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Autor Thema: Wo die glücklichsten Menschen leben: Die erste „Weltkarte des Glücks“  (Gelesen 8965 mal)

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Walti

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Der mit Abstand größte Vorteil dieser Studie ist, dass man eine schöne Weltkarte zum Angucken hat. Man hat eine farbige Weltkarte und keinen langweilige Text oder Tabelle. Gemäß dieser Studie sind die Schweizer und Österreicher die zweit- und drittglücklichsten Menschen der Welt!Je dunkelroter das Land, desto glücklicher

    Die glücklichsten Menschen leben gemäß der ersten Weltkarte des Glücks in Dänemark, der Schweiz und Österreich. Aber auch andere Länder wie Irland (Platz 11), Luxemburg (12), Holland (15) und Belgien (28) liegen noch vor uns. Deutschland kam bei diesem Vergleich der Zufriedenheit (nicht des Glücks) von 178 Ländern auf Platz 35.
  Weitere interessante Länder sind:
4. Island
6. Finnland
7. Schweden
10. Kanada
23. USA
35. Deutschland
41. England
50. Italien
62. Frankreich
90. Japan
125. Indien
176. Kongo
177. Simbabwe
178. Burundi.
   Was uns also trösten kann: Andere Länder wie England (Platz 41), Spanien (46), Italien (50), Frankreich (62), China (82), Japan (90), Bangladesch (104) und Indien (125) liegen zum Teil weit hinter uns. Die drei unzufriedensten Länder waren Kongo (176), Simbabwe (177) und Burundi (178).
  Bei der Interpretation seiner Ergebnisse kam der Psychologe Adrian White zu dem Schluss, dass bei der Bewertung des "Glücks" die Gesundheit eine größere Rolle spielt (r = 0,62) als der materielle Wohlstand (r = 0,52) oder die Bildung (r = 0,51). Alle drei Größen hängen aber selbst sehr eng miteinander zusammen (Alle reichen Länder haben schließlich bessere Gesundheits- und Bildungssysteme und eine höhere Lebenserwartung als arme Länder.)
    „Diese Studie macht Schluss mit der Idee, der Kapitalismus stürze die Menschen ins Unglück.", sagt der Psychologe Adrian White, „Wenn die Leute gefragt werden, ob sie glücklich mit ihrem Leben sind, dann bejahen das am ehesten die Menschen in Ländern mit einem guten Gesundheitssystem, einem höheren Pro-Kopf-Einkommen und mit Zugang zu Bildung.“ Die „Frustrationen des modernen Lebens“ und Angst vor dem Älterwerden seien offenbar weniger ausschlaggebend als Gesundheit, Geld und Wissensdurst.

Verwendete (drittklassige, zweifelhafte) Quellen:
Central Intelligence Agency (CIA, 2006), The World Factbook.
Marks, N., Abdallah, S., Simms, A, Thompson, S. (2006): The Happy Planet Index, London, New Economics Foundation.
UNESCO, EFA Global Monitoring Report (2002)
United Nations (2005): UN Human Development Report. US, New York: Oxford University Press.

    Die englische „New Economics Foundation” veröffentlichte kurz davor einen „Happy Planet Index" (HPI), der Länder danach einstuft, wie lange und "glücklich" die Menschen eines Landes leben ohne den Planeten zu zerstören. Der HPI kombiniert dabei Daten über die durchschnittliche Lebenserwartung, Umfrageergebnisse über die Lebenszufriedenheit und den Verbrauch von natürlichen Resourcen (Energie, Bodenausbeutung usw.). Die folgende Grafik zeigt, dass Vanuatu, Kolumbien und Costa Rica die Plätze eins bis drei belegen, während Deutschland auf Platz 81 und die USA auf Platz 150 landen.
    Seriöse Glückswissenschaftler können über den HPI nur lachen und empfinden ihn als eine gute Empfehlung für die Planung des nächsten Urlaubs.
http://www.gluecksforschung.de/Die_gluecklichsten_Menschen.htm


Wie viel Geld Sie verdienen oder haben
spielt fast keine Rolle mehr, sobald die Armut einmal vorbei ist

