ThailandTIP Forum

Thailand-Foren der TIP Zeitung => Sammelsurium => Thema gestartet von: kaktus am 13. Dezember 2008, 18:08:38

Titel: Gedankensplitter
Beitrag von: kaktus am 13. Dezember 2008, 18:08:38
Der Gewinner schreibt die Geschichtsbücher, nicht der Verlierer.
Und Walter Lippmann sagte 1960:
Erst wenn die Kriegspropaganda der Sieger Einzug gefunden hat in die Geschichtsbücher der Besiegten und von der nachfolgenden Generation auch geglaubt wird, kann die Umerziehung als wirklich gelungen angesehen werden
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: tom_bkk am 13. Dezember 2008, 21:45:16
"Haette meine Tanten einen Zipfel, dann waers mein Onkel" Sepp Maier - Fussball WM 2002  ;D
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: kaktus am 14. Dezember 2008, 09:11:57
"Ihr lacht über mich weil ich anders bin...
Ich lache über Euch weil Ihr alle gleich seid"
(Kurt Cobain)
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: thaiman † am 14. Dezember 2008, 11:04:36

Aber einst das bleibt besteh'n
der erste F.C. Koeln der wird nicht unter geh'n

                                                         von 50 000 Fans
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: kaktus am 14. Dezember 2008, 14:02:19
wenn du dich klein, beleidigt und depressiv fühlst, denke immer daran, du warst mal das schnellste und erfolgreichste spermium deiner gruppe!

 
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: Waitong am 14. Dezember 2008, 15:21:01
Der Reiz des Kochlöffels bewegt den Ehemann zur ewigen Liebe.

(Thailändisches Sprichwort)
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: khon_jaidee am 14. Dezember 2008, 15:34:20
Wir leben zu sehr in der Vergangenheit, haben Angst vor der Zukunft und vergessen dabei völlig, die Gegenwart zu genießen.
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: Mai Mii am 14. Dezember 2008, 19:05:17
Lieber Gesund, Inteligent und Reich, als Arm, Dumm und Krank
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: pierre am 14. Dezember 2008, 21:13:44
im grund genommen
gehoert er in den mund genommen
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: Koarl am 14. Dezember 2008, 21:30:17
gerade in einem anderen Thread gepostet, passt aber auch hier:

Die Dummheit und das Weltall sind unendlich

Beim Weltall bin ich mir nicht so sicher


(Einstein)


Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: kaktus am 14. Dezember 2008, 21:32:42
Nur sehr selten möchte jemand glücklich sein, auch wenn alle das Gegenteil behaupten. Nur sehr selten ist jemand wirklich bereit, sich glücklich zu fühlen. Die Menschen haben so viel in ihr Elend Investiert.
Sie lieben es, unglücklich zu sein.
Tatsächlich sind sie erst richtig glücklich, wenn sie unglücklich sind.

Osho
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: Louis am 14. Dezember 2008, 23:24:45
Übersetzen? Üb' ersetzen! - Karl Kraus
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: Koarl am 15. Dezember 2008, 07:21:23
Das einzige, was uns Österreicher von den Deutschen unterscheidet
ist die gemeinsame Sprache

(Karl Kraus)

Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: thaiman † am 15. Dezember 2008, 07:32:11

Es ist nicht alles Gold was glaenzt

Geld macht nicht gluecklich, aber es beruhigt
                                                                           koennte von mir sein
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: kaktus am 15. Dezember 2008, 08:24:07
Die Zensur ist das lebendige Geständnis der Großen, dass sie nur verdummte Sklaven, aber keine freien Völker regieren können.

Johann Nepomuk Nestroy

Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: siggi am 15. Dezember 2008, 08:43:29
 Von Fritz Walter :
der Klinsmann ,Kuntz und ich sind ein Super DUO --C
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: kaktus am 15. Dezember 2008, 18:39:52
Ein langer Streit beweist, daß beide Seiten Unrecht haben.
Voltaire
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: thaiman † am 15. Dezember 2008, 19:09:27

ALLE BLUMEN WELKEN
NUR DAS EINE NICHT
WAS DA HEISST
VERGISSMEINNICHT
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: thaiman † am 16. Dezember 2008, 12:08:47

Kein Mensch ist unnuetz,
Er kann immer noch als schlechtes Beispiel dienen

Mit des Bieres hochgenuss.
waechst des Bauches Radius
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: kaktus am 16. Dezember 2008, 12:23:06
Das mächtigste Hirngespinst ist die öffentliche Meinung: Niemand weiß
genau, wer sie macht, niemand hat sie je persönlich kennengelernt, aber
alle lassen sich von ihr tyrannisieren!

Johann Wolfgang von Goethe
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: thaiman † am 16. Dezember 2008, 18:52:21

Keiner weiss wohin, aber Alle machen mit

Traue keinem ueber 50                          km/h

Sage mir mit wem Du umgehst, dann sage ich Dir waer Du bist

Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: kaktus am 16. Dezember 2008, 19:04:17
Beobachte, wie er handelt, betrachte seine Motive und untersuche, worin er seine Ruhe findet. Wie koennte ein Mensch Dir dann noch etwas verbergen? ...... Konfuzius
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: Low am 16. Dezember 2008, 19:14:27
Wenn Fliegen hinter Fliegen fliegen, fliegen Fliegen Fliegen nach.
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: markusz am 16. Dezember 2008, 20:53:04
Falls dann irgendwann die Ideen ausgehen:   http://www.zitate.de/ (http://www.zitate.de/)    Da kann man sogar nach "Kategorie", "Stichwort" und "Autor" suchen...   ;)
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: Low am 16. Dezember 2008, 21:07:29
Markus, danke für den Doppelkick.

Ein Mausklick ist allemal einfacher als ein Klick ins    ..... ? Hirn, Internet ?
Trotzdem,
manche Zitate waren (sind) Klasse.
Im Witze Thread sind die Probleme ähnlich.
Es lebe das Forum !
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: thaiman † am 17. Dezember 2008, 08:50:54
Abschreiben ist leicht,
aber wo bleibt das Gehirn jogging?

Aber trotzdem vielen Dank fuer alle Tipps im Forum von mir
                                                                                                 thaiman
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: hobanse am 17. Dezember 2008, 16:55:47
Boersengauner, Schieber und Spekulanten knechten die Welt!
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: thaiman † am 18. Dezember 2008, 09:01:34
Kein Mensch kann in Frieden leben,
wenns dem boesen Nachbar nicht gefaellt

Wer Andern eine Grube graebt,
faellt selbst hinein

Warst nit aufigstieg'n
warst nit obigfall'n
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: thaiman † am 18. Dezember 2008, 09:08:03
Besser heimlich klug,
als unheimlich Bloed

Arm ist Einer der nie genug hat

Es gibt nichts Gutes,
es sei man tut es

Wer hoch steigt,
faellt tief
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: thaiman † am 18. Dezember 2008, 09:11:01
Hier komme ich mir vor
wie an der Bar
Sprueche kloppen
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: Ingo † am 18. Dezember 2008, 09:43:18
Halte dich an den Spruch den Du hier klopftest,
und Du bist ein Gutmensch.
Haelst Du dich nicht daran,
bist Du ein Spruecheklopfer.

Dies ist von Ingo
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: thaiman † am 18. Dezember 2008, 09:47:29

Hallo ingo

steht das unter Weisheiten,
oder Sprueche?
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: Ingo † am 18. Dezember 2008, 11:24:02

Unter Sprueche! Wie geschrieben.

Weissheiten, behaelt der Weise fuer sich.
denn, was macht's fuer einen Sinn, Dumme Weise zu machen.

Ingo
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: boehm am 18. Dezember 2008, 11:59:52
Ein Philosophieprofessor stand vor seinen Studenten und hatte ein paar Dinge vor sich liegen. Als der Unterricht begann nahm er ein großes leeres Mayonnaiseglas und füllte es bis zum Rand mit großen Steinen. Anschließend fragte er seine Studenten ob das Glas voll sei? Sie stimmten ihm zu.
Der Professor nahm eine Schachtel mit Kieselsteinen und schüttete sie in das Glas und schüttelte es leicht. Die Kieselsteine rollten natürlich in die Zwischenräume der größeren Steine. Dann fragte er seine Studenten erneut ob das Glas jetzt voll sei?
Sie stimmten wieder zu und lachten.
Der Professor seinerseits nahm eine Schachtel mit Sand und schüttete ihn in das Glas. Natürlich füllte der Sand die letzten Zwischenräume im Glas aus.
"Nun", sagte der Professor zu seinen Studenten," Ich möchte dass sie erkennen, dass dieses Glas wie ihr Leben ist! Die Steine sind die wichtigen Dinge im Leben ihre Familie, ihr Partner, ihre Gesundheit, ihre Kinder Dinge, die - wenn alles andere wegfiele und nur sie übrig blieben - ihr Leben immer noch erfüllen würden. Die Kieselsteine sind andere, weniger wichtige Dinge wie z.B. ihre Arbeit, ihre Wohnung, ihr Haus oder ihr Auto. Der Sand symbolisiert die ganz kleinen Dinge im Leben. Wenn sie den Sand zuerst in das Glas füllen bleibt kein Raum für die Kieselsteine oder die großen Steine. So ist es auch in ihrem Leben wenn sie all ihre Energie für die kleinen Dinge in ihrem Leben aufwenden haben sie für die großen keine mehr. Achten sie auf die wichtigen Dinge nehmen sie sich Zeit für ihre Kinder oder ihren Partner, achten sie auf ihre Gesundheit. Es wird noch genug Zeit für Arbeit, Haushalt, Partys usw. geben! Achten sie zuerst auf die großen Steine, sie sind es die wirklich zählen. Der Rest ist nur „Sand"
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: Ingo † am 18. Dezember 2008, 12:34:42


Hallo @boehm,

zunaechst grossen Dank fuer deine so oft erfrischende und erheiternde Beitraege im Witzeboard und nun hier.

Du hast einen anderen Stil dafuer gewonnen. Dies ist gut so,
und entspricht im Niveau nun deinen sonstigen Beitraegen.
Mach weiter so.

Ingo
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: hobanse am 18. Dezember 2008, 15:37:26
Besser arm dran als Arm ab.
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: schoopthai am 18. Dezember 2008, 15:41:51
Lieber ne Stumme im Bett als ne Taube auf dem Dach  ;D ;D

bis dann
Michael
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: thaiman † am 18. Dezember 2008, 16:42:57

Klug ist man, wenn man den Fehler nur einmal macht


                                                                              dafuer ist Hirn erforderlich, das sagt thaiman
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: thaiman † am 18. Dezember 2008, 18:12:23

Jeder ist seines Glueckes Schmid

Rosen, Tulpen und Nazissen das
ganze Leben ist besch..eiden

Du kannst nicht Andere aendern,
nur Dich selbst
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: boehm am 18. Dezember 2008, 22:57:52
@Ingo, danke, freu mich immer, wenn ich dazu beitragen kann, dass möglichst viele gute Laune haben....... :-)

Zitate großer Fussballer und Trainer:

Wir dürfen jetzt nur nicht den Sand in den Kopf stecken.
(Lothar Matthaus)

Ich habe ihn ausgewechselt, weil ich einen anderen Spieler einwechseln wollte. Da mußte ich einen auswechseln.
(Ewald Lienen)

Es ist ein Sehnenabriß am Schambeinknochen. Hört sich lustig an, ist aber trotzdem beim Fußball passiert.
(Thomas Strunz)

Wir wollten in Bremen kein Gegentor kassieren. Das hat auch bis zum Gegentor ganz gut geklappt.
(Thomas Haessler)

Wenn der Ball am Torwart vorbei geht, ist es meist ein Tor.
(Mario Basler)

Franz Beckenbauer nach der Niederlage gegen 1860 München:
Wir hab'n zwar nicht gewonnen, aber wir hab'n auch nicht verloren.

Wenn wir Deutschen tanzen, und nebenan tanzen Brasilianer, dann sieht das bei uns eben aus wie bei Kühlschränken.
(Berti Vogts)

Der Grund war nicht die Ursache, sondern der Auslöser.
(Franz Beckenbauer)

In einem Jahr hab ich mal 15 Monate durchgespielt.
(Franz Beckenbauer)

Friedel Rausch (kurz bevor er mit dem Club absteigen musste):
Der Abstieg trifft sicher eine Mannschaft, die noch gar nicht damit rechnet.

Friedel Rausch:
Ich will jetzt nicht noch zusätzlich Feuer ins Öl gießen.

Der Ball ist rund. Wäre er eckig, wäre er ja ein Würfel.
(Gyula Lorant)

Wir müssen jetzt mit dem Boden auf den Füßen bleiben.
(Jürgen Röber)

Lorenz-Günther Köstner (über seine unglücklich agierenden Spieler):
Die holen sich einen Popel aus der Nase und brechen sich noch den Finger dabei.

Der Basler spielt wie eine Parkuhr. Er steht rum und die Bayern stopfen Geld rein.
(Max Merkel)

Werner Lorant (über sein Buch "Eine beinharte Story"):
Vieles was darin geschrieben wurde, ist auch wahr.
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: Ingo † am 19. Dezember 2008, 00:39:08

Lieber @Boehm,

auch wenn ich nun drassen sein werde, lesen werde ich deine Beitraege gerne noch.  :-*

Machs gut und immer besser,
Ingo
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: thaiman † am 19. Dezember 2008, 08:52:00
Alles Gute kommt von oben

Iss, was gar ist,
Trink, was klar ist,
Sag, was wahr ist

Was Du tust, das mache ganz
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: thaiman † am 19. Dezember 2008, 17:08:07

Der Hund ist im Sturme treu,
der Mensch nicht mal im Winde

Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: khon_jaidee am 19. Dezember 2008, 17:31:40
Mit Geld kannst du:
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: Bonsai am 19. Dezember 2008, 18:14:40
"Wer lange raucht lebt lange"
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: boehm am 19. Dezember 2008, 19:15:03
Wer früher stirbt, ist länger tot......
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: boehm am 19. Dezember 2008, 19:19:10
It's Weihnachtstime



 When the snow falls wunderbar,

 And the children happy are.

 When the Glatteis on the street,

 And we all a Glühwein need.

 Then you know, es ist soweit.

 She is here, the Weihnachtszeit.



 Every Parkhaus is besetzt,

 Weil die people fahren jetzt.

 All to Kaufhof, Mediamarkt,

 Kriegen nearly Herzinfarkt.

 Shopping hirnverbrannte things,

 And the Christmasglocke rings.

 
 Merry Christmas, merry Christmas.

 hear the music, see the lights,

 Frohe Weihnacht, Frohe Weihnacht,

 Merry Christmas, allerseits...



 Mother in the kitchen bakes,

 Schoko-, Nuss- and Mandelkeks.

 Daddy in the Nebenraum,

 Schmückt a Riesen-Weihnachtsbaum.

 He is hanging off the balls,

 Then he from the Leiter falls.



 Finaly the Kinderlein,

 To the Zimmer kommen rein.

 And es sings the family

 Schauerlich: "Oh, Chistmastree!"

 And the jeder in the house,

 is packing the Geschenke aus.

 
 Merry Christmas, merry Christmas.

 hear the music, see the lights,

 Frohe Weihnacht, Frohe Weihnacht,

 Merry Christmas, allerseits...

 
 Mama finds unter the Tanne,

 Eine brandnew Teflon-Pfanne.

 Papa gets a Schlips and Socken,

 Everybody does frohlocken.

 President speaks in TV,

 All around is Harmonie.

 
 Bis mother in the kitchen runs,

 Im Ofen burns the Weihnachtsgans.

 And so comes die Feuerwehr,

 With Tatü, tata daher.

 And they bring a long, long Schlauch,

 And a long, long Leiter auch.

 And they schrei - "Wasser marsch!",

 Christmas now is in the Arsch!

 
 Merry Christmas, merry Christmas.

 hear the music, see the lights,

 Frohe Weihnacht, Frohe Weihnacht,

 Merry Christmas, allerseits...

Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: pierre am 19. Dezember 2008, 19:35:18
.
ohne fleiss
kein reis

altes thailaendisches, selten benutztes sprichwort.

      (http://content.sweetim.com/sim/cpie/emoticons/00020191.gif)
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: thaiman † am 20. Dezember 2008, 12:01:14
 Wer nicht kommt,
 brauch auch nicht gehn

 Jeder ist seines Gueckes Schmid

 F.C. Bayern Muenchen will heim nach Deutschland
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: Koarl am 20. Dezember 2008, 17:24:36
Und willst Du einmal richtig ka**en,
dann stuetz' die Haende in den Nacken,
die Ellenbogen auf die Knie,
und Du kannst schei**en wie noch nie!

Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: thai.fun am 20. Dezember 2008, 17:43:11
Ich (thai.fun) möchte hier die mächtigste Gruppe der Welt zitieren:

Zitat:
Der Urmensch entwickelte sich durch Gen und Triebe,
diese brauchen zum erhalt, Egoismus und Liebe.
Daraus entstand die Angst vor Seelen und Hiebe,
so dem Menschen der gemachte Glaube bliebe.
Zitat ende.

Diese mächtigste Gruppe besteht aus Hirn-Zellen aller Menschen. Daraus resultiert für mich,
die Natur überlässt es jedem einzelnen mit oder ohne Glauben, Natürlich zu sein.

PS: Nirgends abgeschrieben, sondern selbst erstellt. thai.fun
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: hobanse am 20. Dezember 2008, 18:43:56
Politiker sind wie Tauben, Sind sie unten am Boden, fressen sie uns aus der Hand, sind sie erst mal oben, bescheissen sie uns!
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: crazyandy am 21. Dezember 2008, 06:30:24
das habe ich mal au einem T-Shirt gelesen (so ungefähr ich ärgere mich das ich es nicht gekauft habe  :'()
Georg Bush hat es besser als Helmut Kohl
Bush has Wonder       (Steve)
Bush has Cash            (Johnnie)
Bush has Hope            (Bob)
Kohl hat keine Wunder
Kohl hat kein   Geld
Kohl hat keine Hoffnung
 
es war jedenfalls so in der Richtung
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: xsarre am 21. Dezember 2008, 08:25:55
wer später bremst, fährt länger schnell, ;D
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: hobanse am 23. Dezember 2008, 19:48:42
Ein Flirt ist wie eine Tablette, niemand kann die Nebenwirkungen voraussagen.
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: Pachpicha am 25. Dezember 2008, 10:56:35
        Nicht nur zur Weihnachtszeit

OH STILLE MICH DU FROEHLICHE  :P

OH TANNENBAUM OH TANNENBAUM DER OPA SITZT IM KOFFERRAUM  :'( :'(
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: thaiman † am 25. Dezember 2008, 12:05:05


MICH koennen alle ueberholen,

nur nicht MEINE Leistung
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: boehm am 25. Dezember 2008, 12:41:30

Oft kommt das Glück durch eine Tür herein, von der man gar nicht wusste, dass man sie offen gelassen hatte.
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: Sonex am 26. Dezember 2008, 15:20:02
Wer anderen eine Grube gräbt -

ist ein Idiot.
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: boehm am 26. Dezember 2008, 19:02:01
Ich weiß nicht, welche Waffen im nächsten Krieg zur Anwendung kommen,
wohl aber, welche im übernächsten:
Pfeil und Bogen
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: Meritus am 26. Dezember 2008, 19:59:34
Was sagt ein Thai zu einem Farang an Silvester? 'Gute Lutsch'
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: Alfred am 26. Dezember 2008, 23:57:24
Der Himmel auf Erden ist
 
Wo die Franzosen die Koeche sind,
die Deutschen die Ingenieure,
die Englaender die Polizisten,
die Italiener die Liebhaber und
das ist Alles organisiert von den Schweizern.


Die Hoelle auf Erden ist,
Wo die Englaender die Koeche sind,
die Franzosen die Ingenieure,
die Deutschen die Polizisten,
die Schweizer die Liebhaber und
das ist Alles organisiert von den Italienern.
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: boehm am 28. Dezember 2008, 11:18:59
Gott erschuf den Menschen, weil er vom Affen enttäuscht war.
Danach verzichtete er auf weitere Experimente.
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: juerken am 30. Dezember 2008, 20:53:04
Und dennoch sind wir nicht geknickt - bei Regen wird im Saal gefiggt.

Copydingens

Jürgen
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: thaiman † am 31. Dezember 2008, 16:11:03

Ich waere nicht da wo ich bin,
wenn ich nicht waere wie ich bin
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: boehm am 31. Dezember 2008, 16:36:15
Der Mensch hat die Atombombe erfunden.
Keine Maus der Welt wäre je auf die Idee gekommen, eine Mausefalle zu bauen.
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: Pachpicha am 31. Dezember 2008, 17:27:35
Gerade als er gerade war,

war gerade keine Dame da.   :D :D
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: thaiman † am 04. Januar 2009, 09:52:54

Bei der Bundeswehr
Ihr werdet nicht bestraft, weil Ihr
es getan habt,sondern , weil Ihr
aufgefallen Seid
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: boehm am 04. Januar 2009, 10:05:51
Vielleicht ist es den Affen gar nicht recht, dass wir mit ihnen verwandt sind.
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: thaiman † am 04. Januar 2009, 10:23:28

Paeng, sprach die Jungfrau
und Sie war keine mehr
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: Thaisepp am 04. Januar 2009, 11:17:46
Wem du´s heute kannst besorgen das verschiebe nicht auf morgen.

 :-* :-* :-*
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: Thaisepp am 04. Januar 2009, 11:20:14
Das Glück auf Erden liegt auf dem Rücken, nicht auf Pferden.

 :D :D :D


„Jetzt geht es rund…“sprach der Vogel und flog in den Ventilator.
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: hobanse am 04. Januar 2009, 18:07:57
An spaeter denken, Saerge schenken
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: boehm am 04. Januar 2009, 18:37:26
Keiner ist unnütz,
er kann immer noch als schlechtes Beispiel dienen!
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: juerken am 04. Januar 2009, 20:13:45
Besser den Zipfel in der Hand als die Taube auf dem Dach - ähäh oder so
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: juerken am 04. Januar 2009, 20:17:54
Wie kommt Kuhschei...ße aufs Dach?

Kuh hat sich auf Schwanz geschi..ssen und mit Schwanz auf Dach geschmissen.

Gruß Jürgen
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: juerken am 04. Januar 2009, 20:21:04
Am Anfang wars der Himmel - am Ende die Hölle
 
der Farang in Thailand

Gruß Jürgen
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: khon_jaidee am 04. Januar 2009, 20:25:54
Nun, wir sind ja hier in "Zitate und weise Sprüche", oder?

Also - Zitate (beide von Einstein):

Wenn man zwei Stunden lang mit einem Mädchen zusammensitzt, meint man, es wäre eine Minute.
Sitzt man jedoch eine Minute auf einem heißen Ofen, meint man, es wären zwei Stunden. Das ist Relativität.

Manche Männer bemühen sich lebenslang, das Wesen einer Frau zu verstehen.
Andere befassen sich mit weniger schwierigen Dingen, z.B. der Relativitätstheorie.

Und Thomas von Aquin brachte den weisen Spruch:

Die Umgebung, in der der Mensch sich den größten Teil des Tages aufhält, bestimmt seinen Charakter.

Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: boehm am 04. Januar 2009, 22:02:34
Spinat schmeckt am besten,
wenn man ihn kurz vor dem Verzehr durch ein großes Steak ersetzt.

Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: Ingo † am 05. Januar 2009, 00:02:40

Hallo lieber Juergen,
bist Du wieder OK ???  Berichte mal.

Ich glaube, nicht nur ich haben dich vermisst.

Liebe Gruesse von Ingo

Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: thaiman † am 05. Januar 2009, 16:36:33

Wer A sagt, muss auch B sagen
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: boehm am 05. Januar 2009, 19:34:35
Wer A sagt, muss auch B zahlen.... :D
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: juerken am 06. Januar 2009, 12:00:52
Wenn sie zu ihm sagt -  ich liebe dich - muß er auch die Folgen tragen
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: boehm am 06. Januar 2009, 15:08:57
Mal angenommen, man bewegt sich in einem Fahrzeug mit Lichtgeschwindigkeit -
was passiert, wenn man das Licht einschaltet?

Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: Ingo † am 06. Januar 2009, 15:14:29
Kommt drauf an Boehm.

Abhaengig durch die Lichtkarft in der Vorwaertsbewegung, kommt es beim Einschalten des Frontlichtes zur Bremmsung bis Stillstand.
Bei Einschalten der Rueckbeleuchtung, wenn die nicht gerade Blau ist, zur Beschleunigung.

Frage richtig beantwortet?  ;D

Ingo
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: juerken am 06. Januar 2009, 18:29:14
Mann oh Mann boehm

Du stellst Fragen
Werd die das mal erklären also pass auf!!

































Keine Ahnung!!!!!!!
Gruß Jürgen










Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: boehm am 06. Januar 2009, 19:03:45
hahahahaha, gute Frage, nicht wahr......., fragen wir mal Einstein..... :D

Bück dich Fee, Wunsch ist Wunsch
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: ilunkinam am 07. Januar 2009, 03:32:35
Steht ein Pilz im Wald

Kommt ein Hase und trinkt es aus.


Und Tannen zapfen


Gruss Bernd
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: boehm am 07. Januar 2009, 13:32:11
...da man Menschen in dem brennenden Flugzeug vermutete. Glücklicherweise waren aber nur einige Putzfrauen an Bord. (Moosburger Zeitung)

************************

Anscheinend ist die Leiche die Böschung hinaufgeklettert und dabei verunglückt. (Heidelberger Tagesblatt)

************************

Achtung, Nebelwarnung an alle Autofahrer. Die Sichtweiten in unserem Sendegebiet betragen nur bis zu 50 Meter. Dies gilt für beide Richtungen. (Hessischer Rundfunk)

Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: Pachpicha am 07. Januar 2009, 13:40:49
Madie Mannstein im Fernsehen.

Als naechstes sehen Sie den Film das Loch.

Im Anschluss daran Mainz wie es singt und lacht.   :D :D :D
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: juerken am 07. Januar 2009, 16:53:04
Bück dich Fee, Wunsch ist Wunsch

Hallo boehm

Genau das ist es - wie konnte ich was anderes denken.

Zur Buße geh ich jetzt für meiner Ben Gold kaufen
Naja nicht gleich aber............       welches jahr haben wir heute - 2009?

Gruß Jürgen
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: kaktus am 07. Januar 2009, 19:16:06
Springt ein Schweizer aus dem Fenster, dann spring hinterher, denn da gibts mit sicherheit was zu verdienen. 
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: boehm am 07. Januar 2009, 20:35:11
Erst wenn die letzte Ölplattform versenkt
und die letzte Tankstelle geschlossen ist, werdet Ihr merken, daß man bei
Greenpeace nachts kein Bier kaufen kann.

Also auf den Urwald retten...... :D :D :D
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: juerken am 07. Januar 2009, 20:36:25
Schubse keine alte Dame die Treppe runter, denn wenn sie sich beschwert wäre es unhöflich zu sagen:
Warum läufst du auch so schnell.

Gruß Jürgen
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: boehm am 09. Januar 2009, 14:20:23
(http://www.grusskarten-e-cards.de/grusskarten/images/sonstiges/zitat-tucholsky.gif)
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: boehm am 10. Januar 2009, 12:25:03
Eine glückliche Ehe ist eine, in der sie ein bisschen blind und er ein bisschen taub ist.

Loriot
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: Pachpicha am 10. Januar 2009, 12:30:30
Wer anderen eine Grube graebt, ist ein Erdarbeiter.
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: boehm am 10. Januar 2009, 12:53:21
Nicht der Fall ist das Schlimme, sondern der plötzliche Stop am Ende.
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: boehm am 10. Januar 2009, 12:56:42
Wie lange eine Minute sein kann, hängt davon ab, auf welcher Seite der Toilettentüre man sich befindet.
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: juerken am 10. Januar 2009, 18:47:54
Der Lauscher an der Wand - hört seine eigene Schand
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: Pachpicha am 10. Januar 2009, 20:45:09
                         FUER UNSEREN INGO

MIT NER DOSE CHANG IN DER HAND, BIN ICH DER GLUECKLICHSTE MENSCH IM LAND.
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: boehm am 10. Januar 2009, 21:57:34
Denke jeden Tag, es könnte dein letzter sein......

Irgendwann wirst du recht haben..... ;)
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: Ingo † am 10. Januar 2009, 22:50:37
FUER UNSEREN INGO

MIT NER DOSE CHANG IN DER HAND, BIN ICH DER GLUECKLICHSTE MENSCH IM LAND.

Danke @papicha,
werde mir gleich eine besorgen.  :)
Hoffentlich hat der Lade um die Ecke noch auf.

Gruesse von Ingo
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: boehm am 10. Januar 2009, 23:54:01
"Alkohol macht gleichgültig!"
"Aber das ist mir egal."
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: juerken am 11. Januar 2009, 09:30:46
Abgerechnet wird zum Schluss d.h. wenn noch was übrig bleibt
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: Pachpicha am 11. Januar 2009, 10:52:57
ICH WUSSTE JA NICHT, DASS ICH MIT SO EINER KLEINEN GEIGE IN SO EINEM GROSSEN SAAL SPIELEN MUSSTE.  :P
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: olaf76 am 11. Januar 2009, 23:56:58
Aus Hackepeter, wird Kacke spaeter !!
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: Taurus † am 12. Januar 2009, 15:15:03
Die Kritik

Ein Mensch traf neulich einen Mann,
der hatte ueberhaupt nichts an.
Von ihm befragt, was er da mache,
sprach jener, das sei seine Sache,
zumal er ebenfalls nicht frage,
weshalb der andre Kleider trage.

Moral:Kritik an fremdem Treiben
laesst man am besten voellig bleiben,
denn ehe man es recht kapierte,
da ist man selbst der Kritisierte.

von Edi Hornischer
Edis kleine Bettlektuere
Zenos Verlag


Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: juerken am 13. Januar 2009, 00:55:14
Morgenstund hat Gold im Mund -  es sei denn man ist Raucher
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: juerken am 14. Januar 2009, 01:44:36
Wenn man kein Glück hat kommt noch Pech dazu  - nach Aussage von Lodda dem Fußballer
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: juerken am 15. Januar 2009, 00:28:52
Es gibt Toelettenpapier welches man von beiden Seiten benutzen kann ???

Der Erfolg liegt auf den Händen. ;D
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: thaiman † am 15. Januar 2009, 09:01:50

Jesus stand im Tor und die Juenger abseits

Von den 2 Pfluegen
Mein Glanz kommt von der Arbeit

Wenn's dem Esel zuwohl wird, geht Er auf's Eis
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: rh am 15. Januar 2009, 10:04:07
An schmierigen Haenden bleibt viel kleben.
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: juerken am 15. Januar 2009, 14:39:27
Aber am Toelettenpapier ein klein bisschen auch  :-)  ;D   -    Odrr?
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: rh am 15. Januar 2009, 19:16:32
Aber am Toelettenpapier ein klein bisschen auch  :-)  ;D   -    Odrr?


Weiss nicht, muttu mal probieren.  :D :D :D
rh
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: juerken am 15. Januar 2009, 19:51:42
Schreibst was von Schmierigen Händen und kleben bleiben -es scheint du hast es doch pobiert. 8)

rh wenn du etwas mehr Humor hättest wärs angenehmer und lustiger!! :-X
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: phumphat am 15. Januar 2009, 20:40:14
Sagt der Walfisch zum Thunfisch,
was wollen wir tun Fisch.
Sagt der Thunfisch zum Walfisch,
du hast die Wal Fisch

phumphat

Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: rh am 15. Januar 2009, 20:52:29
Wie ich bin, so ist mein Sinn.
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: boehm am 15. Januar 2009, 21:02:27
Sprach der Scheich zum Emir, fahrn wir oder gehn wir?

Sprach der Emir zum Scheich, fahrn wir lieber gleich......
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: juerken am 16. Januar 2009, 00:37:32
Die Fleige an der Wand macht noch keinen Sommer. Ääh  ??? oder so ähnlich  --C naja war nix  ;D
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: phumphat am 17. Januar 2009, 19:26:54
Zitat

hallo juerken,was meintest du mit Fleige ???
oder meintest du Feige :-)
oder etwa Figee :D oder Feigel :D vielleicht Fegeil :D

verstehst doch Spaß :D

Gruß phumphat
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: pierre am 17. Januar 2009, 20:14:21
haste whiskey in der blutbahn,
kannste rammeln wie ein truthahn.
        (http://www.animations-galore.com/Images/Holidays/Turkey.gif)
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: hobanse am 17. Januar 2009, 20:20:59
Widerspruch: Moses führte die Israeliten 40 Jahre durch die Wüste, weil er sich schämte, mit ihnen auf der Straße gesehen zu werden.

Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: pierre am 17. Januar 2009, 20:37:29


wie ich dir - so do mie



( (http://smiliestation.de/smileys/Sex/47.gif) )
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: boehm am 17. Januar 2009, 22:47:02
Beim Frisör:

Hinten nicht so kurz, und vorne nicht so lang................. :D
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: juerken am 18. Januar 2009, 16:24:40
[verstehst doch Spaß :D

Hallo phumphat
Die Fleige ist ne Fliege mit e-i.
Möglicherwise eine männliche Fliege mit ei....ern. - Weiß mann`s? ???

Wg. Spaß verstehen >: da kannst du einen drauf lassen ;D ich  liebe Spaß machen  :D :D

Gruß Jürgen
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: juerken am 18. Januar 2009, 16:26:47
Beim Frisör:
Hinten nicht so kurz, und vorne nicht so lang................. :D

....und unten ist auch länger wie oben - sagt man ;D und Nachts ist kälter wie draußen :-)

Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: Joachim am 19. Januar 2009, 15:22:07
Ist die Ente flach wie ein Teller, war der Traktor wieder schneller. :)
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: boehm am 21. Januar 2009, 11:34:24
„In der Politik ist es wie in der Mathematik: alles, was nicht ganz richtig ist, ist falsch.”

Edward Kennedy
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: boehm am 21. Januar 2009, 13:08:25
Wer bis zum Hals in der Scheiße steckt, sollte nicht den Kopf hängen lassen!
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: Isan Yamaha am 21. Januar 2009, 13:12:18
Wer bis zum Hals in der Scheiße steckt, sollte nicht den Kopf hängen lassen!
Wer den Kopf in der Scheiße hat,soll ihn wieder Rausziehen. :D :D :D :D :D
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: Taurus † am 21. Januar 2009, 18:18:08
Der letzte Wagen  am Zug ist verdammt weit hinten.

Kompaniechef im Gefecht: Mir nach, ich folge Euch.
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: juerken am 21. Januar 2009, 18:52:48

Viegra ist der größte Mist wenns der Nacbar eher frißt.
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: boehm am 21. Januar 2009, 20:54:08
Heute mal was für die Schwuchteln:

Und wenn du denkst du hast das Glück, dann zieht das Schwein den Arsch zurück! :D

Der Schwule läßt die Arbeit ruh'n und freut sich auf den After'noon

Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: juerken am 22. Januar 2009, 00:09:28
 

Vielen hilft Viagra - mir nicht - ich brauch ein Gegenmittel  :-*
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: juerken am 27. Januar 2009, 05:08:09
Wenn du meinst du hast ihn drinne - steckt er nur in der Sofarinne.  ???
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: Professor von Kalm am 27. Januar 2009, 13:07:23
"In der Politik ist es manchmal wie in der Grammatik: Ein Fehler, den alle begehen, wird schließlich als Regel anerkannt"
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: rh am 27. Januar 2009, 13:57:24
Wenn du meinst du hast ihn drinne - steckt er nur in der Sofarinne.  ???


juerken,

es reimt sich besser, wenn Du das   NUR  weglaesst.   :D :D :D
rh
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: juerken am 27. Januar 2009, 18:00:35
rh stimmt!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! ;D
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: thaiman † am 02. Februar 2009, 20:38:45


Auf einem Bein kann man nicht steh'n
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: boehm am 02. Februar 2009, 21:06:40


Auf einem Bein kann man nicht steh'n

Ich ja............. :D
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: olaf76 am 18. Februar 2009, 15:09:08
Da sagt das Schwein zum Stacheltier, ja was machst Du denn hier.
Da sagt das Stacheltier zum Schwein, lass das mal meine Sorge sein........
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: boehm am 19. Februar 2009, 15:41:42
Abendgebet für jeden anständigen Schluckspecht

Bier unser,
das du bist im Glase.

Gesegnet werde dein Erfinder.

Mein Rausch komme,
dein Wille geschehe wie Zuhause,
so auch in der Kneipe.

Und vergib uns unsere Schulden,
denn auch wir vergeben unseren Gläubigern.

Und führe uns nicht in die Milchbar,
sondern gib uns die Kraft zum Weitertrinken.

Denn dein ist der Durst, der Rausch und die Seligkeit,
in Ewigkeit.....

Prost!!!!
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: juerken am 20. Februar 2009, 00:37:19
Abendgebet für jeden anständigen Schluckspecht
Denn dein ist der Durst, der Rausch und die Seligkeit,
in Ewigkeit.....
Prost!!!!

Auf chinesisch hört sich das aber anders an - wetten!
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: boehm am 20. Februar 2009, 10:28:50
@Juerken

Du kannst es ja mal übersetzen (lassen), hört sich bestimmt anders an.... ;D
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: siggi am 20. Februar 2009, 14:40:07
hab sonne im herzen
und zwiebeln im bauch
dann kannst du gut forzen
und stinken tuts auch.
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: juerken am 20. Februar 2009, 16:06:03
Pfui Siggi

Lebst du alleine oder weißt du es nicht  - bei den Thais ist das Nasenbohren mit Hingabe erlaubt
Schau dich mal um wenn du an der Ampel stehst - da wird der Inhalt der Nase auch genau überprüft.

Aber furzen ist total verpönt da flüchten sie sogar aus dem Haus -  ja-ja die sind so
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: thaiman † am 20. Februar 2009, 17:01:57


Wer zuerst kommt, mahlt zuerst              Mueller's Muehle
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: Isan Yamaha am 20. Februar 2009, 17:16:45
Oma geht mit Fritz und der Ziege durch die Stadt.
Oma sagt zu Fritz,wenn wir an einen Bahnübergang kommen,und die Ziege geht
nicht rüber dann mußt du rüber gehen und die die Hose ausziehen,und dann kommt die Ziege.
Fritz geht rüber,hose runter,ziege kommt nicht.
Oma geht rüber Hose runter Ziege kommt.
Da sagt Fritz,wenn ich soviel Heu zwischen den Beinen hätte,da wär die Ziege auch bei mir gekommen. :D :D
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: thaiman † am 21. Februar 2009, 09:00:11


Isan Yahama, die Ziege ist auf dem falschen Gleis ( Thema )
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: thaiman † am 21. Februar 2009, 09:04:17


Was Du nicht willst, was man Dir antut,
das fueg' auch keinen Andern zu
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: boehm am 21. Februar 2009, 14:46:48
Das heißt eigentlich: Was du nicht willst was man dir tu, dass füg auch keinem Andern zu....

Quäle nie ein Tier zum Scherz, denn es fühlt wie Du den Schmerz!
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: ilunkinam am 01. März 2009, 07:05:17
Ich soll GEZ Gebühren bezahlen nur weil ich das Gerät dazu besitze, aber die Programme nicht benutze. Dann muss ich Morgen zum Amt und Kindergeld beantragen...ich hab zwar noch keine aber das Gerät dafür ist da.


Gruss Bernd
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: Sensor am 17. März 2009, 23:02:26
Eine Bekanntschaftsanzeige:

"EINSAMER sucht EINSAME zum EINSAMEN"
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: sam am 17. März 2009, 23:10:03
Die unsinnigste  Ausgabe ist die einer Friedhofsmauer, die drin sind können nicht raus, und die draußen sind wollen nicht rein.

 :D :D :D
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: heitzer am 17. März 2009, 23:32:43
hallo jürgen wenn ich mit meinem thai freund mit dem bus fahre und vergesse hand vorm mund wenn ich gähne dann gibts ne belehrung das es sich nicht gehört,2 minuten ist er in der nase am bohren mit warer freude und der fund klebt anschliesend am vordersitz.   jaja die sind so
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: thaiman † am 25. März 2009, 11:57:09

Suche Motorbiene zum wegfahren
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: juerken am 25. März 2009, 13:37:17
Suche Billardfreundin zum einlochen  ;D
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: Isan Yamaha am 25. März 2009, 13:43:56
Suche Billardfreundin zum einlochen  ;D

Suche Golfloch mit Haare. :D :P
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: thaiman † am 25. März 2009, 17:50:34

Wem der Schuh passt, zieht in an
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: Pachpicha am 25. März 2009, 17:53:16


GASGERD Schroeder. Bitte GASGERD von hinten lesen.  :D :D :D
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: phumphat am 25. März 2009, 22:38:16

Eine Frau macht sich Sorgen um ihre Zukunft
                     Bis sie heiratet

Ein Mann macht sich keine Sorgen um seine Zukunft
                     Bis er heiratet

                     Yves Montand


                   











Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: thaichris69 am 26. März 2009, 02:02:26

Eine Frau macht sich Sorgen um ihre Zukunft
                     Bis sie heiratet

Ein Mann macht sich keine Sorgen um seine Zukunft
                     Bis er heiratet

                     Yves Montand


                   















Eigentlich verdienen wir ja gut.
Warum haben wir nur so wenig Geld zum Leben ?
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: thaiman † am 30. März 2009, 18:04:14

Reden ist Blech, richtiges handeln Gold.

                                                              Von mir
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: juerken am 30. März 2009, 21:55:05
Stimmt nicht hab ich schon als 11 jähriger gesagt du Dieb du ;D ;D ;D ;)

Gruß Jürgen
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: sitanja am 31. März 2009, 02:46:30
Dumm ist nur der,der dummes tut.


Forest Gump
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: sitanja am 31. März 2009, 02:49:57
Das Leben ist wie eine Schachtel Pralinen,man weiß nie was man bekommt.


Forest Gump
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: sitanja am 31. März 2009, 02:56:58
Wo gesungen wird da lasse dich nieder,böse Menschen kennen keine Lieder.



Hat mein Altgeselle mir damals mal gesagt.
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: sitanja am 31. März 2009, 03:12:51
Die Kürzesten Irrtümer sind immer die besten.


Moliere
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: sitanja am 31. März 2009, 04:28:51
Die Menschen glauben gerne was sie Wünschen.

Cäsar
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: sitanja am 31. März 2009, 06:18:28
Ein Gerücht lebt Länger als die Warheit.
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: thaiman † am 31. März 2009, 07:39:45

Hallo juerken
hattest Du mit 11 schon Sprueche?
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: juerken am 31. März 2009, 08:52:43
schon als Baby - Thaimann - schon als Baby  ;)

Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: juerken am 31. März 2009, 08:56:09
Das Leben ist wie eine Schachtel Pralinen,man weiß nie was man bekommt.

Mein Nachbar sagte immer oder wars sogar ich?

