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Unser Leben in Bangkok

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Khun Han:
Ich habe mich entschlossen, zwei "Tagebücher anzulegen". In diesem hier will ich über uns und unser Leben berichten, das wir in Bangkok führen, was uns beschäftigt, was wir so unternehmen oder was wir schon gesehen und erlebt haben. Also ohne Zeitlinie, mit mehr oder weniger Tiefgang.

Das andere Tagebuch wird praktisch eine Autobiografie werden. Zurückreichend in meine/unsere Kindheit wird es um Entscheidungen und Lebenswege gehen, um Geschichten von Erlebtem und Durchgestandenem, mit einem guten Schuss Philosophie und Esoterik.

Ich beginne mal mit unserem Tagesablauf. Seit Jahrzehnten schlafen wir in getrennten Räumen und wenn wir nichts vorhaben stehen wir auf, wann wir ausgeschlafen haben. Als Erstes raucht meine Gattin ihre Zigarette(n) und trinkt Kaffee aus ihrer vor 30 Jahren in London gekauften Tasse. Frühstücken tut sie nicht, dafür essen wir um 10.30 Uhr zu Mittag. Ich röste mir zum Kakao 2 Toastbrote, dazu gibt es entweder Marmelade, Käse oder Wurst, manchmal mache ich mir ein gekochtes Ei in der Mikrowelle. Kochen kann und muss ich nicht, das macht meine Frau mit Leidenschaft. Darüber, wovon wir uns sonst ernähren, erzähle ich später.

Leider kann ich nachts kaum schlafen und so versuche ich den Schlaf jeweils nach den Mahlzeiten nachzuholen. Deng, meine Gattin, hingegen geht ohne Pause ihren Geschäften nach, bis sie sich meist kurz vor Mitternacht niederlegt und sofort einschläft. Wenn wir zuhause bleiben – alle 2 bis 3 Tage sind wir gemeinsam unterwegs -, ist sie mit ihren Pflanzen beschäftigt oder sie steht in der Küche. Sie fährt auch oft alleine mit dem Motorradtaxi zum Einkaufen auf verschiedene Märkte oder besucht ihren Bruder. Sie macht zwar kurze Zigarettenpausen, raucht aber nicht zu Ende oder auch während der Gartenarbeit. Ich sage Garten, aber gemeint sind die vielen Töpfe, Schalen und Schälchen mit Blumen, Kakteen, Blätterzeugs und Minipflanzen in unserer Einfahrt. Da sitzt sie stundenlang, topft um, siebt Erde, bewässert, usw. Dabei hört sie manchmal Musik, meistens Oldies aus unseren jungen Jahren. Ihr neuestes Steckenpferd sind diese Hängefäden, genannt Nuat
Lusi, die sie immer neu flechtet und dabei braune Spitzen entfernt. Das macht sie auch wenn die Seifenopern beginnen, auf dem Boden vor dem Fernseher sitzend und ihre 2 Flaschen Leo trinkend. Wenn sie nicht gerade die Wohnung putzt oder das Gemüse säubert.

Wenn sie dann müde wird, lässt sie sich die Füße massieren, manchmal mit einem Silikonhandschuh mit Noppen.  Und es dauert nicht lange bis sie einschläft. Neuerdings schläft sie auf dem Sofa, während der Fernseher noch 3 Stunden weiterläuft mit ihrem Lieblingsprogramm über kleine Jungs, die eine Zeitlang Mönche sind.









Kern:
Khun Han

Sehr sympathisch geschrieben  [-]

Sumi:
@Khun Han

Da hat Deine Frau aber eine schöne Beschäftigung/ Hobby, könnten sich die Hände reichen, meine Frau macht exakt das Gleiche.

Blumen, insbesonders Kakteen mag sie am liebsten, auch sie versucht unseren " Garten " rund ums Haus zu verschönern, in ähnlicher Weise, wie die Bilder, die Du eingestellt hast.

Wo wohnst Du denn, wenn ich mal fragen darf ?, bei uns, wir wohnen seit knapp 5 Jahren in BKK, sieht es fast gleich aus.

Gruß Sumi

Bruno99:

--- Zitat von: Khun Han am 20. Februar 2022, 21:33:58 ---Ihr neuestes Steckenpferd sind diese Hängefäden, genannt Nuat

--- Ende Zitat ---

Wunderschoene Sammlung an Kleinstgewaechsen aus der Gattung Tillandsia, auf dem ersten Bild am unteren und oberen Bildrand.
Die Haengefaeden gehoeren ebenfalls zu dieser Gattung:  Tillandsia usneoidis

Tillandsien machen eignen sich super als Dekoration auf poroesen Steinen, Wurzeln etc, u.a. auch weil sie sehr langsam wachsen.

Wuensche deiner Frau weiterhin viel Spass bei diesem wunderbaren Hobby  ;}

Khun Han:
@Kern
Danke! Das macht Mut weiterzuschreiben.

@Sumi
Wir dürften nicht so weit von einander entfernt wohnen. Von der Mall Bangkhae sind es keine 8 km bis zu unserer Haustüre: stadtauswärts bis zur Phetkasem 69, dem Khlong Thawi Watthana entlang bis zum Talad Klongkwang, dann rechts. Das ist bereits Nongkhaem.

Die Beschäftigung mit den Pflanzen gibt ihr Frieden, sagt sie. In Deutschland hatten wir einen großen Garten, den sie dreimal im Jahr umgrub und wo sie ihr Gemüse anpflanzte. Sie hat manches von ihrem Schwiegervater abgeschaut. Und damals schon gerne Kakteen in Schalen arangiert. Laufend kommen neue Pflanzen hinzu, obwohl wir wenig Platz dafür haben. Mittwochs gehen wir öfters auf den Chatuchak Pflanzenmarkt oder in der Nähe zum Sanam Luang 2. Gestern kam sie mit Rosensträuchern und einigen anderen Pflanzen nach hause, die sie in Geschäften entlang der Kanchanapisek gekauft hat.

@Bruno
Danke für die Informationen und die Aufmunterung! Meine Frau wird sich über die Bilder freuen.

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