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Autor Thema: Die schicksaltraechtigen Wochen vor 100 Jahren  (Gelesen 545 mal)

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jock

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Die schicksaltraechtigen Wochen vor 100 Jahren
« am: 27. Oktober 2018, 13:26:50 »

Drei Kaiserreiche,deren Bestand ewig und unverrueckbar schienen,waren vor 100 Jahren
auf der politischen Landkarte verzeichnet.

Das Zarenreich,die k.u.k Monarchie und das Deutsche Kaiserreich.

Es schien undenkbar,dass innerhalb 1 1/2 Jahren diese in den Abgrund der Geschichte ver-
schwinden werden.

Das erste Grossreich,das dahinging war Russland,das von einem Zaren regiert wurde und
dann,innerhalb dreier Wochen verschwanden auch die Kaiser von Deutschland und Oester-
reich- Ungarns.

Bleiben wir mal beim Kaiser Wilhelm II.Der wehrte sich lange die Niederlage im Weltkrieg
zur Kenntnis zu nehmen.
Er konnte sich nicht und nicht entschliessen,die Abdankungsurkunde zu unterzeichnen.

Erst wollte er nur die Kaiserwuerde zuruecklegen,aber Koenig von Preussen bleiben.

Das gelang nicht,und am 9.November,nachdem ihn Prinz von Baden als abgesetzt erklaerte,
ging er nach Holland ins Exil,wo er spaeter doch noch seine Abdankung unterschrieb.

In der Villa Doorn lebte er fortan bis zu seinem Tode 1935.

Damit er standesgemaess dort residieren konnte,wurden 59 Eisenbahnwaggons mit seinem
Hausrat verladen und nach Holland verfrachtet.

Wertvolle Moebel,Gemaelde,Geschirr,Teppiche u.s.w.ermoeglichten ihn,nicht unfortabel zu
leben und seinem Hobby nachzugehen.
Sein Hobby war das Faellen von Baeumen in seinem,der Villa umgebenden Park.

Obwohl die deutsche Bevoelkerung den Hohenzoller hasste,verfielen sie,wegen des nun
folgenen Interregnum in Depression.

Und die hielt lange an,denn erst 1968 fand sich eine Lichtgestalt,den sie zum Kaiser ernan-
neten.

Franz hiess er und entstammte dem Geschlecht der Beckenbauer.Sofort ging ein Ruck durch
Deutschland und das Wirtschaftswunder verlaengerte sich.

Doch auch Kaiser Franz,der seine Ansprachen stets mit dem Satz:" Schaun mer moi" be -
endete,war das Schicksal nicht hold.

Irgendwelche Dokumente,die er nicht las,aber unterzeichnete und Geldfluesse ueber sein Konto,
die er nicht kannte,liessen seinem Glanz verblassen.

Nachdem ihn der DFB nicht mehr zu Weihnachtsfeiern einlud und dies damit begruendete,
dass man nicht immer nachher eine neue Sekraeterin wegen Mutterschutz suchen will,ging
Kaiser Franz ebenfalls,wie sein Vorgaenger ins Exil.

Die Mozartstadt Salzburg nahm ihn auf und wenn er in der Oeffentlichkeit erscheint,hat er einen
Strohhut auf und sieht aus wie sein eigener Gaertner.

Dabei hatten die letzten zwei deutschen Kaiser noch Riesenglueck,denn sie leb(t)en noch lange
nach ihrer Abdankung/Absetzung.

Der Zar wurde ermordet und Kaiser Karl nach Madeira verbannt,wo er starb.

Dem Kaiser Karl will ich spaeter noch einige Zeilen widmen.

Jock

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jock

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Re: Die schicksaltraechtigen Wochen vor 100 Jahren
« Antwort #1 am: 28. Oktober 2018, 12:46:39 »

Wir Karl der Erste,von Gottes Gnaden Kaiser von Oesterreich - Ungarn,Koenig von
Boehmen und Maehren u.s.w u.s.w.,

war Kaiser wider Willen geworden.

Er stand auch nicht auf dem Radarschirm der Ueberlegungen,dass er einmal Kaiser
werden werde.

