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Autor Thema: Wer hat was mal gesagt?  (Gelesen 802 mal)

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jorges

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Wer hat was mal gesagt?
« am: 23. August 2018, 22:21:59 »

Ein kleines Gedaechtnisspiel

z.B. , erste Frage von mir:

Wer hat mal das Wort Z(a)euselbambus hier im Forum erwaehnt?
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Lung Tom

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Re: Wer hat was mal gesagt?
« Antwort #1 am: 29. August 2018, 18:01:36 »

Dann klär uns mal auf.
Ich hab den Begriff hier bisher nicht bewußt wahrgenommen, und die Suche hat auch nichts ergeben   ???
« Letzte Änderung: 29. August 2018, 18:12:57 von Lung Tom »
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jorges

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Re: Wer hat was mal gesagt?
« Antwort #2 am: 24. Oktober 2018, 19:04:17 »

Ex? Member  Tobi CR. Der schien erst in Chiang Rai ganz gluecklich und hat auch vernuenftige Beitraege geschrieben, ist dann nach Pattaya gezogen. Seitdem nix mehr von ihm gehoert.

                              -----------

Jetzt kommt mir aber in den Sinn, diesen Faden auf andere Art fortzufuehren...

Klony "Gaulandfluesterer", den ich von Woche zu Woche mehr schaetze, hat unlaengst gesagt:

 {*



Die Deutsche Welle strahlt eine arabischsprachigen Talkshow namens "Shababtalk" aus, der Moderator heißt Jaafar Abdul Karim und ist hierzulande ein bisschen bekannt, seit er 2015 auf einer Pegida-Demonstration mit Dunkeldeutschen ins Gespräch zu kommen suchte. Bei seinem einstweilen letzten Shabatalk – die Sendung fand im Sudan statt und stand unter dem Motto: "Was wollen sudanesische Frauen?" – hatte eine 28-jährige Unverschleierte die Unterdrückung von Frauen dortzulande verurteilt. "Die Kleidung, die ich trage, ist Teil meiner Menschlichkeit und meiner Wahlfreiheit – und nicht der Wahl der Gesellschaft mit ihren kranken und rückständigen Traditionen", sagte sie in einem Streitgespräch mit dem Leiter der sudanesischen "Scholars Corporation" namens Mohammed Osman Saleh.

"Seitdem gehen bei den Fernsehleuten immer mehr Verwünschungen und Morddrohungen ein", schreibt die FAZ. "Jaafar Abdul-Karim halte sich nicht mehr im Sudan auf, teilte die Deutsche Welle mit, man tue das Beste für die Sicherheit des Moderators." Der Partnersender Sudania 24, mit dem die Sendung produziert wurde, stehe wegen Anschlagsdrohungen vorläufig unter Polizeischutz. Die amerikanische Botschaft in Khartum warne ihre Landsleute davor, sich in der Nähe des Sendergebäudes aufzuhalten.

Die Junge Freiheit erinnert süffisant daran, dass Karim bei der erwähnten Pegida-Demo "einen Schlag im Nacken verspürt" habe und eine "Empörungsflut" die Folge gewesen sein. "Von der Gefahr, in der er sich heute befindet, erfährt der Medienkonsument dagegen so gut wie nichts."


                                      ***



Der besagte Herr Karim hatte unter anderem auch als Reporter in der jordanischen Hauptstadt Amman junge Männer gefragt, was sie tun würden, wenn ihre Schwestern arbeiten gingen. Meist lautete die Antwort: "Ich würde sie töten." Wer ihnen das Recht dazu gebe?, erkundigte sich Karim weiter. "Mein Vater, mein Onkel, meine Verwandten." Aber sei es nicht falsch, jemanden zu töten? "Es ist nicht falsch, es ist unsere Ehre."

Diesen Menschenschlag mitsamt seinen Ehrvorstellungen (und seinen gottvertrauend-landnehmerischen Vermehrungsgewohnheiten) importiert ’schland bekanntlich in großem Stil und mit der erwünschten Illusion, die Neuankömmlinge würden sich den hierzulande geltenden Gepflogenheiten schon zügig anpassen. Aber warum sollten sie das tun? Sie wähnen sich in Gottes Hand, ernähren ihre Kinder mit deutschen Sozialleistungen und erhalten ihre Eigenart in einer fremden Umgebung, wo sie aber aufgrund ihrer schieren Zahl immer größere Enklaven – aus ihrer Sicht: Exklaven – bilden. Vor allem bleiben sie etwas, das es der herrschenden Ideologie zufolge nicht geben darf: Fremde. (Es gibt nur Fremdenfeindlichkeit, ungefähr wie es angeblich kein Volk gibt, aber Volksverhetzung bestraft werden soll.)

Die Leugnung von Fremdheit ist mittlerweile deutsche Staatsdoktrin, der herrschende Zeitgeist "kennt kein Außerhalb" mehr. "Man stutzt heute das Unverständliche auf ein Akzeptanzproblem zurecht, das es mit aufgesetzter Toleranz zu überwinden gilt." "Dressiert von einer strengen Sprach- und Blickregelung im Namen der Offenheit und Toleranz, leidet die Fremdheitserfahrung unter Ausdrucksarmut und verstummt oftmals ganz." Das Ziel lautet: "Abschaffung des Eigenen mittels Verleugnung des Fremden". Deshalb soll Deutschland als "eigenschaftsloses Auffüllbecken" für Wandernde und Fliehende aus aller Welt zur Verfügung stehen, die in einem "grenzenlosen Smartphonien" ihre künftige (und dann nicht mehr so genannte) Heimat finden.

Diese Zitate stammen aus dem Vorwort zur Neuausgabe von Frank Böckelmanns Buch "Die Gelben, die Schwarzen, die Weißen", das mir auf der Buchmesse in die Hände geriet. Die Erstausgabe ist 1998 in Enzensbergers "Anderer Bibliothek" erschienen und war zwischenzeitlich lange vergriffen. Mit einer gewissen Zufriedenheit schreibt der Verfasser, man möge ihn bitte nicht der Eitelkeit zeihen, wenn er feststelle, dass seine Darstellungen "in den letzten zwei Jahrzehnten an Aktualität so gut wie nichts eingebüßt haben". Der Medien- und Kulturwissenschaftler Böckelmann, 77, Kern-68er, einer der vielen Wanderer von weit links nach gemäßigt rechts, beschreibt in diesem Buch anhand historischer Quellen und persönlich geführter Interviews, wie die verschiedenen Ethnien, die man einst Rassen nannte und andernorts auch noch so nennt, einander wechselseitig wahrnehmen – nämlich vorwiegend als fremd. Auch wenn wir heute keinen schweren Schock mehr erleiden, wenn wir einen Andersrassigen erblicken – wie etwa Papuas beim ersten Anblick eines Weißen in Starrkrämpfe verfielen oder schreiend davonrannten oder ein siebenjähriges Mädchen im oberbayrischen Landkreis Mühldorf, das 1946 erstmals einen schwarzen GI zu Gesicht bekam, dermaßen erschrak, dass eine schwere Zuckerkrankheit bei ihm ausbrach, an der es elf Jahre später starb –, bleibt Fremdheit doch eine anthropologische Kategorie sui generis.

