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Autor Thema: Geschichten aus der Geschichte  (Gelesen 46943 mal)

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jock

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Re: Geschichten aus der Geschichte
« Antwort #345 am: 27. Januar 2019, 08:51:50 »

Die Karriere

Am Anfang steht ein Besuch beim Roentgenologen an,um die Hand zu durchleuchten.

Nicht Schmerzen,Verstauchung oder Bruch sind der Grund des Besuchs.Sondern man
will feststellen,ob der Patient oder Patientin im Erwachsenenalter eine respektable Groesse
erreicht.Ab prognostizierter Koerperlaenge von 1,80 ist alles im gruenen Bereich und
die Hoffnung von ehrgeizigen Eltern eines Kindes von 4,5oder 6 Jahren,verstaerken sich.

Man legt sich fest,dass das Maedchen oder des Knabens einst Tennisprofi werden soll.

Der Weg dahin ist lange,muehsam und mit einigen finanziellen Risken verbunden.

Wenn der nationale Tennisverband nicht die noetige Unterstuetzung leisten kann,wird flugs
eine Hypothek aufs Grundstueck aufgenommen oder die Zweiteigentumswohnung ver-
kauft,damit die entsprechenden Tennisschulen,vorzugsweise in Florida,besucht werden koen-
nen.

Geht alles gut,und fuellt sich der Trophaeenschrank nach und nach,geht man auf "Tour"

Damit ist der Zirkus gemeint,der von Australien,Rom,Paris,England und New York zieht,
nicht eingerechnet mit Abstechern von Moskau bis Stockholm und,und,und.

Um die Karriere zu unterfuettern,wird ein hauptberuflicher Trainer eingestellt,der einen Tross
von Hilfstrainern,Psyotherapeuten,Ernaehrungsfachleuten,Mentaltrainer,Akkupunkteure be-
schaeftigt.Das nennt sich "Team" und sitzt bei Spielen in der "Box".

Im Hintergrund werkt das "Management",das die Fluege bucht,sich um die Hotelzimmer kuem-
mert und den Scheck des Preisgeldes einloest.
Das Mangagement bereitet auch die eintraeglichen Vertraege mit multinationalen Konzernen
vor,die einen warmen Geldregen fuer die naechsten Jahre garantieren.

Sobald man unter den Top 10 der Weltrangliste angekommen ist,winken auch betraechtliche
Antrittsgelder und man ist stolz,wenn der Name in den Pokal eines "Grand Slam"- Turniers
eingraviert wird.

Privat nennt man Haeuser an den schoensten Plaetzen der Welt sein eigen,faehrt edle und
teure Karossen und ist nach Ende der Karriere noch immer ein gefragter Kommentator oder
wird Autor,der ueber das eigene (Tennis)-Leben berichtet.

Da ist mitunter zu lesen,dass man mit anfangs Dreissig,eine Abnuetzung des Schultergelenks
eines Siebzigjaehrigen hat,das Knie schon 3 x operiert werden musste und von den Hueft -
problemen,will man gar nicht mehr sprechen.

Entlarvend ist vielleicht der letzte Satz in der Biographie,wo zu lesen ist,dass man eigentlich
sein ganzes Leben lang Tennis gehasst hat und man lieber Lehrer in einer Taubstummenschule
geworden waere.

Jock
« Letzte Änderung: 27. Januar 2019, 09:07:24 von jock »
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jock

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Re: Geschichten aus der Geschichte
« Antwort #346 am: 28. Januar 2019, 10:45:08 »

Die Hunnenrede

Kommt der chinesische Staatspraesident nach Deutschland,stehen die Gardesoldaten stramm
und praesentieren die Gewehre ohne Magazin.

Die Bundeskanzlerin laechelt,heisst den Gast willkommen und die bunten Fahnen wehen im
Wind.

Xi Jingping laechelt ebenso,und selbstbewusst schreitet er,das zu seinen Ehren aufgezogene
Regiment,ab.

Das haben sich die Deutschen vor knapp 100 Jahren anders gedacht !

Kaiser Wilhelm II. hielt am 27.Juli 1900 eine Rede vor einem Strafregiment,das vor  ihrer Ab-
reise nach China angetreten war.

