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Autor Thema: Der Bildungsnotstand  (Gelesen 2038 mal)

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Alex

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Der Bildungsnotstand
« am: 02. Mai 2016, 12:53:41 »

Der Bildungsnotstand

Unter dem thailändischen Bildungssystem leidet eine ganze Generation. Mit dem bald beginnenden neuen Schuljahr haben sich die Hoffnungen auf eine dringend gebrauchte Bildungsreform nicht materialisiert und stecken nach wir vor im Planungsstadium. Da Thailand selbst offenbar zu einer Reform nicht fähig ist, würde diese nur gelingen, wenn internationale Entwicklungspartner mit ins Boot geholt werden, um dabei zu helfen, empfiehlt Bildungsanalyst Daniel Maxwell.

Die Hoffnungen für die Reform waren groß. Im April 2015 wurden drei Bildungsvorstände aufgelöst, dazu gehörte auch der Lehrerrat Thailand. Diese drastischen Aktionen wurden dahingehend interpretiert, dass dies der Beginn der lang erwarteten Reform ist, die die Militärregierung seit Mai 2014 versprochen hatte.

 Aber das Bildungsministerium nahm nur ein paar oberflächliche kosmetische Änderungen vor. Dazu gehörte die Umstrukturierung des Fachs Gesellschaftswissenschaften, in dem jetzt die „Zwölf Werte der Thainess“ gelehrt werden, und ein Pilotprojekt, die Stunden der Schüler innerhalb des Klassenzimmers zu begrenzen, was allerdings schlecht ausgeführt wird.

Die Schwäche des thailändischen Bildungssystems ist genau dokumentiert. Das allseits bekannte OECD-Programm Pisa, das Programm Internationale Trends in Mathematik und Naturwissenschaften und Berichte der Weltbank sowie katastrophale Ergebnisse bei O-Net, hier betrug der durchschnittliche Punktestand in neun Fächern unter 50 Prozent (jeweils ein ungenügend) zeigen auf, wie die Bildung stagniert, während die Nachbarländer aufholen.


http://www.bangkokpost.com/opinion/opinion/881664/declare-education-in-a-state-of-emergency

http://hallomagazin.com/nachrichten-in-deutsch/der-bildungsnotstand/

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Expat Charly

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Re: Der Bildungsnotstand
« Antwort #1 am: 20. Mai 2016, 19:40:41 »

Zum Bericht über den Bildungsnotstand passt gut der folgende Beitrag:

--- Thailand wird von den Nachbarn abgehängt ---

http://hallomagazin.com/nachrichten-in-deutsch/thailand-wird-von-den-nachbarn-abgehaengt

Wenn man die Entwicklung Koreas vom Agrarland zur Industrienation betrachtet (inzwischen meldet Korea mehr Patente an als Deutschland), so wird voraussichtlich Thailand aufgrund seiner wesentlich unterschiedlichen Mentalität nie eine ähnliche Entwicklung erleben.

Allerdings glaube ich nicht, dass darunter eine ganze Nation leidet, denn viele Thailänder haben meines Erachtens gar nicht den Ehrgeiz wie beispielsweise Japaner und Koreaner.

Im übrigen muss auch Deutschland sein Bildungssystem erheblich verbessern. Es ist ein Unding, dass jedes Bundesland sein eigenes Schulsystem hat und Lehrer in Bayern verbeamtet werden im Gegensatz zu anderen Bundesländern. Inzwischen wird auch Deutschland von einigen Industrienationen bildungsmäßig und wirtschaftlich abgehängt.

--- Dank Gabriel: Deutschland wird abgehängt ---

     www.heise.de/tp/artikel/40/40933/1.html
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randspringer

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Re: Der Bildungsnotstand
« Antwort #2 am: 05. Juni 2016, 05:07:20 »

Der Bildungsnotstand

Unter dem thailändischen Bildungssystem leidet eine ganze Generation. ...

