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Thailand-Foren der TIP Zeitung => Landwirtschaft, Garten und weitere Beschäftigungen => Thema gestartet von: Pinkas am 02. April 2017, 11:30:54

Titel: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Pinkas am 02. April 2017, 11:30:54
Am 31.März kamen bei mir auf unserem kleinen Hof knapp 30 Rinder an. Dies im Zusammenhang mit einem Regierungsprogramm, das Farmern, die Viehzucht betreiben und dabei auch Grasland anlegen, Unterstützung zukommen lässt.

        (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-2a-d39b.jpg)
        Ankunft der Lastwagen
       
Das Ganze wird von der BAAC finanziell abgewickelt und bedingt, dass Farmer in Dörfern etwas zusammen arbeiten. Bei uns ist es so, dass fünf Farmer eine Gruppe bilden und zusammen an diesem Projekt teilnehmen. Man wird also unterstützt mit Geld und Material beim Aufbau der Viehzucht. Für die Kühe, welche als Zuchtkühe gedacht sind sowie für den Bau von Ställen gibt es dabei eben Geld und auch Material wird zur Verfügung gestellt.

Wir selber haben Ende letzten Jahres unabhängig davon mit dem Bau eines Kuhstalles begonnen, da unsere Kühe nicht so untergebracht waren, wie ich mir das vorgestellt habe. der Stall ist nun fertig und deshalb war es gerade passend, dass die Kühe unserer Gruppe aus dem Dorf bei der Ankunft bei uns abgeladen wurden.

       (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-2i-a702.jpg)
       Der Auslad beginnt.
       (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-2h-7f00.jpg)
       Sie werden in den Laufstall beführt.

Da zuerst noch ein Tierarzt alle Tiere begutachten und untersuchen wird, bleiben sie sicher bis Montag auf unserem Hof. Deshalb ist es im Moment etwas beengt im Stall und im Freilaufstall. Dazu habe ich noch ein Zelt reaktiviert, um dort weitere Kühe "zwischenzulagern". Die Tiere kamen aus Khon Kaen und wurden dann am Freitagnachmittag mittels Los an die fünf Farmer verteilt. Jeder hat einen Kreditrahmen von 200`000 Baht um sich etwa fünf Kühe zu erwerben.
 
       (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-2j-4c46.jpg)
       Hier werden sie "vermessen" und danach wird der Preis festgelegt.
       (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-2k-ede9.jpg)
       Zwischenlager im Zelt.
       (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-2g-3946.jpg)
       Der gefüllte Laufstall.

So richtig schöne Tiere waren meiner Ansicht nur wenige dabei, die anderen schienen mir eher schon etwas zu alt oder halt eben nicht sehr gut in "Schuss". Wir kamen so zu vier Tieren, auf ein Fünftes verzichteten wir, da wir eigentlich noch ein richtig junges Tier wollten. Für die Vier wurden uns rund 182`000 Baht berechnet, was für meinen Geschmack zu viel Geld ist. Ok, eines der Tiere ist trächtig und sie macht einen guten Eindruck und ist auch sehr kräftig. Die anderen drei Kühe sind eher schmächtig und benötigen von meiner Seite ein paar Monate mit bestem Futter und guter Pflege, dann kann daraus etwas werden. Denn ich möchte schon mit dem Züchten weiter machen.

       (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-2d-a81b.jpg)
       Das trächtige Tier
       (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-2f-3151.jpg)
       Die zweite Kuh, nenne sie "Messi", da sie gerne nach hinten ausschlägt.
       (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-2e-bd8c.jpg)
       Die dritte Kuh, hat noch keinen Namen, muss noch sehen was für Eigenschaften sie hat.
       (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-2b-0400.jpg)
       Die vierte Kuh nenne ich "Na Lak", sie ist sehr lieb und überhaupt nicht ängstlich.

Unsere im Moment sieben eigenen Kühe halten wir ja schon länger und mit zwei züchten wir regelmässig, doch leider bis jetzt immer nur Bullenkälber. Ich möchte aber auch weiblichen Nachwuchs, um unsere Herde so zu vergrössern. Und der Mastbulle sollte Ende April dann endlich verkauft werden, damit wir wieder Platz haben und etwas Geld in die Kasse kommt.

Die vier neuen haben sich bis jetzt gut eingelebt, allerdings sind sie beim Fressen noch unsicher, es scheint, dass sie bis jetzt nur Reisstroh und Gras gekannt haben. Wir füttern unsere Tiere zusätzlich noch einmal am Tag mit einer Futtermischung und mit gehäckseltem Nephiergras, das kenne sie nicht und lassen es im Moment noch liegen. Doch die werden sich schnell daran gewöhnen und ich bin zuversichtlich, dass wir die neuen Kühe aufpäppeln können, damit es gute Zuchttiere ergibt.

Ich werde in einem nächsten Bericht über den Bau des Kuhstalls berichten, wie alles anfing und wie ich mein Hobby so ausführe.
Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Kern am 02. April 2017, 13:32:30
Sehr interessanter Bericht mit guten Bildern  ;}
Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: norwegerklaus am 02. April 2017, 13:53:44
Hallo "Hobbyrancher" Niggi ,
ein schöner Bericht!
Hoffe das ihr bei der Auswahl der "Neuen" ein gute Hand hattet und von Erfolg gekrönt wird.
Bei der Namensgebung...
Zitat
Die zweite Kuh, nenne sie "Messi", da sie gerne nach hinten ausschlägt.
hoffe ich das ein blonder deutscher Spieler nicht das Verhalten einer deiner Kühe prägt ;]

Zitat
Ich werde in einem nächsten Bericht über den Bau des Kuhstalls berichten, wie alles anfing und wie ich mein Hobby so ausführe.

Ich freue mich darauf {*
Gruß Klaus
Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: rampo am 02. April 2017, 14:23:08

(http://up.picr.de/28776411wn.jpg)

Werde  mit sicherheit deine  Berichte verfolgen , und wuensche Dir viel Erfolg , und das wichtigst  die Freude  mit den Viechern .

Fg.
Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Pinkas am 02. April 2017, 15:43:07
Begonnen mit der Rinderhaltung habe ich im Jahr 2014 nach meinem Umzug aus der Nähe von Bangkok in den Isan. Der Vater meiner Lebensgefährtin hatte zwei Kühe, deren Betreuung ihm immer mehr Mühe machte. Auch hatte er keinen Stall für die zwei Tiere. Da ich mit Tieren aufgewachsen bin und später zehn Jahre professionell mit Tieren gearbeitet habe, fiel es mir leicht, da einzuspringen und einige Sachen etwas zu ändern. Man war froh, dass jemand sich um die Viecher kümmerte, und liess mir frei Hand in Bezug auf alles, was damit im Zusammenhang steht.

Land war genug vorhanden und wir planten sowieso, ein Haus zu bauen. Auf dem grossen Areal begann ich also einzuteilen, wo soll das Haus hinkommen und wo soll dann ein Stall stehen, damit die Kühe abends und vor allem in der Regenzeit geschützt sind. Ich baute also mit einfachsten Mitteln einen Stall, der den Namen zwar nicht wirklich verdiente, doch einige Nachbarn meinten, das sei bereits etwas Luxus. Die Kühe konnten so also untergebracht werden und wir widmeten uns zunächst dem Hausbau. Als dieser dann letztes Jahr endlich abgeschlossen war, wollte ich mich nun an das letzte Bauvorhaben meinerseits machen, einen Kuhstall, der diesen Namen auch verdient.

       (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-3a-d618.jpg)
       So sah der alte Stall aus.

       (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-3b-9bd9.jpg)
       Bei Regen war jeweils schnell nass.

       (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-34-a8c5.jpg)
       (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-33-19ae.jpg)

Ich begann zu planen und zu rechnen, schaute in der Umgebung nach, ob es eventuell Ähnliches gibt, wie es mir vorschwebte. Ich sah viele Ställe an, aber das war alles nichts für mich. Für mich war klar, er muss erstens regensicher sein, er muss gross genug sein für mindestens zwölf Tiere und er musste eine Freilaufhalle haben, damit in der Regenzeit die Rindviecher nicht tagelang im Stall stehen müssen. Bei der Grösse gingen meine Vorstellungen weit auseinander mit den Vorstellungen der Familie. Ich konnte sie jedoch überzeugen, dass es nicht sehr viel teurer wird, wenn ich das Ganze grosszügig baue.

Ich beschaffte mir Preislisten, suchte Materialien aus und überlegte immer wieder, wo ich etwas ändern könnte oder muss. Schlussendlich war es klar, der Stall wird auf einer Fläche von 24 Metern mal 16 Metern stehen. 384 m2 erschienen mir als gerade gut. Nun musste ich noch das Gelände bestimmen, wo der Stall hinkommen sollte. Das gab nochmals einige Diskussionen, denn der Vater musste dafür seinen alten, total verlotterten Unterstand, in dem er schon lange nichts mehr aufbewahrte, freigeben. Ich konnte ihn überzeugen und so begann dann im Dezember die Aktion „neuer Kuhstall“.

Abbrechen des Unterstandes, räumen des Areals, einige Bäume fällen, roden und aufräumen. Ich habe noch selten so viel schon lange nicht mehr benutze Sachen zusammengetragen und verbrannt. Zuvor bat ich ihn noch, alles, was er brauchen könne, solle er wegmachen. Und ich merkte schon, er kann sich von nichts trennen, obwohl er es nie brauchen wird. Er sagte dann zu mir, also, räum auf und schmeiss alles weg. Die Pfosten des Unterstandes und das Holz benutze ich, um einen kleinen Anbau an mein Strohlager bauen zu lassen. Den Rest des noch brauchbaren Baumaterials holte ein Bekannter ab, jedoch erst, nachdem ich ihm gesagt habe, wenn du es jetzt nicht holst, zünde ich es an. Und es liegt noch heute das eine oder andere da, obwohl dieser und jener gesagt, ich kann das brauchen. Nun, ich habe ausrichten lassen, wenn der Stall komplett fertig ist, wird alles, was dann noch da liegt, entsorgt. 

       (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-36-8d9c.jpg)
       Start mit dem abräumen

       (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-37-c20b.jpg)

       (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-38-b6dd.jpg)

       (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-39-3cc2.jpg)

       Das Gröbste war nun weggeräumt. Als nächstes sollte dann Erde aufgefüllt werden. Dies im nächsten Bericht.


Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: taidieter am 02. April 2017, 17:19:53
Es ist eine Freude deinen Bericht und die Fotos zu sehen. Man merkt schon, das du mit dem Herzen dabei bist.Mögen alle deine Vorstellungen
in Erfüllung gehen ,es ist zwar viel Arbeit ,aber du hast deine Freude daran und das ist das Wichtigste. Daumen hoch. Dieter
Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Pinkas am 03. April 2017, 10:33:12

Nachdem das Areal nun abgeräumt war musste das ganze Gelände mit Erde aufgefüllt werden. Ich habe bewusst eine Stelle gewählt, die sehr hoch liegt, um allfällige Überschwemmungen nach Möglichkeit auszuschliessen. So füllte ich das Areal mit 30 Lkw Ladungen Erde auf und liess es aus ebnen. Gleichzeitig füllten wir noch ein angrenzendes Stück Land mit Erde auf, um dort Nephiergras anzupflanzen.

        (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-3e-a557.jpg)
        Die ersten Lkws kommen mit Erde.
        (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-3d-2286.jpg)
        Gleichzeitig beginnt ein Traktorfahrer mit dem verteilen der Erde.
        (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-3g-5c05.jpg)

        (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-3h-8290.jpg)
        Auch das zukünftige Nephiergrasfeld wird aufgefüllt.
        (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-3f-5803.jpg)
        So werden die Lkw Ladungen gezählt.

Denn leider sind alle Reisfelder immer wieder ausgebaggert worden, was dann zwar dazu führt, das in der Regenzeit diese unter Wasser stehen. Für den Reis ist das ok, das Gras hingegen würde absaufen. Um es aufzufüllen, benötigten wir weitere rund 100 Ladungen und liessen dann auch noch rund ums Haus etwas auffüllen, sodass alles nun in etwa gleich hoch liegt. Total wurden schlussendlich 160 Lkws Erde angeliefert.

        (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-3i-bdca.jpg)
        Das fertig aufgefüllte Feld.
        (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-3j-dbb8.jpg)
        Auch vor dem Haus wurde noch aufgefüllt, damit alles eben wird.
        (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-3k-f153.jpg)
        Auch das Gelände um das Zelt bekam einige Ladungen Erde.
       
Mit zwei Traktoren wurde das Gelände dann überall planiert und nun kontaktierte ich den Schlosser meines Vertrauens, der mir schon die Eisenkonstruktion unseres Hauses gemacht hatte, um den weiteren Ablauf der Arbeiten zu besprechen. Ich musste nun Betonpfosten bestellen damit er dann mit dem Aufbau des Daches beginnen konnte. Wir machten ab, sobald die Betonpfosten da sind, wird er mit seinem Team beginnen, das Dach zu bauen.

Als Erstes jedoch heuerte ich zwei Arbeiter aus dem Dorf an, die mir auf drei Seiten des Areals eine kleine Abgrenzung mauern sollten. Der eine erklärte sich als ausgewiesener Maurer und der andre Arbeiter als seinen Gehilfen. Nun, ich habe schon beim Hausbau auf Leute aus dem Dorf und der näheren Umgebung zurückgegriffen. Ich bin der Meinung, wenn man hier auf dem Land lebt, sollte man den Leuten hier die Chance geben, etwas zu verdienen. Ich bin dabei meistens nicht schlecht gefahren. Lediglich gute Maurer sind sehr schwer zu finden, doch darüber später einmal mehr.

        (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-3l-e38e.jpg)
        Die Abgrenzung des zukünftigen Stalls.
        (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-3m-03bb.jpg)

       
Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Lung Tom am 03. April 2017, 19:23:14
Guten Abend @Pinkas,

toller Bericht von Euern Aktivitäten. Ich hab mal noch eine Frage zu Deinem Eröffnungsartikel.
Zitat: "So richtig schöne Tiere waren meiner Ansicht nur wenige dabei, die anderen schienen mir eher schon etwas zu alt oder halt eben nicht sehr gut in "Schuss". Wir kamen so zu vier Tieren, auf ein Fünftes verzichteten wir, da wir eigentlich noch ein richtig junges Tier wollten. Für die Vier wurden uns rund 182`000 Baht berechnet, was für meinen Geschmack zu viel Geld ist. "

Hat überhaupt jemand aus Eurer Gruppe die Tiere vor der Anlieferung gesehen? Oder sind die quasi Teil des Programmes, sprich werden auch via BAAC organisiert? Interessantes Verfahren mit einer Verlosung. Wie Du schriebst, habt Ihr (aus nachvollziehbaren Gründen) auf ein fünftes Tier verzichtet. Hat das dann ein Anderer aus Eurer Gruppe übernommen, oder wurde es oder mehrere zurückgegeben?

Jedenfalls Deinen Fotos nach zu schließen, hast Du doch recht schöne Rinder erwischt  ;]

Viel Erfolg und ich hoffe auf weitere interessante Berichte....

Beste Grüße
Lung Tom
Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Pinkas am 03. April 2017, 19:41:04

Hallo Lung Tom,

soviel ich mitbekommen habe, hat keiner unserer Gruppe die Tiere vorher gesehen. Wer die Auswahl für unsere Gruppe getroffen hat, konnte ich nicht ermitteln. Von den fünf Mitgliedern hat nur einer fünf Tiere übernommen, also blieben vier Tiere übrig, die am Sonntag wieder abgeholt wurden. Was mit denen passiert, konnte oder wollte das Abholteam nicht sagen.

Übrigens stehen die restlichen Kühe, die verteilt wurden, noch immer auf unserem Hof, da man noch immer auf den Tierarzt und die danach notwendigen Papiere wartet. Es soll, so sagte man heute, unter Umständen noch eine Woche dauern, bis alle Tiere in der Amphoe kontrolliert sind.

@thaidieter,

danke für deine Wünsche. Ich denke schon, dass alles gut wird.

@norwegerklaus

Hallo Wikinger, ich denke es sollte deswegen kein Problem geben, da die anderen drei jetzt Namen bekommen haben, ich konnte mich bei keiner mehr gegen die Vorschläge meine Lebensgefährtin durchsetzen  ;D.

Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: nompang am 03. April 2017, 21:31:14
Sehr interessant, viel Glück bei der Zucht.

Wenn ich die Kühe mit denjenigen hier in Phuket (alles grau-schwarz) vergleiche, erscheinen sie mir eher mager.

Ich hoffe, Du hast genug Futter, damit man die Knochen nicht mehr sieht. :)
Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Pinkas am 04. April 2017, 05:57:07

@nompang,

Futter haben wir genug, da wir neben dem üblichen Reisstroh einige Flächen mit Gras bewirtschaften und das eine oder andere an Futter noch zukaufen. Ich denke, ein halbes Jahr und die sehen dann wie meine eigenen Kühe aus.

Niggi
Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Pinkas am 04. April 2017, 13:44:29

So sehen meine Kühe aus, die ich seit drei Jahre habe. Da sieht man keine Knochen.

        (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-3o-24e7.jpeg)

        (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-3q-192a.jpeg)

        (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-3s-af45.jpeg)

        (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-3r-5924.jpeg)
        Der hier ist unser Mastochse.
        (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-3p-d759.jpeg)
        Und sie unser "Bumbui", frisst wie ein Scheunendrescher


Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Pinkas am 04. April 2017, 13:56:59

Nach etwa zwei Wochen wurden die fünfzehn bestellten Betonpfosten geliefert.
15 x 15 cm x 350 cm mit extra starken Armierungseisen. Am oberen Ende der Pfosten, wo die dicken Eisen herausragen, wird dann das Dach angeschweisst.

Unser Schlosser sagte zu, am Montag mit seiner Crew anzufangen. Er hat ein gut eingespieltes Team und ich kann wirklich gut mit ihm zusammen arbeiten. Denn er fragt immer wieder nach, wenn er nicht sicher ist, ob ich es so gemeint habe, wie er es dann interpretiert. Ich gab ihm für den Stall keinen detaillierten Plan, sondern sagte ihm einfach, dass die Pfosten auf einem Viereck von 22 Meter Länge und 14 Metern Breite stehen sollten. Dann auf jeder Seite einen Meter Dachüberhang, sodass am Schluss eine gedeckte Fläche von 24 Meter x 16 Metern resultiert.

        (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-3t-fde1.jpg)
        Das vorbereitete Areal mit den gelieferten Betonpfosten.

Er begann auszumessen und die Punkte zu markieren, wo die Betonpfosten gesetzt werden sollten. Dann wurde begonnen, die Löcher auszuheben. Danach wurden alle Löcher mittels der Schlauchwasserwaage ausgemessen, damit am Schluss alle Pfosten auf gleicher Höhe stehen. Es ist für mich immer wieder interessant, wie die Leute das hier schaffen, dass es am Schluss wirklich im „Blei“ liegt. In der Zwischenzeit wurde das bestellt Baumaterial wie Sand, Kies, Portlandzement und Armierungseisen angeliefert. So konnte ein Team beginnen, den Beton anzumachen und in den Löchern ein Fundament zu giessen. Auch hier wurde nochmals nachgemessen, damit später die Pfosten auch wirklich gleich hoch stehen. Nachdem alle Löcher ausgegossen waren gab es einen Tag frei, damit die Fundamente aushärten konnten.

        (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-3u-ef34.jpg)

        (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-3v-3c87.jpg)

        (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-3w-eb01.jpg)

Als das soweit war, begannen die Arbeiter unter Anleitung vom Schlossermeister die Pfosten zu den einzelnen Löchern zu tragen. Schwerstarbeit bei der Hitze, doch bei mir arbeiten die Leute im allgemeinen gerne, denn bei uns gibt es immer für alle Handwerker am Morgen Kaffee mit Gebäck und dann während des Tages zwei Mal pro Tag je ein M150 und Getränke und Eiswürfel so viel so wollen. Das motiviert zusätzlich und die Arbeiter geniessen das.

        (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-3x-b093.jpg)

        (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-3y-318e.jpg)

        (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-40-234c.jpg)

        (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-41-4c46.jpg)

        (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-42-1459.jpg)

        (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-43-c1ca.jpg)

Als die Pfosten dann in den Löchern auf den Fundamenten standen, wurden sie mittels Wasserwaage in die korrekte Senkrechte gebracht und fixiert. Danach wurde wiederum Beton angemacht und die Pfosten wurden einer nach dem anderen eingegossen. Und immer wieder wurde kontrolliert, ob die Pfosten auch wirklich senkrecht stehen. Auch hier gab es danach wieder einen freien Tag, den wir zusammen mit dem Schlosser benutzen, um das benötigte Material für den Dachstuhl zu kaufen.


Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Pinkas am 05. April 2017, 11:57:07

Nachdem am Sonntag die vier Kühe, die keiner der Farmer wollte, wieder abgeholt wurden, ergab sich gestern die Möglichkeit, dass denjenigen, die nur vier Küher erstanden haben, nun noch einige jüngere Tiere angeboten wurden. Und jeder der Vier hat sich noch ein fünfte Kuh dazugekauft.

Ich habe schon immer ein Auge auf sehr dunkel gefärbte Kühe geworfen, mir gefallen die einfach gut, bestand die Möglichkeit, dass wir ein junges Tier mit beinahe schwarzem Fell kaufen konnten. Und wir haben sofort zugesagt. Am Abend noch brachte ein Transporter die vier Kühe auf unseren Hof. Denn, entgegen dem was mir erzählt wurde, stehen alle Kühe noch immer bei uns. Aber das spielt jetzt auch keine Rolle mehr, da sich die Gruppe so organisiert hat, das immer zwei Bauern kommen um die Kühe  der anderen mitzuversorgen.

        (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-44-c799.jpeg)
        Mir gefällt sie sehr, nenne sie "black beauty oder einfach kurz bb"

Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Pinkas am 06. April 2017, 05:04:47

Nachdem alle Pfosten fest eingegossen waren und ich in der Zwischenzeit zusammen mit dem Schlosser das Material für den Dachstuhl bestellt hatte, wurde einen Tag später das Material auf die Baustelle geliefert. Wir entschieden uns für verzinktes Eisen, damit entfiel das Behandeln mit Rostschutzfarbe.

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-45-1d2d.jpg)
          Das angelieferte Material für den Dachstuhl.

Das Team konnte nun loslegen mit dem Aufbau. Es wurde gemessen, gesägt, geschweisst was das Zeug hielt, und das alles nach den Berechnungen des Schlossers. Schon bald sah man, was sie da zusammengeschweisst hatten. Nach zwei Tagen waren die Hauptträger fertig und man begann, den Dachstuhl zu montieren. Auch hier alles mit Muskelkraft in die Höhe gehievt und in drei Meter Höhe dann verschweisst und sofort alle Schweissnähte mit Farbe nachgestrichen.

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-46-31c3.jpg)

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-47-eba2.jpg)
          Der erste fertige Dachträger
 
          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-48-16d3.jpg)

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-49-c3cb.jpg)

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-4a-f803.jpg)

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-4b-240f.jpg)

Immer wieder rief er mich, um sicherzugehen, dass er das macht, was ich bestellt hatte. Ich habe ihm am Computer einen Plan gezeigt und dann hat er das umgesetzt, ab und zu war eine kleine Änderung notwendig. Meistens ging es dabei darum, die Stabilität der Konstruktion zu verbessern, da wir hier oft starke Winde haben. Ich bin jedoch auch dieses Mal von ihm begeistert, wie er das alles aus dem Kopf zusammensetzt, nachdem er es auf dem Plan gesehen hatte. Und er hat auch dieses Mal die richtige Menge an Eisen eingekauft, nicht zu wenig und nicht zu viel. Das war damals schon beim Bau unseres Hauses so.

         (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-4c-8d36.jpg)

         (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-4d-08f3.jpg)
         Sauber verarbeitet.
       
Nach vier Tagen war der Dachstuhl nun fertig montiert und sah schon gewaltig aus. Die Leute, die ab und zu vorbeikamen, um etwas zuzusehen, schüttelten meistens nur den Kopf und konnten sich nicht vorstellen, dass man für Kühe so etwas Grosses baut. Ab und zu hörte ich dann, wie sie untereinander redeten und sich vorstellten, dass man hier ja vier Wohneinheiten daraus machen könnte. Aber ich wollte für unsere Herde einen artgerechten Stall mit genügend Auslauf und dazu wurde noch ein Abstellplatz für unsere Maschinen integriert sowie die Futterküche.

         (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-4e-04f0.jpeg)
         Hier lässt sich die Grösse des Stalls erahnen.

Anschliessend hat er die zu deckende Fläche ausgemessen und danach ging es in die Firma, die Aluminiumzink Dachplatten herstellt, um die 384 m2 Aludachplatten zu bestellen.


Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: taidieter am 06. April 2017, 07:40:03
Ich freue mich mit dir ,sieht sehr ordentlich aus. Dieter
Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Suksabai am 06. April 2017, 09:31:21

Zitat
Ich bin jedoch auch dieses Mal von ihm begeistert, wie er das alles aus dem Kopf zusammensetzt, nachdem er es auf dem Plan gesehen hatte.
Und er hat auch dieses Mal die richtige Menge an Eisen eingekauft, nicht zu wenig und nicht zu viel.

Ja, entgegen vieler Unkenrufe gibt es sie doch!
Gute Handwerker zu finden ist manchmal schwer, aber nicht unmöglich,

Ich "pflege" meine sehr gut, damit sie mir nicht abhanden kommen.

lg
Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Pinkas am 07. April 2017, 17:58:03

Nachdem nun der Dachstuhl fertig montiert war, musste ich die Aluminium-Zink-Dachplatten bestellen. Zusammen mit dem Schlosser erledigten wir das bei einer Firma ganz in unserer Nähe. Zusammen mit den Platten bestellte ich auch Schrauben in genügender Menge, mehr als die Dame in der Firma empfahl. Denn der Stall steht in einer Gegend, wo immer wieder starke Winde wehen, und so entschied ich, dass mehr Schrauben zum Befestigen der Dachplatten verwendet werden müssen.

         (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-4f-0593.jpg)
         Hier beginnt das Dachdecken.
         (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-4g-c120.jpg)
         
         (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-4h-96e1.jpg)

         (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-4i-2ccd.jpg)

         (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-4j-af3e.jpg)

         (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-4k-27b1.jpg)

         (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-4l-e338.jpg)
         
Die Aluminiumplatten wurden nacheinander auf den Dachstuhl gebracht und dort von drei Arbeitern unter der Leitung von Dee auf den Dachstuhl festgeschraubt. Anschliessend wurde der First zusätzlich mit einer speziell zugeschnittenen Aluminiumplatte abgedeckt, sowie die Kanten an den Enden des Dachs.

         (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-4m-b334.jpg)

An den beiden langen Seiten des Daches wurden noch Faserzementleisten angebracht, an denen später noch die Regenrinnen befestigt werden. Der überhängende Teil des Daches wurde mit Eisenstangen abgestützt, die an zwei Seiten dann noch als Windschutz für die Kühe ebenfalls mit Faserzementleisten bestückt werden.

Auf der Seite des Eingangs zur Garage und zur Futterküche wurde noch ein Vordach angebracht, damit es bei Regen nicht direkt in das Gebäude regnet. Somit ist der erste grosse Teil des Stallbaus abgeschlossen. Doch es gibt später schon noch mehr Arbeit für Khun Dee. Darüber dann später mehr.

         (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-4n-ac4b.jpg)
         Das sieht doch schon einmal gut aus.

         (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-4o-9c6e.jpg)
         Sicht auf den Stall vom neu angelegten Nephierfeld.

Nun musste ich mich auf die Suche nach einem Maurer machen. Darüber berichte ich jedoch im nächsten Bericht.

 
Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Bruno99 am 08. April 2017, 15:36:35
 ;}   Toller Stall, hoffentlich schaetzen deine Kuehe deinen Aufwand   [-]
Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Pinkas am 08. April 2017, 19:38:08

Danke Bruno,

ja ich denke schon, das die Kühe sich darin wohlfühlen.

Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Pinkas am 08. April 2017, 19:51:07
Einen guten und zuverlässigen Maurer zu finden erwies sich hier einmal mehr als schwierig. Schon beim Bau unseres Hauses gab es zum Schluss einige Probleme mit dem damaligen Maurer. Er hatte zuvor für uns ein Haus renoviert und einige Maurerarbeiten gemacht, die ich als gut bewertete. Deshalb habe ich mit ihm abgemacht, dass er unser Haus bauen soll. Ich liess ihm viel Freiheit, was den Zeitplan betraf, da er nebenher noch für andere Bauern pflügt und so in der Zeit, bevor die Reispflanzzeit beginnt, viel zu tun hat.

Er begann dann jedoch, mir andere Maurer zu schicken, die jedoch nicht seine Qualität hatten und so war nicht alles so gut gemacht, wie ich es vom ersten Mal bei der Hausrenovation her gewohnt war. Und auch beim Verlegen der Fliesen, was er zusammen mit seinem Sohn machte, lieferte er nicht mehr die Qualität wie zu Beginn. Ich machte trotzdem mit ihm ab, dass er beim Bau des Kuhstalls die Maurerarbeiten machen kann, was er mir dankend zusagte. Ein Vorfall, (sein Sohn war darin involviert, es ging um relativ viel Geld), der nie ganz aufgeklärt werden konnte, beendete dann jedoch unsere Zusammenarbeit abrupt. Er liess alles stehen und sagte alle noch abgemachten Arbeiten ab.

