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Autor Thema: Nette Anekdoten aus dem Issan...  (Gelesen 17926 mal)

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Ge-ben-ba?

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Nette Anekdoten aus dem Issan...
« am: 15. Dezember 2008, 09:01:37 »

Zum Einstand, obwohl ich in Bangkok lebe, dieses

....des war en Trip!
Eigentlich dachte ich es mal langsam angehen zu lassen in der abgelegenen Gegend aus der meine mia stammt, aber weit gefehlt!
Kaum sind wir dort angekommen, wurden wir mit den Vorbereitungen der Exhumierung und letztlich Einaescherung ihres Bruders konfrontiert. Das ganze wird Begleitet von buddhistischen Zeremonien,Essen satt und saufen biss zum Umfallen....und das ganze, es faellt mir schwer mich an die Zahl der Tage zu erinnern,an 5 oder 6 aufeinander folgenden Tagen und Naechten!

Habe noch nie bei einer Exhumierung mitgewirkt und davor war allein der Gedanke daran ekelerregend.
Die Vorgeschichte....ihr Bruder wurde vor 4 Jahren von einem besoffenen Autofahrer auf der Strasse toedlich verletzt.Da es nicht genuegend Geld fuer eine offizielle Feier gab, mauerte man seinen Koerper auf dem Grundstueck des hiesigen Tempels oberirdisch ein.Kein Sarg und nicht three feet under,basta! Beim Oeffnen, nein Aufklopfen, dieses Gemaeuers kam mir der Gedanke an alte Indiana Jones und Mumien Filme. Der Anblick verfaulten Fleisches blieb mir erspart, nur tausende von Ameisen, die zu Werke waren. Aber es war halb so schlimm, da es die Thais ja als Buddhisten lockerer mit dem Tod nehmen, die genauen Gruende liegen wohl in der Wiedergeburt etc.also ich habe auf jeden Fall niemanden weinen oder traurig gesehen,auch 'ne interressante Erfahrung, da ich wohl der Einzigste war,der in sich gekehrt wirkte,da mir der Anblick eines Toten doch trotz allem mit ernsteren Gedanken konfrontiert! Die Ueberreste wurden auf einen Scheiterhaufen inmitten des Tempeldschungels gelegt, dann wurden der Schaedel und die Knochen erst mit Wasser, dann mit jungem Kokosnussaft getraenkt, so mancher Angetrunkene gab dem Toten Whiskey, so unvorstellbar es klingt....Als naechstes wurde eine Zeremonie mit vier Moenchen abgehalten, die dann den Scheiterhaufen feierlich anzuendeten.

Habe noch nie eine groessere Gruppe Humanoider in einem 4taegigen Alk-Delirium erlebt.
Die saufen ja kein Bier, da das Geld dazu fehlt.Da gibt es ein Zeug (Lao khao), dass meiner Meinung nach blind macht (komischerweise habe ich noch nie von Blinden in Ihrer Familie gehoert). Und die Regel ist, dass so lange getrunken wird, bis die letzte Flasche weg iss! Falls man vorher zu voll ist,wird einfach an Ort und Stelle umgefallen, nur um nach Erwachen die naechste offene Flasche oder Trinkrunde zu suchen...unglaublich....es gibt dabei nur eine Flasche und ein Glas.Einer schenkt ein, reicht es dem Naechsten, der das Glas auf Ex kippen muss, da der Naechste ja wartet....usw. Absoluter Teufelskreis,kein Entrinnen bevor man hackedicht ist...also ich habe etwa 5 halbvolle Colaglaeser kippen muessen und war fuer den Rest des Nachmittags out of order....und die naechsten Tage trank ich keinen Tropfen mehr,schon der Geruch bewirkte, das ich das Gefuehl hatte kotzen zu muessen!

....dachte, es waere nach all den politischen Themen, mal wieder gut auch lustige Geschichten vom Planet Thailand zu hoeren.

