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Autor Thema: Als Phuket noch ein Traumziel war  (Gelesen 6707 mal)

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wufgaeng

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Als Phuket noch ein Traumziel war
« am: 21. Juni 2009, 21:19:00 »

Vor meiner Abreise nach München wurde ich von einigen Phuket-Ansässigen gebeten, meine Dias von Phuket und Phang Nga zu scannen und zu posten.
Im September 1978 war ich das erste Mal auf Phuket, außer der Kleinstadt Phuket fand ich nur Fischerorte und ganz wenige Bungalow-Resorts vor, den Namen Phuket kannte in Deutschland kaum jemand. Meine Dias von damals sind mittlerweile verstaubt und mit einem Pilzschicht überzogen, es benötigt viel Arbeit, diese zu editieren, um ein einigermaßen zufriedenstellendes Ergebnis zu erreichen.
Im Juni 1987 reiste ich mit meiner Frau Salama, ihren Bruder und unseren beiden noch kleinen Kindern wieder nach Phuket und fand die Insel und die Gegenden fast unverändert wieder - ein Traumziel und damals noch ein Geheimtipp unter Individualtouristen. In der Patong-Bucht gab es gerade drei kleine Resorts und ein Hotel.

Hier die ersten versprochenen Bilder von Patong aus jener Zeit:







Ein Sonnenuntergang am Strand von Patong, vor uns nur Meer und Wellen, kein einziges Boot störte die Idylle

Liebe Grüße derzeit aus München
« Letzte Änderung: 21. Juni 2009, 21:23:07 von wufgaeng »
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hmh.

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Re: Als Phuket noch ein Traumziel war
« Antwort #1 am: 22. Juni 2009, 00:09:39 »

Das fängt ja vielversprechend an. Die Erwartungen sind, wie immer, hoch! Aber da kommt sicher noch mehr!

Juni 1987 ... In der Patong-Bucht gab es gerade drei kleine Resorts und ein Hotel.

Bist Du sicher? Ich war 1985 erstmals in Phuket, ich glaube im Februar oder März und zwar im alten Shangri-La (120 Baht, obwohl man weniger bot und ältere Strohhütten hatte als es die nagelneuen Holzbungalows des Marina Villa in Samui waren, das 60 Baht pro Nacht kostete). Die Shangri-La Hütten waren unweit des Marina Resorts (das es heute noch gibt) am Hügel Richtung Kata und in Laufnähe zum Sunset Restaurant (Khao Pat Gai 40 Baht, was man, aus Samui kommend, als wahnsinnig teuer empfand...).

Ich persönlich fand Patong schon damals hoffnungslos überlaufen und zugebaut. 1986 wurde ich auf der ITB in Berlin mit einer VIP-Pressekarte eine Woche ins nagelneue Coral Bay Resort eingeladen. Das Coral Bay Resort mußte man schon damals an den schlechtesten Teil des gesamten Strandes im Norden setzen, wofür exta zur Erschließung die damals noch hölzere Hängebrücke gebaut wurde. Es war die letzte freie Fläche gewesen, die die Siam Lodge Hotels am gesamten Strand noch kriegen konnten (hat mir der Generaldirektor Kurt Rufli der Gruppe, die heute Amari heißt, selbst gesagt), und dieses Hotel ist bekanntlich eigentlich schon weit abseits des eigentlichen Strandes

Das beste am Coral Bay Resort war Jenny von der hoteleigenen Massage. Ich habe mich mit ihr damals befreundet und sie sogar einen (freien) Tag auf eine Phang Nga Tour mitgenommen. Sie hat im Coral Bay zuerst die Farang-Frauen auf dem Zimmer abgefertigt, diese dann entspannt und hochzufrieden zum Schwimmpfuhl entlassen und sich anschließend um die Ehemänner gekümmert. Die Ehemänner waren viel weniger arbeitsintensiv, es dauerte auch viel weniger lang, bis die bedient waren, obwohl es mehr Trinkgeld gab. Sie hat es mir selbst erzählt.

Jenny, 35 Jahre alt, war aus Kanchanaburi, hatte eine 15jährige Tochter und sah selbst (jedenfalls für unbedarfte Europäer) wie 15 (na gut, unter uns Häuptlingen: etwa 22...) aus. Sie hatte drei hoffnungsvolle Ehemänner in spe, einen Italiener, einen Ami und einen Deutschen. Der Italiener kam im August, der Ami in der Hauptsaison nach Weihnachten und der Deutsche, weil er sparsam war, und es ihm sowieso nur auf Jenny ankam, außerhalb der Saison... Da sage noch einer, Thais hätten kein Organisationstalent! Natürlich haben alle eine monatliche Apanage bezahlt, damit es Jenny leichter fällt, bis zur erhofften Hochzeit treu zu bleiben... Jenny ist eine der erstaunlichsten Frauen, die ich je kennengelernt habe, eine Klassefrau.

