ThailandTIP Forum

Thailand lokal => Thema Thailand => Thema gestartet von: Tommi am 24. November 2014, 15:05:51

Titel: Tiergeschichten aus Thailand
Beitrag von: Tommi am 24. November 2014, 15:05:51
Ich weiss gar nicht, ob es so ein Thema schon gibt, gefunden hatte ich es nicht.

Nun, ich denke, da wir gerade viel über Hunde schreiben, es könnte ja sein, dass so manch
Einer etwas interessantes mit Tieren in Thailand erlebt hat.

Ich mache mal den Anfang, auch wenn meine Geschichte eigentlich in Europa beginnt:

Mein Kater Kimba kam einst von einem Bauernhof am Niederrhein, als Welpe. Inzwischen zählt
er 15 Lenze, zog mit mir schon in die Schweiz und später nach Thailand um.

Von Zürich aus ging es mit der "Edelweiss" direkt nach Phuket. Kimba machte es sich auf meinem
Schoss bequem, schaute dem Nachthimmel, dem Flugpersonal und den vielen Fluggästen zu. Das
ging so über geschlagene sechs Stunden, zwischendurch frass er ein bisschen und schlief auch mal
kurz ein. Das Ganze ohne jegliche Medikation - "Hundekatzen" sind manchmal so. :-)
Schliesslich, nach all der Zeit, wurde ich aber doch höflich von der netten Saftschubse gebeten,
Kimba wieder in seine Box zu verfrachten. Der Kapitän hatte wohl Wind bekommen. Das brachte
mir bis Phuket einen steifen Arm ein, denn Kimba schrie ab sofort erbärmlich, wenn ich nicht meine
Hand in die Box streckte und streichelnd über ihn legte.
Freunde holten mich dann am Flughafen Phuket ab und alsbald waren wir in Chalong angekommen.
Kimba untersuchte noch einmal seinen "Kerker", schlug sich den Bauch voll und machte das Licht aus.
(jedenfalls sieht es so aus)
Am nächsten Tag verliebte er sich sofort in Thailand, oder eigentlich mehr in besonders langsame Geckos.

Nun lebt er glücklich und zufrieden in Chumphon, ich hoffe, es klappt noch ein Weilchen. Er bringt nur
einen kleinen Nachteil mit sich - er ist fixiert, klebt an meinen Hacken, lässt mich nicht aus den Augen.
Und wenn man ein Tier derart verwöhnt hat, fällt es fast schwer, das Haus zu verlassen. Darum fällt
so manche, lieb gemeinte Einladung ins Wasser. Den lieben Jock konnte ich deshalb bisher nur auf Phuket
treffen, zu ihm kann ich erst reisen, wenn das Unvermeidliche eingetreten ist. Ich traue hier niemanden zu,
sich um diese verwöhnte Katze kümmern zu können.
Bisher hat auch jeder Verständnis gezeigt, wenn auch mit unterschiedlichen Worten.
Member Arthur etwa umschrieb das Problem einmal charmant so:
"Sch.eiss Katze!" So ist er halt, ich habe ihm längst verziehen... :-)

PS: Ich meine das Unvermeidliche von Kimba, nicht Jock! C--



(http://up.picr.de/20210686qy.jpg)

(http://up.picr.de/20210687zp.jpg)

(http://up.picr.de/20210688zu.jpg)

(http://up.picr.de/20210689sl.jpg)

(http://up.picr.de/20210690ms.jpg)

(http://up.picr.de/20210691fp.jpg)
Titel: Re: Tiergeschichten aus Thailand
Beitrag von: malakor am 24. November 2014, 15:54:58
Kannst du waehrend deiner Reise zu jock den Sch...Kater nicht deiner lieben Mia anvertrauen ?
Oder ist sie mit dem kleinen Kater ueberfordert ?  ;D
Titel: Re: Tiergeschichten aus Thailand
Beitrag von: Tommi am 24. November 2014, 15:55:54
Sie sagt nein, ich behaupte ja. ;D :-)
Es war schwer genug einer Thai zu erklären - Katze schläft im Haus ... und vor allem wo!  :]
Titel: Re: Tiergeschichten aus Thailand
Beitrag von: jock am 24. November 2014, 16:46:28
Auch der fette Kater von @Tommi ist mit eingeladen.

Nach 5 Tagen ist er schlank wie eine Gerte und hat Hasenpanier an.

Vielleicht muesste ich hinterher die Wohnung neu renovieren,aber das
waere es wert.

Die hohe Kunst der thailaendisch-farang`schen Haustierhaltung ist,das
Tier in der Wohnung schlafen zu lassen.

Nur Chuck Norris,Rambo(der Richtige),Spartacus schaffen das mit Muehe und Not.

Die Meisten ziehen den Schweif ein.

Jock 


Titel: Re: Tiergeschichten aus Thailand
Beitrag von: Tommi am 24. November 2014, 19:08:07
Jock, Kimba wartet bis Ruhe eingekehrt ist und er erwarten kann, dass keine
"komischen Sachen" mehr in der Luft liegen. Dann schläft er im Bett, ein
Trauma für eine Thai, sicher wohl für 95% von ihnen.
Mein Kommentar: "Sorry, Kimba war vor dir da." ;D
Dieses Tier mag mit einem Flugzeug klar kommen, Autos hasst er. Von
Phuket bis Chumphon hat er es geschafft, so gut wie ununterbrochen zu
jaulen ... sechs Stunden lang! Und selbst wenn, dein Hund müsste schon
ein gnadenloser "Katzenmörder" sein. Ist er es nicht, dreht Kimba den
Spiess um. Wenn ein Hund auf den Hof kommt, wird aus dem lieben,
alten Kater eine schlimme Bestie. Ich tippe auf "Welpentrauma". :-)
Titel: Re: Tiergeschichten aus Thailand
Beitrag von: Tommi am 05. Februar 2015, 22:33:21
Wenn Schlangen Ferien machen

1.Teil: In unserer Gegend gibt es Schlangen. Ich lebe in Thailand, was für eine Sensation.
Aber es gibt viele und viele unterschiedliche Arten. Erst gestern bin ich quasi dem Tod von
der Schippe gesprungen. Im Gartengras übersah ich eine Kobra, aber Kimba passte auf und
stellte die "Brillenschlange". Katzen machen das oft sehr gut. Zwar gibt es auch hier Opfer,
aber meist siegt die Katze. Wie mein lieber Thainachbar Jeg mir erzählte, sieht die Erfolgsquote
bei Hunden schon schlechter aus - oder eben positiver, denkt man da mal im Sinne der Kobra.
Gestern war es ausserdem gefährlich knapp, weil ich die Kobra erst beim zweiten Hieb erwischte.
Eigentlich ein schwerer Fehler und das laute Kobra-Fauchen klingt mir heute immer noch im Ohr.
Mitleid? Nun, ich bringe alle Schlangen in die Natur zurück, nur bei Kobras tue ich das nicht. Es
gibt sie hier zu zahlreich und sie "gehen" sogar in Häuser, wenn man nicht aufpasst. Tut mir leid,
da bin ich wie ein Thai, das geht zu weit. Hier leben Menschen, deren Leben gehen vor.

2.Teil: Mein Freund Ralf wurde vor zwei Jahren von einer Kobra in den Fuss gebissen. Innerhalb
weniger Minuten fuhr ihn seine Frau ins Krankenhaus - die erschlagene Kobra im Beutel. Ärzte haben
das gern, so sind sie sicher, dass das Gegengift passt. Es folgten Spritzen, oral verabreichte Medikamente
und fünf Wochen Krankenhaus. Sein Fuss bekam eine schwarze Stelle (Nekrose), man dachte sogar an
eine Amputation. Mit sehr viel Glück konnte das Bein erhalten werden, mal abgesehen davon, das
Menschen immer noch an Kobrabissen sterben. Glück gehabt alter Junge!
Der lustige Punkt der Geschichte sei ebenfalls erzählt - nach dem ersten Schock bat die Frau von
Ralf, die Schlange noch einmal sehen zu können, um das Biest per Foto zu verewigen. Das Personal
wurde sichtlich verlegen und musste den Wunsch abschlagen - das Tier lag schon im Stations-Kochtopf!

3.Teil: Ach ja, die Schlangenferien! Es war vor sechs Wochen. Ich hatte einen Freund schon ewig nicht
mehr gesehen und es wurde Zeit, mal wieder Deutsch zu plappern. Wir verabredeten uns in einem
kleinen Restaurant - ungefähr vier Kilometer für ihn und vier Kilometer für mich, annähernd auf halber
Strecke. Als ich pünktlich losfuhr, war es schon dunkel. Nach einem Kilometer musste ich scharf
bremsen, ein riesiger Python lag quer über die Strasse. Vorbeifahren ging nicht - zu gross. Es dauerte
geschlagene 15 Minuten, bis das Tier sich bequemte, die Strasse zu verlassen. Spätere Messungen der
Strassenbreite ergaben, dass der Python über sechs Meter lang war. Es leuchtet vermutlich jedem ein,
dass man sich in dieser Situation als grosser Schlangenversteher präsentiert und das Tier weder belästigt,
noch irgendwie demütigt ... ich gönnte dem Tier jede Zeit in ergebener Tierliebe. Aber, was machte mein
Freund, würde er sich nicht wundern, dass ich nicht pünktlich erscheine? Ach, er wird sich melden, wird es
ihm langweilig, dachte ich mir. Und das tat er, es klingelte. Ich nahm ab und ich redete gleich drauflos -
wollte ihm den Wind aus den Segeln nehmen. "Ich weiss, ich weiss, ich bin unterwegs, es lag nur eine
riesige Schlange im Weg, ich musste warten." Am andere Ende der Leitung blieb es still, ich vermutete,
er fühlte sich veralbert. Noch bevor ich ihm schwören konnte, dass ich keinen Quatsch erzähle, fing er
dann doch noch an zu sprechen: "Weisst du, warum ich dich anrufe? Ich komme ein bisschen zu spät -
hier liegt eine riesige Schlange auf der Strasse und inzwischen warten schon vier Autos, dass die sich
mal bewegt..."
Verrückt!! Der leichte Regen, der Wind, Luftdruck, Temperatur? Oder gehen Pythons immer gemeinsam
in die Chumphoner "Schlangen-Winterferien"? Amazing!
Titel: Re: Tiergeschichten aus Thailand
Beitrag von: Kern am 06. Februar 2015, 00:23:08
Tommi, das sind fürwahr gute, mehrschichtige  Erzählungen über Schlangen-Begegnungen.  ;}
Titel: Re: Tiergeschichten aus Thailand
Beitrag von: arthurschmidt2000 am 06. Februar 2015, 07:51:57
Kobras mögen Ratten zum Fressen gern. Wer für Ratten ein Schlaraffenland schafft, sollte sich nicht wundern, wenn auch alsbald Kobras zur Stelle sind.

Mein Tipp: Wenn es mit der Abfallentsorgung nicht klappt, sollte man wenigstens sein Grass sehr kurz halten.

Ja, ja. Die Geschichte mit dem Python macht selbstberstaendlich auch auf Phuket die Runde. Dabei gilt, je später der Abend desto so länger der Python.
Titel: Re: Tiergeschichten aus Thailand
Beitrag von: Burianer am 06. Februar 2015, 08:03:01
 ???  ja  AS2000, das ist schon ein Problem mit dem Gras, man sieht die kleinen Schlangen garnicht.
Gut dass wir jetzt 3 Hunde haben,  sobald die etwas bemerken,  fangen die an zu bellen.
Leider auch bei den netten Salamandern, die ja sehr Scheu sind.
Kuerzlich hatte ich auch wieder eine Begegnung mit einer kleineren Schlange, welche  ???  weiss ich nicht.
Sah ich doch , wie ein kleiner Frosch vor meiner Terrasse  in Windeseile vorrueber huepfte ,  kurz darauf  diese kleine Schlange   hinterher.
Hab ich doch einen langen Bambusstock genommen  und die hungrige Schlange  damit in Nachbars Teich  transportiert, und dem kleinen Frosch das Leben gerettet  :]
Denke mal, im Teich gibts mehr Froesche   ???

uebrigens,  Schlangen werden bei uns nicht getoetet,  sie werden nur aus unserem Grundstueck vertrieben.
PS. Tommi ,  eine schoene Geschichte  {*
Titel: Re: Tiergeschichten aus Thailand
Beitrag von: Tommi am 06. Februar 2015, 08:49:54
@Arthur, woher kennst du die Länge meiner Grashalme? Ich schneide jede
Woche so kurz wie möglich... mit einem ziemlich effektiven Brush Cutter.
Die Abfallentsorgung ist hier gut geregelt und die Abfuhr erfolgt sogar täglich.(!)
Im Umkreis sind mehrere kleine Teiche und Tümpel, mit vielen Fröschen. Das
könnte schon eher ein Grund für Schlangen sein. Da hat der Burianer schon
Recht, Frösche sind die Hauptnahrung vieler Schlangen. Eine Ratte sah ich
noch nie auf dem Grundstück - tut mir leid für deine gut durchdachte These.

