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Autor Thema: Sicherheitsbedenken im IT Bereich im Allgemeinen  (Gelesen 1388 mal)

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nompang

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Re: Sicherheitsbedenken im IT Bereich im Allgemeinen
« Antwort #15 am: 17. September 2018, 10:54:44 »

Heutiger Leitartikel in der NZZ:

gegen-cyberkriminalitaet-hilft-gesunder-menschenverstand

https://www.nzz.ch/meinung/gegen-cyberkriminalitaet-hilft-gesunder-menschenverstand-ld.1420289 
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Eine Stunde zu spät ist relativ pünktlich....Einstein in Thailand.

Suksabai

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Re: Sicherheitsbedenken im IT Bereich im Allgemeinen
« Antwort #16 am: 17. September 2018, 12:47:58 »



Absolut guter Artikel!

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Ich kann, wenn ich will. Und wer will, dass ich muss, der kann mich mal !

Spatz

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Re: Sicherheitsbedenken im IT Bereich im Allgemeinen
« Antwort #17 am: 17. September 2018, 21:28:28 »

Guten Abend

Das folgende ist auf Basis-Level aufgebaut, da es in keinster Weise ueber tiefergreifende Sicherheitsprobleme informiert welche sogar fuer einen nicht Pro wie mich inzwischen klar sind. Trotz alldem kann sich dies jeder reinhauen der sich so oder so nicht sicher ist bei dem Thema:

Sicherheits-Checklisten: So viel Schutz muss sein

https://www.heise.de/ct/ausgabe/2018-20-So-viel-Schutz-muss-sein-4159632.html

Und hier ein PDF dazu: https://www.heise.de/ct/downloads/04/1/7/1/8/6/9/2/ct_checkliste_2018.pdf

Wie gesagt: Basis wissen welches aber fuer viele schon sehr hilfreich ist.

Schoene Nacht noch: Spatz
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Spatz

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Re: Sicherheitsbedenken im IT Bereich im Allgemeinen
« Antwort #18 am: 18. September 2018, 16:33:47 »

Guten Tag

Das heutige Thema ist: Cambridge Analytica Ich werde das Thema ein wenig aufteilen. so sagen wir dies ist Teil 1.

Wer oder was war Cambridge Analytica? Einige hier werden sich an den Datenscandal mit Facebook errinnern. Ist ja noch nicht so weit enfernt. Da wurden Facebook User mit politischen Statements, je nach politischer Ansicht, gefuettert. Wer hat sich danach damit befasst um mal zu verstehen was da im stillen im Hintergrund ablief und wie es organisiert wurde, auch heutzutag noch gemacht und weiter verfeinert wird?

Wer sich als aufgeklaerter Internetnutzer versteht, sich aber noch nie mit dem Thema befasst hat, fuer den wird es hoechste Zeit sich mal damit zu beschaeftigen. Wenn man mal die Zusammenhaenge ein wenig versteht was da alles mit unseren Daten gemacht werden kann, wird sich in Zukunft sehr wahrscheinlich etwas vorsichtiger im Net bewegen. Die ganze Lektuere ist nicht ganz einfach und auch mit einem gewissen Zeitaufwand fuers Lesen verbunden. Mann muss ja nicht alles heute lesen und kann sich dies auch in Tranchen aufteilen. Viel Spass  :)

Cambridge Analytica

Cambridge Analytica (CA) ist ein 2014[2] von der britischen SCL Group gegründetes Datenanalyse-Unternehmen, das im Mai 2018 Insolvenz anmeldete. Es hat seinen Hauptsitz in New York City und sammelte und analysierte in großem Stil Daten über potentielle Wähler mit dem Ziel, durch individuell zugeschnittene Botschaften das Wählerverhalten zu beeinflussen (Mikrotargeting).

Das Unternehmen war anfangs überwiegend in den USA tätig, weil dort die Datenschutzbestimmungen weniger streng sind als in Europa. Es war mit der Muttergesellschaft eng vernetzt; viele der insgesamt etwa 200 Mitarbeiter arbeiteten für beide Unternehmen gleichzeitig, und man nutzte gemeinsame Büros an verschiedenen Standorten. Die Leitung hatte bis zu seiner Suspendierung am 20. März 2018 Alexander Nix inne, einer der früheren Direktoren von SCL.[3]

Am 2. Mai 2018 teilte das Unternehmen mit, es habe wie die Dachgesellschaft SCL Group Insolvenz beantragt und werde unverzüglich alle Tätigkeiten beenden.[4] Die Eigentümer gründeten vor einiger Zeit eine neue Gesellschaft unter dem Namen Emerdata, deren Existenz erstmals im März 2018 bekannt wurde und bei der es personell zahlreiche Überschneidungen mit Cambridge Analytica gibt. Deren Geschäftsadresse ist mit der Londoner Adresse von Cambridge Analytica identisch, wo sich jedoch keine eigenen Büroräume befinden. Zu den Mitarbeitern gehören die Schwestern Rebekah Mercer, Präsidentin von Cambridge Analytica, und Jennifer Mercer, deren Vater Robert Mercer der Hauptinvestor von Cambridge Analytica war.[5][6]


