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Autor Thema: Tourismuskrise in Chiang Mai  (Gelesen 5137 mal)

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Tigerbeer

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Tourismuskrise in Chiang Mai
« am: 06. Oktober 2008, 15:28:42 »

Es gibt aus Chiang Mai  auch noch interessantere Dinge zu berichten, als über Stammtische, wo sich übergewichtige Elefanten über 49 Bath Buffets hermachen.

Nach allem was so hört und liest scheint sich der Tourismus in CM in einer sehr starken Krise zu befinden. Fluggesellschaften stellen ihre Flüge ein bzw. reduzieren ihre Flüge.
Die Hoteliers klagen über extrem geringe Auslastungen, die Gastronomen über viel zu wenig Kundschaft, Guest House Besitzer denken über den Verkauf ihrer Häuser nach usw.

Wenn man mit offenen Augen durch Chiang Mai geht kann man feststellen, dass es in den Restaurants und Bars fast keine Kunden gibt. Die Massage Salons sind leer. In den Souvenirgeschäften langweilen sich die Verkäufer.

Wie es scheint, ist CM viel stärker vom Rückgang des Tourismus betroffen, als z.B. die Strände im Süden Thailands oder Bangkok.

Hat jemand eine Erklärung dafür, warum gerade CM so eingebrochen ist ?
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cnb1806

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Re: Tourismuskrise in Chiang Mai
« Antwort #1 am: 06. Oktober 2008, 15:51:49 »

In CM bleibt doch keiner laenger als 2-3 Tage, die Horden kommen wieder in der Hoch Saison mit MWR oder TUI Nord Thailand Rundreisen...
Die Urlauber wollen halt das Meer sehen und keine Berge, denn dann haetten sie auch in die Alpen fahren koennen
Die PAD Leute spielen uns auf Koh Chang schoen in die Haende, denn die Touris die eigentlich nach Phuket wollten, kommen jetzt zu uns (jede Menge Umbuchungen von MWR)

 
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Buci

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Re: Tourismuskrise in Chiang Mai
« Antwort #2 am: 06. Oktober 2008, 19:08:18 »

In CM bleibt doch keiner laenger als 2-3 Tage, 
Das sieht ein Qualitätstouri wie ich auch so. Nur, Kho Fant hat auch nicht unbedingt mehr Fleisch am Knochen. Ausser eher mittelmässigen Stränden und Hotels für Hotelhocker is da auch nicht sehr viel mehr da. Für Ausflüge sogar weniger. Nach spätestens 5 Tagen hat man(n) die Insel durch.

Was ich aber immer wieder gerne mach ist, eine kurze Flucht nach Kho Fant, wenn mir in Pattaya oder BKK der Himmel auf den Kopf fällt. Vermutlich werde ich im Februar das 3. Mal auf Kho Fant steheln...
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Tigerbeer

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Re: Tourismuskrise in Chiang Mai
« Antwort #3 am: 06. Oktober 2008, 20:56:18 »

Das Belegungsrate der Hotels in Chiang Mai muss wirklich katastrophal sein. Ich bekam gerade einen "news letter" der Accor Hotel Gruppe. Ein Zimmer im Novotel hier wird für 950 B. angeboten. Wo hat es denn das schon gegeben für ca. 20 Euro eine Nacht im Novotel. Das Holiday Inn will nur noch 1450 B. pro Nacht. Das sind ja Preise wie vor 20 Jahren bzw. kurz nach der Asienkrise.

Die Aussage, dass die meisten Touristen nur ein paar Tage in CM bleiben stimmt natürlich. Aber das ist keine Erklärung, warum früher auch während der Nebensaison viel mehr Touristen nach CM kamen als jetzt. Bevor ich nach CM gezogen bin, war ich schon häufig als Tourist hier. Aber so ruhig wie diesem Sommer habe ich diese Stadt noch nie erlebt. Und befürchte es wird auch eine extrem ruhige Hauptsaison werden.
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Grüner

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Re: Tourismuskrise in Chiang Mai
« Antwort #4 am: 06. Oktober 2008, 21:25:05 »

Ich war seit Jahren nicht mehr dort, aber es muß sich ja langsam beim letzten Reiseführer-Leser rumgesprochen haben, daß die Bergtouren zu angeblich unberührten Bergstämmen nur ne hohle Fassade bieten und daß so gut wie ALLES, was man in Chiangmai auf den Märkten bekommt, in in Bangkok auf dem Chatuchak billiger und auf der Ratchaprasong vielleicht nicht billiger, aber bestimmt bequemer zu haben ist.

