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Thailand-Foren der TIP Zeitung => Sammelsurium => Thema gestartet von: Lung Tom am 06. August 2017, 18:17:30

Titel: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: Lung Tom am 06. August 2017, 18:17:30

Selbst die Vergangenheit ist lebendig. Gibt es doch immer wieder neue Erkenntnisse zu Dingen, die man für selbstverständlich gehalten hat.
Ich lese aus diesem Bereich des öfteren mal was, was aber in den "Verschwörungstheorien" meines Erachtens falsch aufgehoben wäre.

Der erste Artikel soll dem alten "Erzfeind" gewidmet sein:  Napoleon!

Der doppelte Napoleon

In letzter Zeit ist zwischen Historikern ein neuer Streit um die Umstände des Todes von Napoleon Bonaparte ausgebrochen. Nach wie vor gibt es zahlreiche Unklarheiten. Möglicherweise liegt ein Schlüssel zur Lösung des Rätsels in der Stadtchronik der kleinen Stadt Baleycourt in Frankreich.

Dort ist ein gewisser François Eugène Robeaud erwähnt, der in der Stadt 1771 geboren sei. Sein Todesdatum ist verwischt und daher kaum lesbar. Möglicherweise absichtlich?

Wie sich herausstellte, starb Robeaud im Mai 1821 – auf der Insel St. Helena! Und er soll dem Kaiser sehr ähnlich gewesen sein. Starb er statt seiner im fernen Exil?

Napoleon hatte insgesamt vier bekannte Doppelgänger. Einer wurde vor der Schlacht von Waterloo vergiftet, einer wurde gelähmt, als er vom Pferd stürzte, der dritte wurde erschossen. Nur der vierte – eben François Eugène Robeaud – überlebte, um dann ausgerechnet dort zu sterben, wohin der Franzosenkaiser auf Lebenszeit verbannt worden war, und noch dazu zur gleichen Zeit. Ein bisschen zu viele Zufälle! (Der Sturm auf die Bastille fand nicht statt)

Nach der Verbannung Napoleons bewachten die Franzosen den Ex-Kaiser auf der Insel, während die Briten das umgebende Meer überwachten. 1818 ging Inselkommandant General Gourgard in Pension und kehrte nach Frankreich zurück. Startete er ein Komplott, um Napoleons Flucht zu ermöglichen? Einen Monat später verschwanden in Baleycourt Robeaud und seine Schwester spurlos.

Hier gehts weiter:
https://www.pravda-tv.com/2017/08/der-doppelte-napoleon/



Titel: Re: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: Lung Tom am 07. August 2017, 19:59:22
Heute das Neueste aus der Forschung am Grabtuch des "Heilands":

Nanopartikel belegen Blut eines Folteropfers auf dem Grabtuch von Turin

Padua (Italien) – Schon seit Jahrhunderten stellt das sogenannte Turiner Grabtuch Wissenschaftler wie Laienforscher vor zahlreiche Rätsel. Während Skeptiker darin lediglich eine kunstvolle Fälschung des Spätmittelalters vermuten, sehen Gläubige in dem Leinen, auf dem das Körperbild eines gekreuzigten Mannes mit Spuren einer Dornenkrone zu sehen ist, das Grabtuch Christi und verehren es als eine der heiligsten christlichen Reliquien. Neue Analysen von Leinenfasern des Grabtuchs deuten nun daraufhin, dass das darin gebundene Blut tatsächlich das einer Person war, die zuvor gefoltert wurde. Die große Frage rund um das Turiner Grabtuch beantwortet aber auch diese Entdeckung noch nicht.

Wie das Team um Elvio Carlino vom Istituto di Cristallografia und Professor Giulio Fanti von der University di Padova aktuell im Fachjournal „PLoS One“ (DOI: 10.1371/journal.pone.0180487) berichten, entdeckten sie an den untersuchten Leinenfasern biologische Nanopartikel, wie sie für Blut von Patienten ist, die verschiedene gewalttätige Traumata wie etwa Folter durchlebt haben.

„Auf den Fasern entdeckten wir Beweise für biologische Nanopartikel von Kreatin mit daran gebundenen kleinen Nanopartikeln von Eisenoxid. Diese Art, Größe und Verteilung der Eisenoxidpartikel können nicht von Farbaufträgen stammen, sondern sind Ferrihydartkerne von Ferritin. Die Bindung von Ferritineisen an Kreatine finden im menschlichen Organismus im Falle schwerer multipler Traumata statt. Unsere Ergebnisse deuten demnach daraufhin, dass das Leintuch auf Nanoebene ein Gewaltszenario dokumentiert, wie es den Interpretationen des Turiner Grabtuchs als kunstvolle Fälschung (durch Farbauftrag oder sonstige Färbung) widerspricht.“

Die Studie wurde von Wissenschaftlern der University di Padova gemeinsam mit Kollegen des Instituo Officia dei Materiali in Trieste und des Istituto di Cristallografia in Bari, die beide dem Nationalen Forschungsrat Italiens (Consiglio Nazionale delle Ricerche, CNR) angehören.

 Während die neuen Untersuchungen mit neusten Analyseverfahren also die Anwesenheit von Blut eines Folteropfers auf dem Turiner Grabtuch belegt, können sie die Fragen danach, von welchem Folteropfer dieses Blut stammt natürlich nicht beantworten und beweisen damit also noch nicht, dass es sich tatsächlich um das Grabtuch Christi handelt.

© grenzwissenschaft-aktuell.de

Quelle inkl. Fotos:
http://www.grenzwissenschaft-aktuell.de/nanopartikel-belegen-blut-eines-folteropfers-auf-dem-grabtuch-von-turin20170718/
Titel: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: Helli am 07. August 2017, 20:20:35
Die Bindung von Ferritineisen an Kreatine finden im menschlichen Organismus im Falle schwerer multipler Traumata statt.
Diese Traumata-Krankheit haben aber (nach meiner Erkenntnis) die "Gläubigen" aller Religionen, die es ohne die Menschheit ja gar nicht gäbe!
Irgendwo hab' ich auch über dieses Tuch gelesen, dass es im Mittelalter "hergestellt" worden ist. So lange kann selbst der "Messias" nicht gelebt haben! Diese Tatsache (kann man ja heute fast bis auf's Jahr genau feststellen!) wird in Deiner Doku aber mit keinem Wort erwähnt!
Ich hab' vor wenigen Monaten mal ein humoristisch geschriebenes Buch über die Geschichte der Stadt Köln gelesen. Dort wird auch anschaulich die "Beschaffung" der Reliquien im Mittelalter thematisiert (Stichwort: Knöchelche!). Reliquien ganz allgemein dienten zu allen Zeiten nur dazu, Pilger (und damit Geld) zu generieren! Alles Lug und Trug! >:
Titel: Re: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: thai.fun am 12. August 2017, 04:35:33
Newsner Deutsch:
Er rettete 669 Kinder aus dem Holocaust - beobachten Sie das Publikum, als sein Geheimnis gelüftet wird.

https://www.facebook.com/NewsnerDeutsch/videos/592973864206384/
Titel: Re: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: Lung Tom am 12. August 2017, 23:28:31

Du solltest eigentlich wissen, das hier im Forum keine Beiträge zum Holocaust gewünscht sind....
Titel: Re: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: thai.fun am 12. August 2017, 23:37:51

Du solltest eigentlich wissen, das hier im Forum keine Beiträge zum Holocaust gewünscht sind....

Nein wusste ich nicht, sorry, werde es aber nun einhalten.
Ist aus dem Facebook und schon x-tausende male geteilt.
Titel: Re: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: Kern am 13. August 2017, 05:54:19
Newsner Deutsch:
Er rettete 669 Kinder aus dem Holocaust - beobachten Sie das Publikum, als sein Geheimnis gelüftet wird.

https://www.facebook.com/NewsnerDeutsch/videos/592973864206384/


Ein solch positiver Beitrag ist absolut willkommen.
Aber das TIP Forum ist keine Plattform dafür, immer wieder den 2. Weltkrieg neu beleuchten zu wollen, Gräueltaten gegeneinander aufrechnen zu wollen, Schuldfragen hin und her zu wälzen usw.
Titel: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: Helli am 13. August 2017, 18:04:39
Aber das TIP Forum ist keine Plattform dafür, immer wieder den 2. Weltkrieg neu beleuchten zu wollen, Gräueltaten gegeneinander aufrechnen zu wollen, Schuldfragen hin und her zu wälzen usw.
Richtig! Es reicht schon, wenn man in DE die Glotze anmacht!  {[
Titel: Re: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: Lung Tom am 03. September 2017, 20:41:34
Die Hoffnung stirbt zuletzt, mal was bewegendes! Zwar nicht für die Weltgeschichte, aber für alle Suchenden.

Naja, paßt hier zu 95%, auf jeden Fall wichtig, es wird noch weitergesucht:


DRK-Suchdienst
Geschwister feiern ihr Wiedersehen – nach mehr als 72 Jahren

In den Wirren des Kriegsendes verlieren sich die Geschwister Christel und Günter im ostpreußischen Memel. Nun haben sie sich gefunden.

Hier die Geschichte der Geschwister in ein paar Zeilen:
https://www.morgenpost.de/vermischtes/article211751173/Geschwister-feiern-ihr-Wiedersehen-nach-mehr-als-72-Jahren.html

 ;}


Titel: Re: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: Lung Tom am 24. Oktober 2017, 18:42:32

Sind ein paar schöne Fotos bei:

Vormenschen-Zähne im Ur-Rhein sind bis zu 5 Mio Jahre älter als vergleichbare Funde in Afrika

Eppelsheim (Deutschland) – In Sedimenten des Ur-Rheins im rheinhessischen Eppelsheim haben Archäologen zwei Vormenschen-Zähne gefunden, die mit einem Alter von fast 10 Millionen Jahren bis zu 5 Millionen Jahre älter sind als vergleichbare Funde in Afrika. Die Entdeckung könnte die Vorgeschichte des Menschen neu schreiben.

Entdeckt wurden die beiden Zähne bereits im September 2016 und zeigen trotzt ihres hohen Alters “verblüffende morphologische Ähnlichkeiten zu erdgeschichtlich jüngeren Vormenschen (sog. Hominini) aus Afrika”, erläutern die Archäologen um Dr. Herbert Lutz vom Naturhistorisches Museum Mainz.

Hier gehts weiter:
https://www.grenzwissenschaft-aktuell.de/vormenschen-zaehne-im-ur-rhein-sind-bis-zu-5-millionen-jahre-aelter-als-vergleichbare-funde-in-afrika20171023/
Titel: Re: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: Lung Tom am 31. Oktober 2017, 18:57:40

So langsam scheint sich doch was zu rühren, man darf gespannt sein, was noch alles veröffentlich werden kann (davon gibt es jede Menge):

Geschichtslüge der Alliierten entlarvt: Britische Phosphorbomben bei Augsburg gefunden

Es sind oftmals die kleinen Meldungen, die unbemerkt durch die Zensur schlüpfen. Gerade diese können aber manche (Geschichts-)Lüge entlarven. So meldet der Bayerische Rundfunk am 25.10.2017 dass etwas gefunden wurde, das es nach Auffassung der staatlich bestellten Historiker nicht gibt: Britische Phosphorbomben.

Schon vor dem Zweiten Weltkrieg ist der Einsatz von Phosphorbomben als Kriegsverbrechen geächtet worden, insbesondere gegen Städte und Zivilisten. Weißer Phosphor in Phosphorbomben brennt mit 1.300 Grad Celsius und kann nicht gelöscht werden.

Die in britischen Bomben eingesetzte Menge setzt alles im Umkreis von etwa 50 Metern in Brand. (Mehr darüber hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Phosphorbombe). Das von Phosphorbomben ausgelöste Höllenfeuer verbrennt Menschen restlos, auch von den Knochen bleibt nur Staub.

Hier kommt die Historikerkommission ins Spiel, die die Bombentoten von Dresden skrupellos auf 25.000 herunter gefälscht hat.

Weißer Phosphor verbrennt auch Knochen zu Staub

Das IKRK in Genf hat im Frühjahr 1945 in einem Untersuchungsbericht festgestellt, dass mindestens 250.000 Menschen in der Bombennacht von Dresden am 13. Februar 1945 eines grausamen Todes gestorben sind. Das waren nahezu ausschließlich Zivilisten und so handelt sich eindeutig um eines der größten Kriegsverbrechen aller Zeiten.

Selbst die Atombombenabwürfe über Hiroshima und Nagasaki konnten diese Anzahl an Toten nicht erreichen. Da aber nicht sein kann, was nicht sein darf – nämlich, dass die Briten und Amerikaner Kriegsverbrechen begangen haben – wird besonders in Deutschland die wahre Anzahl an Toten in Dresden verleugnet.

Dazu ist extra nach 1990 eine Historikerkommission staatlicherseits berufen worden, die den „Nachweis“ erbringen sollte, dass in Dresden nur ein Zehntel der tatsächlich ermordeten umgekommen ist.

Diese Kommission hat unter anderem versucht, die Anzahl an Toten an gefundenen Gebeinen in den Ruinen festzumachen. Davon waren aber nur sehr wenige dokumentiert. Die Frage musste geklärt werden, woran das liegen könnte.

Die Antwort ist einfach: Die in großen Mengen abgeworfenen Phosphorbomben haben derart hohe Temperaturen verursacht, dass sogar Knochen zu Staub verbrannt sind. Das erklärt auch den gewaltigen Feuersturm, der alles, auch Menschen, aufgesaugt und restlos verbrannt hat.

Dass Phosphorbomben eingesetzt worden sind bestätigen unzählige Augenzeugenberichte, nicht nur meiner Mutter und Großmutter, die in dieser Nacht mit Mühe und Glück dem Inferno entkommen sind. Auch die Eltern von Hubert von Brunn wussten aus eigener Erfahrung, dass auf Würzburg Phosphorbomben abgeworfen worden sind.

 
Die Historikerkommission hatte aber den Auftrag, dieses Kriegsverbrechen klein zu rechnen. So haben sie in Großbritannien Dokumente angefragt, die belegen könnten, dass Phosphorbomben eingesetzt worden sind.

Man muss schon besonders blauäugig sein, oder zielfixiert, wenn man annimmt, dass die Briten Dokumente liefern würden, die ihre Kriegsverbrechen belegen. Die Antwort fiel demnach so aus, wie sie jeder halbwegs integre und denkfähige Mensch erwarten würde: Es gibt keine Aufzeichnungen darüber, dass jemals Phosphorbomben in britische Bomber verladen wurden.

Ich füge an: Und wenn es sie jemals gab, dann kann nur ein Idiot annehmen, dass sie nicht vernichtet worden sind.

Hier gehts weiter bzw. komplett:
https://www.pravda-tv.com/2017/10/geschichtsluege-der-alliierten-entlarvt-britische-phosphorbomben-bei-augsburg-gefunden/
Titel: Re: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: Kern am 31. Oktober 2017, 22:48:56
 {:}

1.
Schon vor dem Zweiten Weltkrieg ist der Einsatz von Phosphorbomben als Kriegsverbrechen geächtet worden, insbesondere gegen Städte und Zivilisten.

Die teilweise Ächtung kam erst nach dem 2. Weltkrieg im Jahre 1949. Mit Gummi-Formulierungen, und beleibe nicht jeder Staat hat dieses Genfer Abkommen unterzeichnet.

2. Im 2. Weltkrieg wurden auch von deutscher Seite Phosphorbomben eingesetzt. Z.B. in den Brandbomben C 50 A und C 250 A

3. Auch in der Neuzeit kommen Phosphorbomben noch zum Einsatz.

Einige Infos dazu z.B. hier >> https://de.wikipedia.org/wiki/Phosphorbombe <<.

---

Bitte, Tom, lass über solche 2.Weltkrieg-Themen Gras wachsen.
Titel: Re: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: Lung Tom am 01. November 2017, 21:06:26

Hallo Achim,

da ich den Hausherrn respektiere, werde ich dazu keine weitere Meinung abgeben und versuche mich auf neutrale Themen, wovon es ja beileibe genug gibt, zu konzentrieren.

Die Versuchung war halt zu groß,  (http://www.smilies.4-user.de/include/Teufel/smilie_devil_049.gif) (http://www.smilies.4-user.de)kann nicht garantieren das nichts mehr kommt, aber ich gebe mir Mühe... 8)

shog dii

Tom
Titel: Re: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: Lung Tom am 14. November 2017, 19:42:58

So, heute mal wieder ein interessanter Artikel zu einer Programmankündigung der UFA:

Die UFA und Wilhelm II. – Fortsetzung der alliierten Propaganda gegen Deutschland?

Der November eines jeden Jahres hat es in Deutschland in sich. Daten, die sich für Deutschland und seine Bürger in die deutsche Geschichte eingebrannt haben, sind mit diesem Monat verbunden.

Der Fall der Mauer am 9. November des Jahres 1989 zählt dazu ebenso wie der des Jahres 1938 mit dem aggressiven Vorgehen der Nationalsozialisten gegen die Angehörigen jüdischen Glaubens.

