor-Nutzen flossen diese und viele weitere Faktoren ein. Das Portal analysierte Qualität und Quantität der Besucher-Kommentare und ermittelte jene Museen, die bei Reisenden am besten ankommen."

Titel: Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
Beitrag von: Expat Charly am 16. September 2015, 00:29:51
--- Wahnsinn - 300 Millionen Dollar für ein Gauguin-Gemälde ---

Nachdem das Gemälde "Kartenspieler" von Paul Cezanne im Jahr 2012 für 250 Mio. Dollar verkauft wurde, hat man für das Gauguin-Gemälde "Nafea" einen Rekordpreis von vermutlich 300 Mio. Dollar erzielt (www.welt.de/137204674).

In Anbetracht dieses irrsinnigen Verkaufspreises habe ich nun ein sehr distanziertes Verhältnis zu diesen überteuerten Kunstwerken und dem Kunstmarkt insgesamt bekommen, da die überzogenen Preise einiger Gemälde für mich einfach nicht mehr nachvollziehbare Hoehen erreicht haben.

Dem TV-Beitrag "Markt, Macht, Kunst" ist folgende Aussage des Anwalts und langjährigen Kunstsammlers Peter Raue zu entnehmen:

"Ich glaube, es hat mit Kunst gar nichts zu tun und mit Geld alles" (www.youtube.com/watch?v=lXqWZUKvpvw -32:50).

An einer derart kommerzialisierten Kunstwelt bin ich allerdings wenig interessiert, weshalb ich mich von dieser Webseite verabschiede und mich künftig mehr mit anderen Themen beschäftigen werde.

- "Lebensgeschichten berühmter Künstler": http://forum.thailand-tip.com/index.php?topic=15079.30 -
Titel: Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
Beitrag von: jock am 20. Februar 2016, 09:38:19
Der Gastronom - der Kaiser Franz Josef - der erfundene Chinese


Ich sehe ihn noch vor mir,als er heulend an meinem Gartenzaun
stand und nach seiner Mami bruellte.

Aber da war er knapp 4 Jahre alt.

Aus diesem Knirps ist etwas geworden.Heute herrscht er ueber ein
kleines Gastroimperium und alles was Rang und Namen in Wien hat,
hat bereits die ausgesuchten Rindfleischcreationen zu suendteuren
Preisen verzehrt.

Aus vorauseilendem Gehorsam,beeile ich mich schon jetzt zu be
tonen,dass es sich NICHT um @Achim von Kern handelt,sondern um
Herrn Mario Plachutta.

Herr Plachutta hat in den vergangenen 10 Jahren eine Sammlung aus
dem oesterreichischen Kaiserhaus zusammengetragen (gekauft)deren
Exponate 2.500 Stk.Memorabilien umfassen.

Darunter einen Tagesrock der um 160.000 Euro angekauft wurde,diverse
Unterhosen und ein paar Barthaare.

Insgesamt hat Herr Plachutta wahrscheinlich an die 2 Mio Euro dafuer auf-
gewendet und musste nicht einmal deswegen seinen Lebensstil ein -
schraenken,was ein erhellendes Licht auf die Verdienstmoeglichkeiten
in dieser Branche wirft.

Im Laufe der Zeit wurde Herr Plachutta der Sammlung ueberdruessig.
Den Rasierpinsel konnte er nicht gebrauchen und die Verwendung der Reit-
gerte des Kaisers,hat ihm seine Frau untersagt und die Scheidung eingereicht.

Also beschloss er die Sammlung zu verkaufen.Nur wer gibt schon fuer einen
gebrauchten Mantel eine Unsumme aus,wenn es Second-hand-Kleidung
bei der Caritas fuer kleines Geld gibt.

Es war ein Glueck,dass der Landesvater von Niederoesterreich (ein stiller Ge-
niesser niederoesterreichischer Weinkoeniginnen)hungrig war und einen dieser
Gastrotempel betrat.

Man kam ins Gespraech und Herr Plachutta erzaehlte,dass er seine Sammlung
um 4,5 Mio an einen Chinesen verkaufen werde.

Das wollte Herr Proell unter allen Umstaenden verhindern.Es kann nicht sein,
dass altes Kulturgut ins Ausland verhoekert wird.

Herr Proell beschloss,dass mit Landesgeldern die Sammlung angekauft wird.

Aber zuerst sollte der Wert durch zwei Gutachter festgestellt werden.

Dummerweise,wurde gerade jene zwei Herrn als Gutachter bestellt,deren bester
Kunde eben Herr Plachutta war.Diese taxtierten den Wert der Sammlung mit
2,6 Mio Euro und das Land Niederoesterreich schlug zu.

Das Geruecht,dass die Gutachter unter Absprache mit Herrn Plachutta den
Wert einvernehmlich festlegten,laesst sich nicht verifizieren.

Aber es scheint sicher zu sein,dass irgendwo in China ein Chinese lebt,der
keine Ahnung hat,dass er jemals daran gedacht haette,als Ankaeufer einer
Kaisersammlung eine Rolle zu spielen.

Boese,ganz boese Zungen behaupten sogar,er waere erfunden worden.

Jock
Titel: Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
Beitrag von: Expat Charly am 23. Februar 2016, 14:27:22
Am 16.9.2015 teilte ich den Forumslesern mit, dass ich mich von dieser Webseite verabschiede. Und nun stelle ich erneut einen TV-Beitrag über den Meisterfälscher Beltracchi ins Netz:

   Hape Kerkeling - Der Meisterfälscher

   www.youtube.com/watch?v=LNcVnMdeaGM (28:37)

Es ist vermutlich über keinen anderen Betrüger derart häufig im 3sat-Fernsehen berichtet worden, welches in Deutschland, Oesterreich und der Schweiz angeschaut wird.

Eine bessere Werbung für Beltracchis Gemälde ist kaum moeglich.
Titel: Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
Beitrag von: Expat Charly am 23. Februar 2016, 14:47:38
Am 30.8.2015 - #48 - berichtete ich über die drei russischen Kopisten aus Berlin und stellte einen entsprechenden TV-Beitrag ins Netz.

Inzwischen stellte sich heraus, dass jener Beitrag nicht abrufbar ist, weshalb ich diese TV-Doku über die drei ehrbaren Künstler erneut ins Netz stelle:

--- Die Meisterfälscher aus Neukoelln ---

    Doku - www.youtube.com/watch?v=KTZo8PeXsu0 (26:08)
Titel: Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
Beitrag von: jock am 23. Februar 2016, 16:41:18
@Expat Charly

Ich zitiere @Expat Charly aus Antwort #50

"In Anbetracht dieses irrsinnigen Verkaufspreises habe ich nun ein sehr
distanziertes Verhaeltnis zu diesen sehr ueberteuerten Kunstwerken und
dem Kunstmarkt insgesamt bekommen,da die ueberzogenen Preise einiger
Gemaelde fuer mich einfach nicht mehr nachvollziehbare Hoehen erreicht
haben. "
Zitatende

Dieses Statement hat nach meiner Erkenntnis den Kustmarkt wenig durch-
geruettelt,da bereits am 9.11.2015 ein Modigliani um 170,4 Mio $ ersteigert
wurde.

Kann es sein,dass bei obiger Feststellung,eine Kleinigkeit vom Fuchs,dem
die Trauben zu sauer sind,durchschimmert ?

Jock

Titel: Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
Beitrag von: Dissident am 23. Februar 2016, 17:57:25
Da wird die Explosion eines Farbbeutels großflächig in einer Galerie ausgestellt. Ein unbedarfter Besucher regt sich daraufhin über die schlampige Arbeit der Anstreicher bei der letzten Renovierung der Räume auf.

Der kunstbeflissene Besucher hingegen liest das kleine Schildchen unten mit dem bekannten Namen eines berühmten zeitgenössischen Malers und lauscht den ergreifenden Worten des Kunstkritikers, der die tiefere Bedeutung - besonders der Farbspritzer recht oben als eine warnende Botschaft des Künstlers vor dem Treibgastod deutet. Damit ist das Anfangsgebot von 1,96 Mio. € bei der kommenden Versteigerung vollends gerechtfertigt.

Soweit ein fiktives - aber nicht aus der Luft gegriffenes - Beispiel. Seit jungen Jahren verstehen ich mich als ein durchaus kunstinteressieren Menschen. Trotz- oder gerade deswegen war es mir immer unverständlich, warum der Eine seinen speckig-ekligen Filzhut an eine Bettkante nagelt und damit Millionen verdient -- ein anderer Künstler aber froh wäre einen speckigen Hut zu haben - dann hätte er wenigstens etwas für den Brotaufstrich.

Eine logisch-vernünftige Antwort auf die Frage habe ich seither nicht gefunden - mich dafür dann mit folgender Erklärung abgefunden:
Die Kunst besteht nicht darin, ein Gemälde o.a. Kunstwerk zu schaffen - sondern ein riesiges Tam-Tam und Spektakel darum zu machen. Eine schrille Verkaufsstrategie und sich in der Öffentlichkeit als schräger Vogel präsentieren - das ist der Anfang des Erfolgs.
Kurz: nicht die Kunst des Schaffens, sondern die des Verkaufs. Dabei sind die "Künstler" nicht die einzigen Nutznießer - wenn überhaupt, den erst ein toter Künstler ist richtig einträglich. Da sind doch in dem sogenannten Kunst"Markt" auch Galeristen, Auktionshäuser und letztlich der Staat mit Steuern nicht zu knapp beteilgt.

Und wenn's dann richtig teuer wird, hat man wenigstens die (schwache) Genugtuung, daß so ein fetter Geldsack wenigstens etwas von seinen ergaunerten Moneten breiter gestreut hat.
Titel: Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
Beitrag von: Expat Charly am 05. März 2016, 01:11:00
Obwohl ich mich am 16. September 2015 von der Webseite Kunst verabschiedete, stelle ich nun erneut einen Beitrag über den Meisterfälscher Wolfgang Beltracchi ins Netz sowie ein Porträt über Otto Waalkes.

1) Otto Waalkes - Der Meisterfälscher (Doku 2016)

    www.youtube.com/watcht?v=P0t-CQoATtA (30:07)

2) Unsere Besten im Norden - Otto Waalkes

    www.youtube.com/watch?v=Sr2zDMFjWDo (43:38)
Titel: Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
Beitrag von: jock am 07. März 2016, 09:16:34
Kunst ist ein weiter Begriff.

Ob Gemaelde,Skulptur,Musik oder Film immer wird der
Begriff "Kunst" bemueht.

Die grossen Meister der Malerei (Rembrandt,Tintoretto,
Beltracchi  etc.)haengen in Museen oder befinden sich
in Privatsammlungen und sind fuer Otto Normalverbraucher
unerschwinglich.

Aber davon soll jetzt nicht die Rede sein,sondern von "Kunst-
werken",die verstaubt,jahrzehntelang nicht beachtet am Dachboden
herumlagen und durch die Sendung "Bares fuer Rares" so
manche Ueberraschung ausloesten.

Derzeit laeuft diese Sendung taeglich auf ZDF um 15 h.

Jeder der etwas in seinem Haushalt findet,was nach Wertvoll
aussieht,kann diese Gegenstaende von Experten begutachten
lassen und auch gleich einigen Kunsthaendlern zu Kauf anbieten.

Der Schaetzwert wird durch eine Expertise erlaeutert und weicht
oftmals meilenweit von der Vorstellung des Einbringers ab.

So zwei Kleinmoebel,die vor 25 Jahren um 8.000 DM in Belgien
angekauft wurden und jetzt einen Schaetzwert von 450 Euro haben.

Verkauft wurden sie um 300 Euro.

Uebrraschungen sind aber auch in die andere Richtung moeglich.

Moderiert wird diese Sendereihe von Horst Lichter und es ist eine
vergnuegliche knappe Stunde,bei der man einiges lernen kann.

Jock
Titel: Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
Beitrag von: Alex am 10. März 2016, 08:50:02
Cuaro ... ein berühmter Maler hat ca. 2.000 Öl Gemälde gefertigt

 davon hängen alleine 3.000 in New York
Titel: Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
Beitrag von: jock am 10. März 2016, 11:26:56
@Alex

Normalerweise fordere ich nie jemanden auf,zu seinen
Beitraegen eine Quelle zu nennen.

Die Autoren hier sind so vertrauenswuerdig,dass ich ge-
trost darauf verzichten kann.

Aber in diesem Fall,bitte ich doch um naehere Angaben,denn
einen Kuenstler mit dem Namen "Cuaro" der 2.000 Oelgemaelde
geschaffen hat,finde ich einfach nicht.

Es handelt sich vielleicht um Paolo (de) Cuatro der 1972 geboren wurde
und dessen Bilder in der Reproduktion um die 75 $ gehandelt werden.

Dieser Kuenstler,dessen erstes Gemaelde aus 2010 stammt und sein
letztes seit 2012 bekannt ist,muss einem ungemeinen Schaffensdrang
unterliegen,da er nicht nur weitere 1.998 Gemaelde geschaffen hat sondern
auch ueber ein Talent verfuegt,diese an den Mann zu bringen.

Aehnliches kann man auch bei einem Kuenstler mit dem Namen Klimt sehen,
dessen Gemaelde "Der Kuss" in wahrscheinlich 10.Mio Haushalten sowie
sogar in Bordellen haengt.

Nicht nur wird dieses Werk von Galerien,die die Namen "Bauhaus","Obi"etc.
tragen,vertrieben,sondern ich sah,dieses Werk auch schon in Maria Zell,einem
bekannten Wallfahrtsort in Oesterreich zum Kauf angeboten.

Jock


Titel: Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
Beitrag von: Bruno99 am 10. März 2016, 11:47:39
oder womoeglich um Pascal Cucaro ?

http://www.ebay.com/bhp/cucaro

https://www.google.co.th/search?q=cucaro+artist&biw=1366&bih=681&source=lnms&tbm=isch&sa=X&sqi=2&ved=0ahUKEwiarfHDp7XLAhUOGI4KHaXgC2wQ_AUIBigB

Titel: Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
Beitrag von: lowtar am 10. März 2016, 11:59:16
@Alex:
 ;} {* ;} {* ;}
Titel: Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
Beitrag von: Alex am 10. März 2016, 12:01:53
Jock , wenn ich jetzt ein " C " kaufen mueßte , würde ich es tun

wie Bruno richtig bemerkte ... mein Beitrag war aber ohne Ansehen

eines Künstlers zu beeinträchtigen ein Satire Beitrag zu den vorausgegangenen

Beiträgen zu Kunstfälschungen ...
Titel: Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
Beitrag von: Helli am 10. März 2016, 16:34:55
... mein Beitrag war aber ohne Ansehen eines Künstlers zu beeinträchtigen ein Satire Beitrag zu den vorausgegangenen
Beiträgen zu Kunstfälschungen ...
"Alles was die Düsseldorfer nicht verstehen, halten sie für Kunst" Zitat Volker Pispers, Kabarettist
"Kunst" ist für mich ein Geschäft, wie jedes andere. Angebot und Nachfrage regelt den Preis!
Titel: Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
Beitrag von: Expat Charly am 02. April 2016, 00:24:51
--- Besuch des "Museums der bildenden Künste" in Leipzig ---

     www.3sat.de/mediathek/?mode=play&obj=57746 (29:30)

Das "Bildermuseum" - so nennen die Leipziger ihr "Museum der bildenden Künste". Eine moderne Kathedrale für die Kunst von Lucas Cranach bis Neo Rauch. Markus Brock checkt das Museum in Leipzig und begrüßt als prominenten Gast die Sopranistin Simone Kermes.

Titel: Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
Beitrag von: Expat Charly am 06. April 2016, 00:38:53
--- Der Meisterfälscher - Annette Dasch ---

www.youtube.com/watch?v=uooUgkRVGoQ (29:12)


--- Der Meisterfälscher - Katarina Witt ---

www.youtube.com/watch?v=qgwhmhOO9TY (28:33)


--- Der Meisterfälscher - Niccel und Emil Steinberger ---

www.youtube.com/watch?v=XcE3ANbgtrk (29:25)
Titel: Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
Beitrag von: Expat Charly am 03. Mai 2016, 19:41:05
--- Museum Ludwig in Koeln ---
www.3sat.de/mediathek/?mode=play&obj=51163 (29:29)

Zwischen Koelner Dom und Rhein thront das Museum Ludwig. Es ist die deutsche Adresse für die Kunst der Moderne und der Gegenwart.
Markus Brock "checkt" das Museum mit seinem Gast Wolfgang Niedecken.

--- Rautenstrauch-Joest-Museum in Koeln ---
www.3sat.de/mediathek/?mode=play&obj=39025 (28:57)

Ferne Welten kann man im Rautenstrauch-Joest-Museum hautnah und interaktiv erleben, sich auf eine verblüffende Entdeckungsreise begeben. Markus Brock "checkt" das ethnologische Museum in Koeln und begrüßt als prominenten Gast die Moderatorin Arabella Kiesbauer.

 
Titel: Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
Beitrag von: Expat Charly am 04. Mai 2016, 00:48:59
Nachdem ich mir das Video über das Kunsthistorische Museum, Wien, angeschaut habe, gelangte ich zu der Meinung, dass es einen Platz im TIP-Forum verdient - auch in Anbetracht der Forumsmitglieder aus Oesterreich.

--- Kunsthistorisches Museum in Wien ---
www.3sat.de/mediathek/?mode=play&obj=48204 (20:29)

Markus Brock "checkt" das Museum gemeinsam mit der Tatort-Schauspielerin Adele Neuhauser.


Titel: Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
Beitrag von: Expat Charly am 07. Juni 2016, 21:09:06
Nach dem Kinofilm im Jahr 2014 "Beltracchi - Die Kunst der Fälschung"

www.youtube.com/watch?v=AEEixxglscs (1:38:04)

nun von SPIEGEL eine zweite Doku über das Leben von Wolfgang Beltracchi

"Der Meisterfälscher - Geschäftsmodell kriminell"

www.youtube.com/watch?v=VtNTbSyHD0o (53:42)

Die zweite Doku gefällt mir besser, und sie ist meines Erachtens objektiver. Außerdem war der erste Film für mein Empfinden etwa 30 Minuten zu lang - denn rund 53 Min. reichen für die Story.

