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Eine kleine Geschichte der Buddha Statuen

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Profuuu:
Vorwort

Der Buddhismus ist laut offizieller Lehrmeinung über 2500 Jahre alt. Man begegnet dem idealisierten und mystisch verklärten Abbild des Gründervaters auf Schritt und Tritt in den Ländern, wo man ihn verehrt.

Buddha Statuen...aus Fels gehauen, aus Gips, aus Gold, aus Silber, aus Bronze, aus Glas, aus Holz, aus Ziegelsteinen, aus Zement, aus Beton, aus Plastik, aus Blech, aus Porzellan, aus Halbedelsteinen. Bunt bemalt oder mit Goldfarbe überzogen. Kaum ein formbares Material, welches nicht genutzt wird.



Woher kommen sie? Seit wann gibt es sie?

Ein Reisender, der durch Sri Lanka, Thailand, Burma, Laos und Kambodscha zieht, kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass die Darstellungen Buddhas als Statue schon immer zum Buddhismus gehörten, wie die Luft zu den Schwingen, das Wasser zu den Flossen, wie das Krähen zum Hahn, dass sie eine ureigene Erfindung und Idee der Künstler dieser Länder seien.

Dem ist nicht so.

Über viele Jahrhunderte hinweg war eine Darstellung der Person Buddhas als Statue undenkbar, wenn nicht sogar ein Frevel. Der Buddhismus jedoch, die Lehre, hatte seine abstrakten Symbole, die in Skulpturen, Fresken und Bildern ihren Ausdruck fanden. Auf die kommen wir noch zu sprechen.

Heute geht man davon aus, dass griechische und später römische Einflüsse nicht unschuldig an der Entwicklung hin zu heutzutage überall verbreiteten Buddha Statuen waren. Da wir uns schwer vorstellen können, dass die antiken Griechen und Römer bis nach Thailand und Kambodscha vorgedrungen sind, und es dafür auch keine historischen Quellen gibt, zumindest meines Wissens nicht, hat die Kunst der Buddhastatuen offensichtlich einen langen Weg hinter sich.

Welches ist die Geografie, in der sich West und Ost begegneten? Wer waren die historischen Personen? Zu welcher Zeit spielte sich dies alles ab? Wann adoptierte der Buddhismus die Idee, Buddha als Statue mit menschlichen Zügen darzustellen? Wie und wann kamen sie nach Sri Lanka, Burma, Thailand und Kambodscha? Mal ganz abgesehen von Malaysia, Indonesien, Vietnam, China und Japan.

Die Beschäftigung mit diesem Thema eröffnet einen tiefen Blick in jene Zeit, der weit über den Buddhismus hinausgeht. Sie öffnet den Vorhang zu einem tragischen Theaterstück über Aufstieg und Fall von Weltreichen und wechselnden Herrschergeschlechtern, über aufblühende und sterbende Kulturen. Aber auch über weise Könige, ganz im Sinne des Buddhismus, über friedlichen, fruchtbaren und philosophischen Gedankenaustausch zwischen West und Ost, und schließlich über einen einschneidenden Wandel, den der Buddhismus durchmachte.

Manches mag uns noch dunkel aus dem Geschichtsunterricht in Erinnerung geblieben sein. Ja stimmt, das Reich Alexander des Grossen reichte kurzzeitig bis nach Nord-Indien hinein. Manche mögen von dem indischen König Asoka gehört haben, der die Geburtsstätte Buddhas mit einer Säule gekennzeichnet hat und dessen Sohn Sri Lanka zum Buddhismus bekehrte. Aber wer käme darauf, welch unermesslich wichtige Rolle die Menschen und Herrscher in der heutigen Geografie eines Landes gespielt haben, dass seit Jahrzehnten unter Bürgerkrieg und kriegerischer Einmischung von außen leidet, über das seit dem 11. September 2001 täglich im CNN und anderen Nachrichtensendern berichtet wird?

Afghanistan!

Versuchen wir also diese faszinierende über lange Strecken leidhafte Geschichte aufzurollen.