Also suchten wir einen Maurer. Wir wurden schnell fündig und er erschien zusammen mit seiner Frau, die mit ihm zusammenarbeitet, und beendigte die Arbeiten, die sein Vorgänger nicht mehr gemacht hatte. Er fragte uns, ob wir noch mehr Arbeit hätten, er hätte Zeit und brauche Geld. Maurerarbeiten hatte ich noch genügend und so dachte ich mir, versuchen wir es und schauen, wie er das so macht. Seine kleinen Arbeiten machten mich schon etwas stutzig, denn er hielt sich nie an meine Wünsche und die Qualität liess mich schon nachdenklich werden. Ich fragte ihn, ob er die anfallenden Arbeiten beim Kuhstall machen könne, und vor allem, ob er sie gemäss meinem Zeitplan ausführen könne. Er sagte, kein Problem, er mache das.

Nachdem nun das Dach gedeckt war, sollte als Erstes die Futterraufe gemauert werden und die Pfosten für die Stallunterteilung mussten einbetoniert werden, damit anschliessend der Stallboden betoniert werden konnte. Und hier zeigte sich dann, der Mann war so etwas von unzuverlässig und inkompetent. Er begann die Raufe zu mauern, hielt sich dabei jedoch an keine meiner Anweisungen. Das Arbeitstempo war schlicht gesagt unter aller „Sau“. Und nach zwei Tagen erschien er nicht mehr, Todesfall im Dorf, da habe er keine Zeit für zwei Tage. Nach vier Tagen kam er endlich wieder. Und ob man es glaubt oder nicht, nach weiteren drei Tagen wieder ein Todesfall. Er erschien weitere vier Tage nicht.

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-4p-d636.jpg)
          Hier entsteht die Futterraufe.

Da die Zeit drängte, fragte ich unseren Schlosser, der mir schon einmal beim Betonieren mit seinem Team aus der Patsche geholfen hatte, ob es mir helfen könne. Er sagte uns zu und begann sofort, die Pfosten für die Stallabteilungen zu setzen. Als diese einbetoniert waren, bestellte ich Beton und er und sein Team betonierte den Stallboden.

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-4q-58f8.jpg)
          Die Unterteilung mit Pfosten ist gesetzt und der Boden ist vorbereitet, man beachte die Bambusarmierung.

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-4s-aba9.jpg)
          Der Beton wird angeliefert.

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-4r-1676.jpg)

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-4t-75db.jpg)

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-4u-de4b.jpg)

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-4v-7cd2.jpg)

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-4w-e1e0.jpg)
           Der Stallboden ist betoniert.

Am nächsten Tag begann er noch mit der Verkleidung des Stalls an den Aussenseiten. Da habe ich als Wind- und Wetterschutz „Shera-Latten“ abringen lassen. Einer aus seinem Team schaute sich die angefangene Futterraufe an und ich fragte ihn, ob er sie für mich fertigmachen könne. Er sagte zu und so gab ich ihm diese Arbeit.

           (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-4y-8434.jpg)

           (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-4x-da48.jpg)
           Der Wind- und Wetterschutz wird angebracht.

Wie es mit dem Maurer weiter ging, berichte ich im nächsten Teil.


Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: tingtong58 am 08. April 2017, 20:07:10
Tach,
ich habe mir gerade die Bilder angesehn und habe keine Dehnungsfugen gesehn --C
Auch wenn hier kein Frost ist, ist davon auszugehn, dass der Boden unkontrolliert reissen wird, oder sehe ich das falsch?
Bei unserer Zufahrt (Strasse zum Haus) ging es mit den Rissen nach paar Jahren los  :(
Ich denke so alle ca.4 m sollte eine Dehnungsfuge sein.
Das nur so zur Info.
LG
Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Pinkas am 08. April 2017, 20:11:58

Das mit der Dehnungsfuge ist bei den Maurern hier unbekannt. Ich lasse mich überraschen und werde notfalls eben reparieren müssen.
Ich weiss auch noch nicht, wie sich der Beton verhält bei der Belastung durch die Ausscheidungen der Kühe. 
Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Bruno99 am 08. April 2017, 20:55:10
ich habe mir gerade die Bilder angesehn und habe keine Dehnungsfugen gesehn --C

Dilatationsfugen, wie wir sie von DACH her kennen, sind in diesen Breitengraden sehr schwer zu finden, oder kennst du Beispiele?

Bei unserer Zufahrt (Strasse zum Haus) ging es mit den Rissen nach paar Jahren los  :(

Eventuell liegt das nicht an den nicht vorhandenen Dilatationsfugen, sondern mehr an den Bodensenkungen und Unterspuehlungen waehrend der Regenzeit.
Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Pinkas am 09. April 2017, 09:45:31

Nun, der Maurer hat mir die Futterraufe fertig gemauert. Und sie ist richtig gut geworden. Leider hatte er danach bereits einen Auftrag angenommen, sodass ich für die restlichen Maurerarbeiten wieder einen Maurer suchen musste. Denn der unzuverlässige Vorgänger bettelte zwar, dass er wieder kommen möchte und dieses Mal ganz sicher die Arbeit zu meiner Zufriedenheit ausführen würde. Ich wurde weich und sagte ok zu ihm. Er brachte an einem Mittwoch das Material und versprach, am Freitagmorgen beginne er. Am Sonntag rief seine Frau an und entschuldigte ihren Mann, leider sei er auf Sauftour und könne nicht kommen. Das war’s dann mit diesem Mann.

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-51-ba3a.jpg)
          Die fertige Futterraufe ist wirklich gut geworden.

In der Zwischenzeit begann mein Schlosser mit der Innenausstattung des Stalls. An der Frontseite des Stalls und auf der einen Seite wurde der Windschutz angebracht. Er besteht aus Zementfaserplatten und ergibt einen guten Schutz gegen Wind und auch gegen Regen. Danach begann die Montage der Boxen. Die Betonpfosten bestellte ich ja mit jeweils drei Löchern, durch die Eisenstangen gesteckt werden können.

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-52-bd9a.jpg)
          Das Hauptteil der Absperrung wird vorbereitet.

Khun Dee begann mit den Vorbereitungen der Schweissarbeiten und stellte als Erstes das Hauptgestänge für zwölf Boxen zusammen. Nachdem dieses verschweisst war, wurde es auf die Futterraufe montiert und festgeschweisst.

           (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-53-65b3.jpg)

           (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-54-d2b3.jpg)

           (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-55-50f4.jpg)

Danach wurden die einzelnen Boxen mit den Stangen abgeteilt und danach wurde das Ganze zusammengeschweisst zu einem sehr stabilen Gerüst. Dieses sollte stabil genug sein, um die Kühe darin auch anbinden zu können, ohne dass dabei etwas kaputt geht. In den Boxen hat er mir dann noch Halterungen für die Wasserkübel eingebaut. Der Mann ist einfach gut, ohne ihn wäre vieles nicht machbar gewesen.

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-5a-ff04.jpg)
          Die Halterungen für die Wasserkessel.

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-56-5f9c.jpg)

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-57-dd83.jpg)

Danach wurde die Absperrung rund um den Auslauf angebracht. Hier werden die Kühe vor allem in der Regenzeit trockenen Fusses den Tag verbringen können. Und daran angeschlossen ist auch der Platz für den „Misthaufen“, den man von einer Seite her füllen kann und von der gegenüberliegenden Seite dann abführen kann.

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-58-9aca.jpg)

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-59-3fe2.jpg)
          Hier gehts zum Misthaufen.

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-5c-3b86.jpg)
          So sieht es schon nach etwas aus.


Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: tingtong58 am 09. April 2017, 10:39:48
@ Bruno

zu 1: Ja, diese Fugen sehe ich oft, und zwar auf thailaendischen Strassen (Betonstrassen) Autobahn und auch Dorf.
        Manchmal aus Styropur, manchmal aus Bitumen (oder Beides).

zu 2: An Wasserunterspuelungen liegt es wohl nicht, an der zu bescheidenen Armierung moeglicher Weise, obwohl
        ich auch das nicht glaube.

        Wie dem auch sei, 30 - 40  m am Stueck, und dann noch mit Biegung kann einfach nicht gutgehen.
        (ist zumindest meine Meinung)
Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: taidieter am 09. April 2017, 11:25:47
Hallo Pinkas , das sind ja bald Haltungsbedingungen wie wir sie aus DACH kennen , meine Frage ist nun , gibt es hier in Thailand keine Rindertränken ?
Bei einem Bedarf von 30 bis 50 Liter Wasser pro Kuh am Tag mußt du viel Arbeit in die Wasserversorgung deiner Kühe stecken. Hast du ein Gefälle zur Mitte, das
Harn und Wasser ablaufen können ?Ich finde deine Beiträge einfach nur geil .Schade das Allgeier seine Erfahrungen nicht mehr schreibt .
Rampo hat eine andere Haltungsstrategie ,hat alles sein Für und Wider. Dieter
Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Pinkas am 09. April 2017, 14:52:03

Hallo taidieter,

nun, Wassertränken habe ich schon gesehen, doch im Moment kann ich diese nicht kaufen, weil niemand hier weiss, wo man dies "Dinger" bekommt. Die stehen jedoch ganz oben auf meiner "to do" Liste.

Gefälle habe ich nach hinten in die Ablaufrinne. Doch wie es hier in Thailand so ist, es ist nicht möglich, dass die Maurer das Gefälle auf der ganzen Fläche korrekt gemacht haben. Und bei der Ablaufrinne muss ich halt mit einem Besen nachhelfen, was aber kein Problem darstellt.

Und zur Haltung, genau so ist es, ich halte die Kühe ja als reines Hobby, da kann ich es mir leisten, eine andere Strategie zu haben.

Gruss  Pinkas
Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Pinkas am 09. April 2017, 14:59:07

Heute Morgen um halb sechs wurden wir angerufen. Uns wurde mitgeteilt, dass im Verlauf des Morgens unser Mastbulle „Reto“ abgeholt wird. Nun war es also so weit. Mein erstes Kalb, das am 15.April 2014 geboren wurde, war nun so weit, dass es verkauft werden konnte.

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-5g-9f5a.jpg)
          Bei seiner Geburt.

Ich habe ihn drei Jahre lang betreut und gut gepflegt. Die letzten zwölf Monate lang haben wir in dann im Stall gemästet. Eines habe ich dabei für mich festgelegt. Tiere halten ja, aber mästen im Stall ohne Bewegung für das Tier kommt bei mir nicht mehr infrage.

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-3r-5924.jpeg)
          Im Vordergrund der Mastochse "Reto"

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-5d-5ab6.jpg)
         
          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-5f-06a1.jpg)

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-5e-c55d.jpg)

Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Pinkas am 09. April 2017, 17:41:28

Wir hatten Glück und fanden im Dorf einen Maurer, der gerade frei war und uns zusagte. Zusammen mit zwei Arbeitern begann er sofort die noch fehlenden Arbeiten auszuführen. Zuerst wurden Fundamente gegossen für die Mauern, die dann an einigen Stellen hochgezogen werden. So habe ich geplant, hinter den Kühen eine 1.20 m hohe Mauer zu errichten als Windschutz und als Abtrennung zum Laufstall.

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-5h-ffb8.jpg)

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-5i-2277.jpg)

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-5j-15bb.jpg)

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-5k-db07.jpg)
          Fundamente giessen.

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-5l-644c.jpg)
          Armierungen binden mit Musik, die Anlage brachte der Maurer immer mit.

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-5m-8811.jpg)
          Hier die Trennmauer zum Laufstall.

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-5n-8ca2.jpg)
          Blick in die Remise, die Mauern sind hier noch nicht verputzt.

Denn es gibt eigentlich nur etwas, was Kühe gar nicht mögen, Durchzug. Gegen Kälte als solches sind sie ziemlich resistent, nur wenn es dazu windet, das mögen sie nicht. Also habe ich die Einteilung so vorgesehen, dass praktisch der ganze Stall windgeschützt, und trotzdem offen und auch bei grösster Hitze noch bewohnbar ist, da die Luft zirkulieren kann.

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-5o-b1fe.jpg)

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-5p-f4df.jpg)
          Im Hintergrund die Remise

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-5r-98a5.jpg)
          Gut zu sehen die Ablaufrinne entlang der Mauer.

Und dann wurde ein Teil des Stalls abgetrennt, der dann als Remise dient, und auch als Futterküche und Zwischenlager für Futter. Dieser Maurer mit seinen beiden Arbeitern hat das Ganze in etwas mehr als zwei Wochen fertiggemacht, gemauert, verputzt und am Schluss hat er mir noch die vier Zugänge zum Stall mit Toren oder Abschrankungen versehen. Er ist so ein Allrounder, der nicht nur Maurer ist, er macht auch Elektroinstallationen und Schlosserarbeiten.

Ich muss sehen, ob das letzte grosse Tor zur Remise von meinem Lieblingsschlosser oder vom Allrounder gemacht wird. Denn mein Lieblingsschlosser ist sehr gefragt, eben weil so gut arbeitet und deshalb öfters Mal keine Zeit für kleinere Aufträge hat.


Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: dolaeh am 10. April 2017, 12:22:31
Einfach nur KLASSE  ;}
Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Pinkas am 10. April 2017, 12:53:05

Danke an alle, denen es gefällt. Die Geschichte ist ja noch lange nicht fertig, es wird immer wieder etwas geben.

Pinkas
Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Pinkas am 11. April 2017, 09:47:17

Heute wurden die 25 Kühe, die aus dem Regierungsprogramm stammen, geimpft.
Danach dürfen die Bauern die Tiere nun nach Hause mitnehmen.

Ich bin froh darüber, so habe ich den Stall wieder alleine für meine Kühe, wofür er ja gedacht war. Um neun Uhr war die Aktion abgeschlossen. Der Arzt erklärte, die Kühe sollten erst Nachmittags nach etwa 15:00 Uhr nach Hause gebracht werden wegen der Hitze.
Doch wenn ich das Thermometer und die Wetterkarten ansehe, ist es um 09:00 Uhr wesentlich weniger heiss als am Nachmittag.
Ob das Thailogik ist, ich weiss es nicht.

Muss aber morgen dann alles noch sauber machen. So wie ich meine Leute hier kenne, werden sie eher nicht helfen dabei.

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-5u-f377.jpeg)
          Der Medizinkoffer des Doktors.

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-5t-0ff1.jpeg)
          Ein "Pieks" und die Sache ist erledigt.

Übrigens waren die Kühe viel ruhiger beim Impfen, wenn ich dabei stand und beruhigend auf sie einsprach. Der Tierarzt und seine beiden Helferinnen waren begeistert und die eine der Damen musste sofort ein Bild davon machen.
Dabei war ich noch nicht einmal gekämmt  ;D

Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Suksabai am 11. April 2017, 10:44:19

Pinkas, der "Rindvieh-Flüsterer"  ;]

lg
Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: drwkempf am 11. April 2017, 13:43:40
Pinkas,

EINFACH KLASSE👍👍👍
Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Pinkas am 12. April 2017, 09:38:56

@suksabai
Es hat sich in meiner Zeit als Tierpfleger im Basler Zoo gezeigt, dass ruhige tiefe Töne auf Tiere beruhigend wirken. Zwar kein Flüsterer wie der Berühmte im Film, doch schon mit Herz dabei. Und ich rede immer mit den Kühen.

@forendoc, danke fürs Kompliment.

Gestern gegen fünf Uhr Nachmittags sind dann die vier Mitglieder der Gruppe gekommen. um ihr Kühe abzuholen. Das lief im Grossen und Ganzen gut ab. Bis auf die letzte "Herde", da war eine Kuh dabei, die wollte sich partout nicht wegbringen lassen. Die Bauern zerrten und rissen am Seil, doch sie wollte nicht. Auf einmal riss sie sich los, die Schnur zerriss und sie raste ungebremst in Richtung des Maschendrahtzauns um unser Haus. In ihrer Angst sah sie den Zaun nicht, raste einfach durch und zerbrach dabei drei Betonpfosten. Ok, die sind jetzt nicht von Spitzenqualität, denn eigentlich soll der Zaun die Hunde abhalten, auf Hühnerjagd zu gehen.

Die Besitzerin hatte schon Angst, dass würde nun ins Geld gehen für sie. Denn einer meinte, man müsste nur etwas Pflaster an die Pfosten schmieren, dann würde das halten. Ich sagte ihm dann, die werden neu gesetzt. Ich gebe die Pfosten, das Kies und den Sand, und der Besitzer bringt den Zement und macht die Arbeit, so wirds gemacht.

Meine Lebensgefährtin konnte die Kuh dann aus dem Garten bringen, ohne dass sie noch mehr Schaden anrichten konnte. Danach riss sie aus und kam erst etwa eine Viertel Stunde später zurück. Es gelang nicht mehr, sie einzufangen, sodass wir sie in den Laufstall dirigierten, in dem wir eine meiner Kühe als Leittier holten.

Über Nacht bleib sie dort und heute Morgen kam dann der Besitzer zurück, und zusammen mit seiner Frau konnte er die Kuh schlussendlich einfangen und es gelang ihm, sie auf seinen Pick-up zu laden und nach Hause zu bringen.
Komischerweise war das Aufsteigen für sie kein Problem.   

Nach Songkran kommt er vorbei und setzt die drei Pfosten neu.

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-5v-56ca.jpeg)

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-5w-bf15.jpeg)

Titel: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Helli am 12. April 2017, 16:45:18
Pinkas, der "Rindvieh-Flüsterer"  ;]lg
Zitat @pinkas: Es hat sich in meiner Zeit als Tierpfleger im Basler Zoo gezeigt, dass ruhige tiefe Töne auf Tiere beruhigend wirken. Zwar kein Flüsterer wie der Berühmte im Film, doch schon mit Herz dabei. Und ich rede immer mit den Kühen.

Wenn man sich diese Bilder über das Werden einer Viehhaltung anschaut und sich dann in der Gegend bei Einheimischen umschaut, kann man wirklich nur staunen. Es sollte -mit Hinweis auf den Buddhismus- eigentlich umgekehrt sein. Von @pinkas Arbeit (und seiner Einstellung zu Tieren) kann man nur begeistert sein! Die Steaks von diesen Tieren dürften fast unbezahlbar sein!
Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Suksabai am 12. April 2017, 21:25:29
Die Steaks von diesen Tieren dürften fast unbezahlbar sein

Aber nur, wenn sie zu Tode gestreichelt wurden.. . .

Nein, sorry, jetzt ging wieder der Schelm in mir durch, widerrufe ich natürlich.
Aber ja, wenn ich mich so an meine Ferienzeiten in der Steiermark erinnere, die Rindviecher hätten sich alle Klauen abgeschleckt ob dieser Unterkunft!

lg
Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: jorges am 13. April 2017, 06:41:36
Hallo Pinkas, das ist ein ganz Klasse Hobby, mit dem du dich beschaeftigst.

Solltest du in Thailand tatsaechlich keine Traenken auftreiben koennen, schau mal hier.

https://www.aliexpress.com/item/cattle-cow-sheep-pig-dog-automatic-drinking-water-bowl-farm-animal-drinker-water-bowl-304stainless-steel/32786793633.html?spm=2114.01010208.3.26.8pqCgh&ws_ab_test=searchweb0_0,searchweb201602_5_10152_10065_10151_10068_5060017_10136_10137_10060_10138_10062_10156_10153_10141_10056_10055_10054_10059_10099_10103_10102_10096_10148_10147_10052_10053_10142_10107_10050_10143_10051_10084_10083_10080_10082_10081_10110_10111_10112_10113_130_10114_10078_10079_10073_10070_10123_10124-10102,searchweb201603_6,afswitch_1,ppcSwitch_4&btsid=51fc0632-797f-4b13-a70d-f7089bff1efb&algo_expid=ab29824b-cf44-4b32-bd88-82dfb78026f0-3&algo_pvid=ab29824b-cf44-4b32-bd88-82dfb78026f0
Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: taidieter am 13. April 2017, 09:43:12
Das ist zwar erst mal eine größere Investition, aber die Arbeitserleichterung ist enorm .An mangelnder Arbeit wird Pinkas auch mit den Tränken nicht
leiden.Die Kühe begreifen ganz schnell ,wo das Wasser herkommt.Sehr gute Haltungsbedingungen und vor allen Dingen merkt man dir an ,das das
Tierwohl einen ganz wichtigen Platz einnimmt.Dieter
Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Pinkas am 13. April 2017, 17:55:22

@Helli
die Leute hier mögen eigentlich lieber sehr fettes Fleisch und bei meiner normalen Fütterung und dem täglichen Auslauf wird das mit dem Fett nicht so wie man es hier mag. Also wären die Steaks meiner Kühe hier nicht sehr viel wert.

@suksabei,
zu Tode gestreichelt....der war gut... ;]
und ja, auch ich kenne aus meiner Jugendzeit Ställe in der Schweiz, die waren schlicht und einfach zum {/

@jorges
muss ich darüber nachdenken

@taidieter
es ist ja nicht so, dass ich den ganzen Tag mit Wasserkübeln rumrenne. Am Abend auffüllen und vor dem schlafen gehen nochmals nachfüllen. Tagsüber steht ihnen draussen Wasser zur Verfügung.

Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Pinkas am 13. April 2017, 18:12:48
Gestern Abend gegen halb sieben Uhr heftiges Gebelle der Hofhunde. Es war niemand zu sehen der kommen wollte und auch niemand, der in den umliegenden Felder auf Froschjagd mit Taschenlampen ging. Also musste etwas sein.

Meine Lebensgefährtin lief zum Stall rüber und sah dann, wie die Hunde ein Speikobra im Stall stellten. Es ging für die Kobra nicht gut aus, der Zinken einer Mistgabel beendete ihr Dasein. Obwohl ich nicht unbedingt ein Freund vom Totschlagen von Schlangen bin, diese ging zu weit. Zwei der tapferen Hunde bekamen allerdings beim Angriff auf die Schlange ihr Gift in die Augen ab.


          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-61-9b84.jpeg)


          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-60-b219.jpeg)

Da muss ich jetzt einige Tage bei denen die Augen auswaschen. Ich habe dazu immer etwas Kamilosan hier, was sehr gut hilft, die Sache wieder in Ordnung zu bringen.

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-5y-3518.jpg)
          Die grosse weisse Hündin ist eine zuverlässige und hervorragende Schlangenjägerin.   

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-5x-5588.jpg)   
          So sehen die Augen aus. Es muss schmerzen und ich hoffe, dass alles wieder in Ordnung kommt.

Und eine unserer Nachbarinnen hat sich gefreut, dass sie mit ihrem Mann nun ein delikates Essen auf den Tisch bekommen wird. Sie hat sie mit Freude mitgenommen

 
Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: namtok am 13. April 2017, 18:32:54
Für diese Art der Schlangenjagd empfiehlt sich unter anderem eine Brille, damit man keinen direkten Treffer abbekommt, denn auf Mistgabelreichweite könnte das sonst ziemlich  "ins Auge gehen"
Titel: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Helli am 13. April 2017, 19:07:06
@Helli, die Leute hier mögen eigentlich lieber sehr fettes Fleisch und bei meiner normalen Fütterung und dem täglichen Auslauf wird das mit dem Fett nicht so wie man es hier mag. Also wären die Steaks meiner Kühe hier nicht sehr viel wert.
Keine Sorge, die Geschmäcker (auch bei Thais) sind nicht alle gleich! Ich freu mich immer wenn ich sehe, dass im Supermarkt das fettlose Schweinefleisch (z.B. Filet) am preiswertesten ist und ein Rindersteak richtig zubereitet, ein Tafelspitz, Rouladen oder Sauerbraten brauchen kein Fett!
Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Pinkas am 14. April 2017, 13:38:11

Im Moment ist ja Songkran, für mich ein Fest das zu laut ist, als das ich es geniessen könnte. Deshalb bleibe ich zu Hause. Ich habe ja die Ausrede, jemand muss die Tiere betreuen. Ich habe noch am Montag einen Lkw voll mit Laterit erhalten und habe begonnen, die Lagerhalle im Stall damit aufzufüllen. Gereicht hat das Material nicht, doch weil am Dienstag das Fest begann, lieferte niemand irgendetwas, man muss bis anfangs nächste Woche warten.

Gleichzeitig hatte ich noch Glück und fand einen Elektriker, der mir am Montag und Dienstag im Stall die Leitungen verlegte und LED-Lampen sowie Steckdosen installierte. Er hat das sehr sauber gemacht und das zu einem Preis von umgerechnet 90 Franken.

Als habe ich heute den einen Feiertag genutzt, um in der Lagerhalle das Futterlager einzurichten sowie die Futterküche aufzubauen. Zuerst habe ich den aufgefüllten Laterit mit einem Rüttler verdichtet, damit das Ganze stabil wird. Danach habe ich das ganze Futter vom provisorischen Lager ins neue Lager gezügelt. So habe ich es nun bequem, um am Morgen das Futter, welches ich den Tieren mische, direkt in die Futterraufe zu bringen.

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-66-d524.jpg)
          Mein neustes Spielzeug, ein Rüttler.

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-63-6312.jpg)
          Ein Blick zum Futterlager

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-62-5f3e.jpg)
          Und hier die Futterküche.

Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Pinkas am 18. April 2017, 13:11:26

Im Moment geht’s nicht vorwärts mit dem Stall. Es fehlen noch immer einige Ladungen Laterit, um den Boden in der Remise und auf der Zufahrtsstrasse zu befestigen. Weiter fehlt noch die Regenrinne auf beiden Seiten des Daches. Mein Schlosser hat einfach keine Zeit. Ich hoffe, dass er es schafft, bevor die Regenzeit beginnt. Und dann sollte ich noch die Wassertanks aufstellen, dazu will ich Sockel mauern, um sie darauf zu stellen.

Ansonsten haben sich die Kühe gut eingelebt im neuen Stall. Und das mit dem Wasser habe ich mal provisorisch gelöst, in dem ich einen Wasserschlauch verlegt habe, sodass ich nun die Kessel mit dem Schlauch füllen kann und das Schleppen fällt damit erst einmal weg.

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-6a-459c.jpg)
          Abendfütterung in Reih- und Glied

Zum Stall gehört natürlich auch ein Heuschober. Als ich hier ankam, wurde das Stroh einfach auf ein paar Bambusstangen gelagert und mit verrostetem Wellblech abgedeckt. Nach einigen Regentagen war das Stroh dann jeweils komplett durchnässt und wurde grau. Das war für mich dann die erste Investition in den Bauernhof. Ein richtiges Lager für das Reisstroh.

Ein paar Leute aus dem Dorf halfen mir, den Heuschober zu bauen. Ich kaufte das Material, Betonpfosten, Holz und Aluminium-Zink Dachplatten. In einer Woche stand der Schober und ich konnte das Stroh, welches ich eingesammelt hatte, im neuen Heustadel unterbringen.

Hier einige Bilder die ich während dem Bau gemacht habe.

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-6b-1463.jpg)

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-6c-97d2.jpg)

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-6d-2458.jpg)

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-6e-ce50.jpg)

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-6f-ffdc.jpg)

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-6g-3687.jpg)

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-6h-e31a.jpg)

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-6i-2c71.jpg)
          Reto war ein Sponsor, der mir beim Haustadelbau half.

Schon damals hiess es, was baut der den da, so sieht normalerweise ein Haus aus, und der Farang versorgt sein Stroh darin. Nun, das hat mich schon damals nicht gestört und stört mich auch heute nicht. Mir ist es wichtig, dass das Futter sauber ist und die Kühe gedeihen.
Apropos Gedeihen, meine „alten“ Kühe hatten einige Tage heftigsten Durchfall, warum weiss ich nicht. Ich unternahm alles, was ich gelernt hatte, doch nichts half. Also riefen wir den Tierarzt an, und baten ihn, doch vorbeizukommen. Er sagte, er habe drei Tage frei, doch dann komme er am nächsten Morgen. Ich warte noch immer auf ihn. Soviel zur Zuverlässigkeit. Den Kühen geht es wieder gut und sie freuen sich täglich, auf die Weide zu gehen.   


Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Pinkas am 23. April 2017, 09:40:37

Um für unsere Kühe immer genügend Reisstroh zu haben, begannen wir vor zwei Jahren mit ein paar Nachbarn, welche Reis anbauen, jedoch keine Kühe haben, über das anfallende Stroh zu verhandeln. Nachdem sie den Reis geerntet haben, dürfen wir das Stroh übernehmen gegen ein sehr kleines Entgelt, ein bis zwei Baht pro Ballen. Wir lassen dann das Stroh pressen, das kostet meistens so um die 15 Baht pro Ballen, zusammen mit dem Entgelt kommt das dann auf maximal 17 Baht. Ich sammle dann diese gepressten Ballen ein und versorge sie, wenn sie richtig trocken sind im Heustadel.

