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Autor Thema: Die lieben Nachbarn  (Gelesen 8931 mal)

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

moskito

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Die lieben Nachbarn
« am: 01. August 2008, 12:56:04 »

Beim Titel des Threads werden sicherlich sofort einige an DIE denken.  ;D

DIE Thais nämlich sollten hier aber nicht das Thema und der Hauptbeweggrund sein diesen neuen Fred zu eröffnen.
Mir geht es mehr um Euer persönliches Verhältnis zu Euren Farangnachbarn, den direkt nebenan wohnenden und denen die ihre Adresse in der gleichen Strasse haben (natürlich nicht Sukhumvit, das wär ein bisschen lang)

Mir fällt gerade hier in diesem schönen Land immer wieder auf das der Einzelne scheinbar zu denken scheint es stelle hier etwas besonderes dar ICH BIN GANZ ANDERS WEIL MEIN MÄDEL IST JA AUCH GANZ ANDERS

Mir sind in den vergangenen Jahren hier Unsitten aufgefallen die bei normalen Mitteleuropäern (eigentlich) nicht üblich sind, bzw. waren. So kenne ich es zum Beispiel noch das es die normalste Sache der Welt ist wenn man grüsst, zumal man nebeneinander oder zumindest nicht weit entfernt voneinander wohnt. Gerade meine schweizer Nachbarn scheinen in dieser Hinsicht aber keine oder zumindest nur eine sehr schlechte Erziehung genossen zu haben und geben höchstens mal Laut wenn die Kacke am dampfen ist und bei ihnen eingebrochen oder die Hunde vergiftet wurden. DANN ist man plötzlich Ansprechpartner.

Etwas anderes ist auch die Etikette hier im Forum. Wie bereits in einem anderen Thread getippt, bezweifle ich es sehr stark das die Einzelnen hier manschmal so aufeinander los gehen würden wenn sie sich gegenüber stehen würden. Zumindest hier im gerade neuen Forum sollten wir uns einfach einmal nicht so benehmen wie ansonsten im Internet üblich. Wir haben wohl so ziemlich die gleichen Intentionen hier zu sein und hier zu leben, niemand wird dazu gezwungen und je ruhiger und entspannter das tägliche Geschehen (auch hier im Forum) abläuft umso besser......ODER NICHT ? Wenn ich hier also von internetNIX angemacht werde wie von einem Buci oder Morrison kann ich das nicht so richtig nachvollziehen, bekomme HIER aber evtl. mal eine Erklärung dazu.....ausser nur einem smilie eines bekannten users  ;)

Ansonsten scheint es hier nach o.g. Devise zu laufen....ICH BIN VIEL BESSER.

Ich bin der Meinung das man gerade im Ausland etwas mehr zusammenhalten sollte, so wie uns das DIE in Deutschland so oft vormachen
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LungDi

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Re: Die lieben Nachbarn
« Antwort #1 am: 01. August 2008, 13:30:59 »


ich habe keinen Thai und auch keinen Farang als Nachbarn!

Ich habe ganz einfach meine Ruhe und das ist gut so!

mfg
LungDi
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namtok

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Re: Die lieben Nachbarn
« Antwort #2 am: 01. August 2008, 13:46:37 »

Ich hab eher zufällig nen etwas verschrobenen Ami als Nachbarn der mit seinen angeheirateten Sippe aus Sakhonnakon schon jahrelang gleich neben unserer bescheidenen Hütte hier haust, und alle paar Tage eine lautstarke Schimpforgie hinlegt, wohin das Geld schon wieder verschwunden ist.

Kontakt mit ihm gegen Null, wenn dann eher ein Hello oder so von mir, ich hab ihm nur mal mit dem Starterkabel ausgeholfen, als sein Pickup nicht anspringen wollte.


