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Autor Thema: Aktuelles zu Börse und Finanzen  (Gelesen 59242 mal)

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durianandy

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Re: Aktuelles zu Börse und Finanzen
« Antwort #165 am: 22. Januar 2016, 07:10:24 »

@Thaiaho

kein "Scalp Trader" & "Day Trader " eher tendiere ich zu "Position Trader"  oder "Swing Trader"

durianandy ;)
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Thaiaho

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Re: Aktuelles zu Börse und Finanzen
« Antwort #166 am: 22. Januar 2016, 15:50:46 »

@Thaiaho

kein "Scalp Trader" & "Day Trader " eher tendiere ich zu "Position Trader"  oder "Swing Trader"

durianandy ;)

Ok, verstehe. Dann kennst Du ja auch die Unterschiede zwischen den einzelnen Arten von Tradings.  [-]

Nun zu Deiner Frage bezüglich "Hapag Lloyd": Das Empfehlen von Kauf oder Halten oder Verkaufen wird meistens von Bankinstituten getätigt und von Leuten die sich zum teil mehr und zum teil eher wenig mit Aktien beschäftigen. Ich gehöre weder zu einer Bank noch bin ich mit der "Hapag Lloyd" Aktie und Firma sehr vertraut. Deshalb kann ich hier keine Empfehlung in irgendeiner weise abgeben.

Wenn Du an der Aktie brennend interessiert bist und wirklich keinen Bezug zu ihr hast, dann würde ich mir über "Google" das nötige Wissen darüber einholen. Falls Du auch keine Ahnung hättest wie man eine Aktie bewerten soll, dann versuch es mal mit folgendem Link: Wie schätze ich eine Aktie richtig ein?

Hast Du dir deine eigene Meinung darüber gemacht was zu tun ist mit einer Aktie, kannst Du ja immer noch nachschauen was die Institute für Empfehlungen ausgesprochen haben. Zur Page geht es z.B hier. Da siehst Du auch das die Institute "Buy und Hold" ausgesprochen haben bevor die Aktie nach unten ging. Soviel zu solchen Empfehlungen. }{

Darum: Besser man macht sich seine eigene, vertiefte Meinung über jedes einzelne Investment oder jeden einzelnen Trade den man tätigt. 

Lg
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Thaiaho

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Re: Aktuelles zu Börse und Finanzen
« Antwort #167 am: 22. Januar 2016, 20:28:41 »

Was unterscheidet den Aktientrader vom Aktieninvestor?

Investoren:

Investoren kaufen Positionen mittel, bis langfristig, um nach eingehender Analyse, meist auf Fundamentaler Basis, oder nach deren Einschätzung zur Zukunft des jeweiligen Unternehmens Rendite zu erwirtschaften. Investoren können sowohl sehr konservativ, jedoch auch äußerst spekulativ am Markt auftreten. Während konservative Investoren eher den "Value Ansatz" bei Aktien verfolgen und in Anleihen übergewichtet sind, werden spekulativere Investoren eher einen "Growth Ansatz" verfolgen und weniger bis gar keine Anleihen zur Diversifikation in ihren Portfolios halten.

Dies ist nur eine sehr vereinfachte Darstellung eines klassischen Investors, da es unzählige Schattierungen unter der Gruppe der Investoren gibt. Zwischen einem "Staatsanleihen Investor" und einem "Emerging Market Privat Equity Investor" liegen Welten, sowohl bei den Chancen, als auch bei den Risiken!

Traders:

Traders sind eher und oftmals sehr kurzfristig orientiert. Der wirklich professionelle und vor allem kluge Trader kann psychologisch mit Verlust umgehen und ihn auch reduzieren. Verlust ist ein fester Bestandteil im Traden und leider Gottes haben viele, die sich professionelle Traders nennen, wenig Ahnung wie sie ihre Verluste reduzieren können. Die meisten Pros sind nur ausgebildet zum long gehen oder zum short gehen. Alles andere, auch die professionelle Durchmischung von Derivativen um Verluste zu verringern, ist vielen sogenannten Pros und Gesetzgebern eher unbekannt. Gesetzgeber sind welche die Regeln für Fonds- Zertifikate usw. machen. Diese Aussage ist nicht hier um das als Allgemein abzustempeln, im Gegenteil um speziell auch hier zu Unterscheiden wer die Entscheidungsträger und Verantwortlichen im Hintergrund sind.

Nun ja, die Entscheidungen der Mehrzahl der Traders erfolgt meist auf kurzfristigen News, oder Charttechnik, sowie Indikatoren und Handelssystemen die vorher ausgetestet wurden. Ein Großteil dieser Trader setzt kurzfristig mit Hilfe von Derivaten auf gehebelte Positionen, die sowohl Chancen, als auch Risiken der eingegangenen Trades deutlich erhöhen.

