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Autor Thema: Geschichten aus der Geschichte  (Gelesen 54237 mal)

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jock

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Re: Geschichten aus der Geschichte
« Antwort #345 am: 27. Januar 2019, 08:51:50 »

Die Karriere

Am Anfang steht ein Besuch beim Roentgenologen an,um die Hand zu durchleuchten.

Nicht Schmerzen,Verstauchung oder Bruch sind der Grund des Besuchs.Sondern man
will feststellen,ob der Patient oder Patientin im Erwachsenenalter eine respektable Groesse
erreicht.Ab prognostizierter Koerperlaenge von 1,80 ist alles im gruenen Bereich und
die Hoffnung von ehrgeizigen Eltern eines Kindes von 4,5oder 6 Jahren,verstaerken sich.

Man legt sich fest,dass das Maedchen oder des Knabens einst Tennisprofi werden soll.

Der Weg dahin ist lange,muehsam und mit einigen finanziellen Risken verbunden.

Wenn der nationale Tennisverband nicht die noetige Unterstuetzung leisten kann,wird flugs
eine Hypothek aufs Grundstueck aufgenommen oder die Zweiteigentumswohnung ver-
kauft,damit die entsprechenden Tennisschulen,vorzugsweise in Florida,besucht werden koen-
nen.

Geht alles gut,und fuellt sich der Trophaeenschrank nach und nach,geht man auf "Tour"

Damit ist der Zirkus gemeint,der von Australien,Rom,Paris,England und New York zieht,
nicht eingerechnet mit Abstechern von Moskau bis Stockholm und,und,und.

Um die Karriere zu unterfuettern,wird ein hauptberuflicher Trainer eingestellt,der einen Tross
von Hilfstrainern,Psyotherapeuten,Ernaehrungsfachleuten,Mentaltrainer,Akkupunkteure be-
schaeftigt.Das nennt sich "Team" und sitzt bei Spielen in der "Box".

Im Hintergrund werkt das "Management",das die Fluege bucht,sich um die Hotelzimmer kuem-
mert und den Scheck des Preisgeldes einloest.
Das Mangagement bereitet auch die eintraeglichen Vertraege mit multinationalen Konzernen
vor,die einen warmen Geldregen fuer die naechsten Jahre garantieren.

Sobald man unter den Top 10 der Weltrangliste angekommen ist,winken auch betraechtliche
Antrittsgelder und man ist stolz,wenn der Name in den Pokal eines "Grand Slam"- Turniers
eingraviert wird.

Privat nennt man Haeuser an den schoensten Plaetzen der Welt sein eigen,faehrt edle und
teure Karossen und ist nach Ende der Karriere noch immer ein gefragter Kommentator oder
wird Autor,der ueber das eigene (Tennis)-Leben berichtet.

Da ist mitunter zu lesen,dass man mit anfangs Dreissig,eine Abnuetzung des Schultergelenks
eines Siebzigjaehrigen hat,das Knie schon 3 x operiert werden musste und von den Hueft -
problemen,will man gar nicht mehr sprechen.

Entlarvend ist vielleicht der letzte Satz in der Biographie,wo zu lesen ist,dass man eigentlich
sein ganzes Leben lang Tennis gehasst hat und man lieber Lehrer in einer Taubstummenschule
geworden waere.

Jock
« Letzte Änderung: 27. Januar 2019, 09:07:24 von jock »
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jock

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Re: Geschichten aus der Geschichte
« Antwort #346 am: 28. Januar 2019, 10:45:08 »

Die Hunnenrede

Kommt der chinesische Staatspraesident nach Deutschland,stehen die Gardesoldaten stramm
und praesentieren die Gewehre ohne Magazin.

Die Bundeskanzlerin laechelt,heisst den Gast willkommen und die bunten Fahnen wehen im
Wind.

Xi Jingping laechelt ebenso,und selbstbewusst schreitet er,das zu seinen Ehren aufgezogene
Regiment,ab.

Das haben sich die Deutschen vor knapp 100 Jahren anders gedacht !

Kaiser Wilhelm II. hielt am 27.Juli 1900 eine Rede vor einem Strafregiment,das vor  ihrer Ab-
reise nach China angetreten war.

"Kommt ihr vor den Feind,so wird derselbe geschlagen.Pardon gibt es nicht,Gefangene werden
nicht gemacht.Wer euch in die Haende faellt,ist euch verfallen.
Wie vor 1000 Jahren die Hunnen,mit ihren Koenig Etzel sich einen Namen gemacht,der noch
immer gewaltig erscheinen laesst,so moege der Name Deutscher in China auf 1000 Jahren durch
euch in der Weise bestaetigt werden,dass niemals wieder ein Chinese es wagt,einen Deutschen
scheel anzusehen."

10 % dieser Zeitspanne sind schon aufgebraucht und die Verhaeltnisse haben sich stark ver-
andert.Die Rede des saebelrasselnden Wilhelm kann man getrost in die Tonne klopfen.

Nicht der Chinese schaut aengstlich auf Deutsche und Deutschland,sondern eher die Deutschen
auf die Chinesen,wenn sie schon wieder auf Einkaufstour sind und versuchen,die Perlen der deut-
schen Wirtschaft aufzukaufen.

Was ihnen zunehmend gelingt.

Nicht nur weltmarktfuehrende Mittelstandsunternehmen,egal welcher Branche sind im Focus,
sondern auch Giganten,wie die Deutsche Bank oder Daimler - Benz.