"Kommt ihr vor den Feind,so wird derselbe geschlagen.Pardon gibt es nicht,Gefangene werden
nicht gemacht.Wer euch in die Haende faellt,ist euch verfallen.
Wie vor 1000 Jahren die Hunnen,mit ihren Koenig Etzel sich einen Namen gemacht,der noch
immer gewaltig erscheinen laesst,so moege der Name Deutscher in China auf 1000 Jahren durch
euch in der Weise bestaetigt werden,dass niemals wieder ein Chinese es wagt,einen Deutschen
scheel anzusehen."

10 % dieser Zeitspanne sind schon aufgebraucht und die Verhaeltnisse haben sich stark ver-
andert.Die Rede des saebelrasselnden Wilhelm kann man getrost in die Tonne klopfen.

Nicht der Chinese schaut aengstlich auf Deutsche und Deutschland,sondern eher die Deutschen
auf die Chinesen,wenn sie schon wieder auf Einkaufstour sind und versuchen,die Perlen der deut-
schen Wirtschaft aufzukaufen.

Was ihnen zunehmend gelingt.

Nicht nur weltmarktfuehrende Mittelstandsunternehmen,egal welcher Branche sind im Focus,
sondern auch Giganten,wie die Deutsche Bank oder Daimler - Benz.

Gedacht war es umgekehrt.China sollte als Kolonie den Deutschen dienlich sein,indem man
es "ausbeutet" und das Wesen der Deutschen dort einpflanzt.

Dafuer hatte man es sich schon so gemuetlich in China eingerichtet,speziell in Qiangtao.

Kopfsteinpflaster,flankiert von Fachwerkhaeusern mit roten Daechern und Geranien in den Balkon-
kaesten,fuehren zur " Bierstube",wo es Schnitzel und Wuerste gibt und wo man sich einen "Jaeger-
meister" hinter die Binde giessen kann.

Die Idylle wird abgerundet durch,im wilheminischen Stil erbaute Verwaltungsgebaeude,der
deutschen Schule oder der Villa des einstigen Gouverneurs,die als Hotel einlaedt.

Selbst das Bier,wird nach deutschem Reinheitsgebot gebraut und wird sogar nach Deutschland
exportiert und findet man als "Tsingtao Beer" im Regal.

Ni hao !

Jock







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malakor

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Re: Geschichten aus der Geschichte
« Antwort #347 am: 28. Januar 2019, 14:03:13 »

Geschichte aus der Geschichte, der deutsche Kaiser im Exil:              der schrille Zwangspensionaer.

https://www.spektrum.de/news/der-schrille-zwangspensionaer/1620228?utm_source=zon&utm_medium=teaser&utm_content=feature&utm_campaign=ZON_KOOP
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jock

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Re: Geschichten aus der Geschichte
« Antwort #348 am: 29. Januar 2019, 07:36:06 »

Dornenvoegel

Der Soundtrack des oben genannten Filmwerkes ist ein Hammer.Wenn die ersten Takte er-
klingen,erinnert man sich sofort an die verbotene Liebe zwischen einem Priester und einer
Frau.

Das Zoelibat erzeugt praktische Probleme und Gewissenbisse.

Wenn ein junger Mann glaubt,seine Berufung findet in der Kirche die Erfuellung,hat er aber
auch seine kirchliche Karriere im Hinterkopf,die so ablaeuft :

Weihe zum Priester,Kaplan,Vikar dann Bischof.Ist er beim Bischof angelangt,sind es nur mehr
zwei Schritte zum hoechsten Amt der Kirche.

Erst mal muss man den Kardinalshut aufgesetzt bekommen,dann beim Konklave zum Papst
gewaehlt werden.

In frueheren Zeiten konnte ein Konklave eine langwierige Angelegenheit werden.Wer er-
innert sich nicht an die Papstwahl 1268 - 1271 in Viterbo ? 1005 Tage dauerte die Sedisvakanz
an und nur wegen der Druckmittel,die die Stadt organisierte,waehlte man jemanden,der
gar nicht anwesend war und,wenn es stimmt,gar keine Priesterweihe empfangen hatte,also
ein Laie war.

