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Meine Kühe in Sakon Nakhon

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Pinkas:

@nompang,

Futter haben wir genug, da wir neben dem üblichen Reisstroh einige Flächen mit Gras bewirtschaften und das eine oder andere an Futter noch zukaufen. Ich denke, ein halbes Jahr und die sehen dann wie meine eigenen Kühe aus.

Niggi

Pinkas:

So sehen meine Kühe aus, die ich seit drei Jahre habe. Da sieht man keine Knochen.

       

       

       

       
        Der hier ist unser Mastochse.
       
        Und sie unser "Bumbui", frisst wie ein Scheunendrescher


Pinkas:

Nach etwa zwei Wochen wurden die fünfzehn bestellten Betonpfosten geliefert.
15 x 15 cm x 350 cm mit extra starken Armierungseisen. Am oberen Ende der Pfosten, wo die dicken Eisen herausragen, wird dann das Dach angeschweisst.

Unser Schlosser sagte zu, am Montag mit seiner Crew anzufangen. Er hat ein gut eingespieltes Team und ich kann wirklich gut mit ihm zusammen arbeiten. Denn er fragt immer wieder nach, wenn er nicht sicher ist, ob ich es so gemeint habe, wie er es dann interpretiert. Ich gab ihm für den Stall keinen detaillierten Plan, sondern sagte ihm einfach, dass die Pfosten auf einem Viereck von 22 Meter Länge und 14 Metern Breite stehen sollten. Dann auf jeder Seite einen Meter Dachüberhang, sodass am Schluss eine gedeckte Fläche von 24 Meter x 16 Metern resultiert.

       
        Das vorbereitete Areal mit den gelieferten Betonpfosten.

Er begann auszumessen und die Punkte zu markieren, wo die Betonpfosten gesetzt werden sollten. Dann wurde begonnen, die Löcher auszuheben. Danach wurden alle Löcher mittels der Schlauchwasserwaage ausgemessen, damit am Schluss alle Pfosten auf gleicher Höhe stehen. Es ist für mich immer wieder interessant, wie die Leute das hier schaffen, dass es am Schluss wirklich im „Blei“ liegt. In der Zwischenzeit wurde das bestellt Baumaterial wie Sand, Kies, Portlandzement und Armierungseisen angeliefert. So konnte ein Team beginnen, den Beton anzumachen und in den Löchern ein Fundament zu giessen. Auch hier wurde nochmals nachgemessen, damit später die Pfosten auch wirklich gleich hoch stehen. Nachdem alle Löcher ausgegossen waren gab es einen Tag frei, damit die Fundamente aushärten konnten.

       

       

       

Als das soweit war, begannen die Arbeiter unter Anleitung vom Schlossermeister die Pfosten zu den einzelnen Löchern zu tragen. Schwerstarbeit bei der Hitze, doch bei mir arbeiten die Leute im allgemeinen gerne, denn bei uns gibt es immer für alle Handwerker am Morgen Kaffee mit Gebäck und dann während des Tages zwei Mal pro Tag je ein M150 und Getränke und Eiswürfel so viel so wollen. Das motiviert zusätzlich und die Arbeiter geniessen das.

       

       

       

       

       

       

Als die Pfosten dann in den Löchern auf den Fundamenten standen, wurden sie mittels Wasserwaage in die korrekte Senkrechte gebracht und fixiert. Danach wurde wiederum Beton angemacht und die Pfosten wurden einer nach dem anderen eingegossen. Und immer wieder wurde kontrolliert, ob die Pfosten auch wirklich senkrecht stehen. Auch hier gab es danach wieder einen freien Tag, den wir zusammen mit dem Schlosser benutzen, um das benötigte Material für den Dachstuhl zu kaufen.


Pinkas:

Nachdem am Sonntag die vier Kühe, die keiner der Farmer wollte, wieder abgeholt wurden, ergab sich gestern die Möglichkeit, dass denjenigen, die nur vier Küher erstanden haben, nun noch einige jüngere Tiere angeboten wurden. Und jeder der Vier hat sich noch ein fünfte Kuh dazugekauft.

Ich habe schon immer ein Auge auf sehr dunkel gefärbte Kühe geworfen, mir gefallen die einfach gut, bestand die Möglichkeit, dass wir ein junges Tier mit beinahe schwarzem Fell kaufen konnten. Und wir haben sofort zugesagt. Am Abend noch brachte ein Transporter die vier Kühe auf unseren Hof. Denn, entgegen dem was mir erzählt wurde, stehen alle Kühe noch immer bei uns. Aber das spielt jetzt auch keine Rolle mehr, da sich die Gruppe so organisiert hat, das immer zwei Bauern kommen um die Kühe  der anderen mitzuversorgen.

       
        Mir gefällt sie sehr, nenne sie "black beauty oder einfach kurz bb"

Pinkas:

Nachdem alle Pfosten fest eingegossen waren und ich in der Zwischenzeit zusammen mit dem Schlosser das Material für den Dachstuhl bestellt hatte, wurde einen Tag später das Material auf die Baustelle geliefert. Wir entschieden uns für verzinktes Eisen, damit entfiel das Behandeln mit Rostschutzfarbe.

         
          Das angelieferte Material für den Dachstuhl.

Das Team konnte nun loslegen mit dem Aufbau. Es wurde gemessen, gesägt, geschweisst was das Zeug hielt, und das alles nach den Berechnungen des Schlossers. Schon bald sah man, was sie da zusammengeschweisst hatten. Nach zwei Tagen waren die Hauptträger fertig und man begann, den Dachstuhl zu montieren. Auch hier alles mit Muskelkraft in die Höhe gehievt und in drei Meter Höhe dann verschweisst und sofort alle Schweissnähte mit Farbe nachgestrichen.

         

         
          Der erste fertige Dachträger
 
         

         

         

         

Immer wieder rief er mich, um sicherzugehen, dass er das macht, was ich bestellt hatte. Ich habe ihm am Computer einen Plan gezeigt und dann hat er das umgesetzt, ab und zu war eine kleine Änderung notwendig. Meistens ging es dabei darum, die Stabilität der Konstruktion zu verbessern, da wir hier oft starke Winde haben. Ich bin jedoch auch dieses Mal von ihm begeistert, wie er das alles aus dem Kopf zusammensetzt, nachdem er es auf dem Plan gesehen hatte. Und er hat auch dieses Mal die richtige Menge an Eisen eingekauft, nicht zu wenig und nicht zu viel. Das war damals schon beim Bau unseres Hauses so.

         

         
         Sauber verarbeitet.
       
Nach vier Tagen war der Dachstuhl nun fertig montiert und sah schon gewaltig aus. Die Leute, die ab und zu vorbeikamen, um etwas zuzusehen, schüttelten meistens nur den Kopf und konnten sich nicht vorstellen, dass man für Kühe so etwas Grosses baut. Ab und zu hörte ich dann, wie sie untereinander redeten und sich vorstellten, dass man hier ja vier Wohneinheiten daraus machen könnte. Aber ich wollte für unsere Herde einen artgerechten Stall mit genügend Auslauf und dazu wurde noch ein Abstellplatz für unsere Maschinen integriert sowie die Futterküche.

         
         Hier lässt sich die Grösse des Stalls erahnen.

Anschliessend hat er die zu deckende Fläche ausgemessen und danach ging es in die Firma, die Aluminiumzink Dachplatten herstellt, um die 384 m2 Aludachplatten zu bestellen.


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