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Autor Thema: Wan Trut Chin - Chinesisches Frühlingsfest ("Chinesisches Neujahr")  (Gelesen 10993 mal)

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hmh.

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วันตรุษจีน wan dtrùd dschi:n Der Chinesische Neujahrstag in Thailand

Aktualisiert am 22. Januar 2012

Chinesen sprechen nicht vom Neujahrs-, sondern vom Frühlingsfest. Es ist das wichtigste Familienfest. Jedes Jahr setzt zu diesem Fest die größte Massen-Reise der Welt ein. Fern der Heimatgemeinde arbeitende Chinesen sparen auch heute noch sehr oft ihren gesamten Jahresurlaub, um zum Frühlingsfest ein bis zwei Wochen der Arbeit fernbleiben zu können.

Da daheim Clan-Interessen besprochen werden und oft neue Arbeitsmöglichkeiten angeboten werden, ist ein von allen Arbeitgebern einzukalkulierender Nebeneffekt dieser Reise, daß bis zu einem Drittel der urlaubenden Chinesen ihre alte Arbeit nicht wieder aufnehmen.

Am 7. Februar 2008 oder 4707 nach chinesischer Zeitrechnung begann das Jahr der Ratte (bzw. eigentlich der Maus).
Am 26. Januar 2009 oder 4708 nach chinesischer Zeitrechnung begann das Jahr des Rindes
Am 14. Februar 2010 oder 4709 nach chinesischer Zeitrechnung begann das Jahr des Tigers
Am 3. Februar 2011  oder 4710 nach chinesischer Zeitrechnung begann das Jahr des Kaninchens

Das haben wir mitbekommen. Aber was ist jeweils in den kommenden Jahren um diese Zeit ?

Haben Sie schon einmal versucht, einen Chinesen irgendwo auf der Welt ein Jahr vorher zu fragen, wann genau das nächste Frühlingsfest nach dem westlichen Kalender ist? Um es kurz zu machen: Wahrscheinlich wird Ihnen keiner das Datum nennen können, falls er keinen langfristigen Kalender zur Hand hat. Und er kennt aller Wahrscheinlichkeit nach auch niemanden, Priester und Professoren eingeschlossen, der Ihnen weiterhelfen wird oder gar erklären kann, wie man dieses Fest eigentlich nach dem Mondjahr festlegt.

Also zum Beispiel, wie ich jedenfalls lange vermutete, in etwa so: Wenn da und da der letzte Vollmond der Regenzeit ist ist, dann ist genau soundsoviel Tage danach Neujahr. Aber noch kein Chinese konnte mir jemals dazu etwas genaues sagen. Warum sich das Leben schwer machen und etwas durchschauen, wenn doch jedes Jahr immer wieder zuverlässig alles rechtzeitig auf dem Kalender geliefert wird...?

Aber ich gehe solchen Dingen nun mal gerne auf den Grund. Wenn kaum ein Chinese da durchblickt, und Drucker bekanntlich sowieso nirgendwo viel Ahnung davon haben, was sie eigentlich drucken, wer garantiert dann, daß nicht schon längst eine unbekannte fiese Macht, zum Beispiel in Peking, die Sache in der Hand hat und die Kalender einfach so druckt, wie es ihr gerade paßt...?  >:
 
Wie auch immer: als Reisender in Asien muß man grundsätzlich wissen, wann das Frühlingsfest ist. Eine Reise nach Hongkong oder Macau zum Beispiel gilt es dann unbedingt zu vermeiden, außer man schläft gerne auf auf der Straße oder im Victoria Park.


Die Frühlingsfeste der kommenden Jahre:

Am 23. Januar 2012  oder 4711 nach chinesischer Zeitrechnung ist der erste Tag des Jahres des Drachens bzw. in Wirklichkeit der Großen Schlange)
10. Februar 2013 (Schlange, in Thailand Kleine Schlange)
31. Januar 2014 (Pferd)
19. Februar 2015 (Ziege)
8. Februar 2016 (Affe)
28. Januar 2017 (Hahn)
16. Februar 2018 (Hund)
5. Februar 2019 (Schwein)
25. Januar 2020 (Ratte bzw. Maus)
12. Februar 2021 (Rind)

Alle chinesischen Tierkreiszeichen sind männlich. Man könnte also (noch) nicht politisch-korrekt mal auch nebenbei das Jahr der Äffinnen und Affen oder gar ein Jahr des Hühnchens ausrufen.
Das Jahr des Rindes (deutsch oft "Jahr des Ochsen", englisch oft ox statt bull;) wird auch häufig falsch übersetzt.

Thai วัว wua Rind, auch nicht etwa nicht วัวตัวผู้ wua dtua pû: Stier)

Aber sehen wir das mit dem Ochsen nicht so eng. In Thailand befindet man sich schließlich im Lande der Zwitter.