Die Frau ist wie eine Schachtel Pralinen - hast du die Süßigkeit genossen bleibt die Schachtel über.
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: Isan Yamaha am 31. März 2009, 08:56:20
schon als Baby - Thaimann - schon als Baby

Gruß Jürgen

Ha Ha,
dat it jo en dink. :D :D :D
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: sitanja am 31. März 2009, 09:46:52
@Juerken

Mein Nachbar sagte immer oder wars sogar ich?

Die Frau ist wie eine Schachtel Pralinen - hast du die Süßigkeit genossen bleibt die Schachtel über.

Auch nicht schlecht ;D ;D ;D :D

Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: sitanja am 31. März 2009, 11:46:04
Das Falshe hat denVorteil,daß man immer darüber schwätzen kann.

Goethe
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: phumphat am 31. März 2009, 12:42:51


Im ersten Ehejahr strebt der Mann die Vorherrschaft an.

Im zweiten kämpft er um Gleichberechtigung.

Ab dem dritten ringt er um die nackte Existenz.


Georg Bernard Shaw
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: Profuuu am 31. März 2009, 23:31:00
Onanie = "an und für sich"

Nymphomanin = "zwangsläufig"
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: thaiman † am 01. April 2009, 11:02:14

Das Einzigste was man ohne Geld machen kann,
sind Schulden                                                                     kl. Trost
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: titiwas am 01. April 2009, 12:52:31
Und der einzige Beruf, wo man sich nur einmal irrt, ist der des Sprengmeisters.  :D
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: thaiman † am 01. April 2009, 15:56:19

Man ist schlau, wenn man den Fehler nur einmal macht
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: boehm am 01. April 2009, 22:40:44
Eene mene muh und raus bist du....................... :-)
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: boehm am 01. April 2009, 22:42:24
S.c.h.e.i.ß.e auf der Friedhofsmauer, zeugt von allgemeiner Trauer
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: sitanja am 02. April 2009, 06:32:06
Die Berühmtheit mancher Zeitgenossen hängt mit der Blödheit der Bewunderer zusammen. (Heiner Geissler, dt. Politiker)
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: khon_jaidee am 02. April 2009, 06:36:51
Zu erwarten, daß dich alle Welt fair behandelt, nur weil du ein guter Mensch bist, ist genauso wie zu erwarten, daß der Löwe dich nicht frißt, nur weil du Vegetarier bist.
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: sitanja am 02. April 2009, 07:12:20
Jede Dummheit findet einen, der sie macht.
(Tennessee Williams)
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: sitanja am 02. April 2009, 07:14:14

Auch ein kleines Licht leuchtet in der Finsternis
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: sitanja am 02. April 2009, 07:14:59
Der Teufel klopft wohl an, aber der Mensch sagt herein.

Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: juerken am 02. April 2009, 11:41:04
Gehst du zum Weibe - vergiss die Peitsche nicht

PS Bei waren es die Kondome denn ich wollte figgen und nicht Sado
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: boehm am 02. April 2009, 15:01:36
Wer abends säuft kann morgens auch arbeiten ist Schwachsinn!!

Wer abends vögelt, kann morgens auch nicht fliegen!!!!
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: boehm am 02. April 2009, 15:49:21
Wenn man einem Menschen trauen

kann, erübrigt sich ein Vertrag.

Wenn man ihm nicht trauen kann,

ist ein Vertrag nutzlos.


Jean Paul Getty
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: sitanja am 03. April 2009, 03:44:13
Wer glaubt, etwas zu sein, hat aufgehört, etwas zu werden.
Philip Rosenthal
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: sitanja am 03. April 2009, 03:54:16
Der Neid ist die aufrichtigste Form der Anerkennung
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: sitanja am 03. April 2009, 04:04:46
Sprächen die Menschen nur von Dingen, von denen sie etwas verstehen, die Stille wäre unerträglich.
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: sitanja am 03. April 2009, 04:17:02
Man braucht zwei Jahre um sprechen zu lernen und fünfzig, um schweigen zu lernen.
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: sitanja am 03. April 2009, 04:38:54
Wer immer die Wahrheit sagt, kann sich ein schlechtes Gedächtnis leisten.
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: thaichris69 am 03. April 2009, 13:59:43
Wer immer die Wahrheit sagt, kann sich ein schlechtes Gedächtnis leisten.
Wer immer die Wahrheit sagt, kann sich ein schlechtes Gedächtnis leisten.



Keiner ist blinder, als der, der nicht sehen will.
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: khon_jaidee am 04. April 2009, 09:02:08
Faulheit ist unser größter Feind. - Jawaharlal Nehru

Wir sollten lernen, unsere Feinde zu lieben. - Mahatma Gandhi
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: khon_jaidee am 05. April 2009, 13:48:45
Er war ein guter Mann.
Er rauchte nie, trank nie Alkohol, ging nie fremd.
Als er starb, verweigerte die Lebensversicherung die Zahlung.

Sie begründete: "Wer nie gelebt hat, kann nicht sterben."
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: boehm am 05. April 2009, 22:34:22
Mischt der Bauer Gift zur Butter, ist sie für die Schwiegermutter. (Bauernweisheit)
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: juerken am 06. April 2009, 03:56:40
Ein Männlein steht im Walde auf einem Bein - Warum?  Hab ich vergessen.  :-)  )a ich bin so!  ;D
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: Cee am 24. Juli 2009, 17:54:50

Ergeht es euch wie mir, ich bin ein Zitatesammler, nur die kleinen, verstehst de?

Wenn ich jeweils im Radio, im TV, in einem Buch oder sogar in einem persönlichen Gespräch eine Textstelle,
eine Aussage höre sehe oder lese die mir gefällt, KLICK, dann renne ich wie ein geoelter Blitz
nach Papier und Schreiber, bevor alles entschwindet.

So ist im Verlaufe der Zeit ein kleiner Stapel von Gedankensplitter zusammengekommen, die zu lesen,
in Abständen, später, viel Spass erbringen können.

Oft fühlt man sich bestätigt, oft erschüttert, oft ertappt, oft belustigt.

Habt ihr auch solche Neigungen? Wenn ja, hier ist der Platz dafür.

Grüsse
Cee


Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: Cee am 24. Juli 2009, 18:24:16

Erfolg heisst nicht, dass immer alles glückt,
sondern,
dass man es einmal mehr versucht,
als man gescheitert ist.

Bertrand Piccard 24.08.2005

Grüsse
Cee
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: sitanja am 24. Juli 2009, 18:50:32
Wenn man zwei Stunden lang mit einem Mädchen zusammensitzt, meint man, es wäre eine Minute. Sitzt man jedoch eine Minute auf einem heißen Ofen, meint man, es wären zwei Stunden. Das ist Relativität. 
Albert Einstein, 14.03.1879 - 18.04.1955

Deutscher Physiker und Nobelpreisträger
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: sitanja am 24. Juli 2009, 19:10:11
Ich stehe Statistiken etwas skeptisch gegenüber. Denn laut Statistik haben ein Millionär und ein armer Kerl jeder eine halbe Million.



Franklin Delano Roosevelt
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: sitanja am 24. Juli 2009, 19:21:25
Wir leben alle unter dem gleichen Himmel, aber wir haben nicht alle den gleichen Horizont.


Konrad Adenauer
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: hobanse am 24. Juli 2009, 19:29:26
Die Scheisse aendert sich, aber die Fliegen bleiben die gleichen!
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: sitanja am 24. Juli 2009, 19:31:15
Politik ist die Kunst, von den Reichen das Geld und von den Armen die Stimmen zu erhalten, beides unter dem Vorwand, die einen vor den anderen schützen zu wollen.
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: lolathai am 24. Juli 2009, 19:38:46
Relativitaetstheorie
Ein Haar auf dem Kopf ist relativ wenig-aber ein Haar in der Suppe,
ist relativ viel.
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: sitanja am 24. Juli 2009, 19:39:44
Ich glaube nicht, dass verheiratete Männer länger leben als ledige. Es kommt ihnen nur länger vor. :D
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: Cee am 25. Juli 2009, 03:57:43

Eine Frau die rund ist,
ist viel interessanter-
da gibt es viele Anhaltspunkte.

Thomas Gottschalk Fernsehmoderator, 2007
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: hellmut am 25. Juli 2009, 06:31:12
Heute bei Gayromeo gelesen:

Ich bin nicht schwul, will nur meine Eltern schockieren.
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: Allgeier am 25. Juli 2009, 06:34:54

Des denka soll ma da Gail ueberlau , di hand gressere Grind.


D'r Allgeier
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: Ozone am 25. Juli 2009, 07:40:48
"Bei der Fussball-WM habe ich mir Österreich gegen Kamerun angeschaut. Auf der einen Seite Exoten, fremde Kultur, wilde Riten - und auf der anderen Seite Kamerun!"

Dieter Nuhr
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: peter51 † am 25. Juli 2009, 12:34:36
"Ein Drittel? Nee, ich will mindestens ein Viertel"

Horst Szymaniak/Fussballer bei einer Vertragsverhandlung
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: tom_bkk am 25. Juli 2009, 12:38:58
Wenn meine Tante einen Zipfel haette, dann waers mein Onkel

Sepp Maier, auf eine Frage eines Reporters 2002 - was waere wenn Deutschland ins Endspiel kommt
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: Pachpicha am 25. Juli 2009, 12:41:47
GERADE ALS ER GERADE WAR, WAR GERADE KEINE DAME DA.  :'( :'( :'( :'( :'(
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: tom_bkk am 25. Juli 2009, 12:54:06
Die Breite an der Spitze ist dichter geworden

Bruno Labbadia
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: Ozone am 25. Juli 2009, 13:07:21
"Ich hab gleich gemerkt, das ist ein Druckschmerz, wenn man drauf drückt." 

Lodda
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: Ozone am 25. Juli 2009, 13:09:31
"Ich habe viel von meinem Geld für Alkohol, Weiber und schnelle Autos ausgegeben... Den Rest habe ich einfach verpraßt."

George Best, englische Fussball-Legende
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: Pachpicha am 25. Juli 2009, 13:17:59
Ich wusste ja nicht das ich mit so einer kleinen Geige in einem so Grossen Saal spielen musste.

Was war das wohl.
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: khon_jaidee am 25. Juli 2009, 13:39:11
"Ich habe 'ne Oberschenkelzerrung im linken Fuß."
Guido Buchwald

"Ja gut, der arbeitet von morgens bis abends.
Ja gut, sowas nennt man im Volksmund, glaube ich, Alcoholic."
Rudi Völler über Reiner Calmund
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: sitanja am 25. Juli 2009, 16:07:58
Man muss nicht gleich den Sand in den Kopf stecken.

Lodda
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: sitanja am 25. Juli 2009, 16:12:00
Es ist egal wo ich demnächst spiele,ob in Mailand,Turin oder Madrid,hauptsache Italien.


Andy Möller
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: sitanja am 25. Juli 2009, 16:35:56
 Eine Straßenbahn hat mehr Anhänger als Uerdingen. (Max Merkel)
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: Ozone am 25. Juli 2009, 16:37:39
Hier outen sich wirklich die Fussballer als die Inspirationsquelle. :D Wetten dass Lodda das Rennen macht ?  :P

Lodda:
"Es ist wichtig, daß man neunzig Minuten mit voller Konzentration an das nächste Spiel denkt."

Pauli Breitner:
"Da kam dann das Elfmeterschiessen. Wir hatten alle die Hosen voll, aber bei mir lief's ganz flüssig." :o
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: juerken am 25. Juli 2009, 16:51:05
Geil- echt Geil der Threat ist wieder offen
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: sitanja am 25. Juli 2009, 16:53:13
 Die Brasilianer sind ja auch alle technisch serviert. (Andreas Brehme
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: sitanja am 25. Juli 2009, 16:55:03
Der springt so hoch; wenn der wieder runter kommt, liegt auf seiner Glatze Schnee. (Norbert Nachtweih über Dieter Hoeneß)
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: peter51 † am 25. Juli 2009, 17:03:15
Model Naomi Campbell:
"Ich liebe England, besonders das Essen. Es gibt nichts, das ich lieber mag,
als eine große Schüssel Nudeln."
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: boehm am 25. Juli 2009, 20:59:11
Und schlägt der Sack auch Falten, wir bleiben stets die alten!

Ich!
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: olaf76 am 26. Juli 2009, 00:47:34
Aus Hackepeter wird Kacke spaeter..........................
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: Cee am 26. Juli 2009, 05:16:10

"Es ist besser, andere aufzuregen als sich selber."

Helmut Maucher, Alt- Konzernchef Nestle in einem Interview der BZ 18.04.2007 zur Frage:
Stress in seinem Berufsleben.

Grüsse
Cee
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: Cee am 26. Juli 2009, 05:38:59

"Nicht in Problemen, sondern in Lösungen denken."

Grüsse
Cee

Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: siggi am 26. Juli 2009, 06:49:43
 der klinsmann und ich sind ein super trio ( fritz walter)
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: khon_jaidee am 26. Juli 2009, 09:39:55
"Mein Problem ist, daß ich immer sehr selbstkritisch bin, auch mir selbst gegenüber."

Andreas Möller
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: Ozone am 26. Juli 2009, 09:59:01
der klinsmann und ich sind ein super trio ( fritz walter)

er hat sich aber korrigiert; ;D

"Der Jürgen Klinsmann und ich, wir sind ein gutes Trio." (etwas später dann) "Ich meinte: ein Quartett." (Fritz Walter jun.)

Und noch einer der Kicker
(als werdender Vater): "Es ist mir völlig egal, was es wird. Hauptsache, er ist gesund."
Mehmet Sholl
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: sitanja am 26. Juli 2009, 10:29:57
Wirtschaftswissenschaft: das einzige Fach, in dem jedes Jahr auf dieselben Fragen andere Antworten richtig sind.



Danny Kaye
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: sitanja am 26. Juli 2009, 10:38:15
Man soll nur schöne Frauen heiraten. Sonst hat man keine Aussicht, sie wieder loszuwerden.




Danny Kaye
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: samurai am 26. Juli 2009, 10:49:50
"Ich bin immer ganz Oben.
 Und bin ich mal ganz Unten,
 dann ist Unten eben Oben."

Hotte, Hamburger Loddel
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: juerken am 26. Juli 2009, 10:50:29
Wolln wir jetzt unterm gehen ein fahren lassen oder lassen wir beim Fahren einen gehen.

von mich
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: sitanja am 26. Juli 2009, 10:57:57
Geld: ein Mittel, um alles zu haben bis auf einen aufrichtigen Freund, eine uneigennützige Geliebte und eine gute Gesundheit.
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: Ozone am 26. Juli 2009, 15:23:48
Manch ein Politiker hinterlässt bei seinem Abgang eine Lücke, die ihn vollständig ersetzt.

(Autor unbek.)
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: Cee am 26. Juli 2009, 17:37:55
Das Steinzeitalter ging nicht deshalb zu Ende
weil es keine Steine mehr gab.
Sondern, weil wir lernfähig waren und sind.


Arte TV 16.08.2008

Noch etwas in eigener Sache: Ich habe diesen Thread "Gedankensplitter" am 24. Juli 09 eröffnet, ohne
zu wissen, dass Kaktus am 13. Dezember o8 bereits eine ähnliche Idee verwirklicht hat. Die Admin hat jetzt
alles zusammengeführt. Nun läuft es erneut wie geschmiert und kaktus wird mir wohl verzeihen- wir sind
nun ja sozusagen Gedankenschwestern- gelle.   ;)

Grüsse
Cee
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: Cee am 27. Juli 2009, 05:01:56

"Am vielen Lachen erkennt man den Narren."

Altes deutsches Sprichwort

Grüsse
Cee
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: Cee am 27. Juli 2009, 16:54:27
"Wenn es stimmt,
dass der Zufall die Sprache der Götter sei,
dann tun wir gut daran,
auf solche Zeichen zu achten."


Bertrand Piccard BZ 24.08.05

Grüsse
Cee
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: drwkempf am 27. Juli 2009, 17:18:00
"Ich schlief und träumte, das leben wäre Freude.

Ich erwachte, und siehe, das Leben war Pflicht.

Ich arbeitete, und siehe, Pflicht ward Freude."

     Rabindranath Tagore - 1861 - 1941
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: Cee am 28. Juli 2009, 02:34:19

"Das Ziel liegt immer von Einsamkeit umgeben
und das muss man wissen
bevor man losgeht."


Ein mongolischer Schemane-Kasache
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: Cee am 29. Juli 2009, 02:58:41

Zwei Zitate mit aktuellem Realitätsbezug HEUTE:

"Wen du nicht besiegen kannst, mit dem verbrüdere dich"

Samurai- Spruch

"Du musst deinen Freunden sehr nahe sein
aber
deinen Feinden näher"


Mafia- Spruch

Heute treffen sich die US- Regierung und die Regierung der Volksrepuplik China.
Nach den neusten Nachrichten zu urteilen, liegen sich beide Seiten wohlwollend und
offensichtlich in den Armen...

Grüsse
Cee
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: Cee am 31. Juli 2009, 04:23:21

"Wenn der Wind des Wandels weht,
bauen die Einen Mauern,
die Anderen Windmühlen."


Autor unbekannt
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: Ozone am 31. Juli 2009, 08:05:36
"Papa, they all return many times to the same place. And so fast. They have too much gasoline, hein ?"

in D: "Papa, die kommen alle immer wieder an denselben Platz zurück. Und so schnell. Die haben zu viel Benzin, gell?" 8)


Meine Tochter (4) vor dem Bildschirm anlässlich des letzten Formel 1 Qualifyings in Budapest.
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 04. August 2009, 04:12:20
Was ist teurer als eine Frau ?  Eine Exfrau !!!

(Jack Nicholson)
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: Cee am 04. August 2009, 04:15:56
Beschläunigen
___________________________________

Entschläunigen

N 24 Wissen TV, 2007
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: sitanja am 04. August 2009, 05:09:09
Christian Ziege:
»Wenn du liegenbleibst, dann muß schon das Bein gebrochen sein.«


(über den Umgang mit der Härte im englischen Fußball)
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: sitanja am 04. August 2009, 05:20:26
Thorsten Frings:
»Am besten grätschen wir die Brasilianer schon bei der Hymne weg.«


(vor dem Länderspiel)

Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 04. August 2009, 15:31:41
Ich kann allem widerstehen, nur nicht der Versuchung !

(Oscar Wilde)
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 04. August 2009, 15:48:27
Macht doch euren Dreck alleine !

(Der sächsische König Friedrich August am 13. November 1918 bei seiner Abdankung nach der Proklamation des Deutschen Reiches)
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 04. August 2009, 15:52:00
Quod erat demonstrandum !
                           (Was zu beweisen war)

          Archimedes
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 04. August 2009, 15:57:16
Also lautet der Beschluß, daß der Mensch was lernen muß ...

                               Mit diesen Worten beginnt der vierte Streich der beiden Übeltäter Max & Moritz im gleichnamigen Werk von

                                                                                             Wilhelm Busch
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: namtok am 04. August 2009, 16:08:32
Quod erat demonstrandum !
                           (Was zu beweisen war)

          Archimedes

War der nicht Grieche  ???  Heureka  8)
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 04. August 2009, 17:53:38
@ namtok

Ja, Du hast natürlich recht. Im Original heißt der Spruch "hoper edei deixei" und wird eigentlich auch dem weniger bekannten Mathematiker Euklid zugesprochen. Allgemeine Bekanntheit erlangte er jedoch erst in seiner lateinischen Form/Übersetzung.
In den meisten Foren findet man dann aber eben Archimedes als Urheber.

Grüße
DerBöseWolf
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 04. August 2009, 18:04:54
Allwissend bin ich nicht, doch viel ist mir bewußt !

                           (Goethe)
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: Cee am 05. August 2009, 03:51:53

Geht es dem Esel zu gut
tänzelt er

auf `s Glatteis"

Berglerspruch CH
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 05. August 2009, 17:24:05
Gute Freunde sind Menschen, die sehr weit weg wohnen !

                                (Alfred Hitchcock)
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: boehm am 05. August 2009, 21:51:40
Verträge sind dazu da, um gebrochen zu werden.

 (Adolf Hitler)
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: astronaut007 am 05. August 2009, 22:20:35
80'000 neue Paragraphen sind kein Garant für ökonomisches Wachstum.

(Helmut Schmidt in ausser Dienst)
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: Cee am 06. August 2009, 01:46:41

"Kochkunst ist die Kunst,
die sich einverleiben lässt"


ai wei wei China
Dokumenta o7 in Arte 15.06.07
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: Cee am 10. August 2009, 20:32:29

"Wir sitzen hier und fühlen den ekelhaften Druck der Diktatoren,
die weder sich noch allen Anderen Ruhe gönnen."



Kandinski an Schleier, 14.04.1939
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 11. August 2009, 00:33:35
Wer kriecht kann nicht stolpern !

        R.M.
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 11. August 2009, 00:38:10
Ich bin wie ich bin !
   Die Einen kennen mich,
       Die Anderen können mich!  >:

                 (Dr. Konrad Adenauer)
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: astronaut007 am 11. August 2009, 03:14:24
Ich bin wie ich bin !
   Die Einen kennen mich,
       Die Anderen können mich!  >:

                 (Dr. Konrad Adenauer)


Der ist ab sofort MEIN Motto! Danke lieber Wolf.
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: Cee am 11. August 2009, 04:54:46

"Musik
             Klang
             
                und Dauer"

(ein) Leitgedanke von Karlheinz Stockhausen Komponist, in Arte- TV 10. Aug. 2009
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: hmh. am 11. August 2009, 06:20:12
ab sofort MEIN !

(http://babbelgosch.org/forum/images/smilies/green/icon_wallbash.gif)    (http://babbelgosch.org/forum/images/smilies/green/icon_altermann.gif)    (http://babbelgosch.org/forum/images/smilies/green/icon_clown.gif)
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: astronaut007 am 11. August 2009, 07:16:08
ab sofort MEIN !

(http://babbelgosch.org/forum/images/smilies/green/icon_wallbash.gif)    (http://babbelgosch.org/forum/images/smilies/green/icon_altermann.gif)    (http://babbelgosch.org/forum/images/smilies/green/icon_clown.gif)

 8) Bewilligt!  8)
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 11. August 2009, 13:25:49
"Satire hat eine Grenze nach oben: Buddha entzieht sich ihr.
Satire hat auch eine Grenze nach unten. In Deutschland etwa die herrschenden faschistischen Mächte. Es lohnt nicht - so tief kann man nicht schießen."
(Kurt Tucholsky - 1932)

Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 11. August 2009, 14:25:08
Noch ein bedeutungsvoller Spruch vom Altkanzler Adenauer, welcher geläufiger ist:

"Was interressiert mich mein Geschwätz von gestern"
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 11. August 2009, 16:13:17
Manus manum lavat - Eine Hand wäscht die Andere

      (Lucius Seneca der Jüngere.
                     Er war Erzieher des berühmt berüchtigten Kaiser Nero)
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: thaichris69 am 11. August 2009, 16:25:41
Was schert mich mein Geschwätz von gestern. ( Konrad Adenauer )

Thaichris69
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: Cee am 11. August 2009, 16:48:37

"Wir müssen immer
das Unerreichbare kennen und wollen,
wenn das Erreichbare gelingen soll."


Bruno Taut Architekt
1880-1938
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: astronaut007 am 11. August 2009, 17:20:14
Es gibt nichts, was es nicht gibt. (Doktor Professor Weissnicht)
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 12. August 2009, 03:38:19
Zur Unterhaltung einer Party trägt niemand so viel bei wie diejenigen, die gar nicht da sind.

Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 12. August 2009, 03:40:22
Die Berühmtheit mancher Zeitgenossen hängt mit der Blödheit der Bewunderer zusammen.

(Heiner Geissler)
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 12. August 2009, 03:43:52
Der Staatshaushalt muß ausgeglichen sein. Die öffentlichen Schulden müssen verringert werden. Die Arroganz der Behörden muß gemäßigt und kontrolliert werden. Die Zahlungen an ausländische Regierungen müssen reduziert werden, wenn der Staat nicht bankrott gehen will.

(Cicero, röm. Politiker, 106 v. Chr. - 43 v.Chr.)
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: Cee am 12. August 2009, 04:06:37

"Man provoziert eine Politik
der Kollapsverzögerung
."


Ein Philosoph in Arte TV
in der Sendung: "Verbranntes Geld" vom 09.06.2009
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: astronaut007 am 12. August 2009, 06:18:54
Das runde muss ins eckige. (Max Merkel)
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: cnb1806 am 12. August 2009, 08:01:26
Wer wer nicht versucht besser zu werden, hat aufgehoert gut zu sein
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: Cee am 13. August 2009, 02:48:28
 
         "Bewege deinen Hintern"

Ein jüdiches Sprichwort
In Arte TV 11.03.2008
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 14. August 2009, 03:43:49
Glück im Spiel = Geld für die Liebe
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: Cee am 14. August 2009, 04:29:11

"Erotik
kann Komplizenschaft sein."


Arte TV 13.07.09
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 16. August 2009, 15:54:24
Es gibt nur ein Problem, das schwieriger ist als Freunde zu gewinnen. Sie wieder loszuwerden.

(Mark Twain, amerik. Schriftsteller, 1835-1903)
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 16. August 2009, 15:55:05
Dumme Gedanken hat jeder, aber der Weise verschweigt sie.

(Wilhelm Busch, dt. Zeichner u. Dichter, 1832-1908)
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 16. August 2009, 15:56:05
Wenn alle Leute nur dann redeten, wenn sie etwas zu sagen haben, würden die Menschen sehr bald den Gebrauch der Sprache verlieren.

(William Somerset Maugham, engl. Schriftst., 1874-1965)
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 16. August 2009, 15:57:55
Gib deine Illusionen nicht auf. Wenn du sie verloren hast, existierst du wohl noch, aber du hast aufgehört zu leben.

(Mark Twain, 1835-1903)
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 16. August 2009, 15:59:10
Liebe macht nicht blind. Der Liebende sieht nur weit mehr als da ist.

(Oliver Hassencamp, dt. Schriftsteller, 1921-1988)
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: astronaut007 am 16. August 2009, 16:47:23
Sie redet unredet und redet, fürchterlich!
Was sagtse denn?
Nüsch!!!!! :D :D :D
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 17. August 2009, 02:02:11
Aus Lügen, die wir glauben, werden Wahrheiten, mit denen wir leben.   :-)
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: astronaut007 am 17. August 2009, 03:14:26
Man sollte nicht immerzu beklagen, dass man nicht alles bekommt, was man sich wünscht,
man sollte vielmehr dankbar dafür sein, dass man nicht alles gekriegt hat, was man verdient hätte!

(Dieter Hildebrandt)
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 17. August 2009, 04:00:55
Reden ist Silber - Ausreden sind Gold  :-)
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: astronaut007 am 17. August 2009, 04:12:56
...die Nächte werden lang und länger,
die Frauen schwang und schwänger...

(Johann König)
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 17. August 2009, 13:19:52
Man muß nicht wahnsinnig sein um hier zu bleiben, aber es erleichtert die Sache ungemein !

 ;)  :-)  ;D
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: Profuuu am 17. August 2009, 13:21:16
der ist gut, he he  ;D
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: astronaut007 am 17. August 2009, 13:21:53
Ist die Dame behügelt, wird sie bald gev.....!
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: pattran am 17. August 2009, 14:48:12

„Ein Schiff, das im Hafen liegt, ist sicher.
Aber dafür sind Schiffe nicht gebaut.“

(William Shed)
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 17. August 2009, 15:06:28
Heirate nie des Geldes wegen - Du leihst es billiger !

Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 17. August 2009, 15:32:16
Autovertreter verkaufen Autos,
Versicherungsvertreter verkaufen Versicherungen.
Und Volksvertreter ? .......  :-\
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: pattran am 17. August 2009, 15:54:59
Autovertreter verkaufen Autos,
Versicherungsvertreter verkaufen Versicherungen.
Und Volksvertreter ? .......  :-\

Die verkaufen gut verpackte Lügen!

 :)
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 17. August 2009, 16:34:33
Sei mal eben leise Schatz,
ich hab gerade keine Zeit Dich zu ignorieren !  :)
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: thai.fun am 17. August 2009, 18:55:09
In Anbetracht der schlechten Zeiten, benützt Papier auf beiden Seiten!  ;D

MG
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: Cee am 20. August 2009, 03:27:40

"Das Böse hat mit gehorsam zu tun"

Pro 7 TV, Galileo Mystery, 27.07.09
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: Cee am 20. August 2009, 03:31:55

"Pöbel bleibt Pöbel,
auch wenn er hinter dir steht"


Aufgeschnappt, 16.08.2009
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 20. August 2009, 05:34:04
Zukunft heißt nicht "das bewahren der Asche", sondern "die Weitergabe des Feuers" !
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: Cee am 20. August 2009, 17:30:14
"Ein Mensch
ein Problem
                  kein Mensch
                  kein Problem"


Diktator Stalin
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 21. August 2009, 01:06:30
Wenn die Klügeren immer nachgeben, geschieht nur das was die Dummen wollen.
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: Cee am 21. August 2009, 03:19:02

"Widerspreche nie den Vorurteilen der Leute.
Die Leute lieben ihre Vorurteile, sie haben viel Zeit gebraucht, sie aufzubauen.
Wenn man sie den Leuten wegnimmt, bleibt von einem Land in den Köpfen nicht viel übrig."


Marketing allgemeinwissen
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: Cee am 21. August 2009, 03:24:20
"Ich sei
                 phallisch
                              narzisstisch"


Elvira 24.03.2000
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: Cee am 22. August 2009, 04:30:59

"Man muss handeln
                              sonst wird man behandelt"

aufgegabelt
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: astronaut007 am 22. August 2009, 10:50:32
Man sollte mit der Zeit gehen,
sonst kann man mit der Zeit gehen
!
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: boehm am 22. August 2009, 22:47:18
Jeder Mann will ein harter Knochen sein,
aber niemand will den Preis dafür zahlen....


Steven Seagal
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 23. August 2009, 17:32:59
Aus einem traurigen A..sch, kommt niemals ein fröhlicher Pfurz !
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 23. August 2009, 17:34:55
Es gibt solche und solche
und andere
und das sind die Schlimmsten.
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: Cee am 24. August 2009, 00:16:58

"Druck führt früher oder später
                                           zu Bewegung"


Aufgegabelt
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 24. August 2009, 13:45:47
Von der Stirne heiß, rinnen muß der Schweiß.

              (Friedrich Schiller,  DIE GLOCKE)
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 24. August 2009, 14:02:38
Lieber siebenmal mit Schneewittchen, als einmal mit den Sieben Zwergen.
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: boehm am 24. August 2009, 22:10:27
Egal was du in deinem Leben tust,
denke immer zuerst daran,
was habe ich davon!!!!

Jack Nicholson
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: Cee am 26. August 2009, 02:19:12

" Die Kunst des Über- den- Tisch- Abziehens besteht darin,
dass der Geprellte die entstehende Reibungswärme
als Nestwärme empfindet."


Heinz Siegenthaler, Rüti b. B
in der BZ vom 23.03.06
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: Cee am 29. August 2009, 05:04:09

"Einmal sehen ist besser
                                     als hundertmal hören."


Chinesisches Sprichwort
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: astronaut007 am 29. August 2009, 13:18:42
Der Dumme lebt sein Leben und ist zufrieden, der Intelligente sucht nach Stolpersteinen und beschwert sich, gestolpert zu sein. (Ich)
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 01. September 2009, 00:44:03
Im Leben wählt ein Mann zwischen zwei Übeln
meist das Hübschere & Jüngere !  8)
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: Cee am 01. September 2009, 03:53:48

"Wir sind aus vielen verschiedenen Rollen gemacht."

Antonio Logo
in Arte TV 11.04.09 um 2332 h
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 01. September 2009, 04:35:11
Schön wenn man die Frau für´s Leben gefunden hat.
Schöner wenn man ein paar mehr kennt !

              :-)  RM  8)
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: Cee am 01. September 2009, 04:47:17

"...es gibt nur eine Zeit,
in der es wesentlich ist, aufzuwachen.
Diese Zeit ist jetzt!"


Gautama
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 01. September 2009, 05:22:36
Man sollte solange mit einem Menschen sprechen,
bis er mit sich reden läßt !

                        ??? RM  :-\
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: Cee am 01. September 2009, 20:21:31

"Neugierig leben!"

Arte TV 09.03.09
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 02. September 2009, 14:17:53
"Lebensgefährtin" ist ein Wort was von "Lebensgefahr" abgeleitet ist.

                                            >:
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: Cee am 03. September 2009, 05:09:36

"Niemand ist aufrührerischer als Barbaren.
Gesittete Völker aber lassen sich mit einer Schnur leiten,
während bei Barbaren ein Maulkorb nötig ist."


Albert Haller Bern, 1708- 1777
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: Cee am 04. September 2009, 04:09:14

"Das Hübsche ist der grösste Feind des Schönen."

Fernand Leger
Maler
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: astronaut007 am 04. September 2009, 09:13:24
Es gibt für jede Lösung ein Problem! (ich) :D
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: Pachpicha am 04. September 2009, 11:32:53

                          Wie sitzen alle im gleichen Kot.
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: Burianer am 04. September 2009, 11:59:28
 ;D
wer den Mund voll hatt,  kann nicht meckern >:(
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: Burianer am 04. September 2009, 12:01:06
 --C
wenn alle am selben Strang ziehen,  gibts keinen der dagegen haelt :-X
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 04. September 2009, 18:21:59
Und wenn Du denkst es geht nicht mehr,
kommt von irgendwo ein Lichtlein her!

        (Tante Liesl)
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: Cee am 05. September 2009, 03:53:17

"Gewohnheit ist der Tod jeder Inspiration."

Aufgegabelt
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 05. September 2009, 04:02:34
Ehre, wem Ehre gebührt !

               (Paulus von Tarsus in einem Brief an die Christen Roms)
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 08. September 2009, 02:01:47
  :-[ Der Neid ist die aufrichtigste Form der Anerkennung.  :P

                    (Wilhelm Busch, 1832-1908)
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: Cee am 08. September 2009, 05:28:33

" Kunst ist Prozess
                 geprägt vom stetigen Wandel"


In Arte TV, 15.06.07
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: Burianer am 08. September 2009, 06:53:17
Zitat  aus wieviel Kohler druckt ihr ab......
 ???

Du scheinst nicht so viel zu lesen.
Was mir noch auffiel, nicht nur hier:
Wieso wird eigentlich Obama als
Schwarzer bezeichnet, wo er doch
"nur" zu 50% Schwarzer ist?

Hallo Expat .

Hier vielleicht eine nicht zwingende Antwort auf deine Frage :
,,Weil Angie Merkel die Abwrackprämie erfunden hat ,,?

Gruss  Klaus <<<<<
Die Merkel war ihm ein Schritt vorraus ;D
da hat sich Obama aber schwarz geaergert....... --C  deshlab ist er nur zu 50 proz  schwarz..... :-X
jetzt kennen wir alle den Begrifff   ich habe mich schwarzgeaergert...... --Ca
 
 
 
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: astronaut007 am 08. September 2009, 08:54:32
Die Kunst ist es, den Unterschied zwischen hellschwarz und dunkelweiss zu ergründen.
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: Cee am 09. September 2009, 04:21:40

"Mit voller Hose läst sich gut stinken."

Von Buci am 27.03.08 anderswo im TIP- Forum

Hi Buci, hast Du noch mehr solche Weisheiten im Kästchen?
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: Pachpicha am 10. September 2009, 14:41:37
   From  TWO  TO  TWO  TO  TWO TO  TOW

Ist das korrekt Uebersetzt

   Von      2      vor  2     bis   2     nach   2 ??? ??? ???

Gruss ROCKKOKOKOMOEDCHEN
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: Cee am 11. September 2009, 05:16:16

"Man wächst mit der Herausforderung"

Aufgegabelt

Hi, wenn das so ist, dann kann man umgekehrt die Herausforderung, die Aufgabenstellung an sich selber
dermassen steigern, dass  in der Folge ein stetiger, eigener Wachstum unabdingbar wird und eintritt,
eine dynamische Wechselwirkung sozusagen.
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: boehm am 11. September 2009, 13:55:56
"Kleide dich chic und apart,
das Leben ist zu kurz,
um in der Masse unterzugehen."

Paris Hilton
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: boehm am 11. September 2009, 14:02:21
Wie kann ich wissen, was ich denke, bevor ich höre, was ich sage?

(Graham Wallas)
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: boehm am 12. September 2009, 11:35:55
Kanzlergans Doretta schnattert nicht mehr


Die Gans, die ein Ganter war, starb am Lebertumor

BERLIN. Wie erholsam ist es im Wahlkampf, wenn all das aufgeregte Geschnatter verklingt! Doch nein, der Fall der einstigen Kanzlergans Doretta könnte eher Trauer hervorrufen. Doretta ist tot. Wie erst gestern bekannt wurde, verstarb sie schon im Mai an einem Lebertumor.

Aber was heißt hier "sie"? Doretta war ein Ganter - und der sollte vor neun Jahren als Weihnachtsbraten der Familie von Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) enden. Schröders Stieftochter rettete Doretta damals vor dem Backofen, und das Tier kam zunächst auf einen Bauernhof, später in ein Berliner Altenheim. Dessen Bewohner gaben Doretta angesichts ihrer Männlichkeit einen neuen Namen: Schröder.

Schröder erhielt sogar eine Gefährtin namens Frau Merkel. Es heißt, dass meistens Frau Merkel das große Wort führte und Schröder schweigsam hinterhertrottete - bis zuletzt.    dpa

Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 12. September 2009, 20:28:17
Bewahre mich vor der Einbildung, bei jeder Gelegenheit und zu jedem Thema
etwas sagen zu müssen ! 
                                                   :-X

                              (Theresa von Avila, 1515-1582)
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 12. September 2009, 20:43:34
Wer seinen Kopf ständig in der Vergangenheit hat, streckt seinen A..ch der Zukunft entgegen !

                                          (Richard Albrecht, 1911-1994)
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: hobanse am 12. September 2009, 21:02:48
Die Intelligenz auf dem Planeten ist konstant - aber die Bevölkerung wächst
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: max am 13. September 2009, 00:46:23
   From  TWO  TO  TWO  TO  TWO TO  TOW

Ist das korrekt Uebersetzt

   Von      2      vor  2     bis   2     nach   2 ??? ??? ???

Gruss ROCKKOKOKOMOEDCHEN

I speak english wery well bloss i kanns no net so schnell  ;D
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: Cee am 15. September 2009, 02:21:29
"Das Leben ist zu kurz,
um sich mit Enttäuschungen aufzuhalten.
In solchen Situationen ist es das Beste,
die Seite umzuschlagen
und nach vorne zu schauen."

Ernesto Bartarelli
Eigner der Alinghi, Gewinnerin des America `s Cup 2003 und 2008
Der Mann und seine Crew, die den Segler- Cup, die sog. "hässliche Kanne" nach etwa 150 Jahren
erstmals nach Europa zurückgeholt haben- in die Schweiz, notabene.
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: Cee am 16. September 2009, 05:33:01

"Es werden Generationen verschlissen
um Irrwege und Untaten der Bush- Regierung
zu überwinden."


selber
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: sitanja am 21. September 2009, 00:03:35
Das beste was Amerika passieren konnte,war Barack Obama,
aber war das beste was Obama passieren konnte Amerika?


Auch selber
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: Cee am 22. September 2009, 04:34:46


"Für jedes Produkt
muss auch ein Käufer produziert werden."


Von Unilever in Arte TV 19.03.06
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 26. September 2009, 00:25:15
"Sich in die Höhle des Löwen wagen "

                                 (Äsop, um 600 v. Chr.)

Wer sich in die Höhle des Löwen wagt, stellt sich einer gefährlichen Begegnung, bei der er viel zu verlieren hat.
Äsop allerdings war der Meinung, man solle sich lieber nicht in die Höhle des Löwen wagen. In seiner "Fabel vom alten Löwen"
läßt dieser, nachdem er nicht mehr auf die Jagd gehen kann, überall verbreiten, er liege im Sterben und wolle von jedem seiner Untertanen persönlich Abschied nehmen. Der schlaue Fuchs jedoch bemerkt, daß viele Fußspuren in die Höhle des Löwen hineinführen, aber keine wieder heraus, und hütet sich, die Höhle zu betreten.
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 26. September 2009, 00:29:13
"Wer Wind sät, wird Sturm ernten "

                         (Hosea, ca. 800 v. Chr.)
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 28. September 2009, 00:05:50
"My Home is my Castle"

                (Edward Coke, 1552 - 1634)

Um das traditionell britische Recht vor einer Aushöhlung zu bewahren, sammelte und interpretierte der englische Generalstaatsanwalt und Oppositionspolitiker Coke alte englische Gesetze und Gerichtsbeschlüsse. In diesen "Institutes" schrieb er, es müsse jedem Hausherrn - wie einem Ritter - gestattet sein, seinen Besitz mit Waffengewalt gegen Angreifer zu verteidigen, "denn das Haus eines Mannes ist seine Burg" (for a man´s home is his castle). Heute geht es meist weniger um Selbstverteidigung, wenn dieser Spruch zitiert wird, sondern um die Privatsphäre, die die eigenen vier Wände bieten (sollen).
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 30. September 2009, 04:21:40
Auszeichnungen sind wie Hämorrhoiden, irgendwann bekommt jedes A..schloch eine !

                  (Billy Wilder)

Den gleichen Spruch, allerdings in Zusammenhang mit Frauen, soll Richard Burton 1976 anläßlich der Heirat seiner Exfrau Liz Taylor mit dem Lokalpolitiker John Warner "leicht" angetrunken bei deren Hochzeitsfeier gebracht haben.
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 30. September 2009, 04:28:19
Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.

Reinhold Niebuhr, (1892 - 1972), US-amerikanischer Theologe, Philosoph und Politikwissenschaftler
Quelle : In den USA in den 40er-Jahren bekannt geworden als »Serenity Prayer«, bei uns als »Gebet der Gelassenheit«

Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 30. September 2009, 04:30:23
Ein Freund ist ein Mensch, der dich mag, obwohl er dich kennt.


                                           (RM)
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 30. September 2009, 04:34:11
Ich bin nicht auf der Welt, um so zu sein, wie die anderen mich haben wollen.

                                                          (RM)
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: Cee am 30. September 2009, 04:41:42
"Unsere Träume können wir erst dann verwirklichen,
wenn wir uns entschliessen
einmal daraus zu erwachen."

Josephine Baker
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 30. September 2009, 18:36:57
Das Leben wird vorwärts gelebt und rückwärts verstanden.

                                       (Kierkegaard)
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: rh am 01. Oktober 2009, 11:43:14
Wer A sagt, muss auch B sagen.


Wer den Aal haelt beim Schwanz,
hat ihn weder halb noch ganz.


Man kann es nicht allen Leuten recht machen, und wenn man sich die Nase abbeisst.

rh
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 01. Oktober 2009, 16:32:55
Manche Menschen wollen glänzen, obwohl sie keinen Schimmer haben !