Profuuu:
Vorhang auf zum ersten Akt - Alexander der Grosse.

Nach Buddhas Tod fristete die Sangha (Buddhistische Mönchsgemeinde) ein recht begrenztes Dasein. Der Buddhismus blieb auf dem indischen Kontinent eine Sekte, beschränkt auf die Umgebung, in der Buddha zu Lebzeiten wandelte. Der Einfluss der Brahmanen mit ihren Feuer-Zeremonien und Schlachtopfern blieb unerschüttert. Der Brahmanismus blieb die unumstößlich stärkere Kraft. Aber wie im antiken Griechenland brodelte es in den Köpfen unzähliger Denker auf dem Indischen Kontinent. Sie stellten sich Fragen:

Welche Mechanismen bestimmen unser Schicksal?

Welchen Sinn hat unser Leben?

Wie kann man sich in dieser Welt zurechtfinden, ohne Schaden zu nehmen?

Noch war es nicht die Zeit, in der Götter und Heilsbringer bildhaft oder als Statuen dargestellt wurden. Was zählte, waren die Opferzeremonien der Brahmanen und deren in Sanskrit zitierten Verse aus den Veden auf der einen Seite. Der Lebenswandel eines Samana’s, Wandermönch, im Sinne der Sangha und das Wort Buddhas, Dhamma, sein Lehre in Pali, auf der anderen Seite. Noch war es nicht die Zeit, in der brahmanische und später hinduistische Götter und Buddha in steinernen und irdischen Tempeln wohnten. Die darstellende Kunst hatte sich deren noch nicht angenommen. Die stilisierte Lotus-Blüte und das stilisierte Rad, erstere für die Reinheit Buddhas und zweiteres für seine Lehre, mögen aber schon ihre symbolische Verbreitung gefunden haben. 

Alexander der Grosse war wohl der erste, der westliches Gedankengut und hellenistische Kunstgedanken tief nach Nord-Indien bis in Buddhas Wirkungsstätten hineintrug und der umgekehrt östlichen Denkweisen einen Weg nach Westen ebnete. Dem Autor sind im Augenblick aber keine historischen Begebenheiten zur Zeit Alexanders des Grossen bekannt, die im Zusammenhang mit dieser kleinen Abhandlung über Buddhastatuen eine Rolle spielen könnten.

Alexander bezahlte einen hohen Preis für seinen unstillbaren Drang nach erobertem Territorium. Im Jahre 326 BC fiel er in den Punjab ein, stieß bis zum Hydapses Fluss vor und schlug den damals mächtigsten indischen Fürsten Poros, auch Porus genannt. Ein Jahr später meuterten seine Truppen, wollten umkehren, da sie dem ungebändigten Vorwärtsdrang ihres Feldherrn nicht mehr folgen wollten und auch wohl nicht mehr konnten. Ein gewisser Horror vor den ungewöhnlichen indischen Kampf-Elefanten mag dabei eine Rolle gespielt haben. Das aus westlicher Sicht mit archaischer Mystik überladene Indien mag auch seinen Teil dazu beigetragen haben.

In kleinem Kreise und furchtlos bewegte sich Alexander weiter in Indien. Überquerte sogar den Indus. Es schien, als suchte er das Ende der Welt.

Obwohl als Aggressor ins Land gekommen, wurde Alex jahrhundertlang als unbesiegbarer Eroberer und weiser Philosoph von so manchen Indern verklärt. Seine angeblich ernsthaften und mit aufrichtigem gegenseitigem Respekt geführten Gespräche mit den Brahmanen haben bei den Einheimischen Herrschern tiefen Eindruck hinterlassen. Im Jahre 324 BC geht er den Weg alles Vergänglichen und hinterlässt ein Machtvakuum in Nord-Indien.     

Nach dem Zerfall von Alexanders Großreich war der Nord-Indische Kontinent für den Westen erschlossen, war kein weißer Fleck mehr auf der damals noch, aus westlicher Sicht, reichlich unvollständigen Weltkarte.



