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Ungewöhnliche Erkrankungen und gesundheitliche Probleme

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Lung Tom:
Immer mal wieder liest man von wirklich kuriosen Fällen. Ich beginne hier mal mit einem relativ neuen Fall aus Indien, von dem der ein oder andere aber vielleicht schon gehört hat:

Nach starken Schmerzen finden Ärzte das im Kopf einer Frau

Chennai/Indien - Eine indische Frau wachte Anfang dieser Woche nachts mit einer seltsamen und schmerzhaften Empfindung auf: Sie schwor, ein großer Käfer wäre in ihrer Nase hoch gekrochen!

Dieses Gefühl wurde sehr schnell schmerzhaft. Selvis (42) Schwiegersohn musste sie in die örtliche Klinik bringen, wie der Indian Express berichtete.

Mehrere Ärzte sagten ihr jedoch, dass es nichts Ernstes sei. Die Frau aber beharrte darauf, das etwas "in ihr herumkrabbele". Einer der örtlichen Mediziner sagte, es sei ein "Hautwachstum in ihrer Nase", das sie für kriechende Empfindung hielt.

"Ich konnte das Gefühl nicht erklären, aber ich war sicher, dass es irgendein Insekt war. Es war ein kribbliges, kriechendes Gefühl. Immer wenn es sich bewegte, gab es mir ein brennendes Gefühl in meinen Augen ", erzählte sie dem Indian Express.

Da sie weiterhin darauf insistierte, dass etwas in ihr sei, suchte sie eine weitere Klinik auf. Der HNO-Arzt des Stanley-Krankenhauses fand während der nasalen Endoskopie endlich den Grund für ihre Schmerzen!

Ärzte entfernten das eklige Insekt mit Klemmen und einem Saugnapf. "Es war sehr schwierig, es zu entfernen. Das Insekt saß an einem schwer erreichbaren Ort. Ich musste es zuerst an eine Stelle ziehen, von wo ich es herausziehen konnte", beschrieb der Arzt die komplizierte "Insekten-Entfernung".

An der Schädelbasis, in der Nähe des Gehirns und zwischen Selvis Augen hatte sich tatsächlich eine Kakerlake eingenistet. Und sie war lebendig! Es dauerte dann über 45 Minuten für den HNO Arzt M. N. Shankar, die Kakerlake herauszuziehen. Er sagte, es war der erste Fall, den er je in drei Jahrzehnten der Praxis erlebt hatte.

Glück im Unglück hatte die 42-jährige Selvi: "Die Kakerlake saß schon in der Schädelbasis in der Nähe des Gehirns. Wenn sie etwas mehr nach innen gekrochen wäre, hätte sich eine Infektion entwickeln können, die sich auf das Gehirn ausgebreitet hätte", erklärte Dr. Shankar weiter.

Quelle:
https://www.tag24.de/nachrichten/frau-lebt-mit-kakerlake-im-gehirn-hno-arzt-indien-entfernung-schmerzen-213021

Lung Tom:
Der nächste Fall liegt schon eine Weile zurück und es werden sich viele an die Schlagzeile erinnern:

Ekel-Alarm in China: Er aß zu viel Sushi: Mann hat Körper voller Parasiten
http://www.focus.de/gesundheit/videos/bandwuermer-im-ganzen-koerper-parasitenbefall-nach-verseuchtem-sushi_id_4162548.html

...allerdings war diese - schon bevor das Wort "erfunden" wurde - eine Fake-News. Die Roentgenbilder stimmen zwar, aber die Ursache war nicht der Sushi-Genuss sondern:

" Diese Bilder zeigen eine parasitäre Bandwurminfektion, die durch den Verzehr von ungekochtem Schweinefleisch vorkommt und nicht durch Sushi.  Bei den weißen Flecken, die man auf den Röntgenbildern erkennen kann, handelt es sich um verkalkte Zysten und nicht um Bandwürmer- Diese Zysten sind das Ergebnis der Bandwurminfektion."

http://www.mimikama.at/allgemein/bandwrmer-durch-sushi/

Man kann echt auf nichts mehr vertrauen... :'(

Lung Tom:
Den nächsten Fall, obwohl er recht selten sein soll, hab ich den vergangenen Jahren schon einige Male gelesen. Da nicht abzusehen ist, wann das mal wieder auffällig wird, hier ein Bericht aus 2015:

Betrunken ohne Alkohol: Das Eigenbrauer-Syndrom

    von Veronika Hueber

Texas - Es ist ein extrem seltenes Phänomen in der Medizin: Das sogenannte Eigenbrauer-Syndrom. Betroffene haben zum Teil alarmierend hohe Alkoholwerte, ohne auch nur einen einzigen Schluck getrunken zu haben.

