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Autor Thema: Bans Siamesische Geschichten  (Gelesen 4866 mal)

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Ban

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Bans Siamesische Geschichten
« am: 07. März 2010, 22:05:28 »

Eine Story aus der Familie ist doch recht "witzig" und ich meine, sie ist es wert, hier kurz skizziert zu werden:

Einer der älteren Brüder (ich schätze ihn auf gut 50 Jahre) meiner Frau lebt von uns ca. 40km auf dem Lande,
nahe bei seiner grossen Gummibaumplantage, die ihm ein gutes Einkommen sichert. Er lebt hier mit seiner Frau
und einem seiner inzwischen erwachsenen drei Kinder sowie mit 2 seiner 4 Enkelkinder.

Nun kam er vor einigen Tagen bei uns an mit einer jungen (aber furchtbar dicken) Frau inkl. (ebenfalls fettem)
Kind und sie wurde mir vorgestellt  als seine "neue Frau". Dieser Frau muss er wohl, um sie herumzubekommen,
erzählt haben, seine Frau sei vor 10 Jahre verstorben.

Nun einige Tage später, nachdem wir seine Frau besucht hatten, komplettiert sich das ganze Bild für mich.

Er hat so song bis sam mal im Jahr solche Anfälle vom Ausbruch aus dem Eheleben, seine Frau macht (natürlich)
immer ein grosses Gezeter, schläg ihn, hat ihm schon sein ganzes, sowieso nicht sehr hübsches Gesicht, zerkratzt.

Meine Frau leidet an einem akutem Doppelmoralanfall und meint, sie könne wohl für ihren Bruder sorgen (essen
zubereiten, Schlaffstätte anbieten) so dass es ihm wohl ergehe, aber auf seine Verfehlungen ansprechen könne
sie ihn nicht ??

Ihre grösste Angst war, seine Frau würde zum Messer greifen und ihn in ihrer Wut tödlich verletzten (den armen Kerl)

Nun, seine Frau hat sich mittleweile wieder "eingekriegt" und konnte (oder musste?) über die Sache schon wieder lachen.
 
Schaue ICH mir ein Plakat mit freizügiger Werbung an, bekommen ich einen Schlag in den Nacken. Bei weitergehenden
Intimitäten mit weiblichen Bewohnern dieses Planenten droht sie mir 1) die Verstümmelung meiner Genitalien, danach
Schlimmeres! an  --C


Verstehe dies einer ....   {[


BAN
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hellmut

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Re: Bans Siamesische Geschichten
« Antwort #1 am: 07. März 2010, 22:40:31 »

@ Ban, mach ihr ein schönes Geschenk.
Zum Beispiel den LEO-Bier Kalender 2010.

Dann wird sie nicht mehr so streng zu dir sein.

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Ban

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Re: Bans Siamesische Geschichten
« Antwort #2 am: 08. März 2010, 10:15:22 »

Was denn nun, Oel oder Gummi?

Unsere Plantage, angeblich ca. 22 RAI gross, wurde vor ca. 3 Jahren eworben.

Sie liegt am "Arsc* der Welt" naemlich ca. 40km weg in der Pampa.
Nahe bei dem oben erwaehntem Bruder meiner Frau.

Nun wuchsen seit fast 2 Jahren dort ehe schlecht als recht kleine Gummibaeumchen
heran. Letztes Jahr besichtig und fuer arg duerftig befunden von meiner Frau und mir.

Aber wie heisst es so schoen, kommt Zeit kommt Rat.

Wie es die Goetter aber nun mal wollten (und uns wollten sie uns anscheinend in den letzten
5 Jahren oft aergern) kam dieser besagte Bruder auf den Trichter, Oelpalmen waeren doch viel
viel besser. Eine Umstellung sei nicht teuer und wuerde sich schnell auszahlen.
Die  Ernte waere viel einfacher und auch mit viel weniger Arbeit verbunden (klar, DAS ist wichtig),
der Ertrag waere doppelt so hoch bei gleicher Nutzflaeche und sie waeren auch frueher ertragreich
(wenn mann  die "verlorene" Zeit der nun mittlerweile oft ueber 1.5m hohen Gummibaeume beruecksichtigen
wuerde, ware der Ertrag zeitgleich da)

Nun waren wir neben dem Besuch des Bruders, den wir aber nicht antrafen, sondern 'nur" seine Frau
auch auf unserer Plantage. Und was wir dort vorfanden, hat meine Frau zum weinen gebracht und auch
ich war tief betroffen.

