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Drogenkrieg in Thailand und anderswo

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samurai:
"... dann droht Thailand das selbe wie Mexiko oder Kolumbien oder Amerika ..."

Thailand mag ein Drogenproblem haben. Aber den Drogenkrieg in Mexico und dem Norden Südamerikas mit Thailand zu vergleichen ist der Äpfel / Birnen Vergleich. Jetzt und in Zukunft.
In Mittel- Südamerika gehts um richtige Dollar und die Versorgung von hundert Millionen "Qualitätskoksern" im Gringoland.

Ma Prao:

--- Zitat von: georg am 01. Oktober 2010, 14:38:16 ---[

Afghanistan ist nicht nur der grösste Opiumproduzent der Welt, das Land ist auch weltweit führend in der Produktion von Haschisch, wie das Büro der Vereinten Nationen für Drogen- und Verbrechensbekämpfung (UNODC) vergangene Woche berichtet hat...

Wie bekannt ist, gab es unter der Taliban-Regierung bis zur Invasion durch amerikanische Truppen 2001 praktisch keinen Drogenanbau in Afghanistan. Erst als die ISAF-Truppen das Land besetzen, fingen die Bauern wieder damit an. Dies selbstverständlich mit voller Genehmigung der NATO.

Afghanistan liefert 90 Prozent des Opiums der Welt, die Ausgangsbasis für Heroin.
Alle profitieren davon, die Bauern, die Taliban...




--- Ende Zitat ---

Du schreibst ja selbst, dass auch die Taliban vom Anbau und Handel mit Drogen profitieren.
Meiner Meinung nach finanzieren sie sich zu einem grossen Teil durch dieses Business, und zwar schon lange.
Mag nicht so ganz glauben, dass dies in der Zeit vor dem Sturz der Taliban Regierung in Afganistan grundätzlich anders war,
irgendwie mussten sie sich auch damals finanzieren.
Wie auch vorher den Widerstand gegen die Sowjets.

Dieser Geschäftszweig hat Tradition in Afghanistan und auch die Taliban bilden da keine Ausnahme, jedenfalls keine positive.

Zudem soll die islamische Republik Iran, die ja bekanntlich sehr viel auf Sitte und Moral hält,
zu dem grössten Transitländern für Drogenlieferungen nach Europa gehören.

Es füllen sich also wohl noch einige andere "Institutionen" ihre mehr oder weniger schwarzen Kassen mit dem Profit,
das dieses dreckige Geschäft abwirft.

bukeo:

--- Zitat von: Ma Prao am 01. Oktober 2010, 18:54:27 ---
Meiner Meinung nach finanzieren sie sich zu einem grossen Teil durch dieses Business, und zwar schon lange.

--- Ende Zitat ---

ja richtig, die Talibans verdienten immer schon eine Menge Geld mit dem Drogenhandel.
Jedoch haben sie den Umsatz nun noch deutlich gesteigert.

Hier mal Zahlen der UN:

So hätten die Taliban zusammen mit anderen Aufständischen vor zehn Jahren noch zwischen 75 und 100 Millionen eingenommen. Mittlerweile fließen jedes Jahr zwischen 90 und 160 Millionen US-Dollar in ihre Kassen.
Zu diesem Ergebnis kommt die Agentur für Drogen und Kriminalität (UNODC) der Vereinten Nationen.

http://www.zeit.de/wirtschaft/2009-10/taliban-afghanistan-drogenanbau-opium

georg:

--- Zitat von: Ma Prao am 01. Oktober 2010, 18:54:27 ---Du schreibst ja selbst, dass auch die Taliban vom Anbau und Handel mit Drogen profitieren.
Meiner Meinung nach finanzieren sie sich zu einem grossen Teil durch dieses Business, und zwar schon lange.
Mag nicht so ganz glauben, dass dies in der Zeit vor dem Sturz der Taliban Regierung in Afganistan grundätzlich anders war,
irgendwie mussten sie sich auch damals finanzieren.
Wie auch vorher den Widerstand gegen die Sowjets.

Dieser Geschäftszweig hat Tradition in Afghanistan und auch die Taliban bilden da keine Ausnahme, jedenfalls keine positive.
........

--- Ende Zitat ---

Irgendwie war es bis zum Sturz der Taliban so, dass afghanische Drogen nicht so massiv produziert wurden. Unter dem König nicht, nach dessen Sturz nicht, unter sowjetischer Besatzung nicht, unter Najibullah nicht, unter den Taliban nicht... So ein Zufall, kaum übernehmen die Amerikaner die Verantwortung, schon wird das Problem angeblich unkontrollierbar.

Der selbsternannte "Leuchtturm der Freiheit und der Demokratie" dealt mit Drogen... Au weia.

- sie unterstützen in Afghanistan ein drogendealendes Regime, direkte Folge davon ist, dass sich nach Vertreibung der Taliban die Drogenproduktion vervielfacht hat

Warum wird nun dass ganze gemacht welche Strategie steckt dahinter der kann zum Beispiel hier nachlesen

http://www.sopos.org/aufsaetze/4bc8242b20438/1.phtml

Wir haben es mit der modernen Variante eines »Opiumkriegs« zu tun, der mit der gleichen Zielsetzung geführt wird, welche die Briten im Ersten und im Zweiten Opiumkrieg (1839–1842 und 1856–1860) gegen das Kaiserreich China der Qing-Dynastie verfolgten. Das dem Reich der Mitte aufgezwungene Opium bewirkte die völlige Zersetzung der chinesischen Gesellschaft und jene innenpolitische Instabilität, die 1900 den sogenannten Boxer-Aufstand auslöste – den erwünschten Vorwand zum europäischen Einmarsch.

Opium und das daraus gewonnene Heroin schädigen den Menschen bis in seine genetischen Grundlagen – wie damals im chinesischen Kaiserreich so heute in Rußland, in der Volksrepublik China und ihren Nachbarländern. Drogen sind offenbar zur Giftwaffe in der globalen Auseinandersetzung mit den aufstrebenden Staaten des Ostens geworden. Ein wesentlicher Aspekt des Afghanistankriegs, bisher öffentlich kaum diskutiert.

oder auch hier: Russland wird mit Drogen überschwemmt

http://www.bbc.co.uk/worldservice/news/2010/04/100402_russia_heroin_hs.shtml

crazyandy:
@ Samurai sicherlich ist die Situation in Amerika/Mexiko eine andere wie in Thailand, nur keiner wird sich einen solchen Krieg oder einen ähnlichen wünschen, je früher gegen die Drogenkriminalität (auch die Beschaffung von Geld zum erwerb von Drogen) angegangen wird um so besser ist es.

Mexiko hat es einige Jahre "schleifen" lassen und bezahlt nun einen sehr hohen Blutzoll dafür.

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