 
Der Fluss Indus markiert die temporäre Grenze des Alexander-Großreiches im Osten

Hier schließt sich der Vorhang zum ersten Akt. Die Fortsetzung ist völlig offen. Wir befinden uns im letzten Viertel des 4-Jahrhunderts vor Christi Geburt. Noch könnte Buddha mit seiner Annahme, dass seine Lehre eine Lebenserwartung von mindestens 1000 Jahren hat, zu optimistisch gewesen sein. Noch könnte es eine zukünftige Welt ganz ohne Buddha-Statuen geben. Noch könnte dem modernen Süd-Ost-Asien-Reisenden etwas fehlen, falls er es denn wüsste, wenn es anders gekommen wäre.

Profuuu:
Der zweite Akt – Die Mauryans

Schon zwei Jahre nach Alexanders Tod beginnt der Aufstieg des Geschlechts der Mauryans. Sie erobern und vereinen rücksichtslos und kaltblütig das wieder in kleine Fürstentümer zerfallene Nordindien, füllen das entstandene Machtvakuum wieder vollständig aus. Sie kommen aus Magadha, dem Wirkungsbereich Buddhas. Die historischen Jahreszahlen werden dank Megasthenes, einem griechischen Historiker, ab jetzt recht verlässlich. In der Schrift „Indica“ ist er sehr spezifisch.

Demnach vereinte König Chandragupta Maurya Nord-Indien während seiner Regentschaft von 322 BC bis 296 BC.

Sein Sohn Bindusara (296 – 273 BC) setzte diesen Trend fort   

Der Enkelsohn des ersten Mauryan Herrschers ist König Asoka, 273 BC bis 232 BC.

Verschiedene Quellen weichen geringfügig um ein paar Jahre voneinander ab. Asoka verbleibt nach unerklärlichem Tode von all seinen Brüdern der einzige Sohn seines Vaters Bindusara und wird damit traditionsgemäß sein Nachfolger, obwohl nicht der älteste männliche Nachfolger. Das „unerklärlich“ ist wie immer eine Behelfskonstruktion der Jubelhistoriker für unschöne Ereignisse, deren geschichtliche Tatsache man nicht abstreiten kann.

Das Macht-Symbol Asokas ist ein vierköpfiger Löwe. Vier Köpfe, die im rechten Winkel voneinander in die vier Windrichtungen zeigen. Diese Löwenköpfe zieren seine überall in seinem Machtbereich aufgestellten Asoka-Säulen. Auch die im Lumbini-Park, Buddhas Geburtsstätte.


Das Löwen-Symbol Asokas thronte auf dem Kopf einer jeden Säule

           
                                     
Asoka-Säule mit einer gut zu erkennenden Inschrift
Wer nach übergreifender Symbolik in der Fremde sucht, findet in dem Löwen-Symbol einen globalen Anker. Es ist ein Symbol der Macht in Süd-Ost-Asien. Und fast alle Länder in dieser Geografie haben ein gemeinsames Wort dafür. Sing(h)a = Löwe. Singapur schmückt sich mit einem wasserspeienden Löwen als Wahrzeichen. In Thailand übernimmt das Singha-Bier die Macht über die Birne des begnadeten Trinkers. Weiter westlich in Mykene, Griechenland, hat Schliemann das Löwentor neu für das Abendland entdeckt und in Bayern symbolisiert das Löwenbier die Macht der Brauereien.

           
                       
Singapur                                                                                     Singha Bier Thailand

         
                         
Löwentor Mykene                                                 Löwenbräu

 
             
Asoka wütet ohne Erbarmen wie sein Vater und Großvater mit dem Ziel, seinen Machtbereich zu vergrößern. Unter ihm erfährt Indien die größte Ausdehnung seiner Geschichte. Im Süd-Osten über Kalinga bis nach Sri Lanka, wohin er seinen Sohn schickt. Im Norden die gesamte Indus-Ebene und große Teile von Afghanistan, im Osten Teile vom heutigen Burma umfassend.