Hatte meine Frau doch extra gut 1000 Euro investiert um die kleinen Oelpaelmen pflanzen zu lassen
(bei Kosten von ca. 2.5 Euro je Palme sind das mindestens 300 Palmen. Rest fuer Arbeit und Duenger)

Was wir vorfanden war eine Tragoedie aus wucherndem Unkraut, wild wachsenden Baeumen, Oelpaelmchen,
davon viele von Ratten zernagt, nur wenige in akzeptabler Groesse. Und auf jeden Fall zu wenige davon.
Auch waren Restbestaende der Gummibaeume noch vorhanden.

Mit der vielzahl von vorbildlich gepflegten Plantagen mit in Reih und Glied stehenden Palmen war
dieses Stueckchen Elend nicht vergleichbar.

Meine Frau brach mehrfach in Traenen aus. Denn dieses sollte einen Teil ihrer baldigen "Rente" darstellen.

Nachdem ich versucht hatte sie zu beruhigen, versuchten wir die Gruende herauszufinden warum es hier
so aussah und was wir unternehmen koennten oder sollten.

Die Gespraeche mit den Kindern der Schwiegereltern brachte als Ergebnis: abwarten, die sind mmanchmal
nur Fingergross und kommen noch hoch. Das Unkraut schuetze vor zu viel Sonne und verschwinde spaeter von
selber. Aber ein Rattenproblem gaebe es schon.

Die Frau meines Bruder dagegen behauptete, das mit den Palmen waere ein Reinfall, sie selber haetten auch
viel eingebuesst bei der Umstellung von Gummibaeumen auf Oelpalmen.

Nun aber wuerden sie sich darum kuemmern unsere Plantage wieder aufzuforsten mit Gummibaeumen (ohne weiter
Kosten fuer uns!), die Baeume gaebe es umsonst vom Staat, sogar Duenger wueder fuer die erste Anzuchtphase
kostenlos zur Verfuegung gestellt ?

Ich glaube nun sowieso nix mehr davon, meine Frau weiss auch nicht was sie glauben soll, und sagt mittlerweile
resigniert "mai pen rai", irgenwann kommt irgenwas in unbekannter Menge

Sind die so? Ja, leider  >:(

BAN
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Kern

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Re: Bans Siamesische Geschichten
« Antwort #3 am: 08. März 2010, 12:49:11 »

Hallo Ban

Ja, leider sind die oft so.     :-)

Wir DACHler neigen zum Perfektionismus und die Thailaender mehr zum praktizierten Schwachsinn.
Aber sie sind bei ihren Taetigkeiten im Durchschnitt besser gelaunt als wir.

Ich bin froh, dass ich mich mittlerweile ueber diesen Schwachsinn immer weniger aufrege und spaeter sogar amuesant finde.
Und das sind fuer mich, sofern es den eigenen Geldbeutel betrifft, schon harte Lektionen.   {{

Und die Hoffnung, mit meiner thailaendischen Verwandschaft in gemeinsamen Projekten netto auch nur einen einzigen Baht zu verdienen, habe ich endgueltig aufgegeben.

Gruss  Achim
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Blackmicha

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Re: Bans Siamesische Geschichten
« Antwort #4 am: 08. März 2010, 13:14:43 »

ich sach mal . Finger weg von Ackerbau und Viehzucht , wenn man keine Ahnung , Lust  und Liebe zu hat !

und ich hab definitiv keine dazu !

 C--

PS : mit Liebe mein ich die liebe zum gaertnern , nich die LKS Liebe !
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Essen und Beischlaf sind die großen Begierden des Mannes

Konfuzius - oder so

Ban

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Re: Bans Siamesische Geschichten
« Antwort #5 am: 08. März 2010, 13:18:10 »

ich sach mal . Finger weg von Ackerbau und Viehzucht , wenn man keine Ahnung , Lust  und Liebe zu hat !

und ich hab definitiv keine dazu !

 C--

PS : mit Liebe mein ich die liebe zum gaertnern , nich die LKS Liebe !

Das sehe ich auch so, (Schuster, bleib bei deinem(n) Leisten)

Aber was ich will und was meinen Frau will ist nicht immer (lol) unter einen Hut zu bekommen.

Gruß

BAN

P.S. ... und nochmals danke für den Hinweis ... :-X
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samurai

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Re: Bans Siamesische Geschichten
« Antwort #6 am: 08. März 2010, 16:09:01 »

3 Voraussetzungen zum Erfolg:
1. Verstehen das eine Farm Arbeit und Sachverständnis benötigt, andernfalls handelt es sich um ein teures Hobby. Sollte mann sich dann aber auch leisten können.
2. Wenn Es Euch Ernst ist mit der Farm reicht kein Aufenthalt Irgendwo in Los, nein auf der Farm sollte es schon sein.
3. Verlasse Dich nicht auf die bucklige Verwandschaft, jeder bezahlte Vorarbeiter wird zuverlässiger sein. Ausserdem ist die Verwandschaft mit Sicherheit am Ende teurer  :D


Wie auch immer wünsche ich Euch Erfolg
rolf samui

ps schön das Du Deinen Humor nicht verlierst, Ban
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Ein Leben ohne Strand ist Moeglich, aber sinnlos. 