Den Patong-Strand fand ich damals drittklassig im Vergleich zu den ständig einlaufenden ruhigen Wellen in Karon und Kata, wo man richtig schön raus in die Wellen laufen konnte und wo, damals jedenfalls noch, fast kein Müll und auch nur (bei gewissen Wind- und Stömungsverhältnissen...) wenig rosa Toilettenpapierschnipsel samt gewisser brauner Häufchen im Wasser schwammen...

Die ausgebaute Patong-Strand-Straße gab es 1985 schon, ebenso die Straße über den Berg nach Kathu und Phuket, so daß von Ruhe nach meiner Erinnerung dort eigentlich keine Rede mehr sein konnte.

Aber auch am Karon wurden 1985 bereits die ersten Hoteltürme gebaut; ebenso war der Club Mediteranée in Kata gerade im Entstehen. Einsam war es dort nach meinem Gefühl keineswegs. Am Karon Strand gab es eine deutsche Schwulenkolonie. Wenn diese Gecken mit ihren Tangas am Strand herumstolzierten, war das immer ein Mordsspektakel mit sogar ein paar Polizisten in der Nähe, die aber, wie alle anderen auch, natürlich zum Gucken kamen... Ich hab das damals alles photographiert und in der Wochenendbeilage meiner damaligen Zeitung darüber geschrieben, ich habe auch Bilder der damaligen Hochhaus-Baustellen am Karon, aber die seit mindestens 20 Jahren nicht mehr gesehen...

Ich gebe aber zu, daß Patong damals gegen die heutige Mischung aus Weltraumbahnhof, Patpong, Tsim Sha Tsui, Arabien und Disneyland sicher tatsächlich noch paradiesisch war. Ich kam allerdings aus der Südsee nach Thailand und wollte eigentlich von ersten Moment an in Phuket nichts wie weg... Auf der Hochzeitsreise mit der holden Gattin war ich dann 1987/1988 nochmal dort. Wir wohnten im Coral Bay Resort und ich habe der holden Gattin auch Jenny vorgestellt, die immer noch da war, frisch und jung wie immer. Der Italiener hatte ihr inzwischen einen Diamanten geschenkt, den sie trug, weil sie ihn jeden Moment erwartete.

Nach einer Woche Patong zogen wir ins damalige Kata Inn am Karon (!) unterhalb des Marina Resorts um, das waren Bungalows, was uns beiden besser gefiel. Billiger war es natürlich auch (400 Baht mit Presserabatt gegen 1250 im Coral Bay; ich habe noch die Rechnungen im Photoalbum). Die sagenhaften Sonnenuntergänge am Karon, von denen ich mindestens drei Dutzend Bilder gemacht habe, waren dann aber mein letzter Blick auf Phuket, bis ich um 2002 Kontakt mit Roy und dem TIP bekam und dann gelegentlich wieder mal auf der Durchreise vorbeikam.

Strand habe ich seit 1989 in Phuket keinen mehr gesehen.
Ich bezweifle, daß ich heute noch in der Lage wäre, mit dem Moped ohne Lehrgang irgendeinen Strand in Phuket ohne GPS zu finden...  :'(  :-X
« Letzte Änderung: 22. Juni 2009, 01:04:48 von hmh. »
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Ozone

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Re: Als Phuket noch ein Traumziel war
« Antwort #2 am: 23. Juni 2009, 20:44:02 »



Sie wüsste sicher auch noch einiges zu erzählen. Das Foto ist aus dem Netz, hab sie aber vor etwa 6 Monaten noch rumspazieren sehen.


