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Autor Thema: Der Tod ist zu teuer geworden — lieber gar nicht erst Sterben!  (Gelesen 2876 mal)

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boehm

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Traurig, wenn es so kommt.

Nach meiner Meinung aber auch die Gier der Bestattungsunternehmer und Behörden.

Kann man sich es noch leisten zu sterben??????????

Selbst für
die Beerdigung reicht's nicht
Sozialämter zahlen immer öfter fürs Begräbnis


Von Cornelia Steiner

BRAUNSCHWEIG. Ein Mensch wird bestattet, und niemand ist dabei. Kein Freund, kein Familienmitglied begleitet ihn auf dem letzten Weg. Nichts erinnert an ihn. Ein trauriges Bild - aber eines, das auf Friedhöfen in unserer Region immer häufiger zu sehen ist.

Friedhöfe sind eine Welt für sich. Eine Welt des Trauerns, des Gedenkens, des Erinnerns an wunderbare gemeinsame Momente. Doch immer häufiger hört man mahnende Worte, etwa von Bestattern und den Kirchen. "Wir bemerken, dass sich der Umgang mit dem Tod und die Trauerkultur wandeln. Es gibt häufiger Bestattungen, die ohne Angehörige stattfinden. Dabei spielt Gleichgültigkeit eine immer stärkere Rolle", sagt der Braunschweiger Propst Thomas Hofer. "Das ist bedrückend - denn wer einsam stirbt, hat meistens vorher schon einsam gelebt."

Alexander Helbach von Aeternitas, einer unabhängigen Verbraucherinitiative für Bestattungskultur, bestätigt diesen Trend. Ähnlich wie Hofer will er nichts dramatisieren. Dennoch sagt er: "Die Vorstellungen von Würde und Pietät haben sich verändert. Wir müssen aufpassen, dass dies nicht in eine Entsorgungsmentalität umschlägt."
Helbach zufolge spielt auch das Geld eine große Rolle. "Sehr viele Leute schauen, wie sie bei der Bestattung sparen können. Das liegt vor allem am Wegfall des Sterbegeldes vor sechs Jahren, aber auch daran, dass immer mehr Menschen nur wenig Geld zum Leben haben", sagt Helbach. Die Preise für eine Bestattung setzen sich aus mehreren Gebühren zusammen. Als Richtwert für eine einfache Bestattung gelten 2500 bis 3000 Euro.

Bundesweit steigt die Zahl der Bestattungen, die von den Kommunen bezahlt werden müssen - entweder weil den Angehörigen das Geld dafür fehlt oder weil keine Angehörigen zu finden sind. "In Nordrhein-Westfalen haben sich die Ausgaben der Kommunen für solche Sozialbestattungen zwischen 2005 und 2008 verdoppelt. Das gilt auch für die anderen Bundesländer", glaubt Helbach.

In unserer Region ist kein einheitlicher Trend zu erkennen. Im Jahr 2008 hat etwa der Kreis Wolfenbüttel 14  Mal die Kosten für eine Bestattung übernommen, weil Angehörige sie nicht tragen konnten. 2009 waren es mit 23Fällen deutlich mehr. Hingegen sind die Zahlen in anderen Kommunen stabil. So zahlt die Stadt Braunschweig im Jahr knapp 200  Mal einen Teil der Kosten oder den gesamten Betrag aus Mitteln der Sozialhilfe.

Dass gespart wird, spüren vor allem Sarghersteller und Bestatter. Viele Menschen kaufen billigere Särge aus Osteuropa. In Großstädten wie Berlin florieren die Geschäfte von Discount-Bestattern.

Zugleich gibt es aber neue Formen: So wird in Hannover eine Kirche als Bestattungsraum für Urnen genutzt.

