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Autor Thema: Yes...alles wird gut  (Gelesen 7959 mal)

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Colo

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Re: Yes...alles wird gut
« Antwort #30 am: 13. November 2008, 17:49:17 »

Eigentlich war dieser Beitrag

Ein Blick ueber den Tellerrand von Thailand auf die uebrige Welt mit ihren wichtigsten Themen,
findet hier kaum noch ihren Niederschlag.
   ???

Nichts mehr kommt ueber das Neuste aus dem Rest der Welt. Gut, wir sind hier im TIP Thailand, doch alles was fuer uns hier langfristig Folgen hat, kommt aus dem Politik- und Wirtschaftschehen von USA, Europa und Deutschland.

In Thailand unberschwert leben zu können, heisst, rechtzeitig Einfluesse von ausserhalb auf dieses scheinbarUnberschwerte im Auge zu behalten. Um nicht ueberrascht zu sein, wenn Beschwertes ploetzlich da ist.
Ingo
der Auslöser zu diesem Thread. Klar, etwas ungewöhnlich als "Opener"  :D  Ok, lassen wir es so stehen, die ersten Begleitkommentare sind gesetzt.

Gehen wir über zum Tagesgeschehen, ausgehend von den genannten Ländern, gewünscht von @Ingo  ;)

Schauen wir mal aktuell auf das kommende Wochenende wo sich der WELTFINANZGIPFEL IN WASHINGTON trifft.
Frankreich warnt vor Reform- Blockierer Bush

Der Finanzgipfel in Washington droht zur Showveranstaltung zu werden. Der künftige US-Präsident Obama fehlt   :o- und jetzt droht auch noch eine transatlantische Blockade: Frankreichs Außenminister Kouchner warnt offen, der scheidende Staatschef Bush könne bei dem Treffen zum Problem werden. mehr im Speichel
--------------------
Ein konkreter Plan für das Treffen in Washington ist inzwischen immerhin bekannt geworden. Die japanische Zeitung "Nikkei" berichtet, dass die Regierung ihres Landes beim Weltfinanzgipfel dem IWF bis zu rund 100 Milliarden Dollar (etwa 80 Milliarden Euro) Devisenreserven anbieten wolle. Japans Regierungschef Taro Aso werde beim Treffen in Washington ein entsprechendes Angebot unterbreiten. Damit solle der IWF von der Finanzkrise stark betroffene Schwellenländer unterstützen. Durch das japanische Angebot könnten sich die derzeitigen Ressourcen des IWF um mehr als ein Drittel erhöhen.
-----------------------

So lässt sich das Problem mit den Devisenreserven dann auch lösen, bzw. die Welt saniert Amerika weiterhin gerne und mit vollen Zügen. Weitere Länder werden Japan folgen, wetten  ;)

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Colo

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Re: Yes...alles wird gut, fragt sich nur für wen
« Antwort #31 am: 13. November 2008, 18:13:55 »

Noch ein Blick auf den US Haushalt schadet ja nicht  ;)

Zitat
Im am 30.09. abgelaufenen Fiskaljahr 2007/2008 wurden 1,017 Mrd. Dollar neue Schulden angehäuft! Die gesamtstaatliche Neuverschuldung entsprach gewaltigen 7,1% des Bruttoinlandsprodukts der USA!

 Eine völlig durchgeknallte US-Administration unter Führung von G.W. Bush hat seit seiner Amtseinführung am 20. Januar 2001 gewaltige 4,85 Billionen Dollar neue Staatsschulden kumuliert!

Seit der Unabhängigkeitserklärung von 1776 bis zum Jahr 2000 hatte der Staat 5,6 Billionen Dollar neue Schulden angesammelt.
 G.W. Bush schaffte es in 8 Jahren Amtszeit fast, die in 224 Jahren angesammelten Schulden seiner Vorgänger zu erreichen.  :o

Dies ist nicht nur ein geldpolitischer Supergau. Wie gefährlich die Politik der ungehemmten Staatsverschuldung ist, zeigt ein Detail der BIP-Daten zum 3. Quartal 2008.
Die Verteidigungsausgaben der USA stiegen auf unfassbare 759,5 Mrd. Dollar aufs Jahr hochgerechnet, bzw. um +18,1% in Q3 auf reale 550,6 Mrd. Dollar (Billions of chained (2000) Dollars - inflationsbereinigt)!