Auch in dieser Gruppe gibt es sehr konservative Trader, die mit sehr konservativem Money Management nur wenige Prozent ihres Gesamtkapitals in Aktien, Optionen oder Futures jeglicher Art einsetzen, aber auch Trader die hoch spekulativ und aggressiv handeln. Diese spekulativen Trading Arten, können bis hin zu sehr illiquiden, über Derivate hoch gehebelte Märkte reichen und das mit einem sehr aggressiven "Money Management". Eine absolute neue Kategorie Traders sind die sogenannten "Hochfrequenz Traders" oder in Englisch auch "High-Frequency Trading" genannt. Ab einem Gewissen Niveau, geht das Ganze dann schon in Richtung Zocker. Ab einem Dauereinsatz von Hebel 20 und höher, bei schlechtem "Money Management", kann man es nicht mehr als Trading, sondern fast schon als täglichen Casinobesuch bezeichnen.

Wichtig ist, nicht jeder Trader ist ein Zocker! Auch ein Investor kann ein Zocker sein. Die Börse besteht aber größtenteils nicht aus reinen Zockern!

Nebst den oben genannten Akteuren finden wir auch noch eine dritte Gruppe, welches die sogenannten Händler sind.

Händler spielen eine ganz eigene Rolle im Marktgeschehen. Auch hier gibt es verschiedene Positionen die von Händlern besetzt werden. Sie sind meistens Vermittler zwischen dem Käufer und dem Verkäufer eines Derivatives. Sie können aber auch "Market Makers" sein welche Angebot oder Nachfrage bestimmen. Einen weiterer Platz können und müssen sie von Gesetzes wegen schon einnehmen wenn zum Beispiel ein Auftrag offen ist, aber keine Gegenpartei mehr im Markt zu finden ist. Spätestens hier wird ein Händler als Akteur in Erscheinung treten und diese offene Position, egal wie hoch, übernehmen und für den Moment schließen. Je nachdem auf welches Derivativ, ob Option, Aktie, Future usw der einzelne Händler oder Firma spezialisiert ist, je nachdem sind ihm ganz spezifische Hedgestrategien bekannt um zum Beispiel sein Risiko zu begrenzen.

Hoffe macht ein wenig Spaß in meinen Posts zu lesen. Bis zum nächsten mal. Lg
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durianandy

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Re: Aktuelles zu Börse und Finanzen
« Antwort #168 am: 22. Januar 2016, 22:23:10 »

Hi Thaiaho,na klar macht Spass in Deinen Post zulesen [-]

Die drei unterschiedlichen Arten von Tradern

Der Spieler
Da ist der eine Trader, der sich neben seinem eigentlichen Beruf etwas mit dem Trading beschäftigt und auf einen mehr oder weniger hohen Gewinn hofft. Vergleichbar mit Sportwetten, geht er jedoch tendenziell nicht davon aus den großen Reibach zu machen, sondern ihn reizt das Glücksspiel an sich.
Solche Trader haben eher die Eigenschaft einen Verlust zu akzeptieren, da sie ja wie oben bereits erwähnt freiwillig am Glücksspiel teilnehmen. Die Gefahr für diesen Trader ist es, in eine Glücksspielsucht zu verfallen. Denn obwohl er weiß, dass er Glücksspiel betreibt, kann er letztendlich nicht davon lassen, da ihn ganz andere Beweggründe dazu verleiten als beispielsweise einen Trader, der das Ganze als Geschäft sieht.

Der Hobby Trader
Dann gibt es aber noch den einen Trader, der eben doch etwas mehr will. Nämlich ein regelmäßiges Einkommen durch den Handel generieren. Auch wenn er berufstätig ist, so sieht er das Trading als eine weitere Einkommensquelle an. Für ihn ist er zwar ein Hobby, jedoch eins das sich am Ende lohnen soll.
Dieser Trader steht oft vor der Schwierigkeit, die sich mit der begrenzten Zeit ergibt. Daytrading ist in seinem Fall kaum möglich, es sei denn er hat einen geregelten Tagesablauf und kann am Abend nach der Arbeit einige Trades durchführen.
Man kann das aber auch durchaus als sein Vorteil sehen, denn so kann er ein Overtrading vermeiden. Er könnte sich beispielsweise zur Handelsregel machen, nur einen einzigen Trade am Abend pro Tag zu machen.
Nach einer gewissen Weile wird er erkennen, ob seine Strategie erfolgreich war oder nicht. Diese Zeit muss er bis zu dem Zeitpunkt an dem man den Erfolg der Strategie erkennt konsequent mit all seinen Verlusten und Gewinnen durchstehen.
Den im Gegensatz zum Spieler, der nur gewinnen will, möchte der Hobby Trader regelmäßig was verdienen. Er kann jedoch, weil er es eben zum Teil als Hobby sieht verkraften, wenn keine Gewinne anfallen. Verluste sind für ihn jedoch nur schwer zu akzeptieren.