                                  (Heinz Erhard, 1909 - 1979)
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: thaiman † am 02. Oktober 2009, 17:16:28

Rosen, Tulpen und Nazissen,
das ganze Leben ist bescheiden
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: rh am 02. Oktober 2009, 19:31:28
Wenn s Unglueck sein soll, kann man sich den Finger in der Nase abbrechen.


Wer Pech hat, bricht den Finger im Arsch ab.


Dreimal umgezogen ist so gut wie einmal abgebrannt.

rh
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 03. Oktober 2009, 19:18:18
               "Biedermann und die Brandstifter"

                            (Max Frisch 1911 - 1991)

In diesem Theaterstück, das 1958 uraufgeführt wurde, nisten sich zwei Brandstifter bei Gottlieb Biedermann ein. Obwohl sie schnell so offen vorgehen, das er erkennen muß, was sie beabsichtigen, belügt er sich selber, wird immer herzlicher und hilfsbereiter zu den Beiden je mehr Angst er im Geheimen hat und schimpft auf die Obrigkeit, die nichts gegen die Brandstifterei unternimmt. Schließlich hilft er sogar mit Streichhölzern aus und erklärt seiner Frau, wären die Beiden Brandstifter, würden sie sicherlich über das notwendige Werkzeug verfügen. Am Ende kommen die Biedermanns mit der ganzen Stadt im Feuer um. Der Titel wird zu aktuellem politischem Anlaß gerne zitiert, vor allem auch, wenn es um die Verharmlosung "geistiger Brandstifterei" geht.
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: rh am 04. Oktober 2009, 09:27:29
Das Abc macht das meiste Weh.

Abend rot, Morgen grau gibt das schoenste Tagesblau.

Der Abend ist labend, der Morgen voll Sorgen.

rh
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 04. Oktober 2009, 16:17:33
     "Das Volk der Dichter und Denker"

                   Jean Paul
                 (Johann Paul Friedrich Richter, 1763 - 1825)


Wer Deutschland diesen Titel verpaßt hat, darüber läßt sich streiten. Der Dichter Jean Paul verwendete den Begriff "Dichter und Denker", ohne allerdings Deutschland zum Volk derselben zu erklären. Zuvor hatte der Schriftsteller Johann Karl August Musäus
(1735-87) in einem Vorwort zu einer Volksmärchensammlung schon erklärt: "Was wäre das enthusiastische Volk unserer Denker, Dichter, Schweber und Seher ohne die glücklichen Einflüsse der Fantasie ?" Der nationalistische Agitator Wolfgang Menzel (1798-1873) schließlich meinte in der von ihm verfaßten deutschen Literaturgeschichte: "Die deutschen tun nicht viel, aber sie schreiben desto mehr. .....Das sinnige deutsche Volk liebt es, zu denken und zu dichten."
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: Cee am 05. Oktober 2009, 21:39:37
"Hänsel la d`Geisse usi,
d `Engländer
wei d `Gemscheni luege.


In schriftdeutscher Sprache:

"Hänsel lasse die Geissen raus,
die Engländer wollen Gämsen schauen."

Berglerspruch CH

Dieser Spruch kommt mir immer dann in den Sinn, wenn wir über die thailändische Gastfreundschaft wettern.
Wir waren, seit dem Beginn des Tourismus vor 150 Jahren, nicht besser. Als die teilweise knarrigen Engländer
anfingen, unsere heiligen Berge zu besteigen, unsere Jungfrau-   --C, die gegerbten Kerle mit ihren Knickebocker-
Hosen (hoffentlich schreibt man es so), hatten unsere Vorfahren auch für dieses Kleidungstück eine passende
Bezeichnung:

"Gagelfänger"  
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 07. Oktober 2009, 04:08:27
Nicht jeder, der aus dem Rahmen fällt,
war vorher im Bilde !
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 07. Oktober 2009, 04:16:55
Man merkt, daß man alt wird, wenn man von zwei Versuchungen jene wählt,
bei der man vor 22 Uhr zu Hause sein kann.
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 07. Oktober 2009, 04:21:50
Der König sagt zum Priester:
"Halte Du sie dumm, ich halte sie arm !"
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 07. Oktober 2009, 04:25:04
Wir sind wieder wer !
Aber wer ?
Und vor allem wieder,
und wieso immer wir ?
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 07. Oktober 2009, 04:49:32
Und aus dem Chaos sprach eine Stimme zu mir:
" Lächle und sei froh, denn es könnte schlimmer kommen ! "
Und ich lächelte und war froh.
                    Und es kam schlimmer......
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 08. Oktober 2009, 20:52:12
Gute Erziehung besteht darin, daß man verbirgt,
wie viel man von sich selber hält und wie wenig von den anderen.
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 08. Oktober 2009, 21:00:23
Ein Mann jagt eine Frau,
                                       bis SIE ihn erwischt !
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 08. Oktober 2009, 21:05:09
Schöne Frauen sind eine Woche lang gut,
gute Frauen ein Leben lang schön !
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 08. Oktober 2009, 21:17:08
Wer so dumm ist wie eine Billardkugel, soll auch so aussehen wie eine Billardkugel, dachte sich Gott und schuf den Skinhead...

Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 08. Oktober 2009, 21:22:51
Beethoven war so taub, daß er sein ganzes Leben lang dachte, er malt. Was van Goch dazu veranlaßte, sich das Ohr abzuschneiden...



Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 11. Oktober 2009, 14:00:09
                                    "Die feine englische Art"

Den Ausdruck gab es bestimmt schon früher, doch richtig populär wurde 1972 durch eine Werbekampagne der britischen Firma Rowntree & Co. für ihr Produkt "After Eight". Die New Yorker Werbeagentur JWT, 1864 als erste derartige Agentur der Welt gegründet, stilisierte die dünnen Minz-Schokoladen-Plättchen für den internationalen Markt zum Inbegriff britischer Lebensart und vermied in den zugehörigen Spots auch kein Klischee über die englische Upperclass vom formvollendenten Butler bis hin zum schrulligen Lord.
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: Cee am 12. Oktober 2009, 05:01:37

  "Man darf sich ein Image nicht ausleihen,
  man muss es besitzen."


3 Sat TV 11.10.09
The Monks
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 12. Oktober 2009, 18:16:00
                                                          "Das süße Nichtstun"

                                                                           (Gaius Plinius der Jüngere ca. 60 - 110 )

Dies wird auch gerne auf italienisch als "Dolce far niente" zitiert und war schon zur Zeit der alten Römer bekannt. Plinius der Jüngere schrieb in einem seiner Briefe, daß ihm leider keine Zeit bliebe für "dieses zwar unfruchtbare, aber süße Nichtstun"
(ilud iners quidem, iucundum tamen nil agere). Doch er fügte hinzu, daß die Pflichten, vor allem den Freunden gegenüber, wichtiger seien. Die Briefe des Plinius sind berühmt, vor allem jene, in denen er den Vesuv-Ausbruch schilderte, bei dem sein Onkel,
der römische Gelehrte Plinius der Ältere (ca. 23 -79 ), ums Leben kam.
                                                                        
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 13. Oktober 2009, 16:25:44
Mancher glaubt beliebt zu sein, dabei hat man sich nur an seine Art gewöhnt.

                                                                       (Upton Sinclair)
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 14. Oktober 2009, 15:15:08
Am Besten erkennt man den Charakter eines Menschen bei Geldangelegenheiten, beim Trinken und im Zorn !

                                                (Aus dem Talmud)

Der Talmud (hebräisch "Lehre") ist die im 5. Jahrhundert abgeschlossenen schriftliche Fixierung der gesetzesgelehrten Tradition des Judentums, besonders der Auslegungen, Anwendungen und Weiterbildungen des mosaischen Gesetzes (Tora). Er ist teils in aramäischer, teils in hebräischer Sprache abgefaßt und in sechs verschiedenen Ordnungen unterteilt.
Über weitere Details sollte man sich bei einem Rabbi erkundigen.
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 15. Oktober 2009, 14:28:04
         "Aus der Not eine Tugend machen"

                            (Sophronius Eusebius Hieronymus, 347 - 420)

"Fac de necessitate virtutem!", rät der Kirchenlehrer Hieronymus in einem seiner Brief. "Mach aus dem Notwendigen etwas Tugendhaftes!" Der istrische Theologe wollte also nicht sagen, Daß man eine schlechte Situation manchmal noch zu seinen Gunsten drehen kann, sondern fordert auf, das, was getan werden muß, wirklich gut zu machen - vor allem auch im moralischen Sinn. An anderer Stelle, in einer Schrift gegen seinen ehemaligen Freund Rufinus von Aquileja, klingt der Satz
"Facis necessitate virtutem", als würde Hieronymus Rufinus vorwerfen, das Notwendige zur Tugend aufzubauschen.
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 16. Oktober 2009, 22:53:01
Ein Theoretiker ist ein Mensch, der praktisch nur denkt !
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: khun mai ru am 19. Oktober 2009, 00:21:29
Wo WIR sind
klappt nichts,

aber wir können
nicht ÜBERALL sein!
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 19. Oktober 2009, 14:46:13
Es hilft nichts das Recht auf seiner Seite zu haben, man muß auch mit der Justiz rechnen !

                                                           
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 20. Oktober 2009, 17:40:31
                                  "Andere Städtchen - andere Mädchen"

                                                          (Albert Graf von Schlippenbach, 1800-1886)

Das bedeutet normalerweise, einen Abschied klein zu reden, in dem Vertrauen, auch am nächsten Wohnort wieder eine
Freundin zu finden. Der preußische Jurist und Hobbydichter Albert von Schlippenbach hat es in seinem Gedicht - Nun leb wohl du kleine Gasse - jedoch ganz anders gemeint. Für ihn ist es ein Mangel anderer Städte, daß dort nicht seine Geliebte wohnt.
"Andre Städtchen kommen freilich, andre Mädchen zu Gesicht:
Ach, wohl sind es andre Mädchen, doch die eine ist es nicht.
Andre Städtchen, andre Mädchen, ich da mitten drin so stumm.
Andre Mädchen, andre Städtchen: O wie gerne kehrt´ich um."
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 20. Oktober 2009, 17:42:42
Nach einem guten Essen könnte man jedem vergeben,
selbst seinen eigenen Verwandten.

                                      (Oscar Wilde, 1854-1900)
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: Low am 20. Oktober 2009, 17:45:08
Hi lieber Wolf

# 398

Das ist Pösie!
Low
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 20. Oktober 2009, 17:59:47
@ Low

Der olle Graf Schlippenbach kannte leider Pattaya nicht. Was hätte er dann wohl zum Besten gegeben ?
Es paßt aber trotzdem irgendwie, wenn man am Departure-Terminal Suvannaphum steht.  :-*  :'(
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 21. Oktober 2009, 22:56:15
                                   "Also sprach in ernszem Ton
                                                         der Papa zu seinem Sohn"

                                                               (Heinrich Hoffmann, 1809-1894)

Die Geschichte vom Zappelphilipp, ein Kapitel aus dem berühmt berüchtigtem Bilderbuch -Struwwelpeter - das der
Psychiater Heinrich Hoffmann verfaßte, beginnt mit den Worten:
"Oh der Philipp heute still wohl bei Tische sitzen will ? Also sprach in ernstem Ton der Papa zu seinem Sohn un die
Mutter blickte still auf dem Tisch herum."
Philipp will natürlich nicht, "gaukelt und schaukelt"  und reißt am Ende das Tischtuch samt allem Geschirr und Essen
auf den Boden, was den Vater in "große Not" bringt, während die Mutter ihr hilfloses Auf-dem-Tisch-Herumblicken
beibehält. Die Verhaltensweisen beider Eltern werden immer noch gerne zu mittlerweile wieder des öfteren
passenden Gelegenheiten zitiert. Was auch in Bezug auf thailändische Eltern im Umgang mit ihren jüngsten
Sprößlingen meiner Meinung nach gut paßt.
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 24. Oktober 2009, 15:07:35
                                                "Da steh ich nun ich armer Tor !
                                                               Und bin so schlau als wie zuvor."

                                                                          (Johann Wolfgang von Goethe, 1749-1832)

Mit dieser Klage des Doktor Faustus beginnt Goethes Drama "FAUST".
"Habe nun, ach; Philosophie, Juristerei und Medizin und leider auch Theologie, durchaus studiert mit heißem Bemühn";
klagt er. Doch sein Wissen erscheint ihm leer und hohl. Zwar fürchtet er jetzt nichts mehr, "weder Hölle noch Teufel",
dafür ist ihm auch alle Freude entrissen. Er fragt sich, wozu all das Wissen taugt und warum er es jemanden lehren sollte.
Darüber hinaus hat ihm die ganze Studiererei auch materiell nichts gebracht.
In dieser verzweifelten Stimmung findet das Zusammentreffen mit Mephisto statt.
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 26. Oktober 2009, 17:28:28
Alles was mir recht ist, ist leider nicht billig !
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 26. Oktober 2009, 17:34:59
Ich schätze Frauenbewegungen, aber rhythmisch sollten sie sein.

                                                 
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 27. Oktober 2009, 18:11:30
                                                  "... tu felix Austria ..."

                                       (bella garant alii, tu felix Austria nube)
                         Kriege führen mögen andere, du glückliches Östereich heirate.

Im Jahr 1477 heiratete der östereichische Erzherzog und Kaiser Maximilian I. (1459-1519) die reiche Erbin Maria von Burgund
(1457-1482), 1496 vermählte sich ihr Sohn Philipp der Schöne (1478-1506) mit Johanna der Wahnsinnigen (1479-1555), der
Erbin Spaniens. Daraus entstand der Wahlspruch:"Mögen andere Kriege führen, du, glückliches Östereich, heirate."
Er wird manchmal Maximilian persönlich zugeschrieben, könnte aber auch erst später entstanden sein.
Andere Quellen verweisen dagegen auf ein Epos im trojanischen Krieg und somit eines viel früheren Ursprungs.
Privat wurde Maximilian mit Maria wirklich glücklich, sein Sohn mit Johanna dagegen nicht.
Politisch jedoch brachte die Burgunder-Erbschaft den Habsburgern einen Konflikt mit Frankreich ein, der viele Kriege nach sich zog.
                         
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 28. Oktober 2009, 15:30:59
"Mein Lieblingssender ist der Tausender"
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 28. Oktober 2009, 17:40:53
                                       "... und kein bißchen weise."

                                                       (Curd Jürgens, 1915-1982)

Zu seinem 60. Geburtstag brachte der Schauspieler Curd Jürgens seine Biographie mit dem Titel "... und kein bißchen weise"
heraus und ein Lied, daß sich "60 Jahre und kein bißchen weise" nannte. Darin kokettierte Jürgens mit der Tatsache, aus
gehabtem Schaden nichts gelernt zu haben, zwar Falten bekommen zu haben, aber deswegen noch lange keine Reife.
Das Lied komponierte die Sängerin und Produzentin Hanne Haller (1950-2005) für den "General des Teufels".
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: Cee am 28. Oktober 2009, 20:47:32

 Bevor
 dada da war
               war dada da


Hans Arp
Dada- Künstler
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 29. Oktober 2009, 03:29:41
Wie macht man in Thailand ein kleines Vermögen ?

Man kommt mit einem Großen !   8)
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 31. Oktober 2009, 21:32:30
Vater werden ist nicht schwer,
                 Vater sein dagegen sehr !

                            (Wilhelm Busch, 1832-1908)

Mit diesem Vers leitet Wilhelm Busch seine Bildergeschichte zu Julchen Knopp ein.Tatsächlich hat deren Vater so einiges auszustehen, bis seine Tochter schließlich unter der Haube ist.
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 01. November 2009, 15:06:44
                                                        "Die Revolution frißt ihre Kinder"

                               La Revolution est comme Saturne: elle devore ses propres enfants.
                                      Die Revolution ist wie Saturn, sie frißt ihre eigenen Kinder.

                                                                                            (Pierre Vergniaud, 1753-1793)

Mit diesen Worten kommentierte der französische Rechtsanwalt Pierre Vergniaud seine Hinrichtung am 31. Oktober des
Jahres 1793. Er spielte damit auf den Gott Saturn (griech. Kronos) aus der antiken Mythologie an, der seine Kinder fraß,
weil ihm prophezeit war, daß eines davon in stürzen werde. Der Dramatiker Georg Büchner (1813-37) legte Verginauds
Worte 1835 in seinem Stück "Dantons Tod" dem Titelhelden in den Mund. Georges danton (1759-94) hatte zu den
radikalen Jakobinern gehört, die gemäßigte Anhänger der Revolutin wie Verginaud vernichteten, wurde dann aber auch
selber von seinen früheren Gesinnungsgenossen unter die Guillotine geschickt.
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: Profuuu am 01. November 2009, 15:13:23
"Hoch oben schwebt ein Satellit, der deine Morgenlatte sieht."

frei nach George Orwell
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: peter51 † am 01. November 2009, 15:26:29
er half Ihr auf den Damensattel
und fasst Sie an die Sa.....dattel :-X

frei nach Heinz Erhard ;D
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 01. November 2009, 22:59:45
Lebe so, als sei jeder Tag dein letzter - eines Tages wirst Du recht haben !
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: Poojai am 02. November 2009, 01:03:07
Ich baue hier niemals ein Haus - selbst wenn ich das Geld dazu hätte...

(Steintischphilosophen in Thailand)


Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: Ranger am 02. November 2009, 08:29:54
Ich baue hier niemals ein Haus - selbst wenn ich das Geld dazu hätte...

(Steintischphilosophen in Thailand)




Weise Worte ! Wie war!
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: Ozone am 02. November 2009, 08:34:18
Was noch ist, kann nicht werden.

(Emil Steinberger)
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: namtok am 02. November 2009, 12:44:52
Ich baue hier niemals ein Haus - selbst wenn ich das Geld dazu hätte...

(Steintischphilosophen in Thailand)

Auch noch selbst Bauen ist wirklich zu viel verlangt ( und aussserdem eine beschäftigungsrechtliche Grauzone)

Die dafür nötige Deviseneinfuhr dagegen nicht genehmigungspflichtig...  ;D
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 02. November 2009, 15:48:10
                                                         "Der kleine Unterschied"
                                                                (auch bekannt als,"Der feine Unterschied")

                                                                                 (Erich Kästner,1899-1974)

"Der kleine Unterschied" ist heute eine äußerst geläufige Umschreibung für die verschiedenheit zwischen Männern und
Frauen und wird gerne verwendet - gerade auch in Debatten, ob er denn wirklich so klein ist. Wer den Begriff erfunden
hat, läßt sich nicht mehr nachvollziehen. Literaisch findet er sich jedenfalls zuerst in Erich Kästners Roman "Fabian". In
dieser Geschichte, die im Berlin der Weimarer Republik spielt, wo alles möglich, aber nichts sicher war, sagt sich eine
betrunkene junge Frau von ihrer dominanten lesbischen Lebensgefährtin los und schnappt sich mit dem Ruf:
"Es lebe der kleine Unterschied", den nächstbesten Mann. Richtig bekannt gemacht hat den Begriff dann die Feministin
Alice Schwarzer (geb. 1942) mit Büchern wie: "Der kleine Unterschied und seine großen Folgen"
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 02. November 2009, 15:54:48
                                              Waschen allein genügt nicht,
Man muß auch ab und zu das Wasser wechseln, um mit allen Wassern gewaschen zu sein !
                                                                    8)
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 03. November 2009, 16:26:20
                                                "Warum in die Ferne schweifen ?"

                                                                    (Johann Wolfgang von Goethe, 1749-1832)

Mit diesem Satz werden heute vor allem Naherholungsgebiete beworben. Er geht auf Goethes Gedicht "Erinnerung"
zurück. Das lautet: "Willst du immer weiter schweifen ? Sieh, das Gute liegt so nah. Lerne nur das Glück ergreifen,
denn das Glück ist immer da."
Goethe, der selber gerne reiste, wollte also weniger das Exotische verdammen, als vielmehr daran erinnern, daß
man Glück in seinem eigenen, gegenwärtigem Leben suchen sollte und nicht in vagen Versprechungen der Zukunft.
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: Cee am 05. November 2009, 23:57:56

@BöserWolf

Ich finde es gut, dass Du hier beharrlich weitermachst, auch wenn das Interesse wie das Wasser am Strand,
kommt geht und kommt.

Auch Deine Erläuterungen sind prima- mach weiter so!  :)


Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: Profuuu am 06. November 2009, 01:35:32
Ich möchte Cee hier mal ausdrücklich beipflichten.  :)
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 06. November 2009, 02:13:35
@ Cee
@ Profuuu       Danke ! Das ist natürlich ein Ansporn.

                                             
                                                          "Der Kampf der Kulturen"

                                                                                                  (Samuel P. Huntington, *1927)

"The clash of Civilizations" hieß das viel diskutierte Buch, das der amerikanische Politikwissenschaftler Huntington 1993
veröffentlichte. Er vertrat darin die These, daß Nationalstaaten als politische Akteure zunehmend ausgedient hätten.
Stattdessen würden die Auseinandersetzungen sowohl innerhalb der Staaten, wie auch international zwischen den
verschiedenen Kulturen geführt werden. Vor allem prophezeite er gewaltsame Auseinandersetzungen zwischen der
abendländischen und der islamischen Kultur. Er wurde für diese Thesen heftig angegriffen, vor allem auch, weil er den
Konflikt als ziemlich unausweichlich hinstellte, was als indirekter Aufruf zum Aufrüsten verstanden werden konnte.
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 06. November 2009, 02:47:38
Ein gesundes Vorurteil erleichtert die Entscheidung ungemein !
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: Ozone am 06. November 2009, 06:06:54
Vorgestern beim Betrachten des Films Public Enemies aufgefallen

"Es spielt keine Rolle woher man kommt, wichtig ist, wohin man geht"
(John Dillinger, Berufsverbrecher und erster Staatsfeind Nummer 1 der USA unter Oberspitzel Edgar J.Hoover im Jahre 1933)

dagegen

"Es ist wichtig zu wissen, woher man kommt, damit man weiss, wohin es gehtl"
(sinngemäss von Bob Marley, in den 70ern immer wieder zitierend)
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: Burianer am 06. November 2009, 07:47:28
 :)
es ist auch wichtig, im Leben soviel Erfahrungen zu sammeln wie moeglich , damit man weiss was man tut.

( manche wissens immer noch nicht)
frei nach Buriraner


Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: Cee am 07. November 2009, 00:23:55

"Die Erde mit leichter Hand berühren"

Glenn Murcot Architekt Australien

Ihm geht es darum, Architektur rücksichtsvoll in die Landshaft, die ländliche, noch weitgehend unberührte
Natur oder in die städtische, umbaute "Natur", einzugliedern. Weitere Elemente sind beispielsweise
Mensch- soziale Kriterien und die Tierwelt speziell und allgemein.

Wenn wir Sonneneinstrahlung- Hitze,
Wind und Wetter,
stehende und fliessende Wasser
Farben und die Akustik
usw.
in unsere Denkweise einbeziehen, dann handeln wir auch nach dem o.e. Zitat.

Grüsse
Cee
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 07. November 2009, 17:55:46
                                                                "Das Gras wachsen hören"

                                                                                    (Snorri Sturluson, 1179-1241)

Das sagt man heute von jemandem, der besonders misstrauisch ist und überall gleich Arges wittert. In der
"Edda", einer Sammlung germanischer Mythen, die der isländische Politiker Snorri Sturluson (lustiger Name,
klingt irgenwie nach "Wickie und die starken Männer") verfasste, ist dies jedoch eine positive Fähigkeit, über
die der Gott Heimdall verfügt. Er braucht faßt keinen Schlaf, kann unglaublich weit sehen und neben dem Gras
auch die Wolle der Schafe wachsen hören. Dies alles braucht er auch, denn er ist der Wächter von Asgard, dem
Wohnsitz der Götter.
Aber nicht nur in der Sage, auch in verschiedenen Märchen treten Menschen auf, die das Gras wachsen hören.
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 08. November 2009, 17:19:05
                                                "Ich versteh nur noch Bahnhof"

Diese Redewendung wird heutzutage von Leuten gebraucht, welche einen gewissen Sachverhalt nicht mehr
überblicken oder verstehen. Seinen Ursprung nahm es allerdings im gegenteiligen Sinn. Der Spruch wurde von
Soldaten geprägt, welche damit zum Ausdruck bringen wollten, nichts mehr verstehen oder hören zu wollen, um
von der Front oder Kaserne mit der Bahn nur noch die Reise nach Hause anzutreten.
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 09. November 2009, 18:13:21
                                      "Auf Herz und Nieren prüfen"

                                                                   (Psalmen um 6. Jh. v. Chr.)

"Der die Herzen und Nieren prüft, ist ein gerechter Gott", betete der Verfasser von Psalm 7 im alten Testament
und der von Psalm 26 forderte Gott auf: " Prüfe mich, Herr, und erprobe mich, erforsche meine Nieren und mein
Herz." Ähnliches findet sich auch beim Propheten Jeremias.
Das Gott die Herzen prüft, scheint religiös einsichtig. Aber woher kommt die große Bedeutung, die die Nieren
oder auch die Lenden im Alten Testament haben? Darüber haben schon viele Forscher gerätselt.
Eine These lautet, daß man glaubte, die Zeugungskraft und damit überhaupt die Schöpfungskraft sitze in den
Nieren. Das Wort soll sogar als schamhafte Umschreibung für Hoden gedient haben.
Aber all das ist Spekulation !
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: Burianer am 10. November 2009, 07:29:43
>>>>>"Der die Herzen und Nieren prüft, ist ein gerechter Gott", betete der Verfasser von Psalm 7 im alten Testament
und der von Psalm 26 forderte Gott auf: " Prüfe mich, Herr, und erprobe mich, erforsche meine Nieren und mein
Herz." Ähnliches findet sich auch beim Propheten Jeremias.<<<<<

sollte besser heissen,  Herr mache mein Herz starck,  damit mein Hammer immer besser funktioniert, 
und ich viele Nachkommen fuer dich zeugen kann... :-*
Lass auch die Vielweiberei zu, denn zum arbeiten bin ich dann zu schwach.. --C
Doch der Herr hoerte nicht, sodass Mohamed sich darum kuemmern musste.. >:
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 11. November 2009, 17:42:50
                                            "Das ist Zukunftsmusik"

                                                                   (Ludwig Bischoff, 1794-1867)

Diesen Begriff verwendete der Musikkritiker Bischoff 1853 in einem Aufsatz, in dem er Richard Wagner (1813-83)
und andere zeitgenössische Komponisten angriff, deren Stil er als Zumutung empfand. Mit der spöttisch gemeinten
Formulierung bezog er sich auf einen Aufsatz Wagners aus dem Jahr 1850, dessen Titel lautete
"Das Kunstwerk der Zukunft". Mit der Zeit verlor die Redewendung dann sowohl ihren negativen Charakter wie
auch den Bezug zur Kunst.
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 11. November 2009, 17:44:47
"MORGEN" - heißt der Tag an welchem die meisten gut "gemeinten" Vorsätze beginnen.
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: FreeBeastie am 11. November 2009, 18:38:48
Der Gewinner schreibt die Geschichtsbücher, nicht der Verlierer.
Und Walter Lippmann sagte 1960:
Erst wenn die Kriegspropaganda der Sieger Einzug gefunden hat in die Geschichtsbücher der Besiegten und von der nachfolgenden Generation auch geglaubt wird, kann die Umerziehung als wirklich gelungen angesehen werden

Allgemeines dazu:
Angesichts unseres wirtschaftlichen Erfolges und unser altes negatives Bild vor Augen haben sich die europäischen Nachbarn wie (etwa) Frankreich und England aber auch oft gefragt:"Wer hat den Krieg eigentlich gewonnen? Wir oder die Deutschen"
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 12. November 2009, 20:35:49
Morgen ist es wieder soweit:               "Freitag, der 13."


Freitag, der 13. birgt gleich zwei Unglückssymbole auf einmal mit biblischem Hintergrund.
An einem Freitag wurde Jesus Christus gekreuzigt. Auch Adam und Eva sollen an einem Freitag vom Baum der
Erkenntnis gekostet haben. Man muß bemerken, daß die Zahl 12 eine harmonische Bedeutung in der Bibel hat.
Beim letzten Abendmahl waren 13 Personen anwesend, wobei die 13.te Person eben Judas dem Verräter
zugeschrieben wird. Im deutschen Volksmund wurde die 13 auch lange das "Dutzend des Teufels" genannt. Man
findet dazu noch viele Beispiele, zum großen Teil unlogisch und nicht haltbar, aber das ist Aberglaube nun mal.
In vielen Hochhäusern gab es oftmals kein 13.tes Stockwerk oder manche Fluggesellschaften verzichteten bei
der Bestuhlung ihrer Flieger auf die Benennung der Reihe 13. Es folgte nach der 12 gleich die 14.

Die eigentliche negative Manifestierung des Freitag der 13. im deutschen Aberglauben dürfte jedoch auf die
geschichtlichen Ereignisse an einem Freitag den 13. im Jahre 1307 zurückgehen. An jenem Tag wurden im Auftrag
des französischen Königs Philipp IV. in einem bis dahin einmaligen polizeilichen Kommandounternehmen fast alle
Anhänger des Templerordens (Tempelritter) ermordet. Selbiger stand somit kurz vor der völligen Auslöschung.

In anderen Kulturen kommt der negative Aberglaube an Freitag den 13. nicht zum tragen.
In Spanien z.B. ist es Dienstag der 13. (martes 13) der Unglück bringen soll.
Im Gegensatz dazu gilt im Orient und Teilen Asiens die 13 sogar als göttliche Zahl und somit als Glückszahl.
Laut Statistiken geschehen an einem Freitag den 13.ten nicht mehr Unglücke/Unfälle , wie an normalen Freitagen.
Die "krankhafte" Angst vor Freitag dem 13.ten bezeichnet man mit dem fast unaussprechlichen Namen welcher da
lautet: Paraskavedekatriaphobie.
Zu diesem Thema gibt es sehr umfangreiche und zum Teil sehr gegenteilige Meinungen und Interprtationen.
 
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 15. November 2009, 03:14:16
                                                "Hier steh ich und kann nicht anders"

                                                                               (Martin Luther, 1483-1546)

1521 mußte sich Martin Luther auf dem Reichstag in Worms für seine Lehren verantworten. Er forderte die versammelte
politische und theologische Prominenz heraus und sagte, er werde sich nur Argumenten beugen, die aus der heiligen
Schrift stammten, keinen Einwänden, die nur auf kirchlicher Tradition beruhten. Seine Rede beendete er laut Protokoll
mit dem Satz: " Deshalb kann und will ich nichts widerrufen, weil wider das Gewissen handeln beschwerlich und nicht
ratsam und gefährlich ist. Gott helfe mir, Amen." Augenzeugen berichteten später, er hätte gesagt:
"Hier steh ich und kann nicht anders."
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 15. November 2009, 16:25:24
                                                 "Jetzt wächst zusammen, was zusammen gehört"

                                                                                   Willy Brandt (Herbert Frahm, 1913-1992)

Diesen Satz sagte Ex-Bundeskanzler Willy Brandt (geboren als Herbert Frahm, zeitweiliger Deckname Gunnar Gaasland,
im Volksmund Whiskey-Willy, genannt) am 10. November 1989, dem Tag nach der Maueröffnung. Angeblich hatte
Brandterst um 5 Uhr morgens im Radio gehört, daß in der nacht die Berliner Mauer geöffnet worden war. Er flog
daraufhinsofort nach Berlin, wo er am Abend vor dem Schöneberger Rathaus eine Rede hielt. In dieser sagte er dann,
daß nicht nur Deutschland, sondern auch Europa jetzt wieder zusammenwachse. Im Gegensatz zu vielen anderen
SPD-Mitgliedern, die einer Wiedervereinigung der beiden Staaten eher skeptisch gegenüberstanden, setzte sich Brandt
für das Zusammenwachsen ein. Sein Satz allerdings wurde, nachdem die Probleme des Vereinigungsprozesse offenbar
wurden, in allen möglichen Varianten verfremdet.
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 16. November 2009, 00:12:48
                                             "Das Rad der Geschichte zurückdrehen"

                                                                                        (Karl Marx, 1818-1883)

Im ersten Kapitel des 1848 von Karl Marx und Friedrich Engels (1820-95) geschriebenen
"Manifests der kommunistischen Partei" legten die beiden Autoren dar, wie sich Kapital und Produktionsmittel im
Lauf der Zeit immer mehr in der Hand einer kleinen Unternehmerschicht konzentriert haben. Sie kommen dabei auch
auf den Mittelstand wie Handwerker oder kleine Kaufleute zu sprechen. Auch diese, geben sie zu, würden die
Bourgeoisie bekämpfen, aber nur um ihre eigene, von den Entwicklungen eigentlich längst überholte Existenz zu
sichern. "Sie suchen, das Rad der Geschichte zurückzudrehen", werfen Marx und Engels ihnen vor. Damit seien sie
reaktionär - im Gegensatz zu den Proletariern, die nicht für ihre gegenwärtigen, sondern ihre zukünftigen Interessen
kämpfen.
Die Geschichte hat gezeigt, daß ihre Schlußfolgerungen auf Dauer mit dem Streben des Individiums Mensch nicht
vereinbar und somit in der Gesellschaft nicht freiwillig haltbar sind.
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 17. November 2009, 02:12:42
                                                            "Der Anfang vom Ende"

                                                                                (William Shakespeare, 1564-1616)

In William Shakespeares Komödie "Ein Sommernachtstraum" (um 1596) spielen Elfen und Trolle eine Rolle, aber auch
eine unglaublich schlechte Schauspielertruppe, die vor Theseus, dem König von Athen, ein Stück aufführen möchte.
Wie damals Mode hat sich auch diese Truppe einen Prolog ausgedacht, der den Zuschauer auf das Stück einstimmen
soll. Dieser ist ziemlich verworren und damit unfreiwillig komisch. In der englischen Fassung heißt es "To show our
simple skill, that is the true beginning of our end."
(Unsere einfachen Künste zu zeigen, das ist der wahre Anfang
von unserem Ende.) In manchen deutschen Übersetzungen dagegen wird "beginning" mit "Zweck" und "end" mit "Ziel"übersetzt und der Widerspruch zwischen Anfang und Ende damit unterschlagen.
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 18. November 2009, 00:44:55
                                                            "Der Himmel auf Erden"

                                                                             (John Milton, 1608-1674)

Diese Vorstellung galt lange als blasphemisch. In der Offenbarung des Johannes kommt selbst nach dem Weltgericht
nur eine heilige Stadt (Neues Jerusalem) vom Himmel auf die Erde herunter, um Gottes Wohnsitz unter den Menschen
zu sein. Himmel und Erde aber bleiben getrennte Sphären. Auch der englische Dichter John Milton wagte in seinem
berühmten Versepos "Das verlorene Paradies" nur, das verlorene Paradies als Himmel auf Erden zu bezeichnen.
Erst im 18. Jh. ging man dazu über, besondere irdische Freuden als "himmlisch" zu bezeichnen.
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 19. November 2009, 18:26:04
                                                          "Causa finita"
                                                                   
                                                                       (Augustinus, 354-430)

Als kirchliches Oberhaupt des nordafrikanischen Bistums Hippo mußte sich der heilige Augustinus auch mit den
sogenannten Donatisten auseinandersetzen, die meinten, in der christlichen Kirche wäre nur der Heilige, nicht
aber für Sünder Platz. Nachdem Papst Innozenz I. (reg. 401-417) die Donatisten verurteilt hatte, erklärte auch
Augustinus alle weiteren Diskussionen für sinnlos. "Rom hat gesprochen, die Sache ist erledigt !"
(Roma locuta, causa finita)
, schrieb er in einer Predigt. Innozenz I. gehörte zu den ersten Päpsten, die diese
Entscheidungsgewalt in wichtigen Dingen für sich einforderten.
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 19. November 2009, 19:00:11
Als Mensch kann man vernünftig denken und trotzdem unsinnig handeln !
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: Cee am 20. November 2009, 01:21:11

"Ich habe eine Diät gemacht und fettem Essen und Alkohol abgeschworen-
in zwei Wochen verlor ich 14 Tage
.

Joe E. Lewis
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: Cee am 20. November 2009, 03:30:57

"Wer der Meinung ist, dass man für Geld alles haben kann,
gerät leicht in den Verdacht,
dass er für Geld alles zu tun bereit ist."

Benjamin Franklin Politiker
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: boehm am 20. November 2009, 11:10:38
Wo er Recht hat, hat er recht...
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 20. November 2009, 20:38:18
                                                    "Der lange Arm des Gesetzes"

                                                                                        (Herodot, um 484-425 v. Chr.)

"Die Macht eines Königs ist größer als die der Menschen und sein Arm ist sehr lang." Diese Botschaft läßt der
persische König Xerxes I. (um 519-465 v. Chr.) im 8. Band der Historien des griechischen Autors Herodot den
Athenern mitteilen, die es wagen, gegen ihn Krieg zu führen. In den heutigen Demokratien ist die Redewendung
auf die modernen Gesetzeshüter, sprich Polizei und Justiz, übergegangen. Im übrigen gelang es den Griechen, sich,
wenn auch zu einem hohen Preis, gegen die Perser behaupten. 333 v. Chr. zerstörte dann Alexander der Große das
Perserreich.
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: Cee am 21. November 2009, 01:02:45

"Der Staatsdienst muss zum Nutzen derer geführt werden,
die ihm anvertraut sind,
nicht zum Nutzen derer,
denen er anvertraut ist."

Marcus Tullius Cicero, römischer Politiker, 196 - 43 v.Chr.

Diese Einsicht ist heute hochaktuell! Die Klasse der Politiker und des Staatsapperates hat sich auch
heute verselbständigt.
Sobald sie gewählt sind, bedienen sie sich an Werten unserer Völker wie in einem
Selbstbedienungsladen mit Sonderausgang.
Sobald sie eingesetzt sind, entwickeln sie Mechanismen und neue Aufgaben, mit denen sie ihre eigene
"Wichtigkeit" neu und immer wieder begründen. 
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 21. November 2009, 15:09:42
                                               "Der Untergang des Abendlandes"

                                                                                         (Oswald Spengler, 1880-1936)

Der Titel von Oswald Spenglers Hauptwerk ist zum Schlagwort geworden. Spengler veröffentlichte das zweibändige
Werk 1918 und 1922. Er vertrat darin die These, daß Geschichte in großen Zyklen verläuft. Anhand von Parallelen zu
früheren Hochkulturen kam er zu dem Schluß, daß etwa seit 1800 ein niedergang der abendländischen Kultur
eingesetzt habe. Indizien waren für ihn unter anderem Materialismus, Verstädterung, Religions- und
Geschichtslosigkeit, sowie ein angeblicher Verfall der Kultur. Während der Titel seines Buches noch oft zitiert wird,
diskutiert über die geschichtsphilosophischen Thesen, die er darin ausbreitet, kaum noch jemand.
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 22. November 2009, 18:54:31
                                                "Die oberen Zehntausend"

                                                                            (Nathaniel Parker Willis,1806-1867)

Mit dem Begriff, im Original "upper tenthousend", bezeichnete der amerikanische Journalist Nathaniel Parker Willis in
einem Artikel in der New Yorker Zeitung EVENING MIRROR 1844 die Oberschicht der Stadt. In Deutschland wurde der
Ausdruck 1957 durch die Filmkomödie "Die oberen Zehntausend" mit Frank Sinatra (1915-98) bekannt. Im Original
heißt diese allerdings "High Society". Die wirklich Reichen werden heute in den USA als die "Forbes 400" bezeichnet,
nach der Liste der reichsten Amerikaner, die das Forbes Magazine alljährlich veröffentlicht.
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 22. November 2009, 19:07:09
Wer glaubt, daß es keinen Kampfgeist mehr gibt, sollte mal darauf achten, was sich im Supermarkt abspielt,
wenn plötzlich eine neue Kasse zusätzlich aufgemacht wird !
                                                                                                         >:
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 23. November 2009, 15:30:17
                                "Denn Staub bist du und zum Staub sollst du zurückkehren"

                                                                             (Tora - Bücher Mose - um 1500-400 v. Chr.)

Dieser düstere Spruch, der traditionell zu christlichen Beerdigungen gehört, stammt ganz vom Anfang der Bibel.
Nachdem Gott Adam und Eva aus dem Paradies vertrieben hat, bestimmt er, daß Eva unter Schmerzen ihre Kinder
gebären soll. Und zu Adam sagt er: " Im Schweiße deines Angesichts sollst du dein Brot verzehren, bis du zum
Ackerboden wiederkehrst, von dem du genommen bist. Denn Staub bist du und zum Staub sollst du heimkehren."
Zuvor wurde erzählt, Wie Gott Adam, dessen Name "aus Erde gemacht" bedeutet, aus dem Staub des Ackerbodens
formte und ihm Leben einhauchte.
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: namtok am 23. November 2009, 15:43:25
Wer glaubt, daß es keinen Kampfgeist mehr gibt, sollte mal darauf achten, was sich im Supermarkt abspielt,
wenn plötzlich eine neue Kasse zusätzlich aufgemacht wird !                                                                                                        >:

... oder das Buffet eröffnet wird. :P
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 23. November 2009, 16:06:46
Wer glaubt, daß es keinen Kampfgeist mehr gibt, sollte mal darauf achten, was sich im Supermarkt abspielt,
wenn plötzlich eine neue Kasse zusätzlich aufgemacht wird !                                                                                                        >:

... oder das Buffet eröffnet wird. :P

Oder ein Mediamarkt in Berlin wird eröffnet.

http://www.youtube.com/watch?v=-Rp1I6_R93o&ytsession=AB0izNktJ_l3s9wSF_nxXPXbPCfaBODdktczbZ5FwW1OVPihzZNRhhYjR0MMzeHEiYxJ7rgSPgjVunyLiGIbDw1tTDMQVLAkU5AN5j-0iX9kWNbYv5I3LchddPUjKNOEDJvJHbShq8T8JdiwgEA2g5oXBPok30go0JXPRiIIx44ksEu9nSIySPdnZxbVOlNZbTOl6cXLjpC2bgVvenI2aJfOhwwusZK81M8sn9h6xLC_Bh0_FwcFSPreB5yMrEgrEsopK5MWD204v1s6Ir7kBXpmtyP5b8uyO3HEaTigEjV4gG7uJpdyLyRDGDbY17vl4URVJUv66Bhs99iHGa8f2A9AyB2LHcqGWhqm6NcWjKTRBSYBh-oKBhhPKP7l2wSX (http://www.youtube.com/watch?v=-Rp1I6_R93o&ytsession=AB0izNktJ_l3s9wSF_nxXPXbPCfaBODdktczbZ5FwW1OVPihzZNRhhYjR0MMzeHEiYxJ7rgSPgjVunyLiGIbDw1tTDMQVLAkU5AN5j-0iX9kWNbYv5I3LchddPUjKNOEDJvJHbShq8T8JdiwgEA2g5oXBPok30go0JXPRiIIx44ksEu9nSIySPdnZxbVOlNZbTOl6cXLjpC2bgVvenI2aJfOhwwusZK81M8sn9h6xLC_Bh0_FwcFSPreB5yMrEgrEsopK5MWD204v1s6Ir7kBXpmtyP5b8uyO3HEaTigEjV4gG7uJpdyLyRDGDbY17vl4URVJUv66Bhs99iHGa8f2A9AyB2LHcqGWhqm6NcWjKTRBSYBh-oKBhhPKP7l2wSX)
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: Cee am 24. November 2009, 00:06:15

"Der Charakter eines Menschen lässt sich leicht daran erkennen,
wie er mit Leuten umgeht,
die nichts für ihn tun können."