Gedacht war es umgekehrt.China sollte als Kolonie den Deutschen dienlich sein,indem man
es "ausbeutet" und das Wesen der Deutschen dort einpflanzt.

Dafuer hatte man es sich schon so gemuetlich in China eingerichtet,speziell in Qiangtao.

Kopfsteinpflaster,flankiert von Fachwerkhaeusern mit roten Daechern und Geranien in den Balkon-
kaesten,fuehren zur " Bierstube",wo es Schnitzel und Wuerste gibt und wo man sich einen "Jaeger-
meister" hinter die Binde giessen kann.

Die Idylle wird abgerundet durch,im wilheminischen Stil erbaute Verwaltungsgebaeude,der
deutschen Schule oder der Villa des einstigen Gouverneurs,die als Hotel einlaedt.

Selbst das Bier,wird nach deutschem Reinheitsgebot gebraut und wird sogar nach Deutschland
exportiert und findet man als "Tsingtao Beer" im Regal.

Ni hao !

Jock







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malakor

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Re: Geschichten aus der Geschichte
« Antwort #347 am: 28. Januar 2019, 14:03:13 »

Geschichte aus der Geschichte, der deutsche Kaiser im Exil:              der schrille Zwangspensionaer.

https://www.spektrum.de/news/der-schrille-zwangspensionaer/1620228?utm_source=zon&utm_medium=teaser&utm_content=feature&utm_campaign=ZON_KOOP
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jock

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Re: Geschichten aus der Geschichte
« Antwort #348 am: 29. Januar 2019, 07:36:06 »

Dornenvoegel

Der Soundtrack des oben genannten Filmwerkes ist ein Hammer.Wenn die ersten Takte er-
klingen,erinnert man sich sofort an die verbotene Liebe zwischen einem Priester und einer
Frau.

Das Zoelibat erzeugt praktische Probleme und Gewissenbisse.

Wenn ein junger Mann glaubt,seine Berufung findet in der Kirche die Erfuellung,hat er aber
auch seine kirchliche Karriere im Hinterkopf,die so ablaeuft :

Weihe zum Priester,Kaplan,Vikar dann Bischof.Ist er beim Bischof angelangt,sind es nur mehr
zwei Schritte zum hoechsten Amt der Kirche.

Erst mal muss man den Kardinalshut aufgesetzt bekommen,dann beim Konklave zum Papst
gewaehlt werden.

In frueheren Zeiten konnte ein Konklave eine langwierige Angelegenheit werden.Wer er-
innert sich nicht an die Papstwahl 1268 - 1271 in Viterbo ? 1005 Tage dauerte die Sedisvakanz
an und nur wegen der Druckmittel,die die Stadt organisierte,waehlte man jemanden,der
gar nicht anwesend war und,wenn es stimmt,gar keine Priesterweihe empfangen hatte,also
ein Laie war.

Die Einwohner der Bischofstadt Viterbo waren zuerst stolz darauf,dass hier die Papstwahl statt-
findet und lieferten taeglich allerlei Koestlichkeiten,wie knusprig gebratene Gaense und ge-
rebelte Weine in den Dom.
Nach einigen Monaten,runzelten die Ersten ihre Stirne und beschlossen erst,die 19 Kardinaele
einzusperren,dann ihnen nur mehr Brot und Wasser zu liefern,um schliesslich das Dach abzu-
decken.Vorgeblich,damit der Heilige Geist herabfahren kann.

Die Kardinaele fanden die Behandlung unmoeglich und wehrten sich mit der Drohung des Inter-
tikts.Das war damals eine scharfe Waffe gegen unbotmaessige Weltliche.

1271 erbarmte sich der Heilige Geist,vielleicht auch deshalb,weil 2 der teilhabenden Kardinaele
verstarben.

Zwei Schritte vor dem hoechsten Amt der katholischen Kirche,stand auch der Bischof in Kaernten,
als die Dornenvoegel zu zwitschern begannen.

Zuerst war es Gemauschel - da soll es eine Dame geben,dann wurde gemurmelt,dass mit dem
Mensalgut nicht sorgfaeltig umgegangen werde.
Doch der Bischof hielt eisern den Deckel drauf und verhinderte die vorgeschriebene jaehrliche
Pruefung ueber die Geschaeftsgebahrung des Mensalgutes.

Jetzt ist die Eiterbeule geplatzt und eine paepstliche Visitation wurde unumgaenglich.

Dabei kam an den Tag,dass der Bischof seine " Vertraute "in eine eintraegliche weltliche Stellung
eingesetzt hatte,verbunden mit einem traumhaften Gehalt,Dienstauto und geraeumiger Dienst-
wohnung.

Und dass er mit dem Zoelibat,seiner Person betreffend,nicht sorgfaeltig umgegangen sei.

Das Zoelibat ist wie ein Dorn im Fleisch der Kirche und sollte abgeschafft werden.

Die fruehe Kirche kannte ja auch verheiratete Priester und selbst 39 Paepste waren nicht nur
Kirchen- sondern auch Familienvaeter.

Jock






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jock

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Re: Geschichten aus der Geschichte
« Antwort #349 am: 31. Januar 2019, 11:37:13 »

Maria Lichtmess

Ubermorgen,40 Tage nach Weihnachten ist Lichtmess.

Es ist der Tag,wo der Tag schon einen Hirschensprung"laenger"geworden ist und war im
baeuerlichen Jahresbogen einst ein wichtiger Zeitpunkt,um sich auf das Bauernjahr einzu-
richten.