Der Berufstrader
Das Haupteinkommen eines Berufstraders ist das Trading selbst. Der Berufstrader sieht den Handel als ein Geschäft. Er muss also auch den Handelsablauf so planen wie einen Betrieb. Der Berufstrader kann daher im Handel disziplinierter vor gehen als die anderen „Gattungen“. Er weiß, dass der Handel nicht nur aus dem Kauf oder Verkauf von Wertpapieren besteht, sondern die Planung für sein Geschäft im Vordergrund steht.
Im Laufe seiner Tradingkarriere wertet er viele Daten aus, führt Tagebuch zu seinem Trading und befolgt strikt die Regeln, die sich für ihn als erfolgreich herausgestellt haben. Er sieht das Ganze weniger als ein Glücksspiel sondern geht absolut systematisch vor. Sollte er zumindest.
Dass auch Berufstrader Fehler machen ist gang und gäbe. Denn die Schwierigkeit, die sich für einen Berufstrader ergibt ist folgende. Er muss unbedingt Geld verdienen, denn er lebt davon. Schafft also der Trader in einem Zeitraum nicht Geld zu verdienen und hat nichts für solche Zeiten zurückgelegt, so kommt er unter Druck.
Es ist allerdings allgemein bekannt, dass Trading unter Druck zu erhöhten Mißerfolgen aufgrund überstürzter Entscheidungen führt. Verfolgt der Trader eine Strategie, die abhängig vom aktuellen Marktumfeld ist, und ist das Risiko aktuell für Verluste erhöht, kann der Druck den Trader dazu verleiten, die Systematik aufzugeben. In der Regel ist das der Beginn von schlechten Entscheidungen.

Quelle: http://www.binaereoptionen.com/3-tradertypen/

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durianandy

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Re: Aktuelles zu Börse und Finanzen
« Antwort #169 am: 23. Januar 2016, 12:16:58 »

ein Trumpf hab ich noch   :P



Der Daytrader - ein Spieler? Ähnlichkeiten zwischen Poker und Daytrading
Jeder Spieler, auch der Trader ist Teil eines großen Spiels, bekommt im Schnitt gleich gute Karten zugeteilt. Die Chancen sind zum Spielbeginn also für jeden gleich. Auf lange Sicht entscheiden also Psychologie und Strategie den Werdegang der Teilnehmer. Gute Spieler berechnen fortdauernd ihre Möglichkeiten. Welche Gewinnaussicht habe ich, wenn nach und nach weitere offene Karten auf den Tisch kommen? Und welche Chancen hat der Gegenspieler? Entsprechend stimmen die spielenden Parteien ihre Strategie ab.
Quelle: http://peketec.de/portal/wissen/daytrader/

durianandy [-]

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Thaiaho

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Re: Aktuelles zu Börse und Finanzen
« Antwort #170 am: 23. Januar 2016, 15:33:05 »

Was sind die Unterschiede in den verschiedenen Tradingsarten?

Scalp Trading

Allgemein bedeutet das Wort scalp aus dem engl. kommend skalpieren bzw. herausschneiden. Ein Scalper versucht also seinen Profit mit einem Teil einer Kursbewegung zu erzielen. Er will sich nur ein kleines Stückchen davon abschneiden / herausschneiden. Ein Scalper ist vorwiegend ein ultrakurzfristig orientierter Trader. Seine Trades hält er meist nur wenige Sekunden bis paar Minuten.

Ab und zu kann es auch passieren, dass eine Position ein paar wenige Stunden gehalten wird, doch das ist eher die Ausnahme. Seine Trades sind meistens auf ein paar Ticks bis ein paar Punkte beschränkt. Sprich sein Gewinn ist limitiert. Da es aber im kurzfristigen Bereich zu vielen Signalen kommt, können so viele kleine Gewinne oder kleine Stückchen am Ende auch einen großen Kuchen ergeben. Die Anzahl der Trades kann so schnell über 30 Trades pro Tag ansteigen. Von den Charteinstellungen werden meistens Tick, 1min bis 5min Charts verwendet. Da ein Scalper oft während einer Bewegung ein und aussteigt und damit seinen Gewinn limitiert, ist es von allergrößter Bedeutung, dass Verluste genauso schnell realisiert werden wie Gewinne. Ein Scalper kann sich keine großen Stopps erlauben, da diese einen Großteil der vielen kleinen Gewinne vernichten würden. Bsp. Ein Scalper macht 10 Trades mit 5p. Gewinn. Würde er einen Verlust von bsp. 20p. zulassen, wären bereits der Gewinn von vier erfolgreichen Trades weg. Würde er danach noch so einen Verlusttrade zulassen, wäre fast der gesamte Gewinn aus den vorhergegangenen Trades weg.


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Day Trading

Day Trader eröffnen Postionen an den Börsen und stellen diese spätestens bis zum Tagesende wieder glatt. Das Ziel des Day Traders ist es, aus kleinen Kursbewegungen Gewinne zu generieren, dabei wird auch vom Scalpen (Skalpieren) gesprochen. Dabei nutzt der Day Trader etwa ein Moment aus, indem er kurzfristige Veränderungen erkennt und rechtzeitig wieder aussteigt. Mögliche Hilfestellungen zur Erkennung dieser Momente bietet die Charttechnik. Auch kann zur Erzielung von Gewinnen ein so genannter Cutting Spread gebildet werden, bei dem die Spanne zwischen Kaufs- und Verkaufspreis ausgenutzt wird. Daytrading lohnt zumeist nur an Märkten, die sich durch eine hohe Volatilität auszeichnen, schließlich sollten auch die Gebühren berücksichtigt werden. Beim Daytrading wird oft mit Hebeln gearbeitet. Die Betätigung des Day Traders ist hoch riskant. Möglichen hohen Gewinnen steht ein enormes Verlustpotential gegenüber.


