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Autor Thema: WWF warnt vor den Mekong-Staudämmen!  (Gelesen 8240 mal)

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dart

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Re: WWF warnt vor den Mekong-Staudämmen!
« Antwort #15 am: 23. Juli 2012, 20:26:02 »

Reine Vermutung.

Die werden im Vorfeld so viele Kedite von thailändischen und chinesischen Investoren bekommen haben, das sie einfach weiterbauen müssen, um irgendwann mal die fällige Rechnung, in Form von Energie, zurückzuzahlen. ???
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dart

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Re: WWF warnt vor den Mekong-Staudämmen!
« Antwort #16 am: 26. Oktober 2012, 12:49:30 »

Der steirische Anlagenbauer Andritz hat einen Auftrag in der Höhe von 250 bis 300 Mio. Euro in der Demokratischen Volksrepublik Laos bekommen. Das börsenotierte Unternehmen wird die elektromechanische Ausrüstung für das Wasserkraftwerk Xayaburi liefern

http://derstandard.at/1350259355223/Millionen-Auftrag-fuer-Andritz
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sansamaki

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Re: WWF warnt vor den Mekong-Staudämmen!
« Antwort #17 am: 26. Oktober 2012, 15:00:51 »



Da sind auch noch einige Staudämme in Planung.

Map_By_TERRA_January 2011.jpg

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Friesland2Phuket

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Laos baut umstrittenen Mekong-Staudamm
« Antwort #18 am: 06. November 2012, 20:14:18 »

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danrj

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Re: WWF warnt vor den Mekong-Staudämmen!
« Antwort #19 am: 07. November 2012, 22:08:44 »

Zitat
Da sind auch noch einige Staudämme in Planung.

Genau 11 sind geplant.

Insgesamt elf Dämme geplant

Die Regierung von Laos hat grünes Licht für den umstrittenen Xayaburi-Staudamm am Mekong gegeben. Am Mittwoch finde symbolisch der Spatenstich statt, sagte der Vizeenergieminister Viraphonh Viravong am Montag in der Hauptstadt Vientiane.

Die Vorarbeiten zu dem rund 800 Meter langen Damm laufen seit Monaten. Hunderte Dorfbewohner wurden schon umgesiedelt. Laos hatte den Baustart wegen Bedenken der Mekong-Anrainer Kambodscha und Vietnam mehrfach verschoben. Sie fürchten um den Fischfang und die Felder am Mekong, die bisher durch regelmäßige Überflutungen höchst fruchtbar waren.

820 Meter breit, 30 Meter hoch

Der Xayaburi ist der erste von elf geplanten Staudämmen am unteren Lauf des mehr als 4.000 Kilometer langen Mekong. Am oberen Lauf in China gibt es bereits vier Wasserkraftwerke. Der Xayaburi-Damm liegt 350 Kilometer flussaufwärts der Hauptstadt Vientiane - Luftlinie rund 150 Kilometer nordwestlich. Er soll 820 breit und rund 30 Meter hoch werden. Die Kosten: 3,8 Milliarden Dollar (etwa drei Milliarden Euro).

Die Gestaltung des Damms sei nach den Einwänden der Nachbarn und der Umweltschützer verändert worden, sagte der Minister. „Wir sind überzeugt, dass der Damm keine ernsthaften Umweltfolgen hat, deshalb haben wir den Baubeginn beschlossen.“ Umweltorganisationen sehen das freilich anders und warnen vor unabsehbaren Folgen für die 60 Millionen Flussanwohner in dem artenreichen Gebiet.

Der Mekong

Der Mekong entspringt im Hochland von Tibet und fließt auf seinem mehr als 4.000 Kilometer langen Weg durch China, Burma, Thailand, Laos, Kambodscha und Vietnam, bevor er sich in ein riesiges Delta aufspaltet und ins Südchinesische Meer mündet. Der Mekong ist die Heimat von 1.200 verschiedenen Fischarten. 60 Mio. Menschen sind von seinem Trinkwasser und Fischreichtum abhängig. Im unteren Mekong werden 20 Prozent des weltweiten Süßwasserfisches gefangen.

WWF: Nahrungsmittelversorgung gefährdet

„Laos droht zum Totengräber für den Unterlauf des Mekong zu werden. Das Projekt könnte einen gefährlichen Dominoeffekt auslösen“, warnte Stefan Ziegler vom WWF kürzlich. Nach Angaben der Umweltorganisation sind neben den elf Wasserkraftanlagen im Hauptstrom am unteren Mekong-Becken noch 77 weitere für die Nebenflüsse vorgesehen. Sollten diese realisiert werden, rechnen die Umweltschützer mit einem enormen Rückgang der Fischbestände. Dadurch drohen die Erträge aus dem Fischfang um bis zu 40 Prozent zurückzugehen.