Aufgegabelt
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 24. November 2009, 00:49:12
Der einzige Mensch, der sich vernünftig benimmt, ist mein Schneider.
Er nimmt jedes Mal neu Maß, wenn er mich trifft, während alle anderen immer die alten Maßstäbe anlegen,
in der Meinung, sie passen heute noch.
                                                                           (George Bernard Shaw)
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: peter51 † am 24. November 2009, 01:23:43
heute an der Ampel im Rückspiegel
(EINE NETTE JUNGE DAME)

............................Den Finger in die Nase zu stecken heißt noch lange nicht, in sich zu gehen.  :)

ich wollte es Ihr erst sagen, aber dann würde grün :D

Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: solliz666 am 24. November 2009, 01:51:20
 :D :D Peter51

An der Ampel oder am Finger???? :-)
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: Cee am 24. November 2009, 17:38:11

"Die Moral ist immer die letzte Zuflucht der Leute,
welche die Schönheit nicht begreifen."

Oscar Wilde
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: Cee am 24. November 2009, 21:53:06
Die obere Zeile ist der Text, die untere Zeile ist die Musik: c d e f g a h C D E= C- Dur

Trämmli        Trämmli        Trämmli        Trämmli
g      g          g      g          g      g          C     C
Trämmli        Trämmli        Trämmli        Trämmli
a      a          a      a          a      a          D     D
Trämmli        Trämmli        Trämmli        Trämmli
E      D          E      D          D     C          g    -  g
Trämmli        uf        di      wart        i        nämmli
g      g          a         h       D            C       C      C

Das war vor etwa 35 Jahren der allerschönste Vers einer Schnitzelbank an der Baasler Faasnacht.
Jetzt wo doch die Fieberei schon wieder anfängt.
 



Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 25. November 2009, 02:31:13
                                                               "Der Staat bin ich"

                                                                              (Ludwig XIV. 1638-1715)

"L`état c`est moi", soll der erst siebzehnjährige "Sonnenkönig" Ludwig XIV. geantwortet haben, als ihn der Präsident
des französischen Parlaments am 13. April 1655 in einer Sitzung bat, auf die Interessen des Staates Rücksicht zu
nehmen. In den Parlamentsakten findet sich dieser Ausspruch jedoch nicht. Es gibt auch die Interpretation, Ludwig
habe nicht vom Staat, sondern von den Ständen (franz: les états) gesprochen, da der Staatsbegriff erst im 18. Jh.
aufgekommen sei. Auf jeden Fall gibt der Satz das Regierungsprinzip absolutistischer Herrscher perfekt wieder.
Und ist vielleicht gerade deshalb als Ausspruch Ludwigs XIV. nicht wahr, sondern gut erfunden.
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: Cee am 25. November 2009, 02:38:59
Nun die doch eher schlichte Übersetung in die hochdeutsche Sprache.

Die Strassenbahn, auf die man (auch) in Basel oft lange warten musste und muss, wird "Tramm"
oder liebevoll "Trämmli" genannt.

Die ewige Wiederholung der ersehnten Ankunft des "Trämmli" mit dem Abschluss:

"Auf dich warte ich nähmlich"

drückt die Spannung der Warterei aus, eine Spannung, mit der wohl viele Basler konfrontiert waren und sind.
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: Cee am 25. November 2009, 22:01:21

"Hättest du geschwiegen,
wärst du ein Philosoph geblieben."

aufgegabelt
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 26. November 2009, 02:18:00
                                  "Der Mohr hat seine Schuldigkeit getan, der Mohr kann gehen"

                                                                                                (Friedrich von Schiller, 1759-1805)

In Friedrich Schillers zweitem Drama "Die Verschwörung des Fiesco zu Genua" (1783) soll der Titelheld durch einen
Mauren, Muley Hassan, ermordet werden. Es gelingt ihm aber, Hassan auf seine Seite zu ziehen. Der leistet ihm
unschätzbare Dienste bei der Vorbereitung seiner Verschwörung. Trotzdem behandelt Fiesco ihn wie einen
Dienstboten und meint, daß er für seine Durchtriebenheit einen besonderen Galgen verdiene. Hassan kommentiert
das mit obigem Satz, sagt aber "Arbeit" nicht "Schuldigkeit".
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 27. November 2009, 01:24:25
                                                     "Die Liebe"

Es war einmal eine Insel, wo alle verschiedenen Gefühle lebten.
Das Glück, die Traurigkeit, das Wissen und all die anderen, die Liebe natürlich auch.  
Eines Tages meldete das Schicksal den Gefühlen, dass die Insel untergehen wird. So bereiteten sie ihre Schiffe und
verließen die Insel. Nur die Liebe wollte bis zum letzten Moment bleiben.
Als es fast zu spät war und die Insel unterging, rief sie um Hilfe.  
Der Reichtum war in der Nähe mit einem Luxusschiff. Die Liebe fragte ihn: "Reichtum, kannst du mir helfen?"
"Nein, weil ich zuviel Geld und Gold auf meinem Schiff habe, so ist für dich kein Platz hier!"
Die Liebe fragte sodann den Hochmut um Hilfe, der auch mit seinem wunderschönen Boot vorbeifuhr.
"Ich kann dir nicht helfen, du bist ganz nass und könntest mein Schiff beschmutzen!"  
Als die Traurigkeit nicht weit vorbeisegelte, fragte die Liebe: "Traurigkeit, lass mich mit dir gehen."
"Oooh... Liebe, ich bin so traurig, ich möchte besser alleine bleiben."  
Das Glück ist auch weitergefahren. Es war soo glücklich, dass es die Liebe nicht hörte ...
Und plötzlich hörte die Liebe eine Stimme: "Komm, komm doch, ich nehme dich mit !"
Da war ein alter Mann, der gesprochen hatte. Die Liebe war so glücklich, so zufrieden, dass sie nicht nach seinem
Namen gefragt hat.  
Als beide wieder festen Boden unter den Füßen hatten und gerettet waren, ging der Alte weg.
Die Liebe merkte, wie viel sie dem Alten schuldete, der aber war schon fort.  

Sie fragte daraufhin das Wissen: "Wer hat mich gerettet, wer hat mir geholfen?"
"Das war die ZEIT" - antwortete das Wissen.
" Die Zeit?!? " fragte die Liebe, "aber warum hat mich die Zeit gerettet?"
Das Wissen lächelte weise und geheimnisvoll und antwortete ihr:
"WEIL NUR DIE ZEIT VERSTEHEN KANN, WIE WICHTIG DIE LIEBE IM LEBEN IST ..."

Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: Cee am 27. November 2009, 04:55:31

"Gib deine Illusionen nicht auf. Wenn du sie verloren hast, existierst du wohl noch,
aber du hast aufgehört zu leben."

Mark Twain Schriftsteller
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: Cee am 27. November 2009, 15:50:25

"Bescheidenheit ist eine Zier
doch weiter kommst du ohne ihr."

Aufgegabelt
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: colomba am 27. November 2009, 16:00:46
Dein Zitat ist uebrigens von Wilhelm Busch.

Ich habe da fuer meinen Geschmack ein etwas treffenderes in der Richtung Bescheidenheit.

"Bescheidenheit ist der Anfang aller Vernunft." - Ludwig Anzengruber  ;D
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: Cee am 27. November 2009, 16:24:16

@ colomba Heute

Danke für Deinen Hinweis, dass ich es bei Wilhelm Busch aufgegabelt habe.

Irgendwann im Leben werden gelesene Texte als Beispiel, zu positiven oder negativen Leitmotiven,
werden inkarniert und man weis nicht mehr, woher denn, man fragt nicht mehr nach dem Ursprung.

Aufgegabelt- eben.

Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 27. November 2009, 17:06:24
Apropos "aufgabeln":

Die Gabel des Teufels hat drei Zacken, mit der wird er Dich packen.
Den rechten spießt er Dir in den rechten und den linken Zacken in den linken Backen.
Und mit der Mitte von der Stange fackelt er auch nicht lange,
die bohrt er Dir teuflisch tief in den After,
das glaubst Du nicht,
das schafft er !

                                         (frei nach OTTO)
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: quaychang am 28. November 2009, 12:45:18
"Wer Stroh im Kopf hat,
fürchtet den Funken der Wahrheit..."

Sir Peter Ustinov
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 29. November 2009, 17:22:05
                                                 "Die nackte Wahrheit"

                                                                      Horaz (Quintus Horatius Flaccus, 65-8 v. Chr.)

"Nuda veritas", die "nackte Wahrheit", bemühte Horaz in einem Trauergedicht für seinen toten Freund
Quintilius Varus (nicht identisch mit dem Feldherrn der Varusschlacht). In der 24. Ode seines ersten Gedichtbandes
schreibt er: "Also ewiger Schlaf deckt den Quintilius ! Wann werden je die holdseligen Zucht und die Schwester der
Gerechtigkeit, die unverbrüchlige Treue und die nackte Wahrheit einen finden, der ihm gleich ist ?"
In der heutigen Zeit wird dieser Ausspruch gerne gebraucht um einer Behauptung bzw. Feststellung mehr Gewicht
und somit Nachdruck zu verleihen hinsichtlich ihrer Glaubwürdigkeit.
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 30. November 2009, 16:18:01
                                     "Von drauß vom Walde komm ich her..."

                                                                                     (Theodor Storm, 1817-1888)

"...ich muß Euch sagen, es weihnachtet sehr", so beginnt das 1862 von Theodor Storm geschriebene Gedicht
Knecht Ruprecht. Je nach Gelegenheit wird der populäre Eingangsvers aber auch benutzt, um eine ganz andere
Neuigkeit zu verkünden. Doch im Gegensatz zu vielen anderen Gedichten, von denen nur noch wenige Verse bekannt
sind, dürfte Knecht Ruprecht auch heute noch von vielen Kindern auswendig gelernt werden - als probates Mittel, die
Schenkfreudigkeit des Nikolaus zu erhöhen. Von Storm soll jedoch auch der Stoßseufzer stammen:
"Und wieder nah´n die Weihnachtstage! Gott, hilf mir, daß ich sie ertrage!"
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: boehm am 01. Dezember 2009, 10:17:06
Die Regierung ist unzufrieden mit dem Volk, dann soll sie sich halt ein neues Volk wählen.

B. Brecht.
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 01. Dezember 2009, 18:06:27
                                       "Die Leviten lesen"

                                                         (Chrodegang von Metz, um 715-766)

Bischof Chrodegang soll die Gewohnheit gehabt haben, den Geistlichen von Metz jeden Morgen einige Stellen aus
dem alttestamentarischen Buch Leviticus (3. Buch Mose) vorzulesen, das vor allem religiöse und rechtliche
Vorschriften enthält. Das Ganze verband er dann wohl mit allgemeinen und speziellen Ermahnungen.
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 02. Dezember 2009, 03:09:38
                                  "Der Worte sind genug gewechselt..."

                                                               (Johann Wolfgang von Goethe, 1749-1832)

Goethe beginnt seinen Faust nicht mit der Geschichte des Dr. Faustus direkt, sondern hat ein Vorspiel auf dem
Theater vorgeschoben. Darin unterhalten sich ein Theaterdichter, ein Direktor und eine "lustige Person", wie man
das verwöhnte Publikum am besten fesseln könne. Während der Direktor für das "pralle Leben" auf der Bühne
schwärmt und die lustige Person mahnt, keine Lehre ohne Narrheit vorzutragen, möchte der Dichter statt des
Gaukelspiels tiefere Wahrheiten und Empfindungen. Am Ende bricht der Direktor das Gespräch ab.
"Der Worte sind genug gewechselt, laßt mich auch endlich Taten sehn!"
Der Satz wurde in der Vergangenheit gerne verwendet um Gespräche/Diskussionen/Verhandlungen zu beenden,
um mit Gewalt/Krieg zu antworten. Wiederum aber auch im gegenteiligen Sinn um Glaubwürdigkeit von
Versprechungen/Abmachungen/Verträgen auf ihre positive Absicht hin, im Anschluß zu prüfen.
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: colomba am 02. Dezember 2009, 10:31:57
 Tolleranz

 
„= Ein Beweis des Mißtrauens gegen ein eigenes Ideal.”
Friedrich Nietzsche (1844-1900), dt. Philosoph

„Ich fand, daß es für alle irdischen Streitigkeiten nur einen Ausweg gibt: die Toleranz. Und daß sie nur einer einzigen Gesinnung gegenüber nicht angewandt werden darf: der Intoleranz.”
Bruno Walter (1876-1958), eigtl. Walter Schlesinger, dt. Dirigent

„Jedem das seine. (Suum cuique.)”
Friedrich II., der Große, gen. der "Alte Fritz" (1712-86), s. 1740 König v. Preußen

„Man verdirbt einen Jüngling am sichersten, wenn man ihn verleitet, den Gleichdenkenden höher zu achten als den Andersdenkenden.”
Friedrich Nietzsche (1844-1900), dt. Philosoph

„Solange du dem anderen sein Anderssein nicht verzeihen kannst, bist du noch weit ab vom Weg zur Weisheit.”
Aus China
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 03. Dezember 2009, 04:20:44
                         "Der Prophet gilt nichts im eigenen Lande"

                                                           Jesus von Nazareth, um 7 v.Chr. - um 30 n.Chr.
                                 (das Geburts- und Sterbedatum dürfte eines der umstrittensten der geschichte sein)

Der Evangelist Matthäus berichtete, wie Jesus auf seinen Wanderungen auch in seine Heimatstadt Nazareth kam und
predigte. Seine Zuhörer aber erinnern sich, daß sie ihn schon als Sohn des örtlichen Zimmermanns gekannt haben, und
fragen sich pikiert, woher so einer plötzlich die Weisheit zum Predigen haben solle. Jesus aber stellt fest:
"Ein Prophet ist nirgends so wenig geachtet wie in seiner Vaterstadt und seinem Hause."
Tja, wer kennt das nicht aus seinem eigenen Familien/Freundes/Bekannten-Kreis oder Berufsleben.
                                                                                               
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: Cee am 03. Dezember 2009, 05:27:22

Samichlous du lebe Maa
gäll i mues ke Ruete haa
lieber ä tafele Schoggola.

Gelernt ist gelernt!
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: colomba am 03. Dezember 2009, 07:42:55
"Setzten wir uns an die Stelle anderer Personen, so würden Eifersucht und Haß wegfallen, die wir so oft gegen sie empfinden; und setzten wir andere an unsere Stelle, so würde Stolz und Einbildung gar sehr abnehmen.
Johann Wolfgang von Goethe, Wilhelm Meisters Wanderjahre


"Wenn wir einen Menschen hassen, so hassen wir in seinem Bild etwas, was in uns selber sitzt. Was nicht in uns selber ist, das regt uns nicht auf.
Hermann Hesse, Demian
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 04. Dezember 2009, 02:02:49
Die Furcht vor anstehender Arbeit ist die Strafe für bisherige Faulheit !

                                                            (Lars Rabenai, *1955)
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: Cee am 04. Dezember 2009, 19:35:27

"Das Treffen der Himmelstürmer"

Zur Dokumenta 2007 in Kassel, in Arte TV vom 15.06.07
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: Cee am 04. Dezember 2009, 19:45:22
Kränkung          I           > Entwertung      
Nörgelei            I           > bin nicht gut genug
                      I
                      I
                      V
                   Rache                          
                              
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: Cee am 04. Dezember 2009, 19:52:02

Auf die Frage, "wieviele Sprachen sprechen sie denn", antwortete sie:

Ich kann in zwölf Sprachen nein sagen, das genügt für eine Frau.

Sophia Loren

Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: Cee am 04. Dezember 2009, 19:58:20

" Die Erfahrung ist wie die Laterne im Rücken:
Sie beleuchtet stets nur das Stück Weg,
das wir bereits hinter uns haben."

Konfuzius
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 06. Dezember 2009, 00:12:26
                                                "Heureka !"

                                                                    (Archimedes, um 287-212 v. Chr.)

"Ich habe (es) gefunden", lautet dieses altgriechische Wort ins Deutsche übersetzt. Der griechische Schriftsteller
Plutarch (um 45-125) berichtet, mit diesem Jubelruf auf den Lippen sei der Erfinder Archimedes nackt auf den
Straßen von Syrakus herumgerannt, nachdem er das Auftriebsprinzip entdeckt hatte.
Der Hintergrund: Archimedes sollte herausfinden, ob die Krone des Königs aus reinem Gold hergestellt war, durfte
diese aber nicht zerstören. In der Badewanne kam ihm die Lösungdes Problems: Jeder Körper hat einen bestimmten
Auftrieb, der von seinem Volumen abhängt. Archimedes tauchte also die Krone und einen gleich schweren Goldbarren
ins Wasser und stellte fest, daß die Krone mehr Wasser verdrängte und demzufolge leichteres Material enthalten als
pures Gold.   
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 07. Dezember 2009, 00:48:31
                                  "Jeder ist seines Glückes Schmied"

                                                                  (Appius Claudius Caecus, um 340-275 v. Chr.)

Der römische Geschichtsschreiber Sallust (86-35 v. Chr.) berichtet in seinen Briefen an Cäsar von einem Gedicht des
Politikers Claudius Caecus, in dem gestanden habe "fabrum esse suae quemque fortunae" (Der Schmied sei jeder
seines eigenen Glückes). Seitdem wird dieser Spruch gerne zitiert, um die Eigenverantwortlichkeit jedes einzelnen
zu betonen. Der Consul war zwar physisch blind (Caecus = der Blinde), jedoch keineswegs blind für die sozialen
Realitäten. Als Politiker kümmerte er sich sehr um die Rechte der Unterschicht und sorgte dafür, daß Freigelassene
überhaupt wählen und Ämter bekleiden durften. Berühmt aber ist er vor allem für den Bau der Via Appia, der ersten
gepflasterten Landstraße der Welt.
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 08. Dezember 2009, 00:54:45
                                   "Hier bin ich Mensch, hier darf ich´s sein !"

                                                                               (Johann Wolfgang von Goethe, 1749-1832)

Nach seinem abgebrochenen Selbstmordversuch unternimmt Faust mit seinem Gehilfen Wagner einen Spaziergang
durch das feierliche Ostertreiben und betrachtet wohlgefällig das Treiben der anderen. "Hier ist des Volkes wahrer
Himmel", erklärt er, "zufrieden jauchzet Groß und Klein: Hier bin ich Mensch, hier darf ich´s sein." Allerdings gelingt
es Faust nicht lange, sich als normaler Mensch unter Menschen zufrieden zu fühlen. Zurückgekehrt vom Spaziergang
schließt er seinen Pakt mit Mephisto.
Gebraucht wird das Zitat meistens, um zu erklären, daß man sich in einer Situation äußerst wohlfühlt.
Siehe Post von Ar-one in Phuket, Samui und der Süden - Nie wieder Phuket - Post #19

Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 09. Dezember 2009, 01:53:47
                                      "Ich weiß nicht, was soll es bedeuten..."

                                                                                   (Heinrich Heine, 1797-1856)

"...daß ich so traurig bin. Ein Mädchen aus alten Zeiten, das kommt mir nicht aus dem Sinn."So beginnt Heines Gedicht von der Loreley. Es ist eines der romantischen Gedichte von Heine. Er erzählt darin die
Sage der Fee Loreley nach, die auf einem Felsen am Rhein ihre goldenen Haare kämmt und auf diese Weise die
vorbeifahrenden Schiffer so betört, daß sie die Kontrolle über ihr Boot verlieren und in den Wassern untergehen.
(Ähnlich der Sirenen in griechischen Sagen) 
Für eine ironische Version sorgte diesmal Erich Kästner (1899-1974) mit seinem Gedicht Handstand auf der Loreley.
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 12. Dezember 2009, 17:21:17
                                                  "Tausend mal berührt"

                                                                                  (Klaus Lage, *1950)

Das Lied Tausend und eine Nacht war 1984 der größte Hit des Sängers Klaus Lage. Es erzählt von einem Jungen und
einem Mädchen, die eigentlich nur beste Freunde waren, sich tausend mal ohne erotische Folgen berührt hatten und
sich plötzlich doch verlieben. Der Song stammt allerdings nicht von Lage selbst, sonder von dem Texter, Komponisten
und Musikproduzenten Diether Dehm (*1950), der heute Bundestagsabgeordneter der Linkspartei ist. Von Dehm
stammen auch andere bekannte Lieder wie Was wollen wir trinken sieben Tage lang oder Das weiche Wasser bricht
den Stein.
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 13. Dezember 2009, 02:21:07
                                                       "Ich habe einen Plan"

                                                                                (Die Olsenbande, 1968 - 98)

Mit der richtigen Betonung ausgesprochen, kann dieser harmlose Satz freiwillig oder auch unfreiwillig plötzlich zum
höchst bedeutungsvollen Zitat werden. Denn jede Folge der dänischen Kultfernsehserie Die Olsenbande beginnt
damit, daß Bandenchef Egon verkündet: " Ich habe einen Plan." Diese Pläne sind stets größenwahnsinnig, völlig
absurd, aber gleichzeitig genial durchdacht - und gehen zum Schluß immer schief. Wer also bei der Ankündigung
eines Planes wie Egon Olsen klingt, braucht sich über schallendes Gelächter, ironische Bemerkungen oder
gespieltes Entsetzen nicht zu wundern.
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: Poojai am 13. Dezember 2009, 04:37:35
 :'(
Wenn die Frauen verblühen - verduften die Männer...
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 14. Dezember 2009, 02:58:50
                                        "Und der Himmel hängt voller Geigen"

                                                                                (Leo Fall, 1873-1925)

"...wenn der Flieder blüht in den Zweigen und ein blonder Schatz liegt an deinem Platz, hängt so mollig warm dir am
Arm." Mit diesen Worten malt sich der Held von Leo Falls Operette Der liebe Augustin eine goldene, sorgenfreie
Zukunft aus. Das Stück, das 1912 entstand, war enorm populär und wurde allein in Berlin über 3000 mal aufgeführt.
Erfunden haben allerdings weder Fall noch seine Texter Rudolf Bernauer (1880-1953) und Ernst Welsch den Ausdruck.
Er soll schon im 16. Jh. bekannt gewesen sein. Man vermutet, daß musizierende Engel auf Gemälden den Anlaß zu
diesem doch außergewöhnlichen Sprachbild gaben.
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 15. Dezember 2009, 16:42:18
                                                             "Evangelium"
                                                                    
                                                                              (Quelle: Forenmitglied drwkempf & Wikipedia)

Diese Wortschöpfung entspringt der Legende des griechischen Nachrichtenläufers Pheidippides, welcher allerdings
erst gut 600 Jahre später von Plutarch (45-125 n. Chr.) diesbezüglich erwähnt wird. Nach einer der großen und wohl
auch einer der berühmtesten Schlachten der alten griechischen Geschichte, nämlich derer bei Marathon (490 v. Chr.), entsandte der siegreiche griechische Heerführer einen Boten nach Athen, welcher den Sieg über das weit aus
übermächtigere Heer der Perser der bangenden Bevölkerung schnellst möglich mitteilen sollte. Der vom langen
Lauf (ca. 42 km) völlig entkräftete Pheidippides brach auf dem athener Marktplatz Agora mit den Worten "eu angelion" zusammen und starb. Wörtlich übersetzt bedeutet es "Gute Botschaft", wurde aber auch im weitesten
Sinne mit "Siegesbotschaft" oder "Lohn für die Überbringung einer guten Botschaft" benutzt. Später wurde
es in das Wort "Evangelium" latinisiert.  
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 16. Dezember 2009, 16:40:25
                                  "Weil nicht sein kann, was nicht sein darf"

                                                                                   (Christian Morgenstern, 1871-1914)

Der Held vieler Gedichte des Poeten Christian Morgenstern ist ein gewisser Palmström, der an das Leben gerne die
Fragen stellt, auf die ein normaler Mensch nicht käme. So wird er in dem Gedicht Die unmögliche Tatsache
beispielsweise von einem Auto überfahren. Palmström aber "sich erhebend und entschlossen weiterlebend" studiert
die Gesetzbücher und erfährt, daß die fragliche Kreuzung für Autos gesperrt ist. "Und er kommt zu dem Ergebnis:
Nur ein Traum war das Erlebnis. Weil, so schließt er messerscharf, nicht sein kann, was nicht sein darf."
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 17. Dezember 2009, 03:43:34
                                       "Die ich rief, die Geister werd ich nun nicht los"

                                                                                     (Johann Wolfgang von Goethe, 1749-1832)

So der verzweifelte Ruf des Zauberlehrlings in Goethes gleichnamigen Gedicht, das im Jahr 1797 entstand. Während
sein Meister außer Haus ist, verwandelt er dessen Besen in einen Diener, der ihm Wasser für ein Bad bringt. Doch da
er vergessen hat, wie er den Geist stoppt, wird bald das ganze Haus überflutet. Der Versuch den Besen zu zerstören
endet damit, daß statt einem zwei Besengeister Wasser schleppen. Die Geister des Zauberlehrlings werden immer
noch gerne beschworen, wenn Dinge sich verselbstständigen und nicht mehr zu kontrollieren sind.
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 18. Dezember 2009, 02:17:17
                                                      "Auf den Hund gekommen"

                                                                                     (Quellen u.a. Wikipedia u. Der Zedler)

Man kann finanziell oder in anderer Hinsicht arm dran, runtergewirtschaftet oder heruntergekommen sein, oder
seine Vorliebe für Hunde entdeckt haben; sich einen Hund angeschafft haben.
Seit Jahrtausenden ist der Hund unser treuer Begleiter. So ist es kein Wunder, daß wir auch sprachlich auf den
Hund gekommen sind und "Bello" oder "Irene" in unglaublich vielen Zusammensetzungen und Redensarten
auftaucht. Ob jemand hundsgemein oder hundemüde ist, ein Hundeleben führt oder bei Hundewetter unterwegs
ist oder gar vor die Hunde geht. Erstaunlich mutet eher an, daß der Hund dabei oft in so schlechtem Licht erscheint,
obwohl er uns doch so gute Dienste leistet. Zum Verständnis muß man sich vor Augen halten, daß es früher
verhätschelte und um ihrer selbst willen geliebte Haustiere nicht gab, sondern im Normalfall der Nutzwert eines
Tieres darüber entschied, wie der Besitzer üblicherweise mit ihm umsprang. Und der Hund konnte bewachen,
hüten, Wild aufstöbern usw., wie er wollte, aus Pferd, Ochse und auch Esel konnte der Mensch doch mehr
Arbeitskraft und Nutzen ziehen. Zudem läßt sich die Verachtung des Hundes auf mehrere Bibelstellen zurückführen.
Aus der Vielzahl sei vorerst die Redewendung "auf den Hund kommen" herausgegriffen, deren Herkunft nicht
vollkommen sicher erklärt werden kann. Aber gerade deswegen lassen sich viele Möglichkeiten der Deutung
anbringen, die alle mehr oder minder einleuchtend erscheinen.
Die folgende Erklärung ist die am häufigsten anzutreffende (nicht zuletzt im Internet). Man könnte auch sagen,
sie sei bekannt wie ein bunter Hund.
Als es noch keine Banken im heutigen Sinn gab, war es gang und gäbe, sein Vermögen in massiven Holztruhen
aufzubewahren. Diese waren im Inneren, also auch auf dem Boden, mit figürlichen Darstellungen (z.B. eben Hunde)
zum Schutz vor Unglück oder auch zur Mahnung verziert. War aber allen guten Wünschen und Vorsätzen zum Trotz
das Vermögen aufgebraucht, wurde der Truhenboden wieder sichtbar und man war auf den Hund gekommen.

Erklären läßt sich die Redewendung weiterhin mit der Bedeutung des Hundes als Zugtier. Händler, Hausierer, arme
Bauern oder wer sonst etwas zu ziehen hatte, sich aber keine Pferde, keinen Ochsen oder wenigstens Maultiere
(mehr) leisten konnte, spannte einen Hund vor. Ein weiterer sozialer/wirtschaftlicher Abstieg war nur noch möglich,
wenn man sich selbst vor den Karren spannen mußte. Hundegespanne prägten so sehr das Alltagsbild, daß sie im
19. und auch noch im 20. Jahrhundert sogar Gegenstand polizeilicher Verordnungen waren, die vor allem
sicherstellen sollten, daß die Tiere nicht zu sehr geschunden wurden.
Eine weitere Erklärung wäre: Ein Bergmann, der sich etwas zu Schulden kommen lassen hatte, mußte als Strafe
den  Hund ziehen - und verdiente weniger Geld. Auch hier steht die Redewendung wieder für einen wirtschaftlichen
und/oder sozialen Abstieg. Allerdings wurden für gewöhnlich die Lehrlinge zum Ziehen der Wagen verdonnert und
dann Hundejungen genannt. Zudem verwirft schon das Deutsche Bergwörterbuch aus dem Jahr 1871 diese
Erklärung als wohl kaum zutreffend.
Als mittelalterliche Form der Strafe wird in alten Quellen genannt, daß der Missetäter in aller Öffentlichkeit einen Hund "spazieren" tragen mußte, was seiner Ehre sehr abträglich war. Dabei wurde diese Strafe insbesondere auf
adlige Verurteilte angewendet. Die Quellen nennen Landfriedensbruch als ein Vergehen, das so geahndet werden
konnte. Das Hundetragen war jedoch nicht selten nur der erste Teil der Bestrafung. Der zweite Teil hatte
weitreichendere Folgen: Der Raufbold wurde hingerichtet.
Am "abgedrehtesten" klingt zweifellos die Behauptung, auf den Hund gekommen sein, sei auf vereinsamte
Menschen zurückzuführen, denen ein Hund den fehlenden Lebenspartner ersetzte - und das in jeder Hinsicht...



Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: solliz666 am 18. Dezember 2009, 03:01:24
Zitat
Ein Bergmann, der sich etwas zu Schulden kommen lassen hatte, mußte als Strafe
den  Hund ziehen

Hunt ;)

Das mir der Hund das liebste ist-
sagst du-oh Mensch sei Sünde
Der Hund blieb mir im Sturme treu
Du-Mesch nicht mal im Winde.

Also ich komme gern "auf den Hund" :-* :-*
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: Profuuu am 18. Dezember 2009, 03:33:43
@BöserWolf,

mal wieder sehr interessant. Die Angelegenheit mit der Truhe gefällt mir. Auch wenn der Ursprung dieses Spruches mittlerweile im Nebel der Vergangenheit versunken ist und diese Interpretation nicht als 100 pro gesichert gilt.
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 19. Dezember 2009, 22:31:28
                                           "Wenn einer eine Reise tut ..."

                                                                               (Matthias Claudius, 1740-1815)

"...so kann er was erzählen", beginnt Claudius Nonsens Gedicht Urians Reise um die Welt aus dem Jahr 1786.
Urian berichtet in jeder Strophe Episoden seiner Weltreise und wird im Refrain aufgefordert: "Da hat er garnicht
übel dran getan; verzähl er doch weiter Herr Urian!" Als er aber schließt: "Und fand es überall wie hier, fand
überall `nen Sparren, die Menschen grade so wie wir, und ebensolche Narren", fordert ihn sein Puplikum wütend
zum Schweigen: "Da hat er übel dran getan; verzähl nicht weiter, Herr Urian!"
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 20. Dezember 2009, 02:07:13
                                     "Seinen Mantel nach dem Wind hängen"

                                                                                     (Gottfried von Straßburg, + um 1215)

Das bedeutet, sich den gerade herrschenden Gegenheiten (zu sehr) anzupassen. Heute wird das Sprichwort meist
negativ gebraucht, ähnlich wie Deine Meinung ändert sich wie die Fahne im Wind. Wer sein Mäntelchen nach dem
Wind hängt, opfert bedenkenlos Überzeugungen und Loyalitäten, um dafür einen - meist materiellen - Vorteil
einzuheimsen. Schon der Minnesänger Gottfried von Straßburg verwendete den Begriff in seinem Versepos Tristan.Brangäne rät darin ihrer Freundin Isolde, der späteren Geliebten des Tristan: " Man sol den mantel keren,
als ie die winde sint gewant."
Sie benutzt die Redewendung also positiv und rät der Freundin, sich entsprechend
den äußeren Umständen zu verhalten.
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 21. Dezember 2009, 01:03:04
                                                        "Play it again, Sam"

                                                                               (Casablanca, 1942)

Diese Aufforderung stammt genau genommen nicht aus dem Film Casablanca, sondern aus der Parodie
A Night in Casablanca von den Marx Brothers aus dem Jahr 1946. Später wurde sie zum Titel eines 1972 gedrehten
Films von Woodey Allen (geb. 1935), in dem der Held sich wünscht, wie Bogart in Casablanca zu sein und am Ende
wenigstens die Schlußszene auf dem Flughafen erlebt. Der deutsche Titel lautet: Mach´s noch einmal, Sam! In
Casablanca sagt Ingrid Bergmann zu dem Pianisten Sam (Dooley Wilson): "Play it once, Sam. For old time´s sake"
(Spiel es einmal, Sam. Um der alten Zeiten willen). Der Song hieß: "As time goes by." Ein weiterer Zitatdreher aus
dem gleichen Film, welcher noch berühmter sein dürfte, hält sich noch hartnäckiger im deutschsprachigen Raum in
seiner verfälschten Form der da lautet: "Schau mir in die Augen, Kleines!" Richtig dagegen ist:
"Ich schau Dir in die Augen, Kleines." (Here´s looking at you, kid)
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: solliz666 am 21. Dezember 2009, 02:58:09
or every year the same procedere


from the dinner for one ;D ;D

http://www.dailymotion.com/video/x43gyh_dinner-for-one-original_fun
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: Poojai am 21. Dezember 2009, 11:14:27
 :P
wer für alles offen ist, muss nicht ganz dicht sein...
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 23. Dezember 2009, 00:56:18
                                              "Der Glaube versetzt Berge"

                                                                                (Paulus von Tarsus, + um 64)

Eine der bekanntesten Textstellen aus den Briefen des Apostels Paulus ist sein Loblied auf die Liebe aus dem
ersten Brief an die Gemeinde in Korinth. Dort schrieb er: "...und wenn ich allen Glauben habe, daß ich Berge
versetze, doch die Liebe nicht, so bin ich nichts."
Er spielte damit auf eine Stelle im Matthäus-Evangelium an,
in der Jesus sagt, dem rechten Glauben sei nichts unmöglich, nicht einmal einem Berg zu befehlen, sich zu
versetzen.
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: Burianer am 23. Dezember 2009, 07:44:46
Zitat
in der Jesus sagt, dem rechten Glauben sei nichts unmöglich, nicht einmal einem Berg zu befehlen, sich zu
versetzen.
von BoeserWolf
die Zitate sind gut,
aber wie wir aus der Realitaet wissen. --C

 ;D soetwas nennt man IRRGLAUBEN :D

und viele IRRE glauben auch noch das :-X
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: Issani am 23. Dezember 2009, 22:26:22

Die Axt im Haus erspart den Zimmermann.



                                                   ( Schiller)
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: Ozone am 24. Dezember 2009, 05:51:17
Die Axt im Haus erspart den Zimmermann.
( Schiller)

Die Axt im Haus erspart den Scheidungsrichter
(Gob aus Hinterindien)
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 24. Dezember 2009, 15:58:04
                                            "Früher war mehr Lametta"

                                                                              (Loriot / Vicco von Bülow, *1923)

So kritisierte der Komiker Loriot in seiner Rolle als Opa Hoppenstedt das Weihnachtsfest der Familie, das mit
schönen Worten beschworen, aber als bizarres Ritual in kürzester Zeit durchgehechelt wird. Freilich fordert auch
Opa Hoppenstedt mehrmals mit Nachdruck sein Geschenk und widmet sich nach Erhalt vor allem seiner Vorliebe
für lautstarke Marschmusik. Der Sketch Weihnachten bei Hoppenstedt gehörte zu den Höhepunkten der
Fernsehserie Loriot von 1976. Im Vorfeld des Festes betrinkt sich beispielsweise Frau Hoppenstedt (Evelyn Hamann)
mit Vertretern für Wein, Versicherungen und Staubsauger und dichtet verwegen: "Es bläst und saugt der
Heinzelmann, wo Mutti sonst nur blasen kann."
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: peter51 † am 24. Dezember 2009, 17:05:18
http://www.youtube.com/watch?v=hy5KvRgNOiw

 ;D

http://www.youtube.com/watch?v=aAOPXPYKC6U
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: supawan am 24. Dezember 2009, 17:23:29

   ;)  same procedure as every year

   Auch von mir ein frohes Weihnachtsfest und nen guten Rutsch ins neue Jahr fuer alle

  http://www.youtube.com/watch?v=w_PfwVNmckc
   
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 25. Dezember 2009, 05:41:45
                                              "Morgen, Kinder, wird´s was geben"

                                                                                       (Martin Friedrich Philipp Bartsch, 1770-1835)

"...Morgen werden wir uns freun." Oder auch nicht, denn die Eingangszeile dieses Weihnachtsliedes wird gerne für
Ankündigungen aller Art herangezogen, oft auch in der Verneinung. Erich Kästners Gedicht Weihnachtslied, chemisch
gereinigt
beginnt beispielsweise mit dem Vers "Morgen, Kinder, wird´s nichts geben. Nur wer hat kriegt noch
geschenkt." Das ursprüngliche Gedicht stammt von dem Berliner Schuldirektor Martin Friedrich Philipp Bartsch und
wurde 1795 veröffentlicht. Die Melodie schrieb dann der Komponist Karl Gottlieb Hering (1766-1853) dazu, von dem
auch zahlreiche andere Kinderlieder wie z.B. Hoppe, hoppe, Reiter stammen.
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: Issani am 25. Dezember 2009, 17:46:21

@ozone

Die Axt im Haus erspart den Scheidungsrichter
(Gob aus Hinterindien)

= Gedankensplitter :D :D
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: Issani am 25. Dezember 2009, 17:57:50

und einer zum schmunzeln ;D
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 26. Dezember 2009, 00:34:03
                                           "Denk ich an Deutschland in der Nacht..."

                                                                                        (Heinrich Heine, 1797-1856)

"... bin ich um den Schlaf gebracht", beginnt heines Gedicht Nachtgedanken. Die Zeilen werden gerne zitiert, wenn
es um Missstände in Deutschland geht. Jedoch: So viel, wie Heine an seinem Geburtsland oft auszusetzen hatte, in
den Nachtgedanken geht es nicht um Deutschland, sondern um Heines Mutter. Er macht sich Sorgen um die kranke
Frau, die er seit zwölf Jahren nicht gesehen hat, da er in Paris im Exil lebt. "Nach Deutschland lechzt`ich nicht so
sehr, wenn nicht die Mutter dorten wär`; das Vaterland wird nie verderben, jedoch die alte Frau kann sterben.
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 27. Dezember 2009, 00:50:54
                                                  "Zwischen den Jahren"

                                                                              (Quelle: Rollinga & Wikipedia)

Zwischen den Jahren beschreibt als Redewendung heute die Zeit zwischen Weihnachten und Silvester/Neujahr.
Im ursprünglichen Sinne umfasste die Zeit jedoch die sogenannten Rauhnächte, die Zeit zwischen dem Ende des
alten Jahres und Beginn des neuen Jahres. Dieser zwölf- beziehungsweise dreizehntägige Zeitraum liegt nach
heutigem Kalender zwischen dem 21. Dezember und dem 6. Januar.

Der Ursprung des zwölf- beziehungsweise des dreizehntägigen Zeitraums liegt vor der gregorianischen
Kalenderreform im Unterschied zwischen der Jahreseinteilung nach Mond- und Sonnenkalender begründet.
Zwischen beiden Zählweisen für ein Jahr liegt eine Differenz von zwölf Tagen, wobei nach der Zählweise des
Mondkalenders zwölf Tage zum astronomisch korrekten Sonnenumlauf in 365 Tagen fehlen.

Zuerst galt der von Julius Cäsar eingeführte Julianische Kalender, welcher später durch Papst Gregor XIII.
zum gregorianischen Kalender reformiert wurde, welcher heute noch seine Gültigkeit hat.  Noch später
legte Papst Innozenz XII. den letzten Tag des Jahres, benannt nach Papst Silvester I, verbindlich fest. Bis zu
diesem Zeitpunkt war der Beginn des neuen Jahres in weiten Teilen Europas der 6. Januar. Dieses Datum geht
auf römische Bräuche und Verschiebungen des Kalenders zurück.

Jahresende war danach am 24. Dezember, so dass die Zeit bis Beginn des nächsten Jahres
"zwischen den Jahren" lag.

Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 28. Dezember 2009, 02:43:20
                                  "Es geschehen noch Zeichen und Wunder"

                                                                              (Tora - Bücher Mose - um 1500-400 v.Chr)

Es gehört zu den sprachlichen Stilmitteln der Bibel, daß Dinge oft bekräftigt werden, indem sie mit anderen Worten
noch einmal wiederholt werden oder zwei sehr ähnliche Dinge stets zusammen genannt werden. So werden auch
die "Zeichen und Wunder" Gottes sehr oft zusammen erwähnt. Im Grunde aber meinen beide Begriffe das Gleiche:
Wunder, die dem Volk ein Zeichen für Gottes Macht sein sollen, bzw. Zeichen, die auf Wunder beruhen. Sagt man:
"Es geschehen noch Zeichen und Wunder", geschehen in der Regel auch nicht mehrere Dinge, sondern ein
Ereignis kommt so unerwartet, daß es fast einem Wunder gleicht.
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 30. Dezember 2009, 00:47:28
                                                     "Deutschland. Ein Wintermärchen"

                                                                                             (Heinrich Heine, 1797-1856)

Noch im selben Jahr, in dem er die Nachtgedanken schrieb, besuchte Heine aus dem französischen Exil Deutschland
und seine Mutter. Daraus entstand das Versepos Deutschland. Ein Wintermärchen, das sich mit den Mißständen in
Deutschland auseinandersetzte. Heine schildert ironisch und sarkastisch, was er auf seiner Winterreise an
Rückwärtsgewandtem, Verstaubtem, Kleingeistigem und ganz und gar nicht Märchenhaftem entdeckte. Das Buch
wurde auch prombt verboten und als Miesmacherei eines Vaterlandsverräters abgetan. Es ist schon erstaunlich (traurig)
wie aktuell manch historisches Werk ist.
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 31. Dezember 2009, 00:06:14
                                            "sollen - können - wollen"

                          Wer ehrlich will, was er soll, der kann auch was er will !