Eine unglaubliche Fehlallokation von Kapital, denn gleichzeitig bleiben Investitionen in die marode Infrastruktur aus, die Industrieproduktion schrumpft, große Teile des Landes sind bereits deindustrialisiert, die letzte Hochburg, die virtuelle Wertschöpfung der spekulativen Finanzindustrie, bricht zusammen. Es besteht kein Fundament für einen solch aufgeblasenen Militärhaushalt.

Diese völlig überzogene Staatsverschuldung wirft natürlich auch Fragen nach der Finanzierung auf. Im laufenden Quartal plant das US-Finanzministerium US-Staatsanleihen in Höhe von bis zu 1 Billionen Dollar zu emittieren!

Dieser exorbitante Kapitalbedarf des Staates und das Zuschütten des Marktes mit Staatsanleihen muss früher oder später zu einem Zinsanstieg führen und wenn es schlecht läuft passiert dies mitten in einer Rezession, wenn man aber die um 32% eingebrochenen Umsätze am US-Automarkt im Oktober betrachtet, wird der Zinsanstieg sogar auf eine Depression treffen!

Diese Meldung lässt sich aber noch steigern in der Wirkung;
Zitat
Die US-Neuverschuldung ist im ersten Monat des Fiskaljahres 2008/2009 regelrecht explodiert, sie sprengt alles an Vorstellungskraft und unterstreicht, wie tief sich die Finanzkrise bereits ins System gegraben hat.

 Unfassbare 550 Mrd. Dollar neue Schulden im Monat Oktober bzw. 17,8 Mrd. Dollar an einem Tag, 739,3 Millionen in einer Stunde und 12,4 Millionen Dollar in einer Minute, so die erschütternde Bilanz im Oktober! Ein monströser Schuldenmoloch fordert seinen Tribut für sein spekulatives Finanzsystem, in der trüben Hoffnung auf Erhalt!

Ein Blick wert, Tabelle mit den an US-Staatsanleihen vollgesaugten Ländern:
http://www.ustreas.gov/tic/mfh.txt
Country                    Aug     Jul     Jun     May     Apr     Mar     Feb     Jan
Thailand                  31.7    31.8    32.4    32.8    27.9    25.7    30.5    28.9
Germany                  41.5    41.1    40.9    45.0    43.7    42.2    42.2    42.7
Switzerland              45.3    45.1    44.4    42.1    42.5    41.2    39.4    39.3
Japan                   585.9   593.4   583.8   578.7   592.2   600.7   586.6   586.9
China, Mainland      541.0   518.7   503.8   506.8   502.0   490.6   486.9   492.6

dieses copy & paste Posting entstammt dieser Quelle
http://wirtschaftquerschuss.blogspot.com/
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hobanse

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Re: Yes...alles wird gut
« Antwort #32 am: 13. November 2008, 19:16:11 »

Da freuen sich Soros und Israel!
Some Chicago Jews say Obama is actually the 'first Jewish president'
http://www.haaretz.com/hasen/spages/1037029.html
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Ferdinand

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Re: Yes...alles wird gut
« Antwort #33 am: 14. November 2008, 14:56:01 »

@Colo


Zitat
Aus Mosaiksteinchen bildete sich kontinuirlich ein Gesammtbild schemenhaft heraus....
 
Jedenfalls ein nie endendes Thema, Zeit vorrausgesetzt, kann es manches andere "Hobby" ersetzen.


Ja, du hast dir Mosaiksteinchen für Mosaiksteinchen das Labyrinth des Wahnsinns immer schöner ausgearbeitet, als Hobby. 
Ähnlich wie Ludwig II damals sein Neuschwanstein. Seiner wirren Phantasiewelt entsprang ebenfalls eine Sehenswürdigkeit.
Aber im Issan passt das Beispiel Ludwig II eher weniger, vielleicht trifft es mehr der düstere Alptraum von Marlon Brando als Colonel Kurtz in Coppolas „Apocalypse Now“.  ;D

 

Ich entdecke schon in den ersten 2 Beiträgen von Colo in diesem Thread nachweisbar falsche Behauptungen und unlogische Denkfehler.

Schon die Behauptung, die Tatsache der Geldschöpfung im Bankenwesen wäre ein von Colo und Konsorten durch langwierige Investigation aufgedecktes Geheimnis ist zum Lachen.
Das lernt doch schon jeder Bankkaufmann im 1. Lehrjahr.

