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Autor Thema: Die Mongolei und auf den Spuren von Dschingis Khan  (Gelesen 21252 mal)

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wufgaeng

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Die Mongolei und auf den Spuren von Dschingis Khan
« am: 06. Oktober 2009, 19:33:01 »

Wie schon vor ein paar Wochen angesagt, starte ich hier ein neues Thema über eine Tour durch die östliche Mongolei. Mit zwei schweizer Freunden, einer reizenden mongolischen Tourguide und einem sehr sicheren und schonend fahrenden Fahrer tourten wir 2.500 km durch die östliche Mongolei und an den Geburtsort von Dschingis Khan, der dort (angeblich) um 1155 geboren sein soll.
Wir starteten in Ulaanbaatar und beendeten unsere Tour wieder in der Hauptstadt.
Der Flug von Bangkok über Beijing nach Ulaanbaatar mit der Air China (Star Alliance !!!???) war grauenhaft, wenn nicht sogar der allerschlechteste Flug, den ich seit langem erlebte: Vollbesetzt, viel zu enge Sitze, wo man seine Bewegungsfreiheit stark beeinschränken musste, fast ungenießbares Essen, kein Bier, keine Fruchtsäfte usw. nur Wasser, dünnen Tee oder Cola, zwar freundliche Hostessen, aber sonst überhaupt nur schlechten Service,
aber 43.520 Baht hin und zurück, da die einzige Airline, die von Bangkok ziemlich direkt die Mongolei anfliegt.
In Ulaanbaatar mussten wir uns nach dem ungemütlichen Flug erst einmal ausschlafen.



Die Karte zeigt die Route, die wir fuhren. Zur Buir See, ganz im Osten des Landes, durften wir leider nicht fahren, uns fehlte ein spezielles Permit vom Militär-Department aus Ulaanbaatar.



Dschingis Khan, der schlimmste Menschenvernichter aller Zeiten, aber auch der größte Eroberer, ist heute absolutes Staatsidol. Selbst der Flughafen ist nach ihm benannt.



Der noch nicht ganz fertiggestellte neue Blue Sky Tower, das neue Wahrzeichen von Ulaanbaatar



Das Opernhaus von Ulaanbaatar.
Am folgenden Abend waren wir in diesem Opernhaus zu einer eindrucksvollen Aufführung eingeladen, bei der uns die mongolische musikalische Kunst und Kultur dargestellt wurde. Unter anderem auch das wohl einmalige "Throat singing". Darüber und über diese sehenswerte Aufführung demnächst in meinem nächsten Beitrag.
« Letzte Änderung: 15. Oktober 2009, 19:45:29 von Louis »
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sitanja

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Re: Die Mongolei und auf den Spuren von Dschingis Khan
« Antwort #1 am: 06. Oktober 2009, 19:37:32 »

Freu mich schon auf die Fortsetzung.


Gruß Sitanja
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drwkempf

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Re: Die Mongolei und auf den Spuren von Dschingis Khan
« Antwort #2 am: 06. Oktober 2009, 19:44:22 »

Toll, Wufgaeng, schreib weiter!
Ich freu mich schon auf die Fortsetzung.

Wolfram
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Re: Die Mongolei und auf den Spuren von Dschingis Khan
« Antwort #3 am: 07. Oktober 2009, 00:47:33 »

Das wird wohl wiedermal ein höchst aufschlussreicher Bericht mit wie üblich interessanten Infos und wunderschönen Bildern. Bin ja mal gespannt....  8)
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mfG
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peter51 †

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Re: Die Mongolei und auf den Spuren von Dschingis Khan
« Antwort #4 am: 07. Oktober 2009, 01:33:41 »

,,,,,,,,,me too 8)

Air China lackiert seine Bomber ja jetzt recht farbenfroh:

http://www.airliners.net/photo/Air-China/Boeing-737-79L/1568978/&sid=1e2675707477b2c91e78a2be569776b6

und: in die StarAlliance kommt doch jeder rein. . :-) sogar "binthai" :D
« Letzte Änderung: 07. Oktober 2009, 01:36:42 von peter51 »
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hellmut

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Re: Die Mongolei und auf den Spuren von Dschingis Khan
« Antwort #5 am: 07. Oktober 2009, 02:51:23 »

Besonders schlecht wird die im Allgemeinen nicht bewertet, etwas unterhalb Lufthansa aber noch deutlich besser als Condor.  Airline Bewertung
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wufgaeng

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Re: Die Mongolei und auf den Spuren von Dschingis Khan
« Antwort #6 am: 07. Oktober 2009, 17:00:57 »

Danke für Euer Interesse, liebe Forummitglieder, aber es braucht seine Zeit, bis ich all meine Photos bearbeitet und beschrieben habe. Ich versuche jeden Tag einen weiteren Beitrag zu schreiben und Photos zu posten.

