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Die lieben Nachbarn

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cnb1806:
Ich halte auch Abstand von hier ansaessigen Farangs, mir ist noch kein vernuenftiger hier ueber den Weg gelaufen. Selbst mit denen die bei uns im Hotel schwimmen kommen, gibts nur guten Tag und gute Zeit. Mit ueber und ueber taetowierten Steintischatlethen brauch ich keinen Kontakt.
Gestrandete und verlorene Existenzen sind leider auch in Phuket zur Tagesordnung geworden. Z.B. gibts derzeit einen Englaender der jeden in Patong anquatscht ob er nicht 500 Baht fuer ihn haette, er wuerde auf seine Botschaft warten die ihm hilft (er fragt immer am Wochenende), das aber schon komischerweise 2 Monate jetzt. Die Farangs die die anderen ausnuetzen werden immer mehr, braucht keiner ueber die Thais zu schimpfen.

hfunk:
Auf unserem Grundstueck an der Hauptstrasse (Autowaschanlage) ist der Bruder meiner Frau.
Mit seiner Frau und seinen beiden Kinder, die Distanz zu unserem Haus etwa 80 m.
Fuer die Kinder bin ich phoo Hans, sie begruessen mich am Morgen immer mit einem Wai.

Auf der anderen Seite der Strasse zu den Reisfarmen wohnen Thais.
Sie arbeitet auf dem „Strassenverkehrsamt“, ist immer hilfsbereit auch bei den Ausweisen.
Bevor wir gebaut haben, hat dort ein Bruder von dieser Frau noch Schweine gehabt.
Ohne das wir reklamiert haben, hat sie versprochen das die Schweine verkauft werden.
Tatsaechlich, nach kurzer Zeit waren die Schweine fort.

Nach unserem Wissen gibt es nur noch einen Italiener der schon lange im Dorf lebt.
Aber der hat eine Wursterei im Nachbardorf und Restaurants in Pattaya.
Ich habe ihn noch nie gesehen.

Auf der anderen Seite der Hauptstrasse wird naechstens ein Fleischgeschaeft gebaut.
Die haben jetzt Erde aufgefuellt.

Die anderen Seiten sind Reisfelder und Gummibaeume.

Wir muessen nicht befuerchten das ein frustrierter Expat in der naehe ein Haus baut.

Xeno:

--- Zitat von: cnb1806 am 09. August 2008, 20:01:31 ---Mit ueber und ueber taetowierten Steintischatlethen brauch ich keinen Kontakt.



--- Ende Zitat ---

@cnb1806
Vorurteile und Tätowierungen haben eines gemeinsam.
Man wird sie falls tief genug sitzend/gestochen ein Leben lang nicht mehr los  ???

Krieger1948:
Unweit Nong Khai leben wir in einer kleinen Stadt in einer Soi relativ ruhig. Unsere unmittelbarern Nachbarn, ein pensionierter Lehre auf der anderen Seite eine Junge Familie, Beamte im Aphoer, mit Kleinkind, Nette Leute. Die Kleine wird manchmal über den Zaun Gereicht und spielt mit der Tochter. Schräg gegenüber eine Thai Familie, die fühlen sich aber als was besseres, wohl weil eine der Töchter im örtlichen Krankenhaus das Geld kassiert. Die reden auch sonnst mit niemandem und grüssen kommt schon gar nicht in Frage. Ein paar Grundstücke weiter eine andere Thaifamilie. Na,ja meine Frau unterhält sich gelegentlich mit Ihnen.
Farangs leben hier im Ort und in der Umgebung doch schon einige. Anfangs gabs so noch ne Art von Treffen. Das ging auch ne Zeitlang gut. Bis meine Frau meinte, sie möchte nicht mehr mitgehen. Stellte sich heraus das wenn das Frauenvolk zusammen sass darüber geredet wurde, wer denn das meiste an Geld von ihren Farang-Männern bekam und natürlich wurde über jeden hergezogen. Das ging dann schon soweit, dass einige Weiber meinten über die familieren Angelegenheiten anderer entscheiden zu müssen.
Was bleibt einem anders übrig als diesem Tun einen Riegel vorzuschieben. Na jedenfalls habe ich dieser einen Tussi, die meinte sie müsse meine Frau nun unbedingt davon überzeugen, was ich doch für eine arme Sau sei und wenn sie nicht auf sie hören würde, sie ihr (meiner Frau) die
Freundschaft kündigen würde.  Na ja sicher ist meine nicht anders als die Anderen, aber diesen Unterschied, woher der Wohlstand kommt, konnte sie dann doch realisieren. ;D

Es kam wie es kommen musste. Nun begannen wilde Spekulationen. Gerüchte wurden in die Welt gesetzt, Vermutungen geäussert, Lügen verbreitet und wie man so schön sagt, das Maul zerissen. Irgendwann verschwindet jedes Thema von der Tagesordnung und dann findet man halt ein neues.
Dann folgte der nächste Kandidat und so weiter. Binnen kurzer Zeit zerviel dieser ganze "Verein". Was ich dabei am beschissendsten fand, war der Umstand, dass sobald drei Farngs zusammensassen über den Rest hergezogen wurde.

Heute gibt es eigentlich nur noch einen Farang dem ich über den Weg traue und der, wenn ich ihm helfe, dies auch zu würdigen weiss. Dabei rede ich nicht von finanzieller Hilfe. Denn die habe ich wirklich nicht nötig.