Zu diesem Zeitpunkt war es ueblich,dass alle offenen Schuldrechnungen beglichen werden
und das Personal am Bauernhof fuer ein weiteres Jahr einen "Arbeitsvertrag"abschloss.

Die Knechte und Maegde bekamen den restlichen Lohn fuer das vergangene Jahr ausbe -
zahlt,dazu noch Naturalgaben,wie Stoffe fuer Kleidung,Kopftuecher und Schuerzen.
Die Stoffe wurden spaeter im Jahr von,von Hof zu Hof ziehenden Schneiderinnen,zu Hemden,
Hosen oder Kleidern angefertigt.

Waren sich der Bauer und seine Maegde und Knechte einig,dass sie ein weiteres Jahr am
Hof bleiben,bekamen sie ein Angeld und ein paar Tage "Urlaub".
Diese "Urlaubstage" wurden benutzt,ihre Verwandten und (unehelichen) Kinder zu besuchen,
denn es waren die einzigen Tage im Jahr,wo sie vom Hof oder aus dem Tal herauskamen.

Machten sie jedoch " Lichtmess" endete der Arbeitsvertrag und schieden voneinander.

Der Knecht oder die Magd wechselten die Hoefe und es war ueblich,dass ihre wenigen Hab-
seligkeiten,meist ein Bett,einen Kasten,ihre Waesche und ein paar Heiligenbilder zur neuen
Arbeitsstelle gebracht werden.
Dort bezogen sie ihre Kammern und wurden rangmaessig eingegliedert.

Die Rangfolge bei den Knechten war beginnend mit dem "Hueterbuben" ueber Stallknecht,
Ochsenknecht bis zur hoechsten Stufe,dem Rossknecht,der meist der Dienstaelteste war.
Der Rossknecht hatte das Privileg,beim Rossmarkt die Pferde entweder zu verkaufen oder
neue einzukaufen.Erzielte er dabei einen guten Preis,so konnte er einen Teil des Mehrbe-
trages behalten.

Die Zuteilung der Maegde war ebenfalls geregelt."Hennermagd" war die unterste Stufe,die
meist von halben Kindern eingenommen wurde. Weiter gab es die Kuechenmagd,Stuben -
magd,Stallmagd ( das war jene bei beim Kalben bei der Kuh im Stall schlief)bis zur "ersten
Dirn",die fuer die Einteilung der Arbeiten,der weiblichen Dienstnehmer war und ueber den
Geschwistern des Bauern stand.

Die meist unverheirateten Geschwister des Bauern,waren die Aermsten.Sie bekamen keinen
Lohn,nur Kost und Quartier,mussten aber ebenfalls die schweren Arbeiten leisten.

Die Arbeitstage am Hof waren lange und schwer und zu gewissen Zeiten,wie Ernte einbringen,
wurden alle Haende gebraucht und der Bauer war bestrebt,dass an seinem Hof,das Personal
zusammenbleibt.
Zwar war es auch moeglich,das Dienstverhaeltnis mit den Worten : "Bauer wir machen Licht-
mess"aufzukuendigen,doch eine Vorschrift des Kurfuersten aus dem Jahr 1781 besagt,dass
dann der Jahreslohn nicht ausbezahlt werden muss.

Der kurfuerstliche Erlass,erstreckte sich nicht nur auf die baeuerlichen Bediensteten,sondern
auch auf das staedtische.

Auch musste demnach,der Bauer dafuer sorgen,dass an seinem Hof Sitte und Anstand herrschte.

Die Unterkuenfte der Maegde und Knechten waren streng getrennt.Wurde ein Intimverhaelt-
nis bei Gericht angezeigt,wurde der Knecht zu mehrjaehrigen Militaerdienst verurteilt und mit-
unter die Magd vom Hof gejagt.

Auch hatte der Bauer seinen Bediensteten am Sonntag Zeit zu geben,die Kirche zu besuchen.

Vor Aufkommen der Petroleumlampe waren Kerzen die einige Lichtquelle.Demnach waren Ker-
zen ein hohes Gut aber auch eine Gefahrenquelle.Oft wurden Hoefe durch Unachtsamkeit mit
dem Umgang mit Kerzen eingeaeschert.

Um die Gefahr zu minimieren,liess man am Lichtmesstag,die selbst erzeugten Kerzen in der
Kirche weihen.Auch die schwarze Kerze war dabei.Die wurde nur zum Todestag von Verstorben-
en angezuendet und dabei einen Rosenkranz gebetet.

War bis 1912 der Lichtmesstag ein offizieller Feiertag,hat heute dieser Tag kaum mehr Bedeut-
ung.
Die Industralisierung in den Staedten zog mehr und mehr baeuerliches Personal ab,und dafuer
begann die Mechanisierung in baeuerlichen Betrieben.

Heute muss sich der Bauer nicht mehr mit dem Personal herumschlagen und fuerchten,dass
der Knecht oder die Magd mit :"Bauer wir machen Lichtmess" ,die Arbeit aufkuendigt.

Aber ganz ist die Gefahr nicht gebannt.

Vielleicht schon in einigen Jahren,wenn die KI am Bauernhof eingezogen ist,kann es dann sein,
dass diese dem Bauer am Monitor mitteilt,er,sie,es will "Lichtmess"machen und den Bildschirm
abdreht.

Jock



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jock

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Re: Geschichten aus der Geschichte
« Antwort #350 am: 02. Februar 2019, 04:37:38 »

Das magische Jahr 2000

Als wir Buben uns damals in den 50gern das Jahr 2000 vorstellten,hatten wir eine glaenz-
ende Zukunft vor Augen.