Die Einwohner der Bischofstadt Viterbo waren zuerst stolz darauf,dass hier die Papstwahl statt-
findet und lieferten taeglich allerlei Koestlichkeiten,wie knusprig gebratene Gaense und ge-
rebelte Weine in den Dom.
Nach einigen Monaten,runzelten die Ersten ihre Stirne und beschlossen erst,die 19 Kardinaele
einzusperren,dann ihnen nur mehr Brot und Wasser zu liefern,um schliesslich das Dach abzu-
decken.Vorgeblich,damit der Heilige Geist herabfahren kann.

Die Kardinaele fanden die Behandlung unmoeglich und wehrten sich mit der Drohung des Inter-
tikts.Das war damals eine scharfe Waffe gegen unbotmaessige Weltliche.

1271 erbarmte sich der Heilige Geist,vielleicht auch deshalb,weil 2 der teilhabenden Kardinaele
verstarben.

Zwei Schritte vor dem hoechsten Amt der katholischen Kirche,stand auch der Bischof in Kaernten,
als die Dornenvoegel zu zwitschern begannen.

Zuerst war es Gemauschel - da soll es eine Dame geben,dann wurde gemurmelt,dass mit dem
Mensalgut nicht sorgfaeltig umgegangen werde.
Doch der Bischof hielt eisern den Deckel drauf und verhinderte die vorgeschriebene jaehrliche
Pruefung ueber die Geschaeftsgebahrung des Mensalgutes.

Jetzt ist die Eiterbeule geplatzt und eine paepstliche Visitation wurde unumgaenglich.

Dabei kam an den Tag,dass der Bischof seine " Vertraute "in eine eintraegliche weltliche Stellung
eingesetzt hatte,verbunden mit einem traumhaften Gehalt,Dienstauto und geraeumiger Dienst-
wohnung.

Und dass er mit dem Zoelibat,seiner Person betreffend,nicht sorgfaeltig umgegangen sei.

Das Zoelibat ist wie ein Dorn im Fleisch der Kirche und sollte abgeschafft werden.

Die fruehe Kirche kannte ja auch verheiratete Priester und selbst 39 Paepste waren nicht nur
Kirchen- sondern auch Familienvaeter.

Jock






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jock

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Re: Geschichten aus der Geschichte
« Antwort #349 am: 31. Januar 2019, 11:37:13 »

Maria Lichtmess

Ubermorgen,40 Tage nach Weihnachten ist Lichtmess.

Es ist der Tag,wo der Tag schon einen Hirschensprung"laenger"geworden ist und war im
baeuerlichen Jahresbogen einst ein wichtiger Zeitpunkt,um sich auf das Bauernjahr einzu-
richten.

Zu diesem Zeitpunkt war es ueblich,dass alle offenen Schuldrechnungen beglichen werden
und das Personal am Bauernhof fuer ein weiteres Jahr einen "Arbeitsvertrag"abschloss.

Die Knechte und Maegde bekamen den restlichen Lohn fuer das vergangene Jahr ausbe -
zahlt,dazu noch Naturalgaben,wie Stoffe fuer Kleidung,Kopftuecher und Schuerzen.
Die Stoffe wurden spaeter im Jahr von,von Hof zu Hof ziehenden Schneiderinnen,zu Hemden,
Hosen oder Kleidern angefertigt.

Waren sich der Bauer und seine Maegde und Knechte einig,dass sie ein weiteres Jahr am
Hof bleiben,bekamen sie ein Angeld und ein paar Tage "Urlaub".
Diese "Urlaubstage" wurden benutzt,ihre Verwandten und (unehelichen) Kinder zu besuchen,
denn es waren die einzigen Tage im Jahr,wo sie vom Hof oder aus dem Tal herauskamen.

Machten sie jedoch " Lichtmess" endete der Arbeitsvertrag und schieden voneinander.

Der Knecht oder die Magd wechselten die Hoefe und es war ueblich,dass ihre wenigen Hab-
seligkeiten,meist ein Bett,einen Kasten,ihre Waesche und ein paar Heiligenbilder zur neuen
Arbeitsstelle gebracht werden.
Dort bezogen sie ihre Kammern und wurden rangmaessig eingegliedert.

Die Rangfolge bei den Knechten war beginnend mit dem "Hueterbuben" ueber Stallknecht,
Ochsenknecht bis zur hoechsten Stufe,dem Rossknecht,der meist der Dienstaelteste war.
Der Rossknecht hatte das Privileg,beim Rossmarkt die Pferde entweder zu verkaufen oder
neue einzukaufen.Erzielte er dabei einen guten Preis,so konnte er einen Teil des Mehrbe-
trages behalten.

