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Thailand-Foren der TIP Zeitung => Sammelsurium => Thema gestartet von: mfritz31 am 10. März 2010, 16:07:20

Titel: Frage wegen Mietrecht in D
Beitrag von: mfritz31 am 10. März 2010, 16:07:20

Folgender Fall: Ich bin Eigentümer eines 3-familien Hauses, welches komplett vermietet ist.

Letzten Sonntag war der Heizölvorrat aufgrund des harten Winters vorzeitig aufgebraucht. Binnen 24 Stunden wurde neues Heizöl geliefert und die Heizung wieder in Gang gebracht.

Nun möchte ein Mieter den Mietzins zum 01.04. kürzen, eben wegen des Ausfalls der Heizung für die Dauer von 24 Stunden.

Desweiteren will dieser Mieter einen weiteren Betrag zum Abzug bringen, da der aktuelle Heizölpreis seiner Aussage nach höher liegt als beim Befüllen des Öltanks letzten September.


Frage: Darf der Mieter wegen des Ausfalls der Heizung die Miete kürzen ?
          Darf der Mieter eine eventuelle Differenz der Ölpreise in Abzug bringen ?


Vielen Dank für jeden Ratschlag.
Titel: Re: Frage wegen Mietrecht in D
Beitrag von: Burianer am 10. März 2010, 16:19:44
 C-- Frag deine Arzt oder Apotheker,  [-]
war der Oelkessel vorher voll, dann kann dir keiner was,  {;
dass es Ausnahmewinter gibt kommt alle paar Jahr vor,  ??? hast du vorher , wie ueblich, deinen Heizoelkessel so vorbereitet, wie die anderen Jahre auch,
dann kann Dir auch keiner was, ;}
Fuer die 24 std kann ich mir vorstellen, dass da ein kleiner Abschlag noetig ist, das muss aber im Verhaeltniss zu den sonstigen Heizperioden stehen, ;}
danach ist die Heizperiode von 31 Oktober bis 30 Maerz,  was ein Teil 1 Tag ausmacht kannst du ja errechnen. }{
damit sollten die Mieter einverstanden sein. {+   
Titel: Re: Frage wegen Mietrecht in D
Beitrag von: LungDi am 10. März 2010, 16:53:58
Die Berechnung der Mietminderung

Nach dem Gesetzeswortlaut mindert sich die Miete bei einer Beeinträchtigung der Gebrauchstauglichkeit – und zwar (lediglich) angemessen. In der Praxis ist es durchaus üblich, die Minderungsquote mit einem Prozentwert anzugeben. Das ist jedoch nicht zwingend und kann zu weiteren Problemen bei der Abrechnung führen, wenn man die Minderung von der Bruttomiete berechnet. Deshalb ist es grundsätzlich vorzuziehen, die Minderung in einem konkreten Eurobetrag anzugeben. Hierdurch wird aber wiederum jede Vergleichbarkeit von Minderungsquoten ausgeschlossen. Deshalb dürfte es sich anbieten, im Hintergrund mit Prozentsätzen zu arbeiten, aber nach außen nur absolute Eurowerte zu kommunizieren.


Praxistipp: Sowohl in Entscheidungen wie auch in vor- und außergerichtlichen Vereinbarung über die Höhe der Minderung ihrer absolute Beträge angeben! So wird der Streit darüber vermieden, ob der Mieter bei einem Guthaben in der Abrechnung einen Teil der geminderten Miete nachzahlen muss oder ob im umgekehrten Fall - also eine Nachzahlung in der Betriebskostenabrechnung - diese auch anteilig mindern kann. Dies ist nämlich zurzeit sehr strittig.

Die erste Frage, die in diesem Zusammenhang zu beantworten ist, ist die, ob man die Minderung nach der Netto- oder Bruttomiete oder gar nach irgendwelchen Zwischenformen berechnet. In der Vergangenheit war dies durchaus sehr strittig. Inzwischen haben beide mit Mietrecht befassten Senate des BGH die Auffassung vertreten, dass ein Mangel zu einer Minderung der Bruttomiete führt. Dies gilt für die Gewerberaummiete als auch für die Wohnraummiete. Deshalb dürfte es der herrschenden Auffassung entsprechen, die Minderung von der Bruttomiete zu berechnen. Das bedeutet, dass die Minderung zwar von der Bruttomiete berechnet wird, dass aber die Vorauszahlungen in vereinbarter Höhe in die Abrechnung eingestellt werden müssen. Andernfalls würde der Mieter die geminderte Miete -teilweise - als Betriebskostennachzahlung nachzahlen müssen.


