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Autor Thema: Thai-Konsonanten und Sonderzeichen  (Gelesen 23681 mal)

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Phakinee

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27. ป ปลา
« Antwort #30 am: 04. Oktober 2009, 01:51:55 »

27. bp-/-b ปอ ปลา  bpO: bpla:  pla (Fisch)

Wie schon beim 21. Konsonanten dtO: dtào hilft graue Theorie hier nichts: Um die richtige Aussprache von bpO: bpla:zu erlernen, der im System des Royal Institute als P übertragen wird, müssen Sie sich zwei oder drei Worte, die mit ihm beginnen, von einem Thai vorsprechen lassen.
liegt am Silbenanfang zwischen unseren Mitlauten b- und p-; es ist unaspiriert (wird ohne Hauch ausgesprochen). Insofern macht man im Zweifel den geringeren Fehler, wenn man es eher wie unser b- ausspricht, anstatt wie unser (aspiriertes) p-. Zudem wird der Konsonant aber mit einem sehr charakteristischen, wie ich ihn nenne, "implosiven Ton" ausgesprochen, nämlich ohne, daß „Wind“ aus dem Mund kommt:
ไม่มีลม mâi mi: lom ("kein Wind", "kein Hauch") wird ihr Thai-Lehrer nämlich garantiert zur Erklärung sagen und Sie auffordern, beim Aussprechen dieses Buchstabens den Handrücken vor den Mund zu halten, damit Sie sofort den fatalen Fehler erkennen, wenn bei der Aussprache auch nur der geringste Lufthauch ein Flaumhärchen krümmt.
Der Buchstabe ist unverwechselbar, wenn man ihn nur einmal richtig erklärt bekommt.
Am Silbenende wird bpO: bpla: wie bO: bai mái, gesprochen, kommt also unserem -b am nächsten und wird zum kaum noch hörbaren Verschlußlaut.

ลำปาง lam bpa:ng Lampang (Thailändische Provinz)
ประตู bprà¿ dtu: pratu (Türe, Tor)
ประตูนํ้า bprà¿ dtu: ná:m Pratunam (Schleuse; Name eines Bangkoker Bezirks)
ปาก bpà:g pak (Mund; auch im übertragenen Sinn: Mündung, Zugang, Eingang, Tor)
ปากนํ้า bpà:g ná:m Paknam ("Wassermund": Mündung; Name des Zentrums der Provinz Samutprakan)
ปากหวาน bpà:g wa:n? pakwan ("süßer Mund": Verführer, Schmeichler)
ปกติ bpòg gà¿ dtì¿ pokkati (normal)
ทวีป tá¿ wî:b thawip (Erdteil, Kontinent)
ซุป súb sup (der Thai-Küche fremde europäische Art der Suppe, bei der die Brühe, die ausgelöffelt wird, das Wesentliche ist)

© Hans Michael Hensel, Zenos Verlag GmbH (2009), TIP Zeitung für Thailand, TIP Edition 2009.
« Letzte Änderung: 27. Oktober 2009, 00:10:27 von hmh. »
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28. ผ ผึ้ง
« Antwort #31 am: 04. Oktober 2009, 01:52:55 »

28. p-/– ผอ ผึ้ง  pO:? pûeng  phueng (Biene)
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29. ฝ ฝา
« Antwort #32 am: 04. Oktober 2009, 01:53:49 »

29. f-/– ฝอ ฝา  fO:? fa?  fa (Deckel)
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30. พ พาน
« Antwort #33 am: 04. Oktober 2009, 01:54:47 »

30. p-/-b พอ พาน  pO: pa:n  pan (Opferschale)
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31. ฟ ฟัน
« Antwort #34 am: 04. Oktober 2009, 01:55:46 »

31. f-/–  ฟอ ฟัน  fO: fan  fan (Zahn)
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32. ภ สำเภา
« Antwort #35 am: 04. Oktober 2009, 01:56:44 »

32. p-/-b ภอ สำเภา  pO: sam? pao  samphao (Dschunke)
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33. ม ม้า
« Antwort #36 am: 04. Oktober 2009, 01:57:44 »

33. m มอ ม้า  mO: má:  ma (Pferd)
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34. ย ยักษ์
« Antwort #37 am: 04. Oktober 2009, 01:58:49 »

34. j-/– ยอ ยักษ์ jO: jág  yak (Riese)
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35. ร เรือ
« Antwort #38 am: 04. Oktober 2009, 01:59:41 »

35. r-/-n รอ เรือ  rO: rüa  ruea (Boot)