Aber wieder ernsthaft, wufgaeng, ich bin auch gespannt auf weitere Fotos  :)
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Re: Als Phuket noch ein Traumziel war
« Antwort #3 am: 23. Juni 2009, 21:48:56 »

Jedenfalls hat die Dame ein gesundes Selbstvertrauen :).
Sie widerspiegelt leider den Zustand dieser Insel, nämlich ziemlich gealtert :'(.
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wufgaeng

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Re: Als Phuket noch ein Traumziel war
« Antwort #4 am: 23. Juni 2009, 23:09:33 »

wir haben schon einmal darüber diskutiuert, lieber Hans-Michael, meine zweite Reise nach Phuket war 1987, da waren es gerade drei Bungalow-Resorts und ein Hotel, das man in der Patong-Bucht vorfand, von Überfüllung war damls absolut keine Rede, die Resorts waren nur halb belegt und die Übernachtung hat für uns fünf in einer angemieteten Hütte 600 Baht gekostet. Ich weiß noch, der Unternehmer des Resorts war ein Däne. Die Verbindungstraße nach Kammala Beach war nur mit dem Moped erreichbar. Mit dem Auto mussten wir nach zwei Kilometer umkehren.
Als ich 1978 das erste Mal nach Phuket kam, fand ich in der Patong Bucht noch gar keine Übernachtungsmöglichkeit. Ich wohnte 8km entfernt in Phuket Town.

@Ozone65, diese nette Dame ist sehr bekannt, vor wenigen Wochen wurde im thailändischen Fernsehen über eine Stunde mit ihr und über sie berichtet. Sie war sogar einmal mit einen Deutschen liiert oder sogar verheiratet.

Jetzt aber weitere Photos von der selben Reise 1987, die ich aus meinem Dia-Archiv herauskramte:


Prom Thep Cape 1987


Auf dem Rückweg vom Prom Thep Cape, unser Sohn Oliver war damals 4 Jahre alt



Auf dem Weg nach Nai Han



Von einen Touristenansturm war keine Spur zu sehen. Die einzigen Boote auf dem Meer ein paar Fischerboote. Der deutlich derbere Umgangston der Südländer im Vergleich zu den Nordthais war aber schon immer auffällig.




In der Stadt Phuket
« Letzte Änderung: 07. Juli 2009, 17:34:07 von Louis »
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Profuuu

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Re: Als Phuket noch ein Traumziel war
« Antwort #5 am: 24. Juni 2009, 02:05:31 »

Hallo Wolfgang,

hervorragend!  :) Hoffentlich kommen da noch ein paar Bilder.

Das erste mal, als ich von Phuket überhaupt hörte, war 1986, als mich meine allerliebste Service Dame in Patty fragte, ob ich ihr denn nicht Fahrgeld nach Phuket geben könne, wenn mein Urlaub zuende wäre. Dort wäre nämlich umsatzfördernd was am brodeln.  ;D Unter den Mädels in Patty war das 1986 so eine Art Geheimtipp.

Ausserdem passe die Gegend besser zu ihrem Namen: Mariam. Der moslemische Name für Maria. Was aber nicht heisst, dass sie irgendwie fundamentalistisch eingestellt war. Eher im Gegenteil.  :P 
« Letzte Änderung: 24. Juni 2009, 03:22:24 von Profuuu »
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peter51 †

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Re: Als Phuket noch ein Traumziel war
« Antwort #6 am: 24. Juni 2009, 03:03:20 »

und ?
ist Sie gefahren?  ;D

in dem Zusammenhang würden mich mal
alte Bilder von der "damals noch berüchtigten
Strecke von P.-town nach Kathu/Patong übern
Berg" interessieren - hab ich leider nicht erlebt,
war erst 1998 das erste Mal auf HKT :(
Hat da jemand was in der Kramkiste?  8)
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wufgaeng

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Re: Als Phuket noch ein Traumziel war
« Antwort #7 am: 24. Juni 2009, 21:05:30 »

Lieber Uwe, die Zeit im Jahre 1987, als ich mit meiner Frau Salama, ihren Bruder Lek, seiner Frau Leila und unseren Kindern Sylvia und Oliver nach Phuket fuhr, liegt sehr lange zurück. Ich kann mich auch noch daran erinnern, dass genau zu diesem Zeitpunkt Phuket und die Insel im Aufbruch stand, diesen schönen Fleck voll zu vermarkten. Bei meinem ersten Besuch im Nov. 1978, war damals davon noch gar nichts zu spüren, 1987 fing dies gerade an. (Das selbe empfand ich auch im Jahre 1981 auf Koh Samui, als ich meine Flitterwochen mit meiner Frau in einem vereinsamten Resort an der Lamai Beach verbrachte und fragte: "Wie lange noch?" Schon nach kurzer Zeit war eine deutliche Veränderung zu sehen, nach dem Flughafenbau auf Samui war die totale Vermarktung vollzogen. Heute findet man auf Samui keinen Platz mehr, wo man sich dem Massentourismus und seiner damit verbundenen Abzocke entziehen kann. Gerne poste ich auch mal Bilder von Samui aus der Zeit Febr. 1981. OK?)