Zitat
Besonders schlecht wird die im Allgemeinen nicht bewertet
es wird wohl zutreffen, dass die Air China auf unterschiedlichen Strecken auch verschiedenen Service anbietet.
Eine Dame aus Österreich z.B. schreibt genau so wie ich es erlebt hatte:
Flugzeug von Peking nach Bangkok war eine Zumutung; sehr, sehr eng gestuhlt; fast kein Unterhaltungsprogramm, Kopfhörer die nicht als solche bezeichnet werden können und das Essen natürlich ungeniessbar.

In Bangkok werde ich von meinen thailändischen Freunden und Bekannten immer wieder gefragt, warum ich denn ausgerechnet in die Mongolei gereist bin, das sei kein Reiseziel für einen Thai. Aus welchen Gründen man auch immer ein fremdes Land bereist, mein Grund war, die mongolische Bevölkerung und deren Kultur kennenzulernen und einmal die endlose Steppe, die unendlichen Weiten zu erleben und dabei vollkommen auf jeglichen westlichen Komfort zu verzichten (... und das erlebten wir ja schon auf dem Flug mit der Air China).
Im Hotel in Ulaanbaatar hatten wir nochmal die letzte Gelegenheit für eine warme Dusche und ein westliches Abendessen; am nächsten Tag schon in der Früh gings los für drei Wochen durch die Steppe, durch Sibirien, denn dieser Teil der Mongolei ist geographisch Sibirien zuzuordnen.
Mein schweizer Freund Albin, mit dem ich schon Tibet, Laos, Yunnan und Nepal bereiste, organisierte die Reise direkt mit einer mongolischen Agentur, der "E-Mongol.com LLC", mit der er schon vor zwei Jahren mit einer vorausgegangenen Tour, es ging in die Wüste Gobi und der ehemaligen historischen Hauptstadt Karakorum, sehr gute Erfahrung gesammelt hatte.
Auch dieses mal machten wir 100% gute Erfahrung, die Tourguide, eine reizende Mongolin namens Ayroona (27), hatte uns in jeder Situation verantwortungs- und liebevoll umsorgt und der Fahrer  des russischen UAZ-Gelände-Kleinbusses, er hieß Matter, fuhr uns die 2.500 km nicht nur sicher, sondern auch besonders schonend.

Am selben Abend noch führte man uns in das Opernhaus von Ulaanbaatar. Es war eine Aufführung von mongolischen Gesang, ein Konzert und mongolisches Ballett zu sehen. Ganz besonders beeindruckend ist der wohl einzigartige Kehlkopfgesang, bei dem der Sänger mit dem Kehlkopf Laute wie Bassgesang, aber auch Vogelgezwischer herausbringt. Wenn der Sänger beides vereint, dann klingt es, als ob zwei Sänger gleichzeitig singen würden. Eine Kostprobe ist bei YouTube zu hören - es lohnt sich!


Hier Photo-Aufnahmen von dieser beeindruckenden Darbietung:


Die Pferdekopf-Fidel, mongolisch Morin Khuur, ist ein unverwechselbares Instrument der Mongolei und gilt als eins der Staatssymbole


Mongolisches Ballett mit starken Einflüssen westlicher Elemente


Eine Aufführung aus der tibetischen Mythologie
Wegen den in der Mongolei verbreiteten Lama Buddhismus sind mongolische und tibetische Festlichkeiten und Aufführungen sehr ähnlich und aus dem selben Ursprung


Mongolische Artistik eines Schlangenmenschen, das der von der bekannten chinesischen Kunst (Begnadete Körper) in keiner Weise nachsteht


Mongolische Zither-Musikerin (das Instrument heißt Yatga) als Solistin im mongolischen Symphonie-Konzert

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wufgaeng

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Re: Die Mongolei und auf den Spuren von Dschingis Khan
« Antwort #7 am: 09. Oktober 2009, 14:31:57 »

Das erste Ziel, das wir in der Hauptstadt besichtigten, war das mongolische Kulturgut und Kloster Gandantegchenling, eine Klosteranlage die sehr dem Tibetischen anmutet. Diese Anlage wurde im Jahre 1835 errichtet und dann von dem kommunistischen Regime unter dem Diktator Khorloogiin Choibalsan und unter Einfluss von Joseph Stalin fast total zerstört. An die 10.000 Mönchen mussten damals dabei ihr Leben lassen.

