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Autor Thema: Yes...alles wird gut  (Gelesen 7689 mal)

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Horst

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Re: Yes...alles wird gut
« Antwort #45 am: 15. November 2008, 04:54:53 »

@Roy

Speziell Ackermann hat sich direkt bezüglich der Kreditkrise nichts zu Schulden kommen lassen. Im Gegenteil, die Deutsche Bank kam relativ ungestreift davon, aufgrund ihres Managements. ..."

Na ja, um Ackermann als Unschuldslamm zu deklarieren braucht's IHMO schon mehr als zugekniffene Augen.

Ich würde ihn eher den König der Spekulanten nennen, wenn es um Geschäfte mir fremden und (noch nicht) nicht vorhandenen Geld geht.
Als Beispiel möchte ich hier nur den "Hutchison Whampoa Deal" anführen, der in Deutschland als "Mannesmann Prozess" im Sande verlief.
Ackermann wurde nicht schuldig gesprochen, obschon die Beweiskette ziemlich dicht gestrickt war, aber eben nicht dicht genug um einen echten Tycoon zu Fall zu bringen.

Analog dazu, erinnere ich mich an die Schweine in Orwells Animal Farm, deren Gleichheit zu anderen Tieren so gewaltig war, das sie gleicher als gleich behandelt werden mussten.

Wir erinnern uns an die legendäre Siegerpose:



Sorry, falsches Bild  ???


Hier Ackermann mit Siegerzeichen, links im Bild, Herr Esser, der gar nicht mal traurig schien als sein Unternehmen zerschlagen wurde, aber für seine gute Laune soll angeblich ein Koffer aus Hongkong maßgeblich gewesen sein.  :-X
 


Unverschämter kann man einem zur rechtsstaatlichen Beweisführung verdammten Gericht nicht zeigen das man weit über deren Möglichkeiten steht.

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Ferdinand

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Re: Yes...alles wird gut
« Antwort #46 am: 15. November 2008, 13:45:32 »

@Horst

Das hat aber mit der Kreditkrise direkt nichts zu tun.

Ich spreche auch nicht von Unschuldslamm, auf eine solche Assoziation würde ich im Zusammenhang mit Bankern überhaupt nie kommen. 
Der Begriff Unschuldslamm im Zusammenhang mit Geld erscheint mir generell nicht sehr vertrauenserweckend, denn wer möchte denn sein Geld bei einem Unschuldslamm anlegen? 
Unschuldslamm, das klingt nach Kamillentee, Naivität und niedriger Rendite.  ;D

Mit Vertrauen meine ich hier nicht viel mehr als die Kontenführung und ähnliches.
Was direkt Anlage- oder Handelsentscheidungen betrifft würde ich sowieso niemals einem Bankberater vertrauen.
Im Gegenteil, wenn ein Banker ein Produkt oder ein Papier empfiehlt leuchtet bei mir, wenn nicht gleich das rote dann doch zumindest das gelbe Warnlicht.
Bei Immobilien genauso, bei allem was über Kontenführung und Sparbuch hinausgeht vertraue ich persönlich den Bankern so gut wie gar nicht.
Dazu habe ich schon zuviel erlebt, persönlich und bei Bekannten und Kollegen.

Doch Ackermann hat das Geld seiner Kunden und Aktionäre bisher gut verwaltet und benötigt bisher auch kein Geld vom Steuerzahler, im Gegensatz zu anderen Banken.
Das muss man ihm lassen.


Gruß
Ferdinand
« Letzte Änderung: 15. November 2008, 14:11:44 von Ferdinand »
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Roy

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Re: Yes...alles wird gut
« Antwort #47 am: 16. November 2008, 12:30:50 »

Ferdinand, ich gebe Dir recht. Aber Ackermännchen ist zum Symbol des gierigen Zockers mit fremdem Geld geworden. Bisher gehörte er zu den Siegern... und die Gerichte segneten das ab. WARUM??? Natürlich, es war alles gesetzlich... nach ihrer freien Auslegung. Wenn der "Übernommene" bzw. "Vernichtete" noch grinst, dann kann man ermessen, was da gelaufen ist - man braucht dann nur noch die Geldbewegungen zu verfolgen, und kein Gericht der Welt kann mir mit seinem Urteil das Gehirn verkleistern und Vertrauen in das Finanz- und Rechtssystem und deren Neutralität erklären. Die Deutsche Bank gehört zum Kopf, von dem her wohl der Fisch stinkt. So stellt es sich dar. Das Urteil war für mich ein Schlag ins Gesicht und ein Beweis, dass keine Verschwörungstheorie die Wirklichkeit übertreffen kann.
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Ferdinand

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Re: Yes...alles wird gut
« Antwort #48 am: 17. November 2008, 02:23:46 »

@Roy

Um noch mal auf die Kreditkrise zurückzukommen.
Was da ablief ist schon extrem.
Den hirnlosen Konsum mit maßlosen Schulden zu finanzieren und die Vermessenheit diese Schulden dann mittels Luftgeschäften auch noch zu vermarkten.
Eine Zirkusnummer. Ein Taschenspielertrick.
Ein riesiges Handelsdefizit, konsumieren auf Pump, das Leben als ungedeckter Wechsel.
Die halbe amerikanische Wirtschaft basierte auf dieser Täuschung.
Wenn die Folgen nicht ernst wären wäre es zum Totlachen.