Ansonsten fast reine geschlossenen Thaisiedlung an der ellenlangen Sukhumvit, die Thainachbarn sind freundlicher und da ergibt sich schon mal ein Schwätzchen.
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juerken

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Re: Die lieben Nachbarn
« Antwort #3 am: 01. August 2008, 17:56:51 »

Grüaß di Namtom
Gute Frage von Moskito und ich sehe es, möglicherweise, auch nur in meiner Soi, ähnlich. 16 Townhäuser die eine Seite gegenüber meine Hütte und eine noch ein nicht verkaufter Bungalow Die Soi ist ne Sackgasse und und insgesamt nur 3 Kleinkinder mit dem Rest der Bewohner kein Kontackt aber freundlichen Thailächeln. mit den Bewohnern von 3 Häusern   ein unauffälliges nachbarliches Verhältnis - die helfen mir manchmal bei Kraftakten ( bin leider nicht mehr so kräftig) und ich helfe manchmal mit Werkzeug aus ( hab fast alles) Nach dem 1. Jahr bin ich etwas auf Distance gegangen wg. Bier trinken aber ansonsten freundlich mit Namen grüßend - ich ein paar Worte, welche ich kann, auf Thai, die Thai`s auf noch weniger Worte in englisch, so in etwa - Juerken go iit Mac Nono? Meine Ben ratscht mit 3 Familen gleichzeitig bis es mir zu viel wird und ich dann rufen muss - Ben Telefon!! Mama spricht - natütlich in unserem spezialenglichen Kauderwelsch. Meine Hund bellen fast garnicht und ab 22 Uhe in ihrem Schlafkäfig.
Ergo: Glück gehabt und mit gegenseitiger Toleranz kann man auch gut leben und das was was vor gut 4 Jahren gestört hat
haben meine Ben und ich in einundhalb Jahren Kampf beseitigt b.z.w gewinnen können.

Gruß Jürgen
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boehm

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Re: Die lieben Nachbarn
« Antwort #4 am: 09. August 2008, 19:52:04 »

Hmm, das ist mal eine gute Frage.....

Also wir wohnen seit fast 2 Jahren in Chum Phae, im Isaan. Bevor unser Haus fertig war, hatten wir zwar Nachbarn, aber alles Thais. Die waren sehr freundlich, haben auch immer gegrüßt, zumindest freundlich lächelnd genickt.

Während der Bauphase haben wir unsere zukünftigen Nachbarn kennengelernt. Unser Grundstück 1 Rai groß, liegt zwar Stadt nah, doch trotzdem etwas abgelegen und sehr ruhig, dass nur am Rande.

Somit haben wir nur 2 direkte Nachbarn, nämlich hinter dem Haus. Rechst eine Thai Familie, er Lehrer, Sie Hausfrau und sich um das Kind der Tochter kümmernd.

Mit denen haben wir ein sehr nettes Verhältnis. Wir werden oft eingeladen zu irgend welchen Feiern. Manchmal gehen wir hin, manchmal nicht. Es artet nämlich meistens in ein Saufgelage aus.

Der linke Nachbar ist ein Engländer. Das ist fast eine Geschichte für sich. Seine Frau hat uns nämlich das Grundstück vermittelt, um eine ansehnliche Provision zu verdienen. Dagegen ist ja auch nichts einzuwenden.

Aber, am Anfang kamen George und seine Frau öfters mal vorbei zum quatschen. Wir haben auch was getrunken, meistens Bier.
Als der Hausbau losging, war George oft an der Mauer. Er brauchte dies, er brauchte das (Sand, Steine, Arbeiter usw.). OK, kein Problem, wir wollen ja schließlich eine gute Nachbarschaft.

Irgendwann brauchte George Erde, weil unsere Erdaufschüttung fast fertig war. OK, 3 LKW Erde her. Weil sie Erde gleich hinter der Mauer verteilt werden sollte, fragte mich George, ob die Erde bei uns abgeladen werden kann, es wäre einfacher. Gut, auch kein Problem.