Das wurde natuerlich ausgiebig diskutiert und wir waren sicher,dass im Jahre 2000 alle Autos
atomgetrieben sein werden.
Den noetigen Atomwuerfel wird man in der Apotheke zu kaufen bekommen und damit mindest
10.000 Km fahren koennen.

Die Flugzeuge werden mit Lichtgeschwindigkeit fliegen koennen,und damit wird es moeglich
sein,am Sonntag Nachmittag,die in Australien wohnende Tante zu Kuchen und Kaffee,zu besuchen
bevor man sich wieder am selben Tag ins eigene Bett im Waldviertel legt.

Kein Mensch wird mehr arbeiten muessen,denn das erledigen die Roboter.Dafuer werden wir
die Freizeit mit Fussballspielen und Skilaufen verbringen.

Laengst waren wir alle schon am Mond spazieren gewesen und bereiten uns vor,mittels lichtbe-
triebener untertassenfoermiger Raumschiffen,den Mars,der laengst von Menschen bewohnt
wird,zu besuchen.

Hat man Hunger,drueckt man auf ein paar Knoepfe und schon kommen die leckersten,frisch zu
bereiteten Speisen,innerhalb ein paar Sekunden auf dem Tisch.

Alles wird so locker sein und die Geschwindigkeit atemberaubend,wenn man von einem Ort zum
anderen Ort will.

Ja,und dann kam das Jahr 2000 und die grosse Enttaeuschung.

Die Autos fahren nach wie vor hauptsaechlich mit Benzin oder Diesel.Alle 600 - 700 Kilometer
muss man tanken.

Der Besuch der australischen Tante ist eine zeitraubende Angelegenheit und man ist mindest
eine Woche lang unterwegs.

Die Geschwindigkeit der Zivilflugzeuge ist meilenweit von der Lichtgeschwindigkeit entfernt und
den Spaziergang man Mond kann man sich auch abschminken.

Roboter verrichten zwar einige Arbeiten im Herstellungsprozess,doch viele Menschen sind immer
noch gezwungen Ueberstunden zu leisten und den Skilauf froent man nur in den paar Wochen,
wo man Urlaub hat.
 
Habe ich Hunger,druecke ich auf keinen Knopf,sondern meine Frau und sage:"Schatz,ich habe
Hunger".

Was ist schief gelaufen,dass sich unsere Erwartungen nicht erfuellt haben ?

Ich habe lange nachgedacht und gegruebelt,bis ich die Loesung gefunden habe.

Wir hatten offensichtlich das Jahr 2000 mit dem Jahr 3000 verwechselt.

Jock



« Letzte Änderung: 02. Februar 2019, 04:43:52 von jock »
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Re: Geschichten aus der Geschichte
« Antwort #351 am: 05. Februar 2019, 10:36:54 »

Langsam verdamme und verfluche ich die oesterreichischen Regierungen.

Die sind offensichtlich darauf aus,eine Politik zu gestalten,die sich gegen mich per-
soenlich richtet.

Als ich 1966 heiratete,gab es eine Steuerersparnis fuer neugegruendete Familien,die
gegen Rechnungen von Haushaltsanschaffungen,die Steuerlast minderten.

Das konnte ich nicht in Anspruch nehmen,da ich damals arm wie eine Kirchenmaus
war und keinerlei Moebel oder sonstigen Hausrat kaufen konnte.

Spaeter,als die Regierung Kreisky fuer frisch gebackene Eheleuten 15.000 ATS auf die
Hand auszahlte,war ich schon verheiratet und fiel daher drum um.

Und jetzt wollen sie den Papamonat einfuehren.

Fuer einen 75 jaehrigen eine stolze Herausforderung um nicht zu sagen ein fast un -
ueberwindbares Hindernis,um diese Segnung der Regierung in Anspruch zu nehmen.

Abgesehen davon waere es ein vergiftetes Zuckerl.

Was koennte ich mit einem ein Monat altem Saeugling machen,der staendig die Windel
voll macht,keine Ahnung vom Internet hat und beim Fussballspielen als Tormann un-
geeignet ist ?

Der Papamonat wird offensichtlich nur deswegen eingefuehrt,um den Zufallstreffer des
Vizekanzlers zu ehren.

Aber vielleicht kann der Papamonat auch rueckwirkend in Anspruch genommen werden.
Die noetigen Geburtsurkunden meiner inzwischen 53 und 51 Jahre alten Soehne,koennte
ich vorlegen.

Fuer mich waere es besser,wuerde die Regierung beschliessen wollen,dass es einen merk-
baren Zuschuss (bar auf die Hand) fuer Begraebniskosten auslobt.

Aber wie meine Erfahrung zeigt,kommt der Beschluss erst,wenn ich schon laengst auf der
Wolke 7 verweile.

Jock



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jock

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Re: Geschichten aus der Geschichte
« Antwort #352 am: 24. Februar 2019, 16:22:22 »

Aber sie wollen einen Boateng nicht als Nachbarn haben.

Es war Mitte der 1960ger,als ein Freund mir vorschlug,Urlaub in Yugoslawien zu machen.

Mit einem kleinen Schiff wollten wir die Kueste entlang fahren bis Dubrovnik.Ich war einver-
standen und er buchte die Reise bei einem deutschen Veranstalter.