In Kambodscha deckt die Bevölkerung 82 Prozent ihres Proteinbedarfs aus Fischfang aus dem Mekong. Die Xayaburi-Wasserkraftanlage stelle daher „die größte, grenzüberschreitende Bedrohung für die Ernährungssicherheit sowie den Erhalt der biologischen Vielfalt in den Ländern Kambodscha, Laos, Thailand und Vietnam dar“. Die Grundversorgung der Bevölkerung mit Nahrungsmitteln aus Fischerei und Landwirtschaft sei durch das Projekt „stark gefährdet“.

„Leiden schon an chinesischen Dämmen“

Mekong-Anwohner aus Thailand protestierten am Montag mit einer Flotte von 45 Booten in Vientiane gegen den Damm. Dort fand das Asien-Europa-Gipfeltreffen (ASEM) von Staats- und Regierungschefs aus der EU und Asien statt. „Wir leiden schon an den Folgen der chinesischen Dämme“, sagte Organisatorin Pianporn Deetes.
Die Vorarbeiten für das Bauprojekt laufen seit Monaten, der Baustart selbst wurde bereits mehrfach verschoben

Für das bitterarme Land ohne Meereszugang ist die Stromerzeugung eine lukrative Einnahmequelle. Das kommunistische Laos hofft, dass es durch den Bau zur „Batterie Südostasiens“ wird. 90 Prozent des Stroms, den das Kraftwerk Xayaburi generiert, sollen nach Thailand gehen. Die thailändische Firma Ch. Karnchang Public Company Limited ist der Bauherr. „Was erwartet man von uns? Solarenergie? Das ist viel zu teuer“, sagte der Minister. Der Staudamm soll 2019 fertig werden.

Quelle: http://orf.at/stories/2149573/2149574/

Gruß,danrj

edit: quelle als link klickbar
« Letzte Änderung: 07. November 2012, 23:16:56 von Bruno99 »
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danrj

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Re: WWF warnt vor den Mekong-Staudämmen!
« Antwort #20 am: 08. November 2012, 09:53:30 »

Zitat
Andritz steht wegen Mega-Projekt in Laos am Pranger

Einmal mehr steht der Grazer Technologiekonzern Andritz wegen eines Grossauftrags beim Bau von Wasserkraftwerken im Schussfeld der Kritiker.


Graz. Ob Ilisu in der Türkei, Belo Monte in Brasilien oder nun Xayaburi in Laos: Der Grazer Technologiekonzern Andritz, einer der weltweit drei Topanbieter von elektromechanischer Ausrüstung für  Wasserkraftwerke, ist mit einem Grossauftrag dabei. Nach Laos sollen die Grazer für bis zu 300 Millionen Euro liefern. Und wie schon bei Ilisu und Belo Monto gibt es auch im Fall Xayaburi heftige Widerstände gegen das Projekt aus dem weltweit vernetzten Lager der NGO's. So war es zu erwarten, dass Andritz ins Schussfeld der Kritik gerät. Der WWF eröffnete am Mittwoch das Feuer auf den Paradekonzern. Die Erfahrung lehrt, dass auch Greenpeace, die Dreikönigsaktion und ähnliche Organisiationen bald aktiv werden könnten.


http://wirtschaftsblatt.at/home/nachrichten/oesterreich/1309694/Andritz-steht-wegen-MegaProjekt-in-Laos-am-Pranger

So long
danrj

...

Änderung: Original-Beitrag kräftig gekürzt. Lange Meldungen bitte nicht komplett zitieren. Siehe PM
« Letzte Änderung: 08. November 2012, 10:36:30 von Kern »
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somtamplara

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Re: WWF warnt vor den Mekong-Staudämmen!
« Antwort #21 am: 09. November 2012, 10:25:38 »

Dammbau trotz Kritik
Zitat
Folgen für Natur und Landwirtschaft befürchtet: Mit einem symbolischen Spatenstich hat die Regierung von Laos am 7. November 2012 ihre Absicht bekräftigt, den Xayaburi-Staudamm am Mekong zu errichten.

Ein kleiner Bericht (Video) aus der 3sat Mediathek (nano) vom 8.11.12:
http://www.3sat.de/mediathek/index.php?display=1&obj=33383
(Bild anklicken, direkter Link macht Probleme)

Ausführlicher Artikel:
http://www.3sat.de/page/?source=/nano/umwelt/165919/index.html
« Letzte Änderung: 09. November 2012, 10:33:17 von somtamplara »
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Friesland2Phuket

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Re: WWF warnt vor den Mekong-Staudämmen!
« Antwort #22 am: 16. November 2012, 08:26:05 »

Laos behauptet weiterhin, das Damm-Projekt nicht zu starten.