Ich werde oft gefragt: „Was hat glücklich sein mit Geld zu tun?" Um mal gleich die Katze aus dem Sack zu lassen: Das kommt ganz darauf an, wie viel man davon hat. Und zwar um so mehr, je weniger Geld man hat und um so weniger, je mehr Geld man hat. Es besteht zwar ein riesengroßer Unterschied zwischen dem, ob man „überhaupt kein"  oder „genug" Geld hat, aber praktisch kein Unterschied mehr zwischen dem, ob man „genug" oder „sehr viel" Geld hat.
   Wie jeder weiß, bleibt für den, der im blanken Elend lebt und bei dem sich alles ums nackte Überleben dreht, wenig Raum und Zeit fürs Glücklichsein. Wer hungert, dürstet, friert, Angst vor dem Morgen und kein Dach über dem Kopf hat, kann schwerlich glücklich sein. Deshalb ist auch der Nutzen des Geldes zum Glücklichsein bei den ärmsten, bitterarmen und armen Menschen am größten, flacht aber mit steigendem Einkommen ab:
Um die eingangs gestellte, uralte Frage: „Was hat glücklich sein mit Geld zu tun?" aber bestmöglich beantworten zu können, geht die internationale Glücksforschung seit mehr als 25 Jahren regelmäßig von zwei unterschiedlichen Forschungsansätzen aus:

Ronald Inglehart, Universität Michigan      Beim ersten Forschungsansatz1),2) führen die Forscher weltweit Glücksvergleiche zwischen den Ländern durch. Tatsächlich liegen die Bürger der reichen Länder bei allen internationalen Glücksvergleichen stets in der oberen Gruppe und die Einwohner der armen Länder stets in der unteren. So bezeichneten sich beispielsweise in einer EU-Umfrage nur 10 Prozent der Portugiesen als „sehr glücklich", aber 40 Prozent der Holländer und zwischen 40 und 50 Prozent der Dänen. Diese liegen zusammen mit den Isländern und den nordischen Ländern Schweden, Finnland und Norwegen, der Schweiz, USA und anderen reichen Ländern, darunter auch Deutschland, stets in der oberen Gruppe aller Glücksvergleiche, während arme Schlucker wie Bulgaren, Griechen, Portugiesen, Tschechen, Inder und insbesondere die Russen und alle Ex-Kommi-Länder stets die Schlusslichter im der unteren Gruppe bilden. Portugal und Griechenland sind, nur nebenbei bemerkt, die ärmsten EU-Länder:
Die wohlhabenden Japaner schneiden allerdings trotz ihres beträchtlichen Wohlstands stets schlechter, als die Bürger kulturell westlich orientierter Industrieländer ab. Die Japaner sind - trotz ihres beträchtlichen Wohlstands - seit Jahrzehnten stets weniger glücklich als die Bürger westlicher Kulturen und Wertesysteme. Das liegt vor allem an ihrer kollektivistischen Kultur, in deren Mittelpunkt das Wohlergehen der Gemeinschaft steht und die vor allem Harmonie und Pflichterfüllung gegenüber der Gruppe und Gesellschaft verlangt und weniger Wahlfreiheiten und -möglichkeiten wie man sein eigenes Leben einrichten will zur Befriedigung der individuellen Wünsche und Bedürfnisse zulässt.
     Ganz allgemein gilt, dass Menschen in kollektivistischen, das heißt das Gemeinwohl betonender Kulturen, wie die japanische, stets weniger glücklich sind als Menschen, die in westlich orientierten, individualistischen, das heißt die Individualität des Einzelnen berücksichtigenden, Kulturen leben, in denen das Wohlergehen des Einzelnen im Mittelpunkt steht und das Erleben, Äußern und der Ausdruck von angenehmen Gefühlen erwartet, unterstützt ...,  ja geradezu gefordert wird.
   Das hohe Einkommen allein kann es also nicht sein, dass die Bürger der reichen Länder glücklicher macht. Denn, obwohl sich beispielsweise das inflationsbereinigte Netto-Durchschnittseinkommen in den USA in den letzten 50 Jahre mehr als verdreifacht hat, nahm das Glück und Wohlbefinden der Amerikaner keinen Deut zu, sondern blieb trotz des verdreifachten Wohlstands unverändert gleich hoch. Ähnliche Ergebnisse haben wir auch aus Frankreich, Deutschland und Japan.
     Beim zweiten, für uns wesentlich interessanteren Forschungsansatz, führen die Glücksforscher Glücksvergleiche innerhalb eines Landes, zwischen seinen Bürgern durch. Vielleicht meinen Sie, mein verehrter Leser, ein höheres Einkommen mache glücklicher und deshalb sei Reichtum das einzig wahre Endziel? Mitnichten mein göttlicher Freund, mitnichten. Zunächst einmal: Geld ist ein Tauschmittel und ein Mittel zum Zweck (und kein Endziel) und somit nicht alles (Gewöhnlich reicht es leider nicht aus.) „Ein reicher Mann", sagte einmal zutreffend der reichste Mann seiner Zeit Aristoteles Onasis, „ist oft ein armer Mann mit sehr viel Geld".
     In amerikanischen Glücksstudien schlugen sich die materiellen Bedingungen nur mit einer Abweichung von weniger als fünf Prozent im Glückshaushalt nieder. Zwar weiß ein altes deutsches Sprichwort, dass Geld nicht glücklich macht, aber an das Treibmittel „Money, Money, Money" klammern sich unzählige Sehnsüchte, und hartnäckig hält sich das Vorurteil, die Reichen müssten eigentlich glücklicher sein als wir. Sind sie aber nicht.
    Die Wechselwirkung zwischen Reichtum und Glück ist nach Meinung des Oxford-Professors Michael Argyle „erstaunlich gering". Einkommen und Vermögen haben einen überraschend schwachen, - tatsächlich, praktisch bedeutungslosen - Einfluss auf unser Glück und Wohlbefinden, der nicht der Rede wert ist.
    Mehr zu verdienen ist auch deshalb für unser Glück und Wohlbefinden nicht erforderlich, weil es mit steigendem Einkommen kaum zunimmt. Zwar sind Euro, Schweizer Franken oder Dollar exakt feststellbare objektive Größen, können aber für jeden Menschen etwas ganz anderes bedeuten, je nachdem, wie sie empfunden werden, was ihm fehlt, wie er sie verdient, wer sie verdient, wer sie ausgibt und wie sie ausgegeben werden.
     In der Tat. Es kommt auf die individuell unterschiedliche Beurteilung des Einkommens an. Jede Bewertung liegt aber in den Augen des Betrachters. „Viele Menschen stören ihr eigenes Wohlbefinden mit falschen Erwartungen. Sie wollen nicht nur glücklich sein, sondern am besten noch ein bisschen glücklicher als die, die sie kennen und mit denen sie sich vergleichen. Und das ist deshalb so schwierig, weil sie die anderen normalerweise für glücklicher halten, als sie es tatsächlich sind." Die Schulfreundin, die eine tolle Karriere gemacht hat, die Super-Modells in den Frauenzeitschriften, der Bruder, der Onkel, die Schwester, die Cousine, die Kollegin mit dem gut aussehenden Mann, den lieben und erfolgreichen Kindern und der riesigen Wohnung, Haus, Wochenendhaus, Boot und der Mitgliedschaft im Tennis oder gar Golf Club -, die müssen ja wohl glücklicher sein, oder? Müssen sie überhaupt nicht. Wer so denkt unterliegt einem Trugschluss und stellt eine Milchmädchen-Rechnung auf, wenn er von den altbekannten, falschen Vorstellungen ausgeht und von den eben genannten Tatsachen auf ihr Glück und Wohlbefinden schließt.