Ban

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Re: Bans Siamesische Geschichten
« Antwort #7 am: 09. März 2010, 11:01:21 »

Vor 12 Jahren. Ich war 30. Und ein Dummkopf. Ein grösser würde
ich noch werden, ich wusste es nur noch nicht.

Achtung: Nicht chronologisch!

Seit 2 Jahren war ich selbstständig und verdiente gutes Geld. Richtig gut!
Das war damals in Deutschland noch möglich. Die Währung war DM.
Ich arbeitete viel, aber es war keine Belastung, ich tat es gerne. Mein Hobby
hatte zum Beruf gemacht. Davon träumen andere nur.

Verkaufsgespräche führte ich über einen großen Zeitraum mit einer Quote von 98%
zum Abschluss. Ich war für meine Kunden da, auch Samstags und Sonntags.

Mit 5000.- DM fing ich an. Mein Geschäft hatte ich mir selber eingerichtet. Möbel
selber gebaut, Elektrik selber verlegt. Fussboden, Wände und Decke selber saniert
mit Hilfe der Familie.


Meine Frau lernte ich auf dem "Send" kennen. Es gab Krustenbraten vom Grill
mit Krautsalat im Brötchen. Sie wusste nicht wo man anfangen sollte zu essen,
ich wusste es auch nicht ,-)


WG Leben

Von der WG mit einer Psychotante, dem Extremsport-Studenten, einer abgedrehten
Althippianerin mit Mäusen in der Matratze, der Biologie Studentin die regelmässig
Besuch eine verheirateten Mannes hatte (Irgendwann trennt er sich sicher von seiner
Frau, ich mag die Kinder ja auch...) und mir. Der Vermieter kam regelmässig um
Türen aufzubrechen - lustig. Dennoch, lange hielt ich das nicht aus.

1 Jahr später war ich in einer anderen WG.
 
Nur Lesben, beides Freundinnen meines Bruders. Und ich natürlich.
Problematisch war nur, obwohl ich keine Siffsau bin, ordentlich genug war ich für
diese sonst reine Frauen-WG nicht. Das Badezimmer war der Knackpunkt.

Das Zimmer mitten in der Altstadt. Wenig WG Bezug, aber MCäckes schräg gegenüber wie
auch einige der angesagtesten Altstadkneipen. Not bad. Really!
600.- DM hat dieses Zimmer gekostet und im Winter war Eis von innen an den Scheiben.
Die letzte Nebenkostenabrechnung habe ich nicht mehr gesehen. Ein geniales Hochbett
hatte ich  mir eingebaut. Wer in dieses Zimmer kam musste vorsichtig sein. Überall
lagen Sachen verstreut. Ich war beschäftigt. Zum Studieren blieb kaum noch Zeit.
In guten Monaten verdiente ich über 2000.- Dm als Student steuerfrei dazu. Ich
bekam auch noch BaföG. Was für ein Leben.


Sex Leben

Es gab Viele, wirklich. Meist aber war es von kurzer Dauer. Ich hatte kein Problem
damit.


Z.B. Monika. Der Sex war gigantisch. Erst später fand ich heraus, das es "tantrisch"
war. Leider konnten wir das nicht oft wiederholen. Sie wechselte die Uni und ward von
da an nie mehr gesehen.


Die, die ich nicht hatte

Lariassa, Tochter eines Industriellen. Trotzdem war Sie auf dem Teppich geblieben.
Irgendwie eine Spiesserfamilie, dennoch...
Motorradtouren an die idyllische Pader, im Wald am Baum sitzend sinnieren,
im abgedunkelten Raum laut aufgedreht Pink Flyod (Money, The dark side of the moon),
Peter Gabriel und den mit den Diamaten auf den Schuhen hören. Aber auch Sade.

Das war etwas, was ich normalerweise alleine machte, ich bin der Meinung, Frauen
erschliesst sich dieses nicht.

Aber mit einer Flasche Wein ging es. Wobei aber der Focus verloren ging.

Im Elternhaus im nicht mehr vorhandenen Jugendzimmer auf dem Bodem im Schlafsack
liegend und nicht einschlafen können. Irgend etwas war falsch. Wusste nur nicht was.
Normalerweise dauerte das nicht so lange.

Später wusste ich es. Einige Jahre später sah ich sie mit ihrem Mann und Kindern.
Sie im Kittel. Spiesser, das war es. Eine Ahnung musste mich gerettet haben. Denn
Signale gab es.