                                                                                                    (Joseph von Eichendorf)

Sollen, können, wollen - drei Modalverben, die unser ganzes Leben bestimmen. Von klein auf "sollen" wir bestimmte
Erwartungen erfüllen, Verhaltensweisen übernehmen und Anweisungen befolgen. Ob wir diesen Anforderungen immer
gerecht werden "können" oder ob sie vielleicht unsere physischen und psychischen Kräfte überfordern, bleibt dabei oft
unberücksichtigt. Wer sich permanent von den an ihn gestellten Ansprüchen überfordert fühlt, wird irgendwann
unter der Last der unerfüllten Erwartungen zusammenbrechen. Wenn wir uns jedoch entscheiden, diese Forderungen
zu unseren eigenen zu machen, sie anzunehmen und sie erfüllen zu "wollen", dann werden daraus fruchtbare
Herausforderungen.
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: boehm am 31. Dezember 2009, 12:10:24
Auch das Pferd des Kaisers hebt den Schwanz


Sprichwort!
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 02. Januar 2010, 00:39:13
                                       "Bricht der erste Morgen eines neuen Jahres an,
                                     erscheint der Himmel nicht anders als am Tag zuvor,
                                            aber doch ist einem seltsam frisch zumute."


                                                                                              (Yoshida Kenko, 1283-1350)

Der japanische Schriftsteller Yoshida Kenko auch bekannt unter dem Namen Urabe Kaneyoshi war Hofbeamter im
japanischen Königshaus. Gleichzeitig beschäftigte er sich eingehend mit dem Buddhismus was ihn dann auch
veranlaßte Mönch zu werden. Er bemühte sich in seinen zahlreichen Schriften die Philosophie des Buddhismus im
täglichen Leben Anwendung finden zu lassen.
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 03. Januar 2010, 17:52:59
                                                                  "Januar"

                                                                             (Ianuarius)

Der Name des ersten Monats im Jahr geht auf den römischen doppelgesichtigen Gott Janus (Ianus) zurück, welcher
gleichzeitig in Zukunft und Vergangenheit blicken konnte und somit in das vergangene und bevorstehende Jahr.
Er war der Gott der Türen, Tore und Schwellen und stand für den Übergang und Neubeginn. So wurde er auch zum
Namensgeber für den ersten Monat des Jahres. Der römische Aberglaube an die Vorzeichen des Anfangs
(omen principii) bestärkte sie darin, was am Anfang geschieht hat große Bedeutung für die Folgezeit und deren
Ereignisse auch im eigenen Handeln und Tun. Um dies in unsere Zeit zu übersetzten, wäre dies z.B. mit den "guten
Vorsätzen für´s neue Jahr" zu vergleichen. Also, wer es z.B. in den ersten Tagen des neuen Jahres geschafft hat mit
dem Rauchen aufzuhören, für den stehen die Vorzeichen gut es durchzuhalten.
(Zumindest ist es ein schöner Aberglaube)  
  
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 04. Januar 2010, 04:00:05
                                       "Die Gefahr, daß der Computer so wird wie der Mensch,
                      ist nicht so groß wie die Gefahr, daß der Mensch so wird wie der Computer."


                                                                                       (Konrad Zuse, 1910-1995)

Er gilt als Erfinder des Computers. Drei Jahre vor seinem US-Kollegen Howard Aiken (1900-1973) präsentierte
Konrad Zuse 1941 den ersten Digitalrechner "Z3". Er hatte 2000 Relais und konnte 64 Zahlen zu je 22 Dualstellen
speichern. Von 1942-46 entwickelte Konrad Zuse Plankalkül, die erste höhere Programmiersprache. Er wollte sie für
den Nachfolger des Z3-Rechners nutzen, doch der Zweite Weltkrieg verhinderte die weitere Entwicklung. Er gründete
1949 die Zuse KG, welche 1967 in der Siemens AG aufging.
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: thaichris69 am 04. Januar 2010, 18:08:26
" Gesund bleiben kann man nur, wenn man isst und trinkt, was man nicht mag und tut, wozu man keine Lust hat."

Mark Twain
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: thaichris69 am 04. Januar 2010, 18:12:31
Falsche Freunde gleichen unseren Schatten: Sie halten sich dicht hinter uns, solange wir in der Sonne gehen,
 verlassen uns aber sofort, wenn wir ins Dunkel geraten.
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: thaichris69 am 04. Januar 2010, 18:15:02
Freundschaft vervielfacht die Freude und teilt das Leid auf.
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: thaichris69 am 04. Januar 2010, 18:17:47
Die Liebe bricht herein wie Wetterblitzen, die Freundschaft kommt wie dämmernd Mondenlicht.
Die Liebe will erwerben und besitzen, die Freundschaft opfert, doch Sie fordert nicht.

Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 05. Januar 2010, 00:38:45
                                             "Schmeichelei schadet vermutlich niemandem,
                                                             das heißt, wenn er sie nicht inhaliert."


                                                                                        (Adlai Ewing Stevenson, 1900-1965)

Machthaber und Prominente haben seit Menschengedenken unter einem besonders zu "leiden": Sie werden von einer
beständigen Schar von Schmeichlern umschwärmt. Allerdings nehmen nicht wenige von ihnen die Schmeicheleien nur
allzu gerne hin. Doch Vorsicht: Wer Schmeicheleien zu lange und zu tief einatmet, dem steigen sie zu Kopf !

Das ist für Adlai Stevenson, der aus einer traditionsreichen Politikerfamilie stammt, keine überraschende Erkenntnis.
Stevenson war zunächst Gouverneur von Illinois und wurde zwei mal, 1952 und 1956, als Präsidentschaftskandidat
der Demokraten aufgestellt, verlor aber gegen den repuplikanischen Herausforderer Dwight D. Eisenhower. Als
Trostpflaster durfte er von 1961 an die USA als Botschafter der Vereinten Nationen vertreten. Er ist bis heute nicht
nur für seine spitze Zunge und Schlagfertigkeit bekannt, sondern auch dafür, wie er während der Kuba-Krise 1962
den Vertreter der Sowjetunion bedrängte und ihn durch Photobeweise (Raketenstationierung) der Lüge überführte.
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: peter51 † am 06. Januar 2010, 17:20:32
"talking about music
is like dancing to architecture"

(Frank Zappa)

 C--
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 07. Januar 2010, 19:04:17
                                                    "Und die Moral von der Geschicht"

                                                                                              (Wilhelm Busch, 1832-1908)

Mit diesem Spruch beendete Wilhelm Busch seine Bildergeschichte Das Bad am Samtagabend. Dort werden die Brüder
Franz und Fritz zusammen in eine Badewanne gesteckt und unvorsichtigerweise alleine gelassen, was dazu führt, daß
sie am Ende den Badebottich umkippen und dabei auch gleich noch einiges von der Kücheneinrichtung zerstören. Die
Geschichte endet mit dem Vers: "Und die Moral von der Geschicht: Bad zwei in einer Wanne nicht."
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 08. Januar 2010, 04:27:54
                                                                     "Vögel"

Vögel haben schon seit Urzeiten die Menschen fasziniert. Sie gelten als Symbol für Unabhängigkeit, als Symbol für
Licht, Leben und Liebe, sowie als Symbol für die Seele, die sich schwerelos zwischen den Sphären bewegt. Ebenso
wenig wie man einen Vogel in einen Käfig sperren kann, ohne seiner charakteristischen Eigenschaften zu berauben,
kann man Glück festhalten, denn Glück ist nicht beherrschbar und nicht steuerbar.
Glück ist ebenso flüchtig wie der Vogel in der Luft frei ist. Und ebenso wie der Vogel, der keinen Käfig fürchten muß,
vertrauensvoll in unserer Hand sitzen bleibt, bewahren wir unser Glück(sgefühl), wenn wir es dankbar genießen.

                                                                                                                    
                                                                                                (Quelle: u.a. französische Lyrik 18. Jhr)
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 09. Januar 2010, 04:40:32
                                               "Das Heimchen am Herd"

                                                                                   (Charles Dickens, 1812-1870)

Der englische Originaltitel lautet The Cricket on the Hearth. Das war zunächst der Buchtitel einer
Weihnachtsgeschichte von Charles Dickens und drehte sich um ein wirkliches Heimchen, eine Grillenart, die zum
Leben eine Wärme von 25° bis 30°C braucht und deshalb in Europa tatsächlich bevorzugt in der Nähe menschlicher
Heizungen oder Herde lebt. In Dickens Geschichte ist das Heimchen ein Glücksbringer und hält die Menschen mit
seinem warnenden Zirpen von falschen Taten ab. Die Grille ist jedoch ziemlich unscheinbar und so wurde der Begriff
im Laufe der Zeit zur Bezeichnung für Frauen, die still und unauffällig sind und vor allem häuslichen Tätigkeiten
nachgehen.
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: issanfreund am 09. Januar 2010, 04:58:36
Die Liebe bricht herein wie Wetterblitzen, die Freundschaft kommt wie dämmernd Mondenlicht.
Die Liebe will erwerben und besitzen, die Freundschaft opfert, doch Sie fordert nicht.



Hallo thaichris69
Von wem stammt denn diese Sichtweise?
Beim lesen dieser Worte kam mir einer meiner Lieblingschriftsteller in den Sinn:

Verwechsle nicht die Liebe mit dem Rausch des Besitzes, der die schlimmsten Leiden mit sich bringt. Denn du leidest nicht unter der Liebe, wie die Leute meinen, sondern unter dem Besitztrieb, der das Gegenteil der Liebe ist.
Antoine de Saint-Exupéry: Die Stadt in der Wüste,


Ich erkenne die Freundschaft daran, daß sie sich nicht enttäuschen läßt, und ich erkenne die wahre Liebe daran, daß sie nicht gekränkt werden kann.
Antoine de Saint-Exupéry: Die Stadt in der Wüste,
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 11. Januar 2010, 17:26:53
                                      "In hundert Jahren werden wir alle kahl (sein)"

                                                                                       (spanische Redewendung)

Die Aussage kann auf unterschiedlicheWeise verstanden werden: resignierend-melancholisch oder mit
augenzwinkernder Ironie, vielleicht von beiden etwas. Im vielfach noch barock geprägtem spanischen Lebensgefühl
liegen Lebensbejahung und memento mori (das Eingedenken der eigenen Sterblichkeit), oft dicht beieinander.

Die Kahlheit, auf die wir alle zusteuern, ist die Kahlheit des Totenschädels. Die Redewendung gedenkt aber nicht bloß
der Endlichkeit des Lebens, sondern auch der großen "Gleichmacherei" des Todes. Wir "alle" werden kahl sein. Schon
die Totentänze des Mittelalters und die Schädeldarstellungen inmitten prachtvoller Auftritte und Szenen der barocken
Malerei erinnerten nicht nur an die Eitelkeit alles menschlichen Strebens, sondern auch daran, daß der Tod zu allen
kommt, ob Kaiser, Papst, Edelmann, Bürger oder Bettler.

Ein bekanntes memento mori zeigt drei Schädel nebeneinander und darunter den Text:
"Sag mir, Beschauer: Wer war König, wer Bettler, wer Bauer?"
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 13. Januar 2010, 02:10:39
                           "Wer nicht jeden Tag etwas Zeit für seine Gesundheit aufbringt,
                                         muß eines Tages sehr viel Zeit für die Krankheit opfern"


                                                                                       (Sebastian Kneipp, 1821-1897)

Er war ein bayrischer katholischer Geistlicher und Naturheilkundiger. Für ihn war kaltes Wasser Heilmittel.
Güsse, Wassertreten und Bäder kombinierte er mit Reizwirkungen wie Luft, Sonne, Bewegung und Diät. Sebastian
Kneipp wendete die nach ihm benannten Kuren u. a. zur Anregung des Kreislaufs, bei Erschöpfung und Störung des
vegetativen Nervensystems, sowie zur Vorbeugung vor Zivilisationskrankheiten an.

1849 war Kneipp an Tuberkolose erkrankt. Das Buch "Unterricht von der Heilkraft des frischen Wassers" (1738) von
Johann Siegmund Hahn (1696-1773) wurde seine Inspirationsquelle. Er wurde unter anderem wieder
gesund durch Kurzbäder in der Donau. Ab 1855 lebte und wirkte Kneipp im Kloster Wörishofen.
                                                                                          
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 14. Januar 2010, 02:12:48
                              "Mit Mann und Ross und Wagen, so hat sie Gott geschlagen"

                                                                                          (Ernst Ferdinand August, 1795-1821)

Den katastrophalen Untergang von Napoleon Bonapartes (1769-1821) Grande Armée im Russlandfeldzug von 1812
empfanden die Völker des besetzten Europas als göttliches Strafgericht. Zum Auftakt der daraufhin ausbrechenden
Befreiungskriege erschien 1813 in Riga ein Flugblatt mit dem Fluchlied des 17-jährigen Berliner Gymnasiasten
Ernst ferdinand August: "Mit Mann und Ross und Wagen / so hat sie Gott geschlagen / Es irrt durch Schnee und Eis
umher / das große mächt´ge Franzenheer ... "
und beschreibt die Auflösung der Armee: "Trommler ohne
Trommelstock / Kürassier im Weiberrock..."


August, der später als Gymnasialprofessor für Mathematik ein Gerät zur Messung der Luftfeuchtigkeit entwickelte,
schloss sich der "wilden verwegenen Jagd" des Freikorps-Offiziers Ludwig Adolf Wilhelm von Lützow (1782-1834)
und seiner "Schwarzen Jäger" an, die die demoralisierten Franzosen in einen Guerillakrieg auf deutschem Boden
verwickelten. Inspiriert wurde sein Fluchlied durch die Worte des Turnvaters Friedrich Ludwig Jahn (1778-1852),
der seine Turner angeblich zunächst für einen patriotischen Freiheitskampf trainierte.
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 15. Januar 2010, 04:48:53
                      "Lebenskunst ist nicht zu tun was man liebt, sondern zu lieben was man tut"

Ein Lebenskünstler ist jemand, der die Kunst des Lebens beherrscht; jemand, der das Beste aus seinem Leben
zu machen versteht; jemand der die Fähigkeit besitzt, sich mit kleinen Dingen das Leben schön und froh zu gestalten.
Lebenskünstler verfügen über die "Unerträgliche Leichtigkeit des Seins", wie der Titel eines Romanes von Milan
Kudera. Sie begegnen Schicksalsschlägen mit Leichtigkeit, ohne sie auf die leichte Schulter zu nehmen. Sie nehmen
mutig neue Herausforderungen an, ohne vor Selbstüberschätzung zu strotzen. Sie strahlen Freude am Leben aus,
ohne in blinde Euphorie zu verfallen.
                                                                                                                (Quelle: u.a. WAHRIG)
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 17. Januar 2010, 03:48:21
                            "Gib jedem Tag die Chance, der schönste deines Lebens zu werden"

                                                                                                         (Mark Twain, 1835 - 1910)

1863 benutzte Samuel L. Clemens erstmal sein Pseudonym Mark Twain. Der Ausdruck aus der Seemannssprache
bedeutet zwei Faden Wassertiefe (ca. 3,70 m). Er führte ein buntes Leben und versuchte den amerikanischen
Traum von Freiheit und Erfolg zu verwirklichen. Mark Twain war Drucker, Flusslotse auf dem Mississippi, Goldgräber,
Reporter und Schriftsteller. Berühmt wurde er mit den Romanen "Die Abenteuer Tom Sawyers" (1876) und
"Die Abenteuer Huckleberry Finns" (1884). Sein skeptisches Verhältnis zu Europa schildert er in "Ein Yankee am
Hofe des König Artus" (1889).
Als Vertreter des Realismus übte Twain scharfzüngige Kritik an der Gesellschaft
seiner Zeit. Er beschreibt den alltäglichen Rassismus, seine Figuren durchschauen die Heuchelei der herrschenden
Klasse, die er oft der Lächerlichkeit preisgibt.
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 18. Januar 2010, 02:59:49
                                        "Ach was schießt ihr schlecht!"

                                                                           (Andreas Hofer, 1767-1810)

Mit diesen Worten soll der Tiroler Rebell und Volksheld Andreas Hofer in Mantua gestorben sein. Nach der Niederlage
Österreichs im dritten Koalitionskrieg kam Tirol 1805/06 wieder unter bayrische Herrschaft. Die Bayern begannen
Reformen, die jedoch bei den Tirolern für Unmut sorgten. Der Freiheitsheld Hofer führte 1809 den Aufstand gegen die
Besatzer. Nach Siegen am Bergisel über Bayern und Franzosen, sowie dem Triumph der Tiroler Schützen über ein
sächsisch-thüringisches Regiment im Eisacktal, wurde Hofer Regent von Tirol. Als Österreich im Frieden von
Schönbrunn auf Tirol verzichtete, setzte Hofer den Kampf fort, wurde an die Franzosen verraten und von einem
Erschießungskommando hingerichtet.
Joseph von Eichendorff (1810) und Theodor Körner (1813) schrieben Verse zu Hofers Ehren.
Julius Mosens "Zu Mantua in Banden" (1831) wurde zum populären Volkslied und ist seit 1948 die Landeshymne
von Tirol.
                                                                                                                (Quelle: u.a. Harenberg)
                                                                                                                                  
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 19. Januar 2010, 03:33:59
                        "Mit einem Brunnenfrosch kann man nicht über den Ozean sprechen"

                                                                                                  (Zhuang Zi, um 360 - 280 v.Chr.)

Der chinesische Philosoph und Schriftsteller Zhuang Zi (Chuang Tzi, Dschuang Dsi, Tschuang Tse) wurde in Meng in
der Provinz Honan geboren. Zhuang Zi entwickelte die Lehre des Lao Zi (Laotse) weiter. In seinen Schriften erweist
er sich als Gegner des Konfuzianismus. Sein Hauptwerk "Nan-hua-zhen-jing" (Das wahre Buch vom südlichen
Blütenland) veranschaulicht in zahlreichen Gleichnissen die Grundlagen des Daonismus. Am bekanntesten wurde
daraus der so genannte Schmetterlingstraum.
                                                                                (Quelle: Geschichte griffbereit)
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 21. Januar 2010, 02:23:59
            "Revolution ist nicht ein kurzer Akt, wo mal irgendwas geschieht und dann ist alles anders.
                          Revolution ist ein langer Prozess, wo der Mensch anders werden muß."


                                                                                                   (Rudi Dutschke, 1940-1979)

Dutschke war in der DDR in der evangelischen Kirche und in der Freien Deutschen Jugend "FDJ" aktiv. Da er in der
DDR nicht studieren durfte, siedelte er 1961 kurz vor dem Mauerbau nach Westberlin über.
Als Führer der außerparlamentarischen Opposition während der Studentenrevolte organisierte er Straßenproteste.
Zugleich forderte er zum "Marsch durch die Institutionen" auf. Mancher 68ger-Genosse fand später als
Sozialpädagoge, Lektor, Studienrat oder Professor seinen festen Platz in der bürgerlichen Gesellschaft.
Rudi Dutschke, Idol der rebellischen Studenten, kam dort nie an. Nur mit Glück überlebte er 1968 das Attentat eines
Rechtsradikalen. Ende der 1970er Jahre engagierte er sich in der Umweltbewegung, bevor er mit 39 Jahren an den
Spätfolgen des Anschlags in Arhus starb.

                                                                                                                       (Quelle: Harenberg)
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 24. Januar 2010, 01:29:27
                                                              "Schutzengel"

Schutzengel sind nach der (an das Evangelium nach Matthäus 18, Vers 10 angelehnten) katholischen Lehre dem
einzelnen Menschen als Begleiter und Beschützer beigegebene Engel. Einem rationalen und wissentschaftlich
orientierten Menschen des 21. Jahrhunderts mutet die Existenz solch übernatürlicher Wesen allerdings befremdlich
an. Wer jedoch schon mal eine schicksalhafte Rettung aus lebensbedrohlicher Gefahr erlebt hat (so wie uns gestern
auf dem Highway von BKK nach Pattaya bei tropischem Regenguß widerfahren), wird die Existenz und das Wirken
von Schutzengeln nicht ganz von der Hand weisen. Andere sprechen stattdessen von der "inneren Stimme" oder
dem "sechsten Sinn". Wie immer man sie auch nennen mag, besondere Beschützer brauchen wir alle irgendwann
in unserem Leben !
                                                                                          (Quelle: u.a. Bertelsmann)   
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 25. Januar 2010, 16:19:01
                                                    "Tu was du nicht lassen Kannst"

                                                                         (Gotthold Ephraim Lessing, 1729-1781)

Dieses Zitat stammt aus dem bürgerlichen Trauerspiel "Emilia Galotti" von 1772.
Es ist ein "Trauerspiel": Ein Freund verrennt sich und ist für gute Ratschläge nicht offen. Wenn genug gewarnt,
gebettelt und gedroht wurde, bleibt nur die Kapitulation und zwar nicht selten in Form des heutigen Zitats. Daß
dieses aus der Feder Lessings stammt, werden nur wenige wissen. Selbst die vielen Schüler die wieder einmal
gerade sein Meisterwerk Emilia Galotti lesen müssen, dürften dies kaum ahnen. Denn die zur Redensart
gewordenen Worte sind nicht an prominenter Stelle zu finden. Sie fallen im zweiten Akt als Angelo, ein
vogelfreier Schurke, mit dem Satz seinem ehemaligen Spießgesellen Pirro droht, daß dieser zwar eigene Wege
gehen könne, dies ihm aber schlecht bekommen dürfte. Somit eigentlich ein Klassiker der Erpressungskunst.
Heute so wirksam wie zu Lessings Zeiten. Heutzutage aber eben meist im Gebrauch um nach eingehenden
Warnungen einen Freund in sein unvermeidliches Unheil ziehen zu lassen, wie ach so viele Liebeskasper hier in
Pattaya bzw. Thailand.
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 27. Januar 2010, 23:02:38
                                                                "Theorie & Praxis"

Theorie und Praxis - eines jener Begriffspaare, die unauflösbar miteinander verbunden sind und doch oft
zusammenhanglos nebeneinander bestehen. Wer kennt nicht die Theoretiker, die am sog. grünen Tisch ihre
weltfernen Entscheidungen ohne Realitätsbezug und ohne Blick auf ihren praktischen Sinn treffen. Oder die
Gelehrten, die wie Bienen lebenslang Erkenntnisse sammeln ohne sie gewinnbringend in der Praxis einzusetzen.
Wissen besitzt nur dann einen Wert, wenn es zum Wohle des eigenen und/oder des gemeinschaftlichen Lebens
praktische Früchte trägt.

Wissen ist nicht das bewahren der Asche, sondern die Weitergabe des Feuers!

oder frei nach Goethe:
Es ist nicht genug zu wissen, man muß es auch anwenden & es ist nicht genug zu wollen, man muß es auch tun.

                                                                                                    (Quelle: u.a. Bertelsmann)
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 29. Januar 2010, 17:27:46
                                                      "I have a dream"

                                                    "Ich habe einen Traum"

                                                                          (Martin Luther King, 1929-1968)

Am 28. August 1963 hielt der Thoeloge, Baptistenpfarrer und Bürgerrechtler Martin Luther King eine der
berühmtesten und bewegendsten Reden der Geschichte. Anläßlich eines Protestmarsches auf Washington sprach
der schwarze Bürgerrechtler am Lincoln Memorial vor rund 250 000 Menschen und forderte in meisterhaft
formulierten Worten eine auf Freiheit und Gleichheit beruhende Gesellschaft, in der die Diskriminierung der
afroamerikanischen Bevölkerung ein Ende hat. Das Kernstück seiner Rede bildeten mehrere mit den viel zitierten
Worten "I have a dream" eingeleiteten Passagen, in denen King seinen Visionen für ein friedliches Miteinander
aller Hautfarben Ausdruck verlieh.
King, der zu den bekanntesten Vertretern des gewaltlosen Widerstands zählt, war ab Mitte der 1950er Jahre
in der Bürgerrechtsbewegung aktiv und wurde aufgrund seines politischen Engagements mehrfach inhaftiert.
Nachdem mehrere Attentate auf ihn erfolglos verlaufen waren, fiel er am 4. April 1968 einem Mordanschlag zum
Opfer.
                                                                                                      (Quelle: u.a. Langenscheidt)
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 30. Januar 2010, 17:25:17
                                          "Alles was schiefgehen kann, wird auch schiefgehen !"

                                                                                      (Edward Aloysius Murphy, 1918-1990)

So lautet die Hauptregel von "Murphy´s Law". Doch der Namensgeber, der US-amerikanische Luftfahrtingenieur
Edward Murphy, hat das nie so gesagt. Er warnte nur mit folgendem Satz zur Vorsicht bei neuen Konstruktionen:
"Wenn es mehr als eine Möglichkeit gibt, eine Sache zu erledigen, und eine endet in einem Desaster, dann findet
sich jemand, der diesen Weg einschlägt."
Die eigentliche Formulierung dürfte ursprünglich auf John W. Campell jr. (1910-1971)zurückgehen:
"Whatever can go wrong, will go wrong."
Der Satz hatte also nichts von dem Fatalismus, der heute oft mit "Murphy´s Law" verbunden wird. Angeblich war
es der Testpilot Stapp (1910-1999), der später auf einer Pressekonferenz die hohen Sicherheitsstandards seiner
Firma mit dem Spruch erklärte, man habe sich immer an "Murphy´s Law" gehalten. Die Sache verselbstständigte
sich dann und viele, die "Murphy´s Law" munter weiterspannen, wußten nicht, daß es "Murphy" tatsächlich
gegeben hatte.
                                                                               (Quelle: u.a. Bertelsmann, Wikipedia)
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 02. Februar 2010, 00:10:10
                                     "Wenn ein Arzt hinter dem Sarg seines Patienten geht,
                                       so folgt manchmal tatsächlich die Ursache der Wirkung."


                                                                                       (Robert Koch, 1843 - 1910)

Robert Koch hat als Pionier der Bakteriologie und somit als Wegbereiter der Immuniologie, die Medizin entscheidend
vorangebracht. Ausgehend von seiner Entdeckung des Milzbranderregers (1876) entwickelte er ein Verfahren,
homogene Bakterienkulturen auf einem Nährboden aus Meerespflanzen anzulegen. Er machte sie mit Anilinfarben
sichtbar und erleichterte somit die bakteriologische Analyse. Dieses Verfahren führte zur Entdeckung des
Tuberkelbazillus (1882) und des Choleraerregers (1884).
Auf Expedition in Italien, Asien und Afrika erforschte der Medizin-Nobelpreisträger von 1905 die Malaria
und die Pest. Mit der Tsetse-Fliege fand er die Überträgerin der gefährlichen Schlafkrankheit.
u.a. waren seine Schüler Emil von Behring (1854 - 1917) - Serumtherapie
und Paul Ehrlich (1854 - 1915) - Chemotherapie

                                                                                                             (Quelle: u.a. Harenberg)
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 04. Februar 2010, 12:29:03
                                                    "Das sieht selbst ein Blinder"

                                                    Apparet id quidem etiam caeco

                                                                             (Philipp V. von Makedonien, 238 - 179 v.Chr.)

Die Formulierung für etwas, das klar auf der Hand liegt und selbst dem Dümmsten einleuchten muß, findet sich in
vielen Sprachen. Sie geht auf das XXXII. Buch der 142 Bücher umfassenden Geschichte Roms Ab urbe condita
(Von der Gründung der Stadt) des Geschichtsschreibers Titus Livius (59 v.Chr. - 17 n.Chr.) zurück. Dort verhandelt
der Makedonienkönig Philipp V. im ersten Makedonisch-Römischen Krieg (214 - 205 v.Chr.) mit dem Bundes-
Hauptmann der auf Seiten der Römer kämpfenden Aitoler; auf dessen Einwurf, nicht Worte seien entscheidend,
sondern Sieg oder Niederlage, gibt Philipp diese Antwort, die auf ein Augenleiden des Hauptmannes anspielt.

Philipp V., der bereits mit neun Jahren die Thronfolge antrat, aber erst ab 221 die Herrschaft ausübte, versuchte die
Vorherrschaft Makedoniens in Griechenland wiederherzustellen. Damit geriet er in Konflikt mit dem expandierendem
Römischen Reich, das er in zwei Kriegen (214 - 205 und 200 - 197 v.Chr.) herauszudrängen versuchte. Im ersten
Krieg noch recht erfolgreich, mußte er schließlich von der Übermacht Roms die Waffen strecken.

                                                                                                              (Quelle: u.a. Langenscheidt)
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 05. Februar 2010, 21:30:48
                                                                        "Düfte"

                          Der Duft der Dinge ist die Sehnsucht, die sie uns nach sich erwecken                                                                            (Christian - Otto Josef Wolfgang - Morgenstern, 1871-1914)

Wir leben in einer sehr sinnlichen Welt, tagtäglich umgeben von einer vielzahl verschiedenster Düfte - Düfte im
im positiven Verständnis von Wohl-Gerüchen. Dabei besteht unsere persönliche Welt aus einem ganz individuellen
"Duftcocktail", der unser Leben wie ein Kokon umgibt und in dem wir uns zuhause und geborgen, eben
wohl-fühlen. Der Duft unseres Partners, der Duft unserer Kinder, der Duft frisch gewaschener Wäsche, der Duft
unserer Seife/Shampoo, der Duft von Kräutern und Gewürzen der unsere Küche erfüllt, der Duft von Pflanzen in
unserem Garten - frisch gemähtes Gras ...... Düfte sind ein elementarer Bestandteil unseres Lebens und werden
z.B. in der Aromatherapie gezielt zur Steigerung des körperlichen und seelischen Wohlbefindens eingesetzt.
Düfte/Gerüche vergißt man sein Leben lang von allen Sinneswahrnehmungen am wenigsten bis garnicht.

                                                                                                       (Quelle: u.a. Harenberg)
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: quaychang am 07. Februar 2010, 13:30:01
Die ganze Börse hängt davon ab,
ob es mehr Aktien gibt als Idioten,
oder mehr Idioten als Aktien...
André Kostolany
Börsen-Guru 1906 - 1999

 ;] Da ist etwas wahres dran  ;}
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 08. Februar 2010, 10:11:42
                                                "Wem die Stunde schlägt"

                                                              For whom the bell tolls

                                                                            (Ernest Hemingway, 1899-1961)

Einer der berühmtesten Romane von Ernest Hemingway, 1943 verfilmt, handelt von drei Tagen im Leben des
Amerikaners Robert Jordan, der als Freiwilliger im Spanischen Bürgerkrieg kämpft. Als er der jungen Spanierin
Maria begegnet, beginnt eine Liebesgeschichte, der ein tragisches Ende beschieden ist.

Den Titel seines Meisterwerks entnahm Hemingway dem Werk des englischen Dichters und Geistlichen
John Donne (1572-1631). In dessen Andachtsbuch Devotions upon emergent occasions (1624) findet sich die
Betrachtung, daß kein Mensch für sich allein steht (No man is an island - Niemand ist eine Insel); sie schließt
mit folgenden Worten:
"And therefor never send to know for whom the bell tolls; it tolls for thee" -
"Und darum verlange nie zu wissen, für wen die Totenglocke läutet; sie läutet für dich"



                                                                                       (Quelle: u.a. Langenscheidt)
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 09. Februar 2010, 21:48:58
                                                         "Anstand"

                              Was das Gesetz nicht verbietet, verbietet der Anstand!

                                                                              (Lucius Annaeus Seneca der jüngere, 1-65 n.Chr.)

Anstand wird definiert als "der guten Sitte entsprechendes Benehmen". Die Regeln des Anstandes zu wahren,
galt noch in der Generation unserer Großeltern als ehernes Gesetz, wollte man in der Gesellschaft akzeptiert
sein und Erfolg haben. Ein Negativbeispiel für guten Anstand hat Wilhelm Busch in seinen Geschichten über
Max & Moritz gezeichnet, die zur Bestrafung ihrer Missetaten in eine Getreidemühle geraten, ein Symbol für die
Mühlen der Gesellschaft, die unanständige Aussenseiter gnadenlos zermalmen konnten. Auch wenn heute
die meisten dieser Anstandsregeln der Vergangenheit angehören, so bedeutet elementares "anständiges"
Verhalten Respekt vor anderen Menschen und schafft die Grundlage für ein harmonisches Zusammenleben.

                                                                                                              (Quelle: u.a. Bertelsmann)
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 11. Februar 2010, 16:41:23
                                                    "Streit um des Kaisers Bart"

Wenn es in einer Auseinandersetzung um Nichtigkeiten geht oder um Streifragen, die sich schlichtweg nicht
entscheiden lassen, handelt es sich um einen sogenannten Streit um des Kaisers Bart. Die Frage, um welchen
Kaiser es in dieser Redewendung eigentlich geht, konnte lange Zeit nicht eindeutig beantwortet werden. Weit
verbreitet war die Ansicht, es handle sich um Karl den Großen (747-814), da es unklar sei, ob er einen Bart
gehabt habe oder nicht.
Weit gefehlt ! Tatsächlich liegt der Schlüssel zur Lösung in der lateinischen Wendung "de lana caprina rixari"
(um den Ziegenbart streiten)
; hier geht es um die Frage, ob ob es sich bei Selbigem um Wolle oder um Haare
handelt. Der alternative Begriff "Geißenbart" wurde schließlich zu "Kaisers Bart" abgewandelt.

                                                                                                                  (Quelle: u.a. Langenscheidt)
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 13. Februar 2010, 07:34:16
                        "Wer sich an einen Lahmen anlehnt, wird am Ende ebenfalls lahm sein"                       
                       
                                             "El que se arrima a un cojo al final tambien cojea"

                                                                                                 (spanisches Sprichwort)

Menschen, an denen man sich orientiert, oder Vorbilder, deren Gewohnheiten man eventuell anzunehmen gedenkt,
sollte man sich bekanntlich vorher genau ansehen. Der Mensch neigt zur Nachahmung aus tiefster evolutionärer
Entwicklung, und sehr schnell sind es schlechte oder zumindest wenig hilfreiche Verhaltensweisen, die dann zum
eigenen Habitus werden.
Die in der Wendung angesprochene Gangart, mit der man gar nicht oder nur schleppend vorankommt, dürfte im
übertragenen Sinne zu verstehen sein: Gerne lehnt sich der Mensch an andere an, und wenn es ein Lahmer ist, an
den er sich anlehnt, wird der ihm nicht das gehen lernen, sondern das Lahmsein. Gerade das aufrechte Gehen aber
-wie jeder weiß, der einmal ein Kleinkind bei den ersten Gehversuchen beobachtet hat-
kann der Mensch nur alleine lernen. Eine Anlehnung oder Führung durch eine noch sichere Hand kann immer nur
eine Starthilfe sein, die er hinter sich lassen muß.
                                                                                               (Quelle: u.a. Langenscheidt)
                                                                                                 
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 16. Februar 2010, 07:44:41
                                                "von Pontius zu Pilatus laufen"

Wenn wir sagen, daß wir "von Pontius zu Pilatus laufen" müssen, um ein Ziel zu erreichen, bedeutet das:
Wir müssen viele verschiedene Stellen abklappern oder werden von einer zur anderen geschickt. Keine
seltene Erfahrung in unserem Zeitalter der ausufernden Bürokratie.
Die Redewendung geht auf ein Kapitel der Bibel zurück (Lukas 23, 1-12). Pontius Pilatus war der römische
Stadthalter in der Provinz Judäa. Als die Hohenpriester und Schriftgelehrten Jesus Christus bei ihm verklagten,
schickte Pontius Pilatus ihn zu Herodes, denn Jesus stammte aus Galiläa. Herodes war zwar neugierig auf
Jesus, als dieser aber auf seine Fragen nicht anwortete, schickte er ihn wieder, auch auf Grund der politischen
Prisanz, wieder zu zurück zu Pontius Pilatus.
Streng genommen, müssten wir also sagen: "von Pontius Pilatus zu Herodes laufen", denn Pontius Pilatus
ist der Familienname ein und der selben Person. Aber das klingt weniger knapp und schön, und außerdem:
Der Irrsinn eines Hin- und Hergeschicktwerdens zwischen zwei oder mehreren Stellen, die eigentlich eine
sind, wird so besonders hervorgehoben.

                                                                               (Quelle: Die Bibel & Langenscheidt)
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 18. Februar 2010, 07:53:13
                                                           "Der Schein trügt"

          "Man empfängt die Leute nach ihren Kleidern und entläßt sie nach ihrem Verstand"

Schein ist der Gegensatz zur Wirklichkeit; eine Täuschung, die darin besteht, daß unsere Erkenntnis die
Wirklichkeit nicht so wiedergibt, wie sie ist, sondern wie sie sich in unserer Erkenntnis wiederspiegelt. Der
Schein kann bedingt durch die Unsicherheit unserer sinnlichen Wahrnehmung oder dadurch, daß die Vernunft
Annahmen macht, die nicht nachprüfbar sind. Aus letzterem entstehen die metaphysischen Vorstellungen, die nach
Immanuel Kant auf einem transzendentalen Schein beruhen. Der ästhetische oder schöne Schein macht die Wirkung
aus, seien es Worte oder Auftreten, welche nur durch Erlebnisse und damit Erfahrung hinterfragt/gebremst werden
kann.
 
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: Cee am 19. Februar 2010, 00:44:41

"Die Kunst der List"

Buchtitel von Harro von Senger, ISBN 34o647568X "Strategeme durchschauen und anwenden"

Auszug aus Seite 13
Was ist ein "Strategem"?
Ein fast unbekanntes und daher nicht vorbelastetes deutsches Fremdwort für "List".

Was aber ist eine "List"?
Der Duden präsentiert zwei Definitionen, eine enge und eine weite.

Die enge Definition:
schlaues Mittel, mit dessen Hilfe man, andere täuschend, etwas zu erreichen sucht, was man auf
normalem Weg nicht erreichen könnte.

Die weite Definition:
schlaues Mittel, mit dessen Hilfe man etwas zu erreichen sucht, was man auf
normalen Wege nicht erreichen könnte.
Ende des Auszugs

Grüsse
Cee
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: hmh. am 19. Februar 2010, 00:51:40
Harro von Sengers Bücher, eigentlich sein gesamtes Werk, gehören zum wichtigsten, das man lesen muß, wenn man in irgendeiner Weise mit Asiaten und Asien zu tun hat.

Senger ist so gut, daß sein Hauptwerk über die List selbst in China im Unterricht verwendet wird.

http://de.wikipedia.org/wiki/Harro_von_Senger

Nur in einem Punkt liegt er eigentlich nicht ganz richtig (ohne daß ich Harro von Sengers Ansicht damit aber grundsätzlich infrage stellen will): Er setzt die chinesische "List" ebenso pauschal wie vollständig mit "Weisheit" gleich: http://www.36strategeme.ch/
Und benutzt in diesem Fall das Wort "Strategeme" in gewisser Weise nicht nur dazu, um die negativ besetzte List zu vermeiden, sondern eigentlich, zumindest für den normalen Leser, auch zur Verwässerung.

Was "Weisheit" im Chinesischen genau bedeutet, wird klar, wenn man sich das Zeichen für "Weisheit" einmal genau ansieht. Meiner Meinung nach war das die Schöpfung eines Genies:
(http://www.36strategeme.ch/images/zhi_moyen.gif)

Es besteht (von oben links im Uhrzeigersinn gesehen) aus den Zeichen für "Leben", "Mund" (Sprache) und "Sonne" (Wärme, Licht)

Ein reiches Leben, dessen Erfahrung durch die Sprache Ausdruck gegeben werden kann, wobei die Wärme der Erfahrung darunter (!) liegt.
Besser kann man sich nicht vorstellen, was Weisheit für einen Chinesen ist.

Quelle:
Hans Michael Hensel: "Das Gloria aller Glorien der Schreibkunst. Menschlicher Geist in seiner schönsten Form. Das chinesische Zeichen für Weisheit, Blüte aus vierzigtausend Schriftzeichen." — John Lesney (Hg): Die Wiederkehr der schönen Schrift. "Feuilleton" Nr. 7 (Jubiläumsausgabe) 2002. (Unter Verwendung von Informationen von Walter Plata und Keinosuke Sato)

Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: Cee am 19. Februar 2010, 01:06:13

Danke hmh!   :)

Ich fühlte mich bis jetzt, wenn ich Harro von Senger zitierte oder in Auseinandersetzungen mit beispielsweise
Herr Peer Steinbrück, dessen List durch den Hinweis auf eines der 36 Strategeme zu entlarven versuchte, in
unserem Kreise oft verdammt einsam.

Grüsse
Cee
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 21. Februar 2010, 09:31:22
                                                               "In vino veritas"

                               (lat. Sprichwort nach Alkaios, um 600 v.Chr. griech. Dichter)

Alkohol macht bekanntlich gesprächig. Ist erst mal ein gewisses Maß beim Konsum von alkoholischer Getränke
überschritten, so so plaudert der Trinkende gern Dinge aus, die er im nüchternen Zustand niemals offen zugegeben
hätte. In diesem Sinn liegt im Wein also durchaus Wahrheit - ob der Weingenuß hingegen ein geeignetes Mittel zur
Erkenntnis ist, darf bezweifelt werden.
Überliefert ist der lateinische Spruch "In vino veritas" in seiner griechischen Entsprechung bei dem altgriechischen
Dichter Alkaios, dessen Werk nur fragmentisch erhalten geblieben ist. Die Lobpreisung des Weines hat ihren festen
Platz in dieser Dichtung, die als Geselligkeitslyrik vor allem bei Trinkgelagen in Liedform zum Vortrag kam.

                                                                                                              (Quelle: Langenscheidt)


 
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: Cee am 23. Februar 2010, 17:13:59

"Es hat selten ein amerikanischer Präsident so ein beschissenes Erbe antreten müssen,wie Obama."

von Helmut Schmidt alt Bundeskanzler der BRD
aus TV N24 vom 21.02.2010
Eine Sendung des NDR

Meine Meinung:
Ich gratuliere Helmut Schmidt zu seinem 90. Geburtstag und wünsche ihm weiterhin die Kraft
zu seiner glasklaren Denk- und Argumentationsweise. Möge sein Räuchlein weiterhin und noch lange aufsteigen.

Grüsse
Cee
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 24. Februar 2010, 13:21:35
                                                            "Schlagfertigkeit"

                          Schlagfertigkeit ist etwas, worauf man erst 24 Stunden später kommt.

                                                                                                               (Mark Twain)


Wer schlagfertig ist, ist nie um eine Antwort verlegen. Er ist sozusagen jederzeit "Schlag-fertig", d.h. er kann
ohne lange überlegen zu müssen, spontan mit einer einfallsreichen und oft auch witzigen Entgegnung einen
verbalen "Schlagabtausch" parieren. Zumeist gelingen uns solche geistigen Glanzleistungen jedoch erst im
Nachhinein und losgelöst vom eigentlichen Gesprächskontext, wodurch sie ihre Brillianz und "Schlagkraft"
verlieren. Schlagfertigkeit hingegen erfordert eine gute Auffassungsgabe und Geistesgegenwart. Sie ist die
blitzartige Abfolge von rezipieren, reflektieren und reagieren.
                                                                                                             (Quelle: WAHRIG)
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: Cee am 25. Februar 2010, 18:54:35
Zum chinesische Schriftzeichen (zhi)

@ hmh. am 19. Februar 2010, 00:51:40
Zitat
"Nur in einem Punkt liegt er eigentlich nicht ganz richtig (...)"
(gemeint ist Harro von Senger)

Auftakt:
Es geht hier um das Schriftzeichen (zhi), nach Harro von Senger, wonach (zhi) neben
"Weisheit", "Klugheit" gleichzeitig auch "Strategem" (also List), bedeutet.

hmh, schaue noch einnmal in das Buch "36 Strategeme für Manager" Harro von Senger,
ISBN 978-3-492-24649-1 auf Seite17 (ff)

Grüsse
Cee
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 01. März 2010, 10:22:44
                                                  "Der Mensch ist, was er isst."