Als er geboren wurde,war der Kronprinz Rudolf noch am Leben.Nachdem er sich ent-
mannte,rueckte Franz-Ferdinand nach.

Da er jedoch krank war und jedermann an seiner Gesundung zweifelte,forcierte der
alte Kaiser,Ferdinands juengeren Bruder- Erzherzog Otto.

Doch Franz-Ferdinand ueberlebte zunaechst und Otto konnte sein gewohntes Leben
weiterfuehren.
Er war der Damenwelt sehr zugeneigt und starb 1906 in den Armen einer jungen Opern-
saengerin namens Luise Robinson.

In der offiziellen Verlautbarung stand,dass er im Beisein seines geistlichen Beichtvaters,
dem Kardinal Godfried Marschall verstarb.

Die Wiener jedoch vermuteten stark,dass Otto zwischen den Beinen der Opernsaengerin
seine Seele aushauchte.
Wenigstens waere das die klassische Missionarstellung gewesen und konnte als Reverenz
an die katholische Kirche gelten.

Daher kam es,dass Karl,der der erstgeborene Sohn Otto's war,nach der Ermordung von
Franz-Ferdinand Thronfolger wurde.

Da Karl urspruenlich sehr weit weg von der Thronfolge stand,bekam er auch nicht die ent-
sprechende Ausbildung fuers Regieren.

1916,nach dem Tod des alten Kaisers,war er ueber Nacht Kaiser von einem Riesenreich ge-
worden.
Er hatte nur rudimentaere Kenntisse der Ablaeufe in der Regierung,keine besondere In-
formation ueber die Strategie seiner Heeresfuehrung und Diplomat war er schon gar nicht
- kurz er wurde in das kalte Wasser geworfen.

Das soll sich raechen und den Krieg um fast zwei Jahre verlaengern.

Man kann ihm zugute halten,dass er den Krieg nicht angezettelt hatte und er ihn auch nicht
wollte.

Daher war sein Bestreben,moeglichst bald das Voelkeringen zu beenden.

Er suchte nach einer Moeglichkeit,einen Separatfrieden mit der Entente zu schliessen.
Dabei stellte er sich derartig amateurhaft an,dass genau das Gegenteil seiner Bemuehungen
erreicht wurde.

Hinter dem Ruecken seines eigenen Aussenministers,nahm er mit Hilfe seiner Schwaeger Er-
kundigungen auf,ob die Entente seinem Ansinnen positiv gegenueber stehen wuerde.

Das wollten sie wohl,denn ein Ausscheiden Oesterreich-Ungarns aus dem Krieg,schwaeche
die Kriegsbruederschaft mit dem wilhelminischen Reich und seiner Armee.
Umsoleichter waere auch eine Niederlage der deutschen Truppen zu bewaeltigen.

In dem beruehmt-beruechtigten Brief stand zu lesen,dass Karl dafuer eintreten wolle,dass
Elsass- Lothringen wieder an Frankreich falle und Belgien wieder errichtet wird.

Durch eine gewollte Indiskretion wurde der "Sixtus -Brief" den Deutschen bekannt.Karl leug-
nete zunaechst den Brief und als er ihn zugeben musste,band er sich noch staerker an die
deutsche Heeresfuehrung und der Krieg lief weiter,bis die Niederlage 1918 nicht mehr ab-
zuwenden war.

Statt eines Verstaendigungsfrieden,der es vielleicht ermoeglicht haette,dass Suedtirol bei
Nordtirol geblieben waere,musste man den Diktatfrieden hinnehmen.

Und die Bedingungen waren harsch und vom Grossreich blieb nur:"L'Autriche c'est qu'il reste".

Als diese Worte fielen,schrieb man bereits 1919,der Krieg war vorbei und Karl kein Kaiser
mehr - oder doch ?

Der Weg zur Republik war steinig und von allerlei Skurrilitaeten begleitet.

Davon demnaechst mehr.

