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Autor Thema: Erste Hilfe / Stabile Seitenlage  (Gelesen 3659 mal)

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drwkempf

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Re: Erste Hilfe / Stabile Seitenlage
« Antwort #15 am: 13. Januar 2014, 09:39:56 »

Schiene hat schon gezeigt, wo man sich das Herstellen einer stabilen Seitenlage anschauen kann, herzlichen Dank fuer die prompte Recherche!
Die stabile Seitenlage ist in erster Linie fuer bewusstlose Unfallopfer gedacht, aber auch fuer bewusstseinsklare Patienten, die man nach einem schwereren Unfall fuer einige Zeit unbeobachtet lassen muss.
Bei Leichtverletzten sollte sie sich eruebrigen.

Hier wurde ein frisches Unfallereignis geschildert, ein fake ist also absolut auszuschliessen.
Damit entfaellt die Ausrede fuers Nichtstun hier komplett!

Ich bin mir absolut bewusst, dass Ersthilfe in Thailand nicht den Gesetzmaessigkeiten unterworfen ist, die wir aus Mitteleuropa gewohnt sind, auch dass man sich einigen Aerger einhandeln kann.
Das entschuldigt ein Wegsehen aber in keinem Fall. Nicht bei Tag und nicht bei Nacht!
Ich teile malakors Ansicht, dass jederzeit auch ein Familienangehoeriger oder ein Freund, durchaus auch einmal man selbst betroffen sein koennte, haeufig fangt gerade bei schweren Unfaellen das Schicksal des Patienten von rascher Ersthilfe ab.
Die Idee, dass die eigene Frau, das eigene Kind oder ein Freund durch Wegsehen wegen Angst vor moeglicher Konsequenzen schwerst geschaedigt werden koennte, sollte einiges Nachdenken wert sein.

Wir sind zwar Auslaender in Thailand mit all den oft eroerterten Nachteilen, das kann aber nicht heissen, dass wir bei der Einreise unseren Charakter und unsere Kultur, die Hilfe fordert, quasi im Muelleimer entsorgt haben.
Was die Verpflichtung zur Hilfe angeht, ist unsere Kultur der manchmal menschenverachtenden "Kultur" anderer Weltregionen ueberlegen.
Darauf sollten wir stolz sein! Hier haben wir allen Grund dazu.

Angsthosenscheisser kommen auch nur solange besser durchs Leben, wie sie nicht selbst betroffen sind...
Aber das kann jederzeit passieren.
Was ist, wenn dann alle auch wegschauen und auf Buddha hoffen?

Natuerlich ist es richtig, rasch fachkraeftige Hilfe zu holen.
Aber auch das ist in Thailand gar nicht so einfach, da es meist auf den Rettungsmitteln gar kein fachkraeftiges Personal im engeren Sinne gibt.

Zur Frage der Wirbelkoerperverletzungen:
Bei ansprechbaren Personen kann man auffordern, Arme und Beine zu bewegen. Ist das moeglich, so ist eine Wirbelverletzung natuerlich nicht ausgeschlossen, bei behutsamem Vorgehen, bei dem man die Wiirbelsaeule vorsichtig gestreckt halten sollte, darf aber etwa ein Sturzhelm abgenommen werden.
Bei bewusstlosen Personen ist auch das Verweigern der ueblichen Erste-Hilfe-Massnahmen in nahezu allen Faellen weit schaedlicher als ein vorsichtiges Verbringen eines Unfallopfers in die Halbseitenlage.
Hierdurch etwa eine Querschnittslaehmung herbeizufuehren, ist zwar nicht gaenzlich ausgeschlossen, aber auch kaum wahrscheinlich.
Zudem ist im Nachhinein ein Nachweis, dass die Querschnittslaehmung nicht schon vom Unfall direkt verursacht war, nicht moeglich.

Nach allem, was ich hier gelesen habe, hoffe ich instaendig, dass ich im Falle eines Unfalls eher auf Leute wie Malakor und andere Menschen mit etwas CHarakter und Civilcourage treffe als auf Angsthasen, denen ihr eigenes Wohlergehen alles, das anderer Menschen recht wenig  wert ist.
Das laesst sich leider nicht zuŕueckhaltender formulieren.

Wolfram

Es gilt die alte Weisheit: Der beste Unfall taugt nix. {--

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franzi

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Re: Erste Hilfe / Stabile Seitenlage
« Antwort #16 am: 13. Januar 2014, 10:36:09 »

Zitat
Das entschuldigt ein Wegsehen aber in keinem Fall. Nicht bei Tag und nicht bei Nacht!

Da braucht es keine Entschuldigung. Uns ist es nicht erlaubt, ohne entsprechende Genehmigung mit einer Taetigkeit, die auch Thais erledigen koennen, taetig zu sein.
Auch wenn ein Farang einem x-beliebigen Unfallopfer helfen wuerde, der eigenen Frau nuetzt das im Falle eines Falles gar nix, denn das behandelte Unfallopfer ist nicht dabei und die damaligen eventuell vorhandenen Zuseher auch nicht (und koennen sich daher nicht revanchieren)

Vielleicht faellt es einem schwer, aber besser ist es nach den Grundsaetzen der Drei Affen handeln!

fr

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Wenn ich nur "hier" schreibe, meine ich Nakhon Si Thammarat und Umgebung

jock

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Re: Erste Hilfe / Stabile Seitenlage
« Antwort #17 am: 13. Januar 2014, 11:27:40 »

Ich habe einmal angehalten,bin ausgestiegen um einem leicht-
verletzten Unfallopfer zu helfen.