Diesen musste ich nachträglich noch etwas modifizieren. Ursprünglich war der Boden auf Holzbalken gemacht, 50 cm über dem Boden. Doch leider brachen zwei dieser tragenden Balken schon im ersten Jahr. So musste ich mir etwas anderes einfallen lassen. Ich mauerte rund um den Stadel ein kleines Mäuerchen, damit kein Wasser ein den Stadel fliessen kann. Dann habe ich den Boden mit Laterit aufgefüllt und so einen trockenen Stadel bekommen. Ich brauche im Moment so um die 1000 Ballen Stroh, da muss ich mich schon etwas ran halten, um diese Menge zusammenzubringen.

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-6j-75aa.jpg)

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-6k-a443.jpg)
          So sieht der Stadel dann gefüllt aus. Man kommt ins Schwitzen beim füllen des Lagers.

Es gibt zwei Arten von Reisstroh, das mit Maschinen geerntete und das von Hand geerntete. Ich persönlich bevorzuge das von Hand geerntete, denn es ist sauberer, es hat kein Unkraut dabei, da die Erntehelfer eben nur die Reishalme schneiden. Beim Ernten mit der Maschine kommt alles ins Stroh, was gerade gewachsen ist. Und wenn es zu trocken war während der Wachstumsphase, hat es sehr viel Unkraut dabei, da dieses nur verhindert wird, wenn die Reispflanzen im Wasser stehen. Ist das Wasser weg, schiesst das Unkraut in die Höhe und wirkt sich auch auf die Menge des geernteten Reis aus. Und Unkraut jäten in Reisfeldern habe ich hier noch niemanden gesehen.

Das von Hand geschnittene Erntegut sammle ich jeweils ein und bringe es auf unseren Hof. Wenn dann genug Reis da ist, wird eine Dreschmaschine bestellt, die in kürzester Zeit den Reis drischt und dabei sehr gutes und weiches Stroh produziert. Im Moment verlangt der pro 1000 Reisbündel 600 Baht. Ich dresche auch für Nachbarn, wenn diese mir das Stroh überlassen, das funktioniert bis jetzt gut. Dieses Stroh lieben die Kühe, es schmeckt ihnen wirklich.

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-6l-5ca8.jpg)
          Eingesammelter, von Hand geernteter Reis

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-6m-959c.jpg)
          Mit diesem "Lkw" hole ich jeweils den Reis.

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-6n-7dcf.jpg)

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-6o-f8b4.jpg)
          Die Dreschmaschine im Einsatz, man sieht gut das ausgeworfene Stroh.

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-6p-0cd0.jpg)

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-6q-1517.jpg)

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-6r-44c8.jpg)
          Die Strohpresse im Einsatz und die gepressten Ballen.

Das Stroh, welches von Maschinen geschnitten wird, hat nicht immer eine gute Qualität. Hier sortiere ich dann jeweils beim Versorgen aus und kontrolliere auch, ob alles wirklich trocken ist. Das schlechtere Stroh nehme ich dann zum Einstreuen, was zusammen mit Reisschalen, die auch zum Einstreuen benutzt werden, guten Kuhmist abgibt, der dann vor der nächsten Aussaat auf die Felder gebracht wird.

         (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-6s-ac16.jpg)
         Stroh auf dem Feld

         (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-6u-25a0.jpg)
         Strohpressen auf dem Feld.

         (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-6v-1c4a.jpg)
         So muss ich dann diese Stroh einsammeln

         (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-6w-f86d.jpg)
         Blick in die Strohpresse

Seit diesem Jahr haben wir nun noch zehn Rai Land dazu gepachtet, um genügend Stroh zu bekommen. Der Reis ist dabei eine Nebensache, mit dessen Verkauf man etwas an die Unkosten bekommt. Übrigens will der Besitzer des von uns gemieteten Landes die üblichen 30% der Reisernte, was für mich ok ist.

Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Damnam am 23. April 2017, 19:48:47
Pinkas, danke vielmals für Deinen Bericht, ich lese mit grossem Interesse mit.

Darf ich eine Frage stellen; was bezahlst Du für eine 4-Meter Säule?

Wir bauen ein kleines Haus für Poo, eine 4-Meter Sau wird mit 1'080 Baht vorgeschlagen.
Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Pinkas am 23. April 2017, 21:01:23

Hallo Damnam,

ich habe für eine 15 cm x 15 cm mit Portlandzement betonierte Säule 200 Baht pro Laufmeter bezahlt, also bei meinen 3,5 m langen Säulen 700 Baht pro Säule.

Die kleinen Pfosten für die Stallabteilung sind 12 cm x 12 cm x 1,50 m, hier bezahlte ich 180 Baht, also 120 Baht pro Laufmeter.

Gruss

Pinkas
Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Damnam am 24. April 2017, 13:43:56
Danke Pinkas  {*
Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Pinkas am 26. April 2017, 10:19:27

Übers Wochenende bemerkten wir, dass "Messi" eine der neuen Kühe, "stierig" wurde. Deshalb beschlossen wir, den Tierarzt zu bestellen, damit er sie künstlich befruchtet. 

Am Montagmittag kam er dann vorbei und wir entschieden uns als Spendertier für den Samen eines Charolais Bullen. Hier wir praktisch von allen Züchtern, die künstlich befruchten lassen und es sich leisten können, Charolais eingekreuzt. Es ergibt fleischigere Kühe und man verspricht sich höhere Gewinne. Der Samen selbst kostete 350 Baht plus 260 Baht für den Tierarzt. Normaler Samen von Brahmanen kostet so um die 80 - 200 Baht. Da der Tierarzt alleine kam, musste ich helfen und konnte so keine Bilder machen. Ich habe jedoch noch Bilder einer früheren Befruchtung, die ich hier einstelle. 

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-6y-116f.jpg)

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-70-7a22.jpg)

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-71-b6e6.jpg)
          Erledigt.

Der Tierarzt meinte noch, als er sich die neuen Kühe so ansah, dass nicht nur "Champa", von der wir mit Sicherheit wissen, dass sie trächtig ist, auch noch "Saba" mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit trächtig ist und bei "Nalak" könnte es ebenso sein.

Das wäre dann eine gute Sache, wenn drei der fünf Kühe schon trächtig wären, wenn man die Preise kennt, die wir bezahlt haben.
Schauen wir mal, ob es so sein wird. Und wenn es dann noch weiblicher Nachwuchs sein würde, hätte ich das nächste Luxusproblem, Platzmangel, den ich habe im Moment nur zwölf Boxen zum anbinden.

Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: MIR am 27. April 2017, 08:19:26
Die Luxus Sorgen eines Rinder Bauern  {*

Weiter so ist sehr interessant, mal sehen wann Du anbaust. ;}
Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: norwegerklaus am 27. April 2017, 14:27:22
Freue mich und gratuliere Euch für den "ungeplanten" zukünftigen Nachwuchs ;]
Dann hoffe, das es männliche Tiere werden, erspart erst einmal den Anbau C--

Es ist eine Freude hier zu lesen {*

Gruß Klaus
Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Lung Tom am 27. April 2017, 19:13:32
Guten Abend Pinkas,

lese immer weiter mit großem Interesse Deine Einträge.
Nachdem wir einiges über das Futter erfahren haben, mal eine Frage zum Dung.
Verwertest Du den selber oder verkaufst Du ihn?

Wenn noch nicht, hier mal meine Anwendungsmöglichkeiten:

Frage deshalb, weil bei mir um die Ecke verkauft einer Kuhdung für 20 Baht die Tüte. Habe mir ab und an auch schon welchen geholt,
und zwar um Erde damit zu machen. Hört sich vielleicht komisch an, aber ich habe viel Grassschnitt und runterfallende Blätter...dazu noch Kuhdung und ein Tütchen Bakterien. Und ziemlich schnell bei richtiger Umsetzung wird Erde draus.
Alternativ auch schon als Dünger für Pflanzen verwertet.

Ach ja, die Bakterien haben wir uns hier im örtlichen Büro der - naja ich sag mal - "Landentwicklung" abgeholt, die geben das gratis aus, gegen Vorlage des Ausweises. Gibts auch noch Unterlagen zur richtigen Anwendung dazu  {*

Viele Grüße
Lung Tom



Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Pinkas am 27. April 2017, 20:24:43

Hallo Lung Tom,

ich streue ja meine Stall mit Reisschalen und Stroh ein. Täglich wird ausgemistet und dadurch erhalte ich sehr viel Dung. Die Kombination Stroh, Reisschalen und Kuhmist zusammen mit Wasser ergibt schon sehr schnell einen guten Dünger. Dazu wird der Misthaufen ab und zu umgeschichtet, ( eine schweisstreibende Arbeit, die jedoch den Besuch in der Muckibude ersetzt) was dazu führt, dass immer wieder Luft dazu kommt, um den Gärungsprozess zu beschleunigen. Und ja, das Pülverchen wird auch angerührt und damit wird der Miststock geimpft, und periodisch noch dazu mit EM.

Den verrotteten Mist bringen wir auf unsere Reisfelder aus, wobei auch Mist mit noch viel Stroh drin auf die Felder gebracht wird. Dies trägt dazu bei, dass sich die Struktur des Bodens verbessert. Allerdings wird das einige Jahre brauchen, bis es sichtbar wird mit dem besseren Boden.

Wir verkaufen eigentlich nicht, geben aber je nachdem einigen Nachbarn, die uns ab und zu helfen, einige Fuhren ab.

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-72-aff9.jpg)
          Frischer Misthaufen

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-73-43bc.jpg)
          Links angerotteter Mist

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-74-060d.jpg)
          Und rechts so sieht er dann aus, nach etwa 7-8 Monaten aus.

Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Lung Tom am 27. April 2017, 21:10:26
Hallo Pinkas,

Danke für Deine ausführliche Information. Weiterhin viel Freude, Erfolg und
gutes Schaffen.  ;}

Wenn mir mal wieder was ein- oder auffällt, melde ich mich,

beste Grüße
Lung Tom
Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Pinkas am 29. April 2017, 12:53:06

Am Donnerstag war auf dem Gelände des Büros für Land Entwicklung, "land-development-office" von Sakon Nakhon eine Ausstellung.
Dabei wurden einige sehr schöne Zuchtbullen gezeigt, die wirklich etwas hermachen. Ich habe einige Bilder gemacht die ich hier zeigen will.

Daneben gab es Tanzvorführungen im Westernstil, es wurden diverse Produkte aus dem Bereich Landwirtschaft und Viehzucht gezeigt und es gab auch Beratungen für Interessierte. Also eine ganz gute Sache für Leute, die sich mit dem Thema beschäftigen.

Daneben gab es noch für die Mitglieder der Gruppen aus dem Programm für Viehzucht gratis 50 kg Futterpellets und man bekam noch diverse Mittel für den Einsatz bei diversen Arbeiten wie Kompostieren, Schädlingsbekämpfung und so weiter.

http://www.ldd.go.th/menu_5wonder/index.html

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-75-9223.jpeg)
          Deutlich zu sehen, die stolzen Besitzer sind auch Westernfans.

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-76-841b.jpeg)

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-77-7e0c.jpeg)

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-78-17ed.jpeg)

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-79-a822.jpeg)

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-7a-0d47.jpeg)
          Eigentlich meine heimliche Liebe, ich hätte gerne noch zwei Büffel, doch warten wir es mal ab.

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-7b-464e.jpeg)
          Ein Prachtsbursche. .

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-7c-124c.jpeg)
          Einige Champions zusammengefasst.

 
Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Wonderring am 30. April 2017, 15:19:30
Moin alles sehr interessant hier....auch als nur "Hausbauer" C--

Falls es noch andere als Schweine und Kuhbauern gibt....wobei dem Nachwuchs es ja eigentlich egal ist, wie sie satt werden....
Also muss es schon eine "geeignete (Milch)  Bar" sein, die dem Andrang auch gerecht wird:

https://www.facebook.com/super.viideo/videos/1499463363426810/

LG W.
Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Pinkas am 02. Mai 2017, 17:59:25

So, ich habe heute einmal Bilder gemacht, nachdem die neuen Kühe nun bereits einen Monat bei uns sind. Es ist erfreulich, wie die sich gemacht haben. Sie nehmen das neue, für sie vorher ungewohnte Futter, sehr gut an und gedeihen prächtig.

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-7f-14dd.jpeg)
          "Champa", trächtig und sehr gut im "Schuss".

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-7i-df0d.jpeg)
          "Saba", war sehr verdreckt und sah etwas "klapprig" aus, und jetzt, super Tier, wahrscheinlich auch trächtig.

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-7g-9080.jpeg)
          "Messi", ist ruhiger geworden und von allen neuen Kühen die sauberste im Stall.

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-7h-4410.jpeg)
          "Na Lak", mein Liebling, nimmt täglich zu und liebt es, gestreichelt zu werden.

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-7d-f9e6.jpeg)
          "Black Beauty, kurz BB", ist noch immer etwas scheu, frisst jedoch wie ein Scheunendrescher.

Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: nompang am 03. Mai 2017, 11:45:19
Die sehen schon sehr gut aus  {*
Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: xsarre am 04. Mai 2017, 13:58:21
Da kann man nur hoffen, dass die wohlgenärten Rindviecher nie in Thaibauernhände fallen,,,,
Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Kern am 04. Mai 2017, 16:19:01
 {;  Man sollte nicht alle Thai-Bauern in einen Topf schmeißen.
Denn es gibt sehr wohl Thais, die mit ihren Viechern gut,vernünftig und clever umgehen.

Außerdem kaufe ich unseren Rindermist nur von glücklichen Kühen.  ;D

---

Danke, Pinkas, für Deinen interessanten, mit guten Bildern versehenen Vieh-, Stall- und mehr -Bericht (samt diversen Zusatz-Informationen).   {*   ;}    {*
Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: xsarre am 05. Mai 2017, 13:15:05
Jawohl, Mr.Kern,,,nicht alle über über einen Kamm scheren.....Mal sehen ob ich bei mir rund um Roiet was finde was dazu passt... ;} War mal wieder( bei meinem letzten verweilen im Paradies) bei einer Schweine-schlachtung dabei, o Gott o Gott, in einem Jutesack ,das arme Pork und dann mit dem Pickel versuchen den Kopf zu treffen,, das Fleisch wäre unter Adrenalindoping gefallen, pfui --C
Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Pinkas am 05. Mai 2017, 15:53:33

Danke @ Kern für das Kompliment.

Es ist richtig, dass es auch gute Bauern gibt, die sich um ihre Tiere kümmern, alleine wenn ich diejenigen gesehen habe, die ihre Zuchtbullen vorgeführt haben. Da war Besitzerstolz zu sehen und diese Leute kümmern sich sehr gut um ihre Tiere.

Doch leider sind die aus meiner Sicht eindeutig in der Minderheit. Es erstaunt mich immer wieder, wie lieblos sehr viele Leute hier mit Tieren umgehen. Ich versuche manchmal den Leuten hier zu erklären, dass man sich um seine Kühe kümmern sollte, denn die sind für viele hier so etwas wie ihre eiserne Geldreserve, und darum sollte man sich doch eigentlich ganz selbstverständlich kümmern.

Ich ernte jedoch meistens nur verständnisloses Kopfschütteln. Die verkaufen ihre klapprigen Tiere lieber günstiger als dass sie sich etwas mehr einsetzen, dass es ihnen gut geht. Schade, doch es ist einfach so. Und ich will und kann das nicht ändern, denn ich bin ja nicht hierher gekommen um zu missionieren. Ich habe lediglich die Möglichkeit, mittels Vormachen beim einen oder anderen Menschen hier eventuell etwas zu ändern.

 
Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Pinkas am 05. Mai 2017, 16:00:59

Heute noch ein kleiner Bericht über :

Betonelemente

Denn hier trifft man überall auf fertige Teile aus Beton. Betonpfosten, Betonröhren, Betonringe usw. die sind nicht einmal so teuer. So kostet ein Betonpfosten mit 15cm x 15cm hier 200 Baht pro Meter. Oder ein Betonring mit 50 cm Innendurchmesser 50 Baht. Einer mit 1.20 Meter Durchmesser kommt auf 250 Baht, usw.

Man bestellt also die Pfosten in der gewünschten Länge und Dicke, sagt noch, wie man den Abschluss oben will. Dies darum, weil je nachdem was man damit bauen will, dies unterschiedlich gemacht wird. Wenn man die Pfosten als Dachträger für einen Eisendachstuhl will, lässt man oben vier dicke Armierungseisen herausschauen. Daran wird dann die Eisenkonstruktion festgeschweisst.

Oder man baut einen Holzdachstuhl drauf, dann bestellt man Pfosten mit entsprechenden Einkerbungen und Löchern, durch die dann beim Bauen die Schrauben zum Befestigen der Holzbalken gesteckt werden.

Hier deshalb einmal ein paar Bilder aus der Betongiesserei unseres Vertrauens.

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-7j-02cd.jpg)
          Giessen eines Betonrings.

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-7k-a702.jpg)
          Vorbereitung für eine Betonsäule, man sieht gut die Armierung.

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-7l-2f63.jpg)
          Hinten wurden gerade einige Pfosten ausgeschalt.

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-7m-86be.jpg)
          Arbeiter beim installieren der Armierung.

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-7o-86d4.jpg)

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-7p-6621.jpg)
          Diverse fertige Betonpfosten.

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-7q-2896.jpg)
          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-7r-df12.jpg)
          Man sieht hier die Aussparrung für die Holzbalken.


Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Pinkas am 08. Mai 2017, 10:37:53

Auch das gehört zur Arbeit mit Kühen.

Wie ich berichtet habe, hatten wir einen Mastbullen, der nach einem Jahr strikter Mast verkauft wurde. Er brachte am Schluss 582 kg auf die Waage und dafür erhielten wir 64`000 Baht. Ich habe jedoch wie gesagt, beschlossen, keine Bullen mehr zu mästen, da ich es nicht gut finde, ein Tier ein Jahr lang auf engstem Raum zu halten, nur damit es fett wird und Geld einbringt. Es ist mir auch klar, dass diese Art von Mast hier üblich ist, doch muss ich es nicht so machen.

Ich will heute noch schreiben, was gemacht wird, wenn man Bullen mästen will. Als erstes werden sie kastriert. Das ist unabdingbar, sagen die Leute hier, denn nur so werden die Tiere fett, denn hier bedeutet fettes Fleisch ist gutes Fleisch.

Unser Bulle wurde als zwei jähriges Tier mittels der Burdizzo Zange (http://de.wikihow.com/Bullen-und-Bullenk%C3%A4lber-kastrieren) kastriert, das ist eine unblutige Angelegenheit und unter Narkose weitgehend schmerzfrei. Dabei werden die Hoden nicht heraus genommen, sondern nur die Samenstränge abgeklemmt. In der zugängigen Literatur wird allgemein geraten, diesen Schritt relativ früh zu machen. Hier jedoch sagte man mir, dass mit zwei Jahren der richtige Zeitpunkt sei.

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-7s-e68d.jpg)
          Burdizzo Zange

Die andere Methode ist die, dass die Hoden entfernt werden. Die Bullen würden dann noch schneller fett und im Durchschnitt schwerer, hat man mir erklärt, doch für mich war das Abklemmen in Ordnung und auch weniger anfällig für etwaige Entzündungen.

Der Jungbulle wurde also aus dem Stall geführt, beruhigt und bekam dann die Narkose, die sehr schnell wirkte. Er wurde so auf den Boden gelegt, so dass die beiden Operateure problemlos Zugang zum Operationsfeld hatten. Die gesamte Prozedur der Kastration dauerte dann nicht sehr lange, jeder Samenstrang wurde für gut eine Minute mit der Zange abgeklemmt und danach bekam er noch eine Antibiotikainjektion.

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-7t-3440.jpeg)
          Man lässt die Betäubungsspritze einwirken.

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-7u-802b.jpeg)
          Dann wird der Samenstrang wäkrend einer Minute abgeklemmt.

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-7w-fcec.jpeg)
          Noch etwas wacklig zurück in den Stall.

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-7v-e7e5.jpeg)
          Und alles scheint schon vergessen zu sein.

Nach dem Aufwachen war er noch etwas unsicher auf den Beinen, konnte jedoch problemlos in seine Boxe laufen, wo er dann den Rest des Tages meist liegend verbrachte. Schon am nächsten Morgen war er bereits wieder der Alte, er frass seine Morgenration an Kraftfutter und naschte schon wieder am Reisstroh und wollte dann auf die Weide.

Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Pinkas am 10. Mai 2017, 10:39:43

Futterzubereitung

Morgens um sechs Uhr beginne ich mit der Zubereitung des Futters für die Kühe. Tagwache ist bei mir meistens um halb fünf Uhr. Dann gibt es zuerst einmal Kaffee und im Internet lese ich diverse Zeitungen, um etwas auf dem Laufenden zu sein und besuche auch das Forum.

Dann gegen sechs Uhr geht’s zum Stall, wo ich zuerst einmal alle Hunde begrüsse, die sehr gut auf unser Areal aufpassen. Und es gibt dann zur Begrüssung immer ein kleines Wursthäppchen für jeden. Dann schnell nachschauen, ob alles im Stall in Ordnung ist. Die Kühe warten schon auf mich, denn sie wissen nun, noch eine halbe Stunde und dann gibt es Frühstück.

Als erstes bereite ich die Kraftwürfel zu, ich weiche sie mit Wasser auf, dabei quellen sie auf und werden von den Tieren besser angenommen. Dann beginne ich mit der Zubereitung, für jedes Tier einzeln, damit kann ich bei Bedarf reagieren, wenn ein Tier eventuell von dem Einen oder Anderen etwas mehr oder weniger braucht. Als Grundlage dient Lam, die Kleie vom Reis, das man kaufen kann und je nach Qualität und Angebot so zwischen fünf bis acht Baht pro Kilo kostet.

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-7x-05d3.jpg)
          Die Kraftwürfel

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-83-e696.jpg)
          Lam und Mineralien

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-82-fa10.jpg)
          Melasse
         
Dazu gibt es eine kleine Prise Mineralien- und Spurenelemente und eine Portion Zuckerrohrmelasse. Das wird dann mit etwas Wasser verrührt und dann kommt eine Portion der Kraftwürfel dazu, wieder mischen und zum Schluss gibt es noch eine Portion gehäckselten Maniok dazu.

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-84-ce26.jpg)
          Noch den Maniok dazu.

Diesen darf man jedoch nur verfüttern, wenn er getrocknet ist. Ich kaufe den jeweils von einem Nachbarn, der ihn mir klein geschnitten und getrocknet bringt. Der Preis für Maniok ist im Keller und die Bauern hier verdienen nichts daran, im Moment bekommen sie, wenn sie Glück haben zwei Baht pro Kilo. Ich habe deshalb mit ihm abgemacht, dass ich ihm sechs Baht pro Kilo gut getrockneten und sauberen Maniok bezahle und ihm die ganze Ernte abnehme. So hat es etwas Sicherheit und ich habe immer genug Maniok.

Nach etwa einer halben Stunde ist es dann soweit, die Portionen sind bereit und ich bringe sie den Tieren, die bereits ungeduldig warten. Danach wird es ruhig und in 15 Minuten ist der letzte Krümel weggeputzt. Nun ist es Zeit für die Tiere auf die Weide zu gehen und ich habe nun Zeit, um den Stall auszumisten, was bis etwa halb neun dauert, worauf es dann erst einmal zum Frühstück geht.

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-85-fe33.jpg)
          Bereit zur Fütterung

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-86-ff8b.jpg)
          Ungeduldiges Warten.

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-8g-da82.jpg)
          Und endlich ist es soweit, Stille und geniessen.

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-88-d9c6.jpg)

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-87-8645.jpg)

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-89-5132.jpg)

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-8f-a6fa.jpg)

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-8e-8a5f.jpg)
          Die Mineralien und die Spurenelemente.

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-8c-801c.jpg)
          Kraftfutter
 
          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-8b-2e97.jpg)
          Kraftfutter

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-8c-801c.jpg)
          Kraftfutter

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-8d-a25e.jpg)
          Salzlecksteine, die gehören dazu, sind in jeder Boxe aufgehängt und werden gut angenommen.


Titel: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Helli am 10. Mai 2017, 17:21:18
Als ich das erste Mal vor über 10 Jahren zu "meiner" heutigen Familie in den Isaan kam, gab es da auch eine Handvoll Rinder, die von der Schwiegermutter "versorgt" wurden. Aber das, was ich jetzt hier von @Pinkas lese und auf den Bildern nachvollziehen kann, hab' ich nie kennen gelernt oder gesehen!
@Pinkas, ich denke, dass Dich das nur peripher tangiert, aber wenn ein Isaan-Bauer so einen Aufwand treiben würde, bliebe da noch etwas übrig? 
Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Lung Tom am 10. Mai 2017, 19:38:19
Guten Abend @Pinkas,

ich schließe mich gleich mal auch noch mit einer Frage an. Vorab, wieder mal interessante Fotos und Informationen  ;}

Auf den Fotos, wo Deine Rinder ihr Futter fressen, sind sie - wenn ich es richtig sehe - durch die Nasenlöcher angebunden. Mal unfachmännisch formuliert. Das hab ich so noch nicht gesehen, oder kann mich nicht dran erinnern.

Warum macht man das so?

Danke vorab und beste Grüße
Lung Tom
Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Pinkas am 10. Mai 2017, 21:32:52

@Helli,

es könnte schon etwas übrig bleiben, wenn sie richtig rechnen würden. Doch das ist hier leider praktisch nie der Fall. Denn hier wird noch immer nach dem Motto "mein Vater, dessen Vater und dessen Vater haben das schon so gemacht" und wollen nichts neues versuchen. Ich sehe das bei uns selbst, ich versuche zu erklären, dass man einerseits alle Ausgaben erfassen muss und dann andererseits alle Einnahmen und dann kann man ersehen, ob etwas rentiert. Das zu den Ausgaben auch die eigene Arbeitsleistung, Diesel für die Arbeitsgeräte, Strom und Unterhalt zählen, lehnen sie jedoch ab. Man sei doch sowieso da, also warum das dazu rechnen. Ich kämpfe immer wieder gegen diese Einstellung und muss immer wieder vorrechnen, was dann oft ungläubiges Staunen auslöst.

Zum Beispiel das mit dem Verbessern des Bodens, um so Mehrertrag zu erzielen. Man nimmt lieber Kunstdünger, kauft den auf Kredit und zahlt dann nach der Ernte zurück. Dem Boden selbst hilft das nicht. Beim Reis Preis heute bleibt den Kleinbauern in der Regel dann nichts mehr übrig. Mit Stalldünger, den man täglich sammelt und mit natürlichen Produkten bearbeitet, lockert man den Boden und düngt ihn gleichzeitig. Und wir machen noch Gründüngung, das hilft zusätzlich zur Verbesserung der Böden. Die meisten Bauern hier misten ihren Stall nie aus und haben dann bevor sie pflügen nur sehr wenig und nur sehr konzentrierten Mist.

Das Ganze ist einfach mit viel Arbeit verbunden, die hier jedoch für Kühe nicht investiert wird. Und wie sagt man so schön, von nichts kommt nichts.

Nur noch ein kleines Beispiel : vor drei Jahren hat eine Schwägerin Mais angebaut. Ich habe für sie alle Ausgaben zusammen gerechnet und kam auf 4500 Baht. Nach der Ernte bekam sie für die gesamte Ernte 4000 Baht und war Stolz wie Oskar, dass sie an diesem Tag 4000 Baht verdient habe für drei Monate Arbeit.

Wobei es schon klar ist, dass meine Kühe im Moment unter Hobby zu betrachten sind. Doch haben wir alleine dieses Jahr durch den Verkauf der zwei Bullen über 100`000 Baht eingenommen, was die Ausgaben für den Unterhalt der Kühe für anderthalb Jahre deckt.

@Lung Tom,

das ist Standard in Thailand. Hier werden die Kühe nicht wie in Europa auf eingezäunte Weiden gelassen, sondern immer wieder an anderen Orten zum Grasen geführt. Dazu müssen sie angebunden werden damit sie nicht davon laufen. Deshalb werden den Kühen als etwa einjährige Tiere Nasenschnüre verpasst. Wenn das ein Fachmann macht, geht das schnell und nicht ganz so schmerzhaft wie es aussieht. Ich habe es einige Zeit mit Halftern versucht, doch die Qualität, die man hier bekommt, ist Schrott, die Kühe haben mir dauernd die Zugketten zerrissen. Also ging ich wieder zu den Nasenschnüren zurück.

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-8h-8466.jpg)

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-8i-9e2e.jpg)
          Halfter, doch wie gesagt, Schrott....

Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Lung Tom am 10. Mai 2017, 21:50:37
@Pinkas,

zwei prima Antworten. Danke, habe ich wieder was dazugelernt, das mit den Nasenschnüren kann ich jetzt gut nachvollziehen.

Mit der Wirtschaftlichkeitsberechnung kann ich Dir nur zustimmen. Da habe ich auch schon einige Erfahrungen gesammelt. Mir scheint, das oft schon die Grundlagen fehlen, also der Mathe-Unterricht scheint mir ausbaufähig zu sein. Allerdings passierts ja auch in Deutschland, das Leute z.B. Umsatz und Ertrag verwechseln  :o

Beste Grüße
Lung Tom
Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Suksabai am 10. Mai 2017, 22:42:08

@Pinkas

Zitat
Und wir machen noch Gründüngung, das hilft zusätzlich zur Verbesserung der Böden.