Hoffe das ist ok fuer nen Neuling!
Ups, ich muss weg...muss mal wieder was schaffen...
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xsarre

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Re: Nette Anekdoten aus dem Issan...
« Antwort #1 am: 15. Dezember 2008, 13:39:40 »

Also das was Du miterlebt hast ist, wenn jemand eines mehr oder weniger unnatürlichen Tod stirbt, die nennen das  "dai hoong" . Über Jahre wird er Leichnam  beerdigt und dann wenn die "Sterne " günstig stehen zur verbrennung geschritten,etc... Das da immer gesoffen und gezockt wird ist Tradition...Du kannst Dich glücklich schätzen wenn das nicht auf deine Kosten gemacht wurde.

Durch die Lao-kao sauferei sind viele Thais nicht nur in ihrer geistigen Sichtweise eingeschränkt !!!!!mfg
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Ge-ben-ba?

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Re: Nette Anekdoten aus dem Issan...
« Antwort #2 am: 15. Dezember 2008, 15:28:50 »

Danke fuer die Info und apropos Sichtweise...es ging ja noch weiter:
Haette naehmlich niemals gedacht, dass ich jemals wieder einen Kino abend erleben kann,
wie es ihn in unserer Jugend gab. Wirklich, als ich hoerte big cinema is comming,
hab ich geschmunzelt und an einen Projektor mit DVD Player gedacht.
Als der Kleinlaster kam und 5 Arbeiter eine Leinwand groesser als das Luxor in Heidelberg mitten auf dem Reissfeld aufstellten,war ich schon etwas ueberrascht. Als dann noch links und rechts eine Boxenwand hochgezogen wurde ahnte ich Schlimmes. Der Soundcheck bestaetigte meine Befuerchtung. Meine Gebete, nie wieder eine Lautstaerke wie bei den Manowar bzw Motoerhead Konzerten mitmachen zu muessen wurden nicht erhoert. Ich beschreibe es mal so: Bei Schiesszenen der darauf folgenden Filme kam es mir so vor,als wuerde sich der Rhytmus meines Herzschlages aendern, wie als wuerde es huepfen oder so.... Vergesst dabei Techno, da man sich ja an den beat gewoehnt.
Als dann noch am Abend die Plane des Kleinlasters entfernt wurde und ich einen alten Yamaha-Filmprojektor zu sehen bekam, war ich komplett baff!
Ja, ja das Rattergeraeusch, die Pausen beim Wechseln der Rolle, die Streifen im Bild und das bei modernen Filmen.........absoluter Ueberhammer! Das geilste daran: Ich konnte es ganz bequem aus meinem Schlafgemach geniesen....und sie hoerten erst auf, als die ersten Sonnenstrahlen die Bildqualitaet minderten!

Ge-ben-ba?!

P.s. von den etwa noch 100 Besuchern verschliefen 98 alle! 5 Filme :D
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juerken

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Re: Nette Anekdoten aus dem Issan...
« Antwort #3 am: 13. Januar 2009, 10:01:44 »


....des war en Trip!
Eigentlich dachte ich es mal langsam angehen zu lassen in der abgelegenen Gegend aus der meine mia stammt, aber weit gefehlt!
Kaum sind wir dort angekommen, wurden wir mit den Vorbereitungen der Exhumierung und letztlich Einaescherung ihres Bruders konfrontiert. Das ganze wird Begleitet von buddhistischen Zeremonien,Essen satt und saufen biss zum Umfallen....und das ganze, es faellt mir schwer mich an die Zahl der Tage zu erinnern,an 5 oder 6 aufeinander folgenden Tagen und Naechten!

Hallo Ge-ben-ba

So gut geschildert habe ich es noch nie gehört  danke - bin jetzt besser informiert über den Issan. echt gut!!
Hoffe man liest mehr von dir

Gruß Jürgen

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Oh Thailand oh Wunder

Isan Yamaha

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Re: Nette Anekdoten aus dem Issan...
« Antwort #4 am: 13. Januar 2009, 10:41:45 »

Im Jahr 2006 ist der Vater von meiner Frau Verstorben.
Was da abgeht,das geht auf keine Kuhhaut. ???
Die haben 6 Tgae gefr??en und geso??en bis der NOTARZT kommt. ;D
Die sind Umgefallen wie die Fliegen so Voll waren die,dann haben die da Rumgelegen,und wenn Sie
wider wach waren weiter Sau?en, ;D
Ehrlich Unglaublich.
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Ge-ben-ba?