Das tue ich nie mehr.Es hat mich 3 Stunden Zeitaufwand bei der Polizei gekostet.

Bin ich jetzt charakterlos,wenn ich beim naechstenmal,bei derselben Situation
weiterfahre und die Thais werkeln lasse ? oder gar ein Hosenscheisser ?

Unser Doc haette bei einem Unfall,dem gemeinen Farang einiges voraus :

1.) er ist vom Fach und kennt sich aus
2.) seine Berufung ist,Verletzten und Kranken zu helfen und er faellt auch nicht
     in Ohnmacht,wenn er Blut sieht.
3.)er hat noch keine boese Erfahrung gemacht,wie leicht man hier angeschuldigt
    und zur Kasse gebeten wird.

Ich unterstelle auch @rampo,dass er im Falle des Falles, nicht doch stehen bleiben
wuerde um zu helfen und so unserer Kultur  Rechnung traegt.


Jock
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Burianer

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Re: Erste Hilfe / Stabile Seitenlage
« Antwort #18 am: 13. Januar 2014, 12:49:34 »

jock, da gebe ich Dir Recht.  Erstens  kommt es auf die Situation an,  sind schon Thais  vorhanden, dann  sollte man als Farang sich ruasshalten.
Zweitens,  man kann ja kaum vorraussetzten, dass man sich mit dem Verunfallten unterhalten kann  und fragen, wo schmerzt es  und und und.
 
Ein Arzt  kann sich immer damit hervortun, dass er ja aerztliche Hilfe gegeben hat, also vom Fach ist.
Ein Farang, der mal gerade so einen erste Hilfe Kurs absolviert hat, weiss sicher nichtmehr, was man tun  oder unterlassen sollte.

Sicher ist die 3 Affenmethode auch nicht das Richtige.
Ich denke schon, dass jeder in einer solchen Situation entsprechend  richtig Handeln  wird.
Mit Angsthasen hat das nichts zu tun.
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drwkempf

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Re: Erste Hilfe / Stabile Seitenlage
« Antwort #19 am: 13. Januar 2014, 16:09:25 »

@#16

Lieber franzi,

Erste Hilfe zu leisten ist auch in Thailand, wo tatsaechlich erstaunliches moeglich ist, auch Auslaendern mitnichten verbotrn!
Ich sehe keine Loesung darin,
 Sich zum Affen zu machen: nichts sehen, nichts hoeten, nichts sagen

Fuer mich gilt da eher das uralte Menschlichkeitsgesetz:
Was Du nicht willst, was man Dir tu, das fueg auch keinem andern zu!
Wer also im Falle des Falles nicht selbst gern "links" liegengelassen werden will und wer sich auch fuer Familienangehoerige und Freunde bei Unfaellen rasche Hilfe erhofft, dem bleibt keine andere Wahl, als auch selbst Hilfe zu leisten.


Es ist auch nicht statthaft, sich damit herauszureden, dass man ka kein erfahrener Unfallarzt ist.
Nichts zu tun um nur ja nicht Gefahr zu laufen, etwas verkehrt zu machen, kann bedeuten, einen groessere abwendbaren Schaden zuzulasen, oft waere auch ein Unfalltod noch abzuwenden gewesen, wenn sich jemand ein Herz gefasst haette und verhindert haette, dass das Unfallopfer beispielsweise jaemmerlich erstickt.
Oft genuegt zur ersten Hilfe ein kleiner Handgriff....

Wolfram











Insertion and imaging of the applicator(s)
Before radioactive sources can be delivered to the tumour site, the applicators have to be inserted and correctly positioned in line with the initial planning.

Imaging techniques, such as x-ray, fluoroscopy and ultrasound are typically used to help guide the placement of the applicators to their correct positions and to further refine the treatment plan.[1]:Ch. 5 CAT scans and MRI can also be used.[1]:Ch. 5 Once the applicators are inserted, they are held in place against the skin using sutures or adhesive tape to prevent them from moving. Once the applicators are confirmed as being in the correct position, further imaging can be performed to guide detailed treatment planning.[1]:Ch. 5
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Burianer

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Re: Erste Hilfe / Stabile Seitenlage
« Antwort #20 am: 16. Januar 2014, 06:38:59 »

Passend  zum Thema

Zitat
 "Man kann nichts falsch machen"

Warum greifen in Deutschland so viele Menschen nicht ein, wenn ein anderer wiederbelebt werden muss? "Das ist eine stressige Situation", sagt Böttiger. Viele Menschen wissen nicht, wie man es richtig macht, andere haben einfach Angst, etwas falsch zu machen. "Aber man kann nichts falsch machen", sagt Böttiger, "das einzig Falsche ist, nichts zu tun."

  
 http://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/wiederbelebung-notfallhelfer-wollen-jaehrlich-10-000-leben-mehr-retten-a-942638.html  

eigentlich sollte jeder Deutsche  pro Jahr einmal wenigstens einen halben Tag  in einem erste Hilfekurs alles wieder auffrischen  und ueben.
Dies ist Laender unabhaenig.

Was ist bei Schock , Herzstillstand  etc zu tun.  Stabile Seitenlage , was ist wichtig ?  die einfachsten Handgriffe.

 http://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/erste-hilfe-test-was-sie-im-notfall-wissen-muessen-a-832030.html  
Man ist ueberrasscht, was man alles falsch machen kann  oder nichtmehr gewusst hat.
« Letzte Änderung: 16. Januar 2014, 06:45:52 von Burianer »
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