--- FAZ, 25.2.2014: "Die unerträgliche Seichtigkeit der Leinwand" ---

www.faz.net/aktuell/feuilleton/kunst/beltracchi-dokumentation-die-unertraegliche-seichtigkeit-der-leinwand-12818681.html
Titel: Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
Beitrag von: Expat Charly am 31. August 2016, 00:08:28
        Diego Velazquez, geb. 6. Juni 1599, gest. 6. August 1660
        - https://de.wikipedia.org/wiki/Diego_Vel%C3%A1zquez -

Spanischer Maler des Barock, einer der wichtigen Porträtmaler seiner Zeit

--- Diego Velazquez - Ungeschminkter Realismus ---

www.youtube.com/watch?v=NOVIKoSWa0Q (52:08)
Titel: Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
Beitrag von: Expat Charly am 30. September 2016, 00:24:15
Michelangelo Merisi da Caravaggio, geboren: 1571, gestorben: 1610
- https://de.wikipedia.org/wiki/Michelangelo_Merisi_da_Caravaggio -

--- Caravaggio - Das Spiel mit Licht und Schatten (Doku) ---

     www.youtube.com/watch?v=8pSElUR02ZA (52:15)
Titel: Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
Beitrag von: Boy am 30. September 2016, 20:13:58
Sorry fuer Off-Topic, aber das passt vermutlich hier noch am besten. ]-[
====
Zwei Gemälde von Vincent van Gogh sind 14 Jahre nach einem spektakulären Einbruch im Amsterdamer Van-Gogh-Museum in Neapel entdeckt worden. Die italienische Polizei fand sie bei einer Großaktion gegen das organisierte Verbrechen...

http://www.tagesschau.de/ausland/van-gogh-101.html
Titel: Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
Beitrag von: jock am 08. Oktober 2016, 12:13:34
Fuerst Hans-Adam II von und zu Liechtenstein hat derzeit
schlechte Laune.
 
Er ist im Begriff 7 Mio Euro zu verlieren,weil seine Venus von
Cranach d.aelteren moeglicherweise eine Faelschung ist.

2013 hat er das bislang unbekannte Gemaelde gekauft und
es heuer als Leihgabe fuer eine Ausstellung nach Frankreich
verliehen.

Nach einer anonymen Anzeige beschlagnahmten die franzoesischen
Behoerden das Bild und lassen es ueberpruefen.

Bestaetigt sich die Faelschung,wird es vernichtet und reisst ein
tiefes Loch in die Geldschatulle des Fuersten.

Die Ueberpruefung gestaltet sich schwierig.Einige Experten sind der
Meinung,ja,das Bild ist echt,andere wiederum haben ihre Zweifel.

Ein Teil der Ueberpruefung beschaeftigt sich mit der Pigmentstruktur
der Farben.Speziell das Weiss ist Ansatzpunkt,denn in der weissen
Farbe befinden sich oft bei Faelschungen Pigmente,die zur Zeit der
alten Meister noch nicht erhaeltlich waren.

Dadurch flog auch Herr Beltracchi auf.

In dem Fall werden wohl Pigmente auffindbar sein,die in die heutige
Zeit passen,aber da das Bild erst kuerzlich restauriert wurde,ist das
kein Beweis,denn bei Restaurationen wird natuerlich mit heutigen
Farben gearbeitet.

Auch das endrochronologisches Gutachten,mit dem man das Alter
der Unterlage auf der das Bild gemalt wurde,in dem Fall Eichenholz,
fuehrt zu keinem Ergebnis und stuetzt den Vorwurf der Faelschung
nicht ab.

Das Alter des Holzes entspricht dem Zeitraum,wo der Maler am Leben
war.

Da koennte man einwenden,dass man so altes Holz bei jeden Abriss
eines alten Bauernhauses findet.

Das rigorose Gesetz in Frankreich wird zukuenftig verhindern,dass
Leihgaben an franzoesische Aussteller verliehen werden und viele Kunst-
werke der Oeffentlichkeit entzogen bleiben.

Auch @Jock wird sich hueten,seinen Van Gogh,den er vor einigen Jahren
am Strassenmarkt in Chiang Mai um viel Geld erstanden hat ( 600 THB)
nach Frankreich zu verleihen.

Jock



Titel: Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
Beitrag von: franzi am 08. Oktober 2016, 12:21:18
 :D

Und: der Fuerst tut mir fuerchterlich  :'( :'(

fr
Titel: Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
Beitrag von: jock am 09. Oktober 2016, 08:03:45
Kleine Anleitung zum Faelschen von Bildern

Es kann ein eintraegliches Geschaeft sein,aber der Aufwand ist
betraechtlich bevor man so 1 Million und mehr im Sack hat.

Drei wichtige Dinge sind zu beachten :

Talent
Material
Provenienz

Talent muss man haben,das kann man nicht lernen.Was man lernen
kann ist jedoch,sich die speziellen Eigenheiten des zu kopierenden
Kuenstler anzueignen.

Also Handfuehrung,Pinselstrich,Maltechnik u.s.w.

Die Beschaffung des Materials ist die leichtere Uebung.

Auf Flohmaerkten gibt es genug "Schinken" fuer kleines Geld zu kaufen,
die dem Alter des noch zu kopierenden Gemaeldes entsprechen.
Die darauf befindliche Darstellung (oft ein roehrender Hirsch,der jahr-
zehntelang ueber dem Bett eines Strassenbahners wachte),ist abzu-
tragen,um die Leinwand freizulegen.
Mikroskopische Spuren,stoeren nicht,da Maler oftmals ein Bild,das ihren
Anspruechen nicht genuegte,es ebenfalls so machten.

Bei den Farben muss man etwas vorsichtiger sein.Sie muessen in der
Zusammensetzung dem Entstehungszeitraums des Bildes entsprechen.

Ein Problem ist die Schaffung der Krakeluere auf dem (frischen) Ge-
maelde.
Ein kleinformatiges Bild kann man in den hauseigenen Backofen legen,
bei grossformatigen Bildern,wendet man sich halt an den Baecker seines
Vertrauens.
Aber,um Gotteswillen,vorsichtig mit der Temperatuen umgehen.Es sollen
ja nur Haarrisse entstehen und keine Brandflecke.

Natuerlich kann man die Krakeluere auch mit einer Nadel anbringen,aber
das kostet Zeit,Geduld und Spucke.
Ist die Arbeit getan,laesst man das Bild abhaengen und wartet darauf,dass
sich etwas Staub darauf niederlegt.

Besonderes Augenmerk muss man aber auf die Provenienz legen.
Kein Kunsthaendler wird das Bild annehmen,wenn diese nicht vollstaendig
oder logisch erklaerbar ist.

Bei einem gefaelschten Makartgemaelde (Wiener Gesellschaftsmaler des
19.Jhd.)empfehle ich,den Baumgartner Friedhof aufzusuchen,um einen
Vorbesitzer des Bildes zu finden.

Gleich rechts nach dem Haupteingang hinunter,wo die wunderschoenen
Gruften liegen.
Auf schwarzem Granit erkennt man den Inlieger,der sich als k.u.k. Ge-
heimrat vorstellt,1899 gestorben ist und nun an der Seite seiner innig
geliebten Gemahlin ruht.
Ein gutes Zeichen ist es,wenn das Grab/Gruft etwas verwahrlost wirkt
und eine Nachricht der Friedhofsverwaltung darauf aufmerksam macht,
dass man das Grab auflassen werde,weil der Zeitrahmen abgelaufen ist.

Das zeigt uns,dass 1.) der Geheimrat so vermoegend war,dass er Hans
Makart beauftragen konnte und 2.) dass die Verwandtschaft nicht mehr
existiert oder in alle Winde verstreut ist.

Damit haben wir das erste Glied der Provenienzkette geschmiedet.

Jetzt muss Ur-ur- Grossmutter weiterhelfen.

Sie, die gute Frau war Jahrzehnte lang eine treue Haushaelterrin und
bekam als Dank fuer ihre Dienste dieses Gemaelde als Geschenk.

Alte Fotos,auf dem Flohmarkt erstanden,belegen dies.

Ein herrisch wirkender Herr mit Schnurrbart und eine junge Frau darauf
bezeugen die Verbindung.

Da niemand von ihren Nachkommen mit dem Schinken etwas anzufangen
wusste,verstaubte er die naechsten Jahrzehnte in einer Dachkammer
und wurde erst vor Kurzem wiederentdeckt.

Ein Kunsthaendler,dem das Bild vorgezeigt wird,entflammt sofort,als
er erkennt,dass es sich um ein Gemaelde von Hans Makart handelt und
bietet einen unverschaemt niedrigen Ankaufspreis.

Es ist wichtig,nicht darauf einzugehen und das Gemaelde zu verkaufen.

Wichtiger ist,dass in Kunstkreisen das Gemaelde ins Gespraech kommt.
Eine eingeholte Expertise eines Experten,der die Echtheit bestaetigt
und die Provenienz anerkennt,ist Goldes wert.

Bei einer spaeteren Auktion sind dann ca. 1 Million Euro zu erwarten.

Das Obige ist natuerlich nur die kleine Anleitung und mit einigen Fehlern
behaftet.Der Ertrag ist daher auch ueberschaubar.

Die grosse Anleitung steht aber auch zur Verfuegung und ist fuer Interes-
sierte wohlfeil.

Sie ist wesentlich besser ausgearbeitet und damit wasserdichter.Da die
Ertragserwartung dann im zweistelligen Millionenbereich liegt,bitte ich um
Verstaendnis,wenn ich um Vorauskasse auf meiner,auf den Cayman- Inseln
dominizierter Bankverbindung bestehen muss.

Und ich meine,die 200.000 Euro sind doch wirklich nicht zuviel.

Jock
Titel: Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
Beitrag von: jock am 13. Februar 2017, 12:23:02
Gustav Klimt war ein Maler des Jugendstils,arbeitete so um 1900
herum.

Er war ein sehr beliebter Kuenstler und konnte von seinen Werken ganz
gut leben.

Verheiratet war er nicht und musste es auch nicht sein,weil er nicht nur
mir seinen Modellen sondern auch mit seinen Auftragsgeberinnen Ver -
haeltnisse pflegte.

So wahrscheinlich auch mit Frau Adele Bloch- Bauer,die er sogar zweimal
portraetierte.

Das Gemaelde wurde vor dem WK II arisiert,kam danach in den Besitz der
Republik und wurde spaeter restituiert.

2006 kam es in den Besitz von Oprah Winfrey,die dafuer 88 Mio $ auf den
Tisch legte.
2017 verkaufte sie "Adele Bloch- Bauer II" an einen chinesischen Privatsammler
um sagenhafte 150 Mio $.

Gemessen an der Wertverschiebung einer Aktie der Deutschen Bank,eine beacht-
liche Gewinnsteigerung.

Ein weiteres Meisterwerk von Klimt,eine pornographische Arbeit mit dem Namen
"Danae" haengt/hing ueber dem Kamin eines Zeitungsverlegers in Wien und taxiert
einen Wert von etwa 40 Mio Euros.

Der Preisunterschied ist gewaltig und als Grund wird angefuehrt,dass dieses Ge-
maelde mit einem Ausfuhrverbot bedroht ist und somit dem internationalen Kunst-
handel nicht zur Verfuegung steht.

Aus dem gleichen Grund,werden Werke bedeutender oesterreicher Meister,die im
Ausland angekauft wurden,nicht nach Oesterreich gebracht,sondern in Zollfreidepos in
der Schweiz gelagert,dem Auge des Kunstliebhabers aber auch dem des Besitzers
entzogen.

Ja,Frau Winfrey hat ordentlich Kasse gemacht und wer es ihr gleichmachen will,dem
empfehle ich das Gemaelde " Baer in der Abenddaemmerung",Acryl 40x50,Leinwand
und signiert von der Tocher des Bruders meiner Frau.

6- stellige Angebote an meine PM.

Jock
Titel: Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
Beitrag von: jock am 14. Februar 2017, 14:03:45
Es ist amerikanische Tradition,dass die meisten Botschafter nach einer
Praesidentenwahl in Amerika zurueckgerufen werden.

Zu neuen Botschaftern, in nicht weltpolitisch wichtigen Hauptstaedten,werden
edle Wahlkampfspender des neuen Praesidenten,vorgeschlagen und  auch vom
Senat durchgewunken.

So wird natuerlich auch der amerikanische Botschafter in Wien nominiert und
zugleich vom oesterreichischen Aussenministerium argwoehnisch beaeugt.

Was wurde uns da nicht schon alles ins Nest gesetzt.

Damen und Herren Botschafter,die der Meinung waren,Botschafter in Australien
zu sein und vergebens nach Kaengurus Ausschau hielten,kein Wort Deutsch sprachen
und die Bolzmanngasse den Autofahrern versperrten.

Aber die waren sogar noch harmlos,wenn man sie mit Herrn Ronald Lauder ver-
gleicht.
Nur mit Muehe konnte die Welt davon bewahrt werden,dass die oesterreichische Armee
in den USA einmarschierte und dort aufraeumte und zurueckholt,was im Inland zu
bleiben hat.

Adele Bloch- Bauer I. Das Gemaelde von Gustav Klimt zum Beispiel.

(Wieder ein Weib,dass einen Krieg ausloesen haette koennen,wie einst die
"Schoene Helena "um Troja.)

Man muss wissen,dass Meisterwerke oesterreichischer Kuenstler mit einem Ausfuhr-
verbot belegt sind,der nur durch einen Ministerratsbeschluss in seltenen Faellen auf-
gehoben werden kann.

Herr Lauder jedoch scherte sich nicht die Bohne darum.Er kaufte es an,zahlte die
huebsche Summe von 135 Mio $ dafuer,deklarierte es als Diplomatengepaeck und
brachte es heimlich in die USA.

Der Aerger war gross und veranlasste Herrn Lauder,auch oeffentliche Auftritte nur
mehr unter schwerster Bedeckung durch Bodyguards zu absolvieren,was wiederum
fuer Verstimmung sorgte.

Kunstliebhaber laesst er sich nennen und so einen Vogel steht uns wieder ins Haus.

Dem nominierten,neuen Botschafter - natuerlich ein Wahlkampfspender des Herrn
Trump,eilt der Ruf zuvor,ebenfalls ein Kunstliebhaber zu sein.

Diesmal ist es die Muse der Musik,auf die er abfaehrt.

Die Trapp- Familie hat es ihm angetan und sogleich werden Vorkehrungung getroffen,
dass ab dem Moment wo er die Akkreditierungsurkunde in der Hand hat ist,das Grab
von "Lolita" (Seemann,lass das..)bewacht wird und Hansi Hinterseer ( Amore mio,du bist
schoen..)unter Polizeischutz stehen wird.

Jock












Titel: Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
Beitrag von: samuispezi am 15. Februar 2017, 15:32:06

Falls dieser Fall eintritt, so empfehle
ich der österr. Regierung über das Verhängen
eines Wirtschaftsembargos gegenüber den Amis
ernsthaft nachzudenken. ;]

Man muss die Jungs einfach dort treffen, wo,s weh
tut. C--

Viele Grüße
Samuispezi }}
Titel: Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
Beitrag von: jock am 07. März 2017, 12:53:02
@dart,der damals noch @dart hiess,ueberraschte uns 2013 mit
der sensationellen Neuigkeit,die er dem Focus entnommen hatte,
dass ein milliardenschwerer Kunstfund bei einem alten Mann in seiner
Wohnung entdeckt wurde.

@Bruno99,der heute noch @Bruno99 heisst,schob Tage spaeter einen
Bericht aus einem schweizerischen Medium nach,dass die gefunden Kunst-
werke,wohl Raubkunstbestaende waeren,einen Milliarden Wert darstellen
und vom Vater Cornelius Gurlitt zusammengetragen wurden.

Da war noch gar nicht bekannt,dass das Bilderkonvolut im Gurlitt's Haus in
Salzburg vier Mal so gross sein wuerde,wie man spaeter herausgefunden hat.

Wie ist die Sache heute,knapp 3 Jahre spaeter zu bewerten ?

Von einem Milliardenfund kann nicht gesprochen werden.Experten schaetzen,
dass bestenfalls,ueber einen laengeren Zeitraum zwischen 30 und 50 Millionen
zu erzielen sein koennten,wuerden sie versteigert werden.

Denn die aufgefunden "Bilder" bestehen zu 95 % aus "Flachware".Damit meint
man,Skizzen,Lithographien,Graphikenund Zeichnungen.
Da ueblicherweise solche Exponate,weder signiert,gestempelt oder sonstwie ge-
kennzeichnet werden,ist eine Zuordnung im Zuge der Provenienzforschung so
gut wie unmoeglich.

Oberdrein beinhaltet das Konvolut eine beachtliche Anzahl minderwertiger Ar-
beiten von bekannten und unbekannten Kuenstlern.

Die deutsche Bundesregierung und die Landesregierung von Bayern setzte eine
"Task-Force"ein,die die Aufarbeitung bewerkstelligen sollte.
30 koepfig stark war sie,aber darunter nur eine einzige namhafte Provenienz-
forscherin,die mit der Menge an Arbeit voellig ueberfordert war,was sich auch am
Ergebnis nach 2 jaehriger Taetigkeit ablesen laesst.

Von den rd. 900 untersuchten Werken,sind gerade mal 4 restituiert worden,einige
wenige sind noch in Arbeit,doch kann man jetzt schon davon sprechen,dass die
Sammlung nicht aus Raubkunst gespeist,sondern groesstenteils rechtmaessig
erworben wurde.

Gekostet hat die "Task-Force" dem Steuerzahler knapp 2 Mio Euros.Dann wurde sie
aufgeloest.

Denn mittlerweile hat sich herausgestellt,dass die seinerzeitige Beschlagnahme un-
rechtsmaessig und das "Steuerverfahren" gegen Herrn Gurlitt unverhaeltnismaessig
war,sodass die Kunstwerke wieder Herrn Gurlitt zurueckgestellt werden mussten.

Der war war ueber die ruede Behandlung der deutschen Behoerden so erbost,dass
er die Sammlung an das Berner Kunsthaus vermachte.

Erst nach laengerem Zoegern nahm das Kunsthaus die Erbschaft an und hat bis
heute weiter 800.000 CHF aufgewendet um sicherzugehen,dass bei Verkaeufen keine
boesen Ueberraschungen zu erleben sind.

Eines der restituierten Gemaelde (Liebermann - 2 Reiter am Strand) erzielte bei
einer Auktion 2,6 Mio Pfund.
Die in den ersten Pressemeldungen "wertvollen Piccaso's "entpuppten sich als Werke
von Pissaro,einem weitgehend unbekannten Maler,der 1902 bereits 72 Jahre alt war
und schon seit vierzig Jahren nur Stadtansichten malte.

Alles in allem,vom "Jahrhundertfund" bleibt nichts ueber - ausser Spesen.

Jock

Titel: Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
Beitrag von: jock am 10. März 2017, 10:55:57
Alfons Walde war Tiroler und ein beruehmter Maler.

Seine Werke zeichnet eine besondere Strahlkraft aus,die aus dem Kontrast der
Landschaft im Spiel mit Licht und Schatten und Figuren gespeist wird.

Seine Werke erreichen am Kunstmarkt Preise zwischen 300.000 und 400.000 Euros.

Ein oesterreichischer Unternehmer war natuerlich sofort elektrisiert,als ihm ein Alt-
warenhaender ein Bild von Walde anbot zum sagenhaften guenstigen Preis von 28.000
Euro.

Ein Gewinn,beim Weiterverkauf in 6-stelliger Hoehe lockte,doch der Mann war vorsichtig.

Er drehte das Bild um und fand auf der Rueckseite eine Stempelung,wonach das Bild aus
dem Nachlass Walde stammt und wurde durch die Unterschrift der Tochter des Kuenstlers
noch bekraeftigt.