Ausgeklammert wird gerne, dass ein weiterer Novembertag das Deutsche Reich aus der Spur geworfen hatte, und zwar der 11. November 1918, der Tag der Unterzeichnung des Waffenstillstandes im Wald von Compiègne. Diese Unterschrift und die unter berechtigtem Protest vollzogene weitere Signatur unter dem Diktat von Versailles am 28. Juni 1919 besiegelten das Schicksal Deutschlands.

Doch wen interessiert das heute hierzulande? Spielen diese Daten denn noch eine Rolle bei denjenigen, die das Leid am Ende des Ersten Weltkrieges verband und die bis heute mit den Folgen konfrontiert sind?

Seit einer Ankündigung aus der Vorwoche gibt es eine Antwort auf diese Frage: Die Menschen werden nicht umhin kommen, sich dafür zu interessieren, alleine deshalb, weil die UFA sich der Thematik annehmen wird. Die Babelsberger Studios planen die Geschichte des letzten deutschen Kaiser, Wilhelm II., auf die Fernsehschirme zu bringen.

Das wird die Zuschauer umtreiben, denn Mehrteiler aus dem Hause UFA haben es in sich. Zuletzt konnte man sich darüber ein Urteil bilden, als die Sternstunden in der Entwicklung der Berliner „Charité“, jener medizinischen Ausnahmeeinrichtung, die es schon im kaiserlichen Deutschland gab, verfilmt wurden. Viele verfolgten gebannt diese außergewöhnliche Serie.

Bislang ist es nur die Ankündigung, ein derartiges Projekt mit dem Titel „Wilhelm – Der letzte Kaiser“ realisieren zu wollen. Doch die reicht schon aus, eine Erwartung bezüglich der Auswirkungen eines derartigen Fernsehmehrteilers auf die breite Bevölkerung zu formulieren.

Das, was die UFA präsentieren könnte, wird den Deutschen vorgeben, wie sie sich ein Schlüsseljahrzehnt ihrer eigenen Geschichte vorzustellen haben – und das auf lange Zeit hin. Umso mehr wird von Bedeutung sein, wie inhaltlich die Schwerpunkte gesetzt werden.

Wie hartnäckig sich Dogmen in den Köpfen festsetzen können, kennt man aus der frühen Geschichte der Bundesrepublik. Fritz Fischer hatte das Bild von der Alleinschuld Deutschlands über Jahrzehnte hinweg geprägt, bis ihn schließlich 2012 der Commonwealth-Brite Christopher Clark mit seinen Thesen schlafwandlerisch, wenn man so will: vornehm, mit einem Federstrich entsorgt hatte.

Nach Clark waren jetzt irgendwie alle in Europa schuld an der „Urkatastrophe“. Aber selbst bei ihm blieb ein schaler Beigeschmack zurück. Denn man wird den Eindruck nicht los, eine Gesamtverantwortung werde nur postuliert, um die britische Sonderrolle für den Ausbruch des Ersten Weltkrieges schamhaft zu verdecken.

Der UFA geht es, nach dem was bisher darüber in deutschen Medien zu lesen war, nicht um eine Auseinandersetzung mit solchen Fragen. Jedenfalls nicht direkt. Vielmehr solle sich die Story um die Persönlichkeit Wilhelms des Zweiten drehen, des Letzten, wie Rolf Hochhuth den Kaiser in einer Ballade genannt hatte (Geschichtslügen: England und die Deutschen – die perfiden Strategien des British Empire).

Immerhin ging dieser in Berlin „Unter den Linden“ ohne Personenschutz spazieren, wenn man einmal von dem Offizier absah, der zehn Schritte hinter dem Kaiser lief und nicht wirklich abschreckend wirkte auf jenem Boulevard, der so anschlagsgefährdet war zu der Zeit. Heutige Repräsentanten des Staates halten es da ganz anders, wenn sie abgeschirmt von umfangreichem Personenschutz „huschend“ ihre Bürgerinnen und Bürger passieren …

Es geht noch weiter bzw. hier komplett:
https://www.pravda-tv.com/2017/11/die-ufa-und-wilhelm-ii-fortsetzung-der-alliierten-propaganda-gegen-deutschland/
Titel: Re: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: Kern am 15. November 2017, 01:51:28
Hallo Tom


Falls Dir solcher Stoff ausgehen sollte, könntest Du hier Nachschub finden:

>> https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Kriegen_und_Schlachten_im_19._Jahrhundert <<
...und ...
>> https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Germanischen_Kriege <<
Titel: Re: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: Lung Tom am 15. November 2017, 20:46:52

Guten Abend Achim,

vielen Dank für Deine Anregungen, die ich natürlich berücksichtigen werde.

Auch in den angesprochenen Themenbereichen gibt es immer mal wieder was Interessantes zu entdecken.

 [-]

Tom
Titel: Re: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: Lung Tom am 19. November 2017, 19:01:16

Aus Anlass des Volkstrauertages:

Die heimliche Deutsche Hymne – Zum Volkstrauertag
Veröffentlicht am 19. November 2017 von conservo
(

„Ich hatt´ einen Kameraden…“

Man mag es fast nicht glauben, aber in der zentralen Gedenkfeier unserer Bunten Republik zum Volkstrauertag, in diesem “an seinen Traditionen irre gewordenen Land”, soll es wieder im Bundestag erklingen, das Lied vom Guten Kamerad.

Beweist es also, dass doch nicht alles ausgelöscht werden kann, was im kollektiven Gedächtnis einer Nation, eines Volkes eingegraben ist. Und dazu gehören ganz sicher Lieder, oder “Musikalische Standardtypen”, wie das genannte.

Für den nachfolgenden Artikel, erschienen im Schwäbischen Tagblatt vom 15. November 1997 (auch hier zu lesen), erhielt der Journalist Kurt Oesterle seinerzeit den Journalistenpreis der deutschen Zeitungen – Theodor-Wolff-Preis.

Die heimliche deutsche Hymne

Von Kurt Oesterle

Der gute Kamerad

* Ich hatt einen Kameraden,Einen Besseren findst du nit

Die Trommel schlug zum Streite,
Er ging an meiner Seite
in gleichem Schritt und Tritt.

* Eine Kugel kam geflogen,
gilt’s mir oder gilt es dir?
Ihn hat es weggerissen,
Er liegt mir vor den Füßen,
Als wär’s ein Stück von mir.

Will mir die Hand noch reichen,
Derweil ich eben lad.

* Kann dir die Hand nicht geben,
bleib du im ew’gen Leben

Mein guter Kamerad!

Wie bei den meisten Volksliedern sind seine Urheber vergessen. Auch sein Titel ist eher unbekannt. Wer das Lied kennt, glaubt gern, es heiße: »Ich hatt einen Kameraden«, doch das ist nur sein erster Vers. Sein richtiger Titel lautet: »Der gute Kamerad«, und es wurde 1809 von Ludwig Uhland in Tübingen gedichtet, Friedrich Silcher gab ihm 1825, ebenfalls in Tübingen, die Melodie. Das Lied entfaltete eine beispiellose Wirkung. Es wurde nationales Trauerlied, ertönte an Kriegsgräbern und an den Gräbern von Zivilisten. Heute ist es nur noch am Volkstrauertag zu hören, zum Gedenken an die Opfer beider Weltkriege sowie deutscher Gewaltherrschaft. Der Soziologe Norbert Elias entdeckte in ihm einen Widerhall kollektiver Todesphantasien.

Im Gedächtnis unseres Volkes geblieben

Bis in die Gegenwart hat das Lied sich im kulturellen Gedächtnis der Deutschen gehalten. Als Frontgespenst geistert der »Gute Kamerad« durch Heiner Müllers Werk, und selbst in Kassibern der »Roten-Armee-Fraktion« blitzen seine Worte auf.

Der Bundespräsident traute dem »Guten Kameraden« nicht. Er ließ einen Mitarbeiter beim Volksliedarchiv in Freiburg anfragen, woher Text und Musik stammten und welche »Aufführungstradition« das Lied habe. Erwünscht war eine »zuverlässige Rudimentärunterrichtung«, wie es in dem Brief vom 7. September 1993 in schönstem Bundespräsidialdeutsch heißt. Welche Sorge den ersten Mann der Republik wegen des Lieds plagte, verraten Notizen eines Archivars unter dem Briefkopf: »Neue Wache in Berlin – Einigungsvertrag – Wehrmachtstradition«. Mit anderen Worten: Paßte das Lied noch in die politische Gedenkkultur des wiedervereinigten Deutschland?

Im Westen gehört es zum Zeremoniell des Volkstrauertags. »Es wird gebeten, nach der Totenehrung stehenzubleiben, bis das Lied verklungen ist«, lautete die Bitte auf den Einladungskarten zur zentralen Gedenkfeier im Bonner Bundestag. Bei Trauerfeiern der Bundeswehr intoniert ein Solobläser das Lied »nach Absenken des Sarges«. Im Osten war die Uhland-Silcher-Tradition abgebrochen. Andere Töne begleiteten dort die Gedenkfeiern von Partei und Armee: Chopins Trauermarsch oder die Arbeiterlieder »Unsterbliche Opfer« und »Der kleine Trompeter«. Geteiltes Land, geteilte Lieder. Nichts, was zusammenklingen könnte.

Die Antwort des Archivs an den Bundespräsidenten war tröstlich: Seit 1918, also auch in der Weimarer Demokratie, sei das Lied bei staatlichen Totenfeiern »aufgeführt« worden. Selbst so erhabene Konkurrenz wie Beethovens »Eroica«, Wagners »Parsifal«-Vorspiel und Chopins »Marche funèbre« hätten es nicht verdrängen können. »Im Alltagsleben des Durchschnittsmenschen gibt es einige musikalische Standardtypen«, schließt der Archivar, »dazu gehört ›Stille Nacht‹, Mendelssohns Hochzeitsmarsch und das Lied vom ›Guten Kameraden‹. Diese Standardtypen sind kaum durch etwas anderes zu ersetzen. Deshalb glaube ich nicht, daß es gelingen könnte, den ‚Guten Kameraden’ zu entthronen.«

Hier gehts weiter:
https://conservo.wordpress.com/2017/11/19/die-heimliche-deutsche-hymne-zum-volkstrauertag-2/

..in der Alternativen Musik gibts das Stück zu hören!
Titel: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: Helli am 19. November 2017, 19:16:14

Aus Anlass des Volkstrauertages:

Die heimliche Deutsche Hymne – Zum Volkstrauertag
Veröffentlicht am 19. November 2017 von conservo
Hallo Tom, ich lese diesen "conservo" ja auch ab und zu, aber der von Dir hier zitierte Artikel ist absolut sinnbefreites Geschwurbel! Der Redaktion ist wohl wegen einer leeren Seite nichts anderes eingefallen! Der "conservo" bezeichnet sich selbst als konservativ und liberal und lässt hier einen Schreiberling sich über ein traditionelles Trauer-Liedchen lustig machen. "Heimliche Deutsche Hymne"? Einfach nur lächerlich! "Humba Täterä" aus Mainz wird wahrscheinlich öfter gesungen! {:}
Titel: Re: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: Lung Tom am 26. Januar 2018, 16:49:28

Zu dem Thema "City of London" habe ich schon einiges gelesen, hier ein Artikel, der sich ganz gut als Einstieg in dieses Thema eignet:

Die Weltmacht „City of London“ und ihre unglaublichen Geheimnisse

Mitten in London liegt die reichste Quadratmeile der Welt. Der Vatikan des Kapitals. Die exterritoriale Weltmacht City of London birgt viele Geheimnisse. Die Bank of England als private Zentralbank, die unbegrenzt britische Pfund drucken kann. Einen enormen Reichtum von Familien, der in zahlreichen Entwicklungsländern als privaten Überseebesitzungen zusammengerafft wurde. Und die Realität eines unantastbaren Steuerparadieses, das sich über mehrere Kontinente erstreckt.

Autor: Wolfgang Freisleben

Was haben die Mainstream-Medien nicht schon alles geschrieben, wie nachteilig sich der Brexit für Großbritannien auswirken wird. Vor allem für die Banken! Viele werden ihren Sitz verlegen, liest man – raus aus dem Vereinigten Königreich (UK) nach Frankfurt und Paris. Hauptsache, sie bleiben in der EU.

Kann schon sein. Aber bestenfalls mit Tochterfirmen. Denn die Zentralen bleiben auf der Insel. Zumindest registriert in der „City“, die nie Mitglied der EU war. Jenes alten Stadtteils mitten in London, der sich nicht nur als mächtigstes Finanzzentrum der Welt ausweist, sondern auch als unantastbare größte Steueroase.

Akkumulation des Kapitals in der ältesten Gemeinde Englands
Gestützt auf die enorme Kapital-Akkumulation hat sie über die Jahrhunderte einen besonderen Status mit Steuerfreiheit vom Vereinigten Königreich behauptet. Nirgendwo anders ist das Schlagwort so berechtigt wie in der City: Geld regiert die Welt.

Englands mächtigste Finanz- und Wirtschaftsinstitutionen befinden sich hier: Reiche Banken wie die 1811 gegründete weltgrößte Privatbank N.M. Rothschild & Sons mit der Adresse New Court, St. Swithin’s Lane; die 1694 gegründete, 1946 verstaatlichte und seit 1998 wieder im privaten Eigentum stehende Zentralbank „Bank of England“ (BoE) in der Threadneedle Street; die Londoner Aktienbörse – seit 2004 am Paternoster Square unweit der St. Paul’s Cathedral.

Unzählige andere – auch ausländische – Banken, Investmentgesellschaften, Versicherungen und internationale Handelskonzerne haben gleichfalls hier eine Adresse. Auch wenn es nur eines von vielen Firmenschildern an bescheiden kleinen Häusern ist. Wie in Steuerparadiesen eben so üblich.

Etwa 14 Prozent des britischen Bruttoinlandsproduktes werden hier steuerschonend erwirtschaftet. Das hier veranlagte Privatvermögen macht über fünf Billionen Euro aus.

Hier komplett:
http://www.freisleben-news.at/die-weltmacht-city-of-london-und-ihre-unglaublichen-geheimnisse/
Titel: Re: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: Lung Tom am 16. Februar 2018, 19:38:49

Hier ein interessantes Interview mit Willy Wimmer zu Themen der jüngeren Geschichte und der Gegenwart:


WWI in unseren Köpfen…
Donnerstag, 15. Februar 2018

Willy Wimmer :„Redet doch darüber bei der am Wochenende stattfindenden Kriegskonferenz In München, statt angelsächsische Dauerkriege anzustacheln“

WE: Ist dieses berüchtigte angelsächsische Imperium weiterhin aktiv? Es sieht im Moment wieder so aus, als wären die Karten neu gemischt worden.

Willy Wimmer:

Das muss man ja annehmen, wenn man die heutige Situation  nüchtern betrachtet. Man kann einen historischen Vergleich ziehen. Die Mittelmächte - Österreich-Ungarn und das Kaiserliche Deutschland - haben am 08. Januar 1918 auf die berühmten 14 Punkte des amerikanischen Präsidenten Wilson vertraut.

Wilson schien für den europäischen Kriegsschauplatz eine Lösung anzubieten, die der tatsächlichen Situation auch entsprach und einen dauerhaften Frieden in Europa in Aussicht stellte. Das war der Grund die Waffen niederzulegen und in den Waffenstillstand aus dem November 1918 zu gehen. Wir wissen alle, dass mit dem Diktat von Versailles alles in das genaue Gegenteil verkehrt und die Grundlage für ein weiteres europäisches Elend gelegt worden ist - für den Zweiten Weltkrieg. Die Mittelmächte hatten seinerzeit genau so auf die Amerikaner vertraut, wie es offenbar die sowjetische Führung am Ende des Kalten Krieges getan hat. Es geht um die Aussage aus Washington - natürlich auch aus dem damaligen Bonn - unter keinen Umständen die NATO nach Osten auszudehnen und die Fragilität, die Empfindlichkeit, der europäischen Situation zwischen der Elbe und Brest nicht auszunutzen. Wir haben unter historischen Gesichtspunkten 1918 gesehen, dass der amerikanische Betrug in die Katastrophe geführt hat und zwar, was die gesamte Welt anbetrifft. Und jetzt müssen wir heute gemeinsame Anstrengungen unternehmen, damit uns der erneute Betrug, der auch mit der europäischen Geschichte und der europäischen Entwicklung in Verbindung zu bringen ist, nicht in die nächste Katastrophe führt.

WE: Meinen Sie mit der neuen Entwicklung die gerade angestellten NATO-Überlegungen zu Köln/Bonn und auch die Tatsache, dass Deutschland seine Goldreserve nicht komplett aus den USA ausführen kann/darf?

