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Autor Thema: Stille Invasion der Japaner  (Gelesen 4181 mal)

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sniper

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Stille Invasion der Japaner
« am: 13. Oktober 2008, 14:19:24 »

Habe vor einigen Tagen einen interessanten Bericht auf Modern 9 TV gesehen. Darin ging es darum, dass die Stadt Chiang Mai anscheinend auf dem besten Wege ist, Platz 1 auf der Beliebtheitsskala der Wohnsitze japanischer Rentner zu übernehmen.

Schon jetzt sind — laut Bericht — ganze Straßenzüge fest in japanischer Hand, und werden dem Geschmack dieser zahlungskräftigen Zielgruppe angepasst. Und man rechnet in den nächsten Jahren mit einem gigantischen Zuwachs.

Bei einem Interview mit einem japanischen Rentnerehepaar (...sie 68, er 73) wurden als Hauptgründe für die Beliebtheit der Stadt, zum einen das angenehme Klima und zum anderen die niedrigen Lebenshaltungskosten genannt.
So sagte der alte Herr zum Schluss dann freudestrahlend: "In Japan ist alles so teuer. Hier brauchen wir nur 120.000,- Baht im Monat zum Leben...."

   ???  --C   ??? --C  ???  --C

Ich hoffe nur, dass die Führungsriege der Immigration diese Sendung nicht mitverfolgt hat, denn sonst steht uns demnächst vielleicht wieder ein kleines Update bezüglich der finanziellen Voraussetzungen für ein Jahresvisum ins Haus.  :'(
« Letzte Änderung: 13. Oktober 2008, 14:27:47 von sniper »
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Sonex

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Re: Stille Invasion der Japaner
« Antwort #1 am: 13. Oktober 2008, 22:58:46 »

Britten, Australier , Amerikaner, Belgier, Niederlaender, Deutsche, Bayern, Thailaender, Inder, Birmanesen.

Sie alle sind mir in Chiang Mai "aufgefallen".  Aber Japaner ? Ganze Strassenzuege ?

Muss wohl am Stadtrand sein.
Ausgehen und in Bars rumhaengen tun die wohl auch nicht.

Sonex
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namtok

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Re: Stille Invasion der Japaner
« Antwort #2 am: 13. Oktober 2008, 23:09:44 »

Soo neu ist die Sache ja auch wieder nicht.

So Mitte der neunziger hatte ich abends in CNX schon auch ein paar japanische Fruehrentner kennengelernt, die zwar nicht gerade von der Hand in den Mund gelebt hatten, aber im Vergleich zu den unverschaemten japanischen Memberclub - Preisen das ein oder andere normalgepreiste Bier zu schaetzen wissen.

Im Schnitt sind das aber eher nicht mehr geworden die letzten Jahre.


Und der Norden  war auch bei vielen japanischen Kriegsveteranen beliebt, der Vorlaeufer der MaeHong Son Strecke wurde von ihnen im Krieg angelegt und so einige konnten sich in dieser damals noch gottverlassenen Gegend unauffaellig verdruecken und sind geblieben, hauptsaechlich in der Gegend um Khun Yuam
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Profuuu

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Re: Stille Invasion der Japaner
« Antwort #3 am: 28. Oktober 2008, 00:48:42 »

Japaner waren schon vor 20 Jahren unter Expats in Thailand ein Thema. Nämlich als Preistreiber.

Im Osten nix Neues.
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Meritus

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Re: Stille Invasion der Japaner
« Antwort #4 am: 06. November 2008, 12:13:54 »

  Aber Japaner ? Ganze Strassenzuege ?
Muss wohl am Stadtrand sein.
Ausgehen und in Bars rumhaengen tun die wohl auch nicht.
Sonex

Siehe mal Ayudhaya und Umgebung, da sind es nicht ganze Stassenzuege, teilweise ganze Viertel sind in japanischer Hand. Und, in Bars rumhaengen werden die nie, die haben ihre eigenen Lokalitaeten. Und, in die kommen wir nichtmal rein.  --C (was geht da ab?)
Ich habe mir das in Ayudhaya wochenlang anschauen duerfen, wie Farrang es probierten in Karaoke reinzugehen, die mit japanischen Schriftzeichen gespickt sind, Fehlanzeige. Die Maedels die da rumsitzen haben eine ganz einfache Abwehrmethode gegen unsereins, die rufen 10k fuer ne Shorttime auf und schon sind wir wieder weg. . :D

Ciao
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namtok

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Re: Stille Invasion der Japaner
« Antwort #5 am: 06. November 2008, 12:31:51 »

Na und was spricht dagegen, im Fall von Ayuttaya waren die Japaner schliesslich eher da, da gab es schon ein Japanerviertel, bevor die ersten Farangs auftauchten...


Apropos Ayutthaya, heute Land unter...
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Grüner

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Re: Stille Invasion der Japaner
« Antwort #6 am: 06. November 2008, 15:27:46 »

Die Japaner sind ZULETZT gekommen, streng genommen; vielleicht zahlen sie deshalb jeden Preis.