Jeder Mensch, der reist oder ausländische Bekannte hat, die ihm nicht nur höflich nach dem Mund reden, weiß, dass die fremdheitseinebnende Weltsicht westlicher Progressisten anderswo belächelt oder sogar verspottet wird. Natürlich hat sich unter den Anderen längst herumgesprochen, wie sehr die deutsche Fernstenliebe nur aus dem Mangel an Nächsten- und sogar Eigenliebe rührt und wie verlogen sie ist (kein Grund für Fremde, sie nicht ausgiebig zu strapazieren, gewiss). In der Stickigkeit eines gesellschaftlichen Klimas, in dem über Selbstverständliches nicht geredet werden soll, weil das angeblich dem Rassismus Nahrung gibt, ist es hilfreich, ein Buch wie das von Böckelmann zur Hand zu nehmen, welches den Verhältnissen die Ehre erweist, sie weder zu preisen noch zu verdammen, sondern einfach nur als Phänomen zu betrachten.

Allein die Schwierigkeiten beim Auftreiben der Interviewpartner hätten eine reizende Miniatur über gravierende ethnisch-kulturelle Eigenarten und Differenzen ergeben, wie sie bereits zwischen Chinesen und Japanern herrschen. Wenn Letzere ausnahmslos berichteten, "daß die große Mehrheit der in Europa residierenden Japaner zurückgezogen unter ihresgleichen lebe und dieses pseudoeuopäische Dasein nicht gern zum Gesprächsthema mache", ist das freilich halbwegs generalisierbar. Dasselbe mag auch gelten, wenn der Autor schildert, wie seine japanischen Gesprächspartner automatisch zu den Begriffen "Weiße" und "weiße Rasse" wechselten, als er von Deutschen, Europäern oder Amerikaner sprach.

"Der Japaner wendet dem Weißen ein doppeltes Gesicht zu: das der Selbstverleugnung und das der Gewißheit, einzigartig zu sein", notiert Böckelmann. Das entspricht dem historischen Kennenlernprozess. Zuerst begegnete Nippon den fremden Europäern mit blinder Empfänglichkeit, dann mit ebenso wahlloser Aussperrung, war aber dabei stets bestrebt, alles von ihnen zu übernehmen, was einen Vorteil versprach – wakon yosai ("Japanischer Geist, westliche Technik") sollte später die Maxime lauten. Der Staats- und Wirtschaftswissenschaftler Honda Toshiaki (1744-1821) wurde einmal gefragt, warum die Holländer imstande seien, so vorzügliche Handelsgüter zu produzieren. Honda gab die treffliche Antwort, dass sogar Tiere erstaunliche Fähigkeiten besäßen. Wie sollten die Japaner mit der verrückten Tatsache fertig werden, dass Wilde und Unreine ihnen überlegen waren? (Heute tritt eine ähnliche kognitive Dissonanz bei vielen Muslimen zutage.) "Die Samurai-Schüler kümmerte es wenig, ob ihr Lehrer ein Menschenwesen war oder nicht, solange er ihnen wertvolles Wissen beibrachte. Hinter der Maske der Höflichkeit jedoch studierten sie seine Gewohnheiten und gelangten gemeinsam zu einem verächtlichen Urteil", kommentiert Böckelmann. Kein Europäer sollte glauben, dass fremde Völkerschaften seine Lebensweise schätzen, nur weil sie seine Technik übernehmen.

Der Autor zitiert das Beispiel des Ladficadio Hearn, eines amerikanischen Reporters, der das Inselreich so sehr liebte, dass er 1890 zum Japanertum konvertierte, eine Japanerin heiratete und versuchte, ein besserer Japaner als alle anderen zu sein, aber weder an der Universität noch später im Staatsdienst als Gleicher akzeptiert wurde und als ein völlig isolierter Fremdling endete. Der Unterschied zu heute besteht einzig darin, dass die isolierten Fremden so zahlreich geworden sind, dass es inzwischen mehr oder weniger abgeschottete Communities gibt, die andersartigen Arbeitsmigranten ein gewöhnliches Leben in der Fremde ermöglichen. Zu den Merkwürdigkeiten der modernen Globetrotterei, ob nun touristisch oder beruflich, gehört ja, dass die meisten Mobilen im Ausland unter ihresgleichen leben, sich abends mit Landsleuten treffen, ungefähr dasselbe essen wie daheim und ihren Nachwuchs in Schulen schicken, wo sie auf ähnlich geartete Kinder treffen. Integration findet nahezu nirgendwo statt, Segregation indes wohin man schaut. Bezeichnenderweise hielten Böckelmanns chinesische Interviewpartner eine Verwestlichung ihres Landes "über Oberflächenphänomene hinaus" für ausgeschlossen. Man will dort das Fremde nicht "integrieren" und sich ihm schon gar nicht anpassen. Ein des Chinesischen kundiger Amerikaner überlieferte folgenden Dialog, der sich auf einem Pekinger Markt zutrug: "Mama, dieser Mensch da, ist es eine Frau oder ein Mann?" "Dummes Kind, das ist weder ein Mann noch eine Frau. Dieser Mensch, mein Kind, ist ein Ausländer."

Interessanterweise kamen in China um die Wende zum 20. Jahrhundert utopische Rassenmischungsvorstellungen auf, die an heutige progressistische Phantasien von einer einheitlichen globalen Mischethnie erinnern. Der Revolutionär Kang Yowei wollte die gelbe und weiße Rasse vermischen, um eine global dominante weiße Bevölkerung zu züchten. "Die Stärke der Weißen ist ohne Frage gewaltig und in ihrer Art unerreicht; auf der anderen Seite aber sind die Gelben zahlreicher und ihnen an Weisheit überlegen", postulierte er. "Nur die Braunen und die Schwarzen, die von den Weißen himmelweit verschieden sind, lassen sich tatsächlich schwer amalgamieren."

Während viele Intellektuelle in Deutschland und anderen westlichen Ländern immer noch an den Melting Pot glauben, wurde der Gedanke in China nie populär. 1990 schrieb der chinesische Lyriker Duo Duo im englischen Exil: "Bevor ich ins Ausland ging, erzählte man mir: Wenn ein chinesischer Schriftsteller einen Monat im Ausland ist, kann er hinterher ein Buch darüber schreiben; fährt er für drei Monate, reicht es noch für einen Aufsatz; bleibt er für ein Jahr fort, bringt er keine einzige Zeile aufs Papier."