Lieber @peter51, die Straße von Phuket Town nach Patong war damals nicht viel anders, als heute, nur der Preis für das Sammeltaxi: Damals kostete die 8km Fahrt - das weiß ich noch ganz genau - pro Langnase 40 Baht.

Hier noch zwei Fotos von der Stadt und dem dem Hafen Phukets und ein Foto aus einem Dorf der Seenomaden, die schon damals fälschlicherweise "Seezigeuner" genannt wurde. Auch damals ignorierte man die Tatsache, dass Zigeuner seinen Ursprung aus den ethnischen Völkern der Sinti und Roma haben und mit den Moken (oder auch Morgan genannt), absolut nichts zu tun haben. Die Bezeichnung "Seezigeuner" ist eine seit vielen Jahrzehnten bewusst geführte Irreführung, die Bezeichnung "Seenomaden" wäre hier richtiger.
(Da gibt es noch eine Touristenverarschung mit der Höhlenmalerei eines Wikingerschiffes auf der Phi Phi Leh Insel, die es damals schon gab. Ein Fall für Däniken  :D)


der Hafen von Phuket im Jahre 1987

Morgen poste ich meine Dias vom berühmten "James Bond Felsen", auch dort waren wir damals vollkommen allein.
« Letzte Änderung: 07. Juli 2009, 16:51:32 von Louis »
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Re: Als Phuket noch ein Traumziel war
« Antwort #8 am: 27. Juni 2009, 01:33:37 »

Die Fahrt zu dem vielumworbenen Nagelfelsen, dem James-Bond-Island, führt zwangsläufig immer an dem moslemischen Dorf Koh Pannyi vorbei, wo auch schon damals Touristen in zwei Restaurants vollkommen übervorteilt wurden. Als meine Frau mit ihren Bruder und unserer Schwägerin das Essen bestellte, bekam sie die übliche Rechnung, als ich dann dazukam, wurde alles deutlich teurer.
Die Fahrt ging dann weiter zum Nadelfelsen. Wir waren damals tatsächlich so ziemlich die Einzigen, die diese damals paradiesische Bucht besuchten. Heute, so habe ich gehört, sind die Fahrten und Besuche reglementiert, weil zu viele Boote zu starken Wellenschlag verursacht und damit die bizarren Limestone-Ufer beschädigt.
Der Film, mit James Bond Roger Moore, wurde übrigens schon 1974 gedreht. Erst viel später entdeckte man darin dann das große Geschäft und schuf damit einen lukrativen Touristenanziehungspunkt.


Koh Pannyi, ein moslemisches Dorf mit überteuerten Seafood-Restaurants


Koh Tapu bekam den Namen "James Bond Island"


Töchterchen Sylvia am einsamen Strand Khao Phing Kan vor Koh Tapu


Die Insel mit grün bewachsenen, bis zu 300 Meter senkrecht aufsteigenden, von Höhlen und Grotten durchlöcherten Felsen gehört zum Nationalpark Ao Phang Nga und kostet heute für Langnasentouristen 400 Baht Eintritt.
« Letzte Änderung: 27. Juni 2009, 02:25:45 von wufgaeng »
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Re: Als Phuket noch ein Traumziel war
« Antwort #9 am: 03. Juli 2009, 23:35:43 »

Bei unserer Reise 1987 nach Phuket nutzten wir die Gelegenheit eines Tagesausfluges zu den Phi Phi Inseln, von denen ich zur damaligen Zeit aus der GEO-Zeitschrift inspiriert wurde. Koh Phi Phi kannte zu der Zeit kaum jemand in Deutschland - und wenn ich über die Insel sprach, fing jeder erst einmal über den außergewöhnlichen Namen herzhaft an zu Lachen.
Die Überfahrt von Chalong Bay nach Koh Phi Phi don dauerte gut vier Stunden hin und vier wieder zurück. Wir hatten also nur etwa vier Stunden Zeit, um beide Inseln zu besuchen.
Auf Koh Phi Phi Don lebten mehrere Moken Familien, die an Thai Baht kaum interessiert waren, dafür mehr an Naturalien in Form von Lebensmittel in Dosen als Zahlungsmittel.
In der Ton Sai Bucht waren außer uns und unser Boot nur noch einige Fischerboote. Die Inselbewohner kamen an den Strand gerannt, um uns zu begrüßen.