ราชเทวี  râ:d tschá¿ te: wi:  Ratchathewi  (Bezirk in Bangkok)
ราชประสงค์  râ:d tschá¿ bprà¿ song?  Ratchaprasong  (Name einer Kreuzung und zugehöriger Einkaufsmeile in Bangkok)
ราชตฤณมัยสมาคม  râ:d tschá¿ dtrin ná¿ mai sà¿ ma: kom  Ratchatrinnamai Samakhom  ("Royal Turf Club" in Bangkok)
ราชาศัพท์  ra: tscha: sàb  Rachasap.
ศรีราชา  si:? ra: tscha:  Si Racha  (Stadt zwischen Chonburi und Phatthaya)
« Letzte Änderung: 10. Januar 2011, 09:46:20 von hmh. »
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ฤ รึ, ฤๅ รือ
« Antwort #39 am: 04. Oktober 2009, 02:05:39 »

          รอ รึ [ฤ]  rO: rúe¿ [Außer รึ- (-rúe-, -rúe¿) oft auch ริ- (-rí-, -rí¿); selten เรอ- (-rœ:-, lang) gesprochen.]
     ฤๅ   รอ รือ [ฤๅ]  rO: rü:
Das den Konsonanten gleichgestellte Sonderzeichen wird im modernen Thai noch relativ häufig verwendet.
Es entspricht dem kurzen indischen Vokal "ṛ", wie man ihn z. B. in Sanskrit kennt.
Außer in religiösen und historischen Texten sehr selten kommt daneben noch ฤๅ rO: rü: (lang) vor, der (ich weiß, das ist gewöhnungsbedürftig..) das "lange (indische) ṝ" in die Thai Schrift überträgt.

Das Folgende gilt im übertragenen Sinne auch für ฦ ฦๅ (übernächster Beitrag):
ṛ, ṝ, ḷ und ḹ sind in indischen Sprachen, in deren Schriften es von Konsonanten-Vokal-Kombinationen, Ligaturen, "Clustern" usw. nur so wimmelt, Vokale (!).
ฤ ฤๅ ฦ ฦๅ sind Thai-Transliterationen der altindischen Vokale ṛ  ṝ  ḷ  ḹ .
Deshalb tauchen diese Zeichen nur in Lehnwörtern auf, die ursprünglich aus Indien stammen.

Für Thais sind ฤ ฤๅ ฦ ฦๅ allerdings, ebenso wie für uns, keine Vokale, sondern Verbindungen von Konsonant (r- bzw. l-) plus Vokal ( lang oder kurz).
wird außer als rúe- in vielen Begriffen auch als rí- und selten rœ:- gesprochen.
In Wörterbüchern folgen und ฤๅ auf rO: rüa, das unserem "r" entspricht.


Herkunft und Einsatz dieser Zeichen kann man am Beispiel des Wortes Sanskrit verdeutlichen:
Sanskrit schreibt man in Devanagarischrift संस्कृत, übertragen saṃskṛta.
(Vollständig hieße es übrigens saṃskṛtā vāk: saṃ = zusammen,  kṛta = gemacht, vāk = Sprache; also zusammengesetzte Sprache.)
Auf Thai geht es so: สันสกฤต san? sà¿ grìd Sansakrit bzw. in die Silben zerlegt: สัน ส กฤต.
Der – jedenfalls nach dem indischen Ursprung – Vokal (!) (ริ- -rí-) in der letzten Silbe des Wortes steht zwischen den Konsonanten und .

วันพฤหัสบดี wan prúe¿ hàd [sà¿ bO: di:]  wan phruehat[sabodi] (Donnerstag)
ฤดีี rúe¿ di: ruedi (Freude), z. B. in ร่วมฤดีี rûam rúe¿ di: Ruamruedi ("Ruamrudee" International School).
ฤดู rúe¿ du: ruedu (Jahreszeit)
ฤดูฝน rúe¿ du: fon? ruedu fon (Regenzeit)
ไม้กฤษณา mái grìd sà¿ na:? Mai Kritsana (Aloeholz, Agilaholz, eaglewood [wertvolles ölhaltiges Duftholz zum Räuchern])
ตฤณ dtrin trin (Gras)
ตฤณมัย dtrin ná¿ mai trinnamai (Rasen)
ราชตฤณมัยสมาคม râ:d tschá¿ dtrin ná¿ mai sà¿ ma: kom Ratchatrinnamai Samakhom ("Royal Turf Club")
อังกฤษ ?ang grìd angkrit (Englisch)
ฤกษ์ rôe:g roek (günstige Zeit)
ฤๅษี rü: si:? ruesi (religiöser Asket, Eremit)

Viele Thais, Universitätsprofessoren eingeschlossen, sind auffallend unsicher beim Gebrauch und der Aussprache sowie bei der Erklärung dieser Sonderzeichen.

© Hans Michael Hensel, Zenos Verlag GmbH (2009), TIP Zeitung für Thailand, TIP Edition 2009.
« Letzte Änderung: 07. März 2010, 13:03:01 von hmh. »
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36. ล ลิง
« Antwort #40 am: 04. Oktober 2009, 02:06:49 »

36. l-/-n ลอ ลิง  lO: ling  ling (Affe)

เหล้า  lâo  lao = Alkohol
« Letzte Änderung: 21. Januar 2011, 03:30:42 von hmh. »
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ฦ ลึ, ฦๅ ลือ
« Antwort #41 am: 04. Oktober 2009, 02:08:59 »

          ลอ ลึ [ฦ]  lO: lúe¿
     ฦๅ  ลอ ลือ [ฦๅ]  lO: lü:
In Wörterbüchern folgen lO: lúe¿ und ฦๅ lO: lü: auf lO: ling. Weiteres siehe oben analog unter rO: rúe¿ und ฤๅ rO: rü:.