Den kompletten Briefwechsel in Grösse eines Schuhkartons hat meine Frau später im
Keller gefunden und mitsamt sämtlicher Bilder vernichtet. Grotesk.


Die kleine Italiänerin

Auch noch aus Sizilien, uiii. Wenn ich sie abholte muss ich weit weg parken und wurde
seeehr merkwürdig angesehen. Immer gingen wir in seriöse Abendveranstaltungen (offiziel)
Klein, rassig, lange schwarze Haare. Kein wirklich sehr hübschens Gesicht aber markante
Nase. Nett und unglaublich verklemmt.

Später lud sie mich in ihre eigene kleine Studentenbude auf einen Kaffee ein. Tatsächlich
tranken wir nur Kaffee.


Meine Frau

Abgeschoben von ihrem dritten Mann, dem der sie nach Deutschland holte. Hockte sie meist
in ihrem kleinen miefigen Zimmer. Wenn ich Zeit hatte, ich nahm mir immer mehr, holte ich
sie ab und wir gingen spazieren, Abends im SceneLokal Takos essen und mehr. Sie taute
langsam auf. Ich glaube sie hatte anfangs Mitleid mit mir. Ich lief in den abgerissensten
Klamotten rum. Alte abgegrabbelte Lederjacke, kaputte Jeans etc. Ich habe nie und tue es
jetzt auch nicht, Wert auf teure oder auch nur gute Kleidung gelegt. Aber ich weiss, Kleider
machen Leute. So versuche ich mich zu gegebener Zeit passend zu kleiden. Aber ich hatte die
Taschen voller Geld und gab es gerne für viel Spass aus. Sparen war nie mein Ding.

Meine zweite Stereoanlage hat über 6000.- DM gekostet. Einige Monate Geld an die Seite gelegt,
Bargeld im Laden auf den Tisch und ab damit. So habe ich es eigentlich immer gemacht.
Der Tonabnehmer meines Direkt angetriebenen Yamaha Plattenspielers kostet z.B. 1000.- DM.
O.K., das mit dem Direktantrieb war ein Fehler, aber ein kleiner, vernachlässigbarer.


Jobs
2-Rad Geschäft
30 Minuten quer durch die Stadt musste ich jeden Tag fahren
Fahrrad- und Motorradteile einsortieren, elektronisch bestellen und verkaufen. Aber auch
verpacken und versenden. Zur Cebit durfte ich mir kostenlos die fast neue BMW RS ausleihen.
WOW. Kurz vor Hannover fing es an zu schneien wie Sau und ich hing im Stop und Go Verkehr fest.
2 Stunden vor Toresschluss kam ich an und hetzte durch die für mich wichtigsten Messehallen.
Der Tag war echt eine Kathastrophe.

Filiale einer Computerkette
Anfangs als studentische Hilfskraft lernte ich von der Pike auf durch einen wirklich erfahrenen
Mitarbeiter zu denken wie es die Maschinen tun. Letztendlich als stellvertretender Filialleiter
durfte ich die Arbeit machen. Der Filialleiter flog, nachdem er wohl wegen Unterschlagung ein
längeres Gespräch in der Zentrale in Waiblingen hatte, raus.


Fachabi
Münster im Sommer ist genial. Ich habe rückblickend das Gefühl jeden Tag entweder im Park, in
Lerngruppen und/oder Abends im Biergarten herumgehangen zu haben. Ich war voll motiviert.

Da ich ein technisches Studium aufnehmen wollte, sollte Mathematik wohl unproblematisch sein.
Englisch war mein Schwachpunkt. Physik, WiSo etc. nicht. In den Weihnachtsferien lernte ich für Physik.
Ich war der einzige mit einem programmierbaren Taschenrechner
(Sharp PC-E220 http://www.homecomputermuseum.de/comp/298_de.htm).

Den hatte mir mein Bruder (den ich wirklich liebe, bewundere und verehre) über eine sammelbestellung
an der FH besorgt. Ballistik war das Thema der kommenden Arbeit. Ich programmierte, stellte Formeln
in alle erdenklichen Richtungen um und heraus kam ein Expertensystem. Jede denkbare Aufgabenstellung
war abgedeckt und das Ergebnis wurde mit allen Zwischenschritten ausgegeben. Perfekt. Den Rechner
durfte ich aus Fairnessgründen nicht benutzen. Aber die Arbeit gabe ich fehlerfrei gelöst nach der
Hälfte der Zeit ab. Ich hatte alles während des programmierens verinnerlicht.

WiSo
Wir waren mittlerweile nur noch 16 Leute. Ein kleiner Kern von vielleicht 5-6 war motiviert, wussten
was sie wollten. Der Rest tlws. Tochter des Architekten musste, aber konnte nicht.
Ich gabe nach einer kurzen Eingewöhnungsphase alle Arbeiten nach spätestens 30 Minuten ab um bekam sie
nOch während der Stunde wieder zurück. 1 - setzen.

