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Autor Thema: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung  (Gelesen 3582 mal)

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Lung Tom

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Re: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
« Antwort #30 am: 05. Juli 2018, 22:04:28 »


Eher eine Neuigkeit, die Internet-Zensur:

Solltest Du die deutsche Nationalhymne hoeren wollen, z.B. in der Fassung von Sacha Korn, kriegste folgenden Hinweis:



Da ist weder die 4.Strophe bei, noch irgendwas sonst "Anstoeßiges", hoechstens ein paar "schwarz, rot, goldene Fahnen".


Wers nicht glaubt, schaut mal hier:



Ich sag Euch, die Zeit läuft echt ab, hoffentlich wird man vorher bekloppt... {:}



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Lung Tom

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Re: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
« Antwort #31 am: 19. Oktober 2018, 20:16:07 »


So geht es Stück für Stück weiter, sehr sehens- und darüber nachdenkenswert:

Die Säuberung der Bundeswehr

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jorges

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Re: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
« Antwort #32 am: 19. Oktober 2018, 22:36:38 »

Stammt aus der Feder des von mir ueberaus geschaetzten Michael Klonovsky:

"Wir leben im besten Deutschland, das es je gab": Diese Floskel ist inzwischen in der politisch-medialen Sphäre eine Art Parole geworden, mit der man die Zugehörigkeit zu moralisch gehobeneren Kreisen und zugleich Distanz zu denjenigen signalisiert, die wegen einiger lächerlicher Morde, Staatsschulden, Bildungsdefizite und demografischer Erschöpfungssymptome daran zweifeln, dass es sich so verhält. Zuletzt hörte man die geflügelten Worte aus dem Munde eines SPD-Innenministers bei Anne Will.

Merkelland ist keineswegs das erste Deutschland, in welchem dieser kecke Elativ herumschwirrt. Bereits die Eliten des Kaiserreichs feierten ihr Land als "unvergleichlich" und "einzigartig" (wobei dessen wirtschaftlicher, wissenschaftlicher und kultureller Rang samt der Nobelpreisträgerdichte einige gute Gründe dazu bot). Das Dritte Reich war so berauscht von seiner historischen Sendung, dass seine Führer versprechen konnten, es werde tausend Jahre währen, und wenn man 1937 unter Deutschen außerhalb von Dachau Erkundigungen eingezogen hätte, welches Deutschland das beste aller Zeiten sei, die Antworten wären wohl recht eindeutig ausgefallen. Auch die DDR behauptete stolz von sich, das bessere Deutschland zu sein, und der bessere von zweien ist bekanntlich der beste.

Das jeweils beste Deutschland zeigte in der Vergangheit also eine gewisse Neigung, nicht ganz bruchlos in ein ehemaliges Deutschland überzugehen. Bereits zum vierte Male leben seine Bewohner im besten Deutschland, das es je gab. Drei dieser Staaten sind verschwunden, aber sie haben immerhin Deutschland übriggelassen. Der vierte strebt Größeres an.

« Letzte Änderung: 19. Oktober 2018, 22:51:56 von jorges »
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franzi

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Re: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
« Antwort #33 am: 18. November 2018, 06:37:39 »

. . . . .  Macron erwähnte natürlich nicht die imperialistische Kriegstreiberei und das barbarische Opfer von Menschen als Sklaven im Dienste der nationalen kapitalistischen Machtinteressen.

 Groteskerweise, als die Weltführer feierliche Gesichter zogen und fromme Plattitüden für den Frieden absonderten, war die ganze Gelegenheit ein Triumph bei der Bestattung der Realität und der andauernden Ursachen von Kriegen sowie beim Reinwaschen der Schuldigen, die für Kriege verantwortlich sind. Zu den Kriegsverbrechern, die einen traurigen schwarzen Anzug trugen, gehörte auch der ehemalige französische Präsident Nicolas Sarkozy, der 2011 den NATO-Blitzkrieg gegen Libyen auslöste.

 Während die leere, ausschweifende Rhetorik erklang, konnte man nicht umhin, sich an einige der krassesten Widersprüche der Gegenwart zu erinnern, die mit atemberaubender orwellscher Effizienz verdrängt werden.

