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Autor Thema: Eine Alternative - zu Thaksin  (Gelesen 14362 mal)

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Waitong

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Re: Eine Alternative - zu Thaksin
« Antwort #90 am: 28. März 2010, 20:54:16 »

Die Einfuehrung der Kapitalkontrollen war einfach nur dumm und unnoetig, Militaers sind keine Wirtschafts- und Finanzfachleute.  Nachdem Thailand die  Jahrzehntelange Devisenbewirtschaftung in den 90'iger Jahren aufgegeben hatte ist die Wirtschaft, nach der 97'iger Finanzkrise wieder auf die Beine gekommen.
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tom_bkk

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Re: Eine Alternative - zu Thaksin
« Antwort #91 am: 28. März 2010, 22:16:39 »

@Waitong

Du hast Recht ja! Ich wollte mit dem allen vorher eigentlich auch nur ausdruecken, dass der eigentliche Rechts-Ruck und Ignoranz bezgl. des Auslands erst so richtig nach dem Putsch losging ...

So hatte auch der damalige Botschafter, Herr Dr. Bruemmer nie eine Antwort bekommen, warum ueberhaupt geputscht wurde  :-)

http://archiv.thailandtip.net/index.php?topic=6253.0  :D

 

« Letzte Änderung: 28. März 2010, 22:36:54 von tom_bkk »
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namtok

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Re: Eine Alternative - zu Thaksin
« Antwort #92 am: 29. März 2010, 00:49:13 »

Mit einer einzigen Frage ist dein schwaches formales Argument an die Wand geklatscht:

Würdest du mir beispielsweise deine fiktiven  1.000.000 SHIN-Aktien mit den aktuellen Wert von 49,xx THB je Aktie- Gesamtwert also 49,xx Millionen  THB - für nur eine einzige lumpige Million THB verkaufen, also mit dem Kurswert von 1 THB?

Wenn Du jetzt ja sagst, gehörst du in die Klapsmühle.

Ich sag nur: Besteuerung steht hier und is steuerfrei:

 Taxation of Thai or foreign investors doing business in Thailand

     Individual Investor :   Tax exempt
    Juristic Investor : Pay corporate income tax but no withholding tax


http://www.set.or.th/en/regulations/tax/tax_p1.html
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gruffert †

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Re: Eine Alternative - zu Thaksin
« Antwort #93 am: 29. März 2010, 09:02:49 »

Tom bkk

Zitat
http://archiv.thailandtip.net/index.php?topic=6253.0

Interessant, den Link auf die damalige Diskussion noch mal durchzulesen. Ausser Tomm bkk und Waitong ist niemand der Leute die damals in diesem Thread diskutierten hier mehr anwesend. Oder haben die alle ihren Nicknamen gewechselt? Dann frag ich mich warum?

Guenther
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namtok

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Re: Eine Alternative - zu Thaksin
« Antwort #94 am: 29. März 2010, 13:59:41 »

Stimmt nicht ganz {; Nick geändert  :-X  vom kleinen zum grossen N...   {--
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ou1

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Re: Eine Alternative - zu Thaksin
« Antwort #95 am: 29. März 2010, 15:05:36 »

Ich sag nur: Besteuerung steht hier und is steuerfrei:

Aus deiner Antwort schließe ich, du  WILLST es nicht wahrnehmen, was das Wort Scheinvertrag bedeutet, weil es deinen Liebling Thaksin betrifft.

Scheinverträge dienen zur Täuschung Dritter (=Betrug), besonders der Behörden, wenn sich dahinter ein verdecktes Geschäft verbirgt. So sagen die Juristen. Sie sagen ferner, dass solche Verträge UNGÜLTIG = rechtsunwirksam sind, weil sie nicht ernsthaft gemeint und durchgeführt sind. Auf das Ergebnis der Gerichtsverhandlung geschielt, heißt das, dem Mann ist absolut kein Unrecht widerfahren, sondern es wird bestätigt, dass der Mann betrogen hat. Damit kann man sich jede  weitere Diskussion auch über eventuell strittige Details ersparen, auf denen du wieder rumreiten willst.

Dass der gesamte SHIN-Vertragskonstrukt als Scheinvertrag gebastelt worden ist, habe ich dir mit meiner dick gedruckten rethorischen Frage mehr als verdeutlicht.