Das habe ich in Zukunft auch vor, und zwar mit Leguminosen, die binden den meisten Stickstoff im Boden.
In A verwendeten wir dazu Pferdebohnen, die werden wahrscheinlich hier nicht wachsen.

Was verwendest du zur Gründüngung?

lg
Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: TeigerWutz am 10. Mai 2017, 23:37:13
Zitat von: Suksabai
In A verwendeten wir dazu Pferdebohnen, die werden wahrscheinlich hier nicht wachsen.

Oja - Haben einen lustigen Namen > ถั่วปากอ้า  tua paak aa

LG TW
Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Pinkas am 11. Mai 2017, 05:05:19

@Suksabai,

wir haben haben Crotalaria juncea, Ostindischer Hanf genannt, ausgesät und werden den nun in den nächsten Tagen unterpflügen.

Thailändisch nennt es sich ปอเทือง, ausgesprochen etwa so : "ohne Gewähr"  pho thüang.

Gruss

Pinkas
Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: namtok am 11. Mai 2017, 05:31:54
Zitat von: Suksabai
In A verwendeten wir dazu Pferdebohnen, die werden wahrscheinlich hier nicht wachsen.

Oja - Haben einen lustigen Namen > ถั่วปากอ้า  tua paak aa

LG TW

Die "hier" wächst ist wahrscheinlich die indische Variante:

Pferdebohne steht für:
Ackerbohne (Vicia faba), Trivialname
Macrotyloma uniflorum, indische Bohnenart


Es ist unschwer nachvollziehbar warum die "Bohne mit geöffnetem Mund"  tua paak aa   so heisst :


(http://cdn7.tops.co.th/productimages/zpimage/8850291320804.jpg)

(https://media.shopat24.com/pdmain/125371_010_02.jpg)
Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Suksabai am 11. Mai 2017, 08:21:02

Dank an alle für die rasche und kompetente Antwort!

 [-]

lg
Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: dolaeh am 11. Mai 2017, 08:23:21
6,- Baht fuer getrockneten Manjok ist ein Spitzenpreis fuer den Bauer  ;}
Diesen Preis habe ich hier seit jetzt 10 Jahren noch nie gesehen, er kann sich gluecklich schaetzen, dass er einen so spendablen Abnehmer hat.
Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Pinkas am 11. Mai 2017, 08:30:56

@dolaeh

Richtig, aber ich habe selbst einmal etwa 150 kg Maniok geschnipselt mit dem Messer und weiss, was das für eine Arbeit ist. Deshalb bezahle ich das gerne und habe so richtig sauberen und richtig gut getrockneten Maniok. Und was er bis jetzt geliefert hat war wirklich in Ordnung.

Eine Häckselmaschine würde auf etwa 18`000 Baht kommen, da kann ich noch lange fertigen Maniok kaufen.

Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Pinkas am 11. Mai 2017, 18:43:58

Heute war es soweit, das gepachtete Reisfeld ist soweit vorbereitet, der Mist ist geführt und das Grünzeug ist verblüht.
Also den Traktor bestellt um das Ganze einmal unterzupflügen. Wobei ich bei den hiesigen Pflügen das Gefühl habe, die pflügen nicht tief genug oder die Fahrer machen etwas nicht richtig.

Ich bin sowieso der Meinung, dass Scharpflüge besser pflügen als Rundpflüge, ist jedoch meine persönliche Meinung.

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-8j-4dbb.jpeg)
          Eine der letzten Blüten.

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-8l-76bf.jpeg)
          Die Samenstände.

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-8k-19c2.jpeg)
          Und nun alles untergepflügt.

Titel: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Helli am 12. Mai 2017, 00:17:11
wir haben haben Crotalaria juncea, Ostindischer Hanf genannt, ausgesät und werden den nun in den nächsten Tagen unterpflügen. Pinkas
Ist das nicht zu schade zum Unterpflügen? Vielleicht kann man das ja auch rauchen? {--
Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Schmizzkazze am 12. Mai 2017, 16:35:55
Was ist denn ein Rundpflug, und wie sieht die bearbeitete Fläche danach aus?
Titel: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Helli am 12. Mai 2017, 17:32:35
Was ist denn ein Rundpflug, ( )
Unsere Freunde pflügen mit anmontierten Blechtellern! Sie werden im Brustton der Überzeugung behaupten, dass sie das besser machen, als die blöden Langnasen. Im Netz hab' ich (auf die Schnelle) keinen Lieferanten in DE gefunden, der so etwas anbietet.
https://www.bing.com/images/search?q=Pfl%C3%BCge%20rund&qs=n&form=QBIR&sp=-1&pq=pfl%C3%BCge%20rund&sc=7-11&sk=&cvid=933D52FF62704503854756DB9F5D83B0
Nach meinen Beobachtungen ist die Tiefe beim Pflügen von der Bodenbeschaffenheit abhängig.
Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Schmizzkazze am 12. Mai 2017, 18:25:32
Also mir scheint das Ding mit dem Rundpflug ein großer Blödsinn zu sein. Vermutlich nur der Tatsache geschuldet, dass es keine anständigen Pflüge gibt, weil man dazu auch Power bei den Traktoren bräuchte. Und diese Traktoren gibts halt nicht.
Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Suksabai am 12. Mai 2017, 21:06:06

Beim "Rundpflug" wird es sich wahrscheinlich um einen Scheibenpflug handeln, da kratzt du nur die Oberfläche.. . .

Schaut ungefähr so aus:

(http://up.picr.de/29174811ub.jpg)

lg
Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: TeigerWutz am 12. Mai 2017, 22:29:02
Hab mal gelesen, dass es in TH nur ne dünne Top u. Subsoil (Humusschicht) gibt u. man daher nicht tiefpflügen kann,
....weil man dadurch nur Steine auf die Oberfläche bringt. (...oder so ähnlich)

(http://up.picr.de/29175464ry.jpg)

LG TW
Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Pinkas am 13. Mai 2017, 19:01:35
@Teiger,

mindestens hier ist das nicht der Fall. Jedes Jahr werden Reisfelder ausgebaggert und in dieser Erde habe ich noch nie Steine gesehen. Und es würde ja auch keinen Sinn machen, Reisfelder auszubaggern und dann den Reis in steinigen Boden zu setzen.

Ich denke eher, dass es damit zusammenhängt, dass es praktisch nichts anderes zu kaufen gibt hier. Und dies,weil die meisten Traktoren hier, wie Schmizzkatze das geschrieben hat, einfach zu schwach sind, um mit richtigen Scharpflügen die Felder zu bestellen.

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-8m-22ee.jpg)
          Scharpflug, Bild stammt von "Webseite Landwirt.com"


Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Lung Tom am 13. Mai 2017, 19:10:47
Guten Abend @Pinkas,

hab mal wieder eine Frage  ;D :

Warum werden bei Euch die Reisfelder jedes Jahr ausgebaggert?

Also, hier in der Umgebung gibt es viele Reisfelder, wir haben ja selber ein paar Rai Reis, die wir verpachten, aber das hab ich so noch nicht gehört oder gesehen.

Beste Grüße
Lung Tom

Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Pinkas am 13. Mai 2017, 19:20:27

@Lung Tom,

das hängt damit zusammen, dass es im Isan meistens nicht genug Wasser hat für eine gute Reisernte. Dann wird eben das Reisfeld so um die 20 bis 30 cm ausgebaggert um einerseits an besseres Erdreich zu gelangen, und andererseits in der Annahme, dass dadurch in der Regenzeit das Wasser länger auf den Feldern steht, weil es in die tieferen Felder fliesst.

Ein Teufelskreis, denn der Nachbar wird im nächsten Jahr seine Felder auch ausbaggern in der gleichen Annahme.
Dabei wäre die Lösung eben verbessern der Böden und eine nachhaltigere Lösung bei der Bewässerung.


 
Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Lung Tom am 13. Mai 2017, 19:29:42
@Pinkas,

Du bist ja schneller als die Polizei - erlaubt  {*

Interessant zu lesen. Sind wir zwar im selben Land, aber die Voraussetzungen sind doch deutlich unterschiedlich.
Wobei, wenn jedes Jahr 30 cm weggenommen werden, dann fällt man irgendwann mal durch  :-X

...oder man macht Fischzucht. Gibts hier Einige, die das so machen, vom Reisbauern zum Fischzüchter...

Dir einen schönen Abend,

Lung Tom
Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Helli am 13. Mai 2017, 19:36:40
Also mir scheint das Ding mit dem Rundpflug ein großer Blödsinn zu sein. Vermutlich nur der Tatsache geschuldet, dass es keine anständigen Pflüge gibt, weil man dazu auch Power bei den Traktoren bräuchte. Und diese Traktoren gibts halt nicht.
Das glaube ich kaum! Auch in TH gibt es nichts, was es nicht gibt! Kubota, NewHolland und wie die alle heißen, kann jeden Anspruch bedienen!
Bei den chinesischen Nachbarn sind auch Pflüge aller Art zu bekommen: http://de.made-in-china.com/productSearch?keyword=pfl%C3%BCge+f%C3%BCr+power+tiller&inputkeyword=&type=Product&currentTab=1&currentPage=1&currentCat=&currentRegion=&currentProp=&submitPageUrl=&parentCat=&otherSearch=&currentAllCatalogCodes=&sgsMembership=&memberLevel=&topOrder=&size=30&more=Mehr&less=Weniger&staticUrl50=%2Fcategory23_Agriculture-Food%2FFarm-Facilities-Equipment_usnrssssss_50_1.html&staticUrl10=%2Fcategory23_Agriculture-Food%2FFarm-Facilities-Equipment_usnrssssss_10_1.html&staticUrl30=%2Fcategory23_Agriculture-Food%2FFarm-Facilities-Equipment_usnrssssss_1.html
Der Scheiben- oder Schälpflug ist auch in DACH bekannt, aber angeblich "veraltet".
https://de.wikipedia.org/wiki/Pflug
Titel: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Helli am 13. Mai 2017, 19:54:15
@Lung Tom,
das hängt damit zusammen, dass es im Isan meistens nicht genug Wasser hat für eine gute Reisernte. Dann wird eben das Reisfeld so um die 20 bis 30 cm ausgebaggert um einerseits an besseres Erdreich zu gelangen, und andererseits in der Annahme, dass dadurch in der Regenzeit das Wasser länger auf den Feldern steht, weil es in die tieferen Felder fliesst.

Ein Teufelskreis, denn der Nachbar wird im nächsten Jahr seine Felder auch ausbaggern in der gleichen Annahme.
Dabei wäre die Lösung eben verbessern der Böden und eine nachhaltigere Lösung bei der Bewässerung.
"Meine" Familie sind Großbauern (zusammen so um die 500 Rai) und ich selbst kann also nur aus meiner Position des Beobachters (und ab und zu des Helfers) berichten. Reis wird bei uns nur noch für den Eigenbedarf nass angebaut, alles andere ist Zuckerrohr. Ich habe in all den Jahren noch nicht gesehen, dass ein Reisfeld "tiefer gelegt" wurde. Liegt bei uns vielleicht am besseren (?) Boden. Ausgebaggert (und die Erde verkauft) wird allerdings hier auch, aber nur für Wasserreservoire (die sich in der Regenzeit füllen). Damit wird nach Bedarf das Reisfeld nass gehalten (Wasser drauf gepumpt). Ich könnte mir auch vorstellen, dass dieses Reisfeld einen genügenden Lehmanteil hat damit der Boden dicht genug ist, um das Wasser zu halten. Ein tiefergehender Pflug, würde das vielleicht verhindern oder die Verdichtung wieder aufbröseln.
Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Burianer am 13. Mai 2017, 19:58:25
Das ausbaggern von Reisfeldern  machen nur bekloppte Thais, die spaeter , wenn sie das Land verkaufen, es teuer wieder herstellen muessen, damit auf dem Acker  mal gebaut werden kann.
Hier kamen auch mal solche Trucks und Baggerfirmen an, ob sie denn nicht das Erdreich  ausbaggern koennten  {+  Fuer nen Appel  und nen EI  :]   denen hab ich kurz  --C den da gezeigt.

Nein, wir haben, als einer dieser Bekoppten ganz in unserer Naehe seine Reisfelder abtragen lies sofort zugelangt und zusaetzlich   250 Trucks bestellt  um  unser Land wieder aufzuruesten  ( fuer 250 Baht pro Ladung und Begradigung ) . Ganze 4 Rai  wieder in Ordnung  {* leider fehlt auf den restlich 10 Rai  hintern Haus noch immer  mehr als 2000 Truks Erde.  Pro Truck 400 bis 500 Baht ( teilweise noch mehr ) , das ist  bald nichtmehr bezahlbar, wenn man das Land nicht fuer horrende Preise verkaufen will.
Wurde leider vom Vorbesitzer unserer Landschaften wie ueblich , dummerweise auch abgetragen  {[ Thaidenke muss man verstehen.
Jetzt holt man das Land teuer wieder zurueck.
Naja, ist ja nur Thailand  :]   nicht Myland  :-)
Ist zwar OT, doch unseren Kuehen macht das Land auch Spass, die grasen gemuetlich und werfen jedes Jahr Kaelber ab.
Es lohnt sich  }}
Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: xsarre am 14. Mai 2017, 00:35:51
Die verkaufen ihre Erde nicht weil sie dumm sind, sondern weil die immer nach einer gewissen Zeit, klamm sind. Was ja auch ihrem intelligenten Geschäft s gebaren Rechnung trägt {* {* {*
Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Pinkas am 24. Mai 2017, 09:57:33
Ich wollte es einmal etwas ruhiger angehen und es gibt ja auch nicht täglich etwas berichtenswertes.

Heute nun war Muskeltraining angesagt. Der Miststock musste wieder einmal umgeschichtet werden. Eine ganze Stunde war nötig um das zu machen. Gewichtsverlust meinerseits etwa zwei Kilogramm  ;].

Im Moment regnet es praktisch jeden Tag, meistens nur kurz, ab und zu aber auch schon mal ein paar Stunden. So sind meine Regentanks immer gefüllt. Und die Bauern säen ihren Reis wie die Wilden, für meinen Geschmack noch etwas zu früh, aber was solls.

Die Kühe können noch oft auf die Weide, da wir noch nicht alle Felder gepflügt haben.Das ist alle Mal besser als den ganzen Tag in der Freilaufhalle. 

Dann musste ich noch einen Strommast neu setzen. Der war noch aus der Zeit bevor ich da ankam. Kleines Loch in die Erde und Holzpfosten rein, fertig. Ich habe das nun anders gemacht. Loch ausgehoben, einen 50 cm Betonring eingesetzt und dann den Strommast einbetoniert. Hält sicher bis ich nicht mehr da bin.

Dann war noch die 90 Tagetour fällig. Als solches keine Meldung wert, das läuft hier immer Problem- und Papierlos ab. Doch diesmal fiel mir ein "Farang" auf, der seine Extension machte. Angezogen wie der letzte Clochard, schmutziges Trägerleibchen, kurze Hosen, Latschen und sehr ungepflegtes Aussehen.

Da dachte ich mir, ist es zuviel verlangt, als Gast in diesem Land anständig angezogen zu einem Amt zu gehen? Wir würden doch auch die Nase rümpfen, wenn bei uns in Europa der Gast so auf ein Amt gehen würde. Ich sah nur die Blicke der Thais und musste sagen, das verstand ich.

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-8q-eb45.jpg)
          Der Strommast neu gesetzt.

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-8o-5c0d.jpg)
          Stall ausgemistet.

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-8n-ece5.jpg)
          Miststock neu umgeschichtet. Die Verrottung geht zügig voran.

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-8r-c6f6.jpg)

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-8p-c37f.jpg)
          Geniessen die Tage auf der Weide.

 
Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Pinkas am 25. Mai 2017, 17:08:42
Heute hat es so richtig geregnet was das Zeug hält.
Es begann um 06:00 Uhr und dann während drei Stunden hat es geschüttet wie aus Kübeln.

Danach waren alle Felder im Dorf mit Wasser überflutet. Ab Mittag wieder Sonne und das ergab dann schöne Bilder.

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-8s-590a.jpeg)
          Morgens um neun Uhr.

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-8t-1f22.jpeg)
          Abends um 17:00 Uhr.

Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: dolaeh am 25. Mai 2017, 18:03:10
Bei uns hier auch aber so schoen wie bei dir sieht es hier nicht aus  :-\
Matsch auf den Strassen, Pfuetzen keine Reisfelder nur Manjokfelder.
Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Pinkas am 05. Juni 2017, 19:18:25

Im Moment ist es bei den Kühe ruhig. Nur Messi, die gedeckt wurde, hat nicht aufgenommen. Ich warte noch eine Phase ab und dann wird sie nochmals besamt.

Beim Stall ist nun die Regenrinne montiert. Ich muss nur noch die Wassertanks installieren und dann die Zuläufe machen. Und wenn die Tanks voll sind, muss das Regenwasser in den Weiher abgeleitet werden. Da ist noch etwas Arbeit, die auf mich wartet. Bilder folgen, wenn alles soweit montiert ist.

Nun macht mir mein Schlosser noch eine Boxe, in die wir die Kühe bringen können, wenn sie entweder besamt werden sollen oder sonst nahe an ihnen gearbeitet werden muss, was nicht alle ohne weiters machen lassen.

In der Zwischenzeit haben wir uns noch etwas zugelegt, dass es hier im Dorf noch nicht gab. Eine Sämaschine für Reis. Hier gibt es ja die verschiedensten Möglichkeiten, Reis auszusäen. Von Hand, mit an Traktoren gehängten Geräten, mit tragbaren, Motor betriebenen Geräten und eben dieses Modell, dass wir uns zugelegt haben.

Mit dem Traktor geht das zwar schnell und relativ genau, verdichtet jedoch die Erde. Von Hand und mit den tragbaren Geräten ist es abhängig vom Arbeiter, der es macht. Ich hab Felder gesehen, die waren sehr schön gleichmässig gesät und andere, da musste nachgesät werden. Nun sind wir gespannt, was die neue handbetriebene Maschine kann. Von der Idee her jedenfalls super, und im Trockenversuch sah das Saatbild gut aus und der Verbrauch an Saatgut ist wesentlich besser zu kalkulieren.

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-8w-ebb2.jpeg)
          Die tragbaren Geräte, wie man sie bei uns am meisten sieht.

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-8u-7eb0.jpeg)
          Die neue Maschine, einfach und doch effizient.

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-8v-d22c.jpeg)
          In diese Kapseln wird das Saatgut gefüllt, und fällt dann beim ziehen aus den Löchern in regelmässigen Abständen.

Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Burianer am 05. Juni 2017, 20:02:03
Na dann, viel Glueck beim Saeen.
Wir machen das per Hand, so wie ich es schon frueher bei meinem Opa gesehen habe, bevor es die Saemaschienen gab.
War letztes Jahr auch so und gute Ernte. Leider stimmt der Preis fuer Reis nichtmehr. Es lohnt sich nicht.
Das Ding sieht gut aus. Ob es in der Praxis taugt muss man in feststellen.
Wie bei allem, man muss Erfahrung sammeln und diese dann  verkaufen  }}
Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Pinkas am 14. Juni 2017, 18:36:45

Anfangs dieser Woche haben wir für unsere kleine Rinderfarm das Zertifikat der Genossenschaft bekommen.

         (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-8y-52b8.jpg)

Und immer wieder einmal rufen die Leute von der BAAC an und fragen, ob sie mit ein paar interessierten Leuten vorbeikommen
dürfen um den Stall anzusehen. Dann kommt jeweils ein Kleinbus mit Gästen, die unseren Stall und die dazugehörenden Einrichtungen
wie den Heustadel, die Kompostieranlage, die Häckselanlage und die Grasflächen anschauen und fotografieren.

Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Lung Tom am 14. Juni 2017, 18:41:38
Hallo @Pinkas,

na dann weißt Du hoffentlich, welche Lottonummer Du spielen solltest !!

Hast ja noch heute und morgen Zeit.....

Klappt bestimmt, ich drück die Daumen,

beste Grüße
Lung Tom

PS: Muß man drei Mal hinternander versuchen, wenns nicht auf Anhieb klappt  ;)
Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Pinkas am 20. Juni 2017, 18:42:57

Heute hatten wir wieder Besuch von der BAAC (Bank für Landwirtschaft und landwirtschaftliche Genossenschaften) mit Vertretern aus Bangkok.
Die Filiale Sakon Nakhon ist richtig begeistert von unserer kleinen Farm und hat die Leute von der Zentrale eingeladen. Man möchte in Zukunft öfters Führungen machen, um andere Bauern zum überzeugen, dass man Rinder auch etwas anders halten kann.

Mir soll es recht sein, es wäre doch schön, wenn sich der eine oder andere Bauer bei der Viehhaltung etwas anders orientieren würde.

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-90-b2cd.jpg)

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-91-a3d8.jpg)

Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Burianer am 20. Juni 2017, 18:47:13
 }}  Das sieht sehr ordentlich aus.  Landwirtschaft , hast Du das gelernt  oder erst hier damit angefangen ?
Meinen Respekt  hast Du schon mal.
Bin ja auch als kleiner Junge auf dem Landhof meines Opas aufgewachsen.
Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Pinkas am 21. Juni 2017, 10:17:19
@burianer

nein, Landwirtschaft habe ich nicht gelernt. Von Beruf bin ich Gärtner und Tierpfleger. Ich habe aber als Kind sehr gerne auf einem Bauernhof in der Nähe unseres Elternhauses ausgeholfen. Deshalb die Liebe zu Kühen. Den Umgang mit Tieren habe ich dann später in einem Zoo richtig erlernt und zwar von den kleinsten bis zu den grössten Tieren, den Elefanten, und zwar sowohl indische als auch afrikanische Elefanten.

Gruss Pinkas
Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Pinkas am 21. Juni 2017, 10:27:22
Neben Kühen beschäftige ich mich gerne mit Bananen. Wir pflanzen sehr viele Bananenstauden auf unseren Grundstücken.

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-92-6f4d.jpeg)
          Eine unserer unzähligen Bananenstauden

Ich werde in der nächsten Zeit einige Banane vorstellen, die man nicht überall antreffen kann. Mehr darüber demnächst.

Und diese Früchte konnten wir dieses Jahr sehr viele ernten. Ich kenne den Namen jedoch nicht. Man schält sie und legt sie dann ein in Zuckerwasser, schmecken toll.

         (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-93-0d89.jpeg)

         (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-94-29bd.jpeg)
         geschält und eingelegt.

Und natürlich wird auf den Feldern unserer Grundstücke Reis gepflanzt was das Zeug hält. Säen ist im Moment nicht möglich, da die Felder unter Wasser stehen. Unsere gesäten Felder mussten immer wieder abgepumpt werden, damit der Reis keimen konnte und nicht ersäuft.

         (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-95-f67b.jpg)


Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Lung Tom am 21. Juni 2017, 18:35:50
Hallo @Pinkas,

auf Deine Bananen-"Reportage" freue ich mich schon. Vielleicht entdecke ich meine Sorte wieder. Hatte mir vor etwa fünf Jahren mal auf einem Pflanzenmarkt eine schöne Sorte rausgesucht, die war nicht nur süss, sondern hatte einen sauren Beigeschmack, dadurch irgendwie erfrischend.
An dem Stand hatten die damals über fünfzig Sorten zur Auswahl, mit Bildern und Früchten, die konnte man also erst mal probieren und sich eine gute Sorte raussuchen.
Die Banane hat sich auch sehr wohlgefühlt, und auch schöne Früchte geliefert. Irgendwann hatten wir dann mal Bauarbeiter auf dem Grundstück, die nach getaner Arbeit ihre Beton/Zementabfälle an der Pflanze entsorgt haben  {[, danach wars mit Bananen erledigt   :'(

Beste Grüße
Lung Tom
Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Pinkas am 22. Juni 2017, 12:53:01
Wie kam ich zu den Bananen?

Vor Jahren lebte ich in einer Nachbarprovinz von Bangkok. Ich hatte dort ein Reihenhaus ohne Garten und Landanteil. Das war nicht wirklich mein Ding und so begann ich mich um zu sehen, was ich den machen könnte. Es war mir langweilig und hinter dem Haus war brachliegendes Land, total verwildert und zugemüllt. Ich fand heraus wem das Land gehörte und fragte die Besitzer, ob ich dort etwas machen könne. Sie sagten mir, dass sei ihnen egal, ich könne dort machen was ich wolle. Doch wenn sie das Land einmal verkaufen würden, wäre alles für mich verloren.

Ich wollte das Land nicht kaufen, denn einerseits waren deren Preisvorstellungen jenseits von Gut und Bös und andererseits zog es mich damals schon weg von dort. Ich begann also als Hobby das Land zu roden und aufzuräumen. Dabei stiess ich nicht bei allen Nachbarn im Moo Ban auf Gegenliebe. Denn auf einmal sah man all den Müll, der über Jahre einfach hinter den Häusern entsorgt wurde.

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-96-7332.jpg)
          Das geräumte Grundstück

Ich liess mich nicht beirren und schaffte es, das Grundstück sauber zu bekommen. Meine Idee war schon, es mit Bananen zu versuchen. Also pflanzte ich Bananen und konnte in kurzer Zeit schon die ersten Früchte ernten. Es waren einfach Bananenstauden, die ich da und dort bekam, wenn ich in der Umgebung herumfuhr und Bananen suchte. Man gab mir die Ableger beinahe immer gratis und wunderte sich höchstens, was der Falang damit machen will.

         (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-9a-c7ae.jpg)

         (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-9c-94a2.jpg)

         (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-9d-198f.jpg)
         Erste Früchte entstehen an der Bananenstaude.

         (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-9f-44a9.jpg)
         Mit einer sehr guten ersten Ernte war meine Leidenschaft für Bananen entfacht.

Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Pinkas am 22. Juni 2017, 13:05:15
Dann entdeckte ich eines Tages auf dem Markt in der Stadt einen Stand mit Bananenstauden. Eine kompetente Verkäuferin erklärte mir geduldig alle Fragen Bananen betreffend. Und ich kaufte vierzehn verschiedene Sorten Bananen und begann am nächsten Tag einen Versuchsgarten anzulegen.

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-9l-26f4.jpg)
          Der Marktstand mit den Bananenstauden.

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-9m-3402.jpg)
          Die kompetente Verkäuferin.
       
Ich machte um die neuen Bananenstauden eine Einzäunung um sie zu schützen, denn es waren viele Hunde im Quartier und die mochten es, Löcher zu graben. Dann pflanzte ich die neuen Bananen und markierte sie gut, damit ich später noch wusste, welche Staude welche Sorte ist.

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-97-ae67.jpg)

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-98-61d1.jpg)

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-99-e935.jpg)


Und nun die ersten drei meiner damaligen Einkäufe.

         (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-9i-a534.jpg)
         Elefantenstosszahn Banane

         (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-9j-092f.jpg)
         Teepanom Banane

         (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-9k-db16.jpg)
         Theparot Banane

Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Pinkas am 24. Juni 2017, 10:26:33
Ich hatte öfters Besuch in meiner Bananenplantage. Warane in allen Grössen gab es dort sehr zahlreich. Junge fielen oft den "Soidogs" zum Opfer, die jeweils erbittert mit den Waranen kämpften.

Grosse Warane allerdings hatten da weniger Probleme. Eines Tages hörte ich lautes Gebell und beim Nachsehen entdeckte ich dann diesen Prachtskerl. Ich musste das natürlich sofort mit der Kamera festhalten. Man sieht hier, dass die Hunde einen Sicherheitsabstand einhalten, den der war nun wirklich eine Nummer zu gross. Er verzog sich dann friedlich.

         (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-9n-ede0.jpg)

         (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-9o-0047.jpg)

         (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-9p-80fc.jpg)

         (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-9q-135b.jpg)
         Schon beeindruckend bei dieser Grösse.

Und hier wieder drei meiner seltenen Bananen.

        (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-9r-79e8.jpg)
        Nag Banane

        (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-9s-917d.jpg)
        Jackfrucht Banane

        (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-9t-5540.jpg)
        Goldene Eierbanae "India"



 
Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Lung Tom am 25. Juni 2017, 19:10:51

Guten Abend @Pinkas,

meine Sorte war zwar noch nicht dabei, aber Du hast ja wirklich alles akribisch zusammengestellt  ;}
So sah damals der Stand ungefähr auch aus, bei dem wir fündig geworden sind, seitdem habe ich die nie wieder
in Kanchanaburi gesehen.

Einige Warane haben wir hier auch, ein bis zwei auch in dieser Größenklasse. Einer davon, nicht ganz so groß, war auf unser Grundstück gekommen und die vier Hunde auf ihn los. Naja, ich hab versucht, die Hunde zu beruhigen, jedenfalls ist der Bursche über ein Zaunfeld - ca. 60 cm. - hoch, glücklicherweise entkommen.

Ich hab mal noch eine Verständnisfrage: Wenn ich Deinen Bericht richtig verstanden habe, hast Du die Bananenplantage damals auf dem Nachbargrundstück angelegt. Ich will ja Deinem weiteren Bericht nicht vorgreifen, aber war das nicht riskant? Ich habe selber nämlich das Angebot gehabt, das Nachbargrundstück um einen kleinen Obolus zu bewirtschaften, allerdings war und ist es halt im "Urzustand". Stellt sich die Frage, wenn man Arbeit reingesteckt hat, wird dann alsbald verkauft - kaufen will ich selber nicht - hatte man viel Arbeit und wenig Ertrag.