                                                                                (Ludwig Feuerbach, 1804-1872)

Der Umstand, daß sich die deutschen Verben "sein" und "essen" in der dritten Person nur geringfügig unterscheiden,
fordert Kaulauer geradezu heraus. Dieser stammt indes nicht von einem radikalen Vegetarier oder einem Kritiker der
Fastfood-Kultur, sondern von einem anthropologischen Philosophen des 19.Jahrhunderts. Ludwig Feuerbachs
Wortspiel ist in seiner Besprechung zur Physiologie der Nahrungsmittel (1850) des Arztes
Jakob Moleschott (1822-1893) zu lesen, in der Erkenntnisse der Stoffwechsel-Chemie und Ernährungsmittel-
Physiologie dargestellt werden. Feuerbach kritisiert dabei die vergeistigte sophische Bedeutung:

"Der Anfang der Existenz ist aber die Ernährung, die Nahrung also der Anfang der Weisheit. Die erste Bedingung,
daß Du etwas in dein Herz und deinen Kopf bringst, ist, daß du etwas in deinen Magen bringst."


Mit dieser Erkenntnis machte sich Feuerbach allerdings so manche Feinde. Es würde ihn vielleicht trösten, daß sein
Bonmot heute von vielen jungen Menschen als politische Parole benutzt wird.

                                                                                                                            (Quelle: Langenscheidt)
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 03. März 2010, 17:59:36
                                "Ich esse meine Suppe nicht ! Nein meine Suppe ess ich nicht !"

               Aus dem Struwwelpeter von Heinrich Hoffmann (1809-1894), dt. Schriftsteller und Psychiater

Als der Frankfurter Nervenarzt zu Weihnachten 1844 für seinen ältesten Sohn
                           Lustige Geschichten und drollige Bilder
schrieb und illustrierte und das Buch 1845 anonym veröffentlichte (erst die dritte Auflage von 1846 heißt
                                               Der Struwwelpeter
und die 5. Auflage von 1847 nennt dann erstmals den Verfasser), dürfte dann kaum damit gerechnet haben, eines
der bekanntesten und - nach Erkenntnissen heutiger Pädagogik - umstrittesten Kinderbücher der Welt verfaßt zu
haben.
Die sechste der neun Geschichten über das zumeist tragische Schicksal von Kindern mit gewissen "Unarten"
handelt vom Suppenkaspar, der mit dem Trotzruf: "Ich esse keine Suppe ! Nein ! Ich esse meine Suppe nicht !
Nein, meine Suppe ess ich nicht !"
innerhalb weniger Tage abmagert und schließlich verhungert. Kurioserweise
soll dieser Geschichte eine wahre Begebenheit zu Grunde liegen: Im Jahre 1834 sei in Leoben ein neunjähriger
Junge durch "Verweigerung der Nahrungsaufnahme" (so der Kirchenbucheintrag) gestorben sein. Seinen
Grabstein auf dem dortigen Jakobifriedhof zierte der Name Suppen-Kaspar.

                                                                     (Quelle: Langenscheidt)
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: Poojai am 10. März 2010, 05:30:52
 {{

alpenländische leichte Mathematik


i T'hosä gschisse geteilt durch zwei
gitt:
t'Helfti i dä Hosä
t'Helfti am Bei


 ???
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: boehm am 14. März 2010, 22:32:41
"In der heutigen Welt wird fünf mal mehr in Medikamente für die männliche Potenz
und Silikon für Frauen investiert als für die Heilung von Alzheimer Patienten.


Daraus  folgernd haben wir in ein paar Jahren alte Frauen mit großen Titten
und alte Männer mit hartem Penis, aber keiner von denen kann sich daran erinnern wozu das gut ist."
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 15. März 2010, 18:11:35
"Die schwierigste Aufgabe eines Präsdenten ist es nicht, zu tun was richtig ist, sondern zu wissen was richtig ist."

                                        Lyndon B Johnson (1908 - 1973), 36. US-Präsident (1963 1969)

Wollte man diesen Satz zynisch kommentieren, ließe sich als positiv herausstellen, daß dem Sprecher immerhin die
Differenz zwischen Tun und Wissen des Richtigen bewußt ist.
Lyndon B. Johnson dürfte sich mehrmals in dieser Lage befunden haben. Der demokratische Senator aus Texas,
der mit der amerikanischen Präsidentschaftswahl 1960 zum Vizepräsidenten John F. Kennedys (1917 - 1963)
wurde, wurde noch am Tag dessen Ermordung (22.11.1963) als neuer Präsident vereidigt. Seine Amtszeit war
maßgeblich vom Krieg in Vietnam bestimmt. Die brutale Kriegsführung, die auch die Zivilbevölkerung nicht
verschonte, führte ab 1966 zu weltweiten Protesten und Demonstrationen. Doch Johnson verstärkte den
militärischen Einsatz mit den Worten:
"Ich werde nicht der erste Präsident sein, der einen Krieg verliert."
Innenpolitisch bestimmten Rassenunruhen und die Bürgerrechtsbewegung mit Martin Luther King (1929 - 1968)
an der Spitze die Jahre seiner Präsidentschaft.
                                                                                                           (Quelle: Langenscheidt)
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: thai.fun am 15. März 2010, 23:07:19
"Die schwierigste Aufgabe eines Präsdenten ist es nicht, zu tun was richtig ist, sondern zu wissen was richtig ist."
"Die schwierigste Aufgabe eines TIP Members ist es nicht, zu schreiben was wichtig ist, sondern zu schreiben was richtig ist."

t.f
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: hmh. am 16. März 2010, 00:00:06
Lernt Ihr Häuptlinge erst mal richtig die Zitatfunktion zu beherrschen, bevor ihr Euch an "Wahrheiten" wagt!   ;D

Nach "[/quote]" kommt im Text zum Beispiel schon mal erst eine Leerzeile, außer bei ausgesprochenen Erbsenzäh... äh, nee, falsch ... Papierverschwen... nee, geht auch nicht, also gut: Kiniaus wie bei unserem Oberhäuptling Thaifun.  :]
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: drwkempf am 16. März 2010, 00:02:31
Lieber HMH,

ein schöner Urlaub kann unglaublich entspannend wirken!
V S i H!

Wolfram und Lisa
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: hmh. am 16. März 2010, 00:04:44
Ja, bin schon beim Kofferpacken für Hongkong mit der holden Gattin bis 22., hat sie sich echt verdient.  :-*

Übrigens hier: http://www.harbourgrand.com/ (Kowloon) (Link geändert; schöneres Startbild auf der Seite...  :) )
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: drwkempf am 16. März 2010, 00:14:58
Lieber HMH,

wunderbar ausgesucht!
Das wird sicherlich auch der Holden uneingeschränkt gefallen.

Wolfram und Lisa - mir ganz lieben Grüßen an die "Holde".
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: thai.fun am 16. März 2010, 03:11:59


...  also gut: Kiniaus wie bei unserem Oberhäuptling Thaifun.  :]



Meinst Du so........? Du Oberlehrer Du!   :-X

......oder hab ich da was falsch verstanden?  {+




t.f

Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: hmh. am 16. März 2010, 07:52:33
Oberhäuptling ist hier eine Ehrenbezeichnung, falls Du das noch nicht gemerkt hast.  :)
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 16. März 2010, 17:35:42
                                                       "Davon geht die Welt nicht unter"

                                           Schlager von Bruno Balz (Musik) und Michael Jary (Text)
zuerst gesungen von Zarah Leander, eigtl. Sara Stina Hedberg (1907 - 1981), schwed. Schauspieler- u. Sängerin


Ihre tiefe, erotische Altstimme mit dem charakteristischen rollenden "R" machte sie berühmt. Ende der 1930er Jahre
stieg die Schwedin Zarah Leander zum großen Star des deutschen Films auf. Von der nationalsozialistischen
Propaganda systematisch aufgebaut, wirkte die Leinwanddiva in den berühmtesten der sogenannten Durchhalte-
filme mit, die das Volk von den Kriegsereignissen ablenken sollten.
In ihrem vorletzten Film Die große Liebe (1942), der von der Liebe zwischen einer Variete-Sängerin und einem
Luftwaffenoffizier erzählt, sang Zarah ihr berühmtes Lied Davon geht die Welt nicht unter. Mit der Karriere des
Ufa-Stars war es bald darauf vorbei. Als sie sich 1943 weigerte die deutsche Staatsangehörigkeit anzunehmen
und es zu Geldstreitigkeiten kam, fiel sie beim Nazi-Regime in Ungnade. Sie kehrte nach Schweden zurück, hatte
bis 1949 Auftrittsverbot und spielte danach nur noch kleine Rollen.

                                                                                                                    (Quelle: Langenscheidt)
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: thai.fun am 16. März 2010, 21:29:35
Oberhäuptling ist hier eine Ehrenbezeichnung, falls Du das noch nicht gemerkt hast.  :)

...ab sofort bist Du für mich auch ein Oberhäuptling!  ;}
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: hmh. am 16. März 2010, 21:32:26
Howgh!  [-]

Uff, uff, wir haben gesprochen!
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 17. März 2010, 16:28:08
                                                              "Business as usual"

                                              Die geschäfte gehen ihren gewohnten Gang

                                                                                                (Winston Churchill, 1874 - 1965)

In krisenzeiten stets eine stoische Haltung zu bewahren gehört zu den wichtigsten Handlungsmaximen der Briten.
Exemplarisch vertreten hat dieses Prinzip Winston Churchill, der vor allem während des zweiten Weltkriegszur
Symbolfigur des britischen Widerstandsgeistes und Durchhaltewillens wurde.
Das von ihm geprägte geflügelte Wort "Business as usual" fiel zur Zeit des Ersten Weltkriegs.
Am 9. November 1914 hielt Churchill, zu jener Zeit in der Funktion des Marineministers, während eines Banketts in
der Londoner Guildhall eine Rede, in der er sagte: "The maxim of the English people is buisness as usual."
(Die Maxime des britischen Volkes lautet: Die Geschäfte gehen ihren gewohnten Gang)
Mit anderen Worten: Die Briten ließen sich auch vom Krieg nicht abhalten, ihren Geschäften in der gewohnten
Weise nachzugehen.
Heute verwenden wir das Zitat ganz allgemein, um auszudrücken, daß irgendwelche Ereignisse keine Auswirkun-
gen auf den normalen Gang der Dinge haben.
                                                                                                                    (Quelle: Langenscheidt)
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: Cee am 17. März 2010, 16:48:04

"Stolpern fördert."

von Goethe
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: Ban am 19. März 2010, 00:00:44
Ideengeschichte und politische Theorie

Aus einem Essay von Christine v Eichborn

Nach Niccolo Machiavelli:

Der Mensch im Naturzustand

Streben nach Macht und Einfluss; keine ethischen Normen; Egoistisch;Ändert sich in seinem innersten
Wesen nicht/keine Entwicklung. Humanes/religiöses/ethisches Bezugssystem zügelt seine Machtgier

Nach Thomas Hobbes:

Der Mensch im Naturzustand

Ständige Furcht vor dem Tod -> Selbsterhaltungstrieb; Krieg aller gegen alle -> Die Menschen führen aus
drei Gründen Krieg: Wettbewerb, Verteidigung, Ruhmsucht Der Mensch ist dem Menschen ein Wolf -> Fehlen
von Recht und Unrecht, weil fehlende Obrigkeit und Gesetze; Suche nach einer schützenden Macht, die das
Gewaltmonopol inne hat. Denn Sicherheit ist die Voraussetzung für Freiheit.

BAN
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 19. März 2010, 02:10:47
                                                                     "Alter"

                                             Wenn ich dereinst ganz alt und schwach,
                                                Und’s ist mal ein milder Sommertag,
                                              So hink ich wohl aus dem kleinen Haus
                                                   Bis unter den Lindenbaum hinaus.
                                               Da setz ich mich denn im Sonnenschein
                                                Einsam und still auf die Bank von Stein,
                                                 Denk an vergangene Zeiten zurücke
                                                Und schreibe mit meiner alten Krücke
                                                  Und mit der alten zitternden Hand
                                                           So vor mir in den Sand.


                                                                                      Wilhelm Busch



In einer Zeit, in der die Jugend als Symbol für Schönheit, Kraft und Erfolg vergöttert wird, scheint kein Platz
für das Alter (und die Alten) zu sein und das zu einer Zeit, in der es immer mehr alte Menschen gibt, weil sie,
dank moderner Medizin, immer älter werden. Der Volksmund spricht vom "alten Eisen", zu dem Menschen
gehören, wenn sie den hohen (Leistungs-) Anforderungen der modernen Gesellschaft nicht mehr genügen.
Leben in seiner ureigenen Bedeutung als alltägliche Wirklichkeit findet jedoch jenseits all dieser Normen statt,
als ein erfülltes Leben mit Wünschen, Träumen und Hoffnungen, die unserem Leben Sinn und Ziel geben.

                                                           (Quelle: Das aktuelle Buch der Allgemeinbildung)
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 24. März 2010, 16:19:19
                                        "Jedes Volk hat die Regierung, die es verdient."

                  (Joseph de Maistre, 1753 - 1821, frz. Diplomat, Staats- & Geschichtsphilosoph)

Es scheint, in dieser Betrachtung schwinge eine gewisse Befriedigung mit, daß sich das Volk seine politischen
Vertreter selbst "eingebrockt" habe. Und tatsächlich kommt die Skepsis, die sich hinter den Worten verbirgt,
nicht von ungefähr. Sie stammen aus einem Brief von Joseph de Maistre, einem der schärfsten Gegner der
Französischen Revolution und Verfechter des europäischen Monarchismus. Der Begründer des Ultramontanismus,
einem streng papsttreuen Katholizismus, vertrat die Auffassung, nur der katholische Glaube könne die von der
Revolution geschlagenen Wunden heilen.
Während de Maistre in jungen Jahren politisch einflußreiche Ämter innehatte, so war er etwa Senator von
Savoyen, so verlor er in nachrevolutionärer Zeit zunehmend an Ansehen und starb schließlich einsam und von
den Machthabern seiner Zeit wenig beachtet.

                                                                                                              (Quelle: Langenscheidt)
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 26. März 2010, 03:22:17
                                                "Das bittere Brot der Verbannung essen"                                                   
 
                                                    eating the bitter bread of banishment

                                                                             William Shakespeare (1564 - 1616)

Die Worte fallen im dritten Akt (III,2) von Shakespeares Drama The tragedy of King Richard II. (1367 - 1400)
Die Verbannung war bis in die Neuzeit eine Strafe, die zeitlich begrenzt oder für immer ausgesprochen werden
konnte und den Gebannten vor allem vom politischen Leben in seinem Heimatland fernhalten sollte. Dies
funktioniert heutzutage durch die weltweiten Kommunikationsmöglichkeiten nicht mehr in dem alten Sinne.
Selbst gekrönte Häupter traf das bittere Los der Isolation in einem fremden Land bzw. abgeschiedenen Inseln.

                                                                                                       (Quelle: u.a. Langenscheidt)
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 01. April 2010, 01:18:34
                                           "Oh wie so trügerisch sind Weiberherzen"
 

                                               La donna e mobile qual piuma al vento

                                       (wörtl.: Die Frau ist beweglich wie eine Feder im Wind)
                              Aus der Oper "Rigoletto" (1851) von Giuseppi Verdi (1813-1901)

So manchen Mann mag angesichts der Wankelmütigkeit seiner Angebeteten dieses Zitat aus Rigoletto eingefallen
sein. Bei der Uraufführung der Oper in Venedig mußte die Arie des bösen Herzugs von Mantua vor dem begeister-
ten Publikum gleich dreimal wiederholt werden. Schon am nächsten Tag soll sie zum Repertoire der Gondolieri
gehört haben.
Verdis Oper mit dem Libretto von Francesco Maria Piave (1810-1876) spielt am Hof von Mantua, wo der bucklige
Hofnarr Rigoletto seine schöne Tochter Gilda isoliert von der Aussenwelt aufwachsen läßt. Als sie dem skrupellosen
Herzog begegnet, verliebt sie sich unsterblich in ihn und läßt sich verführen. Rigoletto schmiedet daraufhin ein
Mordkomplott gegen den Herzog. Doch Gilda opfert schließlich ihr Leben für ihn.
Das Geschehen um Recht, Unrecht und Machtmißbrauch verlegte Verdi erst auf Druck der Zensur an einen
fiktiven Schauplatz. Ursprünglich hatte er den französischen König Franz I. (1494-1547) ganz unverblümt auf die
Bühne stellen wollen.
                                                                                           (Quelle: Langenscheidt)

Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 05. April 2010, 22:50:53
                                                          "Das ist der Anfang vom Ende"

                                     Redewendung nach Charles-Maurice de Talleyrand(-Perigord)

Mit diesen Worten kommentierte Talleyrand kühl die Nachricht von der Rückkehr Napoleon Bonapartes (1769-1821)
aus seinem Exil auf Elba im März 1815. Und er behielt recht. Bereits im Juni endete die "Herrschaft der 100 Tage"
auf dem Schlachtfeld von Waterloo.

Talleyrands politisches Genie wird genauso hoch veranschlagt, wie sein Charakter als zweifelhaft gilt. Er war eine
Art politischer Überlebenskünstler: 1788 Bischof von Autun, schloss er sich zu Beginn der FranzösischenRevolution
dem dritten Stand an und plädierte für die Verstaatlichung des Kirchenbesitzes. 1792 floh er nach England und
entging so dem Terreur, um 1796 zurückzukehren und dem Directoire als Außenminister zu dienen (1797).
Rechtzeitig schwenkte er zu Napoleon, unterstützte dessen Kaiserkrönung (1804) und behielt seinen Posten bis
1807. Schließlich wandte er sich jedoch von Napoleons Eroberungsplänen ab und den Bourbonen zu und spielte
eine führende Rolle bei der Restauration auf dem Wiener Kongress (1814-1815).
1830 wechselte er ins Lager des Bürgerkönigs Louis-Philppe über und wurde Botschafter in London.

                                                                                             (Quelle: Langenscheidt)
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 12. April 2010, 21:23:56
                                                        "Übung macht den Meister"

                                                wörtl.: Durch Schmieden wird man Schmied
                                                      C`est en forgeant qu`on devient forgeron.
                                                                       frz. Sprichwort


Wer irgendeine Fähigkeit erwerben will, muß vor allem eines tun: üben, üben, üben. Im Deutschen drücken wir das
mit dem Sprichwort "Übung macht den Meister" aus, im Französischen mit der oben zitierten Wendung. Durch den
Verweis auf das alte Handwerk des Schmiedens wird besonders auch die Bedeutung der praktischen Tätigkeit
hervorgehoben. So nützlich die Theorie für das Lernen sein mag, so richtig erlernt man jede Fähigkeit nur durch die
praktische Ausübung. Bei aller ernsthaften Übung soll man aber auch den Spaß nicht vergessen.

                                                                                                                   (Quelle: Langenscheidt)
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: Cee am 13. April 2010, 23:16:32
@ BöserWolf

Ich freue mich über Deine Beharrlichkeit. Deine Texte sind gerade und auch jetzt in
dieser Zeit, ein Lichtblick.

Grüsse
Cee
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 18. April 2010, 22:16:18
@ Cee     Sei herzlichst gegrüßt   8)

                                                      Fische müssen schwimmen

                                                           Pisces natare oportet

                              Titus (Gaius) Petronius Arbiter (14-66 n. Chr.) röm.Schriftsteller

Als willkommene Ausrede, dem Wein reichlich zuzusprechen, dürfte der Spruch "Fische müssen schwimmen" schon
oft beim Verspeisen eines Fischgerichts gefallen sein. Die Worte stammen aus einem Teilstück des satirischen
Romans Satyricon (Entstehungszeit nicht bekannt) von Titus Petronius Arbiter.

Das Gastmahl des Trialcho erzählt von dem ehemaligen Sklaven Trimalcho, der zu Reichtum gelangt ist und nun alte
Bekannte, Emporkömmlinge und junge Habenichtse zu einem großen Mahl lädt. Er beabsichtigt, nicht nur seinen
Reichtum, sondern auch seinen erlesenen Geschmack und sein überragendes Bildungswissen zur Schau zu stellen.
Bei einem siebengängigen Menü fährt er alle verfügbaren Delikatessen inklusive der besten Weine auf und fordert
seine Gäste nach dem Fischgang mit den Worten "Piscas natare oportet" zum reichlichen Weingenuß auf.
Die Anwesenden zeigen sich denn auch mehr vom Speisen- und Weinangebot begeistert als von den künstlerischen
und philosophischen Darbietungen, mit denen ihr Gastgeber Eindruck zu schinden versucht.

                                                                                                                   (Quelle: Langenscheidt)
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 20. April 2010, 00:14:18
                             "Den letzten Intelligenztest müssen die Menschen noch bestehen,
                                                     nämlich sich miteinander zu vertragen."


                                                                                                         (Heinz Haber, 1913-1990)

Der Einsatz für Frieden, Umweltschutz und eine humane Gesellschaft prägte sein Leben. Heinz Haber entwickelte
in den 1950er Jahren für die Weltraumbehörde NASA die ersten Raumanzüge und war Berater beim Bau des
Disney-Vergnügungsparks in Anaheim/Kalifornien.

Als Autor von rund 30 Büchern und über 300 Fernsehsendungen brachte Haber einem breiten Publikum
Forschungsergebnisse nahe. Ab den 1970er Jahren wandte sich der Astrophysiker, der die Atomkraft damals noch
als sauberste Energiequelle pries, der Umweltzerstörung, dem Klimawandel und der Überbevölkerung des
Planeten zu.

Die von Haber 1964 gegründete Zeitschrift "Bild der Wissenschaft" blickt hinter die Kulissen der Forschung.
Schwerpunkte sind Berichte über Ergebnisse einzelner Wissenschaftler und aktuelle Themen.

                                                                                             (Quelle: Harenberg)
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 25. April 2010, 17:45:23
                                        "Der Topf sucht sich sein Gemüse selbst aus"

                                                            Ipsa olera olla legit

                 (Aus Carmen 94 von Catull, eigtl. Gaius Valerius Catullus, um 86/87-54 v.Chr.)

Nur wenig weiß man von Catull, der im ersten vorchristlichen Jahrhundert zum römischen Dichterkreis der Neoteriker
gehörte und Gedichte schrieb, die einem noch heute die Schamesröte ins Gesicht treiben. Wie alle Neoteriker wurde
er dabei von der epikureischen Philosophie inspiriert, die als Lebensziel formulierte, Lust zu vermehren und Unlust
zu vermeiden. Und so stellen Catulls Gedichte erstmals den Dichter als Privatmann vor, sein Gefühlsleben und seine
erotischen Eskapaden. Kaum überrascht es deshalb, daß die oben notierte Redewendung nur bedingt kulinarisch zu
verstehen ist. Sie ist Teil eines Epigramms, in dem Catull die männliche Ausrede ironisiert, das "beste Stück" und
nicht sein "Träger" seien für ein unzüchtiges Sexualleben verantwortlich. Stimmt, entgegnet Catull augenzwinkert,
und der Topf sucht sich sein Gemüse selbst. Er schuf damit eine Redewendung, mit der zunächst die Römer und
später Lateinbegeisterte jene verspotten konnten, die die Verantwortung für ihr Tun nicht übernehmen wollen.

                                                                                   (Quelle: Langenscheidt)
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 01. Mai 2010, 04:04:46
                                           "Auch das Gewissen kann Hornhaut bekommen"

                                                            Anche la coscienca fa il callo

                                                                                        (ital. Sprichwort)

Hornhaut bildet sich immer da, wo ein Organ bzw. die Haut eines Organs besonders strapaziert wird. Sie ist eine
Art Verdickung zum Schutz empfindlicher Stellen und bildet sich zumeist an Füßen oder Händen. Die entsprechenden
Stellen sind taub oder jedenfalls unempfindlicher gegen Dinge, die von außen gegen sie drücken.

Das ursprünglich im venezianischen Dialekt verfaßte Sprichwort "Anca la cossiensa fa el calo" geht, ob zu Recht
mag jeder für sich entscheiden, davon aus, daß das Gewissen ein äußerst feines und empfindliches "Organ" ist,
das auf Berührung reagiert. Zu häufiger Druck auf dieselbe Stelle läßt es jedoch insofern unempfindlicher werden,
daß sich hier ebenfalls eine Hornhaut bildet. Vielleicht sind es Gewohnheiten und allzu regelmäßiger Gebrauch wie bei
Füßen, die zur Hornhautbildung führen. Es dürfte eine unbestrittene Tatsache sein, daß auch das empfindlichste
Gewissen bei permanenten Druck abstumpft, oder aber es zerbricht daran, so wie Füße wund werden und bluten,
wenn sie keine Hornhaut bilden.

                                                                                 (Quelle: Langenscheidt)
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 04. Mai 2010, 03:48:46
                                "Verzeiht die Unannehmlichkeiten, dies ist eine Revolution"

                                         Disculpen las molestias, esto es una revolucion

   Subcomandante Marcos, angeblich Rafael Sebastian Guillen Vicente (*1957), mexik. Rebellenführer

Ware Höflichkeit zeigt sich, wenn ihr auch unter widrigen Umständen nachgekommen wird. Als leuchtendes Beispiel
dafür gilt der legendäre Robin Hood. Ein Dieb mit Manieren, der am Ende des 12. Jahrhunderts in den Wäldern um
das englische Nottingham gelebt haben soll. Als eine Art moderner Robin Hood inszeniert sich derzeit
Subcomandante Marcos, der Sprecher einer mexikanischen Befreiungsbewegung. Seine Markenzeichen sind sein
hinter einer Maske verstecktes Gesicht, seine Pfeife, sowie seine demonstrative Ritterlichkeit. Vorbei sind also
offensichtlich die Zeiten, in denen Rebellen ihre Gegnerschaft zum Establishment durch betont rüpelhaftes Verhalten
ausdrücken. Tatsächlich vergaß Marcos nicht, sich mit dem heutigen Zitat bei Touristen zu entschuldigen, als sie
wegen einer Straßensperrung im Rahmen einer militärischen Aktion Unannehmlichkeiten hatten. Der Mann hat
einfach Stil und dient so seiner Sache bei weitem besser, als manch andere, in welcher Farbe des bekannten
Spektrums auch immer gewandet.                 
                                                                                                (Quelle: u.a. Langenscheidt)  
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 09. Mai 2010, 16:10:37
                                    "Die Wahrheit triumphiert nie, ihre Gegner sterben nur aus"

                                                                                    Max Plank (1858-1947), dt. Physiker

Die Einsicht des Begründers der Quantenphysik über die Wege wie sich Wahrheiten, nicht nur wissenschaftliche,
durchsetzen, ist eigentlich ernüchternd. Die triumphale öffentliche Anerkennung, die wir uns für manche Wahrheiten
durchaus wünschen würden, findet nicht statt. Stattdessen siegen Wahrheiten langsam und stetig mit der Zeit und
mit der "Biologie". Ihre Gegner sterben einfach aus. So unspektakulär ist der Siegeszugder Wahrheit.

Max Plank kannte den schleichenden Weg neuer Wahrheiten. Zwischen 1889 und 1926 hatte er einen der
renommiertesten Lehrstühle für Physik an der Berliner Universität inne, deren Rektor er zeitweise war. Er gilt als
Pionier der Quantenmechanik, für deren Anerkennung er lange kämpfte, und er erkannte als einer der ersten die
Bedeutung von Albert Einsteins (1879-1955) Relativitätstheorie. 1919 wurde ihm der Nobelpreis für Physik verliehen,
1930 bis 1937 war Präsident der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft für Grundlagenforschung, die 1948 nach ihm in
Max-Plank-Institut umbenannt wurde. Sein Sohn Erwin wurde wegen seiner Beteiligung am Attentat auf Adolf Hitler
vom 20. Juli 1944 hingerichtet. 
                                                                                                 (Quelle: Langenscheidt)
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 12. Mai 2010, 01:39:37
                                                   "Eulen nach Athen tragen"

Wenn jemand etwas ganz und gar Überflüssiges tut, kommentieren wir dies gern mit der Aussage, daß hier Eulen
nach Athen getragen werden. Die bereits in der Antike, so bei Cicero (106-43 v.Chr.), belegte Redewendung geht
auf eine Komödie des griechischen Dichters Aristophanes (um 445-386 v.Chr.) zurück.

In dem 414 v.Chr. uraufgeführten Stück Die Vögel findet sich in Vers 301 die Frage:
"Wer hat die Eule nach Athen gebracht ?"
Eulen gab es in Athen tatsächlich zuhauf, nicht nur in physischer, sondern auch in bildhafter Form. Als
nachtsichtiger Vogel galt die Eule als Symbol für Weisheit und war in diesem Sinne das Attribut der Schutzgöttin
Athene. Und auch auf den Silbermünzen der Stadt prangte das Bild der Eule. Was konnte also überflüssiger sein,
als noch mehr der gefiederten Tiere nach Athen zu bringen. Heutzutage sieht man es in Athen lieber wenn
22 Millarden der Gattung Euronia-Germanicus geflogen kommen, was in anderem Zusammenhang genauso
überflüssig sein dürfte.
 
                                                                                                 (Quelle: u.a. Langenscheidt)
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 14. Mai 2010, 20:36:56
                                                       "Dünkel"

Menschen, die einen Dünkel haben, sind hochmütig und eingebildet, weil sie sich anderen überlegen fühlen.
Sie gehen auf den sprichwörtlichen Stelzen und tragen eine Arroganz und Überheblichkeit zur Schau. Wer
jedoch auf Stelzen geht, hat den direkten Kontakt zum Boden und damit zur Realität verloren. Er hat darüber
hinaus eine auf Dauer strapaziöse, steife und unsichere Art der Fortbewegung gewählt, die einen Unerfahrenen
leicht zu Fall bringen kann, was ein bekanntes Sprichwort mit "Hochmut kommt vor dem Fall" auf den Punkt
bringt. Auf Stelzen zu gehen, bedeutet schließlich auch, sein Leben von künstlichen Hilfsmitteln abhängig zu
machen und von den Wurzeln des Lebens in seiner lebendigen Vielfalt abgeschnitten zu sein.

                                                                                                   (Quelle: WAHRIG)
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 16. Mai 2010, 17:42:30
                            "Es gibt keinen Fahrstuhl zum Glück, man muß die Treppe nehmen"

                                                                                   (Emil Oesch, 1894-1974)

Treppen dienen zur Überwindung von Höhenunterschieden, die über einzelne Stufen schrittweise bewältigt werden.
Mit jedem Schritt erfahren wir dabei die Verfügbarkeit unserer physischen Kräfte, was jeder, der schon einmal mit
Gehproblemen zu kämpfen gehabt hat, nicht unbedingt als Selbstverständlichkeit empfinden wird. Gleichzeitig
ermöglicht uns solch ein allmählicher Aufstieg das bewußte Wahrnehmen der sich mit jedem Schritt verändernder
Umwelt, im Gegensatz zum Fahrstuhl, der uns in Sekundenschnelle in eine andere Ebene katapultiert. Auch in
unserem Leben geht es immer wieder darum, neue Stufen zu erklimmen. Nicht jede damit verbundene Veränderung
ist uns willkommen, aber es ist der einzige Weg zu einem von Glück erfüllten Leben.

                                                                                                                            (Quelle: u.a. WAHRIG)
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 20. Mai 2010, 01:08:06
                 "Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht, und wenn er auch die Wahrheit spricht"

                                                (Phaedrus, um 15 v.Chr. - ca. 50 n.Chr.)

Der römische Fabeldichter Phaedrus wurde in Makedonien geboren. Er diente als Sklave in Rom bis ihm Kaiser
Augustus die Freiheit schenkte. In seinen Fabeln, die er nach dem Vorbild Äsops in Versen verfaßte, postulierte
er allgemeine Wahrheiten & Grundsätze und übte zum Teil scharfe Zeitkritik. Dadurch machte er sich bei einigen
Politikern unbeliebt und handelte sich vermutlich eine Gefängnisstrafe ein.
Er beeinflusste u.a. Jean de La Fontaine, Christian Fürchtegott Gellert und Gotthold Ephraim Lessing.

                                                                                                   (Quelle: Geschichte griffbereit)
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 21. Mai 2010, 00:03:51
                                                        "Krieg bis auf´s Messer"
 
             (Redewendung nach dem spanischen General José de Palafox y Melzi, 1776-1847)

Als Napoleon Bonapartes überlegene Grande Armee 1808 Spanien besetzte, löste Ferdinand VII.
(König 1808 und 1813-1833) kurzzeitig seinen untätigen Vater Karl IV. auf dem Bourbonenthron ab und leistete
zusammen mit seinem General Palafox, den er zum Generalkapitän von Aragonien machte, Widerstand. Kurz
darauf floh er jedoch ebenfalls ins Exil, während der General aushielt.
Gegen Napoleons Bruder Joseph Bonaparte (1768-1844) als Spaniens König von Frankreichs Gnaden organisierte
Palafox nun einen gnadenlosen Guerillakrieg "bis auf´s Messer". Mit irregulären Truppen, die herumstreifende
Franzosen aus dem Hinterhalt niedermachten, ihre Ausrüstung erbeuteten und sogar Katalonien und Navarra
eroberten. Napoleon kehrte nach Spanien zurück und antwortete mit Geiselerschießungen und Terror. Nach der
Rückkehr Ferdinands VII. wurde Palafox erneut Generalkapitän, widersetzte sich jedoch dessen reaktinärer
Terrorherrschaft und kämpfte für eine konstitutionelle Monarchie. Daraufhin politisch kaltgestellt, ehrte ihn erst
Königin Maria Cristina (Regentin 1833-1840) mit der Herzogs- und Senatorenwürde.

                                                                                                        (Quelle: Langenscheidt)
                                     
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 25. Mai 2010, 01:08:24
                                                          "Der Rest ist Schweigen"

                       Aus der Trägödie Hamlet (um 1600) von William Shakespeare (1564-1616)

William Shakespeares Meisterwerk Hamlet ist eines der meistgespielten Dramen der Weltliteratur. Im Geschehen
um den melancholischen Dänenprinzen, der über der Aufgabe, den Mord an seinem Vater zu rächen, zugrunde
geht, entfaltet sich ein intrigenreiches Spiel um Macht, Moral und Rache, das im letzten Akt auf einen dramatischen
Höhepunkt zusteuert.
Das Duell zwischen Hamlet und Laertes, Bruder der Ophelia, der Hamlet für ihren Tod verantwortlich macht, endet
mit einem wahren Schlachtfeld:
Hamlet stirbt durch die vergiftete Klinge seines Gegners, doch aufgrund einer Verwechslung der Waffen wird auch
Laertes tödlich getroffen. Die Königin, Hamlets Mutter, stirbt an dem Gifttrank, der für Hamlet bestimmt war.
Zubereitet hatte ihn der König, Hamlets Onkel, der für diese Tat wiederum von Hamlet getötet wird. Zu diesem
Schlußszenario bleibt in der Tat wenig mehr zu sagen als Hamlets letzte Worte:
                                                              "The rest is silence"

                                                                                                        (Quelle: Langenscheidt)
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 26. Mai 2010, 00:08:37
                                                       "jemanden im Stich lassen"

Feigheit ist ein zeitloses Phänomen, das es auch unter den Rittern im Mittelalter gegeben hat. Spuren dieser
allzu menschlichen Schwäche finden sich nicht nur in den großen Heldenepen des Mittelalters wie dem
Nibelungenlied (um 1200), sondern auch ganz konkret in unserer alltäglichen Sprache. Wer hat sich denn noch
nicht schmählich "im Stich" gelassen gefühlt, wenn sein Vertrauen missbraucht wurde ?

Die entsprechende Redewendung ist spätestens seit dem 15. Jahrhundert belegt, hat ihren Ursprung aber früher,
nämlich im mittelalterlichen Turnierkampf, in dem sich zwei Ritter zu Pferd mit Lanzen und Schwertern bekämpften.
Beim Turnierkampf gab es zumeist eine klar umrissene Nahkampfzone, in der sich die Gegner gnadenlos, aber
regelkonform gegenseitig abstechen konnten. Besonders übel erging es dem Ritter, wenn er stürzte und von
seinem Knappen nicht wie üblich aus der Gefahrenzone gezogen wurde, sondern buchstäblich "im Stich gelassen"
wurde. Dem Verratenen blieb in diesem Fall nichts anderes als die Hoffnung, daß seine Ritterrüstung
"hieb- und stichfest" war !
                                                                                          (Quelle: Langenscheidt)
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 28. Mai 2010, 01:49:44
                                           "Friede den Hütten ! Krieg den Palästen !"

                                            Guerre aux Chateaux! Paix aux chaumieres!
                                           wörtl.: Krieg den Palästen! Friede den Hütten!
                                           Sebastien Roch Nicolas Chamfort (1741-1794)


Chamfort zählt zu den bedeutendsten Maximen-Autoren der französischen Aufklärung. In den Anekdoten und
Aphorismen der Maximes, pensees, caracteres et anecdotes (Maximen, Gedanken, Charaktere und Anekdoten,
1795)
ging er rigoros mit der Koruption und Heuchelei seiner Zeit ins Gericht. Während der französischen
Revolution schloß sich Chamfort den Jakobinern an. Als Schlachtruf für die Revolutionstruppen soll er die Worte
"Guerre aux chateaux! Paix aux chaumieres! (Krieg den Palästen! Friede den Hütten!) vorgeschlagen haben.

In der uns bekannten umgekehrten Form "Friede den Hütten! Krieg den Palästen!" taucht die Parole bei dem
deutschen Schriftsteller Georg Büchner (1813-1937) auf. Er wählte sie als Motto seiner 1834 veröffentlichten
radikaldemokratischen Kampfschrift Hessischer Landbote, die das Volk zur Revolution aufrief.

Die Geschichte wiederholt sich immer und immer wieder. Zählt zur Rubrik: "Die (Menschen) sind so!"

                                                                            (Quelle: Langenscheidt)
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 31. Mai 2010, 19:19:57
                                    "Der Geist ist willig, aber das Fleisch ist schwach."

                                                                                  dt. Sprichwort nach der Bibel

Wer nicht schon einmal einen Vorsatz gefaßt, ihn nach kurzer Zeit jedoch wieder fallen gelassen, weil die
Ausführung schlichtweg zu mühsam schien ? Die Einsicht, "Der Geist ist willig, aber das Fleisch ist schwach",
dürfte sich beispielsweise bei vielen Menschen hinsichtlich ihrer Neujahrsvorsätze einstellen. Mag es einem
auch noch so ernst damit gewesen sein, das Rauchen aufzugeben oder ein paar Kilo abzutrainieren, sind erst
einige Tage oder Wochen ins Land gegangen, stellt sich die wohlbekannte Bequemlichkeit wieder ein, und der
gute Vorsatz wird auf Eis gelegt.
Das Sprichwort zu dieser weitverbreiteten menschlichen Schwäche stammt aus dem Matthäus-Evangelium.
Als Jesus im Garten von Gethsemane betet, schlafen seine Jünger ein, statt mit ihm zu wachen, worauf Jesus
sagt: "Konntet ihr nicht einmal eine Stunde mit mir wachen? Wachet und betet, damit ihr nicht in Versuchung
geratet. Der Geist ist willig, aber das Fleisch ist schwach."


                                                                                      (Quelle: Langenscheidt & Die Bibel 26/40f)
             
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 07. Juni 2010, 20:42:01
                                                         "Nach uns die Sintflut"

Redewendung nach Jeanne-Antoinette Poisson, Marquise de Pompadour (1721-1764), Mätresse des frz. Königs

Von den vielen Mätressen, die die Geschichte Frankreichs mitprägten, ist die Pompadour wohl die bekannteste
und einflußreichste. Ob sie diesen Ausspruch wirklich getan hat, ist umstritten; er verdeutlicht jedoch die
Haltung des höfischen Adels vor der französischen Revolution gegenüber den sozialen Problemen des Landes.

Die Tochter eines Heereslieferanten legte es zielstrebig darauf an, den vergnügungssüchtigen König Ludwig XV.
(1710-1774, König seit 1715) aufzufallen, der während einer Jagdgesellschaft ihre Bekanntschaft und sie 1745
zu seiner Favoritin (Maitresse en titre) machte. Obwohl ihre sexuelle Beziehung nur bis 1751 andauerte,
verstand sie es, sich als kluge politische Ratgeberin unentbehrlich zu machen, und galt als bald als die heimliche
Regentin Frankreichs. Im siebenjährigen Krieg (1756-1763) setzte sie ein Bündnis Frankreichs mit Österreich und
Rußland gegen Preußen durch, wofür sie der erboste Preußenkönig Friedrich als "Erzhure" titulierte.
Sie war eine große Förderin der Kunst und organisierte Zerstreuungen für den "viel geliebten" Ludwig XV.

                                                                                              (Quelle: Langenscheidt)
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 13. Juni 2010, 19:47:43
                                          "Ein Messer ohne Klinge, an welchem der Stiel fehlt"

                     Georg Christoph Lichtenberg (1742-1799), dt. Schriftsteller, Satiriker und Physiker

Wer glaubt, daß erst heutzutage Trödelmärkte und Schnäppchenanbieter mit Dingen locken, die niemand braucht,
weil sie zu nichts zu gebrauchen sind, muß nur mal beim alten Spötter Lichtenberg nachlesen. Dieser bezog bereits
1798 Im Göttinger Taschenkalender das obige "Angebot" auf die Ankündigung einer "Sammlung von Gerätschaften",
die aus einer Haushaltsauflösung zur Auktion feilgeboten wurden.

Das kleinwüchsige und durch eine Rückgratverkrümmung bucklige Universalgenie Lichtenberg, 17. Kind eines
protestantischen Pfarrers, fiel schon früh durch seine Begabung auf und wurde 1770 Professor für Physik,
Mathematik und Astronomie in Göttingen, wo er durch seine spektakulären Experimente und Vorführungen ebenso
Aufsehen erregte wie durch sein unkonventionellen Liebesleben. Weltberühmt wurde er jedoch mit seinen
pointiert-spöttischen bis ätzend-scharfen Aphorismen, die er ab 1764 in seine Sudelbücher notierte. Sie zeigen den
unabhängigen Freigeist als einen echten Vertreter der Aufklärung und einen Satiriker von Weltrang.


