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Thailand-Foren der TIP Zeitung => Sammelsurium => Thema gestartet von: Lung Tom am 06. August 2017, 18:17:30

Titel: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: Lung Tom am 06. August 2017, 18:17:30

Selbst die Vergangenheit ist lebendig. Gibt es doch immer wieder neue Erkenntnisse zu Dingen, die man für selbstverständlich gehalten hat.
Ich lese aus diesem Bereich des öfteren mal was, was aber in den "Verschwörungstheorien" meines Erachtens falsch aufgehoben wäre.

Der erste Artikel soll dem alten "Erzfeind" gewidmet sein:  Napoleon!

Der doppelte Napoleon

In letzter Zeit ist zwischen Historikern ein neuer Streit um die Umstände des Todes von Napoleon Bonaparte ausgebrochen. Nach wie vor gibt es zahlreiche Unklarheiten. Möglicherweise liegt ein Schlüssel zur Lösung des Rätsels in der Stadtchronik der kleinen Stadt Baleycourt in Frankreich.

Dort ist ein gewisser François Eugène Robeaud erwähnt, der in der Stadt 1771 geboren sei. Sein Todesdatum ist verwischt und daher kaum lesbar. Möglicherweise absichtlich?

Wie sich herausstellte, starb Robeaud im Mai 1821 – auf der Insel St. Helena! Und er soll dem Kaiser sehr ähnlich gewesen sein. Starb er statt seiner im fernen Exil?

Napoleon hatte insgesamt vier bekannte Doppelgänger. Einer wurde vor der Schlacht von Waterloo vergiftet, einer wurde gelähmt, als er vom Pferd stürzte, der dritte wurde erschossen. Nur der vierte – eben François Eugène Robeaud – überlebte, um dann ausgerechnet dort zu sterben, wohin der Franzosenkaiser auf Lebenszeit verbannt worden war, und noch dazu zur gleichen Zeit. Ein bisschen zu viele Zufälle! (Der Sturm auf die Bastille fand nicht statt)

Nach der Verbannung Napoleons bewachten die Franzosen den Ex-Kaiser auf der Insel, während die Briten das umgebende Meer überwachten. 1818 ging Inselkommandant General Gourgard in Pension und kehrte nach Frankreich zurück. Startete er ein Komplott, um Napoleons Flucht zu ermöglichen? Einen Monat später verschwanden in Baleycourt Robeaud und seine Schwester spurlos.

Hier gehts weiter:
https://www.pravda-tv.com/2017/08/der-doppelte-napoleon/



Titel: Re: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: Lung Tom am 07. August 2017, 19:59:22
Heute das Neueste aus der Forschung am Grabtuch des "Heilands":

Nanopartikel belegen Blut eines Folteropfers auf dem Grabtuch von Turin

Padua (Italien) – Schon seit Jahrhunderten stellt das sogenannte Turiner Grabtuch Wissenschaftler wie Laienforscher vor zahlreiche Rätsel. Während Skeptiker darin lediglich eine kunstvolle Fälschung des Spätmittelalters vermuten, sehen Gläubige in dem Leinen, auf dem das Körperbild eines gekreuzigten Mannes mit Spuren einer Dornenkrone zu sehen ist, das Grabtuch Christi und verehren es als eine der heiligsten christlichen Reliquien. Neue Analysen von Leinenfasern des Grabtuchs deuten nun daraufhin, dass das darin gebundene Blut tatsächlich das einer Person war, die zuvor gefoltert wurde. Die große Frage rund um das Turiner Grabtuch beantwortet aber auch diese Entdeckung noch nicht.

Wie das Team um Elvio Carlino vom Istituto di Cristallografia und Professor Giulio Fanti von der University di Padova aktuell im Fachjournal „PLoS One“ (DOI: 10.1371/journal.pone.0180487) berichten, entdeckten sie an den untersuchten Leinenfasern biologische Nanopartikel, wie sie für Blut von Patienten ist, die verschiedene gewalttätige Traumata wie etwa Folter durchlebt haben.

„Auf den Fasern entdeckten wir Beweise für biologische Nanopartikel von Kreatin mit daran gebundenen kleinen Nanopartikeln von Eisenoxid. Diese Art, Größe und Verteilung der Eisenoxidpartikel können nicht von Farbaufträgen stammen, sondern sind Ferrihydartkerne von Ferritin. Die Bindung von Ferritineisen an Kreatine finden im menschlichen Organismus im Falle schwerer multipler Traumata statt. Unsere Ergebnisse deuten demnach daraufhin, dass das Leintuch auf Nanoebene ein Gewaltszenario dokumentiert, wie es den Interpretationen des Turiner Grabtuchs als kunstvolle Fälschung (durch Farbauftrag oder sonstige Färbung) widerspricht.“

Die Studie wurde von Wissenschaftlern der University di Padova gemeinsam mit Kollegen des Instituo Officia dei Materiali in Trieste und des Istituto di Cristallografia in Bari, die beide dem Nationalen Forschungsrat Italiens (Consiglio Nazionale delle Ricerche, CNR) angehören.

 Während die neuen Untersuchungen mit neusten Analyseverfahren also die Anwesenheit von Blut eines Folteropfers auf dem Turiner Grabtuch belegt, können sie die Fragen danach, von welchem Folteropfer dieses Blut stammt natürlich nicht beantworten und beweisen damit also noch nicht, dass es sich tatsächlich um das Grabtuch Christi handelt.

© grenzwissenschaft-aktuell.de

Quelle inkl. Fotos:
http://www.grenzwissenschaft-aktuell.de/nanopartikel-belegen-blut-eines-folteropfers-auf-dem-grabtuch-von-turin20170718/
Titel: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: Helli am 07. August 2017, 20:20:35
Die Bindung von Ferritineisen an Kreatine finden im menschlichen Organismus im Falle schwerer multipler Traumata statt.
Diese Traumata-Krankheit haben aber (nach meiner Erkenntnis) die "Gläubigen" aller Religionen, die es ohne die Menschheit ja gar nicht gäbe!
Irgendwo hab' ich auch über dieses Tuch gelesen, dass es im Mittelalter "hergestellt" worden ist. So lange kann selbst der "Messias" nicht gelebt haben! Diese Tatsache (kann man ja heute fast bis auf's Jahr genau feststellen!) wird in Deiner Doku aber mit keinem Wort erwähnt!
Ich hab' vor wenigen Monaten mal ein humoristisch geschriebenes Buch über die Geschichte der Stadt Köln gelesen. Dort wird auch anschaulich die "Beschaffung" der Reliquien im Mittelalter thematisiert (Stichwort: Knöchelche!). Reliquien ganz allgemein dienten zu allen Zeiten nur dazu, Pilger (und damit Geld) zu generieren! Alles Lug und Trug! >:
Titel: Re: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: thai.fun am 12. August 2017, 04:35:33
Newsner Deutsch:
Er rettete 669 Kinder aus dem Holocaust - beobachten Sie das Publikum, als sein Geheimnis gelüftet wird.

https://www.facebook.com/NewsnerDeutsch/videos/592973864206384/
Titel: Re: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: Lung Tom am 12. August 2017, 23:28:31

Du solltest eigentlich wissen, das hier im Forum keine Beiträge zum Holocaust gewünscht sind....
Titel: Re: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: thai.fun am 12. August 2017, 23:37:51

Du solltest eigentlich wissen, das hier im Forum keine Beiträge zum Holocaust gewünscht sind....

Nein wusste ich nicht, sorry, werde es aber nun einhalten.
Ist aus dem Facebook und schon x-tausende male geteilt.
Titel: Re: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: Kern am 13. August 2017, 05:54:19
Newsner Deutsch:
Er rettete 669 Kinder aus dem Holocaust - beobachten Sie das Publikum, als sein Geheimnis gelüftet wird.

https://www.facebook.com/NewsnerDeutsch/videos/592973864206384/


Ein solch positiver Beitrag ist absolut willkommen.
Aber das TIP Forum ist keine Plattform dafür, immer wieder den 2. Weltkrieg neu beleuchten zu wollen, Gräueltaten gegeneinander aufrechnen zu wollen, Schuldfragen hin und her zu wälzen usw.
Titel: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: Helli am 13. August 2017, 18:04:39
Aber das TIP Forum ist keine Plattform dafür, immer wieder den 2. Weltkrieg neu beleuchten zu wollen, Gräueltaten gegeneinander aufrechnen zu wollen, Schuldfragen hin und her zu wälzen usw.
Richtig! Es reicht schon, wenn man in DE die Glotze anmacht!  {[
Titel: Re: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: Lung Tom am 03. September 2017, 20:41:34
Die Hoffnung stirbt zuletzt, mal was bewegendes! Zwar nicht für die Weltgeschichte, aber für alle Suchenden.

Naja, paßt hier zu 95%, auf jeden Fall wichtig, es wird noch weitergesucht:


DRK-Suchdienst
Geschwister feiern ihr Wiedersehen – nach mehr als 72 Jahren

In den Wirren des Kriegsendes verlieren sich die Geschwister Christel und Günter im ostpreußischen Memel. Nun haben sie sich gefunden.

Hier die Geschichte der Geschwister in ein paar Zeilen:
https://www.morgenpost.de/vermischtes/article211751173/Geschwister-feiern-ihr-Wiedersehen-nach-mehr-als-72-Jahren.html

 ;}


Titel: Re: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: Lung Tom am 24. Oktober 2017, 18:42:32

Sind ein paar schöne Fotos bei:

Vormenschen-Zähne im Ur-Rhein sind bis zu 5 Mio Jahre älter als vergleichbare Funde in Afrika

Eppelsheim (Deutschland) – In Sedimenten des Ur-Rheins im rheinhessischen Eppelsheim haben Archäologen zwei Vormenschen-Zähne gefunden, die mit einem Alter von fast 10 Millionen Jahren bis zu 5 Millionen Jahre älter sind als vergleichbare Funde in Afrika. Die Entdeckung könnte die Vorgeschichte des Menschen neu schreiben.

Entdeckt wurden die beiden Zähne bereits im September 2016 und zeigen trotzt ihres hohen Alters “verblüffende morphologische Ähnlichkeiten zu erdgeschichtlich jüngeren Vormenschen (sog. Hominini) aus Afrika”, erläutern die Archäologen um Dr. Herbert Lutz vom Naturhistorisches Museum Mainz.

Hier gehts weiter:
https://www.grenzwissenschaft-aktuell.de/vormenschen-zaehne-im-ur-rhein-sind-bis-zu-5-millionen-jahre-aelter-als-vergleichbare-funde-in-afrika20171023/
Titel: Re: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: Lung Tom am 31. Oktober 2017, 18:57:40

So langsam scheint sich doch was zu rühren, man darf gespannt sein, was noch alles veröffentlich werden kann (davon gibt es jede Menge):

Geschichtslüge der Alliierten entlarvt: Britische Phosphorbomben bei Augsburg gefunden

Es sind oftmals die kleinen Meldungen, die unbemerkt durch die Zensur schlüpfen. Gerade diese können aber manche (Geschichts-)Lüge entlarven. So meldet der Bayerische Rundfunk am 25.10.2017 dass etwas gefunden wurde, das es nach Auffassung der staatlich bestellten Historiker nicht gibt: Britische Phosphorbomben.

Schon vor dem Zweiten Weltkrieg ist der Einsatz von Phosphorbomben als Kriegsverbrechen geächtet worden, insbesondere gegen Städte und Zivilisten. Weißer Phosphor in Phosphorbomben brennt mit 1.300 Grad Celsius und kann nicht gelöscht werden.

Die in britischen Bomben eingesetzte Menge setzt alles im Umkreis von etwa 50 Metern in Brand. (Mehr darüber hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Phosphorbombe). Das von Phosphorbomben ausgelöste Höllenfeuer verbrennt Menschen restlos, auch von den Knochen bleibt nur Staub.

Hier kommt die Historikerkommission ins Spiel, die die Bombentoten von Dresden skrupellos auf 25.000 herunter gefälscht hat.

Weißer Phosphor verbrennt auch Knochen zu Staub

Das IKRK in Genf hat im Frühjahr 1945 in einem Untersuchungsbericht festgestellt, dass mindestens 250.000 Menschen in der Bombennacht von Dresden am 13. Februar 1945 eines grausamen Todes gestorben sind. Das waren nahezu ausschließlich Zivilisten und so handelt sich eindeutig um eines der größten Kriegsverbrechen aller Zeiten.

Selbst die Atombombenabwürfe über Hiroshima und Nagasaki konnten diese Anzahl an Toten nicht erreichen. Da aber nicht sein kann, was nicht sein darf – nämlich, dass die Briten und Amerikaner Kriegsverbrechen begangen haben – wird besonders in Deutschland die wahre Anzahl an Toten in Dresden verleugnet.

Dazu ist extra nach 1990 eine Historikerkommission staatlicherseits berufen worden, die den „Nachweis“ erbringen sollte, dass in Dresden nur ein Zehntel der tatsächlich ermordeten umgekommen ist.

Diese Kommission hat unter anderem versucht, die Anzahl an Toten an gefundenen Gebeinen in den Ruinen festzumachen. Davon waren aber nur sehr wenige dokumentiert. Die Frage musste geklärt werden, woran das liegen könnte.

Die Antwort ist einfach: Die in großen Mengen abgeworfenen Phosphorbomben haben derart hohe Temperaturen verursacht, dass sogar Knochen zu Staub verbrannt sind. Das erklärt auch den gewaltigen Feuersturm, der alles, auch Menschen, aufgesaugt und restlos verbrannt hat.

Dass Phosphorbomben eingesetzt worden sind bestätigen unzählige Augenzeugenberichte, nicht nur meiner Mutter und Großmutter, die in dieser Nacht mit Mühe und Glück dem Inferno entkommen sind. Auch die Eltern von Hubert von Brunn wussten aus eigener Erfahrung, dass auf Würzburg Phosphorbomben abgeworfen worden sind.

 
Die Historikerkommission hatte aber den Auftrag, dieses Kriegsverbrechen klein zu rechnen. So haben sie in Großbritannien Dokumente angefragt, die belegen könnten, dass Phosphorbomben eingesetzt worden sind.

Man muss schon besonders blauäugig sein, oder zielfixiert, wenn man annimmt, dass die Briten Dokumente liefern würden, die ihre Kriegsverbrechen belegen. Die Antwort fiel demnach so aus, wie sie jeder halbwegs integre und denkfähige Mensch erwarten würde: Es gibt keine Aufzeichnungen darüber, dass jemals Phosphorbomben in britische Bomber verladen wurden.

Ich füge an: Und wenn es sie jemals gab, dann kann nur ein Idiot annehmen, dass sie nicht vernichtet worden sind.

Hier gehts weiter bzw. komplett:
https://www.pravda-tv.com/2017/10/geschichtsluege-der-alliierten-entlarvt-britische-phosphorbomben-bei-augsburg-gefunden/
Titel: Re: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: Kern am 31. Oktober 2017, 22:48:56
 {:}

1.
Schon vor dem Zweiten Weltkrieg ist der Einsatz von Phosphorbomben als Kriegsverbrechen geächtet worden, insbesondere gegen Städte und Zivilisten.

Die teilweise Ächtung kam erst nach dem 2. Weltkrieg im Jahre 1949. Mit Gummi-Formulierungen, und beleibe nicht jeder Staat hat dieses Genfer Abkommen unterzeichnet.

2. Im 2. Weltkrieg wurden auch von deutscher Seite Phosphorbomben eingesetzt. Z.B. in den Brandbomben C 50 A und C 250 A

3. Auch in der Neuzeit kommen Phosphorbomben noch zum Einsatz.

Einige Infos dazu z.B. hier >> https://de.wikipedia.org/wiki/Phosphorbombe <<.

---

Bitte, Tom, lass über solche 2.Weltkrieg-Themen Gras wachsen.
Titel: Re: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: Lung Tom am 01. November 2017, 21:06:26

Hallo Achim,

da ich den Hausherrn respektiere, werde ich dazu keine weitere Meinung abgeben und versuche mich auf neutrale Themen, wovon es ja beileibe genug gibt, zu konzentrieren.

Die Versuchung war halt zu groß,  (http://www.smilies.4-user.de/include/Teufel/smilie_devil_049.gif) (http://www.smilies.4-user.de)kann nicht garantieren das nichts mehr kommt, aber ich gebe mir Mühe... 8)

shog dii

Tom
Titel: Re: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: Lung Tom am 14. November 2017, 19:42:58

So, heute mal wieder ein interessanter Artikel zu einer Programmankündigung der UFA:

Die UFA und Wilhelm II. – Fortsetzung der alliierten Propaganda gegen Deutschland?

Der November eines jeden Jahres hat es in Deutschland in sich. Daten, die sich für Deutschland und seine Bürger in die deutsche Geschichte eingebrannt haben, sind mit diesem Monat verbunden.

Der Fall der Mauer am 9. November des Jahres 1989 zählt dazu ebenso wie der des Jahres 1938 mit dem aggressiven Vorgehen der Nationalsozialisten gegen die Angehörigen jüdischen Glaubens.

Ausgeklammert wird gerne, dass ein weiterer Novembertag das Deutsche Reich aus der Spur geworfen hatte, und zwar der 11. November 1918, der Tag der Unterzeichnung des Waffenstillstandes im Wald von Compiègne. Diese Unterschrift und die unter berechtigtem Protest vollzogene weitere Signatur unter dem Diktat von Versailles am 28. Juni 1919 besiegelten das Schicksal Deutschlands.

Doch wen interessiert das heute hierzulande? Spielen diese Daten denn noch eine Rolle bei denjenigen, die das Leid am Ende des Ersten Weltkrieges verband und die bis heute mit den Folgen konfrontiert sind?

Seit einer Ankündigung aus der Vorwoche gibt es eine Antwort auf diese Frage: Die Menschen werden nicht umhin kommen, sich dafür zu interessieren, alleine deshalb, weil die UFA sich der Thematik annehmen wird. Die Babelsberger Studios planen die Geschichte des letzten deutschen Kaiser, Wilhelm II., auf die Fernsehschirme zu bringen.

Das wird die Zuschauer umtreiben, denn Mehrteiler aus dem Hause UFA haben es in sich. Zuletzt konnte man sich darüber ein Urteil bilden, als die Sternstunden in der Entwicklung der Berliner „Charité“, jener medizinischen Ausnahmeeinrichtung, die es schon im kaiserlichen Deutschland gab, verfilmt wurden. Viele verfolgten gebannt diese außergewöhnliche Serie.

Bislang ist es nur die Ankündigung, ein derartiges Projekt mit dem Titel „Wilhelm – Der letzte Kaiser“ realisieren zu wollen. Doch die reicht schon aus, eine Erwartung bezüglich der Auswirkungen eines derartigen Fernsehmehrteilers auf die breite Bevölkerung zu formulieren.

Das, was die UFA präsentieren könnte, wird den Deutschen vorgeben, wie sie sich ein Schlüsseljahrzehnt ihrer eigenen Geschichte vorzustellen haben – und das auf lange Zeit hin. Umso mehr wird von Bedeutung sein, wie inhaltlich die Schwerpunkte gesetzt werden.

Wie hartnäckig sich Dogmen in den Köpfen festsetzen können, kennt man aus der frühen Geschichte der Bundesrepublik. Fritz Fischer hatte das Bild von der Alleinschuld Deutschlands über Jahrzehnte hinweg geprägt, bis ihn schließlich 2012 der Commonwealth-Brite Christopher Clark mit seinen Thesen schlafwandlerisch, wenn man so will: vornehm, mit einem Federstrich entsorgt hatte.

Nach Clark waren jetzt irgendwie alle in Europa schuld an der „Urkatastrophe“. Aber selbst bei ihm blieb ein schaler Beigeschmack zurück. Denn man wird den Eindruck nicht los, eine Gesamtverantwortung werde nur postuliert, um die britische Sonderrolle für den Ausbruch des Ersten Weltkrieges schamhaft zu verdecken.

Der UFA geht es, nach dem was bisher darüber in deutschen Medien zu lesen war, nicht um eine Auseinandersetzung mit solchen Fragen. Jedenfalls nicht direkt. Vielmehr solle sich die Story um die Persönlichkeit Wilhelms des Zweiten drehen, des Letzten, wie Rolf Hochhuth den Kaiser in einer Ballade genannt hatte (Geschichtslügen: England und die Deutschen – die perfiden Strategien des British Empire).

Immerhin ging dieser in Berlin „Unter den Linden“ ohne Personenschutz spazieren, wenn man einmal von dem Offizier absah, der zehn Schritte hinter dem Kaiser lief und nicht wirklich abschreckend wirkte auf jenem Boulevard, der so anschlagsgefährdet war zu der Zeit. Heutige Repräsentanten des Staates halten es da ganz anders, wenn sie abgeschirmt von umfangreichem Personenschutz „huschend“ ihre Bürgerinnen und Bürger passieren …

Es geht noch weiter bzw. hier komplett:
https://www.pravda-tv.com/2017/11/die-ufa-und-wilhelm-ii-fortsetzung-der-alliierten-propaganda-gegen-deutschland/
Titel: Re: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: Kern am 15. November 2017, 01:51:28
Hallo Tom


Falls Dir solcher Stoff ausgehen sollte, könntest Du hier Nachschub finden:

>> https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Kriegen_und_Schlachten_im_19._Jahrhundert <<
...und ...
>> https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Germanischen_Kriege <<
Titel: Re: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: Lung Tom am 15. November 2017, 20:46:52

Guten Abend Achim,

vielen Dank für Deine Anregungen, die ich natürlich berücksichtigen werde.

Auch in den angesprochenen Themenbereichen gibt es immer mal wieder was Interessantes zu entdecken.

 [-]

Tom
Titel: Re: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: Lung Tom am 19. November 2017, 19:01:16

Aus Anlass des Volkstrauertages:

Die heimliche Deutsche Hymne – Zum Volkstrauertag
Veröffentlicht am 19. November 2017 von conservo
(

„Ich hatt´ einen Kameraden…“

Man mag es fast nicht glauben, aber in der zentralen Gedenkfeier unserer Bunten Republik zum Volkstrauertag, in diesem “an seinen Traditionen irre gewordenen Land”, soll es wieder im Bundestag erklingen, das Lied vom Guten Kamerad.

Beweist es also, dass doch nicht alles ausgelöscht werden kann, was im kollektiven Gedächtnis einer Nation, eines Volkes eingegraben ist. Und dazu gehören ganz sicher Lieder, oder “Musikalische Standardtypen”, wie das genannte.

Für den nachfolgenden Artikel, erschienen im Schwäbischen Tagblatt vom 15. November 1997 (auch hier zu lesen), erhielt der Journalist Kurt Oesterle seinerzeit den Journalistenpreis der deutschen Zeitungen – Theodor-Wolff-Preis.

Die heimliche deutsche Hymne

Von Kurt Oesterle

Der gute Kamerad

* Ich hatt einen Kameraden,Einen Besseren findst du nit

Die Trommel schlug zum Streite,
Er ging an meiner Seite
in gleichem Schritt und Tritt.

* Eine Kugel kam geflogen,
gilt’s mir oder gilt es dir?
Ihn hat es weggerissen,
Er liegt mir vor den Füßen,
Als wär’s ein Stück von mir.

Will mir die Hand noch reichen,
Derweil ich eben lad.

* Kann dir die Hand nicht geben,
bleib du im ew’gen Leben

Mein guter Kamerad!

Wie bei den meisten Volksliedern sind seine Urheber vergessen. Auch sein Titel ist eher unbekannt. Wer das Lied kennt, glaubt gern, es heiße: »Ich hatt einen Kameraden«, doch das ist nur sein erster Vers. Sein richtiger Titel lautet: »Der gute Kamerad«, und es wurde 1809 von Ludwig Uhland in Tübingen gedichtet, Friedrich Silcher gab ihm 1825, ebenfalls in Tübingen, die Melodie. Das Lied entfaltete eine beispiellose Wirkung. Es wurde nationales Trauerlied, ertönte an Kriegsgräbern und an den Gräbern von Zivilisten. Heute ist es nur noch am Volkstrauertag zu hören, zum Gedenken an die Opfer beider Weltkriege sowie deutscher Gewaltherrschaft. Der Soziologe Norbert Elias entdeckte in ihm einen Widerhall kollektiver Todesphantasien.

Im Gedächtnis unseres Volkes geblieben

Bis in die Gegenwart hat das Lied sich im kulturellen Gedächtnis der Deutschen gehalten. Als Frontgespenst geistert der »Gute Kamerad« durch Heiner Müllers Werk, und selbst in Kassibern der »Roten-Armee-Fraktion« blitzen seine Worte auf.

Der Bundespräsident traute dem »Guten Kameraden« nicht. Er ließ einen Mitarbeiter beim Volksliedarchiv in Freiburg anfragen, woher Text und Musik stammten und welche »Aufführungstradition« das Lied habe. Erwünscht war eine »zuverlässige Rudimentärunterrichtung«, wie es in dem Brief vom 7. September 1993 in schönstem Bundespräsidialdeutsch heißt. Welche Sorge den ersten Mann der Republik wegen des Lieds plagte, verraten Notizen eines Archivars unter dem Briefkopf: »Neue Wache in Berlin – Einigungsvertrag – Wehrmachtstradition«. Mit anderen Worten: Paßte das Lied noch in die politische Gedenkkultur des wiedervereinigten Deutschland?

Im Westen gehört es zum Zeremoniell des Volkstrauertags. »Es wird gebeten, nach der Totenehrung stehenzubleiben, bis das Lied verklungen ist«, lautete die Bitte auf den Einladungskarten zur zentralen Gedenkfeier im Bonner Bundestag. Bei Trauerfeiern der Bundeswehr intoniert ein Solobläser das Lied »nach Absenken des Sarges«. Im Osten war die Uhland-Silcher-Tradition abgebrochen. Andere Töne begleiteten dort die Gedenkfeiern von Partei und Armee: Chopins Trauermarsch oder die Arbeiterlieder »Unsterbliche Opfer« und »Der kleine Trompeter«. Geteiltes Land, geteilte Lieder. Nichts, was zusammenklingen könnte.