Ein Geschichte mit einem Python von 6 Meter Länge macht sogar auf Phuket die
Runde? Da staune ich aber,  das ist doch fast noch ein Jungtier. Bei 8 bis 10 Meter
Länge wird es doch erst richtig interessant. Phuket scheint mit wenig zufrieden. :-)

Nachtrag: "Befürchtung" bestätigt - Ein 6 Meter Python scheint auf Phuket eine
mittlere Sensation zu sein und eine gute Geschichte zu rechtfertigen. ;]
Und zur weiteren Info - ab etwa vier Meter Länge besteht beim Python absolute
Lebensgefahr für einen gesunden, ausgewachsenen Menschen.

http://www.bangkokpost.com/news/general/450865/biggest-python
Titel: Re: Tiergeschichten aus Thailand
Beitrag von: Tommi am 14. Februar 2015, 10:25:34
Herr Bryde, ein Apfel und ein trauriger Delphin

Kapitel 1

Meine Frau stammt aus einem kleinen Fischerdorf, Pak Tako, in der Nähe von Chumphon.
Ihr Grossvater war Fischer, ihr Vater war Fischer und ihr Bruder ebenfalls. Und so schaute
sie schon als kleines Mädchen nach den Booten, kamen sie von nächtlicher Fahrt nach Hause.
Heute sind die Fänge klein wie die Fische. Es war nicht hauptsächlich die Schuld der etwas
wackligen, bunt lackierten Fischerboote, dass es so kam. Es sind die grossen Flotten vieler
Länder, die weit draussen den Golf von Thailand abfischen. Ein Supertrawler beispielsweise
fängt bis zu 250 Tonnen Fisch an einem Tag. Und selbst, wenn die Konzerne meist mit etwas
kleineren Fangbooten vor Ort sind, die Zahl lässt ahnen, was passiert ist, was passieren
musste. Doch davon ahnte das kleine Mädchen Epon (Apfel) am Pier von Pak Tako nichts. Ihre
unbeschwerte Kindheit liess den düsteren Blick in die Zukunft nicht zu, Kinderaugen sehen, was
sie sehen wollen, hoffnungsfroh und unschuldig. Und so stand sie eines Tages wieder am Meer
und wartete auf den Vater, der im Morgengrauen von der Ausfahrt kam. Wie so oft, war das
Boot zum bersten voll und es war wieder einer dabei – ein Delphin. Das war damals nicht selten,
es schwammen genug in den blauen Fluten. Pak Tako liebte Delphine, der Geschmack war für
die meisten Bewohner eine Delikatesse. Nur das kleine Mädchen lief immer ganz schnell weg,
wenn es sah, es waren Delphine an Bord…
Heute ist das kleine Mädchen 39 Jahre alt und erzählt mir ihre Geschichten. Sie selbst findet sie
nicht spannend, ihr Farang fragt aber danach. Warum auch immer, manchmal ist er seltsam genug.
Und so hakte ich nach, ob sie denn kein Delphinfleisch mochte und sie sagte mir, dass sei nicht der
Grund gewesen, sie habe nie davon gekostet. Als sie einmal zusah, wie der Fang entladen wurde,
sah sie einen Delfin, halbtot, oder schon tot, sie weiss es nicht mehr. Was sie weiss und sah - da
waren riesige Tränen, die dem Delphin aus den Augen liefen. Sie rannte so schnell sie konnte Heim.
Das tat sie fortan immer, sah sie einen Delphin auf einem der Boote. Mein leiser Einwand war, dass
man das von vielen Tieren im Todeskampf kennt und Wissenschaftler nicht ganz sicher sind, ob diese
Reaktion mit Trauer, Angst oder Schmerz zu tun hat. Aber da kam das kleine Mädchen in ihr durch
und sie sagte mir mit weit aufgerissen Augen und mit Trotz im Blick, dass der Delphin weinte und
nichts anderes. Ich muss zugeben, dass auch mir der Gedanke irgendwie gefällt. Er ist vielleicht in
seiner Tragik romantisch verklärt, aber er schafft Mitleid mit der Kreatur, mit einem geschundenen
Wesen. Und mit aufrichtigen, tiefen Gefühlen fängt das Menschsein doch erst richtig an.

Kapitel 2

Herr Johan Bryde (1858-1925) war Norweger, Walfänger und Schiffseigner. Er hat viele Delphine in
seinem Leben gesehen, obwohl im Wale immer wesentlich wichtiger waren. Und ein Wal trägt seinen
Namen – der Brydewal. Nach den Minkwalen ist der Brydewal der meistgejagte Wal in den
Weltmeeren. Der Grund ist klar, er ist vergleichsweise häufig und nicht akut vom Aussterben bedroht.
Und so geschah es, dass ich diesen Wal schon zweimal im Golf von Thailand beobachten durfte. Das
letzte Mal im Juli 2014, es waren genau drei Tiere. Wir fuhren mit dem Katamaran aus dem
Chumphoner Fluss ins Meer und schon nach wenigen Minuten, nah an der Küste, konnten wir die Tiere
beobachten. Man kann sie kaum verwechseln. Der sehr eigene Schwimmstil und die im Vergleich zur
Körpergrösse sehr kleine Finne, wir hatten es mit Brydewalen zu tun. Die Thais waren sehr aufgeregt,
weil sie meinten, es sei ein sehr gutes Zeichen, dass wieder häufiger Brydewale zu sehen sind. Dem
ist leider nicht so, der Schein trügt ein bisschen, wie so manche Dinge im Leben. Ich erinnere mich an
eine ähnliche Meldung, die neulich durch die Schlagzeilen ging … "Brydewal vor Phuket gesichtet!" Ach,
wären es doch mehr Delphine, die Freude wäre kostbarer. Warum schreibe ich das? Nun, das Meer wird
leer gefischt und pausenlos verschmutzt. Es entsteht, besonders küstennah, sehr viel Phytoplankton,
die übermässigen Nährstoffe tun ihr Werk. Phytoplankton ist wiederum die Nahrung vom Zooplankton,
letzteres die Nahrung unzähliger Fischarten. Sind diese nicht mehr vorhanden, treten die Wale auf den
Plan, welche die Massen an Krill und co. verspeissen. Darum kommen sie vermehrt in den Golf von
Thailand, darum sind sie nah der Küsten – ein krankes Meer hat den Tisch gedeckt, der Wal nimmt Platz.
Viele Stühle bleiben leer am Tisch, so bleibt mehr für ihn und das Meer leidet still und heimlich weiter.
Freude? Aber ja, sehe ich die Wale majestätisch am Boot vorüberziehen, bis zu 15 Meter lang, bis zu 25
Tonnen schwer, kommt so viel Sinn für die Natur, für den Ursprung des Lebens in mein Herz, man muss
den Moment fast zwanghaft geniessen. Und doch, so schön es auch anmutet, so genial der Augenblick,
im Hintergrund steht die Ausrottung vieler Fischarten, der unsichtbare Kahlschlag unter Wasser. Wenn
der letzte Fisch gefangen wurde und der Brydewale noch zahlreicher in die neue Nische tritt, wird man
sich auf den grossen Booten an ihn erinnern. Vor allem an den Geschmack seines Fleisches. Und er wird
weinen müssen, wie einst der sterbende Delphin in Pak Tako. Der Mensch kennt kein Erbarmen.
Titel: Re: Tiergeschichten aus Thailand
Beitrag von: jock am 15. Februar 2015, 10:32:22
Seit vielen Wochen schon tobte der Kampf.

Am Anfang dachte ich in meiner Naivitaet,ich koennte das Ringen ge-
winnen.Tatsaechlich gelang es mir manchmal die Nase vorne zu halten.
Dann wieder folgte Niederlage auf Niederlage.

Heute und jetzt bin ich muede,niedergeschlagen,deprimiert,verzweifelt
und geschlagen.Ich muss wohl oder uebel,die Ueberlegenheit der Jugend
anerkennen und die weisse Fahne schwenken.

Es geht bei dem Kampf um die Flaeche von gerademal um einen 1/2 m2,
die sich auf erhoehter,strategisch wichtiger Position im Garten befindet und
die man auch als Gartensessel bezeichnen kann.

Cisar,der junge Ruede und ich fuehrten einen erbitterten Kampf um ihn,den
er heute gewonnen hat.

Er lag zusammengerollt auf ihn,als ich mit einer Kaffeetasse daherkam.Normaler-
weise hebt der den Kopf und funkelt mich feindlich an,wenn ich auf meinem Sessel
Platz nehmen will.Dann und wann kam es schon vor,dass er herabsprang und ich mich
niederlassen konnte.

Doch heute war alles anders und zeigte mir nur zu ueberdeutlich,wer jetzt die Territorial-
herrschaft innehat.

Er hob nicht einmal mehr den Kopf,es war ihm voellig egal,wo sich das Herrl hinsetzen
wuerde.

Als letztes Rueckzugsgebiet bleibt mir nur mehr mein Bett,das ich bis zum letzten Bluts-
tropfen zu verteidigen entschlossen bin.Heimlich habe ich einen Beistandsvertrag mit
meiner Frau abgeschlossen und hoffe doch sehr,dass sie diesen einhaelt und mir nicht in
den Ruecken faellt, wenn treuherzige Augen sie bittend anflehen.

Jock



Titel: Re: Tiergeschichten aus Thailand
Beitrag von: fidelio am 15. Februar 2015, 10:58:39
o Jock!
Du weisst ja gar nicht, wie gut es dir geht. In unserem
Schlafzimmer hat sich der Kater Nattawuth breitgemacht.

1|4 des Doppelbettes mit feinen Kissen ausgelegt, gehoert ihm.
2|4 des Doppelbettes meiner Phon. Mir bleibt der kaergliche Rest.
Nun belieben Herr Kater nicht so zu schlafen wie wir, sondern er liegt
querfeldein.
Also durfte ich mich schon desoefteren "schleichen".
Ob dieses grossen Verstaendisses zeigt sich Nattawuth auch erkenntlich.
Gerne bringt er Dracula, Froesche ja sogar eine Schlange ins
Haus und will dafuer auch noch gelobt werden.

Bleibt mir eh nichts anderes uebrig, damit der Hausfriede gewahrt bleibt.

lg fidelio
Titel: Re: Tiergeschichten aus Thailand
Beitrag von: Tommi am 15. Februar 2015, 12:35:03
fidelio, ich finde das sehr fair von dir. Du erzählst zwar unverhohlen meine nächste Geschichte,
änderst aber respektvoll die Namen der Mitwirkenden - Epon in Phon und Kimba in Nattawuth.

 C--  [-]

@Jock, so wie ich die Lage bisher einschätzen durfte, sollte die Tinte noch nicht
trocken gewesen sein, als der Vertrag mit flinken Fingern unterschrieben wurde.

 ;]
Titel: Re: Tiergeschichten aus Thailand
Beitrag von: jock am 15. Februar 2015, 12:54:37
Ein ganz lieber Kollege hat mir per PM mitgeteilt,dass mein Ver-
halten grundsaetzlich falsch sei.(Danke fuer die Mitteilung)

Ich ahnte es ja.

Daraufhin habe ich meinen ganzen Mut zusammengenommen und dem
Hund den Sachverhalt erklaert.Zuerst ich, dann wieder ich,dann kommt
lange nichts und dann erst kommt Cisar.

Fuer den Moment hat er es geschluckt und liegt jetzt unter dem Sessel.

Allerdings hat er auch gedroht,dass da noch nicht das letzte Wort gesprochen
worden ist und er sich an die Hunderechtskommission bei den Vereinten
Nationen wenden wird.

Jock
Titel: Re: Tiergeschichten aus Thailand
Beitrag von: jock am 08. Januar 2016, 08:20:58
Die Fenstertage von Neujahr bis zum folgenden Sonntag
boten sich fuer einen kleinen Verwandtenbesuch foermlich
an.

Meine Frau,Gem der Wahlenkel,der Sohn meiner Frau und seine
Partnerin beschlossen eine entfernt wohnende Schwester zu be-
suchen.

Zurueck liessen sie mich,mit der strengen Order,auf Haus,Hof und
Hunde aufzupassen.

Als sie ohne Gruss und Kuss abfuhren,winkte Jock mit der Hand,
Muck und Cisar mit dem Schweif und sahen ihnen mit trauriger Miene
nach.
Diese verschwand,als das Auto ausser Sichtweite war sofort wieder,denn
wir wussten,zwei herrliche Tage lagen vor uns.

Da es mich etwas wurmte,dass  meine Frau,ohne in Traenen aus-
zubrechen,einfach so davonfuhr,trug ich als Rache zunaechst den Aschen-
becher von Terrasse ins Wohnzimmer und zuendete mir eine an.

Spaeter kochte ich mir ein Apfelkompott,bei der Suche nach den Zimt-
stangen fand ich eine herrenlose vollgefuellte Keksdose,die durch Handauflegen,
juristisch korrekt,ich in meinem Besitz nahm.

Vom Braten,den ich mir zubereitete,ass ich gleich eine doppelte Portion,
schob dann ein Nickerchen ein (das zweite Bier machte mich muede) und so
kam langsam der Abend und auch die Zeit zu Bette zu gehen.

In diesem Zuchthaus,wo ich derzeit schmorre,gibt es eine strenge Regel -Hunde
haben nichts auf Sofas und Betten verloren.

Kaum lag ich im Bett,spuerte ich zwei Pfoten auf der Bettkante.Cisar der Gast-
hund wollte sich ebenfalls zur Ruhe begeben.