Beste Grüße
Lung Tom
Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Pinkas am 26. Juni 2017, 10:44:18
Ich warte noch immer auf die Handwerker, damit die letzten notwendigen Arbeiten erledigt werden können. Die Regenrinne ist montiert inklusive der Abläufe. Ich muss nur noch die Abzweigungen in die Regenwassertanks montieren. Weiter wurde ein Tank installiert, der die Nephiergrasflächen bewässern soll in der Trockenzeit. Befüllt wird er mit Wasser aus dem Weiher mittels Tauchpumpe, und danach wird durch das Gefälle das Wasser in noch zu verlegenden Bewässerungsschläuchen selbstständig fliessen.

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-a1-a0fd.jpg)
          Regenrinne mit den Abläufen.

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-a7-506e.jpeg)
          Wassertank

Nachträglich habe ich noch Regenrollos am Laufstall montiert. Wenn es stark regnet und zugleich heftige Windböen gibt, drang der Regen in den Laufstall ein. Dies habe ich nun mit den Rollos nicht mehr.

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-a4-3b39.jpg)
          Die Regenrollos bei schönem Wetter oben.

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-a3-7e64.jpg)
          Und können bei Bedarf schnell runter gelassen werden.

Die Behandlungsboxe für die Kühe ist zwar angefangen, doch nun warte ich wieder ungewisse Zeit, bis sie fertig gemacht wird. Dabei sollte ich sie dringend benutzen können, denn die beiden Jungstiere, jetzt sieben und neun Monate alt, sollten bald ihre Nasenschnüre bekommen, eventuell mache ich aber auch Nasenringe, da muss ich noch etwas nachdenken. Die beiden Tiere sind prächtig gewachsen und sind an den Schnüren um den Hals nicht mehr zu halten, also muss das sein.

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-9u-c7ad.jpeg)
          Behandlungsboxe, leider noch nicht fetrig gebaut.

Alle Kühe sind in bester Verfassung und machen mir wirklich Freude. Bis auf eine der Kühe können wir alle problemlos „handeln“, sie lassen sich überall anfassen und sind teilweise richtig süchtig danach, mit einer Bürste gestriegelt zu werden. Das erscheint mir wichtig zu sein, damit man in einem Notfall die Tiere auch anfassen und behandeln kann.

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-9v-bf76.jpg)

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-9w-2b75.jpg)
          jeweils morgens um halb sieben gibt es Frühstück, und es schmeckt den Kühen.

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-9x-194c.jpg)
          "Ganja", jetzt neun Monate alt, wird ein Prachtstier.

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-9y-4f07.jpg)
          "Sip Et", sieben Monate alt, auch er wird ein Prachtskerl.

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-a6-69ed.jpg)
          Siesta nach dem Herumtollen am Morgen.

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-a5-552e.jpg)
          Der "Grasexpress" ist da.


         

Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Pinkas am 26. Juni 2017, 10:54:32
Hallo Lung Tom,

ich habe ja geschrieben, dass der Besitzer mich aufmerksam machte, dass wenn er verkauft, alles weg ist. Das wusste ich also. Aber mir was das nicht wirklich wichtig, denn ich hatte etwas zu tun. Und ich dachte ja, wenn es soweit sein wird, kann ich Ableger der jeweiligen Bananen mitnehmen.

Doch es kam dann eben alles anders. Es war nicht die Schuld des Besitzers, es waren andere, private Umstände, die zum Verlust führten. Doch ich konnte das verkraften. Ich werde es irgendwann hier in Sakon Nakhon wieder aufbauen.

Heute stelle ich vier weitere Bananen von damals vor.

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-a8-c229.jpg)
          Hatmuk Banane

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-a9-b584.jpg)
          Sawkatüphor Banane

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-aa-50c3.jpg)
          Schwarze Banane

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-ab-7451.jpg)
          wohlriechende Goldbanane

Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Pinkas am 28. Juni 2017, 10:11:01
Das Wetter ist im Moment nicht sehr hilfreich für die Reisbauern. Die Felder sind teilweise zu stark überflutet, sodass kein Reis ausgesät werden kann. Die Teile der Felder, die angepflanzt werden sind oft so voll, dass man noch warten muss mit dem Pflanzen, damit die Reispflänzchen nicht komplett unter Wasser sind. Deshalb wir überall wo es möglich ist, Wasser abgepumpt. Das kostet Geld und schmälert schon einmal im Voraus einen eventuellen Gewinn nach der Ernte.

Noch ist es zwar nicht zu spät für den Reis, doch ist dieses Jahr sehr viel mehr Einsatz für den Reisanbau notwendig als letztes Jahr. Ich hoffe für die Bauern hier, dass zum Schluss doch noch eine ansprechende Ernte herausschaut.

Hier noch die letzten meiner Bananen, die ich vorstellen will.

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-ae-882d.jpg)
          Khamphengphet Eierbanane, eine meiner Favoriten unter den Bananen.

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-af-aca9.jpg)
          Kein Witz: Mädchenbrustbanane

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-ag-5e10.jpg)
          Steinbanane

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-ah-dac4.jpg)
          Pferdepeitschebanane

Vor allem die Khamphengphet Eierbanane möchte ich hier bei mir wieder anbauen. Ich bin deshalb am suchen nach Ablegern dieser Banane.


         
Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Pinkas am 20. Juli 2017, 13:35:07

Dieses Jahr ist es bei uns mit der Stromversorgung merklich schlechter geworden. Praktisch täglich kurze Unterbrüche, regelmässige starke Spannungsschwankungen und Unterbrüche die sich über Stunden hinziehen. Den Rekord gab es in dieser Woche, als unser Dorf und zwei Nachbardörfer 36 Stunden ohne Strom waren. Ich hatte dabei Glück, da ich ausserhalb des Dorfes wohne und wir die Stromzuleitung von der anderen Seite her bekommen. So bleiben wir selber verschont.

Doch ich begann dann mit der Suche nach einem Dieselgenerator, der mich unabhängiger macht von solchen Strompannen. Ich wurde fündig und habe nun einen Dieselgenerator der Firma Bison gekauft. Er ist eingeschalt und daher sehr leise im Betrieb. Ich brauche nun noch einen Elektriker, der mir dieses Gerät richtig installiert, damit ich bei Stromausfall problemlos umschalten kann. Ich habe einen gefunden, der mir den Generator installieren wird, sobald er fertig ist mit dem Reis pflanzen, das natürlich hier Priorität hat.

Ich hoffe, dass ich mit diesem Gerät etwas ordentliches gekauft habe.

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-al-ce8f.jpeg) 

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-am-5249.jpeg)

Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: malakor am 20. Juli 2017, 14:25:32
Der hier ginge auch, damit kannst du das ganze Dorf versorgen, ist Konkurrenz fuer EGAT.
(https://up.picr.de/29001715gb.jpg)
Titel: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Helli am 20. Juli 2017, 18:42:11
Ich hoffe, dass ich mit diesem Gerät etwas ordentliches gekauft habe.
Wenn es die Leistung bringt, die Du brauchst, wird das schon OK sein.
Vielleicht kann Dir Deine Elektro-Fachkraft auch noch ein Relais installieren, damit das Ding bei fehlendem Strom automatisch anspringt. Eine über Nacht abgetaute Tiefkühltruhe ist unangenehm und kann teurer sein als das neue Aggregat!
Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Pinkas am 26. Juli 2017, 10:01:57

So, gestern hat mir ein Elektriker mit seinen Kollegen den Generator ans Hausnetz angeschlossen. Sie haben alles sehr sauber installiert und dann gab es einen Probelauf, der erfolgreich verlief.

Und heute morgen war bereits der erste Einsatz angesagt. Um halb Sieben Stromausfall, ich war gerade im Stall beim Füttern, und so setzte ich dann den Generator in Betrieb. Der Ausfall dauerte eine Stunde und in dieser Zeit lieferte das Gerät problemlos Strom. Also "Feuertaufe" bestanden und ein gutes Gefühl, nicht mehr so abhängig zu sein von der PEA.

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-an-8428.jpeg)
          Der Zusatzkasten mit den Anschlüssen an Hausnetz.

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-ao-21e7.jpeg)
          Innenansicht.

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-aq-cb58.jpeg)
          Der Generator, jetzt ans Netz angeschlossen.

Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Burianer am 26. Juli 2017, 10:15:00
Gib mal ein paar technische Daten durch. Leistung, Verbrauch, Kosten, Lautstaerke etc.   Diesel oder Benzin ?
Springt der  Generator automatisch an  bei Stromausfall ?

Wuerde mich interessieren.
Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: namtok am 26. Juli 2017, 14:36:02
Ich denke mal, die Kühe bekommen bei dir derzeit sicher keine nassen Füsse. Die in der Thai -Nachbarschaft haben es sicher nicht so gut...
Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Pinkas am 26. Juli 2017, 18:48:43

@Burianer,

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-ar-e348.jpeg)

Hier die technischen Daten des Geräts. Es ist der DG6LN. Es ist ein Dieselgenerator, die Lautstärke ist halt eben wie ein Diesel so klingt. Man hört ihn.
Den Verbrauch kann ich noch nicht beurteilen, dafür läuft er noch nicht lange genug.

Er ist so angeschlossen, dass ich bei Stromunterbruch selbst aktiv werden muss. Es gäbe sicher die Möglichkeit eines selbst startenden Gerätes, doch ich habe mich für diese Version entschieden. Sind die Unterbrüche hier doch öfters nur wenige Minuten, die keinen Generator notwendig machen. Und für die längeren Unterbrüche ist es kein Problem, das Gerät zu starten.

Gruss  Pinkas
Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Burianer am 26. Juli 2017, 18:57:29
Pinkas, vielen Dank fuer Deine Info.
Gruss aus Buriram  }}
Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Pinkas am 26. Juli 2017, 19:05:12
@namtok,

nasse Füsse bekommen nur die Helfer, die täglich das Gras für die Kühe schneiden. Die Kühe selbst stehen die ganzen 24 Stunden im trockenen. Nachts im Anbindestall und tags über im trockenen Unterstand. Ich habe da noch extra Regenrollos montiert. Die halten auch den Wind ab, der eigentlich das grössere Übel ist. Ich mag Wind nicht wirklich.

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-as-edfe.jpeg)
          Trocken den ganzen Tag, ok etwas langweilig vielleicht, doch so ist es eben.

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-at-d0ee.jpeg)
          Hier sieht man gut die Regenrollos.

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-av-a9a5.jpeg)
          Draussen sieht es dann so aus. .

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-au-32f4.jpeg)
          Auch sie schätzen die Regen geschützte Halle..

Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Pinkas am 01. August 2017, 21:10:01
So, seit Montagabend haben wir wieder Strom und seit heute Abend auch wieder Internet.

So kann ich nun etwas über das Hochwasser hier bei mir in der Provinz Sakon Nakhon berichten.

„Nam Tuam“ im Changwat Sakon Nakhon

Es hat ja im Monat Juli sehr ergiebig geregnet, erheblich mehr als die letzten fünf Jahre. Und man kämpfte tapfer gegen die zu hohen Wasserstände auf den Reisfeldern in vielen Dörfern in der Gegend hier. Tagelang liefen die Pumpen um das Wasser von den Feldern abzupumpen, damit der Reis nicht allzu viel Schaden nimmt. Es erinnerte beinahe an Sisyphus. Dann begann am 25. Juli immer mehr Regen zu fallen. Das Wasser auf unseren Äckern stieg immer höher. Abpumpen machte in diesem Moment keinen Sinn mehr, es war zu viel.

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-b6-059c.jpg)
          So sieht dass Feld hinter dem Haus in der Trockenzeit aus. Bis zum Strohlager ist es etwa 1,50 Meter.

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-ba-c22d.jpg)
          Und so etwa um den 20 Juli herum. Aber man sieht noch immer gut die Reispflanzen.

Am Freitag den 28 Juli um 04:00 Uhr weckte uns eine Nachbarin und sagte, dass Wasser beginne ungewöhnlich schnell zu steigen und auch im Dorf begann Wasser durch die Gassen zu fliessen. Ich stand sofort auf und betrachtete die Situation. Haus und Stall sollten nicht betroffen werden, doch das Strohlager schien in Gefahr zu sein. In der Zwischenzeit fiel der Strom aus. Internet ebenso und Handyempfang war auf einmal sehr schlecht. Ich räumte also sofort die noch etwa 120 Ballen Stroh aus dem Lager und brachte sie in den Stall. Dabei störte ich noch zwei Schlangen, die es sich dort gemütlich gemacht hatten. Das war gut so, denn um acht Uhr begann das Wasser bereits in das Strohlager zu fliessen.

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-ck-426a.jpeg)

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-cl-a898.jpeg)

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-cm-ed2b.jpeg)
          Strohlager im Wasser.

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-bc-99d2.jpg)
          So sah es dann am Freitagmorgen aus.

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-be-3004.jpg)
          Freitagabend.

Ich konnte mir den schnellen Anstieg nicht erklären. Aus dem Dorf hörte man jedoch, dass aus einem Wasserreservoir Wasser abgelassen werde, um das Reservoir zu schützen. Ich spazierte Richtung Dorf und sah dann, wie dass Wasser mit sehr starker Strömung daher kam. Die Nachbardörfer vor unserem waren bereits überflutet. Am Mittag wurde verkündet, dass nochmals während zwei Stunden Wasser abgelassen werden müsse. Erst später erfuhr ich, dass der Damm gebrochen war und kein kontrolliertes Abfliessen stattfand.

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-bh-b91f.jpg)
          Spaziergang Richtung Dorf.

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-bi-db08.jpg)
          Die Strasse zu unserem Haus steht bereits unter Wasser.

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-bm-f692.jpg)

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-bo-c3bc.jpg)
          Hier sieht man gut, wie stark die Strömung des Wassers ist.

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-bs-62b4.jpg)
          Die ersten Fischer sind schon auf der Strasse.

Das Wasser stieg immer höher und ich musste zwei Wasserpumpen demontieren, damit die nicht dem Hochwasser zum Opfer fielen. Die Bauern rund ums Dorf, die vom Hochwasser überrascht wurden, brachten ihre Kühe zu Bauern, deren Unterstände erhöht stehen. Ich nahm ebenfalls zwei Mastbullen auf, ich habe ja im Moment noch zwei Boxen frei. Und ob ich nun elf oder dreizehn Kühe betreue, macht keinen Unterschied. In der Nacht zum Samstag stieg das Wasser weiter an und ich überlegte schon, was ich noch unternehmen könnte, wenn es für die Kühe kritisch werden sollte.
Doch der Standort des Stalls scheint richtig gewählt zu sein. Das Wasser erreichte den Stall nicht und der Zugang dazu blieb ebenfalls verschont. Im Dorf konnte sich niemand erinnern, dass es einmal so einen hohen Wasserstand gegeben hatte, zu mindestens in den letzten dreissig Jahren nicht. Wobei man ja sagen muss, dass der Dammbruch zusammen mit den Regenfällen daran schuld ist.

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-bw-e064.jpg)
          Feld hinter dem Haus am Samstagabend.

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-bx-3ca2.jpg)
          Feld hinter dem Haus am Samstagabend, andere Sicht.

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-by-f2e3.jpg)
          Das Wasser ist schon beim Strohlager angekommen.

In die Stadt konnte man nicht mehr fahren, den man erfuhr noch am Freitagnachmittag, dass dort eine, man kann sagen, Hochwasserkatastrophe im Gange sei, wie sie in den letzten dreissig oder sogar vierzig Jahren nicht mehr vorgekommen war. Der Flughafen wurde geschlossen und Katastrophen Alarm ausgelöst. Am Samstagnachmittag schlug sich ein Nachbar mit seiner hochschwangeren Tochter mit einem Pick-up in die Stadt durch bis zum Spital. Er erzählte mir, dass er teilweise durch meterhohes Wasser fuhr und mit viel Glück zum Spital kam.
 
Weiterhin gab es keinen Strom und kein Internet. Im Dorf verteilte der Phu Yai Ban Trinkwasser und mit einem Generator, den er bekam, konnten die Leute ihre Handys und Taschenlampen wieder laden. Es kamen auch Leute zu uns um ihre Handys zu laden. Den der neue Notstromgenerator hat seine Feuertaufe bestens bestanden Er war schlussendlich vier Tage im Dauereinsatz, täglich bis zu 16 Stunden, dann musste ich ihm jeweils ein Pause gönnen. Ab Sonntag beruhigte sich die Lage und das Wasser stieg nicht mehr. Am Sonntagabend begann es sogar zurück zu gehen und ab Montag sah man deutlich, dass für diesen Moment das Schlimmste überstanden war. Das Dorf war wieder trocken und ab Dienstagmorgen konnte man wieder ohne Probleme in die Stadt fahren.

Ich war dann heute Dienstag in der Stadt und habe bereits kein Wasser mehr gesehen. Überall beginnt nun das Aufräumen und Entsorgen von zerstörtem Hab und Gut. Auf einem grossen Teil der umliegenden Gebiete jedoch steht noch immer sehr viel Wasser. In unserem Dorf selbst ist nach meiner Schätzung etwa die Hälfte aller Reisfelder noch unter Wasser, wobei das bedeutet, bis zu einem Meter. Unsere gemieteten Reisfelder scheinen Glück gehabt zu haben, dort steht das Wasser nicht mehr allzu hoch und es scheint, dass dieser Reis überlebt. Unsere eigenen Felder dagegen stehen noch immer zwischen 70 cm bis zu einem Meter unter Wasser. Dieser Reis dürfte vernichtet sein.
         
          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-bq-5b0e.jpg)
          Unsere gemieteten Felder am Freitag, heute Dienstag ist dass Wasser hier praktisch weg.

Nun noch Bilder vom Freitagmittag bis Montagnachmittag aus dem Dorf und der Umgebung.

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-c3-173c.jpg)

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-c4-4cfe.jpg)

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-c5-2931.jpg)

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-c6-4b37.jpg)

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-c7-42e6.jpg)

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-c8-29c1.jpg)

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-c9-1420.jpg)

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-ca-4280.jpg)

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-cc-ebd0.jpg)

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-ce-4ad7.jpg)

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-cf-7f7c.jpg)

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-cg-2531.jpg)

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-ch-a350.jpg)

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-ci-83e8.jpg)
          Selbst den widrigsten Umständen noch etwas positives abgewinnen, das können sie, die Thais.

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-cj-7d7b.jpg)
          So sieht es heute noch an vielen Stellen aus.


Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: TeigerWutz am 01. August 2017, 21:58:30
Ein grosses Danke fuer deine Berichte!

(http://up.picr.de/29963239wz.jpg)

LG TW
Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Kern am 01. August 2017, 22:15:59
So ein Hochwasser ist für die Betroffenen immer schlimm. Dir, Pinkas, und Deiner Familie wünsche ich, dass die Wasserschäden nicht zu schlimm sind.
Gut, dass Du den Stall an höherer Stelle gebaut hast und dass Du so clever warst, Dein Stroh, die Pumpen (und sicher noch mehr) vor dem Wasser in Sicherheit zu bringen.
Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: schiene am 01. August 2017, 23:46:40
@Pinkas
Ich hoffe das ihr bald wieder alles im Griff habt und heilwegs unbeschadet  das Hochwasser übersteht.
Egal wo und wer auf der Welt von solchen "Naturkatastrophen"betroffen ist ...es ist immer schlimm.
Viel Gluck  ;}
Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: dolaeh am 02. August 2017, 07:13:57
Vielen dank fuer den Bericht, fast hautnah dabei. Gott sei dank nur fast, denn das wuenscht man niemandem.
Toll finde ich die Hilfe untereinander, die "Weckrufe" der Nachbarin und das unterstellen der Kuehe bei anderen  ;}
Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Burianer am 02. August 2017, 07:34:02
Dank Pinkas  fuer Deine vielen Bilder  und  den Bericht ueber das Hochwasser.
Wenn man Land hat, ist es immer besser, wenn es hoeher ist als das der Umgebung.
Man kanns sich jedoch nicht aussuchen.
Bei uns  ist es hoeher, da muss zuerst Buriram absaufen, bevor es unsere Reisfelder erwischt.
Somit duerfte es kaum vorkommen, denn wenn Buriram ins Wasser faellt, dann erwischt es zuerst  Satuk, den Flughafen, das Krankenhaus   und viele Gechaefte in Buriram.
Gruss aus Buriram.
Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: volkschoen am 02. August 2017, 08:32:55
Alles, alles Gute Pinkas. Vielen Dank für deinen tollen Bericht und die Bilder.

Ja, Hochwasser ist schlimm, egal wo es stattfindet. Ich hoffe nur, es hat Dich nicht so hart getroffen.
Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Burianer am 02. August 2017, 09:16:59
Kleine Geschichte aus Buriram.
Wie intelligent die Behoerden  sind, kann man nicht glauben.

Eine vierspurige Strasse  zum Elefantenkreisel  wird auf sechs Spueren erweitert, da ist auch noch eine Bruecke, die natuerlich auch erweitert werden muss. Erst die  alte abreisen  und dann die neue aufbauen.
Normalerweise kein Problem , wenn die sowas in der trocknen Jahreszeit erledigen wuerden.
Doch, man will, man muss  in der Regenzeit damit anfangen.
Die Bruecke ist zur Haelfte abgerissen, jetzt kommt das Hochwasser  und nu ?   {+
Die Stasse  ist aufgebuddelt  , das Wasser kommt  und nu ?   {+
Jetzt steht die Baustelle da, keine Arbeiter weit und breit  und man muss warten , bis die trocken Jahreszeit kommt.
Klasse,  solche Planungen  ???
Dazu noch eine kleine Geschichte, die haben die Strasse zum Stadion hin schon  sechsspurig ausgebaut, den Mittelstreifen mit Rasen angelegt. Nachts stellten die auf einmal fest, es ist dunkel   :]  ist ja normalerweise  auch  so.
Haben die doch die  Strassenlaternen vergessen  {+
Mittelstreifen wieder aufreissen, Betonkloetze einsetzen  und die Lampenmasten aufbauen    }}
Perfekte Planung  :]
Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: franzi am 02. August 2017, 09:31:17
Entschuldige bitte meine duemmliche Frage: Bist du dir sicher, dass

Zitat
Erst die  alte abreisen  und dann die neue aufbauen.

du dich diesbezueglich nicht irrst?

Denn, hier in der Gegend werden unzaehlige Strassen verbreitert, teilweise von 2 auf 4 spurig (6 spurig gibts im Gott sei Dank vernachlaessigtem Sueden noch nicht), aber hab noch nie gesehen, dass die Bruecke dann abgerissen wurde.
Die wurden VERBREITERT, an die neuen Fahrbahnen angepasst.

fr
Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Burianer am 02. August 2017, 09:44:23
 Die  Haelfte ist bereits abgerissen,    die andere Seite steht ja noch  um den Verkehr am laufen zu halten . Jetzt koennen sie nicht weiterarbeiten wegen dem Hochwasser.

Hier wird wohl die alte Bruecke zu baufaellig sein. 
Ich fahre da ja jeden Tag vorbei. Der Verkehr wird auf die andere Seite kurzzeitig umgeleitet   im Bereich der Bruecke.
Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Pinkas am 02. August 2017, 10:02:50

Zuerst Danke für die guten Wünsche. Es hat uns persönlich insofern nicht wirklich hart getroffen, da ich den Reisanbau nur wegen des Stroh betreibe. Und die gemieteten Felder scheinen es zu überstehen, also dort gibt es auf etwa 10 Rai genug Reis für die Verwandschaft. Unsere eigenen Felder, welche von der Verwandschaft bearbeitet werden, da sieht es schlecht aus. Kein Reis, kein Stroh. Aber wie gesagt, Reis sollte für sie genug da sein. Und Stroh werde ich nach der Erntesaison schon beschaffen.

Heute sieht es gut aus. Das Wasser geht weiter zurück. Hoffen wir das es so weiter geht und das es noch eine mehr oder weniger gute Saison für die Bauern gibt. Ich gehe heute nochmals in die Stadt. Dort gibt es von einem Ableger der Kasetsart University einen Ableger, die unter anderem Landwirtschaft zu Versuchszwecken betreiben und da kann man als Bauer im Moment gratis Gras für die Kühe abholen. Ich berichte dann darüber.
Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Pinkas am 02. August 2017, 18:53:50
Noch ein paar Bilder von heute Nachmittag.

Ich war in der Stadt und da ist man zum normalen Modus zurück gekehrt. Man sieht zwar noch immer ab und zu Fahrzeuge beladen mit Hilfsgüterbeuteln und besetzt mit nobel bekleideten Menschen, die immer wieder "selfies" schiessen. Aber was solls. Ich denke die normale Bevölkerung sieht darüber hinweg und nimmt, wenn es etwas geschenkt gibt.

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-cn-f44a.jpg)
          Zuerst, meine beiden Pensionsgäste fühlen sich scheinbar pudelwohl, oder besser gesagt, Jungbullenwohl.

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-cs-1bfd.jpeg)
          Kein See, sondern noch immer stark überflutete Gebiete in der näheren Umgebung von mir.

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-cr-a797.jpeg)
          Nur werden die Felder jetzt eben mit dem Boot befahren.

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-co-9523.jpeg)

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-cp-02ed.jpeg)
          So sehen die Felder hinter dem Haus heute Nachmittag aus. Das Wasser ist weiter auf dem Rückzug.


Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Pinkas am 02. August 2017, 19:13:02

Ich war heute nochmals in der Stadt. Es gab am Dienstag Berichte, dass Bauern Stroh bekommen können als Soforthilfe für geschädigte Farmer durch das Hochwasser. Ich sagte zu meiner Lebensgefährtin, dass wir das nicht annehmen sollten, den wir hatten ja keinen Verlust an Stroh. Man sagte uns dann aber auch noch, dass man Grünfutter gratis bekommen könne, wenn uns das mehr interessieren würde. Das war schon mehr nach meinem Geschmack.

Auf dem Gelände des Campus der Kasetsart Universität Sakon Nakhon bewirtschaften die riesige Flächen mit unter anderem verschiedene Grasarten und Sorten. Dort wird dann jeweils gemäht und man kann sich Gras abholen. Bei uns ist im Moment nicht all zuviel Gras vorhanden, da eben viel abgesoffen ist und so war dieses Angebot besser für uns. Also fuhren wir dort hin und konnten uns meinen Pick-up mit Gras füllen. Den Kühen schmeckte es bestens und so fuhren wir heute nochmals dahin, begleitet von einem Nachbarn, der mit seinem Pick-up mit kam, um so noch etwas mehr Gras zu laden. Ein Mitarbeiter des Campus mähte mit einem grossen Traktor und die Bauern, die bereits warteten, konnten sich Gras nehmen bis ihre Fahrzeuge gefüllt waren. Man musste lediglich mit der Thai-ID sich ausweisen und beglaubigen, dass man Viehzüchter ist, dann war das Grünfutter gratis.

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-cx-978b.jpg)

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-cv-98ba.jpg)
          Ein emsiges Treiben auf dem Grasfeld.

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-ct-d366.jpg)
          Auch solche Transporter waren anzutreffen.

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-cu-4fa2.jpg)
          Die erste Fuhre gestern.

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-cy-c7e2.jpeg)
          Die zweite Fuhre heute.

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-d0-a71d.jpeg)
          Das Feld von heute.

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-cw-4634.jpg)
          Steht auf dem Gelände, warum, weiss ich jedoch nicht.

Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Pinkas am 03. August 2017, 19:10:37
Heute waren wir zum wöchentlichen Einkauf in der Stadt. Big C hat sei Mittwoch wieder geöffnet, ist aber noch nicht vollständig ausgerüstet mit Waren, Die wichtigsten Sachen jedoch sind wieder in den Regalen. Makro hat schon mehr in den Regalen und die kleinen Händler tun alles, um die Kundschaft zu bedienen.

Soweit ist sie bis auf wenige Ecken wieder trocken. Überall wird Abfall gelagert um abtransportiert zu werden. Es sind viele Haushaltsgüter dabei.

Ich habe ein paar Bilder gemacht wie es heute, eine Woche danach in einigen Strassen und Ecken der Stadt aussieht.

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-d1-490c.jpg)
          Das war ein Laden von Top Charoen, an der Säule sieht man den Wasserstand am Wochenende.

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-d3-1b30.jpg)
          Auf dem Parkplatz von Big C, an den Sträuchern hier sieht man ebenfalls, wie hoch das Wasser stand.

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-db-8437.jpg)
          Als Vergleich ein Auto davor.

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-d2-187f.jpg)
          Diese Matratzen sind am Wochenende geschwommen.

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-d5-75b0.jpg)
          Aufräumequipen überall.

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-d6-84a0.jpg)
          Völlig durchnässter Sperrmüll.

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-d8-41c1.jpg)
          Abtransport von Sperrmüll.

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-d7-a63c.jpg)
          Noch letzte Wasserlachen vom Schmutz säubern.

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-d9-4d9b.jpg)
          Überall wird Schrott am Strassenrand gelagert.

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-da-0cca.jpg)
          Eine der letzten Strassen, die noch überflutet sind.