Die Abfahrt mit seinem Auto aus Wien war an einem Freitag und so um Mitternacht erreichten
wir die schwer bewachte Grenze unseres Nachbarlandes.
Der Grenzuebertritt zog sich etwas hin,weil die Grenzer nicht verstanden,warum mein Freund
ein fast zweites baugleiches Auto im Kofferraum mit sich fuehrte.
Da war eine Benzinpumpe sorgfaeltig in Plastik verpackt und ebenso das Relais fuer den Blinker
und viele andere Teile ebenso,die er sich vom Autometzger vorsichtshalber besorgte.

In Split angekommen,erwartete uns unser Schiffchen und die anderen Reisemitglieder,alles
Deutsche,so im Alter von 20 - 25 Jahren.Darunter ein paar Maedchen,woraus Erika besonders
hervorstach.

Erika war ein huebsches Maedchen und sprach bayrischen Dialekt.Dazu war sie noch pech -
schwarz mit krausem Haar.
Allen war klar,sie ist ein "Besatzungskind",der Vater ein Neger,die Mutter ein GI - Flittchen.

Bei unserer kleinen Reisegruppe war dies kein Thema und wir verbrachten zwei vergnuegliche
Urlaubswochen.

Spaeter kam Woodstock,die Aera der Blumenkinder begann,der freien Liebe wurde gefroent,
uneheliche Kinder aus vergangenen Liebesbeziehungen wurden mehr und mehr kein Gespraechs-
thema mehr und die alten Zoepfe aus vegangenen Dezennien schienen dahin.

Zu der Zeit erinnerten sich,vor allem die damaligen jungen Leute nicht,dass Besatzungskindern
mitunter ein schweres Schicksal durchmachen mussten.

"Russenkinder" im oestlichen Oesterreich wurden diskriminiert,Batards de Boche wurden sie in
Frankreich genannt und in Norwegen attestierte man solchen Kindern,dass sie minderwertiges Gen-
material haetten und Norwegen wollte sie als Arbeitssklaven nach Australien "verkaufen".

Deutschen "Besatzungskindern",die zur Adoption freigegeben wurden,war es verboten,spaeter
Nachforschungen nach ihren leiblichen Elternteile zu betreiben und sie wurden auch von staat-
licher Seite her dabei behindert.

Zeiten nach Kriegen sind immer verworrene und bringen Schicksale mit sich,die sich niemand
wuenscht.Man sagt,dass die Zeit alle Wunden heilt.

Fuer alle Zeit ?

Nein,da tauchen ploetzlich Politiker auf,die behaupten,dass niemand Herrn Boateng,weil er schwarz
ist,ihn als Nachbarn wuenscht.
Da gibt es Zeitgenossen,die sich mokieren,dass eine deutsche Nationalmannschaft nicht aus-
schliesslich mit "Biodeutschen" besetzt ist.

Nur Thailand ist anders.Dort ist man tolerant gegenueber Geschlechtswechsler,Gays oder anderen
Transsexuellen oder auch "Luk Khruengkindern".

Nur bei "Fremden" sprich Farangs,die sieht man nicht mehr so gerne.Mehr und mehr werden sie
mit Auflagen belastet,wenn sie laenger als einen Urlaub lang im Land verbleiben wollen.

Hoffentlich bleibt es dabei und verfaellt dort nicht auch noch in den Rassenwahn.

Jock





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Re: Geschichten aus der Geschichte
« Antwort #353 am: 28. März 2019, 10:14:09 »

Zeitungen berichten,dass ein Restaurant in Wien 3 Michelin - Sterne erkocht hat.

Eine Premiere,denn vorher gab es bestenfalls nur 2 dieser Sterne.Waehrend manche
Kommentare sich daran stoeren,dass der Meister Juan Amador heisst und spanische
Wurzeln hat,zudem noch ein Piefke ist,loben andere seine Kuechenkunst.

Auch ein Foto des guten Mannes ist abgebildet,der mich allerdings nicht ermutigt,sein
Lokal aufzusuchen.

Er vermittelt mir einen gnadenlosen Herrscher seiner Kueche,der bei der Zubereitung
der Speisen die Roestaromen zwingt in Reih und Glied zu stehen.Es wird auch berichtet,
dass er eine Schnitte Kalbfleisch mit gewisser Brutalitaet schlaegt,bevor er sie in Mehl,
Ei und Broesel taucht und in heisses Oel herausbraet.

Von Liebe und Zuneigung fuer seine Kreationen vermeint man nicht zu spueren.

In meinem Leben habe ich mindestens schon 24.000 x gegessen.Eines dieser Essen bleibt
mir fuer immer in Erinnerung.

Es war im Jahre 1972,als die Familie Sommerurlaub in Italien machte und es war der
erste Urlaub im Ausland.

Da wir uns unsicher waren,ob wir ohne italienische Sprachkenntnisse das Abenteuer ueber-
haupt ueberleben wuerden,zogen wir es vor,sicherheitshalber unser Quartier am Haus-
meisterstrand des nette Ortes Caorle zu nehmen.

Da fuehlten wir uns sicher,denn ueberall hoerte man Vertrautes wie " Hurch zua"und "bist
deppat ?"Frau Navratil,die Hausmeisterin von der 16. Stiagn,die trotz Badeanzug der XXL -
Groesse,die herausquellenden Fettpoelster nicht baendigen konnte,war ein vertrautes Bild
vom Gaensehaeufel.

Es war Hochsaison und wir hatten Muehe in einer Pensione unterzukommen,da alles aus-
gebucht war.Nach laengerem Suchen fanden wir am Ende des suedlichen Strandes ein freies
Zimmer mit Vollpension.
Das heisst  Fruehstueck,Mittagsessen und Abendessen.Alles in einem festumrissenen Zeit-
rahmen serviert.

