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Autor Thema: Lichtensteiner Millionen in Phuket ausgegeben - Jetzt in D verhaftet  (Gelesen 2077 mal)

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Khon German

  • kommt langsam in Fahrt
  • ***
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Das ist die Geschichte des Jahres ! So dumm kann eigentlich niemand sein, ist aber so. Heute ist in der Süddeutschen Zeitung folgender Bericht zu finden.

Er genoss das Luxusleben, das Faulenzen in der Sonne am Pool seiner Villa oder am Strand. Und wenn Michael Freitag Lust auf eine Spritztour hatte, warf er den Motor seiner Yacht an und brauste über das Meer vor der Küste des thailändischen Urlaubsparadieses Phuket. Er dachte, er hätte für immer ausgesorgt. Nur diese kleinkarierten Bankangestellten in Deutschland machten Stress. Quetschten seine Mutter aus, woher die 1,3 Millionen Euro stammten, die sie ihm überweisen solle. Dabei hatte er doch zur Sicherheit seinen Anwalt mit in die Bank geschickt. Weil aber auch das nichts half, flog Freitag selbst nach Deutschland, um die Sache zu regeln. Sein Rückflugticket verfiel allerdings.

Stattdessen sitzt Freitag im Gefängnis und auf der Anklagebank des Rostocker Landgerichtes. Er soll die Liechtensteinische Landesbank (LLB) mit den Daten von 1300 mutmaßlichen deutschen Steuersündern um mehrere Millionen Euro erpresst haben. Die Staatsanwaltschaft will nun auch seinem früheren Anwalt den Prozess machen.

Der leitende Rostocker Oberstaatsanwalt Peter Lückemann bestätigte der Süddeutschen Zeitung, dass die Behörde in Kürze Anklage gegen den Anwalt erheben wird. Intern wird noch diskutiert, ob wegen Geldwäsche oder Beihilfe zur Erpressung. Damit muss einer der bekanntesten Strafverteidiger Mecklenburg-Vorpommerns fürchten, in den Strudel der vielschichtigen Liechtenstein-Affären gerissen zu werden.

Thomas L., 46, der einige Zeit sogar Vorsitzender der Strafverteidigervereinigung in dem Bundesland war, droht vor allem besagter Bankbesuch mit der Mutter des vielfach vorbestraften Michael Freitag zum Verhängnis zu werden. Anfang November 2007 soll die Frau in der Rostocker Commerzbank-Filiale erschienen sein, um 1,3 Millionen Euro in bar einzuzahlen und ihrem Sohn nach Phuket überweisen zu lassen. Es heißt, Anwalt L. habe sie dabei begleitet.


Verschiedene Darstellungen
Weil die Bankangestellten Geldwäsche witterten, informierten sie die Staatsanwaltschaft. Die ermittelte später, dass das Geld aus der LLB-Erpressung stammte. Sie vermutete zunächst, dass es sich um Teile der Beute mehrerer Banküberfälle handelt, deretwegen der vielfach vorbestrafte Freitag bis 2004 elf Jahre lang in Haft gesessen hatte. Aus dieser Zeit kannte er Thomas L.. Der hatte ihm dabei geholfen, vorzeitig aus der Haft entlassen zu werden. Freitag war zu 15 Jahren Gefängnis verurteilt worden, doch die Justiz lehnte es ab, ihn nach Verbüßung von zwei Dritteln der Strafe auf freien Fuß zu setzen, wie dies üblich ist.


 
Ermittlungen gegen SteuersünderNeue Daten aus Liechtenstein
Doch Anwalt L. setzte sich für Freitag vor Gericht durch. Seither schaute sein Mandant ab und an in der Kanzlei vorbei und beauftragte den Anwalt mit der Vertretung bei der ein oder anderen kleinen Ordnungswidrigkeit im Straßenverkehr.

Ansonsten gehen die Darstellungen über das Verhältnis beider Männer weit auseinander. Freitag behauptet laut einem Bericht des NDR, Thomas L. habe ihn regelrecht beraten, wie er die Daten deutscher Kunden für viel Geld an die LLB loswerden könne. Angeblich soll er sogar erklärt haben, das wäre ein reguläres Geschäft und keine Erpressung. Doch wie viel kann man einem Schwerkriminellen glauben, der Zeit seines Lebens oft gelogen und betrogen hat? Die Staatsanwaltschaft lässt bislang offen, welche Indizien und Beweise sie außerdem gegen Thomas L. in der Hand hat.


Was passierte in der Commerzbank?
Die Schlüsselszene wird vermutlich das Geschehen Anfang November 2007 in der Rostocker Commerzbank sein. Thomas L.'s Version lautet, er sei von Freitags Mutter telefonisch hinzugebeten worden, weil die Bank sich querstellte. Die Frau habe kein Bargeld bei sich gehabt. Er habe zunächst nicht gewusst, worum es gehe. Dann sei die Rede davon gewesen, dass Freitag Geld für den Kauf einer Yacht benötige. Der Anwalt will lediglich erklärt haben, welche Nachweise nötig sind, um glaubhaft zu machen, dass es keine Geldwäsche sei.

Ein Missverständnis also? Immerhin saß Thomas L. deshalb bereits zweimal für jeweils etwa zwei Wochen in Untersuchungshaft. Als Michael Freitag am 15. November 2007 mit 450.000 Euro im Koffer vor dem Rückflug nach Phuket am Hamburger Flughafen verhaftet wurde, nahmen Ermittler zeitgleich in Rostock auch den Anwalt in Gewahrsam. Die beiden sind sich nun spinnefeind.

Auf SZ-Anfrage wollte sich Thomas L. nicht äußern. Sein Verteidiger Gerhard Strate sagt, der Vorwurf der Geldwäsche sei unberechtigt. "Er stützt sich nur auf Angaben eines mehrfach vorbestraften Schwerverbrechers und auf sehr matte Indizien." Sein Mandant geht derweil seiner Arbeit als Rechtsanwalt nach als wäre nichts.
 
 :D :D Fällt einem da noch was zu ein ???  :D :D
Gespeichert
Chang gehört aus der Flasche in den Mund - Nham kaeng mai au !
 

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