Ich behaupte auch dass die Geldschöpfung durch Kreditaufnahme bzw. –vergabe einen Grundstein für den heutigen Fortschritt und Wohlstand in der Welt darstellt.
Genauso wie die Aufhebung des Goldstandards.
Edelmetall, Otterfelle, Kaurimuscheln, Hinkelsteine oder was sonst noch in der Geschichte schon alles als Zahlungsmittel Verwendung fand hat ja realistisch betrachtet auch nichts als den Wert den die Menschen ihm gerade völlig willkürlich beimessen. 

Und so geht es in Colos Beiträgen fröhlich weiter...

Ich meine, ich bin ja selbst ein Nazi und kein großer Fan der USA, oder von Multikulti und der Gruppe die Colo hier als Ursprung allen Übels bezeichnet.
Doch versuche ich ein halbwegs realistischer, der Logik verpflichteter Nazi und kein Spinner und Illuminatenjäger zu sein.

Im Grunde genommen ist das was die USA heute betreiben traditionelle, globale, imperialistische Machtpolitik. Nichts anderes ist die „Neue Weltordnung“, „die Seidenstraßendoktrin“ usw, alles was Brzezinksi und andere betreiben.
Man muss das nicht gut finden aber man benötigt hierfür auch keine kruden Verschwörungstheorien als Erklärung.
Im Gegensatz zur Behauptung dass die USA übermächtig wären und hinter allen Kulissen die Fäden ziehen würden, halte ich es eher für möglich dass die USA bald „Flasche leer“ haben und würde mir daher sinnvoller Weise eher Gedanken darüber machen was nach den USA kommen könnte.

Wenn ich Lust und Zeit habe werde ich mir in den nächsten Tagen einige Aussagen von Colo mal genauer zur Brust nehmen. Momentan bin ich aber ziemlich beschäftigt.
Unter anderem muss ich eine Toilette reparieren, das Internet ist momentan also nicht das einzige Abflussrohr in welches ich eintauche.  8)


Gruß
Ferdinand
« Letzte Änderung: 14. November 2008, 15:24:55 von Ferdinand »
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Roy

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Re: Yes...alles wird gut
« Antwort #34 am: 14. November 2008, 15:14:51 »

Ferdinand: Schon die Behauptung, die Tatsache der Geldschöpfung im Bankenwesen wäre ein von Colo und Konsorten durch langwierige Investigation aufgedecktes Geheimnis ist zum Lachen.
Das lernt doch schon jeder Bankkaufmann im 1. Lehrjahr.


Habe ich da was übersehen? Ich hatte nur den Eindruck, daß Colo das Resümee aus zitierten Informationen zog. Der Verdacht, dass unsere amerikanischen Freunde auf Kosten der Welt leben, wurde doch nicht nur von einer Klientel aus behauptet, wenn ich mich recht entsinne. Natürlich kann jeder Technokrat aus dem Abgehen von der Golddeckung allen Fortschritt der Welt konstruieren. Interessanter wäre für mich, Gegenargumente zu sehen, die beweisen, daß das System nicht manipulierbar ist bzw. nicht manipuliert wird - mit der Tendenz zum totalen Crash. Wenn ein Missbrauch MÖGLICH ist, dann ist er auch WAHRSCHEINLICH, denn MORAL kann man von allen Akteuren keinesfalls erwarten. Für mich ist die Sozialisierung von Zockerverlusten ganz simpel Betrug. Und mehr Geld drucken als Wert vorhanden ist, ebenfalls. Sorry, ich bin kein Banker, und das Zocken der Banker flösst mir Angst ein, kein Vertrauen. Das Abnicken des Betrugs weltweit und die Finanzierung der Spielschulden ohne Murren sowie die Heroisierung dieser Tat als Rettung der Spargelder des kleinen Mannes ist für mich die Krönung der Impertinenz. Dass die Mehrheit dies aber schluckt, zeigt die fortgeschrittene Gehirnwäsche und Dressur, die Abhängigkeit von "denen, die es ja wissen müssen". Des Kaisers neue Kleider.