Nein,sagte ich,kommt nicht in Frage.Mir boese Blicke zuwerfend trollte er
sich und ich schlief ein.

Im Laufe der Nacht hatte ich einen wunderschoenen Traum.

Ich traeumte,dass eine braunhaarige Schoenheit zu mir ins Bett kam und
sich an mich schmiegte.

Als die Nacht zu Ende war,wollte ich mir noch ein Viertelstuendchen im
warmen Bett goennen,rollte mich zur Seite und versuchte,die Bettdecke
ueber mich zu ziehen.

Vergebens,ich zerrte und zerrte,aber es gelang nicht.

So musste ich die Augen oeffnen und sah Cisar tief und fest schlafend auf
meinem Bett.

Auf meine entsetzte Frage,was er hier mache,erfolgte keine Reaktion.Offen-
bar hatte der Hund sein Gehoervermoegen verloren und zusaetzlich hatte
sich auch sein Koerper in Blei verwandelt,wie ich beim Herunterzerren fest-
stellen musste.

Aus dem Augenwinkel sah ich noch dazu,wie der zweite Hund,heimlich
vom Sofa stieg,wo sie die Nacht verbracht hatte.

Panik stieg in mir auf.Was ist,wenn meine Frau just in diesem Moment in
mein Schlafzimmer kommt ? Vom Haus bliebe nurmehr eine Ruine und ich
sah mich und die Hunde fortan unter der Bruecke schlafen.

Dann fiel mir jedoch ein,dass sie 300 Km weit weg war und meine Nerven
beruhigten sich wieder.

Ich hatte einige Zeit zu tun,alle Hundehaare einzufangen und damit waren
die Spuren der Nacht beseitigt.

Spaeter,beschlossen wir,die Geschehnisse der Nacht,als Geheimnis mit
in unser Grab zu nehmen.

Ich hob die Hand,die Hunde jeweils eine Pfote und sprachen: Ich schwoere,
sowahr....

Am spaeten Nachmittag kamen meine Frau und die anderen zurueck und
hoeflichkeitshaber fragte ich sie,wie es war.

Ja,sagte sie,eigentlich recht schoen,nur bei Nacht hat sie sehr unruhig ge-
schlafen,was sie sich nicht recht erklaeren kann.

Da wechselte ich sofort das Thema.

Jock
Titel: Re: Tiergeschichten aus Thailand
Beitrag von: Burianer am 08. Januar 2016, 08:26:59
 :]  jock   {*
Titel: Re: Tiergeschichten aus Thailand
Beitrag von: faluna am 08. Januar 2016, 08:37:27
Hat Spass gemacht das zu lesen. Danke. :D
Titel: Re: Tiergeschichten aus Thailand
Beitrag von: hanni am 08. Januar 2016, 11:40:38
Hi, jock, tolle Story mit "Schmunzelgarantie"  [-]

Gruss H.
Titel: Re: Tiergeschichten aus Thailand
Beitrag von: jock am 13. Februar 2016, 11:28:36
Ich war noch tief in den Armen des Hypnos verstrickt,
als mich das Trommeln zweier Hundepfoten an meiner
Bettkante am Weiterschlafen hinderte.

Mein Hund,energiegeladen,gut aufgelegt,bestens ausge-
schlafen,wollte die Welt ausserhalb des Hauses erkundigen.

Als ich mich sagen hoerte: Nein,das Herrli steht jetzt noch
nicht auf,es will noch etwas schlafen,war ich bereits auf dem
Weg zur Terrassentuer,um sie fuer Muck zu oeffnen.

Dabei stellte ich fest,dass meine Frau genau 1,24 m von der
Tuere entfernt sass und ihr Handy bearbeitete.

Aber offenbar kann nur dass Herrl die Tuere richtig oeffnen.

Es ist ein ewig waehrender Kampf zwischen meinem Hund und
meinem Schlafbeduerfnis.

In der Fussballersprache ausgedrueckt,steht es 138:2 zu Gunsten
von Muck.

Nur zweimal in meinem Leben hatte ich Glueck und konnte Muck
ueberlisten.An diesen Tagen haette ich Lottospielen sollen.

Das kam so : Als Muck realisierte,dass ich mich erheben werde,
lief sie voller Freude die Strecke zur Tuer voraus.
Listig wie Odysseus, schloss ich aber hinter ihr die Schlafzimmertuer,
trollte mich ins Bett zurueck und zog die Decke ueber meinen Kopf.

Das gelang genau zweimal.

Seither bleibt sie so lange,mit eiskalten Laecheln beim Bett stehen,
bis es klar ist,dass das Herrl tatsaechlich zur Tuer wankt.Vorsichts-
halber bleibt sie dabei einen Schritt hinter mir zurueck,da man ja
nie weiss,was noch alles diesem Herrl einfallen koennte.

Was habe ich schon alles versucht,zu einem gesunden Schlaf zu kommen.

Grunzen,Totstellen,Drohungen sie Ausstopfen zu lassen - alles bleibt
ohne Erfolg.

Ich muss mich wohl geschlagen geben und mein schweres Schicksal
geduldig tragen.

Jock
Titel: Re: Tiergeschichten aus Thailand
Beitrag von: jock am 03. April 2016, 12:54:11
Ein Tag im Leben eines Hundes.

Gestatten: Mein Name ist Muck von Jockstein
Ich bin ein 5 jaehriger Thai-Ridgeback und habe noch alle
Zaehne im Maul.

Wohnen tue ich ein einem herrschaftlichen Haus mit moderner
Einrichtung, zusammen mit meinem Personal.

Ich nenne sie Herrchen und Frauchen,und lasse sie in dem Glauben,
dass mein Haus das ihre waere.Kostet mich nichts und die armen
Narren sind gluecklich dabei.

Gewoehnlich wache ich um 6 h morgens auf,um mein Tagwerk zu
beginnen.

Nachdem ich das Herrchen aufgeweckt habe,habe ich den Garten
zu kontrollieren.
Es koennte ja sein,dass in der Nacht ein fremder Hund aussen an der
Mauer vorbeigegangen ist und ueberlegt hat,sich hier einzunisten.

Aber zum Glueck alles in Ordnung.Kein fremder Hund da,keine fremde
Schlange.

Um 7 h kommen die Arbeiter,die dem Frauchen helfen,ihr Immobilien-
projekt zu entwickeln.
Da sind Gestalten dabei,sagte ich euch,die ausschauen wie Beduinen-
weibchen,weil sie ihre Koepfen mit alten T-Shirts umwickelt haben.

Da muss ich sofort bellen um festzustellen,ob sie Angst entwickeln.
Und tatsaechlich,einige von ihnen,musste Herrchen durch gutes Zu-
reden von der Mauer herunterholen,damit sie zu arbeiten beginnen
koennen.
Jene,die keine Angst zeigen,sind nur deshalb interessant,weil sie in
den Taschen allerlei Leckeres fuer die Jause mithaben,wovon immer
ein Teil fuer mich abfaellt.

Aber um 9 h wird es langsam heiss und es ist die Zeit fuer ein aus-
gibiges Vormittagsschlaefchen.

Die Wahl des Schlafplaetzchens ist von hoechster Wichtigkeit.

Vielleicht unter dem Schatten des maechtigen Mangobaumes,wo das
Gras vom gestrigen Giessen noch feucht ist ?

Oder doch auf den Fliesen im Uebergang,wo man die Kueche,den
Essplatz,das Wohnzimmer und den Eingang zu den Gemaechern des
Herrlis im Auge hat ?

Mittags wird der Schlaf unterbrochen,das Herrl von Cisar kommt und
hat meist sein Mittagsessen mit.Alles kann er natuerlich nicht alleine
aufessen und da faellt schon maches gute Stueck fuer mich und Cisar ab.

Aber dann ist schon wieder Zeit fuer das Nachmittagsschlaefchen.

Ich und mein Herrchen ziehen uns in seinem Salon zurueck,schalten die
Aircon ein und sind bald darauf in den Armen von Morpheus.
Ich traeume dann immer von einer vierbeinigen,das Herrchen von einer
zweibeinigen Katze,die wir jagen wollen.

Mit meinem Personal komme ich gut aus.Mit Herrchen besser als mit
Frauchen.
Herrchen ist mir ein guter Kumpel geworden,der mir jeden Wunsch von
den Augen abliest.
Aber das Frauchen ! Ich erinnere mich noch,welches Geschrei und Gezeter
es aufgefuehrt hat,als ich,aber da war ich noch jung,ihren Augenbrauen-
stift zernagte und ihre Brille im Garten verscharrte.

Noch heute droehnt es mir in meinen Ohren.Seither ist unser Verhaeltnis
etwas gespannt,obwohl sie taeglich versucht,Frieden mit mir zu schliessen.

Wir haben vereinbart,dass mir Punkt 17 h , mein vollgefuellter Fressnapf
unter die Nase geschoben wird.

Leider haelt sie sich nicht immer daran und es kommt schon vor,dass ich
5 Minuten und laenger warten muss.
Ich persoenlich wuerde Konsequenzen ziehen und dieses Frauenzimmer
vom Hof jagen,aber seltsamerweise will das Herrchen nichts davon wissen.

Zwischen 17 und 19 Uhr chille ich ab.Die Sonne ist nicht mehr so stark und
sobald es dunkel geworden ist,waermt mich der aufgeheizte Boden.

Doesend warte ich bis die Zeit gekommen ist,mich auf die Nacht vorzu-
bereiten.

Noch ein kontrollierender Blick,ob sich vielleicht die Futterschluessel zwischen-
zeitlich wieder gefuellt hat,dann gehe ich zu meinem,mit feinstem Damast
ueberzogenen Schlafplatz.

Herrchen kann fernsehen soviel es will oder schreibt da Komisches zu
einem Forum,es stoert mich nicht und bald schlafe ich,nicht ohne zuvor
einen abgrundtiefen Seufzer von mir gegeben zu haben,ein.

Jock









Titel: Re: Tiergeschichten aus Thailand
Beitrag von: jock am 11. September 2016, 18:21:14
Egal wie man es macht,es ist falsch.

Herrchen und Frauchen waren in letzter Zeit ausgesprochen
freundlich zu mir.

Der Futternapf wurde mir puenktlich unter die Nase geschoben
und Herrchen spricht im freundlichsten Ton zu mir und streichelt
ausgiebig mein Fell.

Da wollte ich mich mal revanchieren und ihnen auch eine Freude
bereiten.

Nur was und wie ?

Ein frischer Duft in der Wohnung schien mir passend zu sein.

Also ging ich in den Garten,schnupperte da und dort und fand dann
wonach ich suchte.

Eine tote Taube lag da im Gras,ihr Duft stieg mir in die Nase und
sogleich wusste ich,das ist es.

Ich waelzte mich mich sorgfaeltig darauf und ging voller Erwartung
auf Entzueckungsschreie von Frauchen und Danksagungen vom
Herrchen zurueck ins Haus.

Was dann kam,war voellig unerwartet.

Frauchen schrie auf,als wuerde sie auf dem Spiess gesteckt,Herr-
chen packte mich und schleppte mich in den Garten zum Wasser-
schlauch.

Mit Hilfe von ausreichendem Wasser und Unmengen von Shampoo
schrubbten sie an mir herum.Zwischendurch legten sie abwechselnd
ihre Nasen auf meinem Ruecken.

Ich mag das nicht,dass mir jemand mit der Nase zu nahe kommt.
Ausgenommen ein praechtiger Ruede,natuerlich.

Als sie mit der Tortur fertig waren,schimpften sie mich noch ge-
waltig und schickten mich zu meinem Platz.

Da liege ich nun und grueble,was ich falsch gemacht habe.

Offenbar war die Duftnote nicht die Gewuenschte.Aber das laesst
sich ja leicht aendern.

Demnaechst werde ich,um sie zu versoehnen,mir eine tote Katze
suchen und hoffe,damit ihnen ein Riesenfreude zu machen.

Muck von Jockstein

p.s. Mein Leben waere einfacher,wuerden Herrchen und Frauchen
nicht so abartig sein.

Titel: Re: Tiergeschichten aus Thailand
Beitrag von: jock am 28. Oktober 2016, 12:25:53
Jeden Tag,am spaeteren Nachmittag bekommt Herrchen
sein Futter.

Fuer meine Hunde hat das eine eminente Bedeutung und
fordert ihnen hoechste Aufmerksamkeit ab.

Wenn ich also zu Tisch gebeten werde,finde ich jedes Mal
ein Idyllisches Bild vor.

Links von meinem Sessel der eine Hund,rechts davon der
andere.

Desinteressiert liegen sie da,die Schnauze zwischen den Pfoten,
die Augen fest geschlossen,sich schlafend stellend.

Aber ich weiss,nie in meinem Tagesablauf werde ich schaerfer be-
obachtet,als zu dieser Zeit.Jede Koerperbewegung wird registriert
und mit den gespeicherten Daten verglichen.

Legt Herrchen sein Messer zur Seite,gilt es besonders wachsam zu
sein.Denn er greift dann mit den Fingern zu einer Koestlichkeit ,um sie
den halbverhungerten,erbarmungswuerdigen Wesen,mit dem braunen
Fell zu reichen.

Laengst ist die Zeit vorbei,wo diese Handreichung mit Schmerzens-
schreie seitens des Herrchen verbunden waren.