Die Antwort des Archivs an den Bundespräsidenten war tröstlich: Seit 1918, also auch in der Weimarer Demokratie, sei das Lied bei staatlichen Totenfeiern »aufgeführt« worden. Selbst so erhabene Konkurrenz wie Beethovens »Eroica«, Wagners »Parsifal«-Vorspiel und Chopins »Marche funèbre« hätten es nicht verdrängen können. »Im Alltagsleben des Durchschnittsmenschen gibt es einige musikalische Standardtypen«, schließt der Archivar, »dazu gehört ›Stille Nacht‹, Mendelssohns Hochzeitsmarsch und das Lied vom ›Guten Kameraden‹. Diese Standardtypen sind kaum durch etwas anderes zu ersetzen. Deshalb glaube ich nicht, daß es gelingen könnte, den ‚Guten Kameraden’ zu entthronen.«

Hier gehts weiter:
https://conservo.wordpress.com/2017/11/19/die-heimliche-deutsche-hymne-zum-volkstrauertag-2/

..in der Alternativen Musik gibts das Stück zu hören!
Titel: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: Helli am 19. November 2017, 19:16:14

Aus Anlass des Volkstrauertages:

Die heimliche Deutsche Hymne – Zum Volkstrauertag
Veröffentlicht am 19. November 2017 von conservo
Hallo Tom, ich lese diesen "conservo" ja auch ab und zu, aber der von Dir hier zitierte Artikel ist absolut sinnbefreites Geschwurbel! Der Redaktion ist wohl wegen einer leeren Seite nichts anderes eingefallen! Der "conservo" bezeichnet sich selbst als konservativ und liberal und lässt hier einen Schreiberling sich über ein traditionelles Trauer-Liedchen lustig machen. "Heimliche Deutsche Hymne"? Einfach nur lächerlich! "Humba Täterä" aus Mainz wird wahrscheinlich öfter gesungen! {:}
Titel: Re: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: Lung Tom am 26. Januar 2018, 16:49:28

Zu dem Thema "City of London" habe ich schon einiges gelesen, hier ein Artikel, der sich ganz gut als Einstieg in dieses Thema eignet:

Die Weltmacht „City of London“ und ihre unglaublichen Geheimnisse

Mitten in London liegt die reichste Quadratmeile der Welt. Der Vatikan des Kapitals. Die exterritoriale Weltmacht City of London birgt viele Geheimnisse. Die Bank of England als private Zentralbank, die unbegrenzt britische Pfund drucken kann. Einen enormen Reichtum von Familien, der in zahlreichen Entwicklungsländern als privaten Überseebesitzungen zusammengerafft wurde. Und die Realität eines unantastbaren Steuerparadieses, das sich über mehrere Kontinente erstreckt.

Autor: Wolfgang Freisleben

Was haben die Mainstream-Medien nicht schon alles geschrieben, wie nachteilig sich der Brexit für Großbritannien auswirken wird. Vor allem für die Banken! Viele werden ihren Sitz verlegen, liest man – raus aus dem Vereinigten Königreich (UK) nach Frankfurt und Paris. Hauptsache, sie bleiben in der EU.

Kann schon sein. Aber bestenfalls mit Tochterfirmen. Denn die Zentralen bleiben auf der Insel. Zumindest registriert in der „City“, die nie Mitglied der EU war. Jenes alten Stadtteils mitten in London, der sich nicht nur als mächtigstes Finanzzentrum der Welt ausweist, sondern auch als unantastbare größte Steueroase.

Akkumulation des Kapitals in der ältesten Gemeinde Englands
Gestützt auf die enorme Kapital-Akkumulation hat sie über die Jahrhunderte einen besonderen Status mit Steuerfreiheit vom Vereinigten Königreich behauptet. Nirgendwo anders ist das Schlagwort so berechtigt wie in der City: Geld regiert die Welt.

Englands mächtigste Finanz- und Wirtschaftsinstitutionen befinden sich hier: Reiche Banken wie die 1811 gegründete weltgrößte Privatbank N.M. Rothschild & Sons mit der Adresse New Court, St. Swithin’s Lane; die 1694 gegründete, 1946 verstaatlichte und seit 1998 wieder im privaten Eigentum stehende Zentralbank „Bank of England“ (BoE) in der Threadneedle Street; die Londoner Aktienbörse – seit 2004 am Paternoster Square unweit der St. Paul’s Cathedral.

Unzählige andere – auch ausländische – Banken, Investmentgesellschaften, Versicherungen und internationale Handelskonzerne haben gleichfalls hier eine Adresse. Auch wenn es nur eines von vielen Firmenschildern an bescheiden kleinen Häusern ist. Wie in Steuerparadiesen eben so üblich.

Etwa 14 Prozent des britischen Bruttoinlandsproduktes werden hier steuerschonend erwirtschaftet. Das hier veranlagte Privatvermögen macht über fünf Billionen Euro aus.

Hier komplett:
http://www.freisleben-news.at/die-weltmacht-city-of-london-und-ihre-unglaublichen-geheimnisse/
Titel: Re: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: Lung Tom am 16. Februar 2018, 19:38:49

Hier ein interessantes Interview mit Willy Wimmer zu Themen der jüngeren Geschichte und der Gegenwart:


WWI in unseren Köpfen…
Donnerstag, 15. Februar 2018

Willy Wimmer :„Redet doch darüber bei der am Wochenende stattfindenden Kriegskonferenz In München, statt angelsächsische Dauerkriege anzustacheln“

WE: Ist dieses berüchtigte angelsächsische Imperium weiterhin aktiv? Es sieht im Moment wieder so aus, als wären die Karten neu gemischt worden.

Willy Wimmer:

Das muss man ja annehmen, wenn man die heutige Situation  nüchtern betrachtet. Man kann einen historischen Vergleich ziehen. Die Mittelmächte - Österreich-Ungarn und das Kaiserliche Deutschland - haben am 08. Januar 1918 auf die berühmten 14 Punkte des amerikanischen Präsidenten Wilson vertraut.

Wilson schien für den europäischen Kriegsschauplatz eine Lösung anzubieten, die der tatsächlichen Situation auch entsprach und einen dauerhaften Frieden in Europa in Aussicht stellte. Das war der Grund die Waffen niederzulegen und in den Waffenstillstand aus dem November 1918 zu gehen. Wir wissen alle, dass mit dem Diktat von Versailles alles in das genaue Gegenteil verkehrt und die Grundlage für ein weiteres europäisches Elend gelegt worden ist - für den Zweiten Weltkrieg. Die Mittelmächte hatten seinerzeit genau so auf die Amerikaner vertraut, wie es offenbar die sowjetische Führung am Ende des Kalten Krieges getan hat. Es geht um die Aussage aus Washington - natürlich auch aus dem damaligen Bonn - unter keinen Umständen die NATO nach Osten auszudehnen und die Fragilität, die Empfindlichkeit, der europäischen Situation zwischen der Elbe und Brest nicht auszunutzen. Wir haben unter historischen Gesichtspunkten 1918 gesehen, dass der amerikanische Betrug in die Katastrophe geführt hat und zwar, was die gesamte Welt anbetrifft. Und jetzt müssen wir heute gemeinsame Anstrengungen unternehmen, damit uns der erneute Betrug, der auch mit der europäischen Geschichte und der europäischen Entwicklung in Verbindung zu bringen ist, nicht in die nächste Katastrophe führt.

WE: Meinen Sie mit der neuen Entwicklung die gerade angestellten NATO-Überlegungen zu Köln/Bonn und auch die Tatsache, dass Deutschland seine Goldreserve nicht komplett aus den USA ausführen kann/darf?

Willy Wimmer:

Wir haben es hier mit einer Summe von Einzelheiten zu tun, die jede für sich ein abendfüllendes Thema sein könnte. Dazu zählen diese beiden Komponenten natürlich auch. Wir müssen uns aber auch strategisch fragen, warum das alles so abläuft. Und da hat sich seit Anfang des vergangenen Jahrhunderts vermutlich nicht viel geändert. Diese gesamtstrategische Komponente besteht darin, dass die Vereinigten Staaten als Inselnation alles unternehmen, um die Gegenküsten in Europa und in Asien unter Kontrolle haben zu wollen, beziehungsweise nicht zu verlieren. Und auf der europäischen Seite ist eine weitere Komponente dazu gekommen. Die russischen Rohstoffvorkommen wecken schon seit über hundert Jahren amerikanische Begehrlichkeiten und offensichtlich besteht da die Vorstellung, dass man die Zukunft ohne einen direkten - von Moskau nicht kontrollierten - Zugang zu den Rohstoffen nicht gestalten kann. Das heisst, wir haben es mit Detailergebnissen zu tun, die in dieses Gesamtkonzept passen. Aber wir haben es auch mit einer Gesamtentwicklung zu tun, die wir vielleicht nur deshalb beurteilen können, weil wir Jahrzehnte des Friedens - wenn auch teilweise eines spannungsgeladenen Friedens - hinter uns haben. 

Hier komplett:
http://www.world-economy.eu/details/article/wwi-in-unseren-koepfen/
Titel: Re: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: namtok am 17. Februar 2018, 01:49:44
Auf der  Münchner Sicherheitskonferenz sitzen Freunde, Gegner und auch "Feinde" jedes Jahr ziemlich einträchtig nebeneinander, weswegen es wohl kaum angebracht ist , von einer "Kriegskonferenz" zu sprechen.
Titel: Re: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: Lung Tom am 17. Februar 2018, 19:09:47

Es kann sich ja jeder selber ein Bild von dem Artikel machen. Die Reduktion auf die SiKo finde ich etwas kurz gegriffen, zumal diese Veranstaltung - und ihre "Regularien" - ja nicht unumstritten sind. Für mich sind Artikel und Interviews mit Willy Wimmer jedenfalls immer recht erfrischend  ;}
Titel: Re: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: Lung Tom am 25. Februar 2018, 18:54:53

Heute ein interessanter Artikel aus Frankreich. Gibt ja vieles, was heute auch in Frankreich unter dem Deckel gehalten wird, und das nicht nur im Bereich Kolonialpolitik - und ob er nun relativiert oder nicht, das ist hier nicht mein Interesse:

Autobiographie: Front National Gründer Jean-Marie Le Pen relativiert deutsche Besatzung Frankreichs


 Der Zeitpunkt ist sorgfältig gewählt: Mitten im Machtkampf zwischen Marine Le Pen und ihrem Vater um die ideologische Vorherrschaft beim Front National, veröffentlicht Jean-Marie Le Pen den ersten Band seiner Memoiren. Und der hat es in sich.

von Timo Kirez

Der rechtsnationale Front National steht vor einer Zerreißprobe. Während Marine Le Pen versucht, die Partei ideologisch zu entrümpeln und sie politisch in die bürgerliche Mitte zu rücken, lässt ihr Vater und Parteigründer Jean-Marie Le Pen keine Gelegenheit ungenutzt, seiner Tochter in die Parade zu fahren. Am 10. Und 11. März findet in Lille ein Parteitag des Front National statt, bei dem unter anderem eine Namensänderung beschlossen werden soll.   
Ein Demonstrant trägt eine Maske, die das Gesicht von Jean-Marie Le Pen, dem Gründer des Front National, mit den Haaren seiner Tochter Marine Le Pen, Kandidatin der Partei für die Präsidentschaftswahlen 2017, zeigt.
Mehr lesen:Richtungsstreit bei Front National: Jean-Marie Le Pen droht seiner Tochter mit "Straßenschlachten"

Geschickt lancierte ihr Vater, der weiterhin Ehrenvorsitzender des Front National ist, nun erste Auszüge seiner Memoiren. Die französischen Zeitungen Le Parisien und Le Point veröffentlichten mehrere Auszüge aus dem ersten Band, der voraussichtlich am 1. März erscheinen wird. Jean-Marie Le Pen spricht in den Auszügen über seine Jugend und wie nicht anders zu erwarten über seine ganz persönliche Sicht auf bestimmte Episoden der französischen Geschichte.

Die nun veröffentlichten Auszüge dürften Marine Le Pen zur Weißglut treiben. Ihre Bemühungen, den Front National aus der rechtsextremen und geschichtsrevisionistischen Ecke zu führen, werden einmal mehr von dem Mann konterkariert, dem sie ihre eigene Karriere verdankt – ihrem Vater. So verteidigt Le Pen Senior unter anderem den berüchtigten Maréchal Philippe Pétain, der am 22. Juni 1940 den deutsch-französischen Waffenstillstand von Compiègne unterschrieb und damit de facto die Kapitulation Frankreichs erklärte.

Anschließend verlegte Pétain den Sitz der Nationalversammlung nach Vichy, es entstand das sogenannte "Vichy-Regime", das sich von der republikanischen Tradition der französischen Revolution abwandte und die Verfassung der Dritten Republikaußer Kraft setzte. Mit den ersten Konstitutionsakten brachte Pétain "eine die Rechte von Arbeit, Familie und Vaterland garantierende Verfassung für den État français" auf den Weg und erklärte sich selbst zum Chef de l'État (Staatschef). Dabei stattete er sich mit nahezu absoluten Vollmachten gegenüber Exekutive, Legislative und Judikative aus.

Wegen der staatlichen Kollaboration mit dem Nazi-Regime, der autoritären Innenpolitik sowie zunehmender deutscher Repressalien verlor das Vichy-Regime ab dem Jahr 1942 spürbar an Rückhalt in der Bevölkerung und geriet in immer stärkere Abhängigkeit zum Deutschen Reich. Die Aufstellung einer Freiwilligenlegion zur Unterstützung der Wehrmacht im Kampf gegen den Bolschewismus in der Sowjetunion radikalisierte zudem den kommunistischen Widerstand in Frankreich und brachte der Résistance regen Zulauf.

Auf Druck des Deutschen Reiches hin ernannte Pétain den deutsch-freundlichen Pierre Laval nach dem Jahr 1940 auch zwei Jahre darauf erneut zu seinem Stellvertreter und Regierungschef. Laval intensivierte die Kollaboration, indem er unter anderem die verstärkte Zuführung von französischen Zwangsarbeitern für die deutsche Kriegswirtschaft und die Deportation von Juden organisierte. Zu diesem Zweck gründete er mit der Milice française eine paramilitärische Einheit, die eng mit der deutschen Besatzungsmacht zusammenarbeitete.

Nach Kriegsende wurde Pétain am 14. August 1945 in Paris von einem Kriegsgericht wegen Kollaboration mit dem Feind und Hochverrats nach mehrwöchigem Prozess für schuldig befunden und zum Tod verurteilt. Der erste Regierungschef Charles De Gaulle begnadigte Pétain, doch dieser musste dennoch eine lebenslange Haftstrafe verbüßen. Seine bürgerlichen Ehrenrechte wurden ihm aberkannt. Pétain verstarb im Jahr 1951 während seiner Haftzeit auf der Atlantikinsel Île d'Yeu.

Hier gehts noch interessanter weiter:
https://deutsch.rt.com/europa/65654-memoiren-front-national-gruender-jean-marie-le-pen-relativiert-deutsche-besatzung-frankreichs/
Titel: Re: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: Lung Tom am 23. März 2018, 18:46:48

Ata war ein Fötus
Rätsel um Mini-Mumie aus Chile gelöst: Es ist ein Erdling

Ein seltsames mumifiziertes Wesen wird in der Wüste gefunden. Ein Außerirdischer? Genforscher haben den Körper, nicht länger als ein Bleistift, jahrelang untersucht. Nun sind sie sicher, worum es sich handelt.


(http://up.picr.de/32180222mc.jpg)

San Francisco. Die Herkunft der geheimnisvollen Mini-Mumie aus Chile, die manche als Überreste eines Außerirdischen ansahen, ist enträtselt.

Fünf Jahre intensiver DNA-Forschung zeigen: Das winzige, nur 15 Zentimeter lange mumifizierte Skelett mit dem bizarr langgezogenen Schädel und den übergroßen Augenhöhlen ist eindeutig das eines weiblichen Menschen.

Der Fund in einem verlassenen Örtchen in der chilenischen Atacama-Wüste hatte 2003 für einiges Aufsehen gesorgt. Sogar ein Dokumentarfilm über die angeblich außerirdische Herkunft des Mini-Wesens, nach seinem Fundort Ata genannt, wurde gedreht.

Tatsächlich litt der kleine, wohl durch eine Frühgeburt zur Welt gekommene Mensch an einer Vielzahl genetischer Mutationen, die die diversen Knochen- und Schädel-Fehlbildungen hervorbrachten, berichten Forscher der University of California (San Francisco) und der Stanford University (Stanford) nun in einem abschließenden Artikel im Fachjournal "Genome Research".

Von vielen dieser Genveränderungen wüsste man bereits, dass sie eine Rolle bei Kleinwuchs, Skoliose und Fehlbildungen an Muskeln und Knochen spielten. Andere Mutationen hingegen seien zwar als mögliche Auslöser von Erkrankungen bekannt, aber bisher noch nie mit solchen Entwicklungsstörungen in Verbindung gebracht worden.

Hier gehts weiter:
https://www.morgenpost.de/web-wissen/article213798215/Raetsel-um-Mini-Mumie-aus-Chile-geloest-Es-ist-ein-Erdling.html

...weitere Infos gibt es auch noch hier:
https://www.grenzwissenschaft-aktuell.de/ohne-zweifel-ein-mensch-abschlussbericht-erklaert-anomalien-der-atacama-mumie20180322/
Titel: Re: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: goldfinger am 27. März 2018, 18:55:50
Mao wie Churchill: Neue Sicht auf alte Massenmörder

(http://up.picr.de/32222211zq.jpg)

Er war völlig skrupellos. Er hätte notfalls Tausende Menschen vergast. Er war ein Rassist, und ein Massenmörder war er sowieso: Die Rede ist von Winston Churchill.

Denn es war Churchill, der die Zerstörung deutscher Städte zum reinen Terror durchsetzte. Er war es, der schon als Verteidigungsminister die Bombardierung irischer Ortschaften gefordert hatte. Er verantwortete als Kolonialminister die Ausradierung ganzer Städte in Mesopotamien. Er betrieb in Afghanistan eine Politik der verbrannten Erde, bei der nicht nur Dörfer, sondern gezielt die Ernten zerstört wurden. Er liess Konzentrationslager in Kenia errichten. Er forderte den Einsatz von Giftgas gegen Aufständische in Indien (womit er sich allerdings im Kabinett nicht durchsetzen konnte).

Und insbesondere überbürdet Tharoor dem Heldenpremier der Briten grosse Verantwortung an der Hungersnot in Bengalen 1943: Bei dieser humanitären Katastrophe starben mehrere Millionen Menschen – derweil die britische Kolonialverwaltung nur zögerlich reagierte. Churchill meinte an einer Kabinettssitzung, die Inder müssten sich ja auch nicht vermehren wie die Hasen.

Eine ähnliche Verschiebung nahm soeben Ian Johnson vor, ein berühmter Kenner der Geschichte Chinas. Der Pulitzerpreisträger veröffentlichte einen neuen Aufsatz mit der aufreizenden alten Frage: «Who Killed More: Hitler, Stalin, or Mao?». Wer war der üblere Massenmörder?

Dabei wurden in Maos «grossem Sprung» ganze Dorfschaften zerstört, versklavt zum Bau von Industriebetrieben, Kanälen und Staudämmen, derweil die Felder verrotteten. Nackter Terror bildete die Begleitmusik.

Der kommunistische Megaplan endete als wohl grösste Hungerkatastrophe aller Zeiten. Nach heutigen Schätzungen starben gewiss 35 Millionen Chinesen, es könnten auch bis 45 Millionen Opfer gewesen sein. Ian Johnson nennt Maos Kampagne «the most infamous experiment in social engineering», das infamste Experiment mit einer ganzen Gesellschaft.

https://blog.bazonline.ch/historyreloaded/index.php/2568/mao-wie-churchill-neue-sicht-auf-alte-massenmoerder/ (https://blog.bazonline.ch/historyreloaded/index.php/2568/mao-wie-churchill-neue-sicht-auf-alte-massenmoerder/)
Titel: Re: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: Lung Tom am 28. März 2018, 20:40:45

Ich bin jetzt selber unschlüssig, hoffe den richtigen Pfad gefunden zu haben:

Das ganze Bild: Beatrix von Storch trifft Prof. Ulrich Kutschera

https://youtu.be/BebukDVgNAM

https://youtu.be/Eilj81Kvl98
Titel: Re: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: Lung Tom am 21. Mai 2018, 20:55:37

Mal wieder ein Artikel, hinter dem ich stehe, habe die wichtigste Passage sogar fett gemacht:


Vor 400 Jahren: Der 30-jährige Krieg beginnt, am Ende fehlt ein Drittel der deutschen Bevölkerung


Deutschland war in der Vergangenheit oft und ist in der Gegenwart immer noch Spielball ausländischer Interessen, nicht selbstbestimmt, sondern von Fremden dominiert. Dies wurde auf besonders grausame Art und Weise im Dreißigjährigen Krieg (1618-1648) spürbar. Ihm kommt in der Geschichte des Abendlandes weit mehr als anderen Epochen eine in der Tat immerwährende Aktualität zu.

Zersplitterung und Uneinigkeit

Nicht nur für die gesamte Entwicklung Europas, sondern auch und speziell für Deutschland bildet er einen mehr als traurigen Markstein. Es sank nämlich in ihm zu einem Schlachtfeld fremder Mächte herab, und eine Hauptursache dafür waren ebenso seine territoriale Zersplitterung wie seine politische und religiöse Uneinigkeit. Diese war trotz des Augsburger Religionsfriedens von 1555, der die politischen Kämpfe der Reformation zu einem Abschluss gebracht hatte, bestehen geblieben. Übrigens kann der Religionsfriede von Augsburg auch deutlich kritischer bewertet werden, als dies sehr viele Historiker tun: Er war die erste Festschreibung einer Teilung Deutschlands und gab den partikularen Elementen in deutschen Landen gewaltigen Auftrieb. Die Landesfürsten gelangten in den Genuss einer bis dahin niemals erlebten Machtfülle, die sie für sich selbst äußerst geschickt, doch zum Schaden für Deutschland einsetzten – eben in dem großen Krieg, der am 23. Mai 1618 mit dem Prager Fenstersturz entfesselt wurde.

Jeder dritte Deutsche starb durch den Krieg

Der Dreißigjährige Krieg verwüstete Deutschland und brachte rund ein Drittel seiner Bevölkerung zu Tode. Die Zentralgewalt unterlag letztlich den partikularen Kräften der nach Eigenständigkeit strebenden Reichsfürsten, von denen viele in reichsverräterischer Manier mit den ausländischen Mächten wie Frankreich und Schweden verbündet waren. Die deutsche Kleinstaaterei allerdings wurde durch den Westfälischen Frieden von 1648 völkerrechtlich festgeschrieben und öffnete in verhängnisvoller Weise dem Ausland Tür und Tor für seine machtpolitischen Eingriffe in deutsche Angelegenheiten.

Deutscher Dualismus wirkt bis heute

Am Ende stand die Auflösung des Heiligen Römischen Reichs Deutscher Nation am 6. August 1806 durch die Niederlegung der Kaiserkrone durch Franz II. unter dem Druck eines Ultimatums, das ihm der Franzosenkaiser Napoleon I. gestellt hatte. Doch damit nicht genug: Die erste, konfessionelle Spaltung, die im Jahr 1555 festgeschrieben wurde, wirkte verhängnisvoll weiter. Denn der daraus entstandene deutsche Dualismus, der 1866 zugunsten des protestantischen Preußens entschieden wurde, machte das 1871 ins Leben getretene Reich zu einem Staat, der wesentliche Teile deutscher Länder, allen voran Österreich, das Jahrhunderte lang die deutschen Kaiser stellte, draußen ließ.

Neueste Publikation zum Thema

Wer sich über die Hintergründe, den Verlauf und das Ende des Dreißigjährigen Krieges informieren möchte, dem sei die Eckartschrift von Mario Kandil zum Thema empfohlen. Sie zeigt darüber hinaus in oftmals beklemmender Manier Parallelen zu heutigen Zuständen auf und macht dem Leser eines klar: Wenn Deutschland uneins ist und lieber sich selber zerfleischt, als seine eigenen Interessen zu verfolgen, liefert es sich dem bedenkenlos egoistisch handelnden Ausland selbst als Sklave und Wirtstier aus. Solange dies hierzulande nicht von breiten Schichten des Volkes erkannt wird und solange keine Politik zugunsten deutscher Interessen stattfindet, wird die Rolle Deutschlands immer nur die eines von Fremden bestimmten Objekts bleiben.

Quelle:
https://www.unzensuriert.at/content/0026889-Vor-400-Jahren-Der-30-jaehrige-Krieg-beginnt-am-Ende-fehlt-ein-Drittel-der-deutschen

PS: Ich werd mir das Büchlein besorgen.
Titel: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: Helli am 22. Mai 2018, 17:21:14

Mal wieder ein Artikel, hinter dem ich stehe, habe die wichtigste Passage sogar fett gemacht:

Vor 400 Jahren: Der 30-jährige Krieg beginnt, am Ende fehlt ein Drittel der deutschen Bevölkerung


Deutschland war in der Vergangenheit oft und ist in der Gegenwart immer noch Spielball ausländischer Interessen, nicht selbstbestimmt, sondern von Fremden dominiert. Dies wurde auf besonders grausame Art und Weise im Dreißigjährigen Krieg (1618-1648) spürbar. Ihm kommt in der Geschichte des Abendlandes weit mehr als anderen Epochen eine in der Tat immerwährende Aktualität zu.
Hhhmmm, und wenn es Deutschland erst seit 1871 gäbe (wie ich es in der Schule gelernt habe)?
https://de.wikipedia.org/wiki/Deutschland#Deutsches_Kaiserreich_(1871–1918)
https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Sprache#Sprachgeschichte_und_Lautwandel
Titel: Re: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: Lung Tom am 12. Juni 2018, 21:19:39

Kaiser Wilhelm sollte 1918 getötet werden…
8. Juni 2018
by Julius Rabenstein

… und zwar von der „Wertegemeinschaft“ mithilfe eines Bombenangriffs auf das Schloß, in dem er wohnte. Das berichtet der britische „Independent“.

Frühjahr 1918: Die deutsche Offensive in Frankreich hatte die Front ca. 60 km weit Richtung Paris verschoben.

Im Laufe der Schlacht nahmen die Franzosen („communauté de valeurs“) deutsche Soldaten gefangen, die im Verhör durch den französischen Geheimdienst den Aufenthaltsort des Kaisers nannten..

Briten und Franzosen beschlossen, den Kaiser zu töten.

Am 30. Mai 1918 griffen 12 britische De Havilland-4-Bomber das Schloß von Trelon, wo der Kaiser wohnte, mit bis zu einem Dutzend 50kg Bomben und bis zu 24 11kg Bomben an.

Feinfühlig, wie die Wertegemeinschaft („community of values“) nun mal ist, hatte man sich sogar die Erlaubnis zur Zerstörung des Schlosses beim Eigentümer, Graf Frédéric de Merode, eingeholt. Echte Gentlemen eben!

Der Bombenangriff lief aber schief, das Schloß wurde nur leicht beschädigt. Und der Kaiser war schon am Vortage abgereist..

Wie schön, daß wir Deutschen seit 1945 auch zur Wertegemeinschaft gehören. Jetzt kann man mit gutem Gewissen morden, bombardieren und erobern. Denn man ist ja automatisch auf der Seite der Guten.

Warum tun wir Deutschen uns eigentlich immer noch so schwer damit?