Die Zuteilung der Maegde war ebenfalls geregelt."Hennermagd" war die unterste Stufe,die
meist von halben Kindern eingenommen wurde. Weiter gab es die Kuechenmagd,Stuben -
magd,Stallmagd ( das war jene bei beim Kalben bei der Kuh im Stall schlief)bis zur "ersten
Dirn",die fuer die Einteilung der Arbeiten,der weiblichen Dienstnehmer war und ueber den
Geschwistern des Bauern stand.

Die meist unverheirateten Geschwister des Bauern,waren die Aermsten.Sie bekamen keinen
Lohn,nur Kost und Quartier,mussten aber ebenfalls die schweren Arbeiten leisten.

Die Arbeitstage am Hof waren lange und schwer und zu gewissen Zeiten,wie Ernte einbringen,
wurden alle Haende gebraucht und der Bauer war bestrebt,dass an seinem Hof,das Personal
zusammenbleibt.
Zwar war es auch moeglich,das Dienstverhaeltnis mit den Worten : "Bauer wir machen Licht-
mess"aufzukuendigen,doch eine Vorschrift des Kurfuersten aus dem Jahr 1781 besagt,dass
dann der Jahreslohn nicht ausbezahlt werden muss.

Der kurfuerstliche Erlass,erstreckte sich nicht nur auf die baeuerlichen Bediensteten,sondern
auch auf das staedtische.

Auch musste demnach,der Bauer dafuer sorgen,dass an seinem Hof Sitte und Anstand herrschte.

Die Unterkuenfte der Maegde und Knechten waren streng getrennt.Wurde ein Intimverhaelt-
nis bei Gericht angezeigt,wurde der Knecht zu mehrjaehrigen Militaerdienst verurteilt und mit-
unter die Magd vom Hof gejagt.

Auch hatte der Bauer seinen Bediensteten am Sonntag Zeit zu geben,die Kirche zu besuchen.

Vor Aufkommen der Petroleumlampe waren Kerzen die einige Lichtquelle.Demnach waren Ker-
zen ein hohes Gut aber auch eine Gefahrenquelle.Oft wurden Hoefe durch Unachtsamkeit mit
dem Umgang mit Kerzen eingeaeschert.

Um die Gefahr zu minimieren,liess man am Lichtmesstag,die selbst erzeugten Kerzen in der
Kirche weihen.Auch die schwarze Kerze war dabei.Die wurde nur zum Todestag von Verstorben-
en angezuendet und dabei einen Rosenkranz gebetet.

War bis 1912 der Lichtmesstag ein offizieller Feiertag,hat heute dieser Tag kaum mehr Bedeut-
ung.
Die Industralisierung in den Staedten zog mehr und mehr baeuerliches Personal ab,und dafuer
begann die Mechanisierung in baeuerlichen Betrieben.

Heute muss sich der Bauer nicht mehr mit dem Personal herumschlagen und fuerchten,dass
der Knecht oder die Magd mit :"Bauer wir machen Lichtmess" ,die Arbeit aufkuendigt.

Aber ganz ist die Gefahr nicht gebannt.

Vielleicht schon in einigen Jahren,wenn die KI am Bauernhof eingezogen ist,kann es dann sein,
dass diese dem Bauer am Monitor mitteilt,er,sie,es will "Lichtmess"machen und den Bildschirm
abdreht.

Jock



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jock

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Re: Geschichten aus der Geschichte
« Antwort #350 am: 02. Februar 2019, 04:37:38 »

Das magische Jahr 2000

Als wir Buben uns damals in den 50gern das Jahr 2000 vorstellten,hatten wir eine glaenz-
ende Zukunft vor Augen.

Das wurde natuerlich ausgiebig diskutiert und wir waren sicher,dass im Jahre 2000 alle Autos
atomgetrieben sein werden.
Den noetigen Atomwuerfel wird man in der Apotheke zu kaufen bekommen und damit mindest
10.000 Km fahren koennen.

Die Flugzeuge werden mit Lichtgeschwindigkeit fliegen koennen,und damit wird es moeglich
sein,am Sonntag Nachmittag,die in Australien wohnende Tante zu Kuchen und Kaffee,zu besuchen
bevor man sich wieder am selben Tag ins eigene Bett im Waldviertel legt.