Pakistan wird in diesem Zusammenhang zu Nord-Indien gezählt, da eine relativ neuzeitliche Konstruktion, erwachsen aus der verzweifelten Sehnsucht Mahatma Gandhis nach Frieden zwischen Hindus und Moslems auf dem indischen Kontinent.


 
 

crazythaiteeak:
@ Profuuu
Donnerwetter zu deinen Berichten hoffentlich bekommst Du viel Lob
   MFG Andy

sorry kleiner fehler  es zeigt Löwenbräu Schorndorf   

Profuuu:
Asokas Bekehrung zum Buddhismus

Der Legende nach war es nach der siegreichen und blutigen Schlacht um Kalinga, man spricht von 100,000 Toten, als Asoka geschockt vom Anblick der unzähligen verstümmelten Krieger auf dem Schlachtfeld beschließt, ein Leben im Sinne der buddhistischen Moral zu führen und seinen Herrscherstil danach auszurichten.

Der Begriff „Buddhistische Moral“ ist hier bewusst gewählt, im Gegensatz zu „Buddhistische Lehre“. Die spirituellen, psychologischen und philosophischen Aspekte interessierten Asoka nur am Rande. Der Buddhistische Heiligenschein wurde ihm erst im Laufe der geschichtlichen Verklärung aufgesetzt.

Auf seine überall verbreiteten Steinsäulen ließ er Verhaltensregeln meißeln.

•   Eltern, Ältere, Lehrer, Diener und Heilige ehren ist gut
•   Vermeidung des Tötens von Lebewesen aller Art ist gut
•   Auf Schlachtopfer verzichten ist gut
•   Großzügigkeit gegenüber der Familie, Freunden, Asketen und Heiligen ist gut
•   Moderates Sparen und moderates Ausgeben ist gut
•   etc.

Und ja, Agenten im gesamten Herrschaftsbereich wachten über die Einhaltung dieser Regeln. Asoka erfand die Sharia (islamische Gesetzgebung) des Buddhismus. 

Mit Asoka beginnt die Steinzeit des Buddhismus. Er lässt überall  Stupas errichten, lässt Höhlen in die Felsen meißeln, in denen die buddhistischen Mönche während der Regenzeit verweilen können, baut steinerne Unterkünfte für die Sangha, buddhistische Mönchsgemeinde, und stellt überall Säulen auf, auf denen Inschriften Verhaltensregeln verkünden, die seine Untertanen zu umgänglichem Lebenswandel  auffordern. Er verbietet brahmanische Tieropfer und preist eine vegetarische Ernährungsweise an.

Schließlich gibt er auch das exklusive Privileg der Herrschenden auf, das Privileg der Jagd. Seinen Untertanen erlaubt er allerdings das Erlegen von Tieren zum Stillen des Hungers. Es gibt keinen Winkel in seinem Einflussbereich, in dem nicht Stupas errichtet werden. Eine mit Vorsicht zu betrachtende Überlieferung besagt, dass es deren 84,000 gab.

Stupas sind die ersten steinernen Zeugen des Buddhismus, die bis in die heutige Zeit überlebt haben. In Thailand werden sie Chedis genannt. Ursprünglich bestanden sie aus einem quadratischen Sockel, auf dem eine Halbkugel ruht. Die Halbkugel ziert eine steilaufragende Spitze, die mit einem schirmartigen Gebilde geschmückt ist.
 
Später setzte sich in Süd-Ost-Asien die konische Form des Spitzhutes durch. In der Khmertradition sieht ein Chedi wie ein Maiskolben aus und wird als „Prang“ bezeichnet.

       
                   
Chedi (Koh Kret)                                                    Prang (Ayutthaya)     


Die Stupas dienen der Aufbewahrung von Reliquien, z.B. von Knochensplittern, Zähnen und Haaren Buddha’s. Falls irgendjemand mal die Stupas mit Reliquienzähnen Buddhas zählte, käme es wohl zu großem Staunen, ob seines übermenschlich riesigen Gebisses.