 

Beispiel:

Grundmiete:
 550,00 €
 
Betriebskostenvorauszahlung:
 40,00 €
 
Heizkostenvorauszahlung:
 60,00 €
 
Bruttowarmmiete:
 650,00 €
 


Beeinträchtigung der Gebrauchstauglichkeit in Höhe von 20 % für die gesamte Wohnung. Dies bedeutet eine Minderung der Miete absolut in Höhe von 130,00 € (= 20 % von 650,00 €)


Um eine Betriebskostennachzahlung auszuschließen, muss dies wie folgt gebucht werden:

Grundmiete:
 420,00 €
 
Betriebskostenvorauszahlung:
 40,00 €
 
Heizkostenvorauszahlung:
 60,00 €
 
Geminderte Bruttowarmmiete:
 520,00 €
 


Die Berechnung der Beeinträchtigung der Gebrauchsbeeinträchtigung ist demgegenüber heute immer noch nicht geklärt und macht im Einzelfall durchaus Probleme. Das liegt natürlich daran, dass zum einen Wohnungen und die dafür zu zahlenden Mieten selten identisch sind und dass zum anderen auch jeder Mangel etwas anderes ist und selbst bei gleichen Mängeln zu unterschiedlichen Beeinträchtigungen führt. Dabei kommt es aber – anders als bei der Ermittlung des Mangelbegriffs - immer auf die objektiven Beeinträchtigungen nicht auf subjektive Beeinträchtigungen an.


Beispiel:

- bei einem Heizungsausfall (im Winter) mindert sich die Miete bei allen betroffenen Mietern gleich, egal ob sie zu dem Zeitpunkt im Urlaub sind oder in der Mietwohnung frieren.

Titel: Re: Frage wegen Mietrecht in D
Beitrag von: mfritz31 am 10. März 2010, 17:05:41
Danke für die Tipps.

Kurze Frage noch: Deine Rechnung mit der 20% Gebrauchstauglichkeitsbeeinträchtigung würde aber unterstellen, daß die Heizung für 1 Monat ausfiele, oder wie ?
Wegen 1 Tag ohne Heizung knapp 20% der Brutto- Monatsmiete abzuziehen ist doch nicht angemessen ? 
Titel: Re: Frage wegen Mietrecht in D
Beitrag von: Burianer am 10. März 2010, 17:35:19
 ;] ich wuerde mich fragen, welches Verhaelnis habe ich zu meinen Mietern, dementsprechend wuerde ich das persoenlich  klaeren, }{
sicher sind 20 proz der mtl miete abzuziehen nicht tragbar. --C
Titel: Re: Frage wegen Mietrecht in D
Beitrag von: uli am 10. März 2010, 19:09:45
Wenn ab Beginn der Heizperiode (Sept. - März) die Heizung total ausfällt muss der Mieter gar keine Miete mehr bezahlen und zwar so lange, bis die Heizung wieder funzt!! Wie das bei extrem harten Winter aussieht wenn das Öl Plötzlich alle ist ???
Ist mir in meiner Zeit nicht vorgekommen!!

Gruß uli

Titel: Re: Frage wegen Mietrecht in D
Beitrag von: hellmut am 10. März 2010, 19:29:54
Wenn der Mieter aufgrund ausgefallener Heizung durch Schusseligkeit des Vermieters 20% Miete abziehen möchte, würde ich mich als Vermieter auf keine Diskussion einlassen, sondern das auf der Stelle akzeptieren. Die paar Euronen abschreiben, und damit den Hausfrieden erhalten wäre mir lieber als langwierige Rechtsstreitigkeiten mit den damit verbundenen Zusatzkosten.

... Letzten Sonntag war der Heizölvorrat aufgrund des harten Winters vorzeitig aufgebraucht. ...

Wo bitte war der (extrem) harte Winter?  ???
Ungewöhnlich viel Schnee gab es schon, doch andere Winter der letzten Jahre waren weitaus kälter.
Statt hinkende Ausflüchte zu suchen bringt es IHMO mehr die eigenen Fehler einzugestehen und beim nächsten Mal versuchen diese zu vermeiden. Dann klappts auch mit dem Vermieter.
Titel: Re: Frage wegen Mietrecht in D
Beitrag von: boehm am 10. März 2010, 19:33:58
Ich würde diesen Querulanten bei nächster Gelegenheit rausschmeißen.... C--

Mietminderung muss dem Vermieter schriftlich angezeigt werden, damit der Vermieter den Mangel abstellen kann.