Das maoistische China entsandte in den 1970er und 80er Jahren 250.000 Vertragsarbeiter nach Tansania und Sambia, um die schwarzen Völker im Kampf gegen den weißen Kolonialismus zu unterstützen, speziell beim Bau der Tan-Sam-Eisenbahn. Die Gastarbeiter mieden alle persönlichen Kontakte zu den Einheimischen, schlossen weder Freund- noch Liebschaften, und als sie abzogen, ließen sie keine Nachkommen dort zurück. Als Journalisten einige der Rückkehrer in der Heimat auf einer Pressekonferenz fragten, welche Anregungen sie in Afrika empfangen hätten, herrschte minutenlanges quälendes Schweigen... – Umgekehrt verließen fast alle Afrikaner, die Anfang der 1960er Jahre zum Studium nach China gegangen waren, das Land schnell wieder. Chinesinnen, die sich mit Afrikanern angefreundet hatten, wurde ausnahmsweise erlaubt, mit ihnen zu gehen. "Binnen Jahresfrist kehrte ein Teil der ausgewanderten Bräute nach China zurück und beklagte sich öffentlich darüber, daß das afrikanische Essen ungenießbar sei. Zudem habe sich in Afrika herausgestellt, daß die Ehegatten jeweils schon mehrere Frauen hatten."

In Japan kam nach 1945 eine sechsstellige Zahl von Kindern zur Welt, deren Väter amerikanische Besatzungssoldaten waren, und viele davon hatten naturgemäß schwarze Väter. Die Mütter solcher Mischlinge setzten die Kinder entweder einfach aus, versuchten, sie irgendwo abzugeben – oder sie wurden aus dem Land getrieben; von Letzteren emigrierten viele nach Brasilien. Ein Teil der Mischlingskinder wurde von amerikanischen oder europäischen Familien adoptiert. "Kein einziges Kind fand japanische Adoptiveltern." Ein halbes Jahrhundet später bewerteten Böckelmanns Interviewpartner den Eintritt eines Schwarzen in eine japanische Familie wahlweise als Katastrophe oder als Schande. Sie würde "weinen bis zum Tod", wenn ihre Tochter mit einem Neger nach Hause käme, gab eine der befragten Frauen zu Protokoll. Böckelmann zitiert einen japanischen Anthropologen mit den Worten: "Humanismus ist eine Sache, der physiologische Widerwille vor bestimmten Menschen eine andere."

Ich beende hier die Beispiellese aus dem Buch. Es lassen sich zahllose weitere Exempel aus der Gegenwart anführen, Erzählungen von Westlern, die lange im nichtwestlichen Ausland gearbeitet haben und dort vor allem ihre Eigenart erkannt haben, ja auf sie gestoßen wurden. Dass viele Mischehen über ethnisch-kulturelle Gräben hinweg geschlossen werden – ich wies hier vor einiger Zeit einmal auf das Phänomen hin, dass fast sämtliche meiner Bekannten, die als "rechts" gelten, mit zum Teil durchaus exotischen Ausländerinnen verheiratet sind –, zeigt nur, welche enorme Bindungskräfte aktiviert werden müssen, um die Gräben zu überbrücken. Es ist ja kein Zufall, dass nicht nur westliche Arbeitsmigranten in Fernost oder dem Orient in separaten Kunstwelten nach westlichen Standards leben, sondern eben auch die Einwanderer aus diesen Weltgegenden in Europa fast immer unter sich bleiben. Die These, man müsse den Fremden nur näher kennenlernen und schon löse sich die Fremdheit in Nichts auf, ist nicht plausibler als die Gegenthese, dass gerade ein näheres Kennenlernen die Fremdheit ins Bodenlose vertiefe. In Übersee können wir beobachten, wie sich die Ethnien immer mehr scheiden, wie wie sich der Melting Pot in einen Triple Melting Pot verwandelt – schwarz, weiß, hispanisch –, wobei der Begriff den Vorgang kaum mehr treffend beschreibt. Segregation, wohin man schaut. "The Disuniting of America" (Arthur Schlesinger) ist vor allem ein ethnischer Prozess.

"Die Vernunft der Weißen duldet freiwillig keine anderen Geister neben sich", resümiert Böckelmann. Nach dem Verlust der Kolonien und der globalen Dominanz habe sie heute einen Weg gefunden, doch noch allein zu herrschen: "daß sie an allem schuld ist". Böckelmann nennt diesen welthistorisch singulären kollektiven Knall "geständiger Imperialismus". Das große Paradoxon besteht nun darin, dass die anderen – also diejenigen, die wir nicht für fremd halten dürfen, während wir für sie nichts als Fremde sind – unsere Gesellschaftsform annehmen sollen. "Früher kamen wir als Eroberer über die Fremden, heute führen wir sie bußfertig auf uns zurück. Sobald etwas Unbekanntes auftritt, beschlagnahmen wir es als Eigenes oder als ein ‚versäumtes Eigenes’." Wer sich aber weigere, "das Eigene auch gegen Anderes zu setzen, wird am Ende beides verachten". Sofern man ihn überhaupt noch nach seiner Meinung fragt.

(Böckelmanns Buch finden Sie hier.) https://www.manuscriptum.de/autoren/b/boeckelmann-frank/die-gelben-die-schwarzen-die-weissen.html




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jorges

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Re: Wer hat was mal gesagt?
« Antwort #3 am: 29. Oktober 2018, 18:59:05 »

Jörg Gebauer

https://www.google.com/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=1&cad=rja&uact=8&ved=2ahUKEwjrjvOGzKveAhVIvLwKHRPNA-EQFjAAegQIBRAB&url=https%3A%2F%2Fwww.theeuropean.de%2Fjoerg-gebauer&usg=AOvVaw3I6i5Bi24K74IhHHaY2-gf

hat, gestern meine ich, auf FB gesagt:


Österreich und Deutschland im Kulturkampf zwischen linkem Konstruktivismus und positivistischer, liberal-konservativer Zurückhaltung:
Dort (SPD, SPÖ, Grüne, Linke, Neos) die Anmaßung, bestimmen zu wollen, wie andere zu leben haben (links), hier die rechtsstaatlich-freiheitliche Grundidee, dass es so etwas wie eine selbstbestimmte Privatsphäre geben muss.
Dort ein gesellschaftlicher Baukasten der neuen Welt und des neuen Menschen, hier die Erkenntnis, dass der Mensch a) immer schon so war, b) so bleibt und nicht zuletzt c) sich auch ändern kann, ohne vorherige staatliche Reglementierung.

