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Autor Thema: Der Fall Kachelmann  (Gelesen 13901 mal)

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pattran

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Re: Der Fall Kachelmann
« Antwort #150 am: 25. Oktober 2012, 01:44:30 »


Das ändert jedoch nichts an der Tatsache, dass, von bedauerlichen Ausreißern abgesehen, die BRD, was Rechtsstaatlichkeit betrifft, den Vergleich mit den meisten Staaten nicht zu scheuen braucht und im internationalen Vergleich sogar recht weit vorne liegt.

Außerdem waren es hier zu Zeiten von Kubo und kawi oder Roy und Günther, noch Diskussionen bei denen es ans Eingemachte ging. Im Vergleich dazu, handelt es sich bei dem was wir hier tun, lediglich um leichte Lockerungsübungen.
 

Wenn wir jetzt schon bei Rechtsstaatlichkeit sind:
Ist es denn rechsstaatlich, wenn der Staat bewusst Hehlerei betreibt?

Und wie werden den die Deutschen belogen vom Staat in der Euro Krise? Das sind beides keine Ruhmesblätter.
Da darf man schon seine Zweifel haben.

Ja Kubo und andere Edeluser vermisse ich hier echt, das waren noch Kaliber!

Grüessli

pattran
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Moesi

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Re: Der Fall Kachelmann
« Antwort #151 am: 25. Oktober 2012, 08:07:41 »

Gebts auf:
Ferdinand sieht das alles nicht oder wills nicht sehen.
Was stören denn schon "ein paar bedauerliche Ausreisser" (von denen wir vermutlich sowieso nur die Spitze des Eisbergs mitbekommen) (s)einen "Rechtsstaat" .  ???

Gruss, Stefan

« Letzte Änderung: 25. Oktober 2012, 08:12:15 von Moesi »
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Ferdinand

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Re: Der Fall Kachelmann
« Antwort #152 am: 25. Oktober 2012, 14:33:44 »


@pattran

Das gehört zwar nicht hier her, aber ich werde Dir dennoch antworten. Das von mir in meinem vorherigen Beitrag eingebrachte Beispiel bezieht sich sachlich auf den Umgang mit geschützten Informationen und nicht auf den Steuerstreit.

In den meisten Staaten der Welt stellen Steuerbetrug und Steuerhinterziehung Straftaten dar. In einem Rechtsstaat sind Behörden dazu verpflichtet Straftaten zu verfolgen. Die Verwendung von V-Leuten und Informanten zählt zu den üblichen und legitimen Mitteln der Strafverfolgung, insbesondere bei der Bekämpfung von organisierter Kriminalität. Die USA haben gegenüber den Schweizer Banken in dieser Sache gleich ganz andere Saiten aufgezogen.
Eine Diskussion über Steuergerechtigkeit und Staatshaushalt der BRD stellt nicht die ergriffenen Maßnahmen der Finanzministerien infrage. Es steht einem Drogendealer auch frei über die Legalisierung von Drogen zu philosophieren, solange jedoch Drogenhandel und Besitz verboten sind, kann er nicht mit Strafverschonung rechnen. Das Gleiche gilt für Steuerhinterzieher. 

Es steht nirgends geschrieben, dass eine Regierung dem Volk immer die Wahrheit sagen muss. Das macht nicht mal der Vatikan. Auch hier braucht die BRD den internationalen Vergleich nicht zu scheuen, man richte  nur einmal den Blick nach Frankreich, China, Russland, USA oder Großbritannien. Denn wir wollen hier doch realistische Maßstäbe anlegen. Außerdem ist ein Volk nicht gezwungen seiner Regierung Glauben zu schenken und es steht jedem frei sich eine eigene Meinung zu bilden.


Gruß
Ferdinand
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pattran

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Re: Der Fall Kachelmann
« Antwort #153 am: 26. Oktober 2012, 19:42:37 »

Gerichtsbeschluss

Kachelmann darf Namen seiner Ex-Geliebten wieder nennen.