Alleine das ueberzeugte den Ankaeufer noch immer nicht.Um ganz sicher zu gehen,
fuhr er zu der Tochter nach Kitzbuehel,zeigte das Bild  und bat sie,nochmals die
Echtheit des Werkes zu bestaetigen.

Die gute Frau tat wie gewuenscht,der zuvor ueberreichte Blumenstrauss war eine gute
Auslage und dem Ankauf stand nun nichts mehr im Wege.

Mit Eurozeichen in den Augen brachte der Besitzer das Gemaelde bei einer Galerie zur
Auktion ein.
Als es versteigert wurde,platzte der Traum vom grossen Geld.Nebbiche 28.000 Euro
wurden bei der Versteigerung erzielt - na  wenigstens der Ankaufspreis war wieder
hereingebracht worden.

Nach zwei Jahren fand sich im Posteingang des Unternehmers ein unangenehmes
Schreiben der Galerie,wonach sie 28.000 Euros einfordert,da es sich bei dem
Bild um eine Faelschung handelt und der Versteigerungsankauf rueckabgewickelt
werden musste.

Der Postempfaenger liess das Schreiben unbeachtet,schliesslich hatte er eine 3 -fache
Bestaetigung,dass das Bild "aus der Hand meines Vaters" stammt,einen Nachlass-
stempel und eine Unterschrift in der Hand.

Die Sache wurde gerichtsanhaengig.Im Verfahren Nr. 1 wurde die Forderung der
Galerie anerkannt.Im Verfahren Nr.. 2 das Urteil aufgehoben und erst im Verfahren
Nr.3.endentschieden,der Galerie den Betrag zu refundieren.

Der Ueber-den-Tisch-Gezogene legte das Werk nun einem beeideten(Walde)-Experten
vor,der alle Traeume ausraeumte. Ein Blick genuegte,um festzustellen,dass das vor-
liegende Bild eine Faelschung ist und der Mistkuebel der geeignete Platz dafuer waere.

Mit dieser Expertise,strengte nun der Unternehmer ein Verfahren gegen die Tochter
des Kuenstlers an und wollte von ihr die 28.000 Euros ersetzt bekommen.

Er fiel voll auf die Nase,denn das Gericht entschied,dass die handschriftliche Be-
staetigung der Tochter des Kuenstlers,keine Relevanz auf die Echtheit des Bildes hat.

Dieses Gefaelligkeitsgutachten erfolgte ohne,dass dafuer eine finanzielle Leistung
erbracht wurde und ausserdem sei sie keine Kunstsachverstaendige.
Ein falscher Nachlassstempel ist leicht kaeuflich zu erwerben und Unterschriften
koennen gefaelscht werden.

Der Versuch,die seinerzeitige Ankaufssumme beim Altwarenhaendler einzubringen,
scheiterte beim Grabstein eines gepflegten Grabes.

Das heissumkaempfte Bild haengt nun im " Faelscher Museum" einer Galerie,
wo nur Faelschungen kaeuflich um ein paar hundert Euros erworben werden koennen.

Jock






Titel: Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
Beitrag von: jock am 01. April 2017, 13:27:13
Bei der Troedelshow "Bares fuer Rares" trat dieser Tage eine Dame
auf und bot eine Streichholzschachtel aus Messing zum Verkauf an.

Das Besondere daran  war,dass man eine Seite aufklappen konnte
und eine erotische Darstellung sichtbar wurde,der man durch einen
kleinen Pleuel "Leben" einhauchen konnte.

Der Experte taxtierte als Herrstellungsdatum das Jahr 1900 und den
Wert zwischen 50 und 100 Euros.

Die Haendler,die im Ankaufsraum versammelt waren,steigerten den
Preis auf 230 Euro und die Dame zog zufrieden ab.

Dieses Exponat faellt unter die Kategorie "Erotische Kunst" und dafuer
existiert ein grosser Sammlerkreis.

Ein weites Feld,das Zeichnungen,Gemaelde,Skulpturen,Elfenbeinschnitzer-
eien.Fotos und Filme u.s.w. umfasst.

Erotische Tuschzeichnungen aus Japan oder chinesische Netsuken erreichen
oft erstaunliche hohe Preise,von raren Jadeexponaten ganz zu schweigen.

Alle Auktionshaueser bieten von Zeit zu Zeit Versteigerungen erotischer
Asiatika an,auch dann,wenn sie 200 Jahre nicht auf diesem Gebiet aktiv waren.

Nur in Thailand ist es muehsam sich der erotischen Kunst zuzuwenden.

Die Kunstgalerie (Museum) Siam Private Erotic Art Museum wurde zwar unter
Teilnahme der thailaendischen Prominenz eroeffnet,musste jedoch spaeter ihre
Netzpraesentation einstellen.Der Eintrittspreis von 1.000 THB sorgt,dass diese
Ausstellung nicht gerade ueberrannt wird.

Besonders wird auch nicht der "Love Art Park" in Pattaya beworben,der immerhin
49.000 m2 gross ist und an die 100 erotische Skulpturen ausstellt.

Und vom "Erotischen Garten" in Chiang Mai hat nicht einmal @dart berichtet.

Da in diesem Kunstzweig viel Geld steckt - das teuerste Werk erotischer Kunst
ist gut und gern 150.000.000 Euros wert- versuchen auch andere Unternehmen
ihre Kassen damit aufzubessern.

Die ehrenwerte Luxusfirma Louis Vuitton bietet zum Beispiel ein Kondom an,
das stolze 68 Euro kostet.

Selbstverstaendlich in der bekannten Farbausgabe und mit den Initialien LV am
Gegenstand selbst.

Schon alleine die Verpackung ist einen Kauf wert.

Mann goennt sich ja sonst nichts  und Stil hat zu jeder Zeit was gekostet,

Jock



Titel: Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
Beitrag von: Kern am 02. April 2017, 08:12:54
Die ehrenwerte Luxusfirma Louis Vuitton bietet zum Beispiel ein Kondom an,
das stolze 68 Euro kostet.


 :D   :]

Über diese Meldung am 1. April musste ich 2x lachen. Sie taugt gut als Aprilscherz, ist aber witzige Wirklichkeit.
So sieht dieses Kondom aus ...

(http://ais.frauenzimmer.de/masters/158442/800x450/bizarr-kondome-von-designer-louis-vuitton.jpg)

... und z.B. in diesem Forum für Taschen Fans  :-) >> http://www.taschen-treff.de/forum/louis-vuitton-taschen-f2/lv-kondome-t9234.html << wurde darüber diskutiert.

Titel: Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
Beitrag von: malakor am 02. April 2017, 10:00:35
Wie oft ist es denn verwendbar ?   ;D

---

Änderung:
Überflüssiges Vollzitat gelöscht
Titel: Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
Beitrag von: jock am 14. April 2017, 07:36:16
Gustave Courbet war der bedeutenste Maler des Realismus,einer Mal-
richtung die in der 2.Haelfte des 19.Jhd.zum Durchbruch kam.

In einer Zeit,wo Anstand und Sitte zu herrschen hatte,ausgenommen
in Paris,das immer schon in dieser Hinsicht eigen war,mussten auch
Kuenstler darauf Ruecksicht nehmen.

Es ist augerechnet dem osmanischen Botschafter in Paris zu verdanken,
dass eines der skandaltraechtigsten Gemaelde dort entstanden ist.

Herr Khalil Bey war auch Kunstsammler und vergab an Courbet eines
Tages eine Auftragsarbeit,die diesen ein wenig in Verlegenheit brachte.

Es ist fuer einen Maler einfach,von sich ein Selbstportrait anzufertigen.
Da setzt man sich vor einen Spiegel und die Sache ist gelaufen.

Aber das,was Herr Khalil Bey wollte ?

Einige Modelle,mit denen Herr Courbet zusammenarbeitete,sagten ab,
teils mit der Begruendung,dass sie nicht erkannt werden wollten.

Schliesslich gelang es doch das Bild anzufertigen und es wurde sofort
vor der Oeffentlichkeit verborgen.

Ganz raffiniert ging man dabei vor.

Dieses Skandalbild,welches den Namen "L' Orgine du monde" erhielt,
wurde hinter ein zweites Gemaelde,das eine Winterlandschaft mit Kirche
zeigte,versteckt,wobei die Rahmen sich schwenken liessen,die wiederum
durch ein Schloss gesichert waren.

Nur ausgewaehlte Gaeste des tuerkischen Botschafters durften einen
Blick darauf werfen.

Nachdem Khalil Bey seine Kunstsammlung aufloesen musste,kam das Ge-
maelde in verschiedene Haende,machte einen Umweg ueber Budapest,be-
vor es wieder in Paris landete und heute im Musee d'Orsay ausgestellt ist.

Die Rezessionen von Kunstexperten beschreiben das Werk durchwegs pos-
itiv.

Bei naeheren Betrachten,erzeugt der feine Pinselstrich und die Komposition
von Wucht und Zaertlichkeit das Gefuehl,eines Zublinzelns,schreiben sie.

Das wollte ich ebenfalls erleben, aber das Misslang.

Wie ich so dasass und das Bild betrachtete und auf das Zublinzeln wartete,
kam meine Frau,schrie Mordio und Zeter und schalt mich einen Sittenstrolch.

So musste ich das Kunststudium beenden und werde wohl als Kulturbanause
sterben muessen.

Jock


p.s.Ich wuerde Herrn Kern abraten,eilfertig einen Link zu dem Gemaelde zu
setzen.Die Zensur koennte unbarmherzig das Forum vom Netz nehmen.
Titel: Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
Beitrag von: franzi am 14. April 2017, 09:09:02
Dein Bericht hat meine Neugier geweckt!
Es handelt sich um dieses

(https://up.picr.de/28890935fs.jpg)

Bild, von mir ordnungsgemaess zensiert.

fr
Titel: Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
Beitrag von: Kern am 14. April 2017, 11:50:28
Bild, von mir ordnungsgemaess zensiert.

 :D
Titel: Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
Beitrag von: goldfinger am 14. April 2017, 12:06:21
Das wollte ich ebenfalls erleben, aber das Misslang.

@jock beim Kunststudium?   }}

(http://up.picr.de/28891100ha.jpg)
Titel: Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
Beitrag von: jock am 25. April 2017, 10:09:15
Schon seit Jahren ist unser Schuppen vollgerammelt und ich
weigere mich,ihn zu entmisten.

Ich denke dabei an die Nachkommen in 500 Jahren,die wenn sie
die Schaetze zu Geld machen,mich lobpreisen und ein Glaeschen
auf mich trinken.

Warum ?

Die Fruehjahrsaktion des Dorotheums versteigert u.a.einen ganz ge-
woehlichen Gebrauchsgegenstand aus dem 14.Jhd. um 600.000 Euros.

Es ist ein 40 x 157 grosses Stueck Holz und war Teil einer Mitgifttruhe
aus der Werkstatt eines gewissen Appolonio di Giovanni.
So wie bei uns,Truhen mit Malerei verziert sind,ist auch dieser Truhen-
teil mit Malerei versehen.
Allerdings mit feinem Pinselstrich und mit Goldauflage.

Wenn ich mich richtig erinnere,so lagert bei uns im Schuppen,eine fahr-
bare Suppenkueche,eine leicht beschaedigte Deckenleuchte, eine Dose
mit Unmengen verrosteter Schrauben,Naegel und Lusterklemmen.

Auch ein Stueck Gartenschlauch,Hulareifen und 4 alte Autoreifen nicht zu
vergessen.Alles mit Spinnweben ueberdeckt und sehr staubig.

Kurz ein Vermoegen - in ein paar hundert Jahren.

Neben dem genannten Stueck Holz kommen im Dorotheum und der Gal-
erie Kinsky auch andere Kunstgegenstaende zur Versteigerung.

Darunter ein Gemaelde von van der Helst,das eindeutig als Raubkunst ein-
gestuft werden muss.

Der Einbringer,ein Privatsammler hat das Gemaelde ordnungsgemaess bei
einem Kunsthaendler erstanden und befindet sich seither rechtlich einwandfrei
in seinem Besitz.

Zwar hat die Provenienzforschung einwandfrei ergeben,dass das Bild 1943
von den Nazi dem Alphonse Schloss geraubt wurde und die Erben die Rueck-
gabe einfordern,doch oesterreichische Gesetze verhindern dies.

Allerdings verhindert diese Tatsache die Nachfrage nach dem Bild.

Mit Restitution und Provenienz beschaeftigen sich auch deutsche Voelkerkunde-
museen.

Ausstellungsstuecke,die in der Zeit der deutschen Kolonialzeit nach Deutschland
gebracht wurden,werden jetzt untersucht,ob der Erwerb rechtmaessig war oder
nicht.

160.000 Exponate allein im Voelkerkundemuseum in Stattgart werden penibel
auf dem Pruefstand gestellt und gegebenenfalls rueckerstattet.

Darunter sind in Alkohol eingelegte Penisse,Totenschaedel und aehnliches.

Vielleicht wird es schwierig sein,nach so langer Zeit die rechtmaessigen Besitzer
ausfindig zu machen- doch allein der Wille zaehlt fuers Werk.

Jock

Titel: Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
Beitrag von: Kern am 25. April 2017, 14:57:48
Hallo Jock

 :D  und  {*

Einen Link zu Eurem Schatz-Schuppen fand ich leider nicht. Aber hier ist ein Link zum Stuttgarter Hindernislauf-Gutmenschentum >> http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/voelkerkundemuseen-beginnen-mit-provenienzforschung-14984217.html <<

Titel: Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
Beitrag von: thai.fun am 25. April 2017, 19:28:31
Ich glaub im Forum hier hatte ich schon mal was über meine Malerei erwähnt. Probiere es nochmals!?

In meinem Testament wird "Meine Kunst" erwähnt, weil mein Sohn erwähnt hatte dass er nach meinem Tod Papa's Bilder wie bei Picasso vermarkten kann!? Für mich waren sie immer "Wertlos"!  }}  Ich hoffe für Euch auch ...


Bilder der ersten Generation: 

Am Anfang war das "Der Lineare Menschen" gewurstel, ca.120 Bilder...

  (http://666kb.com/i/d695q6fh4hovxw3sz.jpg)

  (http://666kb.com/i/d695o8vzlchf2r3gj.jpg)

  (http://666kb.com/i/d209wc6cyqhxxzx9u.jpg)


Zweite Generation:

Dann kam kurz die „Satirische Statistik“ Zeit.  25 Bilder...

  (http://666kb.com/i/d209yr066khncass2.jpg)


Dritte Generation;

Dann kam die Probleme der Menschen in Linearer ART, nur mit Kopf oder Händen wenn diese etwas aussagen sollten, ca.350 Bildern...
 
  (http://666kb.com/i/d209xeu7812ayyxiq.jpg)

  (http://666kb.com/i/d695sbut1eflqe0jn.jpg)

  (http://666kb.com/i/d695ti7xr4tldyszn.jpg)


Vierte Generation:

Dann kam die Erotische Thailand Zeit mit Linearen Menschen, ca.220 Bilder…
  (http://666kb.com/i/d209snk9qgc9bevxu.jpg)

  (http://666kb.com/i/d209u7jvelyi9lq2a.jpg)

  (http://666kb.com/i/d209vdotm4hfqjodu.jpg)
@Kern kann ja die Nuss da zwischen den Beinen entkernen, oder so ...  ;]


Dann kamen noch mehr...   {--

Aber ein großer Teil von allen Bildern liegt noch im Keller, weil mein Sohn eben denkt, „wenn der Alte mal nicht mehr ist, ist umso mehr Picasso Preis angesagt"…   :]

Ich selbst glaub nicht daran. Ich mag meine Malereien (ca.900 Bilder) so wie meine 3 Bücher und anderes was ich so geschaffen habe, nur solang ich es herstellen kann, dann verschwindet es…. eben im Keller oder so! Ich hätte noch VHS Videos z. B. von Ausstellungen in Zürich 800 Aussteller, in Innsbruck und in Wien! Aber ich weiß nicht wie ich die hier rein bringen kann?

Euer thai.fun Max
Titel: Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
Beitrag von: jock am 29. April 2017, 12:13:27
Das Bildniss der jungen,damals noch nicht Kaiserin, Sissi hing 60
Jahre ueber dem Bett ihres Franz Josephs.

1853 wurde es geschaffen und als Weihnachts -bzw.Verlobungsge-
schenk am Weihnachtstag ueberreicht.

Nachdem Franz Joseph gestorben war,ging dieses Bild an die Erben
ueber und tauchte erst jetzt bei einer Versteigerung wieder auf.

Die Provenienz ist klar - die Familie Habsburg ist der Einbringer,

Der Wert wurde zwischen 300 - 400.000 Euros geschaetzt,erloeste aber
einen Betrag von 1,54 Mio. bei der Auktion.

Soweit so gut !

Aber wieso trennt man sich von einem derartigen emotionsgeladenen
und historischen Werk ?

Wenn man am Rand der Pleite steht,Spielschulden begleichen muss oder
fliesst der Betrag in die Karriere eines zukuenftigen Formel 1 Piloten ?

Jock

Titel: Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
Beitrag von: Suksabai am 29. April 2017, 12:32:06
Aber wieso trennt man sich von einem derartigen emotionsgeladenen
und historischen Werk ?

Ich hatte vor Jahren das Vergnügen (wirklich!), zwei männliche Mitglieder mit Familiennamen Habsburg kennenzulernen.

Durchaus bodenständige, wenn auch mit überdurchschnittlich guten Manieren augestattete, "bürgerliche" Berufe ausübende Personen.

Ich weiss zwar nicht, ob dieses Bild aus deren Besitz stammt, aber sollte es so sein, könnten sie diese Summe auch als "warmen Regen" ansehen.. . .

lg
Titel: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
Beitrag von: Helli am 29. April 2017, 18:32:28
Wenn man am Rand der Pleite steht, Spielschulden begleichen muss oder fliesst der Betrag in die Karriere eines zukuenftigen Formel 1 Piloten? Jock
Hab' ich das noch richtig in Erinnerung, dass diese Gloria von und zu nach dem Tode ihres Johannes einen Teil ihres Tafelsilbers verkaufen musste(?) wegen ganz profaner Steuerschulden? Offiziell sind die Blaublütigen eben auch nur Bürger eines Staates.
Titel: Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
Beitrag von: Suksabai am 05. Mai 2017, 18:52:45

Steuerhinter­zie­hung: 290.000 Geldstrafe für Ehefrau von Hermann Nitsch

Rita Nitsch hat laut Anklage durch Schwarzverkäufe 190.000 Euro Umsatzsteuer und rund 770.000 Euro Einkommenssteuer umgangen.

Umso erstaunlicher, wenn man das Sujet des "Meisters" kennt:

(http://up.picr.de/29108017wi.jpg)

 {:}

lg

Ach ja, die Quelle: kurier.at (https://kurier.at/chronik/niederoesterreich/steuerhinterziehung-290-000-geldstrafe-fuer-ehefrau-von-hermann-nitsch/262.115.914)
Titel: Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
Beitrag von: jock am 05. Mai 2017, 20:15:14
Hermann Nitsch ist der derzeit angesagteste Aktionskuenstler 
Oesterreichs.