Mehr werde ich zu diesem Thema nicht mehr schreiben. Leider bist du ein Musterbeispiel für etliche andere im Forum, dass ihr die kriminellen Handlungen Thaksins gegen seine positiven Errungenschaften aufrechnen wollt. Ich gestehe euch neidlos zu, dass langjährige Expats wie du und beispielsweise @gruffert besser als ich empfinden können, warum seine Maßnahmen so gut in der Bevölkerung des Isan  angekommen sind. Da spielen Gefühle wie Sympathie eine Rolle. Nur sollte man bei Thaksin den Verstand nicht außen vor lassen.

Seltsamerweise lese ich nur die allgemeinen Schlagworte, er sei der MP, der sich als erster den Problemen der Armen und speziell der Isanis gewidmet hätte. Bisher hab ich nur Straßenbau und KV als Begründung gelesen. Es soll ja noch andere Gründe geben, die man wegen der Problematik hier aber nicht veröffentlichen könne. Welche denn genau?. Vielleicht kannst du oder auch ein anderer mir mal per PN dazu nähere Informationen liefern.  Bitte keine Allgemeinheiten wie:  Gegner etc.

Ansonsten bleibe ich konsequent bei meiner Meinung, mit so viel Dreck am Stecken hat sich dieser skrupellose Egomane selbst disqualifiziert. Die Roten haben sich in seine Abhängigkeit begeben und haben somit einen Weg für künftige Lösungen bzw. Kompromisse versperrt. Die Alternative wäre: Rot ohne Thkasin. Wäre…..

@gruffert
Es ärgert dich, wenn hier ständig auf T. “rumgeprügelt” wird und du nicht in der gewohnt offenen Form dagegen argumentieren kannst. Ich vermute mal, das Thema hat mit der Staats-Transformation zu tun. Leider hat der gute Mann mich bis heute nicht davon überzeugen können, dass
- er umsetzt, was er  alles verspricht und versprochen hat
- er zuerst an das Volk und dann an sich selbst (Bereicherung) denkt
- für Recht und Gerechtigkeit sorgen will (was er während seiner Amtszeit beim besten Willen nicht geschafft hat.)
- er charakterlich für einen Führungspersönlichkeit taugt.

Vielleicht kannst du das? Ich hab mir mein Urteil weit ab vom Isan und aufgrund seiner letzten 2 Regierungsjahre gebildet. Da war kaum was Positives.

Lieber G.Ruffert, muss sich denn nun jeder, der T. nicht mag und ihm nicht traut, automatisch zum Schämen in die Ecke stellen oder gar wegen angeblicher Ignoranz  beschimpfen lassen? Wer  von uns den Mann richtig eingeschätzt hat, wird sich leider erst später herausstellen.

MfG
ou1



Ediert:

Überflüssiges Mehrfachzitat gekürzt. Beim nächsten Mal bei unerklärlichem Verlust solcher Beiträge bitte im Mülleimer suchen.  :-)

MfG hmh.  :)
« Letzte Änderung: 31. März 2010, 00:00:58 von hmh. »
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namtok

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Re: Eine Alternative - zu Thaksin
« Antwort #96 am: 29. März 2010, 15:13:02 »

SHIN-Vertragskonstrukt, Scheinvertrag  ???

Diese Firmenstruktur nennt man Holding und sowas is weltweit üblich...
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gruffert †

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Re: Eine Alternative - zu Thaksin
« Antwort #97 am: 29. März 2010, 18:04:19 »

Lieber OU1

Zitat
Lieber G.Ruffert, muss sich denn nun jeder, der T. nicht mag und ihm nicht traut, automatisch zum Schämen in die Ecke stellen oder gar wegen angeblicher Ignoranz  beschimpfen lassen?

Keineswegs! Jeder kann seine eigene Meinung ueber Taki, seine Leistungen und seine Charaktereigenschaften haben und hier verkuenden. Ich finde es aber ignorant wenn hier so argumentiert wird, als wenn er wegen angeblicher Steuerhinterziehungen oder gar Menschenrechtsverletzungen beim Drogenkrieg aus dem Land gejagt wurde. Die wahren Hintergruende koennen hier aber nicht diskutiert werden, deshalb finde ich die Diskussion einseitig,

Bei den Thais - von oben angefangen - waren die Toten im Drogenkrieg kein Grund zu protestieren, nur die Farang ziehen sich hier immer wieder dran hoch. Was sich aber waehrend seiner Regierungszeit fuer die aermeren Bevoelkerungsschichten verbessert hat (nicht nur Strassen und 300 Baht - Regelung} und was man ihnen jetzt droht wegzunehmen (allgemeines Wahlrecht, Mittel zum Ausbau der Infrastruktur u.s.w.) das treibt die Menschen auf die Strasse. Sie brauchen nicht - wie du schreibst - "leider" spaeter erst festzustellen ob er ein guter PM ist, das hat er fuer die Menschen die jetzt fuer seine Rueckkehr protestieren schon in zwei vollen Regierungsperioden bewiesen.