Willy Wimmer:

Wir haben es hier mit einer Summe von Einzelheiten zu tun, die jede für sich ein abendfüllendes Thema sein könnte. Dazu zählen diese beiden Komponenten natürlich auch. Wir müssen uns aber auch strategisch fragen, warum das alles so abläuft. Und da hat sich seit Anfang des vergangenen Jahrhunderts vermutlich nicht viel geändert. Diese gesamtstrategische Komponente besteht darin, dass die Vereinigten Staaten als Inselnation alles unternehmen, um die Gegenküsten in Europa und in Asien unter Kontrolle haben zu wollen, beziehungsweise nicht zu verlieren. Und auf der europäischen Seite ist eine weitere Komponente dazu gekommen. Die russischen Rohstoffvorkommen wecken schon seit über hundert Jahren amerikanische Begehrlichkeiten und offensichtlich besteht da die Vorstellung, dass man die Zukunft ohne einen direkten - von Moskau nicht kontrollierten - Zugang zu den Rohstoffen nicht gestalten kann. Das heisst, wir haben es mit Detailergebnissen zu tun, die in dieses Gesamtkonzept passen. Aber wir haben es auch mit einer Gesamtentwicklung zu tun, die wir vielleicht nur deshalb beurteilen können, weil wir Jahrzehnte des Friedens - wenn auch teilweise eines spannungsgeladenen Friedens - hinter uns haben. 

Hier komplett:
http://www.world-economy.eu/details/article/wwi-in-unseren-koepfen/
Titel: Re: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: namtok am 17. Februar 2018, 01:49:44
Auf der  Münchner Sicherheitskonferenz sitzen Freunde, Gegner und auch "Feinde" jedes Jahr ziemlich einträchtig nebeneinander, weswegen es wohl kaum angebracht ist , von einer "Kriegskonferenz" zu sprechen.
Titel: Re: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: Lung Tom am 17. Februar 2018, 19:09:47

Es kann sich ja jeder selber ein Bild von dem Artikel machen. Die Reduktion auf die SiKo finde ich etwas kurz gegriffen, zumal diese Veranstaltung - und ihre "Regularien" - ja nicht unumstritten sind. Für mich sind Artikel und Interviews mit Willy Wimmer jedenfalls immer recht erfrischend  ;}
Titel: Re: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: Lung Tom am 25. Februar 2018, 18:54:53

Heute ein interessanter Artikel aus Frankreich. Gibt ja vieles, was heute auch in Frankreich unter dem Deckel gehalten wird, und das nicht nur im Bereich Kolonialpolitik - und ob er nun relativiert oder nicht, das ist hier nicht mein Interesse:

Autobiographie: Front National Gründer Jean-Marie Le Pen relativiert deutsche Besatzung Frankreichs


 Der Zeitpunkt ist sorgfältig gewählt: Mitten im Machtkampf zwischen Marine Le Pen und ihrem Vater um die ideologische Vorherrschaft beim Front National, veröffentlicht Jean-Marie Le Pen den ersten Band seiner Memoiren. Und der hat es in sich.

von Timo Kirez

Der rechtsnationale Front National steht vor einer Zerreißprobe. Während Marine Le Pen versucht, die Partei ideologisch zu entrümpeln und sie politisch in die bürgerliche Mitte zu rücken, lässt ihr Vater und Parteigründer Jean-Marie Le Pen keine Gelegenheit ungenutzt, seiner Tochter in die Parade zu fahren. Am 10. Und 11. März findet in Lille ein Parteitag des Front National statt, bei dem unter anderem eine Namensänderung beschlossen werden soll.   
Ein Demonstrant trägt eine Maske, die das Gesicht von Jean-Marie Le Pen, dem Gründer des Front National, mit den Haaren seiner Tochter Marine Le Pen, Kandidatin der Partei für die Präsidentschaftswahlen 2017, zeigt.
Mehr lesen:Richtungsstreit bei Front National: Jean-Marie Le Pen droht seiner Tochter mit "Straßenschlachten"

Geschickt lancierte ihr Vater, der weiterhin Ehrenvorsitzender des Front National ist, nun erste Auszüge seiner Memoiren. Die französischen Zeitungen Le Parisien und Le Point veröffentlichten mehrere Auszüge aus dem ersten Band, der voraussichtlich am 1. März erscheinen wird. Jean-Marie Le Pen spricht in den Auszügen über seine Jugend und wie nicht anders zu erwarten über seine ganz persönliche Sicht auf bestimmte Episoden der französischen Geschichte.

Die nun veröffentlichten Auszüge dürften Marine Le Pen zur Weißglut treiben. Ihre Bemühungen, den Front National aus der rechtsextremen und geschichtsrevisionistischen Ecke zu führen, werden einmal mehr von dem Mann konterkariert, dem sie ihre eigene Karriere verdankt – ihrem Vater. So verteidigt Le Pen Senior unter anderem den berüchtigten Maréchal Philippe Pétain, der am 22. Juni 1940 den deutsch-französischen Waffenstillstand von Compiègne unterschrieb und damit de facto die Kapitulation Frankreichs erklärte.

Anschließend verlegte Pétain den Sitz der Nationalversammlung nach Vichy, es entstand das sogenannte "Vichy-Regime", das sich von der republikanischen Tradition der französischen Revolution abwandte und die Verfassung der Dritten Republikaußer Kraft setzte. Mit den ersten Konstitutionsakten brachte Pétain "eine die Rechte von Arbeit, Familie und Vaterland garantierende Verfassung für den État français" auf den Weg und erklärte sich selbst zum Chef de l'État (Staatschef). Dabei stattete er sich mit nahezu absoluten Vollmachten gegenüber Exekutive, Legislative und Judikative aus.

Wegen der staatlichen Kollaboration mit dem Nazi-Regime, der autoritären Innenpolitik sowie zunehmender deutscher Repressalien verlor das Vichy-Regime ab dem Jahr 1942 spürbar an Rückhalt in der Bevölkerung und geriet in immer stärkere Abhängigkeit zum Deutschen Reich. Die Aufstellung einer Freiwilligenlegion zur Unterstützung der Wehrmacht im Kampf gegen den Bolschewismus in der Sowjetunion radikalisierte zudem den kommunistischen Widerstand in Frankreich und brachte der Résistance regen Zulauf.

Auf Druck des Deutschen Reiches hin ernannte Pétain den deutsch-freundlichen Pierre Laval nach dem Jahr 1940 auch zwei Jahre darauf erneut zu seinem Stellvertreter und Regierungschef. Laval intensivierte die Kollaboration, indem er unter anderem die verstärkte Zuführung von französischen Zwangsarbeitern für die deutsche Kriegswirtschaft und die Deportation von Juden organisierte. Zu diesem Zweck gründete er mit der Milice française eine paramilitärische Einheit, die eng mit der deutschen Besatzungsmacht zusammenarbeitete.

Nach Kriegsende wurde Pétain am 14. August 1945 in Paris von einem Kriegsgericht wegen Kollaboration mit dem Feind und Hochverrats nach mehrwöchigem Prozess für schuldig befunden und zum Tod verurteilt. Der erste Regierungschef Charles De Gaulle begnadigte Pétain, doch dieser musste dennoch eine lebenslange Haftstrafe verbüßen. Seine bürgerlichen Ehrenrechte wurden ihm aberkannt. Pétain verstarb im Jahr 1951 während seiner Haftzeit auf der Atlantikinsel Île d'Yeu.

Hier gehts noch interessanter weiter:
https://deutsch.rt.com/europa/65654-memoiren-front-national-gruender-jean-marie-le-pen-relativiert-deutsche-besatzung-frankreichs/
Titel: Re: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: Lung Tom am 23. März 2018, 18:46:48

Ata war ein Fötus
Rätsel um Mini-Mumie aus Chile gelöst: Es ist ein Erdling

Ein seltsames mumifiziertes Wesen wird in der Wüste gefunden. Ein Außerirdischer? Genforscher haben den Körper, nicht länger als ein Bleistift, jahrelang untersucht. Nun sind sie sicher, worum es sich handelt.


(http://up.picr.de/32180222mc.jpg)

San Francisco. Die Herkunft der geheimnisvollen Mini-Mumie aus Chile, die manche als Überreste eines Außerirdischen ansahen, ist enträtselt.

Fünf Jahre intensiver DNA-Forschung zeigen: Das winzige, nur 15 Zentimeter lange mumifizierte Skelett mit dem bizarr langgezogenen Schädel und den übergroßen Augenhöhlen ist eindeutig das eines weiblichen Menschen.

Der Fund in einem verlassenen Örtchen in der chilenischen Atacama-Wüste hatte 2003 für einiges Aufsehen gesorgt. Sogar ein Dokumentarfilm über die angeblich außerirdische Herkunft des Mini-Wesens, nach seinem Fundort Ata genannt, wurde gedreht.

Tatsächlich litt der kleine, wohl durch eine Frühgeburt zur Welt gekommene Mensch an einer Vielzahl genetischer Mutationen, die die diversen Knochen- und Schädel-Fehlbildungen hervorbrachten, berichten Forscher der University of California (San Francisco) und der Stanford University (Stanford) nun in einem abschließenden Artikel im Fachjournal "Genome Research".

Von vielen dieser Genveränderungen wüsste man bereits, dass sie eine Rolle bei Kleinwuchs, Skoliose und Fehlbildungen an Muskeln und Knochen spielten. Andere Mutationen hingegen seien zwar als mögliche Auslöser von Erkrankungen bekannt, aber bisher noch nie mit solchen Entwicklungsstörungen in Verbindung gebracht worden.

Hier gehts weiter:
https://www.morgenpost.de/web-wissen/article213798215/Raetsel-um-Mini-Mumie-aus-Chile-geloest-Es-ist-ein-Erdling.html

...weitere Infos gibt es auch noch hier:
https://www.grenzwissenschaft-aktuell.de/ohne-zweifel-ein-mensch-abschlussbericht-erklaert-anomalien-der-atacama-mumie20180322/
Titel: Re: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: goldfinger am 27. März 2018, 18:55:50
Mao wie Churchill: Neue Sicht auf alte Massenmörder

(http://up.picr.de/32222211zq.jpg)

Er war völlig skrupellos. Er hätte notfalls Tausende Menschen vergast. Er war ein Rassist, und ein Massenmörder war er sowieso: Die Rede ist von Winston Churchill.

Denn es war Churchill, der die Zerstörung deutscher Städte zum reinen Terror durchsetzte. Er war es, der schon als Verteidigungsminister die Bombardierung irischer Ortschaften gefordert hatte. Er verantwortete als Kolonialminister die Ausradierung ganzer Städte in Mesopotamien. Er betrieb in Afghanistan eine Politik der verbrannten Erde, bei der nicht nur Dörfer, sondern gezielt die Ernten zerstört wurden. Er liess Konzentrationslager in Kenia errichten. Er forderte den Einsatz von Giftgas gegen Aufständische in Indien (womit er sich allerdings im Kabinett nicht durchsetzen konnte).

Und insbesondere überbürdet Tharoor dem Heldenpremier der Briten grosse Verantwortung an der Hungersnot in Bengalen 1943: Bei dieser humanitären Katastrophe starben mehrere Millionen Menschen – derweil die britische Kolonialverwaltung nur zögerlich reagierte. Churchill meinte an einer Kabinettssitzung, die Inder müssten sich ja auch nicht vermehren wie die Hasen.

Eine ähnliche Verschiebung nahm soeben Ian Johnson vor, ein berühmter Kenner der Geschichte Chinas. Der Pulitzerpreisträger veröffentlichte einen neuen Aufsatz mit der aufreizenden alten Frage: «Who Killed More: Hitler, Stalin, or Mao?». Wer war der üblere Massenmörder?

Dabei wurden in Maos «grossem Sprung» ganze Dorfschaften zerstört, versklavt zum Bau von Industriebetrieben, Kanälen und Staudämmen, derweil die Felder verrotteten. Nackter Terror bildete die Begleitmusik.

Der kommunistische Megaplan endete als wohl grösste Hungerkatastrophe aller Zeiten. Nach heutigen Schätzungen starben gewiss 35 Millionen Chinesen, es könnten auch bis 45 Millionen Opfer gewesen sein. Ian Johnson nennt Maos Kampagne «the most infamous experiment in social engineering», das infamste Experiment mit einer ganzen Gesellschaft.

https://blog.bazonline.ch/historyreloaded/index.php/2568/mao-wie-churchill-neue-sicht-auf-alte-massenmoerder/ (https://blog.bazonline.ch/historyreloaded/index.php/2568/mao-wie-churchill-neue-sicht-auf-alte-massenmoerder/)
Titel: Re: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: Lung Tom am 28. März 2018, 20:40:45

Ich bin jetzt selber unschlüssig, hoffe den richtigen Pfad gefunden zu haben:

Das ganze Bild: Beatrix von Storch trifft Prof. Ulrich Kutschera

https://youtu.be/BebukDVgNAM

https://youtu.be/Eilj81Kvl98
Titel: Re: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: Lung Tom am 21. Mai 2018, 20:55:37

Mal wieder ein Artikel, hinter dem ich stehe, habe die wichtigste Passage sogar fett gemacht:


Vor 400 Jahren: Der 30-jährige Krieg beginnt, am Ende fehlt ein Drittel der deutschen Bevölkerung


Deutschland war in der Vergangenheit oft und ist in der Gegenwart immer noch Spielball ausländischer Interessen, nicht selbstbestimmt, sondern von Fremden dominiert. Dies wurde auf besonders grausame Art und Weise im Dreißigjährigen Krieg (1618-1648) spürbar. Ihm kommt in der Geschichte des Abendlandes weit mehr als anderen Epochen eine in der Tat immerwährende Aktualität zu.

Zersplitterung und Uneinigkeit

Nicht nur für die gesamte Entwicklung Europas, sondern auch und speziell für Deutschland bildet er einen mehr als traurigen Markstein. Es sank nämlich in ihm zu einem Schlachtfeld fremder Mächte herab, und eine Hauptursache dafür waren ebenso seine territoriale Zersplitterung wie seine politische und religiöse Uneinigkeit. Diese war trotz des Augsburger Religionsfriedens von 1555, der die politischen Kämpfe der Reformation zu einem Abschluss gebracht hatte, bestehen geblieben. Übrigens kann der Religionsfriede von Augsburg auch deutlich kritischer bewertet werden, als dies sehr viele Historiker tun: Er war die erste Festschreibung einer Teilung Deutschlands und gab den partikularen Elementen in deutschen Landen gewaltigen Auftrieb. Die Landesfürsten gelangten in den Genuss einer bis dahin niemals erlebten Machtfülle, die sie für sich selbst äußerst geschickt, doch zum Schaden für Deutschland einsetzten – eben in dem großen Krieg, der am 23. Mai 1618 mit dem Prager Fenstersturz entfesselt wurde.

Jeder dritte Deutsche starb durch den Krieg

Der Dreißigjährige Krieg verwüstete Deutschland und brachte rund ein Drittel seiner Bevölkerung zu Tode. Die Zentralgewalt unterlag letztlich den partikularen Kräften der nach Eigenständigkeit strebenden Reichsfürsten, von denen viele in reichsverräterischer Manier mit den ausländischen Mächten wie Frankreich und Schweden verbündet waren. Die deutsche Kleinstaaterei allerdings wurde durch den Westfälischen Frieden von 1648 völkerrechtlich festgeschrieben und öffnete in verhängnisvoller Weise dem Ausland Tür und Tor für seine machtpolitischen Eingriffe in deutsche Angelegenheiten.

Deutscher Dualismus wirkt bis heute

Am Ende stand die Auflösung des Heiligen Römischen Reichs Deutscher Nation am 6. August 1806 durch die Niederlegung der Kaiserkrone durch Franz II. unter dem Druck eines Ultimatums, das ihm der Franzosenkaiser Napoleon I. gestellt hatte. Doch damit nicht genug: Die erste, konfessionelle Spaltung, die im Jahr 1555 festgeschrieben wurde, wirkte verhängnisvoll weiter. Denn der daraus entstandene deutsche Dualismus, der 1866 zugunsten des protestantischen Preußens entschieden wurde, machte das 1871 ins Leben getretene Reich zu einem Staat, der wesentliche Teile deutscher Länder, allen voran Österreich, das Jahrhunderte lang die deutschen Kaiser stellte, draußen ließ.

Neueste Publikation zum Thema

Wer sich über die Hintergründe, den Verlauf und das Ende des Dreißigjährigen Krieges informieren möchte, dem sei die Eckartschrift von Mario Kandil zum Thema empfohlen. Sie zeigt darüber hinaus in oftmals beklemmender Manier Parallelen zu heutigen Zuständen auf und macht dem Leser eines klar: Wenn Deutschland uneins ist und lieber sich selber zerfleischt, als seine eigenen Interessen zu verfolgen, liefert es sich dem bedenkenlos egoistisch handelnden Ausland selbst als Sklave und Wirtstier aus. Solange dies hierzulande nicht von breiten Schichten des Volkes erkannt wird und solange keine Politik zugunsten deutscher Interessen stattfindet, wird die Rolle Deutschlands immer nur die eines von Fremden bestimmten Objekts bleiben.