Beim Fruehstueck gab es keine Probleme,das klappte.Probleme beim Mittagsessen wurde
unter vielem Geschrei zwischen Patron und Kuechenchef in einer Lautstaerke ausgetragen,
dass man befuerchtete,einer der Zweien droht eine Auspeitschung,wenn sich herausstellt,wer
den Fehler zu verantworten hat,dass einfach zuwenig eingekauft wurde.

Urlauber an der Adria,so sie aus noerdlichen Gefilden kommen,also Deutschland und Oester-
reich,haben wenig Zeit.
Zuerst harren sie hungrig vor dem Speisesaal aus und gleich nach dem Essen muessen sie
entweder wieder an den Strand oder abends zum "Strandeln" aufbrechen.

Strandeln ist jene Beschaeftigung,wo man allabendlich schon zum 8 x die selben Verkaufs-
staende oder Geschaefte abklappert,um eine Herrenhandtasche ala Horst Schlaemmer oder
eine Lederjacke zu erstehen.

An jenem Abend kam und kam kein Essen,alle sassen hungrig herum,die Diskussion zwischen
dem Patron und dem Koch erreichte eine Lautstaerke,die den Laerm einer starteten A 380
in Schatten stellte.

Der Patron entschuldigte sich in seiner Muttersprache hundertmal,was aber keiner verstand.
Nach 1 1/2 Stunden warfen die ersten Gaeste die Nerven weg und verliessen wuetend den
Speisesaal um sich anderswo zu Laben.

Wir Zurueckgebliebenen versuchten herauszufinden,was es denn zu Essen gegeben haette
und bekamen als Antwort " Quaglia ".Niemand wusste was das ist und das Woerterbuch half
auch nicht weiter.
Der Patron versuchte daraufhin uns die Speise pantominisch darzustellen,was ein heiteres
Raetselraten zur Folge hatte.

Endlich kam dann das Essen und es war unvergesslich.

Die gefuellten Wachten mit Salbei loesten sich von alleine von dem Knochen,wenn man mit der
Gabel nur in die Naehe kam.Der Wein wurde gratis serviert,offensichtlich als Entschuldigung
und als Nachtisch gab es auch noch Gelati.

Da spuerte und schmeckte man,dass mit Liebe gekocht wurde und nachtraeglich verleihe ich
den Patron ebenfalls 3 Michelin - Sterne.

Einen 4.Michelin-Stern dafuer,weil er uns,um die Wartezeit zu verkuerzen,das "O sole mio" vor-
gesungen hat,mit viel italienischer Inbrunst und herrlich falsch.

Jock


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Re: Geschichten aus der Geschichte
« Antwort #354 am: 27. April 2019, 12:47:09 »

Wenn sich Don Camillo aus Boscaccio auf sein Fahrrad schwingt,um dem kommunistischen Buerger-
meister Peppone seine Heimtuecke heimzuzahlen,lachen und lachten die Zuseher.

Don Camillo,Pfarrer einer kleinen Gemeinde irgendwo in der Po - Ebene,nimmt man es ab,dass er
niemals daran dachte,hoehere Weihen zu erlangen oder gar Papst zu werden.

Ganz im Unterschied zu den vielen Priesterseminaristen,die sich gut vorstellen koennen,einstmals
den Fischerring zu tragen,wichtige Predigten zu halten und weltbewegende Enzykliken heraus zu
geben.

Bis dahin ist allerdings noch ein weiter Weg und kann ganz schoen ins Geld gehen.

Nachdem sich ein Priestersapirant geprueft hat und auch geprueft wurde,tritt er zum Studium,das
6 Jahre dauert ins Pristerseminar ein.Zudem muss er katholisch sein,maennlich und unverheiratet.
Ausserdem muss er Abitur haben und ueber eine robuste Gesundheit verfuegen.

Hat er dann die Priesterweihe vor Augen,ist es nuetzlich noch einige Semester,vorzugsweise in Rom
zu studieren und dabei wichtige Verbindungen zu knuepfen,die bei der in einigen Jahrzehnten an-
stehenden Papstwahl,ausschlaggebend sein koennen.

Doch die "Ochsentour" startet meist in einer kleinen laendlichen Pfarre,wo er als Hilfsgeistlicher Trost
und letzte Oelungen spendet,Kinder von Bauern auf Kevin und Chatal tauft und bei Beerdigungen das
Ritual bei allerernstem Gesichtszug routiniert vollzieht.

Man kann es ihm nicht verdenken,dass dabei seine Gedanken bei der Rueckzahlung des Kredites sind,
den er aufnehmen musste,um die entsprechende "Dienstkleidung" anzuschaffen.

Neben der schwarzen Soutane,die noch erschwinglich zu haben ist,gehen speziell die Messgewaeder
auf die Boerse.

Mindestens 4 verschiedene Farben muessen es sein,besser natuerlich,neben weiss,rot,gruen und vio-
lett auch noch blau und schwarz.
Jedes einzelne Stueck,aus schwerem Damast gefertigt und kunstvollen Goldstickereien verziert,sind
zwischen 1.500 und 3.000 Euro wohlfeil.