Quelle mit Zusatzinfos:
https://heerlagerderheiligen.wordpress.com/2018/06/08/kaiser-wilhelm-sollte-1918-getoetet-werden/
Titel: Re: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: Lung Tom am 25. Juni 2018, 19:26:06

Gab wieder verschiedene Moeglichkeiten, den folgenden Artikel zu plazieren, hier paßt er glaub ich ganz gut. Würde nicht Alles in dem Artikel unterschreiben, aber Interessant allemal:

Jubiläum
550 Jahre Kammergericht: Prozesse, Urteile und Geschichten

Seit 1468 wird am ältesten kontinuierlich arbeitenden Gericht Recht gesprochen. Skurrilitäten und spektakuläre Fälle - ein Rückblick.

Kann ein Mensch, der nach einer Geschlechtsumwandlung auch rechtlich als Mann anerkannt wurde, darauf bestehen, als Kindsvater ins Geburtenregister eingetragen zu werden, obwohl er das Kind geboren hat? Nein. Darf man seinen Sohn Djehad nennen? Ja. Und haben Eltern einen Anspruch auf Zugang zum Facebook-Account ihrer verstorbenen Tochter? Nein. Mit solchen kniffligen und manchmal auch kuriosen Fragen beschäftigt sich in Berlin eine Institution, die am heutigen Sonnabend ihr 550-jähriges Bestehen feiert.

Im Jahr 1468 wird das „kamergericht“ erstmals urkundlich erwähnt. Damit ist das Berliner Kammergericht das älteste deutsche Gericht, an dem ununterbrochen noch heute Recht gesprochen wird. „Das erste Urteil, das das Gericht fällte, ist leider nicht überliefert“, bedauert Sachbuchautor Michael Bienert, der zum Jubiläum die Geschichte des Kammergerichtes nachgezeichnet hat.

„In der Gründungszeit wurde jedoch zumeist ums Geld gestritten“, sagt Bienert. Aus einem mittelalterlichen Hofgericht, das im Berliner Schloss tagte, entwickelte sich das Kammergericht in der Epoche der Aufklärung schließlich zu einem in ganz Europa gefeierten Symbol für Rechtsstaatlichkeit. Das Kammergericht war preußischer Staatsgerichtshof und ab 1879 Oberlandesgericht der deutschen Hauptstadt. Nach zahlreichen Umzügen hat das Gericht seinen aktuellen Sitz am Kleistpark in Schöneberg, in einem Justizpalast, der 1913 feierlich eröffnet wird. Am Kleistpark tagt auch der NS-Volksgerichtshof und verhängt wie am Fließband Todesurteile. Zur unrühmlichen Geschichte dieser Jahre gehört auch, dass kein einziger Richter des Volksgerichtshofes in der Bundesrepublik rechtskräftig verurteilt wurde.

Im Sommer 1945 zieht der alliierte Kontrollrat in das Gebäude. Nach der deutschen Teilung ist das Kammergericht (West) am Lietzensee, das Kammergericht (Ost) in der Litten­straße untergebracht. Seit dem Mauerfall ist es wieder für ganz Berlin zuständig – und seit 1997 sitzt das Kammergericht wieder in seinem Prachtbau am Kleistpark. Aus Anlass des Jubiläums erinnert die Berliner Morgenpost an die skurrilsten und spektakulärsten Fälle des Gerichtes.

Und hier gehts noch lange, lange weiter:
https://www.morgenpost.de/berlin/article214523883/550-Jahre-Kammergericht-Prozesse-Urteile-und-Geschichten.html


Titel: Re: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: Lung Tom am 05. Juli 2018, 22:04:28

Eher eine Neuigkeit, die Internet-Zensur:

Solltest Du die deutsche Nationalhymne hoeren wollen, z.B. in der Fassung von Sacha Korn, kriegste folgenden Hinweis:

(https://up.picr.de/33160123kc.png)

Da ist weder die 4.Strophe bei, noch irgendwas sonst "Anstoeßiges", hoechstens ein paar "schwarz, rot, goldene Fahnen".


Wers nicht glaubt, schaut mal hier:

https://www.youtube.com/watch?v=M2XTZdXMOUo&bpctr=1530804713

Ich sag Euch, die Zeit läuft echt ab, hoffentlich wird man vorher bekloppt... {:}



Titel: Re: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: Lung Tom am 19. Oktober 2018, 20:16:07

So geht es Stück für Stück weiter, sehr sehens- und darüber nachdenkenswert:

Die Säuberung der Bundeswehr

https://youtu.be/aulPkKrmK6o
Titel: Re: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: jorges am 19. Oktober 2018, 22:36:38
Stammt aus der Feder des von mir ueberaus geschaetzten Michael Klonovsky:

"Wir leben im besten Deutschland, das es je gab": Diese Floskel ist inzwischen in der politisch-medialen Sphäre eine Art Parole geworden, mit der man die Zugehörigkeit zu moralisch gehobeneren Kreisen und zugleich Distanz zu denjenigen signalisiert, die wegen einiger lächerlicher Morde, Staatsschulden, Bildungsdefizite und demografischer Erschöpfungssymptome daran zweifeln, dass es sich so verhält. Zuletzt hörte man die geflügelten Worte aus dem Munde eines SPD-Innenministers bei Anne Will.

Merkelland ist keineswegs das erste Deutschland, in welchem dieser kecke Elativ herumschwirrt. Bereits die Eliten des Kaiserreichs feierten ihr Land als "unvergleichlich" und "einzigartig" (wobei dessen wirtschaftlicher, wissenschaftlicher und kultureller Rang samt der Nobelpreisträgerdichte einige gute Gründe dazu bot). Das Dritte Reich war so berauscht von seiner historischen Sendung, dass seine Führer versprechen konnten, es werde tausend Jahre währen, und wenn man 1937 unter Deutschen außerhalb von Dachau Erkundigungen eingezogen hätte, welches Deutschland das beste aller Zeiten sei, die Antworten wären wohl recht eindeutig ausgefallen. Auch die DDR behauptete stolz von sich, das bessere Deutschland zu sein, und der bessere von zweien ist bekanntlich der beste.

Das jeweils beste Deutschland zeigte in der Vergangheit also eine gewisse Neigung, nicht ganz bruchlos in ein ehemaliges Deutschland überzugehen. Bereits zum vierte Male leben seine Bewohner im besten Deutschland, das es je gab. Drei dieser Staaten sind verschwunden, aber sie haben immerhin Deutschland übriggelassen. Der vierte strebt Größeres an.

Titel: Re: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: franzi am 18. November 2018, 06:37:39
. . . . .  Macron erwähnte natürlich nicht die imperialistische Kriegstreiberei und das barbarische Opfer von Menschen als Sklaven im Dienste der nationalen kapitalistischen Machtinteressen.

 Groteskerweise, als die Weltführer feierliche Gesichter zogen und fromme Plattitüden für den Frieden absonderten, war die ganze Gelegenheit ein Triumph bei der Bestattung der Realität und der andauernden Ursachen von Kriegen sowie beim Reinwaschen der Schuldigen, die für Kriege verantwortlich sind. Zu den Kriegsverbrechern, die einen traurigen schwarzen Anzug trugen, gehörte auch der ehemalige französische Präsident Nicolas Sarkozy, der 2011 den NATO-Blitzkrieg gegen Libyen auslöste.

 Während die leere, ausschweifende Rhetorik erklang, konnte man nicht umhin, sich an einige der krassesten Widersprüche der Gegenwart zu erinnern, die mit atemberaubender orwellscher Effizienz verdrängt werden.

 Erst diese Woche tauchten Berichte über die schrecklichen zivilen Todesopfer durch die amerikanische Luftwaffe bei der Bombardierung der syrischen Stadt Rakka auf. Die Stadt wurde im vergangenen Jahr durch US-Luftangriffe dem Erdboden gleichgemacht – angeblich um die ISIS-Terrorgruppe zu besiegen. Etwa 8.000 Leichen von Zivilisten, hauptsächlich Frauen und Kinder, wurden inzwischen von syrischen Regierungstruppen geborgen. Und das nur, weil ein winziges Gebiet der ganzen Stadt vom Schutt befreit wurde.

Was die Amerikaner in Rakka taten, war ein monumentales Kriegsverbrechen, umso krimineller, als die US-Streitkräfte zusammen mit ihren NATO-Partnern Großbritannien und Frankreich illegal in syrischem Hoheitsgebiet präsent sind und es angreifen. . . . . .


https://www.theblogcat.de/uebersetzungen/cunningham-12-11-2018/ (https://www.theblogcat.de/uebersetzungen/cunningham-12-11-2018/)

fr
 
Titel: Re: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: Lung Tom am 11. Dezember 2018, 18:04:06

Hier ein Artikel, der am Beispiel Japans ganz gut beleuchtet, was hinter den Kulissen so ablief/läuft:

Was der Deutsche Michel schon immer über Pearl Harbour nicht gewusst hat

Dezember 7, 2018

Eine historische Hintergrund-Analyse von Wilfried Schuler

In Japan war der Besitz von Feuerwaffen bis 1868 bei Todesstrafe verboten. Die 300 Jahre währende Edo-Zeit, war eine Zeit des Friedens und des Wohlstands. Der Grad der Alphabetisierung lag bei deutlich über 90%. Man vergleiche damit das Europa dieser Epoche. Der interne Handel blühte, aber Ausländer waren unerwünscht. Lediglich über den Hafen von Nagasaki gab es spärliche Kontakte mit Holländern und Portugiesen, die aber von der Regierung streng reglementiert wurden.

Dieser Frieden war 1853 vorbei. In diesem Jahr kamen die Amerikaner mit Kanonenbooten und einer klaren Botschaft. Diese lautete: Ihr handelt mit uns, oder wir schießen mit 15 cm Kanonen auf die Holzhäuser von Tokio. Es versteht sich, dass die USA die Bedingungen dieses Handels diktierten. Das war der Vorläufer von TTIP. Und der erste Schritt auf dem Weg nach Pearl Harbour. In der japanischen Geschichte sind diese Verträge als die „Ungleichen Verträge“ bekannt. Es waren in Wirklichkeit beinharte Diktate.

Im Zuge der Industrialisierung rüsteten die Engländer und die Amerikaner die japanische Flotte innerhalb einer Generation zur Weltmachtgröße auf. Japan führte Kriege gegen China, besetzte im ersten sino-japanischen Krieg Taiwan und später, 1906, Korea. Damals wurden auch die jetzt strittigen kleinen Inseln besetzt die 100 Jahre lang zum Ming-Imperium gehört hatten. Und dies mit Wissen und nach ausdrücklicher Ermunterung durch den US Präsidenten Theodore Roosevelt. Die Japaner agierten 100 Prozent konform mit den Interessen der imperialistischen Weltmächte. Im Jahre 1900 demütigten die Europäer und Amerikaner gemeinsam mit den Russen und Japanern die Chinesen im Boxeraufstand. Die Japaner köpften die Chinesen im Stile der ISIS und die Anderen standen dabei, mit der Mannschaft angetreten und gafften blöd, als sei das die normalste Sache der Welt. Auch die humanistisch erzogenen Deutschen. Man hat nie gehört, dass die Presse in Europa oder den USA protestiert hätte. 200 000 chinesische Opfer waren kein Pappenstiel für einen kleinen Streit um Marktanteile.

Der Frankfurter Bankier Schiff finanziert 1905 die Japanische Marine

Adam Schiff war ein Angestellter und Nachbar von Amschel Rotschild in der Judengasse in Frankfurt. Sein Sohn Jacob Schiff, ein Schulfreund der Rothschild Söhne, emigrierte 1865 von Frankfurt nach NY und wurde erst Teilhaber, dann durch Heirat Chef der Bank Kuhn & Loeb, die später als Lehman Brothers firmierten und 2008 bankrott gingen. Jacob Schiff war der Banker der Stahl- und Eisenbahnbarone. Er finanzierte 1905 den Krieg der Japaner gegen Russland mit 200 Mio. $. Damals eine gewaltige Summe. Er wurde später vom Tenno mit den höchsten Orden dekoriert. Schiff gab 1917 Leo Trotzki ein Taschengeld von 10 000 $ mit auf die Reise nach St. Petersburg. Er mischte auch bei der Entstehung der FED 1913 im Dezember mit. Es ist allgemein akzeptiert, dass er der Frontmann der Rothschild Familie in den USA war. Das ist keine finstere Verschwörungstheorie. Es liegt auf der Hand. Warum sollte er nicht für seine alten Schulfreunde und Nachbarn arbeiten? Mitte der 1920-er Jahre erhielt auch Adolf Hitler milde Gaben aus den USA. Zu einer Zeit, als nur 15 Reichsmark in der Kasse der NSDAP waren. Die Waffen der SA kamen zu einem erheblichen Teil von Remington, nicht von Mauser. Das gehört zwar nicht zwingend hierher, rundet aber das Bild ab.

Nachdem die Japaner Russland 1905 in der Seeschlacht von Tsushima besiegt hatten, stiegen sie zur asiatischen Großmacht, ja Weltmacht auf und begannen China auszubeuten. Alleine in China starben bis 1945 rd. 17 Millionen Menschen unter ihrer gnadenlosen Terrorherrschaft. Ein dunkles Kapitel, das in Europa nicht thematisiert wird. Die Chinesen hätten demnach heute viel mehr Grund, die Japaner zu hassen als umgekehrt. Kein vernünftiger Mensch würde dem Täter zugestehen, dass er Jahrzehnte später Hass gegen sein früheres Opfer artikulieren dürfte. Im Fall China-Japan nimmt die Presse das als normal hin. Ja sie befördert diese Ressentiments noch. Wenn sie nicht sogar an ihrer Entstehung großen Anteil hatten. 1914-18 durften die Japaner auf der Seite des Westens kämpfen.

Noch waren sie bei den Guten. Und sie waren schon damals technisch Weltspitze. Sie bauten 1917 zwei Schlachtschiffe mit 4 x 2 41-cm-Kanonen. Die damals besten Schiffe der Welt, die anschließend von den Amerikanern kopiert wurden. (Nicht umgekehrt) Die hochwertige Munition für Tsushima lieferte allerdings Du Pont aus USA. So wurde ein Teil des Kredits sofort recycelt. Ein Konjunkturprogramm für die USA, das die Japaner zunächst finanzierten. Später holten sie sich das Geld von den Koreanern und Chinesen zurück. Wer hier Parallelen zu der Bewaffnung des Iran unter Jimmy Carter oder der heutigen Aufrüstung der Saudis und der Scheichs sieht, hat das Spiel verstanden. Jimmy Carter äußerte einst, 1977, den Wunsch, Weihnachten mit dem Schah zu verbringen. Da war der Iran noch bei den Guten. An der Spitze ein brutaler Diktator namens Reza Pahlevi, Darling der Regenbogenpresse in Deutschland. Noriega aus Panama war zu dieser Zeit auch noch bei den Guten. Ja, wer weiß heute, wo die Saudis in zehn Jahren sein werden? Khashoggi läßt grüßen.

Geht hier noch sehr interessant weiter.....gleichzeitig Quelle:
https://www.anderweltonline.com/politik/politik-2018/was-der-deutsche-michel-schon-immer-ueber-pearl-harbour-nicht-gewusst-hat/

Titel: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: Helli am 11. Dezember 2018, 20:25:34

Hier ein Artikel, der am Beispiel Japans ganz gut beleuchtet, was hinter den Kulissen so ablief/läuft:(.....)
Interessierten Zeitgenossen dürfte das sehr wohl bekannt sein (und dieses "Wissen" ist ja auch bei dem "Kampf" gegen den Antisemitismus nicht unbedingt hilfreich). Was mir allerdings seit Jahrzehnten in diesem Zusammenhang fehlt, sind Informationen über japanische "Wiedergutmachung" nach WKII. Haben die auch bei der heutigen Generation noch eine tägliche, politisch verordnete Erbsünde auf dem Schirm?
Titel: Re: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: Lung Tom am 14. Dezember 2018, 18:30:41

Ein ausgezeichneter Vortrag  u.a. zu den Ursachen/Hintergründen/Abläufen des WK1 und weitere interessante Themen:

Machterhalt durch Geschichtsmanipulation - Wolfgang Effenberger (Vortrag Regentreff 2018)

https://youtu.be/UC5Z9o8sPIg
Titel: Re: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: Lung Tom am 25. Dezember 2018, 19:02:31

Zum Weihnachtsfeste ist es vielleicht mal angebracht, sich über dessen Ursprünge Gedanken zu machen:

(https://up.picr.de/34665172si.jpg)

Die Wahrheit über Weihnachten

Wie etliche andere Feiertage in unserem Jahreskreis, ist auch Weihnachten ein germanisches Fest. Dies kann nur verwundern, wem unbewußt ist, daß wir in Deutschland im germanischen Sprachraum leben. Diese Unreflektiertheit ist weniger selbstverschuldet als Folge der vorherrschenden pro-römischen und vor allem pro-kirchlichen Indoktrination, deren Bestandteil eine behauptete Minderwertigkeit der Germanen ist. Dabei lebten die Germanen mit ihrer Thing-Kultur basisdemokratisch, achteten Frauen hoch, unterhielten keine Armeen, waren Dichter und Biobauern und litten unter der römischen Imperialgewalt. Ihr Denken war metaphysisch, was auch an ihrem Weihnachtsfest ablesbar ist. Daß der Judenhaß auf die katholische Theologie zurückgeht, wird fast immer verschwiegen; auch Martin Luther, der seinerzeit die Bauern verriet, war als Begründer der evangelischen Kirche ein extremistischer Judenhasser. Die historischen Germanen haben mit dieser Thematik nichts zu tun. Und doch bekommen wir Deutsche oft Gegenteiliges suggeriert, als seien bereits unsere ältesten Ahnen schlechte Menschen gewesen. Diese Schuldumlenkung geschieht zu Gunsten des Klerus, der – daran sei erinnert – jahrhundertelang unschuldige Menschen, vor allem heilende Frauen, die in der Tradition germanischer Priesterinnenschaft standen, verbrannte.

Wir werden gleich am Weihnachtsfest sehen, wie gezielt die Kirche die einheimische Religion mit eigenen, teils erfundenen Gestalten überformt hat. Vorher möchte ich aber eigens betonen, wie insbesondere die erwähnte Schuldumlenkung ein Verbrechen an unseren Vorfahren und zugleich an uns selbst darstellt. Denn sie vertieft die pathologisch gewordene Selbstablehnung von uns Deutschen massiv.

Hier gehts weiter:
https://erwachtegoettin.jimdo.com/2017/12/04/die-wahrheit-%C3%BCber-weihnachten/




Titel: Re: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: Kern am 25. Dezember 2018, 22:55:08
https://erwachtegoettin.jimdo.com/2017/12/04/die-wahrheit-%C3%BCber-weihnachten/

Diese Frau ( nennt sich: Désirée SIWA Berard ) verbindet in ihren Behauptungen/ihren Weltanschauungen eine seeehr bunte Mischung aus tiefschürfenden Erkenntnissen, Fantasie, diversen Glaubensrichtungen, Halbwahrheiten, Wahrheiten, massiven Verdrehungen, idiotischen Lügen usw. 
Unterm Strich: sehr unseriös
---

Aber da trifft sie ins Schwarze ... wobei sie auch da übertreibt:
... die pathologisch gewordene Selbstablehnung von uns Deutschen ...

Diese krankhafte Selbstablehnung, Herabsetzung betrifft klarerweise nicht alle Deutschen ... aber leider viel zu viele.  {+   {/   :'(                                                                                                                                                                                                                                                                                                 
"Ossis" sind diesbezüglich im Durchschnitt vernünftiger als "Wessis". Und Landbevölkerung bleibt eh weltweit traditionell durch die stärkere Bindung an unsere Lebensgrundlagen durchschnittlich mehr "auf dem Teppich" als Stadtbevölkerung.     
Titel: Re: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: Lung Tom am 26. Dezember 2018, 20:04:17

(https://up.picr.de/34676029ed.jpg)

Naja, ganz so negativ wie der Herr Moderator würde ich den Text nicht sehen.

Wäre sicher besser gewesen, ihn in einem anderen Thema zu plazieren, das gebe ich zu.

Jedenfalls wird die Geschichte doch eigentlich fast bei jedem Volk etwas aufgehübscht, dazu gibt es Dutzende Beispiele, um die "Moral" oder den Nationalstolz zu heben.

Gibt eigentlich nur ein Land, was wir einfällt, wo man immer nur ins "eigene Nest scheixxt".

Wills nicht auswalzen, vielleicht bespricht man das auch mal so, oder per PN, aber da es mich interessiert,  was sind: massiven Verdrehungen, idiotischen Lügen ??

Titel: Re: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: Helli am 27. Dezember 2018, 01:10:30
Diese Frau ( nennt sich: Désirée SIWA Berard ) verbindet in ihren Behauptungen/ihren Weltanschauungen eine seeehr bunte Mischung aus tiefschürfenden Erkenntnissen, Fantasie, diversen Glaubensrichtungen, Halbwahrheiten, Wahrheiten, massiven Verdrehungen, idiotischen Lügen usw. 
Unterm Strich: sehr unseriös
Ich hoffe, Du gibst mir in drei Wochen ein Bier aus, wenn ich Dir bezüglich Deiner Beurteilung dieses Ergusses vollkommen zustimme!  [-]
Titel: Re: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: Kern am 27. Dezember 2018, 15:22:35
Moin Tom

Auch ich kenne selber nur ein Volk, eine Nation mit etlichen Einheimischen, die ins "eigene Nest scheixxen".

Aber die Gründe dafür liegen wohl kaum in sehr ferner Vergangenheit (Konflikte zwischen Germanen, Römern, Kirche, nordischen Religionen/Mythen usw.), sondern in jüngerer Vergangenheit ... im Umfeld zweier verlorener Weltkriege und (besonders nach dem WK II) anschließenden starken Gegenströmungen zum Nationalstolz (sprich ständige Gehirnwäsche durch "Umerziehung", Propaganda etc.).

Zumindest bis 1945 wäre es wohl ziemlich ungesund und schmerzhaft gewesen, in Deutschland in der Öffentlichkeit lautstark und/oder mit Plakaten Worte zu bringen wie:
"Deutschland verrecke!" und "Deutschland, du mieses Stück Scheis.se".
Heutzutage kann man in D sogar "Bomber Harris, do it again!" rumschreien, ohne irgendwelche strafrechtlichen Konsequenzen befürchten zu müssen.

(Zur Info:
"Bomber Harris" bezieht sich auf Sir Arthur Travers Harris, ab Februar 1942 Oberbefehlshaber des RAF Bomber Command, befahl Flächenbombardements deutscher Städte, siehe >> https://de.wikipedia.org/wiki/Arthur_Harris <<)

Gegen den Hitlergruß und Hakenkreuze geht unser "Rechtsstaat" dagegen hart vor. Ferner stoßen etliche Politiker, die staatlichen Medien, die privaten Massenmedien, etliche Organisationen, Stiftungen usw. ins gleiche Horn der enormen "Ungleich-Behandlung".

Dementsprechend gilt in unserem "Rechtsstaat":
Aus >> https://www.welt.de/regionales/hamburg/article162442610/Deutsche-duerfen-ungestraft-Koeterrasse-genannt-werden.html <<
Zitat
VERFAHREN EINGESTELLT
Deutsche dürfen ungestraft „Köterrasse“ genannt werden

 {/   {/   {/   {[   {[   {[

Diesbezüglich sind wir wohl grundsätzlich einer Meinung, wobei kleinere Meinungsunterschiede keine besondere Rolle spielen.
---

Aber nun zu "Desire SIWA Berard"

(https://up.picr.de/34683770xv.png)

https://erwachtegoettin.jimdo.com/2017/12/04/die-wahrheit-%C3%BCber-weihnachten/

Zitat
Die Wahrheit über Weihnachten

Wie etliche andere Feiertage in unserem Jahreskreis, ist auch Weihnachten ein germanisches Fest.

Egal wie man es dreht: schon dieser Anfangssatz stimmt so nicht.

1. Auf der Nordhalbkugel gibt die längste Nacht des Jahres (nach unserem aktuellen christlichen Kalender zwischen dem 21. und 22. Dezember; abgesehen von Schaltjahren), also die Wintersonnenwende, schon seit Jahrtausenden den Anlass und den Termin für wichtige Feste vor.

Z.B. in Indien, im Iran usw. wurde die Geburt des Lichtgottes Mithra gefeiert, in Nordeuropa das Julfest, in Babylonien das Fest des Feuers und des Sonnengottes Tammuz, in Ägypten die Geburt des Gottes Horus usw. usw.
...
2. Die ersten christlichen "Weihnachtsfeste" wurden von römischen Christen als eine Art Gegen-Fest begangen, denen die Orgien der Saturnalien (ursprünglich nur am 17.Dezember) gegen den Strich gingen.
Zeitpunkt umstritten, aber "ein bisschen Spaß muss sein" war jedenfalls nicht das Motto dieser frühen Christen.

Unter dem römischen Kaiser Aurelian wandelten sich die Saturnalien (aber weniger ihre Orgien  :-) ) ab dem Jahre 272 n.Chr. nach einer gewonnenen Schlacht in das Fest des "Sol Invictus" (unbesiegbarer Sonnengott).
Aurelian erklärte dabei genau den 25. Dezember (Geburtstag des Sol Invictus, welcher ungefähr dem Lichtgott Mithra entspricht) zum Feiertag im ganzen römischen Reich.

Wohl zu dieser Zeit (Zeitpunkt umstritten) kamen einige Christen auf die grandiose Idee, den vorher völlig unklaren Geburtstag dieses Jesus von Nazareth auch genau auf den 25. Dezember zu legen … zufälligerweise {-- genau passend für ihr Gegen-Fest.  Das zieht seitdem enorme Kreise! Nicht zuletzt in unserer Zeitrechnung
...
3. Unter dem römischen Kaiser Konstantin wurde im 4. Jahrhundert das Christentum langsam zur Staatsreligion (siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Konstantin_der_Gro%C3%9Fe#Konstantin_und_das_Christentum ). Also nach Möglichkeit auch in den eroberten Gebieten. Und so wurde in der Folge auch etlichen eroberten nördlichen Stämmen und Völkern ein Jesus-Geburts-Fest aufs Auge gedrückt, welches althergebrachte Wintersonnenwende-Feste (egal welchen Namens) teils völlig verdrängte.

---

Was ist überhaupt "Weihnachten"? Was ist "germanisch"?

Es ist so leicht, mit Schlagworten um sich zu schmeissen und wilde Thesen (mit solcher Mischung) in den Raum zu stellen.
Aber es ist viel schwieriger und zeitaufwändiger, solche Thesen zu widerlegen oder einigermaßen zu korrigieren und Hintergründe ernsthaft aufzudröseln.

Deshalb hab ich keine Lust mehr, weiter auf "Desire SIWA Berard" einzugehen.

---
Erläuterndes Beispiel
In Sekunden kann ich mir folgende einfache These ausdenken (Mischung aus Realität und völligem Blödsinn):
Der Mond besteht aus einer Mischung aus irdischer Materie und kosmischem Käse … und mag es gar nicht, dauernd angestarrt zu werden!