Kam man etwa mit der illegalen Massenimmigration einem Befreiungsschlag der mittleren Schichten zuvor?
Ein Befreiungsschlag, wie er zunächst einmal in Österreich bei der Parlamentswahl vor einem Jahr gelungen ist?
In Deutschland findet dieser Befreiungsschlag aber erst am Tag der EU-Wahl im Mai des kommenden Jahres statt. So sicher, wie das Amen in der Kirche...
Denn die Pläne der SPD, eine einheitliche "Europäische Arbeitslosen-Versicherung" aufzubauen, wird der breiten Mitte die Augen öffnen:
Der fleißige deutsche Durchschnitts-Arbeitnehmer (immerhin noch 60% der Bürger, wenn man Ehegatten und Kinder dazu rechnet) wird und will keine Sozial-Versicherungs-Beiträge für Bulgaren, Iren, Litauer, Malteser oder Spanier zahlen.

Weiters wird die fanatische Befürwortung des "UN-Migrations-Paktes" durch SPÖ, SPD, Grünen, Neos sowie Linken dann auch den sogenannten "Grünen" in beiden Ländern den Rest geben.
Denn: Gewollterweise findet die wirklich heiße Debatte über diesen "UN-Migrations-Pakt" erst nach seiner Unterzeichnung im Dezember d.J. statt. Den Pakt nicht vorher öffentlich und parlamentarisch diskutieren zu wollen, wird sich nach seiner Unterzeichnung als die zentrale Ursache für den Mega-Crash für SPD und CDU bei der EU-Wahl erweisen.
Die FPÖ in Österreich ist bekanntlich gegen den Pakt.
Die ÖVP von Bundeskanzler Sebastian Kurz hadert, wobei ich vor 4 Wochen Ohren-Zeuge war, als er zu zwei Freunden wörtlich sagte: "So, wie er jetzt vorliegt, wird der Pakt nicht unterschrieben."

Wir erleben aktuell in dem o.g. "Europäischen Kulturkampf" - speziell im deutschsprachigen Raum - den Abgesang einer zurechtgelegten, konstruierten, herbei-phantasierten Schein-Welt, genauer: ...den Abgesang einer zurechtgelegten Ideologie.

Diese Ideologie ist sozio-historisch eine Derivation, eine Ableitung (Pareto). Sie hat mit den residual-tatsächlichen gesellschaftlichen Verhältnissen nur insoweit etwas zu tun, als daß die mittleren Schichten über ein halbes Jahrhundert hinweg in einen Sozialstaat und in eine vorgegaukelte Medien-Kulisse hineingedrängt wurden, ohne strenggenommen den Sozialstaat samt seiner medialen öffentlich-rechtlichen Beschallung überhaupt in diesem gigantischen Umfang benötigt zu haben.

Es drohte wahrlich ein Wachsen der Erkenntnis, daß der Staat es nicht bewerkstelligen könne – ein Befreiungsschlag der mittleren Schichten. Ein erster Befreiungsversuch (der aber kläglich gescheitert ist) war die CDU-FDP-Koalition von 2009. Der Wahl-Bürger hatte doch tatsächlich dem Slogan "Mehr Netto vom Brutto" geglaubt.

Ab 2013 begleiten die herrschenden Medien die "Heilige Große Koalition" auf ihrem Weg des "Wir sind doch so reich" - "Wir schaffen alles" - "Wir investieren jetzt in Bildung und Digitalisierung" - "Die Steuereinnahmen sprudeln wie nie zuvor"...

Der Befreiungs-Schlag der mittleren Schichten wurde so in Deutschland unterdrückt. Die Österreicher waren schneller aufgewacht: Das Vertrauen in die beiden letzten SPÖ-Kanzler dort - namens "Faymann" und "Kern" - war sowieso nie besonders groß. Eine die "Arbeiterwohlfahrt-Omis" und ZDF-Junkies einlullende "Tante Angela" gab es in Österreich nicht.
Stattdessen kannten die Österreicher sehr wohl die Selbstbedienungs-Mentalität der SPÖ seit Jahrzehnten zu genüge.

Die Deutschen sind nicht reich. Das Privat-Vermögen der Deutschen (pro Kopf) ist im europäischen Vergleich weit unter Durchschnitt angesiedelt. Kaum ein Land hat so wenig Eigentümer an den eigenen "Vier Wänden" wie Deutschland.
Die Staatsschulden inklusive der bedrohlichen "Target II - Salden" und den ungedeckten Pensions-Versprechungen belaufen sich auf (mindestens) dem Zweifachen eines gesamten deutschen Jahresbruttoprodukts - und eben nicht bei 60% eines JBP, wie behauptet wird.
Migrationskosten, Energiewende, Euro-Rettung (jetzt bald auch für Italien) und "Europäische Arbeitslosen-Versicherung" werden den Deutschen das Genick brechen oder vielleicht doch noch im Frühjahr 2019 die Augen öffnen.

Dem strenggenommen überlebenswichtigen und notwendigen Befreiungs-Schlag der deutschen Mittelschicht kam man regierungsseitig bisher geschickt zuvor: Die ungesetzliche, willkürliche Einwanderung sollte den Durchschnitts-Michel nämlich auf seine Plätze verweisen. Grüne, CDU und SPD schreien Dir geradezu ins Gesicht, daß Unrecht und EU-Recht Vorrang vor den Gesetzen, der Meinungsfreiheit und der Verfassung haben:

Halt’s Maul, wenn die Mieten steigen.
Halt’s Maul, wenn Deiner verzogenen Brut jetzt auch noch der Niedriglohn-Sektor (wenigstens) als Alternativ-Option weggenommen wird.
Halt’s Maul, wenn Du keine Zinsen mehr auf Dein Erspartes bekommst.
Halt’s Maul, wenn der Strompreis steigt.
Halt’s Maul, wenn das Lern-Niveau in den Schulen sinkt.
Halt’s Maul, wenn Du in Deinem letzten Jahres-Urlaub nun schon zum dritten Mal hintereinander hautnah erlebt hast, wie unbeliebt die Deutschen wegen ihrer Regierung zwischenzeitlich geworden sind.
Halt's Maul über Diesel-Verbote, lass Dich enteignen und kauf gefälligst ein neues Auto.
Halt's Maul über Messer-Stechereien oder möchtest Du Besuch von der "ANTIFA" bekommen...

Hoffnung?
EINDEUTIG ::: Österreich, Italien, Schweiz, England, Ungarn, Polen, Dänemark und Holland haben es gezeigt: Die Linke hat europaweit den Kulturkampf bereits verloren – Was wir in diesen Ländern derzeit erleben, ist der Pendelausschlag zurück zur Mitte.
Deutschland hinkt nur nach, weil "wir ja so reich sind".

Die ehemaligen deutschen Volksparteien und die Grünen sowie die SPÖ in Österreich täuschen noch ein wenig und führen ein Stück auf: Für die Gleichschaltung ihrer eigenen Gemütszustände. Ja, sie glauben an den neuen Menschen ohne Heimat, ohne Familie, ohne Rechtsstaat, ohne Herkunft – aber mit erregender, ungewisser Zukunft.