Jock











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jock

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Re: Die schicksaltraechtigen Wochen vor 100 Jahren
« Antwort #2 am: 29. Oktober 2018, 07:49:37 »

Die Nachrichten,die ab 24.Oktober 1918 bei der obersten k.u.k. Heeresleitung ein -
liefen,waren besorgniserregend.

Ganze Truppenteile schulterten die Gewehre und marschierten geschlossen ab.
Erst die Ungarn,dann die Tschechen,bald auch die oesterreichischen.

Da wussten alle,der Krieg ist verloren und man wird um Waffenstillstand ersuchen
muessen.

Die Situation beschleunigte die Bemuehungen,statt an der Monarchie festzuhalten,
eine Republik auszurufen.Im Parlament zeichnete sich eine breite Zustimmung dafuer ab.

Seit Regierungsantritt Kaiser Karls,war ein anderer Stil im Schloss Schoenbrunn zu
verzeichnen.

Der Gegensatz zum alten Kaiser,der es wuenschte,dass seine Minister nur einzeln vor-
sprachen und nur Statement zu ihrem eigenen Fachbereich abgaben,wurden jetzt
Sitzungen abgehalten und die Probleme diskutiert.
Das Telefon,dass Kaiser Franz-Joseph nicht angeruehrt hat,wird als Kommunikations-
instrument gerne und viel genutzt.

Unter den vielen Delegationen die vorsprachen,waren anfangs November Emissaere
des Parlaments dabei,die die Abdankung des Kaisers besprechen wollten.

Victor Adler,ein fuehrender Sozialdemokrat,erlitt vor Aufregung einen Herzanfall,der
mit einem Glaeschen Cognac,gereicht von Kaiserin Zita ,geheilt werden sollte.
Da er Arzt war,wusste er,dass das Getraenk seinen Tod bedeuten koennte und wehrte
unter Wahrung der Etikette hoeflich ab.

Karl war aber nicht bereit abzudanken und Kaiserin Zita bestaerkte ihn in seinem Ent-
schluss.

Jetzt war guter Rat teuer,denn die uebliche Art einen Monarchen aus der Welt zu schaffen,
indem man ihn um die Ruebe kuerzer macht,kam nicht in Frage.Man wollte einen recht-
maessigen Weg beschreiten.

Endlich war Karl bereit ein Dokument zu unterzeichnen,worin er auf eine Beteiligung auf
die Regierungsgeschaefte verzichtet.
Das war allerdings keine Abdankung,doch vorerst reichte es,die Ausrufung der Republik
durchzufuehren,denn er war damit entmachtet und seine Regierung arbeitslos geworden.

Kaum wurde bekannt,dass Karl unterschrieben hat,kehrte Stille im Schloss ein.

Wenn wo ein Telefon laeutete,ging niemand dran,keine Audienzen fanden statt und niemand
fragte Karl nach seiner Meinung.

Am Vormittag des 11.November marschierte seine Garde ab und liessen Karl und Zita schutz-
los zurueck.
Aber niemand kam,um das Schloss zu pluendern und dem Habsburger einen Strick um den
Hals zu legen,waehrend andere den roten Hahn aufs Dach setzen.

Morgen,den 12.November soll die Republik ausgerufen werden.Dafuer wurde der Tag,der
ein Dienstag war als arbeitsfrei erklaert und die Bevoelkerung aufgerufen sich beim Parlament
zu versammeln.

Jock
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jock

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Re: Die schicksaltraechtigen Wochen vor 100 Jahren
« Antwort #3 am: 30. Oktober 2018, 11:06:00 »

In der Nacht vom 31.10 1918 und 1.November 1918 entnahm der Hofkaemmerer
Graf Leopold Bechtold im Auftrag Karls,aus der Vitrine Nr.13 der Schatzkammer einige
Schmuckstuecke.

Darunter war auch der "Florentiner".

Der Florentiner war der damals 4.groesste Diamant und gelblich gefaerbt.

Die Schmuckstuecke waren Privateigentum des Kaisers,denn schon Maria Theresia hatte
Mitte des 18.Jhd. den Schatz geteilt in Staatseigentum und Privateigentum.
Zu den Teilen,die als privat klassifiziert waren, gehoerte auch die beruehmte Achatschale
und das Einhorn.