Guenther

« Letzte Änderung: 29. März 2010, 20:05:55 von gruffert »
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fred

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Re: Eine Alternative - zu Thaksin
« Antwort #98 am: 30. März 2010, 02:19:51 »

Ich finde es aber ignorant wenn hier so argumentiert wird, als wenn er wegen angeblicher Steuerhinterziehungen oder gar Menschenrechtsverletzungen beim Drogenkrieg aus dem Land gejagt wurde.

Der Tatbestand ist doch aber nicht wegzureden und wurde sogar von Menschenrechtsorganisationen angeprangert. Da spielt doch die Tatsache ob er dafuer verurteilt  wurde oder nicht keine Rolle. Das er das mit Einverstandniss des ganzen Systems gemacht hat ist auch nicht neu.  Oder argumetierst du auch so seltsam wie einige die sagen, wenn nicht verurteilt dann unschuldig?  ??? Wegen seiner krummen Geschaefte wurde er ja nun auch zu recht verurteilt. Das ganze zeigt doch nur das es unter Thaksin nie eine Demokraie gegeben hat. Ist das was die Roten wiederhaben wollen?
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Kubo

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Re: Eine Alternative - zu Thaksin
« Antwort #99 am: 30. März 2010, 05:23:03 »


 Wegen seiner krummen Geschaefte wurde er ja nun auch zu recht verurteilt. Das ganze zeigt doch nur das es unter Thaksin nie eine Demokraie gegeben hat. Ist das was die Roten wiederhaben wollen?

Wenn es unter Thaksin keine hundertprozentige Demokratie gegeben hat, war das aus unserer in Thailand sowieso unmaßgeblichen Farangsicht natürlich verbesserungsbedürftig.

Wenn es aber nun unter einem Regime, in welchem angebliche "Demokraten" nur durch einen Militärputsch und so manche anschließende Manipulationen an die Macht gekommen sind,   ebenso undemokratisch bzw. noch erheblich undemokratischer als bei Thaksin zugeht, ist das doch wirklich unter aller Sau und müsste unverzüglich geändert werden.

Ob die Roten  den zuvor bereits von ihnen gewählten Thaksin wiederhaben wollen oder nicht, ist einzig und allein ihre Sache. Ihnen muß daher Gelegenheit gegeben werden, in freien Wahlen ohne vorherige „Vorauslese“ durch Militärgerichte oder sonstige Putschisten-Machtinstrumente die ihnen gefallenden Abgeordneten zur Wahl aufstellen und wählen zu können.

Die Italiener z.B. dürfen ihrer Demokratie doch auch immer noch den Berlusconi wiederwählen.. , also den Thaksin Italiens..  ;D Warum soll den Thais nun die freie Wahl  ihrer Lieblingspartei und der Premier Thaksin mit Gewalt und juristischen Tricksereien vorenthalten werden ;.. und warum sollen die Thais ausschließlich mit den Parteien und Kandidaten vorlieb nehmen, die von antidemokratischen Militärs geduldet und von den „Eliten“  zur Verteidigung ihrer Pfründe gewünscht und gefördert werden..?
 Eine seltsame Vorstellung von Demokratie haben manche Farangs.  {+

Burma will jetzt übrigens auch ..genau wie Abhisit in Thailand.. „Demokratie“ spielen.  Da man die wichtigsten Oppositionellen  inzwischen schon alle regimegerichtlich  ;) verurteilt hatte,  werden zu den Wahlen nun einfach keine gerichtlich Verurteilten als Kandidaten zugelassen.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,686185,00.html

Alles „rechtlich“ vom Militärregime geregelt und somit feinstens manipuliert.  Fragt sich nur, ob die Militärjunta in Burma diese antidemokratischen Machenschaften in Thailand studiert hat, oder das jetzige Regime in Thailand in Burma in der Lehre gewesen ist. 8)
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Kubo

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Re: Eine Alternative - zu Thaksin
« Antwort #100 am: 30. März 2010, 07:16:16 »

Menschen die ungerecht behandelt werden gehoert meine Symphatie und nicht denen die andere schlecht behandeln.