Daß sich die TTT s ("Thai Tourist Traps" irgendwann totlaufen werden, ist der wissenschaftlichen Literatur schon lange zu entnehmen, zum Beispiel einer der bekannteren von Eric Cohen der an der Universität von Jerusalem lehrt:

Studies in Contemporary Thailand (4):
Eric Cohen: Thai Tourism. Hill Tribes, Islands and Open-Ended Prostitution. White Lotus Press, Bangkok 2001.

Wie "unspoilt and enchanting" die verschmutzten thailändischen Strände (Seite 151 ff.) und wie "primitive and remote" die abgeholzten Bergketten (Seite 29 ff.) schon in den 1990ern in ihrer Mehrheit TATSÄCHLICH waren, ist keine neue Erkenntnis.

Bedauernswert sind nur die Menschen in diesen Regionen, die jetzt die Folgen der jahrzehntelangen rücksichtslosen Umweltzerstörung zugunsten der privaten Taschen weniger "hoher" Thais zu tragen haben. Bankrott-Premier Chavalit Yongchayudh war nicht der einzige aus Militär und alten Adel, der zwar das Land an die Wand gefahren hat, aber zugleich privat mit Holzhandel zum steinreichen Milliardär geworden ist.
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pierre

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Re: Tourismuskrise in Chiang Mai
« Antwort #5 am: 06. Oktober 2008, 21:34:19 »

da c.m. ja keine holiday destination ist wie bkk, pattaya, phuket, samui etc. kann ich mir das gut vorstellen.
der un-informierte tourist hat irgendwo gehoert oder gelesen, dass es in thailand politisch irgendwie unrund laeuft, und bucht nur seinen badeurlaub, ohne die ueblichen touren nach chiang mai, ayudhaya, oder kanchanaburi, das zwar alles auch touristenorte sind, aber eben nicht fuer den hauptaufenthalt in thailand, sondern als shorter visits.
grund wird wohl sein, dass man an den o.g. orten sich sicher fuehlt, aber nicht im land gross rumreisen will.
ob die (ironie an) beruechtigten c.m. stammtische dabei eine rolle spielen (ironie aus) entzieht sich meiner kenntniss.
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Xeno

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Re: Tourismuskrise in Chiang Mai
« Antwort #6 am: 06. Oktober 2008, 22:04:18 »

Ich war 1988 währen 3 Monaten in Chiang Mai, damals war das eine schöne kleine Stadt. Richtig angenehm.

2006 war ich dann wieder mal zu Besuch dort oben, muss sagen das ist schon schockierend wie sich CM zum schlechten gewandelt hat.
Abgefuckt, mehr gibts dazu eigentlich nicht zu sagen, und das haben sogar schon die Touris gemerkt.
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Tigerbeer

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Re: Tourismuskrise in Chiang Mai
« Antwort #7 am: 07. Oktober 2008, 16:03:17 »

Ja, die "Rose des Nordens" ist schon reichlich verwelkt. Aber man immer noch sehr schöne Ausflüge in der näheren und weiteren Umgebung machen. Gerade wenn es sehr heiss ist, kann man innerhalb einer Stunde zu Resorts fahren, die in einer Höhe von 1000 m und höher liegen. Dort ist es dann deutlich kühler.
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markusz

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Re: Tourismuskrise in Chiang Mai
« Antwort #8 am: 07. Oktober 2008, 17:04:34 »

Wie hoch ist eigentlich die momentane Feinstoffbelastung in CM, in diesen ansonsten so sauberen Land?   ???
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Ingo †

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Re: Tourismuskrise in Chiang Mai
« Antwort #9 am: 07. Oktober 2008, 18:02:19 »

Hallo Markusz,

Wie hoch ist eigentlich die momentane Feinstoffbelastung in CM, in diesen ansonsten so sauberen Land?


in der Stadt ist es fuer mich mit dem Dieselruss zu Hauptverkehrszeiten sehr schlimm.
10 klm noerdlich von der Stadt ist es an manschen Tagen so, wie im ehemaligen Ruhrpott.

Zum Vergleich des persoenlichen Eindrucks, sind -Berlin Zehlendorf und Nuernberg-Fischbach-  wahre Luftkurorte.

Ich hatte sehr oft nach solchen Feinstaubwerten gesucht. Nichts gefunden.
Ob diese schlechter als in BKK sind, kann ich nicht beurteilen.

Ingo
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markusz

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Re: Tourismuskrise in Chiang Mai
« Antwort #10 am: 07. Oktober 2008, 18:17:35 »

Ingo, worauf ich hinaus wollte ist, dass die Belastung (wie hoch auch immer) auf keinen Fall zu einer Entspannung der Tourismus-Krise in CM beitragen wird...    :'(
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Sonex

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Re: Tourismuskrise in Chiang Mai
« Antwort #11 am: 08. Oktober 2008, 01:14:19 »

Zitat Tigerbeer:

"Wenn man mit offenen Augen durch Chiang Mai geht kann man feststellen, dass es in den Restaurants und Bars fast keine Kunden gibt. Die Massage Salons sind leer. In den Souvenirgeschäften langweilen sich die Verkäufer.
Wie es scheint, ist CM viel stärker vom Rückgang des Tourismus betroffen, als z.B. die Strände im Süden Thailands oder Bangkok.
Hat jemand eine Erklärung dafür, warum gerade CM so eingebrochen ist
?"