Die Hunde haben mittlerweile gelernt,dass die Fingern nicht zu den
Leckereien gehoeren und ueberhaupt,in eine Hand die Fuetteren kann,
beisst man nicht.

Im Laufe der Jahre wurden wahrscheinlich 2 ganze Schweine,ein viertel
Ochse und eine gehoerige Anzahl von Huehner von meinen Hunden
vertilgt.

Ist der Teller des Herrchen blank geputzt,trollen sich die Hunde,ohne
eines Blickes des Dankes, nach draussen,um ein kleines Schlaefchen
einzulegen.

Nur manchmal,ganz selten,wollen sie etwas von der Umsorge zurueckgeben
und lassen ihre Futterschuessel halbvoll stehen,damit Herrchen sich da-
an bedienen kann.

Aber dafuer ist Herrchen bislange zu stolz gewesen und geht lieber hungrig
zu Bette.

Jock



Titel: Re: Tiergeschichten aus Thailand
Beitrag von: jock am 07. November 2016, 19:21:48
6 - jaehrige Thairidgeback Huendin,reinrassig guenstig abzu-
geben.

Dazu ein Futternapf,Lederhalsband,Leine,Maulkorb (Originalverpackt),
Liegematratze und Fleecedecke,sowie 2 Sack Trockenfutter.

Ja,es muss sein ! Das Tischtuch ist endgueltig zwischen uns zerschnitten,
denn was ich letzte Nacht durchgemacht habe,ist zuviel.Viel zuviel.

So um 2,30h spuerte ich eine Hundepfote die mich aufweckte.Muck zeigte
mir an,dass sie hinaus wollte.
Mit einem halben offenen Auge tastete ich mich zur Eingangstuere und
oeffnete sie.

Sofort verschwand der Hund im Dunkel der Nacht.Normalerweise dauert es
2 Minuten,dann kommt sie wieder.

Ich wartete daher,doch sie kam nicht.Langsam wurde mir etwas kuehl und
ich rief sie."Muck komm schon,dem Herrl wird kalt ".Das blieb ohne Reaktion.

Da durchzuckte mich ein Schreck. Hat vielleicht jemand den Gate nicht ge-
schlossen ?
Schnell in die Kueche um die Sandalen zu holen und dann machte ich mich,
nur mit einer Unterhose bekleidet, auf den Weg zum Gate.

Der war,wie es sich gehoert geschlossen,daher rief ich: "Muck,Muck komm
endlich.Alle Hunde sind Zuhause ,liegen beim warmen Ofen und schlafen".

Nichts zu sehen,nichts zu hoeren.

Also zurueck ins Haus die Taschenlampe holen.Dort wo sie sein sollte,war sie
natuerlich nicht.Nach einigen Suchen fand ich sie am Schminktisch meiner Frau
zwischen einer Unzahl,von Cremen,Augenbrauenstifte,Nagellacke und einem
Geraet,das eine Mischung aus einem gynaekologischen Instrument und einer
Zuckerzange darstellte.Aber wenigstens waren die Batterien in Ordnung.

Wieder hinaus in die eiskalte Nacht,hinter jeden Strauch leuchtend und" Muck,
Muck" rufend.

Keine Spur von dem Hund ! Nichts, nur schwarze Nacht und ein nervoeses
Herrchen,das mittlerweile ziemlich wach geworden war.

Dann durchsuchte ich den hinteren Garten,"Muck,bist du da ?"Nein,der Hund
blieb verschwunden.

Was jetzt ? In solchen Momenten hilft Kaffee und eine Zigarette.

Also kochte ich Kaffee,es war mittlerweile schon 3 h und spaeter und gruebelte,
wo ist nur der Hund ?
Nochmals suchte ich anschliessend den Vor-und Hintergarten ab,drehte jeden
Stein um,rief immer wieder:" Muck,Muck".

Vergebens,mehr konnte ich in der pechschwarzen Nacht nicht machen und
machte mich daher auf den Weg ins Bett.

Da ich vorher kein Licht gemacht hatte,fiel mir prompt die Brille beim Ablegen
zu Boden und ich schaltete das Licht an um sie aufzuheben.

Und was sah ich da ?

Mein Hund lag ausgestreckt auf seinem Platz,tief und fest schlafend !

Das war der Moment,wo ich beschloss,dass unsere Wege sich trennen werden.
Unwiderruflich,fuer immer !

Jetzt ist es abends,mein Hund steht neben mir,stupst mit der Nase,schaut
mich vorwurfsvoll an und ich hoere mich sagen :

"Ist ja gut,Herrl geht ja schon und macht dir ein guuuutes Papi".

Jock

p.s. An die Moderatoren ! Die ersten vier Zeilen am Anfang koennen ge-
loescht werden.





Titel: Re: Tiergeschichten aus Thailand
Beitrag von: jock am 10. November 2016, 09:38:19
So eine Praesidentenwahl moechte ich nicht wieder erleben.

Den halben Tag sass Herrchen vorm Fernseher und beachtete
mich kaum.Er ass nicht,trank nicht und sprach kaum ein Wort,
ausser die Flueche,die er von sich gab,als klar wurde dass ein
gewisser Mr. Trump die Wahl gewinnen wird.

Ich selber verstehe es ja nicht,warum so viel Getue drum ge-
macht wird,ob Herr Trump ein guter oder schlechter Praesident
werden wird.

Meine Stimme haette ich ihm dann gegeben,wenn ich sicher ge-
wesen waere,dass er Fuettern kann,Streicheln kann und wenn ich
im Oval- Office auf dem Sofa haette liegen duerfen.

Es muss ein schwerer Tag fuer Herrchen gewesen sein,denn als
Frauchen vom Einkauf zurueck kam,und Herrchen ihr eroeffnete,dass
Herr Trump Mr.President sein wird und sie zurueckfrug:Who is Mr.
Trump?,vergrub er seinen Kopf in seine Haende und ging weinend
hinaus.

Spaeter,als er sich wieder gefangen hatte,betrachtete er die Fotos der
zukuenftigen First Lady und meinte,sie sei ein steiler Zahn.

Ob er damit recht hat,weiss ich so nicht.Da muesste ich erst meine
Nase an sie legen und herausfinden trachten,ob sie Hunde mag.

Bei Michele Obama bin ich mir sicher,dass es "Bo" und "Sunny" gut
ergangen ist.Zweifel kommen auf,ob Hillary je den First Dog bemerkt
hat,denn sich Bill angeschafft hat.

Und wenn ja,dann ging ihr "Buddy" bestimmt aus dem Weg.Ein Frauchen,
das nach Naphthalin riecht - nein Danke !

So jetzt muss ich gehen und mich um Herrchen kuemmern,damit er wieder
gute Laune findet.

Muck von Jockstein
Titel: Re: Tiergeschichten aus Thailand
Beitrag von: franzi am 18. November 2016, 05:04:38
Soeben hat der Nachbarhund gut eine Minute gejault. Das bedeutet, dass der Muezzin in der gut 500 Meter Luftlinie entfernten Moschee zur gleichen Zeit seine Jodlerei zum Besten gegeben hat.
Den Muezzin hoere ich aber nicht, wenn der Wind nicht gerade guenstig steht.

fr
Titel: Re: Tiergeschichten aus Thailand
Beitrag von: Gerdnagel am 18. November 2016, 06:57:15
Der Hund hoert  vieles mehr  als das menschliche Ohr.
Einer unserer Hunde  bellt  des nachts  oefters, was mich rasend macht.
Mitten  im Schlaf hab ich keine Lust auf lautes bellen.
Hoert er doch aus der Ferne irgendwelche Hunde jaulen, heulen  oder bellen  und meint, seinen Senf dazu geben zu muessen.
Die anderen beiden  sind unterschiedlich, der gleichaltrige ist etwas traeger  und schlaeft  weiter.
Der juenger Hund  meint dazu, wenn der eine bellt,  dann belle ich auch. Lerneffekt  oder zu zweit bellt es sich lauter.
Titel: Re: Tiergeschichten aus Thailand
Beitrag von: jock am 06. Februar 2017, 11:03:06
Gerade habe ich bei einem Gespraech zwischen Herrchen und Frauchen
mitgehoert und bin nun zutiefst in Sorge.

Nein,sie sprachen nicht darueber mich ausstopfen zu lassen oder mich an
einen Hundefaenger zu verkaufen,sondern darueber,dass im Weissen Haus,
seit Donald Trump Praesident geworden ist,kein Hund mehr den ominoesen
Atomkoffer bewacht.

Das Arsenal an Atomwaffen reicht bekanntlicherweise aus,unseren Planeten
zu verwuesten.In Russland,bei Herrn Putin sind sie in sicheren Pfoten,denn
dort passt Koni,ein Labrador auf.

Auch das Weisse Haus,war seit Roosevelt immer wieder von Hunden bewohnt
und die Menschheit konnte sicher sein,dass einer meiner Artgenossen rechtzeitig
in die Hand beisst um das Unglueck zu vermeiden.

Nur dieser seltsame Donald hat keinen Hund und damit ist die Gefahr eminent
gross,dass sich irgendwann das Tageslicht verfinstert.

Morgen,wenn ich wieder den Nachbarhund treffe werden wir besprechen,ob wir
ein Impaechmentverfahren einleiten koennen.

Muck von Jockstein

Titel: Re: Tiergeschichten aus Thailand
Beitrag von: Pladib am 06. Februar 2017, 14:56:22
Vielleicht steht neuerdings in der Verfassung, dass pro Amtszeit immer
nur ein (dummer) Hund im Weissen Haus wohnen darf.


Daniel
Titel: Re: Tiergeschichten aus Thailand
Beitrag von: jock am 06. Februar 2017, 17:20:52
"Dummer Hund" wenn ich das schon hoere,stellen sich meine Ruecken-
haare auf.

@Pladib,von dem mein Herrchen mit grosser Hochachtung gesprochen hat,
muss ein Opfer der Luegenpresse oder des WIKI geworden sein.

Dort steht naemlich,dass wir Hunde vor 40.000 oder mehr Jahren dominiziert
worden sind.

Das ist natuerlich falsch.Andersrum ist es richtig.

Wir haben uns die Menschen abgerichtet.Wie ist es denn sonst moeglich,dass sie
uns fuettern,baden und auf weiche Kissen liegen lassen.Wer,der bei gesunden Verstand
ist,geht bei Wind und Wetter spaetnachts mit uns,wenn wir nochmals raus wollen
um unsere Geschaeftchen zu verrichten ? u.s.w.

Wir haben das bessere Hoervermoegen,riechen von weitem den Braten und wir haben
die besseren Instinkte.

So lag es an mir,mein Herrchen davon abzuhalten,am TIP-Treffen teilzunehmen,
weil ich die Gefahr roch,dass er in Gefahr laeuft,von einem seltsamen Teilnehmer
gehalst und liebkost zu werden.

Und recht habe ich behalten,wie Fotos von einem "Wikinger" zeigen,dem das Schicksal
nicht gut gesinnt war.

Aber das hat er davon,weil er keinen Hund haelt.

Kroenung der Schoepfung nennen sich manche Zweibeiner und kommen sich gut dabei
vor.Dass ich nicht belle !Sie sind uns hoffnungslos unterlegen.

Wir laufen schneller,hoeren besser,riechen besser und noch nie hat ein Ruede etwas
bezahlt,wenn er von einer Huedin abgestiegen ist.

Nur in einem Punkt muessen wir noch von den Menschen lernen,naemlich wie man
die Tuere eines Kuehlschranks oeffnet.

Da sind sie uns noch ueberlegen,aber in 20.000 Jahren koennen wir es ebenfalls.

Muck von Jockstein



Titel: Re: Tiergeschichten aus Thailand
Beitrag von: norwegerklaus am 06. Februar 2017, 22:41:24
Muk von Jockstein   ;}
Titel: Re: Tiergeschichten aus Thailand
Beitrag von: jock am 23. März 2017, 12:20:18
Da komme ich gerade gutgelaunt vom Garten zurueck ins Haus
um ein ausgiebiges Schlaefchen zu halten,da faehrt mir der Schreck
in alle vier Glieder.

Herrchen sitzt,liegt regungslos in seinem Sessel vor dem Monitor und
gibt keinen Mucks von sich.

Ist er uns vielleicht schon "vorausgegangen " ?

Zweimal musste ich hinpratzeln,bevor er sich wieder regte.

Nein,er war nur bei der Lektuere des Tip-Forums eingeschlafen.Ich werde
ihm empfehlen,zukuenftig das Kirchenblatt der Pfarre St.Laurentius zu lesen,
das viel spannender ist.

Warum ich so erschrocken war,hat damit zu tun,weil ich Zivilistin bin und
kein Angehoeriger der US - Army.

Meine Artgenossen dort haben es gut und seit Praesident Clinton an seinem
letzten Amtstag ein Gesetz unterzeichnet hat,wonach veteranisierte Hunde
nach ihren Ausscheiden aus dem aktiven Dienst Anspruch auf Unterkunft und
taegliche Futterrationen haben,ist deren Lebensunterhalt gesichert.

Zudem haben sie Anspruch,wenn es denn einmal so weit sein sollte,dass sie
auf dem Pet Cemetary (50 Km noerdlich von New York)mit militaerischen Ehren
bestatten werden koennen.