Seit 1944 wurde das Kulturgut wieder restauriert und wiederbelebt, seit 1990 nach dem Ende des mongolischen Kommunismusses wieder der Öffentlichkeit zugänglich. Heute gibt es wieder 10 Datsans (Klostergebäude und buddhistische Schulungszentren) und leben etwa 900 Mönche im Klostergelände.
Eine angeschlossene buddhistische Universität unterrichtet buddhistische Philosophy, traditionelle mongolische Medizin und Astrologie.


Janraisig Datsan
Das imposante Klostergebäude wurde zum Symbol des mongolischen Staates
(die maskierte Figur im Vordergrund hat man wohl für uns Photographen extra postiert, sie war nicht lebendig!)


Diese 26,5 Meter hohe Boddhisattva stellt Avalokitesvara den Achten dar, besser bekannt unter den Namen Bogd Khan


Stupa am Janraisig Datsan


Gandan Komplex im ganzen Gandantegchenling Gelände
bestehend aus 3 Tempel, 1 großen Ger (Jurte), und einer Bibliothek

Vorläufig beende ich mit diesen Bildern, Photos aus der Hauptstadt zu zeigen, denn am folgenden Tag starteten wir unsere lange Tour.
Nach unserer Rückkehr aus der Pampa blieben wir nochmal für 2 Tage in Ulaabaatar und besuchten u.A. auch das hochinteressante National Museum
« Letzte Änderung: 09. Oktober 2009, 14:36:32 von wufgaeng »
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Re: Die Mongolei und auf den Spuren von Dschingis Khan
« Antwort #8 am: 09. Oktober 2009, 16:22:04 »

Lieber Wolfgang,
schreib doch bitte auch etwas über eure Unterkünfte, Qualität, Preis, empfehlenswert oder nicht.
Was gabs zu essen, was gabs zu trinken, was ahbt ihr abends in Ulan Bator unternommen?

Dein Bericht gefällt mir bisher ganz ausgezeichnet!

Wolfram
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Re: Die Mongolei und auf den Spuren von Dschingis Khan
« Antwort #9 am: 09. Oktober 2009, 16:57:54 »

danke, lieber Wolfram, ich werde morgen vorgreifen und mehr über Ulaanbaatar berichten, was ich eigentlich erst nach der Tour-Beschreibung machen wollte.
Also dann morgen gehts weiter mit Ulaanbaatar (Schreibweise "Ulan Bator" ist auch richtig).
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Re: Die Mongolei und auf den Spuren von Dschingis Khan
« Antwort #10 am: 09. Oktober 2009, 17:47:34 »

Habt Ihr bei dem dichten Programmm noch Zeit gehabt, auch mal abseits der geführten Routen hinter die Kulissen zu schauen?

Zitat
Ulan Bator has a high crime rate which explains all the steel bars and security guards in apartment buildings and larger stores. Pickpocketing is common and violent muggings are increasing so it is advisable to avoid walking alone after dark. Street lighting is unreliable and the city is frequented by drunks and stray dogs. Most sidewalks are not paved and so can be very muddy and slippery during a thaw or after rain. Walking on the streets at any time is a hazardous affair as one needs to contend with ice from about October to March, open manholes and extremely chaotic and wild driving habits. Drivers (including buses and police) pay no attention to pedestrian crossings and will not reduce speed, but simply sound their horns. The automobile culture in this city is too new to have developed safe driving systems and habits.
...
Child beggars are common and persistent on the streets, but watch out for groups of them, as one may be trying to pick your pocket. Also be aware that any money you do donate will go straight to their teenage "pimps", and so you may not be helping them as much as you think.
http://wikitravel.org/en/Ulan_Bator
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Re: Die Mongolei und auf den Spuren von Dschingis Khan
« Antwort #11 am: 09. Oktober 2009, 18:25:54 »

Zitat
Ulan Bator has a high crime rate which explains all the steel bars and security guards in apartment buildings and larger stores. Pickpocketing is common ...