Wenn wir hier über tiefgründige Finanz- und Wirtschaftswissenschaft diskutieren, kommen wir ins Endlose. Bleiben wir bei dem, was auch ich verstehe, ich halte mich für geistig nicht unter dem normalen Level stehend, und das, was hier verzapft wird, sollte ich eigentlich verstehen können, ansonsten ist es Selbstbefriedigung der Finanz- und Wirtschaftsfachleute untereinander. Wer seine Fachkenntnis nicht auf einer Ebene weitergeben kann, die stinknormale Mitmenschen verstehen, der ist eben kein echter Fachmann. Das wage ich mal zu behaupten.
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Ferdinand

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Re: Yes...alles wird gut
« Antwort #35 am: 14. November 2008, 16:01:36 »

@Roy


Zitat
Der Verdacht, dass unsere amerikanischen Freunde auf Kosten der Welt leben, wurde doch nicht nur von einer Klientel aus behauptet, wenn ich mich recht entsinne.

Ja, die Amis leben, zumindest haben auf Kosten der Welt gelebt.
Den Zusammenbruch dieser Konstruktion erleben wir aber gerade, zumindest dessen Korrektur. Das meine ich, wenn ich sage dass die USA generell bald „Flasche leer“ haben könnten.

Zitat
Natürlich kann jeder Technokrat aus dem Abgehen von der Golddeckung allen Fortschritt der Welt konstruieren. Interessanter wäre für mich, Gegenargumente zu sehen, die beweisen, daß das System nicht manipulierbar ist bzw. nicht manipuliert wird - mit der Tendenz zum totalen Crash.

Nahezu jedes System ist manipulierbar. Jedes System kann nur so gut oder schlecht sein wie die Menschen die es steuern bzw. nutzen.
Ein Crash in gewissen Abständen ist der organische, evolutionäre Normalzustand, relativ unabhängig vom jeweiligen System.
Eine totale Sicherheit und Kontrollierbarkeit gibt es nicht im Leben. Wo Menschen Entscheidungen treffen unterliegen sie auch immer wieder den menschlichen Urinstinkten, Gier, Angst und Verblendung.
Entscheidend ist aber am Ende die Effizienz, Flexibilität, Dynamik und Regenerierfähigkeit des jeweiligen Systems.

Zitat
Wenn ein Missbrauch MÖGLICH ist, dann ist er auch WAHRSCHEINLICH, denn MORAL kann man von allen Akteuren keinesfalls erwarten.

Das sehe ich ähnlich.
Um diese Gefahr zu eliminieren müsste man aber ein System ohne Menschen konstruieren.
In jeder Gesellschaft findet ja immer eine Art Wettrennen zwischen Täter und Strafverfolger statt. Aktion und Reaktion.

Zitat
Für mich ist die Sozialisierung von Zockerverlusten ganz simpel Betrug.

Das sehe ich ähnlich.
Deshalb sollte das Reglement den neuen Gegebenheiten angepasst werden. Unter anderem eine stärkere persönliche Haftung der Verantwortlichen, eine Einführung eines internationalen Kreditregisters, Überwachung und Haftung der Rating-Agenturen, höhere Eigenkapitalquote, höherer Eigenbehalt, Kontrolle der Kreditmärkte usw..
Ich habe das mal in einem anderen Beitrag hier genauer aufgezählt.
Das internationale Finanzsystem funktioniert aber grundsätzlich hervorragend, von diesen neu aufgetretenen Mängeln einmal abgesehen.

Zitat
Sorry, ich bin kein Banker, und das Zocken der Banker flösst mir Angst ein, kein Vertrauen.

Mir flößt das keine Angst ein. Ich finde es faszinierend. 
Auch die jetzige Situation ist nur die logische und nachvollziehbare Folge einer Fehlentwicklung, da ist nichts Geheimnisvolles dabei. 

Zitat
Das Abnicken des Betrugs weltweit und die Finanzierung der Spielschulden ohne Murren sowie die Heroisierung dieser Tat als Rettung der Spargelder des kleinen Mannes ist für mich die Krönung der Impertinenz.

Wie gesagt, ich sehe das Versagen der Banker und die Sozialisierung der Verluste auch als Skandal.
Das sage ich gerade weil ich den Kapitalismus als effizientes System befürworte.
Um den Kapitalismus zu stärken, nicht um ihn zu schwächen oder gar abzuschaffen.


Gruß
Ferdinand
« Letzte Änderung: 14. November 2008, 16:05:49 von Ferdinand »
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Ingo †

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Re: Yes...alles wird gut
« Antwort #36 am: 14. November 2008, 16:37:30 »

Das internationale Finanzsystem funktioniert aber grundsätzlich hervorragend, von diesen neu aufgetretenen Mängeln einmal abgesehen.

Zitat Roy:
Sorry, ich bin kein Banker, und das Zocken der Banker flösst mir Angst ein, kein Vertrauen.