Um Missverständnissen vorzubeugen:
Die Möglichkeit Kredite zu handeln und Kredite zu versichern ist natürlich sehr sinnvoll, wenn korrekt angewendet.

Die Verantwortlichen der amerikanischen Hypothekenbanken und die Kreditvermittler gehören schon in den Knast, und diejenigen in den Investmentbanken die nachweislich wussten um was für Schrottpapiere es sich bei besagten, gebündelten Krediten handelt auch.

Wobei ich aber nicht mal glaube dass viele Investmentbanker sich der wahren Situation bewusst waren. Denn die 5 großen, amerikanischen Investmentbanken sind ja jetzt bankrott bzw. wurden im Zuge der Krise übernommen und sind nicht mehr eigenständig.
Ich glaube nicht dass sich die Investmentbanken absichtlich in den Abgrund stürzten.

Ein englischer Journalist bezeichnete in einem Artikel die Verantwortlichen des Londoner Finanzzentrums als „Affen mit Taschenrechner“. 
England ist auch ein Fall für sich, die Engländer haben ja auch fast keine Industrie mehr und daher hat die Finanzindustrie, London als europäisches und internationales Finanzzentrum, einen immensen Anteil an der englischen Wirtschaft.
Obwohl Deutschland auch betroffen ist von der Krise steht Deutschland als Exportweltmeister momentan immer noch besser da als England.
In England nahm die Immobilienblase in den letzten Jahren auch immer größere Ausmaße an. 
Die Engländer wussten schon nicht mehr wohin mit ihrer Kohle und haben überall, in Spanien und Frankreich, Immobilien gekauft. Diese Party ist jetzt wahrscheinlich auch erst mal wieder vorbei.

Die nächste Frage ist ob das Unvermögen der Rating-Agenturen nur auf Fahrlässigkeit und Inkompetenz beruht oder doch auf Korruption und krimineller Energie.

Eines muss man den Amis lassen, wenn sie ihren Managern und Vorständen kriminelles Verhalten nachweisen können (wollen) dann werden diese auch richtig verknackt.
Erstens haften diese dann in vollem Umfang mit ihrem Privatvermögen und zweitens wandern sie ggf. für lange Zeit hinter Gitter.
Als Beispiele, Bernard Ebbers, ehemaliger Vorstand von WorldCom, 2005 wegen Bilanzbetrug zu 25 Jahren Haft verurteilt und Jeffrey Skilling, ehemaliger Chef von Enron 2006 wegen Betruges zu 24 Jahren Haft verurteilt.
Die Amis gehen da anders zur Sache als unsere.
Vielleicht wird Obama ein besonderes Augenmerk auf die Aufklärung bestimmter Vorgänge legen.
Die aktuell auf dem Weltfinanzgipfel vereinbarten Punkte könnten eine Krise wie wir sie heute sehen in Zukunft verhindern helfen.

Abgesehen von der Finanzkrise bin ich auch mal gespannt was Zumwinkel kassiert.
Manche Manager und Vorstände verlieren glaube ich irgendwann in gewisser Hinsicht den Bezug zur Realität und fühlen sich unangreifbar. Sie werden verführt durch ihre Macht und die sich bietenden Gelegenheiten.
Vielleicht muss man ein geborenes A****** sein um so hoch aufzusteigen oder aber ein Werdegang dieser Art trägt zur Deformierung des Charakters bei.
Vielleicht ist es aber auch einfach so dass ein kleiner Mann in kleinen Dingen bescheißt und ein großer Mann eben in großen Dingen.
Der Beschiss als Kreislauf gewissermaßen. 

Ich würde mir auch eine verstärkte Haftbarmachung der Verantwortlichen wünschen.
Dass genau die gleichen die sonst immer auf den Staat und die Gesellschaft scheißen jetzt staatliche Unterstützung fordern ist eine Farce sondergleichen.

Die Titelstory der aktuellen Ausgabe des Spiegels diese Woche befasst sich wieder eingehend mit dem Thema der Kreditkrise. 
Titel:
"Das Kapital-Verbrechen. Anatomie einer Weltkrise, die gerade erst begonnen hat."


