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Autor Thema: Majestätsbeleidigung  (Gelesen 186536 mal)

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Non2011

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Re: Majestätsbeleidigung
« Antwort #1095 am: 17. Januar 2018, 20:21:29 »

Dieses Thema bzw. dieser § im Gesetzbuch wird sich nach dem Tode des König Bhumibol ohnehin todlaufen. Der Neue legt nach eigener Aussage ohnehin keinen Wert auf diesen antquarischen § - warum auch. Ohnehin fällt auf, das dieses geradezu bigottische verehren des Königshauses so Zug um Zug den Bach runter geht. Was interessierst es das VOLK - ob der Neue in old Germany die Bau - u. Einrichtungshäusern mit seiner Anwesenheit beglückt - oder sich der Neue m a l wieder in TH aufhält. Bekommt ja eh ein Niemand mit, dem Fussvolk geht das zwischenzeitlich am Hin,,,, ab.   
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Helli

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Majestätsbeleidigung
« Antwort #1096 am: 17. Januar 2018, 21:16:45 »

Der Neue legt nach eigener Aussage ohnehin keinen Wert auf diesen antquarischen § - warum auch.
Das tat der "alte" nach eigener Aussage auch nicht!
Dieser § betrifft auch nicht nur das Königshaus sondern auch das königliche Militär (und noch so paar Kleinigkeiten)!
Der § ist ein probates Mittel, den Deckel drauf zu halten, warum sollten die jetzigen Machthaber das aufgeben?
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Non2011

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Re: Majestätsbeleidigung
« Antwort #1097 am: 17. Januar 2018, 21:37:39 »

Das tat der "alte" nach eigener Aussage auch nicht!

Na ja, aber wesentlich blumiger formuliert als der Neue.
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Kern

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Re: Majestätsbeleidigung
« Antwort #1098 am: 17. Januar 2018, 22:34:13 »

De facto hat sich Rama 10 bisher genau so wenig energisch wie sein Vater gegen dieses unterwürfige Kriechen und gegen die knüppelharten Strafen bezüglich " Majestäts-Beleidigung" gewehrt.

Nachtigall, ick hör Dir trapsen!
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Steed

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Re: Majestätsbeleidigung
« Antwort #1099 am: 18. Januar 2018, 02:09:35 »

Zu Lebzeiten des 9 gab es eine königliche Garde (die es ja heute für die 10 auch noch gibt) und eine Prinzengarde, die direkt am Stuhl ihren Dienst zu verrichten hatte.
Doch nicht alle Guards kamen dorthin, wohin sie wollten oder bei wem sie gerne ihren Dienst verrichten wollten.
Beim Sohn des 9 Dienst zu verrichten zu müssen, kam einer Strafversetzung gleich. Nach Erzählung eines uns bekannten Guards, wurden sie dort am Stuhl, alle zwei - drei Stunden  abgelöst, bis sie irgendwann wieder antreten mussten. Während dieser Zeit durfte die Nase nicht jucken (man durfte sie nicht reiben), durfte nicht nießen, husten, pinkeln gehen und und und....., sonst gabs Strafen. Und die nicht minder. Sie knieten oder saßen, Beine abgewandt des Stuhles, bewegungslos wie eine Marionette da. Er beschrieb den Dienst wie in der Hölle (wer da regiert weiß ein jedes Kind).
Als er seine Versetzung in eine andere Royal Guard einreichte, sah er sich am nächsten Tag im Unruhegebiet Nakhon Si Thammarat wieder.
Das Ganze spielte in 2012. Da gab es schon ein Unterschied zwischen jung und alt.
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Non2011

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Re: Majestätsbeleidigung
« Antwort #1100 am: 18. Januar 2018, 11:31:35 »

,,, De facto hat sich Rama 10 bisher genau so wenig energisch wie sein Vater gegen dieses unterwürfige Kriechen und gegen die knüppelharten Strafen bezüglich " Majestäts-Beleidigung" gewehrt ,,,

Tja, und das Warum?

Weil es dem 10 ten. - der ohnehin nur gefühlte 2,5 Monat in TH – zugange, noch mehr am A,,,, abgeht wie dem 9 ten. Diese ewig Gestrigen, die sich in staubiger Luft wohler fühlen als im aufrechten Gang, werden sich mit der Zeit ohnehin dezimieren.