Mir flößt das keine Angst ein. Ich finde es faszinierend.
Auch die jetzige Situation ist nur die logische und nachvollziehbare Folge einer Fehlentwicklung, da ist nichts Geheimnisvolles dabei.


Zitat Roy:
Das Abnicken des Betrugs weltweit und die Finanzierung der Spielschulden ohne Murren sowie die Heroisierung dieser Tat als Rettung der Spargelder des kleinen Mannes ist für mich die Krönung der Impertinenz.

Wie gesagt, ich sehe das Versagen der Banker und die Sozialisierung der Verluste auch als Skandal.
Das sage ich gerade weil ich den Kapitalismus als effizientes System befürworte.
Um den Kapitalismus zu stärken, nicht um ihn zu schwächen oder gar abzuschaffen.


Hallo Ferdinand,

Wie dieses System hervorragend funktionierte hat man ja gesehen.
Die "Maengel" waen nicht neu. Es wurde bereits vor 10 Jahren mit deutlichen Hinweisen auf den kommenden Zusammenbruch in dieser Form gewarnt.
Was heisst MAENGEL?  Was Du hier als Maengel bezeichnest, war das System!
Die Verniedlichung durch das Wort "Maengel" ist nicht angebracht.

Erst haben die Baenker mit deinen eigenen verniedlichenden Wort "versagt", im gleichen wirbst Du fuer eine Staerkung des Kapitalismus, welcher auf das Bankensystem dieser versagenden Baenker ursaechlich beruht.
Die Baenker haben nicht versagt. Wenn so, gehoerten sie alle schleunigst entfernt.
Sie haben genau gewusst was sie taten. So dumm sind diese auch nicht.
Kein einziger hat bis heute zugegeben, dass er versagte. Schuld waren immer andere Dinge.

Wenn dir all dies einfiel zu so zu schreiben, waehrend Du derweil die Kloschuessel reparieren musstest, dann gebe nicht der Kloschuessel die Schuld.

Momentan bin ich aber ziemlich beschäftigt.
Unter anderem muss ich eine Toilette reparieren, das Internet ist momentan also nicht das einzige Abflussrohr in welches ich eintauche.
  8)
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Ferdinand

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Re: Yes...alles wird gut
« Antwort #37 am: 14. November 2008, 17:10:44 »

@Ingo

Jo, so sind halt die Weltanschauungen verschieden.  :)
Diejenigen die schon immer gegen das System waren oder es noch nie verstanden haben fühlen sich jetzt eben in ihren Ressentiments bestätigt.

Was ich noch hinzufügen wollte:

Es bedarf keines Goldstandards.
Der Wert einer Währung wird durch die Marktteilnehmer ständig, sekündlich, durch Wechselkurs und Kaufkraft respektive Inflation bzw. Deflation festgestellt.
Ein Goldstandard wäre da nur ein unsinniges, schädliches Hemmnis.

Davon einmal abgesehen, wer sollte denn den Bimbes sonst verwalten wenn nicht die Privatwirtschaft bzw. zugegebenermaßen manchmal inkompetente und verantwortungslose „Bankster“?
Politiker, Funktionäre und Beamte vielleicht?
Da möchte ich gar nicht wissen welches Ausmaß an Crashs wir dann erleben müssten.


Gruß
Ferdinand 
« Letzte Änderung: 14. November 2008, 17:27:41 von Ferdinand »
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Re: Yes...alles wird gut
« Antwort #38 am: 14. November 2008, 17:28:53 »

Hallo Ferdinang,

hast Du meine Antwort gelesen?  ???  Was interessiert mich Gold!  ???

Ich verstehedaher nicht deine Antwort.
Wollte auch keine, da ich keine Diskussion um Vorgaenge fuehren wollte,
die so offensichtlich sind, dass sich eine Diskussion darueber von selbst erledigt.

Gruesse von Ingo
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Ferdinand

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Re: Yes...alles wird gut
« Antwort #39 am: 14. November 2008, 17:40:36 »

@Ingo

Zitat
Was interessiert mich Gold!


Ja, dich interessiert es nicht.
Mein Zusatz ist ja auch nur für Leser bestimmt die sich für Wirtschaft interessieren.

Zitat
... hast Du meine Antwort gelesen?