Wenn du selber nicht im Hause wohnst, und kein Hausmeister vor Ort ist, kann es eben mal vorkommen, wenn der Tank plötzlich leer ist.

Ich würde gar nix machen, abwarten ob er was abzieht. Wenn ja, geht zum Vermieter Verein (Haus und Grund) und erkundige dich bei einem Anwalt des Vereins.
Vielleicht bist du ja sogar Mitglied bei Haus und Grund...

Unglaublich, könnte ein Lehrer sein der Typ..... :] :] :]
Titel: Re: Frage wegen Mietrecht in D
Beitrag von: uli am 10. März 2010, 20:08:27
Jo boehm,

In unserer Hausverwaltung hatten wir auch den meisten Ärger mit Lehrern, und zwar jedes Jahr zur gleichen Zeit mit den selben!! Einen Oberpostdirektor hatten wir auch, der {+ wollte sogar, dass ich ihn mit Oberpostdirektor anspreche, diese Knalltüte!!

Gruß uli

PS
Ich würde diesen Querulanten bei nächster Gelegenheit rausschmeißen.... C--
Ich auch C--
Titel: Re: Frage wegen Mietrecht in D
Beitrag von: Ban am 10. März 2010, 20:33:27
Wenn ich die oberen Posts alle richtig verstanden habe, wird für jeden Tag (mit Heizungsausfall = unter xx Grad
Raumtemperatur) 100% der anteiligen Bruttomiete ohne Nebenkosten abgezogen. D.h. ~ 3.5% je Tag.

NICHT einfach 20% pauschal (das war ja wohl auch nur ein Beispiel)

Ob noch weitere Kosten geltend gemacht werden können (z.B. Anschaffung eines Heizlüfters wg. vorh. Kleinkind etc.)
hängt sicher vom Einzelfall ab. Lieber aber wie oben erwähnt grosszügig mindern lassen als eine Rechtsstreit (ohne
passende Rechtsschutzversicherung) vom Zaun brechen. Käme ziemlich sicher ein Vergleich raus, deine ReA-Kosten
blieben an dir hängen ...

Ich bin übrigens Mieter und Vermieter gleichzeitig im selben Objekt. Praktisch  ;]

Das mit den Ölpreisen (wann wieviel wie teuer eingekauft) dürfte eine seeehr komplizierte Rechnung  werden und das
Verständnis der meisten Mieter übersteigen (es sei denn es handelt sich um einen Lehrer oder noch viel schlimmer um
ein Lehrerehepaar ,-)

BAN

P.S. Ich hasse Mietverhältnisse. Das geht nie lange gut.
Titel: Re: Frage wegen Mietrecht in D
Beitrag von: mfritz31 am 10. März 2010, 20:49:54


Das mit den Ölpreisen (wann wieviel wie teuer eingekauft) dürfte eine seeehr komplizierte Rechnung  werden und das
Verständnis der meisten Mieter übersteigen (es sei denn es handelt sich um einen Lehrer oder noch viel schlimmer um
ein Lehrerehepaar ,-)

Es ist ein Physiker, der noch auf der Uni auf sein Diplom wartet.
Titel: Re: Frage wegen Mietrecht in D
Beitrag von: boehm am 10. März 2010, 20:59:01
@Uli..... ;} ;} ;} ;} [-] [-] [-]
Titel: Re: Frage wegen Mietrecht in D
Beitrag von: norwegerklaus am 10. März 2010, 21:05:16


[email protected]
Zitat
Ich bin übrigens Mieter und Vermieter gleichzeitig im selben Objekt.

das ist wirklich praktisch, kannst ja miteinander verhandeln und nicht gleich rechtsstreiten :] :] :]
Titel: Re: Frage wegen Mietrecht in D
Beitrag von: Isan Yamaha am 10. März 2010, 21:23:09
@Uli..... ;} ;} ;} ;} [-] [-] [-]
@boehm,
bist du Vermieter????
Titel: Re: Frage wegen Mietrecht in D
Beitrag von: Isan Yamaha am 10. März 2010, 21:39:49
Hier werden Sie geholfen.
www.anwalt.de
Titel: Re: Frage wegen Mietrecht in D
Beitrag von: boehm am 10. März 2010, 22:14:59
@Isan Yamaha

Ich war Vermieter, hatte mehrere Eigentumswohnungen, aber nie Ärger. Habe durch meine Menschenkenntnis immer die richtigen ausgesucht!