Denn:
"Wir basteln es uns schon zurecht."
"Es kann doch nur besser werden."
"Zur Not passen wir uns an."
"Das können wir allemal am besten."
Sie fühlen sich ungefähr so wie Merkel 1989. Nur war die wenigstens so diszipliniert, erstens einzusehen, daß die DDR wirklich erst mal Geschichte ist.
Und sie war zweitens so diszipliniert, leise – nur als graues Mäuslein – zu agieren, bis ihre Stunde kommen sollte.

Wie kann man eigentlich nur so dumm sein, seine eigene Defensive derart zu zelebrieren? Das Ganze ist affektiert.
Das Schauspiel ist doch nichts anderes als Pfeifen im Walde.
Sie haben den Kulturkampf bereits verloren. Ganz Europa, nein der ganze Westen ist gewaltig nach rechts - hin zur "alten Mitte" gerückt.
Das ist der Pendelausschlag. Nichts anderes: Hin zurück zur Mitte. Nach 50 Jahren (1968) kultureller Offensive der Linken. Mehr nicht.
Ein angeblich drohender "Rechts-Populismus" ist eine mediale Erfindung zur Absicherung der alten Machtposition.
Durchschaut der Bürger - letztendlich auch der deutsche Michel in seiner breiten Masse - erst einmal das Theater-Stück, so wird es lange dauern, bis die Volksparteien (wenn überhaupt) das verloren gegangene Vertrauen wieder zurück erlangen können.
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jorges

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Re: Wer hat was mal gesagt?
« Antwort #4 am: 31. Oktober 2018, 21:54:00 »

Dushan Wegner hat gestern gesagt:


Der Gipfel der Absurdität

Bevor es Bildschirme gab, liebe Kinder, damals in den Zeiten, die euch heute Angst machen, damals als die Menschen noch kleine Kätzchen quälten, als sie selbst dachten und auch sonst böse Dinge taten, damals gingen die Menschen jeden dritten Abend und am Sonntag sogar morgens ziellos in der »Natur« umher, in »Parks«, rund um »Parkseen«, und sie nannten diese ungesunde Gewohnheit das »Spazieren«.

Es war eine verdächtige Unart, ohne Überwachungsgerät und sogar ohne Markenkaffee im Papierbecher umherzugehen, doch sie war so weit verbreitet, dass einige Hetzer sogar im Sommer eigens in die Berge fuhren, um den ganzen Tag derart umherzugehen, und diese Tätigkeit nannten sie »wandern«.

Heute wissen wir es besser, heute haben wir solchen Populismus verbannt. Bundeskanzler Habeck hat uns erklärt, warum es besser ist, im Fitnessstudio auf dem mit Ökostrom betriebenen Laufband zu trainieren und über die Fernseher die Durchsagen der Grünen Einheitspartei zu empfangen, doch damals wussten es die Menschen nicht besser.

Damals also, als die Menschen »spazierten« und »wanderten«, da konnte es passieren, dass sie am Fuße eines Berges standen – in jenen barbarischen Zeiten hatten sie noch kein Navigationsgerät bei sich – und da fragten sie sich, wie man denn hinaufkäme.
Guter Rat ist nicht geheuer

Stellen Sie sich vor! Nein, Moment; bevor Sie mir jetzt Ihren Namen und Ihren Beruf nennen (den letzten), bevor Sie mir die geschätzte Höhe Ihrer bisherigen Spenden an die Grüne Einheitspartei vorsetzen, lassen Sie mich den nächsten Satz neu ansetzen! Also: Stellen Sie sich vor, Sie stehen am Fuße eines Berges, angelehnt an eine Tanne und so sinnierend, und Sie möchten hinaufwandern, und Sie sehen, dass da mehr als nur ein Weg hinaufführt.

Nun, Wanderer, du weißt nicht, ob alle drei Wege auch wirklich zum Gipfel führen. Du weißt nicht, ob nicht einer der Wege etwa im Unterholz endet, da wo tückische Löcher und spitze Äste im Dunkeln sitzen, um unbedarften Wanderern den Fuß zu verletzen.

Ein Junge nähert sich, er ist sehr sportlich, denn er rollt wie ein Artist, wie ein Wagenrad, über die Hände auf die Füße und wieder auf die Hände, und dann rufst du: Ich brauche einen Ratschlagenden, keinen Radschlagenden, und es brummt der Berg, du solltest nicht so nuscheln, und der artistische Junge wird von einem Berglöwen gefressen, was erstaunlich ist, denn auf diesem Kontinent gibt es keine Berglöwen, und dann wird der Berglöwe gefressen, aber Sie schauen schon nicht mehr hin, und dann kommen drei Männer von hinter der Tanne hervor, an die du lehntest, als der Erzähler dich noch siezte, und die drei Männer bieten dir ihren Ratschlag an.

Der erste sagt: »Geh den ersten Weg!«

Der zweite sagt: »Nimm den zweiten Weg!«

Der dritte sagt: »Hüte dich vor dem dritten Weg!«

Ein kleiner Hund zerrt an deinem Bein, ein lustiges kleines Hündlein, und es bellt dir zu: »Hör nicht auf sie, es sind allesamt Lügner!« – Und du fragst: »Allesamt?« – Und der kleine weiße Hund sagt: »Ja, allesamt. Kannst du mir etwas Geld borgen? Ich muss ein Busticket kaufen.« – Und dann verscheuchst du den kleinen Hund, denn da ist keine Busstation weit und breit. Wer unschuldige Ratschlagende allesamt Lügner nennt, der ist wohl selbst einer, und bestimmt würde das Hundevieh vom Geld wieder nur Schnaps kaufen, also verscheuchst du es, und der Zerberus frisst die Ratschlagenden und die Tanne gleich mit, dann rülpst er und läuft zur Seite weg.

Wem der drei Ratschlagenden wirst du glauben?

Wirst du den ersten Weg nehmen? Den zweiten? Wenn das bettelnde Hündlein die Wahrheit sagte, dich aber in Sachen Busstation belog, dann nimmst du offensichtlich den dritten Weg!
Der Aufstieg

Sie fragen sich, warum ich meinen Bericht zum Tage mit so einer fantastischen und absurden Erzählung beginne, und ich will es Ihnen sagen: Jenes Selbstgespräch der politisch-medialen Klassen, das wir heute »öffentliche Debatte« nennen, es ist selbst absurd und fantastisch, und das einzige, das wir heute sicher wissen, ist dass wir vieles von dem, was wir wissen, nicht wissen, denn gerechtfertigte, aber unwahre Überzeugung ist eben kein Wissen.