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Swing Trading

Swingtrading (englisch für: swing = Schwung, oder auch sich drehen, trading = Handeln) bezeichnet eine hoch spekulative Anlagestrategie, bei der versucht wird, durch die Ausnutzung von Kursschwankungen Gewinne zu erzielen. Swingtrading bedeutet das Eingehen und wieder Auflösen einer Handelsposition wie zum Beispiel Aktien, Derivate etc. innerhalb eines meist kurzen Zeitraumes, oftmals auch innerhalb eines Tages (Daytrading). Die Auswahl der Positionen wird mit Hilfe kurzfristiger Chartsignale vorgenommen.

Der Ansatz des Swing Tradings ist es, dass mittel-und langfristige Kursbewegungen grundsätzlich aus so genannten Swings bestehen. Das heißt, das eine Aktie niemals linear in eine Richtung läuft, sondern dies immer unter kurzfristigen Kursschwankungen (den sogenannten Swings) abläuft. Diese Swings finden immer und in jeder Börsenphase statt, egal in welcher Marktphase sich die Börsen gerade befinden. Sowohl in einer Hausse, Seitwärtsphase oder einer Baisse gibt es kleinere und übergeordnete Swings; oftmals stellen gerade die Seitwärtsphasen die eigentlich interessanteste Möglichkeit für erfolgreiches Swing Trading dar. Beim Swing-Trading handelt es sich grundsätzlich eher um eine kurzfristige Tradingstrategie, da die Positionen hauptsächlich im Bereich weniger Tage bis Wochen, manchmal aber auch nur Stunden eingegangen und wieder aufgelöst werden.

 
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Position Trading

Wer auf den Börsenmärkten agiert, braucht Willensstärke. Positionstrading ist für mental starke Trader. Es handelt sich um ein Tradingsystem, das darauf ausgelegt sein sollte, dass der aktuelle Trend von Derivaten jeglicher Art in die bisherige Richtung geht. Wenn dieser Trend hält, laufen die Trades von einigen Tagen bis zu mehreren Monaten. Nicht geeignet ist das Positionstrading daher für das Daytrading. Der Einsatz des Positionstrading findet an der Börse, insgesamt gesehen, hauptsächlich im Aktienhandel statt und weniger in anderen Segmenten wie Optionshandel oder Futurehandel. Man versucht bei diesem System häufig einen Trend in einer sehr frühen Phase zu erkennen und tradet dann in seine Richtung. Da beim Positionstrading selten eine Limit-Order eingegeben wird, müssen die Buchgewinne abgesichert werden. Dies geschieht mit regelmäßigem Nachziehen der StopLoss order nach festgesetzten Regeln, da sich der Trader hüten muss vor den Emotionen wie Angst und Gier.


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High-Frequency Trading

Als Hochfrequenzhandel (HFH; englisch high-frequency trading, abgekürzt HFT) wird ein mit Computern betriebener Handel mit Wertpapieren bezeichnet, der sich durch kurze Haltefristen und hohen Umsatz auszeichnet. Dabei handeln Hochleistungsrechner selbstständig oder mit Einwirken von Menschen innerhalb von Sekunden bis in den Mikrosekundenbereich nach den zuvor programmierten Algorithmen. Diese reagieren auf Marktveränderungen und treffen daraufhin Handelsentscheidungen. Daraufhin wird eine Order an die jeweilige Börse übermittelt. Es werden üblicherweise keine Positionen über Nacht gehalten. HFT kann als eine Sonderform des automatisierten Handels verstanden werden.

Das Prinzip des Hochgeschwindigkeitshandels beruht darauf, dass typische Wertpapierorders nicht an einer einzigen Börse abgewickelt werden können, sondern die gewünschten Stückzahlen nur an mehreren Börsen zusammen ge- oder verkauft werden können.[1] Der Broker sendet seine Aufträge gleichzeitig an die verschiedenen Börsen ab, die nach seinen Marktinformationen zum gegebenen Zeitpunkt in der Lage sind, durch die einzelnen Teilaufträge zusammen den Auftrag abzuwickeln. Die Teilaufträge kommen aber je nach Latenz zu unterschiedlichen Zeiten bei den Börsen an. Ein Hochgeschwindigkeitshändler, der erstens Zugang zu Marktdaten in Echtzeit der nächstgelegenen Börse hat, kann darauf spekulieren, dass zu dem von ihm gesehenen Teilauftrag weitere Teilaufträge mit Kauf- oder Verkauforders derselben Aktie oder Anleihe gehören. Wenn er zweitens optimierte Datenleitungen zu weiter entfernt liegenden Börsen hat, kann er an diese Orders absenden, die dort den Teilorders des ersten Brokers zuvorkommen. Dadurch ändert sich der Kurs an dieser Börse, so dass der Hochgeschwindigkeitshändler die später eintreffenden, aber zuvor abgesendeten Aufträge des ursprünglichen Kunden aus den Papieren bedienen kann, die er im Vorlauf erwerben konnte. Allerdings zu einem neuen, für den ursprünglichen Kunden ungünstigeren Kurs. Der ursprüngliche Händler kann diese Marktänderung nicht sehen, bevor sie eintritt. Der Hochfrequenzhändler fährt so seine Position wieder auf Null. Durch den Unterschied zwischen den Kursen zieht er einen winzigen Gewinn pro Geschäft.