Das Landgericht Mannheim hat zwei Verfügungen gegen den Moderator Jörg Kachelmann und dessen Verlag aufgehoben. Er darf den vollen Namen seiner Ex-Geliebten wieder in der Öffentlichkeit nennen. Die Bezeichnung "Kriminelle" bleibt verboten, "Falschbeschuldigerin" ist aber erlaubt.

http://www.spiegel.de/panorama/justiz/joerg-kachelmann-darf-namen-seiner-ex-geliebten-wieder-nennen-a-863614.html
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Moesi

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Re: Der Fall Kachelmann
« Antwort #154 am: 26. Oktober 2012, 19:56:34 »

@Ferdinand

Ich hab Dir schon mal auf über 20 Seiten vergeblich versucht den Unterschied zwischen dem reinen Persönlichkeitsrecht "Bankgeheimnis" und auf der anderen Seite den  Missbrauch des Bankgeheimnisses durch kriminelle Elemente zu erklären (Es sind nicht die Schweizer Banken, die Steuern hinterziehen!!!) .
Ich lass das jetzt lieber....hab nicht mehr so viel Zeit für Dich.

Nur kurz soviel:
In unserer Rechtsform gilt ein unbescholtener Bürger solange als unschuldig, bis ein handfester Beweis vorliegt. Entsprechend respektvoll wird er von unserer Justitz behandelt.
Und wie Du zugeben musst, hat die Schweiz dadurch keinen Nachteil erlitten. Es geht uns in jeder Beziehung gut!

In Deiner Ideologie hingegen soll jeder Bürger jederzeit absolut "gläsern" durchleuchtet und wie Kachelmann schon beim geringsten Verdacht öffentlich und sozusagen nackt and den Pranger gestellt werden können ("nackt" weil sogar die Grösse seines Geschlechtsteils in den Medien diskutiert worden ist!). Diese Methoden haben wird seit dem Mittelalter aufgegeben.

Da bin ich froh drum und stolz drauf. Und dafür kämpft auch (fast) jeder Schweizer und Liechtensteiner.
Du hingegen scheinst  auch nach all den Diskussionen hier den Unterschied (den ich u.A. hier im Fall Kachelmann bemängle)  noch nicht mal im Ansatz zu erkennen.


Zurück zum Thema:

Zitat
Kachelmann darf seine Ex beim Namen nennen
Weil Jörg Kachelmann den Namen seiner Ex-Geliebten nicht preisgeben durfte,
nannte er sie die «Kriminelle aus Schwetzingen».
Das ist ihm jetzt untersagt. Dafür kann er sie wieder beim Namen nennen.

http://www.20min.ch/ausland/news/story/18307739

EDIT: Da ist mir Pattran grad um drei Minuten zuvor gekommen  :)

Gruss aus der Schweiz
Stefan
« Letzte Änderung: 26. Oktober 2012, 20:00:39 von Moesi »
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Ferdinand

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Re: Der Fall Kachelmann
« Antwort #155 am: 27. Oktober 2012, 12:09:15 »


@Moesi

Zitat
... den Unterschied zwischen dem reinen Persönlichkeitsrecht "Bankgeheimnis" und auf der anderen Seite den  Missbrauch des Bankgeheimnisses durch kriminelle Elemente zu erklären (Es sind nicht die Schweizer Banken, die Steuern hinterziehen!!!) .