Richtig gut war ich in der Grundschule. Vom Gymnasium flog ich wg. Latein und Deutsch. Richtig wohl
hatte ich mich dort nie gefühlt, eigentlich war es von Beginn an eine Quälerei. Hausaufgaben machte
ich meist während der Busfahrt. Das hatte halt Folgen.

Die Realschule, von Nonnen geführt, gefiel mir viel besser, obwohl es mir schwer viel in die schon
eingeschworene Klassengemeinschaft hereinzukommen.

Das Fachabi schloss ich als Jahrgangs-Zweitbester ab. Irgend eine Tussi aus einer anderen Klasse
hatte einen Schnitt von 1.1 ich nur 1.2 (in Englisch bekam ich ein seeehr nettes "gut" - nochmals
Dank dafür)


Fortsetzung folgt ...

BAN
« Letzte Änderung: 09. März 2010, 11:07:57 von Ban »
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Ban

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Re: Bans Siamesische Geschichten
« Antwort #8 am: 09. März 2010, 11:38:46 »

Während der ersten beiden Semster des Studiums gabe es da noch "die Eine" mit
unglaublich grünen Augen. Sie war fest lieert. Schade. Zusammen Schlittschuhlaufen
und Eis essen ging noch, Zu ihrer Geburtstagsfeier ins weit entfernte (keine Ahnung
mehr aus welchem Kaff sie kam) auch. Das wars. Am Schmlimmsten ist nicht erwiderte
Liebe. Grausam. Habe sie wg. diff Kurse kaum noch gesehen (wollen)

Realschule. Schwoof am Abend im "berühmten" Partykeller. Lieder wie "Hiroshima"
liesen die Hormone Purzelbäume schlagen. Nette zeit? Weiss nicht mehr. Gab auch viele
einsame Momente.


Ihren ersten Mann verlor sie bei einem Verkehrsunfall und muss die beiden kleinen Kinder
alleine versorgen. Ihr vater hatte sich im Zwist vom Rest der (reichen) Familie getrennt
was seine Frau ihm nie wirklich verzieh. Illegaler Zinnhandel und Wäscheservice
sicherte das Überleben der kleinen Familie. Als älteste Tochter war sie zwar das
Lieblingskind ihres vaters, eines ehemaligen Lehrers, der zugunsten eines einfacheren
Lebens diesen Beruf aufgab (was zu den oben erwähnten Zwistigkeiten mit der Familie führte)
War sie deswegen "verantwortlich" für das wirtschaftliche Überleben der ganzen Familie bis
zum heutigen Tage?

Der zweite Mann, ein Säufer und Taugenichts, versorgte sie mit einem dritten Kind.
Mein Gott, ist die hübsch heute. Hochgewachsen, schlank und ein ebenmässiges Gesicht,
auch ohne Schminke sehr schön, mit MakeUp könnte sie als Model bei vielen Contests
smithalten.

Sie verliess ihn und besorgte sich das alleinige Erziehungsrecht für alle Kinder.

Was sie in Phuket machte, als ihr deutscher Ehemann sie kennenlernte weiss ich nicht
(mai pen rai). Aber natürlich ging sie mit. Schon als Kind nach der Schule sofort zur
Arbeit, was blieb für ein Ausweg. Aber das ewige Heimweh nach den Kindern und das fehlende
Verständnis für ihre Kultur führten letztendlich zur Trennung. Ich lernte in kennen.

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Ban

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Re: Bans Siamesische Geschichten
« Antwort #9 am: 09. März 2010, 15:32:20 »

Fast drei Jahre nach dem ersten Kennenlernen war ich zu meinem ersten Besuch in Thailand.
Natürlich war ich nicht offiziell ihr fester Freund, sondern nur ein Bekannter.

Sonst hätte das ein schlechtes Licht auf sie geworfen.

Sex hatten wir nur ausserhalb des Dorfes während der Übernachtungen in kleineren Hotels.
(Und mitten in der nacht leise auf dedm Fußboden, damit das Bett nicht quietschte)

Mehrfach wurde meine Frau "schief" angesehen und beschimpft (Die Thais vermuten
wohl grundsätzlich bei gemischten Paaren das die ganze Sache gegen Geld abläuft)

Die Kinderaugen waren gross als da ein "neuer" Farang mit der Mama ankam. Die
Geburtstagsfeier war denkwürdig und ich glaube ich verlor einen Teil der Erinnerung
daran wegen des vielen Mekong. Es wurde sogar getanzt mit ihrer Mutter, diese ist leider
vor einigen Jahren mit nur knapp über 60 Lebensjahren verstorben.