Besonderheiten in Thailand

In Thailand hat man für alle zwölf chinesische Tierzeichen eigene, literarische Bezeichnungen, die der Aussprache der umgangssprachlichen Tiernamen noch nicht einmal nahe kommen. Einige bedeuten sogar etwas anderes; zum Beispiel beginnt hier am 23.Januar 2012 nicht das Jahr des มังกร mang gO:n Drachen, sondern das ‹Jahr der großen Schlange› (งูใหญ่ ngu: jài). Für Leute, die im darauf folgenden, sozusagen ‹nomalen› Schlangenjahr geboren sind, bleibt deshalb in Thailand nur die kleine Schlange (งูเล็ก  ngu: lég) übrig.

Warum das so ist, und was "große Schlange" eigentlich bedeutet, wird demjenigen klar, der sich mit der asiatischen Mythologie auskennt, zum Beispiel auch mit der นาค Nak oder „Naga“, der mythischen stilisierten Schlange, die sich zum Beispiel an den Giebeln königlicher oder religiöser Gebäude in Thailand vom First aus am Ortgang entlang herabschlängelt:
http://www.thailandtip.de/tip-zeitung/nachrichten/news/chofa-die-himmelsquaste-und-nak-die-schlange-zeichen-von-thailands-palaesten-und-tempeln/back/2/

Die "große Schlange" wird auf der aktuellen Sonderbriefmarke in Thailand deutlich:

Landläufig wird fast regelmäßig das Kaninchen falsch ins Deutsche übersetzt. Fast überall liest man in solchen Jahren auf Deutsch vom angeblichen chinesischen Jahr des Hasen, als ob unser Meister Lampe (engl. hare) hier Pate gestanden hätte. Dabei haben weder Thais noch Chinesen ein originäres Wort für Hasen, denn es gab hier, wenn überhaupt, schon immer bloß  rabbits, Karnickel.

Die Engländer liegen hier ausnahmsweise mal richtig: Rabbit, der gesellige Erdhöhlenbewohner ist es, nicht hare, der auf freiem Felde lebende Einzelgänger.

Meister Lampe steht überall dort, wo er tatsächlich noch vorkommt, auf der Roten Liste. Schon deshalb eignet er sich nicht als Synonym für die erfolgreicheren Vettern, die trotz kürzerer Ohren viel erfolgreicher rammeln. Söhnen, die im Jahr des Karnickels geboren werden, sagt man jedenfalls oft eine gewisse persönliche Stärke nach.

Exkurs:
Kaninchen tauchen in Thailand in zahlreichen Symbolen auf. Ein Grund dafür ist, dass man von alters her annimmt, dass die dunklen Flächen auf Mond, die sogenannten Mare, die Form einen Kaninchens haben. Das Siegel der Provinz Chantaburi (ugs. Müang Chan, also Mondstadt bzw. Mondland) trägt zum Beispiel ein Kaninchen auf der Mondscheibe, von einer Aura umgeben. Offizielles Symbol für den Frieden und die Ruhe dieser Provinz. Eine Tatsache, die für Kenner der Geschichte dieses kriegerisch von Kambodscha eroberten Landesteils, der wiederholt mit Waffengewalt zum Verbleib bei Thailand gezwungen wurde, nicht ohne weiteres nachvollziehbar ist.

Noch eine Besonderheit:
Im alten Müang Lanna (lá:n na:), dem Land der unzählbar vielen Reisfelder, dessen Hauptstadt Chiangmai war, war das letzte Jahr des Zyklus nicht das Jahr des Schweines, sondern das Jahr des Elefanten (ugs. ช้าง tschá:ng; literarisch (Pali) ทนดี ton di:)

Die "thailändischen" Namen der chinesischen Kalenderjahre kommen selbstverständlich alle aus dem Indischen, wie so gut wie alles, was hierzulande sprachlich irgendwie "hochbefördert" wird. Zwar können nur sehr wenige Thais solche aufgepfropften Begriffe wirklich verstehen oder gar erklären, aber dafür sollen sie für hiesige Ohren immerhin ausserordentlich gut klingen. Eigentümlich vertraut kommen sie indes sehr oft uns vor.

Indisch, bzw. das von den Thais bei der Niederschlagung der Kultur des alten Angkor adoptierte Pali der dortigen Elite (deren hervorragendste Vertreter man aus rein praktischen Gründen zur eigenen Unterrichtung gleich als Kriegsbeute mit nach Hause nahm...), ist im Gegensatz zum Thai mit unseren europäischen Sprachen nämlich sehr nahe verwandt.