Mittlerweile aber alles verkauft, Schnauze voll und außerdem lebe ich ja hier..... }{ }{ }{
Titel: Re: Frage wegen Mietrecht in D
Beitrag von: Burianer am 11. März 2010, 07:46:59
 C-- wenn es Pysiker ist, dan kann er ja die verloren JOULE ausrechnen und dir in Rechnug stellen.
Titel: Re: Frage wegen Mietrecht in D
Beitrag von: thaiman † am 11. März 2010, 08:43:03

Meine Meinung
Wenn der Vermieter im Haus wohnt, schaut Er selbst nach dem Rechten,
wohnt Er nicht im Haus, kann Er, Einen beauftragen, Der, Ihn informiert
bei Schaeden, oder wie hier nach dem Oelstand schaut, auch Schneeraeumen
gehoert dazu. In diesem Fall haette ich vorher schon Oel bestellt, da man
den Tank nicht ganz leer fahren soll, wegen dem Sumpf.
Nun bei Mietkuerzung muss man betrachten, es ist kein Oel verbraucht worden,
und bei der Heizkostenabrechnung wird es billiger.
Also ob es sich lohnt hier mit einem Anwalt anzutreten?   wegen einem Tag
Titel: Re: Frage wegen Mietrecht in D
Beitrag von: ou1 am 11. März 2010, 10:15:12
Hallo @mfritz31

Ehe ich auf deine Fragen eingehe, ein nützlicher Hinweis: google mal.   Stichwörter:
- Mietminderung Heizung
- Mietminderungstabelle (Heizung)

Zu Deiner vermutlich einfacher zu beantwortenden 2.Frage (Ölpreisdifferenz)

dein Vermieter hat nach mM keinen Anspruch auf Kürzung. Niemand kann vor Beginn der Heizperiode voraussagen, ob die Heizölpreise im September niedriger sind als im kommenden März. Da gibt es einfach zu viele Faktoren, die den Ölpreis beeinflussen und die niemand im Voraus bestimmen kann (Relation $ zu €, milder oder kalter Winter, Kriege wie z.B. der im Iraq  etc.).
Ferner kannst du den Tank im September nun mal nicht mehr als voll füllen, was auch einem Physiker geläufig sein sollte. Deshalb:
Wenn du Öl zum reellen Marktpreis des jeweiligen Tages besorgt hast, ist das ein Faktum, das ein Mieter anerkennen muss.


Zu Deiner 1.Frage (1 Tag Heizungsausfall)

Auf die Schnelle habe ich zu deinem Fall keine direkt vergleichbare Gerichtsentscheidung bei Google entdecken können.
Es gibt wohl einige Gerichtsentscheidungen zum Ausfall der Heizung, und da ist, wie hier schon gepostet, von 20% Minderung die Rede. Ob das auch für deinen Fall gilt (1 Tag!), lässt sich besser beurteilen, wenn man den Sachverhalt dazu kennt bzw. lesen kann. Das gelang mir jedoch nicht. Einfach aus dem Bauch heraus möchte ich jedoch bezweifeln, dass es in einem dieser Urteile genau um deinen Fall ging, nämlich nicht rechtzeitige Nachbestellung von Öl.  Kann der Querulant das überhaupt beweisen ??? Wenn nicht und die beiden anderen Mieter halten zu Dir, dann hängen seine Erfolgsaussichten auch davon ab, dass der nachweislich und rechtzeitig auf diesen Mangel hingewiesen hat, also bereits am Sonntag.

Mit einiger Wahrscheinlichkeit musst du aber damit rechnen, dass ein Ausfall der Heizung im März  als ein Sachmangel anerkannt wird, der zu einer Mietminderung berechtigt. Die Frage wäre lediglich, ob ein 24-Stundenausfall vom Gericht als ein erheblicher Mangel betrachtet würde. Unabhängig davon sagen aber alle “Ratgeber”, es kommt auf den Einzelfall an. Das heißt auf gut Deutsch:
Ausgang eines Rechtsstreits  ist ungewiss.


Wie auch hier schon angeregt, würde ich das persönliche Gespräch mit dem Mieter suchen, um zu einer außergerichtlichen Einigung zu kommen, aber nur wegen des Heizungsausfalls. Im Hinterkopf müsstest du auch vorhalten, dass die übrigen Mieter von dieser Reglung erfahren und gleiches Recht fordern könnten. Rede doch auch mal mit denen. Vielleicht sagen die, das war so schwerwiegend nicht. Ein Argument, das du dem Nörgler/Querulanten vorhalten kannst..