70.000 Graeber findet man dort und immer,wenn 5 Pistolenschuesse zu hoeren
sind,weiss man,dass wieder ein verdienstvoller Armeeangehoeriger dahinge-
gangen ist.

Zurueck bleibt meist ein saltutierender Untergebener,denn die Armeehunde haben
stets einen hoeheren Rang,als die Herrchen,wo sie sonst wohnen.
Das hat man deswegen eingefuehrt,um sicherzustellen,dass Hunde bei der Armee
anstaendig behandelt werden.
Und wie man weiss,kann ein Unteroffizier,ohne Konsequenzen fuerchten zu muessen,
mit der Frau eines Generals durchbrennen,hingegen einen Vorgesetzten zu schlagen,
ist niemanden anzuraten.

Da es mit Herrchen offenbar rapide bergab geht,werde ich mich schlau machen,wo
er mein Futter einkauft,damit ich nicht verhungere,wenn Frauchen eines Tages mit
4 grossen Kerzen nach Hause kommt.

Muck von Jockstein

Titel: Re: Tiergeschichten aus Thailand
Beitrag von: rampo am 24. März 2017, 09:18:59

Herrchen sitzt,liegt regungslos in seinem Sessel vor dem Monitor und
gibt keinen Mucks von sich.

Nein,er war nur bei der Lektuere des Tip-Forums eingeschlafen.Ich werde
ihm empfehlen,zukuenftig das Kirchenblatt der Pfarre St.Laurentius zu lesen,
das viel spannender ist.



Muck von Jockstein

Musst halt deine Lieblinge  wieder auf vordermann  bringen .

Die Troubles in und mit der Tuerkei

Die Rettung des Abendlandes vor der Islamisierung und Ueberfremdung

Abschied von Thailand (  Auser Kongurenz )

Ueberbevoelkerung und ihre Auswirkung auf Europa

Typisch deutsch

Wahlkrampf USA

Der haessliche Deutsche

Fg.




Titel: Re: Tiergeschichten aus Thailand
Beitrag von: jock am 08. April 2017, 18:18:47
Gestern um 22 h draengte ich mein Herrchen nochmals hinaus
zu duerfen.

Und was finde ich da vor der Tuere ?

Cisar,verlassen und vergessen lag sie,in der eiskalten Nacht vor der
Tuere,weil ihr Herrchen nach Bangkok gefahren war und sie nicht in
ihrem Hause schlafen konnte.

Da ich ein gutes Herz habe,habe ich sie sogleich zu mir ins Zimmer
gebeten.

Sie verzog sich unter das Bett von meinem Herrchen und ich schlief aus-
gestreckt auf meiner weichen Matratze.

Es war ca 3,30h stubste mich Cisar und wollte ein kleines Jagdspielchen
veranstalten.

Juchheissa,da war ich gleich mit dabei.So im Dunkel zu jagen,versuchen sich
gegenseitig ins Hinterhaxel zu beissen,dabei die suendteure  Tischlampe
unbeschaedigt zu lassen,gekonnt vom Sofa ueber den Couchtisch zu springen,
das hat schon was fuer sich.

Kaum drehten wir die ersten Runden,fing mein Herrchen an zu bruellen.

Was faellt euch ein,schrie er,wisst ihr nicht wie spaet es ist ?

Beinahe haette er uns am Genick gepackt und uns rausgeworfen.Aber wir traten
den Rueckzug an.Cisar verkroch sich wieder unters Bett und ich ging zu meinem
Platz.Diese kleine Jagd hat uns muede gemacht und wir wollten schlafen.

Denkste,kein Auge haben wir zugemacht.

Zuerst rollte sich Herrchen von rechts nach links,Dann von links nach rechts.
dann wieder nach links.Zwischendurch lag er einmal auf dem Ruecken,dann
wieder auf dem Bauch.Sein Kopfpolster wanderte von oben nach unten,kaum war
er zugedeckt,deckte er sich wieder auf und das alles bei Grunzen und Stoehnen.

Schliesslich stand er auf und ging kaffeekochen,machte Licht sass vorm PC,dann
ging er wieder zu Bett um kurz darauf wieder aufzustehen.

So ging es weiter bis der Morgen graute.

Ich weiss nicht,was ihn ihm gefahren ist.Normalerweise ist er aeusserst ver-
traeglich,aber seine Stimmungsschwankungen beunruhigen mich.

Kommt er womoeglich jetzt in die Wechseljahre ?

Muck von Jockstein
Titel: Re: Tiergeschichten aus Thailand
Beitrag von: Bruno99 am 08. April 2017, 21:17:04
Kommt er womoeglich jetzt in die Wechseljahre ?

Ja lieber MvJ, manchmal sind die Herrchen schon etwas seltsam, aber was meinst du mit "Wechseljahren"?

Hast du Angst, dein Herrchen wechselt sein Domizil, oder schnuppert er nur an fremden Weibchen rum  ???

... oder noch schlimmer, wechselt er womoeglich das Futter   :o

Fragen ueber Fragen...

Hab etwas Geduld mit deinem Herrchen, nicht nur du wirst aelter  :-X
Titel: Re: Tiergeschichten aus Thailand
Beitrag von: jock am 12. April 2017, 16:21:58
Schon vor Tagen bemerkte ich ein unangenehmes Jucken am
Ende meines Schweifchens.

Oh Gott,durchfuhr es mich,ich habe Krebs.

Doch dann fiel mir ein,jedes Jahres im April bekam ich diese Sym-
tome.Es muss was in der Luft liegen,nur was ?

Zuerst dachte ich,Herrchen wird am Sklavenmarkt verkauft,denn
Frauchen stutzte ihm die Zehenmaegel,dann die Fingernaegel und
befahl ihm,sofort den Friseur aufzusuchen.

Nachdem die Hecke gestutzt war und der Rasen getrimmt,nahm sie
ihn ins Gebet und verbot ihm,nackig Getraenke aus dem Kuehlschrank
zu nehmen.

Irgendwer raeumte den Salon von Frauchen leer,wienerte den Boden
und verbot uns Hunden,diese Raeumlichkeiten in den naechsten Tagen
zu betreten.

Jetzt war mir und Cisar klar,Songkran steht vor der Tuere.

Nachdem eine Kolonne von Lieferautos unser Land verlassen haben,frug
Herrchen,ob wer kommt ?

Alle,alle kommen war die Antwort von Frauchen und das bedeutet,dass
eine Horde von mindestens 20 Personen Quartier aufschlagen werden,sich
die Baeuche vollfressen,nachts groelen um 2 h frueh schlafen gehen,die
Lichter nicht ausschalten und die Clotueren nicht schliessen.

Der erste Trupp ist schon angekommen.Sie schnappten sich ein Sofa um es
ins andere Haus zu tragen.

Zum Glueck war Cisar zur Stelle und biss Moon ins Bein.Er liess zwar das
Sofa fallen und schrie lauthals,aber das hilft auch nichts mehr,denn das
gute Stueck bekam eine Delle ab.

Immerhin hat Cisar erreicht,dass Moon die naechsten Tage sein Haus nicht
mehr verlaesst.

Frauchen hatte natuerlich nichts besseres zu tun,als sich bei meinem Herrchen
bitter zu beklagen,doch dieser reagierte ganz in unserem Sinne.

Brav,sagte er nur,ganz brave Hunde.

Da schmiss Frauchen den Besen,den sie in der Hand hielt wuetend weg und
spricht seither nichts mehr mit Herrchen.

Vielleicht reicht sie sogar die Scheidung ein ?

Muck von Jockstein

Titel: Re: Tiergeschichten aus Thailand
Beitrag von: jock am 26. April 2017, 13:16:51
Bis auf eine Ausnahme war der letzte Songkran eine fade Angelegenheit.

Zwar waren eine Unmenge an Menschen da,aber sie beachteten uns kaum
und boten daher keine Gelegenheit unserem liebsten Spiel zu froenen.

Jagen,das ist es was anstaendige Hunde am liebsten tun.

So einen Jogger zu Laufleistungen bringen,von der ein Ben Johnson zu seiner
besten Zeit nur traeumen konnte oder einen Radfahrer zu Hoechstleistung zu
fordern,wo einem Jan Ulrich schwindlich geworden waere,ist unser groesstes
Glueck.

Aber da ergab sich keine Gelegenheit.Muede schlurften sie herum und hielten
sich an Whiskyglaesern fest.

Bis auf einen der glaubte,wir seien Thaihunde.

Als wir in seine Naehe kamen,ergriff er einen Stein und warf ihn nach uns.

Dieser Ungluecksrabe erlebte eine Ueberraaschung.Er hatte fest damit ge-
rechnet,dass wir den Schweif einziehen und uns trollen.

Stattdessen sahen wir uns gezwungen,ihm beizubringen,wer hier das Sagen
hat.

Ausser unserem frueheren Tierarzt war noch nie jemand so schnell auf den
Tisch gesprungen,wie er.Dazu schrie er laut um Hilfe.

Herrchen kam hinzu und sprach beruhigend auf ihn ein,waehrend er ihm vom
Tisch herunter half.
Dann hielt er ihm eine Standpaucke die sich gewaschen hat.

Ich glaube mich zu erinnern,dass Herrchen sagte,er werde ihm die Haut bei
lebendigen Leib abziehen,wenn er nochmals nach einen Stein griffe.

Das sass,der Betreffende verabschiedete sich bald.

Zum Glueck wissen viele Menschen nicht,wie wir Hunde reagieren,wenn wir
wo einen Jogger sehen.

Zuerst weckt das unsere Triebe eine Beute zu jagen.Dabei werden jede
Menge von Glueckshormone ausgeschuettet.

Leider ist es aber damit schnell vorbei,wenn der Jogger stehenbleibt und an
uns vorbeischaut.

Das toernt so ab,dass wir jeden Spass verlieren und wieder nach Hause gehen.

Aber sagt das niemanden.

Muck von Jockstein

Titel: Re: Tiergeschichten aus Thailand
Beitrag von: jorges am 11. Mai 2017, 08:55:25
Gut gemacht, Numberfour !

(http://up.picr.de/29163858gg.jpg)

Und jetzt willste damit aufs Sofa  {;.

(http://up.picr.de/29163859vp.jpg)

(http://up.picr.de/29163865mj.jpg)
Titel: Re: Tiergeschichten aus Thailand
Beitrag von: dolaeh am 11. Mai 2017, 08:58:39
Wenn ihr wollt das euch eine Katze zu Fuessen liegt und nicht mehr weggeht, muesst ihr sie hinten vor dem Schwanz massieren also den Bereich dort mit Daumen und Fingern richtig "einkrallen"  ;)
Titel: Re: Tiergeschichten aus Thailand
Beitrag von: jorges am 14. Mai 2017, 22:27:47
Poste es mal hier.

(http://up.picr.de/29193398xt.jpg)

Keine Ahnung welche Gattung, der kam jedenfalls angeflattert, hat sich auf meine Dream gesetzt und maechtig angefangen rumzuschimpfen.

(http://up.picr.de/29193414pd.jpg)

(http://up.picr.de/29193454uz.jpg)

Hat dann auch nicht aufgehoert, nur verstand ich die Sprache nicht auf Anhieb.


(http://up.picr.de/29193498hh.jpg)

(http://up.picr.de/29193526or.jpg)

Womoeglich wollte er was zum kauen.

(http://up.picr.de/29193548bq.jpg)

(http://up.picr.de/29193561mk.jpg)

(http://up.picr.de/29193588sn.jpg)

Dachte auch erst, der sei Augenkrank oder am Gefieder beschnitten. Aber mitnichten, iss dann in vollendeter Grazie davon geflogen.

(http://up.picr.de/29193600ue.jpg)

(http://up.picr.de/29193642ze.jpg)

(http://up.picr.de/29193656ss.jpg)

Fingernaegel sind so gut wie immer dreckig, Stolz der Arbeiterklasse.  ;}

Titel: Re: Tiergeschichten aus Thailand
Beitrag von: thai.fun am 15. Mai 2017, 00:01:19
Poste es mal hier. ...
Herrlich! Warum schaut der Vogel den Knipser so "böse" an? Oder sieht er sich im Objektiv-Spiegel ...
Titel: Re: Tiergeschichten aus Thailand
Beitrag von: wasi-cnx am 15. Mai 2017, 20:46:53
@jorges,

Habe Deine Bilder erst jetzt entdeckt...

Der "Motorradvogel" ist eine Hinduracke (wissenschaftlicher Name Coracias benghalensis, für die näher Interessierten). Der Vogel scheint ein Jungvogel zu sein (Altvögel sind leuchtender gefärbt, vor allem am Kopf), ausserdem sieht's so aus als ob er handzahm ist bzw. einen menschlichen Besitzer hat. Wildvögel, d. h. solche die nicht in Gefangenschaft gehalten werden, sind niemals so zutraulich wie der, die halten Abstand zu den Menschen.

Es gibt eine ausführliche deutschsprachige Wikipedia-Seite über den Vogel, man google z. B. "Hinduracke Wiki".

Der Vogel ist in Thailand nicht selten, man sieht ihn meistens an Strassenrändern auf Telefonmasten sitzen, von wo aus er nach Beute Ausschau hält.