Quelle:
https://www.unzensuriert.at/content/0026889-Vor-400-Jahren-Der-30-jaehrige-Krieg-beginnt-am-Ende-fehlt-ein-Drittel-der-deutschen

PS: Ich werd mir das Büchlein besorgen.
Titel: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: Helli am 22. Mai 2018, 17:21:14

Mal wieder ein Artikel, hinter dem ich stehe, habe die wichtigste Passage sogar fett gemacht:

Vor 400 Jahren: Der 30-jährige Krieg beginnt, am Ende fehlt ein Drittel der deutschen Bevölkerung


Deutschland war in der Vergangenheit oft und ist in der Gegenwart immer noch Spielball ausländischer Interessen, nicht selbstbestimmt, sondern von Fremden dominiert. Dies wurde auf besonders grausame Art und Weise im Dreißigjährigen Krieg (1618-1648) spürbar. Ihm kommt in der Geschichte des Abendlandes weit mehr als anderen Epochen eine in der Tat immerwährende Aktualität zu.
Hhhmmm, und wenn es Deutschland erst seit 1871 gäbe (wie ich es in der Schule gelernt habe)?
https://de.wikipedia.org/wiki/Deutschland#Deutsches_Kaiserreich_(1871–1918)
https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Sprache#Sprachgeschichte_und_Lautwandel
Titel: Re: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: Lung Tom am 12. Juni 2018, 21:19:39

Kaiser Wilhelm sollte 1918 getötet werden…
8. Juni 2018
by Julius Rabenstein

… und zwar von der „Wertegemeinschaft“ mithilfe eines Bombenangriffs auf das Schloß, in dem er wohnte. Das berichtet der britische „Independent“.

Frühjahr 1918: Die deutsche Offensive in Frankreich hatte die Front ca. 60 km weit Richtung Paris verschoben.

Im Laufe der Schlacht nahmen die Franzosen („communauté de valeurs“) deutsche Soldaten gefangen, die im Verhör durch den französischen Geheimdienst den Aufenthaltsort des Kaisers nannten..

Briten und Franzosen beschlossen, den Kaiser zu töten.

Am 30. Mai 1918 griffen 12 britische De Havilland-4-Bomber das Schloß von Trelon, wo der Kaiser wohnte, mit bis zu einem Dutzend 50kg Bomben und bis zu 24 11kg Bomben an.

Feinfühlig, wie die Wertegemeinschaft („community of values“) nun mal ist, hatte man sich sogar die Erlaubnis zur Zerstörung des Schlosses beim Eigentümer, Graf Frédéric de Merode, eingeholt. Echte Gentlemen eben!

Der Bombenangriff lief aber schief, das Schloß wurde nur leicht beschädigt. Und der Kaiser war schon am Vortage abgereist..

Wie schön, daß wir Deutschen seit 1945 auch zur Wertegemeinschaft gehören. Jetzt kann man mit gutem Gewissen morden, bombardieren und erobern. Denn man ist ja automatisch auf der Seite der Guten.

Warum tun wir Deutschen uns eigentlich immer noch so schwer damit?

Quelle mit Zusatzinfos:
https://heerlagerderheiligen.wordpress.com/2018/06/08/kaiser-wilhelm-sollte-1918-getoetet-werden/
Titel: Re: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: Lung Tom am 25. Juni 2018, 19:26:06

Gab wieder verschiedene Moeglichkeiten, den folgenden Artikel zu plazieren, hier paßt er glaub ich ganz gut. Würde nicht Alles in dem Artikel unterschreiben, aber Interessant allemal:

Jubiläum
550 Jahre Kammergericht: Prozesse, Urteile und Geschichten

Seit 1468 wird am ältesten kontinuierlich arbeitenden Gericht Recht gesprochen. Skurrilitäten und spektakuläre Fälle - ein Rückblick.

Kann ein Mensch, der nach einer Geschlechtsumwandlung auch rechtlich als Mann anerkannt wurde, darauf bestehen, als Kindsvater ins Geburtenregister eingetragen zu werden, obwohl er das Kind geboren hat? Nein. Darf man seinen Sohn Djehad nennen? Ja. Und haben Eltern einen Anspruch auf Zugang zum Facebook-Account ihrer verstorbenen Tochter? Nein. Mit solchen kniffligen und manchmal auch kuriosen Fragen beschäftigt sich in Berlin eine Institution, die am heutigen Sonnabend ihr 550-jähriges Bestehen feiert.

Im Jahr 1468 wird das „kamergericht“ erstmals urkundlich erwähnt. Damit ist das Berliner Kammergericht das älteste deutsche Gericht, an dem ununterbrochen noch heute Recht gesprochen wird. „Das erste Urteil, das das Gericht fällte, ist leider nicht überliefert“, bedauert Sachbuchautor Michael Bienert, der zum Jubiläum die Geschichte des Kammergerichtes nachgezeichnet hat.

„In der Gründungszeit wurde jedoch zumeist ums Geld gestritten“, sagt Bienert. Aus einem mittelalterlichen Hofgericht, das im Berliner Schloss tagte, entwickelte sich das Kammergericht in der Epoche der Aufklärung schließlich zu einem in ganz Europa gefeierten Symbol für Rechtsstaatlichkeit. Das Kammergericht war preußischer Staatsgerichtshof und ab 1879 Oberlandesgericht der deutschen Hauptstadt. Nach zahlreichen Umzügen hat das Gericht seinen aktuellen Sitz am Kleistpark in Schöneberg, in einem Justizpalast, der 1913 feierlich eröffnet wird. Am Kleistpark tagt auch der NS-Volksgerichtshof und verhängt wie am Fließband Todesurteile. Zur unrühmlichen Geschichte dieser Jahre gehört auch, dass kein einziger Richter des Volksgerichtshofes in der Bundesrepublik rechtskräftig verurteilt wurde.

Im Sommer 1945 zieht der alliierte Kontrollrat in das Gebäude. Nach der deutschen Teilung ist das Kammergericht (West) am Lietzensee, das Kammergericht (Ost) in der Litten­straße untergebracht. Seit dem Mauerfall ist es wieder für ganz Berlin zuständig – und seit 1997 sitzt das Kammergericht wieder in seinem Prachtbau am Kleistpark. Aus Anlass des Jubiläums erinnert die Berliner Morgenpost an die skurrilsten und spektakulärsten Fälle des Gerichtes.

Und hier gehts noch lange, lange weiter:
https://www.morgenpost.de/berlin/article214523883/550-Jahre-Kammergericht-Prozesse-Urteile-und-Geschichten.html


Titel: Re: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: Lung Tom am 05. Juli 2018, 22:04:28

Eher eine Neuigkeit, die Internet-Zensur:

Solltest Du die deutsche Nationalhymne hoeren wollen, z.B. in der Fassung von Sacha Korn, kriegste folgenden Hinweis:

(https://up.picr.de/33160123kc.png)

Da ist weder die 4.Strophe bei, noch irgendwas sonst "Anstoeßiges", hoechstens ein paar "schwarz, rot, goldene Fahnen".


Wers nicht glaubt, schaut mal hier:

https://www.youtube.com/watch?v=M2XTZdXMOUo&bpctr=1530804713

Ich sag Euch, die Zeit läuft echt ab, hoffentlich wird man vorher bekloppt... {:}



Titel: Re: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: Lung Tom am 19. Oktober 2018, 20:16:07

So geht es Stück für Stück weiter, sehr sehens- und darüber nachdenkenswert:

Die Säuberung der Bundeswehr

https://youtu.be/aulPkKrmK6o
Titel: Re: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: jorges am 19. Oktober 2018, 22:36:38
Stammt aus der Feder des von mir ueberaus geschaetzten Michael Klonovsky:

"Wir leben im besten Deutschland, das es je gab": Diese Floskel ist inzwischen in der politisch-medialen Sphäre eine Art Parole geworden, mit der man die Zugehörigkeit zu moralisch gehobeneren Kreisen und zugleich Distanz zu denjenigen signalisiert, die wegen einiger lächerlicher Morde, Staatsschulden, Bildungsdefizite und demografischer Erschöpfungssymptome daran zweifeln, dass es sich so verhält. Zuletzt hörte man die geflügelten Worte aus dem Munde eines SPD-Innenministers bei Anne Will.

Merkelland ist keineswegs das erste Deutschland, in welchem dieser kecke Elativ herumschwirrt. Bereits die Eliten des Kaiserreichs feierten ihr Land als "unvergleichlich" und "einzigartig" (wobei dessen wirtschaftlicher, wissenschaftlicher und kultureller Rang samt der Nobelpreisträgerdichte einige gute Gründe dazu bot). Das Dritte Reich war so berauscht von seiner historischen Sendung, dass seine Führer versprechen konnten, es werde tausend Jahre währen, und wenn man 1937 unter Deutschen außerhalb von Dachau Erkundigungen eingezogen hätte, welches Deutschland das beste aller Zeiten sei, die Antworten wären wohl recht eindeutig ausgefallen. Auch die DDR behauptete stolz von sich, das bessere Deutschland zu sein, und der bessere von zweien ist bekanntlich der beste.

Das jeweils beste Deutschland zeigte in der Vergangheit also eine gewisse Neigung, nicht ganz bruchlos in ein ehemaliges Deutschland überzugehen. Bereits zum vierte Male leben seine Bewohner im besten Deutschland, das es je gab. Drei dieser Staaten sind verschwunden, aber sie haben immerhin Deutschland übriggelassen. Der vierte strebt Größeres an.

Titel: Re: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: franzi am 18. November 2018, 06:37:39
. . . . .  Macron erwähnte natürlich nicht die imperialistische Kriegstreiberei und das barbarische Opfer von Menschen als Sklaven im Dienste der nationalen kapitalistischen Machtinteressen.

 Groteskerweise, als die Weltführer feierliche Gesichter zogen und fromme Plattitüden für den Frieden absonderten, war die ganze Gelegenheit ein Triumph bei der Bestattung der Realität und der andauernden Ursachen von Kriegen sowie beim Reinwaschen der Schuldigen, die für Kriege verantwortlich sind. Zu den Kriegsverbrechern, die einen traurigen schwarzen Anzug trugen, gehörte auch der ehemalige französische Präsident Nicolas Sarkozy, der 2011 den NATO-Blitzkrieg gegen Libyen auslöste.

 Während die leere, ausschweifende Rhetorik erklang, konnte man nicht umhin, sich an einige der krassesten Widersprüche der Gegenwart zu erinnern, die mit atemberaubender orwellscher Effizienz verdrängt werden.

 Erst diese Woche tauchten Berichte über die schrecklichen zivilen Todesopfer durch die amerikanische Luftwaffe bei der Bombardierung der syrischen Stadt Rakka auf. Die Stadt wurde im vergangenen Jahr durch US-Luftangriffe dem Erdboden gleichgemacht – angeblich um die ISIS-Terrorgruppe zu besiegen. Etwa 8.000 Leichen von Zivilisten, hauptsächlich Frauen und Kinder, wurden inzwischen von syrischen Regierungstruppen geborgen. Und das nur, weil ein winziges Gebiet der ganzen Stadt vom Schutt befreit wurde.

Was die Amerikaner in Rakka taten, war ein monumentales Kriegsverbrechen, umso krimineller, als die US-Streitkräfte zusammen mit ihren NATO-Partnern Großbritannien und Frankreich illegal in syrischem Hoheitsgebiet präsent sind und es angreifen. . . . . .


https://www.theblogcat.de/uebersetzungen/cunningham-12-11-2018/ (https://www.theblogcat.de/uebersetzungen/cunningham-12-11-2018/)

fr
 
Titel: Re: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: Lung Tom am 11. Dezember 2018, 18:04:06

Hier ein Artikel, der am Beispiel Japans ganz gut beleuchtet, was hinter den Kulissen so ablief/läuft:

Was der Deutsche Michel schon immer über Pearl Harbour nicht gewusst hat

Dezember 7, 2018

Eine historische Hintergrund-Analyse von Wilfried Schuler

In Japan war der Besitz von Feuerwaffen bis 1868 bei Todesstrafe verboten. Die 300 Jahre währende Edo-Zeit, war eine Zeit des Friedens und des Wohlstands. Der Grad der Alphabetisierung lag bei deutlich über 90%. Man vergleiche damit das Europa dieser Epoche. Der interne Handel blühte, aber Ausländer waren unerwünscht. Lediglich über den Hafen von Nagasaki gab es spärliche Kontakte mit Holländern und Portugiesen, die aber von der Regierung streng reglementiert wurden.

Dieser Frieden war 1853 vorbei. In diesem Jahr kamen die Amerikaner mit Kanonenbooten und einer klaren Botschaft. Diese lautete: Ihr handelt mit uns, oder wir schießen mit 15 cm Kanonen auf die Holzhäuser von Tokio. Es versteht sich, dass die USA die Bedingungen dieses Handels diktierten. Das war der Vorläufer von TTIP. Und der erste Schritt auf dem Weg nach Pearl Harbour. In der japanischen Geschichte sind diese Verträge als die „Ungleichen Verträge“ bekannt. Es waren in Wirklichkeit beinharte Diktate.

Im Zuge der Industrialisierung rüsteten die Engländer und die Amerikaner die japanische Flotte innerhalb einer Generation zur Weltmachtgröße auf. Japan führte Kriege gegen China, besetzte im ersten sino-japanischen Krieg Taiwan und später, 1906, Korea. Damals wurden auch die jetzt strittigen kleinen Inseln besetzt die 100 Jahre lang zum Ming-Imperium gehört hatten. Und dies mit Wissen und nach ausdrücklicher Ermunterung durch den US Präsidenten Theodore Roosevelt. Die Japaner agierten 100 Prozent konform mit den Interessen der imperialistischen Weltmächte. Im Jahre 1900 demütigten die Europäer und Amerikaner gemeinsam mit den Russen und Japanern die Chinesen im Boxeraufstand. Die Japaner köpften die Chinesen im Stile der ISIS und die Anderen standen dabei, mit der Mannschaft angetreten und gafften blöd, als sei das die normalste Sache der Welt. Auch die humanistisch erzogenen Deutschen. Man hat nie gehört, dass die Presse in Europa oder den USA protestiert hätte. 200 000 chinesische Opfer waren kein Pappenstiel für einen kleinen Streit um Marktanteile.

Der Frankfurter Bankier Schiff finanziert 1905 die Japanische Marine

Adam Schiff war ein Angestellter und Nachbar von Amschel Rotschild in der Judengasse in Frankfurt. Sein Sohn Jacob Schiff, ein Schulfreund der Rothschild Söhne, emigrierte 1865 von Frankfurt nach NY und wurde erst Teilhaber, dann durch Heirat Chef der Bank Kuhn & Loeb, die später als Lehman Brothers firmierten und 2008 bankrott gingen. Jacob Schiff war der Banker der Stahl- und Eisenbahnbarone. Er finanzierte 1905 den Krieg der Japaner gegen Russland mit 200 Mio. $. Damals eine gewaltige Summe. Er wurde später vom Tenno mit den höchsten Orden dekoriert. Schiff gab 1917 Leo Trotzki ein Taschengeld von 10 000 $ mit auf die Reise nach St. Petersburg. Er mischte auch bei der Entstehung der FED 1913 im Dezember mit. Es ist allgemein akzeptiert, dass er der Frontmann der Rothschild Familie in den USA war. Das ist keine finstere Verschwörungstheorie. Es liegt auf der Hand. Warum sollte er nicht für seine alten Schulfreunde und Nachbarn arbeiten? Mitte der 1920-er Jahre erhielt auch Adolf Hitler milde Gaben aus den USA. Zu einer Zeit, als nur 15 Reichsmark in der Kasse der NSDAP waren. Die Waffen der SA kamen zu einem erheblichen Teil von Remington, nicht von Mauser. Das gehört zwar nicht zwingend hierher, rundet aber das Bild ab.

Nachdem die Japaner Russland 1905 in der Seeschlacht von Tsushima besiegt hatten, stiegen sie zur asiatischen Großmacht, ja Weltmacht auf und begannen China auszubeuten. Alleine in China starben bis 1945 rd. 17 Millionen Menschen unter ihrer gnadenlosen Terrorherrschaft. Ein dunkles Kapitel, das in Europa nicht thematisiert wird. Die Chinesen hätten demnach heute viel mehr Grund, die Japaner zu hassen als umgekehrt. Kein vernünftiger Mensch würde dem Täter zugestehen, dass er Jahrzehnte später Hass gegen sein früheres Opfer artikulieren dürfte. Im Fall China-Japan nimmt die Presse das als normal hin. Ja sie befördert diese Ressentiments noch. Wenn sie nicht sogar an ihrer Entstehung großen Anteil hatten. 1914-18 durften die Japaner auf der Seite des Westens kämpfen.

Noch waren sie bei den Guten. Und sie waren schon damals technisch Weltspitze. Sie bauten 1917 zwei Schlachtschiffe mit 4 x 2 41-cm-Kanonen. Die damals besten Schiffe der Welt, die anschließend von den Amerikanern kopiert wurden. (Nicht umgekehrt) Die hochwertige Munition für Tsushima lieferte allerdings Du Pont aus USA. So wurde ein Teil des Kredits sofort recycelt. Ein Konjunkturprogramm für die USA, das die Japaner zunächst finanzierten. Später holten sie sich das Geld von den Koreanern und Chinesen zurück. Wer hier Parallelen zu der Bewaffnung des Iran unter Jimmy Carter oder der heutigen Aufrüstung der Saudis und der Scheichs sieht, hat das Spiel verstanden. Jimmy Carter äußerte einst, 1977, den Wunsch, Weihnachten mit dem Schah zu verbringen. Da war der Iran noch bei den Guten. An der Spitze ein brutaler Diktator namens Reza Pahlevi, Darling der Regenbogenpresse in Deutschland. Noriega aus Panama war zu dieser Zeit auch noch bei den Guten. Ja, wer weiß heute, wo die Saudis in zehn Jahren sein werden? Khashoggi läßt grüßen.