Wir (und mit »wir« meine ich: wir Bewahrer und Verantwortungsethiker) fahren aus Perspektive der tonangebenden Linken mit angezogener Handbremse und einem platten Reifen dazu: Uns ist nicht egal, ob das, was wir fordern, logisch Sinn ergibt. Uns ist nicht egal, was nach uns kommt. Wir prüfen, ob das, was wir sagen, wahr ist. Wir akzeptieren und begrüßen abweichende Meinung, doch haben Sie schon einmal versucht, einen Linksgrünen dazu zu bringen, zu akzeptieren, dass auch ein Andersdenkender ein Mensch mit voller Menschenwürde ist? Und, natürlich: Wir müssen finanziell und praktisch zaubern, wo Linksgrün den kompletten Staatsfunk zur Verfügung hat.

Man kann dem Absurden nicht nur mit Vernunft begegnen, manchmal braucht es die Gegenabsurdität – und manchmal will man einfach eine Reise durch den Irrsinn des grünen Dickichts unternehmen!

Sind Sie bereit zum Aufstieg auf den Berg der Absurdität? Darf ich mitkommen? Danke, gehen wir los!
Deutschland ist anders.

Die erste Station unseres Aufstiegs auf den Berg der Absurdität ist Freiburg. Dort ist ein schreckliches Verbrechen geschehen, liest man (siehe auch »Sollte man Grüne moralisch zur Verantwortung ziehen?«). Ein Zyniker würde formulieren: Schutzsuchende suchten mehr als Schutz.

Wie reagieren die Bürger mit »Haltung« (auch »non player characters« genannt)?

Sagen wir es so: Deutschland ist anders. In Deutschland schrien sie »Ja!«, als man sie fragte, ob sie den »totalen Krieg« wollten. Deutschland findet sich zivilisiert, doch nach einer Gruppenvergewaltigung rufen sogar Regierungsparteien zur Demonstration nicht gegen die Vergewaltigung auf, sondern gegen jene, welche frecherweise gegen die Vergewaltigung demonstrieren. Und so demonstrieren die »Guten« Seite an Seite mit Antifa-Straßenschlägern (siehe z.B. philosophia-perennis.com)!
Geliebtes Motorrad

Letztens habe ich die Prognose gewagt: Bald werden Wendehälse behaupten, man habe sie schon immer »rechts« genannt.

Nun, es gibt eine Journalistin, die für ihre »Haltung« bekannt ist und dafür auch schon Orden bekommen hat, die liebe Frau Hayali. Nein, noch nennt sie sich nicht »schon immer rechts«, keineswegs das, aber im Übrigen scheint sie erfrischend wendig. Als sie spürte, dass nach dem Verbrechen von Freiburg der Stimmungswind sich drehte, beschloss man vermutlich beim Staatsfunk, dass sie mithelfen sollte, etwas Druck vom Kessel zu lassen.

Die BILD konnte jetzt plötzlich titeln: »Hayali fordert schnellere Abschiebe-Verfahren für Straftäter« (bild.de, 28.10.2018). Hat Frau Hayali gar plötzlich ihr Mitgefühl für die Opfer des von ihr mitverbreiteten linken Wahns entwickelt? Bislang fiel sie ja eher durch stramme Linientreue auf, und wenn mit Mitgefühl auffiel, dann war es vor allem Mitleid mit sich selbst, etwa als ihr das Motorrad geklaut wurde. (bild.de, 3.10.2018: »ZDF-Moderatorin Dunja Hayali (44) vermisst ein ganz besonderes Stück: ihr geliebtes Motorrad. Am Dienstag wurde die schwarz-silberne Maschine in Berlin-Kreuzberg geklaut!«)

Doch nein, es wäre ungerecht und falsch, zu behaupten, dass Frau Hayali nie echte Gefühle gegenüber jemandem außer sich selbst äußert.

Bis vor Kurzem hatte Frau H. eine Hündin namens Emma. Diese Hündin wurde letztens krank. Auch eine Hundekrebstherapie (bild.de, 27.6.2018) half leider nicht. Am 10.9.2018 musste man auf bild.de leider über Emma und ihr Frauchen lesen: »Sie waren mehr als Freunde – DAS war Liebe auf sechs Beinen.«

Auch Frau H. kommt zu Wort: »Erst wenn der letzte Vorhang fällt, erst dann verliert die ‚Welt‘. Für mich bleibst du unsterblich, mein kleines Emmchen.«

Ach, würden ordensbehangene Staatsfunkler für Kinder von GEZ-Zahlern nur halb so viel Liebe und Empathie äußern wie für Motorräder und Hunde!

Es ist absurd. Wenn diese Frau Hayali, deren Qualifikationen jenseits von Haltung, Haltung und Haltung sich mir nicht unmittelbar erschließen, wenn Frau Haltung also plötzlich schnellere Abschiebung fordert wie so ein AfD-Pressesprecher, dann haben wir beim Besteigen des Absurditätslevel das bekannte Extrem-Heuchelei-Plateau erreicht. (Ach Hallo, Herr Bischof! Was machen Sie denn hier? Ach, Sie haben Ihr Lager aufgeschlagen. Ich verstehe.)
Ausgefülltes Menschenherz

»Der Kampf gegen Gipfel vermag ein Menschenherz auszufüllen«, sagt Camus, also auf, Sisyphos, kämpfe weiter, stapfe hoch zum Gipfel der Absurdität!

Was haben der Chef des Verfassungsschutzes und die Chefin von Deutschland am Anfang des Novembers 2018 gemeinsam? Über die Medien wurden Meldungen verbreitet, die nicht nur dem kursorischen Hörer den Eindruck vermitteln könnten, ihre Zeit im Amt sei vorbei – es ist in beiden Fällen (noch) falsch. Maaßen ist derzeit weiterhin Chef des Verfassungsschutzes und Merkel ist weiterhin Kanzlerin.

Die zum Antideutschen neigende Fraktion der Medienwelt weint der großen Zerstörerin nach (TAZ-Chefredakteur: »Wir werden uns noch nach ihr sehnen«, taz.de, 29.10.2018), doch sie ist weiterhin in Amt und … – sie ist im Amt.

Merkels Nicht-Rücktritt fühlt sich an wie der Teil einer Jetzt-erst-Recht-Kampagne. Merkel regiert weiter, doch die BILD ruft auf »Kommt zurück in die Mitte, AfD-Wähler!« (bild.de, 30.10.2018). Merkel-Gegner sollen weiter die Merkel-Partei unterstützen (zum Beispiel bei den 2019-Wahlen), weil Merkel angekündigt hat, irgendwann mal nicht mehr anzutreten? Es ist absurde Logik, was die Bild nicht als Einzelmeinung, sondern ganz offiziell als Bild (»Das meint Bild«) präsentiert.