Der "grimmige/böse" Gesichtsausdruck kommt daher, weil die Scheitelseiten (über den Augen, davor und dahinter) hier ziemlich "tiefgezogen" sind. Dies ergibt einen entsprechenden Ausdruck. Man vergleiche Bilder von Adlerköpfen von der Seite (Grossaufnahmen), die wirken auch "böse".

Danke fürs Einstellen, ich habe solche Bilder noch nie gesehen!

Gruss, wasi-cnx

 

Titel: Re: Tiergeschichten aus Thailand
Beitrag von: jock am 24. Juli 2017, 12:46:15
Gestern rief @Alex die Gemeinschaft auf,doch zum Medizincheck zu einem Gast-
hof zu kommen,wo ein geuebter Chirurg (coram publico) bereit waere,an Ort und
Stelle die Haemorrhoiden,zum Gaudium der Gaeste zu entfernen.

Nicht viele Member konnte er ueberzeugen,worueber er sich bitterlich beklagte.

Aber war obige Schilderung eines blutigen Szenarium der einzige Grund ?

Oder war da die Furcht vor der schrecklichen @Ranya eher ausschlaggebend ?

Mein Herrchen hat mit Schauern gelesen,was @Alex vor laengerer  Zeit schrieb.

Eine hohe Umzaeunung sichtert seine Villa,dazu Monitoren und zwei Huehnen
dahinter,lassen ein Eindringen ins Haus unmoeglich erscheinen.

Das Beste kommt zum Schluss.Reissen alle Stricke,steht der Einbrecher vor
einer Schaeferhuendin,die einer Bestie gleich,alles in Stuecke reisst was fremd
ist.

Als mein Herrchen vor laengerer Zeit einmal zu der besagten Villa gefuehrt wurde,
hatte er gewaltigen Respekt.

Und was erzaehlte er mir hinterher ?

Als sich der Gate oeffnete schoss @Ranya sofort heraus,begruesste kurz das Herrchen
um sich dann um mein Herrchen zu kuemmern.

Mein Herrchen konnte nicht anders als in die Knie zu gehen und den Ball aus ihrem
Maul nehmen und werfen.

8 - 10 x und immer heftiger wedelte der Schweif.

Nochmal 5 x Balliwerfen und mein Herrchen haette die ganze Villa ausraeumen koennen,
ohne irgendwie von ihr behindert zu werden.

Darueber bin ich schon enttaeuscht.Bei mir im Hause gaebe es das nie und nimmer.

Kommt jemand Fremder werde ich misstraurisch.Verbelle ihn und lasse ihn nicht
mehr aus den Augen bis er wieder das Gelaende verlaesst.

Da nuetzen weder versuchte Streicheneinheiten,Fuetterungsversuche oder gutes
Zureden.

Ja auf mich kann sich mein Herrchen und mein Frauchen verlassen.

Aber gut,ich verstehe @ Ranya ein wenig.

Da fristet sie ihr Dasein in einer winzigen Huette im Carport,hat staendig den Ge-
stank eines Automobiles in der Nase und darf nicht ins Haus.

Da hat offenbar ihr Herrchen den Kampf mit der Herrin des Hauses klaeglich ver-
loren,die mit dem Argument "die Haare und der Schmutz" obsiegt hatte.

Armer Hund kann man da nur sagen !

Muck von Jockstein
Titel: Re: Tiergeschichten aus Thailand
Beitrag von: goldfinger am 03. August 2017, 17:14:19
Mann von asiatischem Schwarzbär verletzt

Im Wat Luang Pu Lamai wurde ein Mann von einem asiatischen Schwarzbären gepackt und ins Gehege gezerrt. Er musste anschliessend mit fast 1000 Stichen genäht werden.

http://www.khaosodenglish.com/news/crimecourtscalamity/calamity/2017/08/03/man-teases-captive-black-bear-gets-mauled/ (http://www.khaosodenglish.com/news/crimecourtscalamity/calamity/2017/08/03/man-teases-captive-black-bear-gets-mauled/)
Titel: Re: Tiergeschichten aus Thailand
Beitrag von: franzi am 04. August 2017, 01:55:47
Auf Deutsch mit Video

https://de.sputniknews.com/videos/20170803316868613-baer-hungrig-beleidiger/ (https://de.sputniknews.com/videos/20170803316868613-baer-hungrig-beleidiger/)

fr
Titel: Brutal....
Beitrag von: geheimagent am 04. August 2017, 04:13:45
http://www.bild.de/video/clip/tierattacken/baer-attackiert-mann-52753848.bild.html
Titel: Re: Tiergeschichten aus Thailand
Beitrag von: franzi am 10. August 2017, 10:51:27
Nicht jeden zweiten Tag hab ich Lust, die rund 100 Kilometer hin und retour zu den Wang Lung Wasserfaellen zu fahren. Noch dazu, da die letzten paar Kilometer einen sehr schlechten Strassenzustand aufweisen.
Daher wieder mal zum Ai Kiau Wasserfall (natuerlich nicht ganz dort hinauf)
Unserem jungen Katzl gefiel es da aber gar nicht so gut, da wir fuers Picknicken eine Felsplatte, rundum von fliesendem Wasser umgeben, daher ohne Baeume zum kraxln, ausgesucht hatten.
Dem hab ich aber abgeholfen, indem ich alter Mann mit auesserster noch vorhanderner Kraft einen Holsbrocken organisiert hab, damit Tussi, so ihr Name (anfangs hatte ich sie Puzzi genannt, aber da mein Darling sie immer in Pussi verschandelt hat, hab ich das P gegen T ausgetauscht. Dass ich vor vielen vielen Jahren eine Tussi als langjaehrige Freundin hatte, ist ihr egal, sie ist ja tolerant :-))
EHRLICH!

(https://up.picr.de/30041475ic.jpg)

Da es aber auch hoch droben auf dem Berg sehr viel waeremer wurde, die Sonne verdraengte langsam den Schatten von uns, baden und kopfkraulenhaarwaschen fuer mich durch die Gatten war angesagt.
Dazu begaben wir uns in den inzwischen sonnendurchfluteten Teil des Felsens.
"Tussi" kam wie ueblich bald danach zu uns. Und fuer mich unerklaerlicherweise begann sie ploetzlich, wie ein Springbock durch Gegend zu huepfen und kurz danach auf den platschnassen Sarong der Gattin, obwohl dieses Katzl Wasser hasst wie die Pest.

(https://up.picr.de/30041479ad.jpg)

Des Raetsels Loesung: Der Fels war durch die Sonneneinstrahlung so heiss oder warm, dass es die Pfoetchen des Kaetzchens irritierte  :]:'(

fr
Titel: Re: Tiergeschichten aus Thailand
Beitrag von: Alex am 11. August 2017, 10:55:11
https://www.facebook.com/ClipOnEarth/videos/111303002839934/

warum einfach ... wenn`s auch exotisch geht ... 555
Titel: Re: Tiergeschichten aus Thailand
Beitrag von: goldfinger am 14. August 2017, 18:13:08
Elefant als Duriandieb :]

https://youtu.be/KqiwwLvzqRM

http://www.khaosodenglish.com/news/crimecourtscalamity/calamity/2017/08/14/elephant-devours-durian-daring-dawn-raid-video/ (http://www.khaosodenglish.com/news/crimecourtscalamity/calamity/2017/08/14/elephant-devours-durian-daring-dawn-raid-video/)
Titel: Re: Tiergeschichten aus Thailand
Beitrag von: franzi am 04. September 2017, 19:44:30
Sosehr ich die Katzen mag, aber das sind Sauviecher!
Die junge wird von der schwarzen regelmaessig hergeschlagen, mit teilweise nicht unerheblichen Verletzungen.

Foto von der Frueh, wo sie hungrig sind und sogar die Schwarze nur aufs Fressen fixiert ist.
Jede bekommt einen halben Pla Tu, vermischt mit Whiskas

(https://up.picr.de/30268806sc.jpg)

Man moechte also meinen, dass der Fuetterer franzi der Liebling dieser Katzen ist.
Ja, aber nur wenn sie hungrig sind, ansonsten ists die Gattin.

Man moechte meinen, dass derjenige, der der jungen Katze hilft (fr), wenn sie wieder mal von der Schwarzen angefallen wird, der Liebling dieses Katzenteenagers ist.

Ja, aber nur, wenn die Gattin das Weite gesucht hat. Und da diese sich zur Shoperoeffnung der Tochter weit im Sueden befindet habe ich mich nach langen sieben Tagen, wo das arme Katzenhascherl keinen Wilbach mehr gesehen hat entschlossen, wieder mal zum Wang Lung zu fahren (100km hin und her)

Wenn die Alte dabei ist gehts ja nobel her, da gibts richtiges Picknick.
Allein mit dem Katzl, nur a Wurst- und Kasbrot, in der Kuehlhaltebox verstaut (nit noch einem Bier)

(https://up.picr.de/30268822ts.jpg)

Allerding hatte ich vorher ein Problem. Das Feuerzeug im Auto vergessen.
Die Katze auf einem kleinem Baum, soll man das Hascherl alleine zuruecklassen oder mitnehmen, damit ihr nix passiert?
Hab mich zu ersterem entschlossen und galoppierte wie ein Wilder hin und retour.
Mein Darling hats gelassen genommen

(https://up.picr.de/30269087mt.jpg)

Und ueberhaupt hat ihr dieser Trip keinen Spass bereitet (als Katzenfluesterer sofort bermerkt), da die Gattin nicht dabei war  :'(

fr


Titel: Re: Tiergeschichten aus Thailand
Beitrag von: Suksabai am 04. September 2017, 20:19:10

Bei dir möcht ich schon Katze sein...  :D

 C--

Titel: Re: Tiergeschichten aus Thailand
Beitrag von: Burianer am 04. September 2017, 20:25:56
franzi, ist doch schoen , nach der Mahlzeit  gemuetlich im Baum abhaengen  }}
Wir haben  3 Hunde , wenns da ums Fressen geht  :-) jeder hat seinen eigenen Topf, doch jeder moechte im anderen Topf fressen  {+
Wir machen das so, dass wir dabei sind und jeder an seinem Platz bleibt, ansonsten gibts was auf die NUSS 
Hunde sind da einfacher.
Mittlerweile haben es auch die 3 kapiert.  Mein Fressnapf.
Titel: Re: Tiergeschichten aus Thailand
Beitrag von: franzi am 06. September 2017, 08:42:36

Bei dir möcht ich schon Katze sein...  :D

 C--

Wenn schon, dann aber die junge. Denn die bekommt nicht Whiskas Trockenfutter (50 Baht ein halber Kilo) vermischt mit Fisch, sondern auf Wunsch der Gattin ein Spezialtrockenfutter (Name unbekannt), 120 Baht das halbe Kilo. Denn dann wachsen ihr lange Haare.
Komischerweise mag sie dies bei den Katzen, bei mir alten Affen aber nicht  :'(
Und natuerlich saeuft das junge Katzele kein Wasser, so wie die alten, sondern von mir sorgfaeltig wohltemperierte Milch.
 [-]

fr
Titel: Re: Tiergeschichten aus Thailand
Beitrag von: malakor am 06. September 2017, 08:58:10
In der Mitte Phukets nahe einem Stausee sind wohl 4 Hunde vergiftet / umgebracht worden:

https://www.thephuketnews.com/phuket-police-investigate-reservoir-dogs-killings-63756.php#mSE9EshiY3JtT6wm.97



Bei uns in der soi leben auch herrenlose Hunde. Meine Frau hat eine Huendin mit 3 Welpen jeden Tag gefuettert.
Eines Tages kam der Hundefaenger-Pickup der Gemeinde oder von sonstwem und hat Hunde eingefangen, die Welpen haben sie erwischt, die Huendin konnte entkommen.
Auf meine Frage an meine Frau, was mit denen gemacht wird, kam sofort die Antwort: die werden erschossen.

Der Thai und seine Hunde.
Titel: Re: Tiergeschichten aus Thailand
Beitrag von: goldfinger am 07. September 2017, 18:15:33
Python wird beim Verdauen gestört

https://youtu.be/dD7YdUKfKV4

http://www.khaosodenglish.com/featured/2017/09/07/python-swallows-pet-cat-pathum-thani-home-video-photos/ (http://www.khaosodenglish.com/featured/2017/09/07/python-swallows-pet-cat-pathum-thani-home-video-photos/)
Titel: Re: Tiergeschichten aus Thailand
Beitrag von: franzi am 20. September 2017, 10:53:23
Eine alte Bergsteigerweisheit lautet, hinauf kommst du leicht, hinunter aber nicht.
Da ich wegen meiner nicht Schwindelfreiheit  :'( aber nie ein Bergsteiger war, konnte ich diese Weisheit nicht an unsere juengste Katze weitergeben.

(https://up.picr.de/30409023ia.jpg)

Die Hilfe, auf einen Polster zwanzig Zentimeter darunter zu huepfen: Abgelehnt!

(https://up.picr.de/30409024in.jpg)

Da hilft nur rohe Gewalt

(https://up.picr.de/30409025du.jpg)

Da die Chefin unserer Katzen immer wieder brutal gegen den Teenager vorging, hat sie damit ihr Schicksal besiegelt.
In der Hoffnung, dass sie danach vertraeglicher wird.

(https://up.picr.de/30409045bc.jpg)

Zu dem Zeitpunkt sehr!