Dann bist du bestimmt ein geheimer Sympathisant der armen Redshirts..  8) , der sich immer nur sehr stark gelblich getönt anhört bzw. liest.., dem aus Tarnungsgründen auch kein böses Wort über die Militärmachthaber-Marionette Abhisit und die Verfälschung des Wählerwillens per Militärputsch ..oder über Militärjustiz, undemokratische Verfassungsänderungen etc. über die Lippen oder die Tastatur kommt.   ;D
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beerchang

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Re: Eine Alternative - zu Thaksin
« Antwort #101 am: 30. März 2010, 18:59:27 »

Die Fangemeinde der "Roten" gegen die der "Gelben", so kommt mir das in diesem Thread vor.  Gelb-Anhänger Fred fühlt sich noch zusätzlich gemobbt und suhlt sich in der Märtyrer-Rolle.
Wenn man den Verlauf der politischen Entwicklung von "Rot" zu "Gelb" genauer betrachtet, kann man nicht wirklich ein Anhänger der einen oder der anderen Fraktion sein, meine ich.
Folgendes sollte aber jedem klar sein. Bei all seinen Machenschaften - einige davon sind durchaus als kriminell zu bezeichnen- wurde Thaxin vom Volk gewählt. Dass er abgesetzt und strafrechtlich verfolgt wurde, hat andere Gründe, wie Ruffert richtig schreibt. Der Masse der Thais ist es nämlich schnurzegal, ob ihr geliebter Führer Steuern hinterzog, während seiner Regierungsperiode einigen angeblichen oder tatsächlichen Dealern ohne Prozess das Lebenslicht ausgeblasen wurde oder ob mehrere für ihre Rechte demonstrierende Muslime im Süden des Landes über den Haufen geknallt wurden beziehungsweise eingepfercht in Bussen den Tod fanden.
Die alten Eliten sahen ihre Pfründe schwinden und bedienten sich des in Thailand immer funktionierenden Allheilmittels, wenn man lästige Gegner loswerden möchte.
Die Unterstellung, eine Gefahr für das System zu sein, indem das Sakrosante angetastet und in Frage gestellt wird, ruft das Militär auf den Plan. So wurde das Militär- durchaus auch aus Eigeninteresse- zum Steigbügelhalter des Bangkok-Eliten-Systems.
Wie dann die "Gelben" an die Macht kamen, ist ja hinreichlich in diesem Forum bekannt.
Dei jetztige Regierung hat jedenfalls keinerlei demokratische Legitimation, nicht einmal dann, wenn man den Thais ein Demokratierverständnis auf ohnehin nur allerniedrigstem Niveau zugesteht.
Thakis Politik brachte den Isaan durch diverse Investitionen auf Vordermann. Da er als perfekter Populist agierte - als Volkstribun sozusagen - jubelten ihm die ärmeren Schichten zu und stehen verständlicherweise auch heute noch hinter ihm. Die Brot- und -Spielepolitik kam gut an. Im Isaan soll es sogar nicht wenige geben, die seit Thakis Exodus eine verehrungswürdige, sakrosante  Person femininen Geschlechts bei weitem nicht mehr als ganz so verehrungswürdig betrachten.

 
« Letzte Änderung: 30. März 2010, 19:04:14 von beerchang »
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Waitong

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Re: Eine Alternative - zu Thaksin
« Antwort #102 am: 30. März 2010, 20:31:17 »

Menschen die ungerecht behandelt werden gehoert meine Symphatie und nicht denen die andere schlecht behandeln.

Dann bist du bestimmt ein geheimer Sympathisant der armen Redshirts..  8)


Koennte moeglich sein. Also, was meine Tarnung angeht, die ist nicht von Pappe...
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ThaiAlarm

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Re: Eine Alternative - zu Thaksin
« Antwort #103 am: 30. März 2010, 21:07:57 »

Wenn man den Verlauf der politischen Entwicklung von "Rot" zu "Gelb" genauer betrachtet, kann man nicht wirklich ein Anhänger der einen oder der anderen Fraktion sein, meine ich.
Also, Du verkennst die Situation. Mit dieser Meinung stehst Du doch nicht allein da. Bitte, verfalle nicht dem Irrglauben, dass es für die Foristen hier nur ein entweder oder gibt.