Die Erlöse durch diesen Trick sind pro Transaktion sehr gering, summieren sich jedoch zu durchaus großen Erträgen. Dieser Handel wird seit Jahren betrieben und soll nach Aussage der Marktforscher der Tabb Group 2008 einen Wert von 21 Milliarden US-Dollar erreicht haben.[2] 2010 soll der Anteil dieser Form des Handels bereits über 50 % des Umsatzvolumens des US-amerikanischen Aktiengeschäfts betragen haben


 
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namtok

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Re: Aktuelles zu Börse und Finanzen
« Antwort #171 am: 23. Januar 2016, 22:41:15 »

Ein unprofessionelles "Niederfrequenz - Gefühlstrading"  ;) - Beispiel  vom Freitag:

 DAX Call 9313 - jeder DAX Punkt darüber sind 0.01 Euro im Kurs




Die Grafik und die beiden Links zeigen die Freitagsdaten bis Börsenbeginn Montags , danach update jeden Tag neu



http://www.onvista.de/zertifikate/snapshot.html?ISIN=DE000CW5CE77


Aus

http://www.onvista.de/zertifikate/times_sales.html?ID_NOTATION=143324447

nur die Kurse mit Umsätzen rauskopiert:



11:33:48   4,70    1.000   7.000

11:33:43   4,70    1.000   6.000

10:45:47   4,50    1.000   5.000

09:56:04   4,72    1.000   4.000

09:31:05   4,50    1.000   3.000

09:20:39   4,60    1.000   2.000

09:17:16   4,44    1.000   1.000


Von unten nach oben gemäss Zeitangabe: Kauf und danach Verkauf von je 1000 Stück zum angegebenen Kurs 3 mal hintereinander. (Der letzte ist offenbar ein Umsatz  durch den Börsenhändler)
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Thaiaho

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Re: Aktuelles zu Börse und Finanzen
« Antwort #172 am: 25. Januar 2016, 22:29:08 »

Es gibt im Englischen die Ausdrucksweise: "Are you afraid to pull the trigger and why"?

Wenn es um Investitionen und den Handel geht ist damit gemeint: Hast Du Angst vor Verlusten und weshalb?

Wer sich mit dem Thema nicht auskennt, ist nicht unbedingt mutiger oder cleverer als andere oder gar der super cooler Trader. Wer davon nichts wissen will, dem ist es in der Regel egal ob er einen Gewinn macht oder ob die Kohle weg ist. Am Stammtisch sind diese Leute meistens die Bestens Traders und haben schon immer gewusst wenn was im Markt zu tun ist oder auch nicht. Na gut, Unterhaltungswert ist dafür sicher gegeben, hier unterscheidet sich aber der seriöse Investor und Trader vom Rest, da er damit Geld machen will und vielleicht sogar davon Leben. 

Wer sich mit seinen Gefühlen beim Investieren und Traden auseinander setzt oder gesetzt hat, ob nun durch Zwang da in einer groesseren Verlustposition oder gar durch natürliches, vorsichtig sein durch gegebene Unsicherheit und wenig Kenntnis über die Materie, der tut gut daran sich näher damit zu Beschäftigen. Es hilft wenn man zumindest eine Ahnung über diese speziellen Gefühle beim Investieren und Traden hat. Eine Ahnung wie man diese Gefühle definieren kann und wie man sie vielleicht auch ein bisschen besser kontrollieren und beherrschen kann. 

Der folgende Link befasst sich intensiver mit dem Thema. Es geht in erster Linie wirklich um das Psychologische und nicht um die sogenannten "Repairstrategien", welche ein anderes Thema sind. Die meisten habe weniger Probleme mit technischem sondern scheitern auf längere Sicht am Psychologischen und auch am sogenannten "Money Managment". Beim öffnen des Links, welcher von der Bank UBS ist, wird ein PDF gezeigt welches man natürlich abspeichern kann. Es gibt ganze Bücher über das Thema, fand dieses PDF aber soweit gut da es einfach und nicht kompliziert ist. Darum habe ich mich für dieses PDF entschieden und auch weil es in Deutsch verfasst ist.