Eigenbrauer-Syndrom: Dauerrausch durch körpereigene Hefepilze

Das Eigenbrauer-Syndrom, im Englischen "Gut Fermentation Syndrome" genannt, ist eine extrem seltene Erkrankung im Darm. Sie ist auf eine gestörte Darmflora, beispielsweise durch eine Antibiotika-Behandlung, zurückzuführen. Eine übermäßige Besiedlung mit einem Hefepilz sorgt dabei für eine Art Gärungsprozess im eigenen Körper. Der Hefepilz setzt bei der Verdauung von zuckerhaltigen Nahrungsmitteln und Kohlehydraten, Alkohol frei. Bei diesem Gärungsprozess wird der eigene Bauch zu einer Art Brauerei, daher die Bezeichnung Eigenbrauer-Syndrom. In den vergangenen 30 Jahren wurden nur sehr wenige solcher Fälle bekannt, wie in einer Fallstudie im "International Journal of Clinical Medicine" nachzulesen ist.

Regelmäßig betrunken zu sein, ohne sich auch nur einen einzigen Schluck Bier oder Wein gegönnt zu haben - so erging es auch einem 61-Jahre alten Patienten in den USA. Sein mehr als fünf Jahre langer Leidensweg machte im Jahr 2013 nach dem Bericht im "International Journal of Clinical Medicine" Schlagzeilen. Nach einer Antibiotika-Behandlung im Jahr 2004 fiel ihm immer öfter auf, dass ihm schon zwei Bier zu Kopf stiegen. Und selbst ohne einen Schluck getrunken zu haben, fühlte sich der 61-Jährige oftmals betrunken. Seine Frau, die als Krankenschwester arbeitete, begann, das Phänomen zu dokumentieren. Mithilfe eines Messgerätes stellte sie fest, dass die Blutwerte ihres Ehemannes wiederholt einen erhöhten Alkoholwert aufwiesen. Die anfängliche Vermutung, der Mann leide an einem heimlichen Alkoholproblem, bestritt der 61-Jährige stets.

Als er eines Abends mit einem Alkoholwert von 3,7 Promille in der Notaufnahme landete, behielten ihn die Ärzte in der Isolierstation des Krankenhauses. Nach einer 24 Stunden langen Beobachtungszeit, in der sichergestellt wurde, dass der Mann keinen Alkohol zu sich nehmen konnte, brachten die Untersuchungsergebnisse den Beweis: Der Patient hatte tatsächlich 1,2 Promille Alkohol in seinem Blut. Mittels einer Stuhlanalyse durch einen Gastroenterologen konnte die Hefepilzerkrankung nachgewiesen werden.

Eine Nahrungsumstellung in Kombination mit einem Anti-Pilz-Medikament erlösten den 61-Jährigen schließlich von seinen Leiden.

vh

Quelle:
https://www.merkur.de/leben/gesundheit/betrunken-ohne-alkohol-eigenbrauer-syndrom-zr-4699579.html

jock:
Ich kannte einige Leute,die um an dem Leiden zu leiden
jede Menge Geld ausgaben.

Zurueck zum Thema.

Ein Bekannter von mir erkrankt durchschnittlich 2 x im Jahr
an einer schmerzhaften Schwellung in den Beinen.

Die Schwellung und der Schmerz kommt ueber Nacht und klingt
in den naechsten Tagen von alleine wieder ab.

Die konsultierten Aerzte finden keine Ursache.Organisch ist alles
in Ordnung.Der Gicht oder Rheumaverdacht bestaetigten sich nicht,
die verschriebenen Medikamente zeigten keine Wirkung.

Kann es sein,dass der Ausbruch dieser Beschwerden,durch eine Re-
aktion des Koerpers wegen des staendigen Aufenthaltes in einer anderen
Klimazone (Thailand),man als Ursache anfuehren muss ?

Jock

Lung Tom:
@Jock,

da ich kein Arzt bin, sondern selber nur öfter in Behandlung wegen Beschwerden die ich in Deutschland nicht hatte/habe, kann ich Dir natürlich keine verbindliche Auskunft geben. Aber wie man am Beispiel der Frau mit der Kakerlake im Kopf sieht, muß man sich solange "durchkämpfen" bis man einen Arzt findet, der sich mit der speziellen Thematik auskennt. Z.B. bei Hauterkrankungen - darauf deutet aber Deine Schilderung ja eigentlich nicht hin -
ist es es echt ein langwidriger Prozess, um Heilung zu finden. Ich führe dies an, weil sich der Aufbau des Hautgewebes unterscheidet. Hängt halt mit den klimatischen Bedingungen zusammen.
Die Frage wäre ja dann auch, welche weiteren Probleme vorliegen. Hat er z.B. hohen Blutdruck und nimmt dagegen Mittel?
Habe selber in Deutschland einen Bekannten, der auch manchmal über Nacht kaum noch laufen kann, da er solche Schmerzen in den Beinen hat. Ist auch gar nicht so alt. Paßt allerdings nicht zur Theorie mit der Klimazone.

Naja, vielleicht hat unser Foren-Doc ja eine Idee?

Beste Grüße
Lung Tom

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