Am Wochenende soll es ja wieder regnen. Da aber der Chef des Landes die Sache nun in die Hand genommen hat, siehe hier (http://www.bangkokpost.com/news/politics/1298727/prayut-gives-sakon-nakhon-drain-deadline), bin ich guten Mutes, dass es schon richtig kommen wird  ;D.

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-d4-cc00.jpg)
          Heute gab es noch eine Besichtigung durch die "Ongkan Borihan suan Tambon, O.Bo.To"der Schäden die durch die Flut entstanden sind.



Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Burianer am 03. August 2017, 19:30:49
 {*  Eine gute Information ,  }}
Auch hier in Buriram, bzw hier im Dorf sind sie fleissig dabei, die Kanaele zu saeubern und  vom Dreck  zu befreien   :-)    :]   Warum wohl  ?
Da hat der Chefe wohl ne Anweisung gegeben, da er ja mit gutem Beispiel voran ging  :]   :] 
Besen saeubern eben alles  {+
Bis zum naechsten Hochwasser  :-X
Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: jorges am 07. August 2017, 06:57:09
Servus Pinkas, bei dieser kostenguenstigen und einfach zu reinigenden Rindertraenke hab' ich sogleich an Dich gedacht.

(http://up.picr.de/30014713fn.jpg)
Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Pinkas am 07. August 2017, 10:02:04

@jorges

Danke, super Idee, muss ich gleich unter "to do list" notieren und bei Gelegenheit nachbauen.

Pinkas
Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Pinkas am 07. August 2017, 10:21:04

Heute war wieder einmal der "Köfferli-Tierarzt" da.

Messi, sie wurde schon einmal ende April besamt, hatte aber so wie es aussieht, nicht aufgenommen, wurde gestern zum 2ten Mal seither stierig. Deshalb haben wir den Tierarzt bestellt, um erneut eine Besamung vorzunehmen. Wiederum wurde als "Vater" Samen von einem Charolais Bullen genommen. Hoffentlich klappt es diesmal und sie nimmt auf.

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-dc-9e2b.jpeg)
          Messi in der Behandlungsboxe, auf den Tierarzt wartend.

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-dd-ecf5.jpeg)
          Und schon erledigt.

Auch meine kleinste Kuh, "Mai" wurde stierig, so dass wir auch sie besamen liessen. Bei ihr wollte ich jedoch ausdrücklich Samen von einem kleinen Brahmanen Bullen. Den ich persönlich mag lieber die kleinen thailändischen Rinder. Auch hier hoffe ich natürlich, dass sie aufnimmt, und wenn es dann noch ein weibliches Jungtier gibt, das wäre super.

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-de-dc30.jpeg)
          Meine Kleine wartet auch auf den Doktor.

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-df-80f5.jpeg)
          Und auch hier, erledigt ohne grosse Aufregung.

Es sollten nun, wenn alle aufgenommen haben sieben der neun Kühen trächtig sein. Es sollte noch diesen Monat mit der ersten Geburt beginnen, bei dreien der neuen Kühen jedoch wissen wir nicht, wann und wie sie gedeckt wurden. Da lassen wir uns einfach überraschen. Denn interessanterweise bekamen wir letzthin Formulare zu den fünf Kühen aus dem Programm für Rinderzucht. Doch diese waren nicht ausgefüllt und man sagte uns auf Nachfrage, wir sollten es selbst ausfüllen, halt das was wir über die Kühe wissen... {+.

Sie selbst wüssten nichts, man habe jedoch Ohrenmarken angelegt und wir sollten doch diese Nummern notieren. Könnte auch ins Kapitel die sind so gehören.


Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Pinkas am 10. August 2017, 17:57:37

Anfangs Woche meldete sich die "Bank for Agriculture and AgriculturalCooperatives (BAAC)" und fragte, ob sie mit einer grösseren Gruppe unseren Stall besichtigen könnten. Es wären Leute aus Bangkok und aus Khon Kaen dabei. Man mache eine Tour durch Sakon Nakhon um die unterstützen Projekte diesen Leuten vorzustellen. Natürlich sagten wir zu, einen Teil der Leute kenne ich schon etwas näher und die meisten sind wirklich interessiert an unserer kleinen Rinderfarm.

Heute am späten Nachmittag trafen sie dann ein, begleitet von einem heftigen Regensturm und bei gleichzeitigem Stromausfall, was ja hier eigentlich meistens zusammen auftritt. Das ihrer Begeisterung jedoch keinen Abbruch und wir bekamen, so beurteile ich das, ernst gemeinte Komplimente über den Stall und den Zustand desselbigen. Wobei auch mein Hintergrund erfragt wurde, woher ich komme und was ich früher gemacht habe und warum ich denn zu den Kühen fand. Das macht Freude und spornt an.

Im nächsten Monat will nochmals eine Gruppe kommen und dabei sollen ein oder zwei ganz hohe "Tiere" dabei sein. Man möchte dabei angeblich über unser Projekt diskutieren und sich dabei noch genauer informieren. Das ist mir recht so, und gibt vielleicht den einen oder anderen Input für diese Leute.

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-dg-c5b8.jpg)
          Da es stürmte und kein Strom da war, konnte ich nur schlechte Bilder machen. Diese Leute haben es jedenfalls genossen.

Titel: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Helli am 11. August 2017, 17:34:08
Es ist ja wirklich erfreulich, dass Deine "Arbeit" (workpermit?) bei einheimischen Behörden einen solchen Anklang findet. Das ist bei dem Kollegen @rampo ja auch so.
Warum kann man diesen Leuten nicht mal verklickern, welches Potential an Farang-Wissen in Thailand in allen Bereichen durch die rigiden Arbeitsverbote brachliegt!  :(
Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Pinkas am 11. August 2017, 18:54:55

Farang-Wissen ist bei Thais nicht gefragt, denn sie wissen schon alles und das sogar noch besser. Das stört mich jedoch nicht mehr, ich habe mich daran gewöhnt. Und ich habe den Leuten gesagt, dass ich nicht arbeite, sondern nur Ideen liefere und nebenbei "Kuh-Scheixe" zusammen räume  ;], und dafür hätte ich noch keinen Thai gefunden, der das regelmässig machen würde, selbstverständlich gegen Bezahlung.

Aber es wäre sicher nicht schlecht, wenn beide Seiten (Thais und Farangs) von einander lernen könnten, damit könnte man sicher in der Landwirtschaft Erfolge erzielen. Ob das jedoch gewollt wird, da bin ich mir eben nicht so sicher. Das ist jedoch nur meine persönliche Meinung nach vier Jahren Erfahrung auf dem Land.

Gruss  Pinkas
Titel: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Helli am 11. August 2017, 18:57:07
Farang-Wissen ist bei Thais nicht gefragt, denn sie wissen schon alles und das sogar noch besser.
Was suchen sie dann bei Dir? {+
Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Pinkas am 11. August 2017, 19:06:53

Abwarten, das sehe und höre ich dann, wenn sie im September wieder kommen. Wobei ich wegen dem nicht wissen wollen nicht explizit die Leute der Bank meine, sondern hier die Leute generell.

Ich würde ihnen jedoch zum Beispiel gerne sagen, dass sie bei diesem Programm viel zu viel Geld als Kredite ausgegeben haben für die völlig überteuerten Kühe, und das mit den Krediten, wie sie hier vergeben werden, viele Bauern in einer Spirale gefangen sind, aus der sie eher nicht mehr entkommen.

Doch meine Lebensgefährtin sagt mir, dass man das nicht sagen darf, von wegen Gesichtsverlust, also sage ich nichts und warte auf ihre Fragen.

Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Pensionist am 11. August 2017, 19:11:23
Danke Dir, fuer deine interessanten Berichte und schoenen Bilder!
 {* {* {*  [-]
Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: rampo am 11. August 2017, 20:23:54
Ich wuerde sagen  sie wollen schon  was vom Falang  lernen , aber halt von einen der nicht alle Monat  zur Bank  geht

um seine  Rente  oder Pension  und sagt seht her was ich mache .

Da kommt  kein  einfacher  Thaifarmer  mit .

Fg.
Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Suksabai am 11. August 2017, 20:38:25

. .  und das mit den Krediten, wie sie hier vergeben werden, viele Bauern in einer Spirale gefangen sind, aus der sie eher nicht mehr entkommen.

Genau wie bei uns im "wilden Osten"! Da wird ein Loch mit dem nächsten gestopft, und wenn es eng wird, wird teilweise teuer Erworbenes wieder verschleudert.

Andererseits wird es ihnen ja auch wirklich leicht gemacht mit Schulden machen. Da tun sich ein paar Leute zusammen - obwohl keiner liquide ist - und
bürgen füreinander.
Z.B. bei uns im Dorf: 10 Leute tun sich zusammen, jeder sagt, wieviel er braucht, sagen wir mal 2 a 30.000,--, 2 a 10.000,--, 6 a 5.000,--, also zusammen
100.000,-- , jeder unterschreibt und das Geld wird aufgeteilt.
Bei Fälligkeit fangen dann die Kopfschmerzen an, denn jeder haftet für jeden.. . .

Buddha sei Dank sind das niedrigverzinste Kredite... . .



Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Pinkas am 12. August 2017, 14:10:36

Heute waren die Hunde wieder einmal schneller als die Schlange und ich. Als ich bei ihnen ankam, war es schon zu spät.

Nun, irgend jemand im Dorf wird heute Schlange essen können, da wir das nicht mögen.

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-dl-4aa6.jpeg)

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-dj-e086.jpeg)

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-dh-92cd.jpeg)
          Was für eine es ist, kann ich nicht sagen, kenne mich da zuwenig aus.

Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Pinkas am 14. August 2017, 18:09:28
Heute bin ich etwas herum gefahren, um zu sehen, wie es nun aussieht, nachdem das Wasser praktisch überall wieder weg ist.

Und da sieht es teilweise trostlos aus. Viele Felder sind komplett verwüstet und in dieser Saison nicht mehr neu zu bestellen. Denn den meisten Farmern fehlt es unter anderem auch an Reissetzlingen, die ja auch mit abgesoffen sind. Traurig doch leider nicht zu ändern. Man diskutiert nun über Entschädigungen für die Betroffenen.

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-dm-790d.jpeg)

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-dt-2a74.jpeg)

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-dp-aedb.jpeg)

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-do-e594.jpeg)
          Hier ist das Boot nun auf Grund aufgelaufen.

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-dq-fac6.jpeg)
          Das wird nichts mehr mit Reis in diesem Jahr.

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-dr-348a.jpeg)
          Auch wurde sehr viel Erde mit den Fluten verschoben.

           


         
Titel: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Helli am 14. August 2017, 18:17:43
Und da sieht es teilweise trostlos aus. Viele Felder sind komplett verwüstet und in dieser Saison nicht mehr neu zu bestellen. Denn den meisten Farmern fehlt es unter anderem auch an Reissetzlingen, die ja auch mit abgesoffen sind. Traurig doch leider nicht zu ändern. Man diskutiert nun über Entschädigungen für die Betroffenen.
Ist das so? Onkel hat kundgetan, dass nur der erste Durchgang verdorben ist und die zweite Auflage nur ein wenig später gesetzt werden muss. Wir werden also nicht verhungern.  [-]
Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Burianer am 14. August 2017, 19:28:39
 ??? Wer jetzt noch Reis  anpflanzt,  wird wohl  enttaeuscht werden, denn so langsam kommen wir in die trockene Zeit.
Alles etwas frueher dieses Jahr.  ( ein bis zwei Monate )
Unser Reis steht gut da und braucht nur noch 4 bis 6 Wochen  bis  zur Ernte.
Da hat der grosse  G  :-) mal wieder einen losgelassen.  Eine thailaendische Flatulenz  :-X, was er ja oefters kann  :-X
Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: goldfinger am 15. August 2017, 19:08:27
Unser Reis steht gut da und braucht nur noch 4 bis 6 Wochen  bis  zur Ernte.

Wenn du dich da nur nicht irrst. Also immer schön aufessen und beim in's Bett gehen lange und inbrünstig beten. Nützt es nichts so schadet es auch nicht. ]-[ ;] ]-[

http://thailandtip.info/2017/08/15/ueberschwemmungen-breiten-sich-weiter-bis-roi-et-und-buriram-aus/ (http://thailandtip.info/2017/08/15/ueberschwemmungen-breiten-sich-weiter-bis-roi-et-und-buriram-aus/)
Titel: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Helli am 15. August 2017, 19:14:58
Wer jetzt noch Reis  anpflanzt, wird wohl enttaeuscht werden, denn so langsam kommen wir in die trockene Zeit.
Die Wasserlöcher sind alle randvoll, also kein Problem! }}
Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Burianer am 15. August 2017, 19:22:12
 :] Goldfinger,  ich brauch beim Bettgehen nicht vorher beten. Unsere Reisfelder liegen hoeher als Buriram.  }}
Zuerst saeuft Buriram ab, bevor unsere Reisfelder dran sind. Auch  mein Haus hat mit Hochwasswer wenig zu tun.
Einzig Wassermangel  waere ein Problem.
Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Pinkas am 08. September 2017, 18:51:55

Da zwei unserer eigenen Reisfelder noch immer sehr viel Wasser haben, jedesmal wenn abgepumpt wurde, hat es kurz darauf wieder so stark geregnet, dass man es nun bleiben lässt. Damit man neben dem Reis, der noch übrig bleibt, noch etwas anderes ernten kann, habe ich heute sechs Plastiksäcke voll Jungfische gekauft. Es sollen etwa 100 Stück pro Plastiksack sein. Die gab es im Nachbarstädtchen für zusammen 500 Baht.

Zuhause haben wir sie dann sofort in eines der betreffenden Reisfelder eingebracht und wollen nun sehen, was es bis zum Ende der Regenzeit daraus ergibt. Ich lasse mich überraschen.

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-dw-16e8.jpg)

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-dx-7c9c.jpg)

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-e0-7ba5.jpg)

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-dy-6e80.jpg)
          Eines der betroffenen Feldern. Nach der Regenzeit lasse ich zwei dieser Felder auffüllen und mache darauf dann Grasflächen für die Kühe.


Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Pensionist am 08. September 2017, 18:56:00
Viel Erfolg mit den Fischen, damit wenigstens was zum "Beissen" da ist!
Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Kern am 08. September 2017, 21:12:43
Damit man neben dem Reis, der noch übrig bleibt, noch etwas anderes ernten kann, habe ich heute sechs Plastiksäcke voll Jungfische gekauft.

Super Idee  ;}

Witzig und sicher kein Verlustgeschäft. Denn so schlecht kann es gar nicht laufen, dass Ihr die Menge Speise-Fische, für die Ihr sonst im Laden 500 Baht zahlen müsstest, nicht locker werdet fangen können.
Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Lung Tom am 08. September 2017, 21:23:06

Ich drück die Daumen. Aber es gibt ja jede Menge Fischräuber, da hab ichs mir schon mal in einem Thema mit einem "vogelfreundlichen" Kommentar verscherzt,

aber wie ich Kollegen @Pinkas hier kennen gelernt habe, hat er ja ein großes Herz für Tiere!  }}
Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Kern am 08. September 2017, 22:18:26
Da wird es neben Vögeln, Schlangen, Raubfischen usw. auch zweibeinige "Fischräuber" geben.
Aber Pinkas und seine Familie scheinen so clever vernetzt und auch selber so aktiv zu sein, dass sie später unterm Strich manche Kilo Fisch gewonnen haben werden.

aber wie ich Kollegen @Pinkas hier kennen gelernt habe, hat er ja ein großes Herz für Tiere!  }}
Das denke ich auch.
Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: dolaeh am 09. September 2017, 06:55:08
Ich habe mal gelesen, dass die Fische in den Reisfeldern nicht so gesund waeren, weil man ja auf den Reisfeldern auch spritzt. Die Fische die dann in dem Reisfeld sind bekommen davon natuerlich auch etwas ab.
Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Burianer am 09. September 2017, 07:24:45
Wir benutzten fuer unsere Fische die entsprechenden Wasserpools auf den Reisfeldern.
Wie das Wasser ist  ??? ich jedenfalls  esse keine dieser Fische da mir zuviel Nitrat und andere Rueckstaende  im Grundwasser sind.
Als ueberzuechteter Farang vertrage ich Fische angereichert  mit   ?    nicht.
Davon bekomme ich oft kleine  Blaeschen/ Pusteln  an den Haenden die auch noch jucken.
Aehnlich gehts mir auch beim Salat,  obwohl ich beides sehr gerne esse  {[

Pusteln hatte ich auch bekommen, als ich aus dem Brunnenwasser Eiswuerfeln  machte, hat etwas laenger gedauert, bis ich auf den Grund kam, woher die kamen.
Haette dazu man ein Frage, kann es sein, dass man im Alter allergisch fuer manche Nahrungsmittel wird, welche man frueher Problemlos essen konnte ?
Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Kern am 09. September 2017, 08:17:37
Eigentlich wollte ich in Thailand gar nichts mehr essen, weil man doch weiß, dass hier alle Viecher nur mit Antibiotika gefüttert werden und alle Pflanzen nur mit Pestiziden gedüngt werden.

Also hielt ich mich an eine strikte Chang-Diät. Das war aber auf Dauer auch nicht der Hit.
Und dann stellte ich fest, dass durch meine Chang-Diät mein Immunsystem mittlerweile so gekräftigt war, so dass ich nun hier fast alles problemlos essen kann.  }}
Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Burianer am 09. September 2017, 13:09:35
 ??? Dann muss ich wohl  auch die Chang Diaet  machen  [-] , denn die Diaet von Leo hat nicht geholfen.  :'(
Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Pinkas am 09. September 2017, 13:21:12

Zum Thema "Fische im Reisfeld, sind die gesund?" kann ich nichts sagen. Denn ich esse keine Fische, egal ob Süsswasser- oder Meeresfische.

Wenn ich das hier zur Sprache bringe, ernte ich verständnisloses Kopfschütteln. Was haben den Dünger und Spritzmittel mit den Fischen zu tun?, fragen sie dann. So habe ich es eben gelassen und habe Spass zu sehen, wenn sie Fische fangen und dabei zufrieden sind, dann bin ich es auch.

Ich war heute nochmals beim Fischhändler und habe noch 500 "Pla Duc" gekauft, weil man mir gesagt hat, die Leute hier lieben diesen Fisch und er lasse sich gut verkaufen. So habe ich eben diese auch noch gekauft und in ein separates Feld eingesetzt.
Und nochmals die gleiche Menge der Fische von gestern, um ein drittes Feld damit zu besetzen. So habe ich nun für alle Jungfische zusammen 1500 Baht bezahlt. Mal sehen, ob ich das dann wieder raushole.

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-e1-9e60.jpg)
          Pla Duc

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-e2-a896.jpg)

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-e3-e9b3.jpg)
          Zum Wasser und den Fischen wird Sauerstoff zugefügt.....

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-e4-7d21.jpg)
          Gut verschliessen und dann sind sie bereit zum Transport.

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-e5-1ad0.jpg)
          Und ab zu den Reisfeldern.

Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: dolaeh am 09. September 2017, 13:55:39
@ Pinkas
Danke fuer deine Antwort, ich bekomme auch immer wieder diese Antwort von den Thais.
Trotzdem interessiert es mich schon, warum hier bei uns die haeufigste Todesursache Krebs ist  :-\
Bei manchen "Antworten" hier, merkt man halt schon wo die Member arbeiten nur gelaber...
Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Pinkas am 18. September 2017, 12:31:14

Von den fünf Kühen sind ja drei trächtige Tiere dabei gewesen. Doch niemand wusste, wann diese gedeckt wurden und so war auch kein Geburtstermin voraus zu sehen. Champa, die grösste und teuerste der fünf Kühe machte den Eindruck, dass es bald sein würde. Und nun, heute morgen, als ich um 05:45 in den Stall kam, lag sie in de Boxe und es schauten zwei Füsschen heraus. Also habe ich schnell Stroh aufgeschüttet, damit das Geschehen für sie angenehm ablaufen konnte. Ich nahm die anderen Kühe aus dem Nachtstall und wollte Champa so mehr Ruhe geben. Doch sie wollte auch raus in den Laufstall an ihren gewohnten Platz und so machte ich dort schnell ein schönes Strohbett.

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-e7-3a3c.jpg)
          Zwei Füsse drängen ans Tageslicht.

Sie legte sich sofort wieder hin und versuchte zu pressen, schien aber doch schon etwas erschöpft. Der Geburtsvorgang musste also schon früher begonnen haben. Sie wirkte unruhig, (Kunststück, wenn man gebären sollte) und stand immer wieder auf, wechselte die Position und presste weiter.
Da wir nicht wissen, ob es ihr erstes Kalb ist oder ob sie schon Erfahrung hatte, war ich etwas nervös. Wir beobachteten sie genau und machten ihr immer wieder das Strohbett zurecht.

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-e8-11c0.jpg)

Dann schien sie erneut einen Anlauf zu nehmen und die Geburt verlief nun sehr schnell. Stehend noch etwas gepresst und dann legte sie sich hin und das Jungtier flutschte auf die Welt. Ein braunes Brahmanenekalb, schön gross und bei meinem Glück, ein Stierkalb. Doch was solls, wenn es denn ein schöner Bulle wird, soll es mir recht sein.

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-e9-581f.jpg)

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-ea-5dd1.jpg)
          Sofort habe ich dann die Nasenlöcher und das Maul gesäubert, damit es richtig atmen konnte.

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-eb-d663.jpg)
          Dann zur Mutter gebracht, damit sie es säubern kann.

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-ec-f363.jpg)
          Kontakt aufgenommen und sofort begonnen, es zu säubern.

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-ed-ccfb.jpeg)
          Danach bekam die Mutter die Nachgeburt zum fressen, was ein wichtiger Teil nach der Geburt ist.

Ich bekam deswegen etwas "Trouble" mit der Mutter meiner Lebenspartnerin. Die wollte nämlich unbedingt die Nachgeburt mit nach Hause nehmen, was ich jedoch nicht erlaubte. Ich erklärte ihr, dass unsere Kühe diese fressen sollen, denn dies ist ein erster wichtiger Vitaminschub für das Muttertier. Es war nicht ganz einfach, aber ich konnte mich dann durchsetzen.

Nun warte ich, bis es aufsteht und das erste Mal trinkt. Ich werde weiter berichten.




Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Pinkas am 18. September 2017, 13:26:36

So, nun steht das Kalb, es heisst " Chok Dee" und es hat auch die Nahrungsquelle der nächsten Wochen gefunden.

Also, alles bestens heute und hoffen wir, dass es so bleibt.

           (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-ef-35c4.jpeg)

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-ee-f1c2.jpeg)

Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Bruno99 am 18. September 2017, 13:34:15

So, nun steht das Kalb, es heisst " Chok Dee" ...

So gut wie es die Rinder bei dir haben, muessten sie eigentlich alle so heissen  ;)
Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Pinkas am 18. September 2017, 13:57:59

Der Name wurde nicht von mir ausgesucht, wenn ich das mache, kommen dann noch ganz andere Kreationen heraus. Aber ja, ich denke, es geht ihnen recht gut auf unserem Hof, so nach dem Motto, gehts den Kühen gut, gehts mit gut.
Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Burianer am 18. September 2017, 13:58:27
Pinkas, auch hier wird die Nachgeburt  der Kuehe    von den Thais gerne gekocht und verspeist  >:(
Stinkt abnorm und man muss schon einen Saumagen haben, sowas zu essen.
Ich halte es wie Du, die  Kuh braucht die Vitamine und  nicht die   [-]
Das Kalb sieht gesund aus  }}
Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Pinkas am 24. September 2017, 10:19:02

Was lief diese Woche noch so ab im Kuhstall?

Nun, die Kuh Gulap, welche vor einem Jahr einen Stier geboren hatte, wurde stierig, so dass wir beschlossen, sie befruchten zu lassen.
Der Tierarzt kam vorbei und zeigte uns neben normalen Angeboten an Spendern auch drei schöne Brahman Bullen, von welchen er Samen dabei habe. Wir entschieden daraufhin spontan, dass wir es mit einem braunen Brahman Bullen versuchen wollen. Den Gulap ist eine erfahrene Mutterkuh und hat bis jetzt jedes Mal bei der ersten Befruchtung aufgenommen, deshaln entschlossen wir dieses Mal zu einer Befruchtung mit einem Brahman Bullen. Dieser Samen ist teuer und kostete 1000 Baht.

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-ej-2893.jpg)
          Im Vordergrund Gulap.

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-eh-30ad.jpg)
          Der edle Samenspender, SK433.

Gleichzeitig mussten wir feststellen, dass Messi auch nach der zweiten Befruchtung nicht aufgenommen hatte und wieder stierig wurde. Wir besprachen uns mit dem Tierarzt und er meinte, dass man es nochmals versuchen sollte und so sagten wir zu, sie mit dem Samen eines Charolais Bullen zu befruchten, den Charolais Kälber lassen sich gut verkaufen, oftmals besser als Brahman Kälber. Hier kostete die der Samen 500 Baht, da es sich nur um einen in Thailand gezogenen Charolais Bullen handelt. Ich hoffe nun, dass sie aufnimmt, denn nur als Kuh, die da ist und frisst, so habe ich mir das nicht vorgestellt. Denn als Kuh ist Messi ein sehr schönes Tier und würde sicher auch schönen Nachwuchs haben. Da es sich bei ihr mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit um eine Kuh handelt, die noch nie ein Kalb hatte, dieser Meinung ist auch der Tierarzt, könnte das darauf hindeuten, dass sie sich schwer tut mit dem Aufnehmen. Hoffen wir, dass es dieses Mal klappt.

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-eg-790b.jpg)
          Messi, eine schöne braune Brahman Mischlingskuh.

Und zu guter Letzt, das neu geborene Kalb "Chok Dee" ist gesund und wohl auf. Der Name wurde übrigens gewählt, weil es in verkehrter Lage geboren wurde und es trotzdem gut überstanden hat. Normalerweise kommen Kälber mit den Vorderbeinen voraus zur Welt, das Jungtier hier jedoch gerade verkehrt herum, was sehr oft zu Komplikationen bei der Geburt führen kann.  Da alles jedoch gut ablief, war es dann schnell klar, der hatte Glück gehabt.

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-ei-7183.jpg)
          Sechs Tage alt und bereits fit wie ein Turnschuh.

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-ek-a074.jpg)
          Das Werbeschild unserer Farm.


Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Pinkas am 02. Oktober 2017, 19:24:03
Heute war eine unangenehme Arbeit angesagt. Ich benutze ja Reisschalen als Einstreu im Stall. Das ist eine gute Sache und es ergibt erst noch sehr guten Dünger. Doch das Einlagern der Reisschalen ist wie gesagt, keine angenehme Arbeit. Angeliefert werden die Schalen als Offenverlad mit einem Pick-up. Eine Ladung kostet mich jeweils 1500 Baht. Nachdem sie abgeladen sind, versorge ich die Reisschalen in Big Bags, was eine Schweiss treibende und vor allem beissende Arbeit ist. Doch nach drei Stunden war alles versorgt und sollte nun wieder für etwa sechs Wochen reichen.

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-et-7b25.jpeg)
          Der Pick-up nach dem Entlad.

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-eu-4b7f.jpeg)
          So viel war auf dem Wagen geladen.

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-ev-0d4c.jpeg)
          Und dann war alles versorgt und ich kaputt.

Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Pinkas am 02. Oktober 2017, 19:46:31
Ich war schon länger auf der Suche nach einem gebrauchten Pick-up. Wobei es ja in Thailand so ist, dass für gebrauchte Autos meistens Mondpreise aufgerufen werden, die jenseits von Gut und Böse sind.

Ich wollte explizit einen alten Wagen, der einfach nur problemlos zu fahren ist. Wenn er noch einige Jahre hält, ist es ok. Bei Gebrauchtwagen Händlern wurde es mir jeweils nur schlecht, wenn sie mir über zwanzig Jahre alte Fahrzeuge andrehen wollten.

Und handeln lassen die nicht mit sich. Ich denke, die verkaufen lieber nichts, als dass sie einen Wagen billiger abgeben.

Nun, am Sonntag wurde ich auf einen Mitsubishi Pick-up aufmerksam gemacht. 20 Jahre alt mit gedeckter Ladefläche. Der Preis war für mich sofort ok, 75`000 Baht wollte er dafür. Der Wagen selbst kostete 55`000 Baht und das Verdeck 20`000 Baht. Da er meinen Vorstellungen entsprach, wurden wir heute handelseinig. Ich habe nun einen Transporter für meine Farm, mit dem ich so ziemlich alles transportieren kann, was bei mir so anfällt.

Ich jedenfalls bin zufrieden mit dem Geschäft.

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-es-18e7.jpeg)
          Frontansicht, er wird jedoch noch umgemeldet und bekommt ein neues Nummernschild.

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-er-4ad9.jpeg)
          Gut zu sehen, das Verdeck, es ermöglicht viel Zuladung.


Bilder kleiner gemacht.
Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Burianer am 02. Oktober 2017, 20:02:22
 {*  Fuer den  Preis kann man nicht meckern  }}  gut gemacht.
Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Pinkas am 10. Oktober 2017, 13:33:53

Letzte Woche war zu Ok Phansa in Sakon Nakhon das spektakuläre und bekannte Wax Castle Festival.

Hier ein paar Bilder dazu.