Ja, habe ich gelesen.
Eine sehr schöne Antwort.  ;)


Gruß
Ferdinand
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Horst

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Re: Yes...alles wird gut
« Antwort #40 am: 14. November 2008, 18:40:13 »

Das internationale Finanzsystem funktioniert aber grundsätzlich hervorragend, von diesen neu aufgetretenen Mängeln einmal abgesehen.

Erst haben die Baenker mit deinen eigenen verniedlichenden Wort "versagt", im gleichen wirbst Du fuer eine Staerkung des Kapitalismus, welcher auf das Bankensystem dieser versagenden Baenker ursaechlich beruht.
Die Baenker haben nicht versagt. Wenn so, gehoerten sie alle schleunigst entfernt.
Sie haben genau gewusst was sie taten. So dumm sind diese auch nicht.
Kein einziger hat bis heute zugegeben, dass er versagte. Schuld waren immer andere Dinge.

@ Ingo, wo siehst du die Lösung?

Die Erklärung von Ferdinand ist für mich nachvollziehbar und einleuchtend.
Als Leiter eines Unternehmens wird man nach dem erzielten Gewinn gemessen.
Insbesondere bei Aktiengesellschaften führt dieser Druck zu "merkwürdigen" Geschäftsgebaren.

Beispielsweise verkündete Herr Ackermann von der Deutschen Bank im vergangen Jahr eine Eigenkapitalrendite von 30%.
An solchen "Traumwerten" mussten sich andere Banken messen um für Anleger attraktiv zu bleiben.
Völlig klar das da alle Register gezogen wurden und auch windige Kredite vergeben wurde, um sie nach dem Motto:
"hoffentlich trifft der Blitz einen Anderen" möglichst schnell mit Gewinn weiter zu verkaufen.

Das es irgendwann einmal kräftig krachen würde, was sicher jedem Banker klar, doch was sollten sie machen?
- Kleine Brötchen backen wenn die Zeiten unsicher sind, funktioniert nun mal nur bei inhabergeführten Unternehmern.

Ich sehe da keine Verschwörung, von welcher Seite auch immer, sondern einfach nur einen Systemfehler, welcher lange seine Schatten voraus warf.
Trotzdem bin ich froh das es ein weltweit verflochtenes Bankennetz gibt.
Wäre doch echt lästig immer mit einem Sack Kaurimuscheln in den Urlaub fahren zu müssen.  :-)
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Ingo †

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Re: Yes...alles wird gut
« Antwort #41 am: 14. November 2008, 19:17:13 »

Lieber Horst,

ich denke, es gibt keine generelle Loesung.
Es hat etwas mit uns Menschen, mit unserer Gier zum Reichtum zu tun.

Reich sein, verheisst Macht erkaufen zu koennen.
Und Macht ausueben zu koennen sind maenliche Triebfedern, an der unsere Holden nicht unschuldig sind.

Somit gibt es nur die Moeglichkeit, mittels schaeferer Regeln den Einzelnen, der nicht nach Macht strebte, nur nach Sicherheit fuer spaeter, diesen zu schuetzen.
Diese Regeln aber schuetzen auch, und staerken die, die nach Reichtum und Macht streben.
Es wiederholt sich das Spiel unter anderen Regeln. Die Akteure bleiben gleich.

Jeder Banker hat gewusst, dass dies Finanzsystem nur auf Versprechungen aufbaute.
So musste sich die Kaste untereinander vertrauen koennen. Taten sie auch.
Einige aber hatten ueberdreht. Und als andere Banken auf dieses Vertrauen basierende Versprechen einloesen wollten, da war nichts mehr zum Einloesen.
Die Rueckabwicklung begann.
Und so ist es kein Wunder, dass ein Vertrauen in ein Versprechen, heute nicht mehr da ist.

Unser ganzes Wirtschaftsystem wurde darauf aufgebaut. Die Sucht nach Wachstum.
Es gibt kein zurueck mehr.
Nur noch ein Weitermachen mit besseren Regeln.
Sonst ab in den Tauschhandel.

Somit lieber Horst, erlasse mir deine konkrete Frage zur Antwort.