Geht hier noch sehr interessant weiter.....gleichzeitig Quelle:
https://www.anderweltonline.com/politik/politik-2018/was-der-deutsche-michel-schon-immer-ueber-pearl-harbour-nicht-gewusst-hat/

Titel: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: Helli am 11. Dezember 2018, 20:25:34

Hier ein Artikel, der am Beispiel Japans ganz gut beleuchtet, was hinter den Kulissen so ablief/läuft:( )
Interessierten Zeitgenossen dürfte das sehr wohl bekannt sein (und dieses "Wissen" ist ja auch bei dem "Kampf" gegen den Antisemitismus nicht unbedingt hilfreich). Was mir allerdings seit Jahrzehnten in diesem Zusammenhang fehlt, sind Informationen über japanische "Wiedergutmachung" nach WKII. Haben die auch bei der heutigen Generation noch eine tägliche, politisch verordnete Erbsünde auf dem Schirm?
Titel: Re: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: Lung Tom am 14. Dezember 2018, 18:30:41

Ein ausgezeichneter Vortrag  u.a. zu den Ursachen/Hintergründen/Abläufen des WK1 und weitere interessante Themen:

Machterhalt durch Geschichtsmanipulation - Wolfgang Effenberger (Vortrag Regentreff 2018)

https://youtu.be/UC5Z9o8sPIg
Titel: Re: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: Lung Tom am 25. Dezember 2018, 19:02:31

Zum Weihnachtsfeste ist es vielleicht mal angebracht, sich über dessen Ursprünge Gedanken zu machen:

(https://up.picr.de/34665172si.jpg)

Die Wahrheit über Weihnachten

Wie etliche andere Feiertage in unserem Jahreskreis, ist auch Weihnachten ein germanisches Fest. Dies kann nur verwundern, wem unbewußt ist, daß wir in Deutschland im germanischen Sprachraum leben. Diese Unreflektiertheit ist weniger selbstverschuldet als Folge der vorherrschenden pro-römischen und vor allem pro-kirchlichen Indoktrination, deren Bestandteil eine behauptete Minderwertigkeit der Germanen ist. Dabei lebten die Germanen mit ihrer Thing-Kultur basisdemokratisch, achteten Frauen hoch, unterhielten keine Armeen, waren Dichter und Biobauern und litten unter der römischen Imperialgewalt. Ihr Denken war metaphysisch, was auch an ihrem Weihnachtsfest ablesbar ist. Daß der Judenhaß auf die katholische Theologie zurückgeht, wird fast immer verschwiegen; auch Martin Luther, der seinerzeit die Bauern verriet, war als Begründer der evangelischen Kirche ein extremistischer Judenhasser. Die historischen Germanen haben mit dieser Thematik nichts zu tun. Und doch bekommen wir Deutsche oft Gegenteiliges suggeriert, als seien bereits unsere ältesten Ahnen schlechte Menschen gewesen. Diese Schuldumlenkung geschieht zu Gunsten des Klerus, der – daran sei erinnert – jahrhundertelang unschuldige Menschen, vor allem heilende Frauen, die in der Tradition germanischer Priesterinnenschaft standen, verbrannte.

Wir werden gleich am Weihnachtsfest sehen, wie gezielt die Kirche die einheimische Religion mit eigenen, teils erfundenen Gestalten überformt hat. Vorher möchte ich aber eigens betonen, wie insbesondere die erwähnte Schuldumlenkung ein Verbrechen an unseren Vorfahren und zugleich an uns selbst darstellt. Denn sie vertieft die pathologisch gewordene Selbstablehnung von uns Deutschen massiv.

Hier gehts weiter:
https://erwachtegoettin.jimdo.com/2017/12/04/die-wahrheit-%C3%BCber-weihnachten/




Titel: Re: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: Kern am 25. Dezember 2018, 22:55:08
https://erwachtegoettin.jimdo.com/2017/12/04/die-wahrheit-%C3%BCber-weihnachten/

Diese Frau ( nennt sich: Désirée SIWA Berard ) verbindet in ihren Behauptungen/ihren Weltanschauungen eine seeehr bunte Mischung aus tiefschürfenden Erkenntnissen, Fantasie, diversen Glaubensrichtungen, Halbwahrheiten, Wahrheiten, massiven Verdrehungen, idiotischen Lügen usw. 
Unterm Strich: sehr unseriös
---

Aber da trifft sie ins Schwarze ... wobei sie auch da übertreibt:
... die pathologisch gewordene Selbstablehnung von uns Deutschen ...

Diese krankhafte Selbstablehnung, Herabsetzung betrifft klarerweise nicht alle Deutschen ... aber leider viel zu viele.  {+   {/   :'(                                                                                                                                                                                                                                                                                                 
"Ossis" sind diesbezüglich im Durchschnitt vernünftiger als "Wessis". Und Landbevölkerung bleibt eh weltweit traditionell durch die stärkere Bindung an unsere Lebensgrundlagen durchschnittlich mehr "auf dem Teppich" als Stadtbevölkerung.     
Titel: Re: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: Lung Tom am 26. Dezember 2018, 20:04:17

(https://up.picr.de/34676029ed.jpg)

Naja, ganz so negativ wie der Herr Moderator würde ich den Text nicht sehen.

Wäre sicher besser gewesen, ihn in einem anderen Thema zu plazieren, das gebe ich zu.

Jedenfalls wird die Geschichte doch eigentlich fast bei jedem Volk etwas aufgehübscht, dazu gibt es Dutzende Beispiele, um die "Moral" oder den Nationalstolz zu heben.

Gibt eigentlich nur ein Land, was wir einfällt, wo man immer nur ins "eigene Nest scheixxt".

Wills nicht auswalzen, vielleicht bespricht man das auch mal so, oder per PN, aber da es mich interessiert,  was sind: massiven Verdrehungen, idiotischen Lügen ??

Titel: Re: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: Helli am 27. Dezember 2018, 01:10:30
Diese Frau ( nennt sich: Désirée SIWA Berard ) verbindet in ihren Behauptungen/ihren Weltanschauungen eine seeehr bunte Mischung aus tiefschürfenden Erkenntnissen, Fantasie, diversen Glaubensrichtungen, Halbwahrheiten, Wahrheiten, massiven Verdrehungen, idiotischen Lügen usw. 
Unterm Strich: sehr unseriös
Ich hoffe, Du gibst mir in drei Wochen ein Bier aus, wenn ich Dir bezüglich Deiner Beurteilung dieses Ergusses vollkommen zustimme!  [-]
Titel: Re: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: Kern am 27. Dezember 2018, 15:22:35
Moin Tom

Auch ich kenne selber nur ein Volk, eine Nation mit etlichen Einheimischen, die ins "eigene Nest scheixxen".

Aber die Gründe dafür liegen wohl kaum in sehr ferner Vergangenheit (Konflikte zwischen Germanen, Römern, Kirche, nordischen Religionen/Mythen usw.), sondern in jüngerer Vergangenheit ... im Umfeld zweier verlorener Weltkriege und (besonders nach dem WK II) anschließenden starken Gegenströmungen zum Nationalstolz (sprich ständige Gehirnwäsche durch "Umerziehung", Propaganda etc.).

Zumindest bis 1945 wäre es wohl ziemlich ungesund und schmerzhaft gewesen, in Deutschland in der Öffentlichkeit lautstark und/oder mit Plakaten Worte zu bringen wie:
"Deutschland verrecke!" und "Deutschland, du mieses Stück Scheis.se".
Heutzutage kann man in D sogar "Bomber Harris, do it again!" rumschreien, ohne irgendwelche strafrechtlichen Konsequenzen befürchten zu müssen.

(Zur Info:
"Bomber Harris" bezieht sich auf Sir Arthur Travers Harris, ab Februar 1942 Oberbefehlshaber des RAF Bomber Command, befahl Flächenbombardements deutscher Städte, siehe >> https://de.wikipedia.org/wiki/Arthur_Harris <<)

Gegen den Hitlergruß und Hakenkreuze geht unser "Rechtsstaat" dagegen hart vor. Ferner stoßen etliche Politiker, die staatlichen Medien, die privaten Massenmedien, etliche Organisationen, Stiftungen usw. ins gleiche Horn der enormen "Ungleich-Behandlung".

Dementsprechend gilt in unserem "Rechtsstaat":
Aus >> https://www.welt.de/regionales/hamburg/article162442610/Deutsche-duerfen-ungestraft-Koeterrasse-genannt-werden.html <<
Zitat
VERFAHREN EINGESTELLT
Deutsche dürfen ungestraft „Köterrasse“ genannt werden

 {/   {/   {/   {[   {[   {[

Diesbezüglich sind wir wohl grundsätzlich einer Meinung, wobei kleinere Meinungsunterschiede keine besondere Rolle spielen.
---

Aber nun zu "Desire SIWA Berard"

(https://up.picr.de/34683770xv.png)

https://erwachtegoettin.jimdo.com/2017/12/04/die-wahrheit-%C3%BCber-weihnachten/

Zitat
Die Wahrheit über Weihnachten

Wie etliche andere Feiertage in unserem Jahreskreis, ist auch Weihnachten ein germanisches Fest.

Egal wie man es dreht: schon dieser Anfangssatz stimmt so nicht.

1. Auf der Nordhalbkugel gibt die längste Nacht des Jahres (nach unserem aktuellen christlichen Kalender zwischen dem 21. und 22. Dezember; abgesehen von Schaltjahren), also die Wintersonnenwende, schon seit Jahrtausenden den Anlass und den Termin für wichtige Feste vor.

Z.B. in Indien, im Iran usw. wurde die Geburt des Lichtgottes Mithra gefeiert, in Nordeuropa das Julfest, in Babylonien das Fest des Feuers und des Sonnengottes Tammuz, in Ägypten die Geburt des Gottes Horus usw. usw.
...
2. Die ersten christlichen "Weihnachtsfeste" wurden von römischen Christen als eine Art Gegen-Fest begangen, denen die Orgien der Saturnalien (ursprünglich nur am 17.Dezember) gegen den Strich gingen.
Zeitpunkt umstritten, aber "ein bisschen Spaß muss sein" war jedenfalls nicht das Motto dieser frühen Christen.

Unter dem römischen Kaiser Aurelian wandelten sich die Saturnalien (aber weniger ihre Orgien  :-) ) ab dem Jahre 272 n.Chr. nach einer gewonnenen Schlacht in das Fest des "Sol Invictus" (unbesiegbarer Sonnengott).
Aurelian erklärte dabei genau den 25. Dezember (Geburtstag des Sol Invictus, welcher ungefähr dem Lichtgott Mithra entspricht) zum Feiertag im ganzen römischen Reich.

Wohl zu dieser Zeit (Zeitpunkt umstritten) kamen einige Christen auf die grandiose Idee, den vorher völlig unklaren Geburtstag dieses Jesus von Nazareth auch genau auf den 25. Dezember zu legen … zufälligerweise {-- genau passend für ihr Gegen-Fest.  Das zieht seitdem enorme Kreise! Nicht zuletzt in unserer Zeitrechnung
...
3. Unter dem römischen Kaiser Konstantin wurde im 4. Jahrhundert das Christentum langsam zur Staatsreligion (siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Konstantin_der_Gro%C3%9Fe#Konstantin_und_das_Christentum ). Also nach Möglichkeit auch in den eroberten Gebieten. Und so wurde in der Folge auch etlichen eroberten nördlichen Stämmen und Völkern ein Jesus-Geburts-Fest aufs Auge gedrückt, welches althergebrachte Wintersonnenwende-Feste (egal welchen Namens) teils völlig verdrängte.

---

Was ist überhaupt "Weihnachten"? Was ist "germanisch"?

Es ist so leicht, mit Schlagworten um sich zu schmeissen und wilde Thesen (mit solcher Mischung) in den Raum zu stellen.
Aber es ist viel schwieriger und zeitaufwändiger, solche Thesen zu widerlegen oder einigermaßen zu korrigieren und Hintergründe ernsthaft aufzudröseln.

Deshalb hab ich keine Lust mehr, weiter auf "Desire SIWA Berard" einzugehen.

---
Erläuterndes Beispiel
In Sekunden kann ich mir folgende einfache These ausdenken (Mischung aus Realität und völligem Blödsinn):
Der Mond besteht aus einer Mischung aus irdischer Materie und kosmischem Käse … und mag es gar nicht, dauernd angestarrt zu werden!

Eine ernsthafte und fundierte Entgegnung darauf dürfte etwaaas länger dauern.  ;D
Titel: Re: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: Kern am 27. Dezember 2018, 15:25:55
Ich hoffe, Du gibst mir in drei Wochen ein Bier aus, wenn ich Dir bezüglich Deiner Beurteilung dieses Ergusses vollkommen zustimme!  [-]

Ich selber trinke ja nichts mehr.  {--
Aber wenn Du noch so primitiv drauf bist, dann soll das gerne geschehen.  :-)
Titel: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: Helli am 27. Dezember 2018, 16:16:19
Mein lieber Achim! zu #42 - granatenmäßig (und das ist noch nicht mal witzig gemeint)!
(ich hätte nicht besser argumentieren können!)
Titel: Re: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: Kern am 27. Dezember 2018, 17:08:49
Mein lieber Achim! zu #42 - granatenmäßig (und das ist noch nicht mal witzig gemeint)!
(ich hätte nicht besser argumentieren können!)

Mein lieber Helli

 ??? . Ich denke, Du meinst Antwort 41.
Zu Antwort 42 fällt mir eher ein:

Ich huldige aktiv der Schizophrenie und verstehe mich meist gut mit meinen diversen Persönlichkeits-Teilen. Wir duzen uns sogar!  ;}
Aber glauben tue ich mir deshalb noch lange nicht alles.  :-)

Bis demnächst   [-]
Titel: Re: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: Lung Tom am 03. Februar 2019, 19:24:15

Bisher habe ich nur sehr wenig über die Rolle/Situation der Schweiz in den 30/40er Jahren gelesen/gesehen, etc.

Hab folgende Doku "ausgegraben", nicht uninteressant,  von einigen "Ungenauigkeiten"  ;) abgesehen:

https://youtu.be/715jt-r0w70

Vielleicht gibt es ja dazu noch zusätzliche Infos, Meinungen.

Titel: Re: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: schiene am 05. Februar 2019, 07:37:22
Ist ganz nett zu lesen und da ich nicht weiss wohin damit denke ich es passt hier mit rein...
"Klischee Orient: Minztee, Männerhorden und andere Märchen aus 1001 Nacht
 Wie riecht der Orient? Nach Jasmin? Oder nach verbranntem Fisch? Sind Araber Busengrabscher oder Umweltaktivisten? Es wird Zeit, mit den Orient-Bildern aufzuräumen - den romantischen wie den unromantischen.
hier gehts weiter...
Quelle
https://www.stern.de/politik/ausland/simon-kremer/klischee-orient--minztee--maennerhorden-und-andere-maerchen-aus-1001-nacht--8536342.html (https://www.stern.de/politik/ausland/simon-kremer/klischee-orient--minztee--maennerhorden-und-andere-maerchen-aus-1001-nacht--8536342.html)
Titel: Re: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: aladoro am 05. Februar 2019, 13:29:15
"Klischee Orient: Minztee, Männerhorden und andere Märchen aus 1001 Nacht"

hab auf den 1. Blick voll das R überlesen ... :-)
Titel: Re: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: Lung Tom am 20. März 2019, 22:02:51
@Lung Tom

Zitat :"Wer hat uns verraten - die Sozialdemokraten"

Du wirst sicherlich wissen,wann und fuer welches Ereignis diese Aussage vor ueber
100 Jahren steht.

Du wirst zugeben muessen,dass die Bemerkung sich auf eine singulaere Entscheidung
bezieht,ueber die sich jede Menge Schichten des Geschichtsverlauf ueberlagert haben.

Wenn du,in der heutigen Zeit,diesen Ruf wiederholst und offensichtlich auf die heutige
Sozialdemokratie  damit zielst,moechte ich dich schon fragen,welches Ereignis oder
Versaeumnis du der Sozialdmokratie zur Last legst.

Jock


Guten Abend @jock,

da ich denke, das sowohl Deine Nachfrage als auch meine Antwort breiter gefächertes Interesse verdient, meine kurze Antwort hier in diesem Thema:

Meine Aussage bezog sich ja darauf, welche Partei wohl am Schlimmsten ihre Wähler/Wahlklientel hintergangen hat.

Und da brauche ich nur ganz kurz nachdenken, und da fallen mir ein:

a) AGENDA 2010
und
b) Ausländerpolitik/Kampf gegen Deutschland

Ich werde auf beide Themen nur ganz kurz eingehen und dazu jeweils eine Quelle zur Untermalung geben:

a) Solche Einschnitte in der Sozialpolitik wie sie die SPD mit Unterstützung der Grünen vorgenommen haben, sind eigentlich undenkbar, wenn man bedenkt, das sich SPD als Sachwalter des "normalen" Arbeiters, Angestellten, Rentners etc. dargestellt hat.