Eine ernsthafte und fundierte Entgegnung darauf dürfte etwaaas länger dauern.  ;D
Titel: Re: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: Kern am 27. Dezember 2018, 15:25:55
Ich hoffe, Du gibst mir in drei Wochen ein Bier aus, wenn ich Dir bezüglich Deiner Beurteilung dieses Ergusses vollkommen zustimme!  [-]

Ich selber trinke ja nichts mehr.  {--
Aber wenn Du noch so primitiv drauf bist, dann soll das gerne geschehen.  :-)
Titel: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: Helli am 27. Dezember 2018, 16:16:19
Mein lieber Achim! zu #42 - granatenmäßig (und das ist noch nicht mal witzig gemeint)!
(ich hätte nicht besser argumentieren können!)
Titel: Re: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: Kern am 27. Dezember 2018, 17:08:49
Mein lieber Achim! zu #42 - granatenmäßig (und das ist noch nicht mal witzig gemeint)!
(ich hätte nicht besser argumentieren können!)

Mein lieber Helli

 ??? . Ich denke, Du meinst Antwort 41.
Zu Antwort 42 fällt mir eher ein:

Ich huldige aktiv der Schizophrenie und verstehe mich meist gut mit meinen diversen Persönlichkeits-Teilen. Wir duzen uns sogar!  ;}
Aber glauben tue ich mir deshalb noch lange nicht alles.  :-)

Bis demnächst   [-]
Titel: Re: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: Lung Tom am 03. Februar 2019, 19:24:15

Bisher habe ich nur sehr wenig über die Rolle/Situation der Schweiz in den 30/40er Jahren gelesen/gesehen, etc.

Hab folgende Doku "ausgegraben", nicht uninteressant,  von einigen "Ungenauigkeiten"  ;) abgesehen:

https://youtu.be/715jt-r0w70

Vielleicht gibt es ja dazu noch zusätzliche Infos, Meinungen.

Titel: Re: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: schiene am 05. Februar 2019, 07:37:22
Ist ganz nett zu lesen und da ich nicht weiss wohin damit denke ich es passt hier mit rein...
"Klischee Orient: Minztee, Männerhorden und andere Märchen aus 1001 Nacht
 Wie riecht der Orient? Nach Jasmin? Oder nach verbranntem Fisch? Sind Araber Busengrabscher oder Umweltaktivisten? Es wird Zeit, mit den Orient-Bildern aufzuräumen - den romantischen wie den unromantischen.
hier gehts weiter...
Quelle
https://www.stern.de/politik/ausland/simon-kremer/klischee-orient--minztee--maennerhorden-und-andere-maerchen-aus-1001-nacht--8536342.html (https://www.stern.de/politik/ausland/simon-kremer/klischee-orient--minztee--maennerhorden-und-andere-maerchen-aus-1001-nacht--8536342.html)
Titel: Re: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: aladoro am 05. Februar 2019, 13:29:15
"Klischee Orient: Minztee, Männerhorden und andere Märchen aus 1001 Nacht"

hab auf den 1. Blick voll das R überlesen ... :-)
Titel: Re: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: Lung Tom am 20. März 2019, 22:02:51
@Lung Tom

Zitat :"Wer hat uns verraten - die Sozialdemokraten"

Du wirst sicherlich wissen,wann und fuer welches Ereignis diese Aussage vor ueber
100 Jahren steht.

Du wirst zugeben muessen,dass die Bemerkung sich auf eine singulaere Entscheidung
bezieht,ueber die sich jede Menge Schichten des Geschichtsverlauf ueberlagert haben.

Wenn du,in der heutigen Zeit,diesen Ruf wiederholst und offensichtlich auf die heutige
Sozialdemokratie  damit zielst,moechte ich dich schon fragen,welches Ereignis oder
Versaeumnis du der Sozialdmokratie zur Last legst.

Jock


Guten Abend @jock,

da ich denke, das sowohl Deine Nachfrage als auch meine Antwort breiter gefächertes Interesse verdient, meine kurze Antwort hier in diesem Thema:

Meine Aussage bezog sich ja darauf, welche Partei wohl am Schlimmsten ihre Wähler/Wahlklientel hintergangen hat.

Und da brauche ich nur ganz kurz nachdenken, und da fallen mir ein:

a) AGENDA 2010
und
b) Ausländerpolitik/Kampf gegen Deutschland

Ich werde auf beide Themen nur ganz kurz eingehen und dazu jeweils eine Quelle zur Untermalung geben:

a) Solche Einschnitte in der Sozialpolitik wie sie die SPD mit Unterstützung der Grünen vorgenommen haben, sind eigentlich undenkbar, wenn man bedenkt, das sich SPD als Sachwalter des "normalen" Arbeiters, Angestellten, Rentners etc. dargestellt hat.

Zitat dazu:

 „Die Agenda 2010, (…), das sind gesenkte Lohnnebenkosten, liberalisierte Zeitarbeit, Minijobs, Privatrente. Das sind zehn Euro Praxisgebühr und das Herzstück der Reform: Hartz IV, die Verschmelzung von Arbeitslosen- und Sozialhilfe auf dem niedrigen Niveau der Sozialhilfe. Die Grünen haben alles mitgetragen. Doch genau genommen war die Agenda die Sache einer Riege von Männern in der SPD, die während des Zweiten Weltkriegs geboren wurden und in der Wirtschaftswunderzeit der Adenauer-Ära aufgewachsen sind, Männern, die die Aufstiegsmöglichkeiten der sechziger und siebziger Jahre genutzt und sich nach ganz oben gearbeitet haben. Gerhard Schröder, Franz Müntefering, Walter Riester, Wolfgang Clement, Hans Eichel, die Berater Bert Rürup und Peter Hartz und ein paar Vertraute Schröders, die im Hintergrund mitgedacht haben, vor allem sein Kanzleramtschef: Frank-Walter Steinmeier, die nächste Generation.“

– Marc Neller: Rot-Grün – Die Privatisierer, Die Zeit 26. Oktober 2010

Wenn man gemein wäre, würde man die AGENDA 2010 so beschreiben:

Die asozialste Form von Sozialraub nach der Einführung des Sozialversicherungssystems unter Bismarck.

Oskar Lafontaine redet Tacheles über Hartz IV / Agenda 2010


https://youtu.be/MKynE_C5_Ag

Und das Ganze ist in der Zwischenzeit nicht besser geworden. Das haben auch viele SPD Mitglieder wohl so gesehen: 1990 gab es knapp eine Million Mitglieder, nach den letzten Zahlen, Dez. 2018: ca. 438 TSD.

b)
Sowohl in der EU Politik als auch in der Ausländerpolitik versucht die SPD seit Jahrzehnten, Deutschland und das deutsche Volk, zu marginalisieren. Dazu koennte man ein Buch schreiben, zwei Dinge mal daraus:

Der Kampf der „Sozialdemokratischen Partei Deutschlands“ gegen Deutschland

https://fassadenkratzer.wordpress.com/2018/05/11/der-kampf-der-sozialdemokratischen-partei-deutschlands-gegen-deutschland/

Eine interessante Zusammenfassung, von dem was läuft. Und wer denkt, ach Denkfabriken etc. pp., schaut man mal in das "Heidelberger Programm" der SPD von 1925 und wird feststellen, das bereits dort auf eine Zerschlagung der europäischen Nationalstaaten hingewirkt wird, und das ist ja mittlerweile fast erreicht.

Dazu paßt auch die Forderung nach den Vereinigten Staaten von Europa:
https://www.extremnews.com/nachrichten/politik/c4e913b673052fa
https://www.tagesspiegel.de/politik/nach-rede-auf-spd-parteitag-schulz-verteidigt-vorstoss-fuer-vereinigte-staaten-von-europa/20688158.html

Auch dies hat sich in den letzten Jahren deutlich konkretisiert.

Weitere Punkte wären, z.B. Ausdehnung der Ausländerwahlrechts (dazu habe ich mich bereits mal ausgelassen), auch die Hofierung und Unterstützung des Islams.

Insofern kann ich nur feststellen, das die SPD ihren Kampf gegen Deutschland, auf allen Ebenen, weiterführt.


Titel: Re: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: jock am 21. März 2019, 07:30:01
@Lung Tom

Also Gerhard Schroeder ist der Verraeter der Arbeiterschaft und sein Teufelszeug nennt sich
Agenda 2010.

Vor Schroeder war alles Bestens und haette er nicht die Reformen durchgefuehrt,stuende
Deutschland besser da.

Stimmt das ? Was hat Herr Schroeder bewogen,die Arbeiterschaft zu "verraten" ?

Werfen wir einen Blick zurueck.

Die Deutschen haben sich hochgearbeitet,die Wirtschaft konnte sich auf einen grossen Innen-
markt und auf den Export verlassen und war der Meinung,das geht immer so weiter.

Dabei waren die ersten Anzeichen einer Aenderung schon Mitte 1970 spuerbar und zwar
ausgerechnet am Rueckgrat des Wirtschaftsmotors - der Automobilindustrie.

Zu dieser Zeit stand bei mir die Anschaffung eines neuen Autos an.Ich tendierte auf Grund
des guten Rufes und des guten Wiederverkaufspreises zu VW - Golf.
Da kam mir ein Prospekt des Colts von Mitsubishi in die Haende und staunte.

Da war im Preis alles enthalten,was ich nur gegen Aufzahlung beim Golf bekommen haette.
Ob es elektrische Fensterheber waren oder die Klappe beim Handschuhfach.
Ausserdem war nichts von Qualitaetsmangel zu hoeren,wie z.B. beim Fiat oder Renault.

Es wurde ein Mitsubishi Colt und wurde nicht enttaeuscht.

Die deutschen Automobilhersteller hatten einige Muehe den Rueckstand aufzuholen,was auch
spaeter gelang.Doch der Mitbewerber blieb als Konkurrent am Markt und zwang die deutschen
Hersteller kostenguenstiger zu produzieren,das sie nur so erreichten,indem sie den Herstel-
lungsprozess automatisierten und Teile der Belegschaft abbauten.

Aber auch andere "Flagschiffe" der deutschen Wirtschaft kamen unter Druck.AEG, Grundig oder
Mannesmann.

Die fernoestlichen Hersteller eroberten innerhalb weniger Jahre die "E-Unterhaltungs" - Branche.
Aus Japan kamen die ersten Videorecorder oder ausgefeite Audioprodukte.
Die "Braunware" wird heute hauptsaechlich in Asien produziert und sichert dort Arbeitsplaetze.

In der Bevoelkerung schien alles noch atmosphaerisch als Friede,Freude ,Eierkuchen.Dafuer sorgten
Samstagsabenunterhaltungssendungen wie "Wetten dass ?" oder die "Peter Alexander Show"
oder auch "Der Musikantenstadel".

Helmut Kohl,der Langzeitkanzler vermittelte,schon alleine durch seinen Habitus,Wohlstand und
Sicherheit.Die in seinen letzten Regierungsjahren staendig steigende Arbeitslosigkeit wurde
nicht besonders themisch in den Vordergrund gestellt oder diskutiert,belastete jedoch die Sozial-
netze.
Die Zahl der Arbeitslosen stieg auf eine,seit dem Krieg unbekannte Rekordmarke, von 5 Mio.

Ein Zurueckgehen der Arbeitslosenrate war ohne Eingriff in die Makrosoziologie nicht absehbar.
Einerseits haben sich doch einige Faulenzer in der sozialen "Haengematte" gut eingerichtet,anderer-
seits kam die deutsche Arbeiterschaft unter Druck durch die wirtschaftliche,globale Entwicklung,die durchschlaegt.

Herr Schroeder musste also reagieren.Nicht zu reagieren und den Arbeitsmarkt zu reformieren,
sondern die " Dellen" mit sicherer Hand zu steuern,erwies sich als nicht zielfuehrend.

Daher enstand die Agenda 2010,die fuer manche einen Einschnitt bedeutete.

Unter dem Schlagwort " Foerdern und Fordern" wurde die Agenda 2004/2005 implementiert
und zeigte bald schon Auswirkungen.Die Arbeitslosenrate ging zurueck,sodass man optisch von
Vollbeschaeftigung reden kann.

Natuerlich gab es auch negative Auswirkungen.Es entstand ein Arbeitsmarkt,der als prekaerer
Arbeitsmarkt sich etablierte.Der Druck auf einzelne Arbeitsnehmer wuchs an und besteht
auch heute noch.Das Lohnniveau stagniert und die Gefahr der Altersarmut besteht.

Man haette vielleicht schon frueher darauf reagieren sollen und eine Ausschleifung andenken
koennen.
Dies allerdings waere Aufgabe der naechstfolgenden Regierung gewesen.

Interessant ist aber auch,dass wenn zwei das Selbe tun,ist es nicht gleich.

Die derzeitige oesterreichische Regierung greift gewaltig in die bestehenden Sozialnetze ein,
spricht sogar von Arbeitszwangverpflichtung und wird von gewissen Kollegen hier im Forum be-
jubelt.

Wenn jedoch Sozialdemokraten es tun wuerden,ist es Mist und wird verteufelt.

Ende des ersten Teils.

Jock


Titel: Re: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: Suksabai am 21. März 2019, 09:16:28


@jock

Zitat
Wenn jedoch Sozialdemokraten es tun wuerden,ist es Mist und wird verteufelt.

Das IST ja der Knackpunkt! Die Sozialisten (in Österreich) beschränk(t)en sich auf risikoloses Nichtstun, und wurden sie wirklich einmal aktiv ,
endete es in einem Desaster wie das KH Nord...

Ich getraue mir nicht zu, die Arbeit der derzeitigen Bundesregierung zu bewerten - aber sie ARBEITET ! Alleine das ist schon nach all den
Jahren des Stillstandes und Pattsituationen sensationell.
Von der linken Seite wird immer wieder argumentiert, dass diese Regierung populistisch regiert - ja, sie schaut dem Volk aufs Maul.
Den Zuwachs an Wählerstimmen verdanken sie sicher dieser Tatsache, aber auch der (sich inzwischen bewahrheiteten) Hoffnung, dass
sich endlich was bewegt...

Ob diese Aktivität nun gut oder schlecht ist, wird die Geschichte zeigen...


Titel: Re: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: jock am 21. März 2019, 11:09:52
@Suksabai

Es ist vielleicht nicht jeden bekannt,(dir schon)dass bei den Regierungen,wo ein Sozial-
demokrat den Kanzler stellte,er kein Weisungsrecht hat.

Zudem waren die entscheidenen Ministerien ( Innen,Aussen,Finanzen) immer in der
Hand der "Christlichsozialen" (OEVP).

Schon dadurch,weil es eine Koalitionsregierung gab,sind bei entscheidene Vorhaben auf den
Konsens bzw. des Koalitionsvertrages Ruecksicht zu nehmen und behindern sich damit gegen-
seitig.

Ja,Kanzler Faymann war kein grosser chartismatischer Kanzler,doch so ohne Erfolg war seine
Regierung auch nicht geblieben.

Durch die Finanzkrise ist Oesterreich gut durchgekommen,der Sozialfriede ward gewahrt und
immerhin ist unter seiner Kanzlerschaft das Vermummungsverbot ( fuer muslimische Frauen)
durchgesetzt worden.

Ungeschickt war er beim Fluechtlingshoehepunkt auch nicht,da er erreicht hat,dass die meisten
angekommen Fluechtlinge nach Deutschland weitergezogen sind bzw. weiterziehen konnten,da
mit Frau Merkel eine Vereinbarung bestand.

Nicht alle Versaeumnisse der Reform,die man beklagen kann,wie z.B. das Unterrichtswesen,
scheiterten bei der oevp-dominierten Gewerkschaft und nicht unbedingt bei der Regierung.Auch
die Leistung des Integrationsministers (Kurz) lassen sich hinterfragen.(Abgesehen von der "Schlies-
sung der Balkanroute").

Und noch immer wird diskutiert,ob sich der OEVP - Finanzminister Proell nicht doch beim De-
bakel um die Hypo Alpe-Adria sich ueber den Tisch ziehen hat lassen.

u.s.w.

Wenn man daher der alten Regierung Fehlleistungen vorwirft,so ist auch der Koalitionspartner
der Sozi nicht davon befreit.

Die neue tuerkis-blaue Regierung ist ja mit viel Elan gestartet,doch Ergebnisse sind spaerlich.

Ist man es in Oesterreich gewoehnt,dass nach einen Regierungswechsel Umfaerbungen bei
staatsnahen Betrieben erfolgen,wurde dies bisher eher still und leise durchgezogen.

Bei der OEBB erfolgte es lautstark,wobei niemand sich erklaeren kann,wieso eigentlich,denn
der Aufsichtsrat hat genauso seine Arbeit getan,wie der neue.Besondere Akzente sind nicht
erkennbar.

Die " Zerschlagung" unseres Geheimdienstes,wegen eines vermuteten "Schwarzen Nestes"
hat Aufregungen erzeugt und blieb bisher ohne greifbare Missstaende erkennbar,wie der Unter-
suchungsausschusses bisher ermittelte.

Die Zusammenlegung der Krankenkassen,die vollmundig mit einer Einsparung von jaehrlich
1 Mrd. angekuendigt worden ist,ist schon rechnerisch nicht machbar,ohne die Leistungen fuer
die Versicherten zu kuerzen.
Zudem gilt noch nicht ausgemacht,dass die Zusammenlegung so ohne Schwierigkeiten erfolgen
kann,denn einzelne Punkte im Konstrukt sind verfassungsrechtlich abgesichert und koennen
nur mittels Verfassungsaenderungen aufgehoben werden.Die Oppositionsparteien muessen da-
bei mitmachen.

Der naechste grosse Brocken war die Einfuehrung der 60 Stunden- Woche,die dann abgemild-
ert werden musste,indem man die Verweigerung zu Ueberstunden ins Gesetz schrieb.

Unter dem Vorwand,gegen die Muslimisierung und Zuwanderung Schritte einzuleiten,hat man
die Mindessicherung abgewertet und das betrifft auch die oesterreichische Bevoelkerung.

Auch das Gesetzesvorhaben eine "Sicherungshaft" einzufuehren,ist verfassungsmaessig sehr
bedenklich,wenn das Gesetz  nur bei Asylwerber greifen soll.
Auch die einheimische Bevoelkerung kann von der Haft betroffen werden und das brauchen
wir gar nicht.

Die Verschaerfung im Sexualstrafrecht lehnen alle mit der Materie betrauten Personen und In-
stitutionen als unnoetig ab,trotzdem wird es durchgezogen.

Und schon redet ein Regierungsmitglied davon,eine Zwangsverpflichtung zur Arbeitsleistung
einzufuehren.Zwar soll das nur fuer arbeitslose Asylanten gelten,doch die Aussenwirkung ist
haesslich und erinnert an die Zeit von 1938 -1945.

Jetzt wurde auch noch der religioese Feiertag von Prostestanten gestrichen,was allerdings
die Reaktion auf den EuHG zurueckzufuehren ist und nicht auf ein Vorhaben der Regierung
beruht.

Ein Vorhaben der Regierung ist aber,die Kandarierung des (unabhaengigen ) ORFs.Der Vor -
sitzende des Stiftungsrates Herr Steger ( FPOE) will "unbotmaessige" Journalisten kuendigen.

Aber auch bei kleineren Anlaessen,gibt die Regierung kein gutes Bild ab.

Bei der Diskussion der "Rechtsabbiegehilfe" bei LKW redet der Verkehrsminister davon,dass
bei der Enquete zur Faktfindung keine Befuerwortung durch die Experten zu vernehmen war.
Hinterher stellte sich aber heraus,dass dem nicht so gewesen war.

Die 12 Polizeipferde,die eingestellt wurden,werden zunaechst 2 Jahre trainiert,dann sollen sie
in einem noch anzukaufenden Gestuet Naehe Wiens untergebracht werden,bevor sie bei Demon-
strationen oder Fussballmatches eingesetzt werden.

Scheinbar ist die Einkesselung von friedlichen Fussballfans bei einem Fussballmatch nicht ge-
nug.Pferde haette dabei auch nicht geholfen.

Ein paar hunderttausend Euro hat eine "Uebung" am Grenzuebergang gekostet,wo simuliert
wurde,wie zu reagieren ist,wenn ein Massenansturm von Fluechtlingen droht.
Eine derzeitige oder absehbare Gefahr  einer Masseneinwanderung ist bei einer taeglichen Fre-
quenz der ankommenden Fluechtlinge,die an zwei Haenden abzuzaehlen ist,nicht vorhanden.

Als Niederlage fuer die Regierung endete auch die Absicht Suedtirolern oesterreichische Reise-
paesse auszufolgen.

Nicht nur die Suedtiroler  lehnen das ab,auch die italienische Regierung sagt - mit uns nicht.

So jetzt will ich auch noch etwas positives ueber die bisherige Regierungsarbeit schreiben.

Ein Vorhaben das Konsens gefunden hat und aus einem Guss ist.

Da muss ich noch laenger nachdenken und melde mich spaeter.

Jock









Titel: Re: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: Suksabai am 21. März 2019, 12:01:48


@jock

die rotgefärbte Brille polarisiert  - wie man bemerkt - die Versäumnisse und Untaten der Roten heraus, während sie anderes offenbar verstärkt.

Mit einem durchgefärbten Sozialisten ist es aber auch ganz schwer, argumentativ zu diskutieren - was man als gut erachtet, verteufelt er...

Zustimmen muss ich dir, dass das grosskoalitionäre Geplänkel der letzten Jahre fruchtlos blieb - deswegen freue ich mich umso mehr über

den breit gestreuten Konsens der momentanen Regierung...

Als Conclusio kann ich nur bemerken, dass ich deine Ansichten und Meinungen registriert und als die deinigen auch respektiert vernommen habe,

sie aber grossteils nicht teile...

Die Zukunft und die nächsten Wahlen werden zeigen, wessen Ansichten näher an der Realität liegen...





 
Titel: Re: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: jock am 21. März 2019, 13:44:59
@Suksabai

Ich habe dich schon einmal gefragt,welche Untaten und Versaeumnisse der Roten
du ansprichst.

Bisher kam nichts.

Wenn du nicht konkret wirst und dich nur in ungefaehre Andeutungen verlierst,ist
es schwer darauf einzugehen.

Obwohl ein Wahlgeheimnis besteht,verrate ich dir,dass ich waehrend meiner Selbst-
staendigkeit stets die Schwarzen gewaehlt habe.Gebe aber zu,dass ich auch die
Roten gewaehlt habe,damals als mir die schwarz/blaue Regierung 2 Jahre laengere
Wartezeit auf die Pension aufgebrummt haben.

Jock
Titel: Re: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: Lung Tom am 13. Mai 2019, 19:20:12

Da wir ja als Deutsche immer Ausländerfeinde waren und sind, erstaunt es hier, welche Anstregungen unternommen werden,
einen ungarischen Diktator Staatsmann zu hofieren:

https://youtu.be/YSvS4LY26Yg

Berichtet übrigens von unverdächtigen britischen Inselmedien...  ;)

Na wenigstens schien nicht die Sonne, wär ja noch schoener.....
Titel: Re: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: Kern am 13. Mai 2019, 19:47:08
Da wir ja als Deutsche immer Ausländerfeinde waren und sind ...

 :o

Ist wahrscheinlich satirisch gemeint.
Titel: Re: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: Lung Tom am 14. Mai 2019, 18:48:33

Achim,

da hast Du vollkommen recht !  {*

Allerdings hätte ich mir den Beitrag auch schenken koennen, so substanziell war der nun nicht.
Gelobe Besserung und liefer, wenn moeglich, mal was Besseres zu dem Thema nach....

 ]-[
Titel: Re: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: Lung Tom am 19. Mai 2019, 21:27:09

Heute mal ein kleiner, halbwegs aktueller Artikel zum Forschungsstand in Stonehenge:

Verschollener Bohrkern von Stonehenge "wiederentdeckt"

...wiederentdeckt ist wohl kaum der richtige Ausdruck     Lung Tom

Stonehenge (Großbritannien) – Während archäologischer Arbeiten an dem Steinkreis von Stonehenge im Jahr 1958 wurde aus einem der gewaltigen, die charakteristischen “Tore“ bildenden sog. Sarsen-Steine drei Kernbohrungen entnommen, die seither als verschollen galten. Jetzt ist einer der drei Bohrkerne wieder aufgetaucht und könnte einige Fragen rund um den sagenumwobenen Steinkreis beantworten.

Hier gehts zum Artikel und ein paar Bildern:
https://www.grenzwissenschaft-aktuell.de/verschollener-bohrkern-von-stonehenge-wiederentdeckt20190513/
Titel: Re: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: Lung Tom am 24. Mai 2019, 19:57:32

?

https://youtu.be/xpGpKQdPKNM

 :}
Titel: Re: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: Lung Tom am 28. Mai 2019, 19:46:13

Aktuell eine kleine Info zur Oesterreich-Thematik, somit zur jüngesten Geschichte  ;) - eigentlich ein nicht nur dicker, sondern ein FETTER Hund:

Ibiza-Video: Kriminelle Drahtzieher und Motiv enthüllt – die ganze widerliche Geschichte

Dem Blog eu-infothek (EUI) gelang es, nach nur einer Woche den Kriminalfall um das berüchtigte Ibiza-Video, das Bundeskanzler Sebastian Kurz nutzte, um die angesehene Regierungskoalition zwischen ÖVP und FPÖ zu beenden, vollständig aufzuklären.

Gut vernetzte Sicherheitsmitarbeiter hecken Plan aus

Hintergrund des Videos dürfte demnach ein krimineller Antrieb von Mitarbeitern eines Sicherheitsunternehmens sein. Dieses hatte bis etwa 2014/2015 auf dem Balkan Sicherheitsprobleme wie etwa Korruption, Zigarettenschmuggel und ähnliches für internationale Konzerne, darunter Hans-Peter Haselsteiners Strabag, gelöst. Allerdings brachte die Verwicklung in einen Fall eines österreichischen Industrieunternehmens den Sicherheitsdienst in Misskredit, weshalb die Konzerne die Zusammenarbeit beendeten.

Einer der vom Auftragsverlust betroffenen Sicherheitsberater ist Sascha Wandl. Der 47-Jährige hat nun die Entstehung des berüchtigten Ibiza-Videos öffentlich gemacht. Demnach liegt dem Ibiza-Video eine kriminelle Geschäftsidee zugrunde.

"Produkt" als Erpressungsmittel hergestellt

Gemeinsam mit dem in Wien tätigen Rechtsanwalt Ramin Mirfakhrai sollte ein "Produkt" entwickelt werden. Dieses Produkt bestand aus selbst erzeugtem, belastendem Material über eine Person, Partei oder Firma, das dann dem Betroffenen „zum Kauf“ angeboten werden sollte. Erpressung also.

Den vier Ibiza-Video-Hintermännern war ein für den damaligen Oppositionspolitiker HC Strache arbeitender Sicherheitsmann bekannt – das (erste?) Opfer war gefunden! Dieser Sicherheitsmann kannte nicht nur den vollständigen Tagesablauf seines Chefs, sondern wusste zwangsläufig auch über Persönliches des Ex-Vizekanzlers Bescheid. Als zweiter „glücklicher Umstand“ erwies sich die Bekanntschaft Mirfakhrais mit jener Immobilienmaklerin, mit der die Familie Gudenus eine lange Geschäftsbeziehung pflegte. Über den Wunsch von Johann Gudenus, das kürzlich geerbte Waldstück seines verstorbenen Vaters verkaufen zu wollen, schloss sich der Kreis der handelnden Personen.