Am nächsten Tag habe ich dann George geholfen, die 6-9 m³ Erde über die Mauer zu schaufeln. Das war eine Mords Arbeit. Danach fragte George, ob ich Bier zuhause hätte, wir könnten ja dann bei mir einen trinken. Hmm, seltsam, ich helfe, bei mir trinken.

So ging das noch oft weiter. Eine Verabredung zum Essen erbrachte, dass immer ich alle Runden zahlte, weil ich ja ein guter Nachbar sein wollte. Die Verabredung, in dernächsten Bar zahlst du, war schnell vergessen.

Egal, ich bin ja nicht Kleinlich!

Der Bau ging weiter, George brauchte weiterhin laufend irgendwas. Er kam rüber und schaute sich unsere Badezimmer an, baute sie nach.

Nach einiger Zeit war auch bei mir das Maaß mal voll. Ich untersagte meiner Frau weitere Material Hilfen und Handwerker Ausborgungen, vergaß einfach mal, dass er noch Kontakt mit der Fensterfirma haben wollte, und seit dem, also fast 1 Jahr sprechen wir kein Wort mehr miteinander.

Selbst seine Frau, die mit meiner und mir gut auskam schaut morgens wenn man sich zufällig im Garten sieht weg. Der Kontakt ist kaputt und ich bin es Leid.

Wir lönnen unser Leben auch alleine leben, ausnutzen lassnen wir uns nicht. Schade eigentlich!   

PS. die Bezahlung des Materials erfolgte wenn überhaupt erst nach Wochen..... :'( :'( :'(
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cnb1806

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Re: Die lieben Nachbarn
« Antwort #5 am: 09. August 2008, 20:01:31 »

Ich halte auch Abstand von hier ansaessigen Farangs, mir ist noch kein vernuenftiger hier ueber den Weg gelaufen. Selbst mit denen die bei uns im Hotel schwimmen kommen, gibts nur guten Tag und gute Zeit. Mit ueber und ueber taetowierten Steintischatlethen brauch ich keinen Kontakt.
Gestrandete und verlorene Existenzen sind leider auch in Phuket zur Tagesordnung geworden. Z.B. gibts derzeit einen Englaender der jeden in Patong anquatscht ob er nicht 500 Baht fuer ihn haette, er wuerde auf seine Botschaft warten die ihm hilft (er fragt immer am Wochenende), das aber schon komischerweise 2 Monate jetzt. Die Farangs die die anderen ausnuetzen werden immer mehr, braucht keiner ueber die Thais zu schimpfen.
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hfunk

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Re: Die lieben Nachbarn
« Antwort #6 am: 10. August 2008, 07:13:33 »

Auf unserem Grundstueck an der Hauptstrasse (Autowaschanlage) ist der Bruder meiner Frau.
Mit seiner Frau und seinen beiden Kinder, die Distanz zu unserem Haus etwa 80 m.
Fuer die Kinder bin ich phoo Hans, sie begruessen mich am Morgen immer mit einem Wai.

Auf der anderen Seite der Strasse zu den Reisfarmen wohnen Thais.
Sie arbeitet auf dem „Strassenverkehrsamt“, ist immer hilfsbereit auch bei den Ausweisen.
Bevor wir gebaut haben, hat dort ein Bruder von dieser Frau noch Schweine gehabt.
Ohne das wir reklamiert haben, hat sie versprochen das die Schweine verkauft werden.
Tatsaechlich, nach kurzer Zeit waren die Schweine fort.

Nach unserem Wissen gibt es nur noch einen Italiener der schon lange im Dorf lebt.
Aber der hat eine Wursterei im Nachbardorf und Restaurants in Pattaya.
Ich habe ihn noch nie gesehen.

Auf der anderen Seite der Hauptstrasse wird naechstens ein Fleischgeschaeft gebaut.
Die haben jetzt Erde aufgefuellt.