Auftragsarbeiten in Wahlkämpfen

Im Jahr 2014 war Cambridge Analytica (CA) laut Nix an 44 US-Wahlkampf-Kandidaturen beteiligt.[15] Einer der frühen Auftraggeber war das John Bolton Super PAC, dessen Ziel es war, militaristische Einstellungen zu fördern.[2] Bekanntheit erlangte das Unternehmen 2015, als es Ted Cruz bei seiner Bewerbung als Präsidentschaftskandidat der republikanischen Partei als ersten bedeutenden Kunden gewinnen konnte. Dabei nimmt CA für sich in Anspruch, Cruz von einem „No-Name“ zu einem weithin bekannten, wählenswerten Kandidaten nach vorn gepuscht zu haben.[16] Tatsächlich beendete Cruz’ Wahlkampfteam die Zusammenarbeit mit CA, als sich herausstellte, dass die erarbeiteten Vorhersagen über das Wahlverhalten bei den Vorwahlen nicht zutrafen. Dass CA überhaupt herangezogen worden war, ging auf das Drängen von Rebekah Mercer zurück, die wie ihr Vater an der Unterstützung der Wahlkampagne von Cruz mit Millionenbeträgen beteiligt und mit dem bisherigen Verlauf sehr unzufrieden war.[3]

Hier der ganze Artikel: https://de.wikipedia.org/wiki/Cambridge_Analytica

Als Einstieg ins Thema denke ich sollte dies ok sein. Jedoch sollte man den ganzen Artikel gelesen haben. Und wer dann noch mag kann sich ja das folgende, kurze Video auf English anschauen:

Cambridge Analytica - The Power of Big Data and Psychographics (11 Min)



Zweiter Teil folgt morgen. Weiterhin schoenen Nachmittag: Spatz
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Re: Sicherheitsbedenken im IT Bereich im Allgemeinen
« Antwort #19 am: 19. September 2018, 16:40:58 »

Guten Tag

Teil zwei zum Thema: CA (Cambridge Analytica)

Von Hannes Grassegger und Mikael Krogerus:

Am 9. November gegen 8.30 Uhr erwacht Michal Kosinski in Zürich im Hotel Sunnehus. Der 34-jährige Forscher ist für einen Vortrag am Risikocenter der ETH angereist, zu einer Tagung über die Gefahren von Big Data und des sogenannten digitalen Umsturzes. Solche Vorträge hält Kosinski ständig, überall auf der Welt. Er ist ein führender Experte für Psychometrik, einen datengetriebenen Nebenzweig der Psychologie. Als er an diesem Morgen den Fernseher einschaltet, sieht er, dass die Bombe geplatzt ist: Entgegen den Hochrechnungen aller führenden Statistiker ist Donald J. Trump gewählt worden.

Lange betrachtet Kosinski Trumps Jubelfeier und die Wahlergebnisse der einzelnen Bundesstaaten. Er ahnt, dass das Ergebnis etwas mit seiner Forschung zu tun haben könnte. Dann atmet er tief durch und schaltet den Fernseher aus.

Am gleichen Tag versendet eine bis dahin kaum bekannte britische Firma mit Sitz in London eine Pressemitteilung: «Wir sind begeistert, dass unser revolutionärer Ansatz der datengetriebenen Kommunikation einen derart grundlegenden Beitrag zum Sieg für Donald Trump leistet», wird ein Alexander James Ashburner Nix zitiert. Nix ist Brite, 41 Jahre alt und CEO von Cambridge Analytica. Er tritt stets im Massanzug und mit Designerbrille auf, die leicht gewellten blonden Haare nach hinten gekämmt.

Der nachdenkliche Kosinski, der gestriegelte Nix, der breit grinsende Trump – einer hat den digitalen Umsturz ermöglicht, einer hat ihn vollführt, einer davon profitiert.


Wie gefährlich ist Big Data?

