ThailandTIP Forum

Bitte loggen sie sich ein oder registrieren sie sich.

Einloggen mit Benutzername, Passwort und Sitzungslänge
Erweiterte Suche  

Neuigkeiten:

Sie befinden sich im neuen Forum.ThailandTIP. Klicken Sie hier, um zum Archiv (2002-2008) des alten Forums zu gelangen.
http://archiv.thailand-tip.com"

Hier kommen sie zu den aktuellen Nachrichten auf ThailandTIP.info

Autor Thema: Thailand zwingt...  (Gelesen 5278 mal)

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Sonex

  • ist TIP-süchtig
  • ******
  • Offline Offline
  • Beiträge: 1.574
Re: Thailand zwingt...
« Antwort #15 am: 11. August 2008, 21:16:15 »

Zur Information:

Thailand kündigt weitere Zwangsabschiebungen an

Hmong Die Hmong sind eines der größten indigenen Völker im Vierländereck zwischen Thailand, Laos, Vietnam und China.
In China leben neun Millionen Hmong, die sich dort Miao nennen.
Im Vielvölkerstaat Laos stellen sie eine der größten ethnischen Gruppen unter der Bevölkerung des Berglandes, die mehr als die Hälfte der Gesamtbevölkerung ausmacht.
Acht Prozent der 5,3 Millionen Einwohner der Demokratischen Volksrepublik Laos sind Hmong. Zwar bekleiden einzelne Hmong hohe Staatsämter in dem sozialistischen Staat, doch der Status dieser Volksgruppe ist spätestens seit der Machtergreifung der kommunistischen Pathet Lao und der Ausrufung der Demokratischen Volksrepublik im Jahr 1975 äußerst schwierig.
Tausende flüchten in das benachbarte Thailand, weil sie in Laos um ihr Leben fürchten müssen oder stark diskriminiert sind. Unter anderem leiden zahlreiche laotische Hmong unter großflächigen Umsiedlungsprojekten im Zusammenhang mit dem Bau neuer Staudämme.
Wer für die Demokratisierung und die Rechte der Hmong eintritt, riskiert in Laos sein Leben.

20. Juli 2007
Das thailändische Militär hat angekündigt, innerhalb der nächsten zwei Monate weitere Hmong-Flüchtlinge nach Laos zurück zu deportieren. Eine Umsiedlung der Flüchtlinge innerhalb Thailands oder in Drittländer wurde dabei kategorisch ausgeschlossen. In Laos drohen den Hmong Verfolgung, Haft, Folter – wenn nicht sogar der Tod.

Am 13. Juli 2007 verkündete Generalleutnant Jiradej Kotcharat, dass "die [Hmong], die aus Laos gekommen sind, zu ihrem Herkunftsort zurückgeführt werden werden".
Die nächste Abschiebungsrunde stehe innerhalb der kommenden zwei Monate an.
Thailand erkennt die Flüchtlinge offiziell nicht als solche an, sondern stuft sie als illegale Immigranten ein.

Die etwa 7.700 Hmong des Flüchtlingslagers Ban Huay Nam Khao wurden in den letzten Wochen in ein einige Kilometer entferntes, neu errichtetes Lager überführt.
In dem neuen Lager wird die Bewegungsfreiheit der Hmong weiter eingeschränkt und sie können vom thailändischen Militär besser überwacht werden.

Weitergabe von personenbezogenen Daten an laotische Regierung

Bei der Überführung in das neue Flüchtlingslager wurden die Hmong von den thailändischen Behörden registriert.
Die aufgenommenen Daten wurden an die laotische Regierung zur Überprüfung der Staatsbürgerschaft weitergeleitet – damit Laos die laotischen Hmong-Flüchtlinge wieder annimmt.
Thailand setzt damit willentlich das Leben der Flüchtlinge aufs Spiel.
Gemäß Völkerrecht muss Thailand den Schutz der Flüchtlinge sicherstellen und darf sie nicht in ihr Verfolgerland zurückweisen.

Die Deportationen der Hmong finden gegen ihren Willen statt.
Da diese sich mit aller Kraft gegen die Zwangsabschiebungen wehren, werden Schlagstöcke, Elektroschocker und Tränengas gegen sie eingesetzt.

