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Autor Thema: Erbrecht  (Gelesen 7141 mal)

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jock

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Re: Erbrecht
« Antwort #30 am: 14. Februar 2015, 23:17:07 »

@Poldi

Gerade hat mich ein lieber Kollege aufmerksam gemacht.

Es betrifft nicht unbedingt jetzt die geschiedene Frau,wie im Beispiel,
sondern auch die leiblichen Kinder aus dieser Ehe,die  als Universalerbe
eingesetzt sind.oder durch die Erbfolge (Pflichtanteil) zum Zuge kommen
wuerden.

Jock
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poldi

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Re: Erbrecht
« Antwort #31 am: 14. Februar 2015, 23:29:57 »

Es betrifft nicht unbedingt jetzt die geschiedene Frau,wie im Beispiel,
sondern auch die leiblichen Kinder aus dieser Ehe,die  als Universalerbe
eingesetzt sind.oder durch die Erbfolge (Pflichtanteil) zum Zuge kommen
wuerden.
Ja, für die Kinder aus einer Vorehe bestand dann zumindest nach altem Recht ein einklagbarer Mindestanspruch auf die Hälfte des gesetzlichen Anspruchs.
Wäre schön, wenn dieser Thread mit sachlichen Informationen weiter gefüttert würde.
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arthurschmidt2000

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Re: Erbrecht
« Antwort #32 am: 15. Februar 2015, 16:29:26 »

Zitat
Ab 17.August wird nach thailändischem Erbrecht die Verlassenschaft abgewickelt.

(die von denen, die ihren gewöhnlichen Aufenthalt in Thailand haben)

Ich habe mal ein wenig nachgelesen. Quintessenz:

Betroffen sind vor allem die Erben derer, die kein Testament hinterlassen haben weil ihnen z.B. die gesetzliche Erbfolge in D ausreichte. Die ist in Thailand anders als in D.

Wer möglichen Problemen mit dem thailändischen Erbrecht aus dem Wege gehen will, hat die Möglichkeit der Rechtswahl: der künftige Erblasser kann für den Fall seines Ablebens das Recht des Landes der eigenen Staatsangehörigkeit (nicht aber das Recht eines anderen Staates) auf den eigenen Erbfall anwendbar machen.  

Dazu bedarf es aber ggf. einer Änderung bestehender letztwilliger Verfügungen, sie müssen um die Rechtswahlklausel erweitert werden.


Aus dem Internet:

Einen dem deutschen Recht vergleichbaren Pflichtteil gibt es in Thailand nicht. Der Erblasser bestimmt nur durch seine Verfügung die Erbfolge. Ein gesetzlicher Erbe wird durch diese Verfügung enterbt und kann keine Ansprüche auf den Nachlass geltend machen. Wurde kein Testament erstellt, so kommt die gesetzliche Erbfolge zur Anwendung.

Wenn das Erbe nicht im Vorfeld schon durch ein Testament geregelt worden ist, fallen in Thailand beim Todesfall eines Ehepartners 50% Anteile an den Ehepartner und die restlichen 50% an die Familienmitglider des Verstorbenen.







« Letzte Änderung: 15. Februar 2015, 17:32:28 von arthurschmidt2000 »
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Mein Herr, ich teile Ihre Meinung nicht, aber ich würde mein Leben dafür einsetzen, daß Sie sie äußern dürfen.

Khun Tan

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Re: Erbrecht
« Antwort #33 am: 14. August 2015, 15:54:29 »

Mitteilung der Deutschen Botschaft Bangkok

Auf ihrer Webseite weist die Deutsche Botschaft Bangkok auf die Änderung der Europäischen Erbrechtsverordnung hin:

Am 17. August 2015 tritt die Europäische Erbrechtsverordnung (EU-ErbVO) in Kraft, die einige wichtige Änderungen für EU-Bürger mit sich bringt. Bisher regelte sich die Erbfolge für Deutsche nach deutschem Recht, künftig wird das Recht am Ort des gewöhnlichen Aufenthaltes des Erblassers zum Zeitpunkt des Todes maßgeblich sein. Daraus können sich erhebliche Abweichungen zur bisherigen erbrechtlichen Situation ergeben.

Der Farang /de/pages/wichtige-aenderungen-im-erbrecht
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Alex

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Re: Erbrecht
« Antwort #34 am: 14. August 2015, 17:03:46 »

Wichtige Änderungen im Erbrecht


 Ab dem 17. August 2015 ist die Europäische Erbrechtsverordnung (EU-ErbVO) anwendbar. Diese neue EU-Verordnung regelt, welches Erbrecht auf einen internationalen Erbfall anzuwenden ist.
 Gerichte und andere Organe der Rechtspflege in den EU-Staaten (außer im Vereinigten Königreich, Irland und Dänemark) beurteilen künftig nach der EU-Erbrechtsverordnung, welches nationale Recht zur Anwendung kommt, wenn ein Erbfall einen Auslandsbezug hat.

 Bisher unterlag nach deutschem Recht (Art 25 EGBGB) die „Rechtsnachfolge von Todes wegen“ dem Recht des Staates, dem der Erblasser zum Zeitpunkt seines Todes angehörte. War der Erblasser Deutscher, galt also deutsches Erbrecht. Dies ändert sich durch die EUErbrechtsverordnung. Für Erbfälle ab dem 17. August 2015 unterliegt die gesamte „Rechtsnachfolge von Todes wegen“ dem Recht des Staates, in dem der Erblasser zum Zeitpunkt seines Todes seinen gewöhnlichen Aufenthalt hatte (Art. 21 EU-ErbVO).