Auch wer sich in der Literatur auskennt, also zum Beispiel Das Dschungelbuch von Kipling gelesen hat oder zumindest schon mal eine Kurzfassung der Ramayana-Sage (Thai: รามเกียรติ์ ra:m má¿ gien)  Rammakien, weiß jedenfalls schon beim ersten Hinhören, daß Khan eigentlich nur der Tiger sein kann und daß Raga selbstverständlich der Hahn ist.


Die thailändischen Namen der zwölf chinesischen Kalenderjahre
(zuerst in Klammern die umgangssprachlichen, dann die literarischen (offiziellen) Namen, am Ende die korrekte Übertragung in unsere Schreibe):

Jahr der Ratte (หนู nu:?) -----> ชวด tschûad Chuat
Jahr des Rindes (วัว wua) -----> ฉลู tschà¿ lu:? Chalu,
Jahr des Tigers (เสือ süa?) -----> ขาน ka:n? Khan
Jahr des Kaninchens (กระต่าย grà¿ dtà:i) -----> เถาะ tÒ¿ Tho
Jahr der grossen Schlange (งูใหญ่ ngu: jài) -----> มะโรง ma¿ rong Ma Rong
Jahr der kleinen Schlange (งูเล็ก  ngu: lég) -----> มะเส็ง ma¿ seng? Ma Seng
Jahr des Pferdes (ม้า má:) -----> มะเมีย ma¿ mia Ma Mia
Jahr der Ziege (แพะ páe¿) -----> มะแม ma¿ mæ: Ma Mæ
Jahr des Affen (ลิง ling) -----> วอก wÔ:g Wok
Jahr des Hahns (ไก่ gài) -----> ระกา ra¿ ga: Raga
Jahr des Hundes (หมา ma:?) -----> จอ dschO: Cho
Jahr des Schweines (หมู mu:?) -----> กุน gun Kun
© Hans Michael Hensel und TIP Zeitung für Thailand 2010.
« Letzte Änderung: 22. Januar 2012, 16:52:38 von Pedder »
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hmh.

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Warum ist der chinesische Kalender so kompliziert...?
« Antwort #1 am: 02. Januar 2009, 19:34:39 »

Warum ist der chinesische Kalender so kompliziert. daß einem kein normaler Mensch das nächste Fest berechnen kann?

Eigentlich ganz einfach: Es handelt sich um den exaktesten traditionellen Kalender, den unsere Vorfahren je erfanden. In seiner heute gebräuchlichen Form gilt er seit 1645, außer in Taiwan, wo die Zeitrechnung rückwirkend auf das Revolutionsjahr 1911 neu bezogen wurde. Das Jahr 1 war 1912.

Der chinesische Kalender wird sowohl mit dem Sonnenzyklus, also unserem normalen Sonnenjahr, als auch mit dem Mondzyklus (den Monaten) abgestimmt. Er ist nicht durch theoretische mathematische Regeln, sondern durch ganz genaue astronomische Ereignisse definiert. Im ehemaligen, gegenwärtigen und künftigen Reich der Mitte heisst der traditionelle Kalender, nach dem auch heute immer noch alle Feste bestimmt werden, Bauernkalender, während der gregorianische Kalender, den auch wir verwenden, in China inzwischen Bürgerkalender genannt wird.

Die folgenden fünf Punkte sind bei der Berechnung des chinesischen Kalenderjahres zu beachten:

1. Bezugspunkt ist der 120. östliche Meridian, der haarscharf westlich der ehemaligen Kolonie Tsingtao (heute offiziell Qingdao) des Deutschen Reichs am Gelben Meer vorbeiführt.
2. Die Tage beginnen um Mitternacht.
3. Monate beginnen mit dem Neumond.
4. Der kürzeste Tag des Jahres (Wintersonnenwende nördlich des Äquators) fällt immer auf den Beginn des 11. Monats.
5. Schaltmonate werden auf den ersten Monat zwischen zwei Wintersonnenwenden gelegt. Der Schaltmonat erhält dieselbe Zahl wie der vorherige Monat.

Somit teilen die zwölf chinesischen Monatsanfänge die scheinbare Sonnenbahn in zwölf Teile, wobei vier Monatsanfänge durch die Sonnenwenden sowie die Tag- und Nachtgleichen festgelegt sind (also unsere Frühlings- Sommer-, Herbst- und Winteranfänge). Die mittlere (zeitliche) Distanz zwischen zwei Monatsanfängen ist also das Zwölftel eines tropischen Jahres oder 30,43685 Tage.