Hier gehts weiter:
https://www.unzensuriert.at/content/0029868-Ibiza-Video-Kriminelle-Drahtzieher-und-Motiv-enthuellt-die-ganze-widerliche
Titel: Re: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: Lung Tom am 29. Mai 2019, 19:42:32
..hier noch ein neue Meldung zu dem Thema:

"Ibiza-Video": Spur führt ins ÖVP-Innenministerium

Seit zehn Tagen dominiert ein illegal aufgenommenes Video, das "Ibizia-Video", die heimische Innenpolitik. Der Blog "eu-infothek" hat nun als erster Hintermänner entlarvt: den Wiener Anwalt Ramin Mirfakhrai und den Privatdetektiv Julian H. Obwohl das ÖVP-Justizministerium nur schleppend bis gar nicht ermittelt, wurden nun neue Tatverdächtige bekannt. In Servus-TV spricht der damalige "Ausbildner" von Julian H., der ehemalige Sicherheitsberater Sascha Wandl, davon, dass auch zwei in Salzburg tätige bosnische Privatdetektive an der "Video-Falle" beteiligt gewesen sein könnten. Politisch brisant ist die Aussage von Wandl, dass die beiden Bosnier für das Inneministerium gearbeitet hätten:

    Beide haben Verbindungen zum Innenministerium, beide sind gelistete Informanten des Innenministerium bzw. des Bundeskriminalamtes.

Das Innenministerium, nun (noch) geführt vom ÖVP-Mann Eckart Ratz, wollte sich dazu gegenüber Servus-TV nicht äußern.

Interessant ist auch die Tatsache, dass einer der mutmaßlichen Hintermänner des Videos, der in München tätige Julian H., auf seiner inzwischen nur noch in Web-Archiven auffindbaren Internetseite auch angab, dass zu seinen Klienten das BMI und das BKA zählten.

Hier gehts weiter:
https://www.unzensuriert.at/content/0029878-Ibiza-Video-Spur-fuehrt-ins-OeVP-Innenministerium
Titel: Re: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: Gregor am 29. Mai 2019, 20:31:35
Ein russischer Politikwissenschaftler erklärt, warum wir Deutschen im eigenen Land eigentlich nichts zu sagen haben....

Man achte auf den Hinweis unter dem Video, daß RT teilweise von der Regierung Rußlands finanziert ist.... {+

https://www.youtube.com/watch?v=YKV6UxyCq3g (https://www.youtube.com/watch?v=YKV6UxyCq3g)
Titel: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: Helli am 30. Mai 2019, 18:24:18
Ein russischer Politikwissenschaftler erklärt, warum wir Deutschen im eigenen Land eigentlich nichts zu sagen haben....
Dem Geschichtsinteressierten ist das nix Neues!
http://www.geschichte-und-politik.info/politik/aktuell/reichsbuerger/bahr.html
Titel: Re: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: Lung Tom am 06. Juni 2019, 19:42:00

Zum 75. Jahrestag der (An)Landung der Amerikaner in Frankreich habe ich einen Artikel gefunden, den ich so nicht bei dieser Zeitung vermutet hätte, da er doch schon etwas realitätsnaher ist, als vieles was man sonst so vorgesetzt bekommt:

75 Jahre D-Day Picknick über dem Gräberfeld


https://www.berliner-zeitung.de/panorama/75-jahre-d-day-picknick-ueber-dem-graeberfeld-32628672
Titel: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: Helli am 06. Juni 2019, 21:51:16

Zum 75. Jahrestag der (An)Landung der Amerikaner in Frankreich habe ich einen Artikel gefunden, den ich so nicht bei dieser Zeitung vermutet hätte, da er doch schon etwas realitätsnaher ist, als vieles was man sonst so vorgesetzt bekommt:

75 Jahre D-Day Picknick über dem Gräberfeld


https://www.berliner-zeitung.de/panorama/75-jahre-d-day-picknick-ueber-dem-graeberfeld-32628672
Ich war schon häufig in der Normandie und kenne einen Teil der beschriebenen Örtlichkeiten. In dem Artikel wird unterschwellig auch vermittelt, dass die Bewohner wenig Probleme mit "den" Deutschen hatten (von einigen Litzenträgern mal abgesehen). Das deckt sich mit meinen Erlebnissen dort seit meiner ersten "Tramp"-Tour 1963. Wir waren zu Viert in (deutscher) Pfadfinderkluft dort unterwegs und haben unerwartete Gastfreundschaft vom Feinsten erlebt!
Titel: Re: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: Lung Tom am 14. Juni 2019, 21:09:13

Bernhard Schaub - Rede vor dem Reichstag 19.01.2019 in Berlin


https://youtu.be/4NvW-93L_PU

Der Mann hat in vielen Punkten recht, leider wird sein Einsatz auch nichts mehr nutzen....

..wenn doch, ENGAGIER DICH, wenn aber alle Abwinken, nun, dann...

..bleibt nur den Untergang richtig zu zelebrieren,

wenn schon dann richtig,

RAGNAROEK

Wenn schon, soll Alles in Schutt und Asche fallen...........
Titel: Re: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: Lung Tom am 27. Juni 2019, 18:06:51

Der Artikel ist wirklich sehr gut, natürlich mit spitzer Feder geschrieben, aber er ordnet die Schulschwänzer/Klimafaschisten richtig ein:


Sabotage am sozialistischen Aufbau


Der Blogwart muß hier mal schreiben, wie es in der DDR war, beim unbefugten Marschieren auf das Gelände volkseigener Betriebe und Kombinate oder wenn jemand die Schnapsidee gehabt hätte, einen Braunkohlebagger zu blockieren.

Erst einmal wäre niemand auf so eine Idee gekommen, außer einigen „verwirrten“ Umweltschützern, die abseits der sozialistischen Idiologie tatsächlich sahen, wie der Sozialismus die Umwelt zerstörte. Vom “ … und wir lieben die Heimat, die Schöne, und wir schützen sie, weil sie dem Volke gehört …“ war im real existierenden Sozialismus nämlich nichts zu spüren. In die Flüsse wurde der Industriedreck eingeleitet, aus den Schornsteinen wurde der Industriedreck über die Landschaft verteilt und wer mit der Bahn von der Ostsee kam und in den Bereich von Leuna einfuhr, der spürte das deutlich olfaktorisch. Dort wurde im Winter der Schnee regelmäßig schwarz und die Abraumbagger der Tagebaue ließen gigantische Wüsteneien zurück, deren Renaturierung am Sankt Nimmerleinstag erfolgen sollte. Dann nämlich, wenn der Sozialismus den Westen ökonomisch geschlagen hätte. Bis dahin hieß es, jede Rücksicht auf Natur und Menschenleben dem Sieg des Sozialimus unterzuordnen.

Das wurde jedem Schulkind eingehämmert, jedes Schulkind verinnerlichte das, außer, es wuchs in Dissidenten- oder theologischen Familien auf. Dann war das aber auch nie ein Gesprächsthema, denn es war heikel.

Im Unterricht wurden so erstaunliche Sachen gelehrt, wie daß unser Planet verschiedene Klimazonen aufweist, daß diese sich in der Erdgeschichte immer mal geändert hatten, da war der Mensch noch nicht einmal aufgetaucht. Insofern wäre niemand auch dem Wahn verfallen, das Klima müsste geändert oder eine Klimaveränderung aufgehalten werden, weil sonst alle stürben. Der Mensch hatte sich angepasst und würde das auch künftig tun.

Wenn es Klimabeeinflussung gab, dann durch die Sowjetunion, die durch die Umleitung von Flüssen, zum Beispiel den Aralsee fast trocken legte aber die Auswirkungen waren nur um den Aralsee zu spüren, nicht  in Afrika, Indien, Asien, Australien oder Amerika. Genausowenig hätte die komplette Deindustrialisierung Deutschland Einfluß auf irgendwas, nur auf die Lebensqualität in Deutschland. Die Inder würden weiter ihre Leichen in den Ganges pfeffern und die Indonesier ihren Plastikmüll in den Ozean. Und in Afrika liefe die Menschenproduktion weiterhin volle Pulle.

Hier gehts weiter:
https://karleduardskanal.wordpress.com/2019/06/26/sabotage-am-sozialistischen-aufbau/
Titel: Re: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: franzi am 28. Juni 2019, 08:10:32

Versailles 1919 – Die Unterwerfung Deutschlands unter das Kriegsschuld-Diktat

Morgen, am 28. Juni 2019, jährt sich zum 100. Mal der Tag, an dem die Vertreter Deutschlands erpresst wurden, das Versailler Diktat zu unterzeichnen und die Lüge von der deutschen Kriegsschuld zu akzeptieren – ein folgenschweres Ereignis, das die weitere äußere und innere Zerstörung Mitteleuropas bis heute bestimmt hat. Umso wichtiger ist es, die wahren Kriegstreiber aufzuzeigen, wie sie heute nachgewiesen werden können. Der Deutsch- Franzose Cyril Moog stellt aufgrund der Forschungen schottischer Historiker übersichtlich das Netzwerk dar, das gegen Mitteleuropa geknüpft wurde. (hl.) . . .


https://fassadenkratzer.wordpress.com/2019/06/27/versailles-1919-die-unterwerfung-deutschlands-unter-das-kriegsschuld-diktat/ (https://fassadenkratzer.wordpress.com/2019/06/27/versailles-1919-die-unterwerfung-deutschlands-unter-das-kriegsschuld-diktat/)

fr
Titel: Re: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: Lung Tom am 28. Juni 2019, 17:59:53

Hallo @franzi,

der Artikel ist schon nicht schlecht. Wer sich für das Thema interessiert, dem sei das Buch 1918 Die Tore zur Hoelle empfohlen. Einiges, was ich schon anderweitig gehoert und gelesen hatte, bestätigt dieses Buch, aber mein Erkenntnisgewinn war sehr viel groeßer. Das Thema ist ein echt "dicker Hund".  Gibt auch prima Quellen-Angaben. Mir standen - bildlich gesprochen - die Haare zu Berge, wie wir - eigentlich über fast jedes Detail belogen wurden (schon in den Zeiten 1917/18 usw.) und (danach sowieso) werden. Auch die unrühmliche Rolle u.a. der SPD und der USPD an der "Heimatfront" wird kurz beleuchtet.  Ist spannender als fast jeder Krimi. Und man erkennt manche Mechanismen, die auch heute so greifen.....

Beste Grüße
Lung Tom
Titel: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: Helli am 28. Juni 2019, 18:00:20

Versailles 1919 – Die Unterwerfung Deutschlands unter das Kriegsschuld-Diktat

Morgen, am 28. Juni 2019, jährt sich zum 100. Mal der Tag, an dem die Vertreter Deutschlands erpresst wurden, das Versailler Diktat zu unterzeichnen und die Lüge von der deutschen Kriegsschuld zu akzeptieren – ein folgenschweres Ereignis, das die weitere äußere und innere Zerstörung Mitteleuropas bis heute bestimmt hat. Umso wichtiger ist es, die wahren Kriegstreiber aufzuzeigen, wie sie heute nachgewiesen werden können. Der Deutsch- Franzose Cyril Moog stellt aufgrund der Forschungen schottischer Historiker übersichtlich das Netzwerk dar, das gegen Mitteleuropa geknüpft wurde. (hl.) . . .


https://fassadenkratzer.wordpress.com/2019/06/27/versailles-1919-die-unterwerfung-deutschlands-unter-das-kriegsschuld-diktat/ (https://fassadenkratzer.wordpress.com/2019/06/27/versailles-1919-die-unterwerfung-deutschlands-unter-das-kriegsschuld-diktat/)

fr
Man kann zu diesen "Erkenntnissen" stehen wie man will, zu reparieren sind sie nicht mehr. Dazu ist ganz normal, dass die Sieger zunächst mal die Geschichtsbücher schreiben! Die "Wahrheiten" kommen nie oder erst viel später heraus.

Fakt dürfte aber wohl sein, dass die Arroganz des englischen Adels (ersatzweise die selbsternannte "Elite" bzw. der Geldadel) sprichwörtlich ist.

Sie haben sich in Kolonialzeiten ohne irgendwelche Rücksichten die Taschen gefüllt (man müsste den Trotta nochmal mit den gleichen Befehlen ins südliche Afrika schicken, um "bevölkerungsreduzierend" mit den Engländern gleichzuziehen, die letztlich ja auch diesen Aufstand gegen die Deutschen dort angezettelt bzw. befeuert haben) und einen erblichen Einfluss gesichert, der bis heute ungebrochen ist. Siehe Manipulationen und offensichtliche Lügen um den "Brexit"!

Der Klima-Hype (und die Gründung von Greenpeace) soll ja ursprünglich auch aus englischen Club-Hinterzimmern stammen (und da ging es nicht um die Umwelt sondern um Geld).

De Gaulle hatte schon recht, dass er sie (wenigstens in der Zeit seines politischen Einflusses) von der EU fern gehalten hat! Er kannte deren "Elite" ja auch aus persönlichen Erfahrungen.

Fazit: Geld regiert die Welt!
Titel: Re: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: Lung Tom am 15. Juli 2019, 19:43:55

Heute in diesem Format:

Steimles Welt vom 17.03.2019 - Unvergessen


https://youtu.be/1pMyI34qUNE

G E N I A L !
Titel: Re: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: Lung Tom am 23. Juli 2019, 16:12:39

Heute habe ich mal einen kleinen Leckerbissen rausgesucht. Der Artikel ist zwar schon etwas älter, aber passt sehr gut hier ins Thema:

Sozialdemokrat Adolf Hitler

Ralf Georg Reuth belegt linke Herkunft und Motivation des Diktators

„Jeder war einmal Sozialdemokrat“, so die Bemerkung des NSDAP-Führers Adolf Hitler, als er sich 1921 schützend vor Hermann Esser stellte, nachdem dieser innerparteilich dafür attackiert wurde, dass er als Journalist für ein sozialdemokratisches Blatt gearbeitet hatte (1923 sollte er zum ersten Propagandaleiter der NSDAP avancieren). Hitler wurde dabei sekundiert von Sepp Dietrich, den späteren Kommandeur der „Leibstandarte-SS Adolf Hitler“, der einst als gewählter Vorsitzender eines Soldatenrates fungiert hatte, indem er zum Ausdruck brachte, dass die Nationalsozialisten alle einmal Sozialdemokraten gewesen seien. Die Tatsache, dass Hitler selbst zur Revolutionszeit in München um 1919 eindeutig Sympathisant der (Mehrheits-)Sozialdemokratie und dabei auch als gewählter Soldatenrat aktiv gewesen war, wird im  jüngst erschienenen Buch des Historikers Reuth eindeutig belegt. Diese Tatsache war noch 1923 vom damaligen SPD-Vizepräsidenten des Bayerischen Landtages Auer in der „Münchner Post“ bestätigt worden: Danach „galt seiner politischen Überzeugung nach“ Hitler „in den Kreisen der Propagandaabteilung als Mehrheitssozialdemokrat und gab sich auch als solcher aus, wie so viele war er aber nie politisch oder gewerkschaftlich organisiert.“

Grund für Abwendung Hitlers von SPD

Hitler wäre erkennbar Sympathisant der SPD geblieben (vielleicht sogar Mitglied geworden?), wenn diese Partei die vom Reichsministerpräsidenten Philipp Scheidemann vertretene Linie beibehalten hätte, das Versailler Friedensdiktat nicht zu unterzeichnen. Und wenn sie bereit gewesen wäre, gegebenenfalls, bei dem von den Alliierten für diesen Fall angekündigten Einmarsch ins Reichsgebiet, „den Kampf gegen den kapitalistischen Westen“ aufzunehmen, um gegen diesen „das neue soziale Deutschland“ mit Waffengewalt zu verteidigen. Damit wird auch deutlich, dass Hitler mit den meisten anderen einfachen Kriegsteilnehmern auf Seite der Republik stand, was die überwältigende Zustimmung zu den republikanischen Parteien bei der Wahl zur verfassungsgebenden Nationalversammlung erklärt. Dies markierte parteipolitisch entscheidend den Erfolg des spätestens seit 1914 von der SPD verfolgten Konzepts, Sozialismus wieder mit dem deutschen Nationalismus zu versöhnen. Dieser war seit 1871 von den Konservativen vereinnahmt worden. Dabei war dem Nationalismus die sozial-revolutionäre Konsequenz abhanden gekommen, die er noch beim SPD-Gründer Lassalle aufgewiesen hatte.

Die überwältigende republikanische Mehrheit, die die beeindruckenden Erfolgsaussichten für die demokratische Staatsform in Deutschland belegt, entschwand dann nach dem Versailler Diktat rapide. Sicherlich wird man die Entscheidung, den sogenannten Friedensvertrag zu unterzeichnen, für vertretbar, wenn nicht gar für geboten halten können. Besonders die SPD ist aber dadurch Opfer der eigenen internationalistischen Erwartungen geworden, wonach den westlichen Freunden bei Abschaffung der deutschen Monarchien gar nichts anders übrig bleiben könne als einen Frieden von der Art abzuschließen, wie ihn der amerikanische Heilspräsident Wilson nahe gelegt hatte. Dabei hatte man übersehen, dass sich insbesondere die französische Kriegspropaganda mit einer rassistischen Schärfe – la race humaine contre la race Allemande – gegen das deutsche Volk als solches gerichtet hatte und nicht nur gegen den „Kaiserismus“. Die von sozialistischer Seite, wie etwa von dem von Hitler unterstützten bayerischen Revolutionsministerpräsidenten (und Juden) Kurt Eisner in internationalistischem Vertrauen und politischer Naivität abgegebenen Kriegsschulderklärungen, die die deutsche monarchischen Regierungen für den Krieg verantwortlich machten, sollten sich bitten rächen, weil sie als amtliches Zugeständnis „deutscher Schuld“ mit entsprechenden Zahlungsverpflichtungen genommen wurden. Für Hitler war damit klar, dass man sich von den verbliebenen internationalistischen Illusionen der Sozialdemokratie vollständig abwenden müsse, um den Sozialismus im Kampf gegen den Versailler Vertrag, der für ihn die politische Herrschaft des internationalen Finanzkapitals darstellte, auf nationaler Ebene als deutschen Sozialismus zu verwirklichen. Dementsprechend schloss sich Hitler auch keiner der Rechtsparteien an, die weiterhin wie DNVP und DVP (Konservative und Nationalliberale) dem monarchischen System anhingen und dabei auch entschieden den Sozialismus ablehnten, sondern sah sich genötigt, seine eigene sozialistische Partei aufzubauen. Die Abkehr von der SPD stellte demnach für Hitler keinen Bruch mit dem Sozialismus dar, sondern sollte zu dessen konkreter Verwirklichung führen. Dementsprechend wurde das NSDAP-Parteiprogramm so ausgestaltet, dass „auch all jene angesprochen werden, die es einmal mit der Linken gehalten hatten, unter ihnen Hitler selbst“ (Reuth).

Hier gehts noch interessant weiter:
https://ef-magazin.de/2009/05/01/1164-vergangenheitsbewaeltigung-sozialdemokrat-adolf-hitler
Titel: Re: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: Lung Tom am 27. Juli 2019, 19:58:24

Auch wenn es immer nur Tippelschritte sind, es geht voran:

Russisch-japanischer Friedensvertrag: Abe will nun Einigung mit Rußland – und nennt Datum

Tokio/Moskau. Der japanische Premierminister Abe hat sich zur Frage des Abschlusses eines Friedensvertrages mit Rußland geäußert und seine Absicht bekundet, dies noch während seiner Amtszeit zu schaffen.

„Ich möchte bei der Frage des Abschlusses [eines Friedensvertrages mit Rußland; d. Red.] noch während meiner Amtszeit vorankommen“, sagte Abe in einem Interview mit dem TV-Sender NHK. Abes Amtszeit endet 2021.

Der russisch-japanische Dialog wird seit langem von der ungelösten Kurilen-Frage überschattet. Als Bedingung für den Abschluß eines Friedensvertrages besteht Japan von jeher auf der Rückgabe der Südkurileninseln: Kunaschir, Schikotan, Iturup und Habomai. Sie wurden als Folge des verlorenen Krieges von der UdSSR besetzt und sind bis heute besetztes Gebiet.

Moskau vertritt deshalb auch die Position, daß die Südkurilen Bestandteil der UdSSR geworden seien und die russische Souveränität über diese Inseln keinem Zweifel unterliege.

1956 verabschiedeten die UdSSR und Japan eine Gemeinsame Deklaration, in der Moskau zustimmte, die Möglichkeit der Übergabe von Habomai und Schikotan nach dem Friedensvertragsabschluß in Erwägung zu ziehen. Das Schicksal von Kunaschir und Iturup sei dabei nicht angetastet worden. Moskau rechnete damit, daß dieses Dokument den Streit um die Inseln beenden würde, doch Japan sah darin nur eine teilweise Lösung des Problems. Die nachfolgenden Verhandlungen brachten nichts.

Im November 2018, nach dem Treffen zwischen Putin und Abe in Singapur, verkündeten beide Seiten eine Beschleunigung des Verhandlungsprozesses hinsichtlich des Friedensvertrages und der Kurilen. Man einigte sich darauf, die Deklaration von 1956 zur Verhandlungsgrundlage zu nehmen. Allerdings wurde bis dato keine Einigung erzielt. (mü)

Quelle:
http://zuerst.de/2019/07/26/russisch-japanischer-friedensvertrag-abe-will-nun-einigung-mit-russland-und-nennt-datum/
Titel: Re: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: Lung Tom am 06. August 2019, 18:36:06

(https://up.picr.de/36449450mz.jpg)


Titel: Re: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: Lung Tom am 08. August 2019, 20:18:17


Besitzerin von Hitlers Geburtshaus rechtskräftig enteignet: Vergangenheitsbewältigung kann beginnen


Wien. Der jahrelange Rechtsstreit um Adolf Hitlers Geburtshaus in Braunau zwischen der Republik Österreich und der Eigentümerin ist endgültig abgeschlossen. Nachdem der österreichische Nationalrat 2016 die Enteignung des Hauses beschlossen hatte, focht die Besitzerin diese Entscheidung ebenso an wie die Höhe der Entschädigung. Jetzt ist die Klägerin beim Obersten Gerichtshof (OGH) in Wien unterlegen. Demnach bleibt es dabei, daß ihr „nur“ der von der Republik bereits gezahlte Verkehrswert von 812.000 Euro zusteht.

Das Oberlandesgericht Linz hatte im April 2019 den Beschluß des Landesgerichts Ried zur Zahlung von 1,5 Millionen Euro aufgehoben. Es hielt den vom gerichtlichen Gutachter festgestellten und vom österreichischen Staat bereits gezahlten Verkehrswert von 812.000 Euro für angemessen. Dagegen legte die Ex-Eigentümerin beim OGH Berufung ein.

Das Höchstgericht wies diesen Widerspruch zurück, teilte das Wiener Innenministerium am Montag in einer Pressemitteilung mit. Damit ist der letzte gerichtsanhängige Fall zu Hitlers Geburtshaus abgeschlossen. Bereits im März 2018 hatte der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte die Beschwerde der enteigneten Besitzerin für unzulässig erklärt.

„Nach der rechtskräftigen gerichtlichen Entscheidung im Entschädigungsverfahren kann nun die gesetzlich gebotene Nachnutzung des Hitler-Geburtshauses eingeleitet werden, um jede Form der Wiederbetätigung und nationalsozialistischer Umtriebe zu unterbinden“, erklärte Innenminister Wolfgang Peschorn. Ein Architektenwettbewerb wurde eingeleitet. (mü)

Quelle:
http://zuerst.de/2019/08/08/besitzerin-von-hitlers-geburtshaus-rechtskraeftig-enteignet-vergangenheitsbewaeltigung-kann-beginnen/




Titel: Re: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: Lung Tom am 09. August 2019, 19:04:14

Heute mal was aus Berlin:

Renn-Historie
Berliner Avus als "Rutschbahn in den Himmel"

Die Formel 1 gastierte nur ein einziges Mal auf der Berliner Avus – vor 60 Jahren. Das Rennen wurde zum Fiasko, ein Fahrer starb.

Als „eine simple Rennstrecke“ analysierte der legendäre britische Rennfahrer Stirling Moss den Kurs auf der Avus (Verkehrs- und Übungsstraße), „zwei vier Kilometer lange Geraden mit einer Steilwandkurve. Dafür benötigt man einen richtig starken Motor und hervorragende Bremsen, da man in der Südkehre komplett runterbremsen muss“, sagte der spätere Sir vor dem Rennen am 2. August 1959, bei dem die Formel 1 das einzige Mal in Berlin gastierte. An diesem Freitag jährt sich das besondere Ereignis zum 60. Mal.

Eigentlich war damals der ansonsten extra für die Formel 1 hergerichtete Nürburgring als Austragungsort vorgesehen. Doch der West-Berliner Senat lockte den Automobilclub von Deutschland (AvD) als Veranstalter mit Ausfallbürgschaften in die geteilte, aber noch nicht eingeschlossene Stadt. Zudem erhielt der AvD vom Senat auch die Garantie, die in Ostmark gezahlten Eintrittsgelder zu einem Kurs von 1:1 bis zu einer Summe von 60.000 Mark umgetauscht bekäme. Als weiteren Baustein der Aktion „Macht das Tor auf“ beurteilte die Fachzeitschrift „Das Auto – Motor und Sport“ – heute „Auto, Motor und Sport“ – die finanziellen Anreize.

Hier gibts die Geschichte dazu:
https://www.morgenpost.de/berlin/article226645537/Berliner-Avus-als-Rutschbahn-in-den-Himmel.html
Titel: Re: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: Lung Tom am 12. August 2019, 19:59:38

Kollege @jock hat mich auf das Thema gebracht. Ist gar nicht unspannend. Ob alles so war, wie dargestellt, und ob Johannes der Täufer wirklich  gelebt hat, entzieht sich meiner Erkenntnis, aber hier habe ich einen ganz interessanten Artikel zum Thema, zwar schon ein paar Jahre alt, aber was macht das, wenn es um Dinge geht die rund 2000 Jahre zurück liegen. Am Besten, im Original lesen, da gibts gleich zu Anfang 10 Werke (Bilder) zum Thema anzuschauen:

Die rätselhafte Tragödie von Johannes dem Täufer

Am Anfang steht eine Idylle. Am Ende steht eine Enthauptung. Die Idylle wird im Advent beschrieben und steht im Lukas-Evangelium.