Seine Werke sind ab 70.000 Euro wohlfeil,wobei es auf die Groesse
des Werkes ankommt,also je groesser desto teurer.

Das oben abgebildete Werk ist ein Schuettbild,das einem gefallen
kann oder nicht.

Der Meister schuettet auf eine Leinwand verschiedene Farben und
wartet,was dabei herauskommt.
Geschieht dasselbe bei einem gewoehnlichen Malereibetrieb,spricht man
von einem Malheur.Bei Nitsch, von hoher Kunst.

Das ist aber nur die eine Seite seines Schaffens.

Die andere nennt sich Mysterienspiele und finden,vor ausgewaehlten
Publikum,sommers vor dem eigenen Schloss statt.

Der Meister,im weissen Nachthemd,hantiert dabei mit Tierblut,Gedaerme
und Innereien zu mystischen Klaengen.

Besuchern mit schwachen Maegen seien Kotztueten empfohlen.

Nun zum Kriminalfall.

Ins Schloss wurde eingebrochen und der Safe gestohlen.Frau Nitsch gab bei
der Polizei an,dass 400.000 Euro in bar und 100.000 Euro als Schmuck ab-
handen kamen.

Da Frau Nitsch der heimischen Polizei nicht zutraute,den oder die Diebe zu
fassen,wendete sie sich an einen bekannten Privatdetektiv und gab den
tatsaechlichen Verlust bekannt. 1,2 oder 1,3 Mio Euro Bargeld seien im Safe
gewesen und der Wert des Schmucks liegt bei 200.000 Euro.

Da aber auch der Privatdetektiv nicht erfolgreich war aber eine Rechnung legte,
weigerte sich Frau Nitsch diese zu bezahlen.

Am Ende des Streits zeigte der Privatdetektiv das Ehepaar Nitsch bei der Finanz
an.

Nach den Belegfunden,die bei einer Razzia der Finanz in die Haende fiel,er-
rechnete sich ein steueroptimierter Verkauf von Nitschbildern in der Hohe von
1.7 Mio. und zwar fuer die Zeit von 2006 - 2012.

Es ist nur dem Bekanntheitsgrad der Nitsch zu verdanken,dass das Urteil so milde
ausfiel.

Jock


Titel: Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
Beitrag von: jock am 19. Juni 2017, 11:57:36
Es war ein ganz gewoehnlicher Auftrag fuer die Juwelierin Susanne
Steiger,den sie im Herbst 2015 erhielt.

Sie wurde gebeten in einem Privathaushalt das silberne Essbesteck
und einige Schmuckgegenstaende zu schaetzen und eventuell anzu-
kaufen.

Als die Besichtigung und Schaetzung beendet war,entdeckte sie in einem
Nebenraum ein kleines Gemaelde (kleiner als A4-formatig ),das ihr ins
Auge sprang.

Ist das ein ein vielleicht ein Balhasar van der Ast ?Ein seit Jahrzehnten ver-
schollenes Gemaelde ?

Der Besitzer wusste es nicht und war voellig ahnungslos.

Frau Steiger forschte nach und tatsaechlich,sie hatte einen Sensationsfund
gemacht.

Bei Christie in London wurde das Werk um 785.000 Pfund versteigert.

Die kleine Provision erfreut sie bis heute.

Verschollene Kunst - ein weites Feld und immer gut fuer ueberraschend
erfreuliche oder unerfreuliche Erhellungen.

420.000 Werke sind im Art Loss Register gespeichert.Nicht nur Raubkunst,
gestohlene Objekte sondern eben auch verschollene Kunstgegenstaende.

Vor jedem Ankauf oder Verkauf und Auktionen wird im Register angefragt,
ob ein Eintrag vorhanden ist und bei einer positiven Rueckmeldung sofort
der Verkauf gestoppt.

Oft findet sich ein verschollenes Werk nach langer,langer Zeit irgendwo am
Dachboden,verstaubt,verdreckt und mit Spinnweben ueberzogen.
Gereinigt,mit tadelloser Provenienz ausgestattet,erfreut es den ueberraschten
Besitzer mit einem warmen Geldregen.

Es muss nicht einmal mehr physisch vorhanden sein um trotzdem einen Geld-
regen auszulosen,wie folgendes Beispiel zeigt :

1951 uebergab eine "Kartoffelbaeurin" 3 Gemaelde als Leihgabe, einer der
Stadt Linz gehoerenden Galerie.(Darunter ein "Schiele).
Der Leihschein wurde verlegt,dann vergessen und wieder von den Erben der
Baeurin 2010 zufaellig gefunden.

Daraufhin forderte man die Rueckgabe der Werke an,doch sie waren unauffind-
bar.Die Stadt Linz bestritt jemals in den Besitz der Werke gekommen zu sein
und verweigerte jede Zahlung.
Im Rechtsstreit unterlag die Stadt und musste 8,5 Mio Euros anweisen.

Unauffindbar ist auch ein weiteres Werk des Malers Egon Schiele,der sein Werk
"Stein in der abendlichen Sonne" 1913 an eine schwedische Galerie verkaufte.

Es gilt als Verschollen und ist unter Brueder schon einen zweistelligen Millionen-
betrag wert.

Nicht ganz ausgeschlossen ist,dass dieses Werk heute auf einem Dachboden auf
der Insel Hitra auf seine Wiederentdeckung wartet.Schweden ist ja nicht so weit
von Norwegen entfernt.

Da kann es schon sein,dass ploetzlich ein beleibter,in den besten Jahren befind-
licher Herr,bei seine Nachbarn auftaucht und bittet,den Dachboden inspizieren
zu duerfen.

Bekommt er das o.k.,klettert er aechzend und stoehnend die mitgebrachte Leiter
empor,$ - Zeichen in den Augen.

Nie informiert er die verdutzten Nachbarn was er sucht.Es blieb sein Geheimnis-
bis jetzt.

Jock
Titel: Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
Beitrag von: Lung Tom am 13. Juli 2017, 13:47:25

Als ich heute morgen den nachfolgenden Artikel las, dachte ich, Mensch so eine ähnliche Story hat doch Kollege @jock, auch schon mal berichtet, damals gings um ein Gemälde, heute um


Prozess
Freispruch im Prozess um "Picasso-Maske"

Berliner Galerist verkaufte angebliches Picasso-Werk für 49.000 Euro. Jetzt wurde er vor Gericht freigesprochen.

Der Berliner Galerist Peter H. wirkt genau so, wie man sich einen Menschen vorstellt, der sein Dasein den schönen Künsten widmet. Leger, aber modisch gekleidet, die langen, bereits ergrauten Haare zu einem Pferdeschwanz zusammengebunden, nahm er am Mittwoch auf der Anklagebank des Amtsgerichts Tiergarten Platz. Denn die Staatsanwaltschaft ist überzeugt, dass die besondere Kunstfertigkeit des 60-Jährigen vor allem darin besteht, Exponate ohne besonderen Wert mit Hilfe gefälschter Echtheitsbescheinigungen zu Spitzenpreisen zu veräußern.

Nach jahrelangen mühsamen Ermittlungen hat sie H. wegen Betruges und Urkundenfälschung angeklagt. Das Schöffengericht folgte dem allerdings nicht, für eine Beteiligung des Angeklagten an dem groß angelegten Betrug gebe es keine ausreichenden Beweise, befanden die Richter und sprachen den Galeristen frei.

Hier die komplette Story:
https://www.morgenpost.de/berlin/article211224367/Der-Mann-mit-der-Maske.html
Titel: Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
Beitrag von: jock am 14. August 2017, 12:03:26
Als der fallende Hammer den Zuschlag amtlich machte,war der Kaeufer
um 1.1 Mio Euros aermer,dafuer um eine sitzende Loewin reicher.

Die 74 cm grosse Skulptur bildet eine weisse Loewin ab,die durch einen
Augenfehler hervorsticht,jedoch aus der Porzellanmanufaktur Meissen
stammt und um 1730 entstanden ist,wobei Herr Kirchner,damals Arkanist
den Entwurf anfertigte und fuer die Produktion verantwortlich war.

Preissteigernd ist wohl auch,dass es sich um eine Auftragsarbeit von August
dem Starken handelt.

Weisses Gold bezeichnete man damals das Porzellan und genau so sorgfaeltig
ging man mit den Mischungsverhaeltnissen,der Dauer im Glutofen und Glanz-
brand sowie der Zusammensetzung der Farben um.

Nur der Arkanist wusste um dieses Geschaeftsgeheimnis und war er auch noch
dazu ein hervorragender Modelleur,musste er sich um seine Einkuenfte nicht
sorgen.

Der Verkauf von handbemalten Skulpturen und Gebrauchsgenstaenden war fuer
die Staatskasse eine hochwillkommende und nicht zu unterschaetzende Ein-
nahmequelle.

Vom ersten Moment an,spielten Betriebsspionage,Bestechungen und Faelschungen
eine Rolle und zwar bis heute.

Das Speiseservice von Oma Grete wird natuerlich nicht gefaelscht und die WC -
Schuesseln erst recht nicht.

Aber der fehlende 4.Affe von Kaendler wohl.

3 Exemplare sind bekannt,der 4.Affe gilt als verschollen und sollte er irgendwann
in den Kunsthandel kommen,ist er Millionen wert.

Aber auch bei Kunsttellern oder seltenen Geschirrteilen ist beim Kauf Vorsicht ge-
boten.

Gewiffte Porzellansammer erkennt man an ihren Nadeln,die sie unter ihrem Revers
tragen und bei einem "Fund" zu Rate ziehen.

Vorsichtig tasten sie mit der Nadel den Gegenstand ihrer Begierde ab,um festzu-
stellen,ob sich bei der Glanzschicht eine Unebenheit feststellen laesst.
Ist das der Fall,handelt es sich um ein repariertes Exemplar und ist vielleicht nur
einen Bruchteil des aufgerufenen Betrages wert.

Selbstverstaendlich laesst sich das genaue Herstellungsalter eines Objekts durch
technisch-chemische Analyse festmachen.
Dazu muss man nur eine kleine Probe abkratzen.

Sofort stellt sich heraus,dass das gute Stueck von 1820 tatsaechlich 1952 erzeugt
wurde,was einem von einen Ankauf Abstand nehmen lassen wuerde.

Das Problem dabei - die Probe kann man erst dann durchfuehren,wenn man zuerst
den Kauf durchgefuehrt hat.

Meissen - Porzellan hat Weltruf ( neben anderen bekannten Marken )und nun droht
durch eine beabsichtigte Verordnung der EU diesen Firmen das Aus.

Seit Jahrhunderten werden Porzellanteile bemalt und erfreuen so das Auge des Be-
trachtes.
Seit Jahrhunderten wird von bemalten Porzellantellern gegessen,ohne dass bekannt
war,wie gesundheitsgefaehrdend das ist.

Gottseidank sind jetzt die Gesundheitswaechter der EU darauf aufmerksam geworden
und wollen das bleiige Gift in den Malfarben verbieten bzw. reduzieren.

Als Grundlage fuer die Verordnung dient eine Expertise die besagt,dass man 3 x am
Tage,ueber 200 Jahre vom bemalten Teller essen muss,um in die Gefahr einer gesund-
heitlichen Beeintraechtigung zu kommen.

Das Sprichwort : " Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste"trifft hier voll zu.

Jock
Titel: Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
Beitrag von: franzi am 14. August 2017, 12:22:50
 ;}
Meistens amuesieren mich deine Beitraege, oft sind sie geschichtstraechtig dazu, manchmal fuer einige provokant.
Fuer mich allerdings nicht.
Aber, du laesst dich von diesem Gegenwind gluecklicherweise nicht einschuechtern.
Waere auch paradox, denn: Ein echter Wiener geht nicht unter!
Smileys verkneife ich mir aus Respekt dir gegenueber bei diesem Kommentar, da dir diese ein Greuel sind (nehme ich an).

fr
Titel: Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
Beitrag von: malakor am 14. August 2017, 12:38:54
Jock

kannst du zu dem Objekt auch mal ein Foto liefern ?

Sind solche teuren Dinge eigentlich versichert bzw. versicherbar ?
Titel: Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
Beitrag von: Kern am 14. August 2017, 12:51:39
Ein Link zu diesem Thema:

http://www.mdr.de/nachrichten/wirtschaft/regional/neue-eu-richtlinie-bedroht-meissner-porzellanmanufaktur-100.html
Titel: Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
Beitrag von: jock am 14. August 2017, 12:53:47
@malakor

Die in Rede stehende Loewin findest du,wenn du im Internet
"Schielende Porzellan Loewin" eingibst.

Wenn die Seite geoeffnet ist,unter "Auktionshaus Lempertz"
suchen,dort sollte ein Foto auffindbar sein.

Selbstverstaendlich sind Kunstobjekte von hohem Wert versichert und
versicherbar.

Viele Ausstellungen zeigen Leihgaben,die von oeffentlichen oder privaten
Besitzern zur Verfuegung gestellt werden.

Ohne dass sie eine finanzielle Absicherung (via Versicherung) haben,wuerden
Bitten abgeschlagen werden.

Nicht nur die wertmaessige Absicherung ist eine Voraussetzung fuer Leihgaben,
sondern auch die Zusicherung,dass der Leihgegenstand nicht in Gefahr laeuft,
auf Grund eines Restitionsanspruchs beschlagnahmt zu werden.

Jock
Titel: Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
Beitrag von: jock am 21. August 2017, 14:27:58
Der "See" ist relativ klein und traegt den Namen Toplitzsee.

Gerademal 1,9 Km lang und 400 m breit und doch der geheimnisvollste See
Oesterreichs.

Da er zu Fuss wegen der Felswaende nicht zu umrunden ist,sollte er sein
stilles Dasein,mehr oder weniger unbeachtet,vom Tourismus abgeschirmt,nur
fuer Einheimische von Begriff sein.

Dass dem nicht so ist und seit Jahrzehnten der Ausgangspunkt fuer Schatzsucher,
staatlicher Erkundler,sowie Ewiggestriger ist,ist dem vermuteten Versenken
von Gold,Platin und Pfundnoten in ungeheurem Ausmass zu verdanken.

Gefaelschten Pfundnoten versteht sich,mit denen die Nazis die englische Wirt-
schaft so schwaechen wollten,dass England kapituliert.

Aber es war nicht so einfach englische Pfundnoten zu faelschen.

Um diese Operation Bernhard durchfuehren zu koennen,mussten die besten Kraefte
herangezogen werden.Diese fand man in den Konzentrationslagern.
Ca.140 Personen hatten das "Glueck" und konnten vorerst ihr Leben dadurch retten,
dass sie sich in den Dienst der Sache stellten.

Nicht alleine handwerkliches Geschick war notwendig,sondern man musste heraus-
finden,wie die Beschaffung des Papieres auf denen die Pfundnoten gedruckt waren,
bestand.

Da bei der Papierherstellung Wasser ein wichtiges Element ist und sich das Wasser bei
der Herstellung des Papiers der Pfundnoten dadurch abhebt,dass es schwebstoffarm
ist,dauerte es eine Weile,bis die Deutschen gleichwertiges Wasser fanden.

Teiche die einen gewissen Fischbestand hatten,war das ideale Wasser.

Aber bis man da draufkam.

Relativ schnell fand man heraus,dass die Druckertinte aus einem Gemisch von der Asche
deutscher Weinstoecke,welche mit Leinsamenoel verkocht wurden,bestand.

Ein groesseres Problem stellte die komplexe mathematische Zusammensetzung der
Seriennummern dar.

Um vor Faelschungen sicher zu sein,wurden absichtlich gewisse Zahlen bei der Num-
merierung,kaum merklich abgeaendert.

Zwei Jahre wurde ohne grossen Erfolg experimentiert,bevor man 1943 in die Gross-
produktion einstieg.
Hauptsaechlich wurden 5,10,20 und 50 Pfundnoten gefaelscht.

Ein Teil wurde dazu verwendet,kriegswichtiges Rohmaterial zu bezahlen,mit einem
kleinen Teil wurde Spione,die fuer Deutschland arbeiteten honoriert.

Der allergroesste Teil sollte tonnenweise ueber England abgeworfen werden.

Dazu kam es allerdings nicht,da die Luftwaffe sich querlegte und den kostbaren
Sprit fuer Militaereinsaetze als notwendiger erachtete.

Aber auch die gedrungenen Faelscher leisteten Widerstand.

Einseits verzoegerten sie ihr Leistung,andererseits stachen sie Loecher in das Wappen
auf den Pfundnoten.

Es war damals ueblich,Geldscheine mittels Nadeln zusammenzufassen,aber niemals
haetten Englaender durch das Wappen gestochen.

Die hergestellte Menge (Wert) der gefaelschten Noten entsprach 15 % des Geldum-
laufs in England und stellte eine Gefahr dar.
Daher hat die Bank of England sofort nach Kriegsende die 5 Pfund Banknote durch
eine neue Serie ersetzt,da sie die meist gefaelsche Note war.

Die Schatzsucher am Toplitzsee fanden tatsaechlich einige Kisten mit Falschgeld.

Heute wertlos,aber das Gold und das Platin,welches am Grund des Toplitzsees schlum-
mert,loest immer noch Phantasien aus.

Um der Maer den Boden zu entziehen,fanden einige Expedition mit staatlicher Ge-
nehmigung statt.

Man fand so gut wie nichts,weil man den Grund des Sees nicht erreichen kann.

Baeume,die seit Jahrzehnten den Grund verklausen,verhindern Klarheit ueber die ver-
sunkenen Schaetze zu finden und die Augenzeugen,die jeden Schwur leisten wuerden,
dass sie genau gesehen haben,wie die SS lastwagenweise Kisten entladen haben,sind
seit langem mausetot.

Diese Faelschungsaktion hat ihren Zweck nicht erfuellt,eine andere ein paar Jahrhunderte
zuvor jedoch schon.

Aber wen interessiert das schon.

Jock




Titel: Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
Beitrag von: Eddy03 am 21. August 2017, 15:35:21
Thema: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
Die Frage stelle ich mir auch des Öfteren.
Für mich beschränkt sich Kunst oft auf die Fähigkeit dafür einen Käufer zu finden der den geforderten Betrag locker macht.
Ich hege auch den Verdacht das es als Steueroptimierungs- und Vermeidungswerkzeug herhalten muß.
Wenn ich mir ein gaaanz tolles Kunstwerk für meine Anwaltskanzlei, Mietwohnung oder sonst was als "Werbungskostenausgaben" kaufe und der Verkäufer ganz zufällig eine gaaanz weitläufige Verwandschaft meiner Familie ist der eine steuerliche Beachtung wie eine 90 jährige Ur-Oma oder ein 5 jähriger Urenkel hat, oder  ein Bruder der auf Bora Bora wohnt hat.

Titel: Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
Beitrag von: jock am 21. August 2017, 21:08:37
@Eddy03

Kunst und Kunstgegenstaende eignen sich in der heutigen Zeit nicht zur
Steuerhinterziehung oder Weisswaschen von kriminellen Geldern.