                                                                              (Quelle: Langenscheidt)
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: Cee am 17. Juni 2010, 16:27:02
In der heutigen Debatte um ewig steigende Kosten im Gesundheitswesen im Dialog Radio- Hörermeldungen:

Weil es die Krankenkassen als Obligatorium gibt, kann der politisch verschleppten Kostenspirale niemand
alternativ ausweichen.
Andererseits sei so für alle der Anreiz geschaffen, das Recht auf Versorgung zu konsumieren.

 Zitat:
Weshalb gibt es weniger Hagelversicherte als Feuerversicherte?
Weil es schwerer ist, Hagel herbeizuführen.

CH DRS 2, Locher, 17.06.2010
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 22. Juni 2010, 01:58:52
                                                              "einen heben"

                                                             empinar el codo
                                    (wörtl.: den Ellbogen heben, span. Redewendung)

Am 40.sten Tag nach Ostern feiern die Christen die Himmelfahrt des auferstandenen Jesus Christus. Der von den
Menschen erniedrigte und gekreuzigte Jesus wurde von Gott erhoben und an den Platz zu seiner Rechten
gesetzt. Christi Himmelfahrt gehört zu den ältesten kirchlichen Festen.

Da mutet es ein wenig kurios an, daß dieser Festtag in Deutschland vielfach durch häufiges Anheben des
Ellenbogens begangen wird. Seit dem 19. Jahrhundert zieht am sogenannten Vatertag die männliche Hälfte
der Schöpfung durchs Land und frönt den Freuden, die in allerlei alkoholischen Getränken so verborgen sind.
Die beim Trinken so typische Aufwärtsbewegung führte zu der deutschen Wendung "einen heben".
Im spanischen redet man vom "Anhebn des Ellenbogens", wenn man sagen möchte, daß sich jemand gern dem
Alkoholkonsum hingibt.
                                                                                              (Quelle: Langenscheidt)
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 28. Juni 2010, 23:43:17
                                                  "Ein rollender Stein setzt kein Moos an"

                                                            A rolling stone gathers no moss
                                                                                                           (engl. Sprichwort)


Viele Sprachen kennen Sprichwörter, die vor dem Zustand des Stillstandes warnen. Im Deutschen heißt es:
"Wer rastet, der rostet". Auch hier nagt der Zahn der Zeit am Stillstehenden. Unbewegliches Eisen wird vom
Rost zersetzt, ebenso wie der Stein, der nicht bewegt wird, vom Moos überzogen wird.

Rolling Stone ist im englischen Sprachraum eine Wendung für Beweglichkeit. So war die 1962 gegründete
britische Rockband The Rolling Stone eine Zeit lang die neben den Beatles populärste Beat- und Rockband.
Die ungebrochene Bühnenpräsenz der heute Mittsechziger zeigt, daß sie noch lange kein Moos ansetzen.
Rolling Stone ist auch der Titel des wohl bekanntesten amerikanischen Musikmagazins, vor allem für die
Rock- und Popmusik, das seit 1967 bis heute im 14-tägigen Rhytmus erscheint. Auch hier also noch lange
kein Ansetzen von Moos. Moosgrün im Gesicht verließ allerdings der Bandleader der Rolling Stones gestern
vorzeitig das Stadion beim Spiel Deutschland gegen England bei unserem verdienten 4 : 1 Sieg.

                                                                                           (Quelle: u.a. Langenscheidt)
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 06. Juli 2010, 18:11:42
                                                   "Das kommt mir chinesisch vor"

                                                             Esto me sueno a chino
                                                                                    ( spanisches Sprichwort )

Wenn einem gewisse Gebräuche merkwürdig vorkommen oder man etwas nicht versteht, schiebt man dies
gerne anderen Völkern zu, die nur ein Kauderwelsch zu sprechen scheinen. Im Deutschen sagt man:
"Das kommt mir spanisch vor", oder man spricht von "böhmischen Dörfern". Die Herkunft der ersten
Wendung soll auf spanische Söldner im Dreißigjährigen Krieg zurückgehen, deren Sprache man nicht verstand,
die zweite auf tschechische Dörfer, deren Namen man nicht aussprechen konnte.

Natürlich würde die Wendung "das kommt mir spanisch vor" für die Spanier wenig Sinn machen, es sei denn
sie wollten Vertrautes bezeichnen. Sie benutzen für diese Fremdheit, wie viele andere Völker Europas, die
Wendung: "Das kommt mir chinesisch vor". China galt in Europa lange Zeit als Synonym für Fremdheit und
Exotik schlechthin. Übrigens auch im positiven Sinn: Die "China-Mode" des 18. Jahrhunderts etwa entwarf
ein imaginäres China als Heimat angeblich naturverbundener, glücklicher und sorgloser Menschen. Die
Aufklärung tarnte ihre Kritik am alten Europa oft als Reiseberichte imaginärer chinesischer Gesandter.

                                                                                          (Quelle: Langenscheidt)
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: Burianer am 07. Juli 2010, 06:53:53
Zitat
Das kommt mir spanisch vor", oder man spricht von "böhmischen Dörfern".
boeser Wolf,

schoen, spanisch sehen wir heute abend,  und die boehmschen  Doerfer ???  
Hallo Boehm  wo hast du denn deine Zelte ueberall aufgeschlagen  {;


oder aus dem franzoesischen  .. Vistit ma Tent ,,  nein nicht besuch meine Tante.
sonder besuche mein Zelt heute abend, sagte der Franz, Soldat zu der huebschen Lady  ;}
daher auch das Sprichwort, mach keine visimatente  ( mach keine Sche..)   :]
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 12. Juli 2010, 18:55:28
                    "Ich glaube, daß Sex eines der schönsten, natürlichsten, gesündesten Dinge ist,
                                                           die man für Geld kaufen kann."


                                 Steve Martin (*1945), amerk. Schauspieler & Drehbuchautor

Als Stand-Up-Comedian avancierte Steve Martin in den 1970er-Jahren zum populärsten Komiker der USA. Zuvor
hatte er sich bereits als Drehbuch- und Gagschreiber einen Namen gemacht und 1968 für eines seiner
Drehbücher einen Emmy Award gewonnen.
Ende der 1970er-Jahre wandte sich Martin erneut dem Filmgeschäft zu und erlebte gleich mit seinen ersten
Filmen, darunter der Kultstreifen Tote tragen keine Karos (1982), den Durchbruch als Schauspieler. Es folgten
Publikumserfolge wie Roxanne (1987) - eine moderne Version des Cyrano de Bergerac -, L.A. Story (1991) und
Vater der Braut (1991), bei deren Drehbüchern er zum Teil wieder selbst mitwirkte. Danach wurde es still um
Martin, doch spätestens seit dem Familienfilm Im Dutzend billiger (2003) und der Neuauflage von
Der rosarote Panther (2006) hat der Komiker mit dem schneeweißen Haar und der ausdrucksstarken Mimik
bewiesen, daß seine Karriere noch lange nicht beendet ist.
                                                                                                      (Quelle: Langenscheidt)
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: thaichris69 am 13. Juli 2010, 16:12:20
                   "Ich glaube, daß Sex eines der schönsten, natürlichsten, gesündesten Dinge ist,
                                                           die man für Geld kaufen kann."


                                 Steve Martin (*1945), amerk. Schauspieler & Drehbuchautor

Das glaube ich auch, oft erbrobt und nie bereut.

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Ueberflüssige und doppelte Vollzitate entfernt
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 13. Juli 2010, 18:31:21
                           "Tugend will ermuntert sein, Bosheit kann man schon allein !"

                Aus der Bildergeschichte "Plisch & Plum" (1882) von Wilhelm Busch (1832-1908)

An Erziehern hat es den Deutschen nie gemangelt. So tüftelte der
Freiherr Adolph Franz Friedrich Ludwig Knigge (1752-1805)
an den Umgangsformen im Zwischenmenschlichen, Während Friedrich Schiller (1752-1796) das
Theater zur moralischen Anstalt entwickeln wollte. Unzählige Namen wären noch zu nennen. Gemessen an der
Zahl der geflügelten Worte, die aus seinen Werken in den allgemeinen Sprachschatz gelangten, hat sich Busch
vielleicht die größten Meriten erworben.
Und so legte Busch mit dem oben aufgeführten, längst sprichwörtlich gewordenen Reim, mit dem ein Magister
Bockelmann die Erziehung zweier unartiger Hunde begründet, Generationen von deutschen Pädagogen eine
witzige Begründung für ihre Arbeit in den Mund. Wenn man aber genau hinschaut, zeigen seine
Bildergeschichten von Max & Moritz (1865) bis zu Die fromme Helene (1872) meistens drastisch
die Sinnlosigkeit von Erziehungsritualen.
Busch war ein Pessimist und wußte: "Der Mensch ist schlecht und wird es bleiben !"

                                                                                            (Quelle: Langendscheidt)
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 14. Juli 2010, 17:07:44
                                                                   "Beruf"

Es gibt Menschen, die arbeiten, und Menschen, die einen Beruf ausüben. Subjektiv betrachtet der selbe
Sachverhalt. Objektiv jedoch so unterschiedlich wie Sonne und Mond, Tag und Nacht, schwarz und weiß.
Arbeit ist eine "körperliche oder geistige Tätigkeit oder Beschäftigung". Ein Beruf wird aus einer "Berufung",
einer "inneren Bestimmung" heraus ergriffen und steht damit in enger Beziehung zu Persönlichkeit und
Charakter des "berufstätigen" Menschen.
In einer zeit, in der die Berufstätigkeit zu allererst der Sicherung des Lebensunterhalts und -standards
dient, dgeneriert der Beruf zur alltäglichen (Fron-)Arbeit. Jeder hat es jedoch selbst in der Hand, sein
Berufsleben mit innerem Engagement zu erfüllen und dadurch Freude statt Frust zu erfahren.

Zähle deine Erfolge, nicht deine Probleme und Sorgen. Fürchte nie etwas Neues zu versuchen !

Und denkt daran:
Einfache Leute haben die Arche gebaut - Fachleute die Titanic   :-)

                                                                                                            (Quelle: u.a. Bertelsmann)
                                                                                                           
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 19. Juli 2010, 00:25:51
                               "Man muß die Feste feiern, wie sie fallen"

       Aus der Posse Graupenmüller (1865) von Hermann Salingré (1833 - 1879), dt. Dramatiker

Ein Grund zum Feiern wird sich immer finden lassen. Vielleicht ist es Picknickwetter, vielleicht macht der
Sommer aber wieder einmal eine Pause, weshalb es erst recht gilt, keine schlechte Laune aufkommen lassen.
In diesem Fall handelt man ganz im Geiste der Berliner Lokalposse Graupenmüller von Hermann Salingré, aus
der das Motto für all diejenigen stammt, die sich keine Feier entgehen lassen. Hier steht auch der sinnige
Nachsatz: "Und wenn sie nicht fallen wollen, muß man eben nachhelfen."
Wie man dies macht, wußte man im 19. Jahrhundert besonders gut am Berliner Wallner-Theater, wo die
schnell geschriebenen Stücke des gelernten Kaufmanns Salingré und viele andere sogenannte
"Halbwelt-Damen" ein Massenpublikum anlockten. Das Theater lag in der "Blumenstraße 9", und mitunter
ging es dort so turbolent zu, daß einige Sprachforscher den Überraschungsruf: "Ach du grüne Neune !"
- der leicht skandalösen Ereignissen gilt - aus der Örtlichkeit dieses berüchtigten Etablissements ableiten.

                                                                                                              (Quelle: Langenscheidt)
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 21. Juli 2010, 17:08:32
                                  "Wo viel Licht ist, ist starker Schatten"

                                                 Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832)

Natürlich ist uns allen das berühmte Zitat aus dem dritten Akt des Götz von Berlichengen (Uraufführung 1774)
bekannt, mit dem der Ritter so unedel auf die Aufforderung antwortet, sich zu ergeben:
"Er aber, sag´s ihm, er kann mich im Ars.he lecken."
Das der Ritter mit der eisernen Hand sich aber auch salonfähig ausdrücken kann, wird mit dem heutigen Zitat
aus dem ersten Akt demonstriert. Götz hat gerade mit seinem Sohn Carl gesprochen, der aufgeweckt und
gebildet ist, aber für Götz damit eben nicht so ein Haudegen aus echtem Schrot und Korn wie er selbst.

Der götzsche Satz ist zum geflügelten Wort geworden und wird gerne verwendet, wenn zum Ausdruck
kommen soll, daß besonders Erfreuliches und Schönes auch immer mit irgendetwas Nachteiligem und
Unerfreulichem verbunden ist.
                                                                                                         (Quelle: Langenscheidt)
                                                                     
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 22. Juli 2010, 17:52:35
                            "Das schwächere Geschlecht ist das Stärkere,
                                                wegen der Schwäche des Stärkeren für das Schwächere"


                                                          Greta Garbo (1905-1990)

Der unnahbare Hollywoodstar, als "Göttliche" der Leinwand mit geheimnisvoller Aura, war sie das
Sehnsuchtsobjekt von Millionen Kinobesuchern. In ihren Filmen verkörperte Greta Garbo oft Frauenfiguren,
die mit unrechtmäßigen Liebesaffären scheitern.

Aufgewachsen in ärmlicher Umgebung, entdeckte sie der schwedische Regisseur Mauritz Stiller 1924 für
den Film "Gösta Berling". In Hollywood wurde sie mit Filmen wie "Mata Hari" (1931), Königin Christine (1933),
"Anna Karenina" (1935) und die "Kameliendame" (1936) zum Mythos. Ihr Image des unnahbaren, entrückten
Stars verstärkte sie noch durch ihren frühen Rückzug nach dem Film "Die Frau mit den zwei Gesichtern"
(1941). Obwohl viermal nominiert, erhielt die Garbo nie den Oscar als beste Hauptdarstellerin. 1955 verlieh
ihr die Academy of Motion Picture Arts and Sciences eine Ehren-Statuette für ihr Lebenswerk.

                                                                                                     (Quelle: Harenberg)
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: kulowanz am 22. Juli 2010, 18:14:15
Wenn sich der Gedanke im Hirn splittert
es draussen heftig gewittert
die Erde unter einem erzittert,
dann ist das ungebügelte Hemd zerknittert.
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: georg am 24. Juli 2010, 07:51:29
Der Sinn des Lebens

Ein Investmentbanker stand in einem kleine mexikanischen Fischerdorf am Pier und beobachtete, wie ein kleines Fischerboot mit einem Fischer an Bord anlegte. Er hatte einige riesige Thunfische geladen. Der Banker gratulierte dem Mexikaner zu seinem prachtigen Fang und fragte, wie lange er dazu ! gebraucht hatte.
Der Mexikaner antworte: "Ein paar Stunden nur. Nicht lange."
Daraufhin fragte der Banker, warum er nicht länger auf See geblieben ist, um noch mehr zu fangen.
Der Mexikaner sagte, die Fische, reichen ihm, um seine Familie die nächsten Tage zu versorgen.
Der Banker wiederum fragte: "Aber was tun Sie denn mit dem Rest des Tages?"
Der mexikanische Fischer erklärte: "Ich schlafe morgens aus, gehe ein bisschen fischen, spiele mit meinen Kindern, mache mit meiner Frau Maria nach dem Mittagessen eine Siesta, gehe im Dorf spazieren, trinke dort ein Gläschen Wein und spiele Gitarre mit meinen Freunden. Sie sehen, ich habe ein ausgefülltes Leben."
Der Banker erklärte: "Ich bin ein Harvard-Absolvent und könnte Ihnen ein bisschen helfen. Sie sollten mehr Zeit mit Fischen verbringen und von dem Erlös ein größeres Boot kaufen. Mit dem Erlös hiervon wiederum könnten Sie mehrere Boote kaufen, bis Sie eine ganz Flotte haben. Statt den Fang an einen Händler zu verkaufen, könnten Sie direkt an eine Fischfabrik verkaufen und schliesslich eine eigene Fischverarbeitungsfabrik eröffnen. Sie könnten Produktion, Verarbeitung und Vertrieb selbst kontrollieren. Sie könnten dann dieses kleine Fischerdorf verlassen und nach Mexiko City oder Los Angeles und vielleicht sogar New York City umziehen, von wo aus Sie dann ihr florierendes Unternehmen leiten."
Der Mexikaner fragte: "Und wie lange wird dies alles dauern?"
Der Banker antwortete: "So etwa 15 bis 20 Jahre."
Der Mexikaner fragte: "Und was dann?"
Der Banker lachte und sagte: "Dann kommt das Beste. Wenn die Zeit reif ist, konnten Sie mit Ihrem Unternehmen an die Börse gehen; Ihre Unternehmensteile verkaufen und sehr reich werden. Sie könnten Millionen verdienen."
Der Mexikaner sagte: "Millionen. Und dann?"
Der Banker sagte: "Dann könnten Sie aufhören zu arbeiten. Sie könnten in ein kleines Fischerdorf an der Küste ziehen, morgens lange ausschlafen, ein bisschen fischen gehen, mit Ihren Kindern spielen, eine Siesta mit Ihrer Frau machen, in das Dorf spazieren, am Abend ein Gläschen Wein genießen und mit ihren Freunden Gitarre spielen."

http://www.wahrheit-jetzt.de/html/wahrheit_lugen.html
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: Burianer am 24. Juli 2010, 09:05:23
 :-) ja, ja,  um zu dieser Weisheit zu gelangen, muss man mindestens in Harvard stutiert haben  ]-[

Frage nur wie lange, manche studieren das ein Leben lang, und  sind noch nicht zu dem Schluss gekommen  :]
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: kulowanz am 24. Juli 2010, 10:20:34
Wenn deine Alte liest,
dass ein Prügel schiesst,
wird es Zeit, dass du wieder mal an deiner Zigarette ziehst.
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 26. Juli 2010, 15:56:23
                               "Ich glaube, da war gerade eine Miezekatze."

                                            I thought I saw a pussy-cat.
                               (wörtl.: Ich glaube, ich sah eine Miezekatze)
                                                            Tweety (Pie), Comic-Kanarienvogel


Der kleine gelbe Kanarienvogel Tweety auf seiner Papageienschaukel im Käfig und der verfressene Kater
Sylvester zelebrieren in vielen Varianten das alte Spiel der Comic-Antipoden, das auch Cojote Karl und
Roadrunner oder Tom & Jerry meisterlich beherrschen: Der vermeintlich Stärkere gräbt sich beim Versuch,
den Kleineren zu fressen, selbst eine Grube und hat am Ende stets den Schaden.

Tweety Pie, der im Original mit seiner Babystimme (Gesprochen von Mel Blanc) "s" und "th" nicht aussprechen
kann und eigentlich beim Anschleichen der Katze sagt: "I taut, I taw a puddy-cat", tauchte erstmals 1942 in
einem Trickfilm der Warner Brothers auf, damals noch gejagt von zwei Katzen. Sein Gegenspieler Sylvester
kam erst 1947 hinzu. Die beiden leben bei der bisweilen etwas schusselig wirkenden Großmutter Granny mit
Brille und Haarknoten, die den armen Kater am Ende regelmäßig mit dem Besen verprügelt. Die sechs bis
zehn Minuten langen Abenteuer von Tweety und Sylvester wurden bis 1964 gedreht und erfreuen sich in
vielen Ländern bis heute großer Beliebtheit.
                                                                                                        (Quelle: Langenscheidt)
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: kulowanz am 26. Juli 2010, 16:03:21
Der Fussball ist dazu da, getreten zu werden.

Dieter Hildebrandt
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: uwelong am 26. Juli 2010, 19:44:09
Hier im Garten sitz ich,
kein Wind regt sich,
nichts bewegt sich,
ich betrink mich,
soll ich?
Warum nich!
Bevor ich verblich!
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: kulowanz am 26. Juli 2010, 20:57:15
Sie ging auf leisen Sohlen
Zigaretten holen
ging über glühende Kohlen
vorbei an wiehernden Fohlen
ich hoff sie wurde gestohlen.
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 27. Juli 2010, 18:05:18
                                          "Mein lieber Schwan"

                                                                   dt. Redewendung

"Mein lieber Schwan !", rufen wir aus, um unserem Erstaunen Ausdruck zu verleihen oder auch eine,
freilich nicht ganz ernst gemeinte, Drohung auszusprechen. Wer sich fragt, warum es ausgerechnet den
Schwan in diese Redewendung verschlagen hat, der findet die Antwort in der Opernwelt.

In seiner romantischen Oper Lohengrin (1848) verarbeitet der deutsche Komponist Richard Wagner
(1813 - 1883) - unsere BundesAngela weilt gerade bei selbigen Festspielen um das Sommerloch
einzuspielen - den mittelalterlichen Stoff um den sagenhaften Schwanritter, von dem unter anderem
Wolfram von Eschenbach (um 1170/1180 - 1220) in seinem Epos "Parzival" (1200 - 1210) berichtet.

Ein von einem Schwan gezogener Kahn bringt Lohengrin zu Elsa von Brabant, die des Brudermordes
beschuldigt ist und den geheimnisvollen Ritter zu Hilfe gerufen hat. Lohengrin verabschiedet sich von
dem Tier mit den Worten: "Nun sei bedankt, mein lieber Schwan!", die heute, neben der genannten
Kurzform, auch im Ganzen als scherzhafte Dankesformel verwendet werden.
                                                                                            
                                                                                            (Quelle: Langenscheidt)
                                                                              
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: Cee am 28. Juli 2010, 16:51:06
"Wehret den Anfängen"

Heute Allgemeingut

Sich nicht sofort zu wehren oder keine Abwehr einzuleiten,
den Beginn einer unguten Sache nicht unmittelbar bei den ersten Anzeichen zu vereiteln,
eine Lawine nicht bei ihrer Abrissstelle aufzuhalten,
oder auch
eine verfassungsfeindliche Gruppierung nicht sofort als Solches zu erkennen und deren Aktivitäten
nicht sofort und unmissverständlich zu durchkreuzen,

ist fahrlässiges bis grobfahrlässiges Handeln.

Man setzt sowohl durch die eigene, unmissverständliche, aktive Abwehr / Gegenwehr
oder indem man die Gegenseite / Gegensache sich formieren, sich in Bewegung zu setzen, zulässt,

seine eigenen Zeichen.  
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 29. Juli 2010, 18:18:21
                  "Jeder mensch schließt von sich auf andere und vergißt,
                                                                     daß es auch anständige Menschen gibt."


                            Heinrich Zille (1858 - 1929), dt. Maler, Zeichner und Fotograf

Um eine witzige Antwort war "Vater Zille", wie die Berliner ihr Original liebevoll nannten, nie verlegen.
Hier zeigt er mit einer entwaffnenden Klarheit, warum man - wie eine deutsche Redensart sagt - niemals
von sich auf andere schließen sollte.

Der gebürtige Sachse kam als Kind in "sein" Berlin und arbeitete zunächst bei einem Fotografen; daß er
selber ein bedeutender Fotochronist seiner Zeit war, entdeckte man erst in den 1960er-Jahren, als die
Sichtung seines Nachlasses hunderte von Glasnegativen und Fotos vom Berliner Leben zutage förderte.
Berühmt aber wurde der "Pinselheinrich" durch seine ebenso humorvollen wie sozialkritischen Zeichnungen
des Lebens in den Berliner Hinterhöfen, Kaschemmen und Elendsquatieren. Vor allem den Zeichnungen
seiner "Berliner Gören" legte er freche Bonmots in den Mund . So wurde "Zille sein Milljöh" weltberühmt:
"Mutta, jib doch die zwee Blumtöppe raus, Lieschen sitzt so jern ins Jrüne." Als er tiefbetrauert starb,
widmete ihm die befreundete Chansonsängerin Claire Walldorf (1884-1957) das Lied vom "Vater Zille".

                                                                                   (Quelle: Langenscheidt)
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 02. August 2010, 17:10:30
                                          "Die im Dunkeln sieht man nicht"

                 Aus der Dreikroschen-Oper (1928) von Bertold Brecht (1898-1956)

"Und der Haifisch, der hat Zähne"- Nicht nur Theaterenthusiasten dürfte der Anfang des Eröffnungssongs aus
der Dreigroschen-Oper bekannt sein. Einprägsame Lieder wie die Moritat von Mackie Messer, zu denen
Kurt Weil (1900-1950) die Musik schrieb, hatten einen nicht geringen Anteil am überwältigenden Erfolg des am
31. August 1928 im Berliner Theater am Schiffbauerdamm uraufgeführten Stücks. Im Geschehen um den
kriminellen Mackie Messer und den "Bettlerkönig" Peachum kritisiert Bertold Brecht die Schattenseiten der
bürgerlich-kapitalistischen Welt seiner Zeit.

Die Moritat von Mackie Messer hat Brecht mehrfach überarbeitet und später unter anderem die folgende
Schlußstrophe hinzugefügt, der das bekannte Zitat entstammt:

                            "Denn die Einen sind im Dunkeln - Und die andern sind im Licht -
                             Und man siehet die im Lichte - Die im Dunkeln sieht man nicht."


                                                                                              (Quelle: Langenscheidt)
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: TiT am 02. August 2010, 18:50:48
»Nun bin ich der Tod geworden, der Zerstörer der Welten.«


J. Robert Oppenheimer, der "Vater der Atombombe", nach der ersten Testexplosion am 16. Juni 1945 in Alamogordo/New Mexico.

Das obige Zitat ist ein kurzes Fragment aus der Hindu-Schrift, der Bhagavadgita.


Quellen:
http://www.iivs.de/~iivs01311/H.Krieg/Hindutva.htm
http://www.personenlexikon.net/d/j-robert-oppenheimer/j-robert-oppenheimer.htm
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 03. August 2010, 18:53:10
                                         Mit dem Geist ist es wie mit dem Magen:
                          Man kann ihm nur Dinge zumuten, die er verdauen kann !

                                                                      (Winston Churchill, 1874-1965)
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: kulowanz am 03. August 2010, 22:14:54
Es gibt für jede Lösung ein Problem.


von mir
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 03. August 2010, 23:47:03
@ kulowanz

"Für jede Lösung ein Problem"

ist ein Buchtitel von Kerstin Gier, welche im Lübbe Verlag schreibt
und u.a.
eine Facebook - Seite

                                        Was man von einem Einzigen abkupfert ist ein Plagiat;
                                 was man von Zweien abkupfert ist wissenschaftliche Forschung.
 

                                                                        Edgar Hauenstein
                                                                                                                (Quelle: Harenberg)
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 05. August 2010, 15:35:49
                                                   "nach Strich und Faden"

Viele der heute gebräuchlichen deutschsprachigen Redewendungen stammen aus dem Handwerk. Ihr
ursprünglicher Sinn erschließt sich häufig nicht mehr unmittelbar, da sich die Bedeutung der Begriffe im
Lauf der Zeit verschoben hat oder gar vollständig in Vergessenheit geraten ist. Bei der Wendung
"nach Strich und Faden" können wir zumindest noch erahnen, daß der Ursprung im Weberhandwerk zu
suchen ist.
"Strich" bezeichnete im früheren Sprachgebrauch die Webart, "Faden" das Material eines Webstücks.
Bei der Prüfung "nach Strich und Faden" mußte der fertige Stoff also sowohl hinsichtlich des geforderten
Musters, als auch der Beschaffenheit des Garns einwandfrei sein, um für gut befunden zu werden. Heute
verwenden wir die Worte "nach Strich und Faden", im Sinne von "gründlich, vollkommen", meist in einem
negativen Zusammenhang, etwa in der Werbung "nach Strich und Faden betrogen werden".

                                                                                   (Quelle: Langenscheidt)
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 09. August 2010, 00:16:36
                                      "mit jemanden Tuchfühlung aufnehmen"

Wer sagt, daß er mit jemanden "auf Tuchfühlung gehe", mit jemandem "Tuchfühlung aufnehme" oder
"in Tuchfühlung bleibe", der meint damit, daß er sehr engen Kontakt mit dem anderen sucht oder hat.
Die Wendung stammt aus dem Militärjargon und wurde dort in beiden Weltkriegen verwendet. Sie
beschreibt anschaulich, in welchem Abstand sich in Reih und Glied stehende Soldaten befinden sollten:
so nahe, daß sich zwei Nebeneinanderstehende an den Ärmeln berührten.

Die Redewendung wurde schließlich auch eher humoristisch aufgegriffen, als dezente Umschreibung
einer Nahkampfsituation etwa, und griff auch auf den zivilen Sektor über, für die zärtliche Annäherung
ans andere Geschlecht oder um das Aneinanderschmiegen beim Tanzen auszudrücken. Je mehr man sich
an die Redewendung gewöhnte, desto weniger intim wurde sie letztendlich. Bald konnte man auch per
Brief "Tuchfühlung" mit jemandem aufnehmen.
                                                                                           (Quelle: Langenscheidt)
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: Cee am 09. August 2010, 04:16:22

 "Immer den gleichen Mann zu lieben

 ist wie Kaugummi kauen"

Brigitte Bardot in den Mund gelegt.

Was ist mit unseren Stars, sie werden alt, älter als wir- und sterben uns davon.
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 15. August 2010, 00:20:15
                           Die junge Generation hat auch heute noch Respekt vor dem Alter,
                             allerdings nur noch beim Wein, beim Whisky und bei Möbeln.

                                                                      (Truman Capote, 1924-1984)
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 16. August 2010, 00:07:44
                                              "Mit der langen Leine gemessen"

Zunächst einmal: Knoten pro Stunde ist Unsinn, denn Knoten ist bereits eine Geschwindigkeitseinheit, nämlich:
Seemeile pro Stunde. Der Begriff "Knoten" hat historische Wurzeln. Er leitet sich von den Knoten an der Leine des
hinter dem Schiff hergezogenen Logscheits ab, mit dem ursprünglich die Geschwindigkeit von Schiffen gemessen
wurde. Die mittels der Knoten bestimmte Länge der pro Zeiteinheit abgelaufenen Leine war ein Maß für die
Geschwindigkeit.

Gut und schön, nur werden heutzutage Geschwindigkeiten überall auf der Erde (von ein paar rückständigen
Ländern wie den USA abgesehen)
in Kilometer pro Stunde (km/h) oder Meter pro Sekunde (m/s) angegeben.
Wieso also nicht auch in der Seefahrt, wo man noch immer die Seemeile als Längeneinheit benutzt ?

Das hat ganz praktische Gründe, auch heute noch. Die Länge einer Seemeile wurde ursprünglich als Bogenlänge
einer Winkelminute am Äquator definiert. Auf Seekarten kann man am Gradnetz daher ohne komplizierte
Umrechnung sofort die zurückgelegte Entfernung ablesen. Der Abstand zwischen zwei Längengraden entspricht
60 Seemeilen, und mit so einer glatten Zahl können nicht nur Seeleute einfacher umgehen als mit der
Angabe 111,120 km.
                                                                                   (Quelle: Harenberg)
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 20. August 2010, 03:11:20
        Manche Männer bemühen sich lebenslang, das Wesen einer Frau zu verstehen.
Andere befassen sich mit weniger schwierigen Dingen, zum Beispiel der Realivitätstheorie.

                                                                                  Albert Einstein

                                                                      E = mc²

Sie ist wahrscheinlich die berühmteste Formel der Welt und ihr Schöpfer Albert Einstein (1879-1955) der Inbegriff
eines naturwissenschaftlichen Genies: E = mc². Zu Recht: Der gebürtige Ulmer revolutionierte unser Verständnis
von Raum und Zeit, leistete Erhebliches für die Quantenphysik, die Physik der "kleinsten Teilchen", trug indirekt
zum Bau der Atombombe bei und sprach sich als Pazifist vehement gegen sie aus.

Und natürlich erhielt Einstein auch den Nobelpreis für Physik, allerdings nicht für die oben erwähnte Formel, die in
aller Kürze die allgemeine Relativitätstheorie beschreibt. Der Preis wurde ihm vielmehr 1921 für die Erklärung des
fotoelektrischen Effekts verliehen. Sie beschreibt das Freisetzen von Elektronen aus Metallen, die von Licht oder
Ultraviolettstrahlung getroffen werden. Die Theorie bildet heute die Grundlage vieler Meßgeräte und Fotozellen,
die früher in der Filmtechnik zum Einsatz kamen.

Einsteins Beliebtheit hängt aber nicht nur mit seiner Schaffenskraft zusammen: Wie das Zitat andeutet, hatte er
Humor und war selbstironisch. Sein Bild mit der herausgestreckten Zunge hängt bis heute in Labors und
Studentenzimmern.
                                                   (Quelle: Harenberg)

Und ganz liebe Grüße an das von mir sehr geschätzte Forenmitglied  ;} "drwkempf" !  ;}
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: Keule am 20. August 2010, 17:47:06
"Filme sind niemals dämlich!Sie erfüllen uns mit Romantik,Hass und schönen Rachefantasien...Vor Lethal Weapon 2 hätte ich nie gedacht,dass eine Bombe auf meiner Toilette versteckt sein könnte,aber jetzt seh ich jedes Mal überall genau nach!"


Quelle:
http://www.clipfish.de/video/1747693/homers-weisheit-des-tages-9/ 
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 21. August 2010, 18:32:40
                                          Oh Herr, gib mir die Gelassenheit eines Stuhles !                                        

                                                       ( Der muß auch mit jedem ""Hintern"" klarkommen. )

                                                                                                8)
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 24. August 2010, 04:18:01
                                                                     "Nam Pla"

                                    So was "Ähnliches" war schon das Ketchup in der Antike

Im Liegen speisen, die Tafel voller Gaumenfreuden, dazu vollmundige Weine - die Küche im alten Rom galt über die
Grenzen des Reiches hinaus als üppig und vorzüglich. Doch wie in der heutigen Zeit des Fastfoods, gab es bereits
damals geschmackliche Herausforderungen, welche nicht jedermanns Sache sind und das antike "Ketchup"gehörte
im antiken Rom genauso dazu, wie heute das "Nam Pla" in der thailändischen oder vietnamesischen Küche.

Das "Garum" oder "Liquamen" genannte Würzmittel bestand allerdings nicht aus Tomaten, Zucker und Wasser,
sondern aus stark gesalzenem Fisch, der monatelang in der Sonne vor sich hin schmoren durfte. Wegen des
hohen Salzgehalts vergammelte das Material nicht, sondern zersetzte sich zu einer scharfen braunen Pampe, die
durch Siebe gestrichen wurde. Die fertige Soße wurde dann zu jeglichen Speisen gereicht.

Innerhalb der Mauern Roms war die Produktion von Garum jedoch verboten. Zu geruchsintensiv war die Herstellung.

                                                                                                        (Quelle: Harenberg)
                         
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: Cee am 24. August 2010, 05:12:56

"Das Wort "Kunst" gibt es etwa seit 350 Jahren- es ist ein schreckliches Wort.
 Mir gefällt das Wort "Poesie".


Jean Tinguely
in Arte TV am 23.08.2010
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: thai.fun am 24. August 2010, 16:47:31
Künstlerische Poesie ist z.B ein Wasserstrahl der in der Sonne einen Regenbogen erzeugt!
Also der Künstler hält den Schlauch, und ruft ob dem was er mit dem Wasserstrahl erzeugt und dann sieht, woowww  ;)
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 25. August 2010, 00:10:43
                                          "Schokolade macht glücklich"

Ist es der sanfte Schmelz auf der Zunge? Vielleicht die wohlige Süße, die sich im Mund ausbreitet? Oder doch die
Erinnerung an Kindertage? Es gibt viele gute Gründe, Schokolade zu genießen, denn sie macht wirklich glücklich:
Das steht fest !

Schokolade, vielmehr der Kakao, enthält einen Stoff namens Tryptophan, der im Körper zur Bildung des Glückshormons
Serotonin beiträgt. Normalerweise wird die Ausschüttung von Serotonin im Gehirn durch Sonnenlicht angeregt, weshalb
sich die meisten Menschen im Frühling und Sommer (oder in LOS) besser fühlen als im tristen Winter. Um den Mangel
auszugleichen, greifen viele in der dunklen Jahreszeit als Ersatz zur Schokolade oder fliehen nach Thailand oder beides.

Und noch mehr: Zu den Inhaltsstoffen von Kakao gehören auch Phenyletylamin, eine Substanz, die der Körper
ausschüttet, wenn wir verliebt sind, sowie Theobromin und Koffein, die beide anregend wirken.
Schokolade ist also genau richtig um uns in Stimmung zu bringen!

Je dunkler die Schokolade ist, desto mehr Kakao wurde in ihr verarbeitet und desto mehr Glücksstoffe finden sich darin.

                                                        (Quelle: Einstein für Quanten-Dilettanten)
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 31. August 2010, 16:14:51
                                         "Größe liegt im Auge des Betrachters"

Der Durchmesser des Mondes beträgt 3476 km. Daran ändert sich nichts, ob nun gerade Vollmond ist oder ob wir
unseren Trabanten bei Neumond überhaupt nicht sehen. Dennoch erscheint uns der Vollmond am Horizont meist
viel größer als der frei über uns stehende. Wie kann das sein ?

Am Betrachtungswinkel kann das nicht liegen, denn der ist mit 31 Bogenminuten (mit geringen Variationen wegen
der veränderlichen Entfernung des Mondes) stets der gleiche. Der längere Weg des Mondlichts durch die Atmosphäre
hat ebenfalls keinen Einfluß auf seine scheinbare Größe, sondern ändert allenfalls seine Farbe ins Gelbliche oder
Rötliche.
Der Grund ist bei uns selbst zu finden. Größe liegt, wie die Schönheit, im Auge des Betrachters. Wenn das Auge den
Mond zusammen mit Einzelheiten der Silhouette des Horizonts wahrnimmt, vergleicht ihn unser Gehirn mit diesen
Bezugspunkten und läßt ihn größer erscheinen. Wenn der Mond jedoch frei am Himmel steht, fehlt dem Auge der
optische Bezug zu anderen Objekten und erscheint deswegen kleiner. Mit einer Erbse kann man leicht überprüfen,
daß er stets gleich groß ist. Mit ausgestrecktem Arm gehalten, bedeckt sie den Mond ziemlich genau, gleichgültig
wo am Himmel der Erdtrabant steht.
                                                                                (Quelle: Einstein für Quanten-Dillettanten)
                                                                                 
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: Grüner am 01. September 2010, 01:22:16
Hier wird das mit der großen Sonnen- oder Mondscheibe genau erklärt: http://www.sonneonline.org/deu/sonne102/so102-09.html
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 08. September 2010, 02:22:50
                               Um seine Kinder braucht sich heutzutage niemand zu sorgen.
                          Wenn sie nichts taugen, können sie noch immer in die Politik gehen.

                                                                         Michel de Montaigne
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: thai.fun am 08. September 2010, 18:04:40
In einer Toilette las ich als 15jähriger einmal die Worte:

In Anbetracht der schlechten Zeiten,
benütze Papier auf beiden Seiten....
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 20. September 2010, 02:59:31
                                               Wie schade, daß alle Menschen,
                                       die wissen, wie man dieses Land regiert,
                                  keine Zeit haben, weil sie Taxis fahren müssen
                                           oder anderen die Haare schneiden.

                                                                         George Burns
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: Cee am 21. September 2010, 05:11:46

"Ermächtigung: den Menschen ermächtigen anstatt ihn zu regulieren."

nach
"Joachim Gauck" Ehemaliger DDR Bürgerrechtler
in der Talkshow Beckmann der ARD vom 20.09.2010
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 01. Oktober 2010, 03:08:40
                "Wer zuerst kommt, mahlt zuerst !"    oder   "Der frühe Vogel fängt den Wurm"

                                           (engl. Sprichwort: The early bird catches the worm)

Diese Weisheit gibt es nicht nur im Englischen, sondern auch im Deutschen und in vielen anderen Sprachen. Sie dürfte
der Selbstbestätigung aller Frühaufsteher dienen und den Langschläfern und Spätaufstehern das Morgengrauen auch
nicht gerade versüßen.
Will man die Menschheit in Frühaufsteher und Langschläfer aufteilen, können nur die Ersteren von dieser Maxime
profitieren. Die deutsche Fassung regte jedenfalls den Aphoristiker Klaus Klages (*1938) zu der Replik an:
                                                         "Würmer hassen Frühaufsteher"
Dahinter steht die Ansicht, daß viele Güter, die alle begehren, bekanntlich knapp sind und daher nur die Ersten und
Frühesten zum Zuge kommen. Alle anderen haben das Nachsehen und sind "späte Vögel", die leer ausgehen. In
diesem Zusammenhang gehört auch der berühmte Satz, den der ehemalige sowjetische Staats- und Parteichef
Michail Gorbatschow (*1931) angeblich gesagt haben soll:
                                          "Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben!"
                                                                        Wie war!!
                                                                                               (Quelle: Langenscheidt)
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 08. Oktober 2010, 20:16:49
                                               "Das ist keinen Pfifferling wert"

"Nun ist es Herbst, die Blätter fallen, den Wald durchbraust des Scheidens Weh", dichtete düster
Nikolaus Lenau (1802-1850) über den Herbst (1833). Doch nicht nur Melancholiker zieht es in dieser
Jahreszeit in den Wald. Begeistert wird hier auch jener trichterförmige Pilz gesucht, den es früher so
reichlich gab, daß man ihn sprichwörtlich als wertlos schmähte.

Nicht zuletzt im deutschen Südwesten geht aufgrund von Umwelteinflüssen der Bestand indes seit den
1970er-Jahren zurück. In dieser Ecke Deutschlands übernahm man übrigens von den Französischen Nachbarn
die Wendung "Cela ne vaut pas cinq sous" - was so viel bedeutet wie "das ist keine fünf Sous beziehungsweise
keinen Fünfer wert"
. Für uns ist das interessant, da man in dieser Region noch heute einen "Fünfer", "Fünferle"
oder "Pfifferle" nennt.
Wahrscheinlich machte der Volksmund daraus also schnell den wertlosen "Pfifferling". Das ist auch deshalb
vorstellbar, weil nach einem mutmaßlichen Sprach-Ping-Pong die Franzosen heute das Wort "fifrelin" für etwas
Wertloses verwenden.
In diesem Fall scheint der Pilz für die Völkerverständigung also etwas wert zu sein.
Inzwischen dürfte die alte Redewendung dahingehend überholt sein, wenn man sich die Preise für ein Pfund
Pfifferlinge, im Bayrischen auch als "Reherl" bekannt, auf dem Münchner Viktualien-Markt zu Gemüte führt.

                                                                      (Quelle: Langenscheidt)
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: drwkempf am 10. Oktober 2010, 03:05:36
 Mal was für die literarisache Bildung:


Orge sagte mir:

1

Der liebste Ort, den er auf Erden hab‘
Sei nicht die Rasenbank am Elterngrab.

2

Orge sagte mir: Der liebste Ort
Auf Erden war ihm immer der Abort.

3

Dies sei ein Ort, wo man zufrieden ist
Daß drüber Sterne sind und drunter Mist.

4

Ein Ort sei einfach wundervoll, wo man
Selbst in der Hochzeitsnacht allein sein kann.

5

Ein Ort der Demut, dort erkennst du scharf
Daß du ein Mensch nur bist, der nichts behalten darf

6

Ein Ort, wo man, indem man leiblich ruht
Sanft, doch mit Nachdruck, etwas für sich tut.