© Braunschweiger Zeitung: 13. Maerz 2010,


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Lupus

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Re: Der Tod ist zu teuer geworden!
« Antwort #1 am: 13. März 2010, 12:15:45 »

Manchmal gibt's schon noch ein wenig Kultur:
Vor 1 1/2 meinen Vater bestattet http://www.thaiwolf.info/html/Beerdigung/Thumbnails.html
und auch eine bebilderte Reise durch sein Leben ins Inet gestellt (für mich, die Kinder, Enkelkinder und Freunde)
http://www.thaiwolf.info/html/victor/default.htm
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thai.fun

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Re: Der Tod ist zu teuer geworden!
« Antwort #2 am: 13. März 2010, 17:46:26 »

.... Dabei spielt Gleichgültigkeit eine immer stärkere Rolle", sagt der Braunschweiger Propst Thomas Hofer. "Das ist bedrückend - denn wer einsam stirbt, hat meistens vorher schon einsam gelebt."
Da ich an Weihnachten meinen 3 Mt. Urlaub in Thailand abbrechen musste weil meine Mutter im Sterben lag und heute immer noch liegt, berührt mich Dein Beitrag natürlicherweise!

Vor allem das einsam sterben, dass je reicher das Land je mehr auch geschieht, zeigt auch gerade dass der Familien zusammenhalt in Thailand und Drittweltländern allgemein "noch" ziemlich intakt ist.
In Zürich, also einer der reichsten Städten der Welt, ist jede zweite Wohnung von einer einzigen, oft Einsamen Person bewohnt!

Und wie oben schon erwähnt ist es auch hier immer mehr zu sehen das die Bestattungsteilnehmer die Bestattungszeremonien und die Friedhofs-besuche immer "arm oder allein-Seliger" vonstatten gehen, ob nun die Verstorbenen reich waren oder nicht! Manchmal hab ich das Gefühl, je reicher die Verdorbenen je armseliger das Begräbnis.

Wer in der Schweiz Kirchensteuern bezahlt hat, bekommt bei Armut auch ein Begräbnis von der Kirche und dem Staat bezahlt.
Sorry, aber auch dies ist ein Grund für Angehörige, sich nicht zu sehr um die Sterbenden oder eben um die kommenden Kosten zu kümmern!

Auch die Pension und Altersrenten die ein Lehrling schon für die Alten bezahlen muss, ist ein Grund sich nicht persönlich um dieselben zu kümmern. Der Staat entbindet und regelt die Persönlichen Bindungen von Jung zu Alt und umgekehrt! Niemand braucht ein schlechtes gewissen zu haben, man bezahlt ja! So hat alles zwei Seiten......
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boehm

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Re: Der Tod ist zu teuer geworden!
« Antwort #4 am: 13. März 2010, 19:45:30 »

@ thai.fun

Tut mir sehr leid mit deiner Mutter.

Ist aber wirklich schlimm, mit den Bestattungsunternehmern. Klar, wer will diese Arbeit schon gerne machen, wenn man das mal so "geschäftlich" betrachten will.

Trotzdem ist es traurig, was da in Europa so ab geht.

Von daher bin ich froh, dass ich vermutlich mal in Thailand sterben werde. Ich glaube zwar nicht an das, was die Kirche so predigt (st ja auch der Hammer mit den Missbrauchs Fällen), aber das was buddhistisch abgeht, finde ich ganz gut.

Finde auch gut, dass hier die Familien niemand im Stich lassen.

Gibt es bestimmt auch mal, aber ist nicht die Regel, soweit ich das hier sehe.

Kein Wunder also, wenn in D die Leute zu Memoris und Co gehen, wenn eine Bestattung unbezahlbar wird.

Ich habe es auch schon 3 Mal durch, beide Eltern und ein Bruder. Vom Preis her war ich zwar erschüttert, aber das Geld vom Nachlass hat gereicht.

Gruß
Böhm
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thai.fun

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Re: Der Tod ist zu teuer geworden!
« Antwort #5 am: 13. März 2010, 20:11:53 »

@hmh, bald haben wir in der Schweiz eine Abstimmung über eine Abzocker Initiative.
Man könnte ja diese Bestattungsunternehmer da auch noch rein-packen?  {--
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Issani

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Re: Der Tod ist zu teuer geworden!
« Antwort #6 am: 14. März 2010, 02:30:20 »


Mit was für kosten muß mann in Thailand für eine Bestattung rechnen?
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Dr.Mett

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Re: Der Tod ist zu teuer geworden!
« Antwort #7 am: 14. März 2010, 02:32:48 »

Der Tod ist in jedem Falle teurer als das Leben!
Auch in Thailand.