Gruß
Ferdinand
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Roy

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Re: Yes...alles wird gut
« Antwort #49 am: 17. November 2008, 11:07:16 »

Ferdinand: Vielleicht muss man ein geborenes A****** sein um so hoch aufzusteigen oder aber ein Werdegang dieser Art trägt zur Deformierung des Charakters bei.
Vielleicht ist es aber auch einfach so dass ein kleiner Mann in kleinen Dingen bescheißt und ein großer Mann eben in großen Dingen.
Der Beschiss als Kreislauf gewissermaßen. 


Die kleinen Diebe hängt man, die grossen lässt man laufen. Und die ganz grossen haben die Macht, ihre Manipulationen mittels gezielter Gehirnwäsche als Verschwörungstheorien zu deklarieren...
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Colo

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Off Topic ?....je nach dem ....
« Antwort #50 am: 19. November 2008, 01:05:08 »

 :) n'Abend

Off Topic....je nach Sichtweise  ....passt aber irgendwie zum Threadtitel als solchen ....und etwas VT ist auch dabei  ;D

einige Schweizer Member haben eventuell im Vorfeld etwas von dieser Aktion mitbekommen.


hier nun das Resultat;

Zitat
Am 2.Oktober geschah in den Alpen so etwas wie ein kleines Wunder. 63.733 rechtsgültige und beglaubigte Unterschriften Schweizer Bürger wurden im Rahmen eines Volksreferendums bei der Staatskanzlei in Bern abgegeben.
So wurde eine Volksabstimmung der helvetischen Republik am 17. Mai 2009 erzwungen. Sie richtet sich gegen ein umfangreiches Paket biometrischer Überwachungs- und Erfassungsmassnahmen durch neue Passdokumente mit RFID-Chips,

eine zentrale Bio-Datenbank mit Merkmalen jedes einzelnen Schweizer Bürgers in den Händen der Regierung und die Weitergabe dieser Bio-Daten an ausländische Regierungen und Konzerne weltweit.


Initiator des erfolgreichen Referendums für die Volksabstimmung: die Freiheitskampagne.ch, ein überparteiliches Referendumskommitee welches Unterstützung anfangs nur durch einzelne Bürger, dann von verschiedenen Bürgerinitiativen sowie politischen Gruppen quer durch das ganze Spektrum und schliesslich auch von Abgeordneten der Schweizer Bundesversammlung (Nationalrat und Ständerat) erhielt.

Am 13.Juni erfolgte der Beschluss der Parlamentskammer Nationalrat zur Einführung der biometrischen Pässe und Überwachungsmassnahmen.
Erst am 24. Juni, mitten in der Urlaubszeit, veröffentlichte die Freiheitskampagne.ch ihren Aufruf zum Referendum für eine Volksabstimmung über den Bundesbeschluss. 50.000 beglaubigte Unterschriften mussten bis zum 2.Oktober bei der Staatskanzlei abgegeben werden.

Die Freiheitskampagne.ch hatte kein Budget, kaum Leute und zu diesem Zeitpunkt kaum politische Kontakte. Einzig durch die Unterstützung des libertären US-Präsidentschaftsbewerbers der konservativen "Republikaner", Ron Paul, hatten einzelne Mitglieder Bekanntschaften und Kooperationen mit unabhängigen Medien aufgenommen.

Niemand - nun ja, fast niemand - glaubte an einen Erfolg des Referendums. Doch am Ende siegten die Schweizer, welche die Volsabstimmung wollten und trotz fehlender Anzeigen oder Werbung sowie einer fast vollständigen Nachrichtensperre in der Presse mit ihrer Unterschrift unterstützten.

Während des laufenden Referendums hatten die Internetprovider und Kommunikationskonzerne Cablecom, Sunrise, Green.ch und Swisscom emails in und aus der Schweiz blockiert, in welchen die URL "freiheitskampagne.ch" auch nur auftauchte, darunter auch persönliche Mitteilungen und Nachrichten an Mitglieder des Schweizer Parlamentes.

Der Schweizer Abgeordnete Oskar Freysinger (SVP/VS) beschwerte sich am 22.September in einer Anfrage (Interpellation) im Nationalrat über dieses "Email-gate". Freysinger damals wörtlich:

weiterlesen---> Schweiz: Die Hintermänner der Anti-Freiheitskampagne.ch




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hobanse

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Re: Yes...alles wird gut
« Antwort #51 am: 19. November 2008, 16:30:51 »

Es stand schon in der Bibel.
God blessed them; and God said to them, "Be fruitful and multiply, and fill the earth, and subdue it; and rule over the fish of the sea and over the birds of the sky and over every living thing that moves on the earth."
Genesis 1:28
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Boersengauner, Bankster und Schieber knechten die Welt
 

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