Themen die im Link behandelt werden:

• Warum entstehen Verluste?
• Basisvoraussetzungen und –wissen / Der professionelle Umgang mit Verlusten
• Die fehlende Trading-Struktur / Die Trading-Pyramide / Wirtschaftsnachrichten handeln
• Die Entstehung von Verlusten
• Verluste aufgrund von Selbstüberschätzung / Praxisbeispiel
• Die Verluste aus der Angst heraus / Praxisbeispiel
• Verluste durch fehlende Selbsterkenntnis
• Erste Schritte in Richtung emotionsloses Traden
• Praxis: Emotionsloses Traden
• Wie wird man ein erfolgreicher Trader?
• Die eigene Mentalität erkennen / Das Erkannte anwenden
• Finanzpsychologie
• Die menschliche Wahrnehmung
• Sehen was nicht da ist / Was zeigt der Chart wirklich? / Individuelle Wahrnehmung

« Letzte Änderung: 25. Januar 2016, 22:36:44 von Thaiaho »
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Re: Aktuelles zu Börse und Finanzen
« Antwort #173 am: 26. Januar 2016, 16:04:29 »

Heute mal etwas direktes vom "DAX Livechart" fuer Liebhaber einfachster Chart-Technik.

Hier mal ein Beispiel wie man sich einen Chart ohne großen Aufwand zurecht macht und klar sieht was der momentane Trend ist, wohin der Markt gehen kann, welche Range er zur Zeit hat, wo die letzten Hochs waren und wo die nächste Supportlinie ungefähr ist. Der DAX hat jetzt in dem Moment wo ich das hier Poste den angesprochenen Pivot Punkt wieder erreicht. Nun muss sich zeigen ob er ihn nehmen kann.


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Re: Aktuelles zu Börse und Finanzen
« Antwort #174 am: 26. Januar 2016, 19:08:17 »

Hier ein kleines Update für welche sich für das hier interessieren und meine letzte Post für heute in diesem Fred von mir, da ich das Forum nicht mit Finanzpost überschwemmen will. Es ging mir lediglich darum zu zeigen dass mit einfachster Charttechnik und gutem Verstehen und analysieren einzelner "Patterns" und "Candels" es möglich ist ohne große und viel Worte einen Chart effektiv zu interpretieren. DAX up: 100 Punkte. So wie heute wird das nicht immer sein, aber die Bestätigung dass es geht ist mit diesem Beispiel live geliefert.

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Re: Aktuelles zu Börse und Finanzen
« Antwort #175 am: 27. Januar 2016, 19:43:16 »

So hat der DAX gestern am späten Nachmittag ausgesehen http://i65.tinypic.com/2yonzww.png und sicherlich hat sich der Einte oder Andere darüber gefreut. Nur man kann sich auch freuen wenn der Markt nach unten geht, so wie der DAX es heute tut zumindest bis jetzt wo ich diese Post schreibe. Es ist unumgänglich den Chart jeden Tag aufs neue zu analysieren und seine Entscheidung zu treffen was zu tun ist. Das heißt dass man auch seine Strategien der Marktrichtung anpassen muss, da der Markt der Boss ist und dieser Boss hat unter anderem auch keine menschlichen Gefühle und dem ist es egal was wir falsch machen oder spitze machen.

Was ich gestern kurz gezeigt habe geht in die Richtung und ist schlussendlich "Price Action Trading". 

Nun was ist "Price Action Trading"?

The concept of price action trading embodies the analysis of basic price movement as a methodology for financial speculation, as used by many retail traders and often institutionally where algorithmic trading is not employed. Since it ignores the fundamental factors of a security and looks primarily at the security's price history — although sometimes it considers values derived from that price history — it is a form of technical analysis. What differentiates it from most forms of technical analysis is that its main focus is the relation of a security's current price to its past prices as opposed to values derived from that price history. This past history includes swing highs and swing lows, trend lines, and support and resistance levels.

At its most simplistic, it attempts to describe the human thought processes invoked by experienced, non-disciplinary traders as they observe and trade their markets.[1][2][3][4] Price action is simply how prices change - the action of price. It is readily observed in markets where liquidity and price volatility are highest, but anything that is bought or sold freely in a market will per se demonstrate price action. Price action trading can be included under the umbrella of technical analysis but is covered here in a separate article because it incorporates the behavioural analysis of market participants as a crowd from evidence displayed in price action - a type of analysis whose academic coverage isn't focused in any one area, rather is widely described and commented on in the literature on trading, speculation, gambling and competition generally. It includes a large part of the methodology employed by floor traders[5] and tape readers.[6] It can also optionally include analysis of volume and level 2 quotes.

Den ganzen Artikel gibt es nur auf Englisch hier

Diese Art von Traden, zumindest was den Bewertungspart "Chartreading" angeht, (da es noch andere Komponenten gibt wie Trading Strategien usw), wird nur von sehr erfahrenen und langjährig geübten Leuten vollzogen, da die Entscheidungsfindung allein davon abhängt wie gut man einen Chart und was er zeigt wirklich lesen kann ohne Einbezug von irgendwelcher fremden Hilfe und Indikatoren. Natürlich gibt es auch hier Nuancierungen wie Überall.