Kein Mensch wird mehr arbeiten muessen,denn das erledigen die Roboter.Dafuer werden wir
die Freizeit mit Fussballspielen und Skilaufen verbringen.

Laengst waren wir alle schon am Mond spazieren gewesen und bereiten uns vor,mittels lichtbe-
triebener untertassenfoermiger Raumschiffen,den Mars,der laengst von Menschen bewohnt
wird,zu besuchen.

Hat man Hunger,drueckt man auf ein paar Knoepfe und schon kommen die leckersten,frisch zu
bereiteten Speisen,innerhalb ein paar Sekunden auf dem Tisch.

Alles wird so locker sein und die Geschwindigkeit atemberaubend,wenn man von einem Ort zum
anderen Ort will.

Ja,und dann kam das Jahr 2000 und die grosse Enttaeuschung.

Die Autos fahren nach wie vor hauptsaechlich mit Benzin oder Diesel.Alle 600 - 700 Kilometer
muss man tanken.

Der Besuch der australischen Tante ist eine zeitraubende Angelegenheit und man ist mindest
eine Woche lang unterwegs.

Die Geschwindigkeit der Zivilflugzeuge ist meilenweit von der Lichtgeschwindigkeit entfernt und
den Spaziergang man Mond kann man sich auch abschminken.

Roboter verrichten zwar einige Arbeiten im Herstellungsprozess,doch viele Menschen sind immer
noch gezwungen Ueberstunden zu leisten und den Skilauf froent man nur in den paar Wochen,
wo man Urlaub hat.
 
Habe ich Hunger,druecke ich auf keinen Knopf,sondern meine Frau und sage:"Schatz,ich habe
Hunger".

Was ist schief gelaufen,dass sich unsere Erwartungen nicht erfuellt haben ?

Ich habe lange nachgedacht und gegruebelt,bis ich die Loesung gefunden habe.

Wir hatten offensichtlich das Jahr 2000 mit dem Jahr 3000 verwechselt.

Jock



« Letzte Änderung: 02. Februar 2019, 04:43:52 von jock »
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jock

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Re: Geschichten aus der Geschichte
« Antwort #351 am: 05. Februar 2019, 10:36:54 »

Langsam verdamme und verfluche ich die oesterreichischen Regierungen.

Die sind offensichtlich darauf aus,eine Politik zu gestalten,die sich gegen mich per-
soenlich richtet.

Als ich 1966 heiratete,gab es eine Steuerersparnis fuer neugegruendete Familien,die
gegen Rechnungen von Haushaltsanschaffungen,die Steuerlast minderten.

Das konnte ich nicht in Anspruch nehmen,da ich damals arm wie eine Kirchenmaus
war und keinerlei Moebel oder sonstigen Hausrat kaufen konnte.

Spaeter,als die Regierung Kreisky fuer frisch gebackene Eheleuten 15.000 ATS auf die
Hand auszahlte,war ich schon verheiratet und fiel daher drum um.

Und jetzt wollen sie den Papamonat einfuehren.

Fuer einen 75 jaehrigen eine stolze Herausforderung um nicht zu sagen ein fast un -
ueberwindbares Hindernis,um diese Segnung der Regierung in Anspruch zu nehmen.

Abgesehen davon waere es ein vergiftetes Zuckerl.

Was koennte ich mit einem ein Monat altem Saeugling machen,der staendig die Windel
voll macht,keine Ahnung vom Internet hat und beim Fussballspielen als Tormann un-
geeignet ist ?

Der Papamonat wird offensichtlich nur deswegen eingefuehrt,um den Zufallstreffer des
Vizekanzlers zu ehren.

Aber vielleicht kann der Papamonat auch rueckwirkend in Anspruch genommen werden.
Die noetigen Geburtsurkunden meiner inzwischen 53 und 51 Jahre alten Soehne,koennte
ich vorlegen.

Fuer mich waere es besser,wuerde die Regierung beschliessen wollen,dass es einen merk-
baren Zuschuss (bar auf die Hand) fuer Begraebniskosten auslobt.

Aber wie meine Erfahrung zeigt,kommt der Beschluss erst,wenn ich schon laengst auf der
Wolke 7 verweile.

Jock



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