Zu der Zeit lief es geschäftlich gut, ich hate viel Geld mitgenommen. Zuvor waren schon
grössere Summen für den Hausbau transferiert worden. Ich glaube summarisch waren es bestimmt
30.000 DM. Nur Wenige Jahre später musste das Haus renoviert werden um den gröbsten Pfusch
wieder gerade zu biegen.

Ein neues, nicht zu kleines Boot um auch auf offener See fischen zu können für ihren Bruder
kostete 3000.- DM. Ich sah es als Hilfe zur Selbsthilfe an. Im Endergebnis nun nach 12 Jahren
war es eine gute Investition. Ich spende nie Geld an Hilfsorganisationen. Ich leiste direkt
vor Ort Hilfe.

Nach dem Tsunami war der Schock gross, meine Frau nahm den nächsten Flieger nach Thailand und
im Gepäck waren neben Geldspenden von meinem Steuerberater und meinen Eltern auch ein bischen
von mir.

Obwohl ihr Bruder in der Stadtverwaltung von Bang Muang arbeitet, gab es keine Hilfe für das
kleinere unsere Häuser, bei welchem die Inneneinrichtung komplett zerstört worden war.

Das andere Haus blieb unversehrt, es liegt glücklicherweise einige Meter höher und weiter entfernt
von der Küste. Der geplante Grundstücksverkauf, der über 2 Mio Baht erbringen sollte, viel flach.

Der Immobilenmarkt war zusammengebrochen. Zuerst schien es, das Dorf würde sich nie wieder
davon erholen. Kaum einer traute sich die Nacht in seinem Haus oder auf seinem Grundstück nahe an
der Küste zu verbringen.

Das soziale Netzwerk war zusammengebrochen ebenso wie der Arbeitsmarkt da viele Familien förmlich
zerstückelt worden waren.

Mit dem Aufbau einer neuen Infrastruktur (Strassen) wenig später begann der Neuanfang. Man schwieg
das Thema tot aber baute Denkmäler an jeder Ecke.

Heute mit den neuen Hotelanlagen rundherum glaube ich ist die Gegend wirtschaftlich auf einem
guten Weg. Ressorts für "Residents" werden gebaut oder ausgebaut. Heute war "unser" Internetcafe
vollbesetzt für mehr als 6 Stunden. Normalerweise kommen dabei so um die 3500 Baht monatlich
zusammen. Vom Doppelten kan man schon leben.
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thai.fun

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Re: Bans Siamesische Geschichten
« Antwort #10 am: 09. März 2010, 16:42:34 »

Achtung: Nicht chronologisch!
...ufff, ich hab alles gelesen. Da lief ein Leben "nicht Chronologisch" vor mir ab.
Dieses Leben und das Tagebuch dazu kann nur weitergehen, so hoffe ich sehnlichst!  [-]
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quaychang

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Re: Bans Siamesische Geschichten
« Antwort #11 am: 09. März 2010, 16:45:43 »

Interessante Geschichten. Ich bin mal gespannt wie es weitergeht. So einige parallellen zu meinem Leben stelle ich auch fest. Ohne allerdings unmittelbar von der Tsunami-Tragoedie (materiell oder familiear) betroffen gewesen zu sein. Moralisch und Emotional natuerlich schon. Damals waren wir ausserhalb Thailands.

Landwirtschaft und gerade der Umgang mit Pflanzen beinhaltet zuviel unkalkulierbare Faktoren. Ich glaube es hat auch neben dem Fachwissen auch sehr viel mit Glueck und dem rechten Zeitpunkt am rechten Ort zu tun. Gummi oder Oelpalmen? Einige Leute meinen ja das waere DIE Superinvestition. Bei einigen wenigen funktioniert es auch, die meisten jedoch gehen mit baden.  
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Frueher dachte ich immer die Geschichten ueber Schilda und die "Streiche" ihrer Buerger sind erfunden... heute weiss ich: Schilda = Thailand

Ban

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Re: Bans Siamesische Geschichten
« Antwort #12 am: 09. März 2010, 17:37:46 »

Manchmal streiten wir uns. Jeder glaubt vom anderen nicht verstanden zu werden.
Eine richtige "Streitkultur", wie wir sie in Europa pflegen, kennen Thailänder
jedoch nicht. Das gezielte Austauschen von Argumenten hat keinen Zweck wie ich
leider oft resignierend feststellen musste. Stundenlange "Kneipen"gespräche mit
philosophischem Tiefgang bekomme ich in den letzten Jahren zu wenig. Da fehlt mir
doch wirklich was. Zu wenig Zeit für Freunde? Habe auch nur 2 Wirkliche neben
meiner Familie. 

Mit den Jahren merke ich, in Freunde muss man Zeit investierenm, aber die wahren
Freunde verzeihen einem alles. Meine Interessen haben sich sehr verlagert.

