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Autor Thema: Energiewende im Blick ...  (Gelesen 497 mal)

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Alex

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Energiewende im Blick ...
« am: 12. September 2019, 11:27:06 »

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Helli

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Re: Energiewende im Blick ...
« Antwort #1 am: 13. September 2019, 18:12:45 »

Der "Wasserstoff" kommt in der autoherstellerabhängigen Politik erst dann auf den Tisch, wenn sich Jeder erst mal ein E-Auto gekauft hat! Es geht doch nur um's Geschäft! Die Autoindustrie hatte doch in den 20ern des letzten Jahrhunderts schon eine komplette Palette an E-Autos. Dann wurde den Interessierten der Umstieg auf Otto- und Dieselmotoren mit Erfolg schmackhaft gemacht, jetzt geht es wieder zurück auf E-Auto mit dem Wissen, dass derzeitig schon der nächste Wechsel auf Wasserstoff ansteht. Business as usual!
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Kern

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Re: Energiewende im Blick ...
« Antwort #2 am: 13. September 2019, 19:04:31 »

Helli, in diesem Video geht es (trotz des Titels) vorrangig um synthetische Kraftstoffe, die ähnlich einfach einzusetzen sind wie Kerosin, Benzin und Diesel.
...
Wasserstoff wird sich wegen zu geringer Energiedichte in der Fahrzeugtechnik wohl nie wirklich durchsetzen. Weder in Tanks mit sehr hohem Druck (teils um 700 bar rum; möchte ich z.B. nicht in meiner Nähe haben  :o ), noch in Flüssigkeiten gespeichert.
...
Die Autoindustrie hatte doch in den 20ern des letzten Jahrhunderts schon eine komplette Palette an E-Autos.

Der entscheidende Schwachpunkt waren in solchen längst vergangenen Jahrzehnten die Batterien.
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Suksabai

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Re: Energiewende im Blick ...
« Antwort #3 am: 13. September 2019, 19:17:03 »

Wasserstoff wird sich wegen zu geringer Energiedichte in der Fahrzeugtechnik wohl nie wirklich durchsetzen. Weder in Tanks mit sehr hohem Druck (teils um 700 bar rum; möchte ich z.B. nicht in meiner Nähe haben  :o ), noch in Flüssigkeiten gespeichert.

Da muss ich dir widersprechen! Das Zauberwort heisst "Liquid Organic Hydrogen Carrier", kurz LOHC.  Dieses Medium kann grosse Mengen Wasserstoff chemisch binden
und der kann nur wieder mittels Katalysator freigesetzt werden. Und Wasserstoff "verbrennt" mit Sauerstoff als Knallgas - das sehr wohl eine hohe Energie liefert - zu Wasser!
Noch dazu kann die bereits vorhandene Infrastruktur grossteils weiter genutzt werden.

Hier ein Artikel vom April 2018, also kann sich da ja noch was getan haben:

https://www.ingenieur.de/technik/forschung/heisst-die-loesung-fuer-das-treibstoffproblem-lohc/


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Kern

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Re: Energiewende im Blick ...
« Antwort #4 am: 13. September 2019, 20:31:12 »

Suksabai, ich muss mir teils sogar selber widersprechen.  :-)
Es stimmt, dass Wasserstoff grundsätzlich eine höhere Energiedichte als Benzin hat. 1 kg Wasserstoff hat mehr Energie als 2,5 kg Benzin.
Siehe z.B. >> https://www.wissenschaft.de/allgemein/energiedichte-verschiedener-kraftstoffe/ <<

Aber ein Problem bei der Wasserstoff-Speicherung ist (noch?):
Wie bekomme ich viel Wasserstoff in solche organischen Speicher/Träger-Flüssigkeiten bei normalen Temperaturen und bei ziemlich normalem Druck. Siehe dazu folgende Grafik von 2018:


Quelle >> https://www.gwf-gas.de/fileadmin/GWFGasEnergie/gwf_gas_Ausgaben/gwf_gas_2018/gwf_gas_09_2018/GE_09_2018_fb_Seidel.pdf <<

Eine Grafik speziell zur Wasserstoff-Speicherung in Speicher-Flüssigkeiten bei normalen Temperaturen und bei ziemlich normalem Druck finde ich leider nicht.
Soweit mir bekannt sind diesbezügliche aktuelle Spitzenwerte ca. 0,1 Liter Wasserstoff in 1 Liter Speicher-Flüssigkeit. Entspricht 20 Liter Wasserstoff in 200 Liter Speicher-Flüssigkeit. Damit hat man soviel Energie wie ungefähr aus 47 Liter Benzin.

Diese Technik eignet sich gut, um Energie z.B. von Windkraft- und Solar-Anlagen zu speichern. Für Fahrzeuge mit vernünftiger Reichweite langt das noch nicht. Aber die Entwicklung geht ja weiter.