Noch bevor dort Maria die Geburt Jesu angekündigt wird, erfährt man schon von einer anderen Geburtsvorbereitung. Ein Engel sagt dem Tempelpriester Zacharias, dass dessen hochbetagte Frau Elisabeth, bis dahin unfruchtbar, ein Kind gebären werde. Es solle Johannes heißen und werde „viele vom Volk Israel zu ihrem Gott bekehren“. Tatsächlich wird Elisabeth schwanger.

Als sie im sechsten Monat ist, bekommt Elisabeth Besuch von der ebenfalls schwangeren Maria. Rührend ist, was nun geschieht: „Und es begab sich, als Elisabeth den Gruß Marias hörte, hüpfte das Kind in ihrem Leibe.“ Elisabeth spürt: Der ungeborene Johannes hat gerade den ungeborenen Jesus erkannt. Am Ende wird Herodes Antipas diesen Johannes köpfen lassen.

Quelle, bzw. komplett:
https://www.welt.de/vermischtes/specials/article122643254/Die-raetselhafte-Tragoedie-von-Johannes-dem-Taeufer.html

Titel: Re: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: Lung Tom am 23. August 2019, 18:56:42

Heute mal ein ganz anderes Format. Alle die demnächst wählen dürfen/wollen/müssen, sollten es anschauen:

COMPACT Live: Der Osten leuchtet – Was der Westen lernen kann

https://youtu.be/-OZ1CKImB_I
Titel: Re: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: Lung Tom am 25. August 2019, 19:08:20

Durch einen Artikel bin ich auf eine aktuelle Sendereihe von Arte aufmerksam geworden. Nennt sich
Native America. Scheint so, das sich die Geschichtsschreibung hier gerade ändert.

Viel Spaß beim Schauen:

Native America (1/4) - Aus den Höhlen in den Kosmos | Doku | ARTE

https://youtu.be/Ojeb6UaILyU

Native America (2/4) - Natur und Gemeinschaft | Doku | ARTE

https://youtu.be/baEQNtp9EeA

Native America (3/4) - Städte des Himmels | Doku | ARTE

https://youtu.be/3HAoNmBQnMg

Native America (4/4) - Kampf um die Neue Welt | Doku | ARTE


https://youtu.be/LQDEZ3Se6s4
Titel: Re: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: Lung Tom am 01. November 2019, 20:56:59

Wer sich für Ninjas interessiert, kommt hier voll auf seine Kosten. Sehr gut aufgemachte Geschichte:

Universum History: Ninja - Japans Schattenkrieger


https://youtu.be/jZMQ0x7Abnc
Titel: Re: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: Lung Tom am 06. November 2019, 18:38:40

Wer gerne mal sehen moechte, wie teilweise mit alten Dokumenten in Deutschland umgegangen wird, schaut mal dieses Video.

Dazu koennte ich echt eine Menge schreiben, nur kurz: eigentlich kann das nicht sein.

Die Videobeschreibung ist echt noch zahm:
Tschüss Ahnenforschung
Tschüss Nachweis das man Deutscher ist.
Tschüss Erbe (Eigentum,Haus,Grundstück)
Was sagen die Menschen aus Gelsenkirchen u.Herne wohl dazu?


https://youtu.be/q_GCGqi5gLA
Titel: Re: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: Kern am 24. November 2019, 16:24:36
Gemäß dem Leih- und Pachtgesetz (>> https://de.wikipedia.org/wiki/Leih-_und_Pachtgesetz <<)  wurde die Sowjetunion durch die USA im 2. Weltkrieg zuweilen massiv mit der Lieferung von unterschiedlichsten Gütern unterstützt.

Vieles wurde auf Wunsch oft geliefert, wie Wintermäntel, Decken, Nahrungsmittel, Treibstoffe usw.
Einmal wünschte der Kreml eine große Lieferung von Kondomen ... für 25 cm Länge.

Auch diesen Wunsch erfüllte das US-Verteidigungsministerium. Allerdings bekamen diese Kartons den Aufdruck "Medium".
Seltsamerweise wurde dieser Artikel niemals nachbestellt.
Titel: Re: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: Lung Tom am 13. Dezember 2019, 17:36:27

Anbei eine kleine "Doku" zu den Anfängen der Raketentechnik. Leider ist die Bildqualität nur unterprächtig, dafür aber ohne den obligatorischen "Arschtritt":

Peenemünde

https://youtu.be/UUN5unyCjLU
Titel: Re: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: Lung Tom am 25. Dezember 2019, 18:53:03

Tja, über die Kirchen in Deutschland koennte man Romane schreiben. Auf jeden Fall werden sie zur Zeit mal wieder stark von Parteien vereinnahmt, und so sieht die Politik der Kirchen dann auch aus:

Katholischer Pfarrverbund Potsdam und Werder
Andersdenkende sind unerwünscht

Die Katholische Kirche in Deutschland bläst im Advent zum verstärkten „Kampf gegen Rechts“ und gegen theologisch konservative Überzeugungen. Am Mittwoch gab der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Thomas Sternberg, noch einmal die politische Marschrichtung vor. Der Präsident des größten katholischen Laienverbands in der Bundesrepublik, selbst CDU-Mitglied, warnte gegenüber dem RedaktionsNetzwerk Deutschland vor „rechtsnationalen Einflüssen auf Gemeinden und Kirchenvorstände“. Es gebe in der katholischen Kirche „rechte Stimmen“ und „katholische Geistliche“, die sich positiv über die AfD äußerten: „Wir als große demokratische Mehrheit können uns nicht scharf genug dagegen abgrenzen“, so der ZdK-Präsident.

Wie diese Leitlinie in der Praxis aussieht, ist dieser Tage im katholischen Pfarrverbund Potsdam und Werder (Havel) zu beobachten. Bei den Wahlen zum Pfarrgemeinderat (PGR) vor gut drei Wochen wurde mit 86 Stimmen auch Organist und Vorsänger Hans-Cornelius Weber in die ehrenamtliche Gemeindevertretung gewählt. Ebenso wie Weber kandidierten erstmalig auch dessen Ehefrau sowie mit Christian Rudolf ein Redakteur dieser Zeitung. Beide verfehlten knapp den Einzug. Für alle drei hatten sich vor der Wahl Gemeindemitglieder per Unterschriftensammlung stark gemacht.

Hier gehts weiter:
https://jungefreiheit.de/kultur/gesellschaft/2019/andersdenkende-sind-unerwuenscht/

Aber das gabs auch schon in der Vergangenheit, "Systemnähe" würde man wohl sagen schreiben,
hier wird man schlauer, nicht umsonst wird die Kirchensteuer vom Staat für die Kirche eingezogen:

Gott segne den Führer. Die Kirchen und das Dritte Reich. Eine Dokumentation von Bekenntnissen und Sebstzeugnissen
https://www.amazon.de/F%C3%BChrer-Kirchen-Dokumentation-Bekenntnissen-Sebstzeugnissen/dp/3806110409

Auch das letzte Schäfchen wird zur Ehre Gottes Satans ausgepresst:
https://www.morgenpost.de/berlin/article227898673/Getauft-aber-kein-Kirchenmitglied-Klage-zurueckgewiesen.html

Titel: Re: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: Kern am 27. Dezember 2019, 10:26:42
Auch das letzte Schäfchen wird zur Ehre Gottes Satans ausgepresst:
https://www.morgenpost.de/berlin/article227898673/Getauft-aber-kein-Kirchenmitglied-Klage-zurueckgewiesen.html


Zitat
Wer als Kleinkind getauft wurde, bleibt auch nach dem Austritt der Eltern Mitglied der Kirche und muss gegebenenfalls später selbst formal austreten. Andernfalls ist Kirchensteuer fällig. Das entschied das Berliner Verwaltungsgericht am Donnerstag und wies die Klage einer 66-Jährigen zurück.

 {:}
Damit kann sich die Kirche in D noch viele zusätzliche "Freunde" schaffen.
In ganz D (besonders in der früheren DDR) wird es etliche Menschen geben, die als Säuglinge getauft wurden, die damals von ihrem Mitsprache-Recht keinen Gebrauch machten  :-) , die überhaupt nicht ahnen, dass sie selber offiziell aus der Kirche austreten müssen, um diese Gefahr der Abzocke zu bannen.
Titel: Re: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: Alex am 27. Dezember 2019, 10:42:36
Fuer unsere ganz gläubigen Member hier ... nach einem Grundsatzurteil kann man auch nur

aus der " Steuergemeinschaft " der jeweiligen Kirche austreten . Das habe ich schon vor 50 Jahren

gegen den Widerstand der CSU Standesbeamten in Hof .d. Saale so gemacht , meine Frau mußte dann ,

damit ich nicht auch noch die Hälfte der Ki Steuer an die EVANGELEN abtreten mußte auch noch

den Schritt bei ihrer Kirchengemeinde durchziehen . Reaktion Haus Verbot in der EV Kirche ... welches wir

gegen den Willen des scheinheiligen Pfaffen fleißig missachteten !

Titel: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: Helli am 27. Dezember 2019, 20:11:58
Also, ich stehe mit der Institution Kirche auch auf Kriegsfuß, möchte aber die Religion als solche nicht missen!
Dass ich so bin, wie ich heute bin, dazu gehört auch die genossene (freiwillig oder gezwungen spielt im Nachhinein keine Rolle) christliche Sozialisierung! Die möglich gewesenen Alternativen lernen wir doch seit Jahren sogar im eigenen Land nachhaltig kennen und sind mehrheitlich nicht begeistert.

Zumindest bei den Katholen wurden/werden die Kleinkinder vor der Taufe nicht gefragt, gefällt mir auch nicht. Ab 16 Jahren können sie sich allerdings (auch ohne Einfluß der Eltern und bevor sie in der Regel einkommensteuerpflichtige Löhne haben) aus der Kirche abmelden. Dazu reicht ein Kurzbesuch beim Standes-, Bürger- oder Einwohnermeldeamt. Gekostet hat das etwas weder bei meinem Sohn vor fast 30 Jahren noch bei mir später.

Mit Geld und Vermögen der Kirchen ist das auch so eine Sache. Man stelle sich z.B. vor, die Kirchen würden ihren Bettelaufrufen selbst auch nachkommen und ihr Vermögen einsetzen. Das sind in der Regel ja alles Sachwerte, die man nur einmal verkaufen kann. Wer würde ihnen denn z.B. den Stephansdom in Wien, das Ulmer Münster oder den Kölner Dom abkaufen? Sakrale Gegenstände, Kirchenausstattungen kann man auch nur einmal verkaufen, und dann? Die europäischen Staaten sind ja mit dem Erhalt der geschichtsträchtigen Profanbauten (Burgen, Schlösser, Denkmäler, usw.) schon überfordert. Mir würde gefallen, wenn man Staat und Kirche wirklich und real auseinander macht (wie bereits vom Parlament in der Weimarer Republik mit absoluter Mehrheit gefordert wurde)! Frankreich wäre ein Vorbild!

In der Politik ist der Einfluß der Kirchen nicht zu unterschätzen, zum Guten genauso wie zum Schlechten! Im Auftrag der Institution Kirche ist in den zweitausend Jahren viel Schindluder getrieben worden, was in der Regel aber dort nur von einer macht- und geldgeilen Oberschicht betrieben wurde.
Vergessen sollte man dabei aber nicht den Einfluß des Vatikans beim Zerfall des Ostblocks (Papst Wojtyla) und die Hilfen der ev. Gemeindepfarrer in der DDR. Zu dem Ersteren wissen wir heute noch lange nicht Alles!

Leider werden diese "Leistungen" z.Zt. durch selbsternannte Eliten der Kirchen wieder mal zunichte gemacht. Ich bezweifle ganz stark, dass die derzeitigen (noch) Kirchgänger alle mit dem heutigen Status der Kirchen als Institution einverstanden sind.



Titel: Re: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: Lung Tom am 02. Januar 2020, 18:44:03

Nach meinem Verständnis gibt es sicher Parallelen, allerdings ist mir bei Honecker und Co. nie Deutschenhass aufgefallen:

"Aktivisten der sozialistischen Arbeit" 2019

102  Jahre nach dem Putsch, der als Oktoberrevolution in die Geschichte einging, sind Lenins geistige Ur-Neffen wieder lebendiger denn je – zumindest in Deutschland. Lenin glaubte sich im Besitz der Wahrheit und des Wissens über den richtigen Weg in die rosige Zukunft, er war überzeugt, der Mensch und die Gesellschaft lasse sich gestalten wie Knetmasse – und wer sich dem Weg zum Licht entgegenstellt, sei ein Volksfeind, müsse umerzogen oder umgebracht werden.

Bei seinen Großneffen ist aus dem „Volksfeind“ der „Nazi“ bzw. „Rechte“ geworden,  und das „umbringen“ ist recht selten zu hören, aber ansonsten sind die Ähnlichkeiten auffällig. Lenins deutsche Ur-Neffen haben die Macht noch nicht (ganz) erobert, aber die Meinungshoheit. Ihr Kulturkampf ist weit fortgeschritten.

Zu den Möglichkeiten der Notwehr gehört neben Aufklärung auch Galgenhumor. Wo andere ganze Generationen als „Umweltsäue“ oder „Nazisäue“ verhöhnen und das als Satire rechtfertigen, darf man humoristisch zurück beißen. Ich tue das rechtzeitig zu Silvester - und habe eine Liste von Lenins treuesten Ur-Neffen zusammengestellt – den Politikern und „Medien- und Kulturschaffenden“ (die DDR-Sprache wird immer lebendiger, nicht nur mit internationalen sozialistischen, sondern auch nationalsozialistischen Wurzeln), die sich im Lenin´schen Sinne besonders „verdient“ gemacht haben um die Umgestaltung der Gesellschaft und die Umerziehung von renitenten bürgerlichen Elementen.
 
Die großen Lenin-Orden 2019 am roten Band mit Schleife gehen an

1.) Die Genossen in Redaktion und Intendanz des Westdeutschen Rundfunk, für zähe Arbeit an der Volks-Erziehungsfront und gegen rückständische Familienbilder, etwa durch Entlarvung von bourgeoisen, volksfeindlichen Verhaltensweisen durch die nicht-erleuchtete Generation der Umweltsäue, ebenso wie die Infiltration von verdienten Genossen Antifa und deren klassenkämpferischem Umfeld in die Redaktionsstuben und der Übernahme der Deutungshoheit dort. Alle Genossen im besonderen Einsatz beim WDR dürfen künftig die Auszeichnung „„Mein Arbeitsplatz – mein Kampfplatz für den Frieden“ tragen.

2.) Die Genossen aus dem Zersetzungskommando innerhalb der SPD, die bei der Vernichtung der rot lackierten Antikommunisten von innen heraus Erfolge von derart historischem Ausmaß an den Tag gelegt haben, dass der Anschluss der Partei an die SED nur noch eine Frage der Zeit sein kann.

Hier gibts noch weitere Orden und Auszeichnung - im Original lesen, ist doppelt gut, da dort noch eine Reihe von Querverweisen eingebaut sind:

https://www.reitschuster.de/post/aktivisten-der-sozialistischen-arbeit-2019
Titel: Re: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: Lung Tom am 04. Januar 2020, 22:35:36

Die Ermordung des deutschen Generalkonsuls in Krakau war der Anlass 1939 für den Angriffsbefehl


Willy Wimmer: Kommentar

Die Ermordung des deutschen Generalkonsuls in Krakau war der Anlass 1939 für den Angriffsbefehl

Die gezielte Tötung des Kommandeurs der „al Quds“ Brigaden des Iran, General Suleimani, auf der Fahrt zum Flughafen in Bagdad durch eine Aktion der Streitkräfte der Vereinigten Staaten stellt nach den Regeln des Völkerrechts einen Kriegsgrund dar.

Die Ermordung des deutschen Generalkonsuls in Krakau war der Anlass 1939 für den Angriffsbefehl. Wie seinerzeit sind die Umstände, unter denen General Suleimani gezielt getötet wurde, die des unerklärten Nicht-Krieges. Sie bedeuten auch nicht, daß es zum Krieg kommt, obwohl die Wahrscheinlichkeit hoch ist. Alleine das Denken an die vorhandenen Feuerstellen in der Großregion macht deutlich, in welchem Umfang Interessen Dritter jetzt involviert sind. Dabei handelt es sich im Falle von Russland und China um Staaten, die auf gleicher Augenhöhe mit den Vereinigten Staaten glauben agieren zu können. Die regionale Ausdehnung der Feuerstellen reicht bis in den europäischen Vorhof, was die Verlegung türkischer Truppen nach Libyen deutlich macht. Der Aufenthalt hunderttausender Menschen auf deutschem Territorium ohne Identifikation bei gleichzeitiger Stationierung amerikanischer Truppen hier, macht die Lage dramatisch deutlich.

Die Entscheidung des amerikanischen Präsidenten Trump zu dieser gezielten Tötung wirft alle Fragen auf, die man in den USA stellen kann. Der Umstand, daß gleichzeitig aus Nordkorea verschobene Fragen aktualisiert werden, macht deutlich, mit welcher Dimension wir es zu tun haben.

Quelle:
https://www.world-economy.eu/pro-contra/details/article/willy-wimmer-kommentar/
Titel: Re: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: Lung Tom am 16. Januar 2020, 18:29:04

Das Thema hab ich ja schon mal thematisiert, gibt dazu auch eine Buchempfehlung in der "Schmoeckerecke":

2. Weltkrieg: Der grösste Raub in der Weltgeschichte – Entführung der deutschen Geisteselite, Patente beschlagnahmt, Erfindungen gestohlen

Die Schweizer ExpressZeitung berichtet: Die Alliierten beschränkten sich bei ihrer Plünderung Deutschlands 1945 keineswegs nur auf den Raub deutscher Patente und Kunstwerke oder die Demontage deutscher Industrieanlagen. Besonders interessiert waren die Sieger an den Schöpfern dieser unermesslichen Schätze. Der stellvertretende Kommandeur für die Verwaltung der US-Luftstreitkräfte in Europa, Generalmajor Hugh Knerr, legte dieses gewaltige Interesse der Alliierten mit einem Bekenntnis ab:

«Die Besetzung deutscher wissenschaftlicher und industrieller Einrichtungen hat die Tatsache enthüllt, dass wir auf verschiedenen Gebieten der Forschung alarmierend rückständig sind. Wenn wir diese Gelegenheit nicht benutzen, den technischen Apparat und die Köpfe, die ihn entwickelt und geleitet haben, zu ergreifen, und wenn wir die deutschen Techniker nicht sofort wieder an ihre Arbeit setzen, werden wir mehrere Jahre lang im Rückstand bleiben.» (1)

Folglich organisierten die «Befreier» die professionelle Jagd auf die Vertreter der deutschen Intelligenzschicht. Es war eine genau geplante und rigoros ausgeführte Massnahme, die mit der Vernichtung oder Neutralisierung der deutschen wissenschaftlichen Führungsschicht, der geistigen Elite Deutschlands, enden sollte.

Bekanntlich hatten die Amerikaner bei Eintritt des Waffenstillstandes am 9. Mai 1945 auch grosse Teile Mitteldeutschlands und des Sudetenlandes besetzt. Die dort ansässigen Wissenschaftler und Techniker galt es selbstredend noch vor dem Abzug der US-Truppen zum 1. Juli 1945 für die eigenen Zwecke zu sichern.

Folglich wurden in Thüringen und Sachsen Hunderte Repräsentanten der deutschen Intelligenz «überredet», zunächst einmal in die amerikanische Zone überzuwechseln. Diese Aktionen liefen von April bis Juni 1945 auf Hochtouren, schliesslich handelte es sich um überaus lohnende «Menschenware».

Hier gehts weiter:
https://www.pravda-tv.com/2020/01/2-weltkrieg-der-gro%cc%88sste-raub-in-der-weltgeschichte-entfu%cc%88hrung-der-deutschen-geisteselite-patente-beschlagnahmt-erfindungen-gestohlen/
Titel: Re: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: Lung Tom am 01. Februar 2020, 19:03:06


Völkermordgedenktage, die wir (auch*) 2020 nicht erleben werden

by Julius Rabenstein

Aborigine-Rememberence-Day in Australien

Algeriengedenken, Frankreich

Tibet-Erinnerung, VR China

Kongo-Greuel-Tag in Belgien

Biafra-Day, Nigeria

Armenientag in der Türkei

Indonesientag, Niederlande

Tutsi-Feiern, Ruanda

Holodomorgedenken in Rußland

Koreatrauertag, Japan

Burentag, GB

Tag des Indianers in den USA und Kanada

Tag des Gedenkens an die Sklaverei, Saudi-Arabien

Inka-Tag, Spanien

Namatag der Herero

Usw., usw.

* Hinzufügung von mir
Quelle:
https://heerlagerderheiligen.wordpress.com/2020/01/30/voelkermordgedenktage-die-wir-2020-nicht-erleben-werden/
Titel: Re: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: Lung Tom am 05. Februar 2020, 21:10:11

Noch ein Beitrag von Herrn Rabenstein, der ganz lesenswert ist, kurz und knackig:   

Ab jetzt bestimmen Doppelvorsitzende die Geschichte

Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans, Annalena Baerbock und Robert Habeck, Alice Weidel und Alexander Gauland usw.


Auch die Geschichtsbücher werden früher oder später korrigiert:

„Am 01. September 1939 überfielen Adolf Hitler und Eva Braun Polen…..“

„Karl der Grosse und Ehefrau Hililtrud oder Desiderius oder Hildegard oder Fastrada oder Luitgard waren zwischen 768 und 814 als Doppelspitze König*innen des fränkischen Reiches.“

Schwierig wird es bei den Päpsten!

Im Moment aber nicht: 2020 hat die katholische Kirche die Doppelspitze Franz I. und Benedikt XVI..

Die EKD hat den Heinrich Bedford und den Strohm. Diese Doppelnamen sind sehr praktisch. Da hat man die Doppelspitze in einer Person: “ Die CDU-Vorsitzende Annegret Kramp besuchte in Begleitung von Verteidigungsministerin Karrenberger eine Bundeswehrkaserne.“ Paßt doch!

Quelle:
https://heerlagerderheiligen.wordpress.com/2020/02/04/ab-jetzt-bestimmen-doppelvorsitzende-die-geschichte/
Titel: Re: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: Lung Tom am 12. Februar 2020, 18:23:54

Der gestrige Hinweis vom Kollegen @karl zur Hitler-Säge war ganz interessant (s.a. Schiesserei in Korat).
Wer mal hoeren will, wie die klang, wird im folgenden Beitrag fündig. Und nicht nur dazu. Allerdings fehlt ein Geräusch - das Stoehnen/die Anklage der unschuldigen Zivilisten, die getoetet, verletzt, verstümmelt usw. wurden. Vollkommen unabhängig von der jeweiligen Volkszugehoerigkeit:

https://youtu.be/dnk45gGC5UI

Titel: Re: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: Lung Tom am 13. Februar 2020, 18:26:15
Nicht das mich die Zahl verwundert. Denke, das Dokument ist echt. Die Schande ist doch, das deutsche Opfer immer runtergerechnet werden. Sowohl die im Krieg, aber gerade auch die, die nach der formalen Einstellung des Krieges gegen Deutschland unter den verschiedensten Szenarien ihr Leben verloren. Noch schlimmer ist Allerdings die Verhoehnung der Opfer durch die deutschen Blockparteien, die sich gemein machen mit Deutschenfeinden (bzw. zum Teil dazu gehoeren) und Parolen, wie etwa "Bomber Harris tue es nochmal", "Wir lieben den Volkstod" usw. usf.:


Sensationelles Dokument: Dresdner Stadtverwaltung ging 1992 von 250.000 Toten bei angloamerikanischem Terrorangriff 1945 aus

Von Jürgen Elsässer am 10. Februar 2020

Die Eliten dieses Staates, der noch immer als nicht-souveränes Subjekt unter der Kuratel der Siegermächte steht, haben 2010 als Dogma verkündet: Im Dresdner Flammeninferno vom 13./14. Februar 1945 starben 25.000 Menschen, keinesfalls mehr. Damit hat es das BRD-Establishment geschafft, die in der DDR offizielle Zahl von 35.000 Toten sogar noch zu unterbieten. Die Überlebenden der sächsischen Metropole haben diese Zahlen nie geglaubt – sie gingen aus eigenem Erleben davon aus, dass der Blutzoll viel höher gewesen sein musste.

(https://up.picr.de/37863262no.jpg)

Hier komplett:
https://www.compact-online.de/sensationelles-dokument-dresdner-stadtverwaltung-ging-1992-von-250-000-toten-bei-angloamerikanischem-terrorangroiff-1945-aus/

Titel: Re: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: Lung Tom am 14. Februar 2020, 21:31:26

Hier kann man noch weiterlesen:

https://zuerst.de/2020/02/13/die-apokalypse-von-dresden-vor-74-jahren-wurde-die-elbmetropole-von-den-alliierten-ausgeloescht/

Wenn man nun bedenkt, das F. Merz, die AfD - Mitglieder/Wähler, als Gesindel, das den Holocaust leugnet, verleumdet - naja, ein "echter CDU"-Mann... :}

Diese Partei wird, wenn nicht schon im Gange, auch dem Mitglieder/Wählerschwund zum Opfer fallen - diese Parteilinge haben halt den Groschen noch nicht fallen hoeren....
Titel: Re: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: Lung Tom am 18. Februar 2020, 19:54:42

Danke an JR, dies aus der "Mottenkiste" gezogen zu haben:


So diskutierte man 1967 in Deutschland


Es saßen am Tisch: Der damalige NPD-Vorsitzende Adolf von Thadden, „Zeit“-Herausgeber Gerd Bucerius, der Frankfurter Generalstaatsanwalt, Jude und Nazijäger Fritz Bauer (Auschwitz Prozeß) und der Soziologe Ralf Dahrendorf.

Statt Geschrei und Beschimpfung gab es Argumente, man ging manierlich miteinander um, wollte geistreich und witzig sein.

Auch das Publikum erscheint wacher und heller als die Duracell-Klatschhasen in den Quasselrunden der heutigen Zeit.


https://youtu.be/ZIBVWzoOMKo

Hier gibts die Quelle, die Fortsetzung des Films und weitere Infos:
https://heerlagerderheiligen.wordpress.com/2020/02/18/so-diskutierte-man-1967-in-deutschland/
Titel: Re: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: franzi am 24. Februar 2020, 11:28:25
Obwohl frueher Hobbyhistoriker betreffend WK2 und davor, in spaeteren Tagen Schwerpunkt auf die Pazifikregion, kann ich mich an dieses Massaker nicht erinnern.

Luftangriff auf Pforzheim

An die Häuserreste sind viele Namen in Kreide geschrieben. Hinter den meisten steht ein Kreuz. Manchmal steht auch eine Adresse dahinter. Einmal heißt es in Pforzheimer Deutsch: „Wo sint Ihr?“ Dahinter in Blockschrift: „Alle tot“.

