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Autor Thema: Tabletten im Alter - Was ist normal, was ist zu viel?  (Gelesen 1011 mal)

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Expat Charly

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Tabletten im Alter - Was ist normal, was ist zu viel?
« am: 28. September 2016, 00:08:11 »

Der DW-Doku "New York - Fünfzehn Jahre nach 9/11" (#282 vom 26.9.2016 - "Die Mär vom Freund und Großen Bruder") ist zu entnehmen, dass der vorzeitig pensionierte US-Bürger Dennis täglich 22 Tabletten schluckt - eine ungewoehnlich hohe Zahl an Tabletten.

Dass US-Bürger weitaus mehr Arzneimittel schlucken als Europäer, ist sicherlich vor allem darauf zurückzuführen, dass dort auch für verschreibungspflichtige Medikamente in oeffentlichen Medien massiv geworben wird, welches erfreulicherweise in Europa nicht erlaubt ist.

Nach dem beigefügten BR-Beitrag "Tabletten im Alter - Was ist normal, was zu viel?" nimmt ein älterer Patient in Deutschland täglich durchschnittlich 7,8 verschiedene Präparate in Tablettenform zu sich, wenn er in einer Klinik ist. 5,6 sind es bei Älteren, die zu Hause wohnen.

www.br.de/radio/bayern2/wissen/gesundheitsgespraech/themen/alter-tablettendosis-patient-100.html

Die meistverwendeten Arzneimittel in Deutschland sind Mittel gegen Bluthochdruck (5 Wirkstoff-Gruppen mit insgesamt 12.000 Mio. Tagesdosen/Jahr = 32,9 Mio. Patienten), Magenschutzmittel (4 Protonenpumpenhemmer mit insgesamt 3.450 Mio. Tagesdosen/Jahr = 9,5 Mio. Patienten), Cholesterinsenker (5 Statine mit insgesamt 1.860 Mio. Tagesdosen/Jahr = 5,1 Mio. Patienten). Quelle: Arzneiverordnungs-Report 2015.

Der regelmäßige Einsatz von Protonenpumpenhemmern (Esomeprazol, Lansoprazol, Omeprazol, Pantoprazol) in einem derartigen Umfang (AVR 2015: "in den letzten 10 Jahren mehr als dreifach erhoeht") wird allerdings kritisch beurteilt aufgrund der unerwünschten Nebenwirkungen dieser gleichwertigen Wirkstoffe.

In der Top-5-Liste von "Smarter Medicine" (Webseite "Vermeidbare medizinische Interventionen") wird auch von einer Langzeittherapie mit Protonenblockern abgeraten (http://forum.thailandtip.info/index.php?topic=18307.0).

BR, 28.1.2016: "Magenschutztabletten - Wie schädlich sind Protonenpumpenhemmer?"

www.br.de/radio/b5-aktuell/sendungen/gesundheitsmagazin/protonenpumpenhemmer-magenschutz-100.html

ZEIT, 30.06.2016: "Medikamente - Zwoelf Pillen zum Frühstück"

www.zeit.de/2016/26/medikamente-senioren-pillen-wechselwirkungen-polypharmazie/komplettansicht

NDR, 17.5.2016: "So nehmen Sie Medikamente richtig ein"

www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/Medikamente-richtig-einnehmen,medikamente218.html

NDR, 26.9.2016: "Medikationsplan soll Einnahmefehler verhindern"

www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/Medikationsplan-soll-Einnahmefehler-verhindern,medikationsplan100.html








« Letzte Änderung: 28. September 2016, 00:15:12 von Expat Charly »
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Wiener

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Re: Tabletten im Alter - Was ist normal, was ist zu viel?
« Antwort #1 am: 30. September 2016, 21:27:31 »

Ich nehme nur Tabletten wenn es sich NICHT VERMEIDEN läßt! Habe ich eventuell Kopfschmerzen, na dann latsche ich paar mal um den Block oder hier in TH am Strand herum. Meine Blutdrucktabletten nehme ich überhaupt nicht, denn bei dieser Hitze sinkt der Druck sowieso nach unten, in Wien wenn es kalt ist, dann kann es schon sein das ich eine halbe Tablette nehme. Als ich nach meiner OP im Spital andauernd neue Kapseln und Pülverchen bekam. .entsorgte ich diese kleinweis in den Eimer, nahm höchstens mal eine. Was es heißt, zuviele Tabletten zu nehmen durfte ich vor vielen Jahren an meiner ex-Frau erleben!

Ständig jammerte sie über Migräne oder hatte Bauchweh oder...oder......immer war irgendetwas in Griffweite! Kurze Zeit nach der Scheidung rief mich unsere Tochter an und sagte, komm schnell die Mama ist zusammengebrochen. ...sie hatte einen Schlaganfall und kam ins Spital. Dort stellten die Ärzte fest, sie ist "TABLETTENSÜCHTIG" von Schmerztabletten! Na wum. .sie wurde wie ein Junki auf Entzug behandelt, und das war furchtbar anzusehen, das werde ich nie vergessen, obwohl ich diese Szene nur einmal miterlebt hatte! Sie kniete am Boden vor dem Arzt und bettelte, weinte und jammerte um Tabletten, weil sie Schmerzen angeblich hatte. Vor dem Zimmer erzählte mir der Arzt, das dieser Entzug eine Weile dauern wird. ...ich hatte keine Ahnung davon, das sie Abhängig war, weder in der Ehe, noch nachher und unsere Tochter auch keine Ahnung. Nur als wir ohne sie, in der Wohnung den Schrank öffneten bin ich fast auf den *Hintern* gefallen. .voll mit bunten Schachtel und Tabletten, das wir schnell entsorgten.
Der Arzt meinte, die Tablettensucht hätte auch Auswirkungen auf den Schlaganfall gehabt, wobei sie unheimliches Glück hatte und dies alles überlebte.
Ich bin auch ein Gegner von Werbung im TV oder Zeitschriften, aber unsere Apotheken leben ganz gut davon, sollte verboten werden. Hier in TH gibt es leider auch sehr viel Werbung im TV für irgendwelche Pülverchen und Medizin die "Wunder" wirken soll, alles Beschiß......und hirnrissig, aber der einfache Thai glaubt daran. Besonders der Sender "ASTV-NEWS" bringt saublöde Werbung für solches, von Tabletten gut gegen Krebs(!) oder Wasserfilter für "Ionisierung" und weiteren Schwachsinn.
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ehem.Hotelkaufmann, jetzt in Pension. ..
 

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