Jeder, der nicht die letzten fünf Jahre auf dem Mond gelebt hat, kennt den Begriff «Big Data». Big Data bedeutet auch, dass alles, was wir treiben, ob im Netz oder ausserhalb, digitale Spuren hinterlässt. Jeder Einkauf mit der Karte, jede Google-Anfrage, jede Bewegung mit dem Handy in der Tasche, jeder Like wird gespeichert. Besonders jeder Like. Lange war nicht ganz klar, wozu diese Daten gut sein sollen – ausser dass in unserem Facebook-Feed Blutdrucksenker beworben werden, weil wir grad «Blutdruck senken» gegoogelt haben. Unklar war auch, ob Big Data eine grosse Gefahr oder ein grosser Gewinn für die Menschheit ist. Seit dem 9. November kennen wir die Antwort. Denn hinter Trumps Onlinewahlkampf und auch hinter der Brexit-Kampagne steckt ein und dieselbe Big-Data-Firma: Cambridge Analytica mit ihrem CEO Alexander Nix. Wer den Ausgang der Wahl verstehen will – und was auf Europa in den nächsten Monaten zukommen könnte –, muss mit einem merkwürdigen Vorfall an der britischen Universität Cambridge im Jahr 2014 beginnen. Und zwar an Kosinskis Department für Psychometrik.

Psychometrie, manchmal auch Psychografie genannt, ist der wissenschaftliche Versuch, die Persönlichkeit eines Menschen zu vermessen. In der modernen Psychologie ist dafür die sogenannte Ocean-Methode zum Standard geworden. Zwei Psychologen war in den 1980ern der Nachweis gelungen, dass jeder Charakterzug eines Menschen sich anhand von fünf Persönlichkeitsdimensionen messen lässt, den Big Five: Offenheit (Wie aufgeschlossen sind Sie gegenüber Neuem?), Gewissenhaftigkeit (Wie perfektionistisch sind Sie?), Extraversion (Wie gesellig sind Sie?), Verträglichkeit (Wie rücksichtsvoll und kooperativ sind Sie?) und Neurotizismus (Sind Sie leicht verletzlich?). Anhand dieser Dimensionen kann man relativ genau sagen, mit was für einem Menschen wir es zu tun haben, also welche Bedürfnisse und Ängste er hat, und aber auch, wie er sich tendenziell verhalten wird. Das Problem aber war lange Zeit die Datenbeschaffung, denn zur Bestimmung musste man einen komplizierten, sehr persönlichen Fragebogen ausfüllen. Dann kam das Internet. Und Facebook. Und Kosinski.


Hier der ganze Artikel (Lesezeit ca 30 min und auch mehr): https://web.archive.org/web/20170127181034/https://www.dasmagazin.ch/2016/12/03/ich-habe-nur-gezeigt-dass-es-die-bombe-gibt/
Wer den Artike in Teil eins gelesen hat wird schon einige Stichwoerter kennen wie Ocean-Methode und mehr.

Teil drei Morgen. Schoenen Tag noch: Spatz
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Spatz

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Re: Sicherheitsbedenken im IT Bereich im Allgemeinen
« Antwort #20 am: 20. September 2018, 14:36:57 »

Guten Tag

Heute Teil drei zum Thema: CA (Cambridge Analytica)

FAQ: Was wir über den Skandal um Facebook und Cambridge Analytica wissen [UPDATE]

Inhalt:

1. Woher kommen die Daten?
2. War das jetzt ein Datenleck?
3. Welche Verantwortung trägt Facebook?
4. Was für Daten hat Cambridge Analytica gesammelt?
5. Was ist Microtargeting, für das die Daten genutzt wurden?
6. Wer steckt hinter Cambridge Analytica?
7. Wann hat sich das alles abgespielt?
8. Woher wissen wir das alles?
9. Mit welchen Konsequenzen müssen die Verantwortlichen rechnen?
10. Wie wirkt politisches Microtargeting?
11. Könnte Russland dahinter stecken?
12. In Deutschland waren ja auch „gerade“ Wahlen – spielten Big Data und Microtargeting da eine Rolle?
13. Handelt es sich hier um einen Einzelfall?
14. Was ist außerdem noch über Geschäftspraktiken von Facebook bekannt geworden?
15. Wie kann ich überprüfen, ob ich unter den Betroffenen bin?


Den folgenden Link sollte man sich abspeichern. Auf diese Art und Weise kann der Interessierte Thema fuer Thema in aller Ruhe durchlesen, wann immer er Zeit und Lust hat:

https://netzpolitik.org/2018/cambridge-analytica-was-wir-ueber-das-groesste-datenleck-in-der-geschichte-von-facebook-wissen/#Woher%20kommen%20die%20Daten?

Nun mach ich mal ein wenig Pause hier in diesem Thread, da zur Zeit ja mehr als genug Stoff zum Ueberdenken gepostet ist. Ich werde kommende Woche noch ein paar letzte Worte zu CA schreiben bevor ich dann nochmals auf das Thema Panopticlick eingehen. Ich denke dass wer hier die letzten Tage richtig mitgelesen hat doch schon mehr Verstaendniss fuer das Titelthema bekommen hat. Freue mich natuerlich wenn auch andere hier was interessantes zum Thema im allgemeinen schreiben.

Wuensche noch einen abwechslungsreichen Tag: Spatz
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