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Re: Nette Anekdoten aus dem Issan...
« Antwort #5 am: 13. Januar 2009, 14:11:36 »

 Hallo Jürgen,

wuerde auch gerne mehr posten, da es aber mit meiner Internetverbindung, sagen wir mal
Unregelmaessigkeiten gab, kann ich leider nur unter der Woche taeglich eine Stunde schmoekern
und die reicht gerade um alle neuen Beitraege zu lesen...

...und Isan-Yamaha, wie gesagt 98 von 100 verschliefen die Show! (pud dsching ;D)

Ge-ben-ba?
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thaiman †

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Re: Nette Anekdoten aus dem Issan...
« Antwort #6 am: 17. Januar 2009, 11:04:16 »


Da spielen fuer Thais verboten,
gibt es Thais die von Beerdigung
zu Beerdigungen ziehen um zu
spielen
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Man wird nicht reich von dem was man verdient, sondern von dem was man nicht ausgibt

Ge-ben-ba?

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Re: Nette Anekdoten aus dem Issan...
« Antwort #7 am: 03. Februar 2009, 13:34:55 »

Widme die naechsten Erlebnisse Low, der mir durch seine Geschichten aus Hinterindien Mut macht auch
nachfolgendes zu berichten....es soll ja zum schmunzeln und nachdenken anregen, um vieleicht so manches
harte Urteil ueber Asiaten dieser Region zu ueberdenken.....(haut mich :-))

Die Ankunft meiner Schwiegereltern in Los Angel... eh Krung Theep. Also Verhaltensforscher gehen studieren oder besuchen irgendwelche alten Staemme und Naturvoelker um sich ein Bild davon zu machen.....ich kriege es frei Haus geliefert.
Diese Leute hatten bis vor kurzem kein fliessend Wasser, noch festen Zementboden unter den Fuessen muss man wissen. Nun werde ich die ganze Zeit mit ihren Entdeckungen konfrontiert, die mir vor Augen fuehren, wie gut behuetet wir aufgewachsen und welche Sachen fuer uns selbstverstaendlich sind.

Beginnend mit unserer Nichte, 6 Jahre alt, die im dunkeln Bad ihre Zaehne putzt, weil sie nicht weiss, dass es Lichtschalter gibt ( bei ihren Eltern daheim wird meistens das Licht mittels Stecker in die Steckdose eingeschaltet, Schalter und Kabelverlegung sind zu teuer und noch nicht verbreitet in Grenzgegend zu Kambodscha und Lao )....uebergehend zur Schwiegermutter, die einen Schalter sucht um den Deckenventilator zu deaktivieren (...der sich jedoch ganz einfach durch ziehen an der Strippe stufenweise verstellen laesst)......und last but not least der Papa, der seinen Enkel fragen muss, wie man denn diese Schuessel nutzen kann um seine Notdurft zu verrichten. Er sass noch nie auf  einer Schuessel, wenn er musste benutzte er das Plumpsklo oder ging einfach ins Gebuesch.....und um den Allerwertesten zu reinigen benutzte er bis dato Wasser oder wenn das nicht in Reichweite war einfach Blaetter. Dies ist das erste mal, dass er eine Klopapierrolle an ihrem Ursprungsplatz sieht und nicht wie hier ueblich auf den Esstischen als Serviette!

Der absolute Hammer war, als er ins Bad ging um sich zu duschen.  Er fuellte einige Male unser Zahnputzglas am Wasserhahn und schuettete es sich ueber seinen Koerper, als es ihm zu bunt wurde, stoppte er diese Aktivitaet, wickelte sich ein Handtuch um, kam raus und suchte nach einem Eimer um mehr Wasser nutzen zu koennen und als er keinen fand fragte er wie wir uns denn reinigen wuerden. Und wieder mal musste der Enkel herhalten um dem Opa die Funktion seiner ersten Brausedusche zu erklaeren....... Als er mit dem Duschen fertig war in seinem Gesicht nur ein Ausdruck: Breite, grinsende Zufriedenheit! ( Fratzegulasch  ;D)

Geniesst den Tag, ich muss weg.... Ge ben ba?