Salemaleikum!
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dii

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Re: Der Tod ist zu teuer geworden!
« Antwort #8 am: 14. März 2010, 05:51:45 »

...ich würds so wie die Parsen machen, aber Geier hats nicht so viele in Deutschland/Thailand  :'(     {--
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sanukk

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Re: Der Tod ist zu teuer geworden!
« Antwort #9 am: 14. März 2010, 06:03:57 »

Zitat
...ich würds so wie die Parsen machen

Wie geht das?

(ich meine:parsen)
« Letzte Änderung: 14. März 2010, 06:08:30 von sanukk »
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Burianer

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Re: Der Tod ist zu teuer geworden!
« Antwort #10 am: 14. März 2010, 07:05:17 »

 }} soweit ich das noch weiss, sind die Parsen in Indien, Bombay zuhause, die legen ihre Toten auf einGeruest, damit die von den Gaeiern gefressen werden, :-X
sowas aehnliches gibt es auch in einigen Provinzen in Nepal, dort zerstueckeln die Moenche die Leiche, legen die  (Teile)auf Felsen, sodaass die dann von den Geiern gerssen werden, ???
ist fuer uns Europaer ein grauselige Vorstelleung, aber in deren Glaube auch eine besondere Form des weiterlebens.

bei den Parsen hat das noch etwas damit zu tun, dass die Feuer, wasser und Erde nicht beschmutzen wollen, Glaubensform, desshalb kommt da nur diese Form 
(Freiluftbestattung) in Frage.

Bestattung hin oder her, ich werde wohl auch meinen Lebensabend in Thailand verbringen, und dann ((Spass) ab  durch den Schornstein ) auch wie Thais sich
im Temple verbrennen lassen, die Asche oder Teile davon werden dann hier auf den Grundstueck in einem keien Schrein aufbewahrt.
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sanukk

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Re: Der Tod ist zu teuer geworden!
« Antwort #11 am: 14. März 2010, 07:53:07 »

Danke für die Info.
Was willst Du denn im nächsten Leben werden? :'(
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Burianer

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Re: Der Tod ist zu teuer geworden!
« Antwort #12 am: 14. März 2010, 08:14:01 »

 }{ reich,  }{ reich in allem, an Erfahrung, reich im Geiste, reich an Kohle, und gute Gesundheit, und ein schoene Leben mit meiner Frau }{
ist ein bisschen viel, aber wuensche kann man haben  [-]
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boehm

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Re: Der Tod ist zu teuer geworden!
« Antwort #13 am: 14. März 2010, 08:51:44 »

Hier ist das ganze ja nicht mit so vielen Vorschriften verbunden, soweit ich weiß.

Leichenwagen gibt es nicht, hier fährt immer so ein Pick Up mit einer Kühlbox (Sarg) rum.

Särge sind bunt und nicht so teuer. Am einfachsten wäre eine Seebestattung. Werde es meiner Frau mal vorschlagen.

Einen Pick Up haben wir, also ab in einen umweltfreundlichen Beutel, und in der Andamanen See versenken, fertig!

Trauerfeier ist nicht nötig, es muss auch niemand kommen um Auf Wiedersehen zu sagen. Es reicht, wenn meine Frau und die Schwestern das machen....

Böhm ]-[ ]-[
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thaiman †

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Re: Der Tod ist zu teuer geworden!
« Antwort #14 am: 14. März 2010, 09:40:38 »


Hallo boehm
bei # 13 sagst Du: = keine Verabschiedung= es Stimmt, denn dazu gehoeren 2

                                                                                Gruss thaiman
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Man wird nicht reich von dem was man verdient, sondern von dem was man nicht ausgibt
 

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