Es gruesst dich Ingo

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hobanse

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Re: Yes...alles wird gut
« Antwort #42 am: 14. November 2008, 21:26:42 »

USA droht "Kreditkarten-Krise"
Die US-Bürger sitzen auf 900 Mrd. Dollar an Kreditkarten-Schulden. Milliarden müssen als "faule Kredite" ausgebucht werden. Amerika erwartet die nächste Finanz-Krise. Noch hat Amerika den Immobilienschock nicht verdaut, schon dreht sich die Krisenspirale weiter und greift auf Millionen Konsumentenkredite über. Seit Sommer 2007 haben US-Bürger die 900 Mrd. Dollar Marke bei Kreditkartenschulden überschritten - ein ähnliches Volumen wie die Subprime-Schulden. Und auch viele Konsumentenkredite können jetzt nicht zurückgezahlt Die jetzige Krise trifft sie doppelt. Die Häuser sind nichts mehr wert, trotzdem steigen die Raten für die Hypothek. Da sich das alles nicht ausgehen kann, bleiben zunehmend auch Kreditkartenschulden unbezahlt. Als Folge davon werden Kredite wieder teurer und Amerika könnte der traditionelle Wirtschaftsmotor Konsum wegzubrechen.
"Hinzu kommt, dass Kreditkartenschulden ähnlich wie Hypotheken zu Anlageprodukten gebündelt an Investoren verkauft wurden. Somit droht auch den Banken und großen Fonds ein weiterer Rückschlag."
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Roy

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Re: Yes...alles wird gut
« Antwort #43 am: 14. November 2008, 21:50:05 »

Uns bleibt nur, ohnmächtig die Fäuste in der Tasche zu ballen bei der arroganten Schwafelei der Typen wie Ackermann und Konsorten. Die vera... alle mit lächelndem Gesicht und Hunderten von Millionen Euro auf den Privatkonten. Der Neid der Besitzlosen spricht da wieder, gelle? Warum, zum Teufel, spricht da niemand RECHT? Mir kann doch keiner erzählen, dass Zocken mit fremdem Geld ohne ausdrückliche Erlaubnis keine Unterschlagung ist, dass es da keine Gesetze gibt, die ein Richter anwenden muss. MUSS! Und dass der Betrug nicht vorhersehbar war, ist NONSENS. WER manipulierte WIE? Es MUSS manipuliert worden sein, es kam nicht überraschend, und es tritt MASSIERT auf. Also was vermutet dann Klein Dumm Fritzchen? Ein Komplott - sehr richtig. Oder eine mehr oder weniger stillschweigende Interessengemeinschaft der professionellen Bankbetrüger und gleichzeitige kriminelle Untätigkeit der Kontrolleure. In Thailand würde jeder KORRUPTION schreien. Und dann kommen die Technokraten und erklären und erklären so lange, bis die Fakten verwässert sind und Klein Fritzchen sich seiner dummen Zweifel und Fragen schämt. Das kennen wir doch...

Die ganzen -ismen können mir gestohlen bleiben. Hier geht es nicht darum, hier geht es um ganz simplen Betrug und Kooperation der Beteiligten und Kontrollorgane mit dem kriminellen gemeinsamen Ziel BETRUG. So einfach ist das, ohne Fremdwörter. Die Verantwortlichen sind bekannt, man honoriert und hofiert sie aber noch, anstatt sie dahin zu bringen, wohin sie gehören. Und die Empörung über solche Zustände wird dann mit einem überlegenen Lächeln quittiert: lass ihn doch mit dem Fuss aufstampfen, der beruhigt sich auch wieder, das ist eben noch ein dummes kleines Kind, was die Regeln der Grossen nicht kennt. Oder ein Irregeleiteter, der den Verschwörungstheoretikern zum Opfer fällt. Das ist doch das Rezept, gelle?
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Ferdinand

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Re: Yes...alles wird gut
« Antwort #44 am: 15. November 2008, 02:55:39 »

@Roy

Speziell Ackermann hat sich direkt bezüglich der Kreditkrise nichts zu Schulden kommen lassen. Im Gegenteil, die Deutsche Bank kam relativ ungestreift davon, aufgrund ihres Managements. Die Deutsche Bank benötigt bisher ja auch keine staatliche Unterstützung.
Es gibt also durchaus Banken die diesbezüglich wenig oder keine Fehler gemacht haben, z.B. auch die spanische Bank Santander. 

Die Formulierung „zocken mit fremdem Geld“ trifft hier auch nicht ganz den Kern.
Denn hier wurde mit faulen Krediten gezockt, also im Prinzip mit Geld das es nicht gibt und garnie gab.
Und anderes Geld wurde von den Anlegern ja auch mehr oder weniger bewusst investiert, denn auch jeder Anleger und Sparer ist scharf auf eine möglichst hohe Rendite.
OK, die Omas die ihr Geld jetzt mit Lehmman Brothers Zertifikaten verloren haben wurden vielleicht fahrlässig und falsch beraten und trotzdem hat sie ja niemand mit vorgehaltener Pistole gezwungen diese Zertifikate zu kaufen.