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Low

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Re: Nette Anekdoten aus dem Issan...
« Antwort #8 am: 03. Februar 2009, 14:01:10 »

Danke für die Widmung.

Hoffen wir, dass weitere Menschen Hinterindien ebenfalls mit offenen Augen und Ohren erleben.

Mit freundlichen Grüssen
Low
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Sie wollte in die Galeries Lafayette.

gruffert †

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Re: Nette Anekdoten aus dem Issan...
« Antwort #9 am: 04. Februar 2009, 18:54:42 »

Meine Frau ist weiss Gott keine Dumme. Sie schmeisst unser Geschaeft mit einem halben Dutzend Angestellten, faehrt ihren Wagen zum Einkaufen in die Provinzhauptstadt, und hat auf allen Buergerversammlungen die grosse Klappe.

Aber obwohl ich vor Jahren, als wir unser neues Haus gebaut habe, ein Farang Badezimmer mit Dusche und grosser Badewanne eingebaut habe, laesst sie jeden Abend zur grossen Reinigug vor dem Schlafengehenm die Wanne voll Warmwasser laufen und setzt sich dann davor, um sich mit der grossen Schuessel das warme Wasser ueber den Kopf, bzw. Koerper zu schuetten. Alle meine Belehrungen und spoettischen Bemerkungen haben nichts genuetzt, sie setzt sich nicht in die Wanne und macht die Koerperwaesche weiter so wie sie es von Kind an gewoehnt ist. T. I. T.

Guenther
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Pachpicha

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Re: Nette Anekdoten aus dem Issan...
« Antwort #10 am: 04. Februar 2009, 19:53:31 »

Hallo Gruffert,
spiel doch mal deiner Frau das Lied von Didi Hallervorden vor.

Die Wanne ist voll. HUHU HU de Wanne ist voll.
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Pfund_Gehacktes

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Re: Nette Anekdoten aus dem Issan...
« Antwort #11 am: 10. Februar 2009, 02:52:20 »

und um den Allerwertesten zu reinigen benutzte er bis dato Wasser oder wenn das nicht in Reichweite war einfach Blaetter. Dies ist das erste mal, dass er eine Klopapierrolle an ihrem Ursprungsplatz sieht und nicht wie hier ueblich auf den Esstischen als Serviette!

Oh, ich habe in Deutschland meine Toiletten mit diesen Handbrausen ausgerüstet... ist definitiv besser als Papier, Papier nur noch als "Trockentuch".    ;D
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pierre

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Re: Nette Anekdoten aus dem Issan...
« Antwort #12 am: 10. Februar 2009, 08:15:13 »

in deutschland ?
hoffentlich am kaltwasseranschluss, kann mir da das gehuepfe im dezember (2008) bei minus 20 grad vorstellen.
da dampft nix mehr, auch die beruehmte nicht.
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Re: Nette Anekdoten aus dem Issan...
« Antwort #13 am: 10. Februar 2009, 16:58:29 »

Oh, ich habe in Deutschland meine Toiletten mit diesen Handbrausen ausgerüstet... ist definitiv besser als Papier, Papier nur noch als "Trockentuch".    ;D

Hallo Pfund_Gehacktes

Lese heute deinen Nick.
Man sollte über einen Nick nicht schreiben, aber das ist der Beste seit über 1 1/2 Jahren konnte laut lachen, meine Jüngste
fragte mich - he Papa you ting-tonk.                        Bleib bloß bei diesem Nick.

Zum Thema

Die Handbrause heißt Ar....schdusche und - potzblitz die Hemorriden sind Geschichte

Gruß Jürgen
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Meritus

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Re: Nette Anekdoten aus dem Issan...
« Antwort #14 am: 24. Februar 2009, 20:49:57 »

Bei meiner letzen Wohnung hatte ich einen Wasserdruck, da haettest dir jedesmal die Mandeln mitgewaschen, auch potzblitzsauber..... :-X
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