Die beiden Ältesten leben inzwischen wieder in Thailand. Fleissige Tochter, hat
mich zum Opa gemacht mit nur 42. Na danke. Kann das Wort nicht leiden, obwohl ich
meinen Vater so immer indirekt anspreche. Übrigens, ich würde mir meine Eltern
jederzeit sofort wieder aussuchen! Unser Sohn ist stinkefaul. Von Irgendwo
bekommt er immer ein bischen Geld zugesteckt. Die besten angebotenen und gut
bezahlten Jobs (9000 Baht) hält er nicht durch. Nach 4 Wochen war spätestens
Schluss. Würde ich das unter den gegebenen Umständen in seinem Alter anders machen?

500.- Euro habe ich in einen Roller investiert, damit er zur Arbeit fahren kann.
Grrrrrrrr. Soll er doch demnächst zur Armee. Mal sehen. Etwas oder auch etwas mehr
Disziplin wird ihm gut tun. Meine Frau ist in Bezug auf ihn so inkonsequent ,-(
Gesprächen mit mir geht er aus dem Weg. Ich werde aber nie laut.

Oft war ich schon so weit zu sagen, dann geh doch. Habs sogar mal gesagt. Sie
kam aber wieder (angekrochen). Schuldeingeständnisse gab es nie, von keiner Seite.
Das Leben lief halt so. Kismet, Karma, Schicksal, es gibt viele Namen dafür.
Blauäugig auch. Finanziell geht es uns zeitweise nicht so gut. Probleme mit
Share-Spielen, einer defekte Heizung (11.000 Euro) und die häppchenweise Sanierung
unseres 250 Jahre alten Hauses (mal 2500.- Euro oder auch mal mehr) fressen mir
die Haare vom Kopf. Tatsächlich ist da ein Untertassengrosses Nichts entstanden.

Gesundheitlich angegriffen krieche ich die letzten Monate die Treppen in unserem
Haus auf allen Vieren hoch. Deswegen nicht zu arbeiten fiele mir nicht im Traume
ein. Unser Auszubildende bleibt zu Hause wenn er ahnt er könnte am nöchsten Tag
einen leichten Schnupfen bekommen. Ist das heutzutage so?

Wenn ich allerdings so komisch unterm Tisch eines Kunden rumkrieche wenn ich z.B.
die Verkabelung überprüfen muss, kommen tlws. recht merkwürdige Kommentare ,-)

Meinem Kollegen habe ich schon oft gesagt, ich wandere aus. Er glaubt mir nie.
Dennoch sind meine Pläne nun relativ konkret. Bin oft ohne wirkliches Ziel durchs
Leben getaumelt. Habe nicht agiert sondern reagiert.
Vor 25 Jahren habe ich den katholischen Kirche den Rücken gekehrt. Meine
Glaubensausrichtung war eher buddhistisch ausgerichtet (praktisch) Ich glaube aber
nicht an das grosse Überwesen "da oben". Aber es gibt Dinge, die wir Menschen nicht
verstehen, zumindest noch nicht verstehen können. Wie kann ein Teil eines Atomes
das Teil eines tausende Kilometer entfernten Atomes beeinflussen?

Der zuletzt durch die Luft fliegende Teller hat eine dicke Schramme im Boden
hinterlassen. Ist aber wieder alles gut - oder?

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Re: Bans Siamesische Geschichten
« Antwort #13 am: 09. März 2010, 17:58:59 »

10 Jahre lang habe ich mir gesagt, erst zahle ich Schulden zurück,
dann kann ich an Urlaub denken. Aber ich glaube so würde die welteweite
Tourismusindustrie zusammenbrechen. Also "biß ich in den sauren Apfel"
und flog auf Pump in den Urlaub. Weihnachten Im Flieger. Nur Halbvoll.
Praktisch. Eine ganze Sitzreihe für meine Frau, die nach dem 5ten Bier
und ein oder 2 Glas Wein sternhagelvoll ist. Sogar die Besatzung möchte
ihr nichts mehr geben.

Ihre Leberwerte waren auch schon mal besser. Unsere Hausärztin ist die Ex
meines Bruders. Auch praktisch. Hilft aber nix. Meine Frau hat definitiv
ein Alkoholproblem. Wer morgens einen Magenbitter (oder auch 4) braucht
hat eines. Nach grösseren Saufgelagen ist sie eine Woche "wie tot"

Jedes mal schwört sie wieder dem Alkohol ab. Zwei ihrer Brüder sind an
Alkoholproblemen gestorben. Einer ertrunken, der andere im Krankenhaus
(Leberzirrose?). Angeblich ab er, weil der Arzt sich weigerte im Alkohol
zu geben und keiner aus der Familie aufpasste. Schock. Ich vermute
Entziehungserscheinungen eines geschwächten Körpers.