Umsiedlung in Drittländer ausgeschlossen

Eine mögliche Umsiedlung der Hmong-Flüchtlinge in Drittländer, um sie vor den drohenden Gefahren in Laos zu schützen, schloss das thailändische Militär bei seiner Ankündigung definitiv aus.
Mit dieser Haltung macht sich Thailand in der internationalen Gemeinschaft absolut unglaubwürdig.
Einerseits beklagt Thailand, dass es nicht in der Lage ist, die Hunderttausenden Flüchtlinge aus Myanmar (Burma), Laos, Nordkorea und Kambodscha aufzunehmen, andererseits schlägt es die Umsiedlungsangebote von westlichen Ländern für die Flüchtlinge aus.

Denn als Ende Januar 2007 die gewaltsame Abschiebung von 153 Hmong-Flüchtlingen nach Laos in letzter Sekunde verhindert werden konnte, boten die USA, die Niederlande, Australien und Kanada an, die Flüchtlinge aufzunehmen.
Thailand kooperierte jedoch nicht mit diesen Ländern, bis die Vorbereitungen für eine Umsiedlung vollständig zum Erliegen kamen.
 Das Schicksal der 153 Hmong steht damit weiter auf dem Spiel – genau wie das aller anderen Hmong-Flüchtlinge, die sich in Thailand im Flüchtlingslager, in Gefängnissen oder in Verstecken aufhalten.

Kein Zugang für UN-Hochkommissar für Flüchtlinge zu den Hmong


Dem UN-Hochkommissar für Flüchtlinge (UNHCR) bleibt der Zugang zu den Hmong im thailändischen Flüchtlingslager und in den Gefängnissen weiter verwehrt. Dadurch kann der Flüchtlingsstatus der Hmong nicht offiziell bestimmt werden.

Stattdessen führt das thailändische Militär eine eigene Prozedur zur Bestimmung des Status der Hmong-Flüchtlinge durch.
Es kann jedoch davon ausgegangen werden – und einzelne Berichte von Augenzeugen vor Ort bestätigen dies bereits –, dass diese Vorgehensweise nicht nach den international anerkannten Standards erfolgt.

Druck auf thailändische Medien wegen Hmong-Berichterstattung

Inzwischen übt Thailand auch starken Druck auf die Medien des Landes bezüglich ihrer Berichterstattung über die Situation der Hmong aus.
In einer Richtlinie, die vom thailändischen Militär herausgegeben wurde, wurden die Medienvertreter aufgefordert, ausschließlich positiv über das thailändische Personal im Hmong-Flüchtlingslager zu berichten.
 Der Zugang zum Flüchtlingslager wurde für Journalisten gleichzeitig ohne Angabe von Gründen untersagt.

Außerdem sollten von nun an die Beeinträchtigungen, die für die thailändischen Einwohner in der Gegend durch das Einströmen der Hmong-Flüchtlinge entstanden sind, in der Berichterstattung hervorgehoben werden.
Dafür darf jetzt nicht mehr über den legalen Status der Hmong oder über ihre Rechte auf Schutz, die von der lokalen Rechtsprechung oder vom Völkerrecht vorgegeben sind, informiert werden.

Aus: http://www.gfbv.de/inhaltsDok.php?id=1102&stayInsideTree=1&PHPSESSID=9a40a0559e9f0b6626e5d4f012f4b76a
Gespeichert

† Jhonnie

  • gehört zum Inventar
  • *****
  • Offline Offline
  • Beiträge: 836
Re: Thailand zwingt...
« Antwort #16 am: 11. August 2008, 23:24:16 »

Hey Sonex

hast du je gesehen das Thailand was international richtig macht ? Thailand is Thailand, und die leben in Ihrem eigenem Disneyland.
Africa Staaten sind a weng schlimmer in der Beziehung. dort ist eben das Disneyland groesser und die Grenzen mehr flexible ausgelegt.

normalerweise muesste alles aufgeboten werden um Unrecht zu stoppen. aber $$ geht natuerlich vor.

