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Man versehe mich mit Luxus.Auf Einfaches kann ich verzichten.

<< < (9/9)

jock:
Der englische Club

"Oh my God" entfuhr dem Butler der Schrei,als er entdeckte,dass ein altver-
dientes Clubmitglied in seinem Fauteuil entschlafen ist.

Doch sofort handelte er sich einen Rueffel ein.

Der moege doch nicht so ein Geschrei veranstalten.Lord Sowieso ist doch schon
vor ueber 2 Stunden verstorben und kein anderes Clubmitglied hat darueber die
Contenance verloren,wurde dem fassungslosen Butler beschieden.

Auch als man die Leiche aus dem Clubraum verbrachte,liess sich kaum jemand
von der Lektuere der Times stoeren.

Vielmehr war es ein Anlass,einen uralten Port entkorken zu lassen und zu ueber -
legen,wen man als neues Clubmitglied vorschlagen koennte.

Ist es spaet geworden,musste man sich nicht auf den Heimweg machen,sondern
man konnte im Club uebernachten.
Der Vorteil,in den schicken Apartments zu uebernachten lag darin,dass,waehrend
man schlief,der Anzug aufgebuegelt,die Schuhe frisch geputzt und die Pfundnoten
gegen druckfrische ausgetauscht wurden.

Diese englischen Clubs waren Oasen fuer die Gentry,wo man politisch Gleichgesinn-
te traf,Geschaefte verabredete,gut zu Speisen pflegte und keine Angst haben mus-
ste,dass sich die Finger schwarz faerben,wenn die Zeitungen eintrafen.

Die Zeitungen wurden naemlich von einem Clubangestellten gebuegelt um die Druk-
kerschwaerze zu trocknen.

Die mitunter horrenden Clubbeitraege leistete man sich gerne.Der Luxus,nicht mit
einem weiblichen Wesen unter einen Dach zu verweilen,kostet eben.

Heute sind die Clubs ein Abklatsch von einst.

Die Bibliothek wich einem Fitnessroom,aus dem Salon wurde ein Indoorpool und
selbst Frauen koennen heutzutage Mitglied eines Clubs werden.Es soll auch schon
beobachtet worden sein,dass sich ein Sir eine Cola bestellte und diese auch trank.

Das alles sind eindeutige Zeichen,dass die Welt nicht mehr lange steht.Denn die
DNA der alten Clubs war,es soll sich nichts aendern - nur keine Wellen.

Eine kurze Panik entstand vor 1843,als das Geruecht aufkam,dass die Raben vom
Tower ausgeflogen sind.Da sah man schon die Aktienkurse purzeln und Suffraget-
ten marschieren.

Zum Glueck kamen die Raben wieder zurueck und die Frauenrechtlerinnen mussten
noch weitere 60 Jahre warten.

Das Pendant zu den englischen Herrenclubs waren auf dem Kontinent die Salons
und die Salonieren.

Dort war das Salonleben progressiv und der Zukunft zugewandt.

Doch bevor man in diese "Welt" eintaucht,muss man etwas von den Hintergruenden
erfahren - das Zeitalter des Biedermeiers hat begonnen.

Jock

jock:
Was sind so die Symbole von Luxus ?

Die Yacht,der Privatjet,die Villa,der Ferarri und die Premium-Krankenversicherung !

@Alex ist zu beneiden,er hat bzw. hatte das fast alles.

Sein wertvollstes Asset ist die Krankenversicherung,fuer die er monatlich 790 Euro
aufwendet.

Rechnen wir mal nach. 790 Euro monatlich sind ca. 300.000 THB im Jahr.Mal 15 ergibt
das rd. 4.500.000 THB fuer die Zeit,die er in Thailand verbracht hat.

Eine stolze Summe,nur damit dass das Knochengeruest noch beweglich bleibt.

Auf der anderen Seite,bei der Versicherung,rauft man sich die Haare,wenn man sich
den Versicherungsverlauf anschaut.

20.000.000 THB hat man bisher geloehnt und kalkuliert damit,das man fuer die
naechsten 26 Jahre nochmals 40.000.000 THB in der Bilanz als Ruecklage einplanen
wird muessen.

Den Versicherungsvertreter,der damals den Versicherungsvertrag abgeschlossen hat,
wurde als Zeichen des Dankeschoens,eine Woche auf eine Karibikinsel im 5* Hotel ein-
geladen.Selbstverstaendlich auf Kosten der Versicherungsgesellschaft.

Spaeter,als sich die Rechnungen der Krankenhaeuser aus Thailand haeuften,schmiss
man ihn hinaus.

Und so kommt es,dass,wenn @Alex einen herannahenden Schnupfen verspuert,mit
Blaulicht ins Hospital gefuehrt wird,dort eine Suite bezieht,bildhuebsche Kranken-
schwestern ihn umsorgen und von Amerika das beste Antischnupfenmittel eingeflogen
bekommt.

Unsrereiner muss seinen Kopf,mit einem Handtuch drueber,sich ueber einen Topf
beugen,der mit kochenden Wasser gefuellt und mit Kamilleextrakt verfeinert ist,be-
gnuegen.

Jock



Suksabai:

Tja, wie man sich bettet, so liegt man...

Oder anders mit Joki Kirschner selig ausgesprochen:

"Man muss immer schauen, dass man es hat, wenn man es braucht..."

 ;]

Schmizzkazze:

--- Zitat ---Unsrereiner muss seinen Kopf,mit einem Handtuch drueber,sich ueber einen Topf
beugen,der mit kochenden Wasser gefuellt und mit Kamilleextrakt verfeinert ist,be-
gnuegen.
--- Ende Zitat ---


Wie man sieht, hast du das noch nie gemacht  ;)

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