Wie kO:? kùad und kO: kon werden diese beiden Zeichen heute offiziell nicht mehr benutzt. Das heißt aber nicht, daß lO: lúe¿ und ฤๅ lO: lü: nirgends mehr auftauchen würden. In der Dichtung, in Tempelinschriften oder in aus irgendwelchen Gründen "schön" geschriebenen alten Texten kommen sie noch vor.
Dagegen wird man in gewöhnlichen Texten immer ลึ lü- statt lü- und ลือ lü:- statt ฦา lü:- schreiben

Sollten Sie aber damit beginnen, Thai-Klassiker wie zum Beispiel Sunthon Phu, Tempelinschriften oder die gedruckten Ergüsse des charismatischen Abtes ihres Lieblingstempels im Original zu lesen, müssen sie die nach dem Vorbild des Sanskrit abgeleiteten altindischen Vokale (!), die im Thai Alphabet jedoch den Konsonanten gleichgestellt sind, selbstverständlich erkennen können. Zum Beispiel in den folgenden Begriffen, die man in den oben genannten Fällen auch heute noch so lesen kann:

กฦ่น glûen kluen (heute กลื่น glûe:n) = Welle (auch im übertragenen Sinne)
ฦก lúeg luek (heute ลึก lúeg) = tief (auch im übertragenen Sinne)
ฦาสาย lü: sa:i? luesai (heute ลือสาย lü: sa:i?) = hochwohlgeboren
ฦาชา lü: tscha: luecha (heute ลือชา lü: tscha:) = wohlbekannt

Es ist natürlich kein Zufall, daß sich diese Begriffe gut für Dichtung und religiöse Texte eignen.
Meistens sind sie auch im übertragenen Sinne anwendbar.

Zum Beispiel war früher
ฦก lúeg luek ("tief") nicht nur für Verbindungen wie
ทเลฦก tá¿ le: lúeg (Hochsee) oder
นํ้าฦก nâm lúeg (tiefes Wasser) gut, sondern auch für
คำฦก kam lúeg, was wörtlich "tiefes Wort" wäre, aber hier natürlich verbum obscurum, profundum: "geheimnisvoller, tiefgehender Begriff".

Um bei dieser schönen Gelegenheit (wann schreibt man schon mal über so seltene Buchstaben...) noch einen Begriff anzubringen, den ich als Beispiel in dem großartigen Thai-Wörterbuch des Sprachgenies Pallegoix (Paris 1854) fand:

Missionare erfuhren (nicht nur) zur Zeit von König Mongkut oft, daß in Hinterindien mit der Bibel kein Staat zu machen war.
Kein Wunder, hatten Thais doch selbst คำภีร์ฦกลํ้า kam pi: lúeg lâm kham phi luek lam, Biblia sacra arcanis referta, "Heilige Bücher voller Geheimnisse".
© Hans Michael Hensel, Zenos Verlag GmbH (2009) und TIP Edition.
« Letzte Änderung: 13. Oktober 2009, 03:40:21 von hmh. »
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Phakinee

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37. ว แหวน
« Antwort #42 am: 04. Oktober 2009, 02:10:02 »

37. w-/– วอ แหวน  wO: wæ:n?  waen (Ring)
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38. ศ ศาลา [ศอ คอ]
« Antwort #43 am: 04. Oktober 2009, 02:11:53 »

38. s-/-d ศอ ศาลา [ศอ คอ] sO:? sa:? la: [sO:? kO:] sala (öffentlicher Pavillion)

ศัพทานุกรม  sàb ta: nú¿ grom  sapthanukrom  (= die Wortliste)
ศัพทประมาณ  sàb tá¿ bprà¿ ma:n  sapthapraman  (= übernommenes Wissen, "second hand knowledge")
ศัพทมูลวิทยา  sàb tá¿ mu:n lá¿ wíd tá¿ ja:  sapthamunlawitthaya  (= die Wortherkunft, Etymologie)

"-sap" am Ende eines Begriffes geht aber so:
โทรศัพท์  to: rá¿ sàb  thorasap  = das Telephon
ราชาศัพท์  ra: tscha: sàb  rachasap  = die Hofsprache
« Letzte Änderung: 18. Januar 2011, 16:07:44 von hmh. »
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39. ษ ฤๅษี [ษอ บอ]
« Antwort #44 am: 04. Oktober 2009, 02:13:49 »

39. s-/-d ษอ ฤๅษี  [ษอ บอ] sO:? rü: si:? [sO:? bO:ruesi (religiöser Asket, Eremit)
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