Hat man die "Ausruestung" zusammen,sollte einem gesellschaftlich angesehenes Arbeitleben nichts
mehr im Wege sein.
Fixe Anstellung,sicheres Gehalt und weitgehend freie Arbeitseinteilung sind die positiven Aspekte,die
viele zum Priesteramt draengen lassen.
Auch die Aufstiegsmoeglichkeiten sind nicht zu verachten.Vom Kaplan,Pfarrer,Vikar,ueber Bischof zum
Kardinal scheinen vorgezeichnet und lassen die Zunge schnalzen.

Doch Vorsicht - der Satan schlaeft nicht !

Diese junge,vom Satan gesandte Jungscharfuehrerin,die aussieht wie die junge Brigitte Bardot,der
er bei abendlichen Gespraechen naehrkam,ist der Grund,dass er eines Tages in duerren Worten dem
Bischof mitteilt,dass er aus persoenlichen Gruenden das Priesteramt aufgeben muss.

Bald darauf erscheint bei Ebay ein Angebot ueber gebrauchte Messgewaender und in einschlaegigen
Magazinen wird ein gut erhaltender Zwillingskinderwagen gesucht.

Jock
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Re: Geschichten aus der Geschichte
« Antwort #355 am: 27. April 2019, 14:04:47 »

Das ist u.a. eine herrliche Mischung aus Tragik und Komik.  {*   {*
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jock

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Re: Geschichten aus der Geschichte
« Antwort #356 am: 30. April 2019, 10:46:49 »

Wichtige Information fuer heterosexuelle Maenner

Die Formel E = mc2 kennt jeder,nur kann sie kaum jemand erfasslich erklaeren und hat im
praktischen Leben keinen Wert.

Einzig ein schweizer Exzentriker,der auch schwarze Loecher versteht,kann damit umgehen.

Die nachfolgenden Formeln hingegen,sind fuer das Zusammenleben zwischen Mann und Frau
so eminent,dass sie jeder erwachsene Mann verinnerlichen soll.

Sie lauten :  gEU=(U)5 cm+ 5.[u+2,5 cm]
                                             ________
                                                5 cm

und             cEU= [b-gEU]2 cm= f([b-gEU-11 cm)]
                                                 -------------------
                                                       2 cm

Die Differenz beider Werte entspricht der EU - Norm EN 13 402.

Frauen haben die praktischen Auswirkungen des Ergebnisses ohnehin im Blut,doch sollten
auch Maenner diese griffbereit im Hirnkastel haben,denn irgendwann kommt die Stunde,wo
ihnen die Wichtigkeit vor Augen gefuehrt wird.

Connaisseure der Weiblichkeit wissen bereits,wovon geschrieben ist = des Buestenhalters !

Dieser ist noch gar nicht so alt.Vor knapp 130 Jahren kamen die ersten neuzeitlichen BHs auf
dem Markt.

Es ist dem wilhelminischen Ordnungssinn des deutschen Korsettmachers Wilhelm Mayer -
Lischen zu verdanken,dass er das entsprechende Kleidungsstueck,neunzehnhunderteirgendwas,
zum Patent anmeldete.
Er konnte es nicht  hinnehmen,dass die Brueste der Frauen asymentrisch daherkamen,waehrend
seine Gartenzwerge stramm in Reih und Glied standen.Schiesslich ist Ordnung das hoechste Gut
der Deutschen.

Fast gleichzeitig meldete die Amerikanerin Mary Phelps Jacob ebenfalls einen Buestenhalter zum
Patent an und machte beim Verkauf dieses,ein sehr gutes Geld.

Der Milliardaer Howard Hughes schloss sich jahrelang in seinem Apartment ein und tuefelte an
einem Buestenhalter fuer die Filmschauspielerin Jane Russel.
Die jedoch war wenig von dem Wonderbra begeistert,denn der gute Howards liess die Werte
der oben angefuehrten Formeln unbeachtet.

Aber mit seinen Entwuerfen loeste er das Zeitalter der Spitzbusigkeit aus,das dazu fuehrte,
dass Frauen beinahe einen Waffenschein benoetigten,wenn sie in der Oeffentlichkeit unter-
wegs waren.

Der Buestenhalter (BH,Bra) hat in seinem 130 jaehrigen Bestehen die weibliche Welt erobert.
Selbst im tiefsten Afrika wird dieses Kleidungsstueck getragen.Nur in einer kurzen Zeitspanne,
so um 1975,liessen emanzipierte Frauen dieses Kleidungsstueck weg.

Um zu verhindern,dass ein Mann in einem Dessousgeschaft glotzt,wie die Kuh vorm neuen Tor,
wenn die Verkaeuferin nach der Koerbchengroesse seiner Herzensdame fraegt,empfehle ich,ent-
weder auf die Formel zurueckzugreifen oder sich durch praktische Uebungen mit der heiklen
Materie vertraut zu machen.

Durch Heben,Tasten,Wiegen,Fuehlen und in Augenscheinnahme der Brueste seiner Partnerin,
kommt der Mann der richtigen Koerbchengroesse schon nahe.

Doch Vorsicht !

Bei der praktischen Uebung kann es zu unerwarteten Reaktionen der "Testperson" kommen.

Daher sollte man vor Uebertragung eines wichtigen Fussballspiels,diese Uebungen verschieben.

Jock

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jock

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Re: Geschichten aus der Geschichte
« Antwort #357 am: 03. Mai 2019, 16:53:18 »

Death Valley Khanu Woralaksaburi

Schon seit Tagen hat mich meine Frau hitzesterbend verlassen.Die 42 Grad hat sie gegen
sportliche 32 Grad am Jomtien Beach getauscht.

Seither ringe ich um das nackte Ueberleben.Lange werde ich es nicht mehr durchhalten.