In der Praxis ist es eine Hercules-Aufgabe aber im Prinzip ganz einfach,
ein Bildungssystem auf Erfolgsspur zu bringen, indem man die richtigen Schwerpunkte setzt.
z.B.
Naturwissenschaften und Mathematik
Sprache und Fremdsprachen
nationale und internationale Kultur und Geschichte
Förderung kritischen Denkens und Kreativität
Chancengleichheit, unabhängig von Herkunft und Einkommen


edit: Kommentar aus Zitat geloest
« Letzte Änderung: 05. Juni 2016, 07:08:44 von Bruno99 »
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Benno

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Re: Der Bildungsnotstand
« Antwort #3 am: 10. September 2017, 18:36:37 »


Schulreform in der Ukraine: Kampf gegen russische Sprache geht in die Endphase - 9.09.2017

Die Regierung in Kiew gießt im Angesicht des Bürgerkriegs und der gesellschaftlichen Spaltung im Land zusätzlich Öl ins Feuer. Die extreme Rechte drückt erfolgreich ein Bildungsgesetz durch das Parlament, das nur noch Ukrainisch als Unterrichtssprache erlaubt.

Weiterlesen: HIER

Warum werde ich bei dieser Information unwillkuerlich an das Schulsystem Thailands erinnert, in dem auch die Eliminierung lokaler Sprachen im Vordergrund steht ?

Bildung in Thailand

Aus unserer Sicht ist Vermittlung von Bildung der einzig richtige und wirklich nachhaltige Weg. Es gibt seit einigen Jahren, meist in Eigenregie der Bergstämme organisierte "Wohnprojekte" in der Nähe von Thaischulen, durch die einigen Kindern ein Schulbesuch ermöglicht wird.

So gleichen diese Objekte Slumunterkünften in katastrophalsten Zuständen und die Verpflegung besteht nicht aus viel mehr als trockenem Reis.



Dutzende Kinder müssen dichtgedrängt auf dem Boden baufälliger Bretterbuden oder Bambushütten schlafen, die sanitären Einrichtungen verdienen nicht die Bezeichnung als solche, soziale oder gar pädagogische Zuwendung und Hilfe sind nicht im geringsten gegeben und die Freizeitmöglichkeiten sind auf Fernsehen beschränkt.



Ein weiteres Problem ist die "Schule". Entsteht in der Nähe einer Thaischule ein "Wohnheim", meist sind es immer gleich mehrere mit einigen Hundert Kindern, dauert es nicht lange und die Thais schicken ihre Kinder auf andere Schulen, was zur Folge hat, dass der Lehrer oft der Einzige ist, der in der Klasse Thai spricht. Ein Interesse, seinen Schülern wirklich Wissen zu vermitteln, konnten wir bei unseren Recherchen bei keinem der Lehrer feststellen, was am thailändischen Schulsystem an sich liegen mag.

Alles lesen: HIER
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arthurschmidt2000

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Re: Der Bildungsnotstand
« Antwort #4 am: 10. September 2017, 19:12:40 »

Türkisch als Unterrichtssprache in Marxloh! Das wäre es doch.

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Mein Herr, ich teile Ihre Meinung nicht, aber ich würde mein Leben dafür einsetzen, daß Sie sie äußern dürfen.

Benno

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Re: Der Bildungsnotstand
« Antwort #5 am: 10. September 2017, 20:57:36 »




Die auf den ersten Blick phantastischen Aussichten des Arthur Schmidt mit seiner Wunderlampe sind in Merkel-Deutschland leider schon lange Realitaet.

Im Zuge der Gleichberechtig muss auch Bio-Deutschen das Fach Tuerkisch an den Grundschulen gelehrt werden koennen.

Duisburger Schülerin Chiara hatte ihre erste Türkisch-Stunde - am 19.09.2012



Inzwischen hatte Chiara ihre erste Türkisch-Stunde und ist hellauf begeistert. Die Sechsjährige aus Duisburg darf jetzt doch am Türkisch-Unterricht ihrer Grundschule teilnehmen. Zunächst war ihr dies vom Schulamt untersagt worden. Ihre türkischen Mitschülerinnen haben versprochen, ihr zu helfen.