So erlebe ich hier bei mir im Ort auch schon gewisse Veränderungen, die Buddah,s betr. Wurden selbige bei ihrem morgendlichen Spaziergang noch in kniender Haltung empfangen, bleiben die Essensspender heute auf ihren Stühlen u. Bänken sitzen. 
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durianandy

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Re: Majestätsbeleidigung
« Antwort #1101 am: 18. Januar 2018, 12:16:44 »

die "Essenspender" werden mit den Jahren eben auch älter    }{

durianandy
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TeigerWutz

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Re: Majestätsbeleidigung
« Antwort #1102 am: 18. Januar 2018, 14:09:22 »

Buddha soll mit 80 Jahren verstorben sein.
(So irgendwann um 500 v. Christus)

Jetzt wieder im Isaan unterwegs?   
Sind wahrsch. so Nachahmer wie die kath. Sternsinger.  ;D

Nichts für ungut! 
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Helli

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Majestätsbeleidigung
« Antwort #1103 am: 18. Januar 2018, 14:44:35 »

Zu Lebzeiten des 9 gab es eine königliche Garde (die es ja heute für die 10 auch noch gibt) und eine Prinzengarde, die direkt am Stuhl ihren Dienst zu verrichten hatte.
Ohne Internas zu kennen (ich bin gelernter Republikaner) könnte ich mir aber durchaus vorstellen, dass bei angeordnetem Wegfall der Staubkriecher der ganze Hofstaat zusammen fallen würde. Der riesige Hofschranzen-Apparat würde dann doch überflüssig und wegfallen. Was hätten die denn sonst in der "freien" Wirtschaft anzubieten?
Letztlich ist es ja auch eine Frage der (Alters)Versorgung von sich hochgedienten Militärs und des Adels!
Nicht zu vergessen, dass der Tourismus in TH ja auch von der Existenz des Hohen Hauses (mit all seinem Brimbramborium) stark gefördert wird (analog zu England, bzw. London!).
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Steed

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Re: Majestätsbeleidigung
« Antwort #1104 am: 18. Januar 2018, 18:32:51 »

Zitat
Nicht zu vergessen, dass der Tourismus in TH ja auch von der Existenz des Hohen Hauses (mit all seinem Brimbramborium) stark gefördert wird (analog zu England, bzw. London!).
[/quote]

Der Brimbramborium wird nicht von Thailand und nicht vom Königshaus finanziert; zu einem minimalen Anteil vielleicht.
Klar machen die sehenswerten Gebäude und Tempel bei einem großen Teil des Tourismus deren Besuche nach Thailand aus. Aber! Ohne deren Eintrittsgelder wären in Bangkok der Grand Palace, der Wat Po nicht so die anspruchsvollen Prachtbauden, so wie sie sich ständig präsentieren, weil in regelmäßigem Rythmus neu mit Blattgold belegt und mit goldfarbenen Anstrichen versehen werden müssen.
Bis vor ein paar Jahren noch betrug der Eintritt für Farangs 150 Baht, während die Thais lediglich 50 Baht bezahlen mussten.
Heute bezahlt der Farang 400 Baht und nach Laune des Kassiers 500. Jetzt rechne einmal hoch. Das benötigt man nicht zur Erhaltung des Objekts. Man könnte fast von diesen Einnahmen neinen zweiten bauen oder den letrzten großen historischen Bau der etwa 10 Mio Euro kostete finanzieren.
Desweiteren bekommen fünf Einrichtungen von der Unseco dem Weltkulturerbe reichlich Unterstützung.. Nur um einmal die wichtigsten davon zu nennen die auch vom Hochwasser vor ein paar Jahren schwer heimgesucht worden sind, wie Ayutthaya und Sukothai. Das " Brimbramborium" wie Du es nennst hat nicht der thailändische Staat oder das Königshaus wieder so errichtet. Errichtet vielleicht ja, aber die Hauptfinanzierung kam von Unesco.
Und so ist das mit vielem.
Die Inseln werden zu Naturparks gemacht, damit man Eintrittsgeldern kassieren kann,- aber den Müll läßt man liegen. Würde man mit den Eintrittsgelder eine naturverbundene Infrastruktur schaffen, wäre alles ok. So aber ist es Augenwischerei, Verar.....ung am zahlenden Gast, die am Ende oft mit Anschuldigungen und Beleidigungen enden.
Wenn da jemand stark fördert, dann ist es der Toursit oder die ganze Welt (Unesco) usw.
Wer fördert den in Thailand die ganzen Weissenhäuser mit Kindern die von der Straße kommen, taub oder blind sind oder sonstige Behinderungen haben?
Der thailändische Staat?
Weit gefehlt!
Es sind zum größten Teil die Ausländer und darunter die Farangs.
Jetzt werden vielleicht wieder einige schlucken.- Aber es ist leider die Wahrheit.
Ja, da könnten einem wieder so manche Uhrenträger einfallen. Aber, es gäbe auch noch viele andere, die sich vor dieser Verantwortung als Drückeberger erweisen.
Man liebt das "Brimbramborium", aber möglichst finanziert durch Fremde.
« Letzte Änderung: 18. Januar 2018, 19:22:10 von Steed »
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Helli