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-f1-5766.jpeg)

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-ey-d790.jpg)

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-ex-f971.jpg)

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-ew-2927.jpg)

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-f0-80a9.jpg)

„Das Sakon Nakhon „Wax Castle Festival“ ist eines der attraktivsten und beliebtesten Feste im thailändischen Veranstaltungskalender, mit erstaunlichen Wachsschlössern und aufregenden Langbootsrennen auf dem Nong Han See praktisch mitten in der Stadt.
Das Festival markiert das Ende der buddhistischen Fastenzeit, genannt „Ok Phansa“, wenn die Mönche nach dem Monsunregen die Tempel wieder verlassen dürfen. Die meisten Aktivitäten und Feiern finden in örtlichen Tempeln statt, wie „Suan Ming Mueang“, „Suan Somdej Phra Srinagarindra“ und „Wat Phra That Choeng Chum Worawihan“. Aber es sind die atemberaubend detailreichen Wachsskulpturen, die dieses lokale Ereignis zu etwas Besonderem und immer Berühmterem in Übersee machen.
Viele Wachsfiguren Schnitzer glauben, dass sie nach dem Tod im Himmel wiedergeboren werden. Und noch lebend glauben sie daran, dass sie gesegnet sind mit einem glücklichen und wohlhabenden Leben.
Während des Sakon Nakhon Wachsschlossfestes stellen die Wachsskulpturen die Gestalt ganzer Städte dar, aber auch Gottheiten oder Heiligtümer, die aufwendig aus Bienenwachs geschnitzt sind und stolz durch die Stadt gezogen werden, damit sie ausgiebig bestaunt werden können.
Es gibt auch spannende Bootsrennen auf dem Nong Han See, die große Menschenmassen anziehen, mit Mannschaften, die monatelang trainieren, um sich auf diesen Wettkampf vorzubereiten“.


(Entnommen und übersetzt aus Discovery Thailand

   
Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Pinkas am 15. Oktober 2017, 12:42:42

Ich bin jetzt 4 Wochen alt und es geht mir sehr gut.
Ich trinke täglich meine benötigte Dosis Milch, knabbere schon an Gras und Heu und morgens liebe ich es , vom Kraftfutter von Mami zu naschen.

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-f2-d9a0.jpeg)
          Ich bin doch ein hübscher Kerl, nicht wahr?



Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Kern am 15. Oktober 2017, 14:21:18
Schaut gut und gesund aus.  ;}
Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Lachnicht am 28. Oktober 2017, 19:22:23
Es müsste auch möglich sein andere Rassen zu Züchten.Man müsste sich den Samen der anderen Rasse beschaffen.Kenne einen Landwirt in meiner Nachbarschaft
der macht Besamung wo das Geschlecht des Tieres schon bestimmt ist.
Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Pinkas am 01. November 2017, 09:48:19

Gestern Abend war es wieder soweit. Die nächste Geburt, diesmal ist die Mutter Na Lak. Sie begann um etwa 16:00 Uhr dauernd abzuliegen und wieder aufzustehen, alles Anzeichen, dass die Geburt eingeleitet wird. Um 18:00 Uhr kamen dann zum ersten Mal die Vorderfüsse raus. Doch so einfach verlief es dieses Mal nicht. Sie kämpfte bis 19:40, dann war es soweit, das Kalb war draussen und dieses Mal in der richtigen Lage geboren, also Vorderfüsse und Kopf voran. Die Mutter war noch ganz k.o., doch nach kurzer Zeit raffte sie sich auf und nahm zuerst einmal Abstand von ihrem Kalb.

Dieses war inzwischen trocken gerieben und wurde dann der Mutter präsentiert, die es nun sofort abzulecken begann. Also auch da alles so wie es sein muss. Der Kontakt wurde so hergestellt zwischen Mama und Kalb. Die Mutter benahm sich auch sofort so wie es sich für Mutterkühe gehört. Bis zur Geburt eine der friedlichsten Kühe, die immer um Streicheleinheiten bettelte, verteidigt sie nun ihr Kalb gegen jeden und alles. Selbst ich bin im Moment nicht geduldet.

Das Kalb stand dann heute morgen und sprang bereits umher, was die Mutter nicht erfreute. Denn wenn sich das Kalb aus ihrer Reichweite entfernt, wird sie richtig aufgeregt und leicht sauer. Nun, das wird sich schnell geben und ich hoffe, dass sie dann wieder die friedliche Kuh wird, wie wir sie kennen, eben Na Lak.

Das Geschlecht des Kalbes ? Na, was denn wohl, wieder ein Stier, der sechste nun seit ich Kühe habe. Ob wohl irgendwann diese Strähne abreisst und es doch einmal weibliche Kälber gibt? Ich gebe die Hoffnung nicht auf, sind doch noch einige Kühe trächtig und die nächste Geburt ist in etwa im Novenber oder Dezember fällig.

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-f9-0f1a.jpeg)
          So begann es dann um etwa 18:00 Uhr
         
          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-f7-6d26.jpeg)
          Sie kämpfte tapfer

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-f8-9018.jpeg)
          Dann war es endlich geschafft,

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-f5-f0c5.jpeg)
          Der Vater muss ein roter Brahmane sein

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-f6-104f.jpeg)
          Und wieder ein Stier, doch auch er, "Zorro", ein hübscher Kerl.

 

Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: schiene am 01. November 2017, 09:53:21
Gibt es eigentlich bei der Fleischqualität geschmackliche Unteschiede ob es von einer Kuh oder
einem Bullen ist und sind die Kg Verkaufspreise da gleich?
Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Pinkas am 01. November 2017, 10:08:41
Meines Wissens nach gibt es den nicht wirklich. Und auch die Preise sind im Moment gleich.

Mit den Bullen wird eher Mast betrieben, was ich aber nicht mache, da ich keine Lust habe, ein Tier während etwas mehr als einem Jahr in einem kleinen Stall angebunden zu mästen. Denn freilaufende Tiere werden nicht so schnell "fett", so wie es die Thais lieben, und daher kann man solche Tiere schlechter verkaufen. Man braucht länger und bekommt nicht mehr Geld, eher weniger.

Mit Kühen dagegen kann ich weiter züchten und schöne, gesunde Kühe kann man gut verkaufen. Darum warte ich auf weiblichen Nachwuchs.

Gruss Pinkas

Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: taidieter am 01. November 2017, 11:55:57
Hallo Pinkas, nun wird es aber wirklich Zeit, das das Gesetz der Serie endlich abreißt bei dir. Sechs Bullenkälber am Stück ist schon ungewöhnlich.
Zumal du ja andere Pläne hast .Nichts ist aber ewig und ich drücke dir ganz fest die Daumen, das es dann Kuhkälber werden. Es ist für mich immer
eine Freude von den" Bauern" zu lesen.Ich habe immer Hochachtung vor den Bauern, die 360 Tage im Jahr für ihre Tiere da sind.Das hält man nur
durch, wenn man viel Enthusiasmus und Tierliebe hat .
Der momentan Grottenschlechte  Schweinepreis treibt unseren Schweinebauern bestimmt das Wasser in die Augen. Dieter
Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: taidieter am 01. November 2017, 12:19:12
noch mal zu Schienes Frage zur Fleischqualität von Kuh und Bulle ,Kühe sind ja eher auf die Milchleistung fixiert und haben schon von daher nicht
soviel Substanz und eine Kuh die zuviel auf die eigenen Rippen packt ,ist für die Milchproduktion nicht so vorteilhaft. Wenn sie dann nach der achten Laktationsperiode auf dem Schlachthof landet, ist das Fleisch eigentlich nur zur Hackfleisch Produktion gut.
Ein Bulle wird ja nur ca. eineinhalb Jahre alt ,maximal .Von daher ist das Fleisch viel besser zum Verzehr geeignet und normalerweise sind diese
Mastbullen auf möglichst großen Fleischansatz getrimmt . Das gilt aber in erster Linie für die Erwerbsproduktion. Unsere "Bauern "können sich den
Luxus einer individuellen Vorliebe leisten ,dabei schauen sie schon ,für ihre Zwecke geeignetes Bullensperma zu bekommen. Dieter 
Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Pinkas am 06. November 2017, 18:54:30

Der kleine "Zorro" hatte einige Startschwierigkeiten. Das hing vorallem damit zusammen, dass bei der Mama das Euter enzündet war. Der Tierarzt meinte zuerst jedoch, dass Euter sei normal angeschwollen und bedürfe nur einer gründlichen Entleerung.

Das ist jedoch einfacher gesagt als getan, denn man sah, dass es sie schmerzte. Und das Kalb konnte zuerst lediglich aus einer Zitze trinken. die normal gross war, jedoch nicht genug Milch abgab.
 
Mit Hilfe von meiner Lebensgefährtin und zwei sehr engagierten Helferinnen gelang es, eine Zitze nach der anderen zum Milchfluss zu bringen. Und der Tierarzt kam dann doch nochmals und gab der Mama eine Spritze, die den Milchfluss lösen soll. Und dazu gab es noch eine aufbauende Vitaminspritze. Dabei bekam auch Zorro ein Aufbaupräparat gespritzt, damit er schnell stark wird.

Im Vergleich zu Chock Dee jedoch ist er wesentlich kleiner und weniger kräftig. Ich hoffe jedoch, dass man das noch nachholen kann.

         (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-fb-b9bf.jpeg)
          So trinkt er nun täglich mehrmals selbstständig.

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-fa-69cd.jpeg)
          Danach wird sofort eine Siesta eingelegt.

Übrigens lässt die Mutter mich nun wieder an sich heran, sie hat wohl gemerkt, dass wir nichts gegen ihr Kalb haben.

Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Kern am 07. November 2017, 03:17:54
Übrigens lässt die Mutter mich nun wieder an sich heran, sie hat wohl gemerkt, dass wir nichts gegen ihr Kalb haben.

Vor zig Jahren hab ich mich (in Stadt aufgewachsen) mal in bester und naiver Absicht im Isan einem jungen Kalb genähert.
Die Mutterkuh ging mich frontal an (wir kannten uns bis dato gar nicht) und schmiss mich um, als würde ich nur 20 Kilo wiegen.  :o

Im Nachhinein (durch Erzählungen meiner Frau) war ich froh, dass sie nicht zusätzlich auf mir rumtrampelte.
Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Pinkas am 07. November 2017, 18:17:00

 @ Kern, ja, eine Mutterkuh kann schon ganz gefährlich werden, da passiert immer wieder mal ein schwerer Unfall auf Weiden mit freilaufenden Mutterkühen und ich habe das auch in meinem früheren Leben als Zolliwärter erlebt.

Nun, im Moment läuft ein anderes Programm, Reisstroh kaufen und einlagern. Ich habe schon mal erwähnt, dass hier bei uns wegen den Überschwemmungen ende Juli nicht so viel Reis gewachsen ist wie sonst üblich. Und da hier praktisch "Jedermann" auf dem Land ein paar Kühe hat gibt es eher zuwenig Stroh. Und unsere Felder sind auch nicht so ergiebig wie auch schon.

Deshalb habe ich schon früh einen Händler kontaktiert und bei ihm Stroh geordert. Insgesamt habe ich 700 Ballen bestellt und er liefert jeden zweiten Tag an. Schönes und vorallem trockenes Stroh, worauf ich starken Wert lege. Er verlangt 35 Baht pro Ballen bis ins Lager geliefert. In anderen Jahren bekam man das so kurz nach der Ernte für 25 Baht frei Haus.

Doch wenn ich rechne, dass ich 15 Baht pro Ballen, die mir ein Nachbar presst und nochmals 10 Baht für das Stroh pro Ballen von fremden Äckern bezahle und ich dann das Stroh dort abholen muss, erscheinen mir dieses Jahr die 35 Baht als ok. Und nicht vergessen, für mich ist es ein Hobby und das darf etwas kosten.

Für eigenes Stroh wird bei uns auf unseren Feldern von Hand gemäht und dann gebündelt und nach Hause transportiert. Da kostet eine Hilfe zum mähen auch 150 Baht pro halben Tag und so kommt dann schnell ein rechter Betrag zusammen. Und die Dreschmaschine kostet auch noch etwas, pro 1000 Bündel im Moment 600 Baht. Wenn man das alles dann zusammen zählt sind bald einmal 25 - 30 Baht pro Ballen zusammen. Also ist der direkte Ankauf frei Haus im Endefekt sicher nicht teurer, aber wesentlich einfacher. Ich muss dann nur noch die Ballen stapeln, was die einzige unangenehme Arbeit ist, da ich dann bis auf etwa vier Meter hoch einlagere. Aber man hat ja sonst nichts zu tun.

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-fe-cd19.jpeg)
          Pro Fahrt kommen sie mit jeweils rund 150 Strohballen an.

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-fd-49cb.jpeg)
          Da sieht man, wie hoch ich dann klettern muss. .


Titel: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Helli am 07. November 2017, 21:31:01
Und da hier praktisch "Jedermann" auf dem Land ein paar Kühe hat gibt es eher zuwenig Stroh.
...und in unserem Umfeld wird das Stroh abgefackelt (weil kaum noch jemand Rinder hält - bzw. sich kaum so viel Arbeit mit den Tieren macht)! :(
Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Pinkas am 12. November 2017, 15:08:36

Heute ist Reis dreschen angesagt. Eine staubige Angelegenheit mit dieser Maschine doch mit sehr guter  Ausbeute. Da wird wirklich das letzte Korn aus den Ähren gedroschen. Und dazu gibt es sehr gutes Stroh welches die Kühe mögen. Wenn alles klappt kommt am Abend noch der Nachbar mit seiner Ballenpresse, so dass alles im Trocken ist.

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-ff-58fe.jpeg)

Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Pinkas am 15. November 2017, 18:04:36

Bin gerade in Bangkok um einen neuen Pass zu machen.

Und um 16:00 ruft man mich von zuhause an und teilt mir mit ; die nächste Kuh, Saba, hat gekalbt. Und ihr dürft raten wegen des Geschlechts. Natürlich,was denn sonst, ein weiter Stier, ich glaub mich knutscht ein Elch oder so  {:}.

Bilder kommen, wenn ich wieder zu Hause bin.

Gruss, ein stierer Pinkas
Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Pinkas am 18. November 2017, 16:14:13
 
So, hier ein paar Bilder vom jüngsten Stier in meinem Stall. Er ist nun drei Tage alt und fit wie ein Turnschuh, Ich habe ihm den Namen "Django" gegeben, aber langsam gehen mir die Namen für Stiere aus....

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-fl-812c.jpeg)

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-fk-186e.jpeg)

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-fj-2ee0.jpeg)
          Lustig anzusehen mit seiner "Mütze"

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-fi-9ebf.jpeg)
          Bereits am zweiten Tag kletterte er auf diese Strohballen.

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-fh-d72b.jpeg)
          Die beiden älteren sind in der Zwischenzeit beste Kumpels geworden.

Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Pinkas am 18. November 2017, 16:19:54

Da die Reisernte hier in vollem Gange ist, habe ich genug zu tun, um mein Strohlager zu füllen. Bis jetzt habe ich so um 1200 Ballen erstanden und aufgestapelt. Es sollten noch etwa um die 200 dazu kommen, dann habe ich ausgesorgt bis zur nächsten Reisernte und muss später nicht mehr für teures Geld, so wie dieses Jahr, dazu kaufen.

         (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-fm-e2ac.jpg)
         Das Hauptlager, zu neunzig Prozent voll.

         (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-fn-350f.jpeg)
         Das Lager direkt im Stall, da hat noch etwas Platz.

Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Pinkas am 18. November 2017, 16:35:49

Da war doch noch etwas. Am Donnerstag bekam ich Post von der hiesigen Polizei. Ich sei am 30.Oktober 11 km/h zu schnell gefahren und dürfe deshalb ihren Verein mit 400 Baht unterstützen :).

Nun, ich werde nächste Woche dort vorbei gehen und die 400 Baht bezahlen und danach versuchen, die Tempolimits  besser zu befolgen.

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-fo-1e42.jpg)
          So sieht der "Liebesbrief" aus.

Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Pinkas am 10. Dezember 2017, 16:01:31
So, heute habe ich das letzte Stroh eingelagert. Es sind rund 1500 Ballen geworden. Das reicht jetzt bis zur nächsten Reisernte 2018. Nicht alles Stroh ist sehr schön, da auch Stroh aus überschwemmten Äckern kam und da sieht man den Unterschied.

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-fp-1814.jpg)
          Das grosse Strohlager, voll bis unter das Dach.

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-fw-a71f.jpeg)
          Das zweite Lager direkt beim Stall, ebenfalls voll.

Aber das macht nichts, es wird angenommen von unseren Kühen. Wenn nun dann alle Äcker aufgeräumt sind und als Weiden für tagsüber dienen geht es an den nächsten Schritt. Einmal werden zwei Grundstücke aufgefüllt um als Grasweiden zu dienen. Ich habe schon einen Lieferanten, der mir mindesten 200 Lkws Erde bringt, den Lkw zu 180 Baht. Dabei ist ein Traktor inbegriffen, der das Erdreich dann verteilt.

Des weiteren sollte unser Weiher ausgebaggert werden, da habe ich eine Offerte für den Bagger. Der verlangt pro m3 ausgehobenes Erdreich 30 Baht.

Dann soll noch der Auslauf des Stalls vergrössert werden, damit in der nächsten Regenzeit die Kühe mehr Platz haben. Und ein kleiner Laufstall sollte noch dazu kommen, um einige Jungtiere  für jeweils ein Jahr zu halten, die danach in die Mast gehen. Die Idee habe ich von Rampo abgeschaut und scheint mir viel versprechend zu sein.

Die beiden Jungstiere sind immer noch da. Ich glaube aber, dass ich bei einem oder zwei Interessenten bemerkt habe, dass es zum Verkauf kommen wird.

Heute war noch der Tierarzt da, nicht wegen den Kühen, sondern wegen unseren fünf Hundedamen auf dem Hof. Da ich keinen Nachwuchs will bekommen die alle fünf Monate eine Antibaby-Spritze, damit Ruhe herrscht .

Den drei jüngsten Stieren geht es gut, auch der zuerst etwas schwächliche "Zorro" macht sich nun prächtig und alle drei geniessen den Auslauf auf den Weiden.

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-fu-2efb.jpg)
          "Chok Dee", jetzt drei Monate alt, kräftig und sehr zutraulich.

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-fv-9db7.jpeg)
          "Zorro" und "Django" geniessen die Siesta am Nachmittag.

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-fq-2e60.jpg)
          Und Abends im Stall lieben sie es, zusammen zu schlafen.

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-ft-78ef.jpg)

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-fs-4515.jpg)
          Mittags kommen alle Kühe in den Schatten und geniesen hier den Nachmittag.

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-fr-3c26.jpg)
          Und rund ums Haus blüht es in allen Farben.



Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: norwegerklaus am 11. Dezember 2017, 08:43:06
Sieht alles sehr, sehr gut aus Niggi  ;}
Du hörst Dich auch zufrieden und glücklich an.
Hoffe das Dein "Hobby" Dir auch weterhin Spass und Freude bereitet und auch noch einträglich ist!!
Gruss Klaus
Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Pinkas am 11. Dezember 2017, 09:21:14
Danke Klaus,

ja, ich bin hier rundum zufrieden und es wird mir nie langweilig, was ja in unserem Alter kein unwichtiges Detail ist.

Ob es wirklich einträglich wird? wenn ja ist es gut, wenn nicht ist, es zumindestens ein schönes und gesundes Hobby.

Gruss  Niggi

Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Schmizzkazze am 11. Dezember 2017, 14:24:21
Euch zwei zu lesen (Rampo und Pinkas), was Ihr macht, und wie Ihr mit den Tieren umgeht, ist immer wieder eine Freude!
Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Pinkas am 13. Dezember 2017, 13:37:27

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-fx-a61d.jpeg)
          Mein Trio bei der Mittagssiesta....

Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Pinkas am 23. Dezember 2017, 13:49:11

Nun sollte es aber genug sein mit Stroh. Habe nochmals 120 Ballen geholt, so als eiserne Reserve.
Dazu habe ich provisorisch neben dem Strohlager zusätzlich Platz geschafft, das Ganze wird dann mit Plastikplanen abgedeckt und von unten kann das Stroh so nicht nass werden.

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-g1-94a5.jpeg)

Der Misthaufen ist nun schon so gut verrottet, dass man beginnen kann den Dünger auszubringen und zu verkaufen.
Für den neuen Stallmist habe ich einen neuen Platz frei gemacht.

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-fy-8c35.jpeg)

Den alten Mitsubishi haben wir nun mit einem Reklamekleber für unsere Farm "verschönert". Leider hat das Printgeschäft das Bild nicht wirklich gut hinbekommen. Aber was solls, in der Amphoe kennen ihn schon alle Leute.

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-g0-1be1.jpeg)

Und unsere Kühe geniessen die warme Mittagszeit nach den doch sehr kühlen Nächten.

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-g2-4ac9.jpeg)

Titel: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Helli am 23. Dezember 2017, 18:28:48
Der Misthaufen ist nun schon so gut verrottet, dass man beginnen kann den Dünger auszubringen und zu verkaufen.
Für den neuen Stallmist habe ich einen neuen Platz frei gemacht.
          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-fy-8c35.jpeg)
Da ist ja schon ordentlich was zusammen gekommen. So "organisiert" hab' ich das in meinem Umfeld noch nie gesehen. Man kauft lieber die teure Chemie {+!
Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Pinkas am 23. Dezember 2017, 20:50:36
Richtig, den aufzuschichten und immer wieder einmal umzuschichten war schon ein schönes Stück Arbeit. Ersetzt aber den Besuch im Fitness Studio.

Und Kunstdünger kann man bequem mit der Motorrückenspritze ausbringen, den Mist dagegen nur mit viel Handarbeit, und das wird nicht so gerne gemacht.

Und das Kunstdünger zwar den Pflanzenwuchs fördert, aber gar nichts zur Bodenverbesserung beiträgt, das interessiert hier praktisch niemanden. Nur ein paar enge Bekannte beginnen langsam darüber nachzudenken. Aber dann kommt immer wieder das Argument, kein Geld um den Stall einzustreuen.

Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Helli am 23. Dezember 2017, 21:37:11
Aber dann kommt immer wieder das Argument, kein Geld um den Stall einzustreuen.
Jawoll, es ist ja auch einfacher, den Strohhaufen auf dem Reisacker abzufackeln!
Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Pinkas am 08. Januar 2018, 17:35:06

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-g4-1d0f.jpeg)
          Unsere drei Jungs sind schon ganz schön gewachsen für ihr Alter. Der Grosse ist gerade einmal knapp vier Monate alt
          und die beiden anderen zwei respektive zweieinhalb Monate.

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-g5-e4a8.jpeg)
          Ihr Lieblingsmittagessen, geschrederte Bananenstauden gemischt mit Kleie und Zuckerrohrmelasse in Wasser.

Titel: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Helli am 08. Januar 2018, 17:53:40
Unsere drei Jungs sind schon ganz schön gewachsen für ihr Alter. Der Grosse ist gerade einmal knapp vier Monate alt und die beiden anderen zwei respektive zweieinhalb Monate.
...und tägliche Streicheleinheiten bekommen die auch noch! ;}
Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Pinkas am 10. Januar 2018, 12:49:23

Heute wollte ich zum Viehmarkt in der nächst gelegenen Kleinstadt. Der soll dort jeden Mittwoch stattfinden. Als ich dann so gegen neun Uhr dort war, sagte man uns, wir wären zu spät. Der Markt öffne jeweils um 05:00 Uhr und heute sei es so kalt gewesen, dass die wenigen Verkäufer und Interessenten um halb acht Uhr nach Hause gegangen seien. Das wegen dem Wetter verstehe ich ja, aber dass ein Viehmarkt um 05:00 Uhr noch im dunklen beginnt, das nicht. Wollen die eventuell, dass man dann die "Hungergestelle" nicht so genau sieht?

Nun, ich gehe dann eben nächste Woche nochmals hin. Ich will da sehen, ob es Käufer für meine zwei Jungbullen gibt.
Danach bin ich noch schnell zum Futtermittel Händler gefahren um Nachschub für die Kühe zu holen. Das Kraftfutter pro 30 Kilogramm Sack kostete heute 290 Baht und das Kilo Zuckerrohrmelasse 5,5 Baht. Im blauen Fass sind 46 kg Melasse drin. Das Ganze reicht nun wieder für etwa sechs Wochen.

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-g6-2c68.jpg)
         
          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-g7-5ffa.jpg)
          Kraftfutter für die Kühe.

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-g8-e334.jpg)
          Kraftfutter für die Jungbullen.

Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Pinkas am 12. Januar 2018, 17:37:30

Die wären dann doch eine Nummer zu gross für meine Farm. Obwohl mein Herz als ehemaliger Elefantenpfleger bei so einem Anblick schon höher schlägt. Heute gesehen auf dem Weg in die Stadt. Die werden vermutlich an einer Veranstaltung des morgigen Tag des Kindes teilnehmen.

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-g9-c566.jpeg)

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-ga-9f41.jpeg)

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-gb-830d.jpeg)

Titel: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Helli am 13. Januar 2018, 10:42:55
Die werden vermutlich an einer Veranstaltung des morgigen Tag des Kindes teilnehmen.
Es kann aber auch sein, dass das die Elefanten sind, die mir aus Bangkok 2 Pakete gebracht haben, die sind jetzt auf dem Rückweg. Anfang Dezember in DE Pakete aufgegeben, waren genau 4 Tage später in BKK (kann man ja nachprüfen) und vorgestern bei uns!  {:}
Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Pinkas am 17. Januar 2018, 09:33:11
Heute Morgen waren wir wieder auf dem Viehmarkt. Dieses Mal früher und bei schönstem Wetter. Und der Markt war dieses Mal voll besetzt. Es gab da alles zu sehen was man sich so wünscht und vorstellt. Natürlich waren wir in erster Linie da um Käufer für unsere zwei Charolais-Mischlinge zu finden und dabei auch zu sehen, wie die Preise dafür im Moment so liegen. Ein paar Interessierte fanden wir und ich hoffe, dass der eine oder andere nun einmal vorbeikommt um die Zwei anzuschauen und auch zu kaufen.

Sollte das gelingen, werden wir mit einem Teil des Erlöses noch eine junge Brahman Kuh kaufen. Wir haben da ein paar sehr schöne Exemplare gesehen, die alle so um die 25`000 Baht gehandelt werden. Warten wir es ab, denn wir haben ja noch drei weitere Jungstiere zu verkaufen. Doch da dauert es noch ein paar Monate, denn sie sollten schon etwa neun Monate alt sein, bevor sie verkauft werden. Und weitere sechs unserer Kühe sind trächtig und sollten alle noch in diesem Jahr gebären. Und bei meinem Glück werden sicher wieder jede Menge Stiere dabei sein.

Nun noch einige Bilder vom Marktbesuch heute Morgen.

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-gh-7e4f.jpg)
          Mischling in seltener Farbe.

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-gi-22c1.jpg)
         
          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-gg-8c5d.jpg)

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-gj-f3a3.jpg)
          Sehr schöne Brahman Kuh mit Jungtier, knapp 80`000 Baht wert.

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-gk-a47b.jpg)
          Junge Brahman Kuh, so etwas möchte ich noch haben.

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-gl-944e.jpg)

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-gn-dd38.jpg)
          Junge Brahman Kühe, werden als Paar verkauft.

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-gm-c3eb.jpg)

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-go-3627.jpg)

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-gp-a3bf.jpg)
          Sehr schöner Bulle.

Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Pinkas am 21. Januar 2018, 14:03:19
Wenn man diesen blühenden Mangobaum sieht, sollte die diesjährige Ernte um vieles besser sein als letztes Jahr.

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-gq-646f.jpg)

Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Helli am 21. Januar 2018, 16:49:11
Wenn man diesen blühenden Mangobaum sieht, sollte die diesjährige Ernte um vieles besser sein als letztes Jahr.
Die Frage ist wohl weniger die Anzahl der Blüten, sondern die Arbeitswilligkeit der Bienen (und anderer Insekten). Das sieht bei uns ähnlich aus, aber was letztlich als Frucht reift, sieht man erst später!
Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Pinkas am 21. Januar 2018, 20:04:12

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-gr-8f23.jpeg)
          Beste Kumpels.....

Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Pinkas am 29. Januar 2018, 16:22:51
Heute startet die Aktion Felder auffüllen. Ich bin gespannt, wie viele Lkw Ladung es am Ende sein werden, bis die beiden Felder voll sind. Ich lass mich überraschen.

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-gt-4078.jpg)
          Zuerst musste eine Rampe aufgefüllt werden, damit die Lkws auf das Gelände kommen.

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-gw-93dc.jpg)
          Die Einfahrt der Lastwagen.

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-gv-faa4.jpg)

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-gu-8896.jpg)
          Eine staubige Angelegenheit.

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-gs-70cf.jpg)
          Mit diesem Traktor wird dann ausgeebnet.....

Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Pinkas am 08. Februar 2018, 18:11:23
So, heute konnten wir einen der beiden Charolais Mischlings Jungbullen verkaufen. Der Preis war an der unteren Schmerzgrenze, aber da wir Platz im Stall brauchen, haben wir ihn für 20`000 Baht abgegeben. Für den anderen hat es einen Interessenten, wir haben ihm gesagt, 30`000 dann kann er ihn mitnehmen. Schaun mer mal.  Wir haben dann ja noch drei weitere Jungbullen, jedoch Brahmanen, die sind im Moment beliebter auf dem Markt.