Ich selber, habe von Vietnam aus 4 Jahre Laos betreut als Service Techniker. Frag bitte nicht was ich alles mitmachen muste, hatte  und gesehen habe. dagegen war Vietnam nahezu klasse.
aber was will man fuer ca. 6 Mio (++) leuten in dem Land Laos erwarten. kein hund interessiert sich fuer den fleck dieser Erde.
Gespeichert
.... In der Bibel steht geschrieben: " Liebe deinen Naechsten " UND das Kamasutra zeigt  " WIE ES GEHEN KOENNTE". auch fuer RUD's behaftete geeignet.

Sonex

  • ist TIP-süchtig
  • ******
  • Offline Offline
  • Beiträge: 1.574
Re: Thailand zwingt...
« Antwort #17 am: 12. August 2008, 02:14:20 »

Hey Sonex

hast du je gesehen das Thailand was international richtig macht ? Thailand is Thailand, und die leben in Ihrem eigenem Disneyland.
Africa Staaten sind a weng schlimmer in der Beziehung. dort ist eben das Disneyland groesser und die Grenzen mehr flexible ausgelegt.

normalerweise muesste alles aufgeboten werden um Unrecht zu stoppen. aber $$ geht natuerlich vor.

Ich selber, habe von Vietnam aus 4 Jahre Laos betreut als Service Techniker. Frag bitte nicht was ich alles mitmachen muste, hatte  und gesehen habe. dagegen war Vietnam nahezu klasse.
aber was will man fuer ca. 6 Mio (++) leuten in dem Land Laos erwarten. kein hund interessiert sich fuer den fleck dieser Erde.

@ Jhonnie,

Ich gebe dir Recht, dass Laos eines der unbekanntesten Länder der Region (Welt) ist.

Trotzdem heißt es ja nicht, dass wir alles ignorieren müssen, was dort abgeht.
Wir können uns informieren.
Denn es könnte meines Erachtens wichtig sein, welches Verhältnis Thailand zu seinen Nachbarn hat. Vor allen für die Leute, die in einer Grenzregion wohnen.

Das Verhältnis  zu Laos und Birma (oder wie das heißt  ;D) ist zurzeit gut. Von dem einen Land will man Gas und von dem anderem Wasser. Die thailändische Regierung (oder besser Machthaber) biedert sich diesen Staaten förmlich an.
Das Verhältnis zu Kambodscha und Vietnam nicht so gut.
Die Spannungen mit Kambodscha verwundern mich gar nicht.
Ich halte es nicht ausgeschlossen, dass es noch dicker kommt.
Vietnam ist zwar kein direkter Nachbar, aber das Verhältnis ist auch nicht so unbelastet.
Erinnern wir uns doch an den plumpen Versuch von Samak ein Reiskartell zu gründen und die vietnamesische Reaktion.
Aber ich will an dieser Stelle gar nicht auf die offizielle und inoffizielle thailändische Außenpolitik eingehen .

Also, ich wollte mit dem o.g. Beitrag lediglich informieren und ein paar Hintergründe verdeutlichen oder auffrischen.
Der Beitrag ist nicht von mir und ich habe ihn nicht kommentiert.

Dieser Bericht ist wörtlich von der "Gesellschaft für bedrohte Völker" übernommen wurden.

Ich schreibe immer eine Quellenangabe unter meine Beiträge und mache einen deutlichen Hinweis falls ich etwas kommentiere.


Für alle Interessiert:
Hier ist ein Schreiben zu finden, welches in dieser Sache an den thailändischen Prime Minister gerichtet ist.
http://www.gfbv.de/reedit/openObjects/openObjects/show_file.php?type=inhaltsDok&property=download&id=1102

Klar. Wir sind uns unserer Ohnmacht bewusst.
Aber ein paar Menschen gibt es noch die zur Kenntnis geben, dass sieUnrecht mitbekommen haben und dass sie nicht damit einverstanden sind.

Sonex
Gespeichert

Sonex

  • ist TIP-süchtig
  • ******
  • Offline Offline
  • Beiträge: 1.574
Re: Thailand zwingt...
« Antwort #18 am: 17. August 2008, 22:36:17 »

Gespeichert
 

Seite erstellt in 0.306 Sekunden mit 22 Abfragen.