Eine Stadt als sicher oder unsicher zu bewerten ist für mich immer relativ. Ich fühle mich z.B. in der Städten wie Mailand, Athen, Paris, aber auch Bremen oder Hamburg unsicherer als in Ulaanbaatar, weil die Kriminalität wesentlich intelligenter und organisierter abläuft. Nach 30 Jahren Bangkok kann ich sagen, dass Bangkok als relativ sicher gilt. Am schlimmsten ist wohl Port Mombasa, Rio und Lagos. Die Augen auf haben sollte man überall und nie sollte man mit irgend einen Reichtum provozieren (meine NIKON-Kamera steckt immer in einer simplen Lidl- oder verschlissenen Phototasche, die nicht zu einem Diebstahl einlädt). Ich zähle keine großen Geldscheine in der Öffentlichkeit, ich liebe sowieso keine Ketten um meinen Hals, auch keine goldene, trage keine Ringe und meine Uhr ist von Casio. Es gibt Leute, ganz besonders hier in Thailand, die können ohne "Großkotz (Prestige-Klunker)" nicht rumlaufen und sind natürlich dann ein leicht gefundenes Fressen für diese Kriminellen.
Ich reise seit 40 Jahren mehrmals im Jahr auch in kritische Länder - und mir ist noch nie etwas Schlimmes passiert, außer dass ich mal von der malayischen Polizei entsetzlich erpresst und abgezockt wurde, weil man mir unterstellte, mit Falschgeld zu bezahlen, das aber in Wirklichkeit echt war, es waren bei der Deutschen Bank München gewechselte US-Dollar-Scheine, die schlussendlich selbstverständlich die malayische Polizei einsteckte.
Damit will ich sagen - nicht nur in Thailand - kommt die wirkliche Gefahr für einen Reisenden von skrupellosen, korrupten Beamten, Schleppern und oft auch zwielichtigen Landsleuten (Deutsche Superinsider), die die Unerfahrenheit vieler Reisender ausnutzen.
Ulaanbaatar ist gewiss nicht der sicherste Platz, aber uns hat dies nicht abgeschreckt, die Stadt und das großartige Land zu bereisen.

Zitat
Habt Ihr bei dem dichten Programmm noch Zeit gehabt, auch mal abseits der geführten Routen hinter die Kulissen zu schauen?

In anderer Hinsicht haben wir auch hinter die Kulissen geschaut, denn unsere Ausflüge in Ulaanbaatar waren nicht im allgemeinen Programm vorgesehen. Über unsere Stadttouren, die Kneipen- und Restaurantbesuche berichte ich die kommenden Tage in den nächsten Beiträgen.
« Letzte Änderung: 09. Oktober 2009, 18:54:20 von wufgaeng »
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Re: Die Mongolei und auf den Spuren von Dschingis Khan
« Antwort #12 am: 10. Oktober 2009, 16:03:55 »

Hier vier Photos aus der mongolischen Hauptstadt, eine Beschreibung folgt im nächsten Beitrag:


Enh Taivany Orgon Choloo oder auch Peace and Friendship Avenue


State Department Store, das größte Kaufhaus der Großstadt


Der Stadtplatz gegenüber dem Kaufhaus, am Ende links befindet sich eins der beiden Irish Pubs


Das neue Wahrzeichen von Ulaanbaatar der Blue Sky Tower
« Letzte Änderung: 10. Oktober 2009, 16:09:41 von wufgaeng »
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Re: Die Mongolei und auf den Spuren von Dschingis Khan
« Antwort #13 am: 12. Oktober 2009, 17:52:32 »