7

Ein Ort der Weisheit, wo du deinen Wanst
Für neue Lüste präparieren kannst.

8

Und doch erkennst du dorten, was du bist:
Ein Bursche, der auf dem Aborte — frißt!

- Bertolt Brecht, Hauspostille. Frankfurt am Main 1963 (BS 3, zuerst 1927)
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 12. Oktober 2010, 01:12:06
                                                         "Made in Germany"

                                      (ursprüngliche "englische" Warenkennzeichnung)

Kurz nach dem Tag der Deutschen Einheit blicken wir zurück auf die Entstehung eines Warensiegels, das seit
nunmehr über einem Jahrhundert für Qualitätsware aus Deutschland steht und das, obwohl die Bezeichnung
"Made in Germany" ursprünglich abschrecken sollte.

Im späten 19. Jahrhundert war Deutschland bekannt für minderwertige Waren und schlechte Plagiate
ausländischer Qualitätsprodukte , die unter falscher Herkunftsbezeichnung in den Verkauf gingen. In England
regte sich hierüber vor allem bei den Fabrikanten des damaligen Industrie-Mekkas Sheffield Unmut, denn deren
hochwertige Waren konnten nicht mit den billigen Nachahmerprodukten konkurrieren.
(Warum kommt mir die Szenerie von damals nur so bekannt vor, nur dass sich irgendwie die beteiligten
Nationen geändert haben)

1887 reagierte das Englische Parlament:
Alle Produkte aus dem Ausland, die den englischen Fabrikaten zum Verwechseln ähnlich sahen, mußten nun mit
einer Herkunftsbezeichnung versehen sein.

Doch was wie ein Sieg für die englischen Fabrikanten aussah, entwickelte sich zu einem Eigentor, denn in der
Zwischenzeit hatten sich deutsche Produzenten ebenfalls auf qualitativ hochwertige Produkte verlegt bzw. die
Produktion um ein vielfaches verbessert. Deren Ruf ging bald um die Welt und machte "Made in Germany"
zu einem Synonym für beste Qualität.
                                                                                     (Quelle: Langenscheidt)
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: Cee am 14. Oktober 2010, 18:45:29
    
"Maden in Germany"

In den 68-er Jahren wurden jeweils bei feierlichen Anlässen, aber mindestens einmal und an einem
bestimmten Wochenende im Jahr, die besten Studienarbeiten in der Aula und anderswo, eigentlich
überall in der Hochschule, ausgestellt.

Darunter waren nicht nur gestalterische und konstruktive "Leckerbissen", es waren sehr oft auch interessante
Ansätze zu Erfindungen unter den Exponaten.
 
Die Feierlichkeiten wurden nicht nur von stolzen Eltern und Verwandten der Studenten und Studentinnen
gerne besucht; unter den Gästen waren scharenweise Besucher aus Japan, meistens bewaffnet mit den
allerneusten Spiegelreflex-Kameras- und es blitzte, blitzte und blitzte.
 
Natürlich waren wir Studenten stolz ab so viel Aufmerksamkeit intern und auf dem "internationalen Parkett".
Heute produzieren die Japaner "unsere" Ausgangslage und deren Weiterentwicklungen in ihrem eigenen Land
bereits so teuer, dass China als Beispiel, das Erbe übernommen hat und nunmehr weiter entwickelt.
 
Heute nun sind sogar Politiker, Manager und Industriekapitäne aus DACH bemüht und stolz darüber,
Erfindungen, "Geistiges Eigentum" ehemals aus unserer Mitte und mehr, ins "Land der Mitte",  zu verlieren,
dorthin schutzlos auszuliefern, zu verschleudern.

  ;D -  :-X -  :'(
Cee
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 18. Oktober 2010, 00:55:00
                                                             "Horizont"

Der geographische Horizont ist die Trennlinie, an der Himmel und Erde (oder Meer) sich zu berühren scheinen.
Im übertragenen Sinne bezeichnet Horizont den Umfang der geistigen Interessen und Bildung eines Menschen.
In diesem Zusammenhang gehören Redewendungen wie "seinen Horizont erweitern", "einen beschränkten/
weiten Horizont haben"
oder "das geht über seinen Horizont", eine reale Trennungslinie darstellt, sollte der
geistige Horizont eines Menschen eine statische Größe sein. Denn nur wer diese Linie als ein elastisches
Gummiband begreift, wird von der der Erweiterung seines Horizonts immer wieder eine Bereicherung seines
eigenen Lebens und Denkens erfahren.
                                                                                  (Quelle: Bertelsmann)
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 24. Oktober 2010, 15:31:36
                                                        "Blauer Montag"

Noch vor wenigen Jahren hatte der Bäcker oder Metzger am Montagnachmittag geschlossen, er machte
"blau". Woher dieser Ausdruck stammt, ist nicht genau geklärt.

Eine Theorie geht auf die frühere Farbenproduktion zurück: Um edles Indigoblau zu gewinnen, mußte man
das Ausgangsmaterial in Harn tränken. Und laut Brauanleitung erzielte man das beste Ergebnis mit dem Urin
von Knaben und jungen Männern, die zuvor reichlich dem Alkohol zugesprochen hatten.
Daher eventuell auch der Ausdruck: "Der ist schon ganz blau", im Sinne von betrunken.

Über das Wochenende weichte man in dieser Brühe dann die Stoffe ein, die es zu färben galt und hängte sie
am Montag zum Trocknen auf. An der Luft oxidierte die Farbe von Gelb zu satten Blau. Ein Prozess der von
allein ablief. Die Färber dagegen konnten derweil durchaus eine Auszeit nehmen:
                                                     Den blauen Montag eben!

                                                                                      (Quelle: Einstein f. Quantendilettanten)
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 29. Oktober 2010, 00:21:27
                                       "Alle Straßen (Wege) führen nach Rom"

                                               Tute le strade portano a Roma

                                                                                (ital. Sprichwort)


Man könnte meinen, daß dieses Sprichwort noch aus der Blütezeit des römischen Weltreiches stammt, als sich Rom
als Mittelpunkt der zivilisierten Welt betrachtete. Belegt ist es jedoch erst seit dem Mittelalter und hängt eng mit
dem christlichen Pilgerwesen zusammen.

Für die Christen Westeuropas gab es im Mittelalter drei überragende Pilgerziele: Jerusalem,
Santiago de Compostella und Rom. Aufgrund großer Entfernungen und der wechselnden Kämpfe mit den Streitern
des Islam waren die beiden Erstgenannten für die meisten friedlichen Pilger unerreichbar. In Rom jedoch waren
die Gräber der Apostelfürsten Petrus und Paulus und der Papst als Oberhaupt der Christenheit. Eine Pilgerfahrt
zu den vielen Kirchen der "Heiligen Stadt" galt jeher als das wahre Ziel eines guten Katholiken.
                                        Alle Pilgerwege sollten irgendwann nach Rom führen.
Den Anreiz steigerte der Vatikan, als Papst Bonifaz VIII. (1294-1303) für das Jahr 1300 erstmal das
                                        alle 50  (später alle 25) Jahre stattfindende Jubeljahr ausrief.
                                                              ("Alle Jubeljahre einmal...")
                  Demnach war eine Pilgerreise nach Rom mit dem Generalablaß aller Sünden verbunden !

                                                                                               (Quelle: Langenscheidt)
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: Cee am 29. Oktober 2010, 15:55:44
           "In Braunschweig hat Hitler seinen Führerschein gemacht"

Aufgeschnappt im ZDFtheater TV von Andreas Reber am 28.10.2010 gegen Mitternacht.
(Nach Reber hat Hitler in Braunschweig die deutsche Staatsbürgerschaft erhalten, vorher war er ein "Asylant".)
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 29. Oktober 2010, 22:30:35
Servus Cee !

Das ist ja ein Klassiker !

                                           Adolf H. macht seinen Führer-Schein in Braunschweig !

                                             Und das ganze als österreichischer Asylant in Deutschland.
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: dart am 29. Oktober 2010, 22:37:18
Lauwarm...65Jahre später. :-)
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: Cee am 30. Oktober 2010, 21:59:08
@dart

Ich weis was Du meinst und trotzdem: gute Pointen von Kabarettisten haben ihre Berechtigung.
In diesem Fall ist die erwähnte Person des Anstosses, Hitler, und dessen Taten, historisch
gesehen noch sehr jung, auch wenn sich das Heer dessen Zeitgenossen, in der Zwischenzeit
beinahe "verflüchtigt" hat.

Meiner Meinung nach hat derjenige Anteil seiner mit Mitschuld belsteten Zeitgenossen,
ihre Schuld mitgenommen und ich bin persönlich meilenweit davon entfernt, nachgeborenen
Generationen eine kollektive Schuld anzulasten, die diese keineswegs verschuldet und nicht
zu verantworten haben.

Uns bleibt der dringende Ansporn, alles besser zu machen.

 :-X
Cee 
 
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: dart am 30. Oktober 2010, 22:11:10
Nimm mein Posting nicht zu ernst, vermutlich wurde ich zu Schulzeiten zu oft mit dunkeldeutscher Geschichte malträtiert, um noch Gefallen an dem Thema zu finden, egal ob das von Kabarettisten nett aufgearbeitet wurde.
Einfach weiter machen, schließlich ist der Thread lesenswert. ;)
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 01. November 2010, 17:52:33
                                                         "etwas in petto haben"

Wenn wir sagen, wir hätten für den Fall der Fälle noch "etwas in petto", so heißt das in der ursprünglichen
Bedeutung der Wendung: Wir haben uns etwas zurechtgelegt oder geplant, von dem wir aber anderen noch
nichts erzählt haben. Das Wort "petto" stammt aus dem italienischen und bedeutet so viel wie "Brust". Wie im
Deutschen auch verbindet man mit "Brust" oder dem früher synonym verwendeten "Busen" den Sitz von Herz
und Seele. Etwas "in petto" haben heißt also: Es noch "im Herzen" verborgen mit sich führen.

Die sprachhistorische Herkunft der Wendung ist aber nicht mehr vielen bekannt. Normalerweise verwendet
man sie heute ganz einfach in der Bedeutung "etwas vorbereitet haben", "etwas zur Verfügung stellen Können",
ohne dass damit etwas gemeint wäre, was für andere nicht offenkundig und leicht sichtbar ist, also noch
"in der Hinterhand" behalten wurde, um es erst zu gegebener Zeit auszuspielen.

                                                                                                             (Quelle: Langenscheidt)
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: Cee am 05. November 2010, 06:22:58
       "Negativität ist der natürliche Feind von Kreativität"

David Lynch
Aufgegabelt in Arte TV "Tracks" am 04.11.2010

 :-*
Cee
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: Kern am 05. November 2010, 13:46:02
Es klingt nicht so griffig, trifft aber wohl mehr:

"Fatalismus ist der natuerliche Feind der Kreativitaet"

aus "Kerns vernuenftiger Ratgeber fuer wirklich alle Lebens- und Nachlebens-Lagen"   :-)
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: Cee am 09. November 2010, 05:38:34

          "Sterben heisst, sich der Mehrheit anschliessen."

Ein Lieblingsspruch von Leo Tolstoi
Aufgegabelt in Arte TV am 08.11.2010
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: Burianer am 09. November 2010, 06:29:27
Zitat
"Sterben heisst, sich der Mehrheit anschliessen."

von Cee

da hilft auch nicht,  >> gegen den Strom schwimmen <<   :]

es trifft halt jeden  ]-[
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 10. November 2010, 16:31:46
                                     "Hochmut kommt vor dem Fall"

                               La superbia ando a cavallo e torno a piedi.
                  wörtl.: Der Hochmut ritt zu Pferde aus und kehrte zu Fuß zurück.

                                                                                            (Ital. Sprichwort)


Hochmut ist weniger eine Verhaltensweise als vielmehr eine Charaktereigenschaft. Man ist davon überzeugt, mehr wert zu sein als die anderen und schätzt den eigenen Rang daher höher als den der anderen. Diese typisch menschliche Einstellung ist Quell so vielen Fehlverhaltens, daß der Hochmut (lat.: superbia) als eine der Todsünden in der kirchlichen Morallehre galt.

Wenn sich alle christlich geprägten Kulturen in ihrer Ablehnung des menschlichen Hochmuts einig sind, kann das also kaum überraschen. Daß "Hochmut vor dem Fall" komme, ist schon in der Bibel zu lesen. Dem Italienischen  verdanken wir jedoch eine besonders schöne und bildhafte Variante dieser Überzeugung:

Der Hochmütige macht sich "hoch zu Roß" auf den Weg, kehrt nach seinem Fall jedoch kläglich "auf Schusters Rappen" zurück - den eigenen zwei Beinen !

                                                                                               (Quelle: Langenscheidt)
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 16. November 2010, 00:51:41
Eines Tages kam ein Florist zu einem Frisör, um sich seine Haare schneiden zu lassen.
Nach dem Haarschnitt wollte er bezahlen, doch der Frisör sagte:
"Ich nehme kein Geld, denn ich habe in dieser Woche Bürgerservice".
Der Florist war angenehm überrascht und ging aus dem Geschäft.
Als der Frisör am nächsten Morgen das Geschäft öffnen wollte, fand er einen Strauß Rosen vor der Türe.
Darin steckte eine Karte mit den Worten: "Herzlichen Dank".

Etwas später betrat ein Bäcker den Laden und ließ sich auch seine Haare schneiden.
Als er bezahlen wollte antwortete der Frisör wieder:
"Ich nehme kein Geld, denn ich habe in dieser Woche Bürgerservice".
Auch der Bäcker verließ zufrieden das Geschäft. Und als der Frisör am nächsten Morgen aufsperren wollte,
fand er einen Sack voll Gebäck vor der Türe, mit einer Karte des Dankes darin.

Am nächsten Morgen betrat ein Politiker das Geschäft.
Als auch er nach dem Haarschnitt nach der Rechnung fragte, sagte der Frisör wieder:
"Ich nehme kein Geld, denn ich habe in dieser Woche Bürgerservice".
Der Politiker war erfreut darüber und verließ das Geschäft.
Als der Frisör am nächsten Morgen zu seinem Geschäft kam, standen 20 Abgeordnete vor der Türe und
warteten auf einen Gratishaarschnitt.

Und das zeigt uns den Unterschied zwischen  der normalen Bevölkerung eines Landes und ihren Politikern.

Für den Witze-Thread war es mir zu real ! 8)
                                                                                   (Quelle: Aufgeschnappt am Stammtisch)

 
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: Cee am 22. November 2010, 04:20:36

           "Der Wurm frisst den Kohlkopf
           aber er stirbt immer vor dem Kohlkopf."


Von Leo Tolstoi
In "Krieg und Frieden" einem russischen Bauern in den Mund gelegt, als Napoleon mit seinem Heer kurz
vor Moskau stand.

Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 23. November 2010, 01:10:24
                                            "Ich verstehe die Welt nicht mehr"

     Aus dem Drama "Maria Magdalena" (1846) von Friedrich Hebbel (1813-1863) dt. Dramatiker

"Ich verstehe die Welt nicht mehr" - In diesem verbalen Stoßseufzer konzentriert sich das geballte Unverständnis
für etwas, das unser Fassungsvermögen schier übersteigt.

Fassungslos steht auch der Tischlermeister Anton am Ende von Friedrich Hebbels bürgerlichem Trauerspiel
Maria Magdalena vor den Trümmern seines Daseins:

Sein Sohn soll einen Juwelenraub begangen haben, seine Frau starb aus Gram über diese Nachricht, und Tochter
Klara, schwanger und vom Vater des Kindes (einem Mitgiftjäger) verschmäht, hat ihrem Leben durch den Sprung in
den Brunnen ein Ende gesetzt.
Meister Anton, der seine eigene Ehre stets über alles andere stellt, sieht seine Werte betrogen und kann am Ende
nur noch bekunden :      "Ich verstehe die Welt nicht mehr."

                                                                                                     
(Quelle: Langenscheidt)

                                                                     
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: Burianer am 23. November 2010, 07:53:32
Zitat
"Ich verstehe die Welt nicht mehr."

boeser Wolf,

 :]   ja das sagen zur Zeit die europaeischen Politiker auch,   wenn sie zur Eurokriese  befragt werden  ;}
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 29. November 2010, 02:14:36
                          Ein Bankier ist einer, der dir einen Schirm leiht, wenn die Sonne scheint,
                                     und ihn zurück haben will, sobald es zu regnen beginnt.


                                  Mark Twain, eigtl. Samuel Langhorne Clemens (1835-1910)

Diese bildreiche Betrachtung stammt von einem der bedeutendsten Schriftsteller der USA. Als Hauptvertreter
der realistischen Erzählliteratur prägte Mark Twain die Entwicklung der amerikanischen Literatur maßgeblich und
schuf mit seinen Meisterwerken Tom Sawyers Abenteuer (1876) und Huckleberry Finns Abenteuer (1884) zwei der
weltweit populärsten Romane der US-Literatur.

Seine eigene Jugend in einer Stadt am Mississippi und die mehrjährige Arbeit als Lotse auf einem Mississippi-Dampfer
lieferten vielfältige Inspirationen für diese humoristischen Werke, die weitaus mehr sind als spannende
Jugendromane. In der Form des Abenteurer- und Entwicklungsromans liefert Mark Twain, vor allem Huckleberry Finns
Abenteuer
, eine subtile Gesellschafts- und Zivilisationskritik.
                                                                                                         (Quelle: Langenscheidt)
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 06. Dezember 2010, 17:24:56
                                                          Die Sonne bringt es an den Tag

                                                 Adalbert von Chamissio (1781-1838), dt. Dichter

"Die Sonne bringt es an den Tag", waren die letzten Worte eines Sterbenden, der in Adalbert von Chamissos
gleichnamiger Ballade um ein paar Pfennige willen erschlagen wird. Sein Mörder entkommt zwar unbehelligt, doch
noch zwanzig Jahre später plagt ihn beim Anblick der Sonne das Gewissen und die Angst, die Prophezeiung könne
sich schließlich doch noch erfüllen. Und genau dies geschieht, als er - angestoßen durch das Blinken der Sonne -
seiner Frau die Missetat gesteht. Das Geheimnis ist keines mehr und der Verbrecher kann der Gerechtigkeit
zugeführt werden.

Der Titel und - teilweise leicht abgewandelte - Kehrreim der Ballade ist als sprichwörtliche Redensart populär
geworden, die ausdrückt, daß etwas auf Dauer nicht zu verheimlichen ist. Von Chamisso stammt allerdings nur
die exakte Formulierung; der Gedanke selbst ist wesentlich älter und bereits in der Antike und in der Bibel belegt.

                                                                                            (Quelle: Langenscheidt)
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 13. Dezember 2010, 21:02:31
                                                              "dasselbe in Grün"

Wer beim Thema Produktpiraterie vor allem an fernöstliche Raubkopien sogenannter deutscher Wertarbeit denkt,
sollte von den Hintergründen dieser Redewendung erfahren. Ausgerechnet die Automobilindustrie, noch heute
Stolz und Rückgrat der deutschen Wirtschaft, lieferte hierfür die pikante Vorlage.

Ab 1924 produzierte Opel in Rüsselsheim als erste deutsche Firma Autos am Fließband. Als erster Wagen ging der
Opel 4 PS vom Band. Er wurde im Volksmund schnell als "Opel Laubfrosch" populär, wahrscheinlich weil er
ausschließlich in grün erhältlich war und durch das schlechte Fahrwerk auf den Straßen "hüpfte". Dennoch wurde
dieses Modell ein Kassenschlager.

Allerdings war das Auto keine Neuentwicklung, vielmehr handelte es sich dabei um einen Nachbau des
französischen Citroén 5CV. Deshalb, und weil man den "Laubfrosch" tatsächlich nur in grüner Lackierung kaufen
konnte, entstand in den 1920er-Jahren der spöttische Ausspruch "Das ist doch dasselbe in Grün", womit man
seitdem zwei nahezu identische Phänomene bezeichnet, die sich nur unwesentlich unterscheiden.

                                                                                                                 (Quelle: Langenscheidt)
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 20. Dezember 2010, 18:48:27
                                 "Wenn einer eine Reise tut, so kann er was erzählen."

                                                              Matthias Claudius (1740 - 1815).dt. Schriftsteller

Ferne Länder, fremde Sitten, neue Kulturen - in der Tat bietet kaum ein Thema so viel Gesprächsstoff wie der
letzte oder kommende Urlaub. gerne zitieren wir dann diesen fast sprichwörtlich gewordenen Satz, mit dem
das Gedicht Urians Reise um die Welt (1786) von Matthias Claudius beginnt. Dem Sprachgebrauch der Zeit
entsprechend, heißt das genaue Zitatallerdings: "Wenn jemand eine Reise tut, so kann er was verzählen."
Herr Urian, der zu Beginn des Gedichts hoffnungsfroh in die Ferne aufbricht, um auch etwas erzählen zu
können, berichtet nun zwar ausführlich von seinen Reisen, die ihn vom Nordpol nach Amerika, Asien, Afrika,
- kurz, um die ganze Welt führen.
Die Quintessenz dieser Reisen jedoch fällt negativ aus, denn letztlich, so stellt Herr Urian fest, ist es überall
dasselbe:
"Die Menschen grade so wie wir -  Und eben solche Narren !"
                                                                                                         (Quelle: Langenscheidt)
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: Kern am 22. Dezember 2010, 18:49:44
Dies ist ein psychologischer Test:

Es ist die Geschichte eines Mädchens, das während der Beerdigung ihrer Mutter einen jungen Mann traf. Sie hatte
ihn vorher noch nie gesehen. Es war Liebe auf den ersten Blick!

Er sah genau so aus wie sie sich ihren Traummann immer vorgestellt hatte. Sie konnte ihre Augen nicht von ihm lassen.

Bevor Sie ihn aber um seine Telefonnummer fragen konnte, war er verschwunden.

Ein paar Tage später brachte Sie ihre Schwester um!


Frage: Was war ihr Motiv?

Denke darüber nach,  bevor Du weiter unten die Antwort anschaust!




















Antwort:

Sie hoffte, dass der Mann wieder zur Beerdigung kommen würde.

Wenn Du das korrekt beantwortet hat, bist Du ein Psychopath!

Dieser Test wurde von einem berühmten amerikanischen Psychiater benutzt um herauszufinden, ob jemand die
Mentalität eines Killers habe. Viele verhaftete Serien-Killer machten diesen Test und beantworteten ihn richtig.
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: uli am 22. Dezember 2010, 19:40:50
Meine Antwort wäre gewesen, sie tötet ihren Vater!!

Bin ich nun Logiker oder Psychopath?

Fragen über Fragen

uli C--
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: hansgru am 23. Dezember 2010, 08:25:12
Einige mehr der Test's

Diese 5 Tests beweisen es.


Versuch es, es funktioniert!!!!

Aber nicht Schummeln......



TEST 1


Das ist eine Geschichte über ein junges Mädchen...

Während des Begräbnises ihrer Mutter hat sie einen jungen Mann
bemerkt. Sie dachte sich, das ist der Mann aus Ihren Träumen.
Sie hat sich total in ihn verliebt... Ein paar Tage später bringt das
Mädchen ihre Schwester um.

Frage: Warum hat sie ihre Schwester umgebracht???


Geh nich weiter, bevor Du die Frage beantwortest... Mach Dir ein
bisschen Gedanken...















Antwort: Sie hat gehofft, dass der Mann wieder auf der Beerdigung
auftaucht....

Falls Du diese Frage genau so beantwortet hast, ist Deine Denkweise
wie die eines Psychopathen.

Dieser Test wurde von bekannten amerikanischen Psychologen
durchgeführt, um zu überprüfen, wer wie ein Mörder denkt.

Viele von Serienmördern, denen diese Frage gestellt wurde, haben die
Frage richtig beantwortet.

Falls Du diese Frage falsch beantwortet hast, um so besser für Dich.

Falls einer Deiner Freunde diese Frage richtig beantwortet hat,
vergiss ihn lieber...



TEST 2

Mach diesen Test in höchstens 10 Sekunden, dann schau Dir das
Ergebnis unten an:

Zähle mal, wie viele 'F' es in dem folgenden Text gibt:

+++++++++++++++++++++++++++
FINISHED FILES ARE THE RE-
SULT OF YEARS OF SCIENTIF-
IC STUDY COMBINED WITH THE
EXPERIENCE OF YEARS
+++++++++++++++++++++++++++

Fertig!

Geh nicht weiter, bevor Du das zu Ende gezählt hast!

OK?

Wie viele? Drei?








Falsch. Es gibt sechs 'F' ? das ist kein Scherz!
Geh zurück und zähle nochmal!
Die Erklärung kommt sofort.

Unser Gehirn nimmt das Wort 'OF' nicht wahr.
Merkwürdig, nicht wahr?
Derjenige, der beim ersten Mal sechs 'F' gezählt hat, ist ein Genie,
vier oder fünf - ist ganz besonders, wer drei F gezählt hat der ist normal.

Wer weniger als drei gezählt hat, sollte sich eine neue Brille kaufen.



TEST 3

Der folgende Test ist auch bemerkenswert. Mach ihn bitte zu Ende.

Hast Du Dir einmal Gedanken gemacht, ob Dein Gehirn durchschnittlich
oder besonders ist? Wenn Du diese Aufgabe ordentlich machst, hast Du die
Antwort.

Beantworte die Fragen eine nach der anderen, geh nicht zu der
nächsten über, bevor Du die vorherige nicht beantwortet hast. Du brauchst die
Ergebnisse nicht zu notieren. Du wirst über das Ergebnis bestimmt staunen!

Wie viel ergibt das:

15+6

3+56

89+2

12+53

75+26

25+52

63+32

Ich weiß, es ist vielleicht nicht so einfach so schnell zu zählen,
aber so ist eben die Aufgabe!

123+5


Schnell! Denk Dir ein Werkzeug aus! Und eine Farbe! Dann geh ein
bisschen 'runter.




Noch ein wenig 'runter.







Noch ein wenig...






Du hast an einen roten Hammer gedacht, nicht wahr???

Falls nicht, gehörst Du zu 2% der Menschen, deren Gehirn in sofern
anders ist, dass sie an etwas anderes denken können.

98% denken an einen roten Hammer...




TEST 4

Dein rechter Fuß.

Es ist auch sonderlich, aber... wahr. Derjenige, der diesen Test
macht, wird so neugierig sein, dass er ihn garantiert immer wieder
wiederholen wird, um zu sehen, ob er im Stande ist, die Bewegung seines rechten
Fußes zu ändern.

Das ist er aber nicht!

1. Du sitzt am Schreibtisch. Hebe ein wenig Deinen rechten Fuß und
bewege ihn in Kreisen im Uhrzeigersinn.

2. Inzwischen versuch es, mit Deiner rechten Hand die Ziffer 6 in der
Luft zu zeichnen.












Dein rechter Fuß fängt an, sich in die andere Richtung
zu bewegen!

3. Das hab ich doch vorausgesagt... Das kannst Du nicht ändern...



TEST 5

Schweinchen-Test

Betrüge nicht bei diesem Test und mach ihn ordentlich! Er ist ganz lustig Smile

Nimm Dir ein weißes Blatt Papier und zeichne ein Schweinchen.



Geh nicht weiter, bevor Du das Schweinchen gezeichnet hast!


Fertig? Ganz sicher???

Das Schweinchen ist die Abbildung Deiner Psyche.


Wenn Du das Schweinchen:
* oben auf dem Blatt gezeichnet hast: Du bist ein Optimist.

* eher in der Mitte des Papierblattes gezeichnet hast: Du bist ein Realist.

* eher unten auf dem Papierblatt gezeichnet hast: Du bist ein Pessimist.

* wenn das Schweinchen links guckt: Du glaubst an Tradition, Du bist
freundlich den Leuten gegenüber und merkst Dir gleich Geburtstage und
andere Jubiläen.

* wenn das Schweinchen auf die rechte Seite guckt: Du bist ein Entdecker,
bist ein Aktivist, aber Du fühlst Dich nicht besonders an Deine
Familie gebunden und hältst so was wie Geburtstage oder Feiertage nicht für
wichtig.

* wenn das Schweinchen direkt auf Dich guckt: Du sagst, was Du denkst,
Du hast keine Angst vor Streitereien und Wortgefechten.

* wenn Du viele Details gezeichnet hast: Du bist ein Analytiker,
ruhig, gelassen und misstrauisch.

* wenn Du keine Details gezeichnet hast: Du bist gefühlsbetont, naiv,
gehst nicht methodisch vor und gehst oft das Risiko ein.

* wenn Du dem Schweinchen weniger als vier Beine gezeichnet hast: Du
bist im Zweifel oder Dein Leben macht gerade einen großen Wandel durch.

* wenn Du dem Schweinchen vier Beine gezeichnet hast: Du bist
selbstsicher, stur und hältst Dich an Deine Regeln.

* wenn Du dem Schweinchen mehr als vier Beine gezeichnet hast: Du
bist ein Idiot.

* Die Größe der Ohren des Schweins zeigen Deine Bereitschaft, den
anderen zuzuhören: je größer sie sind, desto besser!

* Die Länge des Schwanzes schildert Deine sexuellen Beziehungen:
jetzt wieder: je länger, desto besser!

OK,

wer hat vergessen, den Schwanz zu zeichnen?

Nein nein, Du darfst diesen Test nicht noch einmal machen...





Also wirklich verblüffend was bei den Tests raus kommt... muss ich schon sagen.
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: boehm am 24. Dezember 2010, 20:44:59
Wann fängt Weihnachten an?

 
Wenn der Schwache dem Starken die Schwäche vergibt,
wenn der Starke die Kräfte des Schwachen liebt,

wenn der Habewas mit dem Habenichts teilt,
wenn der Laute bei dem Stummen verweilt
und begreift, was der Stumme ihm sagen will,

wenn das Leise laut wird und das Laute still,
wenn das Bedeutungsvolle bedeutungslos,
das scheinbar Unwichtige wichtig und groß,

wenn mitten im Dunkeln ein winziges Licht
Geborgenheit und helles Leben verspricht,

dann, ja dann,
fängt Weihnachten an!

 

Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 29. Dezember 2010, 02:13:49
                                                "kein Blatt vor den Mund nehmen"

Von einer Person, die unumwunden ihre Meinung ausspricht, heißt es sprichwörtlich, sie nehme kein Blatt vor
den Mund. Anders als in Wendungen wie "ein unbeschriebenes Blatt" oder "auf einem anderen Blatt stehen",
ist hier nicht das Blatt aus Papier gemeint, sondern das Blatt von Bäumen.

Solche Blätter (ziemlich groß mußten sie sein) spielten eine wichtige Rolle im antiken Theater:
Wenn Schauspieler etwas aussprachen, für das sie später nicht zur Rechenschaft gezogen werden wollten
(eine Beleidigung etwa), hielten sie sich ganz buchstäblich ein Blatt als Deckung vor den Mund.
Wer also heute im übertragenen Sinne kein Blatt vor den Mund nimmt, ist durchaus bereit, die Verantwortung
für seine Worte zu tragen.
                                                                                                          (Quelle: Langenscheidt)
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 05. Januar 2011, 01:55:43
                                       "Schmutzige Wäsche wäscht man zuhause"           

                                                                                                      Ital. Sprichwort
                                                     I panni sporchi si lavano in familia
                                (wörtl.: Schmutzige Wäsche wäscht man innerhalb der Familie)


Diese Wendung, die es in ähnlicher Form auch in zahlreichen anderen Sprachen gibt, setzt eine Kultur der
Diskretion voraus, die heute weitgehend verloren gegangen ist. Demnach sollten private Angelegenheiten,
Familiengeheimnisse, gegenseitige Vorwürfe und Streitereien innerhalb der Familie bleiben und nicht nach
außen getragen werden.
Zugegebener Maßen wird durch ein solches Verhalten vieles "unter den Teppich gekehrt"; nicht umsonst
behauptet man, jede Familie habe "ihre Leiche im Keller", besitze also dunkle Geheimnisse, die das Licht der
Öffentlichkeit scheuten. Allerdings vergißt man auch oft, daß Probleme aus dem häuslichen Bereich für die
Öffentlichkeit meist keine Relevanz haben, sondern lediglich die Sensationsgier befriedigen.

Die moderne Fernsehkultur bildet einen krassen Kontrast zu diesem Sprichwort. In Talkshows und Reality-
TV-Sendungen werden intime Geständnisse und Familienstreitereien medienwirksam, lautstark, sensations-
lüsternd und nach Selbstbestätigung geifernd, mit und ohne Moderator vor möglichst großem Puplikum
ausgetragen. Die Grenzen zwischen Banalität und Unappetitlichkeit schwinden dabei ebenso wie die
Überzeugung, die Familie habe die Fähigkeit und die Kraft, mit "schmutziger Wäsche" im Privaten
fertigzuwerden.
                                                                                                       (Quelle: Langenscheidt)
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: samurai am 17. Januar 2011, 12:12:29
Jedes Land bekommt die Helden die es verdient.

Michael Schuhmacher ist ein Held. Er kann schnell um die Kurve fahren und bezahlt keine Steuern.

Helmut Kohl ist ein Held. Er hat Deutschland wiedervereinigt und da es ausnahmslos sein Verdienst ist geht er als Einigungskanzler in die Geschichte ein ... {+ {[ {+

Wer sind Eure Helden? :D

samurai
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 23. März 2011, 02:57:52
                                              Ich bin mir selbst der Nächste

                                                proximus sum egomet mihi

                         Aus der Komödie Andria (Das Mädchen von Andros, 166 v. Chr.)
                       von Terenz, eigtl. Publius Terentius Afer (um 195- um 158 v. Chr.)

Man hört gelegentlich die Klage, die Welt sei egoistischer geworden, jeder denke nur noch an sich selbst.
Das Motto aller Egoisten stammt indes bereits aus der Antike - von einem Mann, der von sich behauptet
haben soll, daß ihm nichts Menschliches fremd sei. Tatsächlich erkennt man in den Komödien des Terenz,
daß der römische Alltag vergleichbare Untiefen hatte wie der unsere heute.

                                                                                               (Quelle: Langenscheidt)
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: Cee am 11. April 2011, 05:32:26

Je mehr Ehre, je mehr Feinde.

Vom Vater von Florenca, Sängerin
Arte TV "Tracks" vom 07.04.2011

Das mag vordergründig ein Widerspruch sein, solange nur, wie das verheerende Element des Neides, der Missgunst
nicht gebührend berücksichtigt werden.
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: Cee am 11. April 2011, 05:35:46

Küss meinen Hals und ich bin dein.

Aufgegabelt in Arte TV "Tracks" am 07.04.2011

Ohne Worte.
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: P-Pong am 11. April 2011, 18:37:25
Wie ja die Bangkok-Post bereits am 08.04.2011 berichtete (  http://www.bangkokpost.com/news/local/230988/3-helicopters-for-royal-family ) stellt das Militär (Luftwaffe) dem >Hohen Haus< gleich 3 neue S-92A-Helikopter, der Sikorsky International Operation, aus den USA,  zur Verfügung.

Man sieht, dem Militär steht wirklich alles offen... selbst alte, ausgediente U-Boote werden in naher Zukunft ihren verblasten, gerupften Bundesadler an Patty`s-Strände aufleuchten lassen können.  ;)

Doch das mit den neuen Helis lässt hoffen, dass zukünftig weniger einschneidende Eingriffe in den öffentlichen-geschlossenen Straßenverkehr erfolgen werden, 100-derte Polizeibeamte sinnvollen Aufgaben zur Verfügung stehen, um wie am vergangenen Wochenende in Chiang-Mai, anlässlich eines Besuches des Kronprinzen, ganze Straßenzüge der sowieso stark belasteten  Innenstadt stillzulegen! 8)

Sollten zukünftig diese neuen Helikopter zum Wohle der >Hohen Familie< verstärkt zum Einsatz kommen, werden alte Frauen nicht von ihrem Rad absteigen müssen und dies gar vollends von der Straße, abseits der 3-spurigen Richtungsfahrbahn abstellen müssen... wenn man dann  beobachten konnte, wie solch eine zur Zwangspause verurteilte Radfahrerin dem an ihr vorbeirasenden Konvoi des zukünftigen Landesvaters entgegen/nachblickte, ... tja, dann kann man die Liebe zum Königshaus nachempfinden,   {* darum: >Long-live-the-King!<
Titel: Re: Granatensplitter
Beitrag von: Dido am 11. April 2011, 20:54:12
Wollt Ihr das echt SO und HIER stehen lassen ?  ???  >:
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: P-Pong am 11. April 2011, 21:02:28
 
Zitat
tja, dann kann man die Liebe zum Königshaus nachempfinden,   {* darum: >Long-live-the-King!<

Nun was bemängelst Du daran .... ???

Aber natürlich ordne ich mich jedem hier anders denkenden  -  womit ich natürlich eine Löschung meiner vorstehenden Zeilen durchaus gefassten Auges entgegensehe -unter, ....jegliche Macht dem Mods  }}
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 11. April 2011, 21:34:54
                                                             "Auf großem Fuß leben"

                                                                                 dt. Redewendung

Wer auf großem Fuß lebt, kann sich einiges leisten und ein aufwendiges Leben führen. Entstanden ist diese
Redewendung im Zusammenhang mit der Mode der Schnabelschuhe, die im Mittelalter aufkam. Angeblich war
es der Graf von Anjou, der erstmals solche Schuhe trug. Er litt unter einer dicken Geschwulst am Fuß, weshalb
ihm die normalen zierlichen Schuhe nicht passten, sodass er sich kurzerhand schnabelförmige anfertigen ließ.
Die neue Form entwickelte sich bald zu einer großen Mode, allerdings nur unter den Reichen, denn nur sie konnten
die ausgefallenen Schuhe bezahlen und also "auf großem Fuß leben".

War es zunächst wahrscheinlich eine Notwendigkeit, die zu dieser außergewöhnlichen Schuhform führte, so galt es
bald als besonders schick, den Schnabelschuh immer weiter zu längen. Groteske Vorkommnisse waren die Folge:

Ein französischer Prinz soll es im 14. Jahrhundert auf Schuhe von 80 Zentimeter Länge gebracht haben.
Gesetze zur zulässigen Schuhlänge sollten verhindern, daß Bürger größere Schuhe als der Adel trugen.
Und selbst die päpstliche Kurie sah sich zum Eingreifen gezwungen, weil die langen Schnabelschuhe ein Niederknien
unmöglich machten. Wenn es um die Unterwürfigkeit geht, bewieß die Kirche noch nie Verständnis.

                                                                                                    Quelle: u.a. Langenscheidt
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: P-Pong am 11. April 2011, 21:57:03
Wenn es um die Unterwürfigkeit geht, bewieß die Kirche noch nie Verständnis.

... nicht nur die Kirche,  ... fehlt nur irgendwie der Sinn/Begriff: vorauseilender Gehorsam  :-X ... falls es jemand verstehen sollte ;]
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: Cee am 15. April 2011, 04:25:59

"Besuch mich doch mal im Traum"

Aufgegabelt am 14.04.2011 im TV: SF Kultur
anlässlich zur Vorstellung des neuen Filmes über die Tänzerin Pina Bausch.

Dieser kleine Satz, einfach so hingeworfen, erlaubt und ermöglicht es beispielsweise, einer nicht
lebbaren Sehnsucht den Weg zu öffnen.
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: BöserWolf am 20. Juli 2011, 20:56:11
                                                                      Flugangst ist :

                                                                 Mittagessen in Paris

                                                              Abendessen in New York

                                                                   Gepäck in Tokio

                                                                                                                 (Quelle: Lutz Ackermann)
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: Cee am 11. Juni 2012, 00:24:54
  

  "Stärken stärken"

Slogan am diesjährigen "SwissEconomicForum"
in CH- Interlaken

Da stehen die Eidgenossen wieder mal quer in der Landschaft. Der Gewinnerpräsident der Franzosen, Herr Hollande,
baute seinen Wahlkampf auf dem Versprechen "egalite" oder Gleichheit auf. Diesen Spruch kennen wir aus der
französischen Revolution: Den "Starken" nehmen und den "Schwachen" geben.

Die Frage sei hinterher erlaubt: was haben die vielen abgeschlagenen Köpfe den "Schwachen" geholfen?

Grüsse
Cee
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: georg am 26. Juni 2013, 03:14:38
"Wenn Ihr Eure Augen nicht braucht, um zu sehen, werdet Ihr Sie brauchen, um zu weinen." 

Jean-Paul Sartre
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: Cee am 01. Juli 2013, 15:14:36

Wenn Ihr Euren Kopf nicht braucht um zu denken, Euren Mund nicht braucht, um eigene Gedanken auszusprechen,
die Fäuste in den Taschen vergessen habt,
dann macht dieser Kopf womöglich bald mal "bum bum bum"

von mir  ;)
Cee
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: Herport am 10. September 2013, 03:02:01
Das Mädchen welches für 6 Minuten die Welt zum Schweigen brachte...

aus der Konferenz der Vereinten Nationen über Umwelt und Entwicklung 1992
vom 3. bis 14. Juni 1992 in Rio de Janeiro

Was hat sich seither, nach 21 Jahren getan? Anschauen und mitnehmen lassen...!

                     (http://up.picr.de/15785807iy.jpg) (https://www.youtube.com/watch?v=Sj00vO48MTk)

Original-Video hier: http://youtu.be/xPx5r35Aymc (http://youtu.be/xPx5r35Aymc)
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: schiene am 17. September 2013, 01:00:14
Alle sagte:Das geht nicht.Dann kam einer der das nicht wusste und tat es.
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: Herport am 19. September 2013, 05:38:44
Schöner Thai-Film mit englischem Untertitel

(http://up.picr.de/15889020tb.jpg) (http://www.youtube.com/watch?v=JPOVwKPMG8o) ;}
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: Cee am 22. November 2013, 01:19:10

"Was mich nicht umbringt,
macht mich stärker"

Nietzsche
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: Friida am 22. November 2013, 07:18:41
Schöner Thai-Film mit englischem Untertitel

(http://up.picr.de/15889020tb.jpg) (http://www.youtube.com/watch?v=JPOVwKPMG8o) ;}

das hat mich echt zum weinen gebracht

inspirierend ! 
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: franzi am 22. November 2013, 09:47:18
Sogar mich, weine immer noch :'( :'( :'(

fr
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: Cee am 24. November 2013, 17:02:36

"Jede Beziehung ist anders, aber die besten haben eine Gemeinsamkeit:

Entscheidungsfreiheit- man entscheidet sich, zusammen zusein, und jeder lädt den anderen
täglich neu in sein Leben ein."

Aus dem Buch: "Warum Männer mauern"
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: Bruno99 am 02. August 2021, 12:14:33
Wann wird man je verstehen?

Ein paar Gedanken zur aktuelle Situation von Gunnar Kaiser (Laufzeit: 6')

https://www.youtube.com/watch?v=MzUGJugoQa4
Titel: Re: Gedankensplitter
Beitrag von: Helli am 02. August 2021, 15:36:46
Wann wird man je verstehen?

Ein paar Gedanken zur aktuelle Situation von Gunnar Kaiser (Laufzeit: 6')

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