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Majestätsbeleidigung
« Antwort #1105 am: 18. Januar 2018, 19:48:00 »

Der Brimbramborium wird nicht von Thailand und nicht vom Königshaus finanziert; zu einem minimalen Anteil vielleicht.
Klar machen die sehenswerten Gebäude und Tempel bei einem großen Teil des Tourismus deren Besuche nach Thailand aus. Aber! Ohne deren Eintrittsgelder wären in Bangkok der Grand Palace, der Wat Po nicht so die anspruchsvollen Prachtbauden, so wie sie sich ständig präsentieren, weil in regelmäßigem Rythmus neu mit Blattgold belegt und mit goldfarbenen Anstrichen versehen werden müssen.
Ich bin mit Dir durchaus einer Meinung und wollte das gar nicht so genau aufbröseln! Tatsache ist aber doch, dass -genau wie in London- ein nicht unerheblicher Teil der Touristen eben wegen dieses Brim..... (womit alles rund um die Monarchie gemeint ist) nach BKK/TH kommen! Thailand "nur" auf die Naturparks und auf die Rotlichtviertel zu reduzieren, würde dem Land und seiner Kultur (naja) nicht gerecht! Dann könnte man auch nach Brasilien oder sonstwohin fliegen. Angenehmes Klima und Strände gibt es auch anderswo (das Letztere sowieso)! Es ist das "Paket", was es ausmacht und da gehören die Glitzerpaläste auch dazu!
Vielleicht ein hinkender Vergleich: wenn die Burg Eltz in der Eifel (vom Land gepamperte Burg im Privatbesitz) nicht aufwändig erhalten würde, hätten die nicht jedes Jahr (in 6 Monaten) über eine halbe Million Besucher (die auch Eintritt bezahlen). [-]
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Steed

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Re: Majestätsbeleidigung
« Antwort #1106 am: 19. Januar 2018, 05:12:07 »

Heli,  [-]
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namtok

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Re: Majestätsbeleidigung
« Antwort #1107 am: 25. Januar 2018, 12:43:48 »

Sulak gibt zu, sich wegen seinem Fall an den König selbst gewandt zu haben, was sich wohl auch förderlich auf die Einstellung des Verfahrens ausgewirkt hat:


Sulak admits to petitioning Rama X over lèse majesté lawsuit

https://prachatai.com/english/node/7577
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namtok

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Re: Majestätsbeleidigung
« Antwort #1108 am: 28. Januar 2018, 21:29:27 »

Chanoknan Ruamsap aus der Studentengruppe NDM  bekam am 16. Januar eine Vorladung wegen des Vorwurfs der Majestätsbeleidigung per Weiterleiten eines BBC Thai Artikels. Es handelt sich offenbar um denselben Vorwurf wie gegen den Studenten Pai Dao Din, so entschloss sich daraufhin innerhalb einer halben Stunde, das Land zu verlassen, wie sie soeben auf ihrer Gesichtsbuchseite postete








Another activist faces lèse majesté charge for sharing BBC news on Thai King


https://prachatai.com/english/node/7591


Unter diesem Gesichtspunkt scheint es sinnvoll, die allerneuesten Presseerzeugnisse aus D nicht zu thematisieren...  {--


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namtok

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