Achatschale und Einhorn,sowie der Florentiner,durften,nach den Hausgesetz auf keinen
Fall veraeussert werden.

Zu dem Zeitpunkt,als die Kleinodien entnommen wurden,duenkte dem Karl,dass er vielleicht
nicht mehr lange auf dem Thron sitzen werde.So traf er Vorsorge,um nach einem Machtver-
lust ein bisschen Kleingeld zu haben.

Der Schmuckstein sollte in die Schweiz gebracht werden,doch die Eisenbahner bekamen
von der Ausfuhr Wind und liessen den Zug vorerst nicht abfahren.

Schiesslich gab es dann doch gruenes Licht und so kam der Diamant in die Schweiz und wurde
bei der Schweizer Nationalbank eingelagert.

( Diesem Beispiel folgten in spaeteren Jahren viele Machthaber.Von Familie Mugabe bis Herrn
Gaddafi,Ben Ali und weitere)

Auch die Kaiserin Sissi,traute den k.u.k. Banken nicht und hatte stets ihr Vermoegen in der
Schweiz angelegt.

Karl benoetige auch dafuer Geld,weil er die Absicht hatte,nach Zerfall der Monarchie,die Krone
Ungarns zu tragen.
Zu diesem Behufe unternahm er von der Schweiz aus,wo er ins Exil ging,zweimal Restaurat-
ionsversuche,die misslangen.

Obwohl eigentlich keine Chance bestand,dass Karl oder sein Nachfolger von der Pester Burg
Vivat- und Egeszegedre - Rufe vernehmen wuerde,warteten die Ungarn geduldig noch viele
Jahrzehnte,von einem Monarchen regiert zu werden.

Erst 1944 waren sie des Wartens muede und versuchten es mit einer Republik.

Kurz nachdem Karl und seine Familie das Exil in der Schweiz angetreten hatten,wollte er den
Florentiner zu Geld zu machen und fiel auf einen Gauner herein.

Weder sah er den Stein wieder,noch bekam er den entsprechenden Wert dafuer.

Die Wege,die der Stein genommen haben,verlieren sich im Dunkel.

Man vermutet,dass der Stein geteilt wurde,damit er besser zu Geld zu machen ist,aber genau
weiss es niemand.

1923 tauchte ein 99 Karat schwerer gelber Diamant in New York auf,wo man vermutete er
waere ein Teil des Florentiners.

1981 legte ein Einbringer einen 81 Karat schweren gelben Diamanten vor,damit ihn Christie's
versteigert.

Auch hier kann man weder den Einbringer noch den Kaeufer ermitteln,da seit 1980 die Ver-
zeichnisse nicht mehr gefuehrt werden muessen.

Da Karls Restaurationsversuche Unruhe stifteten,verbannt man ihn und seine Familie auf die
Insel Madeira,wo er 1922 verarmt starb.

In Oesterreich regierte inzwischen eine demokratisch gewaehlte Regierung.

Sozialisten und Konservative hatten 1918 einstimmig fuer die Ausrufung der Republik gestim-
mt und auch 1919 das Adelsabhebungsgesetz verabschiedet und sich damit in den Gegen -
satz einer Monarchie positioniert.

Prominente Fuehrer der Parteien waren anwesend,als im Stephansdom ein Requiem fuer den
verstorbenen Kaiser Karl dem Ersten,von Gottes Gnaden,Koenig von Ungarn,Boehmen u.sw.
zelebriert wurde.

In die,dabei gesungene Kaiserhymne,wo es im Text heisst: " Gott erhalte Gott beschuetze,
unserm Kaiser .... "stimmten sie mit lauter Stimme mit ein.

Jock








 
« Letzte Änderung: 30. Oktober 2018, 11:14:50 von jock »
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Re: Die schicksaltraechtigen Wochen vor 100 Jahren
« Antwort #4 am: 03. November 2018, 11:32:22 »

Endlich am 11.November 1918 unterschrieb Karl seinen Verzicht auf die Regierungsgeschaefte
und uebersiedelte in sein Schloss Eckhartsau.