---
Ein interessanter Artikel dazu:
>> https://www.pv-magazine.de/2018/11/30/hydrogenious-lohc-wasserstofftechnologie-in-usa-bekannter-als-in-der-heimat-deutschland/ <<
« Letzte Änderung: 13. September 2019, 20:37:09 von Kern »
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Suksabai

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Re: Energiewende im Blick ...
« Antwort #5 am: 13. September 2019, 21:30:32 »



@Achim

Zitat
Diese Technik eignet sich gut, um Energie z.B. von Windkraft- und Solar-Anlagen zu speichern. Für Fahrzeuge mit vernünftiger Reichweite langt das noch nicht. Aber die Entwicklung geht ja weiter.

Das ist genau der Punkt, wo ich fast dazu tendiere, mich zu ärgern zu beginnen.

Da werden ganze Landstriche verwüstet, Kinder zu Sklavenarbeit vergattert, irrer Energieaufwand betrieben um dieses S.cheiss Akkus zu bauen, die ja bekanntlich
auch noch eine absehbare Lebensdauer haben, investiert total planlos in Infrastruktur dafür -
bevor man nachdenkt, wie man eben solche Technologien, die ja den Vorteil haben, dass bereits vorhandene Infrastruktur verwendet werden kann und
- wenn man Nägel mit Köpfen macht - die Herstellung dieses Energieträgers sogar umweltneutral möglich wäre (Alternativenergien)

warum in Buddhas Namen konzentriert man die geistigen Kräfte nicht darauf?

(die Frage stelle ich natürlich nur rein hypothetisch in den Raum, ich weiss schon, Lobby usw...)


Btw., 200 kg Trägermaterial für die Energieausbeute von equivalent 47 l Sprit? Das sind bei heutigen Mittelklassemotoren 7- 800 km Reichweite -
und die Akkus der E-Karren sind bedeutend schwerer...



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Kern

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Re: Energiewende im Blick ...
« Antwort #6 am: 14. September 2019, 06:07:39 »

Btw., 200 kg Trägermaterial für die Energieausbeute von equivalent 47 l Sprit? Das sind bei heutigen Mittelklassemotoren 7- 800 km Reichweite -
und die Akkus der E-Karren sind bedeutend schwerer...

 ???
Da hast Du eigentlich Recht. Das hatte ich noch nicht genauer durchdacht.
---

Zitat
Diese Technik eignet sich gut, um Energie z.B. von Windkraft- und Solar-Anlagen zu speichern. Für Fahrzeuge mit vernünftiger Reichweite langt das noch nicht. Aber die Entwicklung geht ja weiter.
Das ist genau der Punkt, wo ich fast dazu tendiere, mich zu ärgern zu beginnen.

Da werden ganze Landstriche verwüstet, Kinder zu Sklavenarbeit vergattert, irrer Energieaufwand betrieben um dieses S.cheiss Akkus zu bauen, die ja bekanntlich
auch noch eine absehbare Lebensdauer haben, investiert total planlos in Infrastruktur dafür -
bevor man nachdenkt, wie man eben solche Technologien, die ja den Vorteil haben, dass bereits vorhandene Infrastruktur verwendet werden kann und
- wenn man Nägel mit Köpfen macht - die Herstellung dieses Energieträgers sogar umweltneutral möglich wäre (Alternativenergien)

warum in Buddhas Namen konzentriert man die geistigen Kräfte nicht darauf?

Es gibt leider zu wenige Spitzen-Politiker, die gleichzeitig über Hirn, Weitsicht, Durchsetzungskraft, realistische Visionen und dazu passende Pläne verfügen.
---

Eine Energiewende hin zu mehr Umweltschutz ist schon sinnvoll. Aber wie sie zur Zeit in D durchgeführt wird, ist sie mehr eine Mischung aus teurem Schwachsinn, Aktionismus, Planlosigkeit, Unproduktivität und dem ständigen Wechsel zwischen Mangel und Überfluss.

Dass moderne Kraftwerke abgeschaltet werden oder gar überhaupt nicht ans Netz gehen, ist dämlich und kurzsichtig. Denn neben der steigenden Zahl von E-Autos kostet z.B. die Erzeugung von Wasserstoff in Trägerflüssigkeiten und von synthetischen Kraftstoffen (nach dem jetzigen Stand der Technik) viel zusätzlichen Strom.

Diese Treibstoffe sind zwar in der Herstellung teurer (bei Massenproduktion ähnlich dem in D gewonnenen Bio-Ethanol) als aus Erdöl gewonnene Treibstoffe, hätten aber einige Vorteile. Z.B.:

1.   Bessere Umwelt-Bilanz (auch gegenüber dem Bio-Ethanol)

2.   Sie könnten mit dem zeitweisen Überschuss an Ökostrom erzeugt werden, statt den Ökostrom zu verschenken. Siehe z.B. >> https://www.welt.de/wirtschaft/article177778444/Energiewende-Deutschland-verschenkt-Oekostrom-im-Wert-von-610-Millionen-Euro.html <<

3.   Je mehr solcher Treibstoffe, desto mehr Unabhängigkeit vom Erdöl.

4.   Synthetische Kraftstoffe können ohne Umrüstung allein oder als Beimischung verwendet werden.

---
Verbrennungsmotoren werden wir noch lange auf den Straßen der Welt sehen. Und für die gibt es eine enorme Infrastruktur. Synthetische Kraftstoffe würden wunderbar dazu passen.