Gestern hatte Chiara die erste Stunde Unterricht. Und für die Erstklässlerin geht ein großer Wunsch in Erfüllung. Nachdem das sechsjährige Mädchen die Absicht geäußert hatte, mit ihren Freundinnen am Muttersprachlichen Ergänzungsunterricht teilzunehmen, gab es zunächst eine Absage. Die Schule verwies auf einen Landeserlass, nachdem an dieser Art des Sprachunterrichts nur Muttersprachler teilnehmen dürfen. Deutsche müssen außen vor bleiben. Aus gutem Grund, versicherte das Schulamt. Der Unterricht diene dazu, sogenannten Nullsprachlern wenigstens eine Sprache richtig beizubringen. Deutsche Kinder seien schnell überfordert, weil sie nicht die Voraussetzungen dafür mitbringen.

Diese Sorgen teilt Mutter Sabine Rick nicht. Sie sei immer noch begeistert von den Reaktionen, die sie von türkischen Schüler-Eltern bekam. „Die Türkinnen kamen auf mich zu und haben sich gefreut.“ Die Mitschülerinnen hätten versprochen, Chiara zu helfen, wenn ihr mal eine Vokabel fehlt. Sabine Rick sah sich mit Chiara das Unterrichtsbuch an. Das sei halb auf Deutsch, halb auf Türkisch geschrieben.

Der ganze Artikel: HIER

Auf die Kinder ist die Tuerkisierung Duisburg-Marxloh's nicht beschraenkt:

Warum Deutsche in Duisburg Türkisch lernen - 21.02.2013


m Evangelischen Familienbildungswerk in Duisburg findet ein Türkischkurs statt.

Sechs Duisburger nehmen am Türkisch-Kurs für Fortgeschrittene des Evangelischen Familienbildungswerks in Duissern teil. Manche, weil ihnen die Sprache so sehr gefällt und andere, weil sie ihre Schüler dann besser verstehen können.

Mittlerweile ist Ina Wassenberg keine Anfängerin mehr – genauso wie Kurs-Teilnehmerin Natalie Beer: „Iyi akşamlar!“, sagt die 42-Jährige, als sie wie jeden Donnerstag den Raum des Familienbildungswerks betritt: „Guten Abend!“

Alles lesen: HIER



Cem Özdemir, der Grünen-Chef der Deutschland-Abschaffer Partei hat sich sogar für mehr Ganztagsschulen und Türkisch-Unterricht an deutschen Schulen ausgesprochen.

„Deutsch muss für Kinder, die hier leben und aufwachsen, immer die wichtigste Sprache sein“, wird Özdemir in der „Bild“-Zeitung zitiert. Zugleich müsse aber dafür gesorgt werden, dass Kinder mit Migrationshintergrund ihre Mehrsprachigkeit entfalten könnten. „Warum soll an deutschen Schulen neben Englisch, Französisch, Spanisch und Russisch nicht auch mehr Türkisch angeboten werden?“ sagte Özdemir.

Der ganze Artikel: HIER

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arthurschmidt2000

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Re: Der Bildungsnotstand
« Antwort #6 am: 11. September 2017, 06:39:55 »

@Benno

Zitat
Im Zuge der Gleichberechtig muss auch Bio-Deutschen das Fach Tuerkisch an den Grundschulen gelehrt werden koennen.


Lies doch mal bitte Deinen Link!

Russia Today echauffierte sich darüber, dass in der Ukraine die Landessprache alleinige Unterrichtssprache in Schulen sein soll. Von freiwilligen Russischkursen an ukrainischen Schulen war nirgendwo die Rede!

Vielleicht wird ja der eine oder andere Russlandkenner wissen, ob z.B. in Schulen der Krim das Krimtatarische als Unterrichtssprache angeboten wird. 

Damit Benno mich nicht wieder als „Zitatfälscher“ bezeichnet, die Hervorhebung im Zitat ist von mir.
« Letzte Änderung: 11. September 2017, 07:00:08 von arthurschmidt2000 »
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Benno

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Re: Der Bildungsnotstand
« Antwort #7 am: 11. September 2017, 07:57:35 »


Arthur Schmidt lenke doch nicht immer vom Thema ab.

Es geht nicht um die Erweiterung der Sprachen im Unterricht sondern um die Eliminierung der Sprachen von ethnischen Minderheiten.