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-gx-67f3.jpg)

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-gy-7042.jpg)

Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Pinkas am 13. Februar 2018, 14:17:57
Es ist wie verhext..... heute kam das nächste Kalb zur Welt und was ist es? Richtig, wieder einmal ein Stier, in unserem Betrieb der achte Stier in Folge.....

Ok, Mama und Kalb sind wohlauf und das ist das wichtigste daran. Aber ich gebe die Hoffnung nicht auf, irgendwann muss es doch einmal mit einem Kuhkalb klappen, es sind ja noch einige Kühe trächtig.

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-h0-ac2d.jpg)

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-h1-2fbf.jpg)

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-h2-2f20.jpg)

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-h3-9dae.jpg)

Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Buengganer am 03. März 2018, 13:47:22
hallo Niggi deine Berichte sind der Hammer
Bin der Neue im Tipforum und Ueberwintere in der Nähe von Pak Khat
gerne würde ich Dich und Deinen Hof resp. Farm einmal Besuchen!
Habe genügend Zeit ;}

Liebe Grüße

Lung Suchi aus Oberwil BL

PS: könnte sein das ich dich im bei den Elefanten schon gesehen habe!
Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Pinkas am 03. März 2018, 16:15:54
Danke, dass dir das gefällt. Und ja, du kannst mich besuchen, kontaktiere mich einfach einmal.
Und auch ja, bei den Elefanten war ich mehrere Jahre tätig, also ist es durchaus möglich, dass du mich da gesehen hast. Ist jedoch sicher schon lange her, da ich in den 80iger Jahren dort gearbeitet habe.

Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Buengganer am 04. März 2018, 12:34:39
Hallo Niggi
erstmal danke für deine prompte Antwort
Sorry da ich ja in diesem Forum neu bin, wie komme ich an Deine Phone Nr resp.
deine genau Adresse ?
Ich nehme an du wohnst nicht in Sakon Nakhon City sondern in der Provinz Sakon Nakhon!
Es ist schon eindrücklich was du dir da aufgebaut hast.
Ich bin mir fast sicher dir wird es nie langweilig! Und das sind der springende Punkt wenn
du hier im Isaan oder auch wo anderst auf dieser Welt lebst, man braucht eine Beschäftigung.
Na ich möchte jetzt hier nicht ins tetail gehen, vielleicht was mich sehr freuen würde ist!
wenn ich dich Besuchen darf und wir bei einem Bier uns Austauschen  können.

PS: Übrigens ich hatte im Jahr 76 od 77 im großen Hausblock an der Oberwilerstrasse,
      damals noch mit Tankstelle gearbeitet, da waren viele Mitarbeiter vom Zoo eingemietet,
      unter anderem der damalige Zoodirektor

Es grüßt Dich Luung Suchi ( so nennen sie mich hier im Isaan)
Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Pinkas am 07. März 2018, 18:24:57

Hallo Buengganer,

entweder du schreibst einige Beiträge mehr, dann kannst du mich über das Forum kontaktieren, oder du kontaktierst mich über meinen Blog. Dann können wir etwas organisieren.

Gruss  Niggi

Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Pinkas am 19. Mai 2018, 17:58:39

Heute war ein guter Tag. Meine Lieblingskuh "Mai" hat nach 288 Tagen ihr erstes Kalb bekommen und es ist ein hübsches Mädchen. Und das nach acht Bullen in Folge, ich dachte schon, dass es bei meinem Glück wieder ein Bulle sein wird.

Die Mama ist sehr ruhig und liess mich ohne Probleme ihr Junges ans Euter führen, damit es trinken konnte. Beide scheinen bei guter Gesundheit zu sein und werden jetzt zwei Tage von den anderen Kühen getrennt sich erholen können. Danach werden sie wieder in die kleine Herde intergriert.

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-hj-f1af.jpg)
          Mama "Mai" mit Dok Mai"

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-hh-7a91.jpg)

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-hi-a0fc.jpg)

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-hl-c6ce.jpg)

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-hk-13dd.jpg)

Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Suksabai am 19. Mai 2018, 18:08:15

Na endlich! Gratuliere!

 [-]

Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Schmizzkazze am 19. Mai 2018, 20:11:11
Glückwünsche!
Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: jorges am 19. Mai 2018, 20:22:59
Ich wette, das naechste Kaelbchen wird wieder ein weibliches.
Wann steht die naechste Geburt eigentlich an?
Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Lung Tom am 19. Mai 2018, 20:35:19

Schließe mich meinen Vorschreibern an! War ja eine lange Durststrecke, aber jetzt ist der Knoten geplatzt   ;}
Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Pinkas am 19. Mai 2018, 21:00:33

Die nächste Geburt sollte um den 16. Juni stattfinden. Hoffen wir, dass es dann wieder ein weibliches Tier ist.  ;D

Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Pinkas am 30. Mai 2018, 18:28:13

Heute wurden die Alu-Zink Bahnen für das Dach des neuen Laufstalls angeliefert. Die Länge der Bahnen beträgt 13,10 Meter.

          (http://fs5.directupload.net/images/180530/gv2zhr2w.jpg)

          (http://fs1.directupload.net/images/180530/baqxgyrj.jpg)

          Erstaunlich, das Ganze auf einem Pick-up geladen und ohne Probleme auf unseren Hof gefahren.

          (http://fs1.directupload.net/images/180530/wqd8u7iy.jpg)

          Und dann war schon wieder ein Gewitter im Anzug, wird Zeit, dass das Dach fertig wird.



Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Pinkas am 30. Juli 2018, 13:33:52

Es scheint, als ob es nun einen "Lauf" mit weiblichem Nachwuchs gibt. Ich will es zwar nicht verschreien, doch heute kam wieder ein weibliches Jungtier zur Welt.
Passend zum momentanen Wetter in unserer Provinz nennen wir es "Nam Phon"... ;]

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-hr-1349.jpg)

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-hu-e385.jpg)

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-hs-d05f.jpg)

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-ho-def3.jpg)

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-hp-0cec.jpg)

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-hq-93e2.jpg)

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-ht-c151.jpg)

So schaut es in der Umgebung aus, überall Wasser. Bei uns steht es jedoch noch nicht so hoch wie letztes Jahr. Hoffen wir, dass es dabei bleibt.

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-hw-a753.jpg)

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-hx-a74d.jpg)

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-hv-fc3a.jpg)

Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Suksabai am 30. Juli 2018, 14:55:49

Na dann.. herzlichen Glückwunsch!

Hoffe, dass dir das Wasser nicht zuviel zu schaffen macht...

Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: volkschoen am 30. Juli 2018, 15:34:45
Von mir auch Herzlichen Glückwunsch und das soll so weiter gehen.  [-] [-] [-] [-]
Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Pinkas am 30. Juli 2018, 15:52:18
Danke,  [-], es wird schon gut kommen, hoffe ich jedenfalls.
Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Pinkas am 28. August 2018, 15:43:13

Heute konnten wir unsere drei Jungbullen verkaufen. mit einem weinenden und einem lachenden Auge liessen wir sie gehen. Wichtig ist mir, das meine Tiere es gut haben, so lange sie bei uns auf dem Hof sind, und das haben sie. Hoffen wir, dass es ihnen nun auch gut gehen wird.

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-i0-b1c9.jpg)
          Der älteste, "Chok Dee", 11 Monate alt

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-i3-cc65.jpg)
          "Zorro", 10 Monate alt aber der kleinste der drei Bullen.

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-i2-aa54.jpg)
          "Django", 9 1/2 Monate alt und mein Liebling

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-hy-cc58.jpg)

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-i1-94db.jpg)
          Und los gehts.....

Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Suksabai am 28. August 2018, 18:48:01

Schöne, gepflegte Tiere..

 {* {* {*

Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Pinkas am 28. August 2018, 19:57:22

Danke @suksabai, daran liegt mir schon sehr viel, dass es bei uns nur gepflegte und gesunde Tiere hat.

Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Suksabai am 28. August 2018, 20:07:11

@Pinkas

wenn ich des öfteren wirklich erbärmliche Exemplare ihrer Art auf Thai-Bauernhöfen sehe,

die ich als Laie und aus Unkenntnis rassespezifisch deutete

fiel mir doch erst ebendiese Erbärmlichkeit beim Betrachten deiner (nunmehr Ex-) Tiere auf.

Ein wirklich krasser Unterschied! Chapeau zu deiner Haltung!

 {*



Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: namtok am 28. August 2018, 22:27:38
Gibt es eigentlich eine Methode, um die Fliegenplage in Grenzen zu halten welche auch bei sehr sauberer Haltung lästig werden kann ?

Selbst wenn kaum Kuhfladen rumliegen haben es diese Plagegeister speziell auf Nüstern und Augenpartie wegen dem von dort abgesonderten Schleim abgesehen.
Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: rampo am 29. August 2018, 11:49:09
Gibt es eigentlich eine Methode, um die Fliegenplage in Grenzen zu halten welche auch bei sehr sauberer Haltung lästig werden kann ?

Selbst wenn kaum Kuhfladen rumliegen haben es diese Plagegeister speziell auf Nüstern und Augenpartie wegen dem von dort abgesonderten Schleim abgesehen.

Grosse  Vendilatoren , so das immer  Umluft  ist .

Fuer die  Nuestern und Augen  gibts  Spraes  und Salben .

Ein   Problem   sind Verletzungen ,  und da kommen die Fliegen  und die sache entzuendet  sich schnell , meistens durch ihre Hoerner

bei  Kaempfen .

Fg.
Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Pinkas am 29. August 2018, 14:23:53

Also, rampo hat eigentlich alles gesagt.
Ich hänge jeweils im Stall noch "Fliegenpapier" auf, wenn es den ganz wild zu und her geht. Aber Sauberkeit ist halt schon das A und O bei der Sache. Ganz verhindern kann man es aber nicht.

Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: malakor am 29. August 2018, 14:31:27
Was macht der Kaeufer mit den Tieren ?
Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Pinkas am 29. August 2018, 18:20:04

Ich denke, er versucht sie weiter zu verkaufen mit etwas Gewinn. Eventuell wird einer davon als Zuchtstier weiter verkauft oder dann alle zum mästen, das ist oft das Los bei Bullen.

Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Pinkas am 16. September 2018, 10:10:18

Wieder einmal waren die Hunde auf dem Hof schneller als die Schlange, sie hat es nicht überlebt.

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-i6-ba2a.jpg)

          (http://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-i7-e297.jpg)



Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Helli am 16. September 2018, 18:13:26

Wieder einmal waren die Hunde auf dem Hof schneller als die Schlange, sie hat es nicht überlebt.
Sieht nach einer zwar aggressiven, aber nicht giftigen Fischnatter aus und ist zu dünn für den Kochtopf!
Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Pinkas am 16. September 2018, 18:57:31
@Helli

hier nicht, im Dorf ist jemand der immer wieder gerne Schlangen abnimmt, egal wie dünn sie auch sein mögen.


Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Helli am 16. September 2018, 18:59:46
@Helli

hier nicht, im Dorf ist jemand der immer wieder gerne Schlangen abnimmt, egal wie dünn sie auch sein mögen.
Vielleicht ist unser Nachbar ja auch "verwöhnt"!
Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Pinkas am 01. Oktober 2018, 09:47:14

Da freuen sich ein paar meiner Bekannten auf ein leckeres Essen.

          (https://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-ia-6994.jpg)

          (https://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-i9-6b7c.jpg)

          (https://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-i8-bac0.jpg)


Titel: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Helli am 01. Oktober 2018, 14:49:27

Da freuen sich ein paar meiner Bekannten auf ein leckeres Essen.

(https://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-i8-bac0.jpg)
Ich hab' ja nix gegen diese Viecher - wenn sie denn auf den Bäumen vom Farmland rumkrabbeln. Unser Nachbar hat aber gemeint, er könne sich den Weg sparen und hat ein Volk dieser Tierchen für die essbare Puppenproduktion auf sein Grundstück geholt. Sie sind bei uns seitdem auch überall und können auch ganz schön zubeißen! Muss man nicht unbedingt haben!
Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Pinkas am 23. Oktober 2018, 10:29:07

Hatte wieder einmal Besuch im Strohlager, da war ich nicht so erfreut.

          (https://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-ii-8d34.jpg)

          (https://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-ih-0112.jpg)

          (https://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-ij-0cb5.jpg)


Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: rampo am 23. Oktober 2018, 10:32:23
Ja sie Lieben die  Strohballen .

Den da geht das  Hautabstreiffen , sehr gut .

Fg.
Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: namtok am 23. Oktober 2018, 11:54:05
Ist das eine gestreifte Krait ?

https://www.focus.de/reisen/asien/tid-21178/giftiges-asien-vorsicht-schlange-gebaenderter-krait-friedfertig-aber-hochgiftig_aid_595639.html
Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Bruno99 am 23. Oktober 2018, 12:03:44
Ja, mit sehr grosser Sicherheit handelt es sich um den gelbgebaenderten Krait.
Es ist ein nachtaktives Tier und meidet helles Licht. Dadurch versucht er auch bei Lichteinfall den Kopf, respektive die Augen zu verbergen.

Er gilt am Tag als beissfaul, nur darauf wuerde ich mich nicht berufen, viele Bissunfaelle passieren auch am Tag.
Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Pinkas am 23. Oktober 2018, 12:12:58

@bruno99,

Das habe ich bemerkt, dass die Schlange eher ruhig geblieben ist. Da ich aber davon ausging, dass es eine gebänderte Krait ist, war ihr Schicksal dann besiegelt. Normalerweise haben Schlangen bei mir immer eine Chance, ausgenommen, wenn die Hunde sie entdecken. Sonst versuche ich immer, ihnen eine Flucht zu ermöglichen.


Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Bruno99 am 23. Oktober 2018, 12:25:07
Da ich aber davon ausging, dass es eine gebänderte Krait ist, war ihr Schicksal dann besiegelt.

Kann ich irgendwie verstehen.

Sein Gift wirkt eher im Neurotoxischen Bereich und verhindert die elektrische oder chemische Signaluebertragung an den Synapsen (auf beiden Seiten).
Das kann zu Durchfall, Schwindel und Atembeschwerden fuehren und im Extremfall zum Ausfall der Lungenfunktion und damit zum Tod.
Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Pinkas am 03. Dezember 2018, 09:47:05
Einmal mehr wurde es wieder ein Stier  ;D.

Da bei dieser Kuh so alles, was schiefgehen konnte, schief lief, begonnen mit der künstlichen Befruchtung, die aber nicht zum Erfolg führte, bis dann zum ungewollten Deckakt durch ihren Sohn, wobei das Datum des erfolgreichen Deckaktes nicht festgehalten wurde, ist es nun auch noch ein Stier. Aber was solls, nehmen wir es sportlich und freuen uns trotzdem.

          (https://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-io-f059.jpg)

                               (https://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-ip-7bea.jpg)

          (https://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-iq-e158.jpg)

          Wir nennen ihn nun nach dem Geburts Monat "Tan Wa".



Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Suksabai am 03. Dezember 2018, 09:53:47

@Pinkas

irgendwie will es einfach nicht klappen mit überwiegend weiblichem Nachwuchs.

Kam da nicht schon von irgendwo der Ruf nach einem Schamanen?  }{

 [-]

Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Pinkas am 03. Dezember 2018, 09:58:24

@Suksabei,

Da warte ich noch etwas ab, im Februar sollten die nächsten zwei Kälber kommen und im März noch eines. Wenn die Bilanz dann noch immer "stierlastig" bleibt muss ich mir etwas einfallen lassen..... ;] ;]


Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: schiene am 04. Dezember 2018, 11:01:05
Gibt es bei der Fleischqualität/Geschmack zwischen einer Kuh und
einem Stier unterschiede?
Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Pinkas am 04. Dezember 2018, 11:16:01

Aus meiner Sicht nicht. Der grösste Unterschied im Fleischgeschmack liegt in der Verarbeitung nach dem Schlachten. Hier ist es meistens üblich, sofort nach dem Schlachten das Fleisch zu verzehren, und nicht wie wir es kennen, es zuerst eine gewisse Zeit abhängen zu lassen.

Ich selbst habe aber lieber weiblichen Nachwuchs, da dieser sich besser verkaufen lässt oder wenn es ein besonders schönes Tier wird, ich es behalten und zur Zucht weiter einsetzen kann.

Stiere dagegen werden meistens zum mästen gehalten, was ich jedoch nicht mache. Ein bis zwei Jahre lang in einer engen Box stehend bis er ein Gewicht von bis zu 700 kg hat ist nicht mein Ding.

Ich hatte einmal einen Stier auf der Weide gemästet, da sagte mir der Verwerter, das sei nicht gut, man will hier Fleisch mit hohem Fettanteil, was mein Stier, gut es war ein Ochse, damals nicht hatte, da er nebst Stroh und Kraftfutter auch viel Grünfutter bekam.

          (https://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-ir-4411.jpg)
          War hier zwei Jahre alt und immer auf der Weide mit der Herde





Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Pinkas am 18. Dezember 2018, 16:48:32

Es ist seit längerer Zeit sehr trocken hier bei uns. Man sollte also denken, dass man(n) vorsichtig ist, wenn man ein Feuer anzündet. Weil mein Nachbar eine verdorrte Grasfläche säubern lassen wollte und dies dann mittels Feuer gemacht wurde, ist ihm heute sein Strohlager mit rund 1000 Ballen Stroh abgebrannt. Bis die Feuerwehr da war, konnte sie nur noch sicherstellen, dass nichts daneben in Flammen aufging.

          (https://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-iu-cf90.jpg)

          (https://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-iv-ce5b.jpg)

Ich habe ihm offeriert, dass er auf unseren Feldern alles noch nicht gepresste Stroh holen kann, er hat selbst eine Strohpresse, und somit seinen Verlust etwas mindern kann. Und dazu habe ich noch 100 Ballen altes Stroh vom Vorjahr, die kann er auch mitnehmen. Dafür ist er mir dann irgendwann einmal einen Gefallen schuldig.

Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Pinkas am 22. Dezember 2018, 13:11:54

Mein letztes Bauprojekt 2018, ok Kleinprojekt, wurde gestern fertig gestellt. Ein neuer Reisspeicher. Ich bin zufrieden, denn ich habe wiederum meinen Lieblingsschlosser gewinnen können, der mir mit seiner Crew den Speicher innerhalb einer Woche hingestellt. Und wie immer, alles gelungen und zu meiner vollsten Zufriedenheit.

          (https://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-iw-ec16.jpg)

                    (https://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-ix-bbf4.jpg)

                    (https://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-iy-3bf7.jpg)

          (https://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-j0-b873.jpg)


Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Pinkas am 25. Januar 2019, 09:17:39

Das neueste Mitglied unserer Herde, ein Stier. Er heisst "Dragon". Es steht nun 10 : 2, 10 Stierkälber gegen nur 2 Kuhkälber, es ist zum verzweifeln. .

          (https://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-j6-22a6.jpg)

          (https://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-j7-f87a.jpg)

          (https://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-j8-b38e.jpg)

         

Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Suksabai am 25. Januar 2019, 09:39:37

@Pinkas

das ist ja wirklich zum Mäusemelken! Aber jetzt KANN es ja fast nur besser werden!

Ich drück dir jedenfalls die Daumen!

Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Pinkas am 25. Januar 2019, 10:36:36
@suksabai, nächster Geburtstermin ist um den 19. Februar rum.

Da hoffe ich sehr, dass es ein Kuhkalb gibt, denn eine schöne weisse Brahman Kuh als Muttertier und besamt mit dem Samen eines ausgezeichneten braunen Brahman Stier. Da wäre ein Kalb das grösste. .aber abwarten und bei mir Kaffee trinken....

Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Lung Tom am 25. Januar 2019, 19:19:18

Guten Abend @Pinkas,

zwischenzeitlich habe ich wieder jede Menge interessante Beiträge bei Dir gelesen. Heute habe ich mal eine spezielle Frage: verwendest Du Maulbeerblätter/-triebe als Futterzusatz? Nicht nur das sie 15-20 % Protein enthalten, sie wurden  als "ideale" Nahrung für Kühe und andere Wiederkäuer von der FAO (Food and Agricultural Organisation der UNO) eingestuft...(allerdings Stand 1990)....in Thailand wachsen die fast wie Unkraut....

Für Deine Zucht drücke ich Dir feste die Daumen  ;}

Beste Grüße
Lung Tom
Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Pinkas am 26. Januar 2019, 09:27:54

Hallo Lung Tom,

nein, das habe ich noch nicht ausprobiert, aber danke für den TIP  ;}, ich lerne gerne immer wieder dazu.
Werde daher einmal testen wie sie dieses annehmen und verwerten.

          (https://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-jb-1791.jpg)

          Heute morgen auf der Weide, scheint sich wohl zu fühlen.

          (https://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-ja-be53.jpg)

          (https://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-j9-45d2.jpg)

          Und sofort Kontakt mit den anderen Kälbern....



Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: TeigerWutz am 26. Januar 2019, 16:06:14
Zitat
....in Thailand wachsen die fast wie Unkraut

Wo? 
Ich musste mir für unsere Seidenraupenzucht ein zusätzliches Feld mieten, weil der Schwiemu ihre Ressourcen nicht langten.
Hatte dann die Idee, Felder zu kaufen, dort diese Blätter anzupflanzen u. damit Geld zu machen. Pflücken tun die Abnehmer selbst = Ausser Düngen u. Rückschneiden keine Arbeit! (Für's düngen kann man Schweinekot od. sogar menschl. Fäkalien hernehmen, daher auch okonomisch ein Vorteil)
Im ganzen Dorf und Umgebung werden die Maulbeerblätter zu wenig und man versucht irgendwie noch zuzukaufen! Kann mir deshalb solch Futter für Kühe, die ja richtige Mengen davon brauchen würden, nicht vorstellen. ...aber wenn die wo nicht extra angebaut werden müssten, dann nat. ja.  :)

Ich wünsch euch was!  (https://www.cosgan.de/images/smilie/liebe/f015.gif)  TW

(http://666kb.com/i/e0pytpcarvmtfbrlg.jpg)


Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Lung Tom am 26. Januar 2019, 17:38:28

Hallo TeigerWutz,

hast Du Recht, als Unkraut am Strassenrand habe ich die Pflanzen auch noch nicht gesehen. Ich meinte damit, das die Bäume an sich recht schnell wachsen und auch zügig Früchte tragen. Und sind recht gut und schnell vermehrbar.

Über die notwendigen Mengen, um überhaupt Bruchteile dem Futter beimischen zu koennen, hatte ich mir noch keine Gedanken gemacht. Ich hatte nur diese positiven Informationen gelesen, und mal bei Kollegen @Pinkas angefragt. Denn, wenn ichs richtig in Erinnerung habe, hat er ja Erfahrungen mit den unterschiedlichsten Tieren und sicherlich auch deren Fütterung....

Wahrscheinlich wird es sich nicht rechnen, vor allem wenn man für den Weiterverkauf "produziert". Denn da wird es sicher schwierig, dem Käufer Preise- ich übertreibe wieder heftig - ala Kobe-Rind abzuhandeln...

Schoenes Wochenende
Lung Tom
Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Pinkas am 15. Februar 2019, 09:43:06

Es ist zum Mäusemelken, das nächste Kalb kam gestern zur Welt und was ist es? Ja, ein Stierkalb. Ein sehr schönes und kräftiges Kalb, komplett einfarbig ohne Flecken und so. Mal schauen, was ich später mit dem mache.

Im März ist die nächste Geburt angesagt, ich schliesse eventuell Wetten ab, dass auch dann ein Stier zur Welt kommt.

          (https://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-jg-bdb1.jpg)

          (https://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-jh-a7ae.jpg)

          (https://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-ji-d0bd.jpg)

          (https://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-jj-fce3.jpg)

          Da er am Valentinstag auf die Welt kam, nennen wir ihn "Valli"  ;D



Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Suksabai am 15. Februar 2019, 09:55:44


@Pinkas

du solltet dir andere Ziele stecken, z.B. Zuchtbullen züchten...

Ich traue mich wetten, dass du dann nur weibliche Kälber erzielst...

 }{

Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Pinkas am 15. Februar 2019, 15:42:50
@Suksabai,

ja, das wäre noch eine Idee. Doch was mach ich, wenn dann doch immer Stiere kommen? Geld verdient man mit Stieren nicht, da es genug Zuchtfarmen gibt, die mit sehr gutem Zuchtmaterial arbeiten. Hier kann man eigentlich nur etwas verdienen mit mästen, was ich aber nicht will, oder eben mit Kühen. Die lassen sich verkaufen. Wenn sie dann noch schön und kräftig sind, kann man ab und zu richtig gute Preise erzielen.

Doch rentieren tut die Sache nicht, wenn man die Tiere anständig halten will. Ich bin schon froh, wenn ende Jahr die Einnahmen die Kosten der Ausgaben halbwegs decken. Ist einfach ein Hobby von mir, und da schau ich nicht so sehr auf den Baht.....


Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Pinkas am 18. März 2019, 11:09:09

Heute Morgen war es soweit. "Champa" bekam ihr Junges. Und es ist ein weibliches Jungtier. Die Geburt verlief allerdings nicht problemlos. Die Kuh verlor das Fruchtwasser und konnte dabei ihr Kalb nicht richtig heraus pressen. Es blieb stecken und wir mussten den Tierarzt holen, um das Kalb dann nach rund 50 Minuten endlich aus seiner misslichen Lage zu befreien. Beide sind nun sehr geschwächt und wir hoffen, dass beide sich schnell erholen von der schweren Geburt.

          (https://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-jk-f084.jpg)

          (https://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-jl-73c8.jpg)

          (https://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-jm-fd57.jpg)

          (https://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-jn-830b.jpg)

Dabei muss ich noch erwähnen, das Kalb, welches am Valentinstag geboren wurde, ist gestorben, da es nicht richtig trank und es uns nicht gelang, trotz allen Bemühungen, es durch zubringen.


Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Suksabai am 18. März 2019, 11:28:34


@Pinkas

Gratuliere zu WEIBLICHEN Nachwuchs, möge der Bann gebrochen sein.

Ich drücke euch und dem Kalb meine Daumen!

Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Pinkas am 18. März 2019, 13:56:56

Im Moment sind noch Mutter und Kalb noch nicht über dem Berg. Die Mutter kann nicht aufstehen und so kann das Kalb nicht trinken. Habe deshalb bei einem Milchbauern Milch geholt um das Kalb zu füttern, was es mit Genuss macht. Auch das Kalb hat noch Probleme beim stehen, da es doch lange im Geburtskanal eingeklemmt war und der hintere Teil des Körpers nicht voll durchblutet war. Ich kann also nur abwarten und hoffen für beide. Am Abend kommt der Tierarzt nochmals vorbei um sich die Sache anzuschauen.


Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Bruno99 am 18. März 2019, 15:17:03
Toi, toi, toi fuer Kalb und Kuh und hoffen, dass keine Komplikationen bleiben.
Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: rampo am 18. März 2019, 15:21:34
Da wuensche ich auch das beste ,  fuer Mutter und Tochter Kuh .

Solte das nochmals vorkommen , meistens bei grossen Kuehen , immer Seifenlauge   in der naehe einseifen das Kalb .

Auch bei der Milch ,ist darauf zuachten , es solte Milch von einer Kuh sein die auch gerade erst Kalbte .

Die sollte man dan 10 Tage geben , dan geht schon normale Milch .

Nochmal das beste fuer die Zwei .

Fg.
Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Pinkas am 18. März 2019, 18:52:14

Danke für die guten Wünsche. Und das mit dem Seifenwasser ist nun bei mir gespeichert. Der Tierarzt hat es auch so gemacht.

Es gab am Nachmittag noch ein paar Komplikationen, doch der Tierarzt kam nochmals vorbei und nun hoffe ich, das es gut wird.

Titel: Re: Meine Kühe in Sakon Nakhon
Beitrag von: Pinkas am 26. März 2019, 09:49:49

Nach acht Tagen kann man nun sagen, "Champee" geht es sehr gut und der Mama geht es von Tag zu Tag auch besser. Die schwere Geburt und die Komplikationen scheinen keine Spuren hinterlassen zu haben. Dafür auch ein Danke an unsere Helfer und den Tierarzt.....

          (https://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-jq-5c5a.jpg)

          Ein typisches Brahman-Charolais Kalb. Sie ist sehr zutraulich, ich denke, weil sie am ersten Tag Kuhmilch von einer Milchfarm aus der Flasche von unseren Helferinnen bekam, da die Mutter nicht aufstehen konnte.

          (https://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-jp-f680.jpg)

          Neugierig wie alle Kälber....

          (https://www.bilder-hochladen.net/files/big/knl2-jo-d79c.jpg)

          Sie hat uns am meisten Sorgen bereitet, sie musste zwei Mal mit einem Flaschenzug aufgestellt werden und war die ersten drei Tage sehr schwach. Doch nun scheint sich alles zum Guten gewendet zu haben und wir haben nun neben den neun Mutterkühen drei weibliche Kälber im Stall, die wir auch behalten wollen.

Weil, Ziel ist es, 15 gute Mutterkühe zu haben, mit denen wir dann regelmässig züchten wollen, um ab und zu etwas zu verdienen....