Der erste Eindruck, den man von Ulaanbaatar bekommt, war für uns nicht überwältigend, eine trostlose Großstadt, Verkehrschaos, aus allen Richtungen der schrille Lärm von Drillerpfeifen der Verkehrspolizisten, das mich an die Kleinkindmenthalität der thailändischen Parkplatzwächter erinnert, schmucklose Gebäude, tiefhängende Regenwolken und ein unangenehmer kalter Wind, alles in Allem nicht einladend. Die Stadt mit seinen 1,06 Mill. Einwohnern wirkt chaotisch überall wo man hinsieht. Erst nach dem ersten Stadtbummel erkannten wir aber auch, dass sich es sich durchaus lohnt, in Ulaanbaatart ein paar Tage zu verbringen.
Unsere Unterkunft, das Miami-Hotel im Zentrum der Stadt, war ok, es fehlte an nichts, der Preis etwa 35 Euro incl. Frühstück. Es ist schwer zu finden, der Weg führt durch eine unscheinbare Einfaht über einen Hinterhof. Mancher empfindet es als störend, wenn man oft russische Zimmernachbarn hat, die sich auf ihre Weise geräuschvoll mit mongolischen lebendigen Wärmflaschen vergnügen.
Ein paar Schritte und man ist auf der Hauptstraße der Stadt, sie heißt mongolisch Enh Taivany Orgon Choloo. Diese führt etwa 1,5 km vorbei am größten Kaufhaus zum Hauptpostamt und zum eigentlichen Zentrum mit dem imposanten Neubau, dem noch nicht ganz fertiggestellten Blue Sky Tower, der in seiner Form dem Segelboothotel in Dubai gleichkommt. Dort ist auch das Opera House, wo wir eine sehenswerte (hörenswerte) Darbietung erlebten (siehe meinen voausgegangenen Beitrag).
Das große Kauhaus an der Hauptstraße dürfte das größte in der ganzen Mongolei sein. Ich war überrascht, wie viele deutsche Produkte das Kaufhaus führt. Der spürbare deutsche Einfluss in der Mongolei ist noch auf die alte Beziehung zur damaligen DDR zurückzuführen.
Ein sehenswerter Besuch ist das Nationale Historische Museum in der Nähe des Süchbaatar-Platzes und die Gandan-Klosteranlage, über die ich schon vorher berichtete. Sie liegt westlich des Stadtzentrums.

Die ganze eigenständige Mongolei hat nur 2,95 Mill. Einwohner, davon leben knapp über 1 Mill. in Ulaanbaatar. Das Land ist dreimal größer als Deutschland, Schweiz und Österreich zusammen. Damit ist die Mongolei das dünnbesiedelste Land der Welt.
Zum Vergleich: die Innere Mongolei mit seiner Hauptstadt Hohhot, die der Volksrepublik China angehört, ist nur um ein Drittel kleiner als die Äußere Mongolei, hat 23,76 Mill. Einwohner - und davon sind fast 80 % Han-Chinesen, Mongolen gibt es dort nur noch 17 %.

Jeder Reisende, der die Mongolei besucht und eine Tour startet, tut dies von der Hauptstadt Ulaanbaatar aus. Es lohnt sich dann allemal, dort ein paar Tage zu verbringen.


Chinggisiin Orgon Choloo (Straße) im Zentrum der Stadt


Sükhbaataryn Gudam (Avenue) mit der Hauptpost im Vordergrund, der Börse der Mongolei und dem Regierungs-Hochhaus


« Letzte Änderung: 12. Oktober 2009, 18:03:32 von wufgaeng »
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« Antwort #14 am: 13. Oktober 2009, 19:48:29 »

Von unserem Hotel Miami zum Sükhbaatar Square waren es ungefähr eineinhalb Kilometer. Ein Spaziergang entlang der Avenue lohnt sich sehr, denn man begegnet vielen bildhübschen Mongolen-Schönheiten in einem tollen Outfit ganz ohne Pfannkuchengesichter, (ein Vorurteil, das nicht berechtigt ist, ich hätte mehr photographieren sollen!)
Der Sükhbaatar Platz ist Zentrum und viele wichtigen Ziele sind in der Nähe: Das Hauptpostamt, das National Museum, eins der Irish Pubs, die Havanna Bar, das Opernhaus, die Börse, der Blue Sky Tower, der Stadtpark, die Deutsche Botschaft, hervorragende Restaurants und - hmm - das Rotlichtviertel. Alle Ziele nur ein paar Schritte oder wenige Minuten entfernt.


Der erst neu errichtete Parlament-Palast mit einer schwarzen Dschingis Khan Statue am Eingang des Gebäudes


Ein Früchte-Verkaufsstand entlang einer Hauptstraße in Ulaanbaatar
Früchte und Gemüse ist in der Mongolei Mangelware und meist importiert


Der Sükhbaatar Square im Zentrum der Stadt


Die Enkh Tayvan Avenue in Ulaanbaatar während der Hauptverkehrszeit
Ein Oberleitungs-Bus führt durch den ganzen Stadtkern, die Benützung ist spottbillig. 50 - 100 Tögrög das Ticket,
1 € = 2127.81 mongolische Tögrög, Stand Oktober 2009
« Letzte Änderung: 13. Oktober 2009, 19:53:06 von wufgaeng »
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