In den Tagen und Wochen nach dem alliierten Luftangriff auf das zuvor beschauliche Pforzheim sah die Szenerie vor Ort dramatisch aus, selbst für deutsche Verhältnisse des Frühjahrs 1945. Seit Wochen hatten die Luftstreitkräfte der Alliierten jede Hemmung fallenlassen und griffen Ort um Ort vernichtend an. Militärische Zwecke wurden kaum noch vorgetäuscht, in jeder deutschen Stadt ließ sich irgendein Vorwand finden. Immer wieder standen dabei die Stadtzentren besonders im Visier. . . . .


https://jungefreiheit.de/wissen/geschichte/2020/feuerhoelle-in-der-goldstadt/ (https://jungefreiheit.de/wissen/geschichte/2020/feuerhoelle-in-der-goldstadt/)

fr
Titel: Re: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: schiene am 01. März 2020, 16:49:09
(https://up.picr.de/37974615aq.jpg)
Titel: Re: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: Lung Tom am 16. März 2020, 20:54:07

Danke @schiene,
das habe ich auch so noch nicht gelesen ... ;}

Heute geht es eher mal ein paar Jahrhunderte zurück, und auch nur als Ausschnitt:

Historiker Jan von Flocken: „Drei Irrtümer über Martin Luther“

Auszug:
Der dritte Irrtum: Luther als Fremdenfeind

Daß nach der osmanischen Invasion Osteuropas und der ersten Belagerung Wiens 1529 durch Sultan Suleiman I. Luther zur Feder griff, ist verständlich. Vom Kriege wider die Türken (1529) und Heerpredigt wider die Türken (1530) stellen einen Alarmruf gegen diese Gefahr dar. Luther bezeichnet die überall Angst und Terror verbreitenden Türken als „Gottes Rute und des Teufels Diener“, als „ein wüster, furchtbarer Zuchtmeister“ und warnt angesichts des fremdländischen Sklavenhandels: „Man verkauft in der Türkei die gefangenen Christen wie das Vieh und wie die Säue; achtet nicht, wer hier Vater, Mutter, Kind oder Weib sei, da wird das Weib dorthin, der Mann hierher verkauft.“

Aber Luther sieht die Türkengefahr auch als Strafe Gottes für die Sünden der Christen. Und diesen stellt er die orientalischen Eindringlinge sogar als nachahmenswertes Vorbild dar: „So wirst du sehen bei den Türken, nach dem äußerlichen Wandel, ein tapferes, strenges und ehrbares Wesen. Sie trinken nicht Wein, saufen und fressen nicht, so wie wir tun, kleiden sich nicht so leichtfertiglich, bauen nicht so prächtig, prangen auch nicht so, schwören und fluchen nicht so, halten großen, trefflichen Gehorsam, Zucht und Ehre gegen ihren Kaiser und Herrn.“ Ja in mancher Hinsicht wünscht sich Luther geradezu türkische Zustände: „Sie haben ihr Regiment äußerlich gefaßt und im Schwang, so wie wir’s gerne haben wollten in deutschen Landen.“ Der Mann wußte also zu differenzieren.

Was Luthers angeblichen Antisemitismus betrifft, so hegte der wortgewaltige Glaubenskämpfer ursprünglich die Hoffnung, viele Juden würden sich von ihrem Ritus abwenden und zur Reformation übertreten. In seiner Schrift Daß Jesus Christus ein geborener Jude sei (1523) kommt durchaus Sympathie für die späteren Gegner zum Ausdruck. Er plädiert darin, die Juden freundlich zu behandeln und sie aus ihrem Ghetto in die Gesellschaft aufzunehmen. Vorwürfe und Gerüchte, die Israeliten würden Ritualmorde an Kindern begehen oder Brunnen vergiften, hält er für gefährlichen Unsinn. Luthers Absicht zielte eindeutig darauf, die Juden zum Christentum zu bekehren. Denn letztlich war das Judentum für ihn die falsche, durch das Wirken von Jesus Christus überflüssig gewordene Religion. Deshalb kritisierte er die Juden ebenso wie die Anhänger der katholischen Papstkirche, und das mit heftig deftigen, zu seiner Zeit durchaus üblichen Vokabeln. Er plädierte für die Einheit von Protestanten, Katholiken und Juden – eine Kirchenspaltung hat Luther niemals gewollt. Ihm ging es darum, durch Argumente aus der Bibel zu überzeugen.

So verfaßte Luther 1538 seinen Brief wider die Sabbather. Anlaß war ein Schreiben, in dem davon berichtet wurde, daß die Juden, anstatt zu Christus bekehrt zu werden, ihrerseits missionarisch tätig seien und Christen zum Judentum verführten; sie behaupteten, der Messias sei noch nicht gekommen und der Juden Gesetz bleibe ewig und müsse auch von den Heiden angenommen werden. Was Martin Luther zunehmend verbitterte, war die Tatsache, daß seine Bemühungen um die Bekehrung der Juden völlig fruchtlos blieben. Vielmehr wurde seine Reformation von zahlreichen Rabbinern abgelehnt und lächerlich gemacht. Voller Zorn veröffentlichte er deshalb Anfang 1543 die Streitschrift Von den Juden und ihren Lügen. Damit wollte er die Andersgläubigen schlicht loswerden, und er empfahl, man möge sie „zum Lande austreiben“. Seine wütenden Tiraden muten heute erschreckend an, aber weiland wurde verbal (und nicht nur auf diesem Gebiet) mit härtesten Bandagen um den wahren Glauben gestritten.

Während seiner letzten Predigt, die Luther gehalten hat, am 14. Februar 1546 in seiner Geburtsstadt Eisleben, äußerte er eine „Vermahnung wider die Juden“. Darin rief er wiederum dazu auf, freundlich an ihnen zu handeln und ihnen den christlichen Glauben anzubieten. „Dort aber, wo sie Christus annehmen, da sollen wir sie als unsere Brüder halten – sonst aber nicht dulden noch leiden.“ Religiöse Intoleranz gehörte im 16. Jahrhundert zu einer ganz gewöhnlichen und von allen Seiten benutzten Praxis. Martin Luther war in dieser Hinsicht nicht besser und nicht schlimmer als seine Zeitgenossen.

Jan von Flocken

Quelle incl. dem kostenfrei zugänglichen 1. Irrtum:
https://zuerst.de/2017/06/09/drei-irrtuemer-ueber-martin-luther/

Titel: Re: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: Lung Tom am 23. März 2020, 19:32:00

Nun, wo das Leben etwas entschleunigt wird, gibt es mehr Zeit, sich mit allem Moeglichen zu beschäftigen.
Man kann auch ein bischen im Internet stoebern, und findet vielleicht Dinge, die man genauer wissen moechte.


Gastbeitrag von Dr. Stefan Scheil: Über vorgebliche „Schlüsseldokumente“ zum Kriegsausbruch 1939

Es gibt ein verbreitetes Klischee über die deutsche Zeitgeschichte vor 1945. Sinngemäß lautet es: Wir wissen alles. Eine Diskussion über Einzelheiten und Grundsatzfragen kann es für das Jahr 1939 und die Verantwortung für den Kriegsausbruch nicht geben. Schließlich gibt es ja Schlüsseldokumente, in denen alles nachzulesen steht. Soweit die Lage, bestätigt durch prominente Zeugen.

Großbritanniens Kriegspremier Win­ston Churchill hat sich zum Beispiel mit Eifer daran beteiligt, diesen Eindruck zu erwecken, etwa in seinen Memoiren, wo es heißt: „In der Neuzeit haben Staaten, die im Krieg un­terlagen, meistens ihre Struktur, ihre Identität und ihr Archivgeheimnis bewahrt. Diesmal, da der Krieg bis zum letzten Ende geführt wurde, sind wir in den vollen Besitz der inneren Geschichte der Feinde gelangt. Infolgedessen können wir unsere eigenen Informationen und Leistungen ziemlich genau nachprüfen.“

Churchills angebliche Prüfung seiner Informationen richtet sich dann an gleicher Stelle auf die Hoßbach-Niederschrift. Wer sich jemals intensiver mit der Vorgeschich­te des Zweiten Weltkriegs befaßt hat, der kennt sie: Ein Protokoll soll sie sein. Aufzeichnung dessen, was am 5. No­vember 1937 bei einem vom deutschen Diktator einberufenen Treffen gesagt wurde. 1945 wurde sie im Nürn­berger Prozeß auf den Tisch der Anklage gegen die Über­lebenden der deutschen Staatsführung gelegt, als Beweis für deutsche Kriegspläne seit 1937. Was den Inhalt des so­genannten Protokolls anging, fand Churchill starke Worte: „Am 5. November 1937 entwickelte er [d.h. Hitler, d. Verf.] seine Zukunftsabsichten vor den Befehlshabern seiner Streitkräfte. Deutschland brauchte mehr ‚Lebensraum‘. Dieser ließ sich am besten in Osteuropa finden – in Polen, Weißrußland und der Ukraine. Dieses Ziel erforderte ei­nen großen Krieg und nebenbei die Ausrottung der in je­nen Gebieten lebenden Bevölkerung.“

Nun, bedauerlicherweise stellt jede dieser Behauptun­gen eine Unwahrheit dar. In der Hoßbach-Niederschrift über die Konferenz des 5. November 1937 findet sich kein Wort über die Eroberung von deutschem Lebensraum in Polen, Weißrußland oder der Ukraine, daher auch nichts über einen dafür erforderlichen großen Krieg und schon gar nichts über die Ausrottung der dortigen Bevölkerung. Es heißt darin statt dessen, der deutsche Lebensraum sei für ein bis drei Generationen durch Erwerb von Österreich und Böhmen-Mähren zu sichern.

Hier gehts weiter:
https://zuerst.de/2017/12/22/gastbeitrag-von-dr-stefan-scheil-ueber-vorgebliche-schluesseldokumente-zum-kriegsausbruch-1939/
Titel: Re: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: Kern am 23. März 2020, 20:41:13
Bitte Lung Tom

Arbeite doch mal endlich richtig intensiv die historischen Ungerechtigkeiten und Grausamkeiten seitens Karl des Großen usw. gegen Sachsen, Bajuwaren etc. auf. Und in den paar Jahren danach gabs auch noch einige moralisch zweifelhafte Ungereimtheiten.

Anders gesagt:
Teilweise finde ich Dich toll, teilweise bist Du noch bekloppter als ich.  :-X
(Wenn endlich ein bisschen Gras über schlimme Sachen gewachsen ist, kommt ein Rindvieh und frisst das Gras weg.)

In diesem Sinne:  {:} +  [-]   [-]
Grüße, Achim
Titel: Re: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: Lung Tom am 29. März 2020, 19:44:00

Im Babylon Berlin: Rausch und Revolution bei Ernst Jünger

In den Zwanziger Jahren wimmelten die Straßen der deutschen Hauptstadt von Außenseitern, Grenzgängern, Berauschten und politischen Hasardeuren. Einer von ihnen war Ernst Jünger, dessen Geburtstag sich am 29. März zum 125. Mal jährt. Bekannt wurde der Literat vor allem durch seine Weltkriegserinnerungen In Stahlgewittern.

Im Jahr 1926 zog Ernst Jünger von Leipzig ins Auge des politischen Orkans: in die Hauptstadt Berlin. Erste Station war der Nollendorfplatz, ein Brennpunkt wilder Exzesse. Laut Erich Kästner hätte selbst ein Dante Gift genommen, um nicht sehen zu müssen, was sich ihm dort bot. Ein Jahr lang hielt es Weltkriegsleutnant an diesem Hotspot aus. Dann zog er in den Ostteil der Metropole, in den Arbeiter- und Ganovenbezirk Friedrichshain. Es hieß, nach Einbruch der Dämmerung sollte man dort verschwinden: zu gefährlich. Genau der richtige Ort für einen Abenteurer, der das Elementare suchte, dem der Ruf eines Terroristen vorauseilte: Angeblich öffnete er seinen Briefkasten mit einem Revolverschuss. Seine Wohnung in einem Gründerzeitbau, Stralauer Allee 36, 1. Stock, wurde Anlaufplatz der National-Bohemiens jener Zeit.

Der Tierpark der Matriarchin

Jünger vertrat zu Weimarer Zeiten nationalrevolutionäre Ideen und verachtete das Bürgertum. In der Erstauflage seines Buches «Wäldchen 125» bekannte er freimütig: «Ich hasse die Demokratie wie die Pest.»
Eine passende Terroristenbraut fand Jünger in der Schauspielerin Gretha von Jeinsen. Die 20-jährige Provokateurin bediente mit Vergnügen das Gefährlichkeits-Image ihres Mannes: Bemerkte sie beispielsweise, dass die Polizei ihr Telefon abhörte, schwadronierte sie demonstrativ über (fiktive) Bombendepots. Für sie war Berlin eine «Alles-Ernährerin», die selbst den Abgedrehtesten nicht untergehen ließ, sondern gerade aus schrägen Typen «ihren vitalen Rhythmus» zog. Ihre Lieblingslektüre: Leo Tolstoi und Johann J. Bachofens

(https://up.picr.de/38168381jj.jpg)

Kein Wunder, dass Jüngers Friedrichshainer Wohnung bald wie ein Ort gynäkokratischer Urkultur erschien: Ernst von Salomon beschrieb sie als dunkel, «mit Büchern vollgestopft, mit Masken und seltsamen Figuren geschmückt». In den Regalen standen «Einweckgläser voll merkwürdigen Geschlings irgendwelcher fahlgrüner Substanzen». Alles durchzogen von Kochgerüchen und Kindergeschrei. Kurzum, weniger ein Stätte männlicher Rationalität, sondern Bachofen‘scher Matriarchats-Symbolik: Pflanzen, Wasser und Nebel. Da Gretha stets für Wahl und Gestaltung der Wohnungen zuständig war, ist ein Zufall fast ausgeschlossen.

Quelle inkl. Foto - und es geht ja auch noch weiter:
https://www.compact-online.de/im-babylon-berlin-rausch-und-revolution-bei-ernst-juenger/

Titel: Re: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: goldfinger am 07. Mai 2020, 17:59:54
Ein grosser Teil der Wachsoldaten beim IMT in Nuernberg waren ehemalige Soldaten der Waffen-SS.

https://youtu.be/_qcEFnGeZ6A
Titel: Re: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: Lung Tom am 08. Mai 2020, 18:23:39

Tag der Befreiung?


Ist zwar nur ein kurzer Beitrag, bringt aber einiges richtig auf den Punkt.

Wer Interesse hat schaut mal hier:

https://heerlagerderheiligen.wordpress.com/2020/05/08/tag-der-befreiung/

Achtung: Gesundheitliche Nebenwirkungen - z.B. Brechreiz, wenn man Thierse sehen muss - koennen auftreten. In diesem Fall nicht den Link oeffnen...  :P
Titel: Re: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: kiauwan am 08. Mai 2020, 18:48:28
wenn der 8. Mai dann in ganz Deutschland ein Feiertag wird wie die Volksverraeter es vorhaben... dann heisst es endgueltig  DDR 2.0
Titel: Re: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: Lung Tom am 09. Mai 2020, 18:02:08

Noch eine kleine Nachlese zum gestrigen Tag. Meine schwarze Fahne als Zeichen des Widerstandes hab ich auch wieder eingeholt:

Die blockierte Trauer


Genau 75 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges stellt das Dritte Reich die absolute Referenzgröße für das politische, kulturelle und das Geistesleben der Bundesrepublik dar. Aus Anlaß der zentralen Ausstellung zum 8. Mai in Berlin – die nur virtuell stattfindet – wurden in der Stadt Plakate angebracht, die Fotos der zertrümmerten Reichshauptstadt zeigen. Darüber ist in großen Lettern zu lesen: „Am Anfang war die Wahl“, „Eine Wahl und ihr Ergebnis“, „Willst du, was du wählst?“

Damit auch der Letzte versteht, worauf der ahistorische Unfug abzielt, erscheint die Schrift in Blau, der Farbe der AfD. Dem Abweichler von der politischen Generallinie eine NS-Kontaminierung zu unterstellen, statt auf seine Argumente einzugehen, ist Normalität im Land. Entsprechend blüht die Denunziationslust. Die öffentliche Rede durchzieht ein scheinheiliges Mantra, das da lautet: Wehret den Anfängen! Nie wieder! Der Schoß ist fruchtbar noch!

In den Kontext gehört auch die Beflissenheit des Bundespräsidenten, der bei seinen Auftritten in Yad Vashem und Auschwitz bei einem internationalen Publikum Eindruck zu schinden versuchte mit der Kunde, in Deutschland zeige „das Böse“ des Nazismus „sich heute in neuem Gewand“, nämlich im antisemitischen, völkischen und autoritären Denken.

Selektive Erinnerung

Er schrieb damit der NS-Ideologie nicht nur eine gleichsam metaphysische Macht zu, der die Deutschen potentiell erneut zu verfallen drohten, er verriet auch eine Wahrnehmungsstörung. Denn die aktuelle Judenfeindschaft in Deutschland entspringt ganz anderen Quellen als dem imaginierten braunen Sumpf.

Es ist paradox: Einerseits sind Politik, Verbände, Kirchen und Medien sich einig darin, daß der 8. Mai ein „Tag der Befreiung“ war; viele wollen ihn sogar als staatlichen Feiertag inthronisieren. Andererseits wollen sie partout nicht dulden, daß Deutschland sich aus Hitlers Schatten befreit und das NS-Regime endlich Vergangenheit sein läßt. Jetzt, da die letzte Erlebnisgeneration abtritt, besteht eines der wichtigsten Probleme angeblich darin, Strategien und Mittel zu kreieren, um die Erinnerung an die Zeit von 1933 bis 1945 „wachzuhalten“, also Geschehnisse aus der Vergangenheit künstlich zu vergegenwärtigen, damit sie sich wie etwas Selbsterlebtes in die Psyche einsenken und das Ich emotional und geistig weiter prägen.

Es handelt sich um eine selektive Erinnerung, die ihren Trägern die Überzeugung einpflanzt, Erben eines Täter- und Verbrecherkollektivs zu sein. Der Widerspruch zwischen dem Postulat der Befreiung und dem gleichzeitigen Unwillen der Befreiten, sich von ihrer NS-Fixierung freizumachen, hängt zusammen mit dem Konflikt zwischen dem herrschenden politisch-normativen Geschichtsbild und dem kommunikativen Gedächtnis, also der Geschichtserfahrung im Rahmen individueller Biographien, die meistens mündlich und über drei bis vier Generationen weitergegeben wird.

Unter Vormundschaft gestellt

Zur privaten Erfahrung gehören auch die Verletzungen durch Bombenkrieg, Vertreibung, Vergewaltigung, Ausraubung und Entrechtung. Nach wie vor ist es kaum möglich, sie im öffentlichen Raum zur Sprache zu bringen und über eine kollektive Trauer endlich zur Katharsis zu gelangen. Der Konflikt um die blockierte Trauer wird nicht nur zwischen politischen Lagern ausgetragen; vor allem spielt er sich in den Einzelnen ab, die die geschichtspolitische Norm als Über-Ich verinnerlicht haben.

Dieses Über-Ich verhindert die Realisierung und Bearbeitung der Kriegstraumata, die deshalb transgenerationell weitergegeben werden und zu Verhärtung und Autoaggression führen. Wenn das antifaschistische Fußvolk „Deutsche Täter sind keine Opfer“ ruft und auf der akademischen Etage über „Selbstviktimisierung“ – die angemaßte Opferrolle – räsoniert wird, ist das weniger auf fehlende Moralität oder Unwissen, sondern auf eine Kollektivneurose zurückzuführen.

Die Bundesrepublik benimmt sich wie ein unter Bewährung gestellter Delinquent, der lebenslang seine Resozialisierung nachzuweisen sucht, obwohl das Aufsichtspersonal längst den Dienst quittiert hat. Nach sechs Jahren Krieg waren die Deutschen eine physisch und psychisch zermürbte, unter Vormundschaft gestellte Population.

Denunziationseifer und Unterwürfigkeit

Sie befanden sich in West wie Ost in einer Extremsituation, in der es um das nackte Überleben ging und sich der Überlebenstrieb einschaltete, der die vegetativen Abwehrkräfte aktiviert. Unter solchen Umständen sind Menschen zur äußersten Anpassung an die Verhältnisse bis zur völligen Unterwerfung bereit und schalten ihre geistigen und moralischen Kräfte, die sich ihrer Regression entgegenstellen, ab.

So konnte auch die Fremdzuschreibung des metaphysischen Weltbösewichts in das Selbstverständnis eindringen. Aus Angst vor neuer kollektiver Bestrafung gehen die Angehörigen eines besiegten Kollektivs sogar dazu über, sich gegenseitig zu kontrollieren, ob sie die an sie gestellten Vorgaben erfüllen. So werden Denunziationseifer und Unterwürfigkeit zu staatlichen Tugenden.

Laut Umfrage stimmt eine Mehrheit der Deutschen zwar der Auffassung zu, daß endlich ein Schlußstrich unter die manische Beschäftigung mit der NS-Zeit gezogen werden müsse, doch beim Ertönen des antifaschistischen Mantras schwenken sie sofort auf die vorgegebene Generallinie ein. Um die Unfreiheit aufzuheben, die im Namen der Befreiung herrscht, genügt keine historische Aufklärung mehr, dazu braucht es den Psychiater.

JF 20/20
Quelle + gute Kommentare:
https://jungefreiheit.de/debatte/kommentar/2020/die-blockierte-trauer/





Titel: Re: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: Lung Tom am 11. Mai 2020, 18:28:56

Geschichtsinteressierte finden zur Zeit einen interessenten Artikel in der Online-Ausgabe der Junge Freiheit. Einfach zusammen mit Prag eingeben, wurde gestern veroeffentlicht. Ich hab dazu schon mal was angedeutet. Ein Lesetipp ohne Link dürfte wohl in Ordnung gehen.
Titel: Re: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: Lung Tom am 15. Mai 2020, 19:07:39
Heute mal ein Liedchen. Wird ja immer gefordert, nicht sone alten Schmonzetten. Zu Amri gibts ja schon wieder Neues. Aber man kann nicht mehr drüber weinen, solch Schwachsinn wie BKA, etc. pp verzapfen - wenns nicht Kalkül ist, Luni bringts bei "Anus" auf den Punkt  :o

https://youtu.be/rAiAsqXi7j4

..aus den Kommentaren:
Es ist nur noch zum heulen, weil es einfach wahr ist.
Titel: Re: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: Lung Tom am 17. Mai 2020, 20:29:43

Frankenhausen 1525: Mehr Abschlachten als Schlacht


Was als Aufbegehren gegen die adlige Obrigkeit begann, verselbständigte sich rasch in unkontrollierbare Raubzüge der Bauern im südlichen Teil des Deutschen Reiches. Im Rückblick mag es überraschen, wie es den Aufständischen im Bauernkrieg ab 1524 gelingen konnte, eine Reihe von Städten unter ihre Kontrolle zu bringen und über mehrere Monate plündernd durch die Lande zu ziehen. Dabei kam ihnen die Auseinandersetzungen des deutschen Kaisers Karl V. zugute.

Denn die Kämpfe auf dem italienischen Kriegsschauplatz banden dort zu jener Zeit die Truppen des Habsburgers. Die fehlten im Reich, um dort die Unruhen im Keim zu ersticken. Nach dem Sieg Karls bei Pavia am 24. Februar 1525 kehrten die nun beschäftigungslosen Veteranen wieder nach Norden zurück. Im Auftrag der Schwäbischen Reichsstände warb der Truchseß von Waldburg, Georg von Waldburg-Zeil, die ins Reich strömenden Landsknechte für den Kampf gegen die Bauern an. Zuvor hatte er mit unterlegenen Kräften die offene Schlacht gegen die Bauernhaufen vermieden und hatte sie durch Verhandlungen hingehalten. Doch im Frühjahr 1525 konnten die Werber des Truchseß aus den Vollen schöpfen und genügend Söldner verpflichten.

Die deutschen Landsknechte waren im 15. und 16. Jahrhundert als Söldner in ganz Europa wegen ihrer disziplinierten Kampfweise geschätzt, auch wenn sie bei ausbleibendem Sold zu Plünderungen neigten. Mit ihren Piken, Schwertern und frühen Handfeuerwaffen waren die gerüsteten Kämpfer den ungeordneten Bauernhaufen weit überlegen.

Müntzer predigte gegen die Obrigkeit


Georg von Waldburg-Zeil machte sich mit seinem Söldnerheer daran, in Schwaben die Bauernhaufen nach und nach zu zerschlagen. Er verfolgte auch die fliehenden Bauern bis in ihre Dörfer, ließ sie foltern und hinrichten. Wegen seines selbst für die damalige Zeit harten Vorgehens, bekam er bald den Spitznamen Bauernjörg.

Hier gibts noch einen Nachschlag, bzw. komplett:
https://jungefreiheit.de/wissen/geschichte/2020/frankenhausen-1525-mehr-abschlachten-als-schlacht/
Titel: Re: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: Lung Tom am 19. Mai 2020, 18:56:33

Noch ein kleiner Nachtrag zum Beitrag vom 15. Mai 2020:

Die offizielle Anschlagsgeschichte wird immer bizarrer

Untersuchungsausschuss entdeckt auf Handy von Amri Fotos vom Breitscheidplatz nach der Tat - BKA meint, eine App habe sie automatisch installiert

Der Untersuchungsausschuss (UA) des Bundestags hat entdeckt, dass sich auf dem HTC-Handy des angeblichen Attentäters Amri, das in einem Karosserieloch des LKW lag, zwei Fotos befinden, die nach dem Anschlag gemacht wurden. Sie zeigen die Unfallstelle und das zerstörte Fahrzeug. Wer die Fotos gemacht hat oder wie sie auf das Smartphone gelangt sind, kann auch das BKA bisher nicht schlüssig erklären. Der Sachverhalt zeigt, wie bizarr sich die Aufklärung des Terroranschlages entwickelt.

Wo die Abgeordneten graben, stoßen sie auf Details, die nicht mit der offiziellen Anschlagsgeschichte zusammenpassen, wie sie beispielsweise ein BKA-Ermittler im Bundestag erneut formuliert hat: Die Tat sei die eines Einzeltäters gewesen. Amri habe sich des LKW allein bemächtigt und damit den Anschlag begangen. Die Möglichkeit habe sich erst am 19. Dezember ergeben. Als Amri am Abend des 18.Dezember mit Ben Ammar zusammensaß, habe er noch nicht gewusst, dass er am nächsten Tag die Tat begehen werde. So der Erste Kriminalhauptkommissar (EKHK) A.M. jetzt als Zeuge im Ausschuss.

Als ihm die zwei Fotos aus dem HTC-Handy vorgelegt werden, muss er passen: Er habe sie noch nie gesehen, er habe keine Erklärung dafür.

Die Fotos müssen einige Zeit nach dem Anschlagszeitpunkt um 20:02 Uhr entstanden sein. Der Tatort ist bereits abgesperrt, Polizisten und Rettungskräfte sind zu sehen. Dass Amri, der den LKW gefahren haben soll, sie selber gemacht hat, ergibt für den BKA-Mann keinen Sinn. Dann wäre der Täter ja noch stundenlang vor Ort geblieben. Zumal er gegen 21:30 Uhr in seiner Unterkunft gewesen sein soll, um seine Sachen zu holen, ehe er flüchtete.