Die anderen Seiten sind Reisfelder und Gummibaeume.

Wir muessen nicht befuerchten das ein frustrierter Expat in der naehe ein Haus baut.
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Xeno

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Re: Die lieben Nachbarn
« Antwort #7 am: 10. August 2008, 10:32:30 »

Mit ueber und ueber taetowierten Steintischatlethen brauch ich keinen Kontakt.



@cnb1806
Vorurteile und Tätowierungen haben eines gemeinsam.
Man wird sie falls tief genug sitzend/gestochen ein Leben lang nicht mehr los  ???
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Krieger1948

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Re: Die lieben Nachbarn
« Antwort #8 am: 10. August 2008, 11:05:34 »

Unweit Nong Khai leben wir in einer kleinen Stadt in einer Soi relativ ruhig. Unsere unmittelbarern Nachbarn, ein pensionierter Lehre auf der anderen Seite eine Junge Familie, Beamte im Aphoer, mit Kleinkind, Nette Leute. Die Kleine wird manchmal über den Zaun Gereicht und spielt mit der Tochter. Schräg gegenüber eine Thai Familie, die fühlen sich aber als was besseres, wohl weil eine der Töchter im örtlichen Krankenhaus das Geld kassiert. Die reden auch sonnst mit niemandem und grüssen kommt schon gar nicht in Frage. Ein paar Grundstücke weiter eine andere Thaifamilie. Na,ja meine Frau unterhält sich gelegentlich mit Ihnen.
Farangs leben hier im Ort und in der Umgebung doch schon einige. Anfangs gabs so noch ne Art von Treffen. Das ging auch ne Zeitlang gut. Bis meine Frau meinte, sie möchte nicht mehr mitgehen. Stellte sich heraus das wenn das Frauenvolk zusammen sass darüber geredet wurde, wer denn das meiste an Geld von ihren Farang-Männern bekam und natürlich wurde über jeden hergezogen. Das ging dann schon soweit, dass einige Weiber meinten über die familieren Angelegenheiten anderer entscheiden zu müssen.
Was bleibt einem anders übrig als diesem Tun einen Riegel vorzuschieben. Na jedenfalls habe ich dieser einen Tussi, die meinte sie müsse meine Frau nun unbedingt davon überzeugen, was ich doch für eine arme Sau sei und wenn sie nicht auf sie hören würde, sie ihr (meiner Frau) die
Freundschaft kündigen würde.  Na ja sicher ist meine nicht anders als die Anderen, aber diesen Unterschied, woher der Wohlstand kommt, konnte sie dann doch realisieren. ;D

Es kam wie es kommen musste. Nun begannen wilde Spekulationen. Gerüchte wurden in die Welt gesetzt, Vermutungen geäussert, Lügen verbreitet und wie man so schön sagt, das Maul zerissen. Irgendwann verschwindet jedes Thema von der Tagesordnung und dann findet man halt ein neues.
Dann folgte der nächste Kandidat und so weiter. Binnen kurzer Zeit zerviel dieser ganze "Verein". Was ich dabei am beschissendsten fand, war der Umstand, dass sobald drei Farngs zusammensassen über den Rest hergezogen wurde.

Heute gibt es eigentlich nur noch einen Farang dem ich über den Weg traue und der, wenn ich ihm helfe, dies auch zu würdigen weiss. Dabei rede ich nicht von finanzieller Hilfe. Denn die habe ich wirklich nicht nötig.