Zu eng ist das Ueberwachungsnetz,wobei wir aber von wirklich bedeutenden
Geldsummen sprechen wollen.

Das Bild um 2.000 Euro im Buero eines Anwalts,als Betriebsausgabe ange-
geben,wird "durchgehen",egal von wo es herkommt.

Aber wenn man liest,dass bei einer Kunstauktion bei Christie's ein anonymer
Kaeufer den Gegenstand um 30 Mio erworben hat,heisst das noch lange nicht,
dass er anonym ist.

Sein Name wird nur nicht der Oeffentlichkeit bekannt gegeben.

Intern haben laengst Untersuchungen,Nachforschungen und Erkundigungen
stattgefunden,wer der anonyme Interessent ist,ob er integer ist,Bonitaet be-
sitzt,ob "Vormerkungen" bekannt sind und ob zu erwarten ist,dass nach Zuschlag
nicht ein Skandal ausbricht.

Besteht in irgendeinem Punkt Bedenken,wird das, meist telefonische, Mitbieten
nicht zugelassen.

Aehnliches gilt natuerlich auch fuer persoenlich Anwesende bei der Auktion.Und wenn
jemand davon den zugeschlagenden Gegenstand mit Bargeld in kleinen Scheinen
bezahlen wollte,kann man davon ausgehen,dass es sich um Drogengelder handelt,der
der Polizei und den Finanzbehoerden erklaeren wird muessen,woher,warum und wieso.

Kunst eignet sich daher nur bedingt als Mittel fuer Steuerbetrug oder Geldwaesche.

Polizei und Finanzbehoerden sind nicht gerade dumm und wissen genau,wo sie hin-
schauen muessen.

Off shore - Firmen,Segeljachten,suendteuere Automobile oder unvernuenftig erschein-
ende Investitionen stechen ihnen sosehr in die Nase,dass jedes Jahr oberadriatische
Haefen von Finanzbeamte im Dienst besucht werden,die Fotos und Notizen von schmucken
Booten machen,die unter oesterreichischer Flagge fahren,daheim die Eigner ausfindig
machen und die Werte mit dem deklarierten Einkommen abgleichen.

Wehe es ergibt sich eine Diskrepanz.

Aber ich schweife ab.

Jock
Titel: Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
Beitrag von: Eddy03 am 22. August 2017, 04:24:34
Hab es zwar anders gemeint, aber jeder wie er meint.
Titel: Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
Beitrag von: Kern am 22. August 2017, 04:55:51
Hallo Eddy03


Bei Dir meine ich:
Wenn man keine Ahnung hat, ist es oft sinnvoll, einfach mal die Fresse zu halten!  ;D

---

Hallo Jock


Auch ich bin anerkanntermaßen zu doof, Deine vielschichtigen Sätze zu verstehen.
Aber meine Frau sagt, ich soll hier klatschen. Nur deshalb   ???  :

 {*   }}   ;} 
Titel: Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
Beitrag von: Eddy03 am 22. August 2017, 05:18:03
Für mich ist meine Aussage glasklar und da geht es nicht um Bezahlung in kleinen Scheinen oder um ein Boot in einem Hafen das nicht als offiziell angemeldetes "Werbungsausgabenobjekt" da liegt.

Ich tue mich verdammt schwer mit der von mir geforderten "Nettikette".
Zitat
Bei Dir meine ich:
Wenn man keine Ahnung hat, ist es oft sinnvoll, einfach mal die Fresse zu halten!  ;D

Auf diese Ansage von Herrn Kern gibt es eigentlich nur eine Antwort. Das hat aber mit Argumenten Austausch der mir am Herzen liegt überhaupt nichts zu tun. Sein Argument zum Thema: Halt doch die Fresse!

So jetzt kann einer mir die Rechtschreibfehler, oder sonst welche Unkorrektheiten heraussuchen und vorwerfen. Ich denke wer lesen kann, verstehen will, kommt klar mit meinem abgestraften Geschreibsel. Bei Anderen wird x-mal mehr geduldet.
Titel: Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
Beitrag von: Eddy03 am 22. August 2017, 05:54:51
Ich schreibe:
Ich hege auch den Verdacht das es als Steueroptimierungs- und Vermeidungswerkzeug herhalten muß.

Zitat Jock bestätigt mein Verdacht
Zitat
Das Bild um 2.000 Euro im Buero eines Anwalts,als Betriebsausgabe ange-
geben,wird "durchgehen",egal von wo es herkommt.

Zitat Kern
Zitat
Wenn man keine Ahnung hat, ist es oft sinnvoll, einfach mal die Fresse zu halten!  ;D
Titel: Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
Beitrag von: Eddy03 am 22. August 2017, 06:09:43
Ist es der gewünschten Nettikette, Forenregelung entsprechend wenn ich jetzt erwähne:
Meine Frau sagt mir ich soll diesen hier machen. :P

oder vielleicht so?
Hallo Eddy03


Bei Dir meine ich:
Wenn man keine Ahnung hat, ist es oft sinnvoll, einfach mal die Fresse zu halten!  ;D

---

Hallo Jock

Auch ich bin anerkanntermaßen zu doof, Deine vielschichtigen Sätze zu verstehen.[/color]

Aber meine Frau sagt, ich soll hier klatschen. Nur deshalb   ???  :

 {*   }}   ;} 

Herr Kern um ihre eigenen Worte zu misbrauchen:

Wenn ROT dann ist Blau ihre eigene Empfehlung!


So will ich mich nicht unterhalten, oder diskutieren und Argumente austauschen und deshalb schreibe ich:
Hab es zwar anders gemeint, aber jeder wie er meint.

Titel: Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
Beitrag von: Eddy03 am 22. August 2017, 06:58:23
Und hier beim von Jock angeführten Boot (oder Auto oder   was ja schon weg von meinem Kommentar und noch weiter von meinem Argument  und auch dem Thema um das es ja eigentlich geht) hege ich den Verdacht das es so geht:
Für mich ist meine Aussage glasklar und da geht es nicht um Bezahlung in kleinen Scheinen oder um ein Boot in einem Hafen das nicht als offiziell angemeldetes "Werbungsausgabenobjekt" da liegt.
Und nach dem ganz offiziellen Abschreibungszeitraum verschwindet das "Werbeausgabenobjekt" Boot aus der Bilanz, eventuell zu einem Minimalerlös, der in der Buchführung auftaucht, Schnäppchenpreis an die Verwandschaft verkauft.

 :-X
Titel: Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
Beitrag von: jock am 22. August 2017, 08:15:16
@Eddy03

Ich habe ja geschrieben,dass ich abschweife.

Nur der Versuch,dass man sich einen Kunstgegenstand durch Ankauf durch seine
Firma und nachfolgender Abschreibung finanzieren laesst,wird fehlschlagen.

Da wird man gut argumentieren muessen,was ein "Richter- Gemaelde" um 1.5 Mio
in einem Elektrogeschaeft mit 600.000 Jahresumsatz zu suchen hat.(Beispiel)

Hat man da nicht ein ueberzeugendes Argument bei der Hand - wird schwupps -
die Betriebspruefung zum Desaster.

Jock

Titel: Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
Beitrag von: Bruno99 am 22. August 2017, 08:31:22
Ist es der gewünschten Nettikette, Forenregelung entsprechend wenn ich jetzt erwähne:
Meine Frau sagt mir ich soll diesen hier machen. :P

Du bist auf dem allerbsten Weg, dir Aerger einzuhandeln.

Die Verwendung der Farbe Rot um Texte hervozuheben ist ausschliesslich der Administration vorbehalten, auch hast dich daran zu halten!
Titel: Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
Beitrag von: Alex am 22. August 2017, 09:45:29
Kunst ist genau so viel wert , wie jemand bereit ist dafür zu zahlen .

Persönlich besitze ich ein Original Gemälde von Fritz Beinke (1842-1907) Düsseldorfer Schule

(http://666kb.com/i/dm0hdipus6k9dtyhk.jpg)

dort im einzelnen " der Scheren Schleifer " der seit seiner Erstellung

 um 1900 in Familien Besitz ist ... genau wie das Aquarell Louiz Zierike

(http://666kb.com/i/dm0hevrj5u413ca1k.jpg)

 erstellt 1926. Zwei Radierungen von Honoré-Victorin Daumier , der um

(http://666kb.com/i/dm0hse0nu6qkczv88.jpg)

1830 seine Lithographien politisch gestaltete ... sind neben einer Serie

von 5 zertifizierten Bildern , die auf 925 er Silber gemalt wurden mein

Kunst Schatz , über deren Wert ich mich nicht streiten mag . Für die

beiden H. Daumier Radierungen sind mir schon je 20.000 Euro von einem

Kunsthändler in Deutschland angeboten worden , die ich ausgeschlagen

habe . Meinen Eingangssatz oben sollte ich also dahin gehend berichtigen

Kunst ist soviel wert , für wie viel schnöden Geldes der Besitzer sich von

solchen Werken trennen möchte ...
die meist ja auch Erinnerungs- behaftet sind

Titel: Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
Beitrag von: franzi am 22. August 2017, 10:04:02
Zitat
Kunst ist genau so viel wert , wie jemand bereit ist dafür zu zahlen .

Da muss ich dir leider widersprechen :'(
Es gibt in Oesterreich einen Perversen, der als "Kuenstler" anerkannt ist.
Der Blutschuetter!

Also: Pervertierte Aktionen, die als Kunst bezeichnet werden, sind genausoviel wert, wie jemand bereit ist, dafuer zu zahlen ( wuerde ich sagen)

Diese deine Bilder sind fuer mich altmodischem Affen Kunst, denn: Wenn ein Bild wie ein Foto aussieht, ist das Kunst!

Keine Kunst ist, wenn man mit ellenlangen Kommentaren beschreiben muss, was dieses Kunstwerk darstellen soll.

fr 
Titel: Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
Beitrag von: Alex am 22. August 2017, 10:52:05
Zitat
Diese deine Bilder sind fuer mich altmodischem Affen Kunst,
 denn: Wenn ein Bild wie ein Foto aussieht, ist das Kunst!

Also Franzi , jetzt bewegst Du Dich in einer Welt , in der Du Navigations Hilfen benötigst
um das  mal Bildlich auszudrücken .

Keins meiner " Schätze " braucht ellenlange Beschreibungen der Darstellung . Der im Netz
bei keiner Kunsthandlung zu findende " Scherenschleifer " nur ein Wort !

Um anerkannte Kunst an den Man(n) zu bringen mußt Du natürlich den Maler und seine
Herkunft ( Schule ) benennen . Jeder der auch nur ansatzweise sich da kundig macht
kann nachlesen wer Fritz Beinke war und welchen Stellenwert die Düsseldorfer Schule Hat !

Die beiden anderen namentlich erwähnten Künstler und ihr " wirken " findest Du auch ohne
die Google Anleitung durch Arthur ... ausführlichst im Netz beschrieben !

Kunst Banausen , jedenfalls so wie Du es darstellst , kann man ja gar nicht verübeln
wie falsch sie liegen in ihrer von jeglicher Kompetenz befreiten Analyse !

Aber Franzi , laß Dir nicht das Frühstück verhageln , ich bin genauso wenig wie Du kompetent
Kunst als solche und ihren Wert fachgerecht ein zu sortieren .

Die drei hier im Bild zu sehenden sind weit vor meiner Zeit entstanden und gelten allgemein
in der Fachwelt als Kunstwerke ... und sie werden auch so gehandelt !

Bei den Künstlern und ihren Werken , die werden ja gehandelt kann man Ansatzweise die
Wertigkeit an anderen Werken im Handel ersehen ... bei meinen , die noch  nie öffentlich
angeboten wurden , sind andere Preise bei Sammlern dieser Werke eines bestimmten Malers
erzielbar .
Titel: Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
Beitrag von: franzi am 22. August 2017, 11:09:18
Da hast du mich anscheinend missverstanden.
Habe geschrieben, deine Bilder sind fuer mich altmodischem Affen Kunst, da sie wie Fotos aussehen.

fr
Titel: Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
Beitrag von: Alex am 22. August 2017, 11:10:04
(http://666kb.com/i/dm0jkpui09puayoyg.jpg)

Franzi ... noch so ein Beispiel ... die beiden " FRIDA KALO " Poster ( jedes 10 DM )
in meinem Schlafzimmer werden im Original mit mehreren Millionen USD
gehandelt , das liegt sicher nicht daran , das sie eine Trotzki Freundin war !

Es liegt daran , das sie nach einem schweren Unfall ihre " Alpträume " davon
bildlich umgesetzt hat und diese , als Kunst hohes Ansehen in der Fachwelt
erzielen konnten .
Titel: Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
Beitrag von: thai-ger am 22. August 2017, 11:31:10
@ Franzi, du hast in deinem Satz die Satzzeichen vergessen. Deshalb muss man ihn falsch verstehen. Du wolltest bestimmt sagen: .....deine Bilder sind fuer mich ,altmodischem Affen, Kunst, da sie wie Fotos aussehen.
Titel: Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
Beitrag von: Alex am 22. August 2017, 11:40:35
(http://666kb.com/i/dm0k60fpeuybmq02g.jpg)
noch so ein Beispiel über Wertigkeiten von Kunst ...

daß über meinem Bett hängende in Öl gemalte Bild , zeigt die Bucht
von Punta Brachetto ( Sizilen Südküste ) , wurde von dem Künstler
um meinen Prindel 19 Race Catamaran auf meinen Wusch vervollständigt !

Das Gemälde hat rein für mich einen persönlichen Wert , da es meinen
Cat ( mit dem ich dort vor Ort mehr als 50 Regatten erfolgreich gefahren bin ) zeigt.

Meine > 300 DM , die ich für dieses Gemälde mal aus persönlichen Gründen bezahlt
habe , werde ich weder auf einem Trödler Markt noch im Kunsthandel wieder
bekommen .

Mein " Erinnerungs Wert " liegt aber weit darüber , so daß mir dieses Gemälde
 bis zu meinem Ableben erhalten bleibt , genauso wie die 5 zertifizierten auf 925
 Sterling Silber gemalten Landschaften Siziliens , die ein Hochzeits Geschenk
eines wohlhabenden Sizilianischen Freundes sind !
Titel: Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
Beitrag von: franzi am 22. August 2017, 11:44:34
Ob mit oder ohne Gaensefuesschen, bin altmodisch in meinen Gedanken.
Als Beweis darf ich anfuehren, dass ich nach wie vor kein Handy habe.
Das wird sich auch in Zukunft nicht aendern

fr
Titel: Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
Beitrag von: thai-ger am 22. August 2017, 12:07:04
Jetzt hast du mich falsch verstanden! Ivh versuche es nochmal.Du musst den " mich alten Affen" mit z.b.  ,  , oder (   ) vom Satz trennen. sonst würdest du sagen das es sich um "alte Affen Kunst" handelt.
Ich will doch nur helfen ;-)
Titel: Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
Beitrag von: Alex am 22. August 2017, 12:37:28
thai-gar ... der Franzi ist mir als " Klartexter " einer der liebsten hier im Forum ,
weil er die Schnörkel Losigkeit seiner Worte perfekt beherrscht !

Ein Satzstellungsfehler , auch wenn man das dann falsch interpretieren kann
kann jedem hier unterlaufen ...

Franzi , wie schon geschrieben , ab der zwölften Tasse Kaffee sind solche
Koffein Auffälligkeiten wie bei der siebten Tasse zu vernachlässigen  [-]
Titel: Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
Beitrag von: Suksabai am 22. August 2017, 14:01:27


@Alex

Zitat
. . . genauso wie die 5 zertifizierten auf 925 Sterling Silber gemalten Landschaften Siziliens . . .

Na also, endlich einmal Kunst mit einem realen Wert!  ;)

 [-]
Titel: Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
Beitrag von: Benno am 22. August 2017, 16:17:34

Einzig des @Alex Satz -

>>>Kunst ist genau so viel wert , wie jemand bereit ist dafür zu zahlen.<<<

- kommt der Loesung der Frage -

 >>>ist "Kunst" wirklich so viel Wert?<<<

- naeher.

Ein Grossteil dieser "Kunst" wurde bekanntlich unter Drogen-Einfluss produziert.

(https://abload.de/img/mazhls9w.png) (http://abload.de/image.php?img=mazhls9w.png)

Weiterlesen: HIER (http://www.zeit.de/2007/29/Dopingliste/komplettansicht)

https://youtu.be/oWeOH20qxfo

Es bleibt also Jederman selbst ueberlassen wieviel er fuer diese Abfall-Produkte des Drogen-Konsums ausgeben will, oder die Frage sich stellt ob sie ueberhaupt einen Wert haben.

Die Künstler und LSD

(http://www.tyden.cz/obrazek/lysohlavky-471c6b315a69e.jpg)
Das Mutterkorn, aus dem der Chemiker die Säure gewann, bildete der Pilz Claviceps pupurea. Halluzinogene werden häufig in Form von Pilzen konsumiert. - Quelle: pa/CTK_Photo

Weiter mit den  Künstlern unter Drogen: HIER (https://www.welt.de/kultur/gallery1900061/Die-Kuenstler-und-LSD.html)
Titel: Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
Beitrag von: Burianer am 22. August 2017, 16:52:53
 :-)  Wenn  ein bekannter Kuenstler schon Schaixxe ausstellt  bei der Kunstaustellung ? Weltausstellung  in  Kassel , dann ist das ein bedeutender AKT, ich hab die damlas besucht  {+ Ein Haufen Schaixxe in einer Ecke  }{  wie meinen Herr Professor Beuys . Idiotie hoch 10.
Wenn Beuys  eine Maschine baut, die Butter durch Roehren leitert, dann ist das Kunst. Was kommt rauss  nach 14zehn Tagen ? Schai :-X  wollen die Menschen sehen 
Wenn eine Angestellte beim putzen der Treck aufhebt, dann ist das   Vernichtung von Kunst und wird mit der Hoechtsstrafe verurteil mit 50 000 DM 
Wenn eine Putzfrau seine Badewanne saeubert, dann ist das Vernichtung von Kunst  --C  In Gips eingeklebt 
Kunst ist eben   :-)
Ich war damals in Kassel, zum 
Kunst kommt normal vom KOENNEN  und nicht von Idioten.

Ich denke, er wollte einfach zeigen, dass vieles was als  ( Elefanten malen, Affen malen )   Kunst zeigen ollte, dass in jedem Menschen eine Kunst besteht. Jeder kann , wenn er den will.
Ich halte mich aus den wirklichen Kuenstlern rauss, die wirklich Kunst,  ? Bilder? etwas koennen.
Das ist KUNST  }}
Titel: Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
Beitrag von: Eddy03 am 23. August 2017, 13:45:11
@Eddy03

Ich habe ja geschrieben,dass ich abschweife.

Nur der Versuch,dass man sich einen Kunstgegenstand durch Ankauf durch seine
Firma und nachfolgender Abschreibung finanzieren laesst,wird fehlschlagen.

Da wird man gut argumentieren muessen,was ein "Richter- Gemaelde" um 1.5 Mio
in einem Elektrogeschaeft mit 600.000 Jahresumsatz zu suchen hat.(Beispiel)

Hat man da nicht ein ueberzeugendes Argument bei der Hand - wird schwupps -
die Betriebspruefung zum Desaster.