Die jetzige Krise ist eine auf menschlichem Versagen basierende Kettenreaktion:

1. Das Ausbluten der US-amerikanischen Industrie und das riesige Handelsdefizit der USA.

2. Der private Konsum als einzig verbliebene Stütze der amerikanischen Wirtschaft.

3. Die massive Niedrigzinspolitik der FED und die daraus resultierende Schwemme an billigem Geld. Was tendenziell immer eine Immobilienblase begünstigt.

4. Eben diese Immobilienblase.

5. Verantwortungslose Hypothekenbanken und ihre Drückerkolonnen, also die massive, gezielte Akquise von problematischen Kreditnehmern.

6. Dämliche amerikanische Immobilienkäufer und Konsumenten die sich ohne Maß und Ziel verschuldeten. (Da heißt es immer Thais könnten nicht rechnen, aber die Amis sind ja anscheinend noch...)

7. Inkompetente und korrupte Rating-Agenturen welche die gebündelten Schrottpapiere, die sogenannten ABS, Asset Backed Securities, viel zu hoch bewerteten.


Bei den Punkten 3., 5. und 7. sehe ich die Hauptschuldigen der Krise.
Hier sollten einige Verantwortliche auch persönlich zur Rechenschaft gezogen werden. Konkrete warnende Stimmen gab es auch schon länger.   

Als dann die Zinsen wieder stiegen, die Energiepreise stiegen und die aufgeblähten Immobilienpreise fielen, ist die Blase der amerikanischen Hypotheken und Konsumentenkredite geplatzt.

Bei allem Weiteren handelt es sich nur noch um die Folgen der aufgezählten Punkte.
Die Banken außerhalb der USA hatten gar nicht mehr den Einblick in was sie da investierten, vielleicht wollten sie es auch gar nicht so genau wissen.
Sie sahen nur noch das vorzügliche Rating der Papiere, also die vorgeblich sehr hohe Bonität, und die versprochene, hohe Rendite.
Eigentlich sollte man sich auf das Rating der renommierten Agenturen, Fitch, Moody´s und Standard & Poor`s, auch halbwegs verlassen können.

Das nächste Problem waren die Kreditversicherungen, also die CDS, Credit Default Swaps.
Damit wollten die Kreditgeber das Ausfallrisiko versichern.
Dabei handelt es sich um OTC-Geschäfte, Over the Counter, also keine Börsengeschäfte und diese sind somit nicht durch irgendeine Börsenaufsicht oder sonstige Institution überwacht. 
D.h. die eine Bank geht zur anderen Bank, oder auch zu einem Kreditversicherer und handelt mit diesem Sicherungsgeber direkt die Modalitäten für ein bestimmtes Kreditpaket aus.
Der einstmals größte Versicherungskonzern der Welt, AIG, ist unter anderem so ein Kreditversicherer. Deshalb und weil auch AIG das Risiko dieser amerikanischen Immobilienkredite falsch eingeschätzt hat ist AIG total an die Wand gefahren.

Aber weil lange Zeit und teilweise immer noch keine Bank weiß welche Leichen die jeweils andere Bank im Keller hat, weil ja niemand vom anderen weiß welche Kreditpapiere gekauft bzw. versichert wurden, kam es durch mangelndes Vertrauen zwischen den einzelnen Banken zur Austrocknung des Kapitalmarktes über den sich die Banken selbst refinanzieren.
Aufgrund der vorgeschriebenen Eigenkapitalquote sind die Banken dann gezwungen ihre eigene Geschäftstätigkeit also die Kreditvergabe zu reduzieren.
Somit droht der gesamten Wirtschaft der Treibstoff, sprich das Geld auszugehen.

Zitat
Und dann kommen die Technokraten und erklären und erklären so lange, bis die Fakten verwässert sind und Klein Fritzchen sich seiner dummen Zweifel und Fragen schämt.

Na ja, Colo fragt ja keineswegs verschämt, sondern liefert eine geballte Ladung angeblicher Erklärungen.
Meiner Meinung nach in mancher Hinsicht äußerst unzutreffende Erklärungen. 
 

Gruß
Ferdinand
Gespeichert
 

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