Also es ist in der Tat so, dass die Touri-Strassen in CNX vor zwei Wochen reichlich leer waren.
Am berühmten Nachtmarkt und im Basar von Hang-Dong waren mindestens 35% der Läden und Buden geschlossen.
Um 22.00h war nichts mehr los auf dem Nachtmarkt
Vor „Mc Donalds“ in Chiang Mai ist ein kleiner Platz wo es immer rappelvoll ist.
Dort habe ich mit Haendlern gesprochen.
Die beklagten 75 % weniger Kundschaft.

Ich war ein paar Tage im Norden an der birmanischen Grenze.
Es gab ein paar Individual-Touristen und eine israelische Gruppe. Sonst nichts.

War letztes Jahr um die gleiche Zeit in CNX.  Da war nun bedeutend mehr los.

Touristenströme werden unter normalen Umständen nicht so schnell schwächer.

Chiang Mai lockt ja nicht mit Badeurlaub sondern mehr mit (vermeintlichen -?) Bildungsurlaub.
Auch wenn es nur drei Tage sind.

Diese damit angesprochene Touristengruppe scheint besonders empfindlich zu sein.
Ebenso muss festgestellt werden, dass nahezu keine asiatischen Touristen anzutreffen waren.

Meines Erachtens ist der Baht auch zu hoch um dort gross shoppen zu gehen.
Immer mehr Produkte, die dort angeboten werden sind nicht in Thailand hergestllt worden , sondern China-Importe.

Sonex





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Morrison

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Re: Tourismuskrise in Chiang Mai
« Antwort #12 am: 08. Oktober 2008, 02:15:47 »

Kann es sein, dass viele ihren CM Aufenthalt halt einfach kürzen, um noch Zeit in Laos ranzuhängen? Als ich 2006 in CM war, wollte fast jeder Backpacker weiter mit dem Boot nach Luang Prabang.

Ich übrigens auch. Hätte mir verdammt beinahe das Leben gekostet. Nicht schön, wenn man morgens um halb 7 durch Geschrei geweckt wird, und einem beim Türe öffnen einen undurchdringliche Flammenwand die Nasenhaare verbrennt. War ne tolle Zeit anschliessend sich ohne Pass, Geld und mit 2 Kilo Gepäck zur deutschen Botschaft nach Vientianne durchzuschlagen....
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Sonex

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Re: Tourismuskrise in Chiang Mai
« Antwort #13 am: 08. Oktober 2008, 16:56:26 »

Hallo Morrison ,

hoert sich ja echt spannend an. Erzaehl doch mal die ganze Geschichte.

Sonex
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Horst

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Re: Tourismuskrise in Chiang Mai
« Antwort #14 am: 08. Oktober 2008, 17:39:48 »

CNX war mal ein beliebtes Backpackerziel, insbesondere bei denen die Natur und Landschaft erleben wollten.

Diese wurden jedoch gnadenlos verarscht, insbesondere durch die sogenannten "Kaosarn-Guesthäuser", wo
mit günstigen Busfahrten ab BKK zu billigen oder auch kostenlosen Guesthäusern gelockt wurde.

Der vertrauensselige Touri erlebte jedoch meist nur primitive Ausbeute und Ver***schung. Z.B. teure, gähnend langweiilige Reisen zu "unentdeckten" Hilltribes, und erzwungene Tagesausflüge zu Showfactories wo man nicht in Ruhe gelassen wurde eh man irgendwelchen wertlosen China-Plunder kaufte.

Auch auf dem Nachtmarkt war irgendwann vor lauter Ramsch (den man in Deutschland auf jedem Flohmarkt billiger erstehen könnte) kaum noch etwas interessantes zu finden.

Die "Qualitätstouristcampagne" von Onkel Thoxin und TAT trug sicher ihr Teil zum touristischen Untergang der ehemaligen Rose des Nordens bei.

Backpacker sind nun mal nicht blöd, sondern höchstens unerfahren, verfügen jedoch über gute Quellen wie Mundpropaganda, Reisehandbücher und Internetforen. So hat man aus Profitgier die "Touristen von Morgen" auf immer und ewig vergrault.

Vielleicht sollten die geschäftstüchtigen  ??? Thais auf andere Klienten umsteigen, z. B. die Buskolonnen voller schnatternden Chinesen, welche mit Plastiktüten bewaffnet durch Pattaya watscheln, nach CNX umdirigieren.

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