Zum Schluss noch ein eine kleine Episode, wie es einem so gehen kann. Eines Tages klingelt das Telefon und ein Farang, aus jenen vorher beschriebenen Tagen bittet mich ihm doch zu helfen da sein Computer irgendwie Probleme macht. Ok, sage ich "musst mich aber abholen", zu diesem Zeitpunkt hatte ich noch kein Auto. Jedenfalls hab ich es gerichtet und plötzlich reicht mir mein Hilfesuchender Sage und Schreibe 100,-- Bath, in Worten: -EINHUNDERT-  zu, mit der Bemerkung und dem entsprechenden Tonfall, " ich möchte ja nichts Schuldig bleiben!" Davon abgesehen das ich ja überhaupt nichts verlang hatte für meine Hilfe, denn sonnst wäre es auch keine Hilfe gewesen, empfand ich es als eine Art Missachtung meiner selbst.

Fazit: Oft sind es auch die Frauen einiger Farangs die im Untergrund wühlen. Habgier und Neid sind der Nährboden dafür. Diese "bemidleidenswerte" Spezie trifft man recht häufig. Daneben gibt es auch jene die meinen etwas besseres zu sein, kraft ihrer Wassersuppe (Pension). Häufig bei den Schweizern beheimatet (Entschuldige mich für diese Feststellung). Dann gibt es jene die meinen sich durch ihre aussergewöhnliche Intelligenz von anderen zu unterscheiden und durch besonderes Auftreten und aufdringliches Gerede dies zu untermauern.

Ich für mein Teil halte mich seither zurück und bin eher vorsichtig was Freundschaften mit Farangs anbelangt.

Hatte mich mal mit meinem Freund in Hong Kong darüber ausgetauscht und ihn gefragt was denn er für Erfahrungen gamacht hat. Nun die Antwort war, "Nein, sowas habe ich hier noch nicht festgestellt".
Nun frage ich mich wirklich, ist das ein Thailand spezifisches Syndrom, oder ist das eine Art "Schmelztiegel" für irgend etwas?

Krieger
« Letzte Änderung: 10. August 2008, 11:27:55 von Krieger1948 »
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Wer nicht hinterfragt sieht nur das was er sehen soll.

Bagsida

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Re: Die lieben Nachbarn
« Antwort #9 am: 10. August 2008, 11:40:46 »

Hallo,

interessantes Thema - schön dass Du doch wieder aktiv so was angegangen bist Moskito - hoffe es bleibt diesmal sachlich und es wird nicht nötig sich auszuklinken - also ein neuer Versuch !

Ich wohne hier in einer Mischung aus Hotel und Appartement-Anlage, d.h. es gibt hier nur so eine Art Zimmernachbarn aber davon sehr viele mit den unterschiedlichesten Nationalitäten, Berufen etc.

Leider mußte ich nicht nur in Bezug auf Nachbarschaft die Erfahrung machen, dass überwiegend US-Bürger immer sehr freundlich und kameradschaftlich daher kommen ("my house is your house"), doch wenn´s darauf ankommt bzw. teilweise auch nur wenn man sich mal wieder irgendwo zufällig trifft, kann man von "Glück" sagen, wenn sich diejenigen wieder an einem erinnern, d.h. solche "Beziehungen" stellen sich meist als extrem oberflächlich heraus, wobei das natürlich auch bei anderen Nationalitäten vorkommt, mir aber eben bei US-Bürgern extrem aufgefallen ist.

Selbst wenn man im gleichen Gebäude wohnt, im gleichen Fitness-Studio täglich trainiert und sich so sehr oft sieht, ist für manche sogar ein oberflächliches Grüssen unbekannt  ???

Ferner geht´s hier unter den Expats fast immer darum irgendwie Vorteile zu ziehen, bishin auf Kommission für zumindest mir total banal vorkommenden Dingen - mit Ausnahme von ganz wenigen Freundschaften - von Expat-Nachbarschaftshilfe also so gut wie keine Spur  :(

Außer wie gesagt einigen Ausnahmen habe ich hier in Thailand mit Expats überwiegend schlechte, mit Thais aber überwiegend gute Erfahrungen gemacht.