Kein Mensch in den USA oder der EU interessiert sich für das Schweizer Bankgeheimnis oder dafür wie viel Steuern Schweizer oder Liechtensteiner Steuerzahler entrichten.
Den internationalen Kritikern geht es doch ausschließlich um die Steuerhinterziehung ihrer eigenen Staatsbürger, oder allenfalls noch um die gebunkterten Gelder von Diktatoren und organisierter Kriminalität.  
Genauso wie Du hier schon einmal meintest, die bundesdeutschen Politiker sollten sich mit Kritik zurückhalten, da die Liechtensteiner sonst deren Schwarzgelder aufliegen lassen würden. Aber genau darum geht es doch, während Du so tust als wäre die Steuerdiskussion nur ein Vorwand um die Ehre Liechtensteins zu beschmutzen. Es geht doch gerade um Heuchler wie unter anderem Zumwinkel, die ihrer Belegschaft Rechtschaffenheit und Verzicht predigen dabei aber selbst vom Beschiss profitieren.
Man kann alles in Frage stellen, den Sozialstaat, das Steuersystem der BRD und den Euro, aber es muss doch schon rein von der Logik her klar sein, dass kein Staat dulden kann, dass fortgesetzt seine Gesetze gebrochen werden.
In Wahrheit wurde das schweizer Bankgeheimnis, auf äußeren Druck hin, ja auch schon fast ganz geschliffen.

Zitat
Und wie Du zugeben musst, hat die Schweiz dadurch keinen Nachteil erlitten. Es geht uns in jeder Beziehung gut!

Wenn man den Rahm abschöpft geht es jedem gut. Wobei ich schon oft gesagt habe, dass ich die Schweiz bewundere.
Ich muss nur lachen, denn so wie Du hier schon lautstark „die vielen Vorteile“ der Armut im Issan gepriesen hast, lässt Du gleichsam keine Gelegenheit verstreichen, den schweizer und liechtensteiner Wohlstand den Bundesdeutschen unter die Nase zu reiben.  
Da fehlt mal wieder ein bisschen die argumentative Kohärenz.
Es scheint als würdest Du auch einen Haufen Hundescheiße bejubeln, solange er nur nicht von einem bundesdeutschen Hund geschissen wurde.

Zitat
In Deiner Ideologie hingegen soll jeder Bürger jederzeit absolut "gläsern" durchleuchtet und wie Kachelmann schon beim geringsten Verdacht öffentlich und sozusagen nackt and den Pranger gestellt werden können ... . Diese Methoden haben wird seit dem Mittelalter aufgegeben.

Ich habe bereits mein volles Verständnis für Kachelmann bekundet in dieser Sache. Für jeden persönlich Betroffenen muss es eine furchtbare Erfahrung sein, was ihm angetan wurde. Aber so laufen die Dinge eben. Man mag das in manchen Fällen ethisch verwerflich finden, doch Prominenz hat ihren Preis. Anlässlich Berlusconis Bunga Bunga, konnte man in den Medien Äußerungen der beteiligten Prostituierten über seinen „faltigen A.rsch“ lesen. Während Berlusconi seinerseits angeblich einmal gesagt haben soll, Angela Merkel habe einen „unfickbaren Fettarsch“. Ohne freie Berichterstattung wüssten wir das heute nicht.  

Zitat
("nackt" weil sogar die Grösse seines Geschlechtsteils in den Medien diskutiert worden ist!)

Wie groß ist denn jetzt eigentlich das Geschlechtsteil von Kachelmann?
Peinlich wäre die Diskussion für ihn ja nur unterhalb eines gewissen Maßes.

Zitat
Da bin ich froh drum und stolz drauf. Und dafür kämpft auch (fast) jeder Schweizer und Liechtensteiner.
Du hingegen scheinst  auch nach all den Diskussionen hier den Unterschied (den ich u.A. hier im Fall Kachelmann bemängle)  noch nicht mal im Ansatz zu erkennen.

Na dann kämpfe mal schön. Es ist ja auch legitim seinen Standpunkt mit Nachdruck zu vertreten. Mich erstaunt nur immer wieder Deine Arroganz und Engstirnigkeit, die Dich daran hindern, Dich zur Abwechslung auch mal in eine andere Perspektive hineinzuversetzen.


Gruß
Ferdinand
« Letzte Änderung: 27. Oktober 2012, 13:06:16 von Ferdinand »
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Re: Der Fall Kachelmann
« Antwort #156 am: 27. Oktober 2012, 14:21:22 »

Mich erstaunt nur immer wieder Deine Arroganz und Engstirnigkeit, ...