 Erst diese Woche tauchten Berichte über die schrecklichen zivilen Todesopfer durch die amerikanische Luftwaffe bei der Bombardierung der syrischen Stadt Rakka auf. Die Stadt wurde im vergangenen Jahr durch US-Luftangriffe dem Erdboden gleichgemacht – angeblich um die ISIS-Terrorgruppe zu besiegen. Etwa 8.000 Leichen von Zivilisten, hauptsächlich Frauen und Kinder, wurden inzwischen von syrischen Regierungstruppen geborgen. Und das nur, weil ein winziges Gebiet der ganzen Stadt vom Schutt befreit wurde.

Was die Amerikaner in Rakka taten, war ein monumentales Kriegsverbrechen, umso krimineller, als die US-Streitkräfte zusammen mit ihren NATO-Partnern Großbritannien und Frankreich illegal in syrischem Hoheitsgebiet präsent sind und es angreifen. . . . . .


https://www.theblogcat.de/uebersetzungen/cunningham-12-11-2018/

fr
 
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Wenn ich nur "hier" schreibe, meine ich Nakhon Si Thammarat und Umgebung

Lung Tom

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Re: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
« Antwort #34 am: 11. Dezember 2018, 18:04:06 »


Hier ein Artikel, der am Beispiel Japans ganz gut beleuchtet, was hinter den Kulissen so ablief/läuft:

Was der Deutsche Michel schon immer über Pearl Harbour nicht gewusst hat

Dezember 7, 2018

Eine historische Hintergrund-Analyse von Wilfried Schuler

In Japan war der Besitz von Feuerwaffen bis 1868 bei Todesstrafe verboten. Die 300 Jahre währende Edo-Zeit, war eine Zeit des Friedens und des Wohlstands. Der Grad der Alphabetisierung lag bei deutlich über 90%. Man vergleiche damit das Europa dieser Epoche. Der interne Handel blühte, aber Ausländer waren unerwünscht. Lediglich über den Hafen von Nagasaki gab es spärliche Kontakte mit Holländern und Portugiesen, die aber von der Regierung streng reglementiert wurden.

Dieser Frieden war 1853 vorbei. In diesem Jahr kamen die Amerikaner mit Kanonenbooten und einer klaren Botschaft. Diese lautete: Ihr handelt mit uns, oder wir schießen mit 15 cm Kanonen auf die Holzhäuser von Tokio. Es versteht sich, dass die USA die Bedingungen dieses Handels diktierten. Das war der Vorläufer von TTIP. Und der erste Schritt auf dem Weg nach Pearl Harbour. In der japanischen Geschichte sind diese Verträge als die „Ungleichen Verträge“ bekannt. Es waren in Wirklichkeit beinharte Diktate.

Im Zuge der Industrialisierung rüsteten die Engländer und die Amerikaner die japanische Flotte innerhalb einer Generation zur Weltmachtgröße auf. Japan führte Kriege gegen China, besetzte im ersten sino-japanischen Krieg Taiwan und später, 1906, Korea. Damals wurden auch die jetzt strittigen kleinen Inseln besetzt die 100 Jahre lang zum Ming-Imperium gehört hatten. Und dies mit Wissen und nach ausdrücklicher Ermunterung durch den US Präsidenten Theodore Roosevelt. Die Japaner agierten 100 Prozent konform mit den Interessen der imperialistischen Weltmächte. Im Jahre 1900 demütigten die Europäer und Amerikaner gemeinsam mit den Russen und Japanern die Chinesen im Boxeraufstand. Die Japaner köpften die Chinesen im Stile der ISIS und die Anderen standen dabei, mit der Mannschaft angetreten und gafften blöd, als sei das die normalste Sache der Welt. Auch die humanistisch erzogenen Deutschen. Man hat nie gehört, dass die Presse in Europa oder den USA protestiert hätte. 200 000 chinesische Opfer waren kein Pappenstiel für einen kleinen Streit um Marktanteile.