Schon am fruehen Morgen,kurz nachdem die Voegel ihren Gesang eingestellt haben,klettert
die Quecksilbersaeule unaufhaltsam.Kurz nach Mittags sind es 43 Grad im Wohnzimmer und
keine Wolken am Himmel,die vielleicht Abkuehlung durch ein Gewitter versprechen.
Gnadenlos brennt die Sonne herunter und unsere Hunde ueben sich in Ueberlebensstrategie.

Cisar verkriecht sich unters Bett.Primus liegt,den sorgfaeltig gehuetenen Wasserpflanzen nicht
achtend,in einem grossen Wasserbehaelter und Muck ist bei mir im anderen klimatisierten
Schlafzimmer.

Wenn durch die Hitze,mein Kreislauf beginnt,Wahrnehmungsaussetzer zu zeigen,habe ich
nur eine einzige Chance,einem fruehen Tod zu enteilen,indem ich die Grundwasserpumpe starte
und 5 Minuten unter dem "eiskalten "Wasser verweile.

Danach geht es es Weile,aber lange haelt die Abkuehlung nicht an.

Da denke ich gerne zurueck an jenen Tag,als wir vor Jahren im Jaenner einen Ausflug zum
Semmering machten.
Extrem kalt war es und die Temperatur zeigte hohe Minusgrade an.Die Nadelbaeume hatten ihr
weisses Festtagskleid an und von der Schneekanone wehte eine Boe frischen Schnee ins Gesicht.

Mit roter Nase und roten Wangen kehrten wir anschliessend wieder nach Hause,wo es backelig
warm war.

Kann ich das jemals wieder erleben ?

Sicher bin ich mir nicht,aber ich kenne einen,der sicherlich die derzeitige Hitzewelle ueberlebt.

Unser Dorfarzt - der sitzt in seiner Ordination und hat Wollsocken an.

Jock
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Bruno99

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Re: Geschichten aus der Geschichte
« Antwort #358 am: 03. Mai 2019, 19:40:23 »

Da denke ich gerne zurueck an jenen Tag,als wir vor Jahren im Jaenner einen Ausflug zum
Semmering machten.
Extrem kalt war es und die Temperatur zeigte hohe Minusgrade an.Die Nadelbaeume hatten ihr
weisses Festtagskleid an und von der Schneekanone wehte eine Boe frischen Schnee ins Gesicht.

Mit roter Nase und roten Wangen kehrten wir anschliessend wieder nach Hause,wo es backelig
warm war.

Kann ich das jemals wieder erleben ?

Ist zwar noch nicht lange her, aber war wahrscheinlich in einem anderen Leben  C--

Ich habe gute Lust in den Pool zu huepfen.

Das Wasser fuehlt sich waermer an,als die Luft.

Nur wie komme ich wieder heraus,ohne zu erfrieren ?
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Persönlich bin ich immer bereit zu lernen, obwohl ich nicht immer belehrt werden möchte. Winston Churchill

jock

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Re: Geschichten aus der Geschichte
« Antwort #359 am: 24. Mai 2019, 00:24:47 »

Bist du deppat,de is schoarf ! toente der Ex-Vizekanzler HC Strache angesichts einer Russin
und wird dafuer gegeisselt.

Da ist man ein bisschen zu streng mit ihm,denn der Satz existiert schon seit Urzeiten.

"Bist du deppat,de is schoarf " dachte sich auch Goettervater Zeus angesichts der Schoen-
heit Europas und verwandelte sich in einen Stier um ihr beizuwohnen.

Denselben Gedanken hatte auch der Paris,als er die schoene Helena sah und sie nach Troja
entfuehrte.Die Folgen waren jedoch verheerend.Nach dem trojanischen Krieg war das Weib
weg und Troja sah aus,wie Raqqa,nach dem Bombenangriff der Amerikaner.

In  den 60ger Jahren des vergangenen Jahrhunderts,sprachen gleichzeitig 2 Herren diesen
ominoesen Satz.
Der eine im besten Oxford - Englisch,der andere im guturtalem Russisch.Adressat der An-
himmelung war ein englisches Callgirl,die beide Herren ueberlebte.

Als spaeter der belgische Aussenminister nach der Konferenz mit Condoleezza Rice ihre Raeum-
lichkeit verliess,konnte er sich nur bruchstueckhaft an den Inhalt der Besprechung erinnern.
Er gab zu,dass er die ganze Zeit auf ihre Beine gestarrt hat und sich gedacht hat : "Bist du
deppat,de is schoarf".

Dieser Satz hat etwas erdiges an sich,etwas brunfthaftiges,allerdings nur im Wiener Dialekt.

Auf piefkeneserisch wird die Bedeutung anders.Das " Guckmal,die ist toll" kann sich auch auf
eine seltene Modellbahnlokomotive beziehen.

Nur Schweizer werden niemals diesen Gedanken haben oder ihn aussprechen.

Bei Ansicht einer Frau,wo Deutschen oder Oesterreichern,das Wasser im Munde zusammenlaeuft,
schaltet der Schweizer auf calvinistische Nuechternheit um.

"Das ischt sycher ein Lockvoegeli ",denkt er sich und weiter, "das lass ych bleibe".

Wir,und damit meine ich uns,die allesamt aeltere,honorige und gesetzte Herrschaften sind,ist
sicherlich ebenfalls schon der Satz: " Bist du deppat,de is schoarf" entschluepft.

Dann,wenn wir versehentlich in eine scharfe Chili- Schote gebissen haben.

Jock



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