Da ich z.Zt. z.B. relativ viel auf dem Parkplatz am Auto "bastle" und man mich so "arbeitend" sieht, kommt immer mal wieder eine oder ein bis dahin fremde(r) Thai vorbei und interessiert sich dafür, fragt wo ich her komme, sowie erzählt mir selbst die halbe Lebensgeschichte (zuletzt eine ältere Dame, deren Eheman im International Arzt ist...).
Auch gibts von dieser Seite ungefragt und völlig ohne Hintergedanken Unterstützung - unser fast nicht Englisch sprechender Hausmeister bekam z.B. mit, dass ich nach einer günstigen Bezugsquelle für Autozubehör suche und kam dann eines Tages mit einem Zettel und darauf einer Internetadresse eines Online-Shops in BKK, die er extra für mich auf Thai ergoogelt hatte.

So habe ich schon unzählige "goodies" von Thais hier erfahren, von Expat-Seite zwar auch, doch eigentlich nur von einem einzigen, der auch hier Member ist und dem ich so gut ich kann selbstverständlich auch helfe.

Über die schlechten Erfahrungen, die ich mit anderen Expats hier gemacht habe, könnte ich seitenlang berichten, was mir doch zu viel ist - letztendlich geht es aber immer darum möglichst viele Vorteile zu erhalten, nichts zu erwidern, bzw. noch nicht einmal kurz Bescheid zu sagen, dass z.B. das "Problem" behoben werden konnte o.ä. - ist ja auch nicht mehr nötig, wenn man sein Ziel erreicht hat - ich habe mir fest vorgenommen nicht auch so zu werden, habe meine potentielle Hilfsbereitschaft aber schon sehr eingeschränkt, denn ausnutzen lasse ich mich nicht gerne.

Gruß Bagsida
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boehm

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Re: Die lieben Nachbarn
« Antwort #10 am: 10. August 2008, 13:55:39 »

Ich kann mich der überwiegenden Meinung und insbesondere die von Bagsida voll anschließen. Die meisten Farangs verstehen unter dem Wort Freund meistens, dass man bei Schwierigkeiten hilft, am liebesten mal Geld borgt (was ich generell nicht tue), aber selber nie Zeit haben, wenn es um Hilfe ihrerseits geht.
Ich lebe auch lieber alleine, beschränke mich auf freundliche Kontakte mit netten Thais und natürlich mit der Familie.

Der einzige Kontakt hier, der bemerkenswert gut ist, ist unsere Skatrunde. Jeder bringt sein Bier mit, jeder hilft auch mal ohne etwas zu verlangen dem anderen. Jeder lädt mal zum Essen ein und unsere Frauen haben es verstanden nicht darübr zu reden, wer wovon am meisten hat und das man auch das alles haben muss, was die anderen haben.

Aber das scheint hier tatsächlich nur selten so zu sein, leider.

Gruß aus Chum Phae.......
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cnb1806

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Re: Die lieben Nachbarn
« Antwort #11 am: 10. August 2008, 14:49:48 »

Mit ueber und ueber taetowierten Steintischatlethen brauch ich keinen Kontakt.



@cnb1806
Vorurteile und Tätowierungen haben eines gemeinsam.
Man wird sie falls tief genug sitzend/gestochen ein Leben lang nicht mehr los  ???

Wenn Du die Typen siehst, dann machst Du auch einen grossen Bogen drum, Yeti oder Big Foot is'n Scheiss gegen die.
Hab zu Anfang mit denen gesprochen, was da raus kamm war nur Mist und anpumperei. Gegenueber ihren Freundinen "Ey Du Schlampe" wahlweise in Deutsch, English oder mit Osterreischichem Akzent

@ Bagsida

Ich schliesse mich da auch an, Amerikaner sehr oberflaech;ich und viele der anderen Nationalitaeten kennen nix anderes als anpumpen oder dumm schwaetzen. Themen entweder ueber wo es das billigste Bier gibt, wo die billigsten Nutten, wie sie ihre Frauen beluegen damit sie nach Pattaya gehen koennen, und andere nuetzliche Themen.