Waehrend die Wagenkolone Wien verliess,wird es Karl seltsam vorgekommen sein,dass nie
mand Spalier stand und auch keiner jubelte.

Am 12.wurde die Republik ausgerufen,was nicht ohne Turbulenzen stattfand.

Waehrend die Proklamation verlesen wurde,wurde gleichzeitig die rot-weiss-rote Fahne aufge-
zogen.
Da stuermten ploetzlich Arbeitergarden heran,zogen die Fahne ein und rissen den weissen
Mittelstreifen heraus.
Dabei riefen sie :"Es lebe die sozialistische Rebublik" und zogen die rote Fahne wieder auf.

Sie fanden allerdings keinen Zustimmung,der Tumult der dabei entstand kostete zwei Menschen-
leben.

Denn es waren 150.000 Wiener gekommen,die der Geburt des neuen Staates beiwohnen
wollten.
Maenner warfen die Huete in die Luft und schrien Hurra, Frauen hingegen fielen in Ohn-
macht,nicht ahnend,dass die schweren Jahre erst folgen werden.

Die rechtliche Situation war skurril,denn voelkerrechtlich war der neue Staat (Republik) ex-
sistent,aber auch der Kaiser war rechtlich noch inthronisiert.
Er hatte ja nicht abgedankt und die Republik hat ihn auch (noch)nicht abgesetzt.

Die fuehrenden Maenner,hauptsaechlich Sozialdemokraten waren keine Koenigsfresser,sondern
sie wollten einen geordneten Uebergang.

Anfangs Jaenner 1919 fuhr der "Staatspraesident" Karl Renner nach Eckhartsau,um die Sache
mit Karl zu besprechen.
Da er es leider versaeumte,formgerecht um eine Audienz anzusuchen,empfing ihn Karl nicht.

Der war natuerlich schwer veraergt und im April 1919 folgte die Retourkutsche indem man
das Adelsaufhebungsgesetz und das "Habsburgergesetz" verabschiedete.

Nicht nur die Vorrechte und Titel gingen floeten,sondern es brachte fuer die Familie Habsburg
tiefe,vor allen finanzielle,Einschnitte.

Es war nicht vorgesehen,dass das Vermoegen der Habsburger,das in Familienstiftungen geparkt
war, enteignet werden soll.
Jetzt wurde es dem Staat zugesprochen,aussdem wurden jene Familienmitglieder,die sich
nicht als Buerger der Republik bekannten,des Landes verwiesen und jenen Habsburgern,die in
Oesterreich bleiben konnten,das passive Wahlrecht fuer das Amt als Bundespraesidenten,aber-
kannt.

Jahrelange Prozesse der Familie Habsburg folgten.Erreicht haben sie bisher nur,dass sie auch
als Bundespraesident gewaehlt werden koennen.Den Zivilrechtsweg auf Rueckgabe des Ver-
moegens in den Familienstiftungen ( ca. 400 Millionen Euro) wurde bisher nicht angegangen.

Das bestehende Einreiseverbot fuer jene Mitglieder,die sich nicht als Buerger der Republik
deklarierten,wurde mittlerweile obsolet,da die letzten betreffenden Herrschaften nicht mehr
leben.

Karl Renner und Karl Seitz waren ab nun die "starken"Maenner in der neuen Republik,da der
Kaiser Karl in die Schweiz ins Exil gegangen war.Bevor er ausreiste,wiederrief er seine Verzichts-
erklaerung und wollte,nicht nur in Ungarn sondern auch in Wien,auf dem Thron sitzen,nicht
nur allein,um die Kaiserhymne zu hoeren.

Die Kaiserhymne wurde xmal umgetextet.Vom Kaiser Franz zu Kaiser Ferdinand,dann wieder
namenslos u.s.w.

Die letzte Fassung,nach der Republiksgruendung ging dann so :

Gott erhalte,Gott beschuetze unsern Renner,unsern Seitz
und erhalt-man kanns nicht wissen-unsern Kaiser in der Schweiz.

Jock

« Letzte Änderung: 03. November 2018, 11:38:04 von jock »
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