Nur du allein kannst wegen der unsicheren Erfolgsaussichten eines Prozesses entscheiden, ob eine nicht all zu hohe Entschädigung besser für deine  Nerven und deinen Geldbeutel wäre, als einen Prozess zu riskieren.

MfG
ou1





Titel: Re: Frage wegen Mietrecht in D
Beitrag von: WaltiTH am 11. März 2010, 10:32:09
es gab mal Zeiten da musste jeder froh sein ein Dach ueber dem Kopf zu haben und dann liest man sowas
sorry aber das mal der Vorrat ausgeht kann durchaus passieren und wenn das innerhalb von 24 Stunden erledigt ist ist das ok.
Um aber Aerger von vornherein aus dem weg zu gehen wuerde ich diesen Clown anschreiben und den fuer diesen Tag die Miete abziehen (Beispiel er zahlt 600 ,sind am Tag 20 euro, die wuerde ich ihm ganz einfach auf sein Konto ueberweisen und ihm ein Schreiben schicken, darin dann das Bedauern ausdruecken und gleich erwaehnen das eine Mietminderung nicht in Frage kommt, da dies ja kein Dauerzustand ist, sondern auf Grund des nicht ueblichen Winters nur einen Tag betrifft und er fuer diesen ja Entschaedigung bekommen hat (siehe Uberweisung...)
solche Mieter sollte man wirklich rausekeln, sorry wenn in einer Wohnung was nicht ok ist ist eine Mietminderung gerechtfertigt,aber solche Mieter die etwas an den harren herbeiziehen..... da koennte ich ausflippen....denn das schlimme an sowas ist das solche Typen meist noch eine Rechtsschutzversicherung haben und auch noch wegen sowas klagen was letztendlich dem steuerzahler auch noch Geld kostet
Titel: Re: Frage wegen Mietrecht in D
Beitrag von: ou1 am 11. März 2010, 10:48:30
@WaltiTH

Vom Gefühl her geb ich dir Recht. Das Problem ist allerdings ein juristisches. Und da gelten leider andere Grundsätze und Regeln. Mit dem Gefühl argumentieren bringt da wenig. Recht mit meist vordefinierten Begriffen hat mittlerweile eine eigene Sprache.

MfG
ou1
Titel: Re: Frage wegen Mietrecht in D
Beitrag von: mfritz31 am 11. März 2010, 11:00:49
So sehe ich das auch. Allerdings werde ich wegen solch einem Bagatellbetrag sicher keinen Prozess anstrengen, weil ein Anruf beim Anwalt ja schon fast mehr kostet.
Wahr ist auch, daß dieser Mieter seit seinem Einzug 2006 nur am rumnörgeln war. Einmal musste ich die ganze Jahreswasserabrechnung neu machen, weil er einen Verfahrensfehler entdeckt haben wollte.  {[ Für ihn wurde es billiger, aber die Mieterin im 2. OG hat hinterher nen Hals geschoben, weils für sie teurer wurde...irgendwie auch verständlich, denn die erste Abrechnung wurde schon an die Mieter verschickt, bevor diese durch die Zweite ersetzt wurde.

Ein Advokat hat mir inzwischen den Tagessatz für 1 Tag Ausfall der Heizung ermittelt: Davon ausgehend, dass die Gebrauchsbeeinträchtigung 100% beträgt (Alle Zimmer in der Wohnung müssen ausgekühlt sein), sieht die Rechnung so aus:

- Brutto-Miete : 30 = abzuziehender Tagessatz

- 530,- : 30 = 17,67 €


Das kriegt er von mir...soll er von dem Geld mit seiner Freundin ins Kino gehen.  }}

Von der Ferne aus TH betrachtet hört sich die ganze Posse wie ein Schildbürgerstreich an...einfach nur Hirnrissig.  {+
Titel: Re: Frage wegen Mietrecht in D
Beitrag von: Ban am 11. März 2010, 11:32:27
sach ich doch ...  C--

Hoffe die Rechnung deines Advokaten übersteigt nicht die Monatsmieteinnahmen.
Oder gehts dir in diesem Fall nur ums Prinzip ? ;]

BAN
Titel: Re: Frage wegen Mietrecht in D
Beitrag von: Ban am 11. März 2010, 11:36:50
@Isan Yamaha

.... Habe durch meine Menschenkenntnis immer die richtigen ausgesucht!