Nun in der Regel Traden die Meisten, vor allem Neueinsteiger sowohl langjährige Tester, mit technischen Indikatoren und orientieren sich mehr oder weniger zu 100% an diesen Signalen. Viele der mechanischen "Trading Systeme" sind aufgebaut auf verschiedenste Art und Weise auf solchen Signalen von verschiedensten technischen Indikatoren. Mehr entwickelte Systeme beziehen auch Signale von "Chart Patterns" mit ein, mathematischen Signalen wie Fibonacci Levels usw.
.
Genug für heute und bei Interesse bis zum nächsten Mal.
Lg
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Re: Aktuelles zu Börse und Finanzen
« Antwort #176 am: 28. Januar 2016, 21:09:24 »

Der Euro hat in den letzten Jahren konstant gegen den Thai-Bath an Wert verloren. War er mal anfangs 1998 in der Spitze bei 61.60 gegen den THB, ist er heute bei 39.052 während dem ich diese Post schreibe. Das ist ein Verlust von rund 36,5%. So sieht das aus: http://i68.tinypic.com/11114w2.png . Klar ersichtlich das "Running Triangle" mit dem langfristigen "Support" und der langfristigen "Resistance" Linie. Auch ersichtlich aus anderer Perspektive: http://i65.tinypic.com/2i0vktw.png . Das ist unter anderem ein klassisches "Chart Pattern" und ein paar Informationen darüber gibt es hier

Wie geht es weiter? Wenn ich es oder irgendjemand anderes zu 100% als "Chart Reader" oder "Price Action Trader" wüssten, aber nein, dass weis niemand so genau. Andere Idee: Fundamental Analyse und dann wissen wir es?

Nun was ist "Fundamental Analyse"?

Die Fundamentalanalyse ist eine Methode zum Voraussagen künftiger Preisbewegungen von Finanzinstrumenten (z.B. Währungen) aufgrund von wirtschaftlichen, politischen, umweltbedingten und anderen relevanten Faktoren und Statistiken. In der Praxis benutzen zahlreiche Marktteilnehmer die technische Analyse in Verbindung mit der Fundamentalanalyse, um ihre Trading-Strategie festzulegen. Ein Hauptvorteil der technischen Analyse besteht darin, dass erfahrene Analytiker zahlreichen Märkten und Marktinstrumenten folgen können, Fundamentalanalytiker aber einen bestimmten Markt eingehend kennen müssen. Die Fundamentalanalyse ist darauf fokussiert, was in einem Markt geschehen sollte und der technische Analytiker sieht die bisherigen Geschehnisse an. Zu den Faktoren einer Preisanalyse gehören Angebot und Nachfrage, saisonale Zyklen und das Wetter sowie die Regierungspolitik.

Der Fundamentalanalytiker untersucht die Ursachen der Marktbewegungen, während sich der Techniker mit deren Auswirkungen befasst. Die Fundamentalanalyse ist eine Makro- oder strategische Bewertung, die entscheidet, wo eine Währung gehandelt werden sollte aufgrund jeglicher Kriterien, mit Ausnahme des Währungspreises. Zu diesen Kriterien gehören oft die wirtschaftliche Lage eines Landes, die Geldpolitik sowie andere "fundamentale" Elemente. (Source: Hier)

Wenn jemand in die "Fundamental Analyse" reingehen will, welche Konjunktur-Indikatoren sind von nutzen?

Nachstehend finden Interessierte eine Aufstellung von Konjunkturindikatoren, die in den USA verwendet werden. Es gibt selbstverständlich in anderen führenden Wirtschaften viele weitere (zum Beispiel Deutschland, Grossbritannien, Japan, usw.). Im Allgemeinen ist nicht nur der numerische Wert eines Indikators wichtig, sondern auch die Erwartung und Prognose sowie die Auswirkung der Beziehung zwischen erwarteten und tatsächlichen Zahlen auf dem Markt.

Der Großteil der Händler weltweit folgt diesen Makro-Indikatoren. Die "Qualität" der veröffentlichten Daten kann sich im Verlauf der Zeit ändern. Der Wert der Indikator-Daten wird als wichtig angesehen, falls sie neue Informationen zur Verfügung stellen oder falls sie ausschlaggebend sind für Schlussfolgerungen, die nicht aus anderen Berichten oder Daten abgeleitet werden können. Ein Indikator ist außerdem sehr wertvoll, wenn er zur besseren Prognose von künftigen Trends verwendet werden kann. Jeder Indikator wird mit [hoch], [mittel] oder [niedrig] gekennzeichnet – entsprechend seinem Wichtigkeitsgrad; dieser Grad kann sich jedoch im Laufe der Zeit ändern.

Zum ganzen Artikel geht es hier und als Ergänzung zum Thema gibt es auch was in Englisch und zwar hier.

Viel Spaß beim Lesen und bei Interesse bis zum nächsten Mal.
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Re: Aktuelles zu Börse und Finanzen
« Antwort #177 am: 28. Januar 2016, 21:37:01 »

@Thaiaho

Danke für die Infos,Beiträge verständlich auch für den Anfänger  [-]

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Re: Aktuelles zu Börse und Finanzen
« Antwort #178 am: 29. Januar 2016, 20:00:42 »

@Durianandy

Danke für deinen Kommentar. Versuche alles so einfach wie nur möglich zu halten und anhand deines Kommentars scheint mir das bis jetzt einigermaßen gelungen zu sein.