Der Frankfurter Bankier Schiff finanziert 1905 die Japanische Marine

Adam Schiff war ein Angestellter und Nachbar von Amschel Rotschild in der Judengasse in Frankfurt. Sein Sohn Jacob Schiff, ein Schulfreund der Rothschild Söhne, emigrierte 1865 von Frankfurt nach NY und wurde erst Teilhaber, dann durch Heirat Chef der Bank Kuhn & Loeb, die später als Lehman Brothers firmierten und 2008 bankrott gingen. Jacob Schiff war der Banker der Stahl- und Eisenbahnbarone. Er finanzierte 1905 den Krieg der Japaner gegen Russland mit 200 Mio. $. Damals eine gewaltige Summe. Er wurde später vom Tenno mit den höchsten Orden dekoriert. Schiff gab 1917 Leo Trotzki ein Taschengeld von 10 000 $ mit auf die Reise nach St. Petersburg. Er mischte auch bei der Entstehung der FED 1913 im Dezember mit. Es ist allgemein akzeptiert, dass er der Frontmann der Rothschild Familie in den USA war. Das ist keine finstere Verschwörungstheorie. Es liegt auf der Hand. Warum sollte er nicht für seine alten Schulfreunde und Nachbarn arbeiten? Mitte der 1920-er Jahre erhielt auch Adolf Hitler milde Gaben aus den USA. Zu einer Zeit, als nur 15 Reichsmark in der Kasse der NSDAP waren. Die Waffen der SA kamen zu einem erheblichen Teil von Remington, nicht von Mauser. Das gehört zwar nicht zwingend hierher, rundet aber das Bild ab.

Nachdem die Japaner Russland 1905 in der Seeschlacht von Tsushima besiegt hatten, stiegen sie zur asiatischen Großmacht, ja Weltmacht auf und begannen China auszubeuten. Alleine in China starben bis 1945 rd. 17 Millionen Menschen unter ihrer gnadenlosen Terrorherrschaft. Ein dunkles Kapitel, das in Europa nicht thematisiert wird. Die Chinesen hätten demnach heute viel mehr Grund, die Japaner zu hassen als umgekehrt. Kein vernünftiger Mensch würde dem Täter zugestehen, dass er Jahrzehnte später Hass gegen sein früheres Opfer artikulieren dürfte. Im Fall China-Japan nimmt die Presse das als normal hin. Ja sie befördert diese Ressentiments noch. Wenn sie nicht sogar an ihrer Entstehung großen Anteil hatten. 1914-18 durften die Japaner auf der Seite des Westens kämpfen.

Noch waren sie bei den Guten. Und sie waren schon damals technisch Weltspitze. Sie bauten 1917 zwei Schlachtschiffe mit 4 x 2 41-cm-Kanonen. Die damals besten Schiffe der Welt, die anschließend von den Amerikanern kopiert wurden. (Nicht umgekehrt) Die hochwertige Munition für Tsushima lieferte allerdings Du Pont aus USA. So wurde ein Teil des Kredits sofort recycelt. Ein Konjunkturprogramm für die USA, das die Japaner zunächst finanzierten. Später holten sie sich das Geld von den Koreanern und Chinesen zurück. Wer hier Parallelen zu der Bewaffnung des Iran unter Jimmy Carter oder der heutigen Aufrüstung der Saudis und der Scheichs sieht, hat das Spiel verstanden. Jimmy Carter äußerte einst, 1977, den Wunsch, Weihnachten mit dem Schah zu verbringen. Da war der Iran noch bei den Guten. An der Spitze ein brutaler Diktator namens Reza Pahlevi, Darling der Regenbogenpresse in Deutschland. Noriega aus Panama war zu dieser Zeit auch noch bei den Guten. Ja, wer weiß heute, wo die Saudis in zehn Jahren sein werden? Khashoggi läßt grüßen.

Geht hier noch sehr interessant weiter.....gleichzeitig Quelle:
https://www.anderweltonline.com/politik/politik-2018/was-der-deutsche-michel-schon-immer-ueber-pearl-harbour-nicht-gewusst-hat/

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Helli

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Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
« Antwort #35 am: 11. Dezember 2018, 20:25:34 »


Hier ein Artikel, der am Beispiel Japans ganz gut beleuchtet, was hinter den Kulissen so ablief/läuft:( )
Interessierten Zeitgenossen dürfte das sehr wohl bekannt sein (und dieses "Wissen" ist ja auch bei dem "Kampf" gegen den Antisemitismus nicht unbedingt hilfreich). Was mir allerdings seit Jahrzehnten in diesem Zusammenhang fehlt, sind Informationen über japanische "Wiedergutmachung" nach WKII. Haben die auch bei der heutigen Generation noch eine tägliche, politisch verordnete Erbsünde auf dem Schirm?
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Ein Moselaner regt sich nicht über Dinge auf, die er nicht ändern kann.

Lung Tom

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Re: Neuigkeiten und Altbekanntes aus der Geschichtsschreibung
« Antwort #36 am: 14. Dezember 2018, 18:30:41 »


Ein ausgezeichneter Vortrag  u.a. zu den Ursachen/Hintergründen/Abläufen des WK1 und weitere interessante Themen:

Machterhalt durch Geschichtsmanipulation - Wolfgang Effenberger (Vortrag Regentreff 2018)

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