Die drei Kinder ihrer früh verstorbenen Schwester hat sie, wie sie es ihr
am krankenbett versprochen hatte, unterstützt bis zum Abschluss ihrer
Ausbildung. Wieder ein Stück geschafft. Alle sehr fleissig und wohlerzogen.
Alle haben Arbeit und können sich mittlerweile selber versorgen.

Das ist das soziale Netzwerk wie wir es bis in die 50er in Europa auch noch
hatten.

Einen grossen Traum habe ich noch. Frage mich nur, was ich bereit bin
dafür aufzugeben.


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Re: Bans Siamesische Geschichten
« Antwort #14 am: 09. März 2010, 18:49:00 »

Was Liebe ist, wer hat sich das nicht schon mal gefragt. Gibt es dazu nur philosophische oder
wissenschaftliche Antworten?

Letztendlich bestehen wir doch alle nur aus einer mehr oder minder zufälligen
Ansammlung von Molekülen. Aber der zweite Lehrsatz der Thermodynamik wird es schon
wieder richten und den durch die Menschheit angerichteten Schaden dauerhaft wieder
beseitigen.

Nach dem ungefähr 6sten Semester und circa 20 Scheinen, aber bevorstehender "Chemie II"
Klausur war endgültig Schluss.

Im Hause meiner Eltern knappste ich mir das Wohnzimmer ab und begann Rechner
zusammenzuschrauben. Mein vater stand derweil am Dampfbügeltisch im Raum nebenan in
seiner Werkstatt. Der Hausbau im fortgeschrittenen Alter war ein Wagnis, den meine Eltern
sicher nie bereut haben. Klein aber fein und nicht diese nervenaufreibenden Ecken überall
(Keine, wirklich keine Wand ist gerade in unserem Haus)

Fachwerk mit Lehm und Weidengeflecht machen den Umbau zum Abenteuer. Ist dieser Balken
tragend? Na, sicherheitshalber legen wir da mal was drüber. 10 Stromkabel laufen auf den
letzten cm blank in einer Verteilerdose zusammen. Alle stehen unter Saft. Klar!

Grosse Kunden, kleine Kunden, jeder wurde gut bedient. Beratung war meine Stärke. Ich
nahm mir oft eine Stunde Zeit. Jedes Mal zahlte sich das aus. Ich betrog meine Kunden nie.
Im Dorf geht so etwas auch nie lange gut. An einem Wochenende baute und installierte ich 40
PCs für ein Schulungsunternehmen! Speziell benötigtes Fachwissen eignete ich mir kurzfristig
an. Callcenter, Reisebüroausbildungscenter, nichts misslang wirklich. Na ja, meine Buchhaltung
war ein bischen chaotisch. Möchte nicht wirklich wissen, wie viel Geld ich nicht in Rechnung
stellte damals. Ein Bündel Papier nahm mein Steuerberater eher widerwillig in den folgenden
Jahren monatlich entgegen. Erziehungsversuche mittels vorgefertigter Formulare oder abgehaltener
Seminare seinerseits scheiterten kläglich.

Weiß es nicht mehr genau, glaube aber nach drei Monaten schrieb ich schwarze Zahlen. Leichte
Zweifel hatte ich nur in den ersten Wochen in denen teilweise 3 oder 4 Tage kein einziger
Kunde hereinkam.

Man schaue sich die Entwicklung des Homo sapiens sapiens an (alte Schreibweise, ich
weiß). Was ist daran weise oder einsichtsvoll? Wo ist das Ende der Entwicklung? Ist ein
Ende abzusehen?

Manchmal fällt es mir schwer meine Frau zu lieben. Ist es nicht die Summe der Erfahrungen
die uns zu dem macht was wir sind. Was ist mit denen mit schlechtem Gedächnis?

Ich glaube unbedingt an das grundsätzlich Gute im Menschen. Aber wie kann ich die himmelweiten
Bildungsunterschiede überbrücken? Die Erde ist rund - ja wirklich? Warum fallen die Menschen
auf der anderen Seite dann nicht herunter? Warum merken wir nicht das sich die Erde so wahnsinnig
schnell dreht? (das sie das tut hatte ich ihr vorher erzählt)

Ich bin auch nicht nur ein guter Mensch. Aber wirklich etwas bereuen? Ja was denn. Nein!
Aber Fehler habe ich schon gemacht. Dennoch glaube ich ein recht umfassendes Verständnis
für die Situationen anderer zu haben. Ohne dieses würde "es" nicht funktionieren.

Die rosa Brille habe ich nicht auf, stelle mich nur gelegentlich den Relaitäten erst
später. Ich hoffe noch, nie zu spät ...
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