Jock

Ich will keinem übers Maul fahren oder Stenkern oder angreifen. Ich will mich nur Verteidigen!

Nicht nur das das Beispiel kompletter unrealistischer Blödsinn ist, er geht auch noch am Thema vorbei. Das sollte doch erwähnt  werden können. Es dient ja auch zur Diskussion und Themen-Wahrheitsfindung. "Ist Kunst wirklich soviel Wert"!
Zitat
ein "Richter- Gemaelde" um 1.5 Mio in einem Elektrogeschaeft mit 600.000 Jahresumsatz
, warum nicht gleich in einem Hähnchenstand im Bahnhofsviertel?

hier zum Vergleich ein realistisches Beispiel aus der Praxis zur Klarstellung wer hier keine Ahnung hat.
Der WDR verkauft Kunst.
https://www.welt.de/regionales/nrw/article154820231/Der-WDR-macht-seine-Kunstwerke-zu-Geld.html


Im letzten Absatz dann der entscheidende steuerliche Hinweis wo die Bilder, als was, mal eingebucht wurden "Deko" abgeschrieben wurden und problemlos nach einigen Jahren unter den Tisch fallen könnten oder zum Schleuderpreis ausgebucht werden könnten. Wenn es denn nicht eine öffentlich-rechtliche Anstalt wäre.

Zitat
Der tatsächliche Erlös dürfte weit darüber liegen. Sehr viel Kirchner ist dabei, dazu Ernst Wilhelm Nay, Max Pechstein. Da hat einer beim WDR in den 50er-Jahren ein gutes Händchen gehabt. Dabei ging es damals keineswegs um den Aufbau einer Kunstsammlung: Die Bilder, damals noch ganz billig, wurden wohl eher unter Bürobedarf abgebucht – als Deko.

Und nun zum entscheidenden Punkt ! Wieviel Umsatz macht der WDR? Das doppelte von 600.000Euro im Jahr? Und somit würde die Relation im Beispiel stimmen. Wer findet es heraus? Ich konnte es selbst nicht glauben und vermute noch immer das ich mich verschaut habe.

Ich muß es sagen! Nicht das doppelte von 600.000Euro das wären ja 1,2 Mio. nein, sondern das 2000-fache. Über 1200 Mio. Euro. Umsatz im letzten Jahr.

Und dann? Halts Maul, wenn du keine Ahnung hast!
Titel: Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
Beitrag von: Eddy03 am 23. August 2017, 14:01:45
Ich finde nicht das, wenn Tiere malen oder wenn ein Foto recht originalgetreu wiedergegeben wird, das das Kunst ist.
Für mich ist Kunst zum Beispiel die Vergänglichkeit der Zeit in einem Bild auszudrücken. Also Gefühle in einem Bild auszudrücken. Aber das ist natürlich "Gefühlssache" und liegt im großen und ganzen im Auge des Betrachters. Klar kann ein Foto von ano da zu mal auch die Vergänglichkeit und ein schönes Gefühl, eine Erinnerung, auslösen. Es ist halt ein Abbild des "normalen" der Natur.

Aber zugegeben ich tue mich auch mit vielem schwer. Aber die Preisfindung um die es ja hier eigentlich geht, die hat oft ganz andere, relativ handfeste Beweggründe, meiner Meinung nach.
Titel: Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
Beitrag von: Eddy03 am 23. August 2017, 20:02:06
Die fließenden Uhren von Dali, zeigen doch schön die Vergänglichkeit der Zeit. Fällt mir gerade ein. So was kann man nirgends fotografieren, oder so, da muß einer selber drauf kommen es so darzustellen.
Titel: Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
Beitrag von: thai.fun am 23. August 2017, 23:15:06
Kunst ist etwas herzustellen und dies als Kunst zu verkaufen
Etwas mit Kunstblick zu Kunst zu machen ist gemachte Kunst
Gekünstelt ist, über Kunst zu reden und solche einzuschätzen
Jemandes- Kunst als nicht solche einzustufen ist unfeine ART
Richtige Kunst ist, Kunst herzustellen aber nicht zu verkaufen.  So wie ich ...   (http://forum.thailandtip.info/index.php?topic=15401.msg1251270#msg1251270)

Frei nach thai.fun
 
Titel: Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
Beitrag von: Bruno99 am 23. August 2017, 23:34:39
Bis vor Kurzem dachte ich, dass  Dadaismus  (https://de.wikipedia.org/wiki/Dadaismus) schwerst verdaulicher Stoff ist, aber als Kunst verkauft wird.

Ich habe meine Meinung geandert, nachdem ich deinen obigen Kommentar gelesen habe, es geht tatsaechlich noch verquirrlter.

An grenzenlosem Selbstvertrauen mangelt es dir offensichtlich nicht.

Btw, ich verkaufe meine Bilder auch nicht, sind sie deswegen nun richtige Kunst  {--
Titel: Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
Beitrag von: Eddy03 am 24. August 2017, 01:26:53
Die Kunst ist es heute zu erkennen um was es wirklich geht. Die offen angesprochene Wahrheit ist tot, oder aber mehr oder weniger gewollt, für den Betreffenden nicht zu erkennen. Auch weil er mit vollkommen falschen Erwartungen und Vorstellungen durch die Gegend läuft.
Titel: Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
Beitrag von: malakor am 24. August 2017, 05:56:48
Gold und Kunst kann man nicht essen.
Titel: Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
Beitrag von: schiene am 24. August 2017, 06:03:45
Gold und Kunst kann man nicht essen.
Kunst soll ja auch nicht satt machen sondern andere "Sinne" erfreuen.
Gold kann man essen aber satt wird man nicht davon es sei denn man kauft mit dem Gold Essen   (https://www.cosgan.de/images/more/bigs/a176.gif)
Eis mit Blattgold:
http://www.stern.de/genuss/essen/das-vermutlich-teuerste-eis-der-welt-5938924.html (http://www.stern.de/genuss/essen/das-vermutlich-teuerste-eis-der-welt-5938924.html)
Titel: Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
Beitrag von: thai.fun am 24. August 2017, 18:07:32

Ich habe meine Meinung geandert, nachdem ich deinen obigen Kommentar gelesen habe, es geht tatsaechlich noch verquirrlter. ...


... nein, dann wäre es doch auch noch Kunst!  [-]
Titel: Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
Beitrag von: Bruno99 am 24. August 2017, 20:09:20
... nein, dann wäre es doch auch noch Kunst!  [-]

wieder mal ein gutes Beispiel, wie Meinungen diametral verschieden sein koennen  :-)
Titel: Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
Beitrag von: thai.fun am 24. August 2017, 21:56:23
Verschieden sein müssen, lieber Bruno99.
Solange es mehr als 7mia Meinung gibt, solange hab ich Hoffnung für die Menschlichkeit.
Natürlich auch für die Kunst!  }}
Titel: Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
Beitrag von: jock am 08. September 2017, 11:36:41
Die Erben nach Nora Stiasny waren im Jahre 2000 erst erstaunt,dann
erfreut als sie lesen konnten,dass sie einen "Apfelbaum" erhalten werden.

Die Republik Oesterreich teilte ihnen amtlich und mit Siegel mit,dass ihnen
demnaechst ein Gemaelde von Gustav Klimt,namens Apfelbaum II ueber-
geben werde.

Da dieses Gemaelde jedoch nicht ganz zur Wohnzimmereinrichtung pas-
send erschien,wurde es ueber den Kunsthandel verkauft und eine Summe
von 30 Mio. kassiert.
Man vermutet,dass heute dieses Gemaelde in einer amerikanischen Privat-
sammlung haengt.

Kurz nach Uebergabe des Gemaeldes tauchten Zweifel auf.

War dieses Bild wirklich einst im Besitz der Stiasny ?Oder gehoerte es der
Familie Lederer ?

Die Nachforschungen ergaben,dass der Apfelbaum II ueberhaupt nicht zu re-
stituieren gewesen waere,da er weder der Familie Stiasny noch der Familie
Lederer je gehoert hat.

Schuld am ganzen Schlamassel ist der Maler Klimt.Wieso malt er auch Apfel-
baeume ?

Apfelbaum I zeigt ihn in ganzer spaetsommerlicher Pracht,die Fruechte in einem
herrlichen Rot,die Farben Gruen,Gelb dominieren.

Apfelbaum II ist nicht so farbenfroh.Die Aepfel sind gelb,die Vegetation rund um
den Baum spaerlich,die dominierenden Farben gehen mehr ins blaeulich-gruene.
Liegt aber vielleicht daran,dass das Bild nicht vollstaendig ausgemalt wurde.

Und dann gibt es noch ein Gemaelde mit dem Namen "Rosen unterm Apfelbaum",
wo sich "mit Aepfel gesegnete Zweige zu den am Boden wachsende Rosen zuneigen".
Dieses Bild steht zwar nicht zur Diskussion,hat aber die Provenienzforschung zu
falscher Einschaetzung verleitet.

Damit steht fest,der Apfelbaum II haette niemals Restituiert werden muessen.
Die Republik hat quasi 30 Mio verschenkt.

Jetzt versucht man Schadenswiedergutmachung.

Der jetztige Besitzer des Bildes ist ausser Obligo.

Die Erben nach Nora Stiasny,sehen nicht ein,dass sie ein "Geschenk" wieder hergeben
bzw. mittels Bargeld einspringen sollen.

Die Finanzprokuratur prueft den Fall.Ist eine Rueckabwicklung der Restitution nicht
moeglich,bleibt der Schaden bei der Gemaeldegalerie Belvedere haengen,die sich da
an den Finanzminister wenden wird um Ausgleich anzufordern.

Dem straeuben sich bei dem Gedanken an die leeren Kassen nicht nur Schurrbart sondern
auch die Nackenhaare.

Jock

Titel: Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
Beitrag von: jock am 14. September 2017, 14:40:16
Jede freie Stunde nuetzte der junge Zahnarzt Dr.Rudolf Leopold ab 1950
um billig Werke eines vergessenen Malers namens Egon Schieles um ein
paar hundert Schillinge zu kaufen.

In den Galerien war man froh,diese Ladenhueter losgeworden zu sein und
Herr Leopold war ebenfalls froh,wenn er mit seinen erworbenen Schaetzen
heimfuhr.

Jahrzehnte spaeter wird man von ihm sagen,er sei der erste Sammler der
Nachkriegszeit gewesen,dem andere folgen werden.

Heute tragen die bedeutesten Kunstsammler Oesterreichs illustre Namen.

Natuerlich Leopold,dann Dichand,Liaunig,Haselsteiner und nicht zu vergessen
Karl-HeinzEssl.

Das Schicksal,das Agnes und Karl-Heinz Essl widerfuhr,legt Zeugnis ab,wozu
uebersteigerter Enthusiasmus fuehren kann und man alles wieder verliert,was
man in jahrzehntelanger Arbeit aufgebaut hat.

Einst war die Baumarktkette der Essl der Platzhirsch in Oesterreich und warf
gutes Geld ab,das in die Kunstsammlung gesteckt wurde.
86 Mio Euro betrug der Buchwert,der Handelswert soll weit darueber gelegen
haben.

Als deutsche Baumarktketten auf dem oesterreichischen Markt aktiv wurden,
verdiente Essl kein Geld mehr und suchte sein Glueck im Osten,der bis in die
Tuerkei reichte.
Vorerst mit Erfolg,aber ab 2008 durch die weltweite Finanzkrise beschleunigt,
entwickelte sich die Geschaeftsgebahrung so,dass die Bilanz tiefrot  wurde.

Trotzdem wurde an der Kunstsammlung festgehalten und ein eigenes Museum
errichtet.
Draussen in Klosterneuburg,zwischen Donau und Reitstall,von einem arrivierten
Architekten entworfen,7.000 m2 gross beinhaltete es Ausstellungsflaeche und
Depot fuer die inzwischen auf 7.000 Werke angewachsene Sammlung.

Ein kostenloser Shuttlebus fuehrte 4 x pro Tag Ausstellungsbesucher von der
Wr.Innenstadt zum,im laendlichen Umfeld gelegene, Privatmuseum.

Trotz immer dunkler werdener Finanzwolken ueber dem Firmenimperium,Herr
und Frau Essl dachten nur an ihre Sammlung.

Und dann krachte alles zusammen.

Die Firma wurde filettiert und ueber die Sammlung hat Herr Essl keine Ver-
fuegungsgewalt mehr.

Hungern muss die Familie nicht und der Schmerz ueber die materiellen und
ideellen Verluste werden mit calvinister Gelassenheit getragen.

Jock

Titel: Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
Beitrag von: jock am 30. September 2017, 09:46:14
Eben ging die "Ars Electronica " in Linz zu Ende.

Diese Veranstaltung gibt die Moeglichkeit,sich ueber die Auseinandersetzung von
Kuenstlern mit neuen Medien,elektronischen Kompositionen kurz,den Einfluss der
heutigen Technik auf die Kunst zu informieren.

"Stargast" des heurigen Festivals war "Samantha ".

Samantha ist eine Sexpuppe,mit blonden Haaren,weiss lackierten Fingernaegel,
gefuehlsechter "Haut" u.s.w.
Das Besondere bei ihr ist jedoch die Elektronik,die man ihr eingebaut hat.

Sie kann 700 Saetze sprechen,reagiert auf Beruehrung und stellt sich auf bestimmte
sexuelle Wuensche ein.

Der Erfinder dieser Puppe ist ein spanischer Ingenieur,der sich jetzt,nachdem er die
Puppe zurueckerstattet bekam,die Haare rauft und beklagt,seine Samantha sei ver-
gewaltigt worden,denn ihr Busen war eingedrueckt und die Fingern verbogen.

Die Veranstalter der Ars Electronica widersprechen den Meldungung,die durch die
Medien geisterten,dass Orgien mit Samantha stattgefunden haetten und weisen auch
alle Vorwuerfe zurueck,ihr Stargast sei unter ihren Augen vergewaltigt worden.

Betrachten wir Samantha von wirtschaftlichen und sozialen Aspekten her.

Zwar ist die Herstellung solcher Sexapparate heute noch recht teuer und erreichen
schon,mit individueller Ausstattung gesegnet, an die 10.000 Euros.
Sobald jedoch mit der Massenherstellung begonnen wird,wird der Preis in erschwing-
liche Bereiche fallen.

Die Absatzmoeglichkeiten und damit die Nachfrage ist gewaltig.Jede Maennerzuchtanstalt
wird eine Auswahl (weiss,schwarz,afrikanisch,asiatisch,pummelig,schlank) im Ange-
bot haben und damit den testosterongesteuerten Aggressionsstau abbauen koennen.

Auch Sexualtherapeuten sehen darin Behandlungschancen zur Heilung von Verklem-
mungen und werden fordern,dass gegen Vorlage eines Rezeptes die Krankenkassen
die Kosten uebernehmen,die bein Ankauf von Samantha anfallen.

In dem Fall ist allerdings zu fuerchten,dass ein steiler Anstieg dieses Krankheitsbildes
sich in der Gesundheitsstatistik niederschlagen wird.

Ein maennliches Pedant zu Samatha ist ebenfalls geplant,was einen Rueckgang beim
Import von Bananen befuerchten laesst.

Gepaart mit kuenstlicher Intelligenz und ein paar Ausbaustufen weiter,wird sich "John"
in jeden weiblichen Singlehaushalt einen festen Platz erobern.

Die Katze fuettern und Mist hinuntertragen werden seine Hauptaufgaben sein.

Jock
Titel: Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
Beitrag von: samuispezi am 04. Oktober 2017, 18:46:02

Das wichtigste männliche Attribut wird den künstlichen Jonnys jedoch
immer fehlen.
Und das sind die ca. 80 qcm zusätzlicher Stoff, der an der rechten Ar,schbacke klebt,
und mit guten Scheinen gefüttert ist. ;]

VG
Samuispezi }}
Titel: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
Beitrag von: Helli am 04. Oktober 2017, 19:29:26
"Stargast" des heurigen Festivals war "Samantha ".
Betrachten wir Samantha von wirtschaftlichen und sozialen Aspekten her.
Zwar ist die Herstellung solcher Sexapparate heute noch recht teuer und erreichen schon, mit individueller Ausstattung gesegnet, an die 10.000 Euros.
Samantha gibt's auch in China (ohne notwendige Sympathien bei den Behörden).
https://www.welt.de/vermischtes/article168770607/Firma-nimmt-Leih-Sexpuppe-wieder-vom-Markt.html
und die "Alternative", eine Ehefrau, ist unvergleichlich teurer! ;]
Titel: Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
Beitrag von: Kern am 05. Oktober 2017, 04:24:06
Servus Helli

 ???     Wusste ichs doch!
Deine Frau ist eh zu hübsch, um echt zu sein!
 ;D   ... (bis demnächst im Winter)   [-]
Titel: Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
Beitrag von: Wonderring am 06. Oktober 2017, 09:34:24
Moin , falls hier jemand noch ein 'bueschen Geld" uebrig hat, und in "zeitlose Kunst" investieren will, sollte er sich auch mal das "Essgeschirr" hier genauer anschauen!

Durchaus hat von dem einen oder anderen Teller schon Djingiskhan, oder Laotse oder "Fengchuie" gegessen, und das hat natuerlich seinen Preis dann  :] (Bitte dazu keine Kommentare, denn "Witz AUS)

https://de.yahoo.com/nachrichten/tausendj%C3%A4hrige-chinesische-porzellansch%C3%BCssel-f%C3%BCr-32-millionen-euro-versteigert-051438037.html

LG W.
Titel: Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
Beitrag von: franzi am 23. Oktober 2017, 18:42:10
In der Zeit des 1000jaehrigen Reiches wurde entartete Kunst als solche bezeichnet.
Das "Reich" ist Vergangenheit, daher gibts keine entartete Kunst mehr.

Zitat
In einem dreimonatigen Kunstprojekt befruchtete eine slowenische Künstlerin eine ihrer Eizellen mit Hundezellen und stillte einen Hund. Für dieses Projekt lebte sie in Abgeschiedenheit mit ihren Hunden. Ihr Engagement wurde durch einen internationalen Kunstpreis ausgezeichnet.

Mehr

https://deutsch.rt.com/gesellschaft/59388-kuenstlerin-fuer-stillen-hundes-befruchtung/ (https://deutsch.rt.com/gesellschaft/59388-kuenstlerin-fuer-stillen-hundes-befruchtung/)

Titel: Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
Beitrag von: Lung Tom am 23. Oktober 2017, 19:11:34

Einlieferung in die Klapsmühle,

für "Künstlerin" und Jury.

Mehr fällt mir dazu nicht ein... :}
Titel: Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
Beitrag von: franzi am 05. November 2017, 01:40:32
Eine andere Art von Kunst (Kunstmuseum Hamburg):

Tabakbau und Tabakverarbeitung in Havanna

. . . . Man bemerkt dies besonders bei den teueren Marken, deren Deckblatt gewöhnlich eine ganz dünne, feine, satingleiche Struktur hat.