Das Thema noch weiter zu vertiefen (ganz selten gibt es zum Beispiel noch Extra-Schaltmonate), würde den Rahmen dieses Aufsatzes sprengen. Wichtig ist jedenfalls, daß der chinesische Kalender nicht mittels irgendwelcher theoretischer Mittelwerte errechnet werden kann, sondern daß für die Festlegung des Jahresbeginns immer die exakten astronomische Stellungen von Mond und Sonne bekannt sein müssen.
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Mantn

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Re: Wan Trut Chin - Chinesisches Frühlingsfest ("Chinesisches Neujahr")
« Antwort #2 am: 31. Dezember 2009, 20:39:52 »

Hallo ihr,

wollte heute - aus gegebenen Anlass - mich mal ein bisschen informieren über andere Kalender. Habe zuerst auf diesem Astrologie Portal ein bisschen gelesen, aber nicht so richtig was verstanden.Habe dann noch ein bisschen weitergesucht und bin bei euch gelandet - mit eurer Super Erklärung, hats dann aber doch hingehauen. Danke dafür.

Wünsche euch einen guten Rutsch.

Gruß Mantn
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hmh.

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Chinesisches Frühlingsfest in Thailand und weltweit
« Antwort #3 am: 04. Januar 2010, 00:04:11 »

Das Chinesische Frühlingsfest wird laut http://www.weltzeituhr.com/laender/feiertage/multi_4150.shtml in folgenden Staaten als gesetzlicher Feiertag begangen:

Republik China (Taiwan), China mit Hongkong und Macau, Südkorea, Malaysia, Mongolei, Singapur, Tansania (!), Vietnam. In Thailand ist das Frühlingsfest theoretisch kein gesetzlicher Feiertag. In praxi ist Thailand aber ein festfreudiges Land...

Lebensmittel, vor allem frisches Obst in guter Qualität, sind vor dem Frühlingsfest in Thailand übrigens immer besonders teuer; der Preisunterschied kann locker 100 Prozent und noch mehr zu „danach“ betragen.

Was Reisende in Asien beachten sollten, steht hier: http://www.chinahighlights.com/travelguide/festivals/spring-festival.htm

In Thailand dürfte wie immer am meisten los sein beim Chinatown Festival in Bangkok in und um die Th. Yaowarat sein. http://forum.thailand-tip.com/index.php?topic=428.0

Für 2009 galt:

Zitat
„Dem Büffel ist das frische Gras lieber als eine goldene Futterkrippe“. Dies spiegelt die bescheidene Art der Leute wider, die in einem Büffeljahr geboren wurden. Sie sind sanft und geduldig - aber wehe man reizt sie! Den nehmen sie sofort auf die Hörner.

Einer sehenswerten, auch optisch sehr ansprechenden Seite zum Frühlingsfest – „Neujahrsfest“ auf deutsch entnommen: http://www.my-chinese.ch/chinesisches-neujahr.htm
Bemerkenswerterweise übersetzte man hier wohl „the year of the ox“ mit "Jahr des Büffels" ...  Richtig ist jedenfalls "Jahr des Rindes"

Für 2010 galt:

Zitat
Der Tiger ist rebellisch und undiszipliniert. Sein Wesen ist hitzig und aufbegehrend. Er ist niemandem Untertan, stets zum Kampf bereit, tollkühn und verwegen. Er schwingt die Fahne der Revolution, er ist ein Schlachtenlenker, ein Chef, ein Führer...

Der Tiger konnte das Jahr der Krisen leider nicht richten. Und das Karnickel brachte 2011 Hochwasser, aber immerhin wieder einmal eine gewählte Regierung in Thailand

Für 2011 siehe oben.
« Letzte Änderung: 22. Januar 2012, 01:04:34 von hmh. »
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hmh.

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2012 haben wir nun das Jahr der Großen Schlange (wie man in Thailand aus gutem Grund sagt), das heute in allen Ländern, in denen es nennenswerte chinesische Bevölkerungsanteile gibt, sozusagen angegangen wird.
Die "große Schlange" wird auf der aktuellen Sonderbriefmarke in Thailand deutlich:

Und eigentlich auch hier, wenn auch mit Füßen, aus den Philippinen:

Nicht nur für Thais beginnt am 23.Januar 2012 nicht das Jahr des มังกร mang gO:n Drachen, sondern in Wirklichkeit eigentlich das ‹Jahr der großen Schlange› (งูใหญ่ ngu: jài). Für Leute, die im darauf folgenden, sozusagen ‹nomalen› Schlangenjahr geboren sind, bleibt deshalb in Thailand nur die kleine Schlange (งูเล็ก  ngu: lég) übrig.

Warum das so ist, und was "große Schlange" eigentlich bedeutet, wird demjenigen klar, der sich mit der asiatischen Mythologie auskennt, zum Beispiel auch mit der นาค Nak oder „Naga“, der mythischen stilisierten Schlange, die sich zum Beispiel an den Giebeln königlicher oder religiöser Gebäude in Thailand vom First aus am Ortgang entlang herabschlängelt:

Chofa die Himmelsquaste und Nak die Schlange. Zeichen von Thailands Palaesten und Tempeln
« Letzte Änderung: 12. Juni 2013, 01:08:59 von hmh. »
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