Dass die Bilder von einem Mittäter gemacht wurden, bezweifelt der BKA-Ermittler ebenfalls. Schließlich würde das die offizielle Einzeltäter-Theorie zum Einsturz bringen. Da es die Nachtat-Bilder aber faktisch gibt, kann man durchaus fragen, ob sie vielleicht zum Anschlagsplan gehörten und eine Botschaft damit verknüpft werden sollte. Zum Beispiel die einer Tätergruppe.

Die Frage der ungeklärten Bilder war schon in der vorherigen UA-Sitzung kurz Thema. Offensichtlich hatte sich das BKA zwischenzeitlich darauf vorbereitet. Als jetzt der BKA-Zeuge A.M. mit den Funden konfrontiert wurde, meldete sich der Sitzungsvertreter des Bundesinnenministeriums (BMI) zu Wort und sagte, das BKA habe ihm "gerade" eine mögliche Teilerklärung unterbreitet, die er vorlesen könnte.

Danach könnten die Bilder, so das BKA, über eine App, möglicherweise eine Google-App, automatisch auf das Handy gespielt worden sein. Beispielsweise gäbe es bei I-Phones die Technik, per App "Nachrichten des heutigen Tages, die Dich interessieren könnten" anzubieten und sie dann im Hintergrund auf dem Handy zur Verfügung zu stellen. Die Fotos auf Amris HTC-Handy fänden sich, so das BKA, auch auf Nachrichtenseiten von jenem Tag.
Amris HTC-Handy

Der Ausschuss will das klären lassen. Unabhängig davon knüpfen sich an das HTC-Handy, das für die Amri-Einzeltäter-These konstitutiv ist, bereits zahlreiche Fragen. Das Gerät soll einem Schweizer Touristen in Berlin Ende September 2016 geklaut worden sein. Der Eigentümer, Eric B., meldete das Telefon bei der Polizei zwar als gestohlen, gab dann aber eine falsche Adresse an, ein Bergdorf in Frankreich, wo er gar nicht wohnte.

Amri soll das Handy ab dem 2. Oktober 2016 besessen haben. Mittels der Geodaten wollen die Ermittler Amris Bewegungen in Berlin rekonstruiert haben. Etwa 30 "Ereignisse" hätten identifiziert werden können.

Quelle, bzw. hier gehts weiter:
https://www.heise.de/tp/features/Die-offizielle-Anschlagsgeschichte-wird-immer-bizarrer-4722838.html
Titel: Re: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: Lung Tom am 21. Mai 2020, 21:07:43

Leider stand und steht der Feind nicht nur im Äußeren, sondern vor allem im Inneren. Nicht erst heute, sondern schon vor hundert Jahren (eher noch länger), wie auch folgende Geschichte es aufzeigt:


Weltkriegsflieger Rudolf Berthold
Späte Ehre für „den Hauptmann“

Hysterisch kreischende Weiber, zum kommunistischen Gruß erhobene Fäuste der Männer hinter ihnen säumen die Gasse, durch die das Freikorps „Eiserne Schar“ des Hauptmanns Berthold mit Tritten und Gewehrkolbenhieben getrieben wird. Die Frontkämpfer, Retter der Republik und Baltikumveteranen werden aus der Menge bespuckt, geschlagen, beschimpft, niedergerissen und wieder geschlagen.

Einige überleben es nicht. Unter diesen ist ihr Anführer, Hauptmann Rudolf Berthold. Mit 44 Luftsiegen war der unzählige Male Verwundete Träger des Orden „Pour le Mérite“ einer der erfolgreichsten Kampfflieger des Ersten Weltkriegs. Der am 24. März 1891 in Naumburg geborene spätere Hauptmann führte bis 1918 das Jagdgeschwader II. und stellte 1919 sein Freikorps „Eiserne Schar“ zur Bekämpfung der roten Aufstände in der Reichshauptstadt und anderen Städten in Berlin auf.

Nach Einsätzen gegen die Kommunisten in Deutschland folgte er dem Ruf der lettischen Regierung und setzte seine „Eiserne Schar“ im Baltikum ein. Dann rief das Reich ihn und seine Männer wieder. Am 15. März 1920 wird der nur noch von Scharnieren, Bändern und Stahlplatten zusammengehaltene Körper des Hauptmanns – bis zur Unkenntlichkeit von der Masse zertreten – als ein blutiges Bündel in Harburg am Wegesrand entdeckt. Nur anhand seines Armbandes und der vielen Prothesen kann er identifiziert werden, sein Gesicht ist nur noch eine rote Masse. Was war geschehen?

Kommunisten töteten Berthold bei Verhandlung

Als das Freikorps auf Hamburg marschierte, um den dort ausgebrochenen Generalstreik zu beenden und den von streikenden Arbeitern verhafteten Kommandeur des Harburger Pionierbataillons, Major Hueg, zu befreien, wurde es von Regierungsverantwortlichen in der Heimfelder Mittelschule in der Nähe von Harburg einquartiert, da keine Züge mehr nach Hamburg fuhren. Am nächsten Tag waren sie von bewaffneten kommunistischen Arbeitern eingeschlossen und mußten sich nach verzweifelten Verteidigungskampf ergeben.

Die Ereignisse gingen als „Harburger Blutmontag“ in die Geschichte ein. Berthold versuchte allein mit den roten Anführern zu verhandeln, da schlugen und traten sie ihn tot. In einigen Quellen wird beschrieben, daß er zunächst mit dem Band seines „Pour le Mérite“ erwürgt worden sei. Solche Beschreibungen seines Todes finden sich bei Ernst von Salomon in „Die Geächteten“, Edwin Erich Dwingers „Auf halbem Wege“ und Thor Gootes „Kamerad Berthold“.

An einem trüben Novembermorgen werden die Überreste des Hauptmanns auf dem Invalidenfriedhof in Berlin beigesetzt. Doch es soll nicht seine letzte Ruhestätte bleiben. Als der Mauerbau beschlossene Sache ist und die Bauarbeiten fortschreiten, bleibt der Invalidenfriedhof nicht verschont. Dieser bedeutendste deutsche Soldatenfriedhof in der Mitte Berlins entstand 1749 durch eine Instruktion Friedrichs des Großen. Eine Liste der dort Ruhenden liest sich wie die Aufzählung großer Männer der preußischen und deutschen Geschichte. Wir lesen Namen wie die von Scharnhorst, von Schlieffen, von Moltke, von Seeckt sowie von Richthofen, Mölders und Udet.

Hier gehts, etwas positiver noch weiter, bzw. komplett:
https://jungefreiheit.de/wissen/geschichte/2020/spaete-ehre-fuer-den-hauptmann/
Titel: Re: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: Lung Tom am 23. Mai 2020, 18:45:21
Zur Zeit kommt ja wieder eins zum anderen, und auch der 23. Mai hat es in sich. Im folgenden Artikel wurde die extreme Entwürdigung bei der Festnahme der Reichsregierung nur kurz angeschnitten (und der voelkerrechtswidrige Aspekt nicht gewürdigt) aber es gibt Schlimmeres:


„Heute starb das Deutsche Reich“

Am sonnigen Morgen des 23. Mai 1945, zwei Tage nach Pfingsten, „starb in Flensburg das Deutsche Reich“. So meldete das US-Magazin Time seinen Lesern. Um „historische Bilder“ vom Ende der Reichsregierung zu liefern, wurden mehrere Dutzend Fotoreporter eigens aus Paris eingeflogen. Großadmiral Dönitz, Generaloberst Jodl und Rüstungsminister Speer mußten sich wie Verbrecher vor einem schußbereiten Maschinengewehr an die Wand stellen, die „fotografische Exekution“ wurde – trotz heftiger Proteste der Delinquenten – mehrfach wiederholt.

Die Welt verlangte nach Symbolen des Sieges. Die rote Fahne über dem Reichstag genügte nicht. Und da Hitler am Ende nicht einmal als tote Trophäe zur Verfügung stand, mußte ein anderer seinen Kopf hinhalten: Karl Dönitz.

Wenige Stunden zuvor war der Großadmiral auf der „Patria“ eingetroffen, einem Luxus-Dampfer der Hapag, auf dem US-General Lowell W. Rooks residierte. Seit dem 8. Mai hatte man hier gemeinsam getagt, an diesem 23. Mai fehlte das sonst übliche Zeremoniell. Rooks erklärte, daß „die amtierende Regierung (…) mit dem heutigen Tag (…) als Kriegsgefangene in Haft genommen werde. Damit ist die amtierende deutsche Regierung aufgelöst.“

Zur gleichen Zeit stürmten britische Soldaten in Bataillonsstärke den „Sonderbereich Mürwik“, eine Enklave, die 500 Mitarbeitern als „Regierungssitz“ diente. Die „Operation Blackout“ war nur Vorspiel zu einem zweiten Fototermin. Alle Deutschen mußten sich vollständig entkleiden („Hosen runter!“), sich einer entwürdigenden Untersuchung unterziehen und dann vor dem Gebäude mit erhobenen Händen antreten.

Evakuierung aus dem Osten hatte absolute Priorität

Dönitz war sich von Anfang an sicher, daß seine Mission nur von kurzer Dauer sein würde. Als er am 30. April nach Hitlers Tod zum „Reichspräsidenten“ ernannt wird, nimmt er die Aufgabe ohne Zögern an. Sein preußisches Pflichtethos gebietet ihm, den schweren Gang zu gehen. „Schluß machen, Heldenkampf ist genug gekämpft, Volkssubstanz erhalten, keine unnötigen Blutopfer mehr“, lautet seine Devise.

Statt Volk und Heimat verloren zu geben, denkt Dönitz über das Kriegsende hinaus, setzt die Nerobefehle außer Kraft und wird für Millionen Deutsche aus dem Osten zum Retter. Diese Rettung der Soldaten und Flüchtlinge im Osten gebietet ihm, die Kapitulation im Osten so weit wie möglich hinauszuzögern. Dazu bildet Dönitz schon am 1. Mai eine geschäftsführende Reichsregierung mit Lutz Schwerin von Krosigk als Reichskanzler. Ribbentrop, Rosenberg und Himmler werden entlassen, letzterer mit entsicherter Waffe unter Dönitz’ Papieren.

Dönitz’ Ziel ist die geordnete Kapitulation, möglichst zeitversetzt in West und Ost. Die von den Siegern geplante Zonengrenze ist seit 1944 bekannt, ihr Verlauf diktiert das Geschehen. Für den Rückzug der Wehrmacht gilt es, acht bis zehn Tage Zeit zu gewinnen.

Als Lübeck fällt, zieht sich Dönitz am 2. Mai hinter den Nord-Ostsee-Kanal zurück und nimmt Quartier in der Kaiserlichen Marineschule in Mürwik. Hier hat er 1910 mit 19 Jahren als Seekadett begonnen. Jetzt wohnt er auf der „Patria“, die seit 1941 in der Förde vor Anker liegt.

Schon am 2. Mai kapituliert die Italienarmee unter Kesselring. Am 3. Mai verhandelt Friedeburg mit Montgomery und erreicht eine Teilkapitulation für den Nordwesten für den 5. Mai, 8 Uhr. Am 6. Mai trifft Jodl im alliierten Hauptquartier in Reims ein. Eisenhower verhandelt nicht. Er droht mit Bombardierung und Auslieferung aller Soldaten.

Hier gehts weiter, bzw. komplett:
https://jungefreiheit.de/wissen/geschichte/2020/heute-starb-das-deutsche-reich1/
Titel: Re: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: Kern am 24. Mai 2020, 02:52:45
Moin Lung Tom

Bitte vergiss nicht darüber zu schreiben, wie abscheulich die Römer vor relativ kurzer Zeit mit uns Germanen umgesprungen sind!
Titel: Re: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: Helli am 24. Mai 2020, 17:22:43
Moin Lung Tom

Bitte vergiss nicht darüber zu schreiben, wie abscheulich die Römer vor relativ kurzer Zeit mit uns Germanen umgesprungen sind!
Die Germanen waren ja "über dem Rhein", die Kelten "bis zum Rhein" (und vorher die Gallier) waren betroffen! Wenn schon, denn schon!
Titel: Re: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: Lung Tom am 03. Juli 2020, 20:52:27


Traditionelles Abzeichen
Finnische Luftwaffe schafft Hakenkreuze ab

https://jungefreiheit.de/politik/ausland/2020/finnische-luftwaffe-schafft-hakenkreuze-ab/

 ;)
Titel: Re: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: Lung Tom am 10. Juli 2020, 19:27:34

Heute muss man nicht lesen, nur zuschauen:

https://youtu.be/-spOOr6Yrag
Titel: Re: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: Lung Tom am 01. August 2020, 20:51:56

Viel Spaß mit leichter Kost:

Trabi und Schwalbe kehren zurück - DDR Kult

https://youtu.be/K-UPEFM51hg
Titel: Re: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: Lung Tom am 06. August 2020, 18:43:13

Der Fall ist zwar noch nicht ganz Geschichte - koennte aber in sie eingehen. Hier ein interessanter Artikel aus der JF:

Todesfall George Floyd: Neue Aufnahmen stellen bisherige Deutung in Frage

Bislang galt der tragische Tod von George Perry Floyd, der weltweite Proteste und gewaltsame Ausschreitungen ausgelöst hatte, in den meisten Medien als geklärt. Die Geschehnisse am Abend des 25. Mai 2020 in der US-Metropole Minneapolis schienen eindeutig zu sein. Bilder einer Sicherheitskamera, die um die Welt gingen, zeigen den Polizisten Derek Chauvin, wie er Floyd auf rabiate Art und Weise festnimmt und daraufhin mehr als acht Minuten auf seinem Nacken kniet. Der 46jährige beklagt sich mehrmals mit den Worten „Ich kann nicht atmen“, die später zum Schlachtruf der „Black Lives Matter“-Bewegung wurden. Als der Krankenwagen eintrifft, ist Floyd bereits tot. Ein Aufschrei geht durch die USA – und später durch die ganze Welt.

Das „Davor“ jedoch wurde in vielen Berichten stets ausgeblendet. Die am Montag von der britischen Daily Mail veröffentlichten Videos der Polizei-Bodycams, die zwei der anwesenden Beamten am Körper trugen, zeigen nun erstmals genauer, was bei der Festnahme vor sich ging. Eines ist klar: So eindeutig wie bislang dargestellt, ist der Fall mit Sicherheit nicht.

Floyd widersetzt sich den Anweisungen

Es ist kurz vor 20:00 Uhr als George Floyd den Laden „Cup Foods“ betritt, ein Lebensmittelgeschäft in Minneapolis. Er kauft eine Schachtel Zigaretten mit einem 20-Dollar-Schein. Anschließend steigt er in seinen Pkw auf der gegenüberliegenden Straßenseite. Ein Angestellter des Ladens meint, eine gefälschte 20-Dollar-Note zu erkennen. Mit einem Kollegen läuft er schnellen Schrittes zu dem schwarzen SUV, in dem Floyd noch gemeinsam mit einem Beifahrer sitzt. Seine Ex-Freundin befindet sich auf dem Rücksitz. Er solle die Zigaretten zurückgeben, fordern die beiden Angestellten. Floyd weigert sich.

Um 20:01 Uhr ruft ein Mitarbeiter die Polizei an, um zu berichten, daß Floyd mit einer gefälschten Banknote bezahlt hätte, „schrecklich betrunken“ sei und „nicht unter Kontrolle“. Bereits sieben Minuten später treffen die zwei Polizeibeamten James Alexander Kueng und Thomas Kiernan Lane vor dem Laden ein. Hier beginnt auch das von der Daily Mail veröffentlichte Video.

Hier gehts weiter:
https://jungefreiheit.de/politik/ausland/2020/245408/
Titel: Re: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: franzi am 09. August 2020, 08:02:10

Frankenhausen 1525: Mehr Abschlachten als Schlacht


Was als Aufbegehren gegen die adlige Obrigkeit begann, verselbständigte sich rasch in unkontrollierbare Raubzüge der Bauern im südlichen Teil des Deutschen Reiches. Im Rückblick mag es überraschen, wie es den Aufständischen im Bauernkrieg ab 1524 gelingen konnte, eine Reihe von Städten unter ihre Kontrolle zu bringen und über mehrere Monate plündernd durch die Lande zu ziehen. Dabei kam ihnen die Auseinandersetzungen des deutschen Kaisers Karl V. zugute.

Denn die Kämpfe auf dem italienischen Kriegsschauplatz banden dort zu jener Zeit die Truppen des Habsburgers. Die fehlten im Reich, um dort die Unruhen im Keim zu ersticken. Nach dem Sieg Karls bei Pavia am 24. Februar 1525 kehrten die nun beschäftigungslosen Veteranen wieder nach Norden zurück. Im Auftrag der Schwäbischen Reichsstände warb der Truchseß von Waldburg, Georg von Waldburg-Zeil, die ins Reich strömenden Landsknechte für den Kampf gegen die Bauern an. Zuvor hatte er mit unterlegenen Kräften die offene Schlacht gegen die Bauernhaufen vermieden und hatte sie durch Verhandlungen hingehalten. Doch im Frühjahr 1525 konnten die Werber des Truchseß aus den Vollen schöpfen und genügend Söldner verpflichten.

Die deutschen Landsknechte waren im 15. und 16. Jahrhundert als Söldner in ganz Europa wegen ihrer disziplinierten Kampfweise geschätzt, auch wenn sie bei ausbleibendem Sold zu Plünderungen neigten. Mit ihren Piken, Schwertern und frühen Handfeuerwaffen waren die gerüsteten Kämpfer den ungeordneten Bauernhaufen weit überlegen.

Müntzer predigte gegen die Obrigkeit


Georg von Waldburg-Zeil machte sich mit seinem Söldnerheer daran, in Schwaben die Bauernhaufen nach und nach zu zerschlagen. Er verfolgte auch die fliehenden Bauern bis in ihre Dörfer, ließ sie foltern und hinrichten. Wegen seines selbst für die damalige Zeit harten Vorgehens, bekam er bald den Spitznamen Bauernjörg.

Hier gibts noch einen Nachschlag, bzw. komplett:
https://jungefreiheit.de/wissen/geschichte/2020/frankenhausen-1525-mehr-abschlachten-als-schlacht/

Ein Konter von @jock, mir mit Mail gesendet.

Zitat
Am 17.Mai 2020 stellte @Lung Tom einen Artikel der "Jungen Freiheit"ueber Frankenhausen 1525
ein.
 
Darin wird beschrieben,dass der DEUTSCHE Kaiser Karl V.vorerst nicht entscheidend eingreifen konnte,
da er an anderen Kriegsshauptplaetzen gebunden war.
 
Liebe "Jungefreiheit",schreibt es euch hinter die Ohren,zu der Zeit gab es keinen deutschen Kaiser.
 
Der Titel war stets "ROEMISCHER KAISER DEUTSCHER NATION"wobei der Wortlaut"deutscher Nation"
keine politische Bewandtnis hatte,sondern gebietsmaessig gedacht war.
 
Was hier ablaeuft ist ein Diebstahl und der Diebe Herold ist @Lung Tom.
 
Mich wundert es,dass nicht gleich unsere Freunde @franzi und @rampo Einspruch erhoben und den
schaendlichen Versuch gebranntmarkt haben.
 
Schon einmal wollten unsere deutschen Brueder unseren Wolfgang Amadeus Mozart "stehlen"und ihn
als Deutschen ausgeben.
 
Wehret den Anfaengen ! Erst Mozart,heute Kaiser Karl V.und morgens Haunolds Alpenreich.
 
Das geht gar nicht.
 
Jock


Dazu eine kurze Bemerkung: Haunolds Alpenreich wurde Oesterreich eh schon vor ueber 100 Jahren von den Itakern "gestohlen". Was mir aber immer schon egal, um nicht zu sagen recht war, da es dadurch bis zur italienischen Grenze (Brenner) von meinem seinerzeitigen Wohnort nur 40 Kilometer zu fahren war. Und vieles war eben hinter dem Brenner guenstiger, auch vielfaeltiger (zB Alkoholika) und auch besser, wie Mortadella und Salami.
Ueberdies waren die Schmuggelfahrten immer fuer a bissl Spannung gut  :-X

fr
Titel: Re: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: Dissident am 09. August 2020, 10:32:20
Aus Interesse hab ich mal in meinem alten Geschichtsatlas nachgekramt und einen entsprechenden Ausschnitt hier eingestellt.
Nachdem ich @Jock's Kommentar las (Zitat:"Der Titel war stets "ROEMISCHER KAISER DEUTSCHER NATION"wobei der Wortlaut"deutscher Nation" keine politische Bewandtnis hatte,sondern gebietsmaessig gedacht war.")

Mag der Titel "Römischer Kaiser Deutscher Nation" diplomatisch begründet sein, ein DEUTSCHES REICH gab es sehr wohl schon um diese Zeit und hatte durchaus auch entsprechende politische Bewandtnis/Bedeutung.

(https://up.picr.de/39186251bi.jpg)

 C--
Titel: Re: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: Lung Tom am 09. August 2020, 15:29:54

Guten Tag, @franzi,

wenn man sich den von mir eingestellten Beitrag in Ruhe anschaut, wird man feststellen, das "der deutsche Kaiser" bereits im folgenden Satz konkretisiert wird als "Habsburger".
Wenn man berücksichtigt, das seit dem Mittelalter bis Ende des 2. Weltkrieges Oesterreich als Teil einer deutschen Identität aufgefaßt wurde (Sprache, Kultur, Politik, Ideologie) ist es wohl nicht falsch von einem deutschen Kaiser zu sprechen.
Als Preusse bin ich mit den Hohenzollern und Bismark @ Co. hoechst zufrieden.
Ich bin absolut sicher, das solche oder ähnliche Einflüsterung, das gute Verhältnis des Schreibers zu seinen oesterreichischen Kollegen nicht beeinträchtigen kann und wird.

Beste Grüße
Lung Tom
Titel: Re: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: franzi am 09. August 2020, 15:42:38
@jock antwortet:

Zitat
Der offizielle Kaisertitel Karl V. war "Sacrum Romanum Imperium" (erwaehlter Kaiser des Heiligen
Roemischen Reiches).
Erst spaeter bekamen die Kaiser den Zusatz " deutscher Nation oder roemisch-deutsche Kaiser".
 
Ein Deutsches Reich im Sinne eines Staates oder Staatenbundes gab es um rd.1550 nicht.
 
Die Regierungsgewalt auf dem in der Landkarte bezeichneten Gebiet " Deutsches Reich",lag weder
beim Kaiser noch bei den Koenigen,Fuersten,Herzoege oder Kurfuersten alleine.
 
Dieser inhomogene Zustand zwang sowohl den Kaiser,als auch die Landesfuersten und Reichsstaenden
bei Landtagen zu Kompromissen bzw. Uebereinkuenften.
 
Da sich die Zersplitterung der Machtzentren auf bis zu 300 staatsaehnliche Einheiten verteilte,kann
nicht die Rede sein,dass sich dort (im 16.Jhd.) ein ueberragender politischer Faktor entwickelte.
 
Erst ab nach Vereingung Deutschlands 1871,entstand ein Nationalstaat mit seinem echten deutschen
Kaisertum.Genannt wurde es Deutsches Reich und ging 1945 unter.
 
Jock

fr
Titel: Re: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: franzi am 09. August 2020, 15:54:18
@franzi
Zitat
Dazu eine kurze Bemerkung: Haunolds Alpenreich wurde Oesterreich eh schon vor ueber 100 Jahren von den Itakern "gestohlen". Was mir aber immer schon egal, um nicht zu sagen recht war, da es dadurch bis zur italienischen Grenze (Brenner) von meinem seinerzeitigen Wohnort nur 40 Kilometer zu fahren war. Und vieles war eben hinter dem Brenner guenstiger, auch vielfaeltiger (zB Alkoholika) und auch besser, wie Mortadella und Salami.
Ueberdies waren die Schmuggelfahrten immer fuer a bissl Spannung gut

@jock hofft:

Zitat
An den Galgen

Was sich in den naechsten Stunden in Tirol abspielen wird,hat die Welt noch nicht gesehen.
 
Schuetzenkompanien werden aufmarschieren,Bauern mit geschulterten Mistgabeln werden sich
formieren,die Gebaeude werden schwarz beflaggt,patriotische Musik gespielt,Maenner setzen ent-
schlossene Gesichtszuege auf und allerorts verweinte Tirolerinnen.
 
Die Landesregierung haelt eine Krisensitzung ab und eroertert die Ausbuergerung von @franzi,
mangels der Moeglichkeit,obig beschriebenes Geruest ,einsetzen zu duerfen.
 
Dieser Lxxxxxxx... hat sich erlaubt,die Brennergrenze aus egoistischen Gruenden gutzuheissen.
 
Kein Wunder,dass sich in der Hofkirche zu Innsbruck,seltsam surrende Geraeusche zu vernehmen
sind.
 
Jock




 :D

fr
Titel: Re: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: Lung Tom am 09. August 2020, 18:10:25
Im Übrigen war das Thema des von mir eingestellten Artikels die Bauernkriege.

Das Deutsche Reich ist im übrigen nicht untergegegangen.
Es ist seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges lediglich vollständig besetzt und mangels Organisation, insbesondere mangels institutionalisierter Organe, derzeit als Gesamtstaat nicht handlungsfähig. Im wesentlichen herrscht Besatzungsrecht (SHAEF). Das Reich war wiederholt von umfangreichen Gebietsannexionen betroffen, welche in Widerspruch zur Haager Landkriegsordnung stehen.

Gruss
Lung Tom
Titel: Re: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: Lung Tom am 19. August 2020, 18:49:12

Heute hab ich mal ein schoenes älteres Liedchen für Euch.

Die Originalversion ist in Frankreich ein absoluter Klassiker. Vielleicht sogar das Lied, das den Franzosen in der Besetzungszeit (und danach in Erinnerung) Halt gab. Aber wer weiß...
Auch die deutsche Version ist nicht schlecht gelungen:

https://youtu.be/2LikzAddZ7c
Titel: Re: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: Lung Tom am 14. September 2020, 20:28:59

14. September 1955

Konrad Adenauer kehrt aus Moskau nach Deutschland zurück. Die Sowjetunion hatte zugesagt, die letzten Kriegsgefangenen und Sklaven Richtung Deutschland zu entlassen.

Die Mutter eines Soldaten küßt ihm bei der Ankunft auf dem Flughafen Köln-Wahn die Hand:


(https://up.picr.de/39435762yc.jpg)

Quelle 1: https://heerlagerderheiligen.wordpress.com/2020/09/14/14-september-1955/
Quelle 2 (Bild): https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Bundesarchiv_B_145_Bild-107546,_K%C3%B6ln-Bonn,_Adenauer,_Mutter_eines_Kriegsgefangenen.jpg
https://heerlagerderheiligen.wordpress.com/2020/09/14/14-september-1955/