Zitat
Laos Denies Start Of Dam Project

VIENTIANE, Laos—The Laotian prime minister denied Tuesday the imminent start of construction on a proposed dam that has upset environmentalists and the country’s neighbors downstream on the Mekong River, and prompted an expression of concern from the U.S.
“I confirm that there is no groundbreaking” set for Wednesday on the $3.5 billion Xayaburi dam, Thongsing Thammavong told The Wall Street Journal, contradicting media reports a day earlier that had cited a government minister.
Plans for the dam are still subject to “further study,” he said through a translator, after chairing an Asia-Europe summit in this Southeast Asian nation. “It’s not real,” he said of the reports. “It’s only…organizing a small group of media to visit, and some concerned people, scientists and other people.” Laos has said it wouldn’t begin work on the dam, part of an ambitious plan for dams along the Mekong, before addressing concerns over the effects, especially on downstream fishing in the river that supports an estimated 60 million people, and irrigation.
But news reports this week said that Laos was about to begin construction and that it claimed to have addressed the concerns. Thailand has agreed to buy most of the power from the 1,260-megawatt dam, but some Thai residents who say their livelihoods will be damaged have sued a Thai company involved in the project. Vietnam and Cambodia have sharply criticized the planned project.
The U.S. State Department on Monday said that while it recognizes the important economic role of dams in managing water resources, “our own experience has made us acutely aware of the economic, social and environmental impacts that large infrastructure can have over the long term.”



Bericht in der THE WALL STREET JOURNAL vom Wednesday, November 7, 2012 / p.5

Link http://online.wsj.com/article/SB10001424052970204349404578101713996660242.html  

...

Änderung: Überschrift übersetzt und Link hinzugefügt
« Letzte Änderung: 16. November 2012, 09:15:11 von Kern »
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Friesland2Phuket

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Re: WWF warnt vor den Mekong-Staudämmen!
« Antwort #23 am: 16. November 2012, 12:13:55 »

es wird doch gebaut

http://www.pressdisplay.com/pressdisplay/de/viewer.aspx

Bericht in der THE WALL STREET JOURNAL vom Thursday, November 8, 2012 / p.5


Edit: Link eingefuegt, Artikel im Zitat geloescht
P.S. auf 'Uebersetzen' klicken
« Letzte Änderung: 16. November 2012, 16:35:21 von Bruno99 »
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arthurschmidt2000

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Re: WWF warnt vor den Mekong-Staudämmen!
« Antwort #24 am: 16. November 2012, 13:05:42 »

Ginge es nach dem WWF,  bestünde Deutschland heute noch aus unwirtlichen Wäldern und wüsten Sümpfen.
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Die meisten müssen schweigen nicht weil sie lügen sondern weil sie die Wahrheit sagen

dart

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Re: WWF warnt vor den Mekong-Staudämmen!
« Antwort #25 am: 18. Dezember 2012, 09:54:11 »

Von einer teuflisch aussehenden Fledermaus bis zu einem Frosch der wie ein Vogel singen kann, haben Wissenschaftler 129 neue Arten in der Mekong Region identifiziert, sagte der WWF am Dienstag, in einem neuen Bericht über Entdeckungen in 2011.

Aber aus dem Waldverlust für den Bau von großen Wasserkraft-Projekten auf dem Mekong River, enstehen ernste Bedrohungen für die Biodiversität in der Region, viele der neuen Arten müssen jetzt schon um ihr Überleben kämpfen, warnte die Umweltschutzorganisation.

http://news.msn.co.nz/worldnews/8582020/new-species-old-threats-to-mekong-wildlife


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franzi

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Re: WWF warnt vor den Mekong-Staudämmen!
« Antwort #26 am: 18. Dezember 2012, 10:32:24 »

Man sollte alle Angaben, die vom WWF kommen (so wie von allen NGOs), mit Skepsis, zumindest aber Vorsicht betrachten!

http://de.wikipedia.org/wiki/Der_Pakt_mit_dem_Panda

Den Film habe ich gesehen.

fr
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Wenn ich nur "hier" schreibe, meine ich Nakhon Si Thammarat und Umgebung

dart

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Re: WWF warnt vor den Mekong-Staudämmen!
« Antwort #27 am: 04. Oktober 2013, 11:04:04 »

Laos forciert den Bau eines 2. Wasserkraft-Staudamm ohne, obwohl es entsprechende Verträge gibt, die anderen Mekong-Anrainerstaaten Thailand, Vietnam und Kambodscha zu konsultieren.

http://in.reuters.com/article/2013/10/03/laos-dam-idINL4N0HT1VH20131003
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Friesland2Phuket

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Re: WWF warnt vor den Mekong-Staudämmen!
« Antwort #28 am: 03. April 2014, 23:43:21 »

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Khun Tan

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Re: WWF warnt vor den Mekong-Staudämmen!
« Antwort #29 am: 29. Juni 2015, 08:51:40 »

Der Bau der Staudämme ist nach Meinung einiger Experten ein "Desaster mit epischen Ausmaßen"
Allein in Vietnam rechnet man mit einem Rückgang des BSP von 27%, betroffen sollen rund 90% des Reis- und 60% des Export von Seafood sein.
Der Mekong produziert rund ein Viertel des gesamten Fischertag im Süßwasser weltweit, diese Produktivität könnte sich um 40% reduzieren, wenn die Wege zur Laichwanderung etlicher Fischarten verbaut wird, und ca. 100 Fischarten werden dadurch vom Aussterben bedroht.

http://www.brisbanetimes.com.au/environment/could-damming-the-mekong-destroy-southeast-asias-greatest-river-and-food-bowl-20150627-ghobvi

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