(https://up.picr.de/30409029me.jpg)

Die zwei anderen schauen verwundert zu, wie sich die Sterilisierte (800 Baht) bemueht, auf die Beine zu kommen

(https://up.picr.de/30409051oh.jpg)

Jetzt, vier Tage spaeter, kann ich eigentlich fast nur raten, obs mit der Rauferei besser geworden ist.
Gefuehlsmaessig: A bissl.

fr
Titel: Re: Tiergeschichten aus Thailand
Beitrag von: Pladib am 20. September 2017, 11:45:10
Charakter und Eigenarten deiner Katze ändern sich durch die Sterisilation kaum.
Natürlich ist das geschlechtsorientierte Verhalten durch den Eingriff betroffen.
Eventuell wird sie auch Menschen gegenüber noch zutraulicher werden, weil
nicht mehr von Hormonschüben geplagt. Eine bestehende Abneigung, von
Katze zu Katze, wird wahrscheinlich nicht wirklich beeinflusst.

http://www.katzenschutzbund-koeln.de/gesundheit/kastration-aus-tierschutzgruenden/
Titel: Re: Tiergeschichten aus Thailand
Beitrag von: franzi am 10. Oktober 2017, 12:54:01
Zitat
Eine bestehende Abneigung, von
Katze zu Katze, wird wahrscheinlich nicht wirklich beeinflusst.

Kommt auf den Einzelfall an. Bis vor Kurzem nicht, da hat sie wieder mal zugeschlagen (das Katzele hat mir wirklich erbarmt, nach der Attacke hat sie die Wunde beleckt und bei jedem Lecker einen Klagelaut ausgestossen).

(https://up.picr.de/30605349po.jpg)

In den letzten Tagen ists aber besser geworden.

Die Katze mit den 7 Zehen, bei diesem Foto kommen die Pratzen nicht so zur Geltung

(https://up.picr.de/30605381ux.jpg)

hatte jedenfalls nach der Sterilisation eine totale Wesensveraenderung. Vorher frech und aufgeweckt, danach a Lamperl, auch wenn sie hier

(https://up.picr.de/30605397fv.jpg)

gefaehrlich schaut.

Bei der Jungen sind die Zeiten, wo sie mit uns mitfaehrt (beziehungsweise wir mit ihr irgendwo ins Gruene fahren muessen) vorbei.
Am Strand hechelt sie wie ein Hund, in den Bergen hat sie keine Lust mehr, kleine Baeume zu beklettern. Da braucht sie Unterhaltung

(https://up.picr.de/30605366qf.jpg)

Eines ist aber Tatsache: Sie hat Hirn. Wenn ich ihr Milch aus dem Kuehlschrank hole und kurz aufwaerme, ihr diese aber zu kalt ist, schaut sie nach dem ersten Schlecker zu mir auf und schuettelt den Kopf.
Zu kalt!
Dann wird hurtig nachgewaermt.

fr
Titel: Re: Tiergeschichten aus Thailand
Beitrag von: franzi am 06. November 2017, 12:54:16
Das junge Katzl, die Tussi, wurde mit fuenf Monaten schon rollig. Da hatte sie auch keine Angst mehr vor der schwarzen. Und die Schwarze kannte sich nicht aus. Daher nix wie zum Tierarzt, um ihr eine Dreimonatsempfaengnisverhuetungsspritze geben zu lassen.

(https://up.picr.de/30872096pb.jpg)

Einige Tage spaeter fing die uebliche Rauferei wieder an. Die junge Katze hat da natuerlich mit ihren vielleicht 9o Dekagramm keine Chance gegen das 4,4 Kilo Monster. Das verletzt sie immer im oberhalb der Schwanzes oder im Analbereich.
Aber Tussi weiss ja, wie man den Schmerz ertraeglicher machen kann.

(https://up.picr.de/30872097zp.jpg)

Eine gute Mausfaengerin ist sie ueberdies. Diese Maus, das habe ich durch sie ueberrissen, ist durch einen Fensterventilator (die Klappe, die beim Ausschalten schliessen soll, funktioniert nicht mehr) bei uns eingedrungen.

(https://up.picr.de/30872098en.jpg)

Bestens zum spielen geeignet. Nur, als sie das Zeitliche gesegnet hatte, wurde die Maus nach ein paar Stunden uninteressant.
Hab das nicht beachtet, das Kadaver fing trotz der Kleinheit nach einem Tag fuerchterlich zu stinken an.

(https://up.picr.de/30872099sm.jpg)

Wollte mal testen, ob sie muetterliche Gefuehle entwickelt

(https://up.picr.de/30872100zp.jpg)

Habe ihr daher eine Katzenkindkopie zur Verfuegung gestellt. Passt einigermassen

(https://up.picr.de/30872105xe.jpg)

Da hat Tussi vom "Jungen" schon Besitz ergriffen. Aber da das "Junge" ein Andenken meiner Gattin von einem Gardaseebesuch ist, musste ich das "Junge" schweren Herzens der Tussi abnehmen.

(https://up.picr.de/30872107kx.jpg)

Die Finanzierung der Fuetterung mit Trockenfutter der zwei Katzen bei der Schwiegermutter uebernehme ich inzwischen auch (seit ein paar Monaten)
Inzwischen ist die Graue verschwunden, vermutlich tot, hat aber drei Junge hinterlassen.
Mein Angebot an die Gattin, die abzuschlagen, hat wieder mit wuesten Prophezeiungen, was mir alles passieren wird, wenn ich das Zeitliche segne, geendet (ihr ist bekannt, dass ich mindestens 150 Junge auf Koh Phangan und anfaenglich in der Pampa abgemurkst habe).
Wurde natuerlich striktest abgelehnt.

(https://up.picr.de/30872108pl.jpg)

Nachbarn haben Hunde, hoffe, dass die das erledigen.

fr
Titel: Re: Tiergeschichten aus Thailand
Beitrag von: franzi am 21. November 2017, 12:36:42
Die Hunde erledigen das nicht, aber ein Auto hat die Jungen um ein Drittel dezimiert.
Es sind ja nur knapp 15 Meter bis zur Strasse

(https://up.picr.de/31007891qv.jpg)

Nachbarhunde fressen ihnen allerdings das Fressen weg, weshalb die Schwiemu jetzt ein Auge darauf hat.
Der Kater hat vaeterliche Gefuehle, frisst den Jungen nicht alles weg

(https://up.picr.de/31007893it.jpg)

Und die Tussi fuehlt sich wohl, wenn die schwarze Katze nicht in der Naehe ist

(https://up.picr.de/31007894cf.jpg)

Aber auch, wenn sie die Taube pflanzen kann

(https://up.picr.de/31007895xj.jpg)

Dass dabei der Kaefig fast zusammenbricht, kuemmert sie nicht

(https://up.picr.de/31007896jh.jpg)

Noch weniger, dass wir es ueberhaupt nicht schaetzen, wenn sie sich auf dem Esstisch breitmacht.
Zwar nur in diesem Korb, wo keine offenen Lebensmittel aufbewahrt werden (an dem Tag offensichtlich ueberhaupt nix), es bedeutet aber fuer die Gattin, dass sie wieder eine halbe Stunde lang den Bereich peinlichst genau-sieben Mal- putzen muss (das sagt ihr ihre Religion)

(https://up.picr.de/31007898au.jpg)

Sie kontrolliert auch ganz genau, ob die Waesche richtig gewaschen wird

(https://up.picr.de/31007899xq.jpg)

Und wenns aus dreissig Zentimeter Entfernung nicht genau zu erkennen ist, muss sie halt naeher hinan

(https://up.picr.de/31007900bg.jpg)

Pladip hat richtig vermutet, die Sterilisierung der schwarzen Katze hat keinen Erfolg gebracht (im Sinne von sanftmuetiger)
Habe schon ueberlegt, ob ich 2 Kaefige kaufen soll und die Tussi und schwarze darin einsperre und dann direkt nebeneinanderstelle, damit sie sich aneinander gewoehnen.
Versuchs aber vorher so

(https://up.picr.de/31007902kx.jpg)

Besser waere aber, wenn sie aus dem selben Teller fressen wuerden, so, wie unsere Katzen seinerzeit auf Koh Phangan.
Das versuche ich allerdings gar nicht, ihnen vergeht der Appetit ja schon (nicht wirklich), wenn sie so wie oben gezeigt ihr Fruehstueck einnehmen muessen

(https://up.picr.de/31007903iy.jpg)

Meinen Wildwasserbachfischen gehts nun auch besser. Die alte Pumpe hat den Geist aufgegeben.
Die war stark, wir konnten sie nur kurz einschalten, da viel vom Wasser auf den Boden spritzte.
Die neue ist viel schwaecher, laeuft jetzt rund um die Uhr.
So wie eben die Wildbaeche. Unter den Steinen und Muscheln kommen sie allerding nur bei der Fuetterung hervor

(https://up.picr.de/31007905zz.jpg)

fr

Titel: Re: Tiergeschichten aus Thailand
Beitrag von: samurai am 21. November 2017, 13:47:48
Katerfruehstueck
https://vimeo.com/243792126
Titel: Re: Tiergeschichten aus Thailand
Beitrag von: goldfinger am 21. November 2017, 18:31:22
Oma killt Schlange, weil sie ihre Kröten gefressen hat

https://youtu.be/dDp-I3NJ3ig
Titel: Re: Tiergeschichten aus Thailand
Beitrag von: dolaeh am 23. November 2017, 18:16:28
Der Nationalfisch von Thailand  ;}
http://www.khaosodenglish.com/featured/2017/11/23/siamese-fighter-flagged-national-fish/
Quelle: www.khaosodenglish.com
Titel: Re: Tiergeschichten aus Thailand
Beitrag von: Benno am 23. November 2017, 20:16:48

Der Nationalfisch von Thailand  ;}

Nette Geschichte, die jedoch bei einer genaueren Recherche auch Fragen und damit Antworten aufwerfen kann:

https://youtu.be/n33qd2v76xI

"Das Verbreitungsgebiet der Kampffische erstreckt sich von den Inseln um Bali nach Indonesien (inklusive der Inseln Sumatra, Borneo und Java) über die malaiische Halbinsel nach Laos, Vietnam, Myanmar, Thailand und Kambodscha.

Ihren Trivialnamen verdanken die Kampffische der thailändischen Tradition, Männchen einiger Arten (Betta splendens, Betta imbellis, Betta smaragdina und Hybride daraus) für Fischkämpfe einzusetzen, die sich bis heute großer Beliebtheit erfreuen. Insbesondere der von Natur aus mit einem hohen Aggressionspotential ausgestattete siamesische Kampffisch (Betta splendens) wurde für die Pflege dieser Tradition domestiziert."

Die Quelle dieser Informationen : HIER (https://de.wikipedia.org/wiki/Kampffische)

Kann es sein dass mit diesem hohen Aggressionspotential  des "Nationalfisches von Thailand" auch das Potential der Thais im Strassenverkehr  und der Polizeistatistik gemeint ist, um es so zu einem vermeintlichen nationalen Fisch-Symbol in Siam werden zu lassen ?

(https://abload.de/img/kafisxnyux.png) (http://abload.de/image.php?img=kafisxnyux.png)

Reale Thai-Symbole:

"Thailand: der weiße Elefant, Wat Phra Kaeo mit Smaragd-Buddha und Siamspalast"

Quelle : HIER (https://de.wikipedia.org/wiki/Nationalsymbol#Asien) und https://de.wikipedia.org/wiki/Kategorie:Nationales_Symbol_(Thailand)
Titel: Re: Tiergeschichten aus Thailand
Beitrag von: franzi am 30. November 2017, 17:36:26
Der Tussi muss ich noch ein bisschen mehr Gefuehl beim Spielen lehren. Meistens ist sie so richtig lieb, dann aber urploetzlich grob

(https://up.picr.de/31091914ny.jpg)

Auch die Kratzerei bei diesem Teppich muss ich ihr abgewoehnen. Sie ist inzwischen so kraeftig, dass sie Wollfaeden herausreisst (Bei den Sitzgarnituren ists mir inzwischen schon fast gelungen, dass sie dort nicht mehr ihre Krallen schaerft)

(https://up.picr.de/31091923vd.jpg)

Ueberhaupt nicht mag ich, wenn sie auch mit der Gattin schmust

(https://up.picr.de/31091927ib.jpg)

Sie kanns nicht lassen! Immer wieder klettert sie die Fliegengitter hinauf, um dort oben dann herumzutaenzeln

(https://up.picr.de/31091928yq.jpg)

Wenn sie wieder hinunter will, weiss sie nicht richtig wie. Vor Verlegenheit spielt sie mit allem Moeglichem herum

(https://up.picr.de/31091932vt.jpg)

oder schaut hilfesuchend herunter. Hilf ihr aber nicht mehr

(https://up.picr.de/31092359kt.jpg)

Wenn sie es nach langem Hin und Her schafft, rueckwaerts abzusteigen

(https://up.picr.de/31091939yu.jpg)

wartet schon die eifersuechtige Schwarze knurrend auf sie

(https://up.picr.de/31091941kp.jpg)

Das Loch im Fliegengitter habe ich vor gut 10 Jahren herausgerissen (war gar nicht so einfach), da wir damals noch kein Katzentuerl hatten. Immer wieder vorgenommen, das Gitter erneuern zu lassen, aber gottseidank bis jetzt aufgeschoben.
Ist naemlich der Ein/Ausgang der jungen Katze, da sies Katzentuerl noch nicht oeffnen kann.
Hauptsaechlich nach Mitternacht, ist oft meine Aufstehzeit, lasse ich dann die Holztuer offen, damit sie sich draussen beschaeftigen kann.
Allerdings schleicht dann oft der Nachbarkater zu den Futtertellern unserer Katzen und frisst dort fertig, was sie uebergelassen haben (ich ueberreiss den immer darum, da er so gierig frisst, dass die Plastikschuesseln zum Klappern anfangen). Ist mir recht, dann brauch ich die Reste in der Frueh nicht wegwerfen.
Nicht akzeptabel ist aber, wenn diese Kaetzin die Milch von der Tussi aussaeuft. Die muss ich verjagen, es koennte ja die Gattin herunterkommen.