In der Ukraine und in Thailand tritt diese Vorgehensweise fuer Jedermann ersichtlich zu Tage.



Ist die Merkel-Regierung weiterhin so erfolgreich mit der Reduzierung der Deutschen Nation durch die Europaeisierung, Islamisierung und Illegaler Ueberfremdung werden in Zukunft alle Bio-Deutschen,da sie ja in der ethnischen Minderheit sind, nicht mehr Deutsch als Landessprache  offiziell sprechen duerfen oder gar koennen.



:

Drei Beispiele für Widerstand gegen die Abschaffung der deutschen Sprache

Der Verdrängungsdruck auf die deutsche Sprache wächst. Druck erzeugt Gegendruck. In den vergangenen Tagen gab es drei herausragende Beispiele für mutigen Widerstand. Ein Professor, ein Bundestagsabgeordneter und ein einfacher Bürger zeigen, wo Widerstand nötig und möglich ist.

Quelle zum ganzen Artikel: HIER

Der Kampf um die Sprach-Hoheit in Deutschland ist im vollen Gange:

"Respektlosigkeit gegenüber ausländischen Kindern" - Türkischer Bund fordert Abschaffung der Deutschpflicht an Schulhöfen


Safter Çinar hält nichts von der Deutschpflicht an Schulhöfen

Zum Einwand der Zeitung, ob es nicht ein Gebot des Respekts sei, so zu sprechen, dass man auch von anderen verstanden werde, hat er eine klare Meinung: „Im Gegenteil: Es ist eine Respektlosigkeit der deutschen Schulen gegenüber allen ausländischen Kindern, ihnen den Gebrauch ihrer eigenen Sprache in ihrer Freizeit zu verbieten.“

Außerdem findet der Politiker, dass es nur gegenüber bestimmten Kulturen hierzulande eine "erschreckende Respektlosigkeit" gibt: „Sind wir mal ehrlich, dann wissen wir, worum es eigentlich geht: Würden die Kinder in der Pause Englisch oder Französisch reden, würden alle vor Begeisterung in Tränen ausbrechen und ‚Ach, wie toll‘, rufen", sagte er gegenüber der "Welt".
Çinar ist überzeugt, dass es auf viel mehr Faktoren ankommt, als nur die Sprache, wenn Kinder den richtigen Weg für ihre Zukunft einschlagen sollen: „Ich meine, dass für die Pause gilt: Solange sie keine Scheiben einschlagen, ist doch alles gut.“

Alles lesen: HIER
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arthurschmidt2000

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Re: Der Bildungsnotstand
« Antwort #8 am: 11. September 2017, 09:05:28 »

Zitat
"Respektlosigkeit gegenüber ausländischen Kindern" - Türkischer Bund fordert Abschaffung der Deutschpflicht an Schulhöfen

Russia Today fordert Russisch als Unterrichtssprache für russische Minderheiten.

Wie sich die Positionen doch gleichen!


Man kann gleiche Dinge oft ganz unterschiedlich beurteilen.

Die einen sagen, es ist gut, wenn wenigstens die Kinder ethnischer Minderheiten  die Landessprache lernen (müssen). Andere sehen darin (nur) eine Eliminierung der Sprachen von ethnischen Minderheiten.

Wer hat Recht?
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Benno

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Re: Der Bildungsnotstand
« Antwort #9 am: 11. September 2017, 09:13:10 »


Recht hat eindeutig der arthurschmidt2000 :

« Letzte Änderung: 11. September 2017, 09:21:01 von Benno »
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namtok

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Re: Der Bildungsnotstand
« Antwort #10 am: 15. Mai 2019, 20:49:54 »

Is natürlich sch...  wenn der neue Vorsitzende "nur" im eigenen Land (immerhin postgraduiert, also mindestens Master Degree) studiert hat, aber dass das in einer Thaizeitung nun so  offensichtlich als Schwäche verrissen wird ?   ??? Nun gut, es war nicht jeder wie Abhi und Korn in Oxford...



https://www.bangkokpost.com/news/politics/1676996/jurin-seen-as-front-runner-to-lead-dems
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