Eher merkelkritische Twitterer vermuten, Merkel wolle auf jeden Fall so lange im Amt bleiben, bis der »Global Compact for Safe, Orderly and Regular Migration« unterzeichnet sei, ein »Alle Teile der Gesellschaft umfassender Ansatz« (klingt etwas totalitär, aber wen überrascht das?), siehe z.B. juergenfritz.com – nach mancher Ansicht Merkels übelster Verstoß gegen den Amtseid, und das in einer an fragwürdigen Entscheidungen wahrlich nicht armen Kanzlerschaft.

Rücktritte, die keine sind. Grenzöffner, die ihr Werk noch vollbringen wollen – unser Weg zum Gipfel hat die komplett absurde Merkel-Ebene erreicht: alles bedeutet sein Gegenteil, und als Lügner und Hetzer gilt, wer die Absurdität zu erkennen wagt.
Der Weg zum Gipfel

Nicht nur Deutschland ist absurd, der Weg zum Gipfel der Absurdität führt über die USA – und dann doch wieder nach Deutschland.

In den USA überbieten sich Trump-Hasser (ja, teils von Soros gesponsert) in bislang in einer Demokratie nicht vorstellbarem Hass und Drohungen gegen Donald Trump und jeden, der sich dem Machtanspruch von Linken und ihren Geldgebern in den Weg stellt.

Maxine Waters (Democrats, Trump-Hasserin) hat in der Vergangenheit etwa den Antisemiten Louis Farrakhan umarmt und hat gesagt: »I will go to take Trump out tonight« (via CNN), was eine offene Morddrohung darstellen könnte. Hillary Clinton hat sich jüngst erst öffentlich rassistisch über Schwarze lustig gemacht (»die sehen doch alle gleich aus«). Auf CNN ruft Clinton öffentlich nach manchem Verständnis zur Gewalt gegen Republikaner auf (»You cannot be civil with a political party that wants to destroy what you stand for«, cnn.com, 9.10.2018)

»Punch a Nazi« ist ein unter US-Democrats akzeptierter Slogan – mit »Nazis« sind Konservative gemeint, insbesondere Trump-Anhänger und jeder, der Linken widerspricht, und es ist ein offener Aufruf zur Gewalt.

Hier ein YouTube-Zusammenschnitt von US-Democrat-Äußerungen, die sich als Aufruf zur Gewalt gegen Trump-Anhänger deuten lassen: youtube.com/watch?v=nw9kyYEwg2A, hier noch einer: youtube.com/watch?v=UEf4Xtg-1kY. Hier ein Zusammenschnitt von praktischer Gewalt gegen Trump-Anhänger:

Wenig ist absurder als die Logik von Trump-Hassern: Weil Trump angeblich frauenfeindlich und rassistisch sei, greifen weiße linke Männer sogar Frauen und Schwarze brutal an, und sie begannen bereits vor der Wahl (youtube.com/watch?v=uWIMt9JxugQ).

Als nun in den USA ein Antisemit und fanatischer Trump-Hasser (siehe z.B. zerohedge.com, 28.10.2018) in einer Synagoge brutal 11 Menschen ermordete, wie reagierten Anti-Trump-Medien? Sie ahnen es, sie reagierten absurd – und diese Absurdität war nicht auf die USA begrenzt.Auf CNN durfte die Journalistin Julia Ioffe tatsächlich behaupten, Trump habe mehr Menschen radikalisiert als ISIS – um sich, anschließend wieder pflichtgemäß zu entschuldigen. In Deutschland bot der Deutschlandfunk kurz zuvor dem SPD-Politiker Naumann die Möglichkeit, Trump mit Hitler zu vergleichen (deutschlandfunk.de, 26.10.2018).

Auf unserer Reise auf den Berg der Absurdität haben wir ein neues Plateau erreicht: Die Trump-Hasser-Ebene. Viel Unsinn liegt auf dieser Ebene herum, unendlich viel Unsinn, etwa dieser: Als Reaktion auf das Attentat eines erklärten Trump-Hassers schreibt ein Die-Welt-Journalist: »Trumps Saat des Hasses geht auf« – in den USA rufen Linke nun schon jahrelang offen zur Gewalt gegen politische Gegner auf, in den USA wie in Deutschland leben viele Nicht-Linke in Angst, auf der Straße zusammengeschlagen, wirtschaftlich vernichtet oder auch »nur« von ihren Kindern denunziert und verraten zu werden. Linke rufen zur Gewalt auf – und die Konservativen sind laut linken Medien irgendwie schuld daran.
Für einen Moment

Wir sind erschöpft von der Reise. Wir entdecken weitere Absurditäten. Wir sehen etwa, dass Anti-Trump-Publikationen wie die New-York-Times begonnen haben, free speech in Anführungszeichen zu schreiben (nytimes.com, 28.10.2018), so wie man »DDR« geschrieben hat, und sich schon früher recht verächtlich gegen Meinungsfreiheit äußerte. Wir könnten erwähnen, dass die linke, postdemokratische (und teilweise zugleich neo-reaktionäre) Silicon-Valley-Elite das Attentat von Pittsburgh instrumentalisiert, um den ungeliebten Twitter-Konkurrenten »Gab« auszuschalten, wo der Attentäter postete – während etwa auf Twitter der erwähnte Louis Farrakhan weiter ähnlichen ungefilterten Antisemitismus posten darf (Link zur Anschauung).

Wir sind erschöpft, wir schauen nach oben. Wie lange noch, bis zum Gipfel? Die Wolken klaren für einen Moment auf. Wir erschrecken bis in die Knochen: Der Berg der Absurdität hat gar keinen Gipfel!

Ich weiß als Nichtwissender, so sagte Sokrates. Wir aber schauen auf den fehlenden Gipfel, als wäre es jener Abgrund, und wir wissen, dass es das Nichtwissen ist, das zurückblickt.

Ja, das Delta zwischen Realität und Nachrichten ist derzeit mit einem Abgrund zu vergleichen, und schaut man zu lange hinein, schaut der Abgrund wieder in einen zurück (Danke, Autor, den wir alle etwa mit 16 Jahren gelesen haben und heute nochmal lesen sollten).
Der Weg zurück

Die Sonne brennt, selbst durch die Wolken. Es ist Zeit, den Weg zurück zum Fuß des Berges zu beschreiten. Die Absurdität hat keinen Gipfel. Wir werden nicht finden, was es nicht gibt. Vielleicht hätten wir doch auf die drei Ratschlagenden hören sollen.

Wir gehen an einem satten Berglöwen vorbei. Wir gehen leise, denn wir wissen nicht, wie lange er noch satt sein wird.

Auf dem Weg nach unten kommen uns hoffnungsvolle Wanderer entgegen. Sie sind später losgezogen als wir. Ein paar mal sagen wir ihnen: »Spart euch die Mühe, die Absurdität hat keinen Gipfel!«

Sie schauen uns an, protestieren und gehen weiter. Wir rufen ihnen noch hinterher: »Ach, ihr hoffnungsvollen Narren! Wir waren einst wie ihr.«
Drei Tickets

Ich glaube keiner Meldung, keiner einzigen, bei der ich nicht aktiv nach Gegenthesen und Erklärungen gesucht habe.