(https://up.picr.de/31091942gn.jpg)

Brad Pitt Fan?

(https://up.picr.de/31091951jv.jpg)

Gierig aufs Essen dieser Dame?

(https://up.picr.de/31091953at.jpg)

Zum Unterschied von Tussi frisst die Katze mit den sieben Zehen ihre Beute

(https://up.picr.de/31091964fh.jpg)

Heute mussten wir die Schwiemu von ihrer Huette evakuieren, da diese erwartungsgemaess wieder unter Wasser steht.
Fuer die zwei Jungen bricht nun eine harte Zeit an, da die sonst fuetternde Nachbarin nicht in der Gegend ist. Also Futter fuer ein paar Tage in einen Napf gegeben und wenns die Wetterverhaeltnisse zulassen (Strassen dorthin befahrbar sind), werden wir halt in zwei Tagen dort nachfuettern, oder was noch besser waere, die Schwiemu dort zurueckgeben (ist nicht ganz ernst gemeint).
Aber die Hoffnung ist gering. Es schuettet derzeit wieder.

(https://up.picr.de/31091958fk.jpg)

Der jaemmerlich jammernde Kater haelt sich lieber im Obergeschoss auf. Aber auch der wurde von der Gattin ausgiebig gefuettert

(https://up.picr.de/31091962oo.jpg)

fr

Titel: Tiergeschichten aus Thailand
Beitrag von: Helli am 30. November 2017, 17:44:09
Der Tussi muss ich noch ein bisschen mehr Gefuehl beim Spielen lehren. Meistens ist sie so richtig lieb, dann aber urploetzlich grob
(https://up.picr.de/31091914ny.jpg)
Du weißt aber schon, dass Katzen -nackt gemacht und gut gewürzt- einen Kaninchenbraten ersetzen können?
 8) Freundschaft  8) [-]
Titel: Re: Tiergeschichten aus Thailand
Beitrag von: franzi am 30. November 2017, 17:59:14
Klar.
Koepfen und die Pratzen entfernen muss man aber auch noch, damits äs­the­tisch passt.

fr
Titel: Re: Tiergeschichten aus Thailand
Beitrag von: franzi am 28. Dezember 2017, 23:20:52
Der franzi ist natuerlich nicht nur ein Katzen-, sondern auch ein Truthahnversteher.
Am 25. habe ich ihnen erklaert, dass als Weihnachtsessen ausnahmsweise kein Truthahn, sondern Lasagne auf den Tisch kommt (bei einem guten Bekannten und es hat vorzueglich geschmeckt).

https://www.youtube.com/watch?v=wcdRKidUzTc (https://www.youtube.com/watch?v=wcdRKidUzTc)

fr
Titel: Re: Tiergeschichten aus Thailand
Beitrag von: goldfinger am 29. Januar 2018, 13:42:18
(http://up.picr.de/31666553xa.jpg)

Ob das auch ein Zeichen für gutes Wetter ist?  :]
Titel: Re: Tiergeschichten aus Thailand
Beitrag von: jock am 17. März 2018, 14:27:12
Letzten Dienstag kam ich am spaeteren Nachmittag von einem 3 taegigen
Besuch in Chiang Mai heim.

Der Hund,der dem Sohn meiner Frau gehoert,begruesste mich ausgiebig,
waehrend meine eigene Huendin mit griesgraemigen Gesicht wartete,bis
ich sie gegruesst hatte.

Offensichtlich war sie beleidigt und nach einigen Nachdenken kam ich drauf,
dass ich sie vor der Abreise nicht informiert hatte und ihr dabei versicherte,
dass das Herrchen ohnehin bald wieder kommt.

Mit gebotender Zerknirrschtheit,servierte ich ihr eine ausreichende Portion
ihres Futters und dachte,damit sei wieder alles eingerenkt.

Schnecken,naechsten Morgen humpelte sie,die linke Pfote eingezogen,so gott-
erbaemlich,dass man der Meinung sein koennte,sie haette den vollen 30 jaehrigen
Krieg mitgemacht.

Sofort untersuchte ich ihre Pfote,aber kein Dorn in ihrem Ballen und auch keine
offensichtliche Verletzung zu sehen.

Ein paar Stunden spaeter humpelte sie noch immer und ich begann mir Sorgen
zu machen.Ist eine Sehne gerissen ? ist es ein Bruch ?

Wie sie so da lag,mir vorwurfsvolle Blicke zuwerfend,machte ich ihr das Angebot
zum Onkel Doktor zu fahren oder wenigstens kalte Umschlaege zu akzeptieren.

Weder fuer das Eine noch fuer das Andere ein zustimmendes Schweifwedeln zu
erkennen. Nur Daliegen und Streicheln lassen.

Irgendwann hatte ich Gusto auf eine Zigarette,verliess den armen,auf der vorderen
Terrasse liegenden,offensichtlich sterbenden Hund und rauchte eine auf der hinteren
Terrasse.

Sobald ich ausgeraucht hatte,beeilte ich mich wieder zurueck zu kommen.Sie sah
und hoerte mich nicht,da sie durch einen fremden Hund am Gate abgelenkt war.

Ploetzlich sprang sie auf und raste,alle vier Pfoten benuetzend,dem gut 30 m ent-
fernten Gate zu und vertrieb den offensichtlichen Intruder.

So bald der vertrieben war,trabte sie,ohne jedes Humpeln zufrieden zurueck.

Aber da stand ich schon auf der Terrasse,warf ihr vorwurfsvolle Blicke zu und nannte
sie eine falsche Schlange und versprach ihr,sie ausstopfen zu lassen.

Seither humpelte sie nicht mehr und ist putzmunter wie frueher.

Jock



Titel: Re: Tiergeschichten aus Thailand
Beitrag von: Bruno99 am 17. März 2018, 16:34:40
Die war waehrend deiner Abwesenheit bestimmt im Internet und ist dabei auf folgenden Artikel gestossen:

http://www.20min.ch/community/stories/story/Herrchen-bleibt-zu-Hause--weil-sich-Hund-krank-stellt-14939772

Dabei dachte sie vermutlich, einfach nur nachmachen ist zu einfach, also erfinde ich ein anderes Leiden   :]
Titel: Re: Tiergeschichten aus Thailand
Beitrag von: jock am 17. März 2018, 20:47:01
@Bruno99

Natuerlich war ich sauer,als Herrchen mit seiner hochnaesigen Madam
ins Auto stieg und davon fuhr,ohne mich vorher zu informieren.

Da ich nicht wusste,wann es wiederkommt,wartete ich den ganzen Tag
lang bis es Nacht wurde.Mein Futter schmeckte mir nicht und ich hatte die
ganze Nacht Albtraeume.

Streichelt Herrchen womoeglich fremde Hunde ? Oder kommt er sogar
mit einem herrenlosen,ungepflegten Streuner zurueck ?
Seiner hochherzigen,vornehmen Art ist ihm ja alles zuzutrauen.

Als Rache dafuer musste ich ihm einen gewaltigen Schreck einjagen und
stellte mich sterbenskrank.

Gelang ja auch und haette ich mich bei dem fremden Hund am Gate be-
herrschen koennen,truege er mich noch heute zum " Lackimachen " ins Freie.

Zugegeben ich hatte sogar Glueck,dass Herrchen so lange auf mich herein-
gefallen ist.Denn als ich daran war,mein Leiden augenscheinlich vorzufuehren,
verwechselte ich promt kurz meine Pfoten.Statt den linken Lauf einzuziehen,
zog ich den rechten ein.

Aber er hat es nicht gesehen und so hoffe ich,er hat seine Lektion gelernt.

Muck






Titel: Re: Tiergeschichten aus Thailand
Beitrag von: werni am 19. März 2018, 10:08:20
Vor zwei Wochen in Nakhon Sawan :)           Der Farang /de/pages/frau-rettet-affenbaby-durch-kaiserschnitt  https://www.youtube.com/watch?v=4w3x6S4yRfo   
Titel: Re: Tiergeschichten aus Thailand
Beitrag von: jock am 22. März 2018, 12:00:24
Da hat mir Onkel Tom doch tatsaechlich einen schoenen Schrecken einge-
jagt,als er via Herrn Mannheimer,verkuendete,dass im Islam Hunde haram
seien und getoetet werden.

Zumindest den schwarzhaarigen Artgenossen soll es an den Kragen gehen.
Ich bin zwar braun,genaugenommen rehbraun,aber die Sorge blieb,wie ist
es denn tatsaechlich.

Doch nach einem Blick in die Heiligen Buecher des Islam,beruhigte ich mich
rasch.

Der grosse Allah,hat in seiner Weisheit entschieden,dass Hunde durchaus eine
Lebensberechtigung haben,wenn sie Haus und Hof bewachen und beim Viehe-
hueten mithelfen.
Dafuer bekommen sie natuerlich auch ihre zustehende Futterrationen.

Ich habe natuerlich mein Herrchen gefragt,wieso Onkel Tom,Hund und Mensch
so zu verunsichern trachtet.

Herrchen erklaerte mir,ich soll mir das nicht zu Herzen nehmen,denn es handelt
sich bei diesem Beitrag um das taegliche "ceterum censeo",das vor dem Unter-
gang der westlichen Kultur warnt.

Ohne dass er nicht den Untergang der Welt beschwoert,alles in den schwaerz-
esten Farben sieht,Politiker verdammt u.s.w. kann er nicht einschlafen.

Diese Worte von Herrchen haben mich beruhigt.Jetzt kann ich in aller Ruhe meinen
fleischigen Knochen nehmen,mich auf einen schattigen Platz zurueckziehen und ge-
nuesslich daran nagen.

Muck v. Jockstein
Titel: Re: Tiergeschichten aus Thailand
Beitrag von: franzi am 31. März 2018, 11:06:05
Manchmal ist die Gattin schon sehr eifersuechtig, naemlich auf die Tussi. Als ich ihr vor einiger Zeit dieses Foto

(https://up.picr.de/32255438hf.jpg)

zeigte meinte sie, typisch du. Kaum macht jemand die Beine breit, ists sie die Schiene.
Die Tussi will sie jetzt in Schiene umbenennen.
Dagegen wehre ich mich aber bis aufs Letzte, denn die Tussi ist nicht die/der schiene (Uwe), sondern die Schiane (fuer die nicht Deutschsprechenden, Schoene oder Huebsche)

An der Schianen gefaellt mir aussergewoehnlich gut der affenartige Schwanz, den sie nicht unter Kontrolle hat, wenn sie sich verstecken will.

(https://up.picr.de/32255442wf.jpg)

Und wenn ihr unter ihrem Versteck unsere aelteste Katze, 7 Jahre alt mit den 7 "Fingern" hinauffaucht, dann pratzelt sie hinunter.

(https://up.picr.de/32255443qs.jpg)

fr
Titel: Re: Tiergeschichten aus Thailand
Beitrag von: franzi am 25. Mai 2018, 12:39:33
Habe einen sehr guten Bekannten, dem laufend teure Junghuehner abhanden kamen (mit schwarzen Haxen etc.). Dann kam dieser durch Zufall drauf, dass es nicht Schlangen waren wie von ihm vermutet, sonder eine freilaufende Huendin sich eines dieser Junghuehner schnappte und davonrannte.
Er hinterher, konnte das Huhn retten (dieses war a bissl sehr geschockt), den Auffenthaltsort dieser Hundefamilie kannte er nun.
Es war eine Huendin, die Lebendfutter zu ihren zahlreichen Welpen brachte!
Meine erste Reaktion war, als ich das vernahm, solche Viecher muss man exekutieren.
Aber wie?
Diese Huendin hat dann aber den toedlichen Fehler begangen, dass sie zwei Huehner eines thailaendischen Nachbarn verschleppt hatte.
Meinem Bekannten wurde dies vom Thai gesagt, der informierte den ueber den Wohnplatz der Hunde und kurz danach waren alle bis auf drei derselben erschossen.
Diese drei haben aber nach wie vor Hunger auf Lebendfutter (wie wir uns selbst ueberzeugen konnten), die kommen sicher in Kuerze als naechstes dran.
Ist nicht schade darum.
Das schreibe ich als Tierliebhaber!

fr
Titel: Re: Tiergeschichten aus Thailand
Beitrag von: goldfinger am 02. Juli 2018, 14:17:44
(http://debeste.de/upload/e0c2eafc178dc86fedd69f9cc3f73f062523.gif)