Hallo Ferdinand

 {;    Bitte auf persönliche Anmache verzichten.
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Moesi

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Re: Der Fall Kachelmann
« Antwort #157 am: 27. Oktober 2012, 20:45:15 »

 :o :o :o

@Ferdinand

Bitte entschuldige, wenn ich auf diese erneute verbale Hyperventilation nicht ausführlich antworten werde.
Nicht dass es mir an Antworten fehlen würde.
Aber wie ich Dich kenne, würde Deine Antwort auf meine Antwort jeweils wieder um Faktor 10 länger.
Dafür hab ich einfach beim besten Willen im Moment nicht genug Zeit.

Gruss aus der heilen Welt  C--
Stefan
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Re: Der Fall Kachelmann
« Antwort #158 am: 24. Dezember 2013, 09:53:41 »

Kachelmann verlor Prozess gegen seine Ex

Der Moderator wollte Gutachter-Kosten in Höhe von 13  000 Euro zurück.

Frankfurt. Der Fernsehmoderator Jörg Kachelmann hat den Schadenersatz-Prozess gegen seine ehemalige Geliebte in erster Instanz verloren.
Zweieinhalb Jahre, nachdem Kachelmann vom Vorwurf der Vergewaltigung freigesprochen wurde, wies das Landgericht Frankfurt am Montag im Zivilverfahren seine Klage auf Ersatz von Gutachterkosten ab. Die Zivilkammer habe "nicht mit der erforderlichen Sicherheit feststellen können", dass die Ex-Geliebte Claudia D. wissentlich falsch ausgesagt habe, hieß es zur Begründung. Kachelmanns Anwältin kündigte Berufung an.

Claudia D. hatte den Schweizer Wetterexperten im Februar 2010 wegen Vergewaltigung angezeigt. Nach dem Freispruch im Strafprozess im Mai 2011 hatte Kachelmann vor dem Zivilgericht auf Ersatz von Gutachterkosten in Höhe von rund 13  000 Euro geklagt. Anders als im Strafprozess musste Jörg Kachelmann im Zivilverfahren allerdings selbst darlegen und beweisen, dass Claudia D. bei ihren Vorwürfen die Unwahrheit gesagt hat.

Das Gericht habe beide Parteien angehört, sagte der Vorsitzende Richter Gerold Kurz. "Die Angaben standen sich im entscheidenden Kernbereich vollkommen unvereinbar gegenüber."

Dem Gericht sei klar, dass Claudia D. im Strafverfahren zu verschiedenen Punkten des Randgeschehens nachweislich falsche Angaben gemacht hatte. Andererseits sei zu berücksichtigen, dass auch Kachelmann "in anderen Bereichen ein recht großes Talent an den Tag gelegt hat, Scheinwirklichkeiten zu errichten".

Im Strafverfahren hatte das Landgericht Mannheim Kachelmann 2011 nach dem Grundsatz "Im Zweifel für den Angeklagten" freigesprochen - zugleich aber betont, dass dies nicht mit dem Nachweis einer falschen Beschuldigung durch Claudia D. verbunden sei. dpa
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Moesi

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Re: Der Fall Kachelmann
« Antwort #159 am: 01. Oktober 2015, 04:48:01 »

Vielleicht gibts doch noch Hoffnung für den Deutschen Rechtsstaat:
Die «Bild»-Zeitung muss Jörg Kachelmann eine Rekord-Entschädigung von 635'000 Euro zahlen. So will es das Landgericht Köln. Der Verlag zieht das Urteil nun aber  weiter.

http://www.20min.ch/panorama/news/story/-Bild--geht-im-Fall-Kachelmann-in-Berufung-11792657

Hoffentlich wird der Betrag nun verdoppelt  >:
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dolaeh

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Re: Der Fall Kachelmann
« Antwort #160 am: 01. Oktober 2015, 08:14:09 »

Hoffentlich wird der Betrag nun verdoppelt  >:
:D :D :D :D :D ;}
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