Wobei die Mias sich ihre Freunde auch besser aussuchen sollten, da viele auch jede Menge Mist "angelernt" bekommen. Wie schon erwaehnt wird dann erzaehlt wer den laengsten hat, wer das dickere Auto, wer das schoenere Haus, wie man seinem Mann noch Geld aus der Tasche leiern kann.
« Letzte Änderung: 10. August 2008, 14:52:16 von cnb1806 »
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sniper

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Re: Die lieben Nachbarn
« Antwort #12 am: 10. August 2008, 15:43:10 »

...Wir haben wohl so ziemlich die gleichen Intentionen hier zu sein und hier zu leben...

Ich denke nicht, dass dem so ist.

Und dadurch ergeben sich wohl auch in erster Linie die zahlreichen Probleme zwischen den hier auf befristete Zeit ansässigen Farangs.
Ich meine, man sollte da zwischen folgenden Intentionen und Hintergründen unterscheiden:
1. Es gibt Farangs die hier leben, weil Ihnen das Land gut gefällt, sie die Thais mögen und sie zudem noch finanziell unabhängig sind.
2. Es gibt welche, die das Land mehr oder weniger durch ihre Frau kennengelernt haben, und nur deswegen hier leben.
3. Andere leben wiederum hier, weil sie es sich mit ihrer Rente nicht mehr leisten können in Deutschland zu leben.
4. Dann gibt es die, die aus nicht ganz legalen Gründen aus Deutschland verschwinden mussten, und hier mehr oder weniger verdeckt leben.
5. Ausserdem sind auch viele aus rein beruflichen Gründen hier.

Ich schätze mal, dass die wirklichen "Thailandliebhaber" (Punkt 1.) vielleicht einen kleineren Prozentanteil ausmachen, als so mancher gern glauben möchte.
Innerhalb der jeweiligen Schublade wird man sich wohl verstehen, und schnell Gleichgesonnene finden (...wenn man das überhaupt möchte), aber über was sollte sich jemand aus Gruppe 1 wohl mit jemandem aus Gruppe 3 oder 4 unterhalten können?  ???

Unabhängig davon gibt es natürlich durchaus Länder, auf die die Behauptung "Wir haben wohl so ziemlich die gleichen Intentionen hier zu sein" zutrifft — z.B. Neuseeland:
Denn da sind die Anforderungen für Ausländer dermaßen hoch, dass Individuen der Gruppen 2., 3. und 4. sowieso nicht anzutreffen sind. Die, die dort leben dürfen, sind sicherlich schon aufgrund ihres finanziellen Backgrounds — und den damit verbundenen Eigenarten — auf einer ähnlichen Wellenlänge.

Thailand ist dagegen eher eine Art Gemischtwarenladen — angefüllt mit ausländischen Snobs, Assis, Lustmolchen, Träumern, hart arbeitenden Menschen, einfachen Rentnern, Verbrechern und Durchgeknallten.

Kein Wunder, dass da wenig Freundschaft und Solidarität aufkommt.  ;D
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hfunk

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Re: Die lieben Nachbarn
« Antwort #13 am: 10. August 2008, 15:53:50 »

sniper
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cnb1806

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Re: Die lieben Nachbarn
« Antwort #14 am: 10. August 2008, 17:11:29 »

Ich gehoere zur 6. Gruppe (1 + 5)
Kam vor 4 Jahren nach Thailand um zu arbeiten, habe es dann lieben gelernt und bin zudem auch finanziell unabhaengig geworden
Freundin (kein Rotlicht) habe ich auch hier kennengelernt und dabei auch andere Flecken in Thailand gesehen.
Von Gruppe 4 (oben genannte Yetis) halte ich mich fern, Gruppe 3 ist nicht meine Altersklasse.
« Letzte Änderung: 10. August 2008, 17:42:23 von cnb1806 »
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