Zitat dazu:

 „Die Agenda 2010, (…), das sind gesenkte Lohnnebenkosten, liberalisierte Zeitarbeit, Minijobs, Privatrente. Das sind zehn Euro Praxisgebühr und das Herzstück der Reform: Hartz IV, die Verschmelzung von Arbeitslosen- und Sozialhilfe auf dem niedrigen Niveau der Sozialhilfe. Die Grünen haben alles mitgetragen. Doch genau genommen war die Agenda die Sache einer Riege von Männern in der SPD, die während des Zweiten Weltkriegs geboren wurden und in der Wirtschaftswunderzeit der Adenauer-Ära aufgewachsen sind, Männern, die die Aufstiegsmöglichkeiten der sechziger und siebziger Jahre genutzt und sich nach ganz oben gearbeitet haben. Gerhard Schröder, Franz Müntefering, Walter Riester, Wolfgang Clement, Hans Eichel, die Berater Bert Rürup und Peter Hartz und ein paar Vertraute Schröders, die im Hintergrund mitgedacht haben, vor allem sein Kanzleramtschef: Frank-Walter Steinmeier, die nächste Generation.“

– Marc Neller: Rot-Grün – Die Privatisierer, Die Zeit 26. Oktober 2010

Wenn man gemein wäre, würde man die AGENDA 2010 so beschreiben:

Die asozialste Form von Sozialraub nach der Einführung des Sozialversicherungssystems unter Bismarck.

Oskar Lafontaine redet Tacheles über Hartz IV / Agenda 2010


https://youtu.be/MKynE_C5_Ag

Und das Ganze ist in der Zwischenzeit nicht besser geworden. Das haben auch viele SPD Mitglieder wohl so gesehen: 1990 gab es knapp eine Million Mitglieder, nach den letzten Zahlen, Dez. 2018: ca. 438 TSD.

b)
Sowohl in der EU Politik als auch in der Ausländerpolitik versucht die SPD seit Jahrzehnten, Deutschland und das deutsche Volk, zu marginalisieren. Dazu koennte man ein Buch schreiben, zwei Dinge mal daraus:

Der Kampf der „Sozialdemokratischen Partei Deutschlands“ gegen Deutschland

https://fassadenkratzer.wordpress.com/2018/05/11/der-kampf-der-sozialdemokratischen-partei-deutschlands-gegen-deutschland/

Eine interessante Zusammenfassung, von dem was läuft. Und wer denkt, ach Denkfabriken etc. pp., schaut man mal in das "Heidelberger Programm" der SPD von 1925 und wird feststellen, das bereits dort auf eine Zerschlagung der europäischen Nationalstaaten hingewirkt wird, und das ist ja mittlerweile fast erreicht.

Dazu paßt auch die Forderung nach den Vereinigten Staaten von Europa:
https://www.extremnews.com/nachrichten/politik/c4e913b673052fa
https://www.tagesspiegel.de/politik/nach-rede-auf-spd-parteitag-schulz-verteidigt-vorstoss-fuer-vereinigte-staaten-von-europa/20688158.html

Auch dies hat sich in den letzten Jahren deutlich konkretisiert.

Weitere Punkte wären, z.B. Ausdehnung der Ausländerwahlrechts (dazu habe ich mich bereits mal ausgelassen), auch die Hofierung und Unterstützung des Islams.

Insofern kann ich nur feststellen, das die SPD ihren Kampf gegen Deutschland, auf allen Ebenen, weiterführt.


Titel: Re: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: jock am 21. März 2019, 07:30:01
@Lung Tom

Also Gerhard Schroeder ist der Verraeter der Arbeiterschaft und sein Teufelszeug nennt sich
Agenda 2010.

Vor Schroeder war alles Bestens und haette er nicht die Reformen durchgefuehrt,stuende
Deutschland besser da.

Stimmt das ? Was hat Herr Schroeder bewogen,die Arbeiterschaft zu "verraten" ?

Werfen wir einen Blick zurueck.

Die Deutschen haben sich hochgearbeitet,die Wirtschaft konnte sich auf einen grossen Innen-
markt und auf den Export verlassen und war der Meinung,das geht immer so weiter.

Dabei waren die ersten Anzeichen einer Aenderung schon Mitte 1970 spuerbar und zwar
ausgerechnet am Rueckgrat des Wirtschaftsmotors - der Automobilindustrie.

Zu dieser Zeit stand bei mir die Anschaffung eines neuen Autos an.Ich tendierte auf Grund
des guten Rufes und des guten Wiederverkaufspreises zu VW - Golf.
Da kam mir ein Prospekt des Colts von Mitsubishi in die Haende und staunte.

Da war im Preis alles enthalten,was ich nur gegen Aufzahlung beim Golf bekommen haette.
Ob es elektrische Fensterheber waren oder die Klappe beim Handschuhfach.
Ausserdem war nichts von Qualitaetsmangel zu hoeren,wie z.B. beim Fiat oder Renault.

Es wurde ein Mitsubishi Colt und wurde nicht enttaeuscht.

Die deutschen Automobilhersteller hatten einige Muehe den Rueckstand aufzuholen,was auch
spaeter gelang.Doch der Mitbewerber blieb als Konkurrent am Markt und zwang die deutschen
Hersteller kostenguenstiger zu produzieren,das sie nur so erreichten,indem sie den Herstel-
lungsprozess automatisierten und Teile der Belegschaft abbauten.

Aber auch andere "Flagschiffe" der deutschen Wirtschaft kamen unter Druck.AEG, Grundig oder
Mannesmann.

Die fernoestlichen Hersteller eroberten innerhalb weniger Jahre die "E-Unterhaltungs" - Branche.
Aus Japan kamen die ersten Videorecorder oder ausgefeite Audioprodukte.
Die "Braunware" wird heute hauptsaechlich in Asien produziert und sichert dort Arbeitsplaetze.

In der Bevoelkerung schien alles noch atmosphaerisch als Friede,Freude ,Eierkuchen.Dafuer sorgten
Samstagsabenunterhaltungssendungen wie "Wetten dass ?" oder die "Peter Alexander Show"
oder auch "Der Musikantenstadel".

Helmut Kohl,der Langzeitkanzler vermittelte,schon alleine durch seinen Habitus,Wohlstand und
Sicherheit.Die in seinen letzten Regierungsjahren staendig steigende Arbeitslosigkeit wurde
nicht besonders themisch in den Vordergrund gestellt oder diskutiert,belastete jedoch die Sozial-
netze.
Die Zahl der Arbeitslosen stieg auf eine,seit dem Krieg unbekannte Rekordmarke, von 5 Mio.

Ein Zurueckgehen der Arbeitslosenrate war ohne Eingriff in die Makrosoziologie nicht absehbar.
Einerseits haben sich doch einige Faulenzer in der sozialen "Haengematte" gut eingerichtet,anderer-
seits kam die deutsche Arbeiterschaft unter Druck durch die wirtschaftliche,globale Entwicklung,die durchschlaegt.

Herr Schroeder musste also reagieren.Nicht zu reagieren und den Arbeitsmarkt zu reformieren,
sondern die " Dellen" mit sicherer Hand zu steuern,erwies sich als nicht zielfuehrend.

Daher enstand die Agenda 2010,die fuer manche einen Einschnitt bedeutete.

Unter dem Schlagwort " Foerdern und Fordern" wurde die Agenda 2004/2005 implementiert
und zeigte bald schon Auswirkungen.Die Arbeitslosenrate ging zurueck,sodass man optisch von
Vollbeschaeftigung reden kann.

Natuerlich gab es auch negative Auswirkungen.Es entstand ein Arbeitsmarkt,der als prekaerer
Arbeitsmarkt sich etablierte.Der Druck auf einzelne Arbeitsnehmer wuchs an und besteht
auch heute noch.Das Lohnniveau stagniert und die Gefahr der Altersarmut besteht.

Man haette vielleicht schon frueher darauf reagieren sollen und eine Ausschleifung andenken
koennen.
Dies allerdings waere Aufgabe der naechstfolgenden Regierung gewesen.

Interessant ist aber auch,dass wenn zwei das Selbe tun,ist es nicht gleich.

Die derzeitige oesterreichische Regierung greift gewaltig in die bestehenden Sozialnetze ein,
spricht sogar von Arbeitszwangverpflichtung und wird von gewissen Kollegen hier im Forum be-
jubelt.

Wenn jedoch Sozialdemokraten es tun wuerden,ist es Mist und wird verteufelt.

Ende des ersten Teils.

Jock


Titel: Re: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: Suksabai am 21. März 2019, 09:16:28


@jock

Zitat
Wenn jedoch Sozialdemokraten es tun wuerden,ist es Mist und wird verteufelt.

Das IST ja der Knackpunkt! Die Sozialisten (in Österreich) beschränk(t)en sich auf risikoloses Nichtstun, und wurden sie wirklich einmal aktiv ,
endete es in einem Desaster wie das KH Nord...

Ich getraue mir nicht zu, die Arbeit der derzeitigen Bundesregierung zu bewerten - aber sie ARBEITET ! Alleine das ist schon nach all den
Jahren des Stillstandes und Pattsituationen sensationell.
Von der linken Seite wird immer wieder argumentiert, dass diese Regierung populistisch regiert - ja, sie schaut dem Volk aufs Maul.
Den Zuwachs an Wählerstimmen verdanken sie sicher dieser Tatsache, aber auch der (sich inzwischen bewahrheiteten) Hoffnung, dass
sich endlich was bewegt...

Ob diese Aktivität nun gut oder schlecht ist, wird die Geschichte zeigen...


Titel: Re: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: jock am 21. März 2019, 11:09:52
@Suksabai

Es ist vielleicht nicht jeden bekannt,(dir schon)dass bei den Regierungen,wo ein Sozial-
demokrat den Kanzler stellte,er kein Weisungsrecht hat.

Zudem waren die entscheidenen Ministerien ( Innen,Aussen,Finanzen) immer in der
Hand der "Christlichsozialen" (OEVP).

Schon dadurch,weil es eine Koalitionsregierung gab,sind bei entscheidene Vorhaben auf den
Konsens bzw. des Koalitionsvertrages Ruecksicht zu nehmen und behindern sich damit gegen-
seitig.

Ja,Kanzler Faymann war kein grosser chartismatischer Kanzler,doch so ohne Erfolg war seine
Regierung auch nicht geblieben.

Durch die Finanzkrise ist Oesterreich gut durchgekommen,der Sozialfriede ward gewahrt und
immerhin ist unter seiner Kanzlerschaft das Vermummungsverbot ( fuer muslimische Frauen)
durchgesetzt worden.

Ungeschickt war er beim Fluechtlingshoehepunkt auch nicht,da er erreicht hat,dass die meisten
angekommen Fluechtlinge nach Deutschland weitergezogen sind bzw. weiterziehen konnten,da
mit Frau Merkel eine Vereinbarung bestand.

Nicht alle Versaeumnisse der Reform,die man beklagen kann,wie z.B. das Unterrichtswesen,
scheiterten bei der oevp-dominierten Gewerkschaft und nicht unbedingt bei der Regierung.Auch
die Leistung des Integrationsministers (Kurz) lassen sich hinterfragen.(Abgesehen von der "Schlies-
sung der Balkanroute").

Und noch immer wird diskutiert,ob sich der OEVP - Finanzminister Proell nicht doch beim De-
bakel um die Hypo Alpe-Adria sich ueber den Tisch ziehen hat lassen.

u.s.w.

Wenn man daher der alten Regierung Fehlleistungen vorwirft,so ist auch der Koalitionspartner
der Sozi nicht davon befreit.

Die neue tuerkis-blaue Regierung ist ja mit viel Elan gestartet,doch Ergebnisse sind spaerlich.

Ist man es in Oesterreich gewoehnt,dass nach einen Regierungswechsel Umfaerbungen bei
staatsnahen Betrieben erfolgen,wurde dies bisher eher still und leise durchgezogen.

Bei der OEBB erfolgte es lautstark,wobei niemand sich erklaeren kann,wieso eigentlich,denn
der Aufsichtsrat hat genauso seine Arbeit getan,wie der neue.Besondere Akzente sind nicht
erkennbar.

Die " Zerschlagung" unseres Geheimdienstes,wegen eines vermuteten "Schwarzen Nestes"
hat Aufregungen erzeugt und blieb bisher ohne greifbare Missstaende erkennbar,wie der Unter-
suchungsausschusses bisher ermittelte.

Die Zusammenlegung der Krankenkassen,die vollmundig mit einer Einsparung von jaehrlich
1 Mrd. angekuendigt worden ist,ist schon rechnerisch nicht machbar,ohne die Leistungen fuer
die Versicherten zu kuerzen.
Zudem gilt noch nicht ausgemacht,dass die Zusammenlegung so ohne Schwierigkeiten erfolgen
kann,denn einzelne Punkte im Konstrukt sind verfassungsrechtlich abgesichert und koennen
nur mittels Verfassungsaenderungen aufgehoben werden.Die Oppositionsparteien muessen da-
bei mitmachen.

Der naechste grosse Brocken war die Einfuehrung der 60 Stunden- Woche,die dann abgemild-
ert werden musste,indem man die Verweigerung zu Ueberstunden ins Gesetz schrieb.

Unter dem Vorwand,gegen die Muslimisierung und Zuwanderung Schritte einzuleiten,hat man
die Mindessicherung abgewertet und das betrifft auch die oesterreichische Bevoelkerung.

Auch das Gesetzesvorhaben eine "Sicherungshaft" einzufuehren,ist verfassungsmaessig sehr
bedenklich,wenn das Gesetz  nur bei Asylwerber greifen soll.
Auch die einheimische Bevoelkerung kann von der Haft betroffen werden und das brauchen
wir gar nicht.

Die Verschaerfung im Sexualstrafrecht lehnen alle mit der Materie betrauten Personen und In-
stitutionen als unnoetig ab,trotzdem wird es durchgezogen.

Und schon redet ein Regierungsmitglied davon,eine Zwangsverpflichtung zur Arbeitsleistung
einzufuehren.Zwar soll das nur fuer arbeitslose Asylanten gelten,doch die Aussenwirkung ist
haesslich und erinnert an die Zeit von 1938 -1945.

Jetzt wurde auch noch der religioese Feiertag von Prostestanten gestrichen,was allerdings
die Reaktion auf den EuHG zurueckzufuehren ist und nicht auf ein Vorhaben der Regierung
beruht.

Ein Vorhaben der Regierung ist aber,die Kandarierung des (unabhaengigen ) ORFs.Der Vor -
sitzende des Stiftungsrates Herr Steger ( FPOE) will "unbotmaessige" Journalisten kuendigen.

Aber auch bei kleineren Anlaessen,gibt die Regierung kein gutes Bild ab.

Bei der Diskussion der "Rechtsabbiegehilfe" bei LKW redet der Verkehrsminister davon,dass
bei der Enquete zur Faktfindung keine Befuerwortung durch die Experten zu vernehmen war.
Hinterher stellte sich aber heraus,dass dem nicht so gewesen war.

Die 12 Polizeipferde,die eingestellt wurden,werden zunaechst 2 Jahre trainiert,dann sollen sie
in einem noch anzukaufenden Gestuet Naehe Wiens untergebracht werden,bevor sie bei Demon-
strationen oder Fussballmatches eingesetzt werden.

Scheinbar ist die Einkesselung von friedlichen Fussballfans bei einem Fussballmatch nicht ge-
nug.Pferde haette dabei auch nicht geholfen.

Ein paar hunderttausend Euro hat eine "Uebung" am Grenzuebergang gekostet,wo simuliert
wurde,wie zu reagieren ist,wenn ein Massenansturm von Fluechtlingen droht.
Eine derzeitige oder absehbare Gefahr  einer Masseneinwanderung ist bei einer taeglichen Fre-
quenz der ankommenden Fluechtlinge,die an zwei Haenden abzuzaehlen ist,nicht vorhanden.

Als Niederlage fuer die Regierung endete auch die Absicht Suedtirolern oesterreichische Reise-
paesse auszufolgen.

Nicht nur die Suedtiroler  lehnen das ab,auch die italienische Regierung sagt - mit uns nicht.

So jetzt will ich auch noch etwas positives ueber die bisherige Regierungsarbeit schreiben.

Ein Vorhaben das Konsens gefunden hat und aus einem Guss ist.

Da muss ich noch laenger nachdenken und melde mich spaeter.

Jock









Titel: Re: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: Suksabai am 21. März 2019, 12:01:48


@jock

die rotgefärbte Brille polarisiert  - wie man bemerkt - die Versäumnisse und Untaten der Roten heraus, während sie anderes offenbar verstärkt.

Mit einem durchgefärbten Sozialisten ist es aber auch ganz schwer, argumentativ zu diskutieren - was man als gut erachtet, verteufelt er...

Zustimmen muss ich dir, dass das grosskoalitionäre Geplänkel der letzten Jahre fruchtlos blieb - deswegen freue ich mich umso mehr über

den breit gestreuten Konsens der momentanen Regierung...

Als Conclusio kann ich nur bemerken, dass ich deine Ansichten und Meinungen registriert und als die deinigen auch respektiert vernommen habe,

sie aber grossteils nicht teile...

Die Zukunft und die nächsten Wahlen werden zeigen, wessen Ansichten näher an der Realität liegen...





 
Titel: Re: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: jock am 21. März 2019, 13:44:59
@Suksabai

Ich habe dich schon einmal gefragt,welche Untaten und Versaeumnisse der Roten
du ansprichst.