    Sauberes Wasser, Nahrung, Wohnung, Kleidung und Sicherheit sind die Grundlagen des materiellen Wohlbefindens. Sobald diese Grundbedürfnisse aber einmal befriedigt sind, zählt zunehmender Wohlstand erstaunlich wenig. Auch bei Lotto-Millionären pegelte sich ihr Glücksniveau bald wieder auf seinem Normalniveau ein. Nachdem es anfangs raketenartig in die Höhe schoss, sank es - der schier unbegrenzten menschlichen Anpassungsfähigkeit und Gewöhnung an die neuen Lebensumstände entsprechend - spätestens nach einem halben Jahr wieder auf das Normal-Niveau herab.
      Auch hier gilt das sattsam bekannte Sättigungsgesetz: Andauerndes Vergnügen verliert seinen Reiz. Außerdem beurteilen wir uns als „arm oder reich" immer im Vergleich mit anderen. Mit größerem Reichtum verkehren wir aber in anderen Kreisen mit neuen Bekannten, und in ihnen sind (leider wieder) einige Leute, die reicher sind als wir. Und wir sind plötzlich wieder „arm".
     Der Besitz besitzt. Er macht uns kaum unabhängiger und glücklicher. Jeder Gegenstand, den wir haben, wirkt und - so unglaublich es klingen mag - macht seine eigenen Ansprüche geltend. Je mehr Gegenstände wir haben, desto mehr Ansprüche müssen wir befriedigen. Sie dienen nicht nur uns, sondern auch wir müssen ihnen dienen. Und wir sind oft mehr ihre Diener, als sie die unseren. Glücklich wird nicht der, der sich ständig neue Luxusgegenstände kaufen kann, an denen er schnell wieder seine Freude verliert, sondern der, der sich klar macht, dass er längst hat, was ihn glücklich machen kann. Wer sich klar macht, was er schon hat, statt immer neuen Verlockungen hinterher zu jagen, hat von vornherein schon augenblicklich ein höheres Glücksniveau.
      In der High Society der USA stuften 100 Multi-Millionäre (Forbes-Liste, jeder mindestens 125 Millionen Dollar schwer) ihr Wohlbefinden nicht bemerkenswert besser ein, als 100 zufällig aus dem Telefonbuch ausgewählter Durchschnitts-Amerikaner. „Happy" fühlten sich 67 Prozent der Super-Reichen und 62 Prozent der Durchschnitts-Amerikaner. Die Amerikaner Dr. Angus Campbell und seine Kollegen kamen im Rahmen ihrer - als klassisch bezeichneten - Studie „The Quality of American Life" schon 1976 zum selben Schluss: „Die finanzielle Situation eines Menschen gehört zu den unbedeutenden Dingen seines Lebens. Viel Geld zu haben", so stellten sie fest, „ist kein Mittel um glücklich zu werden."
    Auch Riesen-Glücksfälle haben nur vorübergehend Einfluss auf unser Glück und Wohlbefinden. Spätestens drei bis sechs Monate (vielleicht schon am nächsten Tag) nach dem Lottogewinn oder Karrieresprung pegelt sich die Stimmung wieder auf dem gewohnten Normalniveau ein. Es gibt eine Menge armer Leute, die glücklich und zufrieden sind und keinerlei Anstrengungen machen, irgend etwas dagegen zu tun. Es geht wirklich nicht darum, wie viel man verdient oder hat, sondern darum, von wie wenig man glücklich und zufrieden leben kann.
   Vergnügt zu sein, ohne Geld, das ist's, das ist der Stein der Weisen. Unser „Elend" besteht nicht im Nichthaben der Dinge, sondern im Verlangen nach den Dingen. Andererseits gibt es eine Menge unglückliche Super-Reiche, und das überrascht uns auch wiederum nicht, wenn man die schwache Wechselwirkung zwischen Reichtum und Glück kennt und weiß, dass es immens wichtigere Glücksquellen als Reichtum gibt.
    Aber, ich verstehe die Super-Reichen. Wofür denn, um alles in der Welt, sollen sie auch ihr Geld ausgeben, wenn nicht für bestes Essen, beste Autos, Yachten, Vergnügungen, Luxus und Veranstaltungen aller Art? Was sollen sie mit ihrem Geld machen, ohne diese Genüsse? Das Geld dient zum guten Leben (und nicht das Leben zum Anhäufen von Geld.)
  &nbsp. Mit steigendem Einkommen steigen unsere Ansprüche. Je mehr aber unsere Wünsche und Bedürfnisse bereits befriedigt sind, desto geringer sind die zusätzlichen Glücksgewinne, die jeder weitere Einkommenszuwachs mit sich bringt. Je mehr wir haben, desto mehr haben wir zu wenig. Sind die Mindestbedürfnisse einmal befriedigt, geben einem die kleinen Freuden des Lebens das größtmögliche Glück: Gute zwischenmenschliche Beziehungen, eine gut funktionierende, intime Partnerschaft oder ein guter Freund, ein erfülltes Berufsleben - all das macht, alles in allem und summa summarum, glücklicher als ein Lotto-Gewinn.
  Das Fazit der internationalen Glücksforschung lautet deshalb fast wie ein Satz aus einem Kinder-Schulbuch. Auch wenn es unglaublich banal und heuchlerisch klingt: Ein hohes Einkommen mag zwar beruhigen - glücklicher aber macht es nicht. Denn mit Geld verhält es sich wie mit der Gesundheit und jedem anderen Gut: Sein Mangel mag zwar Trübsal, Jammer, Leid und Elend verursachen, aber es zu haben garantiert kein Glück. Wegen der schier unendlichen Anpassungsfähigkeit des Menschen gewöhnen wir uns nämlich sehr schnell an neue Lebensumstände, und wenn die Grundbedürfnisse einmal befriedigt sind, bringt jeder weitere Zuwachs an Einkommen einen immer kleineren Glückszugewinn. Nicht der heiß ersehnte Lottogewinn oder BIG BANG, sondern viele kleine bing, bing, bing, bing machen uns glücklich.


« Letzte Änderung: 02. Februar 2010, 15:04:13 von Walti »
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Ist das nicht schlicht und einfach die Statistik der Ärmsten, in etwa die Statistik der Glücklichsten umgedreht? 
Also nicht viel neues. Schon gar-nicht um nun etwas zu ändern.....  :-X
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