... }{ }{ }{

Oder einfach nur Glück gehabt ?? Menschen kannst du immer nur VOR die Stirn gucken ...   ???

BAN
Titel: Re: Frage wegen Mietrecht in D
Beitrag von: WaltiTH am 11. März 2010, 16:20:13
ja @mfritz , solche Typen gibt es leider die wegen jeder Kleinigkeit rumnoergeln
Mit Sicherheit sind die anderen Mieter von ihm auch sehr begeistert

aber nichtsdestotrotz wuerde ich ihm wegen der Mietminderung gleich den Wind aus den Segeln nehmen
So nen Deppen,da wuerd ich eher noch renovierungsarbeiten machen,nur bei ihm ,nur um mehr miete zu verlangen
Titel: Re: Frage wegen Mietrecht in D
Beitrag von: thaiman † am 12. März 2010, 10:18:03

Hallo mfritz31
es gibt Firmen die Heizkosten erstellen, dann bis Du bei Noerglern
aus dem Schneider, denk an Dein Herz, wenn Du es auch nicht glaubst.
                                                                Gruss thaiman
Titel: Re: Frage wegen Mietrecht in D
Beitrag von: schiene am 12. März 2010, 11:15:20


Frage: Darf der Mieter wegen des Ausfalls der Heizung die Miete kürzen ?
          Darf der Mieter eine eventuelle Differenz der Ölpreise in Abzug bringen ?


Vielen Dank für jeden Ratschlag.

zu1. soviel ich weis darf er für diesen einen Tag anteilmäßig die Miete für 25%kürzen(nur für den teil eines Tages!!)
zu2.nein
Titel: Re: Frage wegen Mietrecht in D
Beitrag von: WaltiTH am 12. März 2010, 17:06:01
also ich habe auch noch mal gegoogelt:

also mit dem Tag den Du ihn abziehst ist er gut bedient, normalerweise muesste er nachweisen das er nicht zu hause schlafen konnte und bei Bekannten oder anderswo uebernachtet hat
eine generelle Mietminderung auf Grund des einen Tages ist generell ausgeschlossen.....sonst koennte ja jeder bei dem mal einen Tag die Heizung ausfaellt wegen Reperatur usw. eine Mietminderung verlangen oder erklagen
Titel: Re: Frage wegen Mietrecht in D
Beitrag von: mfritz31 am 12. März 2010, 17:31:35
Also, ich hab meine Frage nochmal in nem Jura- Forum gestellt...anscheinend sind da auch ein paar RAs zugegen.
Die Meinung dort tendiert dazu, daß ich als Vermieter dafür zu sorgen habe, den Mietgegenstand in Ordnung zu halten.
Kommt es zu einem Ausfall, so kann der Mieter eine Mietminderung verlangen, allerdings muss er nachweisen, daß die Wohnung im fraglichen Zeitraum unbewohnbar war.
Wenn er aber nicht bei Verwandten übernachtet hat, so ist schwer nachzuweisen, daß die Wohnung unbewohnbar war.

Zum zweiten Punkt, der Differenz bei den Einkaufspreisen des Öls, ist der Vermieter zum wirtschaftlichen Handeln angehalten. Allerdings geht das nicht soweit, daß er die Preise auf dem Ölmarkt beobachten muss.

Fazit: Mietnachlässe werde ich ablehnen und der Mieter soll selbst die Durchsetzung seiner Ansprüche betreiben. Der Gesamtstreitwert liegt irgendwo zwischen 20,- - 30,-. Da kostet die Korrespondenz mit dem Anwalt schon mehr....Mensch, daß diese ewigen Studenten mit ihrem Leben nix besseres anzufangen haben, als in ihrer großzügigen Freizeit mit Paragraphen rumzuspielen.  {/

Titel: Re: Frage wegen Mietrecht in D
Beitrag von: thaiman † am 12. März 2010, 17:39:37

Nimmt ein Anwalt ueberhaupt so Kleinigkeiten auf ?,
wenn es sich nicht um einen Diebstahl handelt
Titel: Re: Frage wegen Mietrecht in D
Beitrag von: boehm am 12. März 2010, 19:54:57
Jeder Anwalt nimmt (fast) alles an, weil er damit sein Geld verdient.... {[ {[ {[ {[ {[ {+ {+ {+

Klar, wenn es ein seriöser ist, wird er, natürlich gegen Gebühr, zuerst die Aussicht auf Erfolg prüfen, soweit absehbar!

 :o :o C-- C--