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Wenn ich mich für irgendeine Aktie oder irgendeinen Markt oder ein Derivative interessiere, interessiert mich auch der Preis. Der Chart widerspiegelt solche Preise im Jetzt und von der Vergangenheit. Zeigt mir der Chart auch die Zukunft? wurde ja schon am Rande behandelt und die Antwort ist wie wir wissen: Nur sehr bedingt, aber immer noch ohne Garantie, ansonsten hätte man ja die berühmte Glaskugel vor sich und wäre schon längst Multimillionär. Um in dem Geschäft aber richtig Kohle zu machen braucht es ein bisschen mehr als nur die nächsten paar Ticks vielleicht voraussagen zu können. Da mich also der Chart, da er den Preis widerspiegelt interessiert, drängt sich die Frage auf wie ich mir Klarheit über den momentanen Preischart verschaffe.

Wie arbeite ich mich nun in solch einen Chart hinein wenn ich dann z.B auch einen Trade in dem Segment machen möchte?

Hier eine ganz einfache Anleitung, gezeigt mit der Verwendung des Crude Oil Charts, kann aber mit jedem anderen Chart auch so gemacht werden. Die Anleitung ist absolute simple und ganz klar: Man kann da noch etwas dazu tun und man kann dort noch etwas dazu tun. Dies hier ist eine Arbeitsweise die nicht Stunden in Anspruch nehmen sollte, sondern eher und maximal ein paar Minuten, da es nur um den Chart geht und nicht um irgendwelche anderen Analysen. Es ist mir klar dass dies natürlich auch von den Vorkenntnissen abhängt wie schnell man da durch ist, man kann sich da aber richtig tief rein arbeiten und das trainieren. Trotzdem: Sehr wahrscheinlich eher schwierig für den Neueinsteiger da sogar mehr erfahrene sich zum Teil immer noch schwer tun mit dem folgenden Ablauf. Also nicht verzweifeln wenn es bei eigenem Versuch nicht gleich klappt. Geduld ist eine gute Tugend wie bei allem anderen auch dass man sich antrainieren will oder kann, egal ob als Röntgenspeziallist oder IT Systemverwalter oder welche Branche auch immer.

1. Jahreschart anschauen um eine Übersicht zu haben was der Markt in den letzten Jahren so gemacht hat (http://i67.tinypic.com/1sbbs5.png). Den Chart auch zoomen um mehr Details zu erkennen (http://i67.tinypic.com/1sbbs5.jpg)

2. Momentaner Trend anschauen auf diesem Chart. (http://i68.tinypic.com/2621r0k.png). Hier ganz klar runter und dieser Trend ist der langfristige Trend zur Zeit intakt ist. Wir können auch die Volatilität eines Marktes anschauen, die Spikes usw.

3. Nun wechseln wir vom Monats- oder Wochenchart zum "Tageschart" (http://i68.tinypic.com/104qi3q.png). Haupttrend auch hier ganz klar nach unten. Kurzfristiger Trend jedoch nach oben wie die Support Linie zeigt (http://i63.tinypic.com/55nxoj.png).

4. Jetzt wechseln wir auf den "5 Min Chart" (http://i65.tinypic.com/15x1f93.png). Wir sehen einen ganz schwachen Trendkanal nach oben. Solange der langfristige "Downtrend" nicht gebrochen ist, Vorsicht hier. Nebst dem Trendkanal setzen wir nun auch die schwarzen Horizontalen, die ebenfalls zu beachten sind und Pros orientieren sich meistens an den Horizontalen und weniger an den anderen Trendlinien (http://i65.tinypic.com/34rahow.png)

5. Als nächstes kann man sich einen "Technischen Indikator" holen. Hier entscheiden wir uns für den "Stochastics - Indikator". Infos findet Ihr hier und so sieht dann der Chart aus (http://i63.tinypic.com/13zd853.png) Man sieht dass der ganz schwache Support nach oben schon wieder, zumindest für den Moment gebrochen wurde, der "StochIndi" zeigt auch nach unten und hat auch noch Platz nach unten. Des weiteren wurde der horizontale Support (schwarze Linie) durchbrochen und wir sind in einer neuen horizontalen Range welche hier nur sehr ungenau eingezäunt wurde.

Somit wissen wir genug um zu überlegen wo geht es rein, wo und wie und warum könnten wir einen Eintritt in den Markt machen.

Würde aber sagen: Für heute genug, schönes Wochenende und wem's gefällt bis zum nächsten mal.
Lg


 

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namtok

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Re: Aktuelles zu Börse und Finanzen
« Antwort #179 am: 30. Januar 2016, 14:21:59 »

 Mein Beispiel 171 vom Freitag letzter Woche hätte man witzigerweise die ganze Woche über jeden Tag machen können . Was zeigt das auch mit Stupidität was zu holen wäre . Eine Garantie ist das natürlich nicht...

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