Ein Angeklagter gilt als unschuldig, bis seine Schuld bewiesen ist. Linke möchten diese Regel heute aufheben, ich weiß, doch ich lasse mich inspirieren: Eine Nachricht gilt mir als falsch, bis sie von wirklich unabhängiger Quelle belegt ist.

Ach, da ist ja das kleine Hündchen. »Du hattest Recht, kleiner Hund, da oben ist wirklich nichts.«

Ein Bus fährt vorbei. Die Tür öffnet sich. Der Hund fragt: Nun, habt ihr etwas Geld fürs Ticket?«

»Ja, sicher«, sagen wir zum Busfahrer, »drei Tickets bitte. Nur weg von hier!«

Der Busfahrer nickt, wissend.

Wir steigen ein und setzen uns, zwischen drei Ratschlagende und einen radschlagenden Jungen, und nehmen das Hündlein auf den Schoß.

Wir kraulen sein Fell. Der Bus fährt los. Unsere nächste Wanderung unternehmen wir woanders! In einem Park vielleicht, wo in der Mitte ein schöner Parksee die Spazierwege brav im Kreis führen, immerzu im Kreis.

Der Hund brummt zufrieden. Es ist alles absurd.
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jorges

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Re: Wer hat was mal gesagt?
« Antwort #5 am: 04. November 2018, 20:31:25 »

Dem, was  Hadrian17 da sagt, kann ich nur zustimmen.

Besser irgendein Aufbruch als gar keinen. Ob sich der Merz als Strippenzieher entpuppt, oder doch noch sein "Herz fuer Deutschland" hervorkramt, wird sich weisen.

Und ein Martin Schulz ist er garantiert nicht, der ist aus einem ganz anderen Holz!

"Tja, …

Deutschland lebt von seiner Wirtschaftskraft.

Die derzeit augenscheinlich gnadenlos von „Gartenzwergen“, die nicht über den eigenen Lattenzaun blicken können oder wollen, untergraben wird.

Welche „Experten“ sollen es denn machen?

Die, die das Land weiter mit religiös fanatisierten Analphabeten mit kruden Wertvorstellungen fluten wollen statt geregelter Einwanderung von Hochqualifizierten?
Die, die nichts wichtigeres zu besprechen haben als die Einrichtung von Transgender-Toiletten und den nächsten bunten Trullalla-Umzugstag als das dringendste Anliegen ansehen?
Die, die immer noch nicht genug davon haben, als der Welt Sozialamt zu agieren, wobei sie nicht ein noch aus wissen, wenn sie gefragt werden, wie die Rente der jetzigen Steuerzahler in wenigen Jahren stabilisiert werden kann?
Die, die in Tränen ausbrechen, wenn ein Maulwurf Schluckauf bekommt, denen aber tausende Kinder, die hierzulande auf der Strasse leben, scheinbar völlig egal sind?
Die, die das ohnehin schon prekäre Bildungsniveau am liebsten auf den kleinsten gemeinsamen Nenner herunterfahren wollen, damit nur ja keiner „zurückbleibt“?
Die, die Konzerte von „Künstlern“ mit Songtexten wie „Deutschland verrecke“ wärmstens empfehlen und dabei automatisch die Ellenbogen-Gesellschaft anschieben statt Solidarität und soziale Normenkontrolle?
Die, die absurde Normvorgaben dazu nutzen, die „Verkehrswende“ herbei zu klagen, aber damit Millionen Bürger, die es ohnehin schwer haben, ihr Auskommen zu finden, kaltlächelnd enteignen?
Die, welche die zum Teil schon als die ehemalig zu bezeichnenden Wälder mit gewaltigen Betonfundamenten für riesige Windmühlen zugiessen, ohne auch nur ein schlüssiges Konzept für gesicherte Energiebereitstellung vorlegen zu können?

Dieser ganze „Kindergarten“ wird vermutlich die Probleme nicht beheben können. Das sollten besser die machen, die erwachsen sind.

Wer ist erwachsen?

Erfolgreiche Studiums- und Ausbildungsabsolventen mit gehöriger Erfahrung in Wirtschaft, Technik und Verwaltung bringen einen realistischen Blick auf Probleme und Möglichkeiten -und Erfordernisse- mit, stimmen Wohltaten mit den gegebenen Möglichkeiten ab, damit das Staatsgefüge nicht zusammenbricht und sorgen vor allem für das Grundgerüst eines jeden erfolgreichen Staates:
– Konsequente Rechtsstaatlichkeit mit Bestandsschutz als verlässliche Planungsgrundlage
– Intakte Infrastruktur, ausgerichtet an den wirtschaftlichen und sozialen Erfordernissen
– Verbindliche Gesellschaftsregeln, ausgerichtet an der sozialen Normenkontrolle
– Ächtung von ausbeuterischer Prostitution und Drogenverkauf
– Klare Einwanderungsregeln und Grenzüberwachung gegen illegalen Grenzübertritt
– Funktionierende öffentliche Verwaltung: Der Bürger will zuerst gut verwaltet sein!
– Eine ausreichende Zahl von Ordnungshütern, die Recht und Ordnung durchsetzen

Und so weiter. Und jetzt schauen sie bitte, welchen Kandidaten auf den vorderen Rängen sie das zutrauen? Und wer von denen postuliert diese Selbstverständlichkeiten, die leider keine mehr sind, überhaupt?

Wenn ich das alles in Betracht ziehe, habe ich keinen Zweifel, wen ich derzeit als nächsten möglichst konservativen Parteivorsitzenden und Kanzlerkandidaten favorisieren möchte.

Wir, respektive alle, die mir beipflichten, sind wie die Kamele, die eine Oase in der Wüste suchen. Stellte sich diese -mal wieder- als Fata Morgana heraus … zieht die Karawane eben weiter."


Leserkommentar aus Tichys Einblick.

https://www.tichyseinblick.de/kolumnen/alexander-wallasch-heute/der-kandidat-friedrich-merz/?fbclid=IwAR1zxgYbwOrBETCc4cAltiLXZ2_fYTOEWcQ8P1V56wKT69h6AKGTXGYgDi4
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Bruno99

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Re: Wer hat was mal gesagt?
« Antwort #7 am: 13. November 2018, 12:05:33 »

Die Angst, dass herauskommt, dass das Problem bereits viel zu groß ist, um ihm mit den zur Verfügung stehenden Mitteln Herr werden zu können?"[/i]

oder wie Handke es in Buchform sagte:

    ;)
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Persönlich bin ich immer bereit zu lernen, obwohl ich nicht immer belehrt werden möchte. Winston Churchill
 

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