Bisher kam nichts.

Wenn du nicht konkret wirst und dich nur in ungefaehre Andeutungen verlierst,ist
es schwer darauf einzugehen.

Obwohl ein Wahlgeheimnis besteht,verrate ich dir,dass ich waehrend meiner Selbst-
staendigkeit stets die Schwarzen gewaehlt habe.Gebe aber zu,dass ich auch die
Roten gewaehlt habe,damals als mir die schwarz/blaue Regierung 2 Jahre laengere
Wartezeit auf die Pension aufgebrummt haben.

Jock
Titel: Re: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: Lung Tom am 13. Mai 2019, 19:20:12

Da wir ja als Deutsche immer Ausländerfeinde waren und sind, erstaunt es hier, welche Anstregungen unternommen werden,
einen ungarischen Diktator Staatsmann zu hofieren:

https://youtu.be/YSvS4LY26Yg

Berichtet übrigens von unverdächtigen britischen Inselmedien...  ;)

Na wenigstens schien nicht die Sonne, wär ja noch schoener.....
Titel: Re: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: Kern am 13. Mai 2019, 19:47:08
Da wir ja als Deutsche immer Ausländerfeinde waren und sind ...

 :o

Ist wahrscheinlich satirisch gemeint.
Titel: Re: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: Lung Tom am 14. Mai 2019, 18:48:33

Achim,

da hast Du vollkommen recht !  {*

Allerdings hätte ich mir den Beitrag auch schenken koennen, so substanziell war der nun nicht.
Gelobe Besserung und liefer, wenn moeglich, mal was Besseres zu dem Thema nach....

 ]-[
Titel: Re: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: Lung Tom am 19. Mai 2019, 21:27:09

Heute mal ein kleiner, halbwegs aktueller Artikel zum Forschungsstand in Stonehenge:

Verschollener Bohrkern von Stonehenge "wiederentdeckt"

...wiederentdeckt ist wohl kaum der richtige Ausdruck     Lung Tom

Stonehenge (Großbritannien) – Während archäologischer Arbeiten an dem Steinkreis von Stonehenge im Jahr 1958 wurde aus einem der gewaltigen, die charakteristischen “Tore“ bildenden sog. Sarsen-Steine drei Kernbohrungen entnommen, die seither als verschollen galten. Jetzt ist einer der drei Bohrkerne wieder aufgetaucht und könnte einige Fragen rund um den sagenumwobenen Steinkreis beantworten.

Hier gehts zum Artikel und ein paar Bildern:
https://www.grenzwissenschaft-aktuell.de/verschollener-bohrkern-von-stonehenge-wiederentdeckt20190513/
Titel: Re: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: Lung Tom am 24. Mai 2019, 19:57:32

?

https://youtu.be/xpGpKQdPKNM

 :}
Titel: Re: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: Lung Tom am 28. Mai 2019, 19:46:13

Aktuell eine kleine Info zur Oesterreich-Thematik, somit zur jüngesten Geschichte  ;) - eigentlich ein nicht nur dicker, sondern ein FETTER Hund:

Ibiza-Video: Kriminelle Drahtzieher und Motiv enthüllt – die ganze widerliche Geschichte

Dem Blog eu-infothek (EUI) gelang es, nach nur einer Woche den Kriminalfall um das berüchtigte Ibiza-Video, das Bundeskanzler Sebastian Kurz nutzte, um die angesehene Regierungskoalition zwischen ÖVP und FPÖ zu beenden, vollständig aufzuklären.

Gut vernetzte Sicherheitsmitarbeiter hecken Plan aus

Hintergrund des Videos dürfte demnach ein krimineller Antrieb von Mitarbeitern eines Sicherheitsunternehmens sein. Dieses hatte bis etwa 2014/2015 auf dem Balkan Sicherheitsprobleme wie etwa Korruption, Zigarettenschmuggel und ähnliches für internationale Konzerne, darunter Hans-Peter Haselsteiners Strabag, gelöst. Allerdings brachte die Verwicklung in einen Fall eines österreichischen Industrieunternehmens den Sicherheitsdienst in Misskredit, weshalb die Konzerne die Zusammenarbeit beendeten.

Einer der vom Auftragsverlust betroffenen Sicherheitsberater ist Sascha Wandl. Der 47-Jährige hat nun die Entstehung des berüchtigten Ibiza-Videos öffentlich gemacht. Demnach liegt dem Ibiza-Video eine kriminelle Geschäftsidee zugrunde.

"Produkt" als Erpressungsmittel hergestellt

Gemeinsam mit dem in Wien tätigen Rechtsanwalt Ramin Mirfakhrai sollte ein "Produkt" entwickelt werden. Dieses Produkt bestand aus selbst erzeugtem, belastendem Material über eine Person, Partei oder Firma, das dann dem Betroffenen „zum Kauf“ angeboten werden sollte. Erpressung also.

Den vier Ibiza-Video-Hintermännern war ein für den damaligen Oppositionspolitiker HC Strache arbeitender Sicherheitsmann bekannt – das (erste?) Opfer war gefunden! Dieser Sicherheitsmann kannte nicht nur den vollständigen Tagesablauf seines Chefs, sondern wusste zwangsläufig auch über Persönliches des Ex-Vizekanzlers Bescheid. Als zweiter „glücklicher Umstand“ erwies sich die Bekanntschaft Mirfakhrais mit jener Immobilienmaklerin, mit der die Familie Gudenus eine lange Geschäftsbeziehung pflegte. Über den Wunsch von Johann Gudenus, das kürzlich geerbte Waldstück seines verstorbenen Vaters verkaufen zu wollen, schloss sich der Kreis der handelnden Personen.

Hier gehts weiter:
https://www.unzensuriert.at/content/0029868-Ibiza-Video-Kriminelle-Drahtzieher-und-Motiv-enthuellt-die-ganze-widerliche
Titel: Re: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: Lung Tom am 29. Mai 2019, 19:42:32
..hier noch ein neue Meldung zu dem Thema:

"Ibiza-Video": Spur führt ins ÖVP-Innenministerium

Seit zehn Tagen dominiert ein illegal aufgenommenes Video, das "Ibizia-Video", die heimische Innenpolitik. Der Blog "eu-infothek" hat nun als erster Hintermänner entlarvt: den Wiener Anwalt Ramin Mirfakhrai und den Privatdetektiv Julian H. Obwohl das ÖVP-Justizministerium nur schleppend bis gar nicht ermittelt, wurden nun neue Tatverdächtige bekannt. In Servus-TV spricht der damalige "Ausbildner" von Julian H., der ehemalige Sicherheitsberater Sascha Wandl, davon, dass auch zwei in Salzburg tätige bosnische Privatdetektive an der "Video-Falle" beteiligt gewesen sein könnten. Politisch brisant ist die Aussage von Wandl, dass die beiden Bosnier für das Inneministerium gearbeitet hätten:

    Beide haben Verbindungen zum Innenministerium, beide sind gelistete Informanten des Innenministerium bzw. des Bundeskriminalamtes.

Das Innenministerium, nun (noch) geführt vom ÖVP-Mann Eckart Ratz, wollte sich dazu gegenüber Servus-TV nicht äußern.

Interessant ist auch die Tatsache, dass einer der mutmaßlichen Hintermänner des Videos, der in München tätige Julian H., auf seiner inzwischen nur noch in Web-Archiven auffindbaren Internetseite auch angab, dass zu seinen Klienten das BMI und das BKA zählten.

Hier gehts weiter:
https://www.unzensuriert.at/content/0029878-Ibiza-Video-Spur-fuehrt-ins-OeVP-Innenministerium
Titel: Re: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: Gregor am 29. Mai 2019, 20:31:35
Ein russischer Politikwissenschaftler erklärt, warum wir Deutschen im eigenen Land eigentlich nichts zu sagen haben....

Man achte auf den Hinweis unter dem Video, daß RT teilweise von der Regierung Rußlands finanziert ist.... {+

https://www.youtube.com/watch?v=YKV6UxyCq3g (https://www.youtube.com/watch?v=YKV6UxyCq3g)
Titel: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: Helli am 30. Mai 2019, 18:24:18
Ein russischer Politikwissenschaftler erklärt, warum wir Deutschen im eigenen Land eigentlich nichts zu sagen haben....
Dem Geschichtsinteressierten ist das nix Neues!
http://www.geschichte-und-politik.info/politik/aktuell/reichsbuerger/bahr.html
Titel: Re: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: Lung Tom am 06. Juni 2019, 19:42:00

Zum 75. Jahrestag der (An)Landung der Amerikaner in Frankreich habe ich einen Artikel gefunden, den ich so nicht bei dieser Zeitung vermutet hätte, da er doch schon etwas realitätsnaher ist, als vieles was man sonst so vorgesetzt bekommt:

75 Jahre D-Day Picknick über dem Gräberfeld


https://www.berliner-zeitung.de/panorama/75-jahre-d-day-picknick-ueber-dem-graeberfeld-32628672
Titel: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: Helli am 06. Juni 2019, 21:51:16

Zum 75. Jahrestag der (An)Landung der Amerikaner in Frankreich habe ich einen Artikel gefunden, den ich so nicht bei dieser Zeitung vermutet hätte, da er doch schon etwas realitätsnaher ist, als vieles was man sonst so vorgesetzt bekommt:

75 Jahre D-Day Picknick über dem Gräberfeld


https://www.berliner-zeitung.de/panorama/75-jahre-d-day-picknick-ueber-dem-graeberfeld-32628672
Ich war schon häufig in der Normandie und kenne einen Teil der beschriebenen Örtlichkeiten. In dem Artikel wird unterschwellig auch vermittelt, dass die Bewohner wenig Probleme mit "den" Deutschen hatten (von einigen Litzenträgern mal abgesehen). Das deckt sich mit meinen Erlebnissen dort seit meiner ersten "Tramp"-Tour 1963. Wir waren zu Viert in (deutscher) Pfadfinderkluft dort unterwegs und haben unerwartete Gastfreundschaft vom Feinsten erlebt!
Titel: Re: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: Lung Tom am 14. Juni 2019, 21:09:13

Bernhard Schaub - Rede vor dem Reichstag 19.01.2019 in Berlin


https://youtu.be/4NvW-93L_PU

Der Mann hat in vielen Punkten recht, leider wird sein Einsatz auch nichts mehr nutzen....

..wenn doch, ENGAGIER DICH, wenn aber alle Abwinken, nun, dann...

..bleibt nur den Untergang richtig zu zelebrieren,

wenn schon dann richtig,

RAGNAROEK

Wenn schon, soll Alles in Schutt und Asche fallen.  
Titel: Re: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: Lung Tom am 27. Juni 2019, 18:06:51

Der Artikel ist wirklich sehr gut, natürlich mit spitzer Feder geschrieben, aber er ordnet die Schulschwänzer/Klimafaschisten richtig ein:


Sabotage am sozialistischen Aufbau


Der Blogwart muß hier mal schreiben, wie es in der DDR war, beim unbefugten Marschieren auf das Gelände volkseigener Betriebe und Kombinate oder wenn jemand die Schnapsidee gehabt hätte, einen Braunkohlebagger zu blockieren.

Erst einmal wäre niemand auf so eine Idee gekommen, außer einigen „verwirrten“ Umweltschützern, die abseits der sozialistischen Idiologie tatsächlich sahen, wie der Sozialismus die Umwelt zerstörte. Vom “ … und wir lieben die Heimat, die Schöne, und wir schützen sie, weil sie dem Volke gehört …“ war im real existierenden Sozialismus nämlich nichts zu spüren. In die Flüsse wurde der Industriedreck eingeleitet, aus den Schornsteinen wurde der Industriedreck über die Landschaft verteilt und wer mit der Bahn von der Ostsee kam und in den Bereich von Leuna einfuhr, der spürte das deutlich olfaktorisch. Dort wurde im Winter der Schnee regelmäßig schwarz und die Abraumbagger der Tagebaue ließen gigantische Wüsteneien zurück, deren Renaturierung am Sankt Nimmerleinstag erfolgen sollte. Dann nämlich, wenn der Sozialismus den Westen ökonomisch geschlagen hätte. Bis dahin hieß es, jede Rücksicht auf Natur und Menschenleben dem Sieg des Sozialimus unterzuordnen.

Das wurde jedem Schulkind eingehämmert, jedes Schulkind verinnerlichte das, außer, es wuchs in Dissidenten- oder theologischen Familien auf. Dann war das aber auch nie ein Gesprächsthema, denn es war heikel.

Im Unterricht wurden so erstaunliche Sachen gelehrt, wie daß unser Planet verschiedene Klimazonen aufweist, daß diese sich in der Erdgeschichte immer mal geändert hatten, da war der Mensch noch nicht einmal aufgetaucht. Insofern wäre niemand auch dem Wahn verfallen, das Klima müsste geändert oder eine Klimaveränderung aufgehalten werden, weil sonst alle stürben. Der Mensch hatte sich angepasst und würde das auch künftig tun.

Wenn es Klimabeeinflussung gab, dann durch die Sowjetunion, die durch die Umleitung von Flüssen, zum Beispiel den Aralsee fast trocken legte aber die Auswirkungen waren nur um den Aralsee zu spüren, nicht  in Afrika, Indien, Asien, Australien oder Amerika. Genausowenig hätte die komplette Deindustrialisierung Deutschland Einfluß auf irgendwas, nur auf die Lebensqualität in Deutschland. Die Inder würden weiter ihre Leichen in den Ganges pfeffern und die Indonesier ihren Plastikmüll in den Ozean. Und in Afrika liefe die Menschenproduktion weiterhin volle Pulle.

Hier gehts weiter:
https://karleduardskanal.wordpress.com/2019/06/26/sabotage-am-sozialistischen-aufbau/
Titel: Re: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: franzi am 28. Juni 2019, 08:10:32

Versailles 1919 – Die Unterwerfung Deutschlands unter das Kriegsschuld-Diktat

Morgen, am 28. Juni 2019, jährt sich zum 100. Mal der Tag, an dem die Vertreter Deutschlands erpresst wurden, das Versailler Diktat zu unterzeichnen und die Lüge von der deutschen Kriegsschuld zu akzeptieren – ein folgenschweres Ereignis, das die weitere äußere und innere Zerstörung Mitteleuropas bis heute bestimmt hat. Umso wichtiger ist es, die wahren Kriegstreiber aufzuzeigen, wie sie heute nachgewiesen werden können. Der Deutsch- Franzose Cyril Moog stellt aufgrund der Forschungen schottischer Historiker übersichtlich das Netzwerk dar, das gegen Mitteleuropa geknüpft wurde. (hl.) . . .


https://fassadenkratzer.wordpress.com/2019/06/27/versailles-1919-die-unterwerfung-deutschlands-unter-das-kriegsschuld-diktat/ (https://fassadenkratzer.wordpress.com/2019/06/27/versailles-1919-die-unterwerfung-deutschlands-unter-das-kriegsschuld-diktat/)

fr
Titel: Re: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: Lung Tom am 28. Juni 2019, 17:59:53

Hallo @franzi,

der Artikel ist schon nicht schlecht. Wer sich für das Thema interessiert, dem sei das Buch 1918 Die Tore zur Hoelle empfohlen. Einiges, was ich schon anderweitig gehoert und gelesen hatte, bestätigt dieses Buch, aber mein Erkenntnisgewinn war sehr viel groeßer. Das Thema ist ein echt "dicker Hund".  Gibt auch prima Quellen-Angaben. Mir standen - bildlich gesprochen - die Haare zu Berge, wie wir - eigentlich über fast jedes Detail belogen wurden (schon in den Zeiten 1917/18 usw.) und (danach sowieso) werden. Auch die unrühmliche Rolle u.a. der SPD und der USPD an der "Heimatfront" wird kurz beleuchtet.  Ist spannender als fast jeder Krimi. Und man erkennt manche Mechanismen, die auch heute so greifen.....

Beste Grüße
Lung Tom
Titel: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: Helli am 28. Juni 2019, 18:00:20

Versailles 1919 – Die Unterwerfung Deutschlands unter das Kriegsschuld-Diktat

Morgen, am 28. Juni 2019, jährt sich zum 100. Mal der Tag, an dem die Vertreter Deutschlands erpresst wurden, das Versailler Diktat zu unterzeichnen und die Lüge von der deutschen Kriegsschuld zu akzeptieren – ein folgenschweres Ereignis, das die weitere äußere und innere Zerstörung Mitteleuropas bis heute bestimmt hat. Umso wichtiger ist es, die wahren Kriegstreiber aufzuzeigen, wie sie heute nachgewiesen werden können. Der Deutsch- Franzose Cyril Moog stellt aufgrund der Forschungen schottischer Historiker übersichtlich das Netzwerk dar, das gegen Mitteleuropa geknüpft wurde. (hl.) . . .


https://fassadenkratzer.wordpress.com/2019/06/27/versailles-1919-die-unterwerfung-deutschlands-unter-das-kriegsschuld-diktat/ (https://fassadenkratzer.wordpress.com/2019/06/27/versailles-1919-die-unterwerfung-deutschlands-unter-das-kriegsschuld-diktat/)

fr
Man kann zu diesen "Erkenntnissen" stehen wie man will, zu reparieren sind sie nicht mehr. Dazu ist ganz normal, dass die Sieger zunächst mal die Geschichtsbücher schreiben! Die "Wahrheiten" kommen nie oder erst viel später heraus.