Hier diverse Infos bezüglich synthetischer Kraftstoffe:
>> https://www.autozeitung.de/synthetische-kraftstoffe-196137.html# <<
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goldfinger

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Re: Energiewende im Blick ...
« Antwort #7 am: 14. September 2019, 07:59:58 »

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Suksabai

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Re: Energiewende im Blick ...
« Antwort #8 am: 14. September 2019, 09:29:36 »



@Achim

Zitat
Diese Treibstoffe sind zwar in der Herstellung teurer (bei Massenproduktion ähnlich dem in D gewonnenen Bio-Ethanol) als aus Erdöl gewonnene Treibstoffe, hätten aber einige Vorteile.

Das Geniale an der LOHC-Technik ist ja, dass dieses Trägermaterial praktisch unbegrenzt nutzbar ist und nur EIN MAL produziert werden muss.
Der Rest ist schlichte Hydrolyse, die zwar auch eine Menge Strom frisst - aber dadurch, dass das H2 chemisch gebunden und somit gespeichert
wird, praktisch überall weltweit mittels Alternativenergie betrieben werden kann, sei es durch Solar-, Wind- oder Wasserkraft und idealerweise
mittels Rohrleitungen oder wie jetzt die Treibstoffe mittels Tanklastzügen zu den Abgabestellen gelangt.
Der Unterschied zu herkömmlichen Tankvorgängen ist nur dieser, dass man das "leere" LOHC absaugen muss und es wieder dem Kreislauf
zuführt...

Für den KFZ-Einsatz scheitert es momentan nur daran, dass die Katalysatorentechnik für die Freisetzung von H2 (noch) zu grossvolumig baut.


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Alex

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Re: Energiewende im Blick ...
« Antwort #9 am: 14. September 2019, 10:36:14 »



auch wenn ich mir keines zulegen werde , hier mal eine Übersicht zum Stand 2019 .

Interessant ist , welche häusliche Ladeleistung ( AC ) derzeit in D zugelassen ist im

Vergleich was hier an Ladeleistungen bishin zu 800 V und weit über 11 Kw/ h hinaus



Der BYTON SUV , ein Weltauto geht weit über das hinaus , was derzeit im Markt angeboten wird !

Design aus Süddeutschland , Elektronik aus Chip Town , Automobil Know how vom BMW 8 i er

Konstruktor ... alles weit über Mittelklasse Niveau !
« Letzte Änderung: 14. September 2019, 11:06:51 von Alex »
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Re: Energiewende im Blick ...
« Antwort #10 am: 14. September 2019, 11:20:17 »

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Suksabai

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Re: Energiewende im Blick ...
« Antwort #11 am: 14. September 2019, 12:06:10 »



@Alex

speziell der Byton ist schon faszinierend - aber bei aller Begeisterung für Elektro-Automobilität:

China traue ich zu, auch die dafür benötigte Infrastruktur bereit zu stellen.

Aber Deutschland (auch Österreich)?

Ich stelle mir jetzt jetzt folgendes Szenario vor: selbst WENN die hierfür benötigten Stromtrassen speziell in Deutschland  (Nord-Süd) jemals gebaut werden,

wie bitte geht das Laden über Nacht, wenn in einem Sozialbau mit ca. 50-60 Wohneinheiten nur jeder Zweite so einen Elektrokarren "betankt" - da muss ich dir als

Inschenör nix mehr erzählen bzw. erläutern...


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Alex

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Re: Energiewende im Blick ...
« Antwort #12 am: 14. September 2019, 12:30:42 »

Suksabai

haha , in Saarbrücken hat ein Bürger die Erlaubnis zur Errichtung einer Ladestation in seiner Strasse beantragt !

Der Antrag wurde abgelehnt : Begründung .. es existieren schon 2 Genehmigungen für die Strasse , mehr sei

nicht umzusetzen ! Unabhängig davon sollte sich der Bürger mal über die Strompreise an den Schnell Ladestationen

informieren ! Bei den KW Verbräuchen unserer E Mobilität  sehen wir das selbe Spiel der Herstellen mit Fantasie

in ein Normengebilde integriert , daß wie beim Sprit keinen Praxis Test bestehen kann ! Batterie Preise von 1 KW =

100 Euronen sind ebenfalls schon in das Reich der Fantasie geschickt worden ( Siehe YT Bericht E Mobil 2019 )
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