Zum Schluss noch ein eine kleine Episode, wie es einem so gehen kann. Eines Tages klingelt das Telefon und ein Farang, aus jenen vorher beschriebenen Tagen bittet mich ihm doch zu helfen da sein Computer irgendwie Probleme macht. Ok, sage ich "musst mich aber abholen", zu diesem Zeitpunkt hatte ich noch kein Auto. Jedenfalls hab ich es gerichtet und plötzlich reicht mir mein Hilfesuchender Sage und Schreibe 100,-- Bath, in Worten: -EINHUNDERT-  zu, mit der Bemerkung und dem entsprechenden Tonfall, " ich möchte ja nichts Schuldig bleiben!" Davon abgesehen das ich ja überhaupt nichts verlang hatte für meine Hilfe, denn sonnst wäre es auch keine Hilfe gewesen, empfand ich es als eine Art Missachtung meiner selbst.

Fazit: Oft sind es auch die Frauen einiger Farangs die im Untergrund wühlen. Habgier und Neid sind der Nährboden dafür. Diese "bemidleidenswerte" Spezie trifft man recht häufig. Daneben gibt es auch jene die meinen etwas besseres zu sein, kraft ihrer Wassersuppe (Pension). Häufig bei den Schweizern beheimatet (Entschuldige mich für diese Feststellung). Dann gibt es jene die meinen sich durch ihre aussergewöhnliche Intelligenz von anderen zu unterscheiden und durch besonderes Auftreten und aufdringliches Gerede dies zu untermauern.

Ich für mein Teil halte mich seither zurück und bin eher vorsichtig was Freundschaften mit Farangs anbelangt.

Hatte mich mal mit meinem Freund in Hong Kong darüber ausgetauscht und ihn gefragt was denn er für Erfahrungen gamacht hat. Nun die Antwort war, "Nein, sowas habe ich hier noch nicht festgestellt".
Nun frage ich mich wirklich, ist das ein Thailand spezifisches Syndrom, oder ist das eine Art "Schmelztiegel" für irgend etwas?

Krieger

Bagsida:
Hallo,

interessantes Thema - schön dass Du doch wieder aktiv so was angegangen bist Moskito - hoffe es bleibt diesmal sachlich und es wird nicht nötig sich auszuklinken - also ein neuer Versuch !

Ich wohne hier in einer Mischung aus Hotel und Appartement-Anlage, d.h. es gibt hier nur so eine Art Zimmernachbarn aber davon sehr viele mit den unterschiedlichesten Nationalitäten, Berufen etc.

Leider mußte ich nicht nur in Bezug auf Nachbarschaft die Erfahrung machen, dass überwiegend US-Bürger immer sehr freundlich und kameradschaftlich daher kommen ("my house is your house"), doch wenn´s darauf ankommt bzw. teilweise auch nur wenn man sich mal wieder irgendwo zufällig trifft, kann man von "Glück" sagen, wenn sich diejenigen wieder an einem erinnern, d.h. solche "Beziehungen" stellen sich meist als extrem oberflächlich heraus, wobei das natürlich auch bei anderen Nationalitäten vorkommt, mir aber eben bei US-Bürgern extrem aufgefallen ist.

Selbst wenn man im gleichen Gebäude wohnt, im gleichen Fitness-Studio täglich trainiert und sich so sehr oft sieht, ist für manche sogar ein oberflächliches Grüssen unbekannt  ???

Ferner geht´s hier unter den Expats fast immer darum irgendwie Vorteile zu ziehen, bishin auf Kommission für zumindest mir total banal vorkommenden Dingen - mit Ausnahme von ganz wenigen Freundschaften - von Expat-Nachbarschaftshilfe also so gut wie keine Spur  :(

Außer wie gesagt einigen Ausnahmen habe ich hier in Thailand mit Expats überwiegend schlechte, mit Thais aber überwiegend gute Erfahrungen gemacht.

Da ich z.Zt. z.B. relativ viel auf dem Parkplatz am Auto "bastle" und man mich so "arbeitend" sieht, kommt immer mal wieder eine oder ein bis dahin fremde(r) Thai vorbei und interessiert sich dafür, fragt wo ich her komme, sowie erzählt mir selbst die halbe Lebensgeschichte (zuletzt eine ältere Dame, deren Eheman im International Arzt ist...).
Auch gibts von dieser Seite ungefragt und völlig ohne Hintergedanken Unterstützung - unser fast nicht Englisch sprechender Hausmeister bekam z.B. mit, dass ich nach einer günstigen Bezugsquelle für Autozubehör suche und kam dann eines Tages mit einem Zettel und darauf einer Internetadresse eines Online-Shops in BKK, die er extra für mich auf Thai ergoogelt hatte.

So habe ich schon unzählige "goodies" von Thais hier erfahren, von Expat-Seite zwar auch, doch eigentlich nur von einem einzigen, der auch hier Member ist und dem ich so gut ich kann selbstverständlich auch helfe.

Über die schlechten Erfahrungen, die ich mit anderen Expats hier gemacht habe, könnte ich seitenlang berichten, was mir doch zu viel ist - letztendlich geht es aber immer darum möglichst viele Vorteile zu erhalten, nichts zu erwidern, bzw. noch nicht einmal kurz Bescheid zu sagen, dass z.B. das "Problem" behoben werden konnte o.ä. - ist ja auch nicht mehr nötig, wenn man sein Ziel erreicht hat - ich habe mir fest vorgenommen nicht auch so zu werden, habe meine potentielle Hilfsbereitschaft aber schon sehr eingeschränkt, denn ausnutzen lasse ich mich nicht gerne.

Gruß Bagsida

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