 
Die wohl älteste und wieder restaurierte Stupa ist die in Sanchi, Indien. Vermutlich zu Asokas Zeiten errichtet und über die Jahrhunderte immer wieder erweitert.

         
Die Sanchi Stupa, wie sie 1850 vorgefunden wurde


Die Sanchi Stupa heute
         
       
Die Buddha Büsten auf dem Rundgang der Sanchi Stupa wurden erst viele Jahrhunderte nach Asoka hinzugefügt.

Später werden wir sehen, dass es eine Nachempfindung dieser Anlage in Thailand gibt, die an Kontakte mit dem Asoka Reich und den ersten Berührungen mit dem Buddhismus erinnern soll. Der Phra Pathom Chedi, in Nakhon Pathom unweit von Bangkok.     

Diese Stupas sind nicht etwa eine Erfindung Asoka’s, sondern den damals weitverbreiteten Grabhügeln für die vergangenen Herrscher nachempfunden. Im Laufe der Zeit entwickelten sie eine eigene mit Symbolik behaftete Architektur.     

Den buddhistisch verklärten Aufzeichnungen nach schickt Asoka nach einem buddhistischen Kongress in Patna, Nordindien, 247 BC, drei buddhistische Mönche nach Gandhara, Afghanistan und in andere Länder um den Buddhismus zu verkünden. In Wirklichkeit sind es Gesandte, die Indische Kräuterheilkunde zum Wohle aller Menschen verbreiten sollen. Sozusagen als Gastgeschenk für eine eventuelle Aufnahme von diplomatischen Beziehungen oder gar dem Vorschlag, sich Asoka und seinem Reich anzuschließen.
 
Asoka selbst bereist die vier heiligen Stätte Buddhas.

Lumbini, den Geburtsort, an dem 1895 eine seiner Säulen, vor langer Zeit von Blitzschlag gefällt, ausgegraben wurde,

Bodh Gaya, den Ort der Erleuchtung,

Sarnath, den Ort der ersten Predigt,

Kusinara, den Ort des Todes.

Er schickt Buddhistische Missionare, historisch korrekt wäre Botschafter, nach Nord-Griechenland, Syrien, Ägypten und weiter nach Nord-Afrika, bis ins heutige Libyen hinein. Sie wandeln auf Alexanders Spuren. In umgekehrter Richtung.

Afghanistan genoss seit Asokas Zeiten unter der Schirmherrschaft Buddhistischer Regeln viele hundert Jahre lang ein relativ entspanntes Leben in Wohlstand und Frieden.
 
Asoka spielt in der indischen Historie eine herausragende Rolle. Im Jahre 2001 wurde sein Leben bollywoodmäßig verfilmt. Es ist eine reine Seifenoper, die nur den Titel mit dem historischen Asoka gemeinsam hat.


Asoka, das Film-Plakat
Niemand hat bis heute die Stupas in seinem alten Reich gezählt. Unzählige Ruinen im heutigen Pakistan und ganz besonders in Afghanistan bleiben stumme Zeugen dieser Zeit. Die Stupas erregten dort auch in der moslemischen Zeit kein besonderes Missfallen, da abstrakt und nicht etwa ein lebendiges Wesen darstellend. Letzteres ein „no no“ im Islam. Sie wurden einfach ihrem natürlichen Zerfall überlassen.

Nord- Ost- und Zentral-Indien, das heutige Pakistan, Afghanistan und Sri Lanka sind nun buddhistisch, folgen dem verheißungsvollen achtfachen Pfad. Buddhas Lehre, Dhamma, hat eine unverhoffte Chance erhalten, 1000 Jahre alt zu werden. Zeugnisse aus Stein, wie die Stupas und vielleicht auch die ersten Fußabdrücke gaukeln zum ersten mal Unvergänglichkeit vor. Aber noch gibt es keine bildhaften Darstellungen Buddhas, auch nicht die der sich langsam entwickelnden hinduistischen Götterwelt. Es sollte anders kommen.

Hier fällt der Vorhang des zweiten Aktes.

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