Ankunft in der Ton Sai Bucht von Koh Phi Phi Don


Die Ton Sai Bucht 1987


Fischerboote an einer einfachen Pier in der Ton Sai Bucht

Im Oktober 2005, kurz ver der Tsunami Katastrophe, besuchte ich Koh Phi Phi Don ein weiteres Mal und war über die Veränderung schockiert, wie sehr man ein Paradies in eine Touristen-Hochburg verwandeln konnte. Der Schauspieler Leonardo di Caprio und seine Film-Crew halfen mit dem Film "The Beach" kräftig mit. Dafür wurden sie von Thais zu allem Überfluss noch beschimpft. Korrupte Lokal-Behörden wollten die Film-Gesellschaft wegen Umweltverschmutzung zusätzlich abzocken., Die Müllhalden am Strand, vorher verursacht durch Thaifischer, ließen sie aber außer Betracht. Ein gravierendes Beispiel, wie gerne immer wieder einige "Negativ-Thais" die selbst verursachten Probleme versuchen, auf (meist westliche) Ausländer abzuwälzen - und dabei die lokale Bevölkerung aufhetzen.

Koh Phi Phi Leh war damals schon ein Touristenanziehungspunkt. Die Höhle der Schwalbennest-Sammler und die Wandmalerei mit dem Wikinger-Schiff  eine Super-Attraktionen. Weil aber die Attraktion der Schwalbennestsammlern, die auf den wackligen Leitern in schwindeleregender Höhe Nester aus den Felsnischen herauskratzen, nicht ausreichte, malte irgend ein Thai-Spaßvogel ein Wikingerschiff an die Wand, um damit eine zusätzliche Touristen-Verar...... ähh Veräppellung zu schaffen.
Bilder von der Insel Phi Phi Leh erspare ich, hier zu posten. Dort sieht es heute gar nicht so viel anders aus als damals. Nur dröhnen heute zig Taucherboote rund um der Insel Phi Phi Leh herum, von denen wiederum zig Tauchtouristen in die Gewässer springen. Da kann sich jeder ausdenken, dass bei so viel Stress die Großfische das Weite suchen.
« Letzte Änderung: 04. Juli 2009, 00:02:20 von wufgaeng »
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uli

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Re: Als Phuket noch ein Traumziel war
« Antwort #10 am: 04. Juli 2009, 03:07:41 »

Hi Wulfgaeng, TOLLE Bilder ich kann leider die Bilder von # nicht sehen

In der Hoffnug, dass noch welche folgen
Gruß uli.
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Re: Als Phuket noch ein Traumziel war
« Antwort #11 am: 05. Juli 2009, 19:33:21 »

Irgendein Fehler hat sich beim Bilder-Link eingeschlichen, auch ich bekomme bei vielen Bilder nur noch das Ausrufezeichen im Dreieck mit der Nummer 404.
Noch vor ein paar Tagen funktionierte alles ohne Probleme.
Ich werde die defekten Bilder-Links nochmal posten.
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Re: Als Phuket noch ein Traumziel war
« Antwort #12 am: 05. Juli 2009, 19:46:20 »



im Dorf der Seenomaden
« Letzte Änderung: 07. Juli 2009, 17:36:17 von Louis »
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Re: Als Phuket noch ein Traumziel war
« Antwort #13 am: 05. Juli 2009, 19:56:19 »

Ist das heute teilweise auch noch so schön? krieg gleich Fernweh, auch wenn ich relativ nah dran bin.

Übrigens profuuu, in ein paar Tagen zieh ich nach patty um, möchte mich mal suhlen. Hoffe hab Spass, den ein und andern Schweizer hats ja auch dahin verschlagen. Hoffe, die lassen mich rein. Bis denne.
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dreamer

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Re: Als Phuket noch ein Traumziel war
« Antwort #14 am: 07. Juli 2009, 15:35:11 »

Hallo Wufgaeng,

ich bin total begeistert, suche ich doch schon seit Monaten das Netz nach alten Bildern ab. Mich würden vor allem Bilder der Ortsentwicklung (z.B. Patong) interessieren. Ich habe hierzu ein paar Bilder, allerdings in schlechter Auflösung, gefunden:


Bangla Road in Patong 1984


Farangbetreuung 1984


Preise vor der Asienkrise. 1 Mark war ca. 9 Baht


Strandhütten in Patong 1981

« Letzte Änderung: 07. Juli 2009, 15:40:11 von dreamer »
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