Im Zigarrendrehen zeigt sich der Kubaner von seiner besten Seite, er ist unleugbar ein Künstler und steht in der Welt ohne seinesgleichen. Wenn man ihn beobachtet, wie verständnisvoll er eine Zigarre behandelt, wenn er ihr die letzte Nachhilfe gibt, dann ist man überzeugt, dass er sein ganzes Empfinden in diese Arbeit legt. In allen Havannafaktoreien, seien sie gross oder klein, besteht der Zigarrendreher auf einen durch die Zeit geheiligten Brauch. . . . . .


http://julius-hensel.ch/2017/11/tabakbau-und-tabakverarbeitung-in-havanna/ (http://julius-hensel.ch/2017/11/tabakbau-und-tabakverarbeitung-in-havanna/)

Was bei diesem Artikel allerdings fehlt ist eine Erwaehnung der Kuenstlerinnen. Die besten und teuersten kubanischen Zigarren sind ja angeblich die, welche kubanische Jungfrauen zwischen ihren Schenkeln rollen.

fr

Titel: Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
Beitrag von: Lung Tom am 09. November 2017, 18:56:59

Hatte früher einen Kollegen, der hat mir in meiner "Zigarrenzeit" von seinen Kuba-Besuchen immer Einiges mitgebracht hat. Das waren noch Zeiten,
als wir in Frankfurt schöne Abende genoßen mit prima Cohibas und Co.

Die Mitbringsel aus Kuba waren nicht billig, aber günstig. Das Bonmot mit den schenkelgerollten Zigarren habe ich auch gehört, aber wahrscheinlich ist das nur ein "Marketing-Gag", laß mich aber gern vom Gegenteil überzeugen...  ;D
Titel: Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
Beitrag von: franzi am 23. November 2017, 10:42:54
Diese "Kunst" wird wahrscheinlich nicht um Millionen von Euros verkauft werden koennen, da nicht lange haltbar.

(https://up.picr.de/31027945jr.jpg)

http://www.katholisch.de/aktuelles/aktuelle-artikel/gekreuzigte-kuh-in-kirche-katholiken-emport (http://www.katholisch.de/aktuelles/aktuelle-artikel/gekreuzigte-kuh-in-kirche-katholiken-emport)

fr
Titel: Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
Beitrag von: jock am 31. März 2018, 09:05:56
Eben ging in Basel die Uhren-und Schmuckmesse zu Ende.

Dieser Event ist in erster Linie fuer den Herren von Welt eine Veranstaltung,
die er mit grosser Erwartung entgegensieht.

Wohin geht der Trend ?

Nun diesmal zu kleiner und flacher und zu mehr Limitationen.Und dass neue
Wege des Vertriebs gesucht und eingeschlagen worden sind.
Der herkoemmliche PoS,das Schmuckgeschaeft oder der Uhrenladen verliert
zusehens.

Die Preislagen wurden moderater,allerdings gibt es auch Ausschlaege nach oben,
die einen Normalverdiener der Atem raubt.Eine Einzelanfertigung einer Herren-
armbanduhr der Firma Ulysse Nardin,die kaum oeffentlich getragen werden wird,
da sie eine kuenstlerisch und mechanisch hochwertige Pornoszene zeigt,schlaegt
sich mit 450.000 CHF zu Buche.

Porsche Design bietet eine Uhr an,die sich preislich in leistbarer Ebene befindet.

9.900 Euro soll sie kosten.Das Ziffernblatt ist farblich indent mit einer Speziallack-
ierung eines fahrbaren Untersatz der Sportwagenschmiede gleichen Namens.

Der Haken an der Sache ist,dass man diese Uhr nur dann erwerben kann,wenn man
gleichzeitig einen Wagen gleicher Lackierung ordert.Damit addiert sich die Ausgabe
an die 300.000 Euro.

Normalerweise kauft man sich eine Uhr,damit man die Zeit ablesen kann.

Manche Marken gehen den umgekehrten Weg.Man sieht nicht mehr auf den ersten
Blick,wie spaet es ist.Was man sieht ist nur der Minutenzeiger.Der Stundenzeiger
ist in einem separaten Anzeigefeld untergebracht und man braeuchte fuer einen
Ungeuebten etwas Zeit um zu wissen,wie spaet ist es.

Jedenfalls eine Uhr fuer Fetischisten der Entschleunigungstheorie.

Skelettierte Uhren sind schon seit einiger Zeit Mode geworden.Hier ist weniger
darauf wert gelegt,sofort und eindeutig die Zeit abzulesen sondern solche Uhren
lassen einen tiefen Blick in das Innere der Mechanik zu.

Alles dreht und bewegt sich.Das Gehaeuse ist durchsichtig,sowohl unten wie auch
oben,wo die Zeiger stehen.Nur sieht man sie halt schwer,wenn man wissen will,
bin ich zu frueh oder zu spaet dran.

Der "Second-hand -Markt" von Uhren geht zunehmend vom Troedlerladen weg
und hin zu den Erzeugerfirmen.Sie kaufen ihre Markenuhren an,reinigen und ueber-
holen sie,statten sie mit einer neuen Garantie aus und verkaufen sie weiter.

Jock

Titel: Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
Beitrag von: jock am 10. April 2018, 11:13:39
In der Kunst spielt das Feigenblatt eine wichtige Rolle.

Im antiken Griechenland war Pruederie unbekannt.Bildhauer schufen aus Stein
und Marmor Statuen,wo die Geschlechtsteile der Maenner fein herausgemeisselt
waren und weibliche Statuen anmutig ihre weiblichen Reize zeigen konnten.

Doch dann kamen dunkle Jahrhunderte,wo es verpoent war,Nackte in Gemaelden
darzustellen,da die Paepste fuerchteten,das glaeubige Volk koennte in Ekstase ver-
fallen.

So wurden Gemaelde,die einen Adam und eine Eva so zeigten,als waeren sie am
FKK-Strand, in den Kirchen entweder verhuellt oder gleich gar abgehaengt.

Kuenstler die in dieser Zeit werkten,vergassen nicht,Feigenblaetter vor die Geschlechts-
teile zu malen,bevor ihre Werke den Augen des gewoehlichen Volkes preisgegeben
wurden.

Das praegte sich stark ein.Speziell die ungebildeten,weiblichen Volksschichten bekamen
einen,sehr der Natur abweichenden Eindruck vom maennlichen Koerper.

So kam es,dass nach der Hochzeitsnacht,leicht verstoerte junge Frauen,verzweifelt
am,neben und unter dem Bett,das abgebrochene Feigenblatt suchten.

Lang,lang ist es her,denkt man sich,und laechelt darueber.

Doch die Pruederie ist noch immer unter uns.Waehrend die Statue des Davids,vom
Meister  Michelangelo geschaffen,vor dem Alten Rathaus von Florenz auf der Piazza
della Signoria ohne Lendenschurz steht,ist die Kopie davon im Royal Albert Museum
in London mit einem eigens angefertigten gipsernen Feigenblatt  versehen.

Oder,als ein Kunstlehrer in Utah seinen Studenten ein Gemaelde von Boucher mit einer
nackten Odaliske zeigte,wurde er wegen Pornographie gefeuert.

Wie spaeter der Islam in Deutschland mit Nacktheit umgehen wird,ist noch offen.

Wahrscheinlich stoert es ihn nicht sehr,vorausgesetzt,die Frauen haben ihr Haar be-
deckt.

Jock
Titel: Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
Beitrag von: Suksabai am 10. April 2018, 11:34:44

Nur zur Erinnerung, wie Michelangelos David aussieht:

(http://up.picr.de/32355982un.jpg)

Titel: Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
Beitrag von: namtok am 10. April 2018, 12:33:32

Skelettierte Uhren sind schon seit einiger Zeit Mode geworden.Hier ist weniger
darauf wert gelegt,sofort und eindeutig die Zeit abzulesen sondern solche Uhren
lassen einen tiefen Blick in das Innere der Mechanik zu.

Alles dreht und bewegt sich.Das Gehaeuse ist durchsichtig,sowohl unten wie auch
oben,wo die Zeiger stehen.Nur sieht man sie halt schwer,wenn man wissen will,
bin ich zu frueh oder zu spaet dran.


Durch "Schweinchen Dick" erstmals auf diese schönen Teile aufmerksam geworden:

https://www.google.de/search?q=richard+mille&source=lnms&tbm=isch&sa=X&ved=2ahUKEwjqi7DD_a7aAhUDKVAKHWhvCoAQ_AUoAnoECAAQBA&biw=1067&bih=470
Titel: Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
Beitrag von: Suksabai am 10. April 2018, 12:38:54

@namtok

hier siehst du noch mehr Schönheiten:
https://www.google.de/search?biw=1024&bih=612&tbm=isch&sa=1&ei=WE3MWr6CF8OFvQTZqrmwCQ&q=tourbillon&oq=tourbi&gs_l=psy-ab.1.0.0l2j0i67k1j0l6j0i10k1.30674.33326.0.37184.6.6.0.0.0.0.364.1550.0j1j4j1.6.0....0...1c.1.64.psy-ab..0.6.1544....0.zkRQ3Aaeh8E (https://www.google.de/search?biw=1024&bih=612&tbm=isch&sa=1&ei=WE3MWr6CF8OFvQTZqrmwCQ&q=tourbillon&oq=tourbi&gs_l=psy-ab.1.0.0l2j0i67k1j0l6j0i10k1.30674.33326.0.37184.6.6.0.0.0.0.364.1550.0j1j4j1.6.0....0...1c.1.64.psy-ab..0.6.1544....0.zkRQ3Aaeh8E)

Titel: Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
Beitrag von: jock am 08. Oktober 2018, 21:34:25
Die Kunst der Banknotenfaelschung

Bis 1860 waren in den USA 6.000 verschiedene Banknoten im Umlauf.

Jeder Bundesstaat druckte ihre eigenen Banknoten und waren alle ueberall in den USA
als echtes Zahlungsmittel anerkannt.

Bei dieser riesigen Anzahl verschiedener Dollarscheine,war es fuer jedermann schwierig,
Faelschungen zu erkennen,was die Gilde der Faelscher auch weidlich ausnuetzte.

Praesident Abraham Lincoln erkannte die Gefahr fuer die Stabilitaet der amerikanischen
Waehrung und schuf eine Bundesbehoerde,die alleine zukuenftig einheitliche Dollarnoten her-
stellen darf.Das Bureau of Engraving and Printing,das heute noch fuer den Druck der Buck's zu-
staendig ist.

Dabei machte man zwei entscheidene Fehler.

Der erste Fehler war,dass alle Dollarnoten,egal welchen Wert sie hatten,die selbe Groesse
und Farbe hatten.Also eine 5 Dollarnote war genauso gross,wie eine 100 Dollarnote.

Und der zweite Fehler war,dass die Druckfarbe mit einer speziellen Chemikalie abgewaschen
werden konnte.

Dies nutzten die Faelscher weidlich aus.

Der echte 5 Dollarschein wurde abgewaschen und als 100 Dollarnote wieder geboren,
denn die Drucktechnik war noch nicht so weit entwickelt wie heute und die Faelschungen
blieben oftmals unerkannt.

Das fiel lange Zeit nicht auf,denn das "Spezialpapier" war ja echt.

So wurden einige Schlitzohren Millionaere und hatten ein angenehmes Leben.

Die drohende Todesstrafe,die auf Geldfaelscherei stand,beunruhige nicht sehr,trotzdem
war das Faelschen mit Arbeit verbunden und ein Portugiese sann,wie er denn zu echten
Banknoten kommen koennte,die sogar von einer autorisierten,englischen Staatsdruckerei
hergestellt werden.

Dann hatte er eine Idee und bald hatte er 100 Millionen echte portugiesische Escudos in
der Hand.

Jock

Titel: Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
Beitrag von: Kern am 08. Oktober 2018, 22:28:27
... und ein Portugiese sann,wie er denn zu echten
Banknoten kommen koennte,die sogar von einer autorisierten,englischen Staatsdruckerei
hergestellt werden.

Dann hatte er eine Idee und bald hatte er 100 Millionen echte portugiesische Escudos in
der Hand.


Klingt spannend  :-)
Titel: Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
Beitrag von: jock am 09. Oktober 2018, 11:09:08
Glaub ich sofort.

Da warten offensichtlich einige Kollegen,deren Finanzen down sind,auf eine Fort-
setzung.

Das wundert mich schon,denn der letzte Sommer war heiss und die Gastgaerten
waren voll.

Doch denen drehe ich eine lange Nase.

Wie der Fall abgelaufen ist,werde ich erst im Laufe des Jahres 2038 hier an dieser
Stelle einstellen.

Jock

Titel: Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
Beitrag von: namtok am 14. Oktober 2018, 20:36:41
Keine Ahnung wieviel das neueste Kunstwerk des Thai Strassenkünstlers "Headache Stencil" nun wert ist   :-)  C--

(https://scontent-frx5-1.xx.fbcdn.net/v/t1.0-9/42242890_1036357053209715_2068076471565418496_n.jpg?_nc_cat=110&oh=1b3859becedc25bd228d855a638ca7fe&oe=5C5B675E)
Titel: Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
Beitrag von: Bruno99 am 14. Oktober 2018, 20:49:56
Koennte das eventuell  Samak  (https://en.wikipedia.org/wiki/Samak_Sundaravej) darstellen  {--
Titel: Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
Beitrag von: namdock am 14. Oktober 2018, 22:52:52

Sieht aus wie ein Sparschwein, deren es ausreichend zum Weltspartag bei den Banken und Sparkassen gibt!

mfg

Dieter
Titel: Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
Beitrag von: franzi am 15. Oktober 2018, 04:05:34
Koennte das eventuell  Samak  (https://en.wikipedia.org/wiki/Samak_Sundaravej) darstellen  {--

Eindeutig!

fr
Titel: Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
Beitrag von: namtok am 15. Oktober 2018, 06:28:18
War wohl etwas zu schwierig, muss da noch etwas "nachhelfen"  ]-[

(https://scontent-frx5-1.xx.fbcdn.net/v/t1.0-0/p370x247/27336754_1734935883233348_7875992469526767366_n.jpg?_nc_cat=105&oh=29a8f9531f8bc93453e8ad2b1fb22be2&oe=5C4AEB3D)
Titel: Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
Beitrag von: Bruno99 am 15. Oktober 2018, 07:00:27
Keine Chance, ich bleibe bei Samak   ;]
Titel: Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
Beitrag von: franzi am 15. Oktober 2018, 19:09:05
War wohl etwas zu schwierig, muss da noch etwas "nachhelfen"  ]-[

(https://scontent-frx5-1.xx.fbcdn.net/v/t1.0-0/p370x247/27336754_1734935883233348_7875992469526767366_n.jpg?_nc_cat=105&oh=29a8f9531f8bc93453e8ad2b1fb22be2&oe=5C4AEB3D)

Na geh, wenns nicht nach deiner Fason geht bist du offensichtlich auf beiden Augen blind (haupsaechlich bei der Thaksinmafia, aber auch hier)

Ich habe in meinem langen Leben noch nie einen Menschen wie Samak gesehen, bei dem man, wenn man ihm in die Augen schaut, gleichzeitig auch in die Nasenloecher schaut.
Wenn der sogenannte Kuenstler damit jemanden anderen darstellen oder parodieren wollte, vielleicht den von dir liebevoll genannten "Schweinchen Dick", dann hat er sein Ziel eindeutig verfehlt und ist kein Kuenstler sondern ein Versager.

fr
Titel: Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
Beitrag von: jock am 26. Oktober 2018, 05:42:00
432.500 US-Dollar legte der anonyme Telefonkaeufer fuer ein Bild hin,das in
New York bei Christie's versteigert wurde.

Das Bild wirkt etwas verschwommen,doch erkennt man ein Portrait eines Herren,
der aus dem 18.Jahrhundert stammen koennte,wie seine weisse Halskrause und
schwarzem Talar hindeutet.

Bei Bildern dieser Art,sind Preise in der genannten Hoehe nicht ungewoehnlich.

Warum dieser Versteigerungsvorgang weltweite Beachtung gefunden hat,liegt da-
ran,dass ein Computer,dem man Kuenstliche Intelligenz 'beigebracht" hat,das Bild
geschaffen hat.

Die Gruppe,die den Computer mit den entsprechenden Algorithmen gefuettert hat,
hatte einen Verkaufserloes von etwa 10.000 $ gerechnet.

Ohne den Hintergrund,des Erschaffensvorgang zu wissen,haette kaum jemand am
Flohmarkt 5 Euro ausgelegt,denn das Bild ist weder von der Motivlage ausgefallen,
noch ist es in irgendeinerweise "schoen".Unscharf ist es,das erkennt man sofort.

Ich fuer meinen Teil haette keinen mueden Bath dafuer ausgegeben,eher noch ein
paar Bath fuer ein,von einem Elefanten gemaltes Gemaelde.

Auch meine Besorgnis,dass die Kuenstliche Intelligenz mein Erdendasein ueberfluessig
machen koennte,ist angesichts des Ergebnisses verflogen.

Ungeloest sind noch die rechtlichen Fragen,die bei einem derartigen Einsatz der KI
entstehen.

Wer hat die Urheberschaft an dem Bild ? Der Computer ?der Programmierer ?Niemand ?

Wer bekommt die Tantiemen,fuer einen, von KI komponiertem Erfolgsschlagers ?

Jock



Titel: Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
Beitrag von: Kern am 26. Oktober 2018, 14:19:48
Es geht um das Bild "Portrait von Edmond de Belamy"

Aus >> https://de.wikipedia.org/wiki/Portrait_of_Edmond_de_Belamy <<
Zitat
Das Werk basiert auf einem Algorithmus. Dieser besteht aus zwei Teilen, dem Generator und dem Discriminator. In das System wurde ein Datenset von 15.000 Porträts eingespeist, die zwischen dem 14. und 20. Jahrhundert entstanden. Der Generator erzeugte anschließend, basierend auf dem Set, ein Bild.
Titel: Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
Beitrag von: schiene am 27. Dezember 2018, 11:23:06
Geschehen im Oktober 2018
"Sie hatte 1,2 Millionen Euro geboten, bevor sich das Werk selbst zerstörte. Zunächst sei sie geschockt gewesen.
Inzwischen begreift sie das Werk, das nun den Titel "Love is in the Bin" trägt, als "ein Stück Kunstgeschichte"

"Das am vergangenen Freitag während einer Auktion in London geschredderte Kunstwerk des Street-Art-Künstlers Banksy ist erfolgreich verkauft worden. Das teilte das Auktionshaus Sotheby’s mit. Die Käuferin sei eine „europäische Sammlerin und langjährige Kundin von Sotheby’s“. Sie habe das Bild vergangene Woche ersteigert und nehme es auch zerschreddert an. Sie bezahle den Preis, der bei der Auktion erzielt wurde – umgerechnet rund 1,2 Millionen Euro."
hier gehts weiter
Quelle>
https://www.welt.de/vermischtes/article181957202/Geschreddertes-Kunstwerk-Ich-war-geschockt-Bieterin-aeussert-sich-zum-Banksy-Bild.html (https://www.welt.de/vermischtes/article181957202/Geschreddertes-Kunstwerk-Ich-war-geschockt-Bieterin-aeussert-sich-zum-Banksy-Bild.html)
https://youtu.be/k2fFL0aDXZk (https://youtu.be/k2fFL0aDXZk)
Titel: Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
Beitrag von: franzi am 28. Februar 2019, 05:58:17
https://www.youtube.com/watch?v=Ibkg5E-0Pz4 (https://www.youtube.com/watch?v=Ibkg5E-0Pz4)

fr
Titel: Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
Beitrag von: jock am 28. Februar 2019, 08:26:33
Es ist bedauerlich,dass du bei der Skulptur des Schneewittchen,die "Kunst" nicht
erkennst.