Zitat
Folgendes sollte aber jedem klar sein. Bei all seinen Machenschaften - einige davon sind durchaus als kriminell zu bezeichnen- wurde Thaxin vom Volk gewählt.
Sorry, der Ministerpräsident wird vom Parlament gewählt.

Zitat
Der Masse der Thais ist es nämlich schnurzegal, ob ihr geliebter Führer Steuern hinterzog, während seiner Regierungsperiode einigen angeblichen oder tatsächlichen Dealern ohne Prozess das Lebenslicht ausgeblasen wurde oder ob mehrere für ihre Rechte demonstrierende Muslime im Süden des Landes über den Haufen geknallt wurden beziehungsweise eingepfercht in Bussen den Tod fanden.
Dass es der Masse (seiner Anhänger) schnurzegal ist, findet meine volle Zustimmung, nicht aber die weitere Aufzählung. Dazu möchte ich in Erinnerung rufen, dass fast jeder dritte Tote im so genannten Drogenkrieg Polizist bzw. Soldat war. Weiter: Es ist zwar ein "Recht" der Muslime im Süden, einen autonomen Staat zu fordern, nicht aber ihn auch zu bekommen. Und wer dort wen über den Haufen knallt, ist auch noch die Frage. Überfälle auf Polizeistationen mit vielen Toten gab es schon, bevor Thaksin MP war. Die Terroristen zogen sich jeweils in ihre Quartiere in Malaysia zurück, wo sie nicht nur geduldet, sondern auch unterstützt werden. Wenn ich mir eine solche Situation in Schlesien, im umgekehrten Fall in Ostpolen, oder in Südtirol und in (Ost-)Finnland vorstelle...

Zitat
Die Unterstellung, eine Gefahr für das System zu sein, indem das Sakrosante angetastet und in Frage gestellt wird, ruft das Militär auf den Plan. So wurde das Militär - durchaus auch aus Eigeninteresse - zum Steigbügelhalter des Bangkok-Eliten-Systems.
Wie dann die "Gelben" an die Macht kamen, ist ja hinreichlich in diesem Forum bekannt.
Ich gehöre zu der Mehrheit, die inzwischen weiß, dass das Militär im Auftrag handelte. Also nix mit "auf den Plan gerufen" oder Eigeninteresse. Und: Die "Gelben" sind nicht an der Macht. Sie werden es aber (vermutlich in einer Koalitionsregierung) nach den nächsten Wahlen sein, nachdem sie inzwischen ihre politische Partei gegründet haben. Und das, obwohl gegen ihre künftigen Abgeordneten noch Gerichtsverfahren ausstehen. Bei der Partei der Roten lief das, so erinnere ich mich, ganz anders....

Zitat
Dei jetztige Regierung hat jedenfalls keinerlei demokratische Legitimation...
Ich wiederhole mich gern: MP und seine Regierung werden vom Parlament gewählt, und das ist auch in diesem Fall mit neuen Mehrheitsverhältnissen so geschehen. Dies hat zwar "ein Geschmäckle", aber wir hatten das - auch bis ins letzte Detail - nicht nur in Deutschland. Denn wenn eine Regierung gestürzt wird, kann dies ohne weiteres nach demokratischen Spielregeln erfolgen. Das könnte so auch Abhisit ergehen. Und es wäre auch dann noch ein "demokratischer Vorgang", wenn der MP schwach wird und zurücktritt. Wird er aber nicht, weil das weder auf der Straße noch im Parlament entschieden wird. War ich - wenigstens in diesem Punkt - deutlich genug?


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Re: Eine Alternative - zu Thaksin
« Antwort #104 am: 31. März 2010, 08:41:32 »

ThaiAlarm

Zitat
Sorry, der Ministerpräsident wird vom Parlament gewählt.

Richtig, aber das Parlament wird vom Volk gewaehlt, und zwar von ALLEN Wahlberechtigten, nicht nachdem man die Unbequemen vorher von der Wahl ausgeschlossen, oder mit einer Politiksperre belegt hat.  Zumindest bei einer Regierungsform, die den Namen DEMOCRATIE beansprucht.

Guenther
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