In Ayutthaya gab es schon 300 Jahre vor dem ersten Japaner jede Menge Europäer. Japan war bis ins 19. Jahrhundert von der Außenwelt abgeschottet. Von Japanern liest man deshalb in den historischen Quellen überhaupt nichts. Viel dagegen von Portugiesen, Holländern, Persern, Türken, Indern und Chinesen.

Wer also wo zuerst die Preise verdorben hat, dürfte mindestens strittig sein...
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namtok

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Re: Stille Invasion der Japaner
« Antwort #7 am: 06. November 2008, 16:26:17 »

Zitat
Von Japanern liest man deshalb in den historischen Quellen überhaupt nichts.

Na lieber Grüner, das würde ich aber mal lieber zurücknehmen, Quellen dazu gibt es...

 
Vielleicht deswegen nicht so bekannt, da das Land der bekanntlich seit immer und ewig Freien auch nie japanisch besetzt war  ;)



 Japanische Samuraikämpfer waren schon vorher ein begehrter Exportartikel und stellten bei Ankunft der ersten Europäer (Portugiesen und Spanier) bereits die Leibgarde in Ayutthaya.

Und vielleicht hat der ein oder andere als Touri schon mal das historische  japanische Viertel in Ayutthaya besichtigt, viel steht da zwar nicht mehr, aber gegeben hat es das schon seit Ayutthayazeiten...


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Tigerbeer

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Re: Stille Invasion der Japaner
« Antwort #8 am: 06. November 2008, 16:49:41 »

Im Strassenbild und in den Shopping Malls von Chiang Mai sieht man eher sehr wenige Japaner. Die einzigen Indizien, die für grössere Anzahl von Japanern sprechen, sind die Buchhandlungen, die ausschliesslich japanische Bücher umd Zeitschriften verkaufen, und die relativ vielen japanischen Restaurants.
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Grüner

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Re: Stille Invasion der Japaner
« Antwort #9 am: 06. November 2008, 18:32:44 »

Na lieber Grüner, das würde ich aber mal lieber zurücknehmen, Quellen dazu gibt es...

Die Quellen würden mich SEHR interessieren.

Zwischen ca. 1600 und 1867 KÖNNEN in Ayutthaya keine echten SAMURAI gewesen sein, höchstens Flüchtlinge, Verräter und Hasadeure, weil in dieser Zeit in Japan jede Aus- und Einreise für Japaner und Ausländer verboten war.

Außer geringfügigen Kontakten mit China und den Niederlanden bestand so gut wie kein Kontakt zu anderen Staaten.

Diese Zeit war für Japan eine der friedlichste und angenehmsten seiner Geschichte, was einen übrigens zum Thema "Selbstgenügsamkeit" nachdenklich machen kann.
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Profuuu

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Re: Stille Invasion der Japaner
« Antwort #10 am: 06. November 2008, 20:12:05 »

Na lieber Grüner, das würde ich aber mal lieber zurücknehmen, Quellen dazu gibt es...

Außer geringfügigen Kontakten mit China und den Niederlanden bestand so gut wie kein Kontakt zu anderen Staaten.


Geringfügigen Kontakt zu den Niederlanden: Zustimmung. Zu China aber nicht.

Schon Ramkhamhaengs (Sukhotai) Verhältnis zu China war vassallenähnlich. Die Zusammenarbeit mit China war äusserst eng. Ohne Zustimmung dieser selben hätte er sich nicht sein Reich vergrössern können. Selbst noch die ersten Könige der Chakri Dynastie kleideten sich gerne wie ein Chinesischer Kaiser. Seit Sukhotai kamen regelmässig Chinesische Gesandte nach Siam, die Tribut forderten. Eine Ablehnung wäre nicht gesund gewesen. Auch reisten Siamesische Gesandte an den Chinesischen Kaiserhof und versicherten dort, dass Siam brav bleiben würde. Mit anderen Worten, die Thais haben sich schon immer mit den Starken "arrangiert". Nicht erst im modernen Kolonialzeitalter.

Wenn man schon die berühmte Siamesische Freiheit anzweifeln will, dann liegt in dem Verhältnis zu China der Schlüssel.   

China hatte damals wie heute einen Riesenbedarf an Rohstoffen, wie Reis, sonderbare Pflanzen und Tiere als Rohstoffe für ihre Pülverchen. In Siam gab es das im Überfluss.
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Grüner

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Re: Stille Invasion der Japaner
« Antwort #11 am: 06. November 2008, 20:48:28 »

Profuuu, das hast Du falsch gelesen, gemeint ist der Kontakt der JAPANER zur Außenwelt, NICHT der Siamesen:

http://de.wikipedia.org/wiki/Edo-Zeit (Siehe Punkt 5: "Abschließung Japans")
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Profuuu

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Re: Stille Invasion der Japaner
« Antwort #12 am: 06. November 2008, 21:14:48 »

Na gut  8)
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Professor Triple U
 

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