Ich will dir auf die Spruenge helfen.

Die Kunst bei dem aeh... Ding liegt darin,dass es dem Kuenstler gelungen ist,
dieses Gebilde um einen ansehlichen Betrag an die Stadtgemeinde zu verhoeckern.

Jock
Titel: Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
Beitrag von: jock am 23. Juli 2019, 09:21:09
Die Hochzeit

Eine Fotografie ist eine Momentaufnehme.Eine Momentaufnahme ist auch die alte Fotografie,
die die Hochzeitsgesellschaft zur Hochzeit meiner Cousine aus dem Jahr1949 zeigt.

So an die 30 Gestalten sind da abgebildet,darunter auch ich.Manche blicken ernst in die
Kamera,andere froehlich.
Besonders froehlich wirkte der Brautvater,der heilfroh war,seine Tochter unter die Haube ge-
bracht zu haben.

Die Hochzeitstafel war im oberen Stock des Gasthauses Fichtenbauer,wo man auf den
Tischen die selbstgebackenen Torten platzierte und das mitgebrachte Radio leise Musik
spielte.
Man musste die Torten selbst backen,denn der einzige Konditor des Ortes war noch in
russischer Kriegsgefangenschaft und daher weit weg.

Es war eine,der ueblichen,eher ruhigen Veranstaltung,wo nur der Braeutigam nervoes wurde,
als er bemerkte,dass sein Weib entfuehrt worden war.Nachdem man ihn ueberreden konnte,
sich nicht aus Gram aus den Fenster zu stuerzen,sondern sich auf die Socken zu machen
hat,um die Braut auszuloesen,endete der Tag sattgefressen und zufrieden.

Eine Momentaufnahme einer Hochzeitsgesellschaft ist auch das Gemaelde des Frans Francken
d.J. ,das er im Jahre um 1620 gemalt hat.

Und dabei ging es rund zu.

Zur Hochzeit des Lapithenkoenigs Peirithoos mit der schoenen Hippodameia,wurden auch die
Zentauren eingeladen.
Die Zentauren sind,wie jeder weiss,Geschoepfe,die einen Pferdekoerper mit einem Menschen-
koerper vereinen.Sie gelten und galten aus ungehobelt,frech und wurden als Wuestlinge be-
trachtet.

Es kam,wie es kommen musste.Durch den Genuss des ungewohnten Weines wurden sie hitzig
und begannen die anwesenden Frauen zu belaestigen,zu schaenden und zu vergewaltigen.
Im den nachfolgenden Tumulten wurde geschlagen,gemeuchelt und gedolcht.Das Blut floss in
Stroemen und keiner bekam ein Stueck von der Hochzeitstorte ab.

Frans Francken d.J. hat dies alles in seinem Gemaelde festgehalten,das Jahrzehnte,eher unbe-
achtet an der Wand als Staubfaenger hing.

Bei einer Veranstaltung der Sendereihe " Bares fuer Rares" wollte die Besitzerin das Werk los-
werden.
Der Experte geriet leicht aus der Fassung,als er erkannte,was fuer ein Prachtstueck er vor
sich hatte.
Auf die Frage des Moderators,wie viel Geld sich die Besitzerin erwarte,antwortete sie 12.000.

Der Experte schaetzte das Gemaelde zwischen 8.000 und 10.000 Euro ein.Im Ankaufsraum
erzielte die Dame 10.000 Euro und zog zufrieden ab.

Doch einige Fragen sind offen.

Hat sich der Experte geirrt ? Mussten die Ankauefer,die Kunsthaendler sind,wissen,dass Fans
Frankens - Werke Preise bis zu 7.000.000 Euro ereichen ?

Wenn dem so ist,wer haftet fuer den Schaden ? Gilt hierbei nicht auch die Regel,dass ein
Geschaeft rueckgaengig zu machen ist,wenn der Preis "unter dem halben Wert " liegt ?

Jock



Titel: Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
Beitrag von: Lung Tom am 23. Juli 2019, 15:56:55
Im letzten Beitrag geht @jock ja auf das Sendeformat "Bares für Rares" ein, und wirft ein paar interessante Fragen dazu auf...Die Problematik stellt sich aber eigentlich noch verstärkter dar, wie man dem folgenden Beitrag entnehmen kann. Nun zwar vielleicht ein wenig sehr ruhig, aber der Mann hat zumindestens von seinem Themengebiet Ahnung:

"Bares für Rares" - Betrug auf ganzer Linie

https://youtu.be/64diCUsTIj0
Titel: Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
Beitrag von: jock am 23. Juli 2019, 18:08:18
Betrug ist,wenn man jemanden absichtlich,zu seinem Nachteil,Handlungen oder Taeuschungen
setzt,die diesen einen Vermoegensschaden zufuegen.

Diesen Nachweis ist zu fuehren,wird sich aber kaum bei der Sendung "Bares fuer Rares" er-
fuellen.

Alleine,dass diese Sendung gescript zur Ausgabe gelangt,ist keiner.Diese Sendung laueft unter
"Unterhaltungssendung"und es ist allgemein bekannt,dass solche Sendeformate keine "Live"-
Berichte oder Reportagen sind.

In einer Ausgabe werden bis zu 6 Exponate begutachtet und eventuell verkauft.Da ist ja schon
klar,dass da eine redaktionelle Hintergrundarbeit stecken muss.

Es ist daher richtig,dass Statisten eingesetzt werden,dass gecastet wird und das dies alles eine
Vorlaufzeit benoetig.
Auch die Experten sind nicht allwissend und muessen sich fuer die Expertise vorbereiten.

Zudem kommt noch,dass im Vorfeld zu pruefen ist,ob nicht so Raubkunst auf den Markt kommt.

Die Experten sind mittlerweile landesweit bekannt und fuehren eigene Laeden.Sollten sie ab-
sichtlich eine falsche Expertise abgeben,koennen sie den Beruf wechseln.Es ist auch vertrag-
lich abgesichert,dass die Experten nicht hinterher das verkaufte Stueck vom ankaufenden Haend-
ler erwerben duerfen.

Die Haendler selber sehen erst im Ankaufsraum die Exponate zum erstemal.Sie richten ihre An-
bote danach aus,ob das angebotene Stueck ueberhaupt zu ihrem Geschaeftsfeld passt.

Die Juwelierin wird kaum ein noch so wertvolles Kinderspielzeug ankaufen,der "Troedler" kein
altmeisterliches hollaendisches Gemaelde,einfach,weil sie keinen Kundenkreis dafuer haben.

Die Preise,die sich bei der "Versteigerung" ergeben,bilden sich nach der Konkurrenz der Mitbieter,
der eigenen Geldtasche und Marktwissen.

Was sie eint ist,die erworbenen Exponate moeglichst schnell an den "Mann" zu bringen.

Die Anbieter sind in der Regel handlungsbefaehigte ( im rechtlichen Sinn) Personen,die oftmals
bereits via Internet oder durch andere Gutachten bestaerkte Erwartungshaltungen mitbringen.
Ist ihnen das Preisangebot zu gering,koennen sie jederzeit von einem Verkauf Abstand nehmen
und ihr Kunstwerk bei einem Auktionshaus einbringen.

Das  kostet allerdings relativ viel Geld.Die Schaetzung kostet,eine Fachexpertise kostet,die
Einlagerung kostet,die Versicherung kostet,die Abbildung des Lots im Katalog kostet und die
Durchfuehrung der Auktion kostet ebenfalls,wo ein aliquoter Anteil verrechnet wird.

Alle diese Kosten werden nicht rueckerstattet,wenn das Werk vor der Versteigerung zurueck-
gezogen wird oder wenn es unverkaeuflich bleibt.

Die Sendung "Bares fuer Rares" sollte man nicht allzu hoch aufhaengen.Es ist eine vergnueg-
liche Stunde ( ausser des Moderators),wo man vieles dabei in Erfahrung bringen kann,wenn
man sich fuer Kunst interessiert.

Jock


Titel: Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
Beitrag von: Suksabai am 23. Juli 2019, 18:23:01


@jock

besser hast du gar nicht beweisen können, dass du das von @Lung Tom eingestellte Video zum Thema bestens ignoriert hast,

hier wird nämlich von einem gerichtlich beeideten Sachverständigen kritisiert - auch, dass betrogen wird...

Titel: Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
Beitrag von: jock am 23. Juli 2019, 18:49:42
@Suksabai

Irrtum,das Video habe ich mir angesehen.

Nur bin ich der Meinung,dass es sich nicht um Betrug handelt.

Wenn der gerichtlich vereidigte Sachverstaendige sicher ist,dass es sich um Be-
trug handelt,sollte er Betrugsanzeige einbringen.

Hat er das ?

Jock
Titel: Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
Beitrag von: Suksabai am 23. Juli 2019, 19:28:47


Klar, der werte @jock will als unbeteiligter Dritter ohne persönlichen Nutzen seine philantropische Ader ausleben

und bei Kenntnis eines Betruges, der ihn aber im Prinzip nichts angeht, eine Anzeige erstatten.

Geht das überhaupt im mitteleuropäischen Rechtssystem?

Das wäre nämlich ziemlich lustig, wenn jeder, der einen Verdacht hat (in diesem Fall sehr begründet), als gänzlich Unbeteiligter eine gerichtliche Anzeige macht...

Da freuen sich die Gerichte schon richtig...  }{

Titel: Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
Beitrag von: Bruno99 am 23. Juli 2019, 19:51:14
Nur bin ich der Meinung,dass es sich nicht um Betrug handelt.

Dann waere es doch ein leichtes, den Viedeoeinsteller zu verklagen, uebernimmst du diesen Part?
Titel: Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
Beitrag von: jock am 01. August 2019, 17:52:04
Der "Kontenausgleich"

Charles Ephrussi war Familienmitglied der stinkreichen Bankiers-und Getreidehaendler-
familie Ephrussi aus Wien.

Die Familie stammt urspruenglich aus Odessa,zog spaeter nach Wien,wo auch eine Bank
gegruendet worden war und lebte im Palais Ephrussi.

In Paris leitete er die Bank - und Getreidehandelsgeschaefte und gab eine bekannte Kunst-
zeitschrift heraus.

Damit hatte er Kontakte mit zeitgenoessischen Kuenstlern,darunter auch mit Manet.

Eines Tages kaufte er beim Kuenstler ein Bild,das ein Stillleben mit einem Buendel Spargel
zeigte und vereinbarte einen Preis von 800 Franc.

Da ihm das Bild sehr gut gefiel,ueberwies er statt 800 Franc gleich 1.000 Franc.

Das verletzte Manet's Stolz sehr und sann,wie er die "Schuld"ausgleichen koenne.

Einige Wochen spaeter ueberreichte Manet dem Charles Ephrussi ein kleines Bild,mit der
Anmerkung : " Da ist wohl eine herausgefallen".

Das kleine Bild zeigt eine einzelne Spargel,die schon leicht verwelkt war.

Schon zu Lebzeiten verkaufte Charles die Bilder und kamen ueber verschiedene Haende
in den Kunsthandel und auch zu einer Nachfahrin des Charles.

1968 wollte der Bankmanager Hermann Josef Abs dem verstorbenen Bundeskanzler Aden-
auer zum Gedenken,dem Wallfraf -Richartz - Museum, ein fehlenes Manet - Werk besorgen.

Um 1.360.000 $ erwarb er das Stillleben "Spargelbuendel" und uebergab es dem Museum.

Seither ist es dort zu bewundern.Das Bild mit der einzelnen Spargel haengt in Paris im
Musee' d'Orsay.

Jock
Titel: Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
Beitrag von: Kern am 02. August 2019, 16:01:01
Spargel kann zuweilen sehr teuer sein.  :-)

(https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/a/a4/Edouard_Manet_Bunch_of_Asparagus.jpg)

(https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/a/a4/Edouard_Manet_-_Asparagus_-_Google_Art_Project.jpg/983px-Edouard_Manet_-_Asparagus_-_Google_Art_Project.jpg)
Titel: Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
Beitrag von: jock am 19. August 2019, 10:00:16
Placido Domingo - der Marathonsaenger

3.900 Auftritte in seiner Karriere,134 verschiedene Opernpartien in seinem Repertoire,
Abermillionen verkaufter Tontraeger - das alles hat er begnadeten Stimmbaendern zu
verdanken.

Alleine in diesem Jahr hat er noch 21 Auftritte auf den verschiedenen Opernbuehnen
geplant,da noch nicht eingerechnet Konzertaufzeichnungen,wie Christmas in Vienna
und andere.

Die Aufuehrungsorte reichen von der Scala ueber die Wr.Oper,Metropolitan Opera,Elb- philharmonia,Moskau,Salzburg und und und bis Szeged.
Nur seine Auftritte an den westlichen Opernhaeuser der USA sind fraglich,weil da
ploetzlich der Verdacht eines "#metoo"im Raum schwebt.

Ohne eine tuechtige Kuenstleragentur im Hintergrund und einsatzfaehiger Privatjets
ist das nicht zu bewaeltigen.

78 Jahre ist der Kuenstler alt,die Stimme ist immer noch gut,sodass die Abendgage
in er Hoehe von 15.000 - 20.000 Euro gerne bezahlt wird.Da es fuer einen Star am
Opernhimmel keinen Kollektivvertrag gibt,wird die Gage frei ausgehandelt und da darf
es fuer Placido Domingo gerne ein bisschen mehr sein.

Nicht von ungefaehr wird seine Vermoegenslage mit 200 Mio Euro angegeben.

In der Branche gilt Placido Domingo als "unruhig",das ist die vornehme Umschreibung,
dass er ein Lustmolch war bzw.ist.
Er pflegte zu sagen,dass ein "Garnituerchen" unmittelbar vor dem Auftritt,seine Stimm-
baender besonders inspirieren und zur Glanzleistung verhelfen.

Die stehend Ovation spendenden Opernbesucher,haben normalerweise davon keine Ahn-
ung,was sich in der Garderobe abgespielt hat und glauben einen besonderen Goetterfunke
erlebt zu haben.

Ich persoenlich halte nicht viel von #metoo.Die Anschuldigungen reichen Jahre,wenn
nicht Jahrzehnte zurueck.
Ein Gegenbeweis ist nicht mehr zu fuehren,dafuer hat man misstrauische Ehefrauen auf-
gescheucht.

Im Fall Placido Domingo hat sich mir ein Floh ins Ohr gesetzt.

Ist es wirklich so,dass man hinterher besser Singen kann ?

Jock





Titel: Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
Beitrag von: Don Patthana am 19. August 2019, 14:58:18
Placido Domingo - der Marathonsaenger


Ist es wirklich so,dass man hinterher besser Singen kann ?

Jock



Probiers einfach mal aus🐝
Titel: Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
Beitrag von: franzi am 17. September 2019, 04:10:26
„Jetzt!“ – Deutschlands wichtigste junge Maler in bundesweiten Schauen – Fotos

(https://cdnde2.img.sputniknews.com/images//32573/17/325731747.jpg)

(https://cdnde2.img.sputniknews.com/images//32573/15/325731551.jpg)

https://de.sputniknews.com/bilder/20190915325732609-jetzt-deutschlands-junge-maler/ (https://de.sputniknews.com/bilder/20190915325732609-jetzt-deutschlands-junge-maler/)

Elefanten in der Chiang Mai Gegend malen bessere Bilder.

fr
Titel: Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
Beitrag von: TeigerWutz am 17. September 2019, 06:46:55
Zitat von: franzi
Deutschlands wichtigste junge Maler in bundesweiten Schauen
Elefanten in der Chiang Mai Gegend malen bessere Bilder.

Mei' Favorit, den ich mir sofort in mein Schloss hängen tät' (https://www.cosgan.de/images/smilie/frech/g060.gif)

(https://up.picr.de/36778430vm.jpg)

Fotos auch hier:
https://www.nataliahug.com/artist/jana-schroder/works/
Titel: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
Beitrag von: Helli am 17. September 2019, 17:57:56
Der Wert jeder "Kunst" wird bestimmt von dem was jemand bereit ist, dafür zu bezahlen!
Mehr gibt es dazu nicht zu sagen.
Titel: Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
Beitrag von: tingtong58 am 17. September 2019, 19:01:39
Zitat
Mei' Favorit, den ich mir sofort in mein Schloss hängen tät'
Man sieht das der Niedergang einer einstigen Kulturnation bis zum "geht nicht tiefer" abgedriftet / abgesunken ist. Mein Gott ist das "entartet"!
Titel: Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
Beitrag von: TeigerWutz am 17. September 2019, 20:04:59
Kunst, die sich auch unser Rampo in's Haus stellen würde:

Martin Grandits
(https://up.picr.de/36780964iq.jpg)

LG TW
Titel: Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
Beitrag von: tingtong58 am 17. September 2019, 20:33:51
@ Teigerwutz
das ist ein weiterer Beweis (fuer entartete Kunst) ;D
Da war doch auch mal ein D.dorfer mit seiner "Kunst" - Kotzsmilly
Fuer "Kunst " also wirkliche Kunst, stehen sehr, sehr viele Beispiele im Vatikan, Versailles, ect., ect. ;D
Titel: Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
Beitrag von: rampo am 18. September 2019, 08:16:28
Kunst, die sich auch unser Rampo in's Haus stellen würde:

Martin Grandits
(https://up.picr.de/36780964iq.jpg)

LG TW


I mog  na nur so , ollas wos im Bauch is  kert mir . :]

(https://up.picr.de/36785197mz.jpg)

Wose hob des hobe . {*

Serwas  Franzl .


Titel: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
Beitrag von: Helli am 18. September 2019, 16:52:26
Da war doch auch mal ein D.dorfer mit seiner "Kunst" - Kotzsmilly
Das war dieser Clown: https://de.wikipedia.org/wiki/Joseph_Beuys
Diese Art von "Künstlern" brauchen Schleimer und Wichtigtuer, die diese angebliche Kunst "interpretieren" und hypen! Normalen Menschen mit gesundem Verstand ist das nicht zu vermitteln. Siehe: https://www.sueddeutsche.de/kultur/wie-einst-beuys-fettecke-putzfrau-schrubbt-kunstwerk-kaputt-1.1180540
Titel: Re: ist "Kunst" wirklich so viel Wert?
Beitrag von: goldfinger am 19. Oktober 2019, 16:21:38
(http://debeste.de/upload/073f450180981d23f6e644ff3efc3fd28662.jpg)