Fakt dürfte aber wohl sein, dass die Arroganz des englischen Adels (ersatzweise die selbsternannte "Elite" bzw. der Geldadel) sprichwörtlich ist.

Sie haben sich in Kolonialzeiten ohne irgendwelche Rücksichten die Taschen gefüllt (man müsste den Trotta nochmal mit den gleichen Befehlen ins südliche Afrika schicken, um "bevölkerungsreduzierend" mit den Engländern gleichzuziehen, die letztlich ja auch diesen Aufstand gegen die Deutschen dort angezettelt bzw. befeuert haben) und einen erblichen Einfluss gesichert, der bis heute ungebrochen ist. Siehe Manipulationen und offensichtliche Lügen um den "Brexit"!

Der Klima-Hype (und die Gründung von Greenpeace) soll ja ursprünglich auch aus englischen Club-Hinterzimmern stammen (und da ging es nicht um die Umwelt sondern um Geld).

De Gaulle hatte schon recht, dass er sie (wenigstens in der Zeit seines politischen Einflusses) von der EU fern gehalten hat! Er kannte deren "Elite" ja auch aus persönlichen Erfahrungen.

Fazit: Geld regiert die Welt!
Titel: Re: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: Lung Tom am 15. Juli 2019, 19:43:55

Heute in diesem Format:

Steimles Welt vom 17.03.2019 - Unvergessen


https://youtu.be/1pMyI34qUNE

G E N I A L !
Titel: Re: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: Lung Tom am 23. Juli 2019, 16:12:39

Heute habe ich mal einen kleinen Leckerbissen rausgesucht. Der Artikel ist zwar schon etwas älter, aber passt sehr gut hier ins Thema:

Sozialdemokrat Adolf Hitler

Ralf Georg Reuth belegt linke Herkunft und Motivation des Diktators

„Jeder war einmal Sozialdemokrat“, so die Bemerkung des NSDAP-Führers Adolf Hitler, als er sich 1921 schützend vor Hermann Esser stellte, nachdem dieser innerparteilich dafür attackiert wurde, dass er als Journalist für ein sozialdemokratisches Blatt gearbeitet hatte (1923 sollte er zum ersten Propagandaleiter der NSDAP avancieren). Hitler wurde dabei sekundiert von Sepp Dietrich, den späteren Kommandeur der „Leibstandarte-SS Adolf Hitler“, der einst als gewählter Vorsitzender eines Soldatenrates fungiert hatte, indem er zum Ausdruck brachte, dass die Nationalsozialisten alle einmal Sozialdemokraten gewesen seien. Die Tatsache, dass Hitler selbst zur Revolutionszeit in München um 1919 eindeutig Sympathisant der (Mehrheits-)Sozialdemokratie und dabei auch als gewählter Soldatenrat aktiv gewesen war, wird im  jüngst erschienenen Buch des Historikers Reuth eindeutig belegt. Diese Tatsache war noch 1923 vom damaligen SPD-Vizepräsidenten des Bayerischen Landtages Auer in der „Münchner Post“ bestätigt worden: Danach „galt seiner politischen Überzeugung nach“ Hitler „in den Kreisen der Propagandaabteilung als Mehrheitssozialdemokrat und gab sich auch als solcher aus, wie so viele war er aber nie politisch oder gewerkschaftlich organisiert.“

Grund für Abwendung Hitlers von SPD

Hitler wäre erkennbar Sympathisant der SPD geblieben (vielleicht sogar Mitglied geworden?), wenn diese Partei die vom Reichsministerpräsidenten Philipp Scheidemann vertretene Linie beibehalten hätte, das Versailler Friedensdiktat nicht zu unterzeichnen. Und wenn sie bereit gewesen wäre, gegebenenfalls, bei dem von den Alliierten für diesen Fall angekündigten Einmarsch ins Reichsgebiet, „den Kampf gegen den kapitalistischen Westen“ aufzunehmen, um gegen diesen „das neue soziale Deutschland“ mit Waffengewalt zu verteidigen. Damit wird auch deutlich, dass Hitler mit den meisten anderen einfachen Kriegsteilnehmern auf Seite der Republik stand, was die überwältigende Zustimmung zu den republikanischen Parteien bei der Wahl zur verfassungsgebenden Nationalversammlung erklärt. Dies markierte parteipolitisch entscheidend den Erfolg des spätestens seit 1914 von der SPD verfolgten Konzepts, Sozialismus wieder mit dem deutschen Nationalismus zu versöhnen. Dieser war seit 1871 von den Konservativen vereinnahmt worden. Dabei war dem Nationalismus die sozial-revolutionäre Konsequenz abhanden gekommen, die er noch beim SPD-Gründer Lassalle aufgewiesen hatte.

Die überwältigende republikanische Mehrheit, die die beeindruckenden Erfolgsaussichten für die demokratische Staatsform in Deutschland belegt, entschwand dann nach dem Versailler Diktat rapide. Sicherlich wird man die Entscheidung, den sogenannten Friedensvertrag zu unterzeichnen, für vertretbar, wenn nicht gar für geboten halten können. Besonders die SPD ist aber dadurch Opfer der eigenen internationalistischen Erwartungen geworden, wonach den westlichen Freunden bei Abschaffung der deutschen Monarchien gar nichts anders übrig bleiben könne als einen Frieden von der Art abzuschließen, wie ihn der amerikanische Heilspräsident Wilson nahe gelegt hatte. Dabei hatte man übersehen, dass sich insbesondere die französische Kriegspropaganda mit einer rassistischen Schärfe – la race humaine contre la race Allemande – gegen das deutsche Volk als solches gerichtet hatte und nicht nur gegen den „Kaiserismus“. Die von sozialistischer Seite, wie etwa von dem von Hitler unterstützten bayerischen Revolutionsministerpräsidenten (und Juden) Kurt Eisner in internationalistischem Vertrauen und politischer Naivität abgegebenen Kriegsschulderklärungen, die die deutsche monarchischen Regierungen für den Krieg verantwortlich machten, sollten sich bitten rächen, weil sie als amtliches Zugeständnis „deutscher Schuld“ mit entsprechenden Zahlungsverpflichtungen genommen wurden. Für Hitler war damit klar, dass man sich von den verbliebenen internationalistischen Illusionen der Sozialdemokratie vollständig abwenden müsse, um den Sozialismus im Kampf gegen den Versailler Vertrag, der für ihn die politische Herrschaft des internationalen Finanzkapitals darstellte, auf nationaler Ebene als deutschen Sozialismus zu verwirklichen. Dementsprechend schloss sich Hitler auch keiner der Rechtsparteien an, die weiterhin wie DNVP und DVP (Konservative und Nationalliberale) dem monarchischen System anhingen und dabei auch entschieden den Sozialismus ablehnten, sondern sah sich genötigt, seine eigene sozialistische Partei aufzubauen. Die Abkehr von der SPD stellte demnach für Hitler keinen Bruch mit dem Sozialismus dar, sondern sollte zu dessen konkreter Verwirklichung führen. Dementsprechend wurde das NSDAP-Parteiprogramm so ausgestaltet, dass „auch all jene angesprochen werden, die es einmal mit der Linken gehalten hatten, unter ihnen Hitler selbst“ (Reuth).

Hier gehts noch interessant weiter:
https://ef-magazin.de/2009/05/01/1164-vergangenheitsbewaeltigung-sozialdemokrat-adolf-hitler
Titel: Re: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: Lung Tom am 27. Juli 2019, 19:58:24

Auch wenn es immer nur Tippelschritte sind, es geht voran:

Russisch-japanischer Friedensvertrag: Abe will nun Einigung mit Rußland – und nennt Datum

Tokio/Moskau. Der japanische Premierminister Abe hat sich zur Frage des Abschlusses eines Friedensvertrages mit Rußland geäußert und seine Absicht bekundet, dies noch während seiner Amtszeit zu schaffen.

„Ich möchte bei der Frage des Abschlusses [eines Friedensvertrages mit Rußland; d. Red.] noch während meiner Amtszeit vorankommen“, sagte Abe in einem Interview mit dem TV-Sender NHK. Abes Amtszeit endet 2021.

Der russisch-japanische Dialog wird seit langem von der ungelösten Kurilen-Frage überschattet. Als Bedingung für den Abschluß eines Friedensvertrages besteht Japan von jeher auf der Rückgabe der Südkurileninseln: Kunaschir, Schikotan, Iturup und Habomai. Sie wurden als Folge des verlorenen Krieges von der UdSSR besetzt und sind bis heute besetztes Gebiet.

Moskau vertritt deshalb auch die Position, daß die Südkurilen Bestandteil der UdSSR geworden seien und die russische Souveränität über diese Inseln keinem Zweifel unterliege.

1956 verabschiedeten die UdSSR und Japan eine Gemeinsame Deklaration, in der Moskau zustimmte, die Möglichkeit der Übergabe von Habomai und Schikotan nach dem Friedensvertragsabschluß in Erwägung zu ziehen. Das Schicksal von Kunaschir und Iturup sei dabei nicht angetastet worden. Moskau rechnete damit, daß dieses Dokument den Streit um die Inseln beenden würde, doch Japan sah darin nur eine teilweise Lösung des Problems. Die nachfolgenden Verhandlungen brachten nichts.

Im November 2018, nach dem Treffen zwischen Putin und Abe in Singapur, verkündeten beide Seiten eine Beschleunigung des Verhandlungsprozesses hinsichtlich des Friedensvertrages und der Kurilen. Man einigte sich darauf, die Deklaration von 1956 zur Verhandlungsgrundlage zu nehmen. Allerdings wurde bis dato keine Einigung erzielt. (mü)

Quelle:
http://zuerst.de/2019/07/26/russisch-japanischer-friedensvertrag-abe-will-nun-einigung-mit-russland-und-nennt-datum/
Titel: Re: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: Lung Tom am 06. August 2019, 18:36:06

(https://up.picr.de/36449450mz.jpg)


Titel: Re: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: Lung Tom am 08. August 2019, 20:18:17


Besitzerin von Hitlers Geburtshaus rechtskräftig enteignet: Vergangenheitsbewältigung kann beginnen


Wien. Der jahrelange Rechtsstreit um Adolf Hitlers Geburtshaus in Braunau zwischen der Republik Österreich und der Eigentümerin ist endgültig abgeschlossen. Nachdem der österreichische Nationalrat 2016 die Enteignung des Hauses beschlossen hatte, focht die Besitzerin diese Entscheidung ebenso an wie die Höhe der Entschädigung. Jetzt ist die Klägerin beim Obersten Gerichtshof (OGH) in Wien unterlegen. Demnach bleibt es dabei, daß ihr „nur“ der von der Republik bereits gezahlte Verkehrswert von 812.000 Euro zusteht.

Das Oberlandesgericht Linz hatte im April 2019 den Beschluß des Landesgerichts Ried zur Zahlung von 1,5 Millionen Euro aufgehoben. Es hielt den vom gerichtlichen Gutachter festgestellten und vom österreichischen Staat bereits gezahlten Verkehrswert von 812.000 Euro für angemessen. Dagegen legte die Ex-Eigentümerin beim OGH Berufung ein.

Das Höchstgericht wies diesen Widerspruch zurück, teilte das Wiener Innenministerium am Montag in einer Pressemitteilung mit. Damit ist der letzte gerichtsanhängige Fall zu Hitlers Geburtshaus abgeschlossen. Bereits im März 2018 hatte der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte die Beschwerde der enteigneten Besitzerin für unzulässig erklärt.

„Nach der rechtskräftigen gerichtlichen Entscheidung im Entschädigungsverfahren kann nun die gesetzlich gebotene Nachnutzung des Hitler-Geburtshauses eingeleitet werden, um jede Form der Wiederbetätigung und nationalsozialistischer Umtriebe zu unterbinden“, erklärte Innenminister Wolfgang Peschorn. Ein Architektenwettbewerb wurde eingeleitet. (mü)

Quelle:
http://zuerst.de/2019/08/08/besitzerin-von-hitlers-geburtshaus-rechtskraeftig-enteignet-vergangenheitsbewaeltigung-kann-beginnen/




Titel: Re: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: Lung Tom am 09. August 2019, 19:04:14

Heute mal was aus Berlin:

Renn-Historie
Berliner Avus als "Rutschbahn in den Himmel"

Die Formel 1 gastierte nur ein einziges Mal auf der Berliner Avus – vor 60 Jahren. Das Rennen wurde zum Fiasko, ein Fahrer starb.

Als „eine simple Rennstrecke“ analysierte der legendäre britische Rennfahrer Stirling Moss den Kurs auf der Avus (Verkehrs- und Übungsstraße), „zwei vier Kilometer lange Geraden mit einer Steilwandkurve. Dafür benötigt man einen richtig starken Motor und hervorragende Bremsen, da man in der Südkehre komplett runterbremsen muss“, sagte der spätere Sir vor dem Rennen am 2. August 1959, bei dem die Formel 1 das einzige Mal in Berlin gastierte. An diesem Freitag jährt sich das besondere Ereignis zum 60. Mal.

Eigentlich war damals der ansonsten extra für die Formel 1 hergerichtete Nürburgring als Austragungsort vorgesehen. Doch der West-Berliner Senat lockte den Automobilclub von Deutschland (AvD) als Veranstalter mit Ausfallbürgschaften in die geteilte, aber noch nicht eingeschlossene Stadt. Zudem erhielt der AvD vom Senat auch die Garantie, die in Ostmark gezahlten Eintrittsgelder zu einem Kurs von 1:1 bis zu einer Summe von 60.000 Mark umgetauscht bekäme. Als weiteren Baustein der Aktion „Macht das Tor auf“ beurteilte die Fachzeitschrift „Das Auto – Motor und Sport“ – heute „Auto, Motor und Sport“ – die finanziellen Anreize.

Hier gibts die Geschichte dazu:
https://www.morgenpost.de/berlin/article226645537/Berliner-Avus-als-Rutschbahn-in-den-Himmel.html
Titel: Re: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: Lung Tom am 12. August 2019, 19:59:38

Kollege @jock hat mich auf das Thema gebracht. Ist gar nicht unspannend. Ob alles so war, wie dargestellt, und ob Johannes der Täufer wirklich  gelebt hat, entzieht sich meiner Erkenntnis, aber hier habe ich einen ganz interessanten Artikel zum Thema, zwar schon ein paar Jahre alt, aber was macht das, wenn es um Dinge geht die rund 2000 Jahre zurück liegen. Am Besten, im Original lesen, da gibts gleich zu Anfang 10 Werke (Bilder) zum Thema anzuschauen:

Die rätselhafte Tragödie von Johannes dem Täufer

Am Anfang steht eine Idylle. Am Ende steht eine Enthauptung. Die Idylle wird im Advent beschrieben und steht im Lukas-Evangelium.


Noch bevor dort Maria die Geburt Jesu angekündigt wird, erfährt man schon von einer anderen Geburtsvorbereitung. Ein Engel sagt dem Tempelpriester Zacharias, dass dessen hochbetagte Frau Elisabeth, bis dahin unfruchtbar, ein Kind gebären werde. Es solle Johannes heißen und werde „viele vom Volk Israel zu ihrem Gott bekehren“. Tatsächlich wird Elisabeth schwanger.

Als sie im sechsten Monat ist, bekommt Elisabeth Besuch von der ebenfalls schwangeren Maria. Rührend ist, was nun geschieht: „Und es begab sich, als Elisabeth den Gruß Marias hörte, hüpfte das Kind in ihrem Leibe.“ Elisabeth spürt: Der ungeborene Johannes hat gerade den ungeborenen Jesus erkannt. Am Ende wird Herodes Antipas diesen Johannes köpfen lassen.

Quelle, bzw. komplett:
https://www.welt.de/vermischtes/specials/article122643254/Die-raetselhafte-Tragoedie-von-Johannes-dem-Taeufer.html

Titel: Re: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: Lung Tom am 23. August 2019, 18:56:42

Heute mal ein ganz anderes Format. Alle die demnächst wählen dürfen/wollen/müssen, sollten es anschauen:

COMPACT Live: Der Osten leuchtet – Was der Westen lernen kann

https://youtu.be/-OZ1CKImB_I
Titel: Re: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
Beitrag von: Lung Tom am 25. August 2019, 19:08:20

Durch einen Artikel bin ich auf eine aktuelle Sendereihe von Arte aufmerksam geworden. Nennt sich
Native America. Scheint so, das sich die Geschichtsschreibung hier gerade ändert.

Viel Spaß beim Schauen:

Native America (1/4) - Aus den Höhlen in den Kosmos | Doku | ARTE

https://youtu.be/Ojeb6UaILyU

Native America (2/4) - Natur und Gemeinschaft | Doku | ARTE

https://youtu.be/baEQNtp9EeA

Native America (3/4) - Städte des Himmels | Doku | ARTE

https://youtu.be/3HAoNmBQnMg

Native America (4/4) - Kampf um die Neue Welt | Doku | ARTE


https://youtu.be/LQDEZ3Se6s4