Hatte beispielsweise ein Deutscher zum Zeitpunkt seines Todes seinen gewöhnlichen Aufenthalt in Thailand, gilt für Erbfälle ab dem 17. August nun das thailändische Erbrecht. Ausländische Regelungen zur gesetzlichen Erbfolge können erheblich von den deutschen erbrechtlichen Regelungen abweichen. Nach thailändischem Erbrecht werden bewegliche Gegenstände nach dem Recht des letzten Wohnortes des Erblassers, Immobilien hingegen nach dem Recht des Lageortes vererbt.  


Wo ist der gewöhnliche Aufenthalt?


 Den gewöhnlichen Aufenthalt hat jemand dort, wo er sich unter Umständen aufhält, die erkennen lassen, dass er an diesem Ort oder in diesem Gebiet nicht nur vorübergehend verweilt. Dies wird anhand der tatsächlichen Verhältnisse ermittelt; dabei wird festgestellt, wo der Schwerpunkt der sozialen Kontakte zu suchen ist, insbesondere in familiärer und beruflicher Hinsicht. Als nicht nur vorübergehend gilt stets und von Beginn an ein beabsichtigter zeitlich zusammenhängender Aufenthalt von mehr als sechs Monaten Dauer, kurzfristige Unterbrechungen bleiben dabei unberücksichtigt.

 Der gewöhnliche Aufenthalt einer Person kann daher bereits mit dem Umzug an einen anderen Ort wechseln. Dies gilt für dauerhaft ins Ausland ziehende Personen, aber auch für solche, die sich nur zeitweise ins Ausland begeben, jedenfalls dann wenn der Aufenthalt dort auf mehr als sechs Monate angelegt ist und der tatsächliche Daseinsmittelpunkt verlagert wird.


http://www.bangkok.diplo.de/contentblob/4579840/Daten/5708562/Erbrecht.pdf

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Wir sind nicht auf der Welt , um so zu sein, wie andere uns haben wollen !

dolaeh

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Re: Erbrecht
« Antwort #35 am: 17. November 2015, 16:37:26 »

Folgendes:
Die Grossmutter (Thai) ist in Thailand gestorben, sie hinterlies kein Testament. Besass aber noch ein Grundstueck. Dieses Grundstueck wollte sich jemand unter den Nagel reissen, ein naeherer Verwandter meines Schwiegervaters. Das ging aber nicht, dass sagte man ihm auch auf der zustaendigen Behoerde. Erst als er dies wusste, verstaendigter er meinen Schwiegervater und erzaehlte ihm von dem Grundstueck, das die Grossmutter also seine Mutter noch besaesse (besass).
Mein Schwiegervater will jetzt auf die Behoerde gehen und das Land auf seinen namen umschreiben lassen.
Frage jetzt: Kann er das so einfach machen, oder muss er seine juengeren Geschwister mitnehmen, die dann auch unterschreiben muessen oder braucht es die nicht dazu?
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bangkok53

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Re: Erbrecht
« Antwort #36 am: 17. November 2015, 16:46:09 »

es müssen alle Geschwister unterschreiben
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dolaeh

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Re: Erbrecht
« Antwort #37 am: 17. November 2015, 17:02:43 »

Danke fuer die schnelle Antwort, die mir natuerlich nicht passt  :(
Bist du dir ganz sicher???
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Suksabai

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Re: Erbrecht
« Antwort #38 am: 17. November 2015, 18:18:29 »


Ja, stimmt, ALLE theoretisch Erbberechtigten haben zu unterschreiben, war kürzlich bei meiner Frau auch so!

lg
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Steed

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Re: Erbrecht
« Antwort #39 am: 12. Dezember 2015, 02:07:20 »

Ich denke einmal, bevor du als Farang in Thailand eine Thai beerbst, scheint dort die Sonne schwarz. ;]
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schiene

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Re: Erbrecht
« Antwort #40 am: 04. Juni 2019, 00:22:42 »

Ein paar Info zum Erbrecht in Thailand findet ihr hier....
https://www.anwalt.de/rechtstipps/erben-in-thailand-teil-der-erbfall_155632.html
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Heute sind wir tolerant,morgen fremd im eigenen Land.

TeigerWutz

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Re: Erbrecht
« Antwort #41 am: 04. Juni 2019, 13:32:51 »

Ich denke einmal, bevor du als Farang in Thailand eine Thai beerbst, scheint dort die Sonne schwarz. ;]

Schwarze Sonne:
Glaube vor vielen Jahren mal gelesen zu haben, daß der Member Rocky (Peter Windsheimer) nach dem Tod seiner Ehefrau, diesbezüglich doch recht gute Erfahrung mit der TH-Rechtssprechung gemacht hat.

Ist aber auch für mich ein Ausnahmefall.
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Helli

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Re: Erbrecht
« Antwort #42 am: 04. Juni 2019, 19:15:53 »

Ich denke einmal, bevor du als Farang in Thailand eine Thai beerbst, scheint dort die Sonne schwarz. ;]
Nein, warum? Hab' ich im Bekanntenkreis schon erlebt. Ist vielleicht oft auch ein Frage, wie die Familie vorher schon miteinander "umgegangen" ist! Das ändert allerdings nichts an der Tatsache, dass anschließend die ausländerrechtlichen Angelegenheiten zum Tragen kommen.
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Ein Moselaner regt sich nicht über Dinge auf, die er nicht ändern kann.

Lung Tom

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Re: Erbrecht
« Antwort #43 am: 04. Juni 2019, 19:34:14 